1898 Sonntag den 9. Januar Zweites Blatt. et. 7 beigelegt. Keneral-Anzeiger Anrts- und 2Inzeigeblutt fut den Ureis (ßiefeen [ Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Amtliche* Thril Ferailleton in' auf den Trödelmarkt." die der feilgehalteu wird, was oder nicht mehr festhalten Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen dcS In« und Ausländer nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Nr. 7. Da stand er auf. „Gut, gehen wir zusammen „Trödelmatkc P" „Die lauge Budengaffe, in Leute nicht mehr mochten Bezugspreis vierteljährUch , 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hletzen. Fernsprecher Nr. 51. dem Diener Bescheid, hüllte sich warm und reizend ein, nahm TimmernS Arm und sagte schelmisch: „Do, nun wollen wir eiukaufeo, aber wehe Ihnen, wen« ich nichts finde." „Irgend etwas findet man immer," sagte er ernsthaft und suchte den besten Weg für sie auS. Daun gingen fie schweigend nebeneinander hin im gleichen Tact. Wie gut daS klingt, dachte tt — ob er heute sprechen wird, dachte sie. Und plötzlich begann sie zu reden, leise und eintönig/ von ihren glänzenden Tagen, die glänzendes Elend feien, von der Liebe des OhetmS, die eine Mischung von Tyrannei und Laune war, und von der anderen Liebe, die dem Menschen in seiner Eigenart bestehen laffe, um die fie heiße Sehnsucht leide, nachdem sie ein Jahrzehnt lang unter einem unerbitt- lichen Willen gestanden habe. Sie erschrak, als ihr das Jahrzehnt entfahren war/ würde er nun mißvergnügt ihre 28 Jahre nachrechnen? Er dachte aber gar nicht au dergleichen, er sah nur zehn Jahre glänzendes Elend vor sich. Nicht einmal die andere Frage kam ihm, die seiner Natur viel näher lag/ warum bliebst Du im Käfig, warum schmecktest Du nicht lieber daS trockene Brod der Freiheit. Gr wußte es ja/ blutjung verwaist, war sie in jene Sonderlingshand gefallen, und die Gefangeuschaft brach zuerst ihren Willen. — Arme Auge. Da halten fie die Trödlergasie erreicht/ fie war breit und schien schmal, zwischen hohen Häusern lief sie hin, ein Halbgeschoßladeu am andern, desien Thür in eine mächtige Jahrmarktsbude auSlief, umstapelt von alledem, was in der weiten Welt zum Handel benutzt werden konnte, und zwischen den Buden lärmte das Feilschen und Anpreisen, daS Bieten und Bersageu mit heißer Leidenschaft. (Fortsetzung folgt.) Gesuche von jungen Leuten aus Orten des Sparkasse« bezirks Grünberg sind an die Dirrction der Spar« und Leih« kaffe zu Grünberg direct einzusenden. Gießen, den 5. Januar 1898. Der Direktor des laudwtrthschaftlichen BeztrkSvereinS. C. Jost, RegierungSrath i. P. straße, Dammstraße, Edcrftroße, Schottstroße, Mar« burgerstraße, Wieseckerweg, Ostanlage. Gießen, den 5. Januar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Retz. Wußte er doch nicht, daß dies Erröthen der Mühe galt, die sie sich von Anfaag au gegeben hatte, jrue lieber* etustimmuug zu heuchel». Aber da faßte fie sich und aut« wortete: „Die Legende hat recht, nur daß ich um OrckelS Wunderlichkeit willen jetzt allezeit die quälende Angst habe, unsere Harmonie könne einmal versagen. O, frei sein, ein Bogel, der sich tu der Luft wiegt!" Sie wandte den Kopf und sah io die Schneehelle hinaus, die dem kurzen Tag das Scheiden erschwerte. Ein warmes Mitleid mit dem schönen Geschöpf überkam Simmern, es drängte ihn, seine Arme auSzubreiten und Ange von Rotten an sein Herz zu ziehen/ dennoch schwieg er. Sie war sehr verwöhnt, er hätte lieber eine Hausfrau heimgeführt, aber er konnte sich auch ein Prtnzeßchen leisten, da« hätte ihm nicht den Mund zugehalten/ irgend etwa« andere«, über das er nie recht in« Reine kam, hinderte ihn am Reden. Aber heute wollte er Ernst machen, ihm war weich und sicher zu Muthe, der heilige Abend schickte seine Freudensttmmung voraus. „Nur noch acht Tage," sagte Ange, „helfen Sie mir zu irgend erwaS ganz Apartem." konnten. Ich habe dort schon wunderbare Dinge gefunden. Einmal sogar ein junges Mädchen, da« mich an Sie erinnerte, wie — wie die Berguelke einen an ihre duftschwere Gartenschwester erinnert." Ange lächelte/ der Trödelmarkt war natürlich Unstuu, aber mit Simmern in die traulich geheimntßvolle Weih« uachtSdämmerung hinauSzugehen, daS war etwas. Sie sagte *6 s-r» . T,r Bekanntmachung, betreffend: Die polizeilich-technische Revifiou der Maße und Gewichte. Zur regelmäßigen Abwicklung der Vorprüfung der Maße und Gewichte wird den Jntereffenteu empfohlen, die in ihrem Gewerbebetriebe zur Benutzung kommenden Maße und Gewichte dem A'.chmeister, deffen Aichtaae von jetzt bis zum 1. April l I. außer Freitag auch Montags und Mittwochs statrfinden werden, bezirksweise tu nachstehender Reihenfolge zur Vorprüfung zu Überbringen: 1. In der Zeit vom 10. bis 22. Januar I. I.: ttreuzplatz, SelterSwkg, Maigasse, Plockstraße, TeufelSlustgärtcheu. 2. In der Zeit vom 22. Januar bis 7. Februar l. I : Marktplatz, MäaSburg, Kirchenplatz, Linoeoplatz, Schulftraße, Schloßgaffe, Kaplaneigaffe, Wagengaffe, Wettergaffe, Kirchstraße, Burggraben. 3. In der Zeit vom 7. bis 20. Februar f. I.: Marklstratze, Rsttergaffe, Neustadt, Mühlgaffe, Westanlage, Hümmstrahe- Lahnstraße, Rodheimerstraße, Srofdorferstraße, Hardt. 4. In der Zeit vom 20. Febr. bis 5. März l. I.: Bahuhosst.aße, Tiefenweg, KaplanSgoffe, Katharinen« gaffe, Löwengaffe, Wolkengafle, Schanzenstraße, Frankfurterstraße, Alicestraße, Wilhelmstraßr, Ltebig- straße, Leihgesternerweg, Riegelpfad, An den Bahnhöfen. 5. In der Zeit vom 5. bis 18. März l. I.: Neuenweg, Neuen Bäae, Sonneustraße, Erlengaffe, Weidengaffe, Garrenstraße, LudwigSplatz, Südanlage, Ludwigstr-rße, BiSmarckstraße, Goethestraße, Bleich- straße, Bergstraße, Löberstraß-, Sch'ffcnbergerweg, Licherftraße, Grünbergerstraße, Eichgärten, Wolfstraße. 6. In der Zeit vom 18. bis 31. März l. I.: Wallthorftraße, Wetzftemgaffe, Linüengaffe, Brant- gaffe, Brandplatz Karzletberg, HundSgaffe, Asterweg, Schlüerftraßt, Braugaffe, Sreinstraße, Weser- Deutsches Reich Berlin, 7. Januar. Urber die Invalid itäts« und Altersversicherung ist der Geschäftsbericht für 1896 nunmehr dem Reichstag zugegangen. Der Bericht ist um« fastender, als es in den Vorjahren der Fall war, Die Ausgaben der 31 Versicherungsanstalten sind gegen daS Vorjahr gestiegen, hauptsächlich infolge Zunahme der Invalidenrenten, von 30 557144 Mk. auf 37017313 Mk. Die Einnahmen einschließlich der Zinsen find gewachsen von 106 716 487 Mk. a>f 114536754 Mk. Der BermögenSbrstand der Anstalten wuchs auf 460638 854 Mk. au, wovon 443 Millionen Mk. in Werthpapiereu und Darlehen, 9y2 Mill. Mk. in Grundstücken angelegt find. Der Capitalwerth der endgiltig zur Last gelegten RentenauSgabeu berechnet fich auf 264 803 253 Mk. Der Reichszuschuß ist 1896von 16813429 auf 19 119 658Mk. gestiegen. Auf eine Steigerung der Löhne läßt schließen der Umstand, daß die durchschnittliche Höhe deS Wochenbeitrags fich erhöht hat von 21,04 auf 21,17 Pfg. Au Marken wurden verkauft 479V3 Mill, gegen 453l/, Mill. Stück im Vorjahr. Die Altersrenten betrugen durchschnittlich 135,84 Mk., die Invalidenrenten 125,75 Mk. Der Zinsertrag von der Anlage des Vermögens sank gegen das Vorjahr von* 3,58 auf 3,53 pCt. — Die Bevölkerungszunahme in Deutschland hat im Jahr 1896 eine Höhe erreicht, die von keinem Vorjahre übertroffen wird. Die Gesammtzahl der Geburten in Deutschland betrug im Jahre 1895 1941 644 gegen 1 979 947 im Jahre 1896, waS also eine Zunahme von 38103 Geburten ergiebt. Die Zahl der Todesfälle betrug i. I. 1895 in Deutschland 1215854 und sank i. I. 1896 aufl 163964, mithin find 1896 51890 Personen weniger verstorben als im vorangegangeven Jahre. Thatsächlich war daS Jahr 1896 für Deutschland daS alltrgüostigste in Bezug auf die Sterblichkeit, da die Zahl der auf je 1000 Personen entfallenden Todesfälle nur 22,7 betrug, während in den früheren Jahren auf 1000 Personen noch 28,8 Todesfälle kamen. Berlin, 6. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Hauptinhalt deS chinesischen Abkommens verbreitet volle Klarheit über die von aller Gewaltthättgkeit freien Ziele der deutschen Politik tu Ostafien. Nicht nach der Weise eines der mit dem k.einen Mokkatä^chen auf dem niederen Schemel faß, daß ihm der Gedanke: „doch ein wenig theatralisch," so schnell davonflog, wie er gekommen war. „Jsi denn schenken schwer?" fragt er. „Meine Qual ist immer die Wahl zwischen den vielen Dingen, die ich schenken möchte." „Sentimental?- dachte sie und sah ihn prüfend an. Aber warum nicht/ die sentimentalen Männer liebten am innigsten, und dieser da sollte fie lieben und heirathen, sie war e» müde, die schöne Auge zu sein, die capriclöse Nichte dcS capriciösen OukelS, drffeu gute Stimmung zu erhalten oft so mühselig war. Sanft antwortete sie deßhalb: „Ja, Herr von Simmern, einen Menschen beschenken, der sich noch freuen kann, daS tt Kinderspiel, aber Onkel?" —Ein scheuer Blick glitt über die Portiere. „Er hat alles und sein Geschmack ist unglaublich schwer zu treffen." „Sein Geschmack r' Bodo voa Dimmern sah Ange ungläubig an. „Man hat mir gesagt, Ihr Geschmack und btt seine stimmten ausS wunderbarste überein; um dieser Lebereiustimmung willen habe der Sonderling Sie zu fich genommen, al« Sie verwaist —" Simmern brach ab, er wußte fich da« tiefe Roth nicht zu erklären, das Anger Wangen färbte, aber es «achte fie »sch schöner und gab der allezeit Sicheren einen seltenen Bekanntmachung, betreffend: die Mathildevstistung für Oberhrffen. Nach dem Voranschlag der Marh lscnsttflunq für Oberhrffen find für da« Jahr 1898 etwa 1200 Mk. vorhanden, »elche zu wohlthättgen Zwecken verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Klewkindersckulen bedacht werden sollen. ES werden hiernach die Vorstände solcher Schulen, für welche eine Subvention gewünscht wird, auspefordert, ihre beßfallfigen Gesuche, mit welchen eine möglichst aurfüdrliche Mittbeilung über Ausdehnung, Mittci und Bedürsniffe der betreffenden Anstalt zu verbinden ist, d-s zum IO. Februar l. I. an den Unterzeichnerin Vorstand der Stiftung gelangen zu kaffen. Gießen, den 8. Jrnuar 1898. Der Vorstand der Mathildenstiftung für Oberhrffen. v Gagern, Großberzoalicker V * ovii'z'akd,r«ctor. hin Giessen, RT italbaufonds Abends 5 ühr, cnaftsvereias n Leopold Geller «ssStsA Mtläs X -Abc.», y W' tchowlm- AS* 2^«. lbcnb» 8 Uhr Brein, saar tadttheaUrs, 11 'rom Dent»chen Theater lrkniann. Um. ■ Lrste< Pirqaet Mk. S._; 27t LGrchener Anzeiger Vom Trödrlmsrkt. Von Luise Glaß. „Ich bin in Verzweiflung, ich weiß absolut nickt, was ich Onkel bescheeren soll." — Die schöne Ange qob die - Arme empor, ließ sie aber gleich wieder finken und sah mit einem Ausdruck so süßer lmerei zu dem Manne hinüber, Bekanntmachung, betr.: BaurnwärtercursuS pro 1898. Wahr aus Mainz (Sopran), u Der Obstbau EursuS für Baumwärter zu Friedberg de- ■ : ginnt am 14. März d. I. und dauert zehn Wochen, und -.v ■ Tiaf ist die Mühle zwar sieben Wochen im Frühjahr, zwei Wochen im Sommer ■ -»• ‘ w. a. Mom und eine Woche im Herbst. Die Theilnehmer müffen ein ' r3 Ä Alter von mindestens 16 Jahren besitzen. «iS: Theoretischer Unterricht von 10 bis 12 Uhr/ Hebungen im Obstbau und practjschen Arbeiten finden statt von 7 bis ; • Ttu tiouTy. io Uhr und 2 bis 6 Uhr täglich. Mct-eiadmtaMulW» Honorar 20 Mk. für Private und Nichtheffen/ Schüler d .e-ride an derCi* . Heffen, welche von landwirthschaftlichen Bezirksvereinen, _________________2 Gemeinden rc. geschickt werden, find bonorarfrei. Zur Sud- ventionirung von jungen Leuten, welche an diesem Obstbau- r Kursus Theil nehmen, find Mittel in btm Voranschläge deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins vorgesehen. JmEoncurrenz- lsne falle werden die Gesuche der bedürftigeren jungen Leute «m™, berücksichtigt. Vorgesehen sind je 100 Mk. Subvention für einen Schüler. ZibüaaaSfktt der »vn Gesuche um Bewilligung der Subvention find an die : nem bei Untt^. @ro6t} Bürgermeistereien bis 1. März l. I. einzureichsn. Die Großh. Bürgermeistereikn werden crgebeust ersucht, diese Gesuche mit einer Aeußrrung über das Alter, die Vermögens- -(l . Verhältnisse der Nachsucheudeu alsbald au den Unterzeichneten . ,..V KMHoMe. dainUnben. Nlanigaffe. ti zogt. Eroberer- sucht Deutschland in da- chinesische Gebiet einzu- dringen, sondern al- friedlicher Mitarbeiter an der gedeih» lichen Entwickelung der Zustände wird es von der Befuguiß Gebrauch machen, welche ihm die chinesische Regierung im Geiste weisen Entgegenkommens eturäumen wollte. Wie alle überseeischen Unternehmungen des deutschen Reiche-, ordnet sich unser ferneres Wirken in Ostafien der Mäßigung unter, deren Wahlspruch „Niemand zu Leid" lautet. E- handelt sich um ungestörte Au-Übung vertragsmäßiger Rechte, wofür wir die Achtung fordern, die wir selber den fremden Rechten eotgrgenbringev. Wenn StaatSsecretär v. Bülow am 6. December v. I. vor dem Reichstag die Hoffnung au»- sprach, daß die damals bestehenden Schwierigkeiten in freund» fchastltchem EtuverstSudntß mit den chtuefischen Staatsmännern gelöst werden würden, so kann diese Erwartung nunmehr als erfüllt betrachtet werden. Ohne Schädigung unsere- BerhältuiffeS mit China, vielmehr mit Aussicht auf eine Stärkung und Befestigung der bisherigen guten Beziehungen stellten wir den Schutz der christlichen Mission-- thätigkeit tu der Provinz Schantung auf eine beffere Grundlage und gewannen daneben einen territorialen Standpunkt, welcher der Pflege unserer HandelSintereffen und der Be- friedtguug wirthschaftlicher Bedürfniffe zu Gute kommen soll. In dem weiten GebtetSfelde OstafienS ist uns gesichert worden, worauf wir ohne Selbstüberhebung Anspruch machen und ohne Selbstunterschätzung nicht verzichten dürfen: Ein Platz an der Sonne. Mögen Alle, die berufen find, in jenen Gebieten zu wirken, mit anspruchsloser Pflichttreue fich in den Dienst der Culturaufgabe stellen, die in stiller Arbeit zur Ehre des deutschen NameuS und auch zum Wohle "Chinas gelöst werden soll. Wie bereits angedeutet, nimmt die Entwickelung der Dinge in Ostafien fortschreitend einen ruhige« Charaeter an. Dazu hat die zwischen Deutschland und China mit Bezug auf Kiao-Tschcm erfolgte Abmachung nur unwesentlich beitragen können. Die in Ostafien entstandene Spannung der Lage war ja auch nicht durch diese Angelegenheit hervorgerufen worden. Ein ernsthafter Grund zu Besorgniffen könnte nur in dem starken Hervortreren des politischen In- tereffeugegensatzeS zwischen Rußland und England gefunden werden. Hinter diesem politischen Gegensatz zeigt fich aber jetzt ein wirthschaftlicher, über den fich ohne allzu große Mühe eine Verständigung ermöglichen lasten dürfte. ES liegt kein Grund vor, warum bezüglich der für China nothwendig gewordenen Anleihe ein Staat mit Ausschluß der änderen sich der Regelung dieser Angelegenheit annehmev sollte. Eine besonnene Erwägung der Umstände räth, fich über eine in dieser Richtung zu befolgende gemeinsame Action zu verständigen.^ Berlin, 7. Januar. Die Eröffnung deS preußischen Landtages erfolgt om 11. Januar, Mittag» 12Uhr, im weißen Saale des königlichen Schlaffes durch den Minister- präfidenten Fürsten Hohenlohe. Um 1 Uhr findet sodann die erste Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses statt, welche nach der Geschäftsordnung durch den Präsidenten der vorigen Seffion, Herrn v. Köller geleitet wird. Am folgenden Tage steht die Wahl des Präsidiums auf der Tagesordnung. Da Herr v. Köller au dem Entfchluffe festhält, das Ehrenamt des ersten Präsidenten, das er fast zwei Jahrzehnte verwaltet, nicht wieder anzunehmen, wird der von conservativer Seite präseotirte Abgeordnete v. Kröcher gewählt werden. AlS Bicepräfideoten werden wiederum die Herren Freiherr v. Heeremann (Ctr.) und Dr. Krause (ul.) vorgeschlageu und voraussichtlich durch Acclamatiou gewählt werden. Im Herreuhause findet die erste Sitzung Dienstag 1% Uhr statt. Hier wird sofort die Präsidentenwahl vorgenommen werden. Jedenfalls wird der Vorstand der vorigen Seffion, Fürst zu Wied, Frhr. v. Manteuffel und Oberbürgermeister Becker-Köln auch für die kommende Session gewählt. Berlin, 7. Januar. In der heutigen Sitzung des BandeSrath» wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen: Der Entwurf eine» Gesetzes zur Ergänzung der Ge- frye über PostdampfschifffahrtS Verbindungen mit überseeischen Ländern- der Entwurf von Vorschriften über den Verkauf von Geheimmitteln in den Apotheken; der Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung des LandeshaushaltSetatS für Elsaß-Lothringen für da» EtatSjahr 1898/99; der Entwurf de» Gesetzes für Elsaß Lothringen über die Capitalrenten- steuer und der Entwurf eines Gesetzes wegen Aufhebung der CautiouSpflicht der Reichsbeamten. Berlin, 7. Januar. An der gestrigen Sitzung des StaatSministertum», die von 2 biß 7 Uhr dauerte, nahmen die StaatSfecretäre Graf Posadow-kh und v. Bülow The«. Wiesbaden, 7. Januar. Da» Preisgericht für den Wettbewerb zu Entwürfen für den Kurhausneubau hat heute folgende Preise zuerkannt: 1. Preis (6000 Mk.) dem Architekten Heinrich Maenz in Bremen, 2.Preis (4000 Mk.) den Archit.cten Paul, C. Jaesch in Basel und S. Werz tu Wiesbaden, 3. Preis (2000 Mk.) dem RegterungSbauführer SlawSki tu Karlsruhe; eineu weiteren dritten Preis von 2000 Mk. dem Architekten W. Mvsfiuger tu Frankfurt a. M., 4. Preis (1000 Mk.) dem Architekten Paul Jacobi in Wiesbaden, einen weiteren vierten Preis von 1000 Mk. den Architekten I. Cuder u. Müller in Straßburg i. E. Braunschweig, 7. Januar. Die „Braunschw. Neuesten Nachrichten" melden: Nachdem fich der erste Bürgermeister Schultze-Wernigerode vor einigen Tagen erschaffen hat, wurde gestern der zweite Bürgermeister dortselbst wegen Unterschlagung verhaftet. Aus dem städtischen Verwaltungsbericht. (Fortsetzung.) Der cubtsche Inhalt des Gesammt-GaSrohruetze- beträgt rund 170 Cbm. Die tu einer Gesammtläuge von etwa 6500 Meter gefertigten 113 neuen GaSetnrtchtungen umfassen theilS Beleuchtung»-, theilS größere Heizanlagen. — Gelegentlich der Jahrhundertfeier de» Geburtstages Kaiser Wilhelms I. wurden an städtischen Gebäuden ähnliche größere Gasillumt- Nationen eingerichtet, wie gelegentlich der vorjährigen Feier der Wiedererrichtung deS Deutschen Reichs. Die Glühlicht-Beleuchtung sür Geschäftsräume und Wohnungen hat wiederum eine wachsende Anwendung zu verzeichnen, indem im abgelaufeueu Jahre 869 vollständige GaSglühlicht-Apparate gegen 675 dergleichen im Vorjahre verwandt wurden, 2239 neue Glühkörper (Strümpfe) wurden aufgesetzt gegen 1370 im Vorjahre, sodaß ivSgesammt 3108 Auer'sche Glühlichte gegen 2045 tm Vorjahre abgegeben wurden. Au» der Zasawmeustelluug der Einnahmen und Ausgaben deS stäbtischeu Gaswerks, sowie bereu Abweichungen gegen den Voranschlag ist ersichtlich, daß, nachdem sür 4pCt. Zinsen 20189.77 Mk. gegen 19 390.06 Mk. tu 1895/96 und für Amortisation, wie im vorigen BetriebSjahre 25000 Mk. zur Stadtkaffe aößeführt waren, ein Betriebs- Überschuß von 35149.51 Mk. gegea 42 504.35 Mk. tm Vorjahre, erzielt wurde, welcher laut Beschluß der Stadtverord- neteu-Versammlung vom 30. September 1897, abzüglich der bquidirteu Beträge zu den Betriebseinnahmen der Stadtkaffe heraogezogeu werden soll. Der um 7354.84 Mk. niedrigere Betriebsüberschuß tu 1896/97 gegen 1895/96 erklärt fich tu der Hauptsache dadurch, daß für das Berichtsjahr der Preis des Leuchtgases um 1 Pfg., derjenige für Gaskraftmaschinen- und für Heizgas für häusliche und gewerbliche Zwecke um 2 Pfg. pro Cbm. ermäßigt wurde. — Der Schuldeustand beträgt am 31. März 1897 für das Gaswerk 518 626 53 Mk. Diesem Theil des Berichts ist ein intereffanter Rückblick auf die Entw'ckelung des Gasverbrauchs feit Bestehen de» Werke- beigegeben. Aus den dazu gehörigen Tabellen ist u. A. zn ersehen, daß der Gasverbrauch vom ersten vollen BetriebSjahre der Gründung des Werkes (1857) stieg von 111800 Cbm. auf 995164 Cbm. tm Jahre 1896/97. Der Bericht fährt dann fort: ,Jn Würdigung der Tharsache, daß Gießen gerade nicht als eine besonders tnduftriereiche Stadt bezeichnet werden kann, und verglichen mit anderen Städten in ähnlichen Größenverhältuiffen, zeigt unsere Darstellung doch ein erfreuliches Bild von der Entwickelung unseres Gaswerks, von dem Lichtbedürfuiß der Einwohnerschaft und damit — als zulässiger Gradmesser — von der gesunden Gesammt- entwickelung der Stadt. — Die wachsende Ausdehnung der Straßenbeleuchtung, deren Laternenzahl fich in einem Zeiträume von 20 Jahren verdoppelt (deren Gasverbrauch fich in derselben Zeit aber verdreifacht hat), ist hinfichtlich der Ausdehnung der Stadt von besonderem Jntereffe." 2. Wasserwerk. Unter Zugrundelegung der regelmäßigen Quellen- meffungev, welche monatlich zweimal stattfauden, betrug im BetriebSjahre 1896/97 der gesammte Erguß der alten Quellen: „am Erlenbrunnen, Anneberg, Hubertusbrunnen und bet Großen-Buseck" in den Niederdruckbebälter durchschnittlich 598.423 Cbm. für den Tag (gegen 598 Cbm. im, Vorjahre und 530 Cbm. im Voranschlag) also an 365 Tagen x 598.423 — 218424 Cbm. Au» der Pumpstation in Queckborn wurden in den Hochdruckbehälter (einschließlich deS WafferverbraucheS in Queckborn und auf der Pumpstation) an 295 BetriebStageu täglich rund 1232 Cbm. gefördert, 363594 (56m., sonach Gesamrnt-Wasser-Zuflnß 582018 Cbm. — Der Gesammt Wasser-Zufluß vertheilt sich auf folgende Berbrauchsgruppen: 1. Abgabe an Private (einschließlich verbrauch de» Bahnhof» (245234 Cbm.) und Gaswerks 427 246 Cbm. 2. Wasserverbrauch für öffentliche Zwecke 122 303 Cbm., darunter 34371 Cbm. für öffentliche Vevtilbruunen, 10241 Cbm. für Slraßenbesprengung, 1844 Cbm. für Besprengen der Anlagen, 30244 Cbm. für Spülung der öffentlichen PifloirS, 14956 Cbm. zum Rtnnfteinspülen und Straßenkehren, 5050 Cbm. zum Begießen der öffentlichen Anlagen rc, 9410 Cbm. für den Teich in der Ostanlage, 1100 Cbm. zum Löschen von Bränden und bet Uebungen der Feuerwehr, 2100 Cbm. für den Friedhof, 8760 Cbm. sür das Schlachthaus. 3. Selbstverbrauch dek Wasserwerks 8070 Cbm. 4. Gesammt-Ueberlauf aus dem Niederdruckbehälter und dem Teich in der Oftanlaze 8900 Cbm. 5. Verlust durch Undichtheiten des Rohrnetzes, Ausblasen der Entlüftungsventile, Etnschlsmmen neuer Rohrgraben bet GaS- und Wasserleitungen, Minderangabe der Waffermeffer usw. 15499 Cbm. Kohlenverbrauch. Dte Heizung des Dampfkessel» in Queckborn erforderte 209400 Kgr. Steinkohlen und 300 Kgr. Cokes. Zur Heizung der Maschinistenwohnnng wurden verwandt 2000 Kgr. Steinkohlen, zusammen 211 700 Kgr. Dte ArbetSzeit der beiden Pumpmaschinen in Qurck born betrug im abgelaufenen BetriebSjahre 4092 Stunden gegen 1291 Stunden im Vorjahre, diese längere Arbeitszeit wurde hauptsächlich durch dte Wafferversorgung deS hiesigen Bahnhofs herbeigeführt. Selbstkosten des Wassers tm Betriebsjahre 1896/97: Für 1 Cbm. verkauftes Wasser, ohne Berück- fichtigung eines Gewinnes am WaffereinrtchtungS-Geschäst 17.45 Pfg. Verkaufte- Waffer 549549 Cbm. (Fortsetzung folgt.) tmfc ptrotaskUts» + Rtdda, 8. Januar. Die Gemeindeverwaltung hat den Bau einer neuen Kl ein ktndersch ule auf dem am Schloß- Hof erworbenen fiskalischen Gelände projectirt, weil daS bisherige Anstalt-Hau» in nicht mehr ganz zweckentsprechendem Zustande ist. -s- Nidda, 7. Januar. Auch in unserer Gegend find die „Leich en sch mä us e", bet denen rS bekanntlich nicht immer still und traurig zugeht, noch an der Tagesordnung. Um fich einen Begriff von den Kosten solcher „Leidmahlzeiten" zu machen, möge hervorgehoben werden, daß gelegentlich einer gestrigen Beerdigung in einem benachbarten Orte für etwa 70 Mk. Wecke zur vertheilung gelangten, mehrere Kessel voll Kaffee und Milch, sowie einige Fäßchen Bier u. dgl. getrunken wurden. — Im Kreise Lauterbach ist die Abhaltung solcher Letchenschmäuse seit vier Jahren nicht mehr erlaubt. § Au» dem Vogelsberg, 6. Januar. Brkanntlich find während de- jetzigen Winter- dtePreise für da» Rindvieh und Schweinefleisch recht hoch. Ja, dte letzteren erreichten zeitweilig eine lange nicht dagewesene hohe Stufe. Man sollte nun meinen, alle übrigen Fleischpreise wären folgerichtig ebenfalls htnaufgegangen. Dem ist jedoch eigen- thümlicher Weise nicht so, und zwar gerade bet eine« sehr delikaten Fletsch, dem Gänsebraten. Um so wehr muß hier der auffallend niedere Preis befremden, als der Gansbraten doch wohl zu dem Hauptbestandtheil der Küche auf dte letzten Festtage, wie insonderltch des WestuachtSfesteS gerechnet werden muß. Während mau sonst sür daS Pfund Gänsefleisch durchschnittlich 50 Pfg. zahlen muhte, gaben die Händler jetzt nur 45 Pfg. und seltener 48 Pfg. dafür. Da der Handel m t fetten Gänsen meist mit Frankfurt betrieben wird, so ift vtkl- leicht anzunehmen, daß die Wrtterau hierbei der entsprechende Factor ist. Bekanntlich werden hier uugemästete Gänse au- anderen Gegenden waggonweise bezogen und nach ihrer Mast meist nach Frankfurt zu billigeren Preisen wie ehedem abgesetzt. Dagegen bleibt auch zu bemerken, daß die Preise für da» Wild gleichfalls im Verhältniß zu den oben genannten Fleisch- preisen als recht billig bezeichnet werden müffev. H. Au» dem Horloffthale, 6. Jauuar. Dte Wald- arbeiten konnten während de» ganzen MonatS December sehr gefördert werden, die Leu.e halten Verdienst, konnten a^ch, wie überhaupt die Berechtigten, Leseholz sammeln und brauchten nicht so stark zu Heizen. Der sehr milde Wim er veranlaßt uni, auf eine wettere W'.tterungSregel aufmerksam zu machen, die fich in unserer Gegend fast immer bewährt hat, nämlich: Wenn dte Tage um den 12. und 13. Dezember, sowie um den 27. und 28. December ohne Frost und Schnee vorübergtngen, so bringen regnigte Winter den meisten Regen am 24. Januar und sogen. Schlackwtnter gewöhnlich Frost und Schnee am 24. Januar. Wollen einmal sehen, ob e» eintrifft. * Die Todtuag der Batterie« i« Fleisch durch Koche« ist in letzter Zeit nach zwri Richtungen hin studtrt wordco. Dr. Valltn in Parts hat dte Untersuchung in der Weise vorgenommen, daß er dte Temperatur bestimmte, dte em Stück Fletsch von 3 Kilogr. beim Kochen au feinen verschiedenen Stellen erreichte. Dazu benutzt? er feine GlaS- röhrchen, dte eine kleine Menge eine- cryftalltfirten organischen Körpers enthielten, der bei einer genau bestimmten Temperatur schmilzt. Diese Röhrchen wurden nun in verschiedene Th i e deS Fleisches hinein gesteckt, und je nachdem ihre Füllung schmolz oder nicht schmolz, konnte die Temperatur der einzelnen Fleischthetle ermittelt werden. Die Ergebniffe waren folgende: Eine Hammelkeule, die im Bratofen 1 Stunde und 10 Minuten gebraten worden war, batte an keinem ihrer Theile eine Temperatur von über 59° C. angenommen, au einigen Stellen nicht einmal 56°. Ein KalbSschlegel, der 2y4 Stunden gebraten war, hatte überall etwa 69°, Roastbeef 6/< Stunden gebraten, zeigte an manchen Stellen über 59°. Eine 3 Stunden lang gedämpste Hammelkeule zeigte überall eine Temperatur von über 69°. Ein anderes Verfahren schlug Dr. Fiore in Rom ein, indem er in oder auf da» Fleisch krankheil- erregende Bacterien brachte, von denen bekannt ist, bet welchem Wärmegrade sie zu Grunde gehen. Nachdem da» Fleisch gekocht war, wurde dann eine Lötung desselben auf Thtere geimpft und abgewartet, ob dieselben daran starben. Fiore benutzte Culturen des Milzbrandbac>lluS, die zum Theil Sporen (FortpflanzungSproductt) trugen. Da» Fleisch wurde so lange gekocht, bi» eine Schnittfläche weder röthlich noch feucht er- ; schien. Nach dem Kochen wurde das Fleisch in zwei Hälften getheilt und der eine Theil unter eine Glasglocke gelegt, um dte Entwickelung etwa noch vorhandener Batterien abzuwarten, von der andern Hälfte wurde mit einem sterilifirt-rr Meffer etwas Fletsch abgeschabt und mit destillirtem Waffer vermischt den Versuchsthiereu eivgeimpft. Die Ergebniffe werden in folgenden Sätzen zusammen gefaßt: Längeres Kochen von Fleisch ist daS sicherste Mittel zur Zerstörung der etwa darin enthaltenen krankhetterregenden Keime, wögen diese schon Sporen tragen oder nicht. Dünne Scheiben solchen Fleisches erreichen jedoch beim Rösten oder Braten niemals eine Temperatur, die hoch genug ist, um die Sporen von Batterien zu zerstören, wenngleich bei längerer Wärmewiikuug dte Batterien selbst getödttt werden. DaS Dämpfen de» Fleisches tödtet weder die Bacillen noch ihre Sporen. • Ein neuer Fernschreiber, die Erfindung des Uhrmacher- Ernst Hummel au» St. Pauli, ist in Newyork probier worden. Er gibt sowohl Schrift wie Zeichnungen genau nach den Originalen wieder. DaS Porträt des neuen Bürgermeister» von Newyork, van Whck, daS von Chicago au» gedrahtet wurde, erschien mit sprechender Aehnlichkeit auf dem Aufnahme-Apparate, den der „Newyorker Herald" ausgestellt hatte. Andere Versuche gelangen ebenfalls. Den ersten Fernschreiber hatte Professor Gray 1892 in Chicago au»> gestillt, die neue Erfindung übertrifft aber seine Maschine ganz bedeutend. Univerfitäts - Nachrichten. — In Steglitz bei Berlin ist Medicinalrath Dr. Ludwi» Rüge im Alter von 86 Jahren gestorben. — Heidelberg. Geh. NegterungSrath Prof. Dr. Theodor Curtius in Bonn wurde zum ordentlichen Professor der Chemie und zum Director deS chemischen Laboratoriums an der Universität Heidelberg ernannt. B dezu Jahre: rsr« SSx tote«, auf««? ter *** m.° Ü- * reit» bei ein« bie Anmeldung Geldstrafe W1 der ** spräche aus W der ff Z«t do Lonnuudtt, mi E S“ pflichtigen aus Wehrordnung r da verspätete G Gießen, Aus den enlsemt und ai SM Schau M den MW Dis Stabil Gegen 8 monatlicher Za festgesetzt. Die Öffn ■ 11 Uhr, bei d nung stattfindet. Die Wo dererseit» für d eingelegt werbe: Nahne L warte Brück z: Hochwart. «Ließen, Gr Die dietzjt pro 1896 eine; Sommer wiebei Kiuderhetlar werden deshalb welche solches ' ™ Ntn best Uder der SBürge Zeug, WN. sein s berettr auf Ro ., Men für ein, r , Die M senden Meli lber die Sibi Januar k. g ließen, i Tpar 1^*4 270 an District 244 ®erben deshalb alle diejenigen Bewohner des Sparkaffenbezirk» Gießen, I. E.: Wiener. 22 Doering 234 an UN. Schnitt- und Schwellenholz Bau- und Grubenholz sechs- 189b Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff. welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt ober der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welchem die Rothwendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht auSgeschioffen, daß Kindern, welche iereitS auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, die st osten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die ein- Itufenben Meldungen mit dem ärztlichen Atteste und einer Bescheinigung tiber die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, den 7. December 1897. Dlrection der Spar- und Leihkaffe Gießen. M »Hei bin ßudtN Bothr. Ikmintaag in tir Silit tnscn btfhmu, die tu te lbchar u fciicn Dtp |£ tauft - tr stior Katta crDMÄtD orguifita tse bdtnttn itmptrai i m in ctiWMt 1V'\ t Mchlm chn flUtaf lu Imp natur btt eiozrlm «trjtirfltüaTtnfalitnh: i 1 Sunbt ml lOtatt» i Krm ihr» ltztilt um jcnata, cn tinlgta SttL.n Alt;, ba 21/, etBPbtn pk' 6^ Xka»tas % 6tmb« gtbcr 59* tun 3 Smdca Kaufmännische Fachschule. Donnerstag de i 1.3. er., Abends 9 Uhr, beginnt feier Schule der Die Gebote können für das Schnitt- und Schwellenholz, sowie andererseits für das Bau- und Grubenholz, im Ganzen und abtheilungsweise eingelegt werden. Nähere Auskunft erthcilen die unterzeichnete Stelle und die Forst- rvarte Brück zu Gießen, Brück zu Rödgen und Arft zu Forsthaur hochwart. Gießen, 29. December 1897. Großherzoglich Hessische Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Spar- und Leihkaffe Gießen. Bei der unterzeichneten Kaffe werden bi» zum 15. l. Mts. außer an den feststehenden Zahltagen auch noch jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftstage abgehalten. Gießen, am 3. Januar 1898. Spar- und Leihkaffe Gießen. voran Commis, selbständige Kaufleute und Herren aus anderen Berufs- ulen theilnehmen können. Listen zur Anmeldung liegen im kaufm. 93er* mrhaus, sowie bei dem Vorsitzenden, Herrn C. Orbig, Bahnhofstr. 30, woselbst auch nähere Auskunft ertheilt wird. 248 Die Schnlcomwissiou der kaufm. Fachschule. itaall tun Iroptraiut l'L-nn WH Dr. Flou tal kiankhii!' trto Wflwt iß, bei vrltei - Siebte bal Mltsch 8(’ ttiiiita -oirhine ff 11 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle eiuzureichen, woselbst die Eröff- T kung stattfindet. Bekanntmachung. Die diesjährige Generalversammlung hat uns aus den Ueberfchüffen Eichenstammholz den Meistbietenden im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Bekanntmachung. Mit Bezugnahme aus die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1878 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthfchaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aushalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekru tirungsstammrolle in der Zeit vom 5. bis 15. Januar d. I bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, veuu fie dahier nicht geboren find, ihren Seburlsscheio, und wenn sie be* reits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungsschein rorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlaffen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Hast bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgcschloffen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung usw. für verlustig erklärt werden. Bezüglich dec zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 4. Januar 1898. Nutzholz-Verkauf. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3 bis 5 km von Gießen entfernt und an chaussirte slbfuhrwege angrenzend, soll das folgende, zu Schnitt-, Schwellen-, Bau und Grubenholz rc. geeignete monatlicher Zahlungstermin und Abfuhrtermin bis zum 15. Mai I festgesetzt. Die Offerten sind bis zum 24. Januar 1898, Vormittags x? btt fr. Zeichn 8tioibDuBe rsM *•' >r T'll lerflU 01,1 ■si L Dio LL'-r- ? «taub, 8 t iÄ‘2 tauff' Mtih •« w V -1«- ntöi tie S M- i btnitin e:| ®nb« mfitn. *• $il 8lU. !«l« ttonatf Dtkmbtr .£?*** k»"» iltc^Ltsthlz lammdn unb vn sch inlbt Sin'tT » nmu|irt|ei anfntfc 'lfBb M iamtr btBälrt H»12. BDb 13 De-mbtr, FroL m>b Schutt »Vvun bin mtchnRixta gt-Shvlich Flvtz Mh rtEBal leben, ob ti pro 1896 einen Betrag zur Verfügung gestellt, um auch im nächsten .. wi|, Sommer wieder eine Anzahl armer scrophulöser Kinder in der (Hi harber. Flv't Eiuderheilauftalt zu Bad-Nauheim unterbringen zu können. Es ■ ^^til SfOttO ; th#rhrt1 hoSFiiTh aITo hipi»ntn»tt $Hi>mnhripr hod (SmrtrFnfTonhotirf 4 i ' Des'zlchch »”bt fötal« fcJÄÄ» {■■ •S*s» " .k Die Skgtbche ”***£ gdtin viril f^etbtu W ' 8:#tw nh«fltf ’ itt Sporen W“ 11® ■* gkatwhtai Dtapft" w . ai( Sporer- ': . * t(i utn*1 nffltbl Stück fm Stück fm Stadtwald 7 114 125,67 „ 8 104 102,94 „ 62 120 65,06 504 174,98 w 75 36 24,92 189 60,80 „ 76 12 7,83 136 51,31 „ 78 103 61,45 545 162,33 Gegen Bürgschaft binnen 14 Tag n nach Genehmigung roi 'Afft gegründet w SMT Köstritzer Schwarzbier. TWl Dieses altberühmte Bier, welches infolge feines großen Malz- und Würze-Extractes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchueriuuen, nährenden Müttern und Reconvalescenten jeder Art von hohen rnedicinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu habtn in Giessen bei Fr. Kuhnhold, Bier-Depot, Ludwigstraße 55. [379 K Gasmotoren-Fabrik Deutz K Verkaufstelle Darmstadt, Louisenstrasse 14. 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Großherzogltches Amtsgericht. Neuenhagen. 403 Ne idhart. Bekanntmachung. Die Händler Jacob Schmidt Eheleute dahier haben am 28. De- cember 1897 Gütertrennung vereinbart. Gießen, am 6. Januar 1898. Großherzogl. Amtsgericht. Neuenbaaen. 402 Submission. Die zu größeren Umänderungen an der hiesigen Kirche nölhigen Bauarbeiten als: Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeilen Schmiedearbeiten sollen Mittwoch, veranschlagt zu: 838,— JL 681,30 458,— 187,50 20,- deu 12. n ii // d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathhaus zu Reiskirchen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Voranschlag liegt bei der unterzeichneten Bürgermeisterei vom 10. bis 12. Januar zur Einsicht offen und werden Lusttragende zu diesem Termin eingeladen. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 406 Vergebung Die Lieferung von 20000 cbm Klein- schlag aus hartem Stein zur GletSunter- baltung für die Strecken des diesseitigen JnspectionSbezirkes soll öffentlich vergeben werden. Termin am Moutag. de« 17. Januar 1898, Vormittags 11 Uhr, in dem GeschSslsztmmer der unterzeichneten Betriebsinspectton. Angebote mit der Aufschrift: »Angebote auf Lieferung von «tein- find verschlossen bis zu oben» genann em Termin postfrei einzusenden. Die Bedtnzungen können bei der unterzeichneten Jnspecton eingesehen, auch gegen kostenfreie Zusendung von 50 Pfg in Briefmarken bezogen werden. AaschlagSfrist 8 Wochen. 40 Fulda, den 28. December 1897. Königl. Eisenbabn-BetriebS-Jnspection 2. Versteigerungen Holzversteigerung im Wjcsecker Gemeindewsld Douuerstag,den lL.Januar 1898, Vormittags IO Uhr beginnend, soll im hiesigen Gemeindewold, District Haide, das nachver- zeichnete Holz versteigert werden: 56 Nadelstämme mit 31,27 fm, 2 H rm Nadel-Scheitholz, 72 „ Nadel-Knüppelholz, 1840 Wellen Nadel Reisig, 29 rm Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunkt ist an der Straße nach Daubringen. Wieseck, am 7. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 405 Empfehlungen. Kreppeän (täglich frisch) empfiehlt 263 Friedrich Noll, Hoibäcker, Mänsbura '2. Tranks Kochwurst pr.Pfd 0,80 Mk. Hart IPa.Servelatwurst w , 1,60 „ geräuchs „ Salamiwurst „ „ 1,50 „ ff. Leberwurft „ w 0,70 „ Zungen gesalzen und geräuchert, von 2,50 Mk. an re. rc. versendet gegen Nachnahme unter Garantie für prima Maaren Max Reiss, Wurst und Fletscbwaarensabrlk, Fahrgasse 98. Telephon Nr. 2026 2___________Frankfurt a. M._________ Täglich frische 370 Kreppeln B Schomber, Wallthorstr. I Kraftsteff-Speisenzusatzextrakt, eresetzlfch geschützt. Nervenstärkend. Blutbildend. a der dem Körper alle rar Btahlnng oöthlgeo Grond Stoffe enetzt, wirkt krlftigend und aueserordcntlieb anregend auf die Verdauung. ‘für ein« uni><>ln.it «rforö.ri.d,« <§>- Nahrungs - Ergänzung. ev QD B ” ö* Ma B es s CL. S1 Z? h s 2 s *4 s Ärztlich empfohlen. GO* In allen Preislagen Flasche Mk.1.80 b. Mk. 5. Literflasche Mk. 2. Cognac Zuckerfrei Fl. M. 3 — Wemdestillat. 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