W! fcj** unb (, a«f Jtttt. lloittmeijitt, o. R-G..K Nr. 28268. ack -älch-A^rit. * 5m die Kopfschuppen. Bure schön seidenweich. nlt Pfeil »W 1, W. KHbinter. Tiüenbmg rjir ÜLgr bet Stobt, mit gutgtjenbeni Bäckers ist jederzeit cksehm. FrifcFyL 6in übetzöhliges, _ M» 5 »alllhorstratze^ W Pferd w kN- . . n.Ahiinfit.£ «=.«*•■'„5,-0 da Staatt?' b? vudb-h" LoNhardbah"- 10 pfff SS* Sfrü „1860 SS? S7- >•# .HZ » 91.^ Jjl S6-T >ä»J Rr. 131 Erstes Blatt. Mittwoch de» 8. Ium 1898 -rfchetnt tLgtlch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener »«mikieuktätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger freingeprtt» »iertcljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Psg. mit Bringerlohu. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den pt,enden Tag erscheinenden Nummer bi- Lorm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen'BermittlungSstellen de- In« und AuOlandoD nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entfern, Anrts- unb Anzeigeblutt für den Tlveis Gieren. Webaction, Expedition und Druckerei: SchukSratzf Mr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. r»1 ■... 1 Adresse für Depeschen: Anzeiger Pietz««. Frrnfvrecher Nr, 61. Deutsches Reich. Berlin 6. Juni. Auch die „Nordd. Allgem. Ztg." 6c* -kichnct jetzt die vom Pariser „Figaro" verbreitete Nachricht, wonach der Reichskanzler Fürst Hohenlohe au» Gesund» heitsrücksichteu seine Entlassung zu nehmen beabsichtige, sür jeglicher Begründung entbehrend. Berlin. 6. Juni. Wie au» Tromsö telegraphirt wird, ist die deutsche Nordpolar-Expedition nach glücklicher Fahrt heute früh dort angekommen. Die Completirung der Ausrüstung wird dort einen Aufenthalt von zwei Tagen nothwendig wachen. Berlin, 6. Juni. Bom 1. Januar 1899 ab wird auf den belgischen Staatsbahnen die erste Wagenklasse beseitigt, so daß sämmtliche Züge fortan nur noch zwei Wagenklaffen (II.. und III.) führen. Al» Ersatz wird die Internationale Schlafwagen-Gesellschaft nach einem mit ihr auf 30 Jahre abgeschlossenen Vertrage in alle wichtigeren Züge Salon- bezw. Speisewagen einstellen, deren Benutzung den Reisenden zweiter Klosse gegen Entrichtung eines Zuschlags von 4 Ct». für das Kilometer freisteht. Der Zuschlag fällt zur Hälfte der Gesellschaft zu. Vorbildlich ist hierbei ohne Zweifel daS Vorgehen verschiedener englischer Bahnen gewesen, die schon früher mit gutem Erfolge zur Beseitigung der ersten Wagenklaffe geschritten find. Auch für unsere Bahnen ist bekanntlich erst neuerdings von maßgebender Seite eine Beschränkung der Wagenklaffen auf zwei als da« zu erstrebende Ziel hingestellt worden. Berlin, 6. Juni. Zur Mi lit S rstrafg erichts- ordnung verlautet: Die schwebenden Unterhandlungen -wischen Berlin und München nehmen, wie uuS verfichert wird, einen Fortgang, der die AuSficht auf einen Abschluß eröffaet und zwar im Wesentlichen auf der Grundlage der von Bayern erhobenen Forderungen und der von ihm in AuSficht gestellten Zugeständniffe. Diese bewegen sich bekanntlich in der Richtung eine» besonderen bayerischen „Senats" beim obersten ReichSmilitärgerichtShofe mit dem Sitze in München, jedoch mit der Verpflichtung, in Differenzfällen fich zu einer Plenarentscheidung in Berlin etnzufiuden. Die principielle Grundlage dieser^ Vereinbarung dürfte bereit« festgestellt sein, sodaß eS fich nur noch um die Art der Ausführung handeln würde. Auf preußischer Seite bringt man dem Standpunkt des Prinzregenten Luitpold, daß eS nicht Sache einer Regentschaft fein könne, ein bisher wenigsten» von Fürst, Regierung und Volk in Bayern als unbedingte» Reservatrecht aufgefaßtes und behandeltes Sonderrecht auf» zugeben, volle- Berständniß entgegen und ist heute weiter al» je davon entfernt, eine Beseitigung diese- wahren oder vermeintlichen Rechte« durch eine Majorifirung Bayern« im BundeSrath anzustreben. Man vertraut, daß bei einer über kurz oder lang sicheren Veränderung der Lege die Logik der Thatsachen sich stärker als die Meinung erweisen wird, daß die Aufrechthaltung jene« Reseroatrecht« unter allen Umständen geboten erscheine. Fraglich ist e«, ob die Angelegenheit schon bald in dem angedeuteten Sinne endgiltig geregelt wird oder ob nicht dafür der äußerste Termin vorgesehen wird, den der Zeitpunkt de» Inkrafttreten» des Gesetzes zuläßt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird da» Letztere der Fall sein. — Au» Ostafrika. Im Januar ist Hauptmann Prince wieder gegen die aufrührischen W ah ehe unter dem Quawa zu Felde gezogen, da in Erfahrung gebracht war, der Quawa habe an einem bestimmten Ort daS Lager bezogen. Die Ueberrumpelung am frühen Morgen glückte zwar, viele Feinde wurden erschossen und über 100 Weiber gefangen genommen, aber der Quawa selbst war entkommen. Er rächte fich dadurch, daß er eine Anzahl Wahehe in da» Lager de» Unteroffizier» K. schickte, welcher mit zwölf Mann auf der Südseite de» Ushungwe Gebirges beschäftigt war, einen Posten zu errichten. Der Unteroffizier ahnte nicht« Böse», ließ die Leute hinein, welche de» Abend- den Wachtposten, den Unteroffizier und noch andere ASkart« nieder« schoflen. Die übrigen ASkari» schlugen fich aber durch und brachten die Nachricht zur Festung. Ein gleiche» Manöver sollte, wie Pater Ambrofiu» den „MissionS-Blättern- mit- theilt, bei Hauptmann Prince au«geführt werden. Aber Prince hatte von der Sache Wind bekommen, und al« wieder die Unterwerfung feindlicher Wahehe gemeldet wurde, ließ er die ganze Bande gefangen nehmen und an die Ketten legen. Der Quawa weiß sich dabei mit einem undurchdringlichen, geheimnißvolleu Nimbus zu umgeben. Sieben Jahre dauert der Krieg und noch hat kein Weißer den großen Sultan ge- sehen- selbst die Wahehe betrachten ihn al» eine Art Halbgott, der mit Zaubermitteln Alles machen kann. Er selbst soll den Aberglauben haben, daß er sterben müffe, sobald er einen Weißen sehe. In dem Kriege haben nun die Quawa» Leute die Kampfisweise der Deutschen gelernt, und find keineswegs zu unterschätzende Gegner geworden. Sie greifen nie ohne fichere Deckung an, schwärmen auS, geben Salven, Schnellfeuer und wiflen wohl zu zielen. ES geht daraus die Nothwendigkeit einer befferen Verbindung mit Uhehe hervor, will man dieser fortdauernden Unruhen Herr werden, nachdem wenigsten» daS erste Glied durch die Indienststellung des Dampfers „Ulanga" auf dem Rufidji geschaffen worden ist. 21u»lauö Bozen, 6. Juni. Auf dem gestrigen Hauptgautag in Bayern wurde der Tiroler Turngau aufgelöst, weil der Antrag des antisemitischen Innsbrucker Turnvereins, nur Arier aufzunehmen, bei einem Theil der Turner auf Wider- stand stieß. Brünn, 6. Juni. Gestern fand hier eine große Versammlung aller deutschen Parteien statt, welche einhellig eine Kundgebung gegen die Errichtung einer czechischen Univerfitat in Brünn beschloß und die Errichtung einer deutschen Univerfität in Mähren verlangte. — Nach der Versammlung fand die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel an dem Hause statt, wo im Jahre 1810 Freiherr v. Stein wohnte. vrüffel, 6. Juni. Die Provinzialrathswahlen find gestern ruhig verlaufen. Die Liberalen haben ihre Can- didaten überall durchgebracht. Die Socialdemokraten werden zahlreiche Candidaten mit Liberalen und Katholiken tu die Stichwahl bringen. Paris, 6. Juni. Die neuen Präsidentenwahlen finden am Donnerstag statt. Dechanel wird zweifellos wieder- gewählt. Der OppofitionS-Candidat Brison soll anstatt Bourgeois Führer der Radicalen werden. Madrid, 6. Juni. Der Ministerrath hielt gestern eine Sitzung ab, tn der man sich mit der Lage der Truppen auf den Philippinen und mit den Ausgaben für die Flotte beschäftigte. Es wurde mitgetheilt, daß die Lage der Truppen eine befriedigende sei. Der Ministerrath beschloß, die Kammer auf Portorico nicht zu eröffnen. Madrid, 6. Juni. Der Ministerrath billigte die vom Minister de» Aeußern verlesene Note, in welcher bei den Mächten gegen die völkerrechtswidrige Kriegführung der Amerikaner protestirt wird. Madrid, 6° Juni. Der Marineminister erklärte, die Lage des amerikanischen Geschwaders vor Manila sei ungünstig infolge einer Pockenepidemie, die unter der Besatzung herrsche. Washington, 6. Juni. Auf Vorschlag der Blätter wird Mac Kinley in einer Botschaft an den Longreß eine nationale Belobigung der Offiziere und Matrosen des in den Grund gebohrten Schiffe» „Marrimac" veranlaffen. Da« Schiff hatte einen Werth von 350 000 Dollar. Admiral Schley unternimmt weitere Versuche, den Hafen von Santiago zu sperren, um eine Bereinigung CerveraS mit dem von Cadiz kommenden Geschwader de« Admirals Camara zu verhindern. Eine ganze Reihe unbrauchbarer Transportschiffe soll im Hafen von Santiago versenkt werden. New-York, 6. Juni. Die letzten Nachrichten von Cap Haiti besagen, daß die vereinigten Geschwader von Sampson und Schley die Befestigungen von Santiago von Neuem beschossen haben. Die Beschießung soll fünf Stunden nach der Versenkung de« „Marrimac" begonnen haben. Diesmal sollen die Forts Morro und Gonda sehr stark beschädigt sein. Eine Bestätigung der Nachricht fehlt noch. New-York, 6. Juni. General Mi les hat eine Truppenschau über da» Feldlager von Tampa veranstaltet. Der General äußerte seine Zufriedenheit über die regulären Truppen, nicht aber über die freiwilligen Truppen, weil die letzteren völlig ungenügend bewaffnet und bekleidet seien und außerdem nicht im Stande wären, ein ExpeditiouS-Corpö zu bilden. Wahlbewegung. • Die größte Zahl von Reich»tag»candidaten in hessischen Wahlkreisen hat sich der zweite Wahlkreis (Friedberg- Büdingen) gestattet. Hier sind, den Blättern zufolge, nicht weniger als sechs Candidaten aufgestellt, nämlich ein nationalliberaler, ein antisemitischer, ein christlich-socialer, ein national« socialer, ein CeutrumScandidat und ein socialdemokratischer Caudidat. Locales und provinzielles. Gießen, 7. Juni 1898. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Freitag den 10. Juni 1898, Nach - mittags 3*/z Uhr pünktlich: 1. OctrotverhLltniffe der Stadt Gießen- hier: da» Octroi auf Mehl und Backwaaren. 2. Gesuch de« Löb Grünewald um Ertheilung der Erlaubniß zum GaftwirthschaftSbetrieb im Hause Löwengasse 22. 3. Desgl. de» Friedrich Teigler zum Wirthschastsbetrieb im Hause Braudgaffe 8. •* Provinzialausfchnßfitzuug. SamStag den 11. Juni 1898, Vormittag« 9 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung bei Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände zwecks Herstellung von Trottoir in der Romröder Straße zu Alsfeld. 2. Klage des OrtSarmenverbandes Vilbel gegen den Vorstand der OrtSkrankenkaffe für Groß Karben und Umgegend wegen Erstattung der Pflegekosten für Anselmu» Schmidt von EckardtSroth. 3. Degletchen wegen Erstattung der Verpflegungskosten für Johannes Edelmann von Rain- rod. 4. Klage des OrtSarmenverbande» Hanau gegen den OrtSarmenverband Haarhausen wegen Ersatz von Unterstützung für die Wittwe Margarethe Stamm, geb. Apell. 5. Antrag de« H. Küchel in Butzbach auf Enteignung von Gelände in Gemarkung Zell zu bergbaulichen Zwecken- hier: Kostenfestsetzung. •• Nene Postkarten. Im Verlage von Ernst Balser hier erschien vor Kurzem eine Serie Gießener Ansichtspostkarten, die wir unseren Lesern zu fleißigem Gebrauch bestens empfehlen können. Die Ausführung der Karten ist derart, daß fie fich überall sehen lassen können- fie bringen GießenS äußere und innere Vorzüge voll zur Geltung. Besonders anziehend wirkt die farbige Karte vom Schiffenberg, überaus vornehm die de- Offizier-CafinoS de» Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm. •• Durchgehendes Pferd. An der Rodheimerstraße ging gestern Nachmittag ein Pferd mit Wagen durch, überrannte auf der Lahnbrücke einen Wäschekarreu und ein mit Ziegeln beladene« Wägelchen, beide« beschädigend. An der Bahnüberführung flog ein Rad au« dem Wagen und dal Pferd stürzte, wobei eS fich an den Beinen stark verletzte. ** Einen Auflauf verursachte gestern Nachmittag in der Wallthorstraße ein betrunkene» Frauenzimmer. Dasselbe mußte tn da« Polizeigefaugoiß gebracht werden. ** Vom deutschen Xnrufest in Hamburg. Der Geschäftsführende Ausschuß für da« Deutsche Turnfest hat mittelst Rundschreiben an die Vereine der Deutschen Turnerschaft folgende Bekanntmachung erlassen: 1) Die Frist der Anmeldung mit der AuSficht auf Freiquartier ist bis zum 20. Juni verlängert. Nach dem 20. Juni wird keine Gewähr für Freiquartier übernommen. Anmeldungen ohne Einsendung deS Festbeitrags sind ungiltig. Der WohnungS-AuSschuß vermittelt bezahlte Gasthöfe und Bürger quartiere nur auf Grund der Anmeldelisten, führt aber mit den Quartier- fuchenden keine Sonderverhandlungen. 2) An Mitglieder von Turnerinnen-Abtheilungen und weibliche Angehörige von Turnern werden Festkarten nicht abgegeben, dieselben können sich in Hamburg Dauerkarten lösen. 3) Die Vereinsfahnen find in Hamburg nur gegen FeuerSgesahr, nicht gegen sonstige Besckädigungen, Diebstahl und Unfall während der Reise verfichert. Hierfür haben die Vereine selbst aufzukommen. 4) Die Vereine haben ihre VereinSschtlder (Größe 50:35 Ctm.) selbst mitzubringen, jeder Turner soll ein 9:4 Ctm. große« Vereinsband tragen. 5) Bezüglich der Sonderzüge wird nunmehr amtlich mitgetheilt, daß für dieselben und die Anschlußstrecken Rückfahrkarten mit 50 pCt. Ermäßigung aus- gegeben werden, welche für Süddeutschland einschließlich der Preußischen Eisenbahn, Directiouen Frankfurt a. M., Mainz und Saarbrücken eine 45 tägige Geltungsdauer haben. Die Hinfahrt kann einmal, die Rückfahrt mehrmals unterbrochen werden. Für UmwegSrouten werden in Hamburg beim Vorzeigen einer Sonderzug-Rückfahrkarte Umwegkarten verausgabt gegen Nachzahlung des Unterschiedpreises. Fahrpreise und Fahrkarten-AuSgabe werden durch die einzelnen Eisenbahn- Verwaltungen bekannt gemacht. Fahrprei»»Ermaßigungen für Einzelreifen oder Verlängerung der Geltungsdauer von gewöhnlichen Rückfahrkarten zur Fahrt nach Hamburg find abgelehnt, nur die Benutzung der Sonderzüge gewährt Anspruch auf Fahrpreis-Ermäßigung. Die Rückfahrt ab Hamburg kann auch mit einzelnen Schnellzügen angetreten werden - Freigepäck wird nicht gewährt- Rundreise »Fahrscheinhefte haben Geltung für die Sonderzüge. 6) Die in Altona ansgearbesteteu Fahrpläne für die Soaderzüge bestimmen für denjenigen des Mittelrhein Kreise»: Abfahrt von Frankfurt a. M. am 22 Juli, Abends 9 Uhr 10 Mia., Ankunft in Hannover am 23. Juli, Vormittags 6 Uhr 30 Mm., Abfahrt von da 9 Uhr 30 Mio., Ankunft in Hamburg Nachmittags 2 Uhr 6 Minuten. ** Deutsche Sprache im Wirthihause! Der Allgemeine Deutsche Sprachverein hat jetzt tu seiner Zeitschrift eine Liste derjenigen Gasthöfe und Wtrthschaften veröffentlicht, deren Besitzer sich bereit erklärt haben, überflüssige Fremdwörter in ihrem Hause zu vermeiden und namentlich die Speisekarten und Rechnungen in deutscher Faffung zu führen. Aus der großen Zahl der aufgeführten Städte und der stattlichen Reihe von Gasthöfen, die in der Liste stehen, läßt sich deutlich sehen, wie mächtig die Bewegung ist sür das Reinhalten der deutschen Sprache von überflüssigen Fremdwörtern. Ob der Gast nicht ebenso gut versteht und ebenso gern zahlt, wenn auf der „Rechnung" statt auf der „Nota“ künftighin überall „Zimmer, Licht, Bedienung" statt „Logis, Licht, Servis" geschrieben steht? •• Lastwageu'Berkehr. Ein Antrag des Abgeordneten Schmeel und Genoffen bet der zweiten Kammer lautet: Aufhebung oder doch geeignete Modtfication des Artikel 266 des Polizeistrafgesetzes. In der Begründung beißt eS: Der Artikel 266 des PolizetstrafgesetzeS vom 30. October 1855 bestimmt: Das Anetnanderhängen zwei großer beladener Wagen und das Zusammenhängen des Frachtwagens und BetwägeletoS oder eine- anderen leichten Fuhrwerks, wenn deffen Deichsel nicht durchaus unter den Frachtwageu geschoben ist, ist bei Strafe von 1 bis 3 Fl. verboten. (Ein dritter Wagen darf bei Vermeidung einer Strafe von 3 bi» 15 Fl. nie angehängt werden.) Gutem Vernehmen nach ist die Handhabung dieser Strafvorschrift seit Jahrzehnten unter« blieben, ohne daß hierdurch Nachtheile ober Schädigungen de» Verkehrs hervorgetreteu wären. In neuester Zett ist jedoch von der Verwaltungsbehörde die Anwendung des Gesetzes« Paragraphen wieder in Erinnerung gebracht und dem Polizei« personal eingeschärft worden. Zahlreiche Denuneiationen und Widerwärtigkeiten, namentlich Belästigungen der Bevölkerung auf dem flachen Laude sind die Folge hiervon gewesen. Sachkundige Laudwtrthe find der Ansicht, daß da» unbeschränkte verbot de» Anetnanderhängen» zweier beladener Wagen keine innere Berechtigung hat, weil gar kein Bedürfntß dafür vorliegt. Anderseits find die Vorthetle des Fahren» mit zwei anetuavderhängendeu Wagen durch Erleichterung de» Transports und Schonung de» Zugviehs ganz außerordentliche. In «eiten Kreisen ist daher eine Bewegung der nächsten Interessenten hervorgetreteu, die auf die Aufhebung oder geeignete Einschränkung des Artikel» 266 gerichtet ist. Im Kreis Darmstadt hat dies auch bereits dahin geführt, daß dem Polizeipersoual aufgegeben ist, nur da einzuschreiten, wo eine wirkliche Belästigung oder Gefährdung de» Publikum» durch die angegebene Tranportart hervorgerusen wird. Freilich soll diese kreisamtliche Verfügung sich nur auf das Ge« biet des flachen Landes, nicht aber auch auf die Stadt erstrecken. E» erscheint aber angemessen, derartige Verhältnisse allgemein und im Wege der Gesetzgebung zu ordnen, und zwar unter sorgfältiger Prüfung der hierbei in Betracht kommenden verschiedenartigen Interessen. ** Der 3. Deutsche Kongreß für Volks- und Zugendspiele findet am 2. und 3. Juli in Bonn statt. „Seit dem Jahre 1891, der Bildung des CentralauSschusse» für Volks- und Jugendspiele in Deutschland, hat die Sache der Bewegungsspiele in freier Luft hochersreuliche Fortschritte gemacht. Neue Spielplätze find in vielen Orten unseres Vaterlandes entstanden, viele Spielvereinigungen haben sich gebildet, die Jugend beiderlei Geschlecht» giebt sich mehr al» früher den erfrischenden und kräftigenden Spielen im Freien hin, und auch die der Schule Entwachsenen beginnen, die im Schull-beu liebgewonnene Gewohnheit der Jugendspiele auf da» bürger« liche Leben zu übertragen. So fangen auch die Volkssptele X in Deutschland an, aufzublüheu und ihren segensvollen Ein« fluß auf wettere Kreise de» Volksleben» zu entfalten. Wenn man aber das glücklich Erreichte mit dem WünschenSwerthen vergleicht, wenn man bedenkt, daß im Verhältnisse mit der Gefammtzahl unserer Bevölkerung Diejenigen, welche sich eines fröhlichen Spiel-, Turn- und Sportlebens erfreuen, doch noch in einer bedeutenden Minderheit find, so liegt darin eine ernste Mahnung für den Eentralausschuß und seine Freunde, nicht ermüdet stille zu stehen, sondern immer weiter zu streben, um die Volks- und Jagendspiele zu einer wirklichen VolkSfitte im Deutschen Reiche zu machen. Die Ueberzeugung, daß diese Volksgewohnheit der Bewegungö. spiele in freier Lust in der That etwa« für unser Volk außerordentlich ErftrebenSwertheS ist, wächst bet uns Allen, je mehr wir darin vorwärts gelangen, und je tiefer wir in da» verständniß des Einflusses der Volks- und Jugendspiele auf die geistige und körperliche Gesundheit eindrtngen." DaS Programm ist besonders reichhaltig. Wir erwähnen daran» 1. Ueber den verbindlichen Besuch der Jugendspiele an den höheren Lchr-Anstalten und die dritte Turnstunde, Gymnasial« Oberlehrer Wickenhagen-RendSburg und Director Professor Raydt Leipzig. 2. Ueber den Einfluß des städtischen Leben» auf die Volksgesundheit, Prof. Dr. Kruse-Bono. 3. Ferien- spiele für Mädchen, Fräulein Bertha Thurw'Erefelo und Herr Turninspector Hermann-Braunschweig. Der Schwerpunkt de» Cougresse» wird jrcoch auf die Vorführung der Spiele gelegt werden, um den Congreßbesuchern ein thun« lichst anschauliches Bild voa den besten Bestrebungen dieser Art zu geben. Schulen, Turn-, Spiel- und Sport-Vereine, sowie Mitglieder der Studentenschaft werden sich an den Vorführungen betheiligen, sodaß bei der hohen Entwickelung, deren die Spielsache sich gerade in Bonn erfreut, mufter- Mtige Vorführungen zu erwarten find. Bet dem lebhaften Interesse, daS die ganze Bonner Bürgerschaft an diesen sesundhettSftärkeuden Uebungen und der ganzen Bewegung nimmt, kann man schönen und herrlichen Tagen in Bonn entgegcnsehen. Programme versendet der Ge- , schästSführer de» Ausschusses Professor Raydt in Leipzig, I Löhrftrahe 3/5; über die örtlichen Verkehrswege in Bonn gtebr AuSknnft der stellvertretende Vorsitzende Dr. med. F. A. Schmidt in Bonn, Eoblenzerstraße 23, und Anregungen allgemeiner und grundsätzlicher Natur, die die Bewegung und die Durchführung des Gongreffc» betreffen, wird der erste Vorsitzende, Abgeordneter von Schenckendorff in Görlitz, gern entgegennehmen. Ans dem Sroßherzogthnm Hessen. ES bestand bei uns seither die Einrichtung, daß den Rechtsanwälten Acceifisten und Assessoren— R.chtSknodtge, die seit mindestens zwei Jahren im Juftizdienst thätig waren — als Stellvertreter für Verhinderungsfälle vom Ministerium der Justiz bestellt wurden. Für beschäftigte Anwälte bedeutete die» eine Erleichterung, für die jungen Recht-beflissenen war die Einrichtung eine ihre Ausbildung, ihre GefchäftSgewandtheit fördernde, und um so bedeutsamer, al» in oft mehrjähriger anwaltlicher Thätigkeit viele unserer späteren Richter eine Schule durchliefen, in der sie rasche Behandlung de» unver- mittelt Herantretendeo Rechtsstoffe», insbesondere aber auch Wahrung der eigenen, selbstständigen Meinung und deren Geltendmachung vor Gericht erlernten. Dabei war den jungen Juristen die gute Honorirung ihrer Arbeit recht erwünscht. Unser Ministerium hat denn auch, wohl diese Gründe erwägend, seither an der Einrichtung festgehalten, so häufig auch daran gezweifelt wurde, ob die Bestellung als Stell- Vertreter schlechthin zuläsfig sei ober nur statthaft erscheine, wenn der Anwalt zeitweise — für einen längeren Zeitraum — an der Ausübung feine» Beruf» verhindert ist. Als mißständig wurde da» seither bestehende Verhältniß von keiner Seite empfunden, namentlich hat das an der Frage intereffirte rechtfuchende Publikum sich die Vertretung der unter guter Anleitung meist gründlich und frisch die Interessen wahrenden jungen Stellvertreter gern gefallen lassen. Nur in den Kreisen der Anwälte ließen fich Stimmen vernehmen, die der Beschäftigung der Assessoren bet Anwälten und der hierdurch ermöglichten „Vervielfältigung" de» einzelnen Rechtsanwalt», im Effecte, also der Concentration eines größeren TheilS der Praxis in einer Hand, abhold waren. Auch manche Richter haben nicht gerne die Vertreter vor fich gesehen; vielleicht empfanden sie eS unangenehm, daß so junge Leute zur Bildung ihrer richterlichen Recht-Überzeugung beitragen sollten. Nun ist der Stein inS Rollen gekommen und unser Ministerium — dessen Chef lange Jahre selbst als Recht-anwalt mit Stellvertretern gearbeitet hat und die Verhältnisse genau kennt — wird zu entscheiden haben, ob e» bei dem seitherigen ModuS bleibt oder ob die Verhältnisse nach preußischem Muster Regelung in der Art erfahren, daß der Anwalt fich in Fällen beruflicher Verhinderung, durch Termine, auswärtige Amtsgeschäfte, Conferenzen, bei collidtrenden Landgerichtsterminen nicht vertreten lassen darf, sondern nur dann einen Vertreter erhält, wenn er total verhindert ist, seinem Berufe obzuliegen. Jedenfalls ist die Feststellung schwierig, wann eine solche Verhinderung vorliegt — muß der Anwalt krank, bettlägerig- krank, für längere Dauer verhindert sein, ober kann tageweise die Stellvertretung eintreten? Wird die preußische Einrichtung gewählt, so wird wohl auch die dortige Gepflogenheit hier Eingang finden, daß ältere Anwälte mit jüngeren Collegen fich vereinigen, wodurch noch mehr als seither die tüchtigsten jungen Kräfte der Advokatur zugeführt werden. Die anwaltliche Praxis wird dann voran-fichtlich viel mehr al» jetzt in einzelnen großen BureauS zusammenfließen, die von manchen Seiten erstrebte Zertheilung wird gewiß nicht eintreten. Franks. Ztg. Schwurgericht. W. Gießen, 7. Juni 1898. Heute Vormittag wird in die Verhandlung gegen den 30 Jahre alten unbestraften StationSdiätar Heinrich Sonntag von Gießen wegen Meineid eingetreten. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Koch. Al» Benheidiger ist Recht-anwalt Grünewald erschienen. ES find sechs Zeugen zu hören. — Der Thatbestand der Anklage ist der folgende: Die Ehefrau des Angeklagten hatte beim Kaufmann M. Kann für ca. 100 Mk. Weißzeug auf Credit gekauft. Kann konnte den Betrag auf gütlichem Wege nicht erlangen und erwirkte auf dem Klagewege einen Schuldtitel und ließ die Zwangsvollstreckung bet Sonntag vornehmen, die aber ergevnißloS blieb. Der Gläubiger lud den Schuldner zur Leistung des Offenbarung-eideS vor daS Großh. Amtsgericht, doch kam es zuerst nicht zur Eidesleistung. In einem zweiten am 25. Januar d. I. stattgehabien Termin reichte der Angeklagte em DerwözenSverzeichniß ein und beschwor, daß er außer den darin angegebenen Gegenständen nichts besitze. Dieser Eid soll nun insofern wissentlich falsch sein, als der Angeklagte mehrere Gegenstände, die er besaß, nicht angegeben, ebenso soll derselbe eine Forderung im Betrage von 8 Mk., die er an einen Collegen hatte, verschwiegen haben. — Der Angeklagte erklärt, seine Ehefrau habe die Einkäufe bei Kann durch ihre Mutter gegen seinen Willen gemacht, der Angeklagte hat später dem Gläubiger Theil- zahlung angeboten, derselbe hat ihn aber kurze Zeit darauf verklagt. Kann habe ihm erklärt, er sei gerichtlich gegen ihn vorgegangen auf Veranlassung seine» Schwiegervater», mit dem der Angeklagte verfeindet ist. Der Angeklagte bemerkt, daß er von der Eisenbahn für seine Thätigkeit pro Monat z. Zt. 65 Mk. erhalte. Der Angeklagte hat vor etwa zwei Jahren von einer Taute eine Erbschaft von 2300 Mk. gemacht. In dieser Summe waren Möbel enthalten, die der Angeklagte seiner Schwester für 200 Mk. verkauft haben will, obgleich er dieselben in Benutzung behielt. Der Angeklagte führte den Nachweis, daß er diele geerbte Summe regelrecht verausgabt hatte, als er den Offenbarungseid leistete. Der Angeklagte gelleht zu, hierbei einen ihm gehörenden Kinderwagen, da» von Kann gekaufte Weißzeug, etn Flobertgewehr, zwei alterthümliche Leuchter und eine Luftpistole nicht angegeben zu haben, er will bei Aufstellung des Vermögen-Verzeichnisse» daran nicht gedacht haben; et fei auch der Ansicht gewesen, e» käme nicht so genau darauf an. Weiter nicht angegebene GipSfiguren, Vorhänge, ein Thermometer nfw. feien nur Pfennige werth gewesen. Sonntag erklärte, mit der Familie feiner Ehefrau zerfallen und verfeindet zu fein, auch lebe er in nicht glück- Ucher Ehe. Auf Befragen de» StaatSanwalt» erklärt der Angeklagte, daß er an den An-staod von 8 Mk., den er an einen Collegen hatte, ebenfalls nicht gedacht, als er den Eid leistete. Er habe bei der Eidesleistung vorsätzlich Nichts ver- schwiegen. — Amtsrichter Neuenhagen erklärt, er pflege ble Schuldner bei Ablegung des OffenbarungSeibeS besonder» darauf hinzuweisen, daß sie Alles, waS sie besitzen, im Ver- mögenSverzeichniß anzugeben hätten, er glaube sicher, bem Angeklagten gegenüber ebenso verfahren zu sein. Die Leistung von Offenbarungseiben beim Amtsgericht Gießen fei verhältnißmähig nicht selten, so baß ber Zeuge ber Einzelheiten beS Falles fich nicht so erinnern kann, er glaube aber, fich erinnern zu können, baß ber Angeklagte die Sache damals sehr leicht genommen habe. — Kaufmann Rann bezeugt, daß er iw Termin am 25. Januar b. I. ben Angeklagten gefragt habe, ob er keine Außenstänbe und kein Geld mehr habe. Der Schwiegervater des Angeklagten hat dem Zeugen mitgetheilt, daß dieser bei einem Collegen nodj eine Forderung habe. Die Schwiegermutter hat sich dem Zeugen Kann gegenüber geäußert, daß der Vertrag wegen des Möbelverkaufs an die Schwester des Ange- klagten nur ein Scheiuvertrag fei. Der Zeuge Kann gibt zu, daß der Angeklagte das Weißzeug, welches er im October erhalten, im Januar zur Rücknahme ihm wieder angeboten, nachdem et das Angebot von Theilzahlungen von monatlich 2 Mark nbgelehnt habe. — Gerichtsvollzieher Geißler hat bei Sonntag die Pfändung vorgenommen, seine Aussage ist für den Angeklagten nicht ungünstig. Richtig sei, daß die eigene Ehefrau de» Angeklagten ihm gegenüber erklärt hat, sie glaube nicht, daß ber Vertrag, ben ber Angeklagte mit seiner Schwester wegen des Möbelverkaufs vor dem OrtSgericht geschloffen, ein ernstlicher vertrug sei, sie sei der Meinung, daß ihr-Ehemann die Kaufsumme von 200 Mk. von feiner Schwester überhaupt nicht erhalten habe. Geißler hat darauf erklärt, dies würde fich ja finden, wenn Sonntag den Dffenbarungfleib leisten würde, worauf die Souutag'sche Ehefrau gemeint hat, ben Offenbarungleib schwört er. Die Schwester des Angeklagten, Marie Rat» bekundet, daß der mit ihrem Bruder geschloffene Mödelver- kaussvertrag ein ernstlicher fei, und daß sie 200 Mk. für die Möbel auch wirklich bezahlt habe. Nrch der Ansicht ber Zeugen war daS von Kann gekaufte Weißzeug für die Familie sehr nöthig. Ans der Zeit für öic Zeit. Vor 104 Jahren, am 8. Juni 1794, starb freudlos und verarmt zu Göttingen der Dichter Gottfried August Bürger. Er hat die Ballade in unserer Literatur eingeführt und sie mit wahrhaft dramatischer Lebendigkeit zu behandeln verstanden. Sein Meisterwerk in dieser Gattung ist die 1774 im Göttinger Musenalmanach erschienene „Leonore". Bürger wurde am 31. December 1747 zu Molmerswende am Harz geboren. Vermischte». *Pari», 5. Juni. Die Pariser , Compagnie g6n6rale des petites Voitures“, welche die Ersetzung ber Pferbevehikel durch Automobilenwageu vor einiger Zeit beschloß, hat nun endgültig dem el ectrischen Motorwagen den Vorzug gegeben. Ganz abgesehen von dem unangenehmen Gerüche, den das Heizmaterial der Petroleummotoren erzeugt, und ber unvermeiblichen Ruhbildung, die durch ben Gebrauch be» Petroleums bedingt ist, bieten die electrischen Motorwagen den Bortheil einer viel handlicheren Steuerung und brr fast vollständig geräuschlosen Gangart de» Gefährte». Die Elrctto« motoreuwageu sollen in ber Zahl von 100 in den nächsttn zwei Monaten dem Verkehr übergeben werden und durchweg viersitzig sein, obwohl der Fahrpreis für ben Gebrauch zweisitziger Pferdevehikel beibehalten wirb. Die electrischen Motorwagen werben theils Landauer, theil» Cab», offen ober geschlossen sein. Die Kosten eine» solchen electrischen Fiaker» tellen fich auf etwa 5000 Frc». Die Ladung ber Accumu« latoren wird täglich in bem neu zu errichtenben Electricität»« werke der genannten Gesellschaften vorgenommen werden; die n ben Accumulatoren aufgespeicherte Electritität»krast wird bem Wagen gestatten, einen Weg von 60 Kilometer täglich zurückzulegen. Die Fahrgeschwindigkeit wird 14 Kilometer in der Stunde sein. * Eonntag»rohe im Kriege. Der gegenwärtige spanisch- amerikanische Krieg liefert aufs Neue den Beweis, daß auch in Amerika wie in England der Tag de» Herrn streng geeiert wird. Wie das „Journal des Debats" erzählt, be« chloß eine in diesen Tagen zu Indianapolis adgehaltene Versammlung der Kirchenvorstände, an den Präsidenten Mac Kinley sogar eine Adresse zu richten mit der Bitte, e» möge untcr keiner Bedingung an einem Sonntag eine Schlacht geliefert werden, und wenn der Admiral Sampson auf »en Admiral Cervera stoße, so solle Jener mit dem Spanier in Unterhandlungen treten behufs Verschiebung der Feindseligkeiten auf den nächsten Tag. * Heirathet keine Chinesen! Von einem genauen Kenner rer chinesischen Verhältnisse wird der „Voss. Ztg " geschrieben: Vor Kurzem wurde in der „Voss. Ztg." davor gewarnt, daß europäische Mädchen Chinesen heirathen, weil es vorgekommen wäre, daß diese ihre jungen Frauen bei der Ankunft schnöde verließen. Jetzt ruft die Shanghaier Abtheilung der „China Association", einer Gesellschaft, deren Hauptquartier in London ist, und die sich die Wahrung der Interessen aller mit China in Beziehung stehenden Engländer zur Aufgabe macht, die Hülfe der britischen Presse an, um nachdrücklich vor ben Ne $cit '94, fiatb freubtoi unb hier ®ottfrieb AutzK mittet fotetatur m« Mschn iibtribiftttit zu notrf in W Gattung ,ad) nMiMt „Seonoit“. 41 a MoimnSwende am sr-'tzr Ä« 1 611 8 U, n'l$« I« •«rf! «Ü* fr j " ».„‘fr n am 95 cs Raüf®11' । 3QnaQt j, 2r «**4 « MAU 1 eiwitgttmnutr k {ffr M bit etiBtfttx der U, ‘ ®« Brate Rann i: M* »Mm ih« 7 v°° rhkilzch^ Je. - Grrtchttdch^. Jlanbnng oorgtaoma ’iagftn nicht ungüut; oa dt« ÄngtHagia daß ttr ©ertrag, la n »eg»« der ö- ein mchltchn vm ihfBann die Ranffcni überhaupt nicht echL die- stobt sich ja (to d leisten würde, Kani iar, den OffevbarwD üogeklagteo, Marit Snt er geschloffene MSbekn. daß sie MM stikik Nich der Ansicht in Teißzeog für die gamllli Uk n , Compagnie generale jrltpng der PserMthil« er Zeit beschloß, h°t°°- )torwagtn bmW p urmgiveholko psotorto erzengt, njb« kurt den Sebraoch , elften ütatra* j tzttnernng und M!- 1D-M 1.« 100 i- 7'7, ia indm nik W brwtg .rsr- *Ä”'* •"SSS «»sSt d-' r° , W an den V1 i ,!4‘=0nn 9'i”,S*? »•»“ L« mt *2 rag' fltnout"^ au • CX" allmählich zahlreicher werdenden Heirathen zwischen Euro- päerinnen und Chinesen zu warnen. In diesem Ausruf ist gar nicht einmal von Männern mit schurkischen Absichten die Rede, sondern es wird nur darauf hingewiesen, was eine junge Frau, die einen Chinesen ins Reich der Mitte begleitet, dort im besten Falle zu gewärtigen hat. Da heißt es mit klaren Worten: „Die Aussichten auf eine glückliche Ehe oder auch nur auf ein einigermaßen behagliches Leben sind, wie die Dinge in China zur Zeit noch liegen, sehr gering. Das wird sich auch nicht so bald ändern. Selbst wenn ein Chinese, der eine Europäerin heirathen will, ein durchaus ehrenwerther und gebildeter Mann ist, dem genügende Mittel zur Ber- fügung stehen, so ist dennoch abzurathen von einer solchen Heirath. So lange das junge Paar in Europa oder Amerika bleibt, mögen die Verhältnisse zwar erträglich sein, besonders wenn ein junges Mädchen ihre gesellschaftliche Stellung auf diese Weise zu verbessern glaubt. Aber jeder Chinese kehrt über kurz oder lang in seine Heimath zurück, meistens schon, nachdem er nur wenige Jahre im Auslande gewesen ist. Dann aber harrt der jungen Frau unter allen Umständen eine bittere Enttäuschung. Denn ihr Gemahl ist selbst beim besten Willen nicht in der Lage, ihr bei dem gegenwärtigen Zustande der chinesischen Gesellschaft das nöthige Ansehen zu verschaffen." Das sind wahre Worte. Da nun solche Ehen nicht gesetzlich verboten find, so ist es gut, wenn die Presse von Zeit zu Zeit auf deren unerfteu- liche Folgen hinweist. * Wieviel Christen gibt eB? Darüber find viele Zahlen im Umlauf. Die Zeitschrift „Die evangelischen Missionen" von Richter (1895 Nr. 1) geben, gestützt auf die Arbeiten de- berühmten englischen Geographen Ravenstein folgende Statistik und Bemerkungen dazu: Europa hat 381200000 Einwohner Asien // 854000000 n Afrika // 127 000 000 ff Australien n 4 730000 rf Amerika // 133 670000 h Nach dieser Berechnung hat die ganze Erde eine Bevölkerung von 1500 600000 Einwohnern oder rund P/g Milliarden. Nach derselben Schätzung vertheilen sich die wichtigsten Relt- gtoll-btkeuntniffe wie folgt: Evangelische Christen 200000000 Römische ,, 195000000 Griechische „ 105000000 Christen in-gesammt 500000000 Juden 8000000 Mohammedaner 180000000 Heiden 812 000 000 Nichtchristen in-ges. 1000000000 Vergleichen wir die Gesammtsumme der Chrrsteu und der Nichtchristen mit einander, so sehen wir, daß die Christen bereit- ein Drittel der Gesammtmeaschheir ausmachen. Nrnest« Nachrichte«. Depeschen de- Bureau „Herold". Berlin, 7. Juni, Die ?„Berl. Reuest. Nachr." veröffentlichen eia Schreiben des StaatSsecretärS Posadow-ky an einen notablen Politiker, welcher fich an den Staat-- secretär um eine gutachtliche Aeußeruug über da- bei den Wahlen zu beobachtende taktische Verhalten gewendet hatte. In dem Antwortschreiben empfiehlt der Staatssekretär eine geschlossene Frontstellung gegen den revolutionären Socialt-mus. Wien, 7. Juni. Diegesternim Abgeordnetenhause erwartete Beantwortung derInterpellation über die Grazer Vorgänge wird heute erfolgen. Wien, 7. Juni. Die hiefige Polizei verhaftete gestern den Mechaniker Josef Holzbauer und die Modistin Hedwig Pieper, beide aus Berlin. Dieselbe hatten dort daS zwölfjährige Mädchen Hedwig Lamsried entführt, um da-, selbe der Schande zuzuführen. Auch de- Kinde- wurde die Wiener Polizei habhaft. DaS Kind wurde In Privatpflrge gegeben. Brussel, 7. Juni. Gestern Abend ging ein surchtbare- Gewitter über die Stadt und Umgegend nieder. Der Blitz richtete in den Vororten an verschiedenen Stellen erheblichen Schaden an. Mehrere Pachthöfe wurden durch Blitz- schlag in Brand gesetzt. Der Schaden wird auf eine halbe Million Francs geschätzt. Brüssel, 7. Juni. Im Borstadt-Theater Anderlecht ereignete fich ein großes Unglück- bei der Darstellung eines Militärstücke- feuerten Comparsen scharfgeladene Flinten wodurch ein Zuschauer getödtet wurde. Mehrere andere find schwer verwundet. Pari», 7. Juni. In den Kammerdebatten wird nicht nur der Abgeordnete Caftelin, sondern auch der frühere Justtzministrr Trarieux die DreyfuS-Angelegenheit zur Sprache bringen. Man ist auf Enthüllungen und unvorhergesehene Ereignisse gefaßt. London, 7. Juni. „Daily Mail" berichtet an- New- York, daß da großes Gefecht vor und um Santiago Verkehr, Land- ttttfc Volkswirthschaft. •totMl, 7. Juni. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmartt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,65—0,90, Hühnereier pr. 6L6-0 X 2 St. 10—11 X Enteneier 1 St. 6—CO X Gänse- rier pr. St. 10—12,$, Käse 2 Et. 9-15 $, Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 20 $, Linsen pr. Liter 32 $, Tauben pr. Paar X 0,75 bis 0,90, Hühner pr. Stück !,tO bis 1,20, Hahnen pr. ®töd X 1,20-1,70, Enten pr. Stück X 1,80—2,CO, Gänse pr. Psunl, X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 66-74 X Kuh- und RindfleisL pr. Pfd. 62-66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 X Schweim- fleisch, gesalzen, pr. Psd. 76 X Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 3i, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00 biß 7,50 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. E-ntner 10,00—12,00 X, Milch pr. Liter 16 X Kirschen pr. Psd. 60 X Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. stattgefunden habe, welche- den ganzen gestrigen Tag andauerte. Die Landung der Ämeritaner fand bei Aqua« tere- statt. London, 7. Juni. Auch hierher wird gemeldet, daß die Amerikaner bei Punta Cabrera, sechs Meilen westlich von Santiago 4000 Mann auSgeschifft haben sammt den zur Belageruog nothwendigen Geschützen. 3000 Insurgenten marschiren mit ihnen unter Garica vereinigt nach der Hafenstadt. London, 7. Juni. Zu der Landung der Amerikaner bei Santiago und ihrer Vereinigung mit den Insurgenten unter Garcia wird noch gemeldet, daß die Landung direkt bei Santiago erfolgte und die Vereinigung stattfand, nachdem die Amerikaner die spanischen Truppen vertrieben und die Batterien zerstört hatten. Der Angriff auf Santiago steht bevor. New-York, 7. Juni. „Hrraldo" meldet ou8 Washington, Mac Kinley habe gesagt, wenn noch zwei Siege bei Santiago und Portorico erfochten werden, bann werde s zum Frieden kommen. New-York, 7. Juni. Depeschen au- Cap Haiti verzeichnen das Gerücht von einem Kampf zwischen drei spanischen und vier amerikanischen Kriegsschiffen an der Nordküste von Haiti. New-York, 7. Juni. Aus Port-au-Prince wird gemeldet, die vereinigten Insurgenten und amerikanischen Truppen hatten vorgestern Morgen neuerdings einen Angriff auf di e Stadt Santiago gemacht. Die Spanier, welche auf den Kampf vorbereitet waren, sollen den ersten Angriff mit Erfolg zurückgefchlagen haben. Die Angreifer erlitten bedeutende Verluste, wogegen die Spanier, welche durch vortreffliche Erlwälle geschützt waren, nur geringe Verluste hatten. Hongkong, 7. Juni. Die letzten Nachrichten aus Manila besagen, daß die Rebellen alle G.frnbahnen in unb um Manila herum zerstört haben. Die Insurgenten befinden fich 4 Meilen von der Stadt entfertt A Mainz, 7. Juni. Die Hinrichtung de- Haus- burschen Simon Merz von Bonn, der seine frühere Geliebte in LeiselSheim erstochen, sand heute früh im Hofe des hiefigen GerichtSgebäudeS durch den Scharfrichter Brand au« Gorhs statt. z. Notiz, daß m. Kuren g. Zwangs- JSI ervosen gedanken, Angst,Schlaflosigk.,Asthma, Herzerreg.,Schwäche,Magenvers1imm- ung, Darinirägh., des Gicht rc. wieder v. April—Oct. in Auerbach, Hess. Bergstr., stattfinden. Prospecie üb. Eigenart u. Wirkung gratis. 2133 Dr. Bor eher dt. Meyers Konversations - Lexikon \ (auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher , .xg- liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an -5^ 1 H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VIL Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garterrstraße 2 Angebot der Arbeitnehmer: 3 Buchbinder, 1 Küfer, 1 Möbelschreiner, 2 Taglöhner, 1 Pferdeknecht, 2 Hausburschen, 1 Kellnerlehrling, 4 Kindermädchen, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Büglerin, 1 Weißzeugnäherin. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Bäcker, 1 Drechsler, 1 Installateur, 2 Krankenwärter, 2—3 Gerber, 1 tücht. Bauschlosser, 1 Schmied, 2 Schuhmacher, 1 Möbelschreiner, 2 Taglöhner, 4 Hausburschen, 1 Fuhrknecht, 2 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Kindermädchen, 2 Lumpensortirerinnen. Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner.___________________________ Mchtseuerwehr. Uebung der Rotten 3 und 4 Montag d. 13. Juni, Abends 8V2 Uhr, im Hofe des Thurm haus es am Brand. Gießen, 7. Juni 1898. 5771 Der Branddirektor: Traber. ^UersteismmM Grasverstrigerungkn Dienstag den 14. d. M.: 1. Groß-Rechtenbach, Beginn „Große Weide" Vormittags 8 Uhr, 2. Kl.in-Rechtenbach,Beginn„Hinter dem Hof" Vormittags 11 Uhr, 3. Hochelheim, Beginn „oben im Moor" Nachmittags 2 Uhr. Groß-Rechtenbach, 6. Juni 1898. 5759 Das Bürgermeister-Amt. ML Mchthans. Freiba k. 5732 Heute und morgen: Ochsenßeifch 45 pfg. Zchmimßkisch 30 Pfg. Geöffnet bis S Uhr. Echte Suppenwürze 5ft soeben wieder eingetroffen bei 5548 Karl Bieler, Kreuzplatz 6. MAGGI Heute frisch eingetrofstn: Prima EMkulhalLchMizerkSs per Pfd. 1 Mk., und feinste Gudensberger Süßrahm-Butter hei 5780 Hrch. 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Juni, Morgens 8 Uhr: Kassenöffnung; Morgens 9 Uhr: Beginn der Prämiirnug; Mittags 1 Uhr: Frühstückspause; Mittags 2 Uhr: Fortsetzung der Prämiirnug; Abends 8Vr Uhr: Commers in Steins Garten. Sonntag, den 19. Juni, Morgens 8 Uhr: Eröffnung der An-, stelluug; Morgens 8% Uhr Vorführung von Sauitäts- Hunden (Besitzer: Deutscher Verein für Sanität-Hunde) und Hebung im Gelände bei der Schönen Aussicht unter Leitung des Herrn Thiermalers I. Bungartz, Lechenich. 1. Vorsitzender des Deutschen Vereins für Sanitätshunde; Nachmittags 4 Uhr: Coucert, au»ge, führt von der Capelle des Inf-Reg. Kaffer Wilhelm Nr. 116, unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn Krauße; Nachmittags 5 Uhr: Vorführung fäwmtlicher prämiirte» Huude. 5778 Gießen, den 3. Juni 1898. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. b« vM: (Nr. 24t setzet über b hn Frirben v nnb btt Ststtz Som 24. Mai (Nr. 248 bet Willi ü Macht fm Free Gießen, Gl Zawibrrhan! (traft 611 zu 30 5777] Gefunden ein Berloque (Reh« grandl) auf dem alten Schiffen bergerweg. Abzuholen im Hotel zum Rappen. Passiva: 1. Aufgenomm.Capitalien 2. Stammguthaben der Mitglieder 3. Reservefonds: Ende 1895 zusammen zu in 1896 zu in 1897 4. Reingewinn Karton: kahnüratze 11. Lahnsand Lagerplatz: Hohberg. Lahnkies Giessen, 7. Juni 1898. Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. Juni, Nachmittags 5% Uhr, vom Sterbehause, Bahnhofstrasse 51, aus statt 5785 Hess. iJeJd-T oose Stück 1 Mark 11 Looeo für 10 Mark Porto und Liste 25 Pfennig. Ziehung 22.-24. August 1898. Haupttreffer Mk. 85,000 baar ohne Abzug Section Giessen. D. Oe. A. v. Donnerstag den 9. Juni. Monats« Versammlung im Forstgarten. Ab 6 Uhr Abends pünktlich vom Uebergang der Obcrh. Babu Tagesordnung: Veröffentlichung der Rechnung Vertheilung des Reingewinns pro 1897. Ausschluß von Verschiedenes. 25jähriges Stiftungsfest ergebenst einladet 5757 dem »ni deigtltzt> Bekanntmachung. Die diesjährige Graserute von den Wegen und Schneisen des Gießener Stadtwaldes soll Samstag den 11. Juui 1898, Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses öffentlich ve steigert werden. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden um Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ersucht. Gießen, den 7. Juni 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. b. c. d. Der Vorstand. Auf Obiges bezugnehmend, halte ich mich auch mit Speisen und Getränken bestens empfohlen. Ferd. Kreiling, 3mn Treppchen. Gesucht Eheleute mit kleiner Familie im Alter 5760 Der Controleur: Schmidt. Austeilung non Kunden ulkt Kaffen am 18. und 19. Juni auf der „Schönen Aussicht" zu Giessen veranstaltet vom Verein zur Züchtung reiner Huvderaffeu Gießen. . 4 Eintrittspreise: I Samstag, 13. Juni, ä Person Mk. 1,—. Sonntag, 19. Juni, ä Person Mk. 0,50. Kinder unter 14 Jahren an beiden Tagen ä 20 Pfg. Kataloge sind an den Kassen, sowie auf dem Plahbureau zu haben. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebel-Stiftung für 1898 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke find bis zum 1. Juli d. Js. bei dem Armenamt (Zimmer Nr. 2 des Bürgermeisterei- Gebäudes) vorzubringen. Todes-Anzeige Verwandten und Bekannten hiermit die Trauernachricht, daes unsere liebe Schwägerin, Tante und Grosstante Frau Wwe. Louise Reiber, geb. Reiber, gestern Abend nach längerem Leiden im 77. Lebensjahre sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Reiber. Bekanntmachung. Die Mitglieder der Spar- und Leihkaffe, e. G. m. u. H., zu Grotzeu-Bufeck werden zu einer Heneratversammkung auf Samstag den 18. Juui 1898, Abends 8 Uhr, in die Wirthschaft des Christoph Siegfried dahier eingeladen. Steins Garten. Donnerstag den 9. Juui: 1. Abonnements-Concert Anfang präcis H/r Uhr. Eintrittspreis 50 Pfg. 5763 Krausse, Großh. MoMirrttor. u Schuldscheine „ Gutskaufgelder „ Werthpapiere Feuer-Versicherungs-Gesellschaft sucht für die Stadt Gießen einen strebsamen Agenten. Gefl. Off. aub. F. D. 1281 an Rudolf Moffe in Darmstadt erbeten. Contentia (Wopriljätigiieitsverein Hießen). Sonntag den 12. Juni l. I.: Großes Sommerfesi auf der Schönen Aussicht. Von Nachmittags 3 Uhr ab: Concert, Tanz, Volksbelustigungen aller Art und Kinderspiele mit Preisveitheilung. fij’"“14 "i ’Wltaann" au "»"’M »B| *«btrt voraus, i3nDD0 bu „st, Wtt anb tfliticli -veiht Du •N brr W 'A°> Wirb Ä'g St'- 'hi '7- *U± 14 »ÖOtt W'? Mges l«t fii 18anit Summe: 142850.96 37 • 3 3 37 5772 5761 Summe: 142850.96 Mitgliederstand Ende Zugang in 1897 . Abgang in 1897 . Bleibt Bestand Ende Großen-Buseck, am 21. Mai Todes-Anzeige. Gestern Abend 11 Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unser unvergeßliches Söhnchen Carl im Alter von 11 Monaten, was tief betrübt anzeigen Ludwig Lepper and Frau An den Bahnhöfen 66. Gießen, den 6. Juni 1898. 5745 5766] Sonntag 'jlbcnö ist aus der Liebigsyöhe ein Portemonnaie mit drei Mark und zwei Trauringen, gezeichnet L. W. und D. B, verloren worden. Vor Der Vorstand. Gesangverein Germania Heuchelheim feiert am 12. Juui d. Js. sein ungefähr 30 Jahren, mit guten Empfehlungen, welche fleißig und ge« schäftsgewandt sind, und eine Baar- caution von 500 Mk. stellen können, um ein Specialgeschäft in meinen Fabrikaten zu übernehmen. Es bestehen schon in vielen Städten dortiger Gegend derartige Geschäfte mit gutem Erfolge. 5762 Altona Bahrenfeld. A. L. Mohr, Fabrik von Margarine, Schmalz, Fleifchwaareu, Kakao, Feigen-Kaffee, Kaffee- Rösterei. Junge Lehrerin erlbeilt Nachmittags Unterricht in allen Fächern. Offerten unter M. 5655 an die Exped. d. 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