*’ ®be«W « Uh,, ' *»*■» Ul 18 Henneberg: ^“Wotgoat^ t* Verein. Äifteä -—--11118 t MSdlhen. Sonntag soll für da» 1 November wieder Tonntag zwischen 2 M inberschule; die Mchm Md gchen; von u wollen. chtungivoll ?fer Wwe. 3ntflogen^ äta« ™ .’elb J(|X" I papageikä6ge 1 ^LrdlandS^ ph-ri ^»on^'gto* G v- Wale« 1CL ä ’iattöö a n M„ 1808 Nr. 263 Zweites Blatt Mittwoch den 9. Novembek i*en4 ■Ü lulnobrnf x« Meniafl« Dl« t>tefcctut Oe*irtt*ir*tt«r •«rbm br» Injtigtc Wscheutl.L e t f r in • ( bagtlcgL •irrtel|ebri.e 2 War! 90 tr» »«»allich 7L V*» mit thingcrUt*. Bei 9 Wart 60 ncrtrlj4brh4 ■ »en Wnpigte >n brr NachmiNaqs VuIxkM »rbmm Lnz.,§,n für bm Wummer Ingrign nti|4gcM 2lnrts- und Zlnzeigeblutt fiir den Tiveis Gieszen. ------ - -- - --' — ■<»«M»n, tn*fbihon ur.t Drudrrn: Sck tß .ße Br. 7. Gratisbeilayk: Gietzentr Familienblättrr. ' »— n i,! '> , ' i ' ein ■—■ i ■ --------------- ■ - - ■ Mbrcflt für Drprfchrn: Anzeiger chietze». Fernsprecher Nr. 6L Amtlicher Theil. Nr. 60 bet Reichs-Gesetzblatts, au-gegeben ben 8. b. M., enthält: (Nr. 2522) Weltpostvertrag. Bom 16. Joni 1897. (Ne. 2623) Uebereinkommen, betnfftnb ben Hultoufd) von Briefen unb KästchkN mit Werthangabe, abgeschlossen zwischen Deutschland unb btn beutschen Schutzgebieten, bet Größeren R publik von Central Amerika, der Argentinischen R publik, Oesterreich-Ungarn (mit Bosnien Herzegowina), BtlgUn, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark unb ben Dänischen Colonien, bei Republik San Domingo, Aegypten, Spanien, Frankreich, ben französischen Colonien, Italien, Lux mburg, Norwegen, ben Nirberlanben, Portugal unb den Portugiesischen Colonien, Rumänien, Rußland, Serbien, Schweben, bet Schweiz, der Regentschaft Tunis unb bet Türkei. Bom 15. June 1897. (Nr. 2524) Ufbereinfommen, betreffend ben Postau« wei uugsdieost, abgeschlossen zwilchen Deutschland und den Deutschen Schutzgebieten, bet Größeren Republik von Central- Amerika, bet Argent uilcheu R publik, Oesterreich Ungarn (mit Bosnien Herzegowina), Belgien, Brastlien, Bulgarien, Chile, Dänemark unb den Dänischen Colonien, die Republik San Domingo, Aegypten, Frankreich, Griechenland, Guatemala, Italien, Japan, bei R publ k Liberia, Luxemburg, Norwegen, den N'eberlanben, ben Nieberländischen Colonien, Portugal unb ben Portugiesischen Colonien, Rumänien, Serbien, dem Königreiche Siam, Stweben, der Schweiz, der Regentschaft Tunis, bet Türke und Uruguay. Bom 15. Juni 1897. (Nr. 2525) Urbereinkunst, betreffend ben Au-tausch von Postpockrten, obgeschlvffen zwischen Deutschlaub und ben Deutschen Schutzgebieten, der G öheren Republik von Central- Amerika, bet Argentinischen R pubUk, Oesterreich-Ungarn (m t Bosnien unb Herzegowina), Belgien, Brastlien, Bul- gaiien, Chile, bet R publik (Kolumbien, Dänemark unb ben Dänischen (Kolonien, bei Republik Son Domingo, Aegypten, Spanien, Fiankreich, ben französischen (Kolonien, Griechenland, Guatemala, Britisch-Jnbien, Italien, der R-pudlik Liberia, Luxemburg, Montenegro, Norwegen, ben Ntederlanben, ben Ni derländiichen (Kolonien, Portugal unb den Portug fischen (Kolonien, Rumänien, Rußlaub, Serbien, dem Königreiche Siam, Schweben, der Schweiz, ber Regentschaft Tunis, der Türkei, Uruguay und den Bereinigten Staaten von Venezuela. Bon 16. Juni 1897. (Nc 2626.) U'bereinkommen, betreffend ben Post« auftragsbienst, abgeschloffen zwischen Deutschland und den Deutschen Schutzgebieten, ber Größeren Republik von Central- Amerika, Oesteneich-Uogaru, Belgien, Brastlien, Chile, ber Republik Cai Domingo, Aegypten, Frankreich, Italien, Luxemburg, Norwegen, ben Niederlanden, Niederlänbisch-Jndien, Portugal und den Portugieflfchen (Kolonien, Rumänien, Schweben, ber Schweiz, der Regentschaft Tunis und der Türkei. Bom 16. Juni 1897. (Nr. 2527.) Übereinkommen, betreffend ben Postbezug von Zeitungen und Zeitschriften, abgeschlossen zwilchen Deutschland und ben Deutschen Schutzgebieten, ber Größeren Re« publik von Central Amerika, OesteireichUngarn, Belgien, Brastlien, Bulgarien, Chile, ber Republik (Kolumbien, Dänemark, ber Republik San Domingo, Aegypten, G.iecheulaud, Italien, Luxemburg, Norwegen, den N ederlauden, Perfien, Portugal unb btn Portugiefi chen (Kolonien, Rumänien, Serbien, Schweden, ber Schweiz, ber Türkei unb Uruguay. Bom 16. Juni 1897. Nr. 51 bei Reichs Gesetzblatts, ausgegeben btn 3. b. M. enthält: (Nr. 2528.) Bekanntmachung, betr.ffend Ausnahmen von btm Verbote der Souutagsarbeit im Gewerbebetriebe. Bom 3. November 1898. (Nr. 2529.) Bekanntmachung, betnffenb die bem internationalen Utberemtommen über ben Sisenbahnfrachtverkehr beigefügte Liste. Bom 25. October 1898. Gießen, den 7. November 1898. GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, ben 6. November 1898. Bett.: Voranschlag beS SentralkirchenfondS für 1900/1905. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die evang. Kirchenvorftände des Kreises. Bon nachstehendem Schreiben beS Großh. Oderconfisto- rinmS geben wir Ihnen mit btm Bemerken Kenntn ß, daß Ihnen für j-be Pfarrei je ein Exemplar der verzeichntß- und Ueberfichtssotmnlarien zugehen wird, welche bis 20. b. Mrs. ausgefertigt bei uns einzuliefern find. v. Bechtold. Darmstadt, den 27. October 1898. Bett.: Wie oben. Das Großherzogliche Oberconsistorium an die Großherzoglichen Kreisamter. Mit Rückficht darauf, daß in ben letzten Jahren in den Pacht- unb Zinserträgen der Psartbesaldungsfonds wesentliche Senderungen eingetreren find, erscheint es uns angezeigt, daß vor Ausstellung des nächsten Voranschlags des Centro k rchen- fonbö für die enztlnen Pfairsouds neue Besoldung- noten ausgestellt werben, aus benen ber gegenwärtige Ertrag der einzelnen Stellen genau eifichtlich ist und welche außerdem möglichst eingehende Ciläuterungen ber seit ber letzten Be- solbuugsuote eingetretenen Acnderungen im Bestaub bet Grundstück-, (Kapitalien unb bergleichen enthalten. Damit bic Besolbungsnoten ein richtiges B>ld bet voraussichtlichen Reinertrags geben, sollen in denselben auch die aus ben Dotationen etwa ruhenden Lasten, wie Hebgebühren, Verwaltung-- kosten und sonstige regelmäßige Ausgaben, aufgeführt werben. Neben ber Aufstellung der Bcfolbunalnotrn erachten wir es für zwkckmäßif, daß besondere Uebersichteu über die im ZinS- unb Pachtertrag vorgekommenen Beränderungeu angefertigt werden. Wir lasten Ihnen die nach unserer Berechnung für Ihren Kreis erforderlichen Formulare der Besolbungsnoten sowie bet bezeichneten Ueberfichten anbei unter dem ergebensten Ersuchen zugehen, den evangelischen kirchenvorständtn für jede Pfarrei je ein Formular unter bet Weisung zustellen zu wollen, bte Aufstellung nach Maßgabe unsere- gegenwärtigen Schreiben- alsbald vorzuuehmen. Etwaiger Mehrbedarf kann bei unS gedeckt werden. Schließlich ersuchen wir Sie, unS die auszustellendtn Urkunden gegen Ende November I. IS etnfenben zu wollen. Dr ® o 1 b ma nn. ------- ----------- ■■ ■ — ■ . i j Kanu Deutschland sein Brodkorn selbst bauen? Ob die deutsche Laudwirthschast trotz der schnell wachsenden Bevölkerung jetzt und für die nächste Zukunft noch im Stande sei, daS erforderliche Brodkorn auf heimischem Boden zu pro- duciren, ober ob wir dauernd unb in wachsendem Maße gezwungen find, vom Auslände unsere wichtigsten BolksnahruugS- mittel zu beziehen, ist eine für unsere ganze Wlrthschast- und j Handelspolitik grundlegende Frage. Würde fie im letztem I Sinne entschieden, wären wir zu wachsender Einfuhr ge- Feuilleton. Gin gefährlicher Entschluß Landors. AuS: Landor, ,8uf verbotenen Wegen." Reich illustrttt. Geb. 10 Mk.*) (Verlag von F. A. BrockhauS, Leipzig.) Um 8 Uhr Morgens hatten fich alle versuche, auch nur einen Mann zum Tragen einer Last zu bekommen, als ■ichtig erwiesen. Ich mußte den Gedanken au den Abmarsch aufgeben. Meine Ausfichten wurden trüber als je. Wieder ein Marsch zurück nach bem kalten unb öden P^fie, auf bem ich nach Tibet gekommen war. „®ie finb niedergeschlagen, Landor/ bemerkte der Doctor. Ich gab es zu. Ich hatte gewünscht, nm jeden Preis vorzudriugen, und nur aus Rückficht ans meinen guten, liebenswürdigen Freund, ben Doctor, hatte ich widerwillig *T Im Obigen bringen wir einen Abschnitt a.i« dem spannenden Werke LandorS, da« soeben im Verlag von F. A. BrockhauS erscheint. Auf verbotenen Wegen ist Landor, ein junger Maler und Sngenieur, im Sommer vorigen JahreS in daS geheimnißvolle Tibet etnaebi ungtn. Es find Abenteuer aller Art, die der kühne Berfaffer |u b-stehen hat. Unter schweren Kämpfen ist es ihm gelungen, mit einem Gefolge von 30 Mann die Bergkette deS Himalaja trotz EiS und Schnee zu übersteigen. In Tibet droht ihm und seinen Leuten ber Hungertod, unb seine verzweifelten Begleiter wollen ihn ermorden. Trotz alledem bringt er weiter do*1, um bic Geheimnisse deS Priester« staateS zu enthüllen. Er berichtet über baS Leden unb Treiben bet merkwürdigen Volkes unb feiner habgierigen, grausamen Beherrscher, von Priestern unb Solbaten überlistet, fällt der Berfafier mit ben letzten zwei Dienern in bte Hände ber Priester unb muß bie grausamsten Marterqualen erbulbcn. Schließlich wirb er auf einem Auge geblendet und soll enthauptet werben, unb nur einem glücklichen Zufall bankt er es, baß er mit bem Leden bavonkommt unb bie Heimat viebersehen kann. Das Werk (geb. 10 Mk.) ist mit nicht weniger als 200 Abbildungen nach Zeichnungen unb Photographien be§ Verfassers aus- sestattet unb enthält außerbem 8 künstlerische Chromoiafeln nach Aquarellen LanborS, sowie eine von ihm ausgenommene Karte. daraus verzichtet, mir meinen Weg mit Gewalt zu bahnen. Mein Blut kochte. Ich fieberte. Die Feigheit mrtn-r Leute machte fie mir unsäglich verächtlich. Ich konnte eS jetzt nicht ertragen, fie zu sehen/ ihr Benehmen war empörend. In Gedanken versunken ging ich schnell weiter, und der schroffe Weg erschien mtr kurz und bequem. Ich sand einen paffenden Platz für unser nächstes Lager. Hier standen vor mir und auf jeder Seite hohe, schneebedeckte Berge. Dort, mir gegenüber, ragte derselbe Lnrnpiha-Paß empor, über den ich mit großen Hoffnungen nach T'bet hineingezogen war. Ich verabscheute in diesem Augenbl ck seinen Anblick- seine Schneefelder schienen «eine- Mißerfolge- zu spotten. Ehe wir Zeit hatten, unser Zelt aufzuschlagen, hatte der Wind, der den ganzen Nachmittag stark gewesen war, zehnfach an Wmh ^genommen. Die Wolken über uns waren wild und drohend, und bald fiel Schnee in dichten Flocken. „Was wollen Sie thunk* fragte mich der Doctor. „Ich dächte, Sie thäten bester, nach Garbyang zurückzukehren, neue Leute zu nehmen und noch einmal anzufaugen." „Nein, Doctor, lieber will ich sterben, als diesen Marsch nach rückwänS sortsrtzeer. Die Chancen werden beffer sein, wenn ich allein gehe. Ich habe beschlossen, heute Abend auf- zubrechen, denn ich bin überzeugt, daß ich meinen Weg über da» Gebirge staden werdet „Rein, nein, es ist unmöglich, Landor/ bat der Doctor mit Thränen in den Augen. „Für Jeden, der es versucht, bedeutet es den ficheren Tod/ Ich sagte ihm, daß ich fest entschlossen sei. Der arme Doctor war verblüfft. Er wußte, daß der Brrsnch, mir ab- zurathen, nutzlos war. Ich ging ta das Zelt, um mein Gepäck nochmal- zu arrangiren urb zu verringern, und machte eine Last zurecht, die klein genug war, um fie neben der täglichen Marschausrüstnng unb den Instrumenten auf meinem Rücken zu tragen. während ich Vorbereitungen für meine Reise traf, trat «atschi Ram ins Zelt. Er sah erschreckt und bestürzt auS. „Was thust Du, Herr?* fragte er hastig. „Der Doctor sagt, Du willst heute Nacht allein über das Gebirge, und ganz allein nach Lhaffa gehend „Ja, das ist wahr/ „O Herr, die Gefahren find zu groß, Du kannst nicht gehen." „Ich weiß eS, aber ich werde es versuchen/ „Herr, dann will ich mit Dir kommen." „Nein, Katschi, Du wirst zu diel zu leiden haben Geh jetzt, da Du Gelegenheit haft, zu Vater und Mutter zurück.^ „Nein, Herr, wohin Du gehst, will ich auch gehen. Kleine Menschen leiden nie. Wenn fie es thun, kommt es nicht darauf an. Nur die Leiden großer Menschen find werth bemerkt zu werden. Wenn Du leidest, will ich leiden. Ich will kommen.^ Katschis Philoscphie belustigte mich. Es war außer Zweifel, daß er meinte, was er sagte, und ich entschied mich, ihn zu nehmen. Das war ein Glück. Katschi Rarn hatte fünf gute Freunde unter den jungen Schoka-Kalis. Sie waren alle Freunde aus dem Rambang und pflegten fich im Lager während der Abende oft zusamrnenzmhuu unb melodische, schwermüthige Lieder zu fingen zu Ehren der schönen Mädchen, ihrer Liebsten, die fie auf der anderen Seite deS Himalaja zurückgelassen hatten. Katschi eilte fieberhaft erregt davon. In wenigen Minuten war er zurück. „Wie diel Kulis willst Du mituehmen, Herr?" „ES wtrd keiner kommen." „v, ich werde fie bringen. Werden fünf genügen ?* „Ja/ murmelte ich ungläubig. Mein SkepiicismuS erhielt etueu Stoß, als Katschi zurückk^m und in seinem seltsamen Englisch sagte: „Füns Schokos kommen, Herr. Dann Du, Herr- ich, Herr- fünf Kulis, Herr, gehen fort Nachtzeit, welche Uhr?^ zwangen, so hätten jene Freihändler fester» Boden unter den Führ«, die Deutschland baldigst za einem Handels- und In- duftrieftaate machen möchten, der mit den auSgesührten Mengen seiner Jadnstrie-Erzeuzuiffe die Nahrungsmittel de» Volkes im Auslande kaufen muß und, um billig produciren zu können, der überwiegenden Zahl seiner industriellen Bevölkerung billiges, d. h. zollfreies Getreide liefern sollte. Wäre umgekehrt die Frage dahiu zu beantworten, daß wir sehr wohl bei Keffern Getreidepreisen und der dadurch gegebenen Möglichkeit intensiverer Sultur de» Boden» daS deutsche Volk vorwiegend mit deutschem Brod ernähren können, so würde dadurch denen eine starke Stütze gegeben, die heute nach erhöhtem Schutze sür dir deutsche Laudwirthschast verlangen, um UN» davor zu bewahren, frühzeitig ein Industriestaat und vom Au»laudr für unsere Bolk-eruährung abhängig zu werden. Aber selbst wenn mau die Schlußfolgerungen gar nicht ziehen w.ll, ist e» immer von größtem Jntereffe, zu wiffen, welchen Theil unsere» Brodbedarf» wir im eigenen Laude noch zu decken vermögen. Der deutsche LandwirthschaftSrath veröffentlicht in der letzten Nummer seiner „Nachrichten" als „Materialien sür die deutsche Handel-Politik" eine ganz objectiv gehaltene Abhandlung zur Prüfung jener Frage, welche allgemeinere Beachtung verdient. 6» ist selbstverständlich mit einer Fülle von Schwierigkeiten verbunden, die Frage, ob wir unfern Brodbedarf selbst zu befriedigen vermögen, zu beantworten. Denn überall fehlt es uns an den sichern statistischen Grundlagen. Wie groß ist der Brodver- brauch des Volke»? Die Ziffern deS Ernte-Ertrage» unter Hinzurechnung der Liu- und Ausfuhr an Korn und Mehl geben darauf nur eine sehr anfechtbare Antwort. Denn erstens find die Eruteztfferu, wie jeder Kenner der Statistik weiß, nur unsichere Dchätzurgeu, die oft von der Wirklichkeit weit abwrichen, sodann wird nicht alles Korn, daö producirt und eingeführt wird, direct zur menschlichen Nahrung verwendet. Roggen wird, abgesehen von der Kornbranntwein- und Heftfabrikation, namentlich im Osten, auf leichten Böden, wo der Hafer eine unsichere Frucht ist, in großen Mengen al» Pferde- und Viehfutter benutzt und ist in den letzten Jahren um so mehr seinem eigentlichen Zwecke, al» Brodkorn zu dienen, entfremdet, al» die große» Mehlfabrikeu eS vor- -ogen, große eivheitltchr Posten fremden KornS zu kaufen, statt den bäuerlichen Besitzern in kleinern Mengen ihre Frucht abzuhandeln. Darum beweisen die wachsenden Eiusuhrzahleu keineswegs die Nothweudigkeit, zur Ernährung de» Volke» fremde» Korn hrranzieheu zu müffen. Die erwähnte Arbeit sucht nun auf andere Weise zu einer annähernden Schätzung de» Brod Vetbrauchs zu gelangen. Sie führt zunächst au» den häufig veröffentlichten Hau»haltuug»budget» verschiedener BevölkerungSklaffsU eine Reihe von Zahlen au, die zeigen, wie verschieden die Menge de» verbrauchten Brode» In den verschiedenen Berufsständen und Gegenden ist, wie sehr ste schwankt nach der Zahl und dem Alter der vorhandenen Kinder. Immerhin ließen sich daran» Höchstzahlen ablriten, und jedenfalls geben fie einen Maßstab zur Prüfung der spätern Schätzungen. Sicherlich find dieselben nicht zu niedrig, sondern zu hochgegriffen, wenn der verfaffer annimmt, daß Kinder im Alter von 1—6 Jahren täglich */a Psd. Brod und Mehl verzehren, daß männliche Personen von 6—65 Jahren täglich P/z Pfd., «eidliche 1 Pfd. verbrauchen und ältere Leute durchschnittlich Va Pfd. täglich beanspruchen. So kommt er für die 53420473 Einwohner Deutschland» im Erntejahr 1897/98 auf einen Ge- sammtverbrauch von 10345 252t Brod und nach einer andern an die Berufsgliederung der Bevölkerung anschließenden Berechnung zu einem Durchschnittsverbrauch von 188 Kg. Brod auf Kopf und Jahr- welche Ziffer wohl da» Maximum de» verbrauche» darstellt. Können wir nun und haben wir in letzter Zeit soviel geerntet? Die seit 20 Jahren bestehende Erntestatistik liefert zunächst den erfreulichen Bewet», daß unsere Getretde-Ernten in beständigem Steigen fich befinden, und daß seit 1878 uiemal» soviel Brodgetreide im deutschen Reich geerntet ist, wie in den letzten fünf Jahren, deren Ertrage die der srüheru Periode um 1700000 t überragen. Trotzdem die BolkSzahl in den letzten 20 Jahren um 11 Millionen gewachsen ist, entfiel in der Zeit von 1893—97 mit 191 Kg. ein größere» Quantum Brodkorn auf den Kopf „Bei Gott, Katschi," konnte ich mich nicht enthalten au»- zurufen, „Du bist ein tüchtiger Bursche, wirklich smart.“ „Smart, Herr?" fragte er aufmerksam, als er ein neues Wort hörte. Er war sehr begierig, Englisch zu lernen, und hatte eine wahre Leidenschaft dafür. „Smart! Was bedeutet ? Wie buchstabiren?" „8 . . m . . a . . r . .t. E» bedeutet schnell, klug." „Smart,“ wiederholte er feierlich, al» er das neu- erworbeue Wort in ein Buch einschrieb, da» ich ihm zu diesem Zwecke gegebrn hatte. Katscht war ohne Zweifel trotz mancher kleiner Fehler ein großer Character. Er war ein äußerst intelligenter, auf- geweckter Bursche. Seine nie versagende gute Laune und sein ernste» Bestreben, zu lernen und nützlich zu sein, waren sehr erfreulich. Mein Geschick schien fich in der That gewendet zu haben. Wenige Miauten darauf kam mein Träger, der nicht wußte, daß Jemand mich begleiten würde, und rief mit einem Ausdruck de« AbfcheurS: „Shoka crab, sahib l Hunya log bura crab, Hazur hum, do admi jaldi Lhasa giao. Die Schoka» find schlimm, die Hunya» find sehr schlimm. Euer Gnaden und ich, wir beiden allein wollen schnell ganz allein nach Lhaffa gehen." Hier war also noch ein beherzter und nützlicher Mann, der sehnlichst wünschte, mitznkommen. Er sagte, daß er keine Furcht vor dem Tode habe. Er war der Thpu» des Mannes, wie ich ihn brauchte. Wie aufrichtig des armen Burschen Betheuerungen waren, erfuhr ich in einer späteren Zeit. der Bevölkerung al» 1878—82 mit 182 Kg. und 1883—87 mit 180 Kg. Dabei muß man fich immer vergegenwärtigen, daß die Zahlen der Erntestatistik, nach allgemeinen Schätzungen zusamwenZestellt, viel zu niedrig find und au die wirklichen Ernte« nicht heraureicheu. Da nun dis oben herauSgerechneten 188 Kg. Brod etwa 171 Kg. Korn entsprechen, so würden dte Ernten der letzten Jahre, wenn man die niedrigen Lchatzungen de; Statistck zu Grunde lrgt, mehr als aus- reichen, den Bedarf zu decken. Zieht man aber da» noth- wendige Saatqaantum ab, so würde fich für den Durchschnitt der letzten fünf Jahre ein Fehlbetrag von 286000t ergeben, während thaisächltch 1753 789 t vom Autlande eingeführt wurden. Danach kommt der Verfaffer zu dem Schluß, „daß dte deutfche Landwirthschaft noch im Stande ist, dem deutschen Volk fast dar gejammte zu seiner Ernährung erforderliche Bcodgetreide zu liefern, wenn da» im Inland erzeugt? Korn dazu verwendet wird und nach den PreiSverhältniffrn dazu verwendet werden kann, wozu e» gebaut wird, nämlich zur menschlichen Nahrung." Da» ist unserer Meinung nach ein sehr vorsichtiger Schluß. Denn, wie schon gesagt, die Brr- brauchSmengrn find sehr hoch gegriffen, wahrend dte Ernteziffern zu niedrig find. Wer e» beobachtet, wie allenthalbeü die beffere Cultur deS Boden» auch bei den kleinern Befitzern gewaltige Fortschritte macht, wie die wachsende Verwendung ? der billigen Kaltrohsalze und PhoSphorfäure-Düngemittel, wie ) der von Schulz-Lupiz eingeführte Zwischenfruchtbau und dir £ Gründüngung die Erträge in ungeahnter Wcise steigern, der x wird auch zugeben, daß unser deutscher Boden auch für die nächste Zukunft noch im Stande ist, da» deutsche Volk fast mit dem gesammten erforderlichen Brodgetreide zu versorgen. Daraus braucht man keine Hochschutzzollpolittk zu folgern, wohl aber wird man daraus ableiten müffln, daß e» Pflicht r der Gesetzgebung ist, unseren Getreidebau zu schützen, und daß e» weiter die Aufgabe ist, dafür zu sorgen, daß daS Ge- , treibe unserer östlichen Kornkammern Absatz findet da, wo nach der Statisttk Mangel vorhanden ist, im Wchen und Süden. Gute, leistungsfähige und billige VerkehrLstraßen, vor Allem? Kanäle, sind dazu erste Voraussetzung- zweckmäßige Organi- । ! faüon des Getreidehandels, Lagerhäuser und Verkauf-genoffen- schaftm roöjen dann weiter dafür sorgen, daß auch da» Korn 5 des kleinen Bauern zu vrrkaufrfahigeu Mengen und Qualitäten vereinigt werde- dann wird auch der Bedarf an fremdem Korn wesentlich geringer werden, uub Deutschland kann doch zum Segen für alle Schichten deS Volke» fortfahren, fich mit ? seinen Industrie-Erzeugrnffen den Weltmarkt zu erobern. ’ Köln. Ztg. Deutscher Reich. Berlin, 7. November. Der „RetchSanzeiger" bringt heute eine Darstellung der am 4. d. Mt». auf der Zeche „Holland" bet Wattenscheid durch schlagende Wetter stattgesuudenen Explofion, wöbet zwei Manu getödtet, vier schwer und nenn leicht verletzt wurden. Darnach find die von der Explofion betroffenen Grubenbaue vor Beginn der Schicht von dem Wettermann al» schlagwetterfrei gemeldet worden. E» liegt also nur die Wahrscheinlichkeit vor, daß die Entzündung der schlagenden Wetter durch eine geöffnete Bicherheit»lampe erfolgt ist. E» wurde auch in unmtttel- barer Nähe eine» der getödteten Bergleute die diesem gehörige SicherheitSlampe mit abgeschraubtem Obrrtheil vorgefundru. Der doppelte BleintetversSluß war gewaltsam geöffnet worden. Erhebliche Zerstörungen stad durch die Explofion nicht ver- ursachr worden. Der Grubenbetrieb ist, wie der „Reich»' Anzeiger" meldet, in keiner Weise gestört worden. München, 8. November. Am 10. November findet hier eine Conferenz von Vertretern der deutschen Postverwaltungen statt. An der Schlußberathung werden auch der Staatssccretär des RrichS-PostamteS, v. Podbielskt, und der Staarsminister Frhr. v. E-atlSheim theilnrhmen. Dretden, 8. November. Prinz Georg von Sachsen feiert am Mittwoch sein 25jahriges Jubiläum als commaudtrender General des 12. (königl. sächsischen Armee- corp». Das Eommando deS ArmeecorpS wurde ihm wenige Tage, nachdem König Albert, der al» Kronprinz fein Vor- ganger gewesen war, den Thron bestiegen hatte, übertragen. Mannheim, 7. November. Der Urberfall auf den Tpecereihävdler Treiber stellt fich j-tzt als Raubmord heraus. Der Thäter, Bäcker Fertig wurde heute vormittag verhaftet. Derselbe tft seit vierzehn Tagen stellenlos und ; ohne Existenzmittel. Er hat die That, wie er angiebt, au» Not begangen. Mannheim, 7. November. Heute Nacht wurde dir sechzig Jahre alte Former Friedrich Binder von hier erstochrn. Binder wollte in der Ringstraße zwischen jungen Burschen, welche in Streit gerathen waren, Ruhe stiften. Einer der Burschen stach ihn in den Hal», so daß er sofort zusammenbrach. Wien, 7. November. Die Sonn- und Montags Zeitung bringt die Meldung, daß, nachdem keine Aussicht auf eine Annahme ber Ausgleichs-Borlage fei, die Session de» ReichSrath in den nächsten Tagen geschloffen werde, und der Paragraph vierzehn in Anwendung gebrockt werden wird. , Pari», 7. November. Der Marineminister Lockroh will \ den günstigen Augenblick benutzen, um von der Kammer be- . deutende Geldmittel zur Vermehrung der Flotte zu verlangen. Lockroy wird der Kammer einen großartigen Plan unterbreiten. Obgleich die geforderte Summe eine ungeheuer große ist, so ist anzunehmen, daß die Kammer dieselbe ohne große Schwierigkeiten bewilligen wird, damit Frankreich 1 gegebenen Falls eine Demüthigung durch England zurück- weisen kann. Pari», 7. November. Die öffentliche Meinung ist über die herausfordernde Haltung England» äußerst aufgebracht • und sucht ein Mittel, um England Schwierigkeiten zu be- ' teilen, ohne jedoch die Gefahr eine» Conflicte» herbeizuführen. Alle Blätter find einig darüber, daß eS für Frankreich geboten ist, seine Colonial Besitzungen derartig zu schützen, daß diese gegen jeden Angriff gesichert find. Loudon, 7. November. ES wird gemeldet, daß verschiedene Regimenter Befehl erhalten haben sollen mobil zu machen. Auch die Marine-Rüstungen dauern ungeschwächt fort. Loudon, 7. November. Lord Salisbury wird in seiner Guild-Hall-Rede die Proklamirung de» englischen Protektorat» über Aegypten auküudigen. Madrid, 7. Novimber. Die Königin-Regentin hatte eine längere Unterredung mit den Botschaftern von Frankreich, Deutschland und Rußland bezüglich der Philippinen- Frage. Konstantinopel, 7. November. Auf Anrathen der Pforte wird der Sulran grgcn die Ernennung de» Prinzen Geo>g von Griechenland zum Gouverneur von Kreta formell pro- testiren, um ol» Khslif die Stimmung unter der muha- mrdanischen B?vö!kerung zu beruhigen. CocMts «rrd provinzielles. Lich, 5. November. Am 1. Mai 1300 wurde Lich die Stadtgerechtigkeit verliehen. Mithin dürfte fich die hiesige Stadt veranlaßt finden, im Jahre 1900 die 600jährige Jubelfeier zu begehen. §§ Bermuthshain, 7. November. Die Ehefrau de» Heinrich Weber aus Völzberg gerieth heute wir ihren Kleidern während des Dreschen» zwischen eine Trau»misfion»- stange des Göpel», sodvß fie daran hängen blieb und ihr der rechte Arm aus der Schulter gerissen wurde, auch der linke Arm auLgerenkt und drei Rippen in die Lunge gestoßen wurden. Mau befürchtet um da» Ltbru der tu den 60er Jahren stehenden Frau. §§ tzercheuhaiu, 6. November. Heute sand hier Beigeordnetenwahl statt. Seit etwa 10 Tagen war schon eia regt» Lrben in unserem sonst so stillem Ort, da fich zwei Parteien gebildet hatten, uvd ginge» deshalb in zweiWiuh- schaften lustig zu. In der Rocht von Freitag aas Samötag wurde aber ein hiesiger Bürger derart geschlagen, daß er verschiedene Wunden im Geficht sowie auf dem Kopfe erhielt, fodah er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Gewählt wurde Balthaser Adolf mit 46 Stimmen, während der Gegencandidat (Heinrich Jockel) 37 Stimmen erhielt. Vevntzüschtes. * Die amerikanische «hestatistik. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat eben eine statistische Tabelle der unverhsiratheten Männer und Frauen der neuen Welt veröffentlicht. Da» Resultat, da» diese Tabelle ergibt, ist ziemlich überraschend, da man allgemein annahm, daß auch in Amerika die Zahl der Junggesellinnen die der Junggesellen bei Weitem übersteige. Run ist diese Annahme nicht nur irrig, sondern die Tabelle zeigt, daß da» genaue Gegenthcrl der Fall ist. Die Vereinigten Staaten besitzen 5427 767 Junggesellen über 20 Jahre, denen nur 3 224494 Junggesellinnen gegenüberstehen; es wäre mithin, wenn sämmt- liche Mädchen heiratheten, ein Plus von 2 200000 Junggesellen vorhanden, für die es im Lande keine Mädchen gäbe. Am größten ist der Junggesellenüberfchuß im Osten. Der Staat MaffachuseUS z. B. weist verhältnißmäßig die meisten Junggesellinnen und die wenigsten Junggesellen auf. Trotzdem übersteigen die Letzteren dte Ersteren noch immer um 6298» ES ist interessant, zu verfolgen, wie die Zahlen fich bei Zunahme der Jahre verschieben. Während im Alter von 20 bis 29 Jahren die Zahl der unverheiratheten männlichen Personen die der weiblichen unverheiratheten bedeutend Übersteigt, tritt in der Periode vom 30. bis zum 34. Lebensjahre schon eine Veränderung ein, indem das Männerplus plötzlich sinkt. Vom 34. bis zum 44. Jahre verringert sich da» Männerplus um ein weiteres Tausend, um von diesem Zen» raum ab vollständig zu schwinden und dauernd einem Frauen- plus Platz zu machen. Es ist, als ob mit dem 45. jahr das Stadium der „alten Jungfer" eintrete. Aber noch ist jede Ehcchsnce ouch in diesem Lebensalter in der neuen Welt für die Frauen nicht vorüber, denn die Zahl der Junggesellinnen sinkt in den folgenden neunjährigen Perioden, wobei aber bis zuletzt daö Frauenplus überwiegt, da die Zahl der Junggesellen sich noch mehr verringert. Diese Erscheinung ist zum großen Theil auch auf die längere Lebensdauer der Frau zurückzusühren. Derselben Ursache ist die Thatsache zuzuschieben, daß e» in den Veremigtrn Staaten ungefähr dreimal so viel Wittwen al» Wittwer giebt. Während die geschiedene Amerikanerin nur ungefähr halbmal so ost wieder heirathet als der geschiedene Mann, hat dte Wittwe in Amerika den Record im Heirathen erreicht. Um jedoch auf die uu- verheiratheten Männer und Frauen zurückzukommen, so sehen wir, daß, je westlicher wir uns wenden, um so größer die Verhältnißzahl der Ersteren zu der der Letzteren steht. Da» Dorado für heirathslustige Frauen ist Idaho — bekanntlich einer der wenigen Staaten, in denen Frauen stimmberechtigt find. Dort übersteigt dte Zahl der Junggesellen die der Junggesellinnen um 1000 pCt. Auf 1420 unvermähtte weibliche Personen kommen 16, 84 unvcrmählte männliche Personen. In Wyoming hat jede Frau zehnfache Chancen, einen Mann zu bekommen, in Arizona neunfache, in Washington achtfache, in Nevada siebenfache. Wissenschaft, Literatur und «nnst. — DaS von der Untversttäts-Buckbandlunp Auaust ftree» SelterSwrg 53 herautzgegebene Gießener UniverfitLtS Taschenbuch ist in der üblichen vornehmen Ausstattung in feiner zwöstten Ausgabe für das Wintersemester 1898/99 fertig gestellt und gelangte dieser Tage zum Versandt. Es übertrifft die früheren Ausgaben an Reichhaltigkeit und bildlichem Schmuck. Die dem unmittelbaren Bedürsnih der Hochfckule dienenden Theile lassen kaum etwas vermiffen; daneben enthält das an Seitenzahl vermehrte Taschenbuch Alles, waS dem akademischen Bürger im studentischen und autzer- studentischm Verkehr nur irgendwie von Nutzen sein kann. Anzeigen “■"-ÄXä äs "'•!■», Wfitt. 1 bel »gltschn. Vfta* «taiiÄSy -°° ' 13co »Mti $n U. 11 IW) ilt $lt (tyfng bll « «»--'h 5«ft °m ib,m WW« kivr TrMvtlfim. tan ttugrv blikb vod ihr dn [ttt wuxbi, aut i«i R'ppeu In blt Langt kt um bat Ltbku btt in ita ZEA d-2^ unb Frauen der neuen Well )ai diese Tabelle ergibt, i& Igemetn annahm, bah auch in । Hinnen bie der Junggesellen 1} diese Muhme nicht nur daß bat genaue Gegenteil i. Staaten besitzen 5427767 MN nut 3224494 M : xoäit Mn, toewn MM' • Mtz von 2200000 3W im Lande teineÄen gM le**6 J, bie Z-Hle» hä btt d» Mhreck im ®*#. jL, un**'« «Ä 130. bit ?uö1 ,. Mich I *,‘.Ä *"* Mgs« !1" , btt hrt denn dw S -sA eerti«6e,t' 2Ljwm> * en ™* Staaten $ereinl0 niet ©itt®« Cf so oft E “V" **■- Ä'rfii M Auf 1 Afiite ®' oi unvii,na? L Arizona e'- Heute fonb h|» 8ti. etwa 10 Lagen war scheu so stille,i Ott, ba fich jwki z et bethalb io zwei Dinh« von Freitag aas Samtig derart geschlagen, baß rr otoie auf lern Kopse erhielt, ich nehmen Mr. Trrrah'e 48 LÜvmen, «Lheend Ut ) 37 Stimmen erhielt. chic». Wil. Die Regierung der eben eine statistische Tabelle der hervorrtgevdsten verlagßfirmm machen auf die gesuchteste Literatur ausmerklam. Aus eine Belastung de« Büchlctn» durch an» geheslete Büchei Verzeichnisse, die in loser Form den Hcrrcn Studter.n- ven jederzeit zur versügung steden, ist dieses Mal verztchi.r. Tem Bedürfnis der Unterbalrurg und Belehrung ist weitgehend Rechnung gelragm. Außer einigen studentischen Gedichten, ist eine Geschichte Gießens in üderstchlltch tabellarischer Anordnung beigegeden, und «n tlluftrtrter Führer durch Gießen und seine Nachbar- schäft dürste besonders willkommen geheißen werden. — Das hervorragendste literarische Talent .IungpolrnS», Eastmtr Tetmajer, der sich In kurzer Zett dm Rus de» größten polnischen Lyriker» der Gegenwart erwordm hat, ist unlLngsi auch al» Romancier vor die Oefsentltchkeit getretm und zwar sogleich mit einem coap de maltre. Sein groß angelegter Roman „Der Tode«, engel^ ist dm besten Schöpfungen der neuerm Zeit auf dem Gebiete der Romanliieratur anzurethm und ist ein nrun Beweis für die trnpontrende LebmSfähigkett, die da» polnische Volk, obwohl seiner nationalen Seldstünbiakett belaubt, in der Literatur bekundet. Dm leitenden Fadm de» RomanS bildet die letdmschaflliche, aber uner widerte Liede eine» taleatvollm jungen Bildhauer», der schließlich au» Gram über die erzwungene Entsagung zu Grunde geht. Hier, wie in dm zahlreichm Rebmeptlodm erweist sich Tetmajer alS Meister der ^izählungtzkunst und Eharactertsttk und schildert da» mobtrnc polnische Gesellschast»leb«n mit der höchsten Schärfe und Lebendigkeit. Die Bekannischast mit diesem btbcultnbcn Werke vermittelt dm deutschen Ltieraturfrmnbm bie Zeitschrift,tlu» fremden Zungen", Organ für die ErzLhlungSltteratur de» Ausland» (Stuttgart Deutsche Verlag» Anstali), in derm neuestem (21.) Hefte der Roman in deutscher Uedersetzung zu erscheinen beginnt. ~ Eduard Engel, Geschichte der englischen Literatur (mit einem Anhang: Die No:tamerrkanische Literatur) ist erschtmen. ES handelt stch in Engels Geschichte der englischm Literatur nicht nur um eine neue Auflage (die 4.), sondern um eine völlig neue Bearbeitung de» wohlbekannten Werke». Bücher dieser Art bedürscn, wenn sie nicht veraltm sollen, immer neuer Studien, und Eduard Engel bat dteSmal von Grund au» nnit Arbeit gemacht. Diese nme Susiage behandelt thalsächltch die ganze schöne und schönwissen- schaftltche Literatur England» und Nordawertka» urb zwar unter Elle» besten, wa» ohne bleibmbe Bedeutung ist unb höchstens ben philologischen Fachmann angeht. Jnbestm sie behandelt auch bie ältesten Zeitabschnitte mit gründlichster Ausführlichkeit unb da» Shakrspearesche Zeitalter ist so emgehmb wie in keinem anberen Buche bearbeitet wotbai. Ader auch die neueste Literatur, die In allen ähnlichen Werken über» Knie gebrochen wirb, hat In Engel» Literaturgeschichte die liebevollste Darft«llung gesunben. Ein Capitel, wie z. B. da» über ba» neueste mgltsche Drama, fehlt Überhaupt bi» jetzt in allm Werkm dieser Gattung. Engel» G-schichte der englischen LUeratur ist in Wah-hett da» einzige Buch, da» in handlichem Umfange (33 Sogcnj die gelammte Literatur England» und Nord« amerika» enthalt, auf ftreng wtstenlchallltcher G und'age aufg.baut ist unb sich doch zuglrtch durch leine frische Darstellung an da» große gebildete Publikum wmdet, überdies durch die Beigabe sorgfältiger Quellennachweise auch zugleich für die Schüler der höberm und böchstm Lehranstalten al» Handbuch von besonderem Werth« ist. Dabei ist der Prei», um <» den writesten Kreisen der Gcdtlbeten leicht 'UgLngltch zu machm, so billig angel'tzt wie bet keinem anderen Weik über denselben Gegenstand: nur 5 Mk. Und um die Anschiss una auch kleineren Börfm zu erleichtern, erscheint «S in fünf 1 Mark rieicrungm von j: sirdm Bogrn Die Ausstattung ist «ine würdige: klarer Druck auf holzfrrtem Papier. Die erste Ltejrrrmg enthölt, außer einer Einleitung über den .Eharacter der mgltschen Literatur , die ganz« älteste Periode (die .angelsächsische') urb retd)t bi» in ba» Zeitalter bet Renaissance. Da» Buch sei warm empfohlen. Auf der höchsten Stufe. Durch Zusatz von wirkungsvollen Ingredienzien, wie sie un» von ersten medicintschen Autoritäten neuerbtnaS an die Hand gegeben worden sind, ist die Doerings Seife mit der Eule, bekannt unter der Devise: „Die beete der Welt“, abermals verbessert und durch diese Berbesierung in ihrem Einflüsse aus die Erhaltung der Schönheit der Haut wesmtlich erhöht worden, so daß sich keine Seife zur Toilette mehr eignen dürste al» die in ihrer Art unübertreffliche Doering* Seife mit der Eule. Wir ersuchen alle Damen, Mütter, wie Jedermann, dem die Pfleg« der Haut ernst ist, um erneute Ver« suche. Der Prei» ist nicht erhöht worden, für 40 Pfg. überall erhältlich. 2532 Pchwaaren werden sachgemäß nach neuester Mode umgearbeitet in der Kürschnerei von A. 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Seltersweg 71. 10524 Bekanntmachung. Voranschlag der Gemeinde Weickartshain Jahr 1899/1900 liegt vom 10. November 1898 an lang auf dem Bürgermeistereibureau dahier zur Einsicht der - Scheel & Co Seltersweg Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für das Jahr 1899/1900 liegt vom 10. d Mts. an acht Tage lang auf dem hiesigen Bürgermeiftereibureau zur Einsicht der Interrffenten offen. Climbach, den 7. November 1898. Großberzogliche Bürgermeisterei Climbach Weimar-Loose. Ziehung vom 8. bi» U. December. Gew. im Werthc v. 50,000, 10,000, 5000, 2000, 1000 u. s. w. Loose ä 1 Mk., Liste 25 Pfg , zu haben bei 11013 Richard Buchecker, Gießen, Neuen-Bäue 11. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rüddiugs- Haufen für das Jahr 1899/1900 liegt vom 10. 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