ten. “»nee« rein, ii”1*1»««. raaalbau6B ein, hs Nachf.) 5 ^ge Hk. 250 -öal1»™ a. o,2; , 5539 l 6n’ ie ^te im §aal ^Witterung Omnibus. lr wit Goldrand urbfi Sltiberg. »13. Zunj Billard-Club. eckernhr. Ahrkette. J. Um 3 Uhr NachM . - deginll der Prck Italienische Rächt, lihk Dkiie. Gilt SM i ein Der Vorstand. frctimbfrasaim. SsuptVorzüge amtlicher Systeme \rtimynd. vätlfiasckm»mil I Mr^bstandherstelung. 'IflfUvStÜnyri :S(h.ldergasst78. nham Hessen: Steindnekerei, dvÄ rk««s ; idwaareu bauert | 3* } läuser,} ♦ Rr. 132 Zweites Blatt. DonnerAa, den 9. Juni_______________________»8»8 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilieuvtätter werden dem Anzeiger toödjcntliaj vierm beigelegt. (Eichener Anzeiger Aezngspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Lnnahm von Anzeigen zu b Nahmittags für "folgenden Taz erscheinenden Nummer bis Sorin. 10 V Heimat-Anzeiger Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts und Anzeigeblntt für den Tireis Giefzen. Gratisbeilage: Gießener Fanülienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. trat 1879 der rechte schutzzöllnerische Flügel unter Führung der Süddeutschen Schauß und Völk aus und bildete eine „liberale Gruppe", die aber bald wieder von der Bildfläche verschwand. Ebenso sonderten sich 1880 17 Abgeordnete des linken Flügels (Bamberger, Forckenbeck, Rickert, Stauffen- berg u. s. w.) aus und bildeten die „Secession", welche 1884 noch weiter nach links ging und sich der Fortschrittspartei anschloß. Die Fortschrittspartei oder „deutsch-freisinnige Partei" ihrerseits ging 1893 im Streit über die Heeres- Vorlage auseinander in die beiden Gruppen freisinnige Volkspartei und freisinnige Vereinigung. Auf der Rechten ist nur die Bildung verschiedener antisemitischer Fractiönchen zu verzeichnen. Da- Centrum kann sich rühmen, trotz aller Stürme der „feste Thurm" geblieben zu sein. Wohl hat hie und da die Ausscheidung einzelner Mitglieder stattgefunden, doch nie eine eigentl'che Spaltung. Es erhielt bei den Wahlen für die erste Legislaturperiode 1871 718 248 Stimmen, deren Zahl sich bereits nach drei Jahren auf 1 438 792 mehr als verdoppelte und mit nicht sehr großen Schwankungen ungefähr auf dieser Höhe blieb. In den 9 Legislaturperioden von 1871 bis 1893 brachten die Reichstagswahlen dem Centrum 58, 91, 93, 93, 98, 99, 98, 106, 96 Abgeordnete. Die Conser- vativen, welche in ihrer Periode der Opposition gegen den Fürsten Bismarck 1874 von 54 auf 21 Mandate heruntergekommen waren, haben seit 1878 wieder einen bedeutenden Aufschwung erfahren. Damals war der erst 1877 gewählte Reichstag wegen seiner Ablehnung des Sozialistengesetzes aufgelöst worden. Die Zahl der Conservativen stieg bei den 1878 er Wahlen von 40 auf 59, die der Freiconservativen von 38 auf 56; dagegen gingen die Nationalliberalen, die größtentheils gegen das Sozialistengesetz gestimmt hatten, von 127 auf 98, die Fortschrittler von 35 auf 26, die Sozialdemokraten von 12 auf 9 zurück. Aehnlich große Verschiebungen brachten unter dem Eindruck der kriegdrohenden Lage die Wahlen von 1887. In dem damaligen „Kartellreichstag" wuchsen die Nationalliberalen von 50 wieder auf das Doppelte, sie erreichten noch einmal die hohe Zahl von 99 Sitzen; die deutsche Reichspartei stieg von 28 auf 41; dagegen verloren Freisinnige und Sozialdemokratie über die Hälfte ihrer Mandate, erstere kamen von 67 auf 32, letztere von 24 auf 11 herunter. Die kleine demokratische Fraction wurde ganz weggewischt. Die Conservativen haben sich seit 1884 ziemlich stabil gehalten, mit 78, 80, 73 und 72 Mandaten. Die Linke, einschließlich der Nationalliberalen, war viel stärkeren Schwankungen unterworfen. Die National* liberalen bildeten in den ganzen siebziger Jahren bei Weitem die stärkste Partei des Reichstags. Von ca. 80 Mitgliedern im Norddeutschen Reichstag stiegen sie 1871 auf 120 und erreichten 1874 den stolzen Höhepunkt mit 152 Abgeordneten, um schon nach 7 Jahren auf weniger als ein Drittel, auf 45 herabzusinken; von 1884 an weisen sie 50, 99, 42 und zu* letzt 53 Mandate auf. Wahlstimmen bekamen die Nationalliberalen 1874: 1394020, im Jahre 1887 sogar 1677 976, welche Zahl nur ein einziges Mal von einer Partei, und zwar 1893 von den Sozialdemokraten übertroffen worden ist. Bei den letzten Wahlen 1893 fielen auf die Nationalliberalen noch rund eine Million Stimmen. Ebenso hoch hatte es 1884 die Fortschritts, resp. freisinnige Partei gebracht, die 1890 sogar 1 159915 Stimmen erhielt. In beiden genannten Jahren erreichte sie mit 67 und 66 Mandaten ihren Höhepunkt. Nach der Trennung in freisinnige Vereinigung und freisinnige Volkspartei ging die Stimmenzahl auf ca. 900000, die Abgeordnetenzahl auf 37 zurück. Die Welfen wurden 1887, nachdem sie in den drei vorangegangenen Legislaturperioden 10 und 11 Abgeordnete gehabt, auf 4 zurückgeworfen, die Antt-Cartellwahlen von 1890 gaben ihnen wieder 11, die von 1893: 7 Mandate. Die Elsässer Protestler incl. Cleri- calen sind von 15 auf 8 zurückgegangen, die Polen von durchschnittlich 14 auf 19 (durch Nachwahl 20) gestiegen. Die Antisemiten, welche 1887 mit einem Sitz begannen, kamen 1893 schon auf 16. Die größte Beachtung verdient das Anwachsen der Sozialdemokratie, namentlich in letzter Zeit, welches sich noch weit mehr in der für sie abgegebenen Stimmenzahl als in der Zahl ihrer Abgeordneten documentirt. Allerdings stellen sie am meisten bloße Zählcandidaten auf. 1871 war nur 1 Sozialdemokrat im Reichstag; dann 9, 12, 9, 12, 24, 11 (1887), 35, 44 (durch Nachwahlen 48). Ihre Stimmenzahl betrug 1871 nur 101927, 1874: 351670, 1877 circa eine halbe Million; dann kommt nach einigem. Schwanken wieder ein mächtiger Aufschwung; bei den drei letzten Wahlen 763128, 1427 298 und 1786738 Stimme». Würden die Mandate nach der Gesammtzahl der Stimmen vertheilt, so wäre die Sozialdemokratie bereits die bei Weitem stärkste Partei im Reichstag. Will man kurz characterisiren, so kann man feststellen, daß 1878 im Ganzen eine starke Verschiebung nach recht«, Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend: Die Unterhaltung der KreiSstraßeu. E« wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Kreisstraße Gießeu-Wismar, soweit fie sich im'Bau befindet, von Donnerstag den 9. d. MtS. ab bi« auf Weitere« für nicht am Bau betheiligte Fuhrwerke gesperrt ist. Gießen, den 7. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. G a a ern. Gießen, den 7. Juni 1898. Betr.: Die Beibringung der Cultur- und BauveranderungS- meßbriefe. Das Großh. Steuercommiffariat Gießen an die Großh. OrtsgerichtSvorsteher des Bezirks. In den Ihnen am 2. l. Mrs, zugegangenen Bauver- änderungSverzetchniffrn find diejenigen Grund- bezw. Gebäude- befitzer verzeichnet, die mit Meßbriefen noch tm Rück stand find. Wir ersuchen Sie, diese Befitzer zu möglichst rascher Beibringung der Meßbriefe, auch der auS früheren Jahren rückständigen, zu veranlaffen. Nach Ablauf der in der Verordnung vom 8. December 1852 bestimmten Frist (15. Juli) müssen wir gegen die Säumigen das Strafverfahren in Ge- mäßheit de« § 4 der genannten Verordnung einletten. Bäbr. Die Reichstagswahlen von 1867—1897. Unter diesem Titel ist kürzlich ein Werk von Dr. Fritz Specht (Berlin, Karl Heymanns Verlag) erschienen, welches reichhaltiges statistisches Material, sowie einen Ueberblick über die Parteien und ihre Programme bietet. ES ist merkwürdig, welche Zersetzung und Wandlungen seit einem Menschenalter die Linke erfahren hat, während Rechte und Centrum viel stabiler blieben. Aus der damals noch vorwiegend freihändlerischen nationalliberalen Partei Fenilleton. Schußzauöer. Von Arthur Achleitner. (Schluß.) Den Verfolgern flimmern die Augen- da« Wild so schön vor sich und dennoch nicht fangen können. Und war Ihut der Frechling? Er übersteigt daS letzte Wandl und grüßt höhnisch herunter, indem er sein verwittertes Hütl schwenkt. Flori kann fich nimmer bemeiftern, rasch zieht er auf und läßt fahren. Doch die Entfernung ist viel zu weit, der Schuß zu kurz, die Kagel schlägt tief unterm BüchSler in den Felsen. Ein Jauchzer antwortet und gleich darauf der- schwindet der verwegene Schütze. Bis die Verfolger die Grathöhe erreichen, vergeht geraume Zeit. Oben angekommen, sehen fie gerade noch, wie der Lump lies unten an der Zunge eines FelSbande« hockt. Ein wilder Ruf entringt sich der Verfolger Brust. Der BüchSler kann nicht mehr weiter, er klebt fest, der nächste Schritt wirft ihn in den gähnenden Abgrund und zerschellt muß er in der Tiefe aulangen. Will er aber hinausklettern, so nehmen ihn die Jäger in Empfang- eS wird also nur auf die Geduld derselben aukommen. Erregt starren Beide aus der Grathöhe hinunter auf ihr Wild. Der Bü'Sler legt den GamS ab, hängt den Stutzen über den Rücken. verkürzt den Riemen, so daß die Waffe fest am Rücken anliegt. Nun rutscht er auf dem Gesäß noch ein Stückchen tiefer, erhebt fich blitzschnell und springt in die gähnende Tiefe. Ein Doppelruf deS Entsetzens oben. Weit vorgebeugt lugen die Jäger aus, bleich vor Schrecken und Aufregung, Der BüchSler ist prasselnd in das Geäst einer unten stehenden Fichte gefallen, die sich unter dem wuchtigen Anprall beugt. Wie mir Eisenklammern umfaßt er den Stamm und rutscht an demselben langsam, wenn auch zersetzt am ganzen Körper, hernieder. Eine rothe Spur zeichnet die Jährte. Der Verwegene wischt fich das Blut au- dem Gesicht, sichert eine Weile über den weiteren Abstieg und wagt einen neuen Sprung auf ein kleines Felsplatt, der wieder gelingt. Daun ein Satz in da- lange Geröllfeld, das augenblicklich in Bewegung geräth und polternd niederrauscht. In Kniebeuge rutscht der BüchSler mit, bann an der Karzunge ein Satz in ein Latschen und verschwunden ist er. DaS ungeheure Wagniß ist gelungen: wo noch keine Gemse hrrunterkam, der ver- folgte BüchSler hatS gewagt, die Flucht ist gelungen. Die Wunden werden schon heilen und gebrochen ist ja nichts. Einige Zeit war Ruhe nach diesem beispiellosen Eretgniß an der GamSkarschneid. Ruhig war eS auch im Forstamt, i wo der Ches mit einem Gesicht herumging, daß die Grhtlsen großen ResPkctSabstand hielten. Der Forstmeister ist stumm von jener Expedition heimgekehrt und hat bisher kein Wort darüber geäußert. Dafür denkt er nm so mehr über eine Aeußerung FloriS nach, die ihm nimmer au« dem Kopfe will. Der Jagdgehilfe tröstete fich nach dem Mißerfolg der BückSler- jagd mit der Bemerkung, daß nicht« zu wollen fei, der Lump habe eben einen Schußzauber und da nütze alles nichts. Der Chef sucht seit jenem Tage in seiner Bibliothek mit einem Eifer, als wolle er einen versteckten Diamanten fiaden, und richtig gelingt e« ihm, in einem alten Schmöker einen vergilbten Zettel zu finden, den er vor vielen Jahren dort eingelegt hatte. Ein triumphirendeS Lächeln fliegt über des Forstmeister« buschige Lippen. Nun kann es doch fein, daß dec Sieg ihm zu Theil wird- der Aberglaube muß ihm helfen, den frechen BüchSler zu überlisten. Behaglich überliest er den Inhalt de« alten Zettel-, steckt diesen ein, nimmt Gewehr und Bergstock und wandert in die „GamSstube". Auf dem besten Ansitz legt er den Zettel wie unabsichtlich hin, verwischt jegliches verdächtige- Zeichen und zieht fich ins Latschengestrüpp zur Paß zurück. Geduldig wartet er bis zum völligen Schwinden deS Büchsenlichts. Dann tritt er vorsichtig gedeckt und geräuschlos den Heimweg an. Vor TageSgraueu aber ist der Chef wieder auf seinem gut verblendeten Posten und wartet den ganzen Tag bi« in die aufsteigende Nacht. Dies wiederholt sich noch zwei Tage. Endlich aber erscheint der Erwartete, geschwärzt im Geficht, nur die Narben leuchten röthlich, pirschend auf GamS. Der BüchSler nimmt den Wechsel zum Avfitz und hockt fich an. Der lauernde Forstmeister hört den eigenen Herzschlag und fürchtet, daß dieses Pochen in der Brust seine Nähe der« rathen wird. Der Wildschütze erblickt jetzt den Zettel und hebt ihn auf, faltet ihn auseinander. DaS Jntereffe ist wachgernfen, erstaunt beginnt er zu lesen: „Gchußzauber! Ein sichere« Mittel zur Kugelabweisung. Die himmlischen und heiligen Posaunen, die blasen alle Kugeln von mir ab- ich fliehe unter den Baum de« Lebens, der zwölferlei Früchte trägt- ich stehe hinter dem Altar der christlichen Kirchen- ich befehle mich der hl. Dreifaltigkeit,- ich verberge mich hinter den Fronleichnam Jesu Christi, auf daß ich von keines Menschen Hand gebunden, nicht gehauen, nicht geschossen, nicht gestochen, nicht geworfen, nicht geschlagen, überhaupt nicht verwundet werden kann. DaS helfe mir Jesu Christ! — So Einer dies bei fich trägt, der ist ficher vor allen Feinden!" Der BüchSler betrachtet diesen seltsamen Zauberfegen und unwillkürlich liest er den Schlußsatz noch einmal. Im selben Augenblick faßt eine Eifenfaust den Wilderer von hinten und reißt ihn rücklings zu Boden. Der Stutzen kollert weg, wehrlos ist der BüchSler, auf den nun der Waldchef da« Gewehr richtet mit der Aufforderung, aufzuftehen und den Gang zum Forstamt anzutreten. Gehorsam befolgt der Wilderer den Befehl und seufzend gesteht er fich selber halblaut: „So dumm war ich noch nie!" „Stimmt!" sagt trocken der Forstmeister und elcortirt den willig fich in daS Unvermeidliche sügende BüchSler nach dem Amte. So hat fich der Schußzauber wahrhaftig bewährt, d. h. im Sinne deS Forstmeisters. 1881 eine ebensolche nach link», 1884 auf Kosten der Mittel- Parteien (Nationalliberale und Liberale Vereinigung) nach recht» und link», 1887 stark recht», 1890 stark links, 1893 etwas rechts erfolgte. Deutsches Reich. Berlin, 7. Juni. Der Kaiser ist gestern Abend 6 Uhr 40 Minuten von «Stettin wieder hier eiugetroffen. Zu der Abend» beim Kaiserpaar im Schloß Bellevue stattfindeuden Tafel war auch StaatSsecretär v. Bülow mit Gemahlin geladen. Heute besichtigte der Kaiser auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam die zweite Garde-Cavallerie-Brigade. Berlin, 7. Juni. Fiuanzminister Dr. Miquel ist bereit» seit Sonntag wieder in seinen Bareauräuweu thätig. Bon seiner Krankheit ist nur noch eine leichte Affectiou der Bronchien zurückgeblieben. Seine Abreise nach Ems zum Kurgebrauch erfolgt nach der am 18. d. MtS. stattfiudeudeu Rückkehr de» Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe. Berlin, 7. Juni. Die Verhandlung gegen die weiblichen Angeklagten im Proeeß Grünenthal findet am 20. d. M. vor der Strafkammer statt. Der Termin der Verhandlung gegen Grünenthal ist noch nicht anberaumt. AusUr«d. Wien, 7. Juni. Die heutige Abgeordnetenhaus- Sitzung begann mit stürmischen Sceneo, hervorgerufeu durch die Deutsch. Nationalen, weil der Präsident dem Abgeordneten Schönerer die Verlesung einer Petition von 2183 deutschen Gemeinden nicht gestatten wollte. Graf Thun hat deshalb die Beantwortung der Interpellation wegen der Grazer Vorfälle auf morgen verschoben. Graf Thun, welcher Vormittags der Sitzung des Executtv-Comitä» der Rechten beiwohnte, wurde später vom Kaiser in besonders langer Audienz empfangen. Washington, 7. Juni. Der Staatßsecretär Day erklärte die Nachricht vouenglischenVermitteluugsversucheu für unbegründet. Rew-Vork, 7. Juni. Depeschen aus Cap Haiti verzeichnen das Gerücht voa einem Kampf zwischen drei spanischen und vier amerikanischen Kriegsschiffen an der Nordküste von Haiti. Cocotes und ^provinzieller. Grunberg, 3. Juni. Sin fatale Ueberraschuug bereitete der seitherige Pächter der in dem einen der Schmidt'schen Häuser am Bahnhofe eingerichteten Wtrthschast vielen seiner Lieferanten, indem er nebst seiner Familie unter Hinterlaffung einer respectablen Schuldenmenge ohne Abschiednehmen sich empfahl. Die verlaffene Wirthfchaft war heute vorläufig zum letzten Mal geöffnet und zeigte besonders am Abend in Abwesenheit de» Herrn Menz noch einmal einen recht flotten Betrieb. Der Genannte hatte bekanntlich auch die Wirthfchaft in der Turnhalle übernommen, der Turnverein ist indeffeu, da Pränumerandozahlung vereinbart war, nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie wir hören, ist Aussicht, daß in Kürze anderweite Verpachtung der „Gastwirth- schäft zum Bahnhof" erfolgt. Grüub. Auz. M------X A - - * Wetzlar, 6. Juni. Ein alte», zu Unrecht ergangenes Urtheil findet heute seine Berichtigung. Im Jahre 1872 hatte das damalige König!. Kreisgericht Wetzlar den au» hiesiger Stadt gebürtigen Rentmeister F. zu Dernburg zu einer Geldstrafe von 150 Mk. verurtheilt, weil er fich angeblich der HeereSpflicht entzogen hatte. Der Aufenthalt des damals Berurtheilten wurde erst in diesem Jahre gerichtsseitig bekannt uod die damals erkannte Strafsumme sollte nunmehr eingezogen werden. Damit war nun aber der Ver- urtheilte ganz und gar nicht einverstanden. Ec erbrachte durch seine Militärpapiere den Nachweis, daß er bereit» im Jahre 1866 beim Kürasfierregimeut Nr. 2 eingetreten und erst im Jahre 1879 abgegangeu ist, seine HeereSpflicht also «ehr wie reichlich erfüllt hat. Gemäß dieser Feststellung wird da» kreisgerichtliche Urtheil von 1872 aufgehoben und der damals Verurtheilte durch einen Freispruch von der wider ihn erhobenen Beschuldigung gereinigt. * Frankfurt a. M., 7. Juni. Große RoseuauS- stellung 1898 au der Forsthausstraß e. Die officielle Eröffnung findet Donnerstag den 9. Juni, Vormittags 11 Uhr, statt und es find bereits au die staatlichen und städtischen Behörden rc. Einladungen ergangen. Die Eröffnung wird durch Concert der Militärcapelle der 13. Husaren eingeleitet. An die Eröffnungsfeier schließt fich ein Ruudgaog unter sachverständiger Führung. B«S 4 Uhr beträgt an diesem Tage der Eintrittspreis 1 Mark, von 4 Uhr ab bi» Abend» 50 Pfg. Abend» ist im Festsaale der Ausstellung große» Banket. Täglich finden von jetzt ab Militärcoucerte statt und die neu errichtete europäische Wasser- bahn ist von Morgen» bi» Abend» ununterbrochen in Betrieb. Die erste größere Festlichkeit ist für Sonntag den 12. Juni augrsetzt und zwar in Form eine» großen Saisoufeste», für welche» bedeutende Ueberraschungeu geplant find. Wir werden auf diese noch zurückkommen. e Ganz neue und eigenartige Postkarten mit Ansicht kommen in diesem Jahre au» Weimar. Die dortige Ständige Ausstellung, welche seit einer laugen Reihe von Jahren die sehr bekannte und auch beliebte „Weimar-Lotterie" veranstaltet, hat einen großen Theil ihrer Loose al» Postkarten mit Ansicht Herstellen lasten. Aus diese Weise kann man mit dem Gruß und dem Zeichen freundlichen Gedenkens dem Freund oder der Freundin mit der hübschen Ansichtspostkarte gleichzeitig die Aussicht und Anweisung auf schöne Gewinne übermitteln. Kommen doch in der Weimar-Lotterie 10 000 Gewinne zur Verloosuug, und dabei Hauptgewinne im Werthe von 50 000 Mk., 20 000 Mk., 10 000 Mk. rc. Die Zieh- ungen dieser Lotterte find noch nie verlegt worden, und so wird auch die erste Ziehung der diesjährigen Lotterie bestimmt vom 11. bi» 13. d. Mt». ftattfiudeu. Wer fich selbst, oder seinen Mitmenschen die AnSficht auf einen solch ansehnlichen Gewinn für die geringen Losten von 1 Mk. sichern wlll, dem kann nur empfohlen werden, fich recht bald eine solche LooS- postkarte mit Ansicht zu erwerben, denn bei dem großen Anklang, den die neue Loo»postkarte — die unter Nr. 87 239 vom deutschen Reich gesetzlich geschützt ist — gefunden hat, dürfte der Borrath bald auSverkaust sein. Nicht verfehlen wollen wir, noch darauf aufmerksam zu machen, daß diejenigen LooSpostkarten oder Loose, welche bei der bevorstehenden ersten Ziehung nicht mit einem Gewinn gezogen werden, auch an der zweiten Ziehung im December Theil nehmen, ohne daß eine Nachzahlung zu erfolgen hat. Mau nimmt also für den geringen Preis von 1 Mk an zwei Ziehungen Theil. ♦ Die Cigarre oll Diebeßfalle. Im Bureau einer Berliner großen Versicherungs-Gesellschaft waren schon längere Zeit fortgesetzt kleine Diebstähle verübt worden, ohne daß e» gelingen wollte, dem Thäter auf die Spur zu kommen. In der Garderobe wurden auS den Ueberziehern der Angestellten Cigarren uod das Nickelgeld auS der sogenannten Billettasche entwendet. Da man nach der Lage de» Raume» einen Aufpafier nicht hinstellen konnte, ohne zugleich den Dieb zu warnen, so saun man hin und her, um ein andere» Mittel zu finden, den Langfinger zu fangen. Endlich wußte ein Arzt ein sehr einfaches und Practische» Mittel anzugebeu. Auf seinen Rath ließ man eine ganze Anzahl Cigarren au- fertigen, deren Wickel mau an der Spitze mit einem harmlosen Anilinpulver bestreute, bevor daS Deckblatt heromgelegt wurde. In die Taschen eine» jeden UeberzieherS wurden einige von diesen Cigarren hineingesteckt, und schon am selben Abend waren wieder einige Taschen leer. Am nächsten Morgen wurden die beiden Personen, auf die fich ein gewisser Verdacht gelenkt hatte, auf ihre Lippen genau angesehen. Wer von den besonders zubereiteten Cigarren geraucht hatte, mußte blaue Lippen haben. Da» war nun zwar bei Keinem von Beiden der Fall, jedoch waren die Lippen de» einen Verdächtigen stark aufgedunsen. Auf die Frage, wie er dazu komme, gab der Manu an, daß er an einer Muod- krankhett leide. Daraufhin schickte mau ihn zu dem Arzte, der da» Mittel angegeben hatte. Dieser untersuchte ihn genau und fand, daß er die Lappen und die Mundhöhle mit einer ätzenden Flüssigkeit stark gerieben hatte. Von der Anilinfarbe selbst war keine Spur mehr vorhanden. Der Pförtner konnte bekunden, daß dieselbe Persönlichkeit fich von ihm Alaun hatte geben laffen. Demnach war der Mann mit der geschwollenen Lippe der Thäterschaft vollständig Übersührt. • Ein deutscher Riesenbau« von seltener Schönheit erhält in dem „Archiv de» Verein» der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg" eine wohlverdiente Beschreibung. Da der herrliche Baum in seinem höchsten Greisenalter steht, so möge Niemand, der nach Neustrelitz kommt, versäumen, ihm einen Besuch abzustatten. Er steht am südöstlichen Saume de» Thiergarten» genannter Stadt an einer wenig besuchten Stelle, weßhalb er bet oberflächlicher Besichtigung des schönen Park» oft übersehen wird. Der majestätische Baum ist eine Hochesche (Fraxinua excelßior), die wegen ihrer Höhe, ihres Alter» und namentlich ihres eigenartigen Wuchses als einer der merkwürdigsten Bäume dieser Art in deutschen Gauen Bewunderung verdient. Der Stamm erhebt fich au» einem Torsmoorboden bi» zur Höhe von 30 Mtr., sein Umfang mißt in y4 Mtr. Höhe über den Wurzeln 7 Mtr. 30 Ctm., in 21 */> Mtr. über dem Boden verschmälert er sich bis aas 4 Mtr. 35 Ctm., um dann in 3*/> Mtr. Höhe unterhalb der Stelle, wo der erste, fast 2y2 Mtr. Umfang besitzende Ast fich adzweigt, wieder auf 4l/a Mtr. anzuwachseu. Die Wurzeln dr» Baumes treten überall au» dem Boden heraus und haben da» Erdreich in einem Umkreis von 36 Mtr. um einen halben Meter emporgehobeu. Da» Auffallendste an der Esche aber ist die gewaltige Ausbreitung ihrer Krone, die, nach allen Richtungen etwa 15 Mtr. ausgedehnt, eine Fläche von etwa 700 Qmtr. beschattet. Sachverständige schätzen daS Alter de» Baumes auf rd. 200 Jahre, was für die Esche als höchstes erreichbares Lebensalter gilt. In der That hat der Baum die Blüthe feiner Lebenskraft längst überschritten, er treibt keine Blüthen mehr, große Aeste verdorren und bald wird dieser wundervolle Baumriese von einem tückischen Sturme gefällt werden. * Kinderarbeit in Loudon. Ein kürzlich erschienenes Büchlein von Frank Hind: „The Cry of the Children“ („Der Schrei der Kinder") gibt über Kinderarbeit in London Aufschlüffe. „Im Ostende der Hauptstadt", sagt der Verfaffer, „sind Kinder noch immer die ausgebeutetsten Lohn- sclaven. Der Schulunterricht hört durchschnittlich im Alter von elf Jahren aus. Da» Kind i*t selbst während der wenigen Jahre, wo es die Schule besucht, genöthigt, nach den Schulstunden zum Unterhalt der Famüie beizutragen. Am schlimmsten sieht es in der Streichholzschachtel-Industrie aus. Das Kind erhält 21/# d. für das Groß, muß aber selbst den Kleister bezahlen. Wenn eine Mutter nebst ihren sieben und neun Jahre alten Kindern von 7 Uhr Morgens bis halb 12 Uhr Nachts arbeitet, so kann sie 1 Sh. 38/4 d. täglich verdienen. Das trockene Brod — denn daraus besteht die Nahrung — muß während der Arbeit eingenommen werden. Gürtel- und Regenschirmmachen wird noch schlechter bezahlt. Für Damengürtel erhält die Arbeiterin P/4 d. für da» Dutzend. Mehr al» 3 4 * * */4 d. die Stunde kann sie nicht verdienen. Der Lohn für das Beziehen von Regenschirmen, die in den Läden für 10 Sh. pro Stück verkauft werden, ist 1 Sh. 7 d. für das Dutzend. Troddeln muffen zu 3/4 d. das Dutzend angefertigt werden. Dütenmachen bringt auch nicht mehr ein. Für das Gros großer, steifer Düten erhält der, der sie macht, 3/4 d und 1 Sh. 3 d. für das Tausend kleiner Düten. Sackmachen bringt >/4 d. per Sack ein. Der Arbeiter hat sein eigene» Garn zu liefern. Künstliche Blumenmacherei wird auch erbärmlich gelohnt. Der übliche Preis für ein Gros Veilchen beträgt P/s d. und der für । bas Gros Rosen 21/, Sh. Bei den Möbelmachern stehen die Verhältniffe nicht viel bester. Ehe die russischen Ein- ) Wanderer in Concurrenz traten, konnte ein Möbelpolirer 128 Sh. die Woche verdienen. Jetzt verdient er höchsten» 14 Sh.“ Jedenfalls ist die englische Fabrikgesetzgebung noch großer Verbesterung fähig. • Pasteurs erster Patient war ein Schäferjunge Namens Jupille; an ihm hat der berühmte Forscher zuerst seine Impfbehandlungen der Hundswuth erprobt. Im Alter von 14 Jahren war Jupille zweien Kindern zur Hülfe geeilt, die von einem tollen Hunde angefaüen wurden, und trug selbst eine schlimme Bißwunde davon. Er wurde dann später Hauswart im Pasteur-Jnstttut zu Paris, wo er jetzt noch immer eine berühmte Persönlichkeit ist, die von jedem Besucher des weltbekannten Hauses in der Rue Dutot angesprochen wird. Er ist jetzt 29 Jahre alt und seit einigen Jahren verheirathet, ist ein Muster von Gesundheit und zeigt mit Stolz die silberne Medaille auf seiner Brust, die ihm für den bei jener That bewiesenen Muth verliehen wurde. In Pasteur hat Jupille stet» feinen Lebensretter verehrt, und er pflegt, indem er die von Truffaut gearbeitete Gruppe an der Vorderseite des Gebäudes erklärt, wo er im Kampfe mit dem tollen Hunde dargestellt ist, zu sagen: „Ohne ihn wäre ich nicht mehr am Leben." Pasteur schickte seinen ersten Patienten zunächst zur Ausblldung nach GarcheS und besorgte ihm dann später seine Anstellung am Institut. * Zur Pariser Weltausstellung, lieber die Zusammen- setzung her CollecttvanSstellungeu der verschiedenen deutschen Industriezweige auf der Pariser Weltausstellung von 1900 hat der RetchScommiffar für die Ausstellung, Geheimrath Dr. Richter, ein Schreiben erlaffen, in dem er den maßgebenden Körperschaften und Fachveremeu die nöthigen Anweisungen giebt. ES heißt darin u. A.: „Bei der Organi- fation der Collectivgruppen wird besonderer Werth darauf zu legen fein, daS wiederholte Vorführen gleichartiger Gegenstände möglichst zu vermeiden und bet der Auswahl der Schaustücke mit großer Vorsicht und Sorgfalt zu verfahren. Wenn auch die Zurschaubringung der für den Export besonder» n Betracht kommenden marktgängigen Erzeugnisse im Jnterefie der Darb etung eine» möglichst abgerundeten Bilde» der deutschen Production auf dem betreiben Gebiete nicht zu um- gehen sein wird, so wird anbererfelt» doch ein zu starke» Hervortreten dieser minder werthvollen Erzeugniffe vermied, n, dagegen darauf Bedacht genommen werden müfien, die höchsten Leistungen der Branche in wustergiltigen Objecten und möglichst anziehender Form dem Beschauer vor die Augen zu führen." * Mit einer halben Million Francs durchgebrauat ist, wie aus Paris vom 1. Juni gemeldet wird, der (Soffter Bousquet, der bet der Filiale der „Socfälä gäaärale" in Nizza angestellt war. Der Abgang wurde am PfingstdienStag zu Beginn der Gefchäft»stunben conftattrt. Man schöpfte nämlich auS dem Nichterscheinen BouSquetS in den Bureau» Verdacht und öffnete die ihm anvertraute Kaffe. Der erst 24 jährige Dieb war früher beim „Crädit LyonaiS" angestellt und ist fett 3 Jahren Beamter de» Haufe». Sein Vater Ist Arzt, einer feiner Brüder Marineoffizier. Da» Signalement wurde sofort nach allen Richtungen gedrahtet, doch hat der Dieb, da während der Pfingstfeiertage die Bank geschloffen war, bereit» einen bedeutenden Vorsprung gewonnen. • Wie die Trauerweide nach Europa kam, erzählt ein Botaniker au» der belgischen Stadt Gent. Die Trauerweide, diese beliebte Zierde der Friedhöse und ein Baum, der besonder» den Ufern stiller Weiher und Seen einen reizvollen und eigenartigen Schmuck verleiht, ist nicht ein Kind Europa», sondern stammt au» Persien. Ueberhaupt waren von dem Baum, deffen männliche und weibliche Blüthen aus den getrennten Individuen wohnen, bi» vor Kurzem nur weibliche Exemplare bet uns vorhanden, die sämmtllch von einem einzigen Reis stammen sollen. Eine» Tage» erhielt nämlich der englische Dichter Alexander Pope ein Körbchen mit Feigen auß Persien gesandt. Er bemerkte an einem der Weideuzweige, au» denen baß Körbchen geflochten war, einen jungen Trieb und löste baß Reiß heran» und pflanzte e» ein. Au» ihm erwuchß die erste Trauerweide in Europa, und zwar eine weibliche. Neuerding» find bann auch männliche Trauer- weiden au» ibrem Heimathlande zu un» eingesührt word-n. jEiteratur und Kunft. — In Ravenstein» Radfahrerkarten-Berlaq, Frankfurt a. M, 2Btrl«nbftr«6e 31, erschien vor Kurzem: Radfahrer- karte vom Regierungs-Bezirk Wiesbaden (Taunu», Westerwald, Lahn- und Stegthal). Matzstab 1:170000. PretS: Aufgezogen auf Leinwand in Taschenformat 4 Mk., welcher demnächst Radfahrerkarte von Oberheffen (Vogelsberg, Wetterau, Kinzigthal und Rordfpefiart), Radfahrerkarte von Starkenburg (Rhein- ebene, Odenwald, ©peffert), Radfahrerkarte der bayerischen Pfalz und von Rheinhessen (Rordvogefen, Haardt, Donner»- berg und Soonwald) in gleichem Matzstabe folgen. Die Karten entsprechen allen Anforderungen, die man an derartige Olteottrung»- mittel zu stellen gewohnt ist und bürflen sich demzufolge binnen Kurzem viele Freunde erwerben. Universität- - Nachrichten. Würzburg. Im Hörsaal de» kunstgeschichtlichen Institut» der Universität begann gestern der dritte bayerisch-hessische archaeo- logische Cur», an dem etwa 30 Docente» höherer Lehranstalten tbetlnehmm. Für Bayern hat die Leitung Profefior Sittl, für Hessen Geh. Oderschulrath Sold an übernommen. Jena, 6. Juni. Der Kösener 8.-6. (Smtoren-Verband deutscher Eorpsstudenten) beschlotz in seiner Psingstlagung, ia corpora dem .Deutschen Flottenverein" betzutreten mtt einem Jahresbeitrag von mindester» 2 Mk., wodurch bet Verein eine Verstärkung von reichlich 2000 Mitgliedern und eine jährliche Zuwendung von mindesten» 4000 Mk. erhält. Die Tagung war von etwa 450 activen und Inactioen CorpSstudenten und alten Herren besucht. Ein Der- tretet de» ostmärkischen Corps „Gothta" in Innsbruck erklärte, daß auch die auherhalb der Reichsgrenzen stehenden CorpSstudenten dem Beschluß der Reichsdeutschen folgen würden. Vorsichtig sollten die Hausfrauen beim Einkauf von Wichse sein, da nicht alle Fabrikate so rasch schönen Glanz erzeugen, wie KrebS-Wichse. Die grünen Dosen werden vielfach nachgemacht und achte man daher genau auf den Namen KrebS-Wichse. 5354 Ä&M. irrHr ■ ■**•<*5; * wÄ*R «•ffd*51 und Uif • ^^splochy M« Md^ ? ®< di-L s ? tol* toutb, ? **«0 .L"" *« J;!w A oh, ft^idte fpintn «4' ?Ä-Ä 7 •b» tuiwii» ^bkanfM^gj “ «lafjto, In iw „ l# »muui Hi iMj™ 11 u. 8.: ,8d bttOijinj, befonberer Seit) dm, Wto gltHirtigtr 6(j(c, 'n dn«lltn>ahl dtt^w 8^ zu verfahren. Hn c teo ®jport besMi r ° Wagnisse im Aach gtrunbtttnBilbtl bokn- iben Sebtele nidjt rieitl bot ein jnta »Den SrzeuMvM°, werben müflen, bi, Wei iltigen Objecten nnb ity bauet vor die Bugen p freuet burchgckm! ift, emcltet wirb, ber Loisier ,6oci6i6 geaeroli' in I würbe am Pfinzstbienltnz consrann. Man schSsfle ouiflaßt in ben Bureani man« Rafft. Der erst keiii tyonaiS* angestellt Hanfe», Sein Later ist M. Y)at5ignMtnt zrbrahtet, bot :cgt die Ban! zeWoffen Sprung gewonnen, tntipa ton, nM ein ibt •ent. Die W inebhöfr nnb ein Lm, rrher nnb Seen einen ch el* ,6 * d" * ,fa. Uib*upt *! nni eW »M-»« B bil toi 8«i« "" »• »"»' mb„ W ein 8* Sr bannt« »° d"»'“ MH B-«7 *,* ittf; gsss d Runst IJÄ < b'L M- Üda-°^s«!ok0,'^! i(in« dnnB u dn^S td) *Kg, Kurhaus-Verpachtung zu Bad Salzhausen in der Wetterau. Die Restauration und Logierwirthschaft in dem geräumigen, 65 vermiethbare Wohnräume enthaltenden Kurhanse z« Salzhausen nebst zugehörigen Oeconomiegebäuden, einschließlich des nahe dabei gelegenen zweistöckigen Wohnhauses Nr. 3, mit dem daranstoßenden, großen Garten, mit Ausschluß jedoch der zu diesem Hause gehörigen Scheuer, sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots vom 1. März 1899 ab auf 9 Jahre anderweit verpachtet werden. Auf Wunsch können von dem unter Verwaltung der Badedirection stehenden Acker« und Wiesengelände, die zum Betrieb einer kleinen Milch- und Landwirthschaft erforderlichen Grundstücke dem Kurhauspächter aus der Hand verpachtet werden. Gebote wolle man längstens bis zum 31. Juli 1898 verschlossen und unter der Aufschrift: „Submission auf die Kurhauswirthschaft zu Salzhausen" frankirt bei unterfertigter Stelle, daselbst auch die Sub- missions- und Verpachtungsbedingungen, welchen sich die Submittenten zu unterwerfen haben, eingesehen werden können, einreichen. Die Eröffnung der Offerten findet Montag den 1. August 1898, Vormittags 10 Uhr, in Gegenwart der erschienenen Submittenten statt. Abschrift der Bedingungen wird gegen Mk. 1.— Copialgebühr auf Wunsch mitgetheilt. Salzhausen, am 30. Mai 1898. Großherzoglich Hessische Badedireetion Salzhausen. ______________ _____Schnittspahn. 5560 EiilpMungen Ital. Rothwein per Flasche 60 Pfg., Marca Italia ___per Flasche 90 Pfg., IW garantirt rein -HCl empfiehlt 5187 Louis Lind, Kircheupl. 10. Flaschenbier, | aus der Brauerei Bichler, hell und dunkel, empfiehlt Carl Retter, Lindenplatz, Ecke Wallthorstraße. 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