Rr 263 Mittwoch den 9. November Erstes Blatt 1808 Gießener Anzeiger Di« •tt>mrr b»m-i •4« «eliMdt* Ver General-Anzeiger Amts« und Anzeigeblatt für den 11 reis Giefzen GrattsbeUagk: Gießener FamilicnblStter Büirtii, Eicpkd>N,n mb >nufrrri: 2lnrtlichev Tbeil Mi l« scheinlich, daß nochmals ein Gesetzentwurf über die Ent« den Getränk"- fchädignng unschuldig Verurtheilter eingrbracht werden wird. Ä.ndack Darmtta^ gufl dem Reffort des Auswärtigen Amtes darf eine Wieder- tolung de» Entwurfs wegen der Uebernahme Neu-GuineaS <16 Gießen-- Gießen'- auf die Reichs-Verwaltung erwartet werden. Endlich ist eine Militärvorlage über Regelung der Frage der Dienstzeit sowie ----- einzelne Organisationsünderungen zu erwarten. -T ‘ retitn, 7. November. Wie aus Friedrichsruh gemeldet ! Ler.liöinss'U' ,n. snb t'bmrn Än;ri|ni H* brn Girtzrnrr Ix^d «»^4 *//t'H ***, i..i, ■M lulnebmr btl Msntuzs gesetzentwurf, der bekanntlich schon vom Bundesrathe in Berathung genommen ist, der Entwurf zum Schutze der »ibeitswilligen, eine Gewerbeordnungsnovelle und da» Fleisch- schaugesetz kommen. Ob die Vorarbeiten an dem Retch»- Verficherung»gesetzentwurf sich so werden beschleunigen laffen, daß er noch in der nächsten Tagung dem Reichstage wird vorgelegt werden können, ist zweifelhaft. Dagegen darf al» stchcr angesehen werden, daß das Reichsjustizamt, wenn auch nicht gleich zu Beginn der Tagung, doch im Anfänge des nächsten Jahres den Hypothekenbank Gesetzentwurf sowie die Reviston de» Urheberrecht» vorlegen wird. Es ist auch wahr- 0 ,u 10 0 •erben btm Injngrr Mcheutllch »itrtnal 4 4 5,| S'/. 3 4 5 S Ibrrffc für Depeschen: Fernsprecher Ur. fcl. Kaiser Wilhelm stimme mit England überein, dem Pro- tectorate England» über Aegypten zuzustimmen. Paris, 7. November. Die Eriminalkammer bei Cassattonshofes Hot beschloffen, morgen um 1 Uhr den General Mercier, um 2 Uhr den General Billot und tue 3 Uhr den General Eavaigoac zu verhören. Sodann sollen am Mittwoch Nachmittag 1 Uhr General Zurlinden and u« 2 Uhr General Ehanoine vernommen werden. Es beweist die», daß der Caffattoushof die Untersuchung in der Drehfns- Angelegenheit vollständig und ausführlich betreiben will. Paris, 7. November. Die Regierung läßt demeotiren, daß Vliese in dem geheimen Dossier sich befinden, welche, wie der „Jntranfigeant" behauptet, von der Tochter des deutscheu votschafters Grafen Münster an verwandte geschrieben seien und worin die Rede von der Schuld Drehfns gewesen sei. Paris, 7. November. Die Petite Republique veröffentlicht Einzelheiten über den Ursprung der Blanche-Tele- Gramme. Das Blatt sagt: An jenem Tage, an welche» der Miuisterrath beschloffen hatte, Dupaty de Slam außer Dienst zu stellen, verlaß General Zurlinden seinen Eollegeu einen Bericht, worin die Maßregel gegen Dupath de Elam begründet wurde. Ja dem Bericht hieß es, Dupath sei der Urheber der unrichtigen Telegramme an Picquart, ferner, daß Oberst Henry seinen Vorgesetzten vorgeschlagen hatte, S affen von Speyer reserirte bei Weiteren über die Grenzen der „Selbstreinigung" der Flüffe. Man dürfe von der ^Selbstreinigung- nicht zu viel erwarten, zumal die Ber- uuretntgungsmafle, bei dem rapiden WachSthum der Städte eine immer größere werde. Jede Berunreiutgnvg der Flüffe sollte gesetzlich untersagt sein. Da auch die Berieselung»- Methode hygieinische Gefahren habe, bliebe nur die Verarbeitung der Sbfallstoffe zu Cowpost übrig. gen aus Lager, k. 9.50 an. früher all durch amtliche erfahren. Für Deutsch-Südwestafrika kommt hierbei ooch in Betracht, daß die amtlichen Nachrichten erst den umständlichen Weg über Windhoek ein- I schlagen und von dort erst zur Küste gelangen, uw nach Eapstadt mit dem Dampfer gebracht zu werden- dal bedeutet einen Zeitverlust von etwa 14—20 Tagen. Leipzig, 6. November. Gestern tagte hier der „Internationale Verein gegen Verunreinigung der Flüffe, del Boden» und der 2nft*, der auf ein 20 jährige» Bestehen zurückblickt. ■ vr. Kühuert von Coburg sprach über Städtereinig un g. ' Im Allgemeinen fei al» Grundsatz aufzuftellen, daß die Städte kein Recht haben, die Flüsse zu verunreinigen. Die Pest in den Flüffen, der Hunger auf den Aeckern würde sonst da» Lol der Landleute sein. Bei Lösung der schwierigen Aufgabe wüffe aber die Verwerthuvg, nicht die Vernichtung der Abfallstoffe angestrebt werden. Hebet erstere sprach - Ingenieur Classen von Speier, der fich für die Umwandlung der Abfallstoffe in geruchlosen Dünger unter ausgiebiger Anwendung von Torfstreu all dal in sanitärer wie pekuniärer Hinficht vorthetlhafteste Verfahren aulsprach. vr. Degen er von Braunschweig redtte den Rieselfeldern da» Wort, auf die jedoch nur vorgeklärte AbwSffer zu leiten seien. Zu ' empfehlen sei die Klärung mit Braunkohle. Der Schlamm ; könne bann zu Brikett» verarbeitet werden, für die fich leicht < Abnehmer fänden. Aus diese Weise würden die deutschen ' An die Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks Oiesten. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu laffen, daß die zu Martini 1898 fällig werdenden Domanialgesälle, als: Steig- und LooSholz-, Laudstreu«, Gras- und Zeitpachtgelder, Beiträge zu den Forst- dienerbesoldnngen, Erblethen pro 1898/99 nur noch bi» zum 25. b. Mt». ohne Kosten bezahlt werden können. Nach dieser Zeit wird da» Beitreibungsverfahren eingeleitet. Gießen, den 1. November 1898. Großherzogliches {Rentamt Gießen. Dexheimer. London, 7. November. Der halbamtliche „Te«ps" schreibt über die Räumung Fa schodal: Man könne weder Frankreich, noch irgend einem Lande der Welt, zumuthen, die Lehrtn dieser Angelegenheit zu vergeffen. Frankreich habe eine sogenannte befreundete Regierung gesehen, welche von Anfang an die Gewißheit besaß, daß fie in der Sache selbst fiegen werde, welche e» sich aber zur Richtschnur machte, einen an sich peinlichen Schritt nicht zu erleichtern, sondern möglichst grausam zu gestalten. Frankreich habe gesehen, wie England e» mitten im Frieden mit furchtbaren Rüstungen bedrohte, wie es von allen englischen Staatsmännern in wenig diplomatischen Reden Übelwollend behandelt wurde - — unter diesen Umständen sei es weder der Würde, noch dem Jntereffe Frankreich» entsprechend gewesen, die Verhandlungen fortzusetzen. Frankreich habe gethan, was es fich, was e» der Welt schuldete, indem e» eine Kriegsursache beseitigte. Durch die Falchoda-Sache, welche der Ausgangspunkt sür ein allgemeine» Einvernehmen in den afrikanischen und sonstigen Angelegenheiten hätte sein können, werden die Beziehungen zwischen den zwei liberalen Westmächten noth- gedrungen erkalten. — Die Sonntagsb Liter erk ären in Betreff England», baß Frankreich sich einer Macht gegenüber befinbe, deren Feindseligkeit deutlich zeige, daß Frankreich entweder auf seine Colonien verzichten oder deren verthetdi- gungSmitiel durch ein große» Colonialheer und eine gut befehligte Marine reorganifiren wüffe. Daneben wirb von verschiebenen Seiten ganz ausdrücklich betont, ob es nicht angezeigt sei, ein Bündniß mit Deutschland neben dem mit Rußland abzuschließen. China, De» jungen Kaiser» von China gedenkt der Telegraph nach längerer Pause einmal wieder. Der japanische Gesandte in Peking hatte am Sonnabend eine Audienz im kaiserlichen Palaste, um dem Kaiser und der Kaiserin Wittwe mitzutheilen, daß ihnen ein hoher japanischer Orden verlieben worden sei. Die L. tztere empfing den Gesandten, indiffen der Kaiser auf einer der Stufen de» Thrones stand. Zunächst sprach die Kaiserin Wittwe die Üblichen verbindlichen Worte. Hieraus verla» der Kaiser, der gesund, wenn auch bleich auSsah, eine ähnlich lautende Rede. — Gegenüber den Wünschen des diplomatischen Corps ans Entfernung der Truppen Kang-Sn» aus der unmittelbaren Nähe von Peking hat fich die Regierung bisher ablehnend verhalten. Eine am Samttag Abend abgehaltene Ber- sammiung der europäischen Bertrrter hat nun beschloffen, vom Tiuugli 9-imen entschieden die Entfernung der Truppen Sang-Sus au# der Provinz Petschili bis zum 15. November zu verlangen und darauf zu bestehen, daß dal Tsuugli-Dameu die Städte nenne, in welche dieselben gebracht werben sollen- falll dieser Forberuug nicht entsprochen werde, drohen die Gesandten Schritte zur Sicherung der Eisenbahn'VrrbtndunG zwischen Peking und der Küste zu thun. Sie scheinen also die Lage der kleinen europäischen Truppentheile in Peking für nicht ganz gefahrlol zu halten. — Sind die Spanier gegenüber den Forderungen der vereinigten Staaten wegen der P hilippinen nicht allbalb willig, so gedenken ihre unerbittlichen Gegner ihnen sofort des Kehlkopfes etc. lindern und heben, wirken sie &ach auf den Verdiuangiprooee wohlthuend ein und steigern so das allgemeine Wohlbefinden. Fritz Sch.. Schauspieler in W. UM äußerlich vollendet; es steht unter Dach und der Abputz der Mauern ist fertig. Dagegen wird an der Errichtung der hochgewölbten Kuppel, die das ganze Gebäude krönen soll, noch gearbeitet. Im Innern des Mausoleums fehlt es noch au Mem. Jedoch hat der Unternehmer fich verpflichtet, die Ernst für die Aufnahme des Sarges des Fürsten bi» zum 27. November fettigzuftellen. Die künstlerische innere Ausschmückung de» weiten Mausoleumsraume». die Auslegung des jußdoden» mit Mosaiken wie die Einsetzung der kunstvoll g malten Glasfenster wird erst im nächsten Frühjahr erfolgen können. — Coloniale». Die in btn Etat für Deutsch Süd- wtstafrika eingestellte Summe zur Fortführung ber Bahn von Swakopmnnb nach Wtnbhoek soll 7 Millionen betragen. — Hendrik Witboi. Die Meldung vom Tode Hendrik Witdoil hat fich btl jetzt nicht bestätigt. Doch \».%t daraus noch nicht ihre Unrichtigkeit. Stne Correfpondeuz bemerkt dazu: Sl ist bekannt, baß den Souvervenreo bet deutschen Colonien äußerste Sparsamkeit in ber Benutzung der Kabel zur Pflicht gemacht worben ist, und baß wir infolge dessen auch wichtige Meldungen Über Gefechte und Verluste der Schntztruppe durch englische Quellen meist 8—14 Tage . ft Jul wird, ist al« Zeitpunkt für die Beisetzung de» Fürsten n. BiSmarck Sonntag, ber 27. November festgesetzt worden. zzM^I Fürst Herbett wird am 10. in Friedrichsruh erwartet. Die "^'\i deutsche Studentenschaft beabsichtigt Vertreter zur Beisetzung»- Flüffe endlich wieder gutes und klare! Waffer bekommen. • Meldungen anzufertigen, um Drehfns nieder zuschmettern, daß aber die Vorgesetzten hierauf nicht eiogegavgen seien. Deutsches Reich. Berlin, 7. November. Noch der ^Märkischen Volks- Zeitung" theilte der Reichstagsabgeorduete Prinz Aren- berg am Sonntag Abend im katholischen Gesellenvereine zu Berlin in einer Rede mit, baß ber Sultan bas Grunbstück in Jerusalem bem deutschen Kaiser nicht geschenkt habe, wie die» von verschiebenen Zeitungen gemeldet wurde, sondern daß Kaiser Wilhelm daffelbe für eine hohe Summe von de« Sultan getauft habe. Berlin, 7. November Die Aufgaben der nächsten Tagung de» Reichstags laffen fich jetzt, wie die „9. P. N." melden, einigermaßen übersehen. Die Arbeiten für den Reichs- honshalt für 1899 find im Bundesrath soweit gefördert, daß die Einbringung dieser Vorlage an den Reichstag gleich ! nach seinem Zusammentritt wird erfolgen können. Au» dem Reichsamt de»Jnnern werden derJ nvaltdenversicherung»- Husloub Bien, 7. November. Das an der heutigen Börse ehren» lirende Gerücht, im gestrigen Miuisterrath habe die Regierung die Auflösung bei Reichsrathe» beschloffen, ist vollständig unbegründet. Gmunden, 7. November. Die Großherzogin Maria Antoinette von Toseana hat gestern die Sterbe- saeramente empfangen. Sie ist seither bewußtlos. Budapest, 7. November. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte der Ministerpräfident Baron Banffy auf das Nachdrücklichste, daß die ungarische Regierung die Erneuerung des Zoll« und Handelsöündniffes wir Oesterreich wünsche, weil dieselbe im Jntereffe Ungarns liege- nur wenn die Verhandlungen der Quoteu-Deputation resnltatlos verlaufen und jede Aussicht auf eine Verständigung geschwunden sei, werde die ungarische Regierung dem Hause andere Anträge unterbreiten und zur Quotenfrage Stellung nehmen. Rom, 7. November. Der Bericht des italienischen Consnls in Alexandrien Über den Bombens und ist erst gestern eiogetroffeo und von Canevaro dem General Pelloux mitgetheilt worben. Es heißt, bie Urtersuchnng schließe die Möglichkeit eines Poltzeckniffes ans. Die Existenz einer Verschwörung sei in dem Schriftstück klar dargethan. Turin, 7. November. Gegenüber dem durch die Meldung von ber Möglichkeit einer Oeenpation von Tripolis Seitens England» und des Ueberschreiten» ber rnnefischen Grenze Seitens ber Franzosen im EinverstSnbniß mit England hervorgerufenen Eindruck bringt das Blatt ,Stampa* eine Erklärung einer hochgestellten Persönlichkeit, wahischeiulich Canevaro, worin eine solche Möglichkeit entschieden in Abrede gestellt wird. Es wird hiuzugesügt, die italienische Regierung hege nicht nur keine Besorguiß, daß England seinen ver» pflichtnogen untren werben könnte, sonbern habe Beweise für bas Grgentheil. Ostende, 7. November. Gestern Nachmittag stürzte ein Wagen mit vier Personen, welche einen Ausflug wachen wollten, in» Meer. Drei Personen ertranken, nur ein junge» Mädchen konnte gerettet werden. Putt», 7. November. Der berüchtigte Panama-Schwindler Ärton befindet fich augenblicklich krank i« Spital zu St. Loui». Patts, 7. November. Mehrere Blätter versichern, daß Suglaub nab Deutschland einverstanden seien, gleich bei ber Rückkehr Kaiser Wilhelms nach Berlin die ägyptische Frage aufznwerfen unb im Sinne Englands zu lösen. »ößter Auswahl md j. en Preisen. 143.5S U'* 10 9 “Sj sprint ' jllft ' Ä'10 Kein- 71860 nfoeiW'M' ' rack lrs- Ansbacher fi? NSfiO Srsch^.io KeiM^a 7 ;6Selters*aseer r /V / / / den Daumen aufs Auge zu letzen. Alle Krieg-schiffe find wieder in Stand gesetzt, vollständig ausgerüstet und mit wenigen Ausnahmen bereit, auf das erste Signal in See zu gehen. Admiral Deweh hat dieselben Vorsichtsmaßregeln getroffen und in den Uebungen find große Fortschritte gemacht worden. So berichtet mau aus Washington, Spanten wird fich also einen Abbruch der FriedeuSvrrhandlungeu sehr sorgfältig zu überlegen haben.____________________________ Locales unb Provinzielles. Gieße», 8. November 1898. Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 3. November der am 27. Oktober l. I. durch die Stadtverordueteu.Versamm- lung der Haupt- und Rcfideuzstadt Darmstadt erfolgten Wahl der KreiSamtmanneS Carl Schltephake zu Friedberg zum besoldeten Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt die Bestätigung zu ertheileu und den Genannten auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 15. November l. I., auS dem Staatsdienste zu entlaffen. *• Ernannt wurde cm 29. October der Georg Luh in Friedberg zum Schuldtrner au der Obstbauschule daselbst. •• nn. Kleingewerbe, Arbeitlverhiltutffe u. f. w. Im Auftrage der Großherzoglichen Staatsregierung lasten augenblicklich die Sroßherzoglicheu KretSämter Erhebungen über die Lage des Kleingewerbes, des Handels und der Industrie, sowie über die ProductiouSverhält- niffe, die Lage des ArbeitSmarkteS und über die Lebenshaltung der Arbeiterbevölkerung veranstalten und haben die Handelskammern, HaudelSvereiue, sowie eine Anzahl größerer OrtSgewerbevereine damit beauftragt. Aus deu bis jetzt eingegangeueu Berichten ist zu entnehmen, daß fich Handel und Industrie im Laufe des Jahres 1898 ganz bedeutend gehoben hat und daß die Productions- vrrhältniffe gar in steigendem Maße zugeuommeu haben. Die Lage heS ArbeitSmarkteS und die Lebenshaltung der Arbeiter kann demgemäß als eine günstige bezeichnet werden. Dagegen wachte fich ein bedeutender Mangel an tüchtigen und brauchbaren Arbeitskräften in fast allen Gewerbebetrieben fühlbar. ** Zur DenkmalS Siuweihuug in Darmstadt. Das Prä- fidium der Kriegerkameradschaft „Hassia" erläßt bezüglich der Enthüllung des Denkmals für weiland Großherzog Ludwig IV. am 25. November die weiteren Bestimmungen: Diejenigen Fahveudeputatiouen, welche als Vertreter der Bezirke an der combinirten Fahnen-Cowpagnie theiluehmeu, haben fich pünktlich um 10 Uhr im Saale der „Stadt Pfungstadt" am LudwigSplatz einznfiadeu. Deputationen, welche schon Morgen- früh oder Abends zuvor tu Darmstadt anlaugen, köanen dortfelbst auch ihre Fahnen tu sichere Aufbewahrung geben. Alle Hasfiaveretne, welche fich zum Festzuge gemeldet haben, treten pünktlich halb 11 Uhr mit ihren Fahnen auf dem LudwigSplatz an, um von dort als geschloffenes Ganze abzumarschtren. Allgemein wird dunkler Anzug gewünscht. Hasfiaabzeichen und Orden rc. find anzulegen. Präfidtalmitglieder und BeztrkSvorfitzende, erscheinen in schwarzem Rock und Cylinder. DaS Festcomits hat eine Anzahl Freiquartiere zur Verfügung gestellt, Kameraden, welche auf ein solches Anspruch erheben, haben fich baldigst bet dem Borfitzenden der EtnquartternngS.Commisfion, Herrn RegteruugSraih Weder, schriftlich zu melden. Bet der großen Bethetliguug auS allen Theilen des Landes und der Bevölkerung werden die Hasfiaveretne gut thuu, fich frühzeitig mit Restaurationen und Gasthäusern in'S Benehmen zu setzen, um MittagSttsch zu erhalten. Eine gemeinsame Bereinigung aller Hasfiamttglieder herbeizusühren, war nicht möglich, da der Saslbau vergeben war. ♦*R.S. ReichSgerichtSeutscheidnng. (Nachdruck verboten). Am 19. August 1898 hatte das Landgericht Gießen den Haufierer Wilhelm Lehmann wegen falscher Anschuldigung verurtheilt. Der Angeklagte hat am 7. December 1897 gegen deu Gerichtsvollzieher Betzberger beim Gericht eine Anzeige wegen Meineides erstattet, indem er behauptete, der Gerichtsvollzieher habe wider beffereS Wtffen falsch geschworen, daß er bei ihm, dem Angeklagten, schon mehrmals vergeblich gepfändet habe, während es nur einmal geschehen sei. Diese Anschuldigung des Angeklagten hat fich in der Verhandlung als falsch ergeben, und es wurde festgestellt, daß drr Gerichtsvollzieher beim Angeklagten thatsächlick mehrere Male gepfändet habe, da jedoch dieser nichts besaß, hat er auf Auftrag der Gläubiger meist kein Protokoll aufgenommen, so oft die Pfändung ergebnißloS war, jedoch zweimal ist der Pfän- dungSact auch protocollarisch beurkundet worden. Der Angeklagte giebt die- zu, er hält trotzdem seine Behauptung de» Meineide- aufrecht, da er, wie er behauptete, der Anficht war, ein erfolglos gebliebener PfänduugSvrrsuch sei keine Pfändung. Der Angeklagte mußte daS Gegentheil wtffen und hat es auch nach der Annahme des Gericht» erster Instanz gewußt und er ist demgemäß auf Grund des § 164 Str.-G.-B. verurtheilt worden. Gegen diese» Urthetl legte der Angeklagte Revision ein, da nicht erwiesen sei, daß er wirklich gewußt habe, daß ein erfolglos gebliebener PfändungSact eine Pfändung fei, ferner fei der Angeklagte von der Bermuthuug auS- gegaugeu, daß feine Anschuldigung begründet sei, eS könne demnach höchsten» ein dolus eventualis dem Angeklagten zur Last fallen, der aber genüge, nicht um eine Anwendung deS § 164 Str.-G.-B. zu rechtfertigen. — In der heutigen Verhandlung wurde vom I. Strafsenat des Reichsgericht» die Revision verworfen. *• Staatsschuldbuch. Im Monat Oktober, mit deffen Anfang die Einrichtung de» Staatsschuldbuche» für da» Großherzog th um in» Leben getreten ist, find Hessische Schuldverschreibungen im Nennbeträge von 2,036,500 Mk. mit dem Antrag auf Einschreibung tu dem Staarrschuldbuch ringere cht worden. Stadttheater. Mittwoch den 9. November findet da» zweite und letzte Gastspiel von Frau Anna Führtug- au» Berlin statt. Zur Aufführung gelangt „Areia und Messalina" von Adolf Wtlbrandt, worin die Künstlerin die „Meffalina", eine ihrer bedeutendsten Rollen, spielt. Für diese Vorstellung gelten erhöhte Preise. *• Theater-Verein. Die zweite Vorstellung des Vereins findet am Mittwoch dem 16. November statt. Zar Darstellung gelangt das jetzt auf den deutschen Bühnen die Runde machende Lustspiel von Trotha: „Hofgunst". Al» Gast ist Fräulein Walther vom Geoßh. Hoftheater in Darmstadt gewonnen. Da» nächste Schwurgericht der Provinz Oberheffeu beginnt Montag den 5. December, Vormittag» 9Va Uhr. Zum Präsidenten des Gerichtshöfe» ist LandgerichtSrath Dr. Lhukeuheld ernannt. Wetterbericht. Der Kern de» hohen Drucke» ist weiter ostwärt» in den Continent hiueingewandert und hat an Jutenfiiät beträchtlich gewonnen. Gleichzeitig ist im Nordosteu das Barometer sehr stark gestiegen und auch im Mittelmeergebiet hat der Luftdruck etwa» zugeuommeu. Ueber deu britischen Inseln und über West-Fravkeeich da- gegen liegt unter dem Einfluffe einer tiefen Depression, welche au» dem Atlantischen Ocean uordwärt» vorüberzuziehen scheint, ein barometrische» Gefälle und haben fich über Irland und dem Canal stärkere südliche Winde eingestellt. Auf unserem Gebiete ist eine Besserung de» Wetter» eingetreten. Im Flachlande, woselbst am Morgen stellenweise nebelige Witterung herrschte, find die Temperaturen etwa» zurück- gegangen. Die Hochstationen haben wolkenlosen Himmel. — Borau»sichtliche Witterung: TheilS heiteres, theil» nebelige» Wetter. A Bom Laude, 7. November. Ein sehr begehrter Artikel find zur Zeit die fetten Schweine. Da um diese Zeit daS Angebot am stärksten während de» ganzen Jahre» ist, so steht e» klar, daß die starke Nachfrage durch da» Verbot der Einfuhr ausländischer Schweine verursacht wird. Die Preise, welche infolge dessen bezahlt werden, stehen auf respektabler Höhe- man bezahlt für da» Pfund Lebendgewicht 46 Pfg., gibt dazu 1 Mk. Trinkgeld und trägt feiten» deS Käufer» die BerficheruugSgebühr. Durch diese hohen Preise erreicht die BerkaufSsumme eines fetten Schwein» sehr oft die Zahl von 100 Mk. und mehr. Vor zwei Jahren kaufte man da» Pfund Lebendgewicht fetter Schweine für 35 und 36 Pfg. DaS ist eine sehr bemerkenSwerthe Differenz, die Heuer manchen Städter von den damals sehr beliebten Hausschlachtungen, auf dem Lande ausgeführt, abhalten wird. Trotz der ungewöhnlich hohen Schweinepreise bleibt auf dem Lande, namentlich in solchen Orten, wo die Metzger fehlen, die Haus- schlachtung durchaus empfehlenswerth — au» leicht begreiflichen Gründen — auch für diejenigen Leute, welche fich nicht mit der Schweinezucht bezw. Schweinemast abgeben können. § Au» dem Ohmlhal, 7. November. Seit heute Mittag wehen im Ohmthal die Fähnchen, welche provisorisch die geplante Eisenbahnlinie der oberen Ohmthalbahn markiren. Die Bewohner des Ohmthal» begrüßen freudig da» erste ficht- bare Zeichen der projeciirten Bahn. Wie die Fähnchen zeigen, so würde die Richtung der neuen Bahn vielfach ander» gehen, al» Mancher fich hier und da gedacht. Man nahm nämlich an, die Bahn werde am linken Rand de» Ohmthal» entlang geführt werden, wodurch die vielen sonst uöthigen Brückenbauten erspart würden- die erste Absteckung führt aber z. B. bei Ruppertenrod mitten durch das Ohmthal. Jedenfalls finden noch mehrere Absteckungen statt, schließlich bleibt e» auch einerlei, ob der Weg der neuen Bahn etwa» mehr links oder recht» geht. Die Hauptsache aber ist, daß das obere Ohmthal in der That bald die für seinen so überau» starken Verkehr nach der Bahnstation Mücke erwünschte Bahn erhält. Wenn andere Thalorte eine andere Bahnlinie wünschen und sich inS Werk legen, so ist da» ihre Bache- aber e» auf Kosten der geplanten Ohmthalbahn zu thun, wird hoffentlich fruchtlo» fein. Die Gründe für und wider find öfters und genug erörtert worden- unumstößlich bleibt aber die Thal« fache, daß der Hauptverkehr deS nordwestlichen Vogelsberg» nach der Bahnstation Mücke geht, wie die Statistik klar zeigt, und daß die Hauptverkehrsader die obere Ohmthalstraße seither gewesen ist. Daher unserem nordwestlichen Vozettberg eine Ohmthalbahn. Grünberg, 5. November. Gestern Nachmittag um 41/2 Uhr fand unter entsprechenden Feierlichkeiten die Grundsteinlegung zum Neubau des Sparkassehauses für den Spar- und Leihkaffeverein Grünberg, der sich über sämmtliche, etwa 37, zum früheren Kreis Grünberg gehörige Gemeinden erstreckt, statt. Der Director der Kaffe, Herr Decan Pull- mann, verlas nach kurzer Ansprache die von ihm verfaßte Urkunde, die das Nähere über die vor mehr als 50 Jahren erfolgte Gründung des Vereins und seine Weiterentwickelung, sowie die Namen der verschiedenen Beamten, die seit der Gründung des Vereins der Kaffe vorstanden, bezw. an ihr wirkten, enthielten. Das in eine Kapsel verschloffene Schrift- stück wurde sodann eingemauert, und hierauf thaten die anwesenden Vorstandsmitglieder und Beamten der Kaffe unter entsprechenden Worten die üblichen drei Hammerschläge. Hierauf begaben sich die Teilnehmer in die Restauration „Zum Bahnhof", wo die z. Zt. am Bau beschäftigten Steinmetzen und Maurer bewirthet wurden. — Der Bau selbst ist bereits über Sockelhöhe aufgeführt, und dürfte nach seiner Vollendung eine Hauptzierde unseres Städtchens bilden. Man hofft, denselben vor Eintritt des Frostes unter Dach zu bringen. Darmst. Ztg. nn. Darmstadt, 7. November. Ein bedeutsamer Act für unsere hessische Landwirthschaft vollzog fich heute Morgen in den Räumen der Landesbaugewerkschule. Derselbe galt der Eröffnung der neu in» Leben gerufenen Fachschule für Culturtechniker, und hatten fich als Vertreter der Großh. Regierung Herr Mtnisterialrath Braun und Herr Landes- ökonomierath Müller hierzu eingefunden. Mintsterialrath Braun begrüßte die Schüler und hob in feiner Rede hervor, wie durch die Fürsorge der Regierung diese Schule in» Lebe» getreten sei, um für die Bodenmeliorationen der Landwirthschaft tüchtige HülfSkräfte heranzubilden. Die Anstalt bezwecke die Heranbildung von Cnltnrtechntkern für die bei den Cultur- inspecttonen zur Projectirnng und zur Ausführung kommenden LandeSculturarbeiten (Feldbereinigungen, Wiesen- und Bach- regulirungen, Drainagen usw.) Den Schülern stehe eine große Aufgabe zu lösen bevor, er hoffe aber, daß fie da» Ziel, da» fie fich gesteckt, auch erreichen möchten. Hierauf ergriff der Leiter der Anstalt, LaudeScalturrath Dr. Klaa», das Wort. Er wies auf die Schwierigkeiten hin, welche dem Beruf des CulturanfseherS entgegenfiehen und denen nur ein gesunder Körper und klarer Kopf gewachsen sei. Bereit» im Jahre 1883/84 habe eine ähnliche Schule unter dem Namen „Wiesenbauschule" bestanden, welche von 13 Schülern besucht war. Von diesen hätten fich drei al» Geometer 1. Kl. ausgebildet, während einer in Rußland al» Ingenieur bei» Eisenbahnbau thätig sei. Nur durch eisernen Fleiß der Schüler fei e» denselben möglich, da- von der Anstalt geforderte Ziel zu erreichen. Nach Einweisung der Schüler in die Anstaltsordnung wurde mit dem Unterricht al-bald begonnen. Die Schule wird von 27 Schülern besucht- davon find acht ander Provinz Starkenburg, dreizehn au-Oberheffeu, fünf au» Rheinhessen und ein Ntchtheffe (Hannover). Als Lehrer wirken an der Anstalt die Herren Lande-cultmrath Dr. Klaa-, LandesökonomierathDr.Müller,Landwirthschaft-lehrerDr. Eier, die Lehrer Doll, Kopp, Klein und Schäfer, Realgymnasiallehrer Lenhardt, Revision».Geometer Engroff und Hofkalligraph Göttmanu. Die theoretische Ausbildung der Schüler erfolgt in 3 Wintercursen für die Jahre 1898/99—1900/01. Für die übrige Zeit de- Jahres erfolgt die praktische Ausbildung bei den Cultnrinspectiouen und Bereinigungsgeometern, denen fie zur Beschäftigung brigegeben werden. Während ihrer praktischen Ausbildung erhalten dieselben die Bezeichnung „Cultur- gehülfen". Au» Ser Seit fflt die Seit* Vor 50 Jahren, am 9. November 1848, wurde Robert Blum, der Führer der äußersten Frankfurter Linken, in Wien erschossen. Mit derselben kalten Ruhe, die er so oft auf der Rednertribüne bewiesen, ist er auch in den Tod gegangen. Sein minder bedeutender Gefährte Julius Fröbel wurde nach angstvollem Schweben zwischen Leben und Tod einige Tage später entlaffen. * Unsere Marine. Ein höchst ehrenvolles Zeugniß für unsere Marine enthält ein Artikel, den die „Cronica di Santander" anläßlich des Aufenthaltes des deutschen Schulschiffes „Charlotte" in dem spanischen Hafen bringt. Er heißt da: „Obgleich wir wußten, daß wir Ordnung, Sauberkeit und gute Disciplin antreffen würden, waren wir doch von dem was wir sahen, überrascht. Als wir die für die Cadetten bestimmten Räume betraten, bot sich uns ein feffeln- des Bild: Am Piano saß ein junger Mann und spielte in vollendeter Weise eine Sonate von Beethoven, die anderen saßen umher und studirten Bücher und Karten, wieder andere schrieben und arbeiteten, müßig war Keiner. Aehnlich war es auch in der Schiffrjungenabtheilung, während die Matrosen mit Waschen, Ausbeffern und anderen practischen Arbeiten beschäftigt waren. Letztere machten alle einen gesunden und kräftigen Eindruck, die Breite ihrer Schultern ist fabelhaft. Von der vortrefflichen Schulbildung, die in Deutschland herrscht, bekamen wir einen sprechenden Beweis. Es kam nämlich während unserer Anwesenheit an Bord die Schiffspost an, sechs umfangreiche Säcke. Ein Pfiff, und die gesammte Mannschaft versammelte sich zur Empfangnahme von Briefen, und da war, so viel ich bemerken konnte, fast keiner, der leer ausging. Alle konnten lesen. Glückliches Land! Wenn wir dabet der trostlosen Schulverhältniffe im eigenen Lande gedenken, beschleicht uns tiefe Trauer und Beschämung..... Entzückt von der liebenswürdigen Aufnahme und von Allem, was wir gesehen, verließen wir das herrliche Schiff." — Der Artikel schließt nach den „B. N. N." noch mit einer besonderen Anerkennung der vorzüglichen Haltung der Matrosen an Land; man habe nie einen Betrunkenen gesehen, und ihr Betragen auf der Straße sei tadellos gewesen. „Le fregata blanca“ war das Object zahlreicher Besucher, die mit Bewunderung la sabia organizacion de la marina de guerra en Alemania betrachteten. Leider habe fast keiner der Besuchenden die schöne Sprache eines Schiller oder Goethe verstanden, während von den Offizieren und Cadetten Alle französisch, die meisten englisch, einige auch spanisch gesprochen hätten. ♦ Zahle« reden. Johanne» Falk, der Vater der christlichen RettungShanSfache, der in unermüdlicher Siebe die gefährdeten und verlorenen Kinder aufnahm, Pflegte wohl d-nen, welche Über die großen Kosten dieser LledeSthätigktit klagten, vorzurechnen: 1. Brod, Waffer, Schande uuj Prügel für einen Knaben im Zuchthause kosten jährlich 52 Thaler. 2. Dagegen kosten Fleisch) Brod, Ehre, Bibel und Christen- thum in einer christlichen Werkstätte in Weimar ein für allemal 25 Thaler. Die Zahlen selbst find jetzt andere geworden, aber da» B-rhältniß der Zahlen zu einander wird auch jetzt noch dasselbe sein. Ist e» da nicht edler und vor- theilhafter, daß Gemeinden, Vormünder und Alle, die eS angeht, vorbeugen und die Jugend in Zucht und Ehre er- ziehen taffen, selbst wenn el in einem RettungShause oder bei christlichen braven Leuten unter mancherlei Kosten geschehen müßte, al» daß man daS Geld bei der Erziehung spart, nm eS später für die Zuchthäusler doppelt und dreifdch nutzlos hinzuwerfen. Falk war selbst armer Leute Kind aus Danzig- aber toa» der Rath jener Stadt freudig an seiner Erziehung gethan, daS hat Falk später an den vielen armen Kindern, die er au» Noty und Verkommenheit gerettet, tausendfach vergolten. "°'Ä in 40 ° Ml •*** feien v°d I®“’ rUttttö 8,0D «riedriiMu d0 btllroihtt bei Wbt” bla berührt front in 6tl Standbilder SchvlMeilt Die gnlditil darauf »ergo Augen heran getragen: fl weihe AugSl polychrome i Diele »nlffl großes Sasse • Sie4. schüft »Das stand MM, um 3 Uhr, ff um 8 Uhr zu otbnung Kriek (1722-1795) dieser Drbnuai MW wir bi blichern nachhol langen Nächten Teufel selbst gt Blut llllterschri 60 brennende ‘ Unschuld beüe' Gewalt schriee Mahvwet c mit der Mn' zufrieden sein, und deu Gess • Zeh" ein alter „D ü noch in seiner Hermann Del hatte den Fel fern daS und deu von: 1870 wurde । verwunde/, j Im Laufe der kugel blieb at Nun entschloß abeemalr M fie wog nach D. hat die se * Feuer krach in Wn °uS, infolge Obersten Gei I fich um el obersten Geri Urkunden find Reu mittler M der Betin ächtet. Der i Bibliothek veru Mr Dollar,, - q. * oti Th- schrewt ■ f drr GolW W eine eil einen U ?nb R °°>udundscho Innen ©eburtfi Sä ,Oq6 er «x 3e w i8otbVil0et Äh'1 A »nn1?* unb t U Abitur, it |dt iber 1848, wurde Robert m Frmlsurter Linken, in tatttn Ruhr, bü et oft ift et aud) m ben Tob et TrichK Ms ^tbbel ;n zMm Sehen und Tob' 14t* jß e^reMolleiSeugnit I Artikel, den die „Stonica bi | Halte- der dtutschen Schul- ! ionischen Hafen bringt. Et , daß wir Ordnung, Lauder- >n würben, waren mir doch iftfit Als wir ble für bie i im, bot sich uni ein M- > Et Mm Mb W m | Don Moten, bie amen I et unb Ratten, °ndne ■ war Keiner. Sehnlich war ieilung, ^rend die Mäanderen praclHen ArdeM (fiten alle einen gesunden un Zrer Schultern ist !E ing, die in DeuWnb h^ ÄEir. ES kam näinlub an Mb ble ÄN aN' Ä und bie «Sw*"* Eft «MW “ft S r i ■ ÄÄ SG- :ä v «* ** MenötüMS. . j 8ettu«to>wA; jss ■l* u ’Sri». de P. äon de la ™ f eines Schm ^betten J yj»-«1** LL--S- ;,ÄEk -MH'. n«‘ *•; J*ü «""’Äf «Äb ‘CÄ i da^ . t happt" ,»u > I und ” ilden. Ä1' Bed,ai"» 6.,?: W aber ua ? eiDt w, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfb. 50—70 H, Kartoffeln per lOu Kilo 5.00 bi! 6.50 X, Weißkraut per St. 10—20, Zwiebeln per Str. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16 H, Zwetschen per Str. X 6.00—0.00. Dauer ber Marktzeit von 8 Uhr Morgen! bi! 2 Uhr Nachmittag!. Währenb ber ersten 3 Stunben ber Marktzeit bars im Umherziehen nicht feilgeboten werben. Neueste Nachvicliten. Depesche» des Bureau .Herold". Beilin, 8. November. Die Ankunft des Kais erp aa res in Dawascus «folgte programmgemäß gestern Nachmittag 5 Uhr unter großem Jubel ber Bevölkerung. Die Stabt war großartig illumiuirt. Berlin, 8. November. Dem „Local-Anz." wirb aus Pari! telegraphirt: Bei bem Schluß der gestrigen Kammersitzung war io ben Waobelgängen bal Gerücht verbreitet, Salisbury sei entschlossen, in brüskester Form das Protektorat Über Aegypten zu proklamirrn. Jedenfalls wird im Laufe bet heutigen Faschabo-Debatte Minister Delcassü gefragt werden, wa! er zu thun gedenke, wenn diese Meldung sich bewahrheiten sollte. Harburg, 8. November. Der langjährige oatiooalliberale Landtags-Abgeordnete Weibezahn ist gestern gestorben. Bien, 8. November. Unterrichtete Kreise halten die ausfällige An der Veröffentlichung der englischen Rüstungen für ben Vorläufer einer Erklärung de! englischen Pro- tectorats über Aegypten. Wien 8. November. In deutschen Abgeordnetenkreisen besteht die Absicht, da die Regierung und die mit ihr verbündete Parlaments Majorität selbst den berechtigsten Forderungen der Deutschen sich rücksichtslos widersetzt, ihre Mandate nieder zulegen und den Neichsrath zu verlassen. Prag, 8. November. Jo der vorletzteo Nacht wurden zwei noch uovergitterte Froster de! deutsch avatomtschen I'- stituts abermals durch und-kannte Thäter ein geschlagen Nom, 8. November. Canevaro erhielt anonyme Briese, in welchen gedroht wird, daß das Gebäude, in welchem die Conserenz gegen die Anarchisten stattsindet, während der Verhandlungen in die Lust gesprengt werden soll. Rom, 8. November. Ein königlicher Gnadenact : zu Gunsten der politischen Gefangenen ist bevorstehend. Rom, 8. November. Dem „Secolo" wird aus Messina I gemeldet, daß sämmtliche Fort» der Meerenge neu ' armirt und das Kriegsgeschwader in den fizilianischm Gewässern vereinigt wird. Rom, 8. November, von osficiösen Blattern wird ver- । sichert, tu maßgebenden italienischen Kreisen herrsche (einerlei ! Befor goih über einen Kriegsausbruch. Rom, 8 November. Nach einet Meldung der „Tribuoa" | wirb dal deutsche K aiserp aar voraussichtlich in Genua , landen und mit der Giseobahn nach Deutschland zorückkihrev. ; Der Herzog von Aosta wird eventuell da! Kaiserpaar an Stelle bei König! begrüßen. Paris, 8. November. Die focialistische Gruppe der Kammer hat einen Gesetzentwurf zur Abschaffung del Militärftrafgesetzdochel sowie ter Knegsräthe sowohl tu Friedens- wie io KnegszeUeo eingebracht. Die Abgeordaeteo stützen sich in bet Begründung dieser Fotberuog aus bie Vorgänge in ber Driysulsachf. Die Regierung wtrb am Donnerstag interpellier werben, auf welche Weise sie gedenkt, die Ehre bet Armee gegea Angriffe zu vettheibigeo. Ferner witb bet Kriegs- j Minister ioterpellttt werben übet bie Strapazen, welche ben < Restroetrupptu im letzten Sommer auferlegt würben, infolge bereu viele Soldaten gestorben find. London, 8. November. mDaily Mail" meldet aul Kairo, daß Muhamed 6ffenbt, brr Anführer der sudanesischen Troppeu, fich ben englischen Truppen ergeben habe. London, 8. November. Die Admiralität hält noch mmer die Bekaummachung btr Bewegungen ber Schiffe im Aullaude zurück. Dal Vertheibigllngl-Lornito der westlichen Distrikte beschloß, den Distritt in compleuen Vertheidtguugl- ! zuftand zu versetzen. In den südwestlichen Diftricteu wurde - der Befehl zur Parade aller W-ffeugattuogeu auf dem Exercierplatz von Dover für nächsten Mittwoch er lassen. Ferner wurde die Alarmirung der volunter Artillerie binnen 24 Stunden in Aussicht genommen. London, 8 November. Giohe Erregung herrscht in militärischen Kreisen darüber, daß ein englischer Offizier auf der Ringbahn in der Nähe ber Waterloo-Station eine mit geheimen Dokumenten gefüllte Reisetasche verloren hat und bil jetzt die Wiedererlangung noch nicht möglich war. Die Regierung hat eine hohe Belohnung dieser für England sehr wichtigen Documeote ausgesetzt. London 8. November. „WorniDp Post" meldet aus Wien: In hiesigen politischen Kreisen sieht man mit großer Unruhe den fortwährenden Rüstungen Englands zu. Denn nunmehr, nachdem die Faschodasrage gelöst, stthtn diese Rüstungen nicht im verhältnih zu dem jttzigen Stande der Dinge. Man muß daher annehmen, baß England noch dunkle Pläne hegt. Antwerpen, 8. November. Die Diamantschleifer, Anstreicher, Schneider, Schuhmacher, Zimmerer sowie andere Genossenichaften Haden fich mit den ausständigen Schrists'tzern versammelt und fie zur Ausdauer oufgeforbert, in der Absicht, gegebenenfalls auch den Aus stand zu proclamiren und ihre Forderungen durchzusetzen. Madrid, 8. November. Zwischen Madrid und Washington findet in der Philippinen frage ein lebhafter Notenwechsel statt. Man rechnet auf einen Ausgleich auf Grund einer großen Ablösungssumme. Athen, 8. November. Das Ministerium überreichte gestern seine öntlaffang mit der Begründung, daß die außerordentlichen Verhältnisse, welche seine Berufung zur Folge hatten, vorüber seien. Dieser Entschluß bei Ministeriums wurde noch einer Unterredung des Premierminister! mit dem Könige gefaßt. Der König wird wahrscheinlich die Entlassung annehmen. 10 Procent eines Thoilhabere und Neuübernahme veranlassen Munter auf Verlangen franoo. Modebilder offeriren beispielsweise: 10885 6 Mtr. solid. Winterstoff zum Kleid für M. 1.80 extra Rabatt unB zu °>nem wirklichen Ausverkauf Weihnachtsgeschenke in Damen - Kleiderstoffen auf alle schon fQr Winter, Herbst, Frühjahr und Sommer und reducirten Preise - — während der Inventur- Liquidation. 6 w „ Santiagostoff „ „ , w 2.10 6 , „ Neglige- u. Velourstoff» ■ a 2.70 6 , „ Halbtuch „ , . 2.85 | sowie neueste Eingänge der modernsten Kleiderund Blousenstoffe für den Winter versenden in einzeln. Metern, bei Aufträgen von 20 Mk. an franco Oettinger A Co., Frankfurt a. 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Mts., Abends 8 Uhr, in der Turmhalle am Oswaldsgarten: Großer Familien-Abend mit Theater und Ball. Mitglieder frei:: Nichtmitglieder 30 Pfg. 11118 Gelegenheitskauf Moritz Gregor! & Sohu 11140 Seltersweg 9 • Kreuzplatz 14 11128 baldigst einsenden zu wollen. 260 frisch eingetroffen bei miethen. Wallthorstratze 8. 11113} Zwei Stuben im Hinterhause zu vermischen. L. Schlatter. 11134] Kleine Familienwohnung per 15. November zu vermischen. Wagengafle 5. 11143] Ein tüchtiger Dachdecker sucht Arbeit bei 24 Mk. Lohn pro Woche. Maigasse 11. 11125] Gesucht zum 1. December eine unmöblirte Wohnung von drei oder zwei Zimmern mit Burschengelaß. Offerten mit Preisangabe unter F. K. 116 post- lagernd Bensheim a. d. B. erbeten. 11116] Eine Kaute Mist zu Verkäufern Erlengasse 13. Hochachtungsvoll Oh. Kiefer Wwe Feinste Gothaer CervetatWurst, la. 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Wir laden die Mädchen zu zahlreicher Betheiligung ein, und bitten Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntags» verein Hinweisen und denselben die Theilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den 8. November 1898. 11227 Für den Vorstand: ____________________________Dr. Naumann, Pfarrer. Hierdurch die ganz ergebene Mittheilung, daß ich Entflogen1,181 am Samslag ein gelber Kanarienvogel mit dunklem Köpscken. Abzugeben gegen hohe Belohnung Moltkestraße 25, Hl. Vertrag zu Ma-Meck. Die Kameradschaft nimmt bte Be- leibigung gegen Heinrich Paulus zurück. ~ 11141] Mehrere Wagen guter Gartenerde können abgefahren werden bei H. Schaffstaedt, Sckanzenstr. 12. Baiser-Panorama 1 Neuen-Bäue 1. U071 DieseWochet.Nordlandsreise Kopenhagen mit Sehenswürdigkeiten. Schlösser, derKönig, Kaiser von Rußland, Prinzessin p. Wales rc., Stockholm, Goteborg, Trollhütte, Fälle, Christiania und norwegische Städte, Landschaften und Wasserfälle. GiessenerStädttheater. Mittwoch den 9. 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