Greuzpkch len besten, banlff? faxens. sichere den wertes e beste Bedienung ii >zplaß io. ift zu Ttettil x VtaatSausfichl. ik. 565,614,0-1 , 52,528,341 „ 210,461,44! ividende nach Planl ,712 angmch'v hn Jahre 1899 - Dividende fr Kifieos, sowie!< , leine Police;' weitesten Sinne. - nmen. •i durch: H Giessen k i$ vollkommenste )chrobmaschine. au pl Vorzüge tßcher Systeme /greinigend. ifflasch'iM mif Bstandhwddlung. ■Iderges^Zl— D Hessen: »4*ltke,el’m Kahnad« A^preteB *e »{ n < 2; s». li ?! 5 S» Nr. 210 Crstes Blatt. Donnerstag den 8. September 1808 fr(4fiat ttgNch ent Ausnahme bei Moniagi. Du Gießener »«■t(Ueir4tt:«erkl, daß diesen Bestimmungen nicht entsprechende Abschätzungen keine Berücksichtigung finden können. Ueber den Brfund ist ein kurzes Protokoll anfzuuehmen und der Nach« Weisung betzuschlteßen, in welcher daS Srgebniß der Abschätzung mit besonderer Erwähnung Ihrer Verfügung wegen bti Sb- timen» in Spalte 10 einzutragen ist. Zur Abschätzung find He Beschädigte« zu lade«. Für ihre Lhätigkcit in Flurschadeuangelegenheiten be- zirheu die Großh. Bürgermeister keine Vergütung. Die Theil- ULhme bet der Abschätzung gehört zu ihren Pflichtgeschäften. Indem wir noch auf unser AuSschreibeu vom 24. März 1893 (KreiSblatt Nr. 73) verweisen, wonach die bei Ihnen zur Anwendung kommenden Schäden in dem Formular ein- zirrragen find, ohne daß Sie die Feldgefchworeue« wie früher vorläufige« Abschätzung herouziehe«, beauftragen wir Sie, M< nach Maßgabe der vorstehenden Bestimmungen au-gefüllten sr Schweifungen thunlichst bald und späteste»- bis zum 23. September d. Js. an uuS emzuseuden. Sollte bis dahin die Zusammenstellung noch nicht beendet sein, so ist uns jedenfalls anzuzeigen, daß Flurschäden zur Anmeldung gekommen find. I« Anschluß daran werden Sie darauf htugewiesen, daß zur Vermeidung von Weitläufigkeiten Wünsche, welche Manöver- angelegeoheiten betreffen, der Division nur durch Vermittelung der Kreisämter zur Kenntniß gebracht werden können und diesbezügliche Gesuche zur weiteren veranlaffnng uuS vorzulegen find. v. Bechtold. Bekanntmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß dem S. Elsoffer zu Gießen für seine Person die Erlaubntß ertheilt worden ist, bet der Beförderung von Auswanderern nach anßerdeutscheu Ländern als Agent der Hamburg-Amert- konischen Packetfahrt-Actten- Gesellschaft zu Hamburg durch vorberettung, Vermittelung oder Abschluß von Beförderungs- Verträgen nach Maßgabe des Reichsgesetzes über da» AuS- Wanderungswesen vom 9. Juni 1897 und der Bestimmungen des BundeSrathS vom 14. März 1898 innerhalb de» Kreises Gießen gewerbsmäßig mitzuwirken. Gießen, den 3. September 1898. Grobherzogliche- KreiSamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. In Glattberg, Kreis Büdingen, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt und Gehöftsperre angeordnet worden. Gießen, den 6. September 1898. Großherzogliches KreiSamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. In Wißmar, Kreis Wetzlar, ist unter den beiden Schafherden die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Gießen, den 2. September 1898. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Bechtold. Deutsche- Reich. Berlin, 6. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Lharacters als Wirklicher Geheimer Rath mit dem Prädikat Excellenz, unter Verleihung der Aoeiennität vom 1. Juli 1897 ab, an den StaatSfecretär des RetchSpostamtS, v. PodbielSki. Berlin, 6. September. Der ^ReichSanzetger" veröffentlicht eine große Anzahl von Auszeichnungen und Ordensverleihungen, die aus Anlaß der diesjährigen Herbstmanöver in Westfalen erfolgt find. U. A. erhielten die Bischöfe von Münster und Paderborn den Rothen Adlerorden zweiter Klaffe, der Oberpräfidenr der Provinz Westfalen, Studt, die Brillanten zum Kronenordeu erster Klaffe. Dem Oberbürgermeister Hahn zu Bochum wurde die ve- fngniß ertheilt, bei geeigneten Gelegenheiten die goldene AmtSkette zu tragen. Berlin, 6. September. Für die Einberufung des Reichstages ist in den maßgebenden RegierungSkretseu bis jetzt noch kein Termin ernstlich in Aussicht genommen. ES schwankt die Meinung darüber, ob die Einberufung des Reichstages Ende November oder Anfang Decewber erfolgen soll. Die feste Bestimmung wird fich hauptsächlich darnach richten, wann die Landtagkwahlen beend» sein werden und wie die Gesetzentwürfe, zuvörderst der Etat, fertig werden. Der BundeSrath wird höchst wahrscheinlich nicht vor Anfang October seine Thärigkeit wieder aufnehmen. Bis dahin wird das Reichs Schatzamt die Etat Vorarbeiten in Angriff genommen haben. Berlin, 6. September. Auch in diesem Winter werden die Minister, der Anregung des Finanzministers Miquel folgend, allwöchentlich zu zwanglosem Gedankenaustausch abwechselnd je in der Wohnung eines Ministers zusammeokommen. Heute Abend folgen bereits die Minister und StaatSsecretäre einer Einladung des Herrn v. Miquel zu einem Glase Bier. Berlin, 6. September. Zu der Erklärung Kiautschou» zum Freihafen, die einen wichtigen Fortschritt in dem politischen Vorgehen Deutschlands in Ostasten bedeutet, schreiben die ,®erl. Polit. Nachr.": Daß den deutschen Bestrebungen, die seiner Zeit in der Besitznahme dieses chinesischen Kostenpunktes zum Ausdruck kamen, ehrgeizige Abfichten fern- lagen, daß es sich bet der Festsetzung io der Kiautschoubocht um nichts anderes handelte, als um Gewinnung einer festen Unterlage für die handel»- unb verkehrSpolttischen Bedürfnisse Deutschland» In Ostafien, da» hat die inzwischen eingetretene Entwicklung der deutschen Chinapolitik zur vollen Genüge erwiesen. Mit der Erklärung Kiautschou» zum Freihafen ist da» Unterpfand dafür gegeben, daß e» der deutschen Politik fernltegt, in Ostafien ihre Interessen auf einer anderen Grundlage al» der der internationalen Gerechtigkeit nnö Billigkeit zu betreiben. Der Sinn Deutschland» ist eben nur auf friedlichen Wettkampf gerichtet, und e» hat denn auch nicht gezögert, bezüglich Kiautschou» durch die That zu beweisen, daß e» fich bei der Entwicklung de» Platze» von keinen anderen GefichtSpunkteu leiten läßt, al» von solchen, die mit der Auffassung von der Aufgabe Deutschland» im fernen Osten al» einer culturfördernden im Einklänge stehen. Arr-Urnd. M.P.C. Italien. Folgende Einzelheiten über 3 neue in Bau auf den Werften zu Venedig, Spezia und Castellamare befindliche Panzerschiff e werden bekannt. Länge 126 Meter, Breite 23,84 Meter, Tiefgang 8,25 Meter, Wasserverdrängung 12,765 tons. Um da» ganze Schiff herum, mit Au»nahme eine» Theil» de» Hecks läuft ein Panzergürtel aus Nickelstahl, der tu der Mitte 15 Zentimeter dick ist, am Bug und Heck jedoch nur 5 Zentimeter. Die Breite diese» Gürtels ist 1,7 Meter über 1,1 Meter unter der Wasserlinie. Der stärkste Theil de» Gürtel» geht bi« an die Batterie und bildet dort die Außenwand des ThurmeS, der nach vorn und hinten durch einen 25 Zentimeter starken Panzer geschützt ist. Die Maschinen CWipIs sxxauoion) entwickeln 18000 Pferde- kläfte und geben eine Fahrgeschwindigkeit von 20 Knoten. Der Kohlenvorrath wird für gewöhnlich 1000 Tonnen betragen- zur Noth kann doppelt so viel mitgeführt werden. Die Armirung besteht ausschließlich au» Schnellfeuer-Kanonen und zwar zwei 30,5 Eentimeter Geschütze, jede» in einem Thurm, zehn 20,3 Centimeter-Geschütze, welche zu zweien tn einem Thurm stehen, sechSzeh« 7,6 Centimeter Geschütze unb vier Torpedorohre. MP.C. Frankreich. Der Marine-Minister Lockroy plant Reformen, welche die Reorganisation der gesammten französischen Marine zur Folge haben werden. DaS Nord- und Miltelmeer- Geschwader soll für seine alten unb langsamen Schiffe große unb schnellgehende erhalten. Alle hölzernen bezw. theilweise hölzernen Schiffe der Nationen be» atlantischen unb stillen OceanS sollen burch moderne Stahlkreuzer ersetzt werbe«. Paris, 6. September. Die Liga zur Bertheibi- gung der Menschenrechte beabsichtigt anläßlich der morgen erfolgenden Haftentlaffung Picquart» zu dessen Gunsten eine große Kundgebung zu veranstalten. Pari», 6. September. In einem Briefe vom 27. Juni an seine Gattin spricht Dreyfu» die Hoffnung au», daß sein an Fante gerichtete» Revision»gesuch Erfolg haben werde. Er schreibt u. A.: Mein Leben gehört Frankreich, meine Ehre unfern Kindern. General Zurlinden ist unter Ribot College de» Justizministers Trarieux gewesen. Ribot blieb Zurlinden befreundet. Pari», 5. September. Der General Zurlinden nahm am Montag da« KriegS-Portefenille an, nachdem ihm Minister- präfident Brisson gleichzeitig mit seinem Ersuchen um Ueber- nähme bti Portefeuilles das Schreiben des Justizministers hatte zukommen lassen, in welchem dieser vom KriegSmini- sterinm die Uebermittlung des ProtocollS über die Geständnisse des OberstlieutenantS Henry und der Acten des DrehfuS- ProceffeS verlangt. Der neue Kriegsminister General Zur- linden stammt aus dem Elsaß und zählt 61 Jahre (geboren zu Colmar am 3. Juni 1837). Er trat 1858 als Lieutenant in die Artillerie ein, war im Feldzuge 1870 Hauptmann und Adjutant des die Artillerie des 6. Corps in Metz befehligenden Generals von Berckheim unb würbe bei der Sapitulattou von Metz Kriegsgefangener. ES gelang ihm, aus Spandau zu entkommen, worauf er für den weiteren Krieg ein Cowmando von Gambetta erhielt. Im Jahre 1881 jum Obersten aufgerüdt, wurde Zurlinden zweiter Director der polytechnischen Schule, später Commandeur der Jnfan- teriedivifiou in ArraS und sodann bei 4. CorpS in Le ManS. Bon 1895 bis 1896 hatte General Zurltnbeu schon einmal baS KriegSminifterium inne. Zuletzt befehligte er baS fünfzehnte ArmeecorpS in Marseille. Im Miuisterrathe am Montag orrnrtheilte MinisterprSfident Brisson scharf ba» Vorgehen be» bisherigen KriegSmioisterS Cavaignac, welcher dem Brauche gemäß seinen Rücktritt in Gegenwart aller Collegeu hätte geben sollen- ebenso beklagte Briffon die an- grtff-weise Form des Rücktrittsgesuche-. In dem Antwortschreiben begnügte fich Briffon mit einfacher Keuutnißnahme de- Rücktritt-, ohne den mindesten Ausdruck des Bedauerns hinzu-ufügeu. — Bon DrehfuS-freundltcher Seite wird die Frage besprochen, ob Angesicht- der nahe bevorstehenden Wiederaufnahme die angeblich überaus strenge und wett über da- Gesetz hinaus verschärfte Haft, welcher Dreyfu- auf der Teufelsinsel unterzogen sei, nicht schon jetzt eine Milderung erfahren solle. Die Nahrung de- verschickten sei, so wird behauptet, ungenügend. Mau habe ihm die Freiheit der Bewegung geraubt, auf welche die Verschickten ein gesetzliche» Recht haben, und habe eine runde Mauer um die Hütte auf- führeu laffeu, damit dem Gefangenen der Ausblick aus da- Meer genommen werde. Man verbiete den Wächtern, mit ihm zu sprechen. Der Frau würden immer noch bloß Abschriften der Briefe ihres Mannes ausgefolgt. Seit Troutllot das Colontalamt inne hatte, fei der Frau Dreyfu- nur die ein- zige Gunst zugewendet worden, daß mau ihr die Ur.Umschläge der Briefe ihres Gatten gegeben habe. — Jndeß gab der Colonialmtnister Troutllot einem Berichterstatter die Versicherung, daß, sobald die Justiz die Wiederaufnahme anordne, die Rückkehr Dreyfu»' unverzüglich stattfindeu könne. Der Minister sagte auch, die Mauer, mit der man da- Gefäugniß DreyfuS' umgeben habe, sei nicht sehr hoch, der Gefangene könne fich darauf setzen, und durch den die Mauer krönenden Bretterzaun habe Dreyfu- immer noch einen Au-blick auf die See. Darnach scheinen die Berichte über seine allerdings immerhin sehr strenge Haft doch theilweise stark übertrieben. Amsterdam, 5. September. Der Einzug der Königt n Wilhelmine. Seit frühen Morgenstunden wogt eine zahlreiche Menge durch die retchgeschmücktrn und beflaggten Straßen, namentlich in denen, durch welche der königliche Festzug gehen wird. Der gestern Abend herrschende starke Nebel hat etwas nachgelassen. Die Eisenbahuzüge au» der Provinz, deren Zahl verdreifacht ist, bringen fortwährend neue Schaareu herbei. Die Tribünen auf den Straßen, welche der Zug pasfirt, find bereit- gefüllt. ES herrscht großes Gedränge. Seit i/,12 Uhr beginnt die Polizei, welche durch Garnisonen aus der Provinz verstärkt ist, Raum zu schaffen. Alle Häuser find reich geschmückt, hauptsächlich durch natürliche Blumen. Nachmittag- 2x/4 Uhr traf die Königin Wilhelmine in Begleitung der Königin Mutter ein, begrüßt von 101 Salutschüssen und dem Geläute aller Glocken. Im Fürstenzimmer de- Bahnhofes, woselbst fich die Spitzen der Civtl- und Militärbehörden zum Empfang versammelt hatten, hielt der Bürgermeister von Amsterdam eine Ansprache, in der er die Königin hier in der Hauptstadt de- Königreichewillkommen hieß, in der Stadt, welche durch die Berfassaug auch für die königliche Gtde-leistung bestimmt sei. Obgleich der Königin eine schwere Aufgabe harre, so sei sie durch die Königin-Mutter al- Regentin so ausgezeichnet zur Erfüllung derselben vorbereitet worden, daß da- ganze Volk voll- von Vertrauen in die Aufrechterhaltung seiner Rechte sei. Der Bürgermeister schloß seine Rede mit dem Rufe: „Es lebe die Königin!" Nach ihm begrüßte der Gouverneur der Provinz Nord'Holland, der ehemalige Minister Ban Tienhovev, die Königin im Namen der Provinz, die seit mehr al- drei Jahrhunderten mit dem Hause Oranten verbunden sei. Die Königin, welche ganz in weißer Seide gekleidet und mit einem prächtigen Perlencollter geschmückt war, dankte den Behörden für den Empfang in kurzen Worten, indem sie ihre Freude darüber aussprach, daß dieser Tag gekommen sei. Al-daun verließen die Majestäten da- Bahnhofgebäude, um tu feier» Uchem Zug in die Stadt einzufahrm. Der Nebel, der den ganzen Vormittag geherrscht, hatte fich verzogen- der Himmel ist jedoch bedeckt. Vom Bahnhof fuhr die Königin Wilhelmine tu Begleitung der Königin-Mutter, während da- Wetter sich aufhellte und Sonnenglanz die Straßen überfluthete, tu acht- spänniger Staat-caroffe zum Dam im Herzen der Stadt. In dem feierlichen Zug umgaben die junge Königin die Spitzen aller Behörden und eine Ehrenwache osttndischer Fürsten folgte dem Wagen. Auf dem ganzen Wege brachten unzählige Menschenwassen der Königin begeisterte Huldigungen dar. Die Straßen entlang bildete die Bürgergarde und die Garnison Spalter. Abordnungen aller Waffengattungen des Heere» und der Flotte mit Mufikeapellen und Fahnen, sowie eine von Bürgern gestellte Ehrenwache nahmen am Zuge Theil. Bon den indischen Fürsten sind namentlich zu nennen: Der Sultan von Siak auf Sumatra, Bruder de» Sussukunan d. i. Kaiser von Surakarta auf Java, und die Söhne de» Sultan- von Kutrl auf Borneo, — sämmtlich beritten- sie boten in ihren glänzenden Uniformen von europäischem Schnitt doch mit heimischem Kopfputz einen fremdartig.prächtigen Au- blick. — Am Dam angekommen, bewegte fich der Zug um da- dortige Denkmal an den Aufstand von 1830 herum. Dann nahmen die Truppen gegenüber dem König-schloß Auf« stellung. Hierauf zeigte fich die Königin Wilhelmine auf dem Schloßbalkon, mit ihrem Taschentuch die Truppen grüßend. Sie wurde mit begeisterten Zurufen empfangen, welche fich erneuerten, al- die Königin-Mutter an ihre Seite trat und ihr die Tochter die Menschenmaffeu auf den Straßen, au den Fenstern und auf den Dächern zeigte. Nachdem sodann die Truppen vorbeidefilirt waren, wurde die militärische Absperrung de- Dawplatze- aufgehoben, und zahllose Schaareu von Bürgern und Bauern aller Gaue des Königreich»- in allen Lande»trachteu überflmheteu den Platz und brachten den beiden Königinnen stürmische Jubelrufe dar, wofür diese freundlichst dankten. M. N. N. Amsterdam, 6. September. Heute Vormittag um 11 Uhr hat tu der neuen Kirche unter großem Pomp die Königin Wilhelmine den Eid auf die Verfassung geleistet. Da» Innere der Kirche war prachtvoll decorirt. Eine zahlreiche Menschenmenge wartete vor dem Gotte-hause der Ankunft der jungen Königin, welche fich mit großem Gefolge zu Fuß von ihrem Palat- dorthin begab. Brausender Jubel ertönte bei ihrem Erscheinen, aber auch der-Königin«Mutter wurden herzliche Ovationen dargebracht. Die Königin verla- vor den Vertretern der Geueralstaaten die Thronrede mit fester Stimme. Sie erhob fich al-daun von ihrem Thron- fessel und leistete den Eid, die Freiheit und die Rechte ihrer Unterthaueu zu achten, mit erhobener Rechten. Hierauf vollzogen die Vertreter der Geueralstaaten einzeln den Eid der Treue. Damit war die Feier beendet. — Die englische Cavallerte hat 30 Meilen hinter Orn- durman die Verfolgung der geschlagenen Khalifen aufgegebeu, da die Pferde, welche 48 Stunden unter dem Sattel und davon 15 Stund en au Kämpfen betheiligt waren, vollständig erschöpft waren. General Kitchener hat jedoch arabische Kameelreiter-Streifwacheu eingerichtet, welche die Verfolgung fortsetzeu sollen. Der Khaltf hat fich nach Kordofan gewandt. — In Khartum wurde eine Gedenkfeier für General Gordou veranstaltet. Dem Gottesdienst, zu welchem Abordnungen aller Regimenter erschienen, wohnte auch der deutsche Militärattache bet. — Abtheilungen, welche da- Schlachtfeld absuchteu, melden, daß 4000 Derwische tobt aufgefuudeu wurden. — Au- Kairo wird gemeldet, daß der Sirdar und die Generale dort zurückerwartet werden, um mit Lord Cromer ein weitere- Vorrücken gegen Süden zu beratheu, welche- wahrscheinlich noch vor Jahre-schluß unternommen werden soll. Man erwartet vorher genaue Nachrichten über die verschiedenen franzöfischen Züge im Sudan. — Die englischen Verluste bei Omdurman beziffern fich auf 23 Gefallene, Subalternosfiziere und Mannschaften, von denen 19 auf da- 21. Lauzenretter-Regiment entfallen- 99 Mann find verwundet, unter ihnen 12 Offiziere. Die ägyptischen Truppen hatten 21 Mann Todte und 230 Verwundete. Jnsgesawmt beträgt also der Verlust auf englisch-agyptischer Seite 373 Manu. M.P.C. Rußland. Die Gesellschaft der freiwilligen Flotte hat zwei große Oceandampfer bestellt, welche den TYP de- soeben in England erbauten Dampfer- „Moskau" erhalten sollen. Ferner soll von der Regierung der Bau von zwei Dampfern beabfichtigt sein, welche für den Tran-- port zwischen Wladiwostok und den beiden Häfen Port Arthur und Ta-Lien-Wau dienen. Localer unfc ^provinzielles. Gießen, 7. September 1898. *♦ Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 3. September dem Privatdocenten Dr. Robert Haußn er in Gießen den Charaeter al» außerordentlicher Professor zu verleihen. Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, zum 5. September der Ladnerin Eleonore Gärtner zu Mainz aus Anlaß ihre» 40jährigen DienstjabiläumS die Silberne Medaille de» Ludewig»-Orden- zu verleihen. *• Belobende Anerkennung Seitens des Großherzoglichen Ministerium- der Justiz für ihre Geschäftsführung im Jahre 1896 wurde zu Theil den Herren Standesbeamten der Standesämter Lauter und Lumda. ** Handlungsgehilfen - Versammlung. Gestern Abend 9 i'l«buli4a «llk üiogabt q “ Uibnlassuri, td »* trfoibw ’P ktv klufraf |i M tlnt Lotirn 1 Mn tau. Siehrn In Fstri Intn Boitiag flk atW ®oit hlnbilli « die BttMUgq chanllchn ffitbt k « gutrn 8aat, i« i« ilgtnltafitn tu Saatgutcs. Äthin ifl«. Solist lanb d gflnfügtrtn ßobu rnb unb täubW| tyt ^unga t za Wrv. h» nife ffli btn IpSinn übtrjtugt Don k lüg« »«btn, gla nber. Giftnn 86a Ftllir nnb«lato u zwü Häufln Sm 60 gäbet ffinp n mm. Dia 8c n botlitgtnbin it fitusttn fianbeta lbeu können, 6c Mleo Jahre low Mtt fato, so« utc, um dM ks Lu\ bal N<1 V- i «ttben, bafc befonbels veiftc । für feine |M abgestlossen K für btn Sknn'tüc [nannten Ocrtlljtoc Val 6omtte jn * II in Dar-P Men Pttls°v> »frei»WS^ Ztichnungeu WJ r kleinste WH* i.n W* ieu ttyculW* - Mio toaw«- ,ut j» 60« d» ®” .«dSutz«"^ eJJi tat «tat 8"*ifc ',ro« «ftÄ» *ftS' S-sS unb zart. * , avallö-i' tbet e " B ®el)? WJ bklS “’L a«* ** Markt gebracht und hinter der Kirche aufgestellt. Auch hier bildeten fie den Gegenstand der allgemeinen Aufmerksamkeit und waren stets von einer Schaar Neugieriger umgeben, welche diese modernen Mordinstrumente eingehend bestchtigten. Da ereignete sich eine schreckliche Katastrophe. Eines der Geschütze, dem die Kartusche nicht entnommen war, ging plötz- lich los und richtete Schrecken und Verwirrung unter den Umstehenden an. Durch den gewaltigen Luftdruck wurden die Meisten zu Boden geschleudert, aber leider erlitten sechs Personen mehr oder minder schwere Verletzungen. Die Verwundete sind: Häfele, früher Müller, in den fünfziger Jahren, Verwundungen an der Brust und im Gesicht, vom Pulver- tzampf verbrannt' Fidel Huber, Wagner, schwere Verletzung am Unterleib- Epple, Sattlerlehrling, leichtere Verwundungen im Gesicht; desgleichen Lechleitner (Herkommer), Linder, Hasenwirthssohn, sämmtliche aus Nesielwang; dann Herbst em junger Bursche au« Schnaitbach, Arm zerschmettert, lebensgefährliche Verwundungen am Hal«. Man kann sich denken, wie diese Katastrophe^ wirkte. Die Verwundeten jammerten und riefen nach Wasser, da ihnen die Kleider am Leibe brannten. Ein Militärarzt war rasch zur Stelle. Der junge Mann au» Schnaitbach wurde in« Krankenhaus, die übrigen nach Hause gebracht. Ueber die Ursache de« Unglücks berichtet der „Schw. Merk": In den Geschützen befanden sich noch die Manöoerkartuschen unter entsprechender Sicherung, bin Artillerist (Einjahrig-Freiwilliger) war beauftragt nach- zusehen, ob die Versicherungen in Ordnung seien. Dabei scheint er nun selbst einen Fehlgriff begangen zu haben, denn baS Geschütz entlud sich. • Ans dem Großherzoglhum Baden, 6. September. Da« Obstbauerträgnitz läßt sich uuumchr bestimmter übersehen. Jo dem durch leinen ausgedehnten Obstbau schon langet berühmten Seekret« (Kreis Constanz) ist eine volle Grate zu erwarten, namentlich in Aepfeln. Große Quantitäten an Mostobst (Birnen und Aepfel), besonder« aber Tafeläpfel, stehen für den Export zur Verfügung. Der Um- ft mb, daß mit Rücksicht auf die werthvollen Sorten, die Qualität vorzüglich ist, wird Kanfliebhaber besonder« intet* tffiren. Die Amtsbezirke Constanz, Ueberlingen, Stockach, Engen und Pfullendorf bieten auf den in den Ämtßstädten regelmäßig abgehaltenen Obstmärkten günstige Gelegenheit für itn Einkauf. Der Bezug kann auch durch die in den einzelnen Gemeinden vorhandenen landwirthschaftlichen Consumvereine sattfinden. Der verband bet badischen landwirthschaftlichen üonsumvereine in Karl«ruhe ist auf Wunsch gerne bereit, eine große Anzahl von Abrissen zur Verfügung zu stellen. LmdwirthschaftSlehrer Huber in Meßkirch ertheilt ebenfalls rähere Auskunft. • Die Ursachen bei Erwerbsunfähigkeit. Au« einer Statistik der Ursachen der Erwerbsunfähigkeit bet den Arbeitern, die in einem Beiheft zu den amtlichen Nachrichten de« Reich«. verstcherunqSamt« erschienen ist, ist n, A. zu ersehen, welche Lcben«alter den Unfällen und Krankheiten am meisten au«- gesetzt stad, welche Unfälle in Betracht kommen und wie die Unfälle aus Industrie und Landwirthschaft sich Vertheilen. Lehrreiche Zahlen geben Aufschluß über die bedeutende Rolle, de die Lungenkraukheit unter den vorkommenden Krank- heit«sällen spielt. (Bei den Männern In den jüngeren unb nn Mieten Jahren mehr al« die Hälfte.) Uebrigen« gibt auch die Statistik über die Erhaltung der Lebenskraft werthvollen Aufschluß. Die Industrie weist mehr jüngere Invaliden, die Lrndwltthschast mehr ältere auf. Da mit zunehmendem Alter de Gefahr der Unfälle wächst, bedeutet die längere LebenS- cab Arbeitsbauer auf dem Lande für einzelne Versicherung«- ciistal en eine Last. Bon dem Drittel aller Empfänger von Invalidenrenten über 60 Jahre und den vielen über 60 Jahre entfällt ein bedeutender Theil auf da« Land. * Handelshochschulen. Wie die „Nordd, Allgem. Ztg." mittheilt, liegt e« nicht tu der Absicht de« Handelsminister«, bi r Errichtung von Handelshochschulen in Preußen zur Zeit näher zu treten; es dürften vielmehr zunächst die Er- |»hrungen abgewartet werden, die an den in Sachen unb Leipzig in Berbinbung mit dem Polytechnikum unb bet Handel« - lohranstalt eingerichteten HandelShochschulcnrfen gemacht werden, kher dürften die Bestrebungen verschiedener Starte auf Be- |. ündung von Handels- und höheren Handelsschulen Aussicht uif Erfolg haben. Cingefanöt Gieße«, 7. Septembr 1898. Die Kundgebung der Betriebsinfpection I kommt dem Ein- fenber dieser Zelten erft heute zu Gesicht: er würde sonst Sofort fest- gestellt haben, datz 1. die Bahnverwaltung den Mißstand anerkennt und zwar anerkennt bereit« leit vorigem »Frühjahr- daß 2. allerdings zu dieser Erkenntntß vielleicht keine private Anregung nSthig war, aber schon im vorigen Jahre in öffentlicher Stadtverordneten-Versammlung die Mißstände von mehreren Seiten gerügt unb etnmülhig anerkannt wurden: daß 3. nicht ersichtlich ist, warum erst feit vorigem Frühjahr die Nothwendigkeit der Schrankenerrichtung eingesehen wurde, und nicht bereits feit langen Jahren, und daß 4. auch technische Schwieligketten, sowie bte, wie es nach der Erklärung der BetriebSinspeclion I den Anschein hat, ungeheuer schwierige Beschaffung einer Schranke mit Bäumen von 16 Meter Länge keine Entschuldigung abgeben, wenn notorisch Gefahr für Mensch und Vieh droht, täglich und stündlich droht! Derm handelt sich nicht nur um Hunde, sondern um Menschen, Fuhrwerke, kurz Alle«, wa« die Straße pafftrt. Mit ihrer Schlußbemerkung hat die Bttriebsinlp.ciion I wohl witzig werden wollen in ernster Sache, von todtgesahrenen herrenlosen Hunden ist nichts bekannt geworden, der Hund deS Einsender« ist vor den Augen seine« Führers todlgesahren worden. — Nun hoffen wir, daß mit einer schönen und zweckmäßigen, 15 Meter langen Schranke ihm ein Denkmal gesetzt wird datz seine noch nicht todtgesahrenen Kameraden vor einem gleichen Schicksal bewahrt! Wöchentliche Nebersicht der Todesfälle in Gießen. 36. Woche, vom 28. August bis 3. September 1898. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tncl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSztffer: 10,79, nach Abzug der Ortsfremden 8,63'/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2—15. Jahr: Altersschwäche 1 1 —— — LebenSschwäche 1 (1) 1 (1) Diarrhöe 2 — 2 — Durch Sturz 1 1 — — Summa: 5 (1) 2 3 (1) - «nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von außwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 7. September, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittags: Wasser 16°, Luft 18°. Rübsamen'scke Badeanstalt. Neueste Uncbricbtcn. Depeschen be« Bureau .Herold". Berlin, 7. September. Nach »eiteren Mittheilungen an« englischer Quelle über btn Inhalt be« deutsch, englischen Abkommen«, bte allerdings der Bestätigung bedürfen, soll bet Vertrag nicht nur einzelne bestimmte Streitfragen erlebigen, sondern auch eine Grundlage schaffen für bte gütliche Beilegung aller künftigen Differenzen in irgend einem Welttheil über territoriale Angelegenheiten. Weiter behauptet die „Pall Mall Gazzette", baß ber Hauptzweck be« vertrage« ein commercieQer fei, gemäß bem Princip ber Anerkennung be« gemeinsamen Interesse« beider Staaten an ber Förderung be« Hanbel«. din besonder« behanbelter Punkt betreffe bte Bahntnteressen in China. Hamburg, 7. September. Der Hamburger Viermaster „Hede" von ber Rheberet B. Wenkc Söhne, welcher am 23. März von Cardiff nach Jquique abging nnb den Bestimmungsort nicht erreichte, ist vermnthltch mit Mann und Mau« untergegangen. Bien, 7. September. In politischen Kreisen wird erzählt, der Rücktritt de« Han belSminister« Bärn« reither stehe unmittelbar bevor, ba infolge ber Haltung be« Grafen Thun gegen die Deutschen fein verbleiben im Cablnet unmöglich fei. Paris, 7. September. Die off defle Einleitung be« Revisionsverfahren« des Dreyfus-Proceffes soll nächsten Montag erfolgen, fall« bi« dahin ba« juristische Bedenken bezüglich be« Vorhandensein« eine« neuen Factum« durch ba« Gutachten kompetenter Juristen beseitigt ist. Mittlerweile verhandelt Brisson mit P'cquart« verthe'dlger, Ladori. Die Regierung müsse, so meint P cquart, die Initiative zu seiner Freilassung ergreifen, unb bte Staatsanwaltschaft unaufgefordert die Anklage zurückziehen. — von Zola traf eia Brief mit ber Ankündigung ein, daß er in den ersten Tagen beS Oktober nach Paris zurückkehren werde. Pari«, 7. September. Roch ist eine volle Harmonie de« Cabiuets in der Revisionsfrage nicht erzielt, vielleicht ist deswegen ber Posten be« Gouverneur« von Pari«, ba ihn Zurlinben eventuell wieder Übernehmen will, nur interimistisch besetzt. Dagegen verlautet, daß ber Justizmioifter Sarrien vorläufig bte allgemeine Anficht be« CassationShofe« über bte Anwendung bestimmter Paragraphen eingeholt hat. London, 7. September. Au« Canea werben noch folgende Einzelheiten über bie Unruhen gemeldet. Die Europäer hatten sich in bte Stabt begeben, um mehrere Christen al« Angestellte ber Stabtbehörde einzustellen Sie hatten sich auf einem großen Platze aufgestellt. Die Muselmänner waren über bte Einsetzung von Christen in amtliche Stellungen furchtbar aufgebracht unb bald würbe von verschiedenen Seiten auf bte europäischen Truppen geschossen. Diese vertheidigten sich unb durchzogen mehrere Otraßen. Au« vielen Häusern wurde auf bie Solbaten geschossen. Die ganze Stabt war auf einmal in Aufregung. Der englische Admiral beschloß sofort, bte Stabt zu beschießen. E« würben auch einige Kanonenschüsse abgegeben, bie aber hauptsächlich ben Zweck hatten, bte Muselmänner einzuschüchtern. Nlcht«destowentger gerieten einige Häuser burch bte Schüsse tu Branb. E« heißt, ber englische Consul in Sanbia und mehrere englische Soldaten seien getödtet. Die Truppen de« türkischen StadthauptmanuS Edhem Pascha hätten bie europäischen Truppen auf« eifrigste unterstützt, um ben Ausstand zu unterdrücken. London, 7. September. Der Khalife soll noch 8000 Derwische um sich haben. Man glaubt, bie Bevölkerung von El Odid« werbe ihn tödten. Petersburg, 7. September. Der hiesige französische Botschafter Montebello würbe vor seiner Reise nach Pari« vom Zaren empfangen. Der Zar sprach sein Befremden au« über bte Haltung ber französischen Presse zur Abrüstung«frage. Canea, 7. September. Die Admirale lehnten an- gebotene Unterstützung ber türkischen Truppen zur Unter- brückung be« Aufstande« in Sanbta ab. Santo, 7. September. Hier hat sich gestern eine Revolte ber muhamedanischen Bevölkerung gegen bte englische Besatzung erhoben, infolge bereu bte Stabt von ben vor ber Rhebe liegenden Kriegsschiffen gestern Abenb bombatbtrt würbe. E« brennt baS von ben Muselmanen angezündete Hafenviertel. Auch da« deutsche Consulat ist vollständig ntebergebrannt. Ein großer Theil ber anwesenden Christen wurde in wüthenben Straßenkämpfen getödtet. An den furchtbar fanatischen Straßenkämpfen waren Tausende betijelltgt. Zwei englische nnb ein französische« Kriegsschiff finb auf bem Wege hierher. — Die RhachttiS oder englische Krankheit entwickelt sich meisten« nach den ersten scch« Lebensmonaten und äußerl sich in Erweichung und Anschwellung der Knochm, bet welcher diese ihren Gehalt an phoSphorsauerem Kalk, dem sie größtentheilS ihre F stig- kett verdanken, verlieren. — Rhachiti« kann vererbt worden fein, in ben meisten Fällen aber entsteht sie durch fehlerhafte Ernährung und zwar durch eine zur Säurebtldung Anlaß gebende Kost, z. B. durch die Darreichung von Mehlbrei, von Schlempenmilch, ober durch unter Zuckerzufatz conbenfirter Milch und durch bte Folgen von Verdauungsstörungen. 8885 Ev ist deshalb vor Allem nöthig, bei rhachitifchen Kindern vorhandene Verdauungsstörungen zu beseitigen. Die« kann in der Hauptsache nur durch eine raltonelle Ernährung geschehen. In Dr. med. Theinhardt« löslicher Kindernahrung ist nun dem Säuaimg eine Nahrung geboten, welche nach amtlich festgestellten Analysen eine fast vollkommen gleiche Zufammenfetzung wie die Muttermilch aufweist unb nach ben eingehendsten Versuchen dieser in ihrer Wirkung gleich ist. — In leichtoerbaulichster Form enthält sie alle dlejmtgen Nährstoffe, welche zur Bildung, Entwickelung unb Kräftigung eines gesunden Körpers erforderlich finb. Wegen ihres reichen GehaltS an löslichen, Knochen- unb Zähnebtlbenden, Nähr- falzen (Kalkphosphatm) würben selbst noch tn ganz verzweifelten Fällen von RhachttiS überaus günstige Refultate btt enbauernber Darreichung von Dr. med. Theinhardt« Kindernahrung erzielt unb wird dies alS einzig richtig tn Zusammenf'tzung dastehende Kinder- Nährmittel von ersten Kinderärzten auf« Wärmste empfohlen. ■I—— Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartevstraße 2. Angebot der «rbtttnedmer r 1 Küfer, 1 Schneider, 1 Kutscher, 1 Schweizer, laglöbner, 1 Lagerarbeiter, 3 Lauffrauen, 3 Büglerinnen. Äod)frage der Arbeitgeber: Einige tüchtige Spengler, Kesselschmiede unb • Schlosser für eine auswärtige Fabnk für Beleuchtungswesen, 1 Glaser, 4 Weiß- b nder, 1 Schmied, 1 Wagner, 3 Sckreiner, 3 Fubrknechle, 1 Hausbursche, 1 land- »rthschastlicher Arbeiter, mehrere Mädchen für Küche unb Hausarbeit btt hohem । Ahne, 1 Kinbcrmäbchen, 1 braves Mädchen zum Erlernen bes Kochens für ein Hotelrestaurant. Wag-kbllkSkr Fellerverllihkrullgg-Gkskllschiift. Magdeburger Hagklverßlherllugs-Gtskllschaft. Hierburch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, baß wir in bem Orte H-ucheldeim eine Agentur errichtet unb dieselbe nebst dem gefamnuen Ler- '«erungsbestanb dem Herrn Laodwirth und Lchuhwachermeister Jacob Hahn IV. in Heuchelheim übertragen haben. Derselbe ist somit zur Ausnahme von Bersicherungs-Anttägen, । freie jur Empfangnahme von Prämiengelbern berechtigt. Offenbach a. M., 2u. August 1898. Die General-Agentur: Berck & Hahn. _ Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehle ich mich dem geehrten Publikum zur Ausnahme von Versicherungsanträgen für bie genannten Gesell- Ichrsten unb bin zu jeder weiter gewünscht werdenden Auskunft gerne bereit. Heuchelheim, 20. August 1898. 8905 Jacob Hahn IV. Ikliiiinitiiiiiiljniißen Eröffnung der Neubauftrecke Salzschlirf—Schlitz. Die Eröffnung ber vorbezeichneten Neubaustrecke finbet am 1. October b. I. statt. Von ben an berfelben gelegenen Stationen Nieber-Stoll, Bernshausen unb Schlitz bient ber Haltepunkt Nieber-Stoll nur zur Abfertigung von Personen mit Fahrkatten-Verkaus durch ben Zugführer, dagegen find bie übrigen Stationen für bie Abfertigung von Personen, Gepäck, Gütern, Leichen und lebenden Thieren eingerichtet. Ausgeschlossen ist jedoch die Abfertigung von Sprengstoffen und Fahrzeugen in Bernshausen. 8906 Nähere Auskunft ertheilt das hiesige Serfaufsbureau. Frankfurt a. M, ben 31. August 1898. 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