^hr MS ajj; ässe 4. alt li er, vzt. Wr« MH,dl" " . "toriefu, ¥t(j bnhmd-n ■ ’ltbtitftijenibcn 1!" 95 K Qn. ;'n?ninbflüd mbn ,1“ l«ul000000001 Himii® Lauf 2 jaöt \ Preisen. !«, / «Ci* ,»Htgt. Die amerikanischen November-Wahlen. Man schreibt den „M. N. N." anSNew-Vork: Die Berichte au» allen LandeStheilen, mit Ausnahme des fernen Westens, wo ein oder zwei Sitze gewonnen werden können, lauten in Bezug auf die Longreßwahlen für die Republikaner durchaus nicht günstig. Die localen Führer klagen darüber, daß die Versammlungen schwach besucht sind und die Beiträge zur Lampagnekasie nur spärlich fließen; unter den großen Massen der Parteigenossen macht sich eine Apathie geltend, die von übler Vorbedeutung für den Wahltag (8. November) ist, und die Leute, die sonst so gern sich „Fett herauSschmoren" lasten, d. h. zur Hergabe von Geldbeiträgen bereit sind, legen diesmal eine gewalttge Abneigung vor der republikanischen Bratpfanne an den Tag. DaS Jingogebahren der Republikaner nnd ihr Eintreten für Expansionspolitik hat nicht annähernd den Erfolg, den sie sich davon versprochen hatten. Man beginnt eben jetzt über den letzten Krieg und besten Errungen« schäften seitens der großen Wählermaste anders zu urtheilen wie während deS KriegSfieberS, und Diejenigen, die ihre Haut zu Markte getragen und glücklich genug waren, mit dem Leben davonzukommen, sind keine Apostel und Agenten deS Jingoismus. Die Demokraten erwarten bestimmt 2 bis 3 Sitze in den Neu-England-Staaten, 4 bis 6 in New-Uork, ebenso viele in Pennsylvanien, 1 bis 2 je in West-Virgtnten, Rord- Carolina, Kentucky und Birginien, 3 oder 4 in Ohio, Indiana und Illinois zu gewinnen. Die Republikaner geben Verluste in New-Uork, Pennsylvanien, Indiana und Illinois zu, erklären aber, in den übrigen Staaten ihren Besitzstand behaupten zu können. Der ruhige Beobachter aber erkennt »ach einem kurzen Studium der Lage, daß das Repräsentantenhaus nur mit sehr geringer Mehrheit einer der beiden großen Parteien zusallen wird, denn ganz ist der „Silberschrecken" »och nicht von dem Volke gewichen und wird den Republikanern manche Stimme zuführen, die sie sonst nicht erhalten würden. Die Republikaner können sich freuen, wenn sie statt der gegenwärtigen Mehrheit von 30 eine solche von 4 bis 5 Stimmen behaupten, und die Demokraten werden berechtigt sein, von einem „Erdrutsch" zu sprechen, wenn ihre Mehrheit über 10 betragen sollte. Im Staate New York liegen für die Republikaner die Verhältnisse noch ungünstiger. Den Staatsangelegenheiten wird allgemein so viel Wichtigkeit bet- gelegt, daß man Nationalfragen überhaupt in dieser Campagne seitens des Publikums nicht groß beachtet. ES ist des Canal- scandalS müde und will den neuen Canalring aufgebrochen haben, der nachweislich neun Millionen Dollars verschluckte, ohne etwas dafür zu leisten,- eS verabscheut das neue Wahl- heaufsichtigungSgesetz, das zur politischen Knebelung der Großstadt geschaffen wurde; es haßt daS Abschwören von Steuern, daS in gewiffen Kreisen von Bürgern Mode geworden, und eS verlangt nach Abschaffung der GünstlingSwirthschaft für große und reiche Corporationen seitens der republikanischen Maschine und der von dieser controllirten Legislatur. Der demokratische Gouverneurcandidat AugustuS van Wyck hat die besten Aussichten, erwählt zu werden. Deutsches Reich. Attedrichlruh, 6. November. Der MausolruwSbau geht seiner Vollendung entgegen. Die Beisetzung der Leiche BiSmarckS ist auf den 27. dS. festgesetzt. Die deutsche Studentenschaft entsendet Vertreter zu der Feierlichkeit. Fürst Herbert BiSmarck trifft bereits am 10. dß. hier ein. Ausland. Bien, 6. November. In feine» heutige» Leitartikel fordert daS „Deutsche volk»blatt", daß das in Budapest entfernte yentzi-Drnkmal in Wien ausgestellt werde, damit daS Volk und die auS ihm bestehende Armee sich auch fernerhin « den gefallenen Helden begeistern könne und Hentzi und feine Getreuen nicht umsonst den Opsertod erlitten hätten. Budapest, 6. November. In der letzten Semeiuderath«. Sitzung wurde Ministerpräfident Bauffh wegen der Ent- seruung des Hentzi-Denkmalß zu« Ehrenbürger von Budapest ernannt. Gmunden, 6. November. DaS Befinden der Großherzogin Maria Antoinette vo» ToSeana verschlimmert sich mit jede» Tage. No«, 6. November, „(IfeKtto" meldet, der Krieg »- Minister werde in der Kammer eine Vorlage zu« Ausbau der Alpen-Fort- an der französischen Grenze einbringen. Die Durchführung derselben würde 15 Millionen Lire erfordern. — Der Ministerrath beschloß gestern, die Getreide-Vorräthe in den Milttär-Magaziuen zu verstärken, um bei de« event- uellea Eintritt einer Brotvertheuerung den Communen davon abtrtten zu können. Nom, 6. November. Fürchterliche Regengüsse richteten in Siena, Spezzia und auf Sardinien großen Schaden an. Eine Bahnlinie wurde durch Tunnel Ueber- schwemmung unterbrochen. Anf anderen Linien ist der Verkehr anßerordevtlich erschwert. In Sassari find viele Häuser durch die Flutheu weggeriffeu worden. Der Bahuverkrhr ist dort vollständig gestört. Brußel, 6. November. Der Herzog nnd die Herzogin von Orleans find gestern Abend wieder nach Wien abgereist. Brüssel, 6. November. Die Meldung der „Jndepeudance beige", wonach die allgemeine Wehrpflicht in Belgien eingeführt werden soll, wird jetzt auch amtlich dementirt. Pari», 6. November. Ju politischen Kreisen befürchtet man, daß die Sammer dem Cab in et Dupuy einen Tadel ertheilen könnte wegen der Demüthigung, welche England in der Faschodafrage Frankreich zugefügt hat. PariS, 6. November. „Steele" meldet, daß der frühere Minister Sonst aus demnächst einen der wichttgsten Bot- schafterp osten erhalten werde. Paris, 6. November. Die Niederlage in der Faschodafrage erregt allgemttnen Zorn gegen Rußland, welches beschuldigt wird, allein den Nutzen aus dem Zwei- bnnbe ohne jede Gegenleistung zu ziehen. Der Zweibund gilt als erschüttert. Delcassä bereitet ein Rundschreiben an die Großmächte vor zur Anfrollung der ägyptischen Frage. Pari», 6. November. Während des ganzen gestrigen Tages wurde das Gerücht, daß Picquarts Freilassung bevorstehe, abwechselnd bestätigt oder dementM. Wahr scheint zu sein, daß die Untersuchung klar ergeben hat, daß daS Petite bleu wirklich von einer Persönlichkeit geschrieben ist, die nach PtcquartS Behauptung der Absender sein sollte. DaS KriegSmtnisterium dementirt die Nachricht von der bevorstehenden Freilassung PicqaartS. ES erklärt, Freycinet habe keinen Entschluß gettoffen. PattS, 6. November. Wie hier verlautet, wird der amerikanische Delegtrte bei den Friedens-Verhandlungen, Day, den spanischen Delrgirten im Laufe dieser Woche bezüglich der amettkanischen Bedingungen ein Ultimatum überreichen. Sollten die Bedingungen, welche Amerika stellt, nicht in vollem Umfange angenommen werden, so ist Day angewiesen, sofort die Frieden» Verhandlungen abznbrechen. Petersburg, 6. November. Von insormirter Seite wird verfichert, daß die Regierung Befehl erthetlt habe, die sibirische Bahn bis spätestens 1904 bis Port Arthur auszubauen. Der Bau der äußerst schwierigen Baikal- Ringbahn soll 1902 in Angriff genommen werden. totales und provinzielles. Gieße», 7. November 1898. — Kirchliche Dieustuachrichtm. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnäbigst geruht, am 2. November dem Pfarrverwalter Theodor Werner zu Ernsthosen die evangelische Pfarrstelle zu Nteder-Ohmeu, Decanat Grünberg, zu übertragen. •• Zulafsu»g zur NechtSauwaltschaft. Am 21. Sep- tember wurde der GettchtSaffessor Dr. Wilhelm Bernbeck tu Fttedberg zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Friedberg, — am 5. October wurde der GertchtSoffrssor Friedrich Sch weel in Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg zngelaffen. •• Postperfonalieu. versetzt find: Postinspeuor Gerckeu von Darmstadt nach Diedeahofen als e. Postdirector, der Post- secretär Bruns von Bromberg nach Sroßgerau, die Post- asfistenten F i s ch e r von Mainz nach Frankfurt (Main), Bier- buch von Frankfurt (Maio) uach Darmstadt. Gestorben find: der Postsecretär Freund in Darmstadt und der Postagent Sehrt in Eugelrod. P Stadtthealer. Die gestern Abend gespielte Gesangs- poffe „Robert und Bertram- von Räder war so recht nach dem Geschmack des zahlreich erschienenen Sonntags- Publikum». Die vier Bilder, in die daS Ganze zerfällt, haben an sich so gut wie keinen Zusammenhang, sondern dienen nur dazu, den beiben abgefeimten Gaunern, uach bentn daS Stück benannt ist, Gelegenheit für ihre tollen Sttetche zu geben. Der Verfasser war so klug, die spitzbübische Frechheit anb Ausgelassenheit der beiden bis zu« Sude von Schwank zu Schwank zu steigern. Die Wirkung des ersten Theile» beruht besonders darauf, daß in vier getrennten Räumen der Bühne sich ebensoviel Handlungen glttchztttig unabhängig von einander abspielen. I« zweiten Theil stehe« die Vagabunden noch unter de« Gebot der Nothwehr- indem fie die Landgendarmen, von denen fie verhaftet werden, sehr ergötzlich prellen. Hernach aber treiben fie den Uebermuth so weit, daß fie erst als Ehrengäste beim Feste bet reichen Bavqaiers ihre saubere Profesfiou auSüden unb bann, als Bauernweiber verkleidet, fich unter daS Volk mischen. Raine- gemäß steht oder fällt daS Stück mit der Art der Wiedergabe von beiden Hauptrollen. Unsere zwei Komiker, Herr Wilhelm! und Herr Hel«, wetteiferten förmlich mit einander, fich an Beweglichkeit, Zungenfertigkeit und sprudelnder Laune zu überbieten. Sie sicherten der Posse einen vollen Erfolg, nnd das Publikum zeigte fich äußerst dankbar. Auch mindergute Kalauer fanden noch ihre Liebhaber- die Lieder, die großenthetlS aus bekannten Opern herübergenommen find, zündeten, auch wenn einzelne Sänger fich nicht als sehr stimmbegabt auSwiesen - die vielen komischen Situationen reizten unaufhörlich zu« Lachen. ES ist nach der Anlage deS Stückes begreiflich, daß die andern Rollen nur untergeordnete Bedeutung haben. Doch verdienen die Damen Schuh«avn und Sitar di, die Herren Walter und Liebscher noch besonders genannt zu werden. " btadttheater. Schillers „Jungfrau von Orleans" geht i« hiesigen Stadttheater am Dienstag den 8 d. M. mit vollständig neuer Ausstattung an Costümen und theil- weise neuen Dekorationen in Scene. AlS Gast hat fich für diesen Abend die Direktion bekanntlich Frau Auna Führiug aus Berlin, eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart, verschrieben. ••Pr. Lovcettverein. Zum ersten Mal in dieser Saison hatten fich gestern die Pforten deS Clubsaals für die Mit- glieder unb Freunbe deS Coacertvereins geöffnet, nnb der vollbesetzte Saal lieferte ben besten Beweis bafür, wie sehr fich die Freunde der Kunst nach diesem ersten Concert gesehnt hatten. Für die Mitwirkung waren vo« Vorstand gewonnen worben da- voca'quartett der Damen Lampe, Leithold, Braun und Krause aus Berlin und der hier nicht mehr unbekannte Cellist I. Hegar auS Frankfurt a. M. Die Clavierbegleituug hatte Herr UniverfitätSmufikbirector Trautmann freunblichst übernommen. — Um zunächst anf die Leistungen der Damen zu kommen, so erkennen wir gern an, daß dieselben in ben im BolkSton gehaltenen Gesängen recht Annehmbares boten, daß fie aber im Uebrigen nicht überall den Ansprüchen zu genügen vermochten, die ein Publikum wie das uusttge zu stellen berechtigt ist. Die Stimmen klangen, namentlich ton Ensemble, nicht unsympathisch, aber doch waren eS mit Ausnahme deS ersten Alt keine eigentlichen Concertstimmeu, die Textaukiprache war deutlich, aber nicht immer einheitlich, und bet« Ardmen war zwar ein ttchtigeS verständniß für gediegene Phrafirnng nicht zu verkennen, doch hätte ein etwas geräuschloseres Athemholen den einzelnen Liedern oft sicher zu größerer Wirkung verhalfen. Die besten Darbietungen bürste« der „Hochzeitsmarsch" von Soberwann, „Das Märchen" von Möhring unb die von Krause arrangtrten Quartette „Dort unten tu der Mühle" und „Guten Morgen- gewesen sei». — Herr Hegar hatte sich bereits t« vorigen Wiater in be» Kammermusik Concerten des SaalbauvereiuS in vortheilhaster Weife bekannt gewacht, und wenn wir unser Urtheil über seine gestrigen Leistungen kurz in die Worte fassen: Er spielte ttfliblg seines Lehrers nnb Meisters Hugo Berker, so glauben wir damit nicht zu viel zu sageu. Er ist ein berufener Künstler, der nicht nur technisch auf der Höhe der Zeit steht, sondern auch vermöge einer ausgezeichneten Begabung anb durch verstSuduißvolleS Studium feine Vorträge zu Meister- leistungen zu wachen versteht. Seine Vogenführung ist sicher unb elegant, bte Technik versagte, selbst in ben Flageolrt- tönen, nirgends, unb in ber Wahl seiner Vorträge zeigte er fich al» Musiker von gelegenem Geschmack, der dem Publikum nicht nur durch Virtuosität, sondern auch durch temperamentvolles Spiel zu tmpouireu weiß. Das letztere hätte In dem Cantabile von Cui vielleicht noch etwa» mehr zur Geltung kommen können. Säwmtlichen Vorträgen des Herrn Hegar folgte rauschender Beifall, so daß er fich zu einer Zugabe (Elegie von GoenS) bequemen mußte. — Herr Univerfität». wusikdirector Trautmann begleitete, wie immer, feinsinnig und diskret, und wußte durch Hervorhebung der einzelnen Poiuttu in der Begleitung die Cellovorträge in geeigneter Weife zu unterstützen. ** Panorama. Eine Reife nach Kopenhage», Stockholm, Ehristiania möchte schon Jeder mache». Aber Stangen» Reisebureau ist nicht billig, und jeder Sterbliche kann fich eine Tour nach Schweden und Norwegen nicht erlauben. Mit Freuden ist e» deßhalb zn begrüßen, wenn Wie sondern Alltagsleibenschaften, Conflicte, die dem Arbeiter so verständlich sind wie dem Fabrikherrn, die das Dienstmädchen so berühren wie die ProfesiorSgattin. Diese neue Kunst, die Umwerthung aller Werthe, mußte sich auch auf die Schau« spieler, die nach Hamlets Ausspruch die kurze Chronik ihrer Zeit sind, erstrecken. Steigt hinab, das war da- große Losungswort, das an sie erging, steigt hinab aus den schwindlichen Höhen eurer Kothurnkunst in die Thäler der Menschen. Am meisten hat sich wohl diese Wandlung bei den so- So sind denn auch die Heroinen immer seltener bei uns geworden. Das moderne Weib hat nichts Heroenhaftes an sich. Mit Charlotte Wolter ist die letzte große Vertreterin vom alten Stamme ins Grab gesunken. Klara Ziegler, die sich die Kunst eines Piloty zum Muster genommen, ist der Mitwelt nur noch eine halbe Größe. Anna Führing, die den Ausgangspunkt dieser Betrachtung gebildet hat, wird nach der Jeanne Darc auch die römische Kaiserin Messalina in Wilbrandts einst für die Wolter bestimmter Couliffen- römerlragödie „Arria und Mesialina" spielen und sich hier im eigentlichen Fahrwasier ihrer Kunst, auf dem Gebiete licht lodernder Leidenschaftlichkeit, befinden. Qui vivra, verra! her ist. Die Erklärung hierfür liegt in der Thatsache, daß die Revolution in der Bühnenkunst bei uns in Deutschland zweifelsohne am weitesten vorgeschritten ist. Diese Umwälzung — keine ruhige Reform, sondern eine stürmische Revolution — ging Hand in Hand mit dem Auf« blühen des realistischen Dramas, das de« sozialen Bewegungen und Bestrebungen unserer Tage sein Dasein verdankt. Die staatlichen Probleme, die uns heute so sehr am Herzen liegen, haben zu allen Zeiten existirt, wenn sie auch zu manchen latent geblieben sind. Aber niemals find Arbeiterfrage und Frauenfrage so sehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt Der Arbeiter ist nicht länger der bezahlte Sclave seines Herrn, der Mensch ist in ihm erwacht; die Frau ist nicht länger die Magd ihres Herrn, der Mensch ist in ihr wach geworden, mächtig regt fich in ihr die freie Persönlichkeit, die Individualität. Solchen Regungen konnte das Theater, das speculum mundi, auf die Dauer nicht verschlosien bleiben. Henrik Ibsen hat mit starker, bühnensicherer Hand die neuen Probleme aufgerollt. Richt mehr Könige und Helden, die das Mittelmaß überschreiten, wie sie der von aristotelischer Poetik abhängige Hamburger Dramaturg verlangte, sondern Menschen von unserem Fleisch und Blut, Menschen wie wir selbst, Menschen mit tausend Fehlern und doch alle von dem Streben nach Wahrheit erfüllt, mit der versengenden Sehnsucht nach dem Glück; nicht mehr kriegerische wundernettes Rautendelein. Des Dichters Werk und den Schauspieler nennt man so bei uns in einem Athem. Man hat sich daran gewöhnt, das Stück mit ein paar nichtssagenden Worten abzuthun und dann sofort auf die Darstellung einzugehen. Es ist gäng und gäbe, über die Schauspieler mehr zu reden als über den Autor, der diese Rollen geschaffen. Das erklärt sich ganz einfach aus der Thatsache, daß sich ein Drama in der und der Darstellung dem Gedächtniß einprägt, daß das dichterische Product in der Reproduction durch die Schauspieler länger in der Erinnerung haftet, daß gewiffe Rollen und ihre Ber« tretet fich im Gedächtnißinhalt veramalgamiren. Andere \ allerdings meinen, daß dies ein Ergebniß des Personencults; fei, der mit unseren großen Schauspielern heute getrieben wird. Man muß wissen, was die Sandrock und Baumeister den Wienern find; wie ganz Berlin Kainz und der Sorma huldigt; wie man in München für Lützenkirchen schwärmt. Roch andere — und wer kann sagen, ob sie nicht den Nagel auf den Kopf treffen? — neigen der Ansicht zu, es sei lediglich die kritische Unfähigkeit des Publikums, das sich über den Werth oder Unwerth eines Stücke» kein selbständiges Urtheil zu bilden vermöge, sich ruhig von dem Tageskrittker ins Schlepptau nehmen lasse und fich daher lieber mit den Schauspielern als dem Kunstwerk befasse. Aber war es denn früher anders? Hat man zur Zeit unserer Klassiker weniger Wesens von den Schauspielern ge- macht? Rein, im Gegentheil. Wenn man die Theaterjournale der damaligen Zeit, deren es eine stattliche Anzahl gab, durch- fieht, so wird man gewahr, wie ausführliche Berichte den Schauspielern ^widmet find. Lessing, der Hamburger Dramaturg, beschafügt sich eingehend mit den^Leistungen der Schauspieler, viel eingehender, als es ein Recensent von heute thut und zu thun vermag. Da wird Eckhofs Leistung in einem längst verschollenen Drama aufs Ausführlichste ge- würdigt- wir erhalten eine feine Analyse des Zorns. Wer von den Modernen vermöchte das psychologisch so ausgezeichnet wiederzugeben? Von den Deutschen war wohl keiner im , Stande, so treffliche Schauspieleranalysen zu liefern wie Lichtenberg, dem man den Ehrennamen eines „deutschen Swift" beigelegt hat. Man muß wissen, wie Corona Schröter zu Goethes Zeiten in Weimar gefeiert wurde; was Ludwig Schröder, der erste im heutigen Sinne realistische Mime der deutschen Bühne, den Hamburgern gewesen ist; was Jffland, nicht nur der Theaterd^rector, sondern auch der Schauspieler, für Berlins Kunstleben zu bedeuten hatte. Dann fällt die Phrase von dem Personencult, den man mit den jetzigen Schauspielern treibt, in sich zusammen; und wenn man seine Blicke nach Frankreich lenkt auf Sarah Bernhardt und Coquelin, nach Italien auf Eleonora Düse und Zacconi, nach England auf Ellen Terry und Irving, so wird man zu der I Ueberzeugung gelangen, daß es mit der übermäßigen Verehrung, die die Mimen bei uns genießen, nicht allzu weit Auszug aus den Airchendüehesn der Stadt Giebea. Getraute. MarkuSgcmetnde. Den 29. October. Ludwig Becker, Fabrikarbeiter zu GießA und Katharine Rausch, Tochter des verstorbenen Arbeiters Hetnrt« Rausch zu Merlau. Zum Gastspiel Anna Führiug's. (Originalbericht.) Sie waren gestern Abend im Theater, meine Gnädige? hat es Ihnen gefallen? Danke, sehr gut, Possart ist doch ein ausgezeichneter Mephisto. — Was halten Sie von der „Versunkenen Glocke"? Es ist ein so poetisches Stück, und die Sorma ist ein Aus des Leit för -ett. Dor 224 Jahren, am 8. November 1674, starb zu Bunchill der englische Dichter John Milton, besonderberühmt durch die Epopöe .Paradies lost“ (Das verlorene Paradies), worin er den Sündeofall des ersten Menschen schildert, durch den alle- Unheil in die Welt gekommen sei. Milton wurde am 9. Drcember 1608 zu London geboren. Eingesandt. Gieße«, dm 8. November 1898. Zur Stadtverordneteuwahl t Während man sich schon allgemein zur Wahl rüstet, vermiss» wir noch die Anregung des Detailltsten-Vereins hierzu. Diese Vereinigung ist nun einmal berufen, die Interessen der Gießener Geschäftsleute in der Oeffmtlichkeit zu vertreten, und sie bat uns zum Oefteren gezeigt, daß sie ihre Aufgabe ltchUg erfaßt hat. An der gedeihlichen Entwicklung unserer Stadt, an der Hebuns von Handel und Verkehr in derselben, nimmt der Kleinhandel da regsten Anthetl und Hand in Hand mit diesem das Gewerbe- daher darf den Geschäfttzleutm bet den zu lösenden wichtigen Fragen die >5» sammenietzung deS Stadtoorstandes nicht gleichgültig sein. Wir richten die dringmde Bitte an den Vorstand des Detaillistm> Verein-, die Hände nicht in den Schooß zu legen und sein«-Mitglieder zu einer Versammlung behufs Stellungnahme zur Stadt- verordnetmwahl zusammen zu rufen. Mehrere Geschäftsleute. •• Wetterbericht. In der Luftdruck vertheilnug ist im Großen und Ganzen feit gestern wenig Aenderung eingetreten. | Im Norden de- «rdtheil- besteht die umfangreiche Depresfion , fort. Central-Europa bedeckt relativ höherer Druck, doch find auch hier verschiedene Unregelmäßigkeiten vorhanden. Gleichzeitig bildet fich aber im westlichen Mittelweerbecken ein neue! Minimum aus. Die Witterung war auf unserem Gebiete heute Morgen vielfach nebelig. Die Hochstationen hatten im Allgemeinen noch schöne- Wetter. — Borau-sichtliche Witterung: Im Allgemeinen unbeständige» Wetter mit stellenweisen Niederschlägen. •• Silber-Hochzeit. Schneidermeister Jacob Kahn und I fctffen Ehefrau dahier begingen gestern da- silberne Ehe« | jublläum. Der Jubilar ist in Gießen der jüngste Veteran au- dem Krieg-jahre 1870/71. | •• Evangelischer Bund. Dien-tag den 8. November, j Abend- 8x/2 Udr, wird in der akademischen Ortsgruppe de- I Evaugeltichen Bindes Herr Missionar Scholten von der | Baseler M.sston einen Vortrag über „Kamerun" halten. I Alle evangelischen Christen find herzlich zu diesem Vortrag, I die im R'staurant „Bavaria" (Seibel) stattfiidet, ein- geladen. ** Da» nächste Schwurgericht wird, waS seine Dauer I betrifft, wohl da- umfangreichste werden, da- seit langer Zeit | tagte Wie man hört, liegen bi- jetzt neun Sachen zur ver« [ Handlung vor, darunter eine Verhandlung, die drei Tage in » Anspruch nehmen dürfte. | - Sewerbegericht. Al- Beifitzer für da» Gewerbegericht I find bestimmt pro Monat November: für die Arbeitgeber | Jean Kirch, für die Arbeitnehmer Schreiner Kreiling- | pro Deecwber: Schuhmachermeister Berg für die Arbeit- | gebet und C garreamacher Rudolph für die Arbeitnehmer. I •• Unfall, vorigen Freitag Abend stürzte ein beim I Theater beschäftigter Mann, welcher in einem Hause der I Brandmasse Theaterrequifiteu holte, derart, daß er nach seiner I Wohnung gefahren werben und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen I mußte. Da die Treppe nicht beleuchtet gewesen sein soll, I wird der Hausbesitzer für den Schaden auszukommeu haben. I •• Feuer. Ja verflossener Nacht 12 Uhr ertönte die I Feuerglocke. Ein dem Oeconomen Röder gehöriger Stroh- j hausen an der Liebigstraße war von roher Hand angezündet I worden nnb brannte nieder. * Generalversammlung de» FischereivereiuS für daS I Großherzogthum Hessen. In der in voriger Woche in G e r n S- I beim adgehaiteneu Generalversammlung des Fischereiverein- I für da- Großherzogthum Hessen, welche unter dem Vorsitz I de- Frhrn. Hryl zu Herrnsheim abgehalten wurde, wurden I einige für die Allgemeinheit interessante Mittheilungen ge- I macht. Bezüglich der ThStigkeit deS FischrreivereinS in dem I abgelaufenen Jahre entnehmen wir, daß in den Rhein nicht I weniger als 43,207 Karpfen und 2837 Forellen- und Schwarz- I bärsch? eingrsetzt worden sind- in die Lahn wurden 1700 Karpfen eingesetzt. Ferner wurden in diese Gewässer 1002 I Zander und 40,000 Zandereier eingesetzt, in GebirgSwafler 6000 Bachseibli-g-brut und 17,000 BachsetblingSeier, außerdem Regeabogensorelleneier 12,000 und Regerbogensorellenbrut 500. Zu einer längeren Debatte gab der Artikel 48 de- Fischereigesetzes Veranlassung. Derselbe besagt: „Wer in schiffbaren Strömm und Flüssen mittelst Anwendung der einfachen Handangel fi cht, macht fich eine» Fischereisrevel- nicht schuldig, vorbehaltl'ch aller Privatrechte." In der Versammlung wurde hervorgehoben, daß dieses Recht den Fischereipächtern großen Schaden bringe und müßten nach dieser Richtung hin dieselben Bestimmungen wie bei den Jagdpächtern maßgebend sein, hier müßte der Frevel ebenfalls bestraft werden. Tchlichlich sprach fich die Versammlung einstimmig dahin au-, bei der Großh. Staai-regierung um Aufhebung dieser vollständig v'laltetea Bestimmung, welche an- dem vorigen Jahr- h'.,nd-.rt stamme, vorstellig zu werden. Beschlossen wurde ferner, fich mit dem nassauischen Fischereiverein in Verbindung zu setz- > wegen gemeinschaftlicher Beschickung der im Juni 1899 in Frankfurt a. M. stattfindenden Wanderausstellung der deutschen Landwirthschaftsgesellschaft. In diesem Jahre sollen ebcnsallS wieder Fische in die Fischwässer eingesetzt werden, so in den Rhein Karpfen, Regenbogenforellen und Forellen- bärsche, in die Lahn Karpfen, in die oberhesfischen GebirgS- wäffer Bachsetblinge und in die Teiche Regenbogenforellen. Bei der Dorstaud-wahl wurden die seitherigen Mitglieder wieder gewählt- neu gewählt wurden die Herren Dr. med. Dörr au- Mainz, Forstmeister Meyer und Reallehrer Hagen. Vermischtes. • Kostspielige Freibillett. Em Pariser Buchhändler erzählt folgende- charakteristische Geschlchichen, da- wieder einen Bewei- für die allbekannte Excentricität Barah Bernhardt- liefert: Die gefeierte Künstlerin erschien eine- BorwittagS in seinem Geschäft und kaufte eine beträchtliche Anzahl Bücher. Der Kaufmann zeigte sich seiner Kundin gegenüber natürlich von äußerster Zuvorkommenheit, und Madame Bernhardt schien sehr guter Lauae zu sein. Gerade wollte sie den Laden verlassen, al- ihr plötzlich noch etwa- eiufiel. Sie nahm dem erstaunten Buchhändler den Bleistift au- der Hand und richtete eine flüchtige Frage an den Mann, die dieser nicht verstehen konnte. Suchcud blickre Sarah dann auf den mir Büchern bedeckten Ladentisch, ergriff einen Baud an» dem vor ihr liegenden Prachtwrrk von Scott, öffnete ihn in der Mitte und schrieb schnell ein paar Worte auf die aufgeschageue Seite. Ehe der Eigenthümer de- kostbar gebundenen Werke- e- noch verhindern konnte, hatte bie caprtciöse Frau daS beschriebene Blatt herauSgeriffen und e- ihm mit verbindlichem Lächeln hingereicht, verblüfft bückte der Mann erst der hinau-schwebenden Gestalt der Künstlerin nach und bann auf da- Blatt, da- er noch in der Hand hielt. ES repräsentirte eine Anweisung für zwei Einlaßkarten zur Vorstellung im Renaissance-Theater. Hrffrntlich findet fich ein Liebhader für da- von der Hand der gefeierten Tragödin eine- Satte- beraubten Prachtwerke-, sonst dürsten dem Buchhändler die zwei FreibilletS etwas rhener zu stehen kommen. • Passende Bezeichnung. Bekannter: „Nun, und Du hast ein Fräulein Doctor geh irathet?" — Junger Ehemann (der die erste Gardinenpredigt erhalten hat): „Ja wohl! Sie hat mir heute früh ihre Antrittsvorlesung gehalten." * Unteroffizier : „O Meier! Lassen Sie doch Ihre Dummheit von einer Actiengesellschaft ausbeuten!" ♦ Backfisch (demnächst 16jährig): „Endlich, endlich wird man bald nicht mehr erzogen!" (Mgg. Bl.) genannten Heroinen bemerklich gemacht. Geht man die hauptsächlichsten Bühnenwerke des letzten Jahrzehnts durch, so wird man nur sehr wenig Rollen finden, die Heroinen zugedacht sind. Bei Lessing kann man sie noch in jedem Drama an- treffen: die Marwood in „Sarah Sampson", die Orsina in „Emilia Galotti", auch die Sittah im „Nathan" und endlich ! ins Lustspielmäßige gewandt Minna von Barnhelm. Bei ' Schiller wird dieser Typus, der in der tragedie der Franzosen wurzelt, seltener. „Die Jungfrau von Orleans' zwar ist bis vor kurzer Zeit auf unseren Bühnen von der Heroine ‘ gespielt worden, sehr zum Nachtheil des Werkes. Johanna ? darf nicht, wie dies auch noch bei den Meiningern geschah, ; als eine andere Kriegsgöttin, als panzerklirrende Schlachten- a lenkerin dargestellt werden, sondern als das von dem Geist ? überkommene Landmädchen, als die gottergebene, fromme, - keusche Jungfrau. Sonst verpufft der erste Monolog al» * ein bloßes Raketenfeuerwerk prasselnder Rhetorik, die später t in ihrer Brust erwachende Liebe wird mindestens von der i psychologischen Seite aus anfechtbar. unser Panorama für nur 30 Pfg. un- die drei Länder mit ihrer herrlichen lanvschafllichen Scenerte gerade so naturgetreu zeigt, al- wären wir an Ort und Stelle. Unsere Reise geht von Kopenhagen au-, dessen Sehenswürdigkeiten uns mächtig an-iehen- hervorzuheben ist da» Thorwaldsen- Museum mit feinen einzig dastehenden Werken de- berühmten Bildhauer-. Wunderbar schön ist die Smdt Stockholm gelegen, wie prächtig nimmt fich nicht der Mälarsee mit seiner crhstallenen Fluth au-. Stolze Schlösser spiegeln sich m ihm, geschmückte Boote, Dampfbarkaffen und größere Fahr- zeuge geben dem Ganzen ein prächtige» Bild. An groß« artigen Monumenten, die die öffentlichen Plätze zieren, ist Stockholm überreich. Die Umgegend Stockholm- zeigt die Herr' chsten Landschlöffer. Riesige Schneidemühlen zeugen von dem mächtigen Holzhandel. Alle» ist inrereffant und bi- in- Kleinste zu unterscheiden. — Christiania mit ^imn Prachtbauten, seiner Univerfität, seinem großen Hasen, Kirchen und Denkmälern, ferner Drammen in seiner schönen Lage, bie großartigen Wvffersälle von HönefoS, bilden einen würdigen Schluß der übrrau» prächtigen Serie, welche von einer Photo- grapdischeu Gesellschaft au- Pari- anfgenommen ist. •• Herr Provinzialrabbiner i. P. Dr. Levi, welcher vor Kurzem sein 92. Lebensjahr vollendet hat, begeht heute in völliger geistiger und körperlicher Frische sein 7 0jährige- Doctorjubiläum. Im Namen der philosophischen Facultät überbrachte der Decan Herr Dr. Behren- dem Jubilar, welcher vor siebzig Jahren an der hiesigen Lande», untverfisät promovirt hat, die herzlichsten Glückwüasche. Indem er die Seltenheit eine- solchen Feste- und die Freude der Facultät betonte, Überreichte er Namen» derselben eine tabula gratulatoria, deren Text Zeugniß davon ablegt, welcher Belebtheit fich Hrrr Dr. Levi auch in den Kreisen unserer ahna mater erfreut. Möge e» dem hochverehrten Herrn vergönnt sein, noch eine Reihe von Jahren in ungetrübter Gesundheit den Abend seine» inhaltvollen Leben» tn unserer Mitte zu verbringen! mÜller-Gießen, Wermuth-Worm- und Baben-Astheim. Die 7..... nächstjährige Generalversammlung findet in Hirschhorn statt, i Actionen, von der Hybris gegen die Götter eingegebene Thaten, io in. Di-s. M auch ao“’?' 4 di- öl|,6*». igV««Ä11 j« •• steigt binaf,a< «WS Ä? bei dn, |> ’«S* 'S ML Mr Wuhnen oon bet i!1 be" '’"*?«* TP°2 ■W “Js bas log btm 8äj dn nstr Monolog all ** Rh«, die spLt« \ ®«® mindestens non bei bar. jaoinen immer seltener bet M hat nichts Herornhastes st die letzte große Vertreterin Wen. Klara Ziegler, die Muster genommen, ist der We. Anna Führing,. trachtung gebadet hat, wiü römische Kaiserin Ussalim lotter bestimmter Couliffe» (■ lina" spielen und sich hier Kunst, auf dem (Miete | befinden. Qui vivra, verril htt». tzm Pariser vachhLodle )t Äeschichtchen, tai miete annte -Mtckitit Eaias irrte Künstlerin erschien dcti nnb taufte eine bettächtlicht in zeigte sich seiner Raubt ester Zuvotkommoheit, nni guter Laune zu sein, »trabt , all ihr plötzlich noch ettril en SuchhSnöler btn Blttsttst Üchtigr Frage an ben Wann, Svch'.nb blickte v-rah bann MM, »rachmrrt non Drott, Wen Anett ein paar Worte auf b« EigrnthÜmer bei tostbar gt itrhindern konnte, M br ie Slalt heranlgerissto °° »gl« 0•»*• SÄt W " Mg. v. ,enl ^7------^ -ZM iMK litte 60 ^' lesen ““ ** JobanneSgemelnde. Den 30. Ddober. Wtthclm Äiglinger. Ei'engleßer zu (Sitten, »nd Änne Katherine Elisabeth Küchmann, Tochter be6 verstorbenen GastwlrthS und Ackermann« Merlin Küchmann zu Waßmuthshausen. Den 1. Nooemder. Carl Moritz HaaS, Schuhmann zu Stehen, und Christine Weller, Tochter des Friedhof ar beiter S Conrad Weller zu Stehrn. Getaufte. Mertuoaemeinde. Den 30 October. Dem Schreiner Ferdinand Sauer eine Tochter, Merle Katharine Susanne Helene, geboren den 18. Juni. Denselben Dem Slasermetfter Georg Hofmann ein Sohn, Georg Kerl Otto, geboren den 7. September. Den 3. November. Dem Kauimenn Kerl Vieler ein Sohn, Rudolf, geboren den 3 September. Luke-aemeinde. Den 30. October. Dem Kauimenn Karl Nowack eine Tochter, Agnes L«na Hedwig, geboren den 11. Juli Denselben. Dem Postschaffner Johann Leonhard Schäfer ein Sohn, Wilhelm, geboren ben 10. Oct oder. JobanneSgewetnde. Den 30. Octobn. Dem Former Wilhelm Köhltnger eine Tochter, Anna, geboren den 23. Stptember. Denselben Dem Metzger Wiegand Wagner ein Sohn, August Hrinrich, geboren den 26 September. Beerdigte. Malihäutzaemelnd«. Den 3. November. Gustav Noll, Kaufmann, unverhetrathet, 54 Jahre alt, starb den 1. November. Markusgemeinde. Den 31. Oct ober. Johann Georg Adami, ein Wittwer, Kaufmann, 63 Jahre alt, starb den 27. October. Den 1. November. Johanne« Kinzenbach, Taglöhner, ver- heirathet, 50 Jahre all, starb den 28. October. LnkaSgemetnd c. Dcn 2. November. Johannes Dem, Oeconow, 53 Jahre alt, starb den 31. October._____ IHrdtlidte Anzeigen der StaM Gietzen. Montag den 7. November, AbendS 8 Uhr: Bibelstunde im Eonfirmandeniaal der Johanneskirche. Kolosserbrief Cap- 1, von BerS S an: Erkenntniß und Wandel der von Christus Erlösten. Pfarrer Dr. Baumann. ________ Spiflplan der orreinigtrn frankfurter SlaNi^atrr. CPctHtbanl. DlmStag den 8. Novemde:: Die Abreise. Hieraus: Joseph in Aegypten. Mittwoch den 9. November: Freischütz. Donnerstag den 10. November: Die Stumme von Porticl. Freiiag bat 11. November geschloffen. SamStag den 12 Novern' er: Lohengrin. Sonntag den 13. November, Nachmittag« 31/# Uhr: Hänsel und Gretel. AbendS 7 Uhr: Der Opern- 4) all. Schauspielhaus. DienStag ben 8. November: Im weihen Röhl. Mittwoch den 9. Novn I r_ i___________________i i___________________i in allen Schriftarten und Kartons werden schnell und billig angolcrtigt in der Brübl’schen Universitäts- Buch- u. Stein- Druckerei A \ (Pietsch Erben) ■ \ Giessen \ Schulstrasse Uhupfchhiiiiien Ua. Kammelfleisch, Keule 60 Pfg., empflebll 11096 ___________Julius Rosenbaum. Aa. Kammekffeisch, Keule 60 Pfennig, empfiehlt 11095 Kritz SchlSrb, Marktplatz. ff. geräuch.Arankf. Würstchen A Stück 15 Pfg., ff. geräuch. Wiener Würstchen a Stück io Pfg., ff. geräucherte Landjäger d Stück 15 Pfg., empfiehlt 11078 Fr. Schreiner, Seltersveg 6-). Süsser Traiibeniuosl uud Federweisser. Schotts Weinstube Bahnhofstrasse Ecke Wolkengasse. Zwiebeln 50 Kilo 4,50 Mk. mit Sack, versendet gegen Nachnahme 11084 J. Wertheimer, »riedberg (Hessen). 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