Nr. 32 Erstes Blatt. Dienstag den 8. Februar 1SOS erscheint täglich mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener IlamtklerrötStter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigclrgt. Gießener Anzeiger gSqngspreis Vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg, mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General -Anzeiger Alle AnzeigeifVermittlungsstellen deS In- und AuSlande- nchmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen, Amts- und Airzeigeblatt fiw den Kreis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchntstratze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 88. Sitzung vom Samstag den 5. Februar 1898. Tages Ordnung: Erste Lesung des Handelsvertrages mit dem Oranje-Freistaat. Die Erledigung erfolgt debattelos auch gleich in zweiter Lesung. SS folgt die Berathung der Vorlage wegen Aufhebung der CauttonSpflicht der RetchSb eamten. Schatzsecretäc v. Thtelmann begründet die Vorlage und betont sodann, daß die CauttonSpflicht der RetchSbank- beamten einstweilen noch fortbefteheu solle. Abg. Rickert (frs. Vp.) begrüßt die Vorlage mit Freuden und drückt den Wunsch aus, die Reichsverwaltungen möchten jedenfalls AllrS thun, um schleunigst alle Cautionen zurückzuzahlen. Abg. v. Cuny (nl.) stimmt ebenfalls der Vorlage zu, namentlich aber auch der Berrheilung der Rückzahlung auf zwei Jahre. Die Vorlage wird gleich in zweiter Lesung unveränoert angenommen. ES folgt die erste Lesung derNooellezumBranut- weinsteuergesetz. SchatzsecretSr v. Thtelemanu sührt, indem er die Vorlage begründet, auS, er müffe bestreiten, daß eS sich bet unserem Branntweinsteuersystem um eine Liebesgabe im verletzenden Sinne des Wortes handle. Um dieses bestehende System aufrecht zu erhalten, fei eine Herabsetzung des zu 50 Mk. steuerbaren Contingent» oothwendig. Abg. Graf Stolberg (cons.) bemerkt, die Contingent»- Herabsetzung dürfe nicht zu früh erfolgen; fie dürfe auch nicht größer sein, als dies unbedingt nöthig sei. Darüber werde die Commttfion in Erwägungen zu treten haben. Des Weiteren fordert Redner die Regierung auf, den Verbrauch deS Spiritus zu BeleuchtungSzwrcken zu fördern. Die Commission werde fich auch fragen müssen, ob nicht das bestehende Gesetz dahin zu ändern sei, daß die neu entstehenden Brennereien nicht vor den älteren bevorzugt werden. SchatzsecretSr v. Thielemann entgegnet, der Verbrauch zu BeleuchtungSzweckcn habe in letzter Zeit schon auS den Erträgen der Brenuftruer dadurch gefördert werden können, daß die Rückvergütung für solchen Spiritus von lJ/2 auf 2 Mk. erhöht worden sei. Viel wichtiger sei aber die Herstellung geeigneter Lampen für den kleinen Haushalt. Ihm, dem Redner, seien auch bereits von zwei Setten neue Er- studuugen zugegangen. Die Lampen zeichneten sich durch ein angenehmes helles Licht aus. Abg. S z m u l a (Centr.) sucht die Vorzüge der bestehenden vrauotwetnfteuergesetzgebung nachzuwetsen. Abg. Barth (frs. Vp.) bemerkt, an dem Rückgang des LousumS sei nacht die Liebesgabe schuld, sondern nur die hohe Verbrauchsabgabe. Mit einer Zunahme des Verbrauch» zu Leuchtzwecken würden auch er und seine Freunde sehr zu- sriedeu sein. Aber dann solle man doch auch die Consequenz ziehen und sobald j-ner Verbrauch eine günstige Entwickelung erfahre, daun die Liebesgabe ausheben. (Widerspruch rechts). Dazu biete ja die Bestimmung der Vorlage gute Gelegenheit, daß das Contingent von fünf zu fünf Jahren neu festgesetzt werde. Noch bester aber sei eS, daß der Reichstag dies «lle Jahre thue. Abg. Gamp (Rp.) tritt dieser Liebesgabentheorie entlegen. Dieselbe habe ihre Kraft verloren. Der Osten habe zar nicht einmal ein so großes Jntereffe an der Liebesgabe, dagegen würden sicher die süd- und westdeutschen Brennereien sofort untergehen, wenn man die Liebesgabe aufhebe. DaS »orltegende Gesetz sei eine Noihwendtgkeit, nachdem der Ber- »rauch hinter dem Contingent zurückzubleibeu scheine. Redner littet schließlich noch die Regteruog, dafür zu sorgen, daß Ler Ertrag der Breonsteuer voll und ganz der Landwirth- ßhaft zu Gute kommen. Abg. Wurm (Soc.) bezeichnet die Vorlage als ein rückhaltloses Eiogeständniß der Regierung, daß die Differenz zzvtschen den 50 und 70 Mk. Steuersätzen thatsächlich den »reunern zu Gute gekommen sei, daß es fich also wirklich um eine Liebesgabe gehandelt habe. Wenn der SchnapS- »rrbrauch etwas zurückp'gangen sei, so sei daS der Zunahme d't» BierverbravchS mitzuverdanken. Um so mehr müffe »an verlangen, daß nicht das Bier noch höher besteuert »erde, als schon jetzt. Abg. Paaschr (nl.) erklärt, seine Freunde stimmten fLr das vorliegende Gesetz, welches nicht nur lediglich ein Steuergesetz, sondern ein soctalpolitischeS sei zur Regelung bir Production und zur Verhinderung einer kapitalistischen Entwickelung. Die Steuerdifferenz sei nur die berechtigte Entschädigung dafür, daß der Trtnkconsum wegen der übermäßigen Consumabgabe zurückgegangen sei. Abg. Schulz-Berlin (frs. Bp.) verbreitet fich ausführlich über die Liebesgabe und bekämpft sodann unter wiederholtem Gelächter rechts die Benachtheiligung der gewerblichen Brennereien gegenüber den landwirthschaftlichen in dem bestehenden Gesetz und vorliegender Novelle. Die Commission werde gerade hierauf ihr Augenmerk richten müffen. Abg. v. Kardorff (Rp.) tritt, die Liebesgabe in Abrede stellend, für die Vorlage ein. Abg. v. Komterowski (Pole) ist ebenfalls dafür. Abg. v. Stau dH (cons.) wendet fich gegen die Ausführungen des Abg. Barth. Die Debatte wird nunmehr geschloffen und die Vorlage an eine besondere 14er-Commisfion verwiesen. Nächste Sitzung Montag 2 Uhr. Tagesordnung: Aufhebung der AmtScautioneu. Fortsetzung der Berathung des Postetats. Schluß 6 Uhr. Deutsches Reich Darmstadt, 5. Februar. Der Großherzog ist heute Nachmittag von Berlin hierher zurückgekehrt. Die Großherzogin verbleibt noch einige Tage zum Besuche bet der Prinzessin Aribert von Anhalt in Berlin. Berlin, 5. Februar. Die Militär strafgerichtS- cowmtsston nahm gegen die Stimmen der Couservativeu einen von dem Krieg-Minister gebilligten Antrag Lieber an, § 270 Absatz 2 folgendermaßen zu fasten: „Unberührt bleibt die dem Kaiser zustehcnde Brfnguiß, allgemeine Vorschriften darüber zu erlaffen, unter welchen Voraussetzungen daS Gericht die Oeffrutlichkeit der Verhandlungen wegen Gefährdung der DiScipltn auszuschließen hat." Im Laufe der Debatte erbaten Lenzmann und Gröber Aufklärung darüber, ob nicht in dem Verbot für Ctvtlisten, die Kasernen zu betreten, ein Grund gefunden werden könne, alle in den Kasernen abgehaltenen Kriegsgerichte geheim zu halten. Der Kriegsminister gibt zu, daß man fich vielfach nach den localen Verhältnissen werde richten wüsten und nicht Jedermann den Eintritt in die Kasernen gestatten könne, aber eS liege kein Grund vor zu dem Mißtrauen, daß man versuchen werde, daS Prtncip der Oeffentlichkeit in der Ausführung zu durchbrechen. Die Kosten für die Neueinrichtungen in den Kasernen infolge de» Gesetze- würden sehr erheblich sein. Waldkappel, 6. Februar. Heute Morgen 6 Uhr entgleiste die Maschine de» Personenzuges 451 Waldkappel- Cassel bald hinter Station Waldkappel vor der Wohrabrücke in Km. 48,7. Die Maschine und drei Personenwagen stürzten den Damm hinunter. Der Locomotiosührer, der Heizer, ein Schaffner und sieben Reisende wurden hierbei leicht verletzt. Maschine und Wagen find erheblich beschädigt. Der Personenverkehr wird vorläufig durch Umstttgen aufrecht erhalten. Die Ursache der Entgleisung ist wahrscheinlich ein Schienenbruch. München, 5. Februar. Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer nahm einen Antrag an die Regternng an, sie wöge der Herabminderung der Telephongebühren ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Der Minister erklärte, die Regierung werde die Angelegenheit im Einvernehmen mit der Reichsregierung prüfen, sprach fich aber gegen Herabsetzung des Abonnements von 150 Mark auf 100 Mark auS. AttsUr«-. Zürich, 5, Februar. Ein starker Schneefall in letzter Nacht hat in den Cantouen GlaruS und St. Gallen zahlreiche Verkehrsstörungen verursacht. Da die Witterung mild ist, scheint die Lawinengefahr in den Bergen groß zu sein. Wien, 6. Februar. Deutschnationale und slavische Studenten hielten heute Versammlungen ab. Zur Verhinderung von Zusammenstößen waren umfassende Polizeimaßnahmen getroffen. Die Versammlungen verliefen ruhig, jedoch wurden zehn Studenten wegen Widersetzlichkeit gegen die Wache arrettrt. Königinhof, 5. Februar. Die Elbe ist auS ihren Ufern getreten und sind großeLänderstreckeu infolge der neuen Bettbildung überschwemmt. In die bedrohten Ortschaften find bereit» Pioniere abgegangen. Laibach, 5. Februar. Heute Nachmittag 2 Uhr 53 Min. wurde hier ein starker doppelter Erdstoß, von Süden nach Norden gehend, verspürt. Schaden wurde nicht angerichtet. Brüssel, 6. Februar. Die socialiftische Partei beschloß, Zola für sein muthigeS Streiten in der DrryfuS- Angelegenheit ein Glückwunschschreiben zuzusenden. London, 5. Februar. „Standard" erfährt, daß der Sultan an den König von Griechenland appellirt habe, er möge seinen ConsenS für die Candidatur des Vrinzex Georg verweigern. Konstantinopel, 5. Februar. Die Pforte wurde vom russischen Botschafter dahin verständigt, daß demnächst Transportschiffe der kaiserlichen und der freiwilligen Flotte den Bosporus pasfiten werden. Locales und pvovinzleües. Gießen, den 7. Februar 1898. Eentenar Medaille. Da- Großherzogliche Ministerium de» Innern veiöffentlicht folgende Bekanntmachung: Seine Majestät der Deutsche Kaiser und König von Preuße« haben die Gnade gehabt, die zum Andenken an den Hochseligen Kaiser und König Wilhelm I. gestiftete Medaille allen rew'mäßigea Inhabern der preußischen KrtegSdeukmÜoze für 1864, de» preußischen ErtnnerungSkreuze» für 1866 oder der Krieg»- deukmünze für 1870/71 ohne Rücksicht auf ihr Combananten- oder Nichtcombattanren-Berhältniß zu verleihen. AuSgeschloffen von der Verleihung sollen nach Allerhöchster Bestimmung bleiben diejenigen, welche a sich nicht im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, b. wegen einer mit Ehrenstrafeu bedrohten strafbaren Handlung mit Freiheitsstrafe oder wegen Vrrbrechen, bezw. Vergehen mit mehr als 6 Wochen Gefängniß bestraft stad, 6. mit Freiheitsstrafen bestraft worden find, insofern fie durch die der Bestrafung zu Grunde liegende Handlung eine unehrenhafte Gefinnung bethätigt haben. Behufs Ausführung diese» Allerhöchsten Erlaffe» fordern wir alle in keinem actioen militärischen Verhältntß stehenden Personen, welche die hessische Staatsangehörigkeit besitzen nnd Anspruch auf die Medaille zu Haden glauben, auf, fich unter Vorlegung der zum Nachweis ihres Anrecht» erforderlichen Beweisstücke zu melden. 1) sofern fie in Hessen ihren Wohnsitz haben: a. Offiziere, Sanitätsoffiziere, obere und mittlere Milirärbeamte bet demjenigen BezirkScommando, zn welchem ihr jetziger Wohnort gehört, b. Unterbeamte und Militärpersonen vom Feldwebel abwärt», sowie alle fonftt&cn Personen bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorte»- 2) sofern fie außerhalb HeffenS, aber in Deutschland ihren Wohnsitz haben: a. Offiziere, Sanitätsoffiziere, obere und mittlere Mtlitärbeawte bei demjenigen BezirkScommando, z» welchem ihr letzter Wohnfitz in Hessen gehört, b. Unterbeamte und Militärpersonen vom Feldwebel abwärts, sowie alle sonstigen Personen bei der Bürgermeisterei ihres letzten Wohnsitzes in Heffen. Vor Empfang des Befitzzeugniffe», welches gleichzeitig mit der Medaille verabfolgt werden wird, ist Niemand befugt, die — etwa anderweit beschaffte — Medaille an* zulegen. Bon der Universität. Die vorgestern zur Ausgabe gelangte Beilage Nr. 2 zum Regierungsblatt bringt da» Vorlesungrverzetchniß der Universität Gieße» für da» Sommerhalbjahr 1898. Der Beginn der Jmma-- triculation ist auf den 18 April und derjenige der Vorlesungen auf den 25. April festgesetzt. * Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein, Settio» Gießen. In der Hauptversammlung für Februar sprach Herr Stadtbaumeister Schwandt über eine mehrtägige Tour durch den Speffart und die Rhön. Wir hoffen, auf diesen gut ausgearbeiteten und mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag noch an anderer Stelle zurückkommen zu können. * * P. (Verspätet.) • Am 30. Januar, Nachmittags 5 Uhr, tagte im „Naffauer Hof" der Verein zur „Förderung und Hebung des Handwerks unter den Israeliten". Derselbe hat sich die löbliche Aufgabe gestellt, durch Unterstützung ix Rath und Thal ärmeren Jünglingen durch die Lehre zx helfen und somit dem Handwerk durch Zuführung neuer Arbeitskräfte eine größere Verbreitung und eventuell bessere Fundirung zu sichern. Die Versammlung war zahlreich besucht und von zwei Nachbarvereinen, Wetzlar und Weilburg, durch . Vertreter beschickt. Bei Eröffnung der Verhandlungen begrüßte der Vorsitzende, Herr Nathan Stamm, die Mitglieder und sprach seine Freude und seinen Dank für ihr zahlreiches Erscheinen aus. Hieraus wurde zur Erledigung der Tagesordnung übergegangen und als erster Punkt die Prüfung der Rechnung vorgenommen und nach deren Rlchtigbefund bem Rechner Decharge ertheilt. Demnächst wurde die Zahl der im letzten Rechnungsjahre unterstützten Lehrlinge, sowie das Handwerk, dem sie sich gewidmet hatten, bekannt gegeben. Dem hierbei geäußerten Wunsch des Vorstandes, daß man sich doch auch dem schwereren Handwerk mehr zuwenden möchte können wir nur insoweit beipflichten, als dabei keine Pression auf Eltern oder Söhne ausgeübt und beiden die Berufswahl nicht verkümmert wird, weil es unseres Bedenkens durchaus psychologisch falsch ist,Jemanden zurErgreifung eines bestimmten Berufes zu überreden, da sonst in den meisten Fällen Fahnenflucht die Folge sein dürfte. Betont wurde in der sich daranschließenden Debatte, daß in großen Handwerkscentren wie Berlin, Breslau und Frankfurt a M. man bie Beobachtung gemacht habe, daß daselbst auch das schwere Handwerk in genügender Weise vertreten und eine Abneigung dagegen hierorts wohl anderen Ursachen zuzu- schreiben sei. Eine hiernach vorgenommene Ergänzungswahl des Vorstandes ergab Wiederwahl der ausscheedenden Mitglieder. Als letzter Punkt der Tagesordnung war ein Vor- trag des Herrn Provinzialrabbiners Dr. Sander über das Handwerk in „Bibel und Talmud" vorgesehen. Redner führte aus, daß das Handwerk in der Bibel stets rühmend erwähnt und das Lob der Arbeit an gar vielen Stellen verkündet werde. Dies fei vorzugsweise der Fall in den Sprüchen Salomonis, während demgegenüber die biblische Gesetzgebung dem Handel geradezu entgegen arbeite, sodaß das alte Israel, bis zum Verluste des eigenen Landes, in nur unbedeutender und anderen Völkern des Alterthums gegenüber, nur untergeordneter Weise sich mit dem Handel befaßte. Dem entgegen seien in der talmudischen Zeit schon das Handwerk wie jede andere fleißige Arbeit, wegen ihrer versittlichenden Kraft geehrt und der Nachahmung empfohlen worden. Und diese Mahnung habe solchen Erfolg gehabt, daß die be- deutendsten Talmudlehrer sich vom Handwerk ernährten, ohne dadurch ihrem wirklichen Berufe untreu zu werden, ja daß sie nach gethaner Arbeit oder an Sabbaten und Festtagen Lehrvorträge ohne Entgeld hielten, und daß manche von ihnen sogar während ihrer Arbeit mit den Schülern reiften* schaftliche oder religiöse Themata besprachen. Höchst be- achtenswerth sei die Verschiedenheit in der Beurtheilung, die das Handwerk im Judenthum fand, von derjenigen bei den Griechen, etwa bei Plato in seiner „Republik", reo das Handwerk als ein nolhwendiges Uebel betrachtet wird und der Handwerkerstand rechtlos ist und nur den beiden höheren Ständen zu gehorchen und zu dienen hat. Durch die Innungen, von denen die Juden ausgeschlossen würden, sei ihnen der Weg zum Handwerk versperrt oder doch wesentlich erschwert, oft gar unmöglich gemacht worden, so daß sie nothgedrungen sich dem Handel zuwenden mußten. In neuerer Zeit seien in allen größeren Städten Vereine zur Förderung des Handwerks unter den Juden erstanden, deren Zahl sich in Deutschland auf etwa 60 belaufe. — Nachdem der Vorsitzende dem Redner den Dank der Versammlung für diesen interessanten und lehrreichen Vortrag auSgespiochen hatte, schloß er die Verhandlungen mit dem Wunsche, daß die Liebe zum Handwerk unter der isr. Jugend sich immer mehr Bahn brechen möge. — Auch wir glauben, daß die Bestrebungen des VereiuS der allgemeinen Beachtung und Anerkennung werth feien, und wünschen demselben ein allezeit fröhliche- Blühen und Gedeihen! *• Parlamentarische». Der Bericht des Zweiten Aus- schufte- Zweiter Kammer über den Antrag des Abgeordneten Dr. Schroeder über die Aufhebung deS Gesetzes vom 30. October 1860, betr. die Haftverbindlichkeit der Gemeinden für ihre Gemeindeangehörigen in Bezug auf nicht bezahlte Arzneirechnungen, gipfelt in dem Anträge, die Kammer wolle beschließen: die Regierung um eine Gesetzesvorlage zu ersuchen, wodurch da- Gesetz vom 30. October aufgehoben und zugleich die Pflicht der Apotheker, Arzneien an die Bevölkerung auch ohne sofortige Bezahlung abzugeben, anderweit geregelt wird. — Eine Vorstellung von Seiten der Ge- »einden Ranstadt, Dauernheim, Ober-Mockstadt, Rieder- Mockstadt, Staden, Stammheim, Ober-Florstadt und der Domäne Wickftadt betrifft die Erbauung einer Nebenbahn von Ranstadt nach Friedberg durch den Staat. — Eine Vorstellung der Canzleidieuer der Großherzoglichen Ministerien und der Collegtalgerichte betrifft deren Besolduagsverhältniffe. — Eine Vorstellung de» GemetuderathS der Kreisstadt Lauterbach betrifft die Errichtung einer Molkereischule zu Lauterbach. — Ein Antrag der Abgg. Breimer und Genossen betrifft die Erhöhung de» Staat-zuschusseS zur Landesfeuer- löfchkaffe im Budget 1897/1900 (in Copitel 86 die Summe von 6000 Mk. auf ungefähr 10«—12 000 Mk. zu erhöhen). •* Stadttheater. Die k. pr. Hofschauspielrrtn Marie Barkany hat bekanntlich mit der Dtrrction des hiesigen Stadttheater- ein auf einen Abend berechnete- Gastspiel vereinbart, welche- Donner-tag den 10. Februar stattfindet. Die gefeierte Künstlerin hat unlängst ein längeres Gastspiel am Münchener Gärtnerplatztheater absolvirt, davon außergewöhnlichem Erfolge begleitet war. Fräulein Barkavy spielte 16 Mal da- „Rautendelein" in Hauptmann- „Versunkene Glocke". Die gesammte Kritik zeichnete die Künstlerin in rühmender Weise au8. Professor Lenbach ehrte die Künstlerin durch die Einladung, ihm zu einem Bilde zu fitzen, da- für die diesjährige Ausstellung bestimmt ist. — Man darf diesem Gastspiel mit besonderem Jvtereffe ent- gegrnsehen. Die geschätzte Künstlerin spielt die „Fedora" in dem gleichnamigen effeckvollen Sardou'scheu Drama. Der Vorverkauf der Eintrittskarten beginnt in Ehalliers Buchhandlung Dienstag den 8. Februar. *♦ Radfahrer Saalfest. Das am Samstag im Gießener Restaurant Royal" (ElgeS) eine außerordentliche n Tagesordnung: Vortrag Generalversammlung ab. Versti gleichzeitig saft da- dessen Südosthälfte angehört. Ziemlich liegen über Polen Bei dieser Wetter- westen deS ErdtheilS verlegt, während ganze übrige Europa und vorzugsweise einem umfangreichen Depressionsgebiete tiefe und ausgedehnte Centra desselben und Livland, ferner über Mittelitalien. läge ist eine Befterung zunächst noch nicht zu erwarten. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer deS kühlen Wetters mit zeitweisen Schneesällen. - 3n ne die seihqigeA - mit der H Studium, kint reits acwM, sein, die vm machen. Viele wie die Veehäi ohne klar zu ftl Anforderungen i p fpät. ES ist 5 Mg über die in »tMifitn, \( eine tldnt, in iadwitz Snli Stehen. 1891. Wegweiser sein. Drtmlinwg übt Tabellen engtgtl Itbllbdtn Benr - Lebensalter vewtev. - Des ttöildeten Beain tob ausgeschiede kensiovirung ot Durchschnitts- U1 mb Studium bi «MvMitntss, « werden uns wt sein, wige । 6 verdient. Festsaal gefeierte Gala-Saalfest legte Zeugniß von der sport- lechen Tätigkeit de» Gteß-ner Radfahrer Vereins 1885 ab. Da- schöne Hau- mit allen anstoßenden Räum lichkeiren war dicht besetzt. Da- abmechselungsretche, sportlich gehaltene Programm war musterhaft zusammengestellt, und wurde in allen seinen Einzelhetteu glänzend durchgeführt. Ein vom Vorsitzenden verfaßter, stimmungsvoller Prolog verherrlichte den Radfshrsport und die denselben auSführen- deu Damen. Diesem anschließend folgte ein von Damen und Herren gefahrener Reigen, welcher ohne die gettugste Störung mit größter Eleganz und Sorgfalt durchgesührt wurde. Ein Betsall-stt.rm begrüßte den hier zum ersten Male von Damen aufgeführten Reigen. Die beiden ebenfalls von Mitgliedern des Verein-zur Darstellung gelaugten Theaterstücke kennzeichneten in echt humoristischer Weise den Radsahr- sport, da- denselben folgende Doppelquartett unter der vorzüglichen Leitung des Herrn Franz Bauer nahm hauptsächlich das größte Jutereffe der Anwesenden in Anspruch. Ein weiterer, nur von Herren gefahrener Reigen zeigte Überraschend schwere Figuren. Den Schluß deS Programm- bildeten mehrere auf Hoch- und Ntederrädern von Damen und Herren zusawmengostellte Pyramiden, welche brillanten Effect erztelten. Der darauf folgende Ball wurde durch Ueberreichuug neuer, mit Goldstickerei ausgestatteter Schärpen und Stulpen angenehm unterbrochen. All Heil! ♦ ♦ Der Verein für Bogel- und Geflügelzucht Gießen und Umgegend hält kommenden Sonntag Nachmittag S1/, Uhr im werden. Die hier hauptsächlich in Betracht kommenden ®e- baub; find dir mitten in der Altstadt gelegene Stadionerhof- kaierne und der an der Rheinseite befindliche, in früheren Zeiten Besestigung-zw-cken dienende „Eiserne Thurm". — Die in verschiedenen auswärtigen B'ättern verbreitete Nachricht, daß der am verflossenen Mittwoch verhaftete Director de- hiesigen Ga-werk- wieder auf freien Fuß geletzt worden sei, entspricht nicht der Wirklichkeit. Die Untersuchung nimmt einen sehr bedeutenden Umfang nahm, so daß vorerst noch gar nicht abzusehen ist, wann die Dorunter- suchung geschloffen werden kann. — Mit der projecttrten Eingemeindung von Castel zu Mainz scheint e- Nicht- werden zu sollen, indem sich neuerd ngS sowohl in dem Easteler Ge- metnderath al-auch in der dortigenBürgerschaft eine entschiedeoe Abneigung gegen das Projekt bemerkbar macht. — Der Senior der hessischen Lehrerschaft und zugleich der dieustaltest, Beamte der Stadt Mainz, Oberlehrer Kübel, begeht a« 7. März sein 60jähttges Dienstjubiläum. Eingesandt. Gieße«, 5. Februar 1898. Zvr Laalbavfrage. Es ist Thatsache, datz des Projeci eine» Saal- und Theaterbaues auch in denjenigen Kreisen unserer Bürgerschaft einer starko Opposition begegnet, die am ersten berufen wären, die Sache ftnanjta zu unterstützen. Auf die Dauer wird sich diele ungerechtintige Gegnerschaft der Dringlichkeitsfragc gegenüber nicht halten könne» Vorab sei eS erlaubt, darauf hinzuweisen, wie in anderen Städto Büdingen, 6. Februar. Der Veteranen- und Militärverein dahier feierte heute sein 25jährige- Bestehen durch einen Festgottesdienst, in dem Herr Pfarrer Schäfer die Festpredigt hielt. Nach dem Gottesdienste bewegte sich der Jubtlarverein unter Borantritt der Musik nach dem Kriegerdenkmal in der Bahnhofstraße. An dem Zuge beteiligten sich bie sämmtlichen hiesigen Vereine, die Spitzen der Behörden, die Schüler des Gymnasiums und die Übrigen Schulkinder. Se. Durchlaucht der Fürst Bruno und sein Bruder, Se. Durch!. Prinz Alfred, sowie Se. Durchlaucht der Erbprinz Wolfgang hatten sich dem Zuge angeschloffen. An dem Denkmal spielte die Musik einen Choral, woraus Herr Postmeister RodieS — ein Veteran aus 1870/71,— eine Ansprache hielt und mit den Worten schloß: „Mit Gott für Kaiser, Fürst und Vaterland!" Der Gesangverein „Lieder- kränz" trug sodann ein entsprechendes Lied vor und nach dem ergriff Herr Pfarrer Göbel daS Wort, indem er der theuren Todten gedachte, welche ihr Blut im Felde für uns vergoffen hätten, und daS segensreiche Wirken des Jubilar- verein- hervorhob und mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog schloß. Heute Abend wird großer Ball in dem Rathhaus- faal abgehalten. -s- Büdingen, 6. Februar. Heute Abend zwischen 7 und 8 Uhr ertönten Feuerfignale: die an dem Bahnhofe liegende Glasfabrik steht in Flammen und wird kaum gerettet werden können, da das Feuer den ganzen Bau er» griffen hat. Durch diesen Brand werden etwa 50—60 Arbeiter brodlos. A Mainz. 6. Februar. Letzter Tage weilte der Vorstand 6e8 BerpflegungSamtes im KriegSministertum, Geheimer KriegSrath Wetdemann, hier und pflog mit der Bürgermeisterei Verhandlungen über die Veräußerung und den Umtausch verschiedener hier sreigewordener militärstScalischer Gebäude. Durch Vermittelung der Intendantur in Cassel schweben schon seit einer Reihe von Jahren diesbezügliche Berhand- lungen, die aber nicht vom Platze kommen wollten, und erst in Folge einer neulichen Audienz des Oberbürgermeisters bei dem KriegSmiuister in Berlin ist die Sache wieder in Fluß gekommen und soll nach der von dem Kriegsministerium gemachten Zusage jetzt in aller Kürze zum Abschluß gebracht • Gelsenkirchen, 3. Februar. Auf dem im Adteufen begriffenen Wetterschacht der Zeche „Unter Fritz" brach beim Embauen von TüllbingS etne große Wassermenge hervor. Sieben Arbeiter und ein Steiger retteten sich. Der Obersteiger Pinkerneil wurde verschüttet und getödtet- seine Leiche ist noch nicht geborgen. • Leipzig, 4. Februar. Die Frau des unter der Anklage de- Landesverraths inoaftirten BezirkSselbwebels Hagenbruch in Aachen war bekanntlich unter dem Verdachte der Beihilfe zu obengenanntem Verbrechen ebenfalls verhaftet, ist aber inzwischen freigdaften worben, da die Verdachtsmomente zur Erhebung der Anklage vor dem Reichsgericht nicht ausreichend gewesen find. * Den Angehörigen des ermordeten Matrosen Schulze, die in Neu-Rönnebeck wohnen, ist vom Marine-Commando io Kiel folgendes Schreiben zugegangen: „Dem Commando erwächst die traurige Pflicht, Ihnen wltzmheilen, daß Ihr Sohn, der Matrose Johann Heinrich Schulze, zur Besatzung S. M. S. „Kaiser" gehörig, als er in Kiamschau Posten stand, Nachts heimtückisch ermordet wurde. Als braver Soldat ist er im Dienste für fein Vaterland gefallen, welches sein Andenken ehren, aber auch blutige Genugthuung für seinen Tod fordern wird. Nähere Nachrichten stehen zur Zeit noch ans, werden aber nach Eintreffen sofort zu Ihrer Kenntniß gebracht werden. A. B. (gez.) Adelung, Lieutenant z. See und Adjutant. * Der Centralausschuß der Gesellschaft für BolkSbildvag hat in seiner ersten Sitzung in Berlin tm Reichstag«- gebaube unter Vorsitz bes Abg. R ckert ben Etat für 1898 berathen. ES werben ben ©erbanben und Zweigvereinrn 19 000 Mk. für örtliche Bildungszwecke überwiesen, 10 000 Mk. für bie Begründung von VolkSbibliotheken, 9000 Mk. für öffentliche Bortrage und 5700 Mk. für bie Zeitschrift der Gesellschaft „Der BildungSvereiu" in Ausgabe gestellt. Die Zahl ber Gesuche um Begründung von Bolksbtbliothekea nimmt fortwährend zu, und gegenwärtig sind noch 129 Aa- träge unerledigt- der CentralauSfchuß beschloß deshalb, die Begründung von Volksbibliotheken fortan in größerer Ausdehnung zu betreiben, besonder- in ben östlichen Provmzen. Im Jahre 1896 finb 206 Bibliotheken mit 8088 Bänden begründet bezw. unterstützt worden. • Den geringsten Milchverbranch von allen deutschen Städten weist Berlin auf. Nach einer auf ® scharfem Trab geht eS LubwlgSburg zu, unb mit bem Ertönen des Signals fährt der Wagen in ben Kafernenhof ein. Der Solbat steigt ab, verabfchiebet sich von feinem Wohl- thäter mit ben Worten: „So jetzt bedank t ml halt recht scheu." — Der Posten faßt an, ruft die Wache heraus: — der freundliche Herr war — der König! des BetrinärarzteS Scheren über Geflügelkrankhelten, Ergänzungswahl de- Vorstandes, Berichterstattung über den Stand der Ausstellung unb Verloofung eine- Stammes Italiener, eines Rouen-Erpel rc. unter ben Mitgliebern. Freunbe ber Geflügel- und Vogelwelt find als Gäste in der Versammlung willkommen. • • Ehrenpreis für die Geflügel- nutz Bogel-AuSstelluug. Der Vorstand de- Vereins zur Züchmug reiner Hunderassen hat ebenfalls für die Geflügel- und Bogel-AnSstellung einen Ehrenpreis gestiftet unb zu biefem Zwecke ben Betrag von 30 Mk. bestimmt. • • Verunglückt. Der Weichensteller Weuberoth von hier wurde gestern Abend durch den von Wetzlar kommenden Zug überfahren unb sofort getbbtet. Weuberoth hatte die Weiche vom Schnee gereinigt unb bie Annäherung beS Zuges überhört.;' ♦ ♦ Unfall. Am Samstag Abend verunglückte in ber Lampeusabrik ber Arbeiter Koch au8 Krofdorf, indem ihm beim Putzen einer Stanzmaschine die rechte Hand vollständig zerquetscht, resp. abgerlffen wurde. Der verunglückte wurde in die Klinik verbracht. • • Ja Amerika verstorbene Hesse«. Jeffersouvllle, Jnd., Martin Seibert, 74 Jahre alt, au» Niedermodau. Osh* kosh, Wi-., Frau Lizzie Noe, geb. Knaup, 43 Jahre alt, au- Heften-Darmstadt. Newark, N. I., Henry Adam, 37 Jahre alt, auS Lützelbach, Kreis Dieburg. Wetterbericht. Das Barometer ist zwar von Westen her wieder im Steigen begriffen, doch hat sich der hohe Druck weiter nördlich nach dem äußersten Westen und Nord- ««4 S-g'a „ s» E«. sS S-S 108 dtl SÄ CSÄ Stcrid« 1* wobei pni M Ööat für den U bitten »MecU 6a»Uflt zoz bntdi die s-n« Suvstw eines Srtmtn chrlen Fttigkbi der yoßvuns t^aft in du v M WUJ* bildende Runtl tamn lusgieb ni3 Ml in b, eigen unsere, MerM zSaruin 6, 9000 Ml st für bit Zeitschkist ik iufgabt gestellt, t Bor VoltoMoW ni suid M 13Ä t 6 dtthslb, •' oitan in giöftm frf tat östlich» W tfn mit 8088 Holzverkauf i« der fiönißl. Oderförsterei Krofdorf Freitag den 2S Februar d. I., Vormittags 9 Uhr (vor Beginn d'.s Nutzholzverkaufs) im „Römischen Kaiser" zu Wetzlar. Schuhbezirk Stoppelberg. Districte 85 II, 90 XII, 90 XIII und Totalität: Eichen: 87 rm Schkite und Knüppel, 1155 rm Reiser; Weichholz : 70rmReiser; Nadelholz: 8 rm Knüppel, 394 rm Reiser. Der Königliche Oberförster: Hnioerfttäte - Nachrichten. — Aus Berlin wird berichtet: Einen Präparir- und Secir- cursus für Damen an der Universität will Professor Benda von Ostern an übernehmen. Es soll gestattet sein, den Eurfus wie ein anderes Colleg zu belegen; er wird auf der Quäftur angemeldet und den Damen für ihr Studium angerechnet. — Zur Besetzung des neug^ebaffenen Extra Ordinariates für Philosophie an der Universität Heidelberg, mit dem zunächst eine Entlastung des ordentlichen Professors der Philosophie, Kuno Fischer, beabsichtigt wird, ist der bisherige außerordentliche Professor in der philosophischen Facultät zu Straßburg, Dr. Paul Heusel, berufen worden, der den Ruf auch angenommen hat. 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei E.nst Christ von Wieseck Wilh. Fabel von Wieseck Der »eodverraufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 5. Februar 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Der a«»wLrttge« Bäcker. Kg. (2 Psd.) Weißbrot» bei L. Stetnmüller, Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-Göns Wilh. Fabel von Wieseck Dienstag den 15. d. Mts., Vor- mittags 97, Uhr, im Australischen Hof zu Münchholzhausen: Eichen: 21 rm Derbholz, 11 rm Stöcke, 78 rm Reiser. Buchen: 2 rm Derbholz, 19 rm Stöcke, 117 rm Reiser. Weichholz: 2 rm Derbholz und 102 rm Reiser. Nadel: 109 rm Derbholz, 40 rm Stöcke, 320 rm Reiser. Groß-Rechtenbach, 5. Febr. 1898. Das Bürgermeisteramt. 1357 SchiffsnachrLchtett. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" in Ant- werpm ist laut Telegramm am 4. Februar wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Dominos zu verleihen und ferttqt an A. Kretzschmar, Marktplatz 22. mit 29,22 fm, 864 Stangen 2. und 3. Kl. mit 45,51 140 Stangen 4. Kl. und 85 Nutzholz. 2. Brennholz: SyiHpltt ta irrrhneim jrutfnta Opernhaus. Dienstag den 8. Februar: Boheme. Mittwoch den 9. Februar: Fünftes Abonnements-Concert. Donnerstag den 10 Februar]: Don Juan. Freitag den 11. Februar: Zigeunerbaron Samstag den 12. Februar: Fliegende Holländer. Sonntag den 13 Februar, Nachmittags 3V-Uhr: König Löwe. Abends 7 Uhr: X Baeeo Porto. Die Nürnberger Puppe. Schausptetdau». Dienstag den 8. Februar: Lästige Schönheit. Hierauf: Durchs Ohr. Mittwoch den 9. Februar: Johannes. Donnerstag den 10.Februar: Ewige Liebe. Freitag den 11. Februar: HanS Huckebein. Samstag den 12. Februar: Lästige Schönheit. Sonntag den 13. Februar, Nachmittags 3'/,Ubr: Bartel Turaser. Abends 7 Uhr: Die Einberufung. Montag den 14. Februar: Johannes. Neueste Nachrichten. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 7. Februar. Dem „Berl. Tagebl." wird Shanghai gemeldet, daß die englische Admiralität befindet sich Drehfu» in sehr schlechten Gesund« heitsverhältnissen. Er verfällt zeitweilig tu geistige Umnachtung. Frau Lucie Drehfu» befürchtet den Tod ihre» Manne» infolge verstärkter barbarischer Behandlung. Wie verlautet, wird Drehfu» Nachts in Frffelu gelegt. Petersburg, 7. Februar. Es wird nun ebenfalls vou anderer Seite gemeldet, daß 6000 Ruffeu mit Artillerie und Munition die Hauptstadt der Mandschurei besetzt haben. Petersburg, 7. Februar. Ein kaiserlicher Uta» ordnet die Vermehrung de» Personal» de» Aeußereu an und eine Concenrrtrung der Geschäfte in die Hand de» Minister» de» Aeußeren. Gleichzeitig verlautet, daß der russische Botschafter tu Konstantinopel nochmals beauftragt wurde, Schritte zu thun, um deu Prinzen Georg von Griechenland al» Gouverneur vou Kreta kategorisch beim Sultan zu befürworten. Koustautiuopel, 7. Februar. Der Sultan erklärte in einer langen Audienz dem österreichischen Botschafter, daß er der Candidatur de» Prinzen Georg absolut nicht zusttmmen könne. WB Wien, 7. Februar. Da» Unterrichtsministerium hat verfügt, daß die Vorlesungen an sämmtlichen deutschen Hochschulen Oesterreich», ausgenommen die theologischen Faculräten, für baß laufende Semester am 7. Februar geschlossen werden. Bei der Jnscription für da» zweite Semester müffen die Studtreoden schriftlich daß Gelödniß erneuern, den akademischen Gesetzen gewiffenhaft nachzul^beu, anbernfnöti ist dir Jnscription abznle^n»n. Irttl Mi|u 6 ^onnt^omaanbi 1 „ (2 Anzeigen nach Auswärts werden stet- zu Originalpreifen besorgt durch die Srxkditiou des Elegante Masken-Costüme erreichbaren, in chinesischen HLfeu befindlichen Vorräthe vou Eardiff Kohlen auftauft. Kiel, 7. Februar. Zum Untergang der Dampf« pinasse ist noch zu berichten, daß jetzt sämmtliche Leicken geborgen find. Das Boot wurde gehoben und nach der Werft geschafft. Daffelbe soll nur wenig beschädigt sein. Wien, 7. Februar. Gestern Vormittag find die slavi- schen und deutschen Studenten fast zu derselben Zeit im RathhauS-Vie tel versammelt gewesen. Die Versamm- lungeu schloffen mit Protesten gegen einander. Auf beiden Seiten war die Betheiligung sta>k. D>e Polizei hatte, da sie Zusammenstöße nach den Versammlungen befürchtete, die Straßen besetzt. Die berittene Polizei trieb verschiedentlich Studenten auseinander. Sieben slavtsche und drei deutsche Studenten wurden verhaftet. Wien, 7. Februar. Dem „Montagsblatt" zufolge find die Meldungen, daß der ReichSrath auf den 8. März etnberufeu sei, unzutreffend- ebenso sind alle Meldungen, daß die Regierung auf eine schleunige Verhandlung in dem böhmischen Landtage dringe, unbegründet. Wien, 7. Februar. Der letzte Mtnistrrrath setzte die Maßregeln gegen die strtkenden Studenten fest, welche heute sämmtlichen Rectoren an den Hochschulen bekannt gegeben werden. Fall» die Maßregeln wirkungslos sein sollten, erfolgt auf allen Hochschulen der Semesterschluß. Prag, 7. Februar. Laut Mtmstertal E laß ist an der Univ ersität und an der technischen Hochschule daS Wintersemester geschlossen worden. DaS Sommersemester beginnt am 7. März. Der Schluß der Vorlesungen an der tschechischen Hochschule erfolgt ebenfalls bald. Die Schließung des Landtage» und Aufhebung de» Farbenvrrbots ist demnächst zu erwarten. Rom, 7. Februar. Die hervorragendsten italienischen Schriftsteller, Dichter und Compovtsten haben an Zola für 1 Kg. (2 Pfd.) Tafeldrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 1 „ (2 „ ) 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod 2 „ (4 „ ) Brodpreise vom 6. bis 20. Februaur. 1898. Der hiesiger» Bäcker. AirchUche Anzeigen -er evnng.Gesnein-e. Montag, den 7. Februar, Abends 8 Vhr, videlsirrnve im Confirmandensaal der Jobannesktrche Epheserbrief, Cap. 4 Wandel der Berufung würdig; Einigkeit im Geist und Mannigfaltigkeit des Dienstes. ___Pfarrer Dr. Naumann. Apfelsinen Marke Ciampa, feinste, süßeste, dünnschalige Frucht, frisch eingetroffen 1371 1 Ztiild 10 |lfg , 12 Siüdt 1 M. Auf dem Transport leicht^ schädigte Frucht billiger. H. F. Nassauer. Mittwoch, den 9 Februar cr., RaMmiltag» 2 Uhr, rottben im Bieker'schen Saale versteigert: Sophos. Sessel, Stühle, Commoden, Kletderschiänke, 1 Vertikow, 1 Schreibtisch, 1 T umeou m. Spiegel, 1 Panzerkaffaschrank, 1 vollständiges Bett, 1 Linoleumteppich, 1 Regulateur, 1 Nähmaschine u. a. m. 1361 __________Geisiler, Gerichtsvollzieher. LttrraNue wn6 kL»E — In wenigen Wochen vertauscht eine Reihe junger Männer tlc seiherige Bildungsstätte — das Gymnasium oder Realgymnasium — mit der Hochschule. Gar Mancher hat sich sein zukünftiges Studium, feiner Neiaung oder dem Rathe der Eltern folgend, bereits gewählt, gar Mancher wird noch mit sich felbst im Zweifel fein, die Ba6l wird ihm und den Seinen noch Sorge machen. Viele treffen ihre Wahl, ohne sich Rechenschaft zu geben, wie die Verhältnisse in den einzelnen Berufszweigen liegen, und ohne klar zu sehen, was der zukünftige Berus bietet, was er für Anforderungen stellt. Die Erkenntniß und die Reue kommen oft zv spät. Es ist Pflicht der jungen Leute und ihrer Eltern, sich rechtzeitig über die Verhältnisse in den einzelnen Berufszweigen Klarheit zu verschaffen, so weit dieS eben möglich ist. Allen wird hierbei eine kleine, in dieser Zeitung schon besprochene Broschüre von Ludwig Knöpfet (CommissionS-Verlag von Emil Roth in Gießen. 1897. 60 Pfg.) ein werthooller Rathgeber und richtiger Wegweiser fein. Aus dieser sehr Intendanten Schrift seien zur Drtentirung über den Inhalt die Ueberschriften einiger Capiiel und Tabellen angegeben: Wie lange dauert die Vorbildung der akademisch Aebildeten Beamten? — Wann erfolgt die definitive Anstellung? — Lebensalter der im Amte befindlichen akademisch gebildeten Beamten. — Definitive Dienstzeit der im Amte befindlichen akademisch gebildeten Beamten. — Lebensalter der durch Pensionirung oder Tod ausgeschiedenen Beamten. — Definitive Dienstzeit der durch Lensiontrung oder Tod ausgeschiedenen B-amtcn. — Anfangs-, Durchschnitts- und Höchstgehalt der einzelnen Brufe. — Berufswahl tab Studium der Abiturienten im Schuljahr 1895/96. — Aoance- rrnmtsverhältntsse der einzelnen Berussarten (Tabelle III, Spalte 7). 84 werden uns Viele für den Hinweis auf dieses Schriftchen dank- b ar sein, möge eS in den beteiligten Kreisen die Beachtung finden, dck es verdient. Holzversteigerung im GemeinbewM Miinchhchhailfkn. 1. Nutzholz: Samstag den 12. d. Mts. Zu sammenkunst Vormittags 9% Uhr auf der Provinzialftraße von Gießen nuck Wetzlar bei District 14b: Eichen: 2 Stämme 1. Kl. mit 5,65 fm, 4 Stämme 2. Kl. mit Westfälisches Betttuchhalbleinen 160 (Zentimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von zum Kreppelbackeu besonders zu. empfehlen, bei 1368 C. Roth IL Gchen-Lohnnden- Verkauf. ßiimgliche Vberförstkrei Krofdorf. Freitag den 25. Februar d». I., Vormittags 83/4 Uhr, kommen im „Römischen Kaiser in Wetzlar zum öffentlichen meist- betenden Verkauf aus dem A. Hchuhbejirk Aoppelberg: Schlag XIII (Mittelwald) circa 140 Gentner Lohrinde, Schlag II (Niederwald) circa 2üO Gentner Lohrinde. B. SchuhbkjirK Sg^södeu: Schlag IV (Niederwald) circa 400 Gentner Lohrinde. Das Schälen der Rinde geschieht M Kosten der Forftoerwaltung. Der Königliche Oberförster. Busold. 13541 PnmperDickel «. ä G. Waveufel», 392 Martt 21. — Telephon 46. Empfehle einen kräftigen, rein- fchmeckende«,selbftgebraunten Kaffee das Pfund zu Mk. 1.—. Bit b«' ftASj lbai w ™ i«. ’ < solche Projecte Leben und Gestalt gewinnen. Da spielt uns der Zufall eine Bremer Zeitung in die Hand. In Bremen plant man eine Erweiterung der Kunsthalle. Der Vorstand des KunstoereinS richtet nun an den „ferner Courier" folgende Zuschrift: „93on Herrn Karl Schütte ging dem Vorstände des Kunstveretnö ein Schreiben zu, wonach derselbe sich in hochherziger Weise bereit erklärte, dem Vereine eine Summe von 200 000 Mk. für einen Anbau der Kunsthalle zu schenken, unter der Voraussetzung, daß der Senat und die Bürgerschaft dem Vereine den dafür erforderlichen Platz hinter der Kunsthalle umsonst zur Verfügung stellen möchten und unter den Bedingungen, daß der Verein, um das Kunstleben in «nfetet Stadt zu heben, an zwei Tagen in der Woche zu bestimmten Zeiten seine Sammlungen unentgeltlich dem Publikum öffne und der Anbau nach den bereits fertig gestellten Plänen der Herren Archttecten Gtldemeistcr & Sunkel auSgeführt werde. Ehe der Vorstand Kenntniß von diesem Schreiben empfing, hatte er sich veranlaßt gesehen, seinerseits die Frage eines Erweiterungsbaues der Kunstballe zu erwägen und war zu dem Resultate gekommen, daß eine Vergrößerung der Behangfläche der Bilder um mindestens daS Zweifache des jetzigen Raumes, Angesichts der Schenkungen und der aus der Kulenkamp'schen Stiftung zu erwerbenden Kunstwerke, »othwendig sei, um den Bedürfnissen des Vereins für längere Zeit Rechnung zu tragen. Damit in Verbindung stehend sei eine Vergrößerung der für die Sculpturen, das Kupferstich Cabinet und die Bibliothek, sowie eine Veiänderung der jetzigen Kunsthalle in Oberlichtsäle ins Auge zu faffen. Um diesen größeren Plan ins Werk zu setzen — der erste sah nur eine Verdoppelung der jetzigen Räume vor —, erklärten sich die Mitglieder des Vorstandes, die Herren Hermann Melchers und Jos. Hachez, in freigebigster Weise bereit, ihrerseits jeder 100 000 Mk. dem Vereine zur Verfügung zu stellen, wobei Herr Melchers nur die unentgeltliche Hergade des Platzes voraussrtzte, während Herr Hachez auch den Wunsch äußerte, es möge für den Umbau eine Concurrenz unter den in Bremen wohnhaften Archttecten ausgeschrieben werden. In Folge der veränderten Sachlage zog Herr Schütte bereitwilligst die Bedingung, seinen Plan durch die genannten Herren Archttecten ausführen zu lassen, zu Gunsten eines Wettbewerbes um den größeren Plan unter den in Bremen wohnhaften Architeclen zurück, so daß sitzt Dank der vereinten Freigebigkeit der vorerwähnten drei Herren, der Kunstverein der Hoffnung auf die Genehmigung Seitens Senats und Bürgerschaft in der Lage sein wird, sich ein feinen Wünschen entsprechendes Heim zu ichaffen, um so seinem Zwecke, das Interesse für die bildende Kunst in unserer Stadt zu beleben und zu fördern, in immer ausgiebigerer Weise gerecht werden zu können." Es kommt ans nicht in den Sinn, die Verhältnisse der Hansastadt mit denjenigen unserer Vaterstadt zu vergleichen. Dennoch muß man sich der Hochherzigkeit der Bremenser gegenüber die Frage vorlegen: Warum hat sich noch kein einziger der vielen wahlhabenden, ja reichen Bürger Gießens dazu aufschwingen können, für den edlen Zweck eines SaalbaueS mit einer größeren Summe einzutreten? Wir möchten der Ueberzeugung Raum geben, wenn erst einer unserer Gutgesinnten Mitbürger den Anfang gemacht hat, für die gute Sache atwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen, werden andere nachfolgen. Der Name dieses „ersten" Spenders aber wird mit goldenen Lettern in den Annalen der Stadt Gießen prangen. x. y. z. k *1'«Mo •Mr ! “6- 8,r "Netto fij, j, " gttfottt; ta >“ bt*unter g( wn h. “ wrbuttQ rkvsch , J“ ®otbm, bah lnN dor bto «etti rt-.e» tv>tl n'rt1- ® 14 Den allen btt?*.’ eintt anf alt» in 300 * tiWBcn hier bei ® f ten Repf bn feilt Mviurlbar Frr (i, Hasbllli Ü 7,6 ei«, Mck .^OOOJrt1 ,0» . SnahdorS •ir« »tift« to. C»t 1 W»' , xO,| i to $n«6« «* :: tr« brüt bta»/ » J . »»6 *. ' Der Sagen » 6rt,Äoltat btbtnM; L tbnial^ Btt hü •» s " t ..'ÄLr. garantirt solide, MO wluSnSiOnG r xkfci™# Verlange Muster mit Angabe d. Gewünschten. on »«*«• Jtan von Elten &. Keussen, IffiSuS4 Crefeld. Per Meter empfehlen 1349 C. Röhr & Co. 1366] Wegen Versetzung des Herrn Landgerichtsraih Kullmavn ist der zweite Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Bleichplatz per 1 Ao il *u vei mietben bei Wtatt Georg Ederstraße 2, Ecke der Nordanlage. 1360] MödUrtes Rimmer ,u ver« miethcn. Ernst i»och, Neuenweg 9, HI. OipFflifuncjin Uermiethungen 1353 1329 3M®* zu bedeutend herabgesetzten Preisen. M. Kuder Neuenweg 17 Marktstraße 25 steht zum Verkauf bei 1358 1359 mann, Düsseldorf. 1355 tüchtiger ist vergeben. 1375 P R O G B 5. Frankfurt a. M. 1167 6. Sommernacht, op. 181 Nr. 1. a. b. 1308 vnchdandlnng. 0. 1161 Zy. Bender & So 1376 sprücheu erbittet A. Kilbinger. «ietzeu. erhältlich) haben Berechtigung zum Balle. Frankfurter Börse vo n 5. Februar 1898. tzrocan 1887 4 Stabt WormS unf. b. 1901 103 10 griff I 81.CH 170.01 I 1F Franz. Banknoten Öeftcrr. dto. 80- 805> Of O.CO | Oesterr. Eredtt-Sctte» ^ortrf?. ®L=Hctten 'Jffbaction: H kcheyda. — Druck rab Verlag der vrüht'schen UniverütStS-Buch- nne Stdnbrmferei (Pietsch A Echeyda) in Gieren. Zn vcrkiutfcn Offene Ktellen $trlleip(6efiid)r 104 00 88.25 4 4 3 3 SO KranKn-St. 6ngL Sooerdgnl Dollar» in Sold Ein Zuchtbulle (PogelsbergerKcinzuchl) 87.« 105* 21.« 978 38.« 1018 10LÖ 99H 1(A ■« Hildaeh. 8. Sommer. Monopol-Griechen von Eisenb. Rentesb. Obl. Buderu» Obl. 8ST* Wer schnell und billigst «tellnn« finden will, verlange per Postkarte btt »Deutsche Vacanzen-Post" in Sfittnaen. Die Dienerstelle am pharmacologischeu Institut A M M: b. Frühling im Alter, op. 18 Mr. 1. 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