j^hbach? 1 lenb, v'B» W, ■«»astock «d •»«?,. uud ^aamwoHt. emleiueveu schcntüchtt Ws Md wttben |U rchmH ifcßtnudi ♦♦ chtitm VM hsierzen ;haaf, stitttswj 39. rabj Mn eg 88. TBE häfts nach Plockstraße 2 bt- Uhren W ob Mittel, A O MnWn zöl* 81* 101* it* 4$* 100* 00* Zoldwaaren ducken und habe deshalb »eue d ermäßigt.__™ ®riH gj>J| "3^ Sr°c--U gi|ber«nte »>■ PoMlkftn -—7. x Wlenb- Vbl- 99* jiS» 8 > —TZTuffln« Pt*« ® ‘ Kto FnTj)rDCkt,rel (Flet»6h ** Schulitr»«*’-___- Ke^enke. Jerrarien. »ult«5 £eim5, w zu Ditrrstw. flitftM v'kurt^ ’ 51 jDecemi« 1* 1SOS Donnerstag den 8. December Nr 288 Erstes Blatt. Gießener Anzeiger NW« w U*<«4 General-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblutt für den Krcif Gieizen. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter MmMm, N»*ttUe «rb »reimt: 9 Feuilleton Vit Vn)«ig*n»8mnlttluB0ttlai M Je» wnt UUM erbet« lejnicr *xi »tn Girtzenn : >«|«i<«l 8*mbrrNr 1h 61. Aelir Philippi. (3ur Kiffubrnng seines Dramas: „Tas Erde".) (Ctiflinalberfat.) Die Bühnenstatiftik de» vorigen Jahre» ergab die keines, veas unerwartete Thalfache, dab von den jetzt lebenden Dnmiatikern keiner so oft aufgeführt wurde wie Philippi. Da» ist eine Hobe Thatsache, zahlenmäbig belegt; sie sagt in« klipp und klar: Philippi meib von den Modernen am besten den Geschmack dc» Publikum« zu treffen, seine Stücke finden in den Augen de« Publikum« die höchste Gunst. Zn dem einen Jahre ist« Philippi, in dem anderen ist e« Blumen, toi mit dem «Weißen Rößl-, der den höchsten Record erzielt. Da« Publikum ist eine vielköpfige Hydra, und fast jeder Kopf hat feinen eigenen Geschmack, sodaß e« heute für den Bühnen- schriftsteller eine noch schwierigere Arbeit ist, diesem Publikum iU Gefallen zu schreiben, al« e« einst für Herkule« war, der Hydra die Köpfe abzuhauen. Wenn darin ein kleine« Lob steckt für den Tausendsassa, der die» zu ®efle bringt, so darf doch auch die Kehrseite der Medaille nicht verschwiegen »erben. Philippi fügt stch bewußt dem Geschmack der Menge, er »rdnet seine Dramen, die Kunstwerke sein sollten, dem All. tagsoerlangen unter, er dreht seine Fahne dem Winde zu, er lchlel sich nach der gerade vorherrschenden Rergung de» Publikum«. Dadurch sinkt er natürlich von der künstlerischen Höbe herab auf ein ziemlich tiefe» Niveau. Er legt nicht nehr Werke, die au» dem BedÜrfniß de» Künstler» heraus Deutsche» Aelch. Berlin, 6. Dieember. Außer dem Etat soll heute auch bie Militär.Vorlage, nachdem sie vom Bunbesrath In feiner heutigen Plenarsitzung angenommen sein wird, bau Reichstage zugehen. Berlin, 6. December. Die Abendblätter befchästigen Jfa eingehend mit der heute vom Kaiser gehaltenen Thron- nede und heben hervor, daß dieselbe ungewöhnlich lang sei «nd keine besonderen Ueberrafanngen bringe. Die »Kreuz, ■chuag- meint, in weiten »reifen werde es lebhaft begrüßt »erden, daß die Thronrede au erster Stelle der socialpolüi- fch:n Aufgaben gedenke. — Die „Rational-geltung' hält es Al« bezeichnend für die Innere politische Lage, daß neben den Eindrücken, die der deutsche Kaiser von der Tüchtigkeit des Itutfaen Elementes im Orient erhalten hat und neben den tzreuudfchaftlichtn Beziehungen zur Türkei ausbrück ch ein Vorgang wie die Uebereignung de» oft genannten Grund- Eäcke« auf de« Berge Zion für einen katholifchen Verein tn ler Thronrede erwähnt wird. — Die „Verl. Reuest. Rachr." finden, daß die kaiferllche Begrüßung des Reichstages diesmal »ärmer gehalten ist, als gewöhnlich, wie überhaupt durch Hie erst kürzlich beendete Raiferreife ein persönlich fchwnug- »oller Zug in die sonst geschäftliche Kundgebung gekommen Ich — Die „Germania- vermißt tn der Thronrede die lex Heinze, betont jedoch, es fei 'hr verftchert worden, daß deren Einbringung zu erwarten stehe. Das Blatt findet die gemachten Vorlagen nicht nur zahlreich, sondern auch zu« großen Theil von großer Bedeutung. — Die „Bosfische Zeitung- ist Erstaunt, daß tn der E.öffnungsrede Mittheilongen über einzelne Vorgänge fehlen, die In neuerer Zett die Ö ffentlichkeit vieltzach beschäftigt haben, fo Mittheilungen über die Lippe'iche F.aze und da« Reich« Militärgericht, über eine Veränderung le» Vereinsrecht« und über ein veificheruugsrecht. — Da« „Berliner Tageblatt* verm'ßt eine Erwähnung der Dreh'us- Angelegenheit und ist der Meinung, daß der pofitive Inhalt »er Thronrede nur Bedenken an den Stellen erwecke, die fich auf die Gestaltung der Reichs-Finanzen beziehen. Die Auf- .gäbe der Volksvertr:tung werde es sein, In biefew Punkte tas, was die verbündeten Regierungen anscheinend uuvoll- ständig gelassen, durch ein sehr vorsichtiges Prüfen der checunlären Erfordernisse zu ergänzen. Berlin, 6. December. Der Reichshaushalt für 1899 beläuft fich In Einnahme und Ausgabe auf 1664 580650 Mk. Die gesiwmteu Ausgaben übersteigen ble des Vorjahres um 112952 042 Mk., und zwar entfallen ,on de« Mehr auf die dauernden Ausgaben 69008913 Mk. inb auf bie einmaligen 63 943129 Mk. Bon dem Mehr- bedarf bt« ordentlichen E ats entfallen auf die Verwaltung \a Rrichsheeres 2091019 Mk. fortdauernd (und b,i den einmaligen Ausgaben ein Weniger von 16 829 363 Mk ), auf die Neuorganisation de» Rrichsheeres 6 378 491 Mk. fort dauernd und 16283 267 Mk. einmalig, aut die Verwaltung der kaiserlichen Marine 6 352221 Mk. und 763850 Mk., auf die Verwaltung des Gouvernements Riautfaon 3 500000 Mk. einmalig, von den außerordentlichen Ausgab-n entfallen 44 606 689 Mk. (+ 28 736898 Mk.) auf das Reichsheer, 83879000 Mk. + (4 243000 Mk) onf bie Martne nnb 12726600 Mk. (+ 804300 Mk.) auf die Eisenbahn- Verwaltung. Die Einnahmen setzen fich solaendermaßen zusammen: Zölle uns Verbrauchssteuern 742260 960 Mk. (4- 40771500 Mk ), Reichssten'pelabßaben 61648000 Mk. (4- 806000 Mk), Pott- nnb Telegrophenverwaltung 47 065 806 Mk (4- 7294088 Mk.), Reichsbruckerei 1873 890 Mk. (4- 234 610 Mk.), Eifenbahuverwa'wng 26 588 600 SRI. (4- 262700 Mk ), Bankwesen 9789 600 Mk. (4- 3801300 Mk), verschiedene Verwaltung» E.nnahmen 14 974167 Mk. (4- 508916 4Dir) Reichs.Java'.idenfonds 27 938539 Mk. (— 708 015 Mk). B-räußeru. pen voa ehe- mal ßeuF'ftuugsgruvdstücken 1 018263 Mk. (-f- 448293Mk.), Ueberschllffe au« früheren Jahren 25521430Mk (— 3 170685 Mark), Ausgleichnügsdr riige 14 696 878 Mk. (-s- 14696878 Murk), Matrikulardeitrage 489 953828 Mk (-s- 14227260 Mark), außerordentliche Deckungsminei 91211 189 Mk. (+ 83784198 Mark), darunter Anleihe 89 921189 Mk. (-s- 34 291 198 Mk) nutlauö. Wien, 6. December. Der Ftuanzminister hat heute Im Abge or bnet enhause zugleich mit dem Budget pro 1899 eine Vorlage betreffend bie Bestreitung des Skaatsaofwandes tn der Zeit vom 1. Januar bis Eube März 1899 eingebracht. Rom, 6. December. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird die Lage tn Peking al» äußerst trttifa bezeichnet, sodaß eine gemischte Occuparion Pekings durch die Truppe» der Großmächte unvermekdl ch geworden sei. Paris, 6. December. tote verlautet, soll die Zusammen- birufung des zweiten Kriegsgerichts aus Antrag von einigen Mitgliedern des RrtegigerfaH nmgeändert werden. Ein anderes Gerücht besagt, der Laffationshvf habe beschlossen, Drlyfus auf de« Dampfer, welcher am 3 Januar Cayenne verläßt, nach Frankreich zurückkomwen zu lafltn. London, 6. Decrmber. Einer Meldung au« Shanghai zufolge »ft die schwierige Lrge tu Nankmg uuoerändert. Der fran.öfi'che Consul droht, «ehr Bch.ffe zu requiriren. Seiten» der Chinesen werden tn demonstrativer Weise Schritte zu« W derstand getroffrn. Lo»bon, 6 December. ,Da*'y News^ comwenttrt die Botschaft Mac Kinleys bezüglich der englifa-amertka. entstauben finb, in die Waagschale, sondern solche, bie er nach bestimmten Formen gemodelt hat. Noch nie und nirgend« hat aber das Publikum die ' Literatur gemacht, e« steht abseits in ganz losem Berhältniß 1 dazu, meist ohne alle intime Fühlung. Der Künstler tritt ; auf den Plan und zwingt, rin großer Zauberer, die Menge in seinen Bann; er muß das Publikum in« Schlepptau »khmen, wenn ander« er ein wahrer Künstler von Gotte« - Gnaden ist; wenn er die Pfeise ansetzt, muß die Menge, wie ' von einer souveränen Hund geleitet, ihm folgen, roie die Ratten dem Rattenfänger von Hameln. Nicht da« Publikum darf seine Dichter bestimmen, sondern der Dichter muß sein Publikum bestimmen. Darauf hat Philippi längst verzichtet. , Daß diese Forderung aber nicht aus dem Reich utopiftischer i Kritikeranschauungen stammt, mag ihn da» Beispiel Haupt- ' wann« lehren, der sich auch erst sein Publikum erziehen [ mußte, bi« daraus die Gemeinde ward, die chm heute willig durch - Dick und Dünn folgt. Bor fünf Jahren, als der »Biber- pelz" seine Bühnentaufe empfing, entstand bei dem Publikum ob dieser kecken Zeitfatire em allgemeines Schütteln de« Kopfes, während die Krilck sofort in ihrem Lobe rinmüchig war; heute kennt der Jubel desselben Publikums, da» einst da» Werk beinahe ablehnte, keine Grenzen. In dem kurzm Zeitraum eine» Luftrum» wandelt fich nicht der Gefamack der Menge, aber der Dichter hat e» verstanden, sie feinen Zwecken gefügig zu machen. Die Beispiele dafür ließen sich häufen; ja man kann im Allgemeinen sag«», daß sich wahre Kunstwerke erst spät bei dem Volke ringenist et haben, aber langsam und sicher erobern ste sich immer wettere Kreise. Darum soll der Dichter, der nach Schiller» schönem Worte auf den Höhen der RenschheÜ wandelt, fein Ideal nicht bei den Thalbewohnern verwirklicht finden. — traulichen Verhandlungen zwischen Lord Salisbury und Herrn v. Staal in Zusammenhang gebracht. Deutscher Reichstag. L Sitzung vom Dienstag den 6. December 1898. Bald nach 2 Uhr eröffnet bei überall- stark besuchtem Hause der Abg. Lingens als Alterspräsident die Sitzung und erueont zu provisorischen Schriftsühreru die Abgg. Basfermanu, Herme», Normauu und Braun. E» erfolgt sodann sofort der Namensaufruf. Derselbe ergiebt die Anwesenheit von 317 Abgeordneten. Daß Haus ist also beschlußfähig. Der Präsident LtugeuS beraumt die nächste Sitzung auf morgen Mittwoch 2 Uhr au. Tagesordnung: Wahl des Präsidiums und der Schriftführer. Ceeelee tue* jprooittsMto* Gießen, 7. December 1898. •* Ernannt wurden am 3. December der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Lauterbach Ludwig Rost zum Gerichts» Vollzieher mit dem Amtssitze zu Lorsch mit Wirkung vom Tage des DieostantrittS seine» Nachfolger» und der Bezirks» feldwebel Carl Wilhelm Thüre in Alsfeld zum Gerichts» Vollzieher mit dem Amtssitze zu Lauterbach mit Wirkaog vom Tage seine» Dienstantritt» an — beide auf Widerruf. *• Postpersonal Nachrichten. Ernannt find: zum Post» seeretär der Ober Postaifisteni Pitz tu Kastel (Rhein), -um Ober»Postasfisteuteu der Poftasfisteut Erbe in Mainz, zum Bmeauasflsteuten der Poftasfisteut Kabey tu Darmstadt. Angestellt ist der Poftasfisteut H. W. Becker in Worm». versetzt find: der Postsecretär Delp von Darmstadt nach Alzey, der Telegrapheuassisteut Wenchel von Worm» nach Fraukfurt (Main). Angenommen find zu Postagenteu: brr Posthalter Gchaas in Engelrod und der Schmied Reitz tu Meffel. Freiwillig au»geschiedeu ist der Postageot Schmidt in Meffel. ** Zur „Slia8"-Aufführuug. Zu der om 11. December hier statlfindeudeu Aufführung von Mendelssohn ^EliaS" ist eine von Th. Müller-Reuter geschriebene Erläuterung mit Roteubeisptelen in dem ^Musikführer" erschienen. Diese Erläuterung dürste da» BerstSudottz für da» Werk bedeutend erhöhen und dadurch da» Jntereffe au demselben wesentlich vermehren. Der „Mufiksührer" ist in allen htefigen Mufikalieu» Handlungen zum Preise vou 20 Pf. pro Nummer käuflich. •* Schützenfest 1899. DaS im nächsten Jahre in Gießen stattfindeude 17. Berbaud»»Schützeufest de» Badischen LaudeSschützenvereio», des Pfälzischen und Mittelrheiuischen Schützeubunde» dürfte fich zu einem Feste gestalten, wie e» unsere Vaterstadt noch nicht in ihren Mauern gesehen hat. Da eine derartige Brraustaltuug zu einem gute» Gelingen umfangreiche und frühzeitige Vorbereitungen erfordert, so hat unser Schützenveretu die uöthigeu Schritte bei den städtischen und staatlichen Behörden etugelettet, um deren Unterstützung zv erhalten. Nachdem da» Ehrenpräsidium von den Herren Profeffor Dr. Löhleiv, Geh. Medtciualrath und Rector der LaudeSuutverfität, v. Bechtold, Provinzial- direetor, Gnaurh, Oberbürgermeister, Freiherr v. Rico», LavdgerichtsprSfideot, v. Madai, Oberst und Regiment»- commaudeur, übernommen wurde, constituirte fich dieser Tage der Festausschuß und wählte zum 1. Vorsitzenden Herrn Oberbürgermeister Guauth, zum zweiten vorfitzendeu Herrn Beigeordneten Cowmerzieurath Georgi. Nach Genehmigung der Sotzuogeu für die zukünftige GeschäftSeintheilung wurde befchloffen, dir Bildung der erforderlichen Einzelaus schüfst am Freitag den 9. d. M. in Steins Garten vorzuuehmeu und vou früheren Festen her bewährte Kräfte heranzuziehen. ** Neues Farbeudruckbild von Gießen. Wir wollen io wohlverstandenem Knnstiotercffe nicht versäumen, die Einwohnerschaft vou Gießen auf da» vou unserem etuheimischeu Maler O. Fritz iuseeuirte Unternehmen, einen prächtigen, künstlerisch auSgesührtru Farbendruck von der malerischen Ansicht unserer Stadt Herstellen zu laffeu, aufmerksam zu machen, mit der Bitte, daffelbe durch zahlreiche Unterschriften in der eircultrrndru L ste zu unterstützen. DaS Original, Jn Oel gemalt, ist der Liste beigegebrv. Mit der Ausführung hat der Künstler die weltberühmte Kunstanstalt vou Otto Troitzfch (Berlin) beauftragt. ** Kuufluotiz. Für manchen Leser unsere» Blatte» dürfte e» vou Jntereffe sein, von einem engeren L-ndSmauue zu hören, deffeu in diesen Spalten bereits mehrfach anerkennend gedacht wurde. Wir entnehmen einem Cooerrtberichte gramm. Sartorius besteht auf seinem Recht, er hat das Erbe zu erhallen. Aber Baron Karl hält sich allein dieser Aufgabe für gewachsen, und so kommt es zum Bruch. Sartorius scheidet aus seinem Amte, er verläßt seinen Posten, obwohl die Arbeiter mit einem Strike drohen. Nur noch einen letzten Dienst erweist er den Werken: er entlarvt den Schurken, der unsaubere Geschäfte mit England betrieben hat, den Holländer van der Mathiesen, den es nach Sartorius Stellung gelüstet. Dann geht er, um für den Rest feines Lebens Rüben zu bauen. Reben dieser Haupthandlung darf die Liebesepisode nicht fehlen. Der Holländer hat eine Tochter, die es dem Baron angethan hat, und Sartorius' Töchterlein ist, ohne daß der Baron eine Ahnung davon hat, in ihn verliebt. Der Zuschauer aber hat, nachdem fich das Laster erbrochen, guten Grund zu der Bermnthung, daß Laurun dereinst noch Sartorius' Schwiegersohn werden wird. Die beiden ersten Acte find geschickt aufgebaut, der zweite Aufzug schließt hochdramatisch ab. Aber dann hört jegliche Entwickelung auf, alles wird übers Knie gebrochen. Auch an Unwahrscheinlichkeiten fehlt es den beiden letzten Acten nicht. Ueberall spürt man jedoch eine gewiffe Geschick- Üchkeit in der Führung der Handlung, die von Coulissenkunst nicht weit entfernt ist. Wenn Felix PHUippi fein nächstes Werk schreibt, ist hoffentlich der Fall Dreyfu» erledigt- das wäre ein dankbares Thema? de» -Mannheimer Geueralanz." folgende»: Ganz besonder» interesfirte uns da» Auftreten de» Herrn HofmufikuS Kruse, und wir waren überrascht, unter den im vergangenen Jahr neueugagirten Violinisten unsere» Orchester» einen Künstler von solchen bedeutenden Fähigkeiten zu finden. Herr Kruse spielte die enorm schwierigen Zigeunerweisen von Sarasate, eine Mazurka von Wieniawskh und ein Notturno von Chopin, letzteres mit hervorragend schöner Tongebung, alle drei Nummern mit glänzender, hochentwickelter Technik, nnd zeigte fich iw Besitz all' der Eigenschaften, die der Solist in fich vereinigen muß, vor Allem verfügt er über ein zuverlässiges Gedächtniß, da» ihm da» Auswendigspielen ermöglicht, und über einen sehr schönen, temperamentvollen und ausgeglichenen Vortrag, der ihm sofort die Sympathien der Zuhörer gewinnt. Wir hoffen diesen tüchtigen Künstler noch öfters in unseren Covcerten hören zu können. *• Concert-Berein Die Hauptprobe am SamStag den 10. December zum „EliaS" findet schon um 5*/2 Uhr, (statt 6 Uhr) statt, wovon wir gefälligst Kennrniß zu nehmen bitten. •• btadttheater. Da» Lustspiel „JmweißenRößl" bewies auch bei der gestrigen achten Aufführung seine Zugkraft und wurde bei gut besetztem Haus: flott zur Darstellung gebracht. ** llmban des Bahnhof». Dem Verfasser de» vor einiger Zett in diesem Blatte veröffentlichten Projekt» für die Umänderung der gesammteu hiesigen BahnhofS-Aulage ging n. A. eine mit 70 Unterschriften bedeckte Zuschrift au« Kleinlinden zu, in welcher der Zustimmung Ausdruck verliehen wird. •• Btehmarktbericht. Der Auftrieb auf dem gestrigen Biehmarkt bezifferte fich auf etwa 8 bis 900 Stück. Fremde Käufer waren wenig erschienen, trotzdem ging der Handel gut. Unter dem Auftrieb befanden fich einzelne sehr schwere Thtere, die zu sehr hohen Preisen verkauft wurden. Die erzielten Preise waren für Milchvieh 1. Qualität 400 bi» 450 Mk., (einzelne schwere Kühe brachten 476 bis 525 Mk), 2. Qualität 800 bi» 350 Mk. Aeltere Thiere zum Ab- melken, welche wenig Liebhaber fanden, wurden zu 140 bi« 200 Mk. verhandelt. Kälber kosteten, schwere Maare 58 b'» 62, mittel Maare 54 bi» 56 Mk. per Centner. Dec Markt tou'tie nicht ganz geräumt. Zum $0. Geburtstage des Herrn Heinrich Eurschmann Lehrer i. p. --=3—48-- Ein köstliches Leben, — ein leuchtender Tag, Wie selten nur Einem beschieden; — Ein Leben voll Arbeit, ein Leben voll plag’. Gewidmet den Menschen hienieden! Gin göttliches Loos ist's, ein Lehrer zu fein, Tin Führer der fröhlichen Jugend; Sein Leben dem Dienste der Menschheit zu weih'n, Sie führen die Wege zur Tugend! Nicht Menschen nur hat sein erglühendes Herz Mit Güte und Liebe umfangen: Auch Thiere zu schützen vor Dualen und Schmerz War immer sein heißes Verlangen. Wie mahnte er ernst zu jeglicher Stund' Die Gottesgeschöpfe zu ehren, Und stets war bereit er mit zürnendem Mund Der Bosheit und Roheit zu wehren. Gr streuete Futter austs schneeige Land Den Vögeln mit mildem Erbarmen, Und sammelte emsig mit sorgender Hand Viel' Gaben den darbenden Armen. So hat er der Kinder jauchzender Schaar Beim Klange der Weihnachtslieder Den Thristbaum entzündet manch seliges Jahr- Baid kehret die Weihnacht wieder: Dann seh'n wir den nimmer ermüdenden Mann 3m Kreise der 3ugend verweilen, Bei flimmernden Kerzen, beim duftenden Tann' Die Gaben des Ehristkind's vertheilen. (D möge der Kerzen hellstrahlender Schein Erleuchtend in's Leben ihm dringen Und kindlicher Jubel und sonniger Schein Den seligsten Frieden ihm bringen. (D möge sie reifen, die herrliche Saat, Die reichlich gestreut er im Leben Die häufig geübte, die edele Thal, Ein leuchtendes Vorbild uns geben! Carl Gkißlrr. /, _ Xw» bei L«t« fftv M« Litt. Vor 29 Jahren, am 8. December 1869, wurde in der Peterskirche zu Rom das oaticanische Concil in Gegenwart von>700 berufenen Theilnehmern mit allem Glanz er- öffnet. Am 14. Juli 1870, gerade als die schweren Gr- witterwolken de» deutsch-französischen Kriege» am Horizont aufzogen, wurde dann dort das Dogma der Unfehlbarkeit feierlich verkündet. Schwurgericht. W. Gießen, 7. December 1898. verhandelt wird heute gegen den Küfer Max Schacher- maher au» Zuchering in Bayern, zuletzt in Gteßeu wohnhaft, angeklagt wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch. Dir Bertheidigung führt Rechtsanwalt Katz. E» find 15 Zeugen zu hören, außerdem ist al» Sachverständiger Kreisarzt Dr. Haberkorn im Saale anwesend. Der Angeklagte erklärte, er sei a» 14. September 1872 in Zuchering in Bayern geboren nnb sei 3 Jahre in Güßen in der Actien-Brauerei thätig gewesen, er ist nicht vorbestraft. E» handelt sich um die Rauferei, welche am 22. October d. I. Abends in der Ketten« Brauerei stattgefunden, wobei der Angeklagte mit eine« sog. Schnitzer den Joh. Hammer niederstach, so daß derselbe sofort eine Leiche war. Der Angeklagte erzählt, e» sei an tem betreffenden Abend auf der Brauerei ein Fest gefeiert worden. Man habe im alten Maschiueuhau» getrunken, e» seien komische Vorträge gehalten worden, da habe der Verstorbene Hammer mit einem Lollegen Streit angefangen, man habe die Gegner trennen wollen, und hierbei habe er von Hammer einen Schlag in» Gesicht bekommen- er habe fich gewehrt und dadurch dr» Hammer in Muth versetzt, so daß die Collegen sich dazwischen legten, und Hammer, der stark angetrunken war, in sei» Zimmer brachten, woselbst sie ihn in» Bett legten. Schacher- maher wollte fich darauf auch in sein Bett begeben, er wurde jedoch vou seinen Collegen bedeutet, noch zu warten, well Hammer, deffen Schlafzimmer neben dem seinigeu sich befand, noch nicht schliefe und den Streit von Neuem beginnen könne. Der Angeklagte will darauf in die Küferwerkstatt gegangen sein, dort hat er, wie er gesteht, da» todtbringende Meffer zu fich gesteckt, doch bestreitet er, dabei daran gedacht zu haben, da»- selbe al» Waffe zu gebrauchen. Schachermayer schildert, daß, wie er von der Werkstatt nach der Maschinenhalle zurück gewollt, er — e» war an jener Stelle dunkel — zwei Personen ans fich zukommen sah, von denen der Eine ein hoch» erhobene» Faß über den Kopf schwang. Er sprang hinter eine Säule, an welcher im gleichen Moment da» Faß vorbeiflog - da sei er vorgespruugen und mit Hammer zusammengetroffen, und hier sei — er wisse nicht wie — der Stich von seiner Seite gefallen, er habe fich bedroht geglaubt. Der Borfltzende bemerkt, daß der Angeklagte sofort nach vollbrachter That bitterlich geweint habe und tiefe Reue gezeigt hat. Bet der hier folgenden Bewei»anfnahme wird von de» verschiedenen Zeugen behauptet, Hammer sei ein streitsüchtiger Manu gewesen, der öfter stark betrunken war, während man vom Angeklagten da» Gegentheil sagt- dieser sei ein ruhiger, friedfertiger Mensch, der allem Streit au» dem Wege geht. Die Zeugen schildern die Vorgänge an jenem Abend übereinstimmend mit der Bekundung de» Angeklagten. (Schluß folgt.) Rtrchliche Anzeigen -er Stadt Gictzen. Evangelische Gemeinde. Im ConstrmW W-) i$cit der Stadt Glehn lischt 6t«einbe. mdmsaal, «mstadt «1r December, jt der TodesMe tu GiW Nooember bis 3. D.cembu M «SKg? pia *** 2 - ' 1 KD 2 - 1 ______--- ®’’SSÄ^0^’“ Ndw ikVbru»»' Nachricht"' brt eaia ,,, (. Di. «Wf «MW tage M** >„ toiuiil1* Import« £ bif 6t,.a|11 ieatot (»»" '** <«*“•' ! Ub lief «“Wt i» % K'-ZL Els Präfibev», Dr. d. Frege (conf.) als erster Bicepräfibeut ■ab Vaflermann (natl.) al» zweiter vieeprSfibent heute vor« geschlaeen unb auch gewählt werden. Verliu, 7. Dreemder. Mit der Aractivu der deutsch- foctalen Rcforwpartei werden sich außer den anderen antlfemhiftben Abgeordneten die süddeutschen vauernbündler und der Abgeordnete Pauli zu einer Vereinigung zusammm- schließen, um selbständige Anträge einbrtvgen zu können. Beelti, 7. December. Die socialistische Reichs- tags-Fraction hat gestern den bisherigen Borstand wieder- gewählt und beschloffen, bei der heutigen Wahl der Präsi- deuten selbständig vorrugehen und bei der Präsidentenwahl für den Abgeordneten Singer zu stimmen. Al» Schriftführer wird die Fraktion den Abgeordneten Schippe! vorschlagen. Ferner wurde beschloffen, die früheren Anträge aus obligatorische Einführung eines Reichsberggesetzes und des acht Stunden - Arbeitstages wieder einzubringen. Ebenso wird eine Resolution eingebracht werden, in der die Ausdehnung der Gewerbe.Inspectionen verlangt wird. Als Redner für den Etat und die neue Militärvorlage wurden die Äbgeord- ■eten von Bollmar und Bebel bestimmt. Siel. 7. December. Beim Nirdersühren einer Pinasse von Bord des Panzers „Bcoealf* kam diese zum Sentern. Trotzdem etwa 20 Offiziere und Matrosen sofort nach- sprangen und eia Torpedoboot zur Stelle war, find zwei Matrosen ertrunken. Marburg, 7. December. Io der Stadt Sch Weinsberg ist tu der letzten Rächt ein Groß teuer ausgebrochen, vier Gebäude find vollftäabig niedergebraont. Eine Tom- pagnie Jäger ist zur Hilfeleistung nach dem vrankplatz ab- gegangen. München, 7. December. Unter dem Titel .Neue Bayerische ßeitung' erscheint vom 1. Januar ab tu München ein Organ der bayerischen Leutrumspartei in engem Anschluß an die Lentrums-Fraciion bei bayerischen Landtage». Die R daetlon übernimmt Herr Ph'l'PP Frick, früher Re- dacteur der »Augsburger Volk- Zeitungs. Paris, 7. December. Der General Dos sä, Präfldeut des zweiten Sriegsgrrichts gegen Picqoart, hat gestern den Audienzsaal, wo P'cquart verhört wird, befichtigt. Er 'prach längere Zeit mit dem Susieber und ordnete die HnffrtQung mehrerer G'tzp atze im Saale an, der nur geringen Raum hat. Man glaubt, daß er dem Andrange des Publikums nicht oenügrn wird. Paris, 7. December. In den heutigen Morgeublätiern bildet das Hauptgespräch die eventuelleLandidaiurPi cquarts zum Senat. Die Zeitung ,®lobe* bemerkt hierzu, die Landidatur würde nur dann Erfolg haben, wenn Plcqaart vom Kriegsgericht verurtheilt werden sollte. Durch eine Wahl Plcquarts in den Senat wäre er jedenfalls den Händen seiner Verfolger entzogen, wenn die Bevölkerung von Paris überhaupt eine verurtheilung Picqaarts zuläßt. Paris, 7. December. Die Beziehungen zwischen China und Frankreich find sehr gespannt. In hiefigen Mariae- helfen wurde gestern versichert, Frankreich werde der chinefi- schen Regierung ein Ultimatum stellen nnb ein Geschwader nach den chinefischen VewLffrrn entsenden. Paris, 7. December. Präsident Faure hatte gestern eine längere Uarerredung mit Dupuy, wobei ganz besonders die Form der Anklage Plcquarts betreffs Regelung der Lom- petenzsrage erwogen wurde. Madrid, 7. December. Die Grenzbehörden von Iruu haben wiederum eine »rohe Ladung Waffen beschlagnahmt, welche über die franzöflsche Grenze geschafft werben sollten. Die Carlisten bemühen stch, jeden Verdacht einer Auflehnung von fich abzulenken und die Repndl'kaner zu befchuldigen, eine Revolution herbelführen zu wollen. Madrid. 7 December. D e Blätter bezlückwllnschen die Regierung wegen des Eelaffes, in allen spanischen Provinzeu Tabak-Culeuren zo erlauben. Die Blätter sehen beete eine Antwort aus bie Programm-Politik in Washington. W-Lkibk 75 M. bis 18.65 per Met. — sowie schwarze, weiße unb fertige »trenne» berg-reide^ von 75 Pfg. bi« Mk. 18.65 — in den modernsten Geweben, Farben unb DesstnS. Ao Jedermann franoo und verzollt Ina Haus. Muster umgehend. 10177 6. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k. e. k. Hon.) Zürich. 17. December d. I., Vormittag- 11 Uhr, Die Da» Etadtbauamt: Schmaudt. 12128 EamStag den anberaumt. Rr. 7 zur Einsicht der Intereffenten orten. Angebote auf Vordruck sind bis zum oben genannten Termin einzureichen. Beim Bezüge de» Materials ad» unbekannten oder neu angelegten Stcinbrüchen sind den Angeboten Materialproben beizufügen. Zuschlagsftist 3 Wochen. Gießen, den 6. December 1898. Lieferung von Decksteinen aus Aafatt. Die zur laufenden Unterhaltung städtischer Straßen im Rechnungsjahr 1899/1900 erforderlichen Decksteine au» Basalt sollen, wie nach» stehend beschrieben, in elf Loosen öffentlich verdungen werden und wird Termin hierfür auf Bezirk I. Lagerplätze: Marburgerstraße (170) Schottstraße bis Dammstraße (75) Alter Viehmarkt (240) Hammstraße (180) Rodhcimerstraße (am Schlachthaus) Krofdorferstraße, an bet Wollspinnerei. Bezirk II. Grünbergerstraße (345) Wiesenstraße (45) Licherstraße, an der Kaserne (270) Steinweg (210) Schiffenbergerweg (60) Erdkauterweg (50) Bezirk III Licbigstraße, gegenüber der katholischen Kirche (265) Liebigstraße, an der Ebelstraße (220) Obere Ludwigstraße Frankfurterftraße, am früher Rabenau'schen Gut Pumpstation. Bedingungen liegen während der Dienststunden auf Zimmer Loose: ebm I. 245 n 420 in. 835 IV. 100 V. 890 VL 480 VH. 110 VIII. 485 n 185 X. 335 XI. 85 Bekanntmachung. Am 10. Januar 1899, Nachmittags 1 Uhr, findet im Saale de» Balthasar Schäfer VI. zu Steinberg eine außerordentliche Generalversammlung der Actieugesellschaft Spar- und Leih- kaffe Watzenborn-Steinberg statt, zur Beschlußsaffung über den Antrag de» Balthasar Philipp VII. von Watzenborn und Genoffen auf Uebernahme der zwischen ihm und dem Gurator des verschollenen ($eorg Jakob Burk von Watzenborn, Johann Eberhard Leicht daselbst, flrettigcn, au» seinem mit der fraglichen Actiengefellschaft geführten Proceffe noch rückständigen Kosten und der durch diesen Strett entstandenen weiteren Kosten auf die Actiengefellschaft. Nachdem der Vorstand da» auf Grund de» $ 29 c des Statuts an ihn gerichtete Ersuchen auf Einberufung der Generalversammlung abgelehnt hatte, wurden durch Beschluß de» Großh. Amtsgerichts Gießen vom 18. November 1898 folgende Actionäre: 1. Balthasar Philipp VII., 2. Jakob Happel II., 3. Balthasar Burk V., 4. Joh. Gg. Hirz, 5. Lehrer Heilmann zur Einberufung der Generalversammlung ermächtigt und erlaffe ich in deren Namen vorstehende Bekanntmachung. 12106 i Gießen, den 6. December 1898. Nömheld, Lkchtssmoslt. fronkfadfr tkbkns-vMrrllngs-GkskWaff io Frankfurt a. M. (»reichtet im Jahre 1844. Grundkapital..............Mk. 5 142 840.— AusgerahUe Cterbckapitalien, Renten usw. bi» Ende 1897 Mk. 40 223 000.— Die Gesellschaft bietet durch ihre äußerst liberalen VersicherungSbedinaungen, billigen Tarifprämien und günstige Gewinnbelheiligung den Lerficherten alle Lor- therle, welche eine solide Lebensversicherungs-Anstall zu gewähren im Stande ist. Ten am Gewinn der Gesellschaft betheiligten LerflcheNen wurden bisher Mtt. 2 201 900.— Dividende überwiesen. Prospecle und Auskünfte werden bereüwrlligst kostenfrei enheilt durch Wilh. Herbert, Gießen, 12115 Marktplatz 2. ßrkiiniitmttdjiingeii Aufgebot. Gottfried Bonifer an» Fauerbach, Krei« Friedberg, zuletzt Müller« bursche zu Wieseck, ist am 11. Mai lfd. I. in der Klinik zu Gießen gestorben; er war ledig und hat kein Testament hinterlaffen. Zu seinen gesetzlichen Erben gehören, soweit bekannt, fein Vater Adam Bonifer zu Friedberg unb feine Geschwister resp. deren Kinder, nämlich: 1. Barbara Margaretha Bonifer zu Dieburg, 2. 3eau Honifer zu Homburg vor der Höhe, 3. Juliane Bonifer in New York, 4. Minna geb. Bonifer, Ehefrau de» Andreas Werner zuDieburg. 5. die Kinder des zu Kolmar im Elsaß verstorbenen Ludwig Bonifer daselbst, 6. die Kinder der zu Dieburg verstorbenen äifette ged bonifer, Ehefrau de» Andreas Werner zu Dieburg. Der Nachlaß wurde seither cura. torisch verwaltet und beträgt dermalen 542 Mk. Auf Antrag des Curators Konrad Är öder von Wiefeck werden alle Diejenigen, die Erd« anfprüche an den Nachlaß bilden wollen, hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche, insoweit dies noch nicht geschehen, spätestens im Termin, Donnerstag deu 9. Februar 1899, Vormittag- 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht an» zumeiden und zu begründen, al» sonst sie bei der Vertheilung des Nachlasse» nicht berücksichtigt werben könnten. 12107 Gießen, ben 3. December 1898. Großh Amtsgericht. Langer mann. (itinpfrliluiiijm Die am 28. v. MlS. im Bahnhof Gießen Ältene Särwellenversteigerung wurde liflL Die Zahlung muß von heule ab innerhalb 8 Tagen geleistet und nach weiteren 3 Tagen die Entfernung der Schwellen erfolgt sein. Bei Abholung der Schwellen ist die von der Stationskaffe Gießen ausgestellte EmpfangSbe^ scheinraung vorzuzeigen. [12108 Giesen, den 8. December 1898. Großh. BetriebS-Jnspection 1. Wegen NolWachinng Kuhfleifch, nicht labenrein, zu haben Lahnstraße Nr. 5 im Hof, per Pfund 40 Pfg. — Verkauf Donner»tag Morgens 9 Uhr. [12096 MvchkNkf Augustiner WMier, wie er an ber Quelle getrunken wirb, im Zapf. 1,101 Gasthof M Omni. Mehl! ß^trafeines ßonsectmeyt 1 Pib. 22 Pfg., 5 Pfb. 1,05 Mk., Aurks sst. 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