iäusburg oi, 01. 1 M 50 8fn 'W‘t «orfdjrift. ßmstock “tib dpti^er. und AauwMe. tiuleinenttt sche»Wk läthig unb werben W Öhr & Co. ooooooooooo« ongs-Akademie i. Zuschneide Lehranstalt * ong für Familien Bedarf. 2 nale, Prospecte kostenfrei. 9 ertreter für Journale überall gerächt. Q 000000000004 n in großer Auswahl ichter ,deret Wmq 19 \t) in ArallAtil m Dm n ÄvSsWMtz. len, socke in fertigen Rahmen, flidtjlntlin Stroh sc*»--" * . Mooogr. re.» *"■*“ IST“* ompt undgut S. billig iu ii* er*. _r^7 1808 Freitag den 9. Deeember Mr. 289 Drittes Blatt. |mi|bi • ln|tietw |n Ur fir Ua RlfcOtaXaf el^onmbn Rueerr fcxl •»!». 10 Uhr. PsstUz», 3 Mark 50 R*t »xrrtclji4rh< Ht In|rigen.8metttlira|4ttlai M In- an! lunaMe erlern ln|d|cn für len Gießener Indien «W» MeM Bh InlneNwir Ui Kantofl. *u •ta^raer geetHteirilftt Derlei Um Anzeige «scheaUtch viermal Uigelegi. >n«pr* DtntelliVrliR 1 Rar! 20 Rh mvaatiich 76 Rh mit vnngertei» Sießemr Anzeiger Heneral-Nnzeiger Amts- ttnd Anzeigeblatt für den Arei» Gieren. Gratisbeilnze, Gießener FmmlienMter tpelitien nnt Druckerri: Verstfches Reich vermittelt auf sich tollten laffeu Manen. Arbeitern „öerehlt* werden. Schwurgericht. W. Sieben, 7. Deeember 1898. den Quadratmeter, bei den für Speicheranlagen u. b ». vorgesehenen Playm wurden diese Preise sogar Übertritten. In dem sogenannten Villenviertel oberhalb der GeschSfrsstadt wurden 1,50 Doll, erzielt. Geklagt wird in den Handels, heilen, daß auch die Lhluesen mit bieten durften, und daß die hohen Preise die Eitragsfähigkett der Geschäfte in Frage ftettttu« Andrerseits «eint man jedoch, daß die Besorgmffe nicht zutriffen. Im Ganzen har das Gouvernement rund 100,000 Doll, vereinnahmt. Die Anlage der Straßen ist Uinboaee Hoskreise aus Berlin erfahren haben wollen, die Absicht Haden, den K.oopttvzen im nächsten Jahre über den Ocean zu schicken. Der Kronprinz würde im strengsten Inkognito ganz Amerika bereisen und ungehindert von irgend welchen Rücksichten der Etikette alle Eindrücke frisch und nn* (Eine Schwierigkeit für die Satteicklung von Iflniau bildet noch die Arbeiterfrage- es fehlt noch an den uöthigen Kuli». Deshalb giedt man der Privatspeculatiou die «nrepung, in bei Ehineseustabt Gelänbe zu kaufen uub mit großen (SHnefcn- Wohnungen zu bebauen, woburch ein Zuzug von Arbeitern bewirkt werben würde. untersagen. — Aus «iautfchou berichtet «au über die bisherigen Ergebnisse be» Laudverkaufs in Tstntau. Am 3. November Schluß bei verhanblung -egen den Küfer Mox Schacher« m aye r aus Zuchering in Bayern, zulrtzt In G eßen wohnhaft, angtktagt wegen Körperverletzung mit töbtlichem Erfolg. 1 Nach Aussage verschiedener Zeugen war bei verstorbene Hammer ein hitziger Mensch, bei auch stark trank. — Kreis, arzt Dr. Habeikorn erklärt als Sachverstäubiger, bei Leichen- brsuub habe ergeben, daß Hammel etn äußerst klüftiger Marn gewesen ist. Die Leiche wirs eine Kopfwunde, zwei Halswuudeu, eine Wunde am Rücken und eine Wunde am rechten Obeiaim. Es wai die große Schlagader getroffen, und ist Hammer au Verblutung gestorbeu. Die Stiche find nach dem Befund mit großer Heftigkeit geführt. Die deu Geschworenen vorgelegte Schnldfrage geht dahin ob die That des Schachermayer als Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg zu betrachten sei, und ob demselben mildernde »refft für Depesche«: Aazst-er Ritlte. Fernsprecher Nr. 6L Umstande zuzudilligeu seien. Staatsanwalt «och plaidirt für unbedingte Bejahung der Schuldfrage unter Verneinung der Frage nach mildernden Umständen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt «atz plaidirt auf Frei- spiechuug. Der Angeklagte habe nach Lage der Sache in be- «chtigter Nothwehr gehandelt, sei er über bt.se in bei Abwehr hinaus gegangen, so habe er dies in der Furcht und im Schrecken gethau unb müsse straffrei bleiben. Er bitte die Jmtz, die Schnldfrage zu verneinen. Die Berathung bei Geschworenen dauerte etwa 20 Mi. unten. Der Wahrspevch lautete auf Schuldig unter Bejahung der Frage nach milbeinbtn Umständen, Staatsanwalt «och wies darauf hin, daß in letzter Zeit In der Provinz Ober- heffen die Deliete, wo mit dem Mester Men chenleben geopfert oder doch erheblich au der Gesundheit der verletzten Schädigungen vorgekommen, zngenommen. Dies sei der Grund, weßhalb er beantrage, auf 2 Jahre Gefäoguiß iw vorliegenden Fall zu erkennen. — Der Berthetdiger, Rechtsanwalt «atz, betont, daß dies kein Grund fein köave, den Aogeklagteu, für deu Milderungsgrüade in hohe« Maße vorl'egen, weit über da» Miudepstrafmatz, das das Gesetz sür zuläsfig eik.ärt (nämlich 3 Monate Gesangniß) h nauszugehen. — Das Ur- theil lautet auf 1 Jahr 6 Monate Gesärguiß unter An- rechuung von 1 Monat der erlittenen Untersuchangshaft. Schwurgericht zu überweiseo. Paris, 7. Deeember. Die gestern begonnene Bei- nehmnug deS Untersuchungsrichters Bertulu» vor dem Eastatioushofe wird vorausfichtlich diese ganze Woche in Anspruch nehmen. Paris, 7. Deeember. Wie die heutigen Blätter behaupten, habe Jules Roche de« Eastatioushofe nicht einen sondern 21 Beiefe übergeben, deren jeder Beweise dafür enthalte, daß Esterhazy in Gemeinschaft mit Henry einen schwunghaften Handel mit Staatsgeheimnissen be- trieben hat. t ...... Paris. 7. Deeember. Heute Abend wird die neue Kornische Oper eröffnet werden. Präsident Faure wird der Eröffnungsvorstellung be.wohueu. London, 7. Deeember. Der ,®t. James-Gazette infolge wird England demnächst die Einfuhr vou Zucker, welche bisher mit 6 Schilling Prämie bezahlt worden ist, erwarten. , — Sozialdemokratie und Wohnungsfrage. In einem Versammlungsberichte des „vorwärts" wird über ein Referat des Herrn B eb e l wörtlich gesagt: „Der Redner weist auf die Hannoversche verficheruugsanstalt hin, die aus privaten und staatlichen Unternehmungen die Summe vou vier Millionen zum Bau von Arbeiterwohnuvgeu vorgestreckt habe. Arbeiteiwohnnngen aber feffelu deu Arbeiter, machen ihn gefügig. Die Arbeiter mästen also das Geld, da» fie zum großen Theil selber ausbringen, zu ihrer eigenen Bei- ( sklavuug benutzen lasten/ — Die Anschauung, au» der die vorstehenden unbeweisbaren Behauptungen entsprungen find, ist durch bas vebürsniß gekennzeichuet, zu verhüten, daß Zufriedenheit unter den Arbeitern aufkomme. Demselben ent. sprachen die Abstimmungen der sozialdemokratischen Fractiou gegen die Kraukenverficherung, die Uufallverfichcrung, die Juvalidäts- und Altersversicherung, die Geverbeschiedsgerichte, das Arbeiter.Schutzgesetz u. s. w. Je mehr ttiitiC die Sozialdemokratie an den sozialen Zuständen üben kann, um so lieber ist eß ihr- deshalb muh jeder soziale Fortschritt, wie er in dem Bau vou Arbeiterwohnungeu unter den in Rede stehenden Umständen unzweifelhaft fich vollzieht, den ArssUnsd. Budapest, 7. Deeember. Die heutige Sitzung im Ab- georduetenhause hat einen stürrnifcheu Verlauf genommen. In den Waudelgängeu verficherten liberale Abgeordnete, da» Eabinet werde ganz bestimmt bemrsfioniren. 3a ^r Sitzung wurde die Demisfiou de» Präfideuten Szilagyi und de» v.«Präsidenten verlesen. Unter ungeheure« Lärm nahm bas Haus einen Antrag be» Grafen Aponyl und be» Ab. georbneten Kofluth an, Szilagyi zu ersuchen, seine Demisfiou zurückzunehmen. Die Oppofitiou beabfichttgt, Szilagyi einen Fackeftug zu bringen. m „ ltt Triest, 7. Deeember. Infolge eines dichten Rebel» ist bie Schiffahrt gehemmt. Mehrere Schiffe stab im Hafen aufgefahren. Paris, 7. Deeember. De« .Figaro" zufolge ist die Vertagung des Piequart-Pr ocesses beschlostcue Berlin, 7. Deeember. Die Mtlitärvorlage ist dem Reichstage zugegangeu. Die Heeresverstälkung, welche darnach tu den Jahren 1899 bis 1902 erreicht werden soll betrügt 861 O'fiziere, 84 Militärärzte, 190 Beamte, 3299 Htterosfiziere, 23 277 Gemeine und 7202 Dienstpferde. Die Zahl bei Unterosfizieie unb Gemeinen wirb baburch um 26 576 erhöht und beträgt darnach künftig statt bisher $57 093 583 669 Manu als Jahres - Durchschnittsstärke. Bekanntlich wird seit 1898 die Zahl bei Gemeinen und Gefreiten, nicht auch der Unteroffiziere, gesetzlich festgelegt. Die Festlegung der Zahl von 502 506 Gemeinen geschieht in brr wette, baß die Erhöhung vom 1. October 1899 ab all- mählich derart stattfinben soll, bah im Laufe bc» Rechnung»- sohre» 1902 bie vorgeschriedeue Zahl erreicht wirb unb in diesei Höhe bis zum 31. März 1904 bestehen bleibt. Bi» zim 1. Oktober 1899 wirb also das gegei wärtige Gesetz über bie Fiirbenspräsenzstärke verlängert. Au Neuformationen werden beabfichttgt, abgesehen von neuen Stäben, darunter 3 Geueralcommaubos und 5 Divifiousstäbe: 1 Jnfauterie- bitaiQon, 10 dßcabron« Savallerie, 80 Batterien Feldartillerie, 1 Bataillon Fußartillerie, 1 Bataillon unb 2 Compagnien Pioniere, 8 Compagnien Eisenbahutruppen, 1 Som* pagnte Luftschiffertroppen, 8 Bataillone 2% Eompaguien ntue Tttegraphentr^ppen und 5 Tralncompagnien. Zu diesen öreuformationen kommen Eratserhöhuugen hauptsächlich der Zifanteriedataillone, welche theil» von 501 auf 573, theil» ton 573 und 639 auf 660 Köpfe erhöht werben. Ferner sollen stattfinben Elaiserhöhungeu der Lavallerieregimenter tOa 681 unb 696 auf 701 Köpfe. — Die Mehrkosten bieser dläsenzerhöhuu, belaufen fich auf jährlich 27 388 000 Mark lortdauernde Auözabeu, wovon für 1899 6 991000 Mark gefordert werden, während der Rest der Erhöhuageu fich auf | He Jahre 1900 bis 1903 öeitteilt. Die e nmaligen Aus- । gaben find geschätzt auf 132 778000 Mark, wovon für 1889 43805000 Mark erforderlich find. Nach der Vorlage wird He zweijährige Dienstzeit für die Zeit bis zum 31. März 1904 gewährleistet. Es heißt in der Begründung, daß diese vieustzeit dis auf Weitere- zwei Jahre betragen soll. Es lei gelungen, trotz der verkürzten Dienstzeit die Ausorde- rungeu des FriedeuSdienstes vorläufig zu erfüllen. Das sei auch für die Zukanft zu hoffen, wenn bte be- adfichtigteu verd-fferun-eu des Heeresweieus Verwirklichuu- ftadeu. lieber bie W'rkangeu der verkürzten Dienstzeit auf die militärische Leistungsfähigkeit des BeurlaubtenstavdeS lägen zur Zeit an», eichende Erfahrungen nicht vor. — Drei Btne Grueralcommandos »erben beabfichttgt infolge Bildung des 18 (preußischen) unb 19. (2. königl. sächfischen) unb 3. (tgl. bayerlschrn) «rmeeeorps. De« 1. ostpreußischeu unb 14. badischen Armeeco'ps wird eine dritte Division zugetheilt. Die F-ldartillerie Regimenter werden künftig zu je 2 einer D.vifiou zugetheilt. Das neue Jnfantrrie.vata'llou wird für da» sä hfische Eontmgent aufgestellt. Die 10 neuen ERvallerie. Escadron» vertheilen fich derart, daß neben 3 preußischen Eavallerte-Regimenteru je 1 Escadron Jäger zu Pferde in vayeru und Sachsen gebildet werden. Dte preußischen Regimenter werden versuchsweise nur zu 4 Escadrons aufgestellt und zu ihrer Bildung foll der größte Theil der in Pieußeo bestehenden Detachements Jäger za Pferde verwandt »erben. ÄwfifiWÄÄ I -*... -»....'..I ' »„ftäiten. Di- flufbnniung ht« M-b'did-rs» Ift lebhafter N°4fta,e be,i,-et. u. «. wurde e,a Platz !Lr ® tmäai itzbrliltz 11,000 Wann. »I Ichftßen I ein Haiei heltz nwstrilten, da» am Meere erratet und tu Änanb« hi der »e-rllndnn- jLtzrll» fttz' «Iw» neuzelillcher «eil. an,geftaltet «erden !°ll. Die e.Mten 80*000 über, welche dlenstiangll» find, aber | Preist waren 1 bt, 2 Dollar,, (un^esShr je 2 /, Mark) für ntche an«,.hoben «erd«, well .hn. fie der Rekrut.nb-da. gedeckt wird. Um Mannschaften nach zwetiähriger Dienstzeit Äum fteiwilligen Weiterdienen auch i« dritten Jahr zur Unterstützung bei der Rtkiutenausdildnu, zu gewinnen, soll den Betreffenden durch eine Bestimmung in dem neuen Gesetz dieselbe Abkürzung der Dienstpflicht nn Beurlaubtenstmtde, wie den Mannschaften der Savallerie m>d leitmben Feld» artiCerie bewilligt werden. Dieselben sollen also in der Landwehr ersten Aufgebots nur drei Jahre zu dienen brauche. morden — J^ der Begründung der Vorlage wird ausgeführt, bas bie | eine« leistungsfähigen Unternehmer übertragen worden. Friedenskundgebung des Kaisers voa Rußland zwar die Ge- ! währ biete, daß zur Zeit ein Angriffskrieg vou dieser Seite Beilin, 7. Decrmder. Kaiser Wilhelm soll, wie n(d)t beabfichttgt wird, ober eine Abrüstung sei nirgend erfolgt unb unter ben jetzigen Berhältrnffeu auch kau« zu Sache. Paris, 7. Deeember. „Pettte Wepnbllqae* melbet, bas Uutersuchnugsgericht beschloß, den Proeetz Gohier dem Univcrfitäts - Nachplchten. — Straßburg. Am 3. Drcember ist von ter Studenten- schast der htestgen Untoersttät etn glanzvoller Trauereommer» zu Ehren de» Fürsten Bismarck abgehaUen wor^n. bet dem die-Ein- laDunatn wert über dtt gewöhnltcheo Ätttk der Spitzen ^ifiellen Well htnau» mit solchem Erfolg ausgedehnt wurden, batz ersich IhaiiLchltch zu einer Art Lrauercommers der ganzen Stratzdurger «eiell'chatt gestallele- Auch der Statthalter wohaie lem Lommerse bet; die altttiLsstchen «reite war.n außer tt, den NudeottsLen Eor. poraltonen, nur spärlich vertreten. Tie Festrede hielt der Historiker ProsessordE^b^au^^ z^chtslehrer Pros. v. Hippel ist für eine Prosefiur an der Un'versitLl Göitmgen ause^sehen. — München. G-hetmcra:h Dr. v. Del len k os er hat sich von hier rach Tirol beyeben, um seinen 80. «etuitStag In aller Strlle begehen zu töanen. Äc Stadl München sandte ihrem Ehrenbürger etn Glückwunschschreioen. _ wipe«ichaft, Literatur und Aunft. — Selbst im vornehmen Hause ift ein elegant ausgestatteier Buchkalender, mit gut auggcwähltem Lese off, ein immer wieder mit Svannuna ausgenomwer Gast geblleben. Danach darf Trowltzschs MWaVttfrtt (1899; in eleg. LetnenLavd 1 Mk.1 tdbtt in dm denen «reisen auf sreundliche Ausnahme rechnen; der sehr hübsch ansaestattete, über 200 Octaoseiten umsasimde Kalender enthält nächst einer Fülle von Notizen in Bezug auf Verkehrs, Geichä't». und häusliches Leben Belehrende» und Unterhaltende» in ansprechender Auswahl; für dte Hausfrauen ist in demerkenswerthm Aufsctzeu vortrefflich gesorgt. Dadmch, baß der unterhaltende Theil, in welchem neben spannenden Erzählmigen der gesunde Humor tn Vumorrtten und Anekdoten rttchlich za Worte kommt, von ersten «ünft^ern illustrtrt ist, daß außerdem neben dem ohnehin bedeutenden »Uder- schmuck drei tn Buvltondruck auögesührte Btlderbetlagen die vornehme Ausstattung diese» Kalende,» n och Heben, erwetstsich der vor- liegende Jahrgang de» Trowitzsch'schen RetchSkalender» im Perhaltni- zu s inem reichen Inhalt wieder al» Überaus preiswerth. Bekanntmachung, betreffend: Die Juvaliditäts- und Altersversicherung unständiger Arbeiter. Die nachstehend abgedruckten Bekanntmachungen werden hiermit wiederholt zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Gießen, den 5. December 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Wolff. 12132 Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 6. Januar 1891 ordnen wir wiederholt auf Grund des § 126 des Invalidität-- und Alters- verficherungsgefetzes an, daß diejenigen Verficherten, welche nicht in einem regelmäßigen Arbeitsverhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, sogenannte unständige Arbeiter, innerhalb der letzten sieben Wochentage eines jeden Monats ihre Quittungskarten zum Zwecke der Controlle dem Rechner der betr. Hebstelle vorzulegen haben. Dies find in dcn Landgemeinden die Gemeinderechner bezw. besonderen örtlichen Hebstellen,- in der Stadt Gießen die örtliche Stelle (Bürgermeisterei). Wird hierbei nachgewiesen, daß die Beiträge für einen oder mehrere Monate im Voraus entrichtet sind so sind die Verficherten für diese Monate von der weiteren Vorlage der Karten entbunden. Die Zuwiderhandlung gegen die Control- vorschriften unterliegt dir im § 126 bezeichneten Strafe. Wir bemerken dazu, daß der Vorstand der Versicherungsanstalt seine Controlbt amten angewiesen hat, jedesmal festzustellen, welche Versicherten der Vorschrift nicht nachgekommen sind und Anzeige zur Bestrafung zu erstatten. Wir erwarten von den Inhabern der Hebeftellen, daß sie keine Gelegenheit versäum, n, die Verpflichteten auf die Befolgung der obigen Vorschrift aufmerksam zu machen, damit Verfehlungen möglichst verhütet werden. Gießen, den 1. December 1897. Großherzogliche- Kreisamt Gießen. gez.: v. Gagern. Bekanntmachung. Die Versicherung der unständigen Arbeiter begreift in sich die Verwendung der Beitragsmarken in die Quittungskarte und die Entwerthung dieser Marken durch Ausschreibung der betreffenden Entwerthungstages. Die Entwerthung muß spätestens geschehen bei der Verwendung der Marken durch den Arbeitgeber oder, wenn der Versicherte selbst die Verwendung vornimmt: sobald die Erstattung der Beitragshälfte durch den Arbeitgeber erfolgt. Zur Entwerthung der Marken verpflichtet ist der Arbeitgeber; hat dieser aber die Entwerthung bet Rückerstattung der Beitragshälfte versäumt, so muß der Versicherte sofort die Entwerthung vornehmen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen können von dem zuständigen Kreisamte mit Ordnungsstrafe bis 100 Mk. nach der Bekanntmachung vom 19. Januar 1892 (Reg.-Blatt Nr 5 von 1892) bestraft werden. Da die Versicherungsanstalt „Großh. Hessen" nunmehr ihre Control- beamten angewiesen hat, Strafanzeige in Zuwiderhandlungsfällen zu er heben, so machen wir hiermit aus die bestehenden Bestimmungen besonders aufmerksam. Gießen, den 14. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________________gez.: v. Gagern._________________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für 1899/1900 liegt vom 9. December d. I an acht Tagelang zur Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Büreau offen. Burkhardsfelden, den 7. December 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Hoffmann. 12149 Uinpfehlummi Schellfische treffen heute ein bei 581 A. & G. Waiienfeis. Marktplatz 2t. — Fernsprech Nr. 46. Vertag vo» Emil Roth tu Sieh.«. Soeben ist erschienen: Buchführung für den «itttereu n. Kleineren ^andrvirth zusammengestellt von Ernst Ludwig Leithiger, Großh. Hessischer Landwiithschastllehrer In Alrseld. Dritte vollständig nmgearbeitele und verbesserte Auflage. Groß-Folio-Format. Gut gebunden. Preis Mk. 3.—. Inhalt: Geld-Einnahme, Geld-AuSgabe, Handelsregister l. Einkäufe, 2. Verkante, 3. Fruchtwlgen-Tabelle, Vermögens-Aufnahme, Wirthschafls-Tabellen (Bestell- ungs- und Ernte-Register, Futlerernte- Register, Boden-Register, Mahl-Register, Zucht-Register), Steuer-Erklärung. Dieses für jeden Landwirth unentbehrliche Geschäftsbuch liegt nunmehr in neuer Auflage vor und ist bei Einsendung des Betrages von Mk. 3.50 direct franco per Post oder auch ^egen Postnachnahme zu beziehen.________ C.Köhr &Co., Gießen. 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Procrnl 37, Deutsche Reicksanl. 101.45 3 Preuß. LonsolS 95.15 87, Gr. Hessische Obl. 100.20 4 Stadt Darmstadt v. 1891 000.00 4 Stadt WormS unk. b. 1901 100.60 3 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 89.50 3 Jtal. staatSgar. Ersenb. 59.60 Procent 47, Oesterr. Silberrente 85.30 4 Ung. Gold-Rente 101.70 3 Portugiesen 24 45 6 Mexicaner 97.80 4 Monopol-Griechen von 1887 48.00 4 Eisenb. Rentenb. Obl. 100.20 4 BudcruS Obl. 98.70 37, Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 37, Frkf. Hyp.Cred.V.unk. b. 1906 98.20 4 dto. unf. b. 1907 102.30 I 4 DeutscheGrdsch.B.unk. b. 1904 102.00 37, Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1908 99.00 4 Preuß. Hyp A. Bl unk. b.1900 100.50 87, Pomm.Hyp.A.Bkunk.b.1906 100.60 4 Frks.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 100.75 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Brief Gelds (Selb 16.19 20.43 4.20 16.15 20.89 4.17 orten» Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Brief (Selb —80.70 169.15 4.187, e. Geedhaadt. - M «ch »erlog ter stMuM» ** WgDtznMWst Erdech iu Gichm.