Nr. 235 Erstes Blatt. Freitag den 7. October 1S9S ftf4rhd U4n(flr«|c Htr. 1. Gratisbeilage: Gießener Famllienbtatter. «brrflk für Depeschen: Anzeiger »trtz««. Fernsprecher Rr. 6L Amtlicher Theil. Bekanntmachung, bett.: Die viehmSrkte zu Gießen. Wir bringen hiermit zur Kenntniß der Interessenten, daß von jetzt ab die in hiesiger Stadt stattfindenden Vieh- «Sekte erst um 8 Uhr vormittag« ihren Anfang nehmen. Bor dieser Stunde ist der Auftrieb vou Bteh weder auf dem viehmarkt selbst, noch in den angrenzenden Straßen gestattet. Gießen, den 6. Oktober 1898. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen. Muhl. Deutsche» Reich. vttlin, 5. October. Die Reise de« Kaiserpaare« nach de« Orient zerfällt in zwei Thetle: Der erste um» fafet Konstantinopel, Palästina und Syrien, der zweite Aegypten. Für den Aufenthalt in Konstantinopel find 5, für Palästina 17 und für Syrien 7 Tage in Außficht genommen. Ja Aegypten gedenkt da« Kaiserpaar etwa drei Wochen zu ver» weilen. Hierzu kommen noch die tagelangen Seefahrten, so daß die gesammte Reise zwei Monate in Anspruch nehmen wird. Im Vordergründe de« Juterefie« steht natürlich der Aufenthalt in Palästina. Am 25. October Mittag« betritt da« deutsche Kaiserpaar zu Haifa den Bodeu de« heiligen Lande« und begiebt sich am folgenden Tage in neunstündiger Wagenfahrt an der Küste entlang südlich nach Lä area. Ja gleicher Richtung geht e« am 27. in zehnstündiger Wagenfahrt weiter nach Jaffa. Dort wi'd Quartier im Hotel du Pare bezogen. Am 28. d. M führt eia sechs» stündiger Ritt die Herrschaften nach Latruu (Zeltlager). Bedeutsam wird der 29 October sein, an welchem vormittag« die Reise in sechsstündigem Ritt nach Jerusalem fortgesetzt wird. Um 1 Uhr nehmen die kaiserlichen Herrschaften tm Zeltlager vor der Stadt das Frühstück ein. Um 3»/, Uhr Nachmittag« brechen sie zu Pferde vom Lager auf und ziehen mit glänzendem Gefolge in die festlich geschmückte Stadt. Der erste Besuch gilt der GrabeSktrche, nach der sich da« Kaiserpaar vom Jaffathor au« zu Fuß begiebt. Sodann werden die türkischen Behörden das ConsularcorpS und die Archimaudriteu auf dem kaiserlichen Consulat empfangen. Am 30. October ist Gottesdienst in Bethlehem. Nach dem Besuch der GeburtSkirche werben im neuen Waisenhause auf dem Weinberge — eine gute Viertelstunde von Bethlehem — Abordnungen des Jerusalem-Vereins, der Johanniter, der deutschen K rchenbehörden empfangen. Den Rückweg zum Zeltlager nehmen die Herrschaften durch die deutsche Eolouie. Für den Sonntag Nachmittag ist eine gottesdienstliche Feier auf dem Oelberge beabsichtigt. Montag, deu 31. October, vormittags halb 10 Uhr folgt die feierliche Einweihung der Erlöserktrche. Zu Beginn des Nachmittags wird eine Wagen« fahrt nach Jericho unternommen und da« Zeltlager am Fuße de« Dschebel Karamel aufgeschlagen. Am Morgen deS 1. November geht e« nach dem Tobten Meer und von da zum Jordau- vielleicht begiebt man sich auch noch zu Pferde nach der Jordanfurth. Da« Frühstück wird entweder an der Laufstelle oder au der Brücke eingenommen- dann erfolgt die Rückkehr nach Jericho- möglicherweise wird auch noch die Kapelle der Versuchung in der von russischen Mönchen bewohnten FelShöhle des Berge« «arantel besucht. Sm 2. No» dember fahren die kaiserlichen Herrschaften nach Jerusalem zurück- der Nachmittag ist für Befichtigungeu daselbst be- stimmt, die auch am 3. November noch fortgesetzt «erden. Nachmittag« wird eine Wagenfahrt nach A n Karin unternommen und weiter da« syrische Watsenhau« besucht. Am 4. November folgt der Ritt nach dem in einer Einöde gelegenen griechischen Mönchskloster Mar Saba. Die Kaiserin, welche diesem AuSfluge fernbleiben muß, wird dafür zu Wagen nach den Salomonischen Teichen und vielleicht auch weiter nach Bet Dschaba fahren. Die Abfahrt von Jerusa- Um erfolgt am 5. November vormittag« 9 Uhr mti der Dahn nach Jaffa. Dort besteigen die Herrschaften da« Schiff nach Haifa. Nur wenn dort die Einschiffung gerade unrnög» lich sein sollte, würde die Reise zu Lande ausgeführt werden. Die folgenden drei Tage find Ausflügen, theils zu Wagen, theilS zu Pferde gewidmet, und zwar nach Nazareth, Berg Tabor, nach Tiberias und den wichtigsten Platzen am Sali» lLsichen Meer. Am 10. November, spätesten« am 11., geht da« Kafferpaar zu Haifa an Bord uud begiebt sich nordwärt« nach Beirut om Fuße des Libanon. Am 12. November wird in einem Sonderzuge die Reise durch Syrien nach Damaskus fortgesetzt. Der 18. November gilt der Besichtigung der alten Hauptstadt deS Syrerlandes, vou hier fiud Wagenreisen nach Muallaka und Baalbeck geplant. Bon Muallaka aus geht es mit der Bahn zurück nach Beirut. Bon dort wird am 16. u M. das Schiff die kaiserlichen Herrschaften südwestlich nach Aegypten führen. Am vormittag deS 17. November betritt daS deutsche Kaiserpaar zu Alexandrien den Boden des alten PharaoneulaudeS. vttlin, 5. October. Ueber da« geplante Gesetz zum Schutze Arbeitswilliger gegen Gewaltthätigkeiteu schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": „Was den geplanten Gesetzentwurf betrifft, so ist un« nicht bekannt, ob derselbe, wie dieser Tage der „Kölnischen volkSztg." und der Münchener „Allgemeinen Zeitung" aus Berlin gemeldet wurde, nicht in einer Aeu- berung der in erster L nie nur das verhältuiß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelnden Gewerbe Ordnung, sondern in einer Verschärfung deS Strafgesetzes zum Schutz der persvnlicheu Freiheit überall, wo dieselbe bedroht to erben könnte, bestehen soll. Wir wissen nur baS Eine, baß nicht mehr und nicht weniger geplant ist, als bessere gesetzliche Abwehrmaßregeln gegen ben auf Revolution abzieleudeu socialdemokratischen TerroriSmuS, unter welchem die Arbeiterschaft furchtbar zu leiden hat und von welchem sie befreit werden muß, wenn anders daS Deutsche Reich nicht aufhören soll, ein Rechtsstaat za sein. N cht der Kaiser und die Bundesregierungen, sondern die gewerbsmäßigen socialistischen Hetzer bedrohen die EoalitionSfieiheit und die Freiheit der Arbeiterschaft überhaupt." — In derselben Angelegenheit schreibt die „M. P. K.": „Die Richtigkeit unserer kürzlichen Meldung, daß die bestandene Absicht, einen verstärkten Schutz Arbeitswilliger auf dem Wege der Erweiterung des § 153 der Gewerbeordnung herbeizusühreu, bei mehreren Bundesstaaten auf Schwierigkeiten gestoßen fei, bestätigt sich durchaus. Wie eS scheint, gehört zu den betreffeudeu Bundes- floaten auch Preußen. Denn eS verlautet zuverlässig, daß der Hntrag, den gewollten Zweck nicht auf dem Wege der Gewerbeordnung, fonbern durch Erweiterung gewisser Bestimmungen deS Strafgesetzbuches zu erreichen, von Preußen auSgehe. — Ueber die beiden dieser Tage aus Sachsen auS- gewieseneu socialdemokratischeu Schriftsteller weiß die „Deutsche Wacht- in Dresden folgendes zu er» zählen: „Ja beiden Fällen handelt e« sich um russisch-polnische Juden, welche in der sächsischen Socialdemokratie seit Jahr und Tag die einflußreichste Rolle spielten, ohne freilich daS eigene Ich zu riskiren. Die Bearbeitung der Massen draußen blieb anderen überlassen. Socialdemokratische Redner und Vortragende trugen unter ihrer Verantwortung hinaus, waS ihnen von diesen Hintermännern eingeimpft war- Sitzredac« teure mußten die Töne büßen, die diese ausländischen Juden in der Presse anschluzen. Diese beiden Helden hinter der Loulisse waren Dr. Helphant und Dr. Marchlewsky, die nun» mehr die AuSweisungSordre aus dem Königreich Sachsen erhalten haben. Zwei der breiten Masse ziemlich fremde Namen! Den meften „Genoffeo", sogar unter den Setzern der „Sächsischen Arbeiter-Zeitung", war eS unbekannt, daß dieser Dr. Helphant kein anderer, als der vielgenannte „Parvua" ist, der den größten Preßlärm innerhalb der socialdewokra- tischen Presse vollführte und von oben herab als Geheim- spitze die Beschlüsse der Parteitage und daS Verhalten der ReichstagSfraction abkanzelte. Neben ihm «ar eS der polnische Jude Dr. Marchlewsky (seine Beiträge waren mit my — gezeichnet), der den Inhalt der „Sächsischen arbeitet» Zeitung" auf Jenen verhetzenden, rüden Ton stimmte. Seit zwei Jahren führte Dr. Helphant (Parma) insgeheim die Ehefredaction der „Sächsischen arbeiter-Zeitung", während als „verantwortlich" Leute zeichueten, die ihren BefähigungS» Nachweis für diese» Amt anscheinend nur de« Umstande ver» dankten, daß sie ergebuißloS auSgepsäudet werden konnten. Der Bortheil liegt auf der Hand: klagte einer wegen Privat» beleidigung gegen die „Sächsische Arbeiter-Zeitung", so hatte er obendrein noch die Kosten zu bezahlen, weil vom Be- klagten nichts zu holen war! Doch dies nur nebenbei! Wir legen hier Werth darauf, zu zeigen, welche Leute die wirklichen Macher und Leiter der sächstlcheu Arbeiterbewegung find." — Ja Bezug auf die Ernennung deS Gouverneurs von Sawerun, I. v. Puttkamer, zum Seneralconsnl für den Eongoftaat schreibt «au der „Schics. Zig."': Die Ernennung deS Herrn v. Puttkamer ist eine Folge seiner eigenen Vorschläge. AIS er i« August 1897 einen Besuch bei dem General Gouverneur in Borna uud eine Fahrt auf ber Anfangsstrecke der Cougobahu gemacht hatte, brachte n die Ueberzeugung mit, daß das Deutsche Reich in dem jetzt einer raschen Eutw ckrluug entgegen gehenden Eongostaate einer konsularischen Vertretung bedürfe; er machte den Vorschlag, daß in der Hauptstadt des Landes, al« welche Leopold- Ville am Stanley-Pool in Aussicht genommen ist, ein deutsche« BerufSconsulai errichtet würde. Der Antrag ist nun in der Art gemacht worden, daß der Gouverneur von Kamerun mit diesen Functionen betraut wurde. Ob diese neue Ernennung des Gouverneurs nicht nur ein UebergangSstadium sein wird, ist eine andere Frage. Es wird sich vielleicht bald das Bedürfniß Herausstellen, einen Berufsbeamteu in die Hauptstadt deS Staates selbst zu setzen und ihm die Befugnisse als Consul für den französischen Tonga auch zu er* theilen. Mit der letzteren Eolonie stehen wir durch den Tanga in unmittelbarster Beziehung. Herr o. Putrkamn war schon einmal 1888 al« kaiserlicher Gouverneur in Togo auch mit den Functionen als E?nsul für Lagos betraut- er führte als solcher die Untersuchung In der Hönigsberger'schen Angelegenheit. — M.P.C. In parlamentarischen Kreisen neigt man der Annahme zu, daß gerade in der ersten Session der Legislaturperiode des Reichstages es sich verhältnihmäßig leichter, al« in späteren darstellen werde, scharfe Maßregeln gegen den Mißbrauch der Loalition«freiheit durchzubringen. Welcher Art die betreffenden Vorschläge sein dürften, ist zur Zeit noch immer nicht feststehend, e« bildet die« noch den Gegenstand fortgesetzter Erwägungen. Berlin, 5. October. Für die Verhandlung de« Pro- cesses Grünenthal find zwei S'tzungstage, der 21. und 22. d. Mt«., am Schwurgericht des Landgericht« Berlin I offen gelassen. Da verhältnißmäßig wenige Zeugen zu vernehmen find, Grünenthal auch tm Großen und Ganzen geständig ist, wird die Verhandlung wahrscheinlich in eine« Tage zu Ende geführt werden können. Die Praxi«, bei der Verhandlung von Anklagen wegen Münzverbrechen« die Oeffent- lichkeit auszuschliehen, dürfte in diesem Falle nicht Platz greifen, da die Art, tote Grünenthal in den Besitz der Taufendmark-Scheine gekommen ist und sie gefälscht hat, schon eingehend in ber Orffentlichkeit behandelt worden ist. Die Bertheidigung des Grünenthal hat neuerdings neben Rechtsanwalt Henschel Herr Justizrath Dr Sello übernommen - die Bertheidigung der Angeklagten Golz führt Rechtsanwalt Dr. Schwtndt. Magdeburg. 4. Oktober. (Elfte Generalversammlung de« Evangelischen Bundes.) Bormittogs fand eine Eonfereuz der Diaspora Anstalten, sowie Sitzung de« GeiammtvorstandeS unter dem Vorsitze Professor Dr. Witte« (Psorta) statt. Nachmittag« versammelten sich die Theilnehmer tm Rathhause, wo Bürgermeister Fischer Namen« der Stadt deu Bund herzlich begrüßte. Redner wie« auf die Kämpfe Magdeburg- zur Zeit der Reformation hin und betonte die Nothwendigkeit eines engeren Zusammenschlusses aller evangelischen Ehristen unter Führung des Bunde«. (Lebhafter Beifall.) Stadtsuperintendent Trümpelmaun begrüßte die Versammlung Namens der Magdeburger Geistlichkeit. Namen« de« Bundes dankte Professor Witte. Hierauf begaben sich die Theilnehmer in feierlichem Zuge zum FestgotteSdienste, bei welchem Generalsuperintendent Döbltu (Danzig) die Festrede hielt. Abends fand große öffentliche Versammlung tm lHofjäger" statt. Stuttgart, 4. Oktober. In der heutigen Sitzung des socialdemokratischeu Parteitag« berichtete zunächst Hermann (Stuttgart) über die Mandatsprüfungen. Nach seinen Mittheilnugeu fiud 215 Delegiere anwesend, die in«» gelammt 246 Mandate an« 196 Wahlkreisen vertreten. Eine lebhafte Debatte gab e« bei ber Prüfung ber Mandate ber Braunschweiger Delegieren. Ju ber gestrigen Nachmittags- fitzung, die bi« halb 8 Uhr Abeub« dauerte, wurde noch lange über die Frage der Betonung der Endziele der Partei gestritten. Bebel, Stadthagen, Kiesel und Andere wandten fich gegen Heine und PSuS, die gegen das fortwährende Betonen der Endziele sprachen. Schönlank bezeichnete eS als noth» wendig, keine vogelstranß- und Opportunitätspolitik zu treiben. Er wolle nicht Setzerrichterei treiben, aber es fei sehr nöthig, über die Taktik der Partei Klarheit zu schaffen. Fräulein Luxemburg (Dresden) bemerkte, die Partei dürfe niemals aufhören, eine revolutionäre Partei, die Partei des Klassenkampfe« zu fein, die die politische Macht ttobern und dtt Liquidator beim Zusammenbruch du heutigen Gesellschaft fein wolle. Bebel erklärte, die Socialdemokratie könne fich allerding« auf ein( Denilmalerei de« Zukunft«- staute« nicht einlaffen, da fie nicht wissen könne, wie fich die Dinge im Einzelnen gestalten werden - man dürfe aber darum -och nicht behaupten, die Partei babe keine Endziele. Bebel Ilagte noch, daß die Parteipresse und Parreiliteratnr nicht diejenige Verbreitung habe, die fie nach der Stärke uud Größe der Partei haben sollte. ___, Att-Urud« SBien, 5. October. Das Amtsblatt meldet die Au- nähme der Demission BärurettherS, sowie die Versetzung des TeuatS.Präfideuten de- obersten CaffationShofeS Grafen Kuenburg in den Ruhestand. Hierdurch ist da- schwache Band, durch welches da- Cabtnrt Lhuu^ mit einem Lheile der Linken noch verknüpft war, vollständig gelöst. Nächste Woche sollen im Abgeordnetenhause Doppel- fitzungen abgehalteu werden, in welchen vormittag- die Regierung-Vorlagen uud Abends die DrtuglichkeitSauträge zur Berathung kommen sollen. Budapest, 5. October. In hiesigen parlamentarischen «reisen verlautet, Baussy und Thun würden, wenn die parlamentarische Erledigung des Ausgleichs im österreichischen ReichSrathe fich in die Länge ziehen würde, ein sogenannte» BerhandluugS-Provisortum aus die Dauer von zwei Monaten vereinbaren. Beuedig, 6. October. Einer Blättermeldung zufolge wird bet der Ankunft des deutschen Kaiserpaares die ganze Bahnstre^e von Ala bis Venedig mit Militär uud Carabinieri besetzt und alle Bahnsteige, welche der kaiserliche Zug paffirt, für daS Publikum abgesperrt sein. Bet der Aukuust in Ala wird Kaiser Wilhelm von einem Adjutanten deS König- sowie vom Corpr-Commandanteu von Verona begrüßt werden. Aneona, 5. October. Der hiesige spanische Cousul Rovelli hat fich KrankhettS halber erschossen. M.P.C. Italien. Die Regierung hat die Werft von Ansoldo & Cg. in Sestrt.Pouente mit dem Bau von fünf Hochsee»Torpedobooten vom Typ Condor betraut. Letzterer, welcher bereit- vom Stapel gelaffen sein sollte, hat verschiedene Umänderungen erfahren müfieu, um eine Ge- fchwiudigkeit von 30 Knoten zu erreichen. Für die nach Argentinien und Spanien verkauften gepanzerten Kreuzer ist al- Ersatz bereit- ein neuer Kreuzer in Arbeit, der von der Werft Ansoldo in 18 Monaten für den Preis von 15 Millionen Francs geliefert werden muß. Brüffel, 5. Oktober. Der StaatSminister Beernaert ist infolge einer Erkältung erkrankt und muß mehrere Tage da- Bett hüten. M.P.C. Frankreich. Offiziere der rusfifchen Marine find nach Frankreich geschickt, um den Bau der von der russischen Regierung bestellten Kriegsschiffe, welche vollständig zu armiren find, zu überwachen- eS find diese- ein Panzerschiff von 13000 Tonnen, ein gepanzerter Kreuzer von 7800 Tonnen und 3 Torpedojäger. — DaS Hochfeetorpedoboot „Chclone" hat auf einer Probefahrt bet Cherbourg eine Geschwindigkeit von 29 Knoten erlangt. Loudon, 5. October. „Daily Mail" berichtet auS Capstadt, in JohanniSburg sei die Meldung eingetroffen, daß das Zollamt, die Eisenbahn und daS Telegraphenamt der De lag oa-Bah an England innerhalb der nächsten Tage abgetreten werde. Der Correfpoudent des Blattes meldet dazu, baß der Beschluß des Schiedsgericht-, welche» dte Sache zwischen der Eisenbahn Compagnie und Portugal begleichen sollte, dahin lautet, der Eisenbahu-Compaguie die Summe von zwei Millionen au-zuzahleu. — Kaiser Nicolau- besah! vor seiner Abreise nach Livadia dem Grafen Lam-dorff, den russischen Botschafter in Constantiuopel zu ermächtigen, da- au die Pforte in Betreff der kretischen Fragen zu richtende Ultimatum zu unterzeichnen. New-York, 5. October. Der Staatsminister Hay hat ein Telegramm au- Peking erhalten, worin versichert wird, daß da- Lebe« der Europäer in Peking nicht gefährdet fei. M.P.C. Kreta. Wenn dem Gesuch des Admirals Noel um Verstärkung von 2000 Mann entsprochen werden sollte, werden die englischen Truppen auf Kreta fich auf 5000 Maur belaufen. — M.P.C, Bezüglich der nächsten Entwickelung der Dinge tu China begegnen sich zwei politische Strömungen, eine optimistische uud eine peffimtsttsche. — Die erstere möchte an der Annahme festhalteu, die Kaisertu-Regenttn sei eine zu kluge Frau, um nicht mit allen Mitteln die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung tu China durchzusetzen. Die andere steht in dem natürlichen Gegensatz der englischen und rvssischen Jvtereffen tu Ostafien den Anlaß zu allerhand Befürchtungen, die dadurch eine gewiffe Rechtfertigung bereits erhalten zu haben scheinen, daß sowohl der englische wie der russische Vertreter in Peking Hilfe requirtrten, um den Schutz der Fremden fo verbürgen zu können, wie eS durch die Angriffe, welche auf Europäer geschehen, geboten erscheine. Wenn fich auch die dentsche Regierung dazu entschloffen hat, aus der Rhede von Taku, der Hasenstadt TientfinS, nicht unvertreten zu bleiben und für alle Fälle ein Kriegsschiff von Kiautschou nach Tientsin entsandte, so wird damit in keiner Weise zum Ausdruck gebracht, dah fie der pefftmisttschen Auffassung der Lage zuneige. Nach den heute auS Peking vorliegenden Nachrichten ist dieselbe tu der That auch anschetnend bis jetzt tu keiner Weise begründet. — Ueber die Vorgänge in PeNng in den letzten Wochen, die zur Absetzung des jungen KütserS, wenn nicht gar zu deffeu Tode führten, werden jetzt nach und nach Ein- zelheiten bekannt, die den Staatsstreich der Kaiserin-Wittwe etwa- näher erläutern. Dem Kaiser waren In der letzten Zeit hauptsächlich durch den Besuch des Prinzen Heinrich, offenbar die Augen etwas aufgegangen, und er beging nun den Fehler, die Einführung von Reformen, die in einem fo verrosteten Staatswesen nur langsam und allmählich vor fich gehen konnte, zu überstürzen, sodaß da« ganze Reich gleichsam auf den Kopf gestellt erschien. So schrieb z. B. die „Peking and Tientfin Time-", der Kaiser könne eS gar nicht abwarten, seine Pläne auSgeführt zu sehen- er hätte deshalb befohlen, sämmtliche Tempel im ganzen Reiche für Schulzwecke zu benutzen. Da- ist nun zwar auch sonst schon oft vor» gekommen, aber während die Literaten nicht- dagegen haben, daß in den Tempeln die Vorschriften der alten Weisen gelehrt werden, muhte doch ein darin abgehaltener Unterricht in den „Wiffenschaften de- Westens" bei ihnen viel böses Blut machen. Der „North China Herald" giebt ferner an, der Kaiser habe bekannt gemacht, btt den alle drei Jahre in der Hauptstadt abgehaltenen Prüfungen für den dritten ltte» rarischeu Grad wolle er in Zukunft nicht nur immer zugegen fein, sondern auch selbst die Aufgaben bestimmen, damit er fich überzeugen könne, ob feine Verfügungen ordentlich auS- geführt würden. Die bisher in ganz China so hochgeachtete Schönschreibekunst solle bet den Pekinger Prüsungen wegfallen, da ihr kein innerer Werth beiläge. Der Kaiser selbst soll eines Tages in europäischer Tracht erschienen sein. Die Ankunst des MarqutS Ito wnrde dahin auSgelegt, daß von nun an Japan einen starken Einfluß auf die kaiserliche Politik autüben werde. Die Kaiserin-Wittwe, die stets von Allem unterrichtet war, was in der Residenz vorgiug, handelte wunderbar schnell. Ehe die Bevölkerung von Peking noch wußte, daß die Kaiserin den Sommerpalast verlassen hatte, war der Kaiser schon unter Curatel gestellt, die Kaiserin« Wittwe al- Regentin an seine Stelle getreten. Kang Yamet, der Rathgeber de- Herrscher-, war vorsichtigerweise schon zwei Tage vorher, aus direkte Warnung de- Kaiser-, entflohen. — Vorsichtsmaßregeln trifft man in der Süd» afrikanischen Republik. Der Bolk-raad von Transvaal erörterte am Dien-tag den Entwurf eines Militärgesetzes, das Transvaal uud den Oranjefreistaat verpflichtet, fich tm Falle eine- Angriffs von Außen gegenseitig militärischen Beistand zu leisten. General Joubert, der dir An« nähme der Maßregel warm besürwortete, sagte, Niemand könne wiffen, welche Verlegenheiten der Republik in naher Zukunft harren. Der Raad beschloß, daS Gesetz zeitweilig in Kraft zu setzen uud deffeu volle Erwägung einstweilen zu vertagen. DaS Vorgehen deS VolkSraadS werde der Befürchtung zugefchrieben, daß Verwickelungen aus der Dela- goabai-Angelegeuheit entstehen können. Auch heißt eS, daß fich die Eingeborenen im Norden Transvaals mit aller Macht zum Kampfe rüsten. Alle Wege feien von bewaffneten Kaffem besetzt, daS ganze Gebiet ist des Nacht- von Wacht- feuern erhellt. Cooates rsnd provinzielles» Gießen, 6. Oktober 1898. • • Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog empfingen am 5. Oktober u. A. den Culurtospector v. Boehm er vvu Friedberg, den Miuisterialseeretär Gläsfiug, den Pfarrer Schwabe von Rödgen. ♦ * Militärisches. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 5. Oktober den Großherzoglichen Generalmajor ä la suite Freiherrn Gedult v. Jungenfeld, in Anerkennung der Allerhöchstseinen Vorfahren geleisteten guten Dienste, heute, als am 70. Jahrestage seine- Diensteintritts, zum Generallieutenant ä la suite zu ernennen geruht. * • MUilardieustuachrichte«. Befördert wurden die Ober- ärzte der Landwehr ersten Aufgebot-: Dr. Beherle, Dr. Machrnhauer vom Landwehrbezirk I Darmstadt, Dr. Soengen vom Landwehrbezirk Mainz zu Stabsärzten. • *p. Stadttheater. Das Streben der Directon, in Volksvorstellungeu mit ermäßigten Preisen klassische Stücke auch breiteren Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen, verdient uneingeschränkt Lob und Anerkennung. Gestern Abend bezeugte daS Publikum für daS Entgegen» kommen dadurch ein richtiges Berständuiß, daß eS zahlreich erschien nnd bi» -um Schluffe in seinem Beisall unermüdlich blieb. Namentlich war die Schuljugend stark vertreten. Da- kann nicht Wunder nehmen, denn es wurde ja „Wilhelm Tell", daS ewtg-jnuge Drama unseres großen Dichters gegeben. Jeder verständige wird es billigen, daß einzelne ©eenen de» breit angelegten Werke- ganz wegfielen, andere stark verkürzt wurden. Denn trotzdem boten fich an unserer kleinen Bühne der Regte noch mannigfache Schwierigkeiten, namentlich wa- die Verwendung der Dekorationen anbetrifft. Da- Zusammenspiel befriedigte, doch kam e- häufig vor, daß einzelne Personen im Dialog an unrechter Stelle eiufielen. Die wesenlichsteu Eigenschaften deS Titelhelden: Thatkraft, Schlichtheit, Natürlichkeit, zärtliche Baterliebe brachte Herr Hubert Dietz sch gut zur Anschauung. Auch dir Erscheinung entsprach ungefähr dem Bilde, da- man fich von dem Schweizer Freiheit-Helden zu machen gewohnt ist. Bon den drei Führern deS RütlibundeS zeichnete fich Herr Werner al- Arnold von Melchthal durch warme Empfindung und Leidenschaftlichkeit au-. Leider überhastete er an einzelnen Stellen feine Rede zum Schaden der Deutlichkeit. Karl Walter war ein mannhafter, verständiger Stauffacher, ver* hielt sich aber oft, besonder- bei dem Schmerze Melchthal« zu theiluahmlo-. Herr Helm war al- Walter Fürst mit dem Wortlaut seiner Rolle zu wenig vertrant- in seinem Munde waren die Schiller'schen Verse mitunter kaum noch erkennbar. Die übrigen Landleute gaben in ihren kleineren Rollen zu Bemerkungen keinen Anlaß. Der gemeinsame Feind aller, der tyrannische Reichsvogt Geßler, wurde von Herrn Liebscher wirkungsvoll verkörpert. Doch wäre tu der Apfelschußsceue statt der lebhaften WuthauSbrüche der schneidende Ton kalter Bosheit und bitteren Hohne- mehr angebracht gewesen. Recht ergreifend wurde von Herrn Neumann die Sterbesceue de- prophetisch in die Zukunft blickenden Freiherrn von Attinghausev gespielt. Sein Neffe, Ulrich von Rüden-, (Herr Köhler) war im Ganzen au seinem Platze, hätte aber in Haltung, Bewegungen und Klang de- Organ- etwa- Feinere- haben müffeu. Entschieden überlegen war ihm in dieser Hinsicht seine Partnerin Antonie Rux als Berthl. von Bruneck. Stattlich, aneifernd und beherzt erschien Frau Helm als Gertrud, während Fräulein Bartholdy deu Tou ängstlicher Liebe, der Tells Gattin Hedwig eigen ist, gut zu treffen wußte. Da- richtige Maß in leidenschaftlicher Verzweiflung hielt Frl. Würdig al- Armgard in Spiel und Ausdruck ein. Auch dem Geschwister- Pärchen Frida und Reinhard Helm wurde mit Recht besonder- von Kinderhänden reichlicher Beifall zu Theil. — Im Ganzen läßt fich wohl sagen: Die Künstler haben durch diese Tellaufführuug deu Beweis erbracht, daß fie sähig find, eruste und große Ausgaben zu lösen. Mau darf deshalb der Wiedergabe der auderen iu Au-ficht gestellten klasfischcn Stücke mit vertrauen entgegeusehen. ♦ * Etadttheater. Eine- der iutereffantesteu Bühneuwerke Ludwig Fulda-, da- dramatische Märchen „Der Talisman", geht tm hiesigen Stadttheater am Freitag de« 7. d. MtS. erstmalig in Scene. „Der Talisman" war bekanntlich s. Z. für den Schillerpreis in Vorschlag gebracht worden. Diese Thatsache dürste am besten für deu bedeutenden literarischen Werth der Novität sprechen. Festlichkeit. Wie alljährlich, hielt am letzten Souutag Abend der Gießener Friseurgehilfeu - Verein im Hotel „Einhorn" eine Abev dir nt er halt trug ab, die sich eine» sehr zahlreichen Besuches erfreute und, durch treffliche Reden und humoristische Vorträge gewürzt, aus- Schönste verlief. DaS Theaterstück „Er muß taub sein" wurde voa allen Darstellern flott gespielt. Der darauf folgende Ball hielt die Anwesenden bi» zur frühen Morgenstunde beisammen. • • Wetterbericht. Zwischen zwei Gebieten relativ niedere« Drucke- über dem äußersten Nordosten und Südwesteu zieht sich heute ein intensive- Maximum über die britischen Inseln, die Nordsee und Deutschland südostwärts bis gegen da» Schwarze Meer. Unter der Herrschaft de- hohen Druck:» ist die Witterung auf unserem Gebiete theil- heiter, theil» nebelig. Die Temperaturen find wenig verändert. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer der bestehenden. Witterung. - p. Muschenheim, 5. Oktober. Am 27. September fand hier die Gemeiuderath-wahl statt. Die drei au«» scheidenden Herren Gemeinderath-mitglieder Conrad Reis, Heinr. Seipp und Hetnr. Engel wurden mit 65 Stimmen einstimmig wiedergewählt. Gewiß ein Beweis, dah die ®e* meinde mit den Herren in ihrem Amte zufrieden war. Lehrerheim Vogelsberg, 2. Oktober. Am gestrige« Samstag, den 1. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, fand hier bei ziemlich starker Betheiligung die4.Hauptverfammluug des Verein» „Lehrerheim" stätt. Der Vorsitzende, Herr Linck Rudingshain, begrüßte die anwefenden Mitglieder and Gäste, gedachte in ehrender Weise der beiden verstorbenen, höchst verdienstvollen Vorstandsmitglieder Sparkafferechner Karl Glock-Schotten und Director Fiedler-Darmstadt, und schloß mit einem herzlich aufgenommenen Hoch auf den hohe« Protector de» Vereins, Se. Großh. Hoheit den Prinzen Wilhelm von Heffev. Die Versammlung beschloß die Absendung eine» Telegramms an denselben im Wortlaut: „Die heutige 4. Hauptversammlung des Lehrerheims Vogelsberg entbietet Euer Großh. Hoheit ehrerbietigsten Gruß mit der Versicherung treuester Ergebenheit"- worauf die Antwort einltef: „Herzlichen Dank für freundliche Begrüßung. Prinz Wilhelm." — Au» dem Rechenschaft-bericht pro 1897/98 entnehmen wir: Die Mitgliederzahl beträgt am Ende de» GefchäftsjahreS 800- der Besuch war in diesem Jahre ein durchau» befriedigender und hat wiederum den Bewet» abgegeben, daß daS Lehrerhetm seinem Zweck entspricht. Die Wafferleimvg hat während der Saison vollständig genügt, und nur nach den abnorm trockenen Monaten mußte am Schluffe des Monat» September etwa» Waffer zugefahrea werden. Die von dem Verein tm vorigen Jahre arrangtrte Berloosnng zur Deckung der Kosten für die Wasserleitung hat einen Reingewinn von 4000 Mk. ergeben. Der Rechnungsabschluß zeigt eine Einnahme von 18036,51 Mk. und Hqutbirten Au-ständen von 1127 Mk., zus. 19153,51 Mk. und eine Ausgabe von 15749,67 Mk., sodaß ein Urberschuß von 2286,84 Mk. ev. 3413,84 Mk. fich ergiebt. Da- Er» gebniß der Rechnung ist ein recht erfreuliche», da hieran» etne wesentlich bessere Fundirung des Unternehmen» erhellt. Die anfrage de» Herrn Reallehrer» Kaßlick-Darmstadt, wieweit die Verbindlichkeit deS Mitgliedes reiche, wurde dahin beantwortet, daß solche fich lediglich auf den Vereinsbeitrag beschränke. Der Antrag deS Oberlehrers BackeS-Darmstadt: „ES ist die Abtragung der auf den Gebäuden ruhenden Schuld ins Auge zu faffeu", wurde von demselben dahin begründet, daß man den Vorstand ermächtigen wöge, mit einem Geldinstitut in Verbindung zu treten, um das Darleihen durch Amortisation in einer bestimmten Zeit zu tilgen; sodann den Vorstand zu beauftragen, für die Hauptversammlung deS nächsten Jahre» eine Aenderung deS § 3 der Satzungen zu beantragen, dahingehend: den vis zum 1. Ociober 1899 beigetreteneu Mitgliedern wird die Weiter» zahlung eine» Jahresbeitrag» von 50 Pfg. empfohlen- die nach diesem Zeitpunkte beitretenden Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag von 1 Mk. Die Versammlung stimmte dem bei. Der weitere Antrag von Oberlehrer Backe»: ,ES ist die Erweiterung der Logirräume geboten", wurde damit begründet, daß in diesem Sommer recht viele Lehrer nicht hätten ausgenommen werden können, da da» Haus oft überbesetzt gewesen sei. Eine leichte Sommerwohnung würde diesem Uebelstaude abhelfen. Man sprach fich vor der Hand noch nicht für Einrichtung einer derartigen Erweiterung au«. Der letzte Antrag: „Eine Aenderung in der Preisliste für die Besucher herbeizuführen", wurde von dem Antragsteller zurückgezogen. An Stelle der durch Tod ausgeschiedene» zwei BorstaudSmitglieder wurden die Herren Deru'Nieder-Ohmen und Emmerich. Eschollbrücken gewählt. Vor Schluß der Verhandlungen brachte Herr Oberlehrer BackeS-Darmstadt in herzlicher Weise den Dank zum A«S- MR°D‘lfenib CO1) Du 5? 81l«e hl. A1 »4 W •Uftft Mita *88»»«^ J® $nllQil« ww Hot 6„ L?*8 Br°-t !ül btt teieu. PHfyn. 1 “® it|tnt tun» lJ,D'8tnln im '"»US ab, Ht sich ®‘i M taflet S' !»!' S«i°!>. ud Irin" toMbt voa dnaus jolgtnbt M ötastllllbt billommto. ’lettn ttlotib Qltbtrtn uad Sabwrstrrizitht dir britisch» Jllsrlv, !rtS bis gtgtn bol des hohra Drucke» thetlS hrittr, thrii» oig DnMrt. — dauer btt besteheuten 21. Teyimbtr sand M. Die drei aut- lieber Soorad Reif, rdru mit 65 Stiumea Betvri», bah die St- zusriebeu tvar. ober. Aw gestrigm ig» 2 Uhr, saob hier illptvrrsamwluoi )er Borfitzeobe, Herr (»bin Milgiieber anb f beiden tzerstorbeoeu, eder Sparkaflere^uer rbltt'Darmfiabt, und a Hoch auf bin hoh» Hoheit bin WB beschloß blt Äb* x toWW. «Die hmiM WM tiatzrn Gruh mir der woraus die Antwort 4« **% JÄ »bericht pro beträgt an Sude beb • in biesev Jahre ein >ernw den Beweib-' gtned entspricht. De Sn voWbig S-aüS'' Monaten «u6lt fl® -a» Wasser W* l ta Jahre aw* dieWafferl« .eben. ftr«** 18036,51 Mk- “ ‘ * 19153/6 •A^gi ä* ■»«'S.# •JS^S °“d „'«tuii*1 für V» Ts 3 W »1-1«* llleW" „MWi * 60 ft » SB«8*m W16 1 ft”?!!.’ b«®*: „ Od-'»i" ,-bM' W» Ä " -rach"^ Dank druck, de« die hessischen Lehrer den warmen Freunden jenseits des Oeeaos, in Amerika für das anerkeonevßwerrhe Interesse, welches fie für unser Lehrerhet« bekundet hätten, und forderte die Versammlung auf, ein herzliches Hoch den guten Freunden jenseits des Oceaus auszubriugeu, deren Vertreter in der Person des Herrn David Stein ja zur Freude aller Anwesenden sich gegenwärtig finde. Nachdem noch der fürsorglichen Thättgkeit der Pächterin, Frl. Weisenbach, in gebührend anerkannter Weise gedacht worden war, schloß der Vorfitzeode die Versammlung mit dem Wunsche: „Auf frohes Wiedersehen im kommenden Jahr!* G. Alsfeld, 5. October. Der Lavdwirthschaftliche Pro- viuzialveretn von Oberhefien hatte in den Jahren 1896 und 1897 in 16 Gemeinden des höheren Vogelsbergs versuche Über die verbefierung der Hntweiden begonnen und hierfür co. 8000 Mk. ausgewendet. Die Ergebnisse dieser versuche find nach de« vorliegenden Bericht des betr. Kultur- technikers so außerordentlich günstige, indem sie das aufgewendete Kapital mit über 20 Procent verzinsen, daß der Verein auf Anregung des Präfidenten, Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach, in diesem Jahre 18000 «t in feinen Voranschlag eingesetzt hat, um diese Hntweiden- Meliorationen im größeren Maß durchzuführeu. Nach den j'tzt vorliegenden Voranschlägen werden in diesem Jahre solche Meliorationen durchgeführt in Dirlammen, Ilbeshausen, Vaitshain, Helpershain, Rebgeshain, Gedern, Herchenhain, Oberseemen, volkarlshatn, Metzlos, Metzlos-Gehaag, Radmühl, Salz und Wallenrod mit einem gesammten Flächengehalt von 175 Morgen. Da die Voranschläge von dem Präfidenten schon genehmigt find, so wird mit der Ausführung jetzt begonnen werden. Da auch die Großh. Regierung für den oberen Vogelsberg jetzt einen großen allgemeinen Meliorationsplan ausarbeiten läßt und Vorarbeiten hierzu schon getroffen find, so ist endlich zu hoffen, daß die Bodenwelioration im Vogelsberg jetzt rascher Fortschritte macht. Friedberg, 5. October. Hier tobt der Kampf nm die Gemeinderathswahlen diesmal mit ungewohnter Heftigkeit. Es handelt fich außer um Durchführung wichtiger Projecte für Friedberg auch um Einführung der Städte- ordnung nach Ablauf der Dienstzeit des jetzigen Bürgermeisters Steivhäußer. Offenbach, 7. October. Das so oft gerügte und anscheinend doch nicht auszurottende Schnellfahren der Radfahrer hat gestern Abend schweres Leid über die Familie des Arbeiter» Haupt in der Rohrstraße gebracht. Das 11jährige Töchterchen desselben wollte gestern Abend, etwa lxjt Uhr, vor dem Hause de« Huthänblers Laut den Fahrdamm pasfiren, als der von der Arbeit kommende Sohn | de« Wirthe« St mit seinem Fahrrad ohne Laterne und, wie Augenzeugen behaupten, in sehr flottem Tempo heran kam. Das Rad warf das Kind mit solcher Wucht zu Boden, daß es sich nicht mehr zu erheben vermochte, und der Nadler selbst stürzte mit seinem Rade über das Mädchen hin. Man brachte dann das bewußtlose Kind in den Laden des Herrn Laut, woselbst zunächst nur äußere, unbedeutende Verletzungen am > Kopf und an einem Arm festgestellt werden konnten, e» war indessen doch nach dem Zustand des Kindes auch kaum zweifelhaft, daß dasselbe schwere innere Verletzungen davongetragen habe, und ein herbeigeholte Arzt glaubte dann auch eine Gehirnerschütterung constattren zu müßen. Das Kind wurde dann in die elterliche Wohnung gebracht und hier ist es kurz vor 11 Uhr gestern Abend gestorben. Der Radfahrer, der fich übrigens nach dem Unfall um das Kind bemühte und selbst mit zu den Eltern desselben ging, ist vor'äufig in Haft genommen und die Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden. Zwingenberg, 5. Oktober. Das Prostet der Erbauung einer Bergbahn von hier auf den Meltbokus ist der Verwirklichung nähergerückt. Geh. Baurath Prof. Landsberg und Regierungsdaumeister Lorey haben nämlich beim Großh. Ministerium um die Genehmigung zur Vornahme der erforderlichen Vorarbeiten nachgesucht, und der Plan der pro- jecttrten Bahn ist jetzt an die Bürgermeisterei Zwingenberg gelangt mit der Aufforderung, Einficht zu nehmen und zugleich zu berichten, durch welche Gemarkungen die Bahn gehen wird. So viel aus dem Plane zu ersehen, soll die Bahn in de« Stationsgebäude Zwingenberg ihren Ausgangspunkt nehmen und über die Orbtshöhe nach dem Meltbokus führen. tzeppeuhei«, 4. October. In der Nacht von Freitag auf SamStag find hier zwei tm Alter von 15 und 16 Jahren stehende Burschen spurlos verschwunden. Siner der selben — der jüngere — hat seinem Vater etwa 5000 Mk. entwendet und den anderen als Reisebegleiter mitgenommen. Die Auswanderungslnstigen sollen in der Nacht zu Faß nach Bensheim gegangen sein und nach den bis jetzt bekannt gewordenen Feststellungen daselbst B-llets nach Straßburg I. E. gelöst haben. Alle nach den deutschen Ausschiffungsdäsrn gerichteten Telegramme haben keinen Anhalt über die Reise- rtchtnng ergeben. Heppenheim a. b. W., 5. October. Der vor Jahresfrist von Offenbach befertirte und daraus wegen Lustmords verhaftete Soldat Weygand, deffen Elterw hier wohnen, ist gestern Abend wieder in unserem Dorfe gesehen worden, was unter der hiesigen Einwohnerschaft große Aufregung hervorries. Schon vor längerer Zeit war Weygand von der Militärbehörde zur Begutachtung seines geistigen Zustandes der Landes - Irrenanstalt zu Heppenheim a. d. L. überwiesen und dasejbst als geistesgestört befunden worden. Da der Verbrecher in Harxheim (bayerische Pfalz) geboren ist, so wurde er vor einigen Wochen an Bayern ausgeliefert und zunächst in Frankenthal untcrgebracht. Von da aus gelang es ihm zu entfliehen und hierher zu kommen. Den ganzen heutigen Tag entroidelte die Gensdarmerie einen regen Eifer, den gefährlichen Menschen, der fich vermukhlich in einem Versteck noch hier aushält, wieder einzufangen; doch sind alle Bemühungen von dieser Sette bis jetzt erfolglos geblieben. A Main», 5. October. Anfangs December nächsthin finden die Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenversammlung hier statt, bei welchen 19 Mitglieder neu zu wählen find. Während die bürgerlichen Parteien fich bezüglich dieser Wahlen noch kaum geregt haben, entwickeln die Socialdemokraten schon seit Wochen eine sehr rege Thätigkeit, indem fie häufig kleinere Bezirksversammlungen abhalten und sich jetzt schon um die geeigneten Eandidaten bewerben. Gegenwärtig sind in dem Stadtverordneten-Collegium schon einige Socialdemokraten, und gibt man fich in deren Kreisen allen Ernstes der Hoffnung hin, bet den bevorstehenden Wahlen die Zahl der socialdemokretischen Stadtverordneten derart zu vermehren, daß man einen entscheidenden Einfluß in der städtischen Verwaltung erhält. Ja einer Besprechung der bevorstehenden Wahlen drückt das htefige Organ der Centrums» Partei, da« „Mainzer Journal", die Befürchtung aus, daß unter Umständen die Socialdemokrateu bet der diesmaligen Wahl zur stärksten und maßgebenden Partei auf dem Stadtbaus emporstetgen würden. Uns erscheint diese Befürchtung etwas übertrieben. Mainz, 5. October. In Weisenau hat in der letzten Nacht von 3 bi« 5 Uhr ein gefährlicher Einbrecher, der angeblich 1874 in Barr in Elsaß geborene Taglöhner Siebenborn, nahezu da« ganze Dorf auf die Beine gebracht und in Aufregung versetzt. Der Mensch versuchte zuerst im Langenthal in ein Wohnhaus einzubrechen. Schon hatte er seine Schuhe ausgezogen und fich bi» in den zweiten Stock geschlichen, als man seine Anwesenheit merkte und ihn verjagte. Darauf versuchte er Einbrüche in der Mittelgaffe und auf dem Schulplatze. Man war aber schon hinter ihm her und Hunderte von Menschen standen vor dem Hause am Schul- platze, in das man ihn sich batte einschleichen gesehen. Es war dies etwa um 3 Uhr. Im zweiten Stockwerk bekamen ihn die nachdringenden Polizeidiener Mertes und Anstatt zu Gesicht. Aber ehe fie ihn faffen konnten, war der Kerl auf das Dach geklettert und sprang von da aus in den Hof. Mit verletztem Bein, -erschundenem Kinn und blutenden Verletzungen am Kopse blieb er liegen, konnte dann gefaßt und in die Arrestzelle im Spritzenhause gebracht werden. Dort begann aber der Einbrecher von Neuem seine Gewaltthätigkeiten. Es gelang ihm, das Schloß der Zellenthüre zu sprengen und auf den Speicher zu dringen, wo er sich in eine Kammer einschloß. In der Kammer standen mehrere leere Flaschen, mit denen er fich das besondere Vergnügen bereitete, die vor dem Spritzenhause stehenden Leute zu bombardiren. Die Polizeidiener mußten die Kammerthüre erst sprengen, um zu dem Gewaltthätigen gelangen zu können. Beim Eindringen wurden fie auch mit leeren Flaschen empfangen, die der Än- brecher gegen sie warf. Dann aber ergriff der Kerl einen Rahmenschenkel von einem Meter Länge und zehn Zentimeter Dicke und drang damit auf die Beamten ein. Die Letzteren überwältigten ihn jedoch und brachten ihn bann, ba für ben gemeingefährlichen Menschen in Weisenau kein geeignet sicheres Arrestlocal mehr vorhonben war, gegen 5 Uhr hierher auf den 2. Bezirk, wo er, nachdem er erst tm Spitale verbunden worden war, in einer sehr sicheren Arrestzelle untergebracht wurde. Heute Morgen holten ihn die vorgenannten Weisenauer Polizeidiener dort ab und lieferten ihn ins Provinzial-Arrest- Haus ein, wo man den Burschen in gehörige Obhut nehmen wirb. Er hatte bei seiner Festnahme Uhr unb Gelb bei fich. (Mainz. Anz.) Aus ter »eit für die -eit. vor 227 Jahren, am 7. Oclvber 1571, errang Karls V. natürlicher Sohn, Don Juan d'Sustria, in der Seeschlacht von Lepauto über die Türken einen glorreichen Sieg, der jedoch ohne anderes Resultat blieb, al« daß die türkische Flotte vernichtet wurde. Die geschwächte Pforte fand später Zeit, fich von diesen Verlusten zu erholen und die christlichen Länder von Neuem mit ihrer despotischen Herrschaft zu erdrücken. D ermifd? t Uhr. Bemerk. Während der Wintermorurte beginnt der Morgengotreddienst am Sabdath nm 9 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Deligionsgesellschast. Samstag den 8. und Sonntag den 9. October 1898: Lchlußfest und tsesetzedfreude. k Borabend Uhr, vormittag- 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr. 2- Dag. Vorabend 6» Uhr, vormittag- 8 Uhr, Nachmittags 4 Ubr, Festeöauögana 6* Uhr. WochengottcSdlcnft Morgen- 7 Ubr, Abend- Uhr. Pertetyr, taut, uwb Volftwirtbicbah „ ^October^ Fruchtmarkt. Rother Wei»., "'28, weißer Weizen X 00.00, ttxe X 10.50, »erst« X 0.00, Hat er X 6.32. Neueste Nachrichten. Depesche» des Bureau .Herolds Betlie, 6. Oktober. Heute wird fich der Bundesrath nach seiner Vertagung wieder zur ersten Plenarfitzung versammeln. Berlin, 6. October. Die erste Confer enz der preußischen Univtrsitäts-Rectoren tritt heute im Eultus-Mioisterium unter dem Vorfitz deS Ministers Dr. Bosse zusammen. Zur Besprechung gelangen dürften, der „National- Zeitung" zufolge, die Durchführung der Besoldungs-Reform der Universitäts-Professoren, die Frage über Stundung unb Erlaß des Vorlesungs-Honorar-, das Frauen-Studium und die Veranstaltung von volksthümlichen Hochschnl-Eursen. Die Conferenz wird drei Tage dauern. Berlin, 6. Oktober. Dem „Berl. Tagebl." wirb au« London gemeldet: Nach einer Shanghaier Drahtung ist der unter japanischer Flagge fahrende frühere Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Lübeck" auf der Reise von Japan nach Formosa im letzten Taifun untergegangen. An Bord befanden sich 70 Personen. Wien, 6 Oktober. Sämmtliche Blätter besprechen dir Ernennung Dip au l iS zum Handelsminister und bezeichnen diese Ernennung nicht nur als einen Beweis des abgeschlossenen Bunde- zwischen der Regierung und der Rechten, sondern auch als eine entschiedene Krtegs-Erklärung an die gesammte Linke, vor Allem an die deutsche. Brüssel, 6. Oktober. Die Mißwirthschaft, welche feit einiger Zeit tm hiesigen Krieg-mtnistertum herrscht, veranlaßte den obersten Befehlshaber der Miliz-Truppen, zu demtssiontren. Wie verlautet, werden infolgedessen zahlreiche Miliz-Offiziere ihren Dienst quittiren. Es wird übrigens noch eine Interpellation Über diese Angelegenheit bet ber nächsten Lawmersttzung eingebracht werben. Paris, 6. Oktober. Neuerlich verlautet, bie militärische Uatersuchung gegen Picquart sollte bi- nach bet Entscheidung deS CaffatiouShofeS in der RevtfionSfrage, von welcher der Fall Picquart nicht zu trennen fei, vertagt werden. Die Untersuchung gegen Esterhazy in der Angelegenheit der Berufungsklage seine- Vetter- Christian wird ausgenommen werden, sobald Christian sein Klagebegehren durch einige nothweudige Angaben ergänzt hat. Zum Referenten in ber Dreyfus-Sache am Cassation-Hofe wurde Accartas ernannt. Die durch Forichon's Ernennung zum Präfidenten deS Apell- hofeS erledigte Stelle am Caffattonshofe erhielt Labordä, einer der drei Justiz-Mintstertal-Beamten, die in der Revifions-Cowmisston für die Revifion gestimmt haben. Paris, 6. October. Das belgische Blait ^Reform", welche« in Drehsns-freundlichen Versammlungen verkauft wurde, ist wegen eine« die fravzöflicheu Armeesührer beleidigenden Artikels confiscirt wordea. Paris, 6 October. Die unter dem Befehl des Lieutenant- Glorie stehenden belgischen Truppen haben am 17. Juni die Aufständischen in Batelilas geschlagen. London, 6. October. ^Morntng Post" meldet ans Berlin, daß der Vertrag über dteDelagoa-Bai seine Richtigkeit habe und am 15. Oktober definitiv abgeschlossen werde. London, 6. Oktober. ^Datly Mail" berichtet, General Kitchener sei, als er in Faschoda eintraf, von franzöfischen und fingalefischen Truppen mit Gewehrfener empfangen rrorden. Die Singalesen schossen auf zwei englische Kanonenboote, die fie für mit Derwtichen besetzte Dampfer hielten. D-r Jrrthum wurde bald erkannt. Beim Einzug In die Stadt fand Kitchener die franzöfischen Truppen in Schlachtlinie auf* gestellt. New sjoik, 6. Oktober. Infolge eine-heftigen Orkans im Staate Georgia find über 100 Personen getödtet worden. Die Baumwollernte ist vollständig vernichtet- viele Schiffe find gescheitert. Milch nicht zuträglich. Dann versuchen Sie dieselbe mit etwas Mondamin von Brown und Polson ca. zehn Minuten gekocht. Nehmm Sie nur soviel Mondamin, daß die Milch ciemcertig wird. Die durch Ntondamtn erlangte leichte Verdaulichkeit der so nahrhaiten Milch ist von der, Herren Aerzten anerkannt. 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Großen-Buseck, am 5. October 1898. Die Beerdigung findet Freitag den 7. October, Nachmittags um 2 Uhr, statt. 9913 Jür Schneider. Tüchtige Arbeiter in und außer der Werkstatt gesucht von 9923 Georg Pfaff. Section Giessen. D. Oe. A. V. 8906 Sonntag den 9. Oct.r Tour VI: Ostheim —Wernborn- Usingen-Cransberg— Winlerstein—Friedbg. Ab 6« Uhr früh Sonntagsbillet Nauheim. Marschzeit 6'/, Stunden- Hochachtend Ferdinand Schupp, neuen Windhof. Giessener Anzeigers Giessen * Schulstrasse 7 9920] Ein Pferd, 4 jähriger schwarzbrauner Wallach, gesund und fehlerfrei, elegante Figur, ein- und zweispännig gefahren, sowie neues Geschirr uni)1 eine Halbverdeck» Chaise, zusammen oder getrennt, preiswerth zu verkaufen. Zu erfragen in Großen-Buseck bei Zimmermeister Dort, 1 Tr. DOOOOOOOOOOOO 9926] Ein Wormser und zwei Brauerei Röhrle Restauration. Täglich warmes Frühstück nach Auswahl. Mittagstisch von 60 Pfg. an und höher. gesucht. Hch. Wiun, Frankfurterstr. 9919] Ein Pferdeknecht gesucht. 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