und tand. gestern er- len. :stand. ssen unseres wird fein gestern er- 2436 1583 cht eher esden» . „*** des S^rn xh-ndln"^^t5 LZorft-^ Nr 57 Zweites Blatt. Mittwoch den 9. März 1898 Grschetttt ttßNch mit Ausnahm« bei M-nia-r. Die Omaner Werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aervg-Preö- vierrd-rlich 2 Mart M yjg. Dumotü^ 76 Pfg. mit KrwHerloh». Bei Pastbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. U»««hme »»zeigen z» der Nachmittags fit dm folgenden Lag erscheiumdm Nummer bis Darm. 10 Uhr. General-^Heizer MK Unzeigen.BermittluugSstellm 1 In- und Auslände« «ehmm Anzeigm für am Gießener Anzeiger ntgegea. An»tr< und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. MebocMo«, Offpeditisn mb Druckerei: -ch»kßr»«e Ur. 7. Gratisbeilage: Gießener Famllienblätter. ----- -■ ■ ----- 1 1 --------SS abreffe für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtliche» Theil. Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eine« Kreisstraßeuwarts mit dem Sitz in Gießen oder Wieseck soll bi« zum 1. April l. I. wieder besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bet dem Kreisstraßen- «etller venßselber in Gießen bis längsten« 19. März l. Js. schriftlich eiuzureicheu, wobei Alter, Wohnort uns seitherige Beschäftigung unter Beifügung etwaiger Zruguiffe über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art avzugebeu find. Gießen, den 5. März 1898. Der Kret«au«schuß de» Lkreise» Gießen. ___________________d. Bagern.____________________ Bekanntmachung. Der Ortigewerdeoereia zu Butzbach oeabsichtigt, mit der im Sommer l. I». dortselbst stattftodenden Gewerbeau«stellung für die Provinz Oberhefseu eine Berloosung von Kunstgegenständen, HauSgeräthschasten, HauShaltungSgrgenständen u. dgl. zu verbinden, um die Mittel zur Prämiirung zu gewinnen. Großherzogliche«'.Ministerium de» Jauern hat die vach- gesuchte Erlaubniß zur Veranstaltang dieser Berloosung unter der Bedingung ertheilt, daß bi« zu 30 000 Loose zu 1 Mk. daS Stück ausgegeben werden dürfen und mindesten« 60 pCt. de« Bruttoerlöse« au« dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewiaugegenständen zu verwenden stad. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthu« gestattet worden. Gießen, den 5. März 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gayern. Bekanntmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Februar 1898 für den Lieferungsverband -Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 16,90, Heu Mk. 7,40, Stroh Mk. 5,50. Gießen, den 4. März 1898. Großherzogltche« KretSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddingshausen. In der Zeit vom 9. März 1. I. bis eiuschlietz- lich 15. März l. I liegen auf dem Amtszimmer der Großherzogltchen Bürgermeisterei Rüddiugshausen folgende Verzeichniffe zur Einsicht der Betheiligten offen: 1. das Geldausgleichungsverzeichniß über den Zuviel- oder Zuwenig-Empfang an Geländewerth, 2. das Geldausgleichungsverzeichniß über den Zuviel- oder Zuwenig-Empfang an Obstbaumwerth, 3. ein Verzeichniß über zu gewährende Vergütungen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Aus- schluffes innerhalb oben angegebener Frist bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Rüddingshaufen schriftlich einzureichen. Friedberg, den 3. März 1898. Der Großherzogliche Bereinigungs Commiffär: Dr. Göttelmann, Regierungsrath. a2<2 Die Ministerkrifis in Oesterreich. Al« Sude November v. I«. das Cabtnet Badeni gestürzt wordeu war, da übernahm der bisherige Unterrichts- Minister Freiherr v. Gautsch die Neubildung deS Ministerium« und sührte dieselbe auch aus, so daß die mtntsterlose Zeit nicht lange dauerte und nach wenigen Tagen da« Cabinet dem Kaiser Franz Josef den Eid leisten konnte. 6« war ein gefährliches Erbe, welche« Herr v. Gautsch damals übernahm- die nationalen Gegensätze waren ausS Aeußerste angespannt- wilde Kämpfe im Parlamente gingen voran und in den Straßen Wiens verübte daS Volk Tumulte, die an Aufruhr grenzten. Weit über die Grenzen der schönen Douaustadt hinaus herrschte bange Sorge um das Geschick deS österreichischen Katserstaat«, der in allen Fugen krachte und in Stücke zu bersten drohte. Graf Badeni hatte mit seiner verfehlten Politik da« Reich an den Abgrund gebracht, und es war die höchste Zett, als da« kaiserliche Handschreiben publizirt wurde, welches den Grafen seiner Stellung enthob und den UvterrichtSmtuister Dr. v. Gautsch mit der Cabtnet«- btldung betraute. Der neue Ministerpräsident war wohl der einzige, der sich dem Badeni'schen Treiben gegenüber ablehnend verhalten hatte und den die Deutschen aceeptiren konnten. Er war früher Director des Theresianum» tu Wi^n gewesen und galt al« etu vom Glück begünstigter Schützling hoher Kreise. Im Jahre 1885 trat er in das Cabinet Taaffe al« UnterrtchtSmiuister ein, erwte« sich jedoch a.s ein gescrmeidtger, lavtrender Mann und verlor so ziemlich das Vertrauen aller Parteien. Mit Taaffe zog er sich im Jahre 1893 zurück, wurde aber von Badeni zwei Jahre später wieder in» Cabtnet berufen und galt in demselben al« Vertrauensmann der Deutschen, obgleich e« mit seiner Deutschfreuvdlichkeit nicht allzu wett her war. Wie schon gesagt, war die Aufgabe, welche Gautsch Ende vorigen Jahres Übernahm, riesenschwer - fie gehörte zu den schwierigsten, welche jemals einem österreichischen Minister erwachsen find. Und schon bei seiner Berufung haben wir ernste Zweifel gehegt, ob er seinen Verpflichtungen gerecht werden könnte, denn an die Stelle, welche er eivnahm, gehörte nicht etwa nur ein begabter und pfltchtgetreuer Mann, sondern eine mit außergewöhnlichen Eigenschaften aa»gestattete Persönlichkeit, welche zielbewußt, nicht nach rechts und nicht nach links schauend vorgehen mußte, energisch und stet» sofort daS Richtige treffend. Daß Freiherr v. Gautsch dieser Mann nicht war, das haben die Ereigniffe der letzten drei Monate bewiesen, daS zeigt sein Rücktritt. An Anstrengungen, daS Bersöhuung-werk zu vollbringen und die Jntereffen der Deutschen und Czechen zu vereinigen, hat er e« nicht fehlen laffen- aber fie blieben fruchtlos, und von einer Berbefferung der Lage kann bisher keine Rede sein. Ende vorigen Jahres kam e« sogar zu offenem Aufruhr in Prag, sodaß daS Standrecht proclamtri werden mußte, wa« die nationalen Gegensätze nur noch verschlimmerte. Seitens der Prager Polizei wurde das Verbot des Farbeu- trageu« erlaffen, und hieran knüpfte fich die Bewegung an den deutschen Hochschulen, welche nicht auf Prag beschränkt blieb, sondern fich über ganz Oesterreich erstreckte. Anstatt die Verfügung der Prager Polizeibehörde sofort rückgängig zu machen, zögerte Frhr. v. Gautsch mit dieser Maßregel immer wieder, in der Befürchtung, eS ganz mit- den Czechen zu verderben, und hat damit bewirkt, daß geregelte Zustände an den Univerfitäten und Hochschulen Oesterreichs auch heute noch nicht herrschen. Freilich ist in diesen Tagen jene Polizei- Verordnung, welche da« Verbot de« Farbentragen« au«- sprach, aufgehoben worden, aber die Maßregel kam viel zu spät. Die Hauptaufgabe Gautschs war jedoch, die Badeni'sche Spracheuverorduuugeu zu beseitigen, und eine Neuordnung der Gprachenfrage der Böhmen und Mähren vorzunehmen. Die in diesen Tagen erlassene neue Sprachenvrrordnung ist dem Wortlaute nach noch nicht bekannt, dieselbe ist auch nur Kmilleton. Frankfurter Theaterbrief. (Origimübericht sür den »Gießener Anzeiger-.) (Nachdruck verboten.) Ewige Liebe, Schauspiel von Hermann Faber. Dr. M. Hermann Faber ist Pseudonym für Goldschmidt, Name eine« Frankfurter Schriftsteller«, der bereit« mit einigen Dramen an die Oeffeutlichkeit getreten ist. Da er da« vierzigste Lebensjahr noch nicht erreicht hat, läßt sich von der Möglichkeit einer Weiterentwicklung mit gutem Grund reden, zumal da« in Frage kommende Schauspiel, welche» man in Frankfurt jetzt sehr oft auf dem Spielzettel fieht, nicht nur wirksame BÜHneuscenru. sondern den Ansatz zu ernsten Leben«- Problemen In fich birgt. Der Titel „Ewige Liebe" soll die tragische Ironie aosdrücken, die darin liegt, daß der junge Mensch auf Gefühle, die er im Mai de« Lebens hegt, die Zukunft feine« Leben« g'ünden will und im ersten FrühlingSrausch der Liebe Versprechungen gibt, die er spater nicht halten kann oder nur mit innerem Widerstreben hält. Wem wäre au« seinem engeren oder weiteren SrfahrungSkreise nicht schon da« Ber- häugnißvolle der langen vrautschaften und der Studeuteu- verlobuogen zum Bewußtsein gekommen! In den seltensten Fällen führen fie zum Glück. Mit einem solchen Fall haben wir e« in dem Faber'schen Stück zu thun. Walter S ch u b a r t, von der Gattung der Stimmuvgsmenscheu und der leicht in EnthnfiaSmu» zu versetzenden Schwärmernaturen — Herr Barthel spielt die Rolle — har fich bereit« al« Student mit einem jungen Mädchen Martha Dörnach (Frl. Boch) verlobt. Al« da« Schauspiel beginnt, hat er gerade eine Anstellung al« Gymnasiallehrer in drm Städtchen Weilberg erhalten und könnte die nun heimsühren, welche auf ihn fieben lauge Jahre in Treue und Sehnsucht gewartet hat. Aber inzwischen ist ein anderer Stern an seinem Lebenshorizont aufgegangen: Clärchen Spohr (Frl. Landori), eine angehende Biolinvirtuofin, ein frisches Künstlertemprramevt, das in seiner sprudelnden Lebhaftigkeit und künstlerischen Elasticität der etwas schwerfälligen und provinziell angehaucht-nMartha ästhetisch weit überlegen ist. Der Musikmeister Friedrich Führ in g, ein Original erster Güte, dessen Ehrlichkeit stets in Grobheit aukartrt und der deshalb auch keine CarriZce machen konnte, vermittelt den Verkehr zwischen Schubart und Clärchen. Letztere ist seine Schülerin, die ihn durch ihr Talent und ihre Anhänglichkeit für den mangelnden Beifall der großen Welt entschädigt. Dieser Führing ist sür einen Characterdarsteller eine unbezahlbare Rolle- sie befindet fich in Frankfurt in den Händen drö Herrn Bauer. In Walter Schubarts Seele streiten fich Vergangenheit und Gegenwart. Seitdem er die Gewißheit gewonnen, daß er von Clärchen wiedergeliebt wird, faßt er jeden Tag den Entschluß, seiner Braut abzuschreiben, verschiebt ihn aber immer wieder, bis sein Schweigen, fein Zögern, nach Weilberg abzureisen, die ©einigen mit Besorgniß erfüllen, und eine» Tages seine Braut in Begleitung ihrer verheiratheten Schwester und deren Mann bei ihm erscheinen. Da« Ehepaar Renuinger, gegeben von Herrn Szika und Frl. Klinkhammer, trägt zur Färbung de« ganzen Bilde« wesentlich bei. Er hat fich mit der Heiligkeit der Ehe in der Weise abgefuuden, daß er nach außen hin seine Schuldigkeit als Familienoberhaupt erfüllt, fich nur dann und wann durch kleine Reisen nach Berlin von der Monotonie de» Ehestand» und de» Leben« in einer kleinen Stadt „auffrischt". Nach solchen kleinen Geschäftsreisen ist er dann immer doppelt liebenswürdig zu Hause, und seine Gattin gehört zu den klugen Frauen, die fünf gerade sein laffen und sich mit dem Gedanken trösten, daß fie in der Gesellschaft doch al« „Frau" dastehen und ihre Kinder haben. Mit ihrem Manne stimmt fie jedenfalls darin überein, daß Martha den Bräutigam, der „ausbrechen" möchte, auf keinen Fall freigeben dürfe, sondern beim Worr hallen müsse. In der Aussprache, die zwischen Walter und Marlha stattfindet, könnte die Tragik großen Stil» einsetzrn, — aber eS kommt unhr zu einer Rührsceue, in der beide Theile eine bedauernSwerthe Rolle spielen. Wenn der wenig gewiffevhafte Rrnninger seinem Schwager in spe den Text lieft und ihm sagt: „Magst Du Dich vun in eine Andere verliebt haben obtr nicht, Deine Pflicht ist eS jedenfalls, Martha zu hetrathen und fie nicht fitzen zu laffen, die um Deinethalben ihre Jugend verwartet hat", so ist daS gar philisterhaft gesprochen, aber eS steckt doch tiefere Wahrheit darin, als man vielleicht anfangs zu- geben möchte. Je eindrucksfähiger der Mensch, desto größer die Chancen, daß ein neuer Eindruck den älteren verdunkelt und vertreibt. Wohin sollte e« thatsächlich führen, wenn ein gegebene« Versprechen vor einer neuen Neigung in alle Winde flattern müßte! ES mag ja sehr schwer sein, Begriffe wie „Pfl cht- und „freie Neigung" in Einklang miteinarder zu setzen, aber nicht nur die äußere Sitte, wie fie in Faber« Schauspiel „Renninger" vertritt, sondern auch daS höhere fittliche Bewußtsein erheischt, daß ein solcher Einklang wenigstens angestrebt'wird. In der „Ewigen Liebe" wird am Ende die Lösung de« Conflict« durch Ciärchrn herbeigesührt, deren Natur da« Bindende in den Liebesbeziehungen al» hemmende gefiel ihrer Künstlerindividualität empfindet. Walter ist für fie schon ein Stück „Vergangenheit", welcher fie den Traum ihrer werdenden Talententfaltung, ihrer Triumphe in den Concert- Mn nicht opfern mag. „Ich glaube," sagt fie ihm, „Du hast mich furchtbar überschätzt. Ich hätte wirklich nicht so sür Dich sorgen und leben können, wie fich'« für eine gute deutsche Hausfrau ziemt. Da wüßr' ich Dir eine viel bessere I" Der Autor läßt die Möglichkeit der Rückkehr Walter« zu Martha durchblickeu. In Wahrheit regt da« Stück weit mehr Fragen an, al« solche die Handlung entwickelt. provisorisch, da die Regierung anerkennt, daß die definitive | höher, nämlich 189, davon fallen auf Lungenentzündung 86, , z-w. , r t. « m. r.- i _ - — —C. ' Ä.,C (RwißfiifTinhrmhiittn itnh 103 IITth R g'ltirig der Svracheofrage du-ch ein Gesetz erfolgen muß. im ersten Lebensjahre: 282=20% steckungrstoffes aus einem Nachbarorte. heilen find zu nennen 4 an Rose und 1 an Syphilis. An Am andern Tage war das Röhrchen mit eine« prachtvollen immer noch 180,000 bis 200,000 Mk. mit zusammen 173 war dieselbe für 1897 wieder etwas an: Besfingen 2 Kinder einer Familie innerhalb weniger Tage zu Grunde gegangen, inficirt durch Verschleppung des An- M // noch bei: ES 1 Erkrankungen des Wochenbettes starben 11 Frauen gegen 15 in 1896. Die Sterblichkeit an der für die Culturländer verheerendsten ansteckenden Krankheit, nämlich an Tuber - culose hat gegen die früheren Jahre keinen nennenswerthen Rückgang erfahren: es starben im diesseitigen Kreise an Lungen-Tuberculose (Schwindsucht) 187 und an Tuberculose anderer Organe 65, zusammen 252, und nach Abzug von 17 Kreisfremden 235 oder 30 von 10000 Einwohnern; erzählte jüngst sein Neffe Herr P. W. Hofmann: „Im Von Todesfällen an nicht epidemischen Jnfectionskrank- I Jahre 1856 wurden im Laboratorium meines Onkels A. W. ~ i I von Hofmann, der auf den Ruf deS Königs von England nach London gekommen war, Arbeiten auSgeführt, die für auf Katarrhe, Brustfellentzündung und Influenza 103, und zwar lieferte der Monat April, in welchem wir an 16 Tagen nördliche Winde, 16 Tage mit Regen und stürmischem Wetter sowie starke Temperatur- und Barometerschwankungen hatten, die meisten Sterbefälle dieser Art. Auch die Zahl der an Gehirnschlagfluß verstorbenen Personen war gegen die Vorjahre erhöht, sie betrug 54 gegen 45 in 1896, an Herzerkrankungen starben 67 (64) an Magendarmkrankheiten 46 (36), an Abzehrung der Kinder 11 (14), an angeborener Lebensschwäche und Bildungsfehlern 47 (41). Bei 85 Sterbefällen waren bösartige Neubildungen, Krebs-Geschwülste u. a. Todesursache, wovon 28 als dem Kreise nicht angehörig in Abzug zu bringen sind, welche in den Kliniken verstorben sind; 213 Personen sind der Altersschwäche erlegen. Eines gewaltsamen Tod'es starben 46 (54), zehn Kreisfremde und 36 Ansäßige, von diesen 17 durch Verunglückung, 13 durch Selbstmord und 6 durch Mord oder tödt- liche Körperverletzung. Eine Vergleichstabelle über die Todesfälle an epidemischen Krankheiten in dem letzten Decennium fügen wir zum Schluffe unseres Vorschuß- und Eredit-BereinS (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) ist, erhellt auS der fertiggestellten Uebersicht, nach welcher die Einnahmen die Höhe von 14,906.066 Mk. 4 Psg. erreichen. Dem weit ausgedehnten, umfichtig geleiteten Geschäftsbetrieb entsprach auch der Reingewinn, der die Höhe von 48,895 Mk. 44 Pf, erreichte. Die zu vrrtheilende Gewivndividende wird etwa die gleiche sein wie voriges Jahr. — Rach einer dem Stadt- ktrchenvereinSvorstand gewordenen Mutheilung hat Großh. Ministerium der Firanzen verfügt, daß der Stempel für mn wrnerrs vnounp, uiv uu» im, v« . die ausgegebenen «lrchenbauloofe nach dem Satz von 5 p6fi Onkels folgend, Jntrachlorkohlenstoff mit Anilin in einem ; berechnet werden sollen. Unserem Kirchenbauoerein fließe» . . ----- * — I on nnn ernt —fc, Es fehlen am BausondS A Bon der Ohm, 7. März. Während man aus an* deren Gegenden von sehr hohen Holzpreisen zu berichten weiß, trifft daS für unsere Gegend nicht nur nicht zu, sondern die Preise für daS Brennholz find im Allgemeinen so billig, wie fie billiger seit dem letzten Jahrzehnt thatsächlich nicht gewesen sind. Bei den Brennholzverstefte- rangen in den Freiherrlich Riedesel'schen Waldungen, welche Ende der vorigen Woche stattgefuuden, kosteten im Durchschnitt vier Raummeter Buchenscheit 20 bis 22 Mk., vier deSgl. Buchevprügel 15 bis 17 Mk, der Raummeter Buchen- reifig 80 Pfg. bis 1 Mk. Die Nachfrage nach Brennholz, ist eben nach dem diesjährigen Winter keine so dringende, wie in anderen Jahrgängen. Auch ist der vorhandene Brennholzvorrath in den Waldungen ziemlich reichlich. Lauterbach, 4. März. Die seither unter der Firma G. C. Krömmelbein hier betriebene Brauerei ging heute mit sammtltchen Activen und Paffivrn, sowie nebst allen sonstigen Liegenschaften deS seitherigen Besitzers, Herrn Johannes Krömmelbein V., durch Kauf gegen eine baare HerauSzahlung von 110000 Mark an dir Freiherrlich Rtedesel'sche Sammtfamilie über. Darmft. Ztg. § AuS Oberheffeu, 7. März. Ein Hauptfactor der Hausindustrie war früher die Lein Weberei. In den meisten ländlichen Haushaltungen wurde der selbstgezogene Flachs nicht nur selbst gesponnen, sondern auch selbst zu Tuch verwoben. Mir der Entstehung der mechanischen Webereien in großen Fabriken aber entstand der Hausindustrie rin diese besiegender Eoncurreut. Der Landwirth vermochte daS Tuch- viel billiger zu kaufen, als ihn selbst die Herstellung kostete bei noch so billiger Berechnung deS Webelohne». Infolge- deffen wurde die Flachszucht eingeschränkt und fie wird jetzt nur noch ausnahmsweise auSgeübt. Damit verschwanden auch dir Webstühle aus den Familienstuben und nur selten erblickt man noch ein solche» Ungethü«, daS oft über ela Jahrhundert alt ist. Daneben lernt die Jugend da» Weben nicht mehr wie ehedem, wo e» fast jeder Landwirth verstand. Ausnahme machen nur die Orte, wo die HauSweberei fich auf da» Herstellen von Bettzeugen beschränkt, wozu die Garne seitens der Arbeitgeber geliefert werden. In diesen Orten, wie z. B. in Groß-Eichen, ist die HauSweberei noch mehr anzutreffen. Hier arbeitet man auch nicht mehr auf den Webstühlen au» vermärzlicher | Zeit, sondern auf neueren, ein rascheres Weben ermöglichenden sogenannten Bchnellschoffen. Die HauSweberei von Leinen hat nun in letzterer Zeit etwas Auffrischung und Belebung erfahren durch den außerordentlich billigen Preis de» baumwollenen Garnes. Während diese» früher meist nur al» Einschlag benutzt wurde, nimmt man e» jetzt als Zettel. Da» ! baumwollene Garn ist fester, al» da» FlachSgarn, bricht dem- nach nicht so leicht und läßt fich sehr gut verweben. Da» mittelst baumwollenen Zettel» und leinenen Einschlag» hergestellte Tuch ist sehr schön und haltbar und billig, drei Factoren, die die HauSweberei wieder etwa» aufleben lassen. n. Friedberg, 4. März. Wie groß der Geschäftsumfang Farbstoff angefüllt. Unvergeßlich ist mir der Augenblick, al» mein Onkel den Farbstoff betrachtete und auSrief: etwa» Schönes sah ich nie. Wenn der Farbstoff nur färbt!* Da gerade seine junge Fran mit einem Hute mit seidenem Bande neben ihm stand, so wurde sofort ein Stück davon abgeschn'tten und in den Farbstoff getaucht, der dann alle Erwartungen Übertraf. So war da» Fuchsin gefunden. Sine Stunde später fahr mein Onkel nach Pari», um der Aca» demie fran^aise feine Beobachtung miizutheilen." •• Warnung vor einem Zndnstrieritter. In Brüssel hat fich vor einiger Z.-it ein Sohn de» Inhabers der Amsterdamer Firma „Stehl Wzn." oder „W. H. Giehl, Sohu von W. H. Stehl", vor der auf Deranlaffung der niederländisa.en Polizeibehörden öffentlich gewarnt worden ist, unter der F'im „Guillaume Stehl fils“ niedergelassen. Er bereist Deutsch- land, um Einkäufe auf Credit zu machen. Auch schriftl'.ch von Brüffel au» macht et in Deutschland Bestellungen, verschiedene deutsche Häuser, geben an, von ihm geschädigt worden zu sein. ES wird behauptet, daß er die für ihn etntieffenben Waaren sofort veräußern läßt. Er soll mittellos sein, so daß Zahlung auch im Klagewege nicht von ihm zu erlangen ist. Neuerdings scheint er nach London übersiedeln zu wollen. Der deutschen Geschäftswelt muß dringend zur Vorsicht gerathen werden. •• „Ich schneide Dir die Ohre» ab" — daS ist eine sehr verbreitete und meist scherzhaft gemeinte Redensart, der man oft keine Bedeutung beilege. Daß fie aber doch auch al» Bedrohung aufgefaßt werden kann, da« haben zwei junge Leute tu Wiesbaden erfahren müffen. Der „Rh. K." meldet darüber: Die Gebrüder B., junge, früher hier io Eondition stehende Handlungsgehilfen, erhielten eine» Tage» auf Grund eine» derartigen, de« drei Jahre alten W'ih. St. gegenüber gebrauchten Zuruf» eine Anklage wegen Bedrohung mit einem Verbrechen. Da» Kgl. Schöffengericht verhängte auch über jeden von ihnen 3 Mk. Geldstrafe, tie Kgl. Strafkammer aber kaffirie auf die Berufung des einen bezüglich feiner diese» Urtheil, indem fie auf kostenlose Freisprechung erkannte. Trotzdem bleibt die Sache intereffant und mittheilevswerth. Zusammen: 1407 Die Sterblichkeit der Kinder überhaupt war in den I beiden letzten Jahren ziemlich gleich hoch 474 m 1897 gegen 481 im Vorjahre; Säuglinge im ersten Lebensjahre 282 I sind 30 mehr gestorben als in 1896, hauptsächlich infolge I von acuten Krankheiten der Lungen und des Magendarm- kanales, in der nächsten Altersklaffe von 1—15 war die Zahl der Todesfälle im Berichtsjahre mit 192 um 37 kleiner als in 1896, weil in letzterem mehr Kinder über 1 Jahr an Diphtheritis und Masern gestorben waren. Den acuten Jnfectionskrankheiten zusammen erlagen 71 gegenüber 126 im Vorjahre, nach Abzug von 12 Kreisfremden, in den Kliniken Verstorbenen, verbleiben 59 Todesfälle an ansteckenden Krankheiten oder von 10000 Einwohnern nur 7,6 (14) Von den einzelnen Krankheiten dieser Kategorie waren die Masern, welche im Vorjahre eine ausgedehnte Verbreitung erlangt hatten, in den Gemeinden Ettingshausen, Heuchelheim, Großen-Liuden, | Grünberg, Saasen und WeiterShain, in geringer Ausdehnung i in Reiskirchen und Lang-Göns aufgetreten und hatten sieben ; Todesfälle gegen 50 im Jahre 1896 zur Folge. Scharlach war nur in Einzelfällen in verschiedenen Orten vorgekommen- von den 24 zu amtlicher Kenntniß gelangten Erkrankten starb ein Kind in Watzenborn. Die Bräunekrankheiten, Diphtheritis und Croup, waren in ihrer Häufigkeit zurückgegangen und in epidemischer Verbreitung nur in Gießen, Odenhausen und insbesondere in Klein-Linden aufgetreten. Gemeldet wurden im Ganzen 251 Erkrankungsfälle (1896: 472), von denen 22 (34) d. h. 8,7°/0 der Erkrankten oder von 10000 Einwohnern nur 2,8 (im Vorjahre 4,3) erlegen sind. Außer den genannten 22 starben in den Kliniken noch 8 kreisfremde Kinder an Diphtheritis. Keuchhusten herrschte epidemisch unter den Kindern in Langsdorf, Burkhardsfelden, Annerod, Muschenheim und Gießen; es erlagen dec Seuche 19 Kinder, wovon 14 auf die Kreisstadt allein fallen. Erkrankungen an Unterleibstyphus sind 10 zu unserer Kenntniß gekommen, 8 Fälle in Gießen, 6 Einheimische und 2 krank Zugereiste, 1 in Alten Buseck und 1 in Climbach; gestorben sind im Ganzen 7, dav n 3 aus Gießen, 3 Fremde und 1 in Climbach. An epidemischer Genickstarre sind in Ober- 192=13,65% 458=32,55 „ 475=33,80 „ «nv prooinjUlU», Sietze», den 8. März ** In Kurze« habe« wir Ostern. Wie ernst die Oster- zeit für die Heranwachsende Jugend ist, wie lange vor- | her da rechtzeitige Erwägungen und Entschließungen zu treffen । find, weiß jeder Familienvater, es mag aber doch noch auf ! einen Punkt hingewieftn fein, der von ganz besonderer Bedeutung ist. Er betrifft die jungen Leute, die höhere Schulen besuchen und bei welchen e» sich zum gegebenen Lebensalter nun definitiv entscheiden muß, ob fie den Schulbesuch fort- | setzen und eventuell studtren oder eine Beawtencarriöre einschlagen sollen, welche die Absolvirung aller AnstaltSklaffen 1 erfordert, oder ob fie nun zu einem Berufe Überzutreten haben. Zu dem Rufe: „Der Junge muß studiren!" sind ja die Eltern gern bereit- die gelehrte Laufbahn hat einen ge- | wissen Nimbus, aber fie hat auch ungemein viele @nt' I täuschungen, wenngleich ja die Beamlengehälter ziemlich über- I all gegen früher aufgebeffert find, und voran diejenigen, deren I Stellen-Jnhaber die Universität besucht haben müffen. Aber die Un verfitätSlaufbahn ist und bleibt eine gefährliche, wenn nicht die beiden Hauptfragen nach genügender Befähigung der Söhne und genügendem vermögen der Eltern bejaht find. Eltern sollen fich hüten, nur weil fie e» einmal so gesagt haben, ihre Kinder auf die Universität zu schicken, bei der Erreichung deS EonfirmationS-AlterS der Söhne ist e» immer noch einmal Zeit, fich die Sache genau zu Überlegen- nicht mit möglichen Glückszufällen darf man dabei rechnen, sondern mit der nackten Wirklichkeit. Dieselbe Erwägung ist ersorder- ; Uch, wenn die Söhne alle AnstaltSklaffen durchlaufen sollen. , Wtr ein Gymnasium hinter fich hat, paßt nicht mehr für ■ jeden Beruf, und man ist gewissermaßen auf eine Beamten- carriöre angewiesen, die minder hoch führt und viel Ausdauer voraussetzt. Mag Eltern eine Beamtenlaufbahn besonderen Reiz bieten, nicht alle jungen Leute eignen fich dazu, nicht der Name macht den Beamten, sondern Pflichttreue. Und eS wird heute gleichwie an ßenntniffen nicht wenig an Arbeitskraft verlangt. Die Erwerbung deS ZeugniffeS zum Einjährig-Freiwilligen-Di'nst bleibt für einen jungen Mann ! immer von großem Werth, ganz abgesehen, daß ihm auch dann schon Beamtenlaafbahnen offen stehen, wird in großen Handelkfirmen, in Bankhäusern, JndustrieetadliffementS re. heute schon mit besonderem Nachdruck auf da» Einjährig- Freiwilligen-Zeugniß und auf Sprachkenntniffe gesehen. Eltern, welche die erforderlichen Ausgaben bestreiten können, sollten hier weniger bedächtig fein, als bei der Entscheidung über einen etwaigen UniverfitLtSbe'uch. Denn das ist nun I einmal Thatsache, die deutsche Kaufmannschaft und Industrie I hat eine weit größere Zahl sehr gut bezahlter Stellen zu I vergeben als die Staaten, fie verlangt aber dafür auch äußerste Tüchtigkeit. •• Wie «. W. von Hofmann bal Fuchsfi» entdeckte, v. 1.—15. v. 15.-60. über „ die spätere Entwickelung der Theerfarben-Industrie von der größten Bedeutung werden sollten. Ein Schüler Hofmanns, W. H. Perken, hatte, kaum 17 Jahre alt, einen herrlichen Farbstoff, daS Mauvein, durch Erwärmung von Anilin mit chromsaurem Salze dargestillt und diesen Farbstoff bereits 1857 in den Handel gebracht. Ein Jrhr später sollte es mir vergönnt sein, einen versuch zu machen, der von vielleicht noch größerer Bedeutung wurde. Leider hatte ich dabei kein weiteres Verdienst, als daß ich, der Weisung meines Bor ca. " gflurfunfl 0leh6el Lwi, den Sn M-nia' kpiern der v rmMdarkeil Ein-6' ^ Umgegend beabsich Aaiaikuog ^ieße! unierz kr Morferstras nur notfi die W Uese die preuW «renje und die La 1 In diesem i Mdaren Wm- MeranMSbcni insühren oder doch Die Grundll! )oim, damit ist ve logen «inten Er oesser sest, statt « Mjahr erst oerdi Verdi Die Maurer, kltatbeiten, s djenuig zur ; Bütgersteige im E dem Kreuz, Mt , Mach, onö in i>n sollen Smslzg, 1< ir, ®orm, Gottlich verdun krbeittbeschreibu M bei uns, Wch) offen. "Uck find bis zu ^reichen. 1 Mlagiftist i WBen, i, M Das Ci ^^Lchr . Verdi «öjur h Ri, S 19 Ni6”«- -Ss Ä*11 % * 5 %,s; Das (2 tJttgrtöt I mchn, 2 Lausch 2 Fuhrlnechte. 1 2 Schlofferlebrlin Wen, 1 Schreib, Mmemnacher), «tinfültfe, 1 tüch 1 solider Mann zu reicher m Zlg. hanptfacior der berei. 3° 1{B der MgezogM ,uch selbst zu Tu» * «*s inbufhfe «ta »W* Herstellung W1* elohne». 3“f° 8 uas fit i nult vttsch-°°° ■äs* ki5"w* gtliefrll ii( 'M* > " J «*JS - «I» Ät«b ®’’ t> •““„Vit h<»; ,tg°ru, ’ ” D°ö -S«fS dar u°d lasse»- mai aE ßDs-»« °k ;t d'k MU * „ei»ku- . «* W»®* Lr«gefMt-t. Gieße«, 7. März 1898. Keldbereiniguuge« in der aemattang Sietzen. Vor ca. 15 Jahren wurde die Feldbereintgung für die ganze Gemarkung Gießen beantragt. Es gelang, besonders durch das Zusammenwirken der Grundbesitzer, die in den umliegenden Dörfern wohnen, den Antrag mit wenig über 200 Stimmen zu Fall zu bringen. Man kannte die segensreichen Wirkungen einer vernünftig dmchgeführten Feldberetntguna noch nicht. Erst jetzt, nachdem zahlreiche Landgemeinden in der Provinz die Feldbereintgung mit gutem Erfolg durchgeführt haben, geht auch den eigenfinntgsten unter den Gegnern der Feldberetnigung allmählig das Verständniß für die Durchführbarkeit und die Zweckmäßigkeit derselben auf. Eine größere Anzahl von Grundbesitzern in Gießen und der Umgegend beabsichtigen neuerdings zu beantragen, daß der Theil der Gemarkung Gießen, der auf dem rechten Lahnufer liegt, der Feldbereintgung unterzogen werde. Dazu gehört, da das Feld nördlich der Krofdorfersiraße versuch»w,ise vor ca. 12 Jahren bereinigt wurde, nur noch die Fläche, die »üblich der Krofdorferstraße liegt und durch diese die preußische Landesgrenze, die Heuchelheimer Gemarkungsgrenze und die Lahn umschlossen wird. In diesem Felde ist durch den Mangel an Feldwegen, oder passirbaren Feldwegen, durch ein planlos angelegtes Netz von Ent- wäsierungsgräben eine rationelle Feldbestellung entweder nicht duich- zuführen oder doch sehr erschwert. Die Grundstücke haben zum großen Theil eine unregelmäßige Form, damit ist verbunden eine Verschwendung von Gespannkräften; die sogenannten Entwässerungsgräben halten das Grund- oder Fluth- wasier fest, statt es rasch abzuführen, die Felder können daher im Frühjahr erst oerbältnißmäßtg spät bestellt werden U"d das Abernten der Hackfrüchte im Spätherbst erfordert unverhältnißmäßig hohe Gespann- und Arbeitskräfte. Unter solchen Umständen rentirt eine durch Düngemittel und tüchtige Arbeit unterstützte Bewt>.1h>chastung auf Mim sehr fruchtbaren Boden bei Weitem nicht so, wie es der Fall sein würde nach einer Feldbereintgung. Am Hardtbergs selbst fehlt e8 besonders den Heuchelhetmern an geeigneten Wegen, um, ohne die Gespannlhiere ;über Gebühr zu plagen, zunächst die Höhe zu erreichen. Aus der Höhe selbst fehlt es an Wegen, so daß die wenigsten Besitzer unabhängig von ihren Nachbarn die Aecker nach Belieben bestellen können. Auch liegen die Aecker vielfach planlos durcheinander, wenn auch die Form der Aecker eine regelmäßigere ist als tm Thal. Der Gemeinde Heuchelheim würde es vielleicht willkommen sein, wenn sie bet dieser Gelegenheit ihre Gemarkungsgrenze nach Gießen hin, zwischen Hardtberg und der Lahn tm Einverständntß mit der Stadt regultren könnte. Heute liegt die Gießener Gemarkungsgrenze dicht vor dem Dorfe Heuchelheim und hemmt die Bauthätigkett in der Richtung nach der Stadt hin. Das Regulircn der Gemarkungsgrenzen wurde ja bet allen größeren Feldb-reinig- ungrn bisher durchgeführt, wenn sie beiden Thetlen als willkommen und nothwendig erlebten. Daß das in Rede stehende Project auch heute noch Gegner hat, wird sich bald Herausstellen. Die Landwirthe haben zumeist besonders barte Köpfe und bekehren sich nicht gern zu einer anderen Ansicht, selbst wenn sie tief im Herzen überzeugt sind, daß die Sache eigentlich gut ist und ihnen fclbft und ihren Nachkommen erhebliche Vortheile bringt. Es ist ein altes Vorurtheil, das heute noch viele Landwirthe beherrscht, indem sie glauben, die Feldbereintgung, die damit verbundene Zusammenlegung von Grundstücken in den Fluren habe keinen Werth, da die Aecker bei Erbauseinandersetzungen wieder ge* theilt würde-- und damit das ganze mühsame, und toitlpieitge Werk wieder zerstört würde. Das Wegenetz, die regelmäßige Form der Giundstücke und die Entwässerungsanlagen bleiben ja für einige Zetten erhalten; das Zartheiten der Grundstücke in zu kleine Parzellen verbietet heute schon das Gesetz. Aber die Kosten! Die Kosten können für einen Normalrrorgen bis zu 20 Mark betragen. Diese Kosten soll nicht der allein bezahlen, der jetzt den Acker bewirthschastet, sondern auch seine Nachkommen. Die Kosten werden daher am besten abgerentet, so daß die jährlich zu bezahlende Rente sich per Noi malmorgen nach Pfennigen berechnet. — Was wird aber heute an Arbeitskraft und Zttt verschwendet, wenn^kein Weg oder ein schlechter Weg zu dem Grundstück führt, w-nn dasselbe eine unregelmäßige Form hat, einen Ranzen oder einen Schlüssel hat, oder wenn es auf der einen Seite sechs Monate im Wasser liegt, ober das Fluthwasser im Winter darüber geht. Welcher Schaden entsteht so dem Besitzer eines Normalmorgen Landes? Beläuft sich der Schaden zusammengerechnet nicht jedes Jahr auf viele Markstücke? Und haben diesen Schaden nicht Kind und Kindeskinder alljährlich zu tragen? Hat die Feldbereinigung fiattgefunden, so sind, wenn dir Kosten abgerentet werden, für den Normalmorgen alljährlich einige 40 Jabre lang nur Pfennige zu bezahlen. Das sollte sich Jedes überlegen und da- ach handeln. Voraussichtlich kommt die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des landwirthschafklichen Localvereins Gießen zur Besprechung. Dazu sollen die Interessenten in Stadt und Land eingeladen werden. Das hat dann wohl den Ersolg, daß ein zahlreich unterzttchneter Antrag auf Feldbrreioigung der Gemarkung Gießen, soweit sie auf dem rechten Ufer der Lahn liegt, an die obere landwirthschaftliche Behörde nach Darmstadt abgehen kann. Ev. Kirchengesangverein. Freitag den 11. März 1898, Abends 8 Uhr, in der Stadt- kirche zu Gießen: Geistliche Musikaniiührung für Chor, Vocal- und Jnftrumentaisoli, Orchester uno Orgel. Compofitionen von I. S. Bach, Beethoven, F. Mendelssohn, Schubert, M. Bruch; u. 21. Cantate von Heinrich v. Herzogenberg. Eintritt unentgeltlich. Reservirte Plätze für Mitglieder auf den Emporbühnen, gegen Vorzeigung der Karten. Programme für 20 Pfg. an den Kirchthüren. Freiwillige Gaben zur Deckung der Kosten werden in den Opfer» decken erhoben.2325 Gi®ss©n©r Volksbad Aktiengesellschaft. Ordentliche Generalversammlung Mittwoch den 30. März 1898, Nachmittags V,4 Uhr, im Sitzungssaale der Bürgermeisterei. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht, Prüfung der Bilanz. 2) Erhöhung des Grundcapitals. 3) Statutenänderung. 4) Ergänzungswahl für Vorstand u. Aussichtsrath. Geschäftsbericht, Bilanz, Gewinn- und Brrlustreckuunq liegen vom 15. lfd. Ms. an auf der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht der Herren Actionäre offen. 2401 Der Vorstand: Dr. Fuhr. Tb. Haubach. Versteigerungen 2392 Heyer. [2151 inner* 2407 2403 Schober. 84 8 35 2340 2153 iMumntnuidjiuub einzureichen. Zuschlagsfrift 3 Wochen. Gießen, 1. März 1898. Das Stadtbauamt. Schmandt. einzureichen. Zuschlagsfrift 3 Wochen. Gießen, 1. März 1898. Das Stadtbauamt, ch m a n d t. Gießen, 1. März 1898. Das Stadtbauamt. Schmandt. bei Ordnung des Nachlaffes halb 2 Wochen anzumelden. Gießen, 5. März 1898. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. Verdingung. Die Maurer, Pflaster- und As- phaltarbellen, sowie die Steinzeug- Keferung zur Herstellung erhöhter Bürgersteige im Seltersweg, zu nächst dem Kreuz, in-der Bahnhofstraße , zunächst der Marktstraße und in der vorderen Dammstraste sollen Samstag, 19. Marz b I, Borm. 10 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur Einficht offen. Angebote auf "Vordruck sind bis zum Termin bei uns Länge und bis zu 30 cm Durchmesser mit 1887 fm, Tannen-Abschnitte bis zu 14 m Länge und bis zu 40 cm Durchmesser mit 4.67 fm, Fichten.Abschnitte bis zu 16 m Länge und bis zu 31 cm Durchmesser, Fichten-Reisstaiigen, darunter 2140 schöne Bohnenstangen. Zusammenkunft im District Ungeheuerbach beim alten Steinbruch. Die Holzversteigerung vom 2. und 3. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Ab« fuhrscheine können vom 15. März an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Mittwoch den 16. März, Morgens 8 Uhr. Gießen, den 7. März 1898. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Verdingung. Die Maurer-, Pflaster- und Asphaltarbeiten, sowie die Steinzeug« lieferung zur Herstellung erhöhter Bürgersteige in der Wolkengaste, zunächst der Bahnhofstraße, sollen Samstag, 19. Mars d. I, Vormittags lV/2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bet uns, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum Termin bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. | Oeffentliche Aufforderung. Forderungen an den verstorbenen Christian Vix dahier find bei Meldung der Nichtberückstchtigung Holzversteigerung. Dienstag den 15. März d. IS werden au5 den Distrikten Bausche!, Großer Seng, Sevakopf, Kälberstall, Bauernbaide, Saaser Heegwald Günters- graben, Hatnheege, Schafbusch und Breile- lob der Forstwartet saasen versteigert: Scheiter rm: 60 Buchen, 7 Birken, 24 Eichen, 234 Nadelholz, 4 Aspen; Knüppel rm: 133 Buchen, 67 Eichen, 143 Nadelholz, 22 ASp-n - Weiden; Reisig rm: 716 Buchen. 142 Eichen, 173 Nadelholz (hierunter zerstreut liegendes nicht aufgearbeitetel Reisig); Stöcke rm; 13 Buchen, 16 Eichen, 44 Nadelholz Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Kälberstall Abth. 4 bei Brenn« hol, Nr. 220. Nur das Holz im District Kälberstall Abth. 4 wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes find roth unterstrichen Grünberg, am 6. März 1898. Großh Oberförsterei Grünberg. Mittwoch den 20. Aprit, Nachmit ags 2 Vorm. 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 7, zur Einficht offen. Angebote auf Vor- Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftraste 2 «ng«dot der tUtetttutawet t 2 Küfer, 2 Maschinenschlosser, 1 Schuh, macher, 2 Bauschreiner, 3 Lauffrauen, 1 Aushilfskellner, 2 Portier 1 Aufseher, 2 Fuhrknechte, 1 Fahrbursche, 3 Hautzburschen, 1 Gartenarbeiter, 4 Taglöhner, 2 Schlosserlebrlinge, 2 Köchinnen, 1 Hausmädchen, 2 Dienstmädchen, 2 Bureauge- hülfen, 1 Schreibgehülfe. Nachfrage der Ardeitgeb« r 1 tücht. Conditor, 1 Drechsler, 1 Glaser (Rahmenmacher), 2 Weißbinder für dauernde Arbcit, 2 Schmiede, 1 Schneider für Kleinstücke, 1 tücht. Rockschneider, 3 Bauschreiner, 1 jüng Kutscher, 2 Hausburschen, 1 solider Mann zu dauernder Aecordarbeit, bevorzugt ein Handwerker, 1 Hausbmsche welcher m-ttken kann, 1 tücht. Fuhrknecht, 1 gewandter, träft. Mann als Colporteur für dauernde Arbeit bei gutem Verdienst, 2 Taglöhner, von welchen einer das Packen und Kistenzumachen versteht, 9 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Köchin, 1 Dienstmädchen, welches landwirthschaftl. Arbeiten versteht, 4 AuS- rippertnnen, 4 Wickelmacherinnen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmied, 1 Küfer, 2 Lacktrer, 1 Sattler, 2 Schlosser, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Setzer, 1 Wagner. Oeffentliche Aufforderung. Christian Dix zu Gießen ist am 27. Februar 1898 gestorben. Nach Angabe der Erben hat dessen m Amerika verstorbener Sohn Wilhelm Vix drei minderjährige Kinder, deren Namen und Aufenthaltsort nicht zu ermitteln ist, hinterlassen. Dieselben werden hiermit aufgefordert, sich binnen 2 Monaten von heute an über die Antretung der ihnen ange botenen Erbschaft bei der unterzeichneten Gerichtsstelle zu erklären, widrigenfalls sie bei der Erbver* theilung nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 5 März 1898. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenh agen. 2406 druck sind bis zum Termin bei uns 2152 Sichertshausen, am 7. März 1898. Der Waldvorstand. Bierau. 2404 Oeffentliche Aufforderung. Georg Graf von Villingen, welcher vor länger als 35 Jahren nach Amerika cusgewandert und dort verschollen ist, wird aufgefordert, sich bis zum 20. April 1898 bei dem unterzeichneten Gericht zu melden, oder für feine Vertretung zu sorgen, andernfalls nur mit dem für ihn zu bestellenden Curatur verhandelt werden wird. Laubach, 5. März 1898. Großh. Amtsgericht. ______Zimmermann. 2405 Das Reinigen und »Putzen der Oefen in der Veteriuäranstalt soll für die Zeit vom 1. April d. I. bis zum 31. März 1899 vergeben werden. Reflectanteu werden ersucht, ihre Angebote alsbald bei uns ein* zureichen. 2408 Gießen, 2. März 1898. Direction der Großh. Veterinäranstalt. _______Prof. Dr. Pflug._______ 2294] Die am 1. April cr. fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. März cr. ab an unseren Kassen in Neustrelitz und Berlin, so* wie an sämmtlichen auswärtigen Zahlstellen kostenlos eingelöst. Mecklenburg-Strelihsche Hypothekenbank Drittes Concert des Vereins zur Förderung eines Saalbaues in Giessen am Dienstag den 15. März, 7j/2 Uhr Abends in der grossen Anla der Universität, unter Mitwirkung der Herren Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Gesang), August Herber aus Frankfurt a. M. (Violine), Johannes Hegar aus Zürich (Violencello) und Gustav Trautmann, akad. Musikdirector (Clavier). Programm: 1) Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, D-moll, op. 63. Rob. Schumann. 2) Lieder............Roh. Franz. 3) Sonate für Pianoforte und Violoncello, D-dur, op. 18. . Ant. Rubinstein. 4) Lieder......Max Bruch, Oscar Meyer, Rud. Schumacher 5) Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, B-dur, op. 99. Franz Schubert. Mitglieder des Vereins haben freien Eintritt. Eintrittskarten zum Preise von Mk. 1,50 sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier zu erhalten, und zwar bis Mittwoch den 9. März ausschliesslich für Mitglieder, von Donnerstag den 10. März ab auch für Nichtmitglieder 2299 Theater-Verein. Mittwoch den 9. März 1898, Abends präcis 8 Uhr, im Festsaal (Leib’scher Saal) Wallthorstr. In Behandlung* Komödie in 3 Aufzügen von Max Dreyer. Gast: FrI. Toni Wittels vom Grossb. Hof- und Nationaltheater in Mannheim. Billets: in dor Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), sowie an dor Abendkasse: Erstes Parquet Mk 3,50; Zweites Parquet Mk 2,25. Studentenkarten Mk. 1,—. Schülerkarten Mk. 0,40. Gallerie Mk. 0,60. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Erstes Parquet Mk. 3—; Zweites Parquet Mk. 2,—. 2246 Nach Schluss des Theaters bei ungünstiger Witterung Omelbusverblndung nach verschiedenen Richtungen. Von beute ab befindet sich mein Geschäft 2239 5 Wettergasse 5. Grobe feine Bürstenwaaren in jeder Preislage 984 Seltersweg 2. Heinrich Rühl, Friseur. erhältlich in der 706 NS 72168 D. R. P. 1456 2215 dauernde Arbeit gesucht- Jochem. 2409 2312 gesucht. Anmeldungen Handlung. 1880 (Jebenul zu hüben 296 •Mim* auf sofort gesucht. 2249 frisch zu baden. 2224 Tiefenweg 4, Ecke Bahnhofstr. Dr. Lahmann« 2098 rfferirt |^H^lTo^UgeFabr^antor^Schirilt^aFörder8r7 zu vermieihen- Schillerst». v. 1603 Wohnung ständige L« !eute zu oermiethen- 835 Hausbursche gesucht »tarftpUM t? 2115 beb. unter Preis. 2241 Wohnung, zu oermiethen. 2209 A. Rotdenberger, Lindenvlatz 8. mit guten Zeugnissen. n Zeugntffen. Frau Pfarrer Dr. Grein, Schanzenstr aß e 22.________| 2353 __ Dr«! »mb Verlag der vrLtzt^char B*xr#itÄta-eu4- tm* 6trtatoderei (Pietsch * Echryd») t» Mehrn. Rkdacllovc L. Schetzda. (Mene Stellen Dermiethnngen MAGGI Mietligesuelse. Echte Suppen, würze Jos. Mark, $d)UlQr. 5, Näbrsalz-Cacao. »♦ Schlabach Rächst. Ein Schreinergeselle, der selbstständig arbeiten kann, auf Tücht. Fuhrknecht und Lagerarbeiter mit guten Zeugnissen gegen hohen Lohn Ktrchenplotz 15 von 2 bis 3 Zimmern an mr Löwen-Drogerie W. Kilbinger, Selter» veg 5 2. 299] LogiS, 3 bis 4 Zimmer und Zubehör, zu oermiethen. L. Hust«, Bleichstraße 16. empfehlen wir: Reinleinen, Halbleinen, Baumwolltuch, Satin-Augusta, Waschechte Fr. Äug. Helfenbein, Echottftrasre 19. Blitzschnell patet W. KllbingeM Putztinctur Blech, Messing, Kupfer, Nickel etc. spiegelblank. In grossen Flaschen ä 50 Pfg. Bezugzeuge. Anfertigung sauber und billig. C. Röhr & Co. Zuckerkranken empfehlen erste ärztl. Autoritäten Günther’s Ale uronat- Gebäcks und Präparate-Aleuronat Brod, Zwieback, BisquitS. Puder, Mischung Hafermehl, Cacao, Pepton und Panirmehl. 1617 J. Efle Schulhof, Marktstr. 4. Futterartikel, Saat-Hafer, Erbten u. Wicken, Chilisalpeter billigst zu haben bei M. Rosenthal, 2295 Liebigstrafle 13. KiIlen-NttßkiMiig Freitag den 11. März l. I, Vormittags 11 Uhr, soll in der Hofraithe des Friedrich Jochem -u Laubach ein der Gemeinde Lau- bach gehöriger 41/, Jahre alter Bnlle (Simmeuthaler Rasse) öffentlich unter der bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingung versteigert werden. Laubach, am 7. März 1898. Großh. Bürgermeisterei Laubach. Jüngerer, gewandter Hausburfche sofort gesucht. Fr. Leo Rachs., C. Herber, 233t SelterSweg 71. ZUM bkvurllehkndkll Frühjahr! Beehre mich in Anfertigung von Hütten, Hallen, Garten» spalieren, Waschpflöcken, Baum- u. Roseustangen, sowie allen n dies Fach einschlagenden flrtiteln in empfehlende Erinnerung zu bringe*. Bitte probieren Sie Weisser Metallputz