S&!? : ’SStt'N Vä «dor« f.2'1’6'«! q ' pr°«iich to9*, Säet# feigen S,— Fr.a Wien 66. 5745 laut: Concert '"ts-reis 50 Pfg. r8ll- ÄBfitiirtdDI. 'n Hießen). « L Z.: imcrftj ursiitzt. Tanz, AkrbelustigW t Mlär ohne Chay lag Srroa^tntt frei. 5687 *et ^otftan^ ■ 1 ungsfek 5757 jer Vorstand, ch auch mit Speisen s 16 Ijäflswf^ sdwgjL <3.oOO d»»r obDe 5lu IS SE g Gl3HZ’ Nr. 131 Zweites Blatt. Mittwoch den 8. Juni 1808 Hrschetnl ILgNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener MamiklenvtLIter werden dem Anzeiger wöchentliü) vierm beigelegt. Kießener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn, Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. vnnahm von Anzeigen zu b Nahmittags für folgende Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 V Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen dcS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Metzen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. ................. Illi /, Millionen Briefmarken au die Ober-Postdtrectioaen geliefert. Postkarten, Karrenbriefe und Post-Aoweisuugen waren e! beinahe 338 Millionen Stück. Mehr al! der dritte Theil aller Briefmarken — 794 Millionen — waren Zehnpfenutgmarken. 457 Millionen zu 5 Pfg., 355 Millionen zu 3 Pfg. und 176 Millionen zu 20 Pfg., Postkarten wurden 298 Millionen geliefert, außerdem 574650 Postkarten für Private abgestempelt. Ferner lieferte die Reichldruckeret 20 Millionen Wechselstempelzeichen, 17 Millionen statistische Werthzeichen, 459 Millionen oder für 98*/, Millionen Mark Berficheruug!- marken. Berlin, 4. Juni. Da! Retchlverstcherunglamt hat an die Borstände sämmtlicher Beruflgenossenschaften und Invalidität!- und Alterverficherunglanstalteu ein Rundschreiben erlafien, worin darauf hingewiesen wird, daß über da! Wesen und Wirken der Arbeiterverficherung unter den Arbeitern selbst noch immer vielfach mangelhafte Kenntnifle herrschen. E! wird delhalb empfohlen, auf eine möglichst weite Verbreitung bei vom Reichlverficherunglamt zusammengestellten „Leitfaden zur Ärbeiterversicherung de! Deutschen Reiches", auch unter den Bertraueusmänoern, hiuzuwirkeu. — Eine Liebesgabe von 22,000 Mark für einen Abgeordneten, al! Vergütung für seine seit Jahrzehnten in Deutschland wie im Aullande betriebene Wühlthätigkeit gegen den preußischen Staat und da! Deutsche Reich, ist soeben in Nordschlelwig gesammelt worden, und zwar für den Herrn Gustav Johannsen, Mitglied de! preußischen Abgeorduetenhause! und de! deutschen Retchltage!. Die Sammlung ist auf veranlafiung eine! Ausschüsse! von sech! Personen geschehen, von denen nur zwei gebürtige Schleimiger sind, während zwei andere au! den bi! 1864 staatsrechtlich und politisch scharf vom Herzogthum Schleswig geschiedenen kgl. dänischen Enklaven, die übrigen zwei endlich au! dem Königreich Dänemark stammen — ein neuer Beweis, wie sehr da! nichtschlelwigsche Element bei den dänischen Neutralen in Nordschlelwig die Führung besitzt. Der nähere Plan der Sammlung ferner ist, ebenso bezeichnend, in einer Versammlung jenseit! der Grenze, in Wanderup, beschlossen worden. Ob nicht wenigstens mittelbar ein Theil der gesammelten Summe von 22,000 Mk., wie bei derartigen Beitragsleistungen zu dänisch nationalen Zwecken in Nord- schlelwtg dies gewöhnlich der Fall ist, au! dem Königreich Dänemark stammt, möge dahingestellt bleiben, «l! Form der Verwendung de! Geldes hat man eine jährliche Leid- "nie gewählt. Anläßlich dieser Sammlung, die ein Zufall an das Tageslicht gezogen hat, und die bereit! zu einer derzeit roch schwebenden Klage wegen Veranstaltung einer öffentlichen Lollecte ohne Erlaubniß vor dem Schöffengerichte zu Rödding geführt hat, sei hier an Artikel 32 der Ber- faffung de! Deutschen Reiche! erinnert, welcher wie folgt lautet: „Die Mitglieder de! Reichstage! dürfen al! solche keine Besoldung beziehend Hinzugefügt sei, daß der betreffende Aufruf unter Hinwei! auf die parlamentarische Thätigkeit de! genannten Reichltagsabgeordneten al! Zweck der Sammlung ouldrllcklich das Leisten einer Vergütung (st yde et Vederlag) angegeben hatte. Berlin, 6. Juni. Der Mörder der Prostitnirteu Bertha Klinger ist btlher noch nicht ermittelt worden. sichert, daß da! unmöglich ist, e! seien Prallwände, auf denen sich nicht einmal eine Gams halten könne. Nun wird die Ausstieglrichtung verabredet, der Förster link!, der Flort recht! und beide so wett voneinander entfernt, daß ihre Kugeln die Dtstanzmitte für den Fall bestreichen können, daß der Büchller zwischen durchwutschen möchte. Und richtig tuscht e! oben, derweil Beide ansteigen. Der Knall steigert die Behendigkeit, auch der etwa! eorpulente Forstmeister entwickelt eine Gelenkigkeit, die er sich selber nimmer zugetraut. Ja, ja, das Lumpenfangen macht flinke Beine, aber auch fliegenden Athem. Beim Forstmeister steigert sich da! Schnauf.n zum Gebläse schier eines Hochofens, das weithin hörbar wird. Der Büchller ist dadurch augenblicklich hoch geworden und nach kurzer Abstands- bemeffung nimmt er, den Gams auf dem Rückcu und den Stutzen umgehängt, die Höhe an, da ihm der Rückwechsel versperrt worden ist. Doch durchaus nicht hastend, gleichmäßig sicher aufsteigend von Wand zu Wand. Jetzt hängt er in schwindelnder Höhe- gelingt el, da! letzte Wandl zu erreichen, dann hat er die Schneide, und dem Kerl ist es zu- zutrauen, daß er trotz bei Prallabsturze! auf der Tyroler Seite den Abstieg wagt. (Schluß folgt.) rlttsls»-. Wien, 6. Juni. In der Lonferenz der Clubs der Linken wurde beschloffen, vor Aufhebung der Sprachen- Verordnungen nicht in eine Berathung irgend welcher Regierungsvorlagen za willigen. London, 6. Juni. Ja Washington ist man der Ansicht, daß der Admiral Cervera drei Wochen gebrauchen werde, um da! Wrack der Merrimac zu sprengen. Während diese! Zeitraumes wird die Javaston Cuba! und Porto,icos durch amerikanische Truppen vollsührt sein. Dal Kciegsdepartemenr hat die Meldung erhalten, daß sich das Geschwader bei Admiral! Camara noch in Cadiz befinde. Loudon, 6. Juni. Der „Standard" meldet au! Rom, daß der Papst ein Schreiben an den deutschen und österreichischen Kaiser richtete, in welchem er deren gute Dienste zur Regelung der Beziehungen de! Batican! mit der Üalienischen Regierung nachsucht. Der Papst beansprucht volle Freiheit und Unabhängigkeit. Er betont, dadurch würde die Einigkeit Italien! befestigt und eine neue Aera de! Frieden! und der Wohlfahrt herbeigeführt werden. Die gegenwärtigen Zastäade Italien! schreibe er der irrigen Politik zu, welche die Katholiken von der Betheiliguog au ber Landes-Verwaltung fern halte. London, 4. Juni. Urber maritime Vorbereitungen England! berichtet man vou hier: Durchau! zuverlässige Anzeichen deuten darauf hin, daß die englische Marineleitung bemüht ist, sich für alle möglichen Verwicklungen vorzubereiten und vorzusehen. In den weiten Rahmen der Maßnahmen, welche diesem Zwecke dienen, fällt auch die Berechnung des Flottenzuwachses, welcher im Kriegsfall England au! der Erwerbung bezw. Beschlagnahme der Schiffe erwachsen würde, welche zur Zeit auf den englischen Privat- Werften für Rechnung fremder Staaten im Bau begriffen find. El ist eigentlich selbstverständlich, daß die Marineverwaltung ihre Listen über diese Schiffsbauten auf dem Laufenden erhält, indeffen wird von beftunt-rrichteter Seite versichert, daß erst in jüngster Zeit eine Berifiztrung derselben stattgefunden hat. Thatsüchlich würde die Verstärkung der englischen Marine, welche au! den angedeuteten Maßnahmen reiulttren würde, im gegenwärtigen Momente keine unbedeutende sein. Sind doch zur Zeit aus englischen Privatwerften nicht weniger al! acht Schlachtschiffe und Kreuzer, sowie acht Torpedobootlzerstörer für Japan, ein Küftenvertheidigungl- schiff für Norwegen, zwei Kreuzer für Chile, zwei für China, je einer für Brasilien und Portugal und vier Torpedoboote für Oesterretch-Ungaru im Bau begriffen. Eine ganze Reihe vou diesen Schiffen ist der Vollendung ziemlich nahe. Locales rsnd provinzielles. Butzbach, 3. Juni, Herr Geh. Oberschulrath Soldan hat in letzter Zeit durch seine Nachgrabungen im sogenannten Degenfeld, woselbst ein Castell vorhanden, sowie im Walde bei Hausen, in der Nähe de! WeidigShainl, im Griedeler und Gambachrr Wald, für die W ffenschaft wiederum hoch- intereffante Entdeckungen gemacht. Auf Einladung de! Herrn Soldan trafen gestern eine Anzahl Herren hier ein und besichtigten die Aulgrabungen der römischen Erdwerke und Holzbefestigungen, von denen in hiesiger Gegend nicht ein Pfahlgraben, sondern vier verschiedene Arten von Grenzbefestigungen bestanden haben. Bad-Nauheim. Bom 27. Mat bi! 2. Juni sind 911 Badegäste, im Ganzen jetzt 4993 hier angekommen. -f- Nidda, 6. Juni. Gestern Nachmittag tagte mit einer Betheiligung von nur ca. 60 Personen die vou dem Wahlaulschuß der vereinigten liberalen Parteien einberusene Versammlung im Gafthau! zur Traube dahier, wobei der all Landidat vorgeschlagene Herr Dr. Frank au! Enger! sein Programm entwickelte. Ferner trat Herr Rechtlanwalt Dr. Fuhr-Gießen all Redner für die liberale Sache auf, auch sprach noch ein socialdemokratischer Redner über die Thätigkeit rc. der seitherigen wie der vorgeschlagenen Volksvertreter. (§) Groh-Eichen, 6. Juni. Wie im Ohmthal, so regte sich auch in dem unserigen lebhaft der Wunsch nach Bildung einer Mo lkeret-G en oss en schäft unter den seitherigen Lieferanten zur Molkerei de! Herrn Zimmer au! Grünberg. Dieser kam der Genoffenschaftlbilduug berettwtlligst entgegen und bot seine Molkerei zum Kaufe an. Wer jernal! der Zimmer'schen Molkerei einen Besuch abgestattet, der nahm die Ueberzeugung mit, daß diese Molkerei auf! Beste eiu- gerichtet und mit allen Errungenschaften moderner Technik auf dem Gebiete de! Molkeretwesen! ausgestattet worden ist. In der kürzlich hier abgehaltenen Generalversammlung wurde der Ankauf der Zimmer'schen Molkerei sür die Summe von 33 000 Mk. zur Thatsache. In die AnkaufSsumme wurde.die Bedingung gelegt, daß die Molkerei von dem seitherigen Besitzer vollständig auSgebaut werden muß. Die Molkerei war nämlich seither nur Rahmstation, in der aber gleich bei ihrer Errichtung ein großer Raum sür Herstellung der Molkerei- producte, wie Butter und Käse, vorgesehen worden war. Zum Director der neugrbildeten Genossenschaft wurde Herr Bürgermeister Schombert hier, und zum Rechner Herr Ehr. Eimer gewählt. §§ Ruppertenrod, 6. Juni. Am letzten Freitag Abend fand hier im Gasthause zum Löwen eine Versammlung der vereinigten liberalen Parteien statt, in welcher der Caodidat Herr Dr. Frank seinen Standpunkt zu den wichtigsten politischen Tagelfragen klar legte. An der Hand de! Wahlaufrufe! der liberalen Parteien entwickelte Redner in gewinnender, schlichter Weise seine Ansichten. Nach der beifällig aufgenommenen Ansprache de! Candidaten sprach Herr Rechtlanwalt Dr. Fuhr au! Gießen. In beredten Worten führte er au!, wie die Bereinigung aller liberalen Elemente mit Freuden zu begrüßen sei, um gemeinsam vorzugehen sowohl gegen eine Rückschrittlpartei, die die freiheitlichen Er- rungenschaften bekämpfe, all auch gegen die Umsturzpartei, welche die heiligste» Güter bei Volkes nicht nur nichts achte, sondern sie gefliffentlich zu untergraben suche. Reicher Beifall lohnte dem Redner für seine Ausführungen. Heppenheim o. b. B., 6. Juni. En schreckliches Un- glück ereignete sich gestern Morgen 11 Uhr auf dem Wege nach der Starkenburg. Eine Partie Ausflügler eine» größeren Frankfurter Vereins kehrte von der Starkenburg zurück. Eine 60 Jahre alte Dame machte die Tour zu Wagen. Ungefähr in der Hälfte de! Weges scheuten die Pferde vor den aufgespaonteu Sonnenschirmen einiger Damen und rasten den steilen Abhang herab. Dir Insassin wurde au! dem Wagen geschleudert und war sofort lobt. Der Kutscher kam eit geringsügigen Verletzungen davon. Neber die Perron-Sperre und ihre Folgen. Aus dem „Hamburger Verein für Eisenbahnreform" schreibt man: vor längerer Zeit diese Bahnsteigsperre eingeführt wurde, geschah es in der ausgesprochenen Absicht, den Reisenden ^größere Bewegungsfreiheit auf den Bahnhöfen zu ver- schaffen, indem man von den Perrons Leute fernhalten wollte, welche da nichts zu suchen hatten. Aber hat diese Maßregel sich bewährt? Können die Paffagiere sich jetzt ungehinderter als früher auf den Stationen bewegen. Wir müfftn entschieden diese Frage mit Nein beantworten. Im Gegentheil, welch ein Gedränge entsteht bei Abgang und Ankunft der Züge an den jetzt so engen Ein- und Ausgängen, wo die BilletS resp. die Perron-Karten cupirt oder adge- nommen werden. Wie ganz anders war es früher, wo die Fluth der Reisenden sich durch einen jeden Zugang zum Perron ungehindert ergießen konnte! Unter jetzigen Verhält- niffcn haben es die Contorboten und Handlungslehrlmge doppelt schwer, wenn sie noch im letzten Moment eintreffen, ihre Briefe rechtzeitig an den Postwaggon zu bringen, müssen sie doch erst beim Automaten gegen 10 Pfennige eine sog. Bahnsteigkarte lösen, und können erst dann den ganzen engen Durchgang zum Perron passiren, wo die Karte eines jeden Paffanten erst nachgesehen und cupirt wird; ehe sie dann den ost sehr entfernt stehenden Postwaggon erreichen, dampft ihnen der Zug in manchen Fällen^ wie man zu sagen pflegt, vor der Nase ab, und die Briefe können erst mit einer späteren Post befördert werden, während sie ohne Aufenthalt durch die Perronsperre noch rechtzeitig mitgekommen wären. Welche nachtheilige Folgen aus einer zu spät abgegangenen Correspondenz entstehen können, weiß jeder bethelligte Geschäfts- mann nur gar zu gut. Auf den kleinen Stationen aber, welche oft mit einem Latten- oder Bretterzaun weg.n dieser Perronsperre verziert sind, macht sich deren Nachtherl für das Publikum noch in bedeutend größerem Maßstabe bemerkbar. Ein solcher Zaun pflegt in der Regel nur einen ichmalen Durchgang zu besitzen, vor welchem der Perron- Schaffner steht. Hierdurch ist der Reisende in vielen Fällen gezwungen, wenn der Zug wegen Einnahme von Waffer oder aus anderen Ursachen abseits hält, Hunderte von Metern nutzlos zu laufen, eben weil er nur auf der einzigen Stelle, wo der Zaun die Oeffnung hat, den Bahnhof erreichen kann. Hierin muß entschieden Wandel geschaffen, und auch die Perrons der kleinen Stationen müffen mit zwei Zugängen versehen werden. Hoffentlich bedarf es nur dieses Hinweises bei den Eisenbahn-Directionen und sie treffen die nöthigen Anordnungen zur Beseitigung dieses Mißstandes. Wie man sieht, bringt die Perronsperre nur den Eisenbahnkaffen Vortheil, indem sie ihnen Geld zuführt, deffen sie bei den glänzenden Einnahmen und UeberschÜffen ohnehin genug haben. Dagegen hat das Publikum statt der erhofften Erleichterung nur Nachtheil davon. Wir schließen mit dem von vielen Tausenden unserer Mitbürger getheilten Wunsch, daß diese Sperre und Eisenbahnabgabe das nächste Jahrhundert nicht mehr erleben möge! * Ein deutsche! Osfizierlcafirrs bei Kiao-Tschou beschreibt Ernst v. Heffe-Wartegg in der „Köln. Vztg." In Scha-tse-kau an der äußersten Grenze von Deutsch China biente ein Stall, der so geblieben war, wie ihn die Chinesen verlassen hatten und nur srisch getüncht worden, al! Schlafraum. Ueber die Fensterhöhlen war frische! Papier gespannt, an Stelle ber Thürer, hingen kurze chinesische Strohmatten, al! gemein* schastliche! Waschbecken biente eine einfache irdene Schüssel. Al! wir — so schreibt Heffe-Wartegg — in diesem feuchten, dumpfen Raume nothbürftig unsere Toilette machten, hörte ich einen der Marinesoldaten etwa! wie „Offizierlcastno" rufen. Osfizierlcafino?! „Gewiß," antwortete unser Gast* gebet, „kommen Sie nur mit." Er führte mich in ein Nebenhau! von derselben Größe und demselben Aulsehen wie unser „Schlafhaul". Die Wände waren mit Strohmatten verkleidet, ja e! hingen chinesische Bilder daran und von der Decke schaukelte al! Prachtstück eine wirkliche Petroleumlampe! Der lange Tisch war au! Kistenbrettern zulammengensgelt und an Stelle bei Tischtuche! mit weißen Papierbogen bedeckt. Darauf prangten ein paar Zinnschüffeln, Zinnbecher, mit Meerelsand sorgfältig abgerieben, und ein riesiger Küchen- keffel all Theetopf. Eben waren wir mit unserer Besichtigung dieses Prachtlocal! fertig, all die Wache da! Eintreffen ber Schiebkarren-Colonne meldete. Wie ein langer, hellblauer Wurm schlängelte sie sich durch ben trockenen Fjord die sanfte Anhöhe empor zu unserem Lager, und bald waren wir im Besitze ber Lebeulmittel in Blechbüchsen, ber mit* gebrachten Weine, Teller und Eßbestecke. Sauerkraut und Frankfurter Wurst au! Büchsen war unser Menu, dazu Wein und heißer Thee, in Blechschüffeln aufgetragen. • Blitzgefahr im Walde. Wie ein erfahrener Förster erzählte, habe er in 22 Jahren noch keine Buche im Walde gefunden, die der Blitz getroffen hätte. Wohl aber würben jedes Jahr etliche Eichen und Kiefern (Tannen) seine! Revier!, vom Blitz getroffen. Wenn man also im Walde bet einem Gewitter unterstellen will, so weiß man, unter welche Baume man sich stellen muß. «riiv Settraitko Tst-reo- « irr m« ec* i= •*- 'S 1034709 ® Oesstrttlch'U 1371 Doppr ßjtinfnftr 2 209107 ® btl Vorjahre diele starke Q • tin i 8or«tn ist 0 eine unconl die er bestelle tragen za W feiner W • tin ti in London Hunger ei um trinken j lassen hatte; Richter den: vor und richte davor zurück, Ihnen ein Bi Aussehen Zhn Sie setzten it)' werden und d ein wohlgenähr sich in Mm Ihrer Seite, Menschlichkeit, wenn ich nicht । gereicht wurde sammeln, Sie Mitleid mit dr mit Ihnen. Ei bestimmt, daß Die Ber fireifag deu Stadtkirche Gießen, Die zum Kation Queckb Dachdecker-, S össmtlichm Aut , Die Bedi fonbtn auf un bezüglich 5 Uhr, oetfd ruWeichni, Gießen Die ori vvrichichV, Montag fa dem Gern Dagesr 3 M^vorra 3Mänbe "Lilien m e rw ö°n 10 $ie Sä! huf, *!« luit. JSc«. * bl* Sif ■? 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Mit zerschmetterten Glied« maßen, aber noch lebend, wurde er aufgehoben- doch starb er kurze Zeit danach. * Die EiSeinfuhr nach Deulfchlaud nimmt einen ganz ungewöhnlichen Umfang an. Im April d. I. find 1302896 Doppelcentner Et» eingeführt worden, darunter 1034 709 Doppelcentner au» Norwegen und 40107 au» Oesterreich-Ungarn. Im vorjährigen April wurden nur 1371 Doppelcentner Ei» nach Deutschland etngeführt. Die Ei»etnfuhr der ersten vier Monate belief sich auf 2209107 Doppelcentner gegen 84663 im gleichen Zeitraum de» Vorjahre». Die allgemeinen Einfuhrzahlen werden durch diese starke EiSetnfuhr bereit» wesentlich beeinflußt. * Ein gewissenloser Briefträger vom Hauptpostamt in Barmen ist in Untersuchung»haft genommen worden, weil er eine uncontrollirbare Menge Briefe, Karten, Drucksachen rc., die er bestellen sollte, einfach vernichtete, weil ihm da» AuS- tragen zu lästig war. Biele Briefschaften wurden noch in seiner Wohnung gesunden. * Ein englischer Richterspruch. Vor einigen Tagen stand in London vor dem Richter ein armer Teufel, der aus Hunger einBrod gestohlen hatte, während der Bäcker, um trinken zu gehen, für einen Augenblick den Laden ver- laffen hatte; er wurde freigesprochen. Nachdem der Richter den Freispruch verkündet hatte, rief er den Bäcker vor und richtete an ihn folgende Worte: „Sie schreckten nicht davor zurück, einen Unglücklichen arretiren zu lasten, der Ihnen ein Brod in geringem Werthe entwendete und dessen Aussehen Ihnen sein Elend genugsam verrathen haben muß. Sie setzten ihn der Gefahr aus, als Dieb abgeurtheilt zu werden und damit für immer entehrt zu fein. Und Sie, ein wohlgenährter, fetter Mann, haben das gethan, weil Sie sich in Ihrem Rechte glaubten. Das Recht war freilich aus Ihrer Seite, aber nicht die Gerechtigkeit und nicht die Menschlichkeit. Trotzdem hätte ich gegen Sie Nachsicht geübt, wenn ich nicht gesehen hätte, daß, als soeben ein Hut herum« gereicht wurde, um darin Gaben für den Unglücklichen zu sammeln, Sie Nichts in den Hut warfen. Sie hatten kein Mitleid mit dem Hungrigen, ich habe daher auch kein Mitleid mit Ihnen. Ein unter Königin Elisabeth promulgirtes Gesetz bestimmt, daß ein Bäcker, der seinen Laden allein läßt, zu einem Tage Gefängniß verurtheilt werde, weil er dadurch die Hungrigen in Versuchung führt. Dieses Gesetz wende ich auf Sie an, dictire Ihnen einen Tag Gefängniß und die Tragung der Gerichtskosten." Möge dieses Urtheil eine Seetüre für alle herzlosen Menschen sein! Literatur unb Attnst. - Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner berauSgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. 20.Jahrgang 1898. A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich 12 H fte zu 85 Psg. Pränumeration tncl. Franco-Zusendung 10 Mk. Jedem, welcher sich für Geographie im weitesten Sinne tnteresstrt, ist die „Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik", die bereits im 20. Jahrgangs erscheint, auf das wärmste zu empfehlen, da man durch bMe Zeitschrift stets auf dem neuesten Stande erdkundlichen Wissens erhalten wird. Jedes Heft bringt in seinem allgemeinen Theile gediegene Aufsätze zur Länder- und Völkerkunde, über geographische Reisen und Entdeckungen. Daran schließen sich kleinere Beiträge astronomischen, physikalisch- geographischen und statistischen Inhaltes, Biographien bervo ragender Geographen und Reisenden, sowie Mittheilungen aus allen Erdtheiien. Ein srischer, lebendiger Ton geht durch die ganze Zeitschrift, welche über zahlreiche treffliche Mitarbeiter verfügt. Dieselbe ist auch vorzüglich illuftrirt und jedem Hefte eine werthvolle Karte beigegeben. — Zum bevorstehenden Abschluß des ersten DecenniumS der Regierung Kaiser Wilhelms II. bat das Deutsche Verlagsbaus Bong & Co. (Berlin W. und Leipzig) unter dem Titel „Unser Kaiser, zehn Jahre der Regierung Kaiser Wilhelms 11. 1888—1898", ein Prachtwerk vorbereüet, das demnächst zur Ausgabe gelangen wird. Das 16 Kapitel umfassende Werk enthält die eingehende Schilderung der Jugend und Sludtenzett unseres Kaisers und sein Leben und Wirken vom Zeitpunkt der Vermählung bis zum Regierungsantritt. Die Hcrrscherthätigkeit Wilhelms II. wird nach ihren verschiedenen Richtungen in der näheren Beziehung zur Politik, zur Armee, zur Marine, zur Kirche, sowie zur Wissenschaft und Kunst dargestellt. Von den Bearbeitern dieses Werkes, — nämlich Gerhardt v. Amyntor, Richard Aßmann, Graf Hans Bernstorff, G. W. Büxenstein, Friede. Frhr. 0. Dincklage-Campe, Franz Dittrtch, Max Grube, Paul Güßseldt, Ernst Hülle, I. Keßler, R. Kekule v. Stradonitz, W. Lexis, C. v. Mafsow, W. Münch, Ludwig Pietsch, Karl Ringhoffer, I. Scheibert, W L. Schreiber, V. v. Strantz, Georg Strutz, Adolf v. Wenckstein, — ist jeder Einzelne hinsichtlich deS von ihm bearbeiteten Theiles, vermöge seiner genauen persönlichen Sachkenntniß, als eine Autorität zu betrachten, so daß das Werk an Reichhaltigkeit, namentlich aber an Zuverlässigkeit unübertroffen dasteht. Der Preis des Werkes beträgt 5 Mk., tm Verhältniß zu dem Gebotenen gewiß erstaunlich billig. Gleichzeitig erscheint eine nummertrte Liebhaber-Ausgabe auf feinstem Kunstdruckpapier und in echtem Kalbleder-Einband zum Preise von 50 Mk. — Bet der Gediegenheit des Werkes hinsichtlich feines Inhalts in Wort und Bild, sowie in Bezug auf seine Ausstattung, darf dasselbe nicht bloß aus rein patriotischen Gesichtspunkten, sondern auch als eine Denkschrift von hohem geschichtlichen Werth Anspruch auf das allgemeinste Interesse in allen Kreisen unseres deutschen Vaterlandes erheben. ______________ — Göthes Honorare. Die Honorare, welche Göthe für seine Schriften von der C,oila'schen Buchhandlung bezogen, waren für die damalige Zett keineswegs gering. Göthe erhielt von 1795 bis 1832 die Summe von 233969 Gulden = 401090 Mk. Seine Erben erhielten von 1832 bis 1865 270493 Gulden — 464464 Mk. Jnsgefammt haben sich die Honorare auf 865,554 Mk. belaufen. — Der Director des königl. Conservatoriums in Dresden, Prozessor Eugen Krantz, ist am Her-icklag aestorben. Universitäts-Nachrichten. Jena, 4. Juni. Das soeben ausgegebene Verzetchntß der Lehrer, Behörden, Beamten und Sludtrenben der Großherzogl. und Herzog!. S. Gesammtuniverfilät Jena tm Sommersemester 1898 weist einen Bestand von 755 immatrikultrten Studtrend n auf, wozu noch 38 Personen kommen, denen zum Besuch der Vorlesungen besondere Erlaubniß erthetlt worden ist. Rach Abschluß des Verzeichnisses sind noch 7 Personen tmmalrikultrt worden, so daß die Gesammtzahl 800 beträgt; demnach 92 m»hr als im vergangenen Winter semester. Von den Studtrenden sind 47 Theologen, 208 Juristen, 212 Medtctner, 11 Studtrende der Zahnhetlkunde, 277 der philo- Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Danksagungskarten, welche auf Wunsch couvertirt geliefert werden. sophtschen Fakultät angehörende. . , Rostock. Die theologische Facultät ernannte den Hilfspredtger Dr. Gehring in Rudolstadt auf Grund einer Arbeit über die geschichtliche Entwickelung der russischen Seelen zum Licentiaten. Heidelberg. Die Ruprecht Karls-Universität zählt in diesem Semester 1384 tmmatrikultrte Studtrende, 58 in der theologischen Facultät, 513 in der juristischen, 272 in der medizinischen, 195 in der philosophischen, 346 in der naturwissenschaftlich-mathematischen. Außerdem sind noch zum Besuche der Vorlesungen berechtigt 95 Personen reiferen Alters und 24 Hörerinnen. Im Sommersemester 1897 studirten hier 1322, mithin beträgt die Zunahme 181. Aus Baden stammen 406 Studtrende, aus Preußen 511, aus dem Reiche überhaupt 1190, aus dem Ausland 194, darunter 50 aus Rußland, 36 aus der Schweiz, 9 auS Frankreich. Tübingen. Hier starb der Professor der Zswlogie und vergleichenden Anatomie, Doctor der Philosophie, der Medizin und der Naturwissenschaften Theodor Eimer im Alter von 55 Jahren. Unter seinen Schriften hat sein an Darwins Theorie sich anschließendes Werk „Die Entstehung der Arten auf Grund von Vererben erworbener Eigenschaften" seinen Namen besonders bekannt gemacht. Seine Liebe für die plastische Kunst ließ ihn die anatomische Wissenschaft in Beziehung zur Bildncrei bringen; besonders war es Michel Angelo, mit dem sich seine Untersuchungen beschäftigten. Obwohl in der Schweiz zu Stufa geboren, gehörte der durchaus national gesinnte Gelehrte der deutschen Partei an. Wien. Der außerordentliche Pcofeffor Dr. Theodor Vogt wurde zum ordentlichen Professor der Pädagog k an der Universttät Bekanntmachung. Die Vertheiluna der Zinsen aus der Todtenwart-Stiftung findet Freitag den 10. Juni ds. Js., Morgens «m 5 Uhr, in der Stadtkirche statt. 5681 Gießen, den 1. Juni 1898. _________________Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.__ Arveitsvergebung. Die zum Neubau eines Kohlenschuppeus auf unserer Pumpstation Queckborn erforderlichen Arbeiten, nämlich: Maurer«, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler- und Pflaster-Arbeiten sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung an einen Bauunternehmer vergeben werden. Die Bedingungen, Zeichnungen u. s. w. liegen während der Dienst stunden auf unserem technischen Bureau zur Einsichtnahme auf. Bezügliche Angebote sind bis zum 18. dss. Monats, Abends 5 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Gießen, den 6. Juni 1898. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. __Otto Bergen.__________________5714 Die ordentliche Generalversammlung des Spar- und Vorschuß-Vereins, Actiengesellschaft, zu Grosteu-Liuden findet Montag den 20. Juni l. I., Nachm. 3 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier statt. Tagesordnung: 1) Vorlage der Rechnung pro 1897. 2) Verwendung des Reingewinns. 3) Ergänzungswahl des Aufsichtsraths. Großen-Linden, am 31. Mai 1898. 5758 _____________ Der Vorstand. Bilanz am 31. December 1897: Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1896 . . 67 Während 1897 gingen zu........— Activa. v4L H 1. Waarenvorrath 3707.73 2. Kassenvorrath 2949.52 3. Ausstände 2474.56 4. Mobilien nach Abschreib. von 10 % 129.87 5. Ausgeliehenes Capital 151.86 Passiva. v4L H 1. Aufgenommenes Capital 1000.— 2. Geschäftsguthaben der Mitglieder 665.— 3. Noch zu bezahlende Waarenschulden 6332.06 4. Reservefond 595.15 5. Specialreservefond 151.86 6. Betriebsrücklage 375.37 7. Reingewinn 294.10 9413.54 9413.54 Daher Stand der Mitglieder Ende 1897 . . . 67 Hausen, den 28. Mai 1898. 5744 Landwirthschaftlicher Consumverein eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Director: Happel. Der Rendant: Freitag. Bekanntmachung. rOfhiinntiiiiul)ungBii «mtliche Vertanfsstellen für Postwerthzeiche« bestehen: bei in Gießen H k ii ii ii ii ii ii ii tt ii ii ii Albach ii Frau Steinberg Kr.Gießenb.' bei Herrn Frau Herrn Garbenteich Hausen Watzenborn ii Frau Herrn w II Vetzberg Steinbach (Hessen) Lützellinden Rödgen Trohe Beuern (Hessen) Großen-Buseck Burkhardsfelden Leihgestern Hörnsheim Hochelheim Oppenrod Heuchelheim Krofdorf Gleiberg Launsbach Wißmar Langgöns Langsdorf Birklar Muschenheim Bettenhausen Reiskirchen Bersrod Winnerod Bollenbach Saasen Lindenstruth Hattenrod Rodheim a.Bteber Bieber Erumbach Fellingshausen Frankenbach Königsberg Jacob Hengst, Licherstraße 20. Heinr. Becker, Löwengasse. Gustav Sonntag, Neuen Bäue. Jodann Seibel, Frankfurterstraße 62. Wilhelm Haas, Bleichstraße. Frau Lehrmund Wiltwe, Neuenweg. Gastwirth Wagner. Anton Dillmann. Moses Engel. Philipp Lenz. Ludwig Sommer. Georg Allendörfer Hl. Wilhelm Balser. Ludwig Schwarz. Johannes Otto II. Theodor Hahn, Kaufmann. Theodor Hofmann, Bürgermeister. Jacob Bender. Johannes Schmidt, Kaufmann. A. Jung, Gastwirth. Konrad Petri, Gastwirth. Kaufmann Karl Kreiling I. Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Philipp Feuser, Gastwirth. Friedrich Pfaff, Gastwirth. Philipp Bechtold, Krämer. Kaufmann Anton Konrad Müller. Christian Köhler IV. Hermann Klippstein. Nathan Sttefe l. Bürgermeister Roth. Joh. Gg. Müller, Wittwe. Jakob Becker I. Bürgermeister Böcher. Heinrich Schmi dt. Wilhelm Wagner II. Wilhelm Schepp. Ludwig Menz. Heinrich Seipp VII. Kaufmann Wilhelm Strackbein. Gottlieb Jung, Gastwirth. Jacob Waldschmidt V. Philipp Weber, Gastwirth. Theodor Geller, Gastwirth. Bürgermeister Scherer. Kaufmann Isaak Michel. Heinrich Krämer I. Daniel Schmidt, Gastwirth. Heuser Wittwe. i Wirth Schmidt. Kaufmann Fink. Kaufmann Drei)fuß. in Allendorf (Lahn) „ „ Alten-Buseck „ „ Grüningen „ „ Klein-Linden „ Frau L. Kalkhof Wittwe, Westanlaze 2. Herrn Christoph Bieker, Neustadt 55. Frau Bernhard, Wolfstraße 9. Herrn Conrad Roth, Wallthorstraße. „ Philipp Stier, Schrllsttaße., I Die amtlichen Verkäufer sind vertragsmäßig verpflichtet, stets einen angemessenen Lorrath an Postwerthzeichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, als dem Bettage ihres Werthes an das Publikum abzulassen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschästslocal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Diensfftunden der Postanstalt. Gießen, 2. Juni 1898. Kaiserliches Postamt 1. Ritsert. Verdingung Die sämmtlichen Arbeiten einschließlich Materiallieferung zur Erweiterung von 3 Bahnwärterwobnhäusern und Herstellung je eines Stallgeväudes auf den Posten 17 (unweit Hungen), 39 (unweit Stockheim) und 41 (unweit Bleickenbach) sollen im Wege des schriftlichen Angebots im Ganzen oder getheilt nach den einzelnen Posten öffentlich verdungen werden. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen liegen im Bureau der unterzeichneten Betriebsinspection zur Einsicht aus; die letzteren können auch von da gegen 50 Pfennig bezogen werden. Die Angebote sind portofrei, verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 11. Juni d. Js., Vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen. — Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 28. Mai 1898. 5552 Großh. Eisenbahn-Betriebsinspection 2. lltrlleiflimnuifn Mittwoch dm 8. Zum 1898 Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 3 neue Sophas, 1 Sopha, 2 Sessel und 6 Stühle in grünem Rips, eine Commode, 1 Waschcommode, 1 Tisch, 5 Bilder, 1 Nähmaschine, ein Pianino, 1 Secretär, i Nußbaum- Bücherschrank, 1 dreitheil. Weißzeugschrank, 1 Schreibpult, 1 vollst. Bell, i eleg. Buffet mit Marmorplatte, 1 Regulator, 1 Waschmaschine, eine Waschmangel, 1 Hobelbank, eine Partie Werkholz u. v. A. 5728 Geißler, Gerichtsvollzieher. Prima prima Cervelatwurst u. Schinken (nute Winterwaare) versendet per Nachnahme billigst 5621 Karl Koch Wwe., Metzgerei, Alsfeld in Oberhessen. W eimar -Loose Gültig für zwei Ziehungen. Nächste Ziehung vom 11. bis 13.Juni. Hauplgew. i. Werthe von 50000,20000, 10000 Mk. Loose h 1 Mk. empfiehlt Richard Buchackcr, Neuen-Bäue 11, Gießen. 5604 5590 A dabei Hauptgewinne im Werthe von 5679 Bahnhofstraße 49, H. 5403 großer Auswahl 4598 Wilhelm Orbig 1887 Z Oesterr. ©taetlbt^n v. 1886 91.10 4 3toL ft tat 4g ar. 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