Nr. 56 (S-rftrö Blatt. Dienstag dm 8. März 1898 Erscheint täglich wm Ausnahme des Montags. Die Gießener MamttieuvkLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. (Eichener Anzeiger Bezugspreis vicrleliährlich 2 Mark 20 M. monatlich 75 Psg. mit Bringer lohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. »le rieljährlich. Lvsahme von U»zeigen zu der Nachmittags für beu folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Me Anzeigen-BermittlungSstelleu des An» unb Auslände« nehme« Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Anrts- unb Anzergeblutt für den AtreZs Gieszen. Äcboctton, Expedition und Drucker« Kchntstraße Nr. 1. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Thrill. Bekanntmachung. Samstag de« 19. März d. I., Vormittags IO Uhr, findet tu dem Regieruugsgedäude dahier die die«« jährige ordentliche Sitzung des Kreistages de« Kreises Gießen mit folgender TagkSorduung statt: 1) Vorlage der Kreiskaffetechnuug für 1896/97; hierzu Bericht dr« Krei-au-schufirS über die Verwaltung ! und den Stand drr KretSverbandß-Angelegenheiten; Genehmigung der vorgekommeneu Credtt Ueber« fchreitungen zu Lasten der nachgewiefeneu Deckungsmittel. 2) Festsetzung des Kreiskaffe Voranschlag- für 1898/99. Gießen, den 6. März 1898. Der Vorfitzende des Kreistage- des Kreises Gießen. v. Gagern.____ Bekanntmachung. betreffend: die Viehmärkte zu Gießen. Auf Grund des § 17 des RetchSgefetzeS über die Abwehr 23. Juni 1880 nnb Unterdrückung von Viehseuchen vom * ^at 1894 wird hiermit bestimmt, daß alle- anläßlich der Gießener viehmärkte aufgetriebene und in Gast, Privat- oder sonstigen Stallungen zu Gießen und den Orten Wteseck, Heuchelheim und Klein Linden untergebrachte Vieh au den jeweiligen Markttagen von 7 Uhr MorgeuS ab an dem dazu bestimmten Platze nächst dem Biehmarkt? zwecks Untersuchung durch das Großh. KreiSveterinäramt Gießen vorgeführt werden muß. Gießen, den 5. März 1898. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern. Gießen, 5. März 1898. Betr.: Die Ausführung des Gesetzes vom 22. Mat 1895 wegen Gewährung von Beihilfen an ehemalige KrtegStheilnehmer. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des KreiseS. Nach einer Mittheilung des Herrn Reichskanzlers find zur Beseitigung von Zweifeln, die fich neuerdings hinsichtlich der Behandlung von Zahlungen aus dem Kaiserlichen DiS« pofitionSfondS bei der RerchS Hauptkaffe bei Uebersendung au die Empfänger durch die Post ergeben haben, die Reichs« Postaustalrea angewiesen worden, 1, die auf Grund deS Allerhöchsten ErlaffeS vom 22. Jnlt 1884 — Armee Verordnungsblatt S. 139 — gewährten Unterstützungen au diejenigen ehemaligen Unteroffiziere und Mannschaften, welche durch eine im Kriege 1870/71 erlittene innere Dienstbeschädigung invalide geworden find, denen aber ein Rrcht zur Geltendmachung eine- Versorgungs» onspruch« nach den gesetzlichen Vorschriften nicht zur Seite steht, und 2. die Unterstützungen und ErziehungSbethilfen für Hinterbliebene von solchen ehemaligen Militär- Personen portofrei zu befördern. Wir empfehlen Ihnen, vorstehende« in Ihren Gemeinden ort-üblich bekannt zu machen. __________________v. Gagern. Deutsches Aeich Berlin. 5. März. Die Budget-Commission de« Reichstages har heute den Antrag Müller-Fulda, nach dem die erforderlichen Sch.ffSbauten in sechs anstatt in fiebeu Jahren fertiggrstrllt fein müssen, mit großer Mehrheit angenommen. Der Staatssekretär Tirpitz hatte vorher seine Zustimmung zu diesem Anträge ausgesprochen. Berlin, 5. Marz. Die Budget-Commission deS Reichstags setzte heute die Beraihung der Marine-Vorlage fort und nahm zunächst Stellung zu dem Antrag Müller« Fulda, die erforderlichen Nrubauteu bereit- in sechs anstatt in fieben Jahren durchzusühren. Nachdem StaatSsecretär Tirpitz erklärt, daß technische Gründe diesem Antrag nicht entgegenstehen und Graf PosadowSky auSgesührt hatte, die verbündeten Regierungen würden die Ausführung des Antrages mit Freuden begrüßen, da er erhebliche militärische und politische Bortheile im Gefolge habe, wird der Antrag Müller«Fulda gegen die Stimmen der beiden Volk-Parteien, der Polen und der Socialdemokrateu angenommen. Auf Antrag deS Dr. Lieber (Centrum) wurde § 8 dahin abge« ändert, daß der Reichstag bis zum Jahre 1903 nicht mehr al- 408900000 Mk. einmalige Ausgabe und 4900000 Mk. jährliche Steigerung der fortdauernden Ausgaben bewilligen müffe. Abg. Richter brachte einen Antrag auf Einführung einer Vermögenssteuer ein. In der Debatte erklärte Graf PosadowSky, baß der Reichskanzler zu dem Antrag keine Stellung nehmen könne, ohne sich mit den Einzelstaateu in- Einvernehmen gesetzt zu haben. Darauf entspann fich eine Debatte darüber, ob die DiScusfiou nicht mir Rückficht auf diese Erklärung abgebrochen werden solle. Man entschied fich aber schließlich für Fortsetzung derselben. Die Abgeordneten Gröber und Genoffen haben den CeutrumSantrag wegen der Vermögenssteuer etwas abgeänd.'tt. Der Eingang lautet jetzt dahin, daß diejenige Summe, welche den Betrag von 117 525 494 Mk. jährlich für Mehrausgaben übersteigt, durch außerordentliche Matricularbriträge gedeckt werden soll. Abg. v. Bennigsen beantragt, an Stelle des Anträge« Lieber nur zu sagen, daß der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung der direkten Reich-steurrn aufgebracht werden dürfe und bemerkt, der CeutrumSantrag bedeute einen noch nie dageweseuen Eingriff in die ReichSverfaffung, der für die Einzelstaateu unannehmbar sei, weil er den Beginn der Verletzung aller unserer Gerechtsame bedeute. Abg. Lieber meint, mit einigem guten Willen laffe fich wohl eine Verständigung erzielen. Eine bloße Erklärung der Regierung oder eine Resolution sei für ihn nicht genügend. Er könne fich darauf nur ein- laffen, wenn die Erklärung von sämmtlicheu Bundesregierungen in autoritativer Form abgegeben würde. Er ziebe jedoch vor, seine Gedanken in daS Gesetz aufzunehmen. Mit der Annahme der von ihm verlangten Sicherheit wegen der Mehrbelastung stehe oder falle die Vorlage. Er weise die verbündeten Regierungen auf den Ernst der Lage hin. Die Bevölkerung werde, wenn die verbündeten Regierungen etwa seinen Antrag ablehnen sollten, daraus schließen, daß die Flottenfragr keineswegs so ernst sei, wie mau die- hinstelle. Hierauf trat eine Pause ein. Berlin. 5. März. DaS Abgeordnetenhaus trat heute in die Berathung des CultuSetatS ein und bewilligte \ die Einnahmen nach längerer Debatte. Der Titel „Minister- j gehalt" gelaugte nicht zur Erledigung. Die DiScusfiou i darüber wird am Montag fortgesetzt. Berlin. 5. März. Durch kaiserliche CabinetSordre find über die Verwaltung von Siaotschau folgende Bestimmungen getroffen worden: An der Spitze der Militär- und Civil-verwaltung in Kiaotschau steht ein Seeoffizier mit dem Titel Gouverneur. Derselbe ist oberster Befehlshaber der militärischen Besetzung in Kiaotschau und Vorgesetzter der in diesem Gebiet angeftellten Militärpcrsonen sowie der Beamten der Militär- und Ctvil-Derwaltung. Der Gouverneur hat gerichtsherrliche DiSciplinar- und UrlaubSbefugniffe. Der Marinestatiouschrf erhält für innerhalb seines Befehlsbereiches eine Flagge wie die der Gouverneurs von Ostafrika. Flagge und Persou deS Gouverneur- erhalten eineu Salut von 13 Schüssen. Der Gouverneur und die Befehlshaber der Marine stehen in keinem UnterorduungS.Berhältniß. Der StaatSsecretär deS ReichSmarineamtes hat über die ihm unterstellte militärische Besetzung von Kiaotschau und über die au- gestellten Militär-Persoueu die Besugniffe bei commandirendeu Admirals. Die Inspektion der Marine Infanterie und Artillerie find mit Bezug auf alle Angelegenheiten der militärischen Besetzung des Ktaotschau-Gebtete« dem StaalSsecretär des ReichSmarineamtes unterstellt. Die Besatzung ist im Uebrigeu ihrer respectiveu Inspektion unterstellt. Oppeln, 6. März. Im Etnverständuiß mit dem Cardinal Fürstbischofs Dr. Kopp erließ die katholische Geistlichkeit OberschlefienS eine scharfe gemeinsame Protesterklärung gegen baß weitverbreitetste aller Poleublätter, ben „Beutheuer Katholik", weil berselbe gegen bit Geistlichkeit agitire unb bemokratischeu Umtrieben hulbigt. Au-land. Wien. 5. März. DaS Befinben ber Kronpriu- zessin«Wittwe Stefanie hatte fich heute vormittag etwas verschlimmert, später trat jedoch wieder eine kleine Besserung ein. Wien. 5. März. Die Morgenblätter besprechen die neuen Sprachen-Verorduungeu ziemlich abfällig. Besonders diejenige für Mähren wird als grober Fehler bezeichnet. Wien. 5. März. Wie die „Neue Freie Preffe- meldet, hat fich der Zustand der Krouprinzessiu-Wittwe Stephanie in der letzten Nacht wesentlich verschlimmert. Die Entzündung in der rechten Lunge ist zurückgekehrt. Die Patientin hat Anfälle von quälender Athemnoth. Ein Arzt wachte die ganze Nacht bei derselben. Während der Nacht mußte der Burgpfarrer Mayer geholt werden. Die Krou- Prinzessin Wtttwe wurde vergangene Nacht mit ben Sterbesakramente« versehen. Kaiser Franz Joseph würbe am frühen Morgen von der Verschlimmerung der Erkrankung verständigt unb erschien sofort am Krankenlager. Triest. 5. März. Im hiefigeu Politeama-Theater kam eß gestern Abeub anläßlich der italienischen Jubiläumsfeier zu großen Demonstrationen. ES wurden Hochrufe ans Italien ausgebracht und viele Personen verlangten de» italienischen Königsmarsch. Um die Ruhe wieder herzustellen, veranlaßt die Polizei die Schl-eßung deS Theater« und nah« mehrere Verhaftungen vor. Preßburg. 6. März. Um Mitternacht wurde folgendes Communiqus rnitgetheilt: Seine Majestät der Kaiser hat die vom Gesarnrntministerium erbetene Demission in Gnaden angenommen unb den Geheiwrath Franz Graf von Thun zum Minister-Präfidenteu allergnädigst zu ernennen und mit der Bildung de« neuen CabinetS zu betraue« geruht. — Die gesammte Preffe drückt ihre Ueberraschung über den über Nacht erfolgten Ministerwrchsel au«. Allgemein ist die Anficht vorwiegend, daß bet beutsch feiubliche Einfluß an maßgebender Stelle viel zum Rücktritt bes Ministeriums Gautsch beigetragen hat. Nur bie „Freie Preffe" glaubt, daß ben Haupraustoß zu bet Dewisfion bet schlechte Stand bet AnSgleichSverhavblungen mh Ungarn gegeben hat. Graf Franz Thun soll, wie verlautet, bereits bie wichtigsten Ministerposten besetzt haben. Baron BieliuSky soll baß Finanz-Portefeuille, Dr. Steinbach baß bet Justiz unb MarquiS Bacquehem baß Ministerium beß Innern übernehmen. Graf Franz Tbun bat fich lediglich das Präsidium Vorbehalten. Bozen, 5. März. In der Nähe von Cißmane hat zwischen österreichischen Schmugglern vnv italienischen Zollwächtern ein blutiger Kampf stattgefundeu. Zwei Schmuggler wurden dabei erschaffen, einer wurde in einen Abgrund geworfen, woselbst man ihn schwer verletzt sand. Rom, 5. März. Die gestrige Illumination ist glänzend verlaufen. Die Stadt bot einen feenhaften Anblick. Störungen find wenig vorgekommen. Nur van dem Cacia« listenclnb wurden viele Individuen verhaftet, welche Hochrufe auf bie Sacialdemokratie ausbrachten. London, 5. März. „Daily Mail" wird auß Newyork telegraphirt, daß eine ungeheure Menge Munition für dal in Honkong liegende amerikanische Geschwader eingeschtfft wurde. Fünf amerikanische Panzerschiffe haben Ordre, die Blakade des stillen Oceanß vorzunehmen, sobald der Krieg zwischen Amerika und Spanien erklärt werden sollte. totales und provinzielle». Gießen, ben 7. März 1898. •* Justiz-Personalien. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz wurde der Gerichisaffeffor Dr. Johann Schneider in Mainz mit Wahrnehmung bet Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei Großh. Amtsgericht Alzey ernannt. •* Bon ber Universität. Dem theologischen Can bi- batenexamen haben fich fünf Stubirende unterzogen und eS sämmtlich bestanben. Da im vorigen Termine nur vier Canbibateu daß Examen abgelegt haben, so finb in biesem Studienjahre nut 9, b. h. nut etwa die Hälfte beß Bedarfs zugegangen. Auch im nächsten Termin wirb, wie man hört, das Verhältniß kein anderes sein. Eß fordert zum Nachdenken herauß, daß die ehrenvolle Laufbahn eineß evangelischen Geistlichen anscheinend süc die Heranwachsende Jugend wenig Anlockende- hat, während gleichzeitig andere akademische Berufe geradezu hoffnung-lo- überfüllt find. •/zl0 Uhr klaffenwetse in Begleitung der Lehrer geschieht. * • Reun Uhr Ladenschluß! Die Liste, welche der Detaillistenverein zum Zwecke der Bereitwilligkeitserklärung für allgemeinen freiwilligen Neun-Uhr Ladenschluß circnliren ließ, hat ein sehr günstige- Resultat ergeben. Im Ganzen haben sich ca. 230 Geschäftsinhaber für den angeregten Ladenschluß erklärt. Nur ganz vereiozelte Colonialwaaren- Händler hatten fich vorläufig noch nicht bestimmt angeschlossen, und werden diese nach diesem Resultat jetzt auch nicht Zurückbleiben. Bäcker, Metzger und Eigarrenhändler haben fich auch -um Theil bereit erklärt, ein Beweis, daß da auch das gefühlte Bedürfniß vorliegt. ES wäre zu wünschen, daß die Bäcker- und Metzgerinnungen fich der Sache annehmen- gerade für GeschätStnhaber und deren Personal in diesen Berufen wäre der Tag bis 9 Uhr gerade lang genug. Für die sonstigen Branchen dürfte der Neun«Uhr Ladenschluß als gesichert zu betrachten sein. * * Der Mittelrheinische Turntag wird am Sonntag den 3. April in Kastel abgehalten. • *4- Der älteste aetive Lehrer des GroßherzogthumS Hrssen, Herr Oberlehrer Kübel zu Mainz, begeht am 7. März sein 6 OjährigeS Dtenstjubiläum. ** Warnung. Neuerdings werden durch Bermittlung der Presse im Grohherzogthum Hessen Eirculare und Pro- fprcte verbreitet, durch welchen dem Publikum der Beitritt zu der „Allgem einen LooSgr uppen-Gesellschaft", unter Leitung der „Commerce- und Creditbank Amsterdam, St. NicolaaS Witsenkade 13" auempfohlen wird und Agenten für dieses Unternehmen gesucht werden. Die Mitglieder sollen durch einmalige oder ratenweise Zahlung von Beiträgen daS antheilmäßige Miteigenthum an den von der Gesellschaft anzukanfenden Serten-Loosen und damit den Anspruch auf einen entsprechenden Antheil an den bei der Prämtenziehnng auf die Loose entfallenden Gewinn erwerben. Die Ankündigungen dieses Unternehmens haben Aehnlichkeit mit den seiner Zeit von der „Internationalen Bank Antwerpen" in Umlauf gebrachten, vor welchen früher bereit- gewarnt worden ist. SS ist biß jetzt keineswegs außer Zweifel gestellt, ob da- hier fragliche, neuerdings hervorgetretene Unternehmen mit dem genannten frührren Unternehmen, welche- al- schwindelhaft erkannt worden ist, außer Zusammenhang steht und auf einer soliden, einwandfreien geschäftlichen Geundlage beruht. Es ist insbesondere bi- jetzt keinerlei Gewißheit darüber vorhanden, ob die Gesellschaft thatsächlich in dem Besitze der tn den Ankündigungen bezeichneten Original-Loose ist, und ob die Gewinne auch thatsächlich in der versprochenen Weise an-gezahlt werden. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft dürfte ferner mit den Bestimmungen deS Gesetzes vom 11. April 1896, den Handel mit Anthellen und Abschnitten von Loosen zu Lotterien und Ausspielungen betreffend, im W'.derspruch stehen. Der in den Ankündigungen abgedruckte Gesellschaftsvertrag, welchem fich die Mitglieder durch ihre Beitragserklärung unterwerfen, enthält keinerlei Bestimmungen über die Beendigung der Mltglied'chaft bezw. den WiederanStritt aus der Gesellschaft und eß find nach § 11 derselben alle ans diesem Vertrag entspringenden RechtSstreitigkeiten ausschließlich vor den ordentlichen Gerichten des Erfüllungsorte- Amsterdam zu entscheiden. Bor der Betheiligung an dem Unternehmen kann daher nur gewarnt werden. ):( Gedern, 3. März. Der erste diesjährige B i e h m a r k t war infolge der ungünstigen Witterung schwach befahren. Der Handel in Schweinen war ziemlich gut, besonders waren Herbstferkel, welche 60 bis 80 Mk. per Paar kosteten, begehrt. Junge Ferkel wurden nicht gekauft- man verlangte für das Paar 40 Mk., während 25 bis 35 Mk. angeboten wurden. Trächtige Zuchtschweine wurden ziemlich verkauft, da- Stück zu 100 bis 112 Mk. In Rindvieh wurde wenig verkauft, die Preise hierin find noch die seitherigen. Der nächste Markt hier findet den 5. April statt. □ Darmstadt, 5. März. In der Gemäldegalerie im Schloß, dieser namentlich durch die altdeutschen, die Niederländer und deutsche Gemälde des vorigen Jahrhundert- hochberühmten Sammlung, hat eine Neu-Umhängung stattgefunden, die jetzt zum Abschlüsse gekommen ist und wodurch einige hervorragende Werke erst zur richtigen Geltung gelangen. MuseumS-Jnspector Dr. Bach verdient für diese Maßregel den lebhaften Dank aller Kunstverständigen. — In der KunstvereinS-Ansstellung, die dem Verein in letzter Zeit wieder mehrere Mitglieder zugeführt hat, bewundert man eben auch einen echten Andreas Achenbach („DaS gelbe HauS") in virtuoser Ausführung- nicht minder ist eine Gemälde Collection eineß „modernen" Maler-, Ludwig Dettmann-Eharlottenburg, der packend naturwahr darzu- stellen weiß und dessen Gemälde deshalb auch gewisse- Psychologische- Interesse haben, Hochbeachtenswerth. Die Mehrzahl der Aussteller, unter denen noch Christian Mali-München mit einem vollendeten Thierstück, Karl Müller-Kurzwelly- Berlin mit einer gediegenen norwegischen Landschaft und der Landschafter Wilhelm Nagel-KarlSruhe besonders zu nennen find, bringt, wie die- heute gemeiniglich geschieht, Landschaften, Blumenstücke und Stillleben zur Schau. Der qualitative Durchschnitt der diesmaligen Ausstellung ist recht befriedigend. Schwurgericht. W. Gieße», 7. März 1898. LandgerichtSrath Dr. D ch ä f e r eröffnete heute Vormittag 9 Uhr die erste Sitzung des Schwurgerichts mit der Verhandlung gegen Johannes Rost wegen Ulkundenfälschung und Betrug. Als Bertheidiger des Angeklagten ist Rechtsanwalt Katz erschienen. Die Anklage wird vertreten durch Staatsanwalt Koch. Der Angeklagte Johannes Rost, Viehhändler von Gießen, 47 Jahre alt, unbestraft, wird beschuldigt, in sechs Fällen Wiegscheine de» städtischen Schlachthofes verfälscht zu haben, um fich einen rechtswidrigen Verwögen-- vorthell zu verschaffen, in vier Fällen einen Betrug verübt zu haben und zwar in Höhe von 59, 63 und 64 Pfg. Ferner liegt noch ein BetrugSvrrsuch um den Betrag von weniger als 1 Mark vor. Der Angeklagte ist geständig, er gibt auch zu, sich dadurch im Ganzen etwa um 2 Mark bereichert zu haben, ebenso sei der Betrug-Versuch richtig. Er habe nicht gedacht, damit ein so schwere- Verbrechen zu begehen, er sei fich der Tragweite seine- Handeln- nicht ganz klar gewesen. Der Angeklagte hat sein Vieh im Schlachthaus geschlachtet, dasselbe dort wiegen lassen, um eS auf Grund der Wiegescheine an Metzger zu verkansen, an dem Gewicht der Scheine hat derselbe Aenderungen vorgenommen und zwar indem er Vi Ko. hinzu-esetzt hat. — Die Beweisaufnahme war sehr kurz, eS wurden nur zwei Zeugen vernommen. Die an die Geschworenen gerichteten Fragen find dahin sormnllrt, ob der Angeklagte in jedem einzelnen Fall schuldig, eine öffentliche Urkunde verfälscht und von derselben zum Zwecke der Tänschuvg Gebrauch gemacht zu haben und ob die- in der Absicht geschehen sei, fich einen vermögenS- vortheil dadurch zu verschaffen. Auf Antrag der Berthei- digung wurden auch die Fragen für den Fall der Bernetnung der schweren Urkundensälschung gestellt, ob der Angeklagte Privaturkunden gefälscht und ob eine einheitliche fortgesetzte Handlung vorliegt, in allen Fällen ist auch zu Gunsten'deS Angeklagten die Frage nach mildernden Umständen gestellt. Die PlaidoherS drehen fich im Ganzen darum, find die vom Angeklagten gefälschten Urkunden öffentliche, wie Staatsanwalt Koch die Anficht hat, oder find eS nur Privaturknuden, wie der Bertheidiger, Rechtsanwalt Katz, behauptet. Für die Zubilligung mildernder Umstände trat der Vertreter der Staatsanwaltschaft sowohl, als auch die Bertheidtgung ein. (Schluß folgt.) Eingesandt. Gieße«, 7. März 1898. Die Dtrection unseres Stadttheaters, die sich ja stets bereit gesunden Hai, den billigen Wünschen deS Publikums Rechnung zu tragen, möchten wir hierdurch im Namen Vieler gebeten haben e£ einmal mit einer Volksvorstelluug zu ermäßigte« Eintrittspreise« zu versuchen, die allerdings an einem Sonntag Nachmittag ftaitjufinben hätte, damit auch auswärtigen Theaterfreunden Gelegenheit zum Besuche der Vorstellung geboten ist. C. Airchlichc Anzeigen der evang.Gen,eiuöe. Montag, den 7. März, Abends 8 vhr, videlst««de im Confirmandenfaal der JobanneSklrche Epheserbrief, Cap 6. Der Wandel al8 Gottes Nachfolger in Liebe und Licht- Pfarrer Dr. Naumann. Mittwoch den 9. März, AbendS 6 Uhr, dritte Passiv«-» emdacht in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumann. Aencst« Nachrichten. Depeschen des Bureau »Herold*. Berlin, 7. März. Nach einem Telegramm bei „Bcrl Tagedl." verlautet in Peking, daß Rußland Port Arthur und Wan auf 99 Jahre gepachtet hat Neuß, 7. März. Da- große Au-stattung-geschäft von Ban Endert ist in der vergangenen Nacht vollständig nieder- gebrannt. Der Schaden wird auf nahezu eine Million geschätzt. Wien, 7. März. Die Besserung im Befinden der Krou- prtnzessin-Wittwe hält an. Jede Gefahr ist jetzt geschwunden. Wien, 7. März. Der neue Ministerpräfident Graf Thun confertrte auch gestern Abend mit verschiedenen politischen Persönlichkeiten. Wie verlautet, haben fich eimge Minister Comblnattonen zerschlagen. ES wird jetzt folgende Mtnlsterllste colportirt. Gras Thun Ministerpräsident und Minister des Innern, Ruber Justiz, der Jungtscheche Dr. Kaizl Finanzen, Dr. Baernreither Handel, Graf Bhlant Unterricht. BielinSky wird Minister für Polen. Wien, 7. März. Gestern fanden hier zwanzig socia- listische Versammlungen statt mit der Tagesordnung: Die Märzfeier. In einer derselben besprach Dr. Adle r auch die Stellung der Soclaldemokrate« zum neuen Ministerium und kündigte an, fall- dasselbe die Forderungen der Socialdemokraten nicht bewilligen sollte, die Socialdemokraten den Kampf fortsetzen würden. Prag, 7. März. Nachdem eS schon in der Nacht zu Sonntag zu heftigen Ausschreitungen gekommen war, dauerte« die Unruhen den ganzen gestrigen Sonntag hindurch. Tausende von Menschen hielten den Graben besetzt und Überfielen jeden farbentragenden Studenten. Die Polizei war dem Pöbel gegenüber vollständig machtlos. In mehrere» Restaurationen wurden die Fenster eingeworfen. Die Garnison ist seit Sam-tag confignirt. Amsterdam, 7. März. Der Kammeran-schuß nahm mit großer Mehrheit den persönlichen Heeresdienst an. Pari-, 7. März. Der „GanloiS" berichtet, daß die Zeugen Esterhazy- vom Obersten Picquart keine Antwort erhalten haben. Sie werden heute zusammen treten und über die Angelegenheit weiter berathen. Man glaubt, daß die Zeugen fich beleidigt fühlen und nunmehr den Oberste« Picquart selbst fordern werden. havtuma, 7. März. Die Wahlen für die cubanische Kammer werden am 27. April stattfinden. Konstantinopel, 7. Marz. Gegen den ersten Secretär de- bulgarischen Exarchat-, Markadrosow, wurde am Sam-tag mittag ein Attentat verübt. Er wurde durch zwei Schüffe schwer verletzt. Der Thäter entkam. Man ver» mnthet, daß es fich um einen Racheakt handelt. — Ei«« neue Kaffeedre««mtthode. Viele Hausfrauen, welche früher das Rösten des Kaffees selbst besorgten, sind von dieser mit so vielen Unannehmlichkeiten oeibunbenen Arbeit abgefommenr nachdem sie sich überzeugt haben, daß der in einem reellen Geschäft eingekaufte gebrannte Kaffee viel gleichmäßiger g-röstet ist und auch in der Regel besser schmeckt, als der von ihnen selbst gebrannte. Sie ersparen sich auf diese Weise den Aerger, den sie jedesmal empfinden, wenn sie den Kaffee nicht genügenb gebrannt haben, derselbe infolgedessen gehaltlos, säuerlich schmeckt, oder wenn sie ihn z» stark geröstet, sodaß ein schlechtschmcckender und trüb au«sehen der Aufguß entsteht. Mit dem beim Großbetriebe zunehmenden Verbesserungen der Röstmethode und Röstapparate hat sich auch die Zahl derjenigen Hausfrauen vermehrt, welche den Kaffe« nur in gebranntem Zustande einkaufen. Zweifellos wird durch die Erfindung und Einführung der Sirocco Röstmethode dieser Gebrauch überal und auch in Hessen ganz bedeutende Fortschritte machen. Diese- neue Verfahren unterscheidet sich von der bisherige« Methode, bei welchem der Kaffee wie in den Haushaltungsbrennern durch Erhitzen der Röstbehälter gebrannt wirb, dadurch, daß die Röstung mittelst Gluthluft erfolgt. ES ist unseres Wissens der einzige RöstappaDr *2c®Si «‘"ge mit m Net '*» Wen 6 m. «e'nWft m 'äadtg niebu, i» eine MW, den der Kron« Wtt ist jetzt rpräfibeut Glas Siebenen pvlj, aben fich einige lb jetzt folgevbe irrpräfidem unb 'et Jungtscheche 'tl, Gras Bylant -len. zwanzig socia« ' Tagesordnung: selben besprach Sociaibemofrotei llt dasselbe die elvilligen sollte, -ürben. ill bei Nacht zu en war, dauerte» Mag hindurch, besetzt und über« Die Polizei tv°l . In mehrere, n. Die Garntsoir iSschoß nahm mit reSSienst an. richtet, daß die l keine Antwort atu netto Wb lau -lackt, baß chr bin Oberste» für die cubanische ersten Secreiär lot», B«!bt Tr wurde durch ntka«. w rdtlt. 'Ä- ___ 5c«We, ^umann. S V-Mov». ‘mann. vm «tu«. 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Fuhrknecht, 1 gewandter, kraft- Mann als Colporteur für dauernde Arbeit bei gutem Verdienst, 2 Taglöhner, von welchen einer das Packen und Kistenzumachen versteht, 9 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Köchin, 1 Dienstmädchen, welches landwtrthschafrl. Arbeiten versteht, 4 AuS- rippcrinnen, 4 Wickelmacherinnen. Leb linge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 2 Drechsler, 1 Gärtner, 1 Kupferschmi.d, 1 Küfer, 2 Lackirer, 1 Sattler, 2 Schlosser, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Setzer, 1 Wagner. Mannheimer Maimarkt. Pferderennen am 1., 2. und 3. Mai 1898. Pferde- und Rindviehwarkt am 2. unb 3. Mai 1898 auf dem neuen Viehhof an der Seckenheimer Straße. Hiermit verbunden: Große Berloosnng von Pferden, Rindvieh, Schweinen, Gold- u. Silberpreisen, Maschinen u. Geräthen für Haus- u. Landwirthickast unter Ausgabe von 100,000 Loosen ä Mk. 1.—. Ziehung am 4. Mai 1898. 22 Hauptgewinne mit 28 Pferden, darunter 1 Viererzug im Wertbe von 2 große Silberpreise Mk. 7000 32 Hauptgewinne, je eine Kuh oder ein Rind 11 Schweine 533 div. Gegenstände »us. 600 Gewinne im Werthe von Mk. 60,000. Uebernehmer von Loosen wollen sich an den Kassier, Herrn Johs. Peters, A 2, 4 dahier wenden. — Auf je 10 Loose wird 1 Fretloos gewährt. Mannheim, im Januar 1898. 2367 zaudwirihschaftl. Kkzirlrs Nereiu. Kubischer Keauvereill. Versteigerungen Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 14. März 1898, Vormittags 9'/z Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadt, wald, in den Districten Neuheege, Unter Haag und Heegstrauch, versteigert werden: 26 Kiefern und Fichtenstämme mit 9,79 fm,5 3066 Kiefern- und Fichtenstangen mit 40,79 fm (darunter ein großer Theil Spalier- und Weißbinderstangen), 174 rm Nadel Scheitholz, 270 „ Nadel-Knüppelholz, 85 „ Nadel-Stockholz, 7340 Wellen Nadel-Reisig (größten- theils erste Durchforstungswellen). Die Zusammenkunft ist auf der Ehauffee nach Schiffenberg an der 1. Schneise. Gießen, 7. März 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth.______2381 Holzversteigerung im Licher Stadtwald. Donnerstag den 10. März, Vormittags 9^/, Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald, Districte Fichtenkopf und Unterspeierlingrkopf, versteigert werden: 1 Kiefern-Schnittholzstamm von 33 cm Durchmesser und 12 m Länge mit 1,08 fm, 120 Fichten-Derbstangen von 10 bis 12 cm Durchmesser und 16 m Länge mit 17 fm, 54 rm Buchen-, Eichen-, Birken- und Weichholz-Scheiter, 170 „ Buchen-, Eichen-, Birken- und Nadel-Knüppel, 329 „ Buchen-, Eichen-, Birken- und Nadel.Stöcke, 5000 Stück Buchen-, Eichen-, Birken- und Nadel-Wellen, 71 rm Buchen-Reifig-Windfallholz. Die Zusammenkunft ist im Fichten- köpf auf der Straße Lich-Hattenrod. Lich, den 3. März 1898. Großh. Bürgermeisterei Lich. ___________Heller._______2263 Holz-Versteigerung in den Großeu-Kiiseckn Geuikindc- wnldnngen. Donnerstag den 10. und Freitag den 11. März d. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll nachverzetchnetes Holz in den Districten versteigert werden: Am erst-'n Tage District Eichwaldscheelen, Kirschbaum und Wellersloh: 99 Nadelstämme bis zu 30 cm Durchesser und bis zu 21 m Länge — 47 fm, 11 Derbstangen mit 1,44 fm, 25 rm Knüppel, 2100 Buchen- und Nadel-Wellen, 5 rm Stöcke. Am zweiten Tage in den Districten Allenberg, Oeleberg und Oberstruth: 3 Eichenstämme mit 1,16 fm, 2 Nadelstämme mit 1,06 fm, 179 Nadel-Derb- und Reisstangen mit 10 fm, 93 rm Nadel-Knüppel, 10000 Nadel- und Buchen-Wellen. Großen-Buseck, am 6. März 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Meyer. 2366 Holzversteigerung. Donnerstag den 10. März l. I., Vormittags 9 Uhr, kommt im Ruppertsburger Ge- meiudewald, Districte Hohenberg und Buchwald, folgendes Holz zur Versteigerung: 150 rm Buchen-Scheitholz, 200 „ Buchen-Knüppelholz 1. Kl., 180 „ Buchen- „ 2. Kl., 110 „ Buchen-Stockholz, 50 „ Buchen-Stammreisig, 200 „ Buchen- und Eichen-Astreisig, 2,5 „ Eichen-Stockholz, 4 „ Nadel-Stockholz, 12 Eichenstämme von 25 bis 35 cm Durchmesser und 5 bis 10 m Länge — 7,31 fm, 2 Eichen-Abschnitte von 33 bis 47 cm Durchmesser und 3 bis 4,8 m Länge — 1,09 fm, 3 Kirschbaumstämme mit 0,59 fm, 146 Nadel-Derbstangen mit 6,37 fm. Die Zusammenkunft ist im District Hohenberg beim Pflanzgarten. Das zerstreut fitzende Holz wird nicht vorgezeigt und kann vorher eingesehen werden. Nähere Auskunft ertheilt Forst- roart Steinbach. Ruppertsburg, den 5. März 1898. Gr. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 2347 Versteigerung. Dienstag den 8. Mär; d. I. versteigere ich gegen Baarzahlung: 1) Nachmittags 2 Uhr, Arankfnrter- stratze 108 t 13 Kirschlorbeerbäume, 1 Fächerpalme, 2 Azalien. 2) Nachmittags 3 Uhr, Neustadt 55t 8 Mille Cigarren, 6 Matter Kartoffeln, 1 Pferd, 1 Wanino, mehrere Oelgemälde, 10 Eichenstämme, einen Echreibsecretär, 2 Sophas, 1 Zimmerteppich, 2 Kleiderschränke, 1 Verticow, 2 Waschkommoden, 2 vollst. Betten, 1 Commode, 1 Spiegel u. s. w- Versteigerung ad. 1 findet bestimmt, ad. 2 thetlweise statt 2322 vorn, Gerichtsvollzieher. EmpfMimgen W. LchikiHthaüs. Freibank. 2378 Heute und morgen: Rindfleisch, aicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. 8chmeinkfl6isch nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Telephon 119. Markkstraße 4. Grüne Häringe (feinster Backfisch), per M. 15 Pfg., empfiehlt 1670 J. m. Schulhof, Fst. Gothaer 2386 Gervelalwurst in vorzüglicher Qualität eingetroffen bei L. Kalkhof. Heute Dtenktag Abend: Metzelsuppe. Von Morgens 9 Uhr ab: Wellfleisch m.Sauerkraut Reftaurat. Bauer, Bahnhofstraße 57. 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