N uub )en?n ober kann, was om 3 mit tz der > Der* m die - um io ge« erung m die t,toie- i Der- ie um irben! 6972 finden. 4t al« bpe_ 4£(jß maschinell Maschinen. gntu 1 »ranco. S Br* Lenaburg, m. ^ager. [443 alter mtg 13. Sü!ö i M' M M10 gt September »w- ohne Wj - tönigr-u- Lu ira - " ** 8* 300.9° 13^ iosÄ^ Staat* Südbah" ,ardbahn- ,SWlon ; HeM - BTOCto«1- Ä.iOO- Ä100 -Biden- Ä’* «».iss» S** •f-i» bach^ v» g «S h°>'7-zlO «10 «;7 *fb W 131.^ D »’ 'S Zß 83.60 J, Nr. 209 Erstes Blatt. Mittwoch den 7. September 1808 frhfidnt täflfi» mH Lu-nahm, bc» Montags Die Girtzmrr BemlfteelfltUr »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal deigeiegt. Gießener Anzeiger N,»u--»ret, vierteljödrHch 2 Marl 20 P«g monatlich 75 Wi- mit fringtrlobn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pi». ^'.cNeljLhrltch. Inoatzm« »•■ li|tigtn zu der Nachmittag» für den ßdiyiiidii Za» erlcheinenden Nummer bi» Borat. 10 Uhr. Keneral-Mi^eiger Alle Anzeigen-BermiNlung-stellen bei In. und ÄnllanM nehmen Anzeigen für >en Vießener Anzeiger mtgeg,» Zlnrts- und Airzeigeblatt fiw den ICreis Gieren. Brtarrt—, Expedition und Zcn*Tri: >4«r0r«|< Mr. 1. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Fernsprecher Nr. 51, Deutschland und England. Der Hauptfehler, welchen die britischen Staatsmänner in den letzten Jahrzehnten begangen haben, ist der, daß sie ihr Vaterland völlig isolirten, und wenn heute jenseits des Kanals darüber Klage geführt wird, daß die Macht mit) der Einfluß des britischen Reichs im Schwinden begriffen lieb, so ist da» dem Umstande zuzuschretben, daß man in London den richtigen Moment verpaßt hat, geeigneten Anschluß an eine andere Großmacht zu suchen. Al» die drei mitteleuropäischen Mächte sich zum Dreibund vereinigten, da wäre e» vielleicht für England Zeit gewesen, zu sagen: „Ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der — Vierte." Denn e» läßt sich nicht ableugnen, daß damals der Dreibund gegründet wurde gegen Rußland und Frankreich bezw. gegen eine Vereinigung dieser beiden Staaten zu dem Zwecke, den europäischen Frieden zu stören. Vielleicht wäre zu jener Zeit den Dreibundmächten die Allianz mit der ersten Seemacht der Welt gar nicht ungelegen gewesen. Aber — wie schon oben gesagt — der richtige Augenblick war verpaßt, und den Schaden davon hat England gehabt. Wir brauchen gar nicht auf die vielen Mißerfolge seiner auswärtigen Politik hinzuweisen, die Dhatsachen sind bekannt und sprechen eine beredte Sprache. Al» der spanisch-amerikanische Krieg begann, da gab e» ein Liebäugeln zwischen London und Washington, aber die versuchte Annäherung der beiden Reiche scheint ohne practische Folgen geblieben zu sein. Jetzt mit einem Male bringt die englische Preffe die Meldung, zwischen Deutschland urb England habe sich eine Annäherung vollzogen, deren palittsche Folgen gar nicht abzusehen seien. Die gewagtesten Schlüffe werden au» dem Umstande gezogen, daß der deutsche Botschafter in London Graf Hatzfeldt mit dem englischen Lu»wärtigen Amte lebhafte Conferenzen gehabt hat. In England steht die Nachricht von einem Uebereinkommen mit Deutschland im Vordergründe de» Jntereffes und wird von btr gelammten Preffe erörtert. Um so bedauerlicher ist e» bo natürlich, daß noch jede offizielle Mittheilung fehlt und daß somit den Combinationen weite Grenzen gelaffen find. Son Änzelsragen, über die ein Einverständniß erzielt worden ist. bi» zu einem vollständigen Schutz- und Trutzbündniß beibet Staaten versteigen sich die Vermuthungen, die in England an die Unterredungen der Staatsmänner geknüpft werben. Die Zett, zu welcher die Beziehungen zwischen Deutsche lanb und dem britischen Reiche nicht die besten waren, ist nach nicht lange her, und zumal auf wirthschaftlichem Gebiete mir eine Verstimmung eingetreten, welche unauSgleichbar schien. Die Kündigung des englisch-deutschen Handelsvertrags tarn so unerwartet, daß darin ebenfalls eine gegen Deutsch- la.itb gerichtete Spitze gefunden werden konnte, und auch sonst m-aren auf politischem Gebiete Mißhelligkeiten vorhanden, milche ihren Ausgang nahmen von dem Telegramm des A üfers an den Präsidenten von Transvaal anläßlich des räuberischen Einfalls Dr. Jamesons und seiner Genoffen in bü! südafrikanische Republik. Wenn England jetzt das Be- SLrfniß hat, uns näher zu treten, so muß vor Allem erwartet »»erden, daß e» mit aufrichtigem Herzen kommt, ohne Hinter- sanken und Sondergelüste. Ist dies der Fall, so kann es ms nur ein angenehmer Bundesgenoffe sein, der ein gut Z)dl beizutragen vermag zur Erhaltung des Weltfrieden». Vorläufig ist, wie schon oben gesagt, über dm Inhalt « angeblichen Abmachungen zwischen England und Deutsch- liib nichts bekannt, es ist deshalb auch überflüsfig, schon -erte lange Commentare an da» Ereigniß zu knüpfen. Aber bh au» London gekommene Meldung ist doch so intereffant, '«3 wir sie nicht unerwähnt lasten wollen. Wir werden sptter darauf zurückkommen. (xx) Panama. Corneliu» Herz hat sein Dalein beendet, der famose Ittou fitzt hinter den schwedischen Gardinen, und die übrigen Wellen Panamisten hat mehr oder weniger die irdische Hirechtigkeit ereilt, aber darum ist da» Panama in Frank- :eich noch nicht zu Ende, e» treibt vielmehr immer weitere blüthen, wie wir an der Entwickelung der Dreyfu»-Affaire lautlich wahrnehmen können. So unscheinbar begann der kcoceß gegen dm Ercapttän, daß Niemand die Folgen hätte ihren können. Daß die an dem militärischen Frankreich iefvnder» interessirten Mächte 'ihre Kundschafter unterhaltm, tut strategische Geheimniste kennen zu lernen, ist gar nicht tosregend und wird auch wohl von keinem Staate in Abrede lef.eCt werden. Die französische Regierung weiß das am Seien, wie ja die Kieler Spionage-Affaire und die mehrfachen Spionen-Prozeffe, die in den Reichslanden ihren Ursprung hatten, zur Evidenz zeigten. Und daß schließlich die Bestechung Erfolg hat, daß der Capitän Dreyfu» derselben zum Opfer gefallen wäre, brauchte auch nicht alle Welt in Bewegung zu setzen. Es waren die Nebenumstände, welche so große» Aufsehen verursachten. Die Familie Dreyfu« war sehr begütert, und e» lag für den objectiv Nrtheilenden überhaupt kein Grund vor, au» welchem der Capitän den Verrath hätte begehen können. Außerdem wurde der ganze Proceß so ge- heimnißvoll betrieben, daß die Neugierde dec Unbetheiligten berechtigt erschien, den Schleier gelüftet zu sehen; und schließlich fehlte e» nicht an mehr ober minber deutlichen Hinweisen, daß die deutsche bezw. die italienische Regierung die Auftrag- geber Dreyfu»' gewesen seien. Dadurch wurde der französische Chauvinismus angefacht, und bitterer Groll wandte sich dem Verräther zu, dessen tragisches Geschick sonst wohl das Mitgefühl wachgerufen haben würde. Seit mehreren Jahren steht nun schon die Dreyfu»- Affaire im Vordergründe des Interesses, und sie hat uns einen Einblick in Verhältnisse gewährt, deren Existenz man für unmöglich gehalten hätte. Schon die Thatsache, daß das Drey- fus-KriegSgericht nicht streng legal vorgegangen ist, muß befremdlich erscheinen. Daß nun aber immer weitere Personen in den Kreis derer gezogen werden, die an der Vergewaltigung Theil genommen haben, und daß dieser Kreis sich in immer höhere Regionen erstreckt, wirft ein erschreckendes Bild auf die Zustände im heutigen Frankreich. Wie kann es die Regierung noch über sich gewinnen, den Schleier ungelüstet zu lasten, der über die Dreyfu» Affaire ausgebreitet ist. Ist der Grund, aus welchem der Generalstabschef Boisdeffre zurückgetreten ist, triftig? Oder aber ist auch dieser höchste französische Offizier tiefer in die Angelegenheit verwickelt? General Gonse, welcher in dem Dreyfus-Proceß ebenfalls eine wichtige Rolle spielte, ist an die Grenze versetzt worden in dem Augenblick, als Oberst Henry entlarvt wurde, und es verlautet, daß der ganze Generalstab reconstruirt werden soll. Man kann es dem Zaren wirklich nicht verdenken, wenn er fich mehr und mehr von feinem Alliirten abwendet, denn es muß nicht angenehm fein, einen Staat zum Bundes- genoffen zu haben, besten neuere Geschichte ein Panama ohne Ende bildet. (xx) Deutsches Reich. Darmstadt, 5. September. Aus Jagdschloß Wolf»- garten, 4. September, wird der „Darwst. Ztg." belichtet: Ihre Königlichen Hoheiten der Gr oh Herzog und die Großherzogin besuchten um 10 Uhr den Gottesdienst in Langen. Vorher, um 9 Uhr, brachte der Geiaugverein ^Frohsinn" von Langen ein Ständchen und Nachmittag» 2 Uhr die Mufik der Freiwilligen Feuerwehr von Egelsbach. Der Königlich Großbritonische Geschäftsträger Mr. Buchanan und Lady Georgine Buchanan, sowie Seine Hohett Prinz Albert von Holstein und Graf Lovyah kamen Nachmittags zum Besuche und blieben zum Abeudesten. Berlin, 5. September. Vom Kaisermanöver. Am SamStag Abend sand tu Hannover aus dem Friederiken- Platze vor dem Schlöffe Zapfenstreich statt. 1500 Musiker, von Mannschaften, welche Magnefiuwfack:ln trugen, begleitet, zogen vom Waterloo-Platze her vor daS Schloß. Die Majestäten und die anwesenden höchsten Herrschaften erschienen auf dem großen Balkon de» Schloße». Die Musikstücke wurden unter der Lattung de» Armee Mufikiusplzienten Roßberg vorgetragen. Der Platz, welcher durch Scheinwerfer erleuchtet war, war von einer dichtgedrängten Menschenmenge besetzt. Der Kaiser und die Kaiserin find mit Gefolge am Montag Vormittag 91/, Uhr mit Sonderzug in Minden ein- getroffen. Am Bahnhof hatten fich zum Empfange eingefunden der Oberpräfident Studt, RegierungSpräfident v. Bischoffs- bansen sowie der Landrath Boste. Vom Bahnhöfe fuhren Ihre Majestäten, mit einer Eskorte des Magdeburgischen Husaren-RegimentS Nr. 10, durch die reichen Festschmuck tragende Stadt nach dem Paradefelde. In den Straßen bildeten Schulen und Vereine, die freiwillige Feuerwehr, sowie daS Bürgerbotaillon mit den Stadtosfizieren Spalier. Ihre Majestäten wurden von der Einwohnerschaft und der zahlreich auS der Umgegend heröeigeströmten, theilweise in ihre Nationaltracht gekleideten Bevölkerung mit Jabel be- grüßt. Am Weserthore, vor der am Eingang zur Altstadt errichteten Ehrenpforte, hatten bei dem Standbild deS Großen Kurfürsten de» Bildhauer» Sretzichmar die städtischen Behörden, die Geistlichkett sowie eine Reihe Ehrenjungfrauen fich zur Begrüßung aufgestellt. Oberbürgermeister Bleek gab in einer Ansprache der Freude Ausdruck, daß die Stadt als erste in Westfalen das Saiserpaar begrüßen dürfe. Sr erinnerte daran, daß die Stadt seit 250 Jahren dem branden- bnrgssch-preuhischen Staate angehöre. Die Stadt habe dankbar im Gedächtuiß, waS fie den Hohenzollern verdanke. Redner wies auf da» Standbild des Großen Kurfürsten hin und gelobte unwandelbare Treue. Der Kaiser erwiderte hierauf etwa Folgendes: Er habe mit lebhafter Befriedigung und aufrichtigem Danke vernommen, daß die Bürgerschaft au» eigener Initiative da» große Werk fördern wolle, da» er im Sinn habe, und in patriotischer Weise die Hälfte der auf Westfalen kommenden Kosten übernommen habe. Die Stadt habe damit bewiesen, daß sie wohl wisse, wo ihre Zukunft liege. Ihm habe bei dem großen Werke selbstverständlich auch da» Wohl Minden» am Herzen gelegen. Sein hoher Ahn und vorfahre, dessen Standbild die Stadt aufgestellt habe, sei Derjenige, dessen Regierungr-Maximen er fich am meisten zum Vorbild genommen habe- er hoffe, daß die nächsten 250 Jahre die Stadt Minden weiter in ihrer Entwicklung fördern werden. — lieber die Reden de» Kaiser» inHannover berichtet der Telegraph noch Folgende»: Bei der Tasel im Ständehau» erwiderte der Kaiser auf den Trinkspruch de» Grafen zu Inn und Knypphausen Folgendes: „Meine Herren! Ich danke Ihnen von Herzen für die Gesinnung, die Mir durch den Mund Ihre» Vorsitzenden in so herrlicher Rede soeben entgegengeklungen ist. Ich danke Ihnen zugleich im Namen der Kaiserin für den Empfang und die Einladung zum heutigen Tage. Mit Freuden erfüllt es Un», wenn Wir unter den Vertretern des friesischen und niedersächsischen Stamme» un» bewegen können, diesen Repräsentanten unserer kerndeutschesten Stämme. Wer in den Äugen von Menschen zu lesen versteht, — Ich glaube, Ich kann da», — der wirb finden, wie warm und herzlich, wie offen, ehrlich und un- gemacht die Sympathie de» Volke» Un» entgegenschlägt bet Alt und Jung- und da» ist der schönste Lohn, der einem Monarchen und einer Kaiserin werden kann. Sie haben freundlichst einen Zug gestreift, für dessen Erwähnung Ich Ihnen dankbar bin. Sie können fich verfichert halten, baß bet der Erinnerung an Meine große, unvergeßliche Urgroßmutter, die Königin Luise, Ich damals auch der hohen, schwergeprüften Frau gedacht habe und Mir ein wahres HerzenSbedürfniß und eine Beruhigung für Meine Seele war, als Ich wußte, daß Ich ihr eine Freude bereiten konnte, und Ihre Majestät hat die Gnade gehabt, Mir durch lieber» fenbung eines wundervollen Bildnisses Meiner hochseligen Frau Urgroßmutter zu danken. Hier aber an dieser Stelle fordere ich Sie auf, mit Mir daS Glas zu erheben und auf da» Wohl der von Mir heißgeliebten Provinz zu trinken, deren Blühen und Gedeihen Mir stets am Herzen liegen wird und für die Ich Meine ganze Kraft einsetzen werde. Die Provinz Hannover Hurrah, Hurrah, Hurrah!" Berlin, 5. September. Zu einer überraschenden und eigenartigen Kundgebung von politischer Bedeutung hat fich der Kaiser gestern anläßlich deS FeldgotteSdienfteS in Hannover veranlaßt gesehen. Der Gottesdienst fand auf dem Platze an der Waterloosäule statt. Gleichzeitig war die Nachricht von dem Siege der Engländer bei Omdurman und der Einnahme von Chartum etngetroffen. Dem Eindruck dieser Nachricht uud den durch die Umgebung geweckten Erinnerungen gab der Kaiser durch eine Ansprache an die Truppen Ausdruck. ES wird darüber berichtet: Der Altar war auf einem Podest an der Waterloosäule errichtet und mit militärischen Emblemen und Lorbeerbäumen geschmückt. Um 11'/. Uhr erschien der Kaiser und nahm nach Begrüßung der anmeieuben Fürstlichkeiten vor dem Zelte Aufstellung, daS neben der Waterloosänle errichtet war. Da» Gefolge, die fremben Attaches, sowie die Geistlichen beider Eonfeffwnen hatten fich neben dem Zette aufgestellt. Divisionspfarrer Delbrück hielt die Liturgie, Militäroberpfarrer Rocholl die Predigt. Sodann hielt der Kaiser eine Ansprache, in welcher er darauf htnwieS, daß angesichts der Waterloosäule die Truppen auf historischem Boden ständen. Der Monarch erinnerte an die Waffenbrüderschaft der Engländer und der Deutschen bei Waterloo. Die englische Armee habe soeben vor wenigen Stunden in Afrika einen Sieg über einen viel stärkeren Feind erungen. Der Kaiser forderte die Truppen auf, in ein Hoch auf die Königin von England einzustimmen. — Ein wettere» Telegramm auS London besagt: Nach einer Meldung der „Times" au» Kairo ist bei der dortigen britischen diplomattschen Agentur gestern folgende» Telegramm Sr. Majestät de» deutschen Kaisers etagegangen: „Ich bin aufrichtig erfreut, meine Glückwünsche auSsprecheu zu können de- „Echo de erklärte, das Schuld bei Aufregung tm Prozeffe» ein« U Vor86^ Schlacht d der zwar die Russen in Ort und Verwund würben faß ober bet Verb zum Pfarrverwalter daselbst. *» Postperfonaluachrichte». versetzt find: der Postasfisteut Jeglinger von Büdingen nach Gonsenheim unter Ernennung zum Postverwalter - der Postverwalter Weber von Gonsen- heim nach Büdingen unter Ernennung zum Ober.Postasfisteuten. Angenommen find: al- Postanwärter der Wachtmeister Lind in Mainz- ol- Postagevtin die Wtttwe Meiskt in Stock« Hausen (Heffen). In den Ruhestand tritt der Postrath Rudloff 4tt Darmstadt. Freiwillig an-geschieden ist der Poftagent Oestreich in Stockhausen (Heffen). Gestorben ist der Postmeister i. R. Luckhard in Gießen. *• Stenographie. Wie auS dem heutigen Jnseratenthett ersichtlich ist, eröffnet die Stenographen-Gesellschaft Gabels« bager am Donnerstag den 8. d. Mts. in ihrem Vereins« local, Restauration Feidel (Zur Bavaria), einen Anfänger« CurS in der deutschen Einheitsstenographie, System Gabels« Hülfe, Förderung und Bewahrung augedriheu zu lasten. Wir empfehlen Ihnen, die etwa aus Ihren Gemeinden in das Ausland gehenden Mädchen und Frauen in dem Sinne des WarnungsrufeS zu berathen und sie auf die darin angegebenen Adresten, wo dies räthltch erscheint, aufmerksam zu machen. Der genannte „WarnungSruf" hat folgenden Wortlaut: „Großen Gefahren find alle diejenigen Mädchen und Frauen ausgesetzt, welche ohne sorgfältigste Prüfung eine Stellung irn Auslände, insbesondere in überseeischen Ländern auvehmen - statt des ehrbaren Unterkommens, da- sie suchen, wird nur allzu oft elende Gefangenschaft in schlechten Häuser», Schande, Jammer und Elend ihr LooS! Mit teuflischer List suchen schändliche Mädcheuhändler überall Opfer zu erlangen, die sie bann elend in den Häusern der Schande zu Grunde gehen lasten. Bor Allem ist keiner auch noch so unauffälligen Anzeige, in der eine gute Stellung im Ausland augeboteu wird, auch keiner Heirathsaunonce nach dem An-laud zn trauen, selbst wenn sie von den besten und weitgelesensteu öffentlichen Bättern gebracht werden. Denn gerade die Anbietung solcher guten Stellen ist einer der häufigsten Kunstgriffe, welche die an vielen Orten Deutschlands vorhandenen Agenten aus« ländischer wohlorganifirter Kupplerbandeu anweudeu, um junge Mädchen und einzelnstehende Frauen zur Auswanderung zu verführen. Sie scheuen sich sogar nicht, sich mtt ihren Opfern zu verloben, ja selbst sie zu hetratheo, wenn sie nicht auf andere Weise Gewalt über sie erlangen können. Sind aber erst solche Uuglückltcheu in dem auswärtigen Hafen augelaugt, dann ist es allermeist für Hülfe zu spät- nach kurzer Zeit gelangen fie, an Leib und See vergiftet, vorzeitig gealtert, siech und hilflos in die Spitäler, wo fie, unterdrückt, verfolgt, verlaffeu, verachtet, ohne Familie, ohne Freuvde, ohne Liebe und ohne Tröstungen aus Gottes Wort tm Elend da« sterben. Auf- Dringendste warnen wir deßhalb die Frauenwelt, irgend eine Stellung im Au-land auzuuehmen, ohne zuvor sorgfältig und gewistrnhaft Erkundigungen eingezogen zu haben. — Da Private Empfehlungen, Zeugniste und ähnliche Papiere nicht selten gefälscht find, so wende mau fich in jedem Fall au eine der deutschen evaugel.AuSwanderungScommisfioneu, deren Adreffeu find: in Bremen Pastor Cuntz, Rolondstr. 1, und in Hamburg Pastor Müller, Amfiukstr. 15. — So dank« bar es anzuerkenueu ist, daß die deutsche Retch-regierung stets ein wachsames Auge hat auf den Handel mit deutschen Mädchen und Frauen und demselben überall, wo er fich zeigt, rücksichtslos eutgegentritt, so gilt eß doch vor Allem, vorbeugend sich selbst zu schützen. Ist es in der Heimath uuterlaffen worden, rechtzeitig Erkundigung einzuzieheu, so darf als letzte Vorsichtsmaßregel nicht versäumt werden, daß mau fich nach Landung in den Hafeuorten zuerst und sofort au die bezeichnete Adreffe wendet, um erst von da au- nach Empfang günstiger Auskunft die Stelle anzutreteu. Habt also Acht, ihr Mädchen und Frauen unseres Volkes, uud höret auf die warnende Stimme Derer, die es mit Euch wohl meinen! Berlin, im Juni 1898. Det Centralausschuß für die Janne Mission." *♦ Wetterbericht. Die Herrschaft des barometrischen Maximums dauert fortgesetzt an uud beschränkt fich der niedne Druck auf den Osten des Erdtheils. Die Witterung auf unserem Gebiete ist allenthalben ruhig uud trocken, die Be« wölkung jedoch eine ungleichmäßige. Die Temperaturen zeigen von Westen her wieder eine stärkere Zunahme. — Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeinen heiteres uud etwas wärmeres Wetter. zu dem herrlichen Siege von Omdurman, der endlich des armen GordouS Tod rächt." Dies sei der erste Glückwunsch, der aus Europa eingegangen sei. Dieses Telegramm besprechend, fagen die „Times", die Botschaft des deutschen Kaisers, welcher mit gewohnter freundlicher Schnelligkeit seine Glückwünsche übermittelte, drückte unzweifelhaft das Gefühl aus, da- die Brust der meisten Engländer erfüllt, daß Gordon endlich gerächt sei. „Daily Chroniele" sagt unter Bezug« nähme auf da- Hoch, welches Se. Majestät der deutsche Kaiser gestern nach dem Feldgotte-dieuste in Hannover auf Ihre Majestät die Königin Victoria ausgebracht hat, der Kaiser gebe seiner Anerkennung für die Erfolge militärischer Unternehmungen immer schnell und in hochherziger Weise Ausdruck. Berlin, 6. September. Vorbereitung von Handelsverträgen. Zu ihrer letzten Mittheilung über die Zolltarifarbeiten stellen die „v. P. N." ergänzend fest, daß es fich in der jetzigen Zeit natürlich noch nicht um den eigent« lichen Zolltarif, d. h. die Gesammtheit der Positionen mit den Zollsätzen handeln kann. Es handle sich lediglich um das sogenannte Zolltarifgerippe, um das Tarifschema, um den Text der einzelnen Positionen ohne die Zollsätze. Natürlich ist auch dieses Gerippe von höchster Bedeutung für die Zollpolitik, weil von seiner Gliederung für die einzelnen Waareu« gattungen viel abhängt. Zunächst wird der Vorentwurf zu dem Tariftexte, wie man die in Rede stehende Arbeit noch bezeichnen muß, den einzelnen Bundesregierungen, sowie den in Betracht kommenden preußischen ReffortS zur Aeußeruug überwiesen und dann erst au die interesfirten Sachverständigen * dm rlodknltv ihr fd)3nti G° zu w n vier Übetlebent gearbeitet h°" lesun- einer gvommen, auf Diejenigen freundlich grda, und Decan L He Theiinahl weiteren Reden -Kalter und Leit sicher auf eine, in b« Dsen Wchung an Lchttl htberma Pfarrer Gerha' Dörte. Möge N üi Zulunst Hanse walten m lichen Se-ent 1 K. W Lourad ml '.inen Wazen1 lontab uud f kamen mehrer und die Ehrll schwer verletz •M.P. für die »en heltiich 150 Rücksicht an verkehr ist, Lokalzone v Tatze find I Frankreich 1 Devartemeu 160 URL c «II100 ai Ortljtitje, WNl) 4 280 W, $ ««», In lit, Mta, ita WtoMtan Mb, ‘‘«»«IN 7?"Sder°ß S *'■ I«. J« man nQj Ä eine 57 M für bekommen, ^sprach * 8«ti Jwia-b z. herangezogen werden. Berlin, 5. September. Zu dem Buch von Moritz Busch schreibt jetzt die „Bost. Ztg.": „Unser Leipziger Correspondent berichtete uns vor einigen Tagen nach der Mittbriluna eines Augenzeugen, daß da- Mauuseript des ----------- , . , - • . Herrn Moritz Buschs Buch „Bismarck und sein Werk" mit I berger. Wir verfehlen nicht, auf diesen CurS aufmerksam zu I Anmerkungen uud Ergänzungen von Bismarcks eigener Hand I machen. I versehen sei. Jetzt theilt unS der betr. Augenzeuge selbst I ' Abgesturzt. Gestern Nachmittag gegeni 2 Uhr stürzte mit, daß seine Worte mißverstanden sein müßten. WaS l der Dachdeckermeister KaSpar Müller von dem oberen I er gesagt, habe fich nicht auf Busch- Buch „Bismarck und I Stock des neuerbanien Schwesternhauses herunter und zwar I hin8 W?rk"/ sondern auf frühere Veröffentlichungen BuschS von Gerüst zu Gerüst. Die äußeren Verletzungen find>uu- bezogen." I bedeutend, dagegen klagt der Verletzte über Schmerzen im I — Laut telegraphischer Meldung de- Gouverneurs au- I Rückgrat. An dem Unfall soll Niemand die Schuld tragen, I Kiautschou hat am 2. d. MtS. die Erklärung des Kiaut« I da Müller von der Bohle ausgeglitten ist- ] schou-Gebietes zum Freihafen ftattgefnnden. Die Vergebung I Kaminbrand. Gestern Abend entstand in einem Hanse von Land wird noch im Laufe des Monats September durch | in der Bachgasse dahier ein Kaminbrand, welcher von I Ausschreibung erfolgen. Kaminfegermeister Rupp alsbald gelöscht wurde. Schaden — AuS Leipzig, 4. September, schreibt man: Der I ist keiner entstanden. k I erste Spatenstich zum Völkerschlachts-Denkmal wird am * Diebstahl. Eine in die hiefige Entbindungsanstalt 18. October in feierlicher Weise in Gegenwart der höchsten I aufgenornmene frühere Dienstmagd verübte in genannter Behörden und zahlreicher Vereine gethan werden. — Anläß- I Anstalt einen Wäschediebstahl. Anzeige wurde erhoben. I lich des Ablebens des Fürsten Bismarck werden die 64 Städte I * Etteit. In vergangener Nacht entstand in einer Sachsens, deren gemeinsamer Ehrenbürger der Fürst war, Wirthschaft in der Kaplan-gaffe wiederholt zwischen den Gasten I dem Verblichenen gelegentlich der Beisetzung im Friedrichs« I Streit, worauf der Hauptrauflustige vor die Thür geietzt ruher Mausoleum eine gemeinsame Ehrung veranstalten. — I wurde. Hier schlug derselbe dem Wirth mehrere Fenster- Die Stadtver-rdnetenversawmlung von Treuen hat es mit I scheiben ein und verursachte großen Menschenauflauf. A I 11 gegen 6 Stimmen abgelehnt, einen städtischen Beitrag der Krakehler verhaftet werden sollte, leistete er den Schutz« zur Errichtung eines Bismarck Denkmals zu bewilligen, weil I leuten energischen Widerstand, wobei er namentlich durch da-, wie der Herausgeber der deutsch-freifinnigen „Nach- I Treten und Schlagen thätlich wurde. richten für Treuen" ausführte, gleichbedeutend sei mit der I * Sachbeschädigung. In der Nacht vom 4. aus ben Hineintragung von Politik in den Stadtgrmetnderath. Die I 5. l. Mts. wurde von ruchloser Hand an einer am Bieber- Denkmalsangelegenhett sei eine reine Prtvatsache. 1 thalbahnhof (Station Gießen) stehenden Lokomotive daS Köln, 5. September. Die „Köln. Ztg." meldet aus I Wasserstands glas entzwei Sachlagen, sodaß die Hongkong: Unter der Flagge der kubanischen Aufständischen I Maschine am nächsten Tag nicht in Betrieb gesetzt werden seien zur Unterstützung des Aufstandes zwei Schiffe nach I konnte. ' dm Philippinen ausgelaufen. I ** Der 14. Deutsche Congreß für Kuabeu-Handarbett zn ----- — I Dresden. Der feit dem Jahre I88I in« Leden gerufene SUlsUmbo I Deutsche Verein für Knaben-Handarbeit übernimmt es bereit« Mailand, 5. September. Graf Toruielle, der ita« I zum 14. Male, eine allgemeine öffentliche Versammlung feiner lienische Botschafter in Paris, kam gestern Bormittag nuS I Freunde und Förderer zu veranstalten, diesmal in Dresden, Paris nach Luzern, wo er am Bahnhofe vom Minister de« I der für Alle so wohlgelegenen, schönen Hauptstadt des freund Auswärtigen, Canevaro, empfangen wurde. Beide hatten I lichen Sachsenlande-. Aus dem reichen ^"^bprogamm eine dreistündige Unterredung, bei welcher die Abrüstung». I entnehmen wir: Samstag l. Oe ober Früh 8 /, Uhr Ber Vorschläge des Zaren, sowie die italienisch-franzöfischen Be- I Handlungen in der Aula der höheren Töchterschule Zinzen- Hebungen besprochen wurden. dorferstraße 15. I. Die Reorganisation de« deutschen Der« Paris, 5. September. Ministerpräfident Briffon hat I ein- für Knabenhandarbeit vom Borfitzenden v. Tchenckendorff- für heute große Vorsichtsmaßregeln getroffen, damit! Görlitz. 2. Einiges zur Methodik der nicht etwa na««> JE'1"' 'UM, ftkk ' <**Ä; * 818 Na ’ ii, f| W ®wnbt gtbtü WtnffintgeniE 16 Wbotko tohl » ‘raute’ * SfstAltcha ‘‘Mbhtiiu^oHn 'grifft/ 6tld)t h. :atB Agenten am* uuvevdw, um jnn|l 8n6»aubtiung '4 «itthmOpsm °‘n° fit nicht u| Sm°. Stob abu W hasru cuizttovp, vach tarier ßa vorzeitig gtaltni, '/ mititbiüit, tn- ohne Fuurdt, ob» Bort im Tlmb k> kbhaib bk Fraut» aNMhlUtll, ohv! igungen dagegen AtaMt unb ib» bt man fich in jtbti itunjScomm^oni! innig, Rvianbfir. 1, fir. 15. - So bei 14t Rtichtteziu-: panbtl mit btui'h irall, toonfichsch. ir Alltrn, borbtuje! Hkivath nnttrkfia itn, |o btrfali liyi , bah mau sich ui iofott an bk h;ni- aul nach 8* i. Habt alle Ik ü, uub höret ui* H 6ad) woh/ meine M M bk 3°°- M ^axomttnr. i)täntt fich btr dito Dk ffllturani < unb trocken, bk » titrnpctatoitoitiF *• - •°*2 ntn htittrelnubM ttiib onl «88^° 116 bkl*16®*! ->» 1« to™'! w M* *> w«*nyt Nfi« ®“[.’ "S t i° w ? •u M vanlvar i- Ul)t )ntn tzttvih i«l w tytu W®» W «i"h ^58UÖ0, , tssr on ianS‘ D(t,c i«”Ä M* rt -*fi J.S-ÄS L.S- - ’h io s-> Tw®**.’S halvlU » 2 ja 8; 8 3«“* * , btltU Jn. , “„ M 11* 11« ‘“„eil * '"V S-:F Fcstgerneinbe, in gemeinsamem Zuge durch die mit Land- gewlnden, Blumen und Fahnen gezierten Straßen des Ortes in die festlich geschmückte Kirche. Rührend mar es, an der Spitze des Zuges die alten ehrwürdigen Handwerksmeister schreiten zu sehen, welche vor Zeiten das Gotteshaus er» richten geholfen hatten, unter ihnen einen 87jährlgen Greis. Der Festpredigt lag Hebräer: 13,8 zu Grunde, das Wort: »Jesu« LhrtstuS, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit." — verschönt wurde der Gottesdienst durch die Mitwirkung der beiden hiesigen Gesangvereine. Nach dem Festgottesdienste vereinigte noch ein gemeinsames Mahl eine stattliche Anzahl der Festtheiluehmer im hiesigen „Rittersaale". DaS Hoch auf De. Maj. den Kaiser und De. König!. Hoheit den Grotzherzog brachte der OrtSgeistliche, Herr Pfarrer Haacke, auS. Herr Bürgermeister Krämer widmete lern Andenken derer, welche vor 50 Jahren der Gemeinde ihr schönes Gotteshaus erbauen liehen und erbauten, einige zu Herzen gehende Worte und brachte ein Hoch aus auf die vier überlebenden Meister, welche damals an der Kirche mitgearbeitet hotten, worauf Herr Pfarrer Haacke nach Verlesung einer Anzahl von Glückwunschschreiben und Tele- g ammeu, welche dem Kirchenvorstande zugegangen waren, onf Diejenigen toastete, welche aus der Ferne, der Gemeinde freundlich gedacht hatten — wie die Herren Prälat Habicht und Decan Wahl — oder ihr Interesse durch persöu- '.tche Theiluahme an der Feier bekundet hatten. Unter weiteren Reden folgte auch noch ein Toast auf die Veranstalter und Leiter deS gegenwärtigen schönen Festes und ein solcher auf einen Mann, der 38 Jahre unter Gottes Segen .n der hiesigen Gemeinde gewirkt hatte, leider an voller Detheiltgung am Feste durch Kranksein verhindert ist, Herrn Lehrer Habermann. Deiner Heimathgeweinde widmete Herr Pfarrer Gerhard aus Fürth t. O. von Herzen kommende Worte. Möge Gottes Gnade und Treue, wie bisher, so auch in Zukunst über der Gemeinde und ihrem schönen Gotte«- hause walten und auS letzterem ein reicher Brunrqutll göttlichen SearnS in die Herzen sich ergiehen. K Blofeld. 2. September. Der Landwirth Wilhelm Lonrad von hier hatte in der Nachbargemarkung Bingenheim einen Wagen Getreide geholt. Auf dem Heimweg fetzten sich Bontab und feine Frau auf den hochgeladenen Wagen. ES kamen mehrere Garden InS Rutschen, die Pferde gingen durch unb die Eheleute stürzten von dem Wagen ab und wurden schwer verletzt. Au» ter Zeit für die Zelt. Vor 86 Jahren, am 7. September 1812, fand die mörderische Schlacht von Borodtno an der Moskwa statt, in btr zwar die Franzosen die Wahlstalt behaupteten, aber die Hüffen in Ordnung abziehen lasten mußten, lieber 70 000 Tobte und Verwundete deckten das Schlachtfeld. Die Verwundeten Durden fast sämmtlich das Opfer der Kälte, des Hungers oder der Verblutung. Dtrmifdyie». * M.P.C. Im Reichspopgebiet beträgt die JahreSgebühr für die Benutzung des Telephons im Ortsverkehr ein- peitllch 150 Mk. bis zu 5 Kilometer Anschlußlänge ohne Rücksicht auf die OrtSgrenze. Der Dotz für den Fern« »irkehr ist, gleichfalls einheitlich, auf eine Mark mit einer Lskalzone von 25 Pfg. bis zu 50 Kilometer bemessen. Die Sätze sind billiger als in den meisten anderen Ländern. In Frankreich beträgt die JahreSgebühr für Parts 320, für die Departements bei unterirdischer Führung 240, bet oberirdischer L50 Mk. In Städten unter 25,000 Einwohnern mit weniger ul« 100 Anschlüssen 120 beim. 80 Mk. stets nur bis zur OrtSgrenze. In Großbritanuieu: Für London (Privat- I iellschaft) 400 Mk. - für Orte mit Staatsbetrieb 160 bis 2*80 Mk. In Oesterreich: für toten 160 Mk. bis 2 Kilo- rietet, in kleineren Orten 80 Mk. und Erstattung der An- legtfoflen. In Holland: für Rotterdam (städtifche Ber- eiltung) einmalige Kosten 34 Mk., Jahresvergütungen für Lrivatwohnungen 112 M!., für Geschäfte 153 Mk. B.lligere Gebühren stellen einige skandinavische Orte (außer Kopen- b igen) unb nämentlich Schweden. In dem letzteren sind für t'in Anschluß eine einmalige Zahlung von 56 Mk. und eine x-hreSvergütung von 56 Mk. für GeschäftSanschlüste unb von ti) Mk. für Pridatwohnuugtn zu entrichten. In der Schmelz I# man nach mehrfachem Wechsel des Systems auf die Er- l'ibung emet festen JahreSgebühr von 80 Mk. für daS erste, Mk. für da- zweite, 32 Mk. für die ferneren Jahre I -kommen. Daneben tst eine Gebühr von 4 Pfg. für jedes Seipräch zu zahlen. Auch in Frankreich ist In neuerer Zeit de Zahlung einer festen JahreSgebühr von 40 Mk. unter Entrichtung einer Gebühr von 20 Pfg. für jedes Gespräch ssultaio zugelaflen. Für den Fernverkehr find überall Anneutarise In Anwendung. Die ErhebungSsätze find: In Frankreich bis 25 Kilometer — 20 Pfg., von 25 bis 100 Kilometer ----- 40 Pfg. und weiter für je 100 Kilometer 40 Pfg. «ehr, in Großbritannien bis 40 Kilometer — 25 Pfg., weiter bis 80 Kilometer — 50 Pfg., bis 120 Kilometer — 75 Pfg., bis 160 Kilometer — 1 Mk. und darüber für je 64 Kilometer — 50 Pfg. mehr; in Oesterreich bis 50 Kilometer — 48 Pfg., weiter bis 100 Kilometer — 80 Pfg., bis 150 Rtlometer — 1,20 Mk., über 150 Kilometer = 1,60 Mk. I« deutschen Reichspofigebiet ist im Fernverkehr die Gebühr saft überall für ein Gespräch von drei Minuten festgesetzt. * Die größte Röntgen-Anlage der Welt. Einen Apparat zu Versuchen mit electrischer Kraft von unerhörter Starke hat — nämlich in Amerika — Prof. Trowbridge an der Harvard-Universität hergestellt, die hauptsächlich dazu benutzt werden soll, die durchdringende Kraft der X-Strahlen weiter, al» es bisher möglich war, zu prüfen. Der Apparat besteht aus einer Reihe von 120 Leydener Flaschen, die von einer Accumulatoren - Batterie von 10000 Plante-Zellen gespeist wird. Die für die Versuche erforderliche Spannung soll 2*/, .Millionen Volt erreichen. Es wird berichtet, daß mit dieser Riesenanlage bereit« Röntgen'sche Strahlen erzeugt wurden, die so außerordentlich waren, daß sie nicht nur da« Fleisch, sondern auch die Knochen unb Bänder (?) de« menschlichen Körpers durchdrangen. Wahrscheinlich werden mit solchen Anlagen, die allerdings sehr kostspielig find, der Anatomie und Medizin noch ganz neue Enthüllungen durch die Strahlenart bevorstehen. * Äomentbilber aus Spanien. / 'AuS Koruna wird dem „B. L.-A." geschrieben: Bor vier Monaten. Scene am Haien. Mit lustiger Mufik schreiten fröhlich blitzenden Auge- Regimenter junger, kräftiger Soldaten die Hafenstraße hinab zum Anlegeplatz, um auf den großen Dampfern ein» geschifft zu merben. Ganz Torunn ist auf ben Beinen. Eine begeistert tobende Menge umbraust die hoffnungsvollen Krieger, die von Sieg und Ruhm träumen. Bon den dicht besetzten Baitonen winken hellgekleidete, geschmückte Schöne mit ben Taschentüchern den scheidenden Söhnen de- Vaterlandes nach. Und „Viva Espana! Viva Espana!“ ertönt es saft wie ein seierltcher Schwur von allen Lippen. — Jetzt. Scene am Hafen. Schweigend liegt die Straße. Die Fenster der Häuser find geschloffen, die Balkone leer. Wie unter einem dumpfen Druck geht schweigend die spärliche Menge ihre» Wege- daher. Eine emfige, aber schweigsame Thätigkeit entfaltet sich zwischen einem weiter draußen tm Hasen liegenden großen Dampfer und dem Anlegeplatz. Einen nach dem andern schafft man, mit den Armen stützend, auf Bahren bettend, citronen- gelbe, ausgemergelte menschliche Ger'ppe, mit einer Soldateu- Uniform bekleidet, wahre wandelnde Leichname, an« Ufer. Für viele ist das die letzte Anstrengung. Kaum setzen fie den Fuß auf die heimathliche Erde, so brechen fie sür immer zusammen. In Kremsern, Krankenwagen, ans Bahren und Leichenwagen schafft man fie fort — fie, die einst stolz und freudig auszogen und nun für ihr Leben vernichtet zurückk-hren. Wo aber sind die Schönen der Balkon«? Drinnen ruhen fie ober schmücken flch für den Lotillon in der Nacht im Bade- Tafiao. Und die einst begeistert tobende Menge hat Wichtigere« zu thun und zu denken, nämlich sich BtllelS zu besorgen für den Stierkampf am Nachmittag. Sind doch in Toruna die Hauptmatadore versammelt und Ist in Folge deffen ein Fest voller Aufregungen zu erwarten! • Allerlei Farben. „Frau Grün, Sie sehen zu schwarz, wenn Sie behaupten, dieser gelbe Stoff wäre roth, ich laffe mir da« nicht weiß machen." verkehr, Land, nnd volk-wirthschast. Gießen, ß. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wockenmarkt kosteten: Butter per Psd. JL 1.20—1.30, Hühnereier per St. 6—7 2 St. 13—15 H, Enteneier 2 St. 14—15 Gänse- eier per St. 12—00 Käse 1 St. 5—7 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 18 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar 0.60—0.75, Hühner per St. jK 0 85—1.20, Hahnen per Stück JL 0.65—1.00, Enten per St. JL 1.50—1.80, Gänse per Pfund o 00—0.00, Lcksenfleisch per Pfd. 66—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—66 Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 H, Kalbfleisch per Pfd. 60—64 H, Hammelfleisch per Pfd. 80-00 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bis 8.00 JL, Weißkraut per St. 0—00, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—6.00, Milch per Liter 16 Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens biS 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. •rteHre, 3 ©rpt. Frachtpreise, ©rtjen X16 12—1630, Korn X 00,00—00.00, Gerste a 16,00 -00 00. H-ier^l 13,72-17,00, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00,00, Wicken x 00,00, Lein X 00,00, JUrto fleht a 0,00— 000, Heun NI A 21,50—00,00. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeflen am 6. September, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittags: Waffer 15°, Lust 161/,«. Rübsamen'sche Badeanstalt. Ueueste Nachrichten. Depesche» de« Bureau »Herold^. Beriin, 6. September. Die ,Coff. 3tg/ berichtet, daß unserer Lavallerie eine gründliche Reorganlfatlo» bevorstehe. Die bi«herige Organisation soll aufgegeben unb au« den bestehenden 93 fünften Schwadronen 23 neue Regimenter gebildet werden. Darnach würden die Lavallerie- Reglmemer fortan nur au« je vier Schwadronen bestehen. Begründet wird die Reorganisation mit der tactisch angeblich nothwendig gewordenen Aufstellung von Eavallerie-Divifionm schon im Fr»eden«verhältuiß. Breklan, ,6. Siptember. Die Docialdemokraten de« Wahlkreise« Liegnttz-Goldberg-Hahuau deschloffen die selbständige Betheiligung an der Landtag«wahl. tot e« angängiger erscheint, soll für die Freisinnigen gestimmt werdcn. Wien, 6. September. Der Regierung nahestehende Kreise versichern, Graf Thun werde einen letzten Appell an den ReichSrath richten, die Ausgleichsfrage gegenüber ber Obstruktion ruhen zu taffen. Sollte diese Aufforderung wirkungslos bleiben, so werde nicht bloß die sofortige Auflösung des RcichSrathes sondern auch die Vornahme der Neuwahlen noch in diesem Jahre erfolgen unb zwar auf Grund ber octrolrten Wahlordnung, wonach die Vertretung der oppositionellen Deutschen wesentlich herabgemindert mürbe. Prag, 6. September. Zwei Tagelöhner, rnelche eine« Feldhüter in eine Feldhütte etnsperrten unb diese anzündeten, sodaß der Feldhüter verbrannte, mürben vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt. Rom, 6. September. Die Note Murawtews bildet den Gegenstand von Berhandlungeu zwischen dem Batican und den Nuntien. Die Kurie will, daß die Nuntien angesichts der Note des Zaren in geeigneter Weise die Noth- wendigkeit erkennen, baß die Petersburger Lonferenz die Frage der Unabhängigkeit de« heiligen Stuhle« erörtere. Rom, 6. September. In der Nähe von Saserte brach gestern eine heftige Feuersbrunst aus, bet welcher ein Mann, deffen Frau und fünf Kinder verbrannten. Pari«, 6. September. Nach anfänglicher Weigerung hat sich General Zur lind en nun doch bereit finden laßen, das Portefeuille de« Krieges zu übernehmen, nachdem in einer längeren Unterredung mit dem Präfibenten Faure und Briffon feine anfänglichen Bedenken bis zu einem gereiften Grabe zerstreut worben sind. Zurlindens Nachfolger als Gouverneur von Pari« soll General Ehamolue werden. Pari«, 6. September. Die Esterhazy-Preffe ist gegen die Ernennung Zurltnden« zu« Kriegsminister auf« Aeußerstr aufgebracht unb broht, einen Antrag auf Anklage ber Minister in der Kammer einzubringen, weil fie beschuldigt werden, an der Verschwörung de« Dreysu«-Syndicat« theil- genommen zu haben. Paris, 6. September. Der neu ernannte Krieg-Minister, General Zur lind en, wird heute dem um 11 Uhr stattfindenden Mintsterrath beiwohnen. General Zurlindeu hat sich erbeten, bi- dahin da« Dossier de- Dreysu«-Prozeffes studtren zu dürfen. Brüffel, 6. September. Verschiedene Blätter versichern, daß die >chon längst gemeldete Ministerkrisis in den nächsten Tagen zum Ausbruch kommen werde. Loudon, 6. September. ^Daily Mail" berichtet, daß die deutsch englische Allianz thatsächlich unterzeichnet ist fett England sich mit Portugal geeinigt habe, um die Eisenbahnen im Gebiet der Delagoabai zu erhalten. Eecil Rhodes Hobe bereit« Unterhandlungen wegen des Ankauf« dieser Bahnrn angrkoüpsk. London, 6. September. AuSOmdurman wird gemeldet, daß gestern Morgen daselbst die englische Flagge gehißt wurde. Die englischen Truppen versolgen noch immer ben Kalifen. Die übrigen Truppen lagern in ber Nähe deS Ntl, nm au«zuruhen. verschiedene Eavallrrle-Regimentrr waren 48 Stuuben tm Sattel, darunter 14 Stunden im Kampse. General Kitchener hat selbst den Besehl über die den Khalisen versolgenden Truppen übernommen. Der Ge- sammrrufland der Armee ist ein guter. London, 6 September. Nach dem jetzt veröffentlichten Testament Gladstone« hinterließ derselbe außer der Besitzung Hamerden 1 800000 Mark. öbinburg, 5. September. In ganz Süd-Schottland herrscht fett zwei Tagen sehr große Hitze. Mehrere Todesfälle Infolge von Hitzschlag find bereit« vorgekommen. 6imla, 6. September. Aus verschiedenen Distrikten werden neue Erkrankungen an der Pest gemeldet. In Bombay kamen in den letzten Tagen etwa 2000 Erkrankungen vor. ML Schlachthaus. 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Js. in Huugeu statt. — Anmeldungen hierzu sind bis spätestens 9. Leptember an den Unterzeichneten einzure'chen und sind Anmeldeformulare nur von demselben zu beziehen. Hungen, den 4. September 1898. 8844 Per Vorsitzende der Kommission ber PeztrLsthierschan. v. Qveo. MAGGI Ten Hausfrauen tur gefl. Beachtung! 8755 zum Würzen der Suppen, in Original-Fläschchen von 35 Pfa. an bei Chr. Wallenfels, Marktplatz 17. M* Import-Mischa» Tosetii G. m. b. H. CASSEL Na Giwitnb 1 5aspar1 2 Fleischbrühe. 676 3 4. Tosetti-Kaffee-Conserve zu Huugr^ 8554 in zu 4 3 Portugiesen 1887 dlo. 4 für dauernde Beschäftigung. 8840 Brief 8777 Bleichste. 14, III. 00 303.25 Darmst. Bk.-Actien Nedactton: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. 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Eisenbahndirectionsbezirk Frankfurt a. M. Die Ausführung der Erdarbeiten, der! Wegebefeftigungsarbeiten, der Kunstbauten und der Oberbaupacklage für die Nebenbahn Nieder • Gemünden — Nieder- Osteiden (Landesgrenze) soll in 2 Loosen, entweder getrennt oder zusammen, vergeben werden. Loos I, 5,7 km lang, umfaßt 67400 cbm Abtragsbodenmaffe und ca. 1500 cbm Mauerwerk- und Betonfundament. Loos II, 5,2 km lang, umfaßt 83100 cbm Abtragsbodenmaffe (worunter 5300 cbm Fels) und ca. 2900 cbm Mauerwerk und Betonfundament. Bedingungen und Zeichnungen liegen in den Geschäftsräumen der unterzeichneten Eisenbahn-Bauabtheilung vom, 12. September an zur Einsicht offen. Angebotsmuster mit den Bedingungen; können gegen post- und bestellgeldfreie! Einsendung von 3 Mark in Baar (nicht in Briefmarken) von Herrn Betriebs- fecretär Baetz zu Grünberg (Heffen) bezogen werden. Angebote sind in vorschriftsmäßiger Form bis zum 30. September d. I., Vormittags 10 '.Uhr, postfrei bei der unterzeichneten Eisenbahn-Bauabtheilung, woselbst die Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 8850 Grünberg i. Heff., den 3. Sept. 1898. Grotzherzogl. Hessische Eisenbahn- Bauabtheilung. Coursbericht Bon J. Kurz & Co., Giessen, Kahuhosstraße 63. Frankfurter Börse vom 5. September 1898. E. Groß, Maler- u. Weißbindermstr. | 8841] Gesucht wird ein junger Mann als Schreiber. Gesuche mit Zeugnißabschriften und Gehaltsansprüchen sind zu richten an den Bahnverwalter der Bieberthalbahn, Steinstraße 19._____________________ Procent 31/, Deutsche Reicksanl. 3 ‘ Preuß. Consols 37, Gr. Hessische Obl. 4 4 3 3 8851] Erste Hamburger Gesellschaft sucht für die Ginöruchs-AiebKaht- Versicherung Vertretung am dortigen Platze. Günstige Bedingungen und hohe Bezüge. Offerten unter L. 1969 an G. L. Daube u. Co., Hamburg, erbeten.__ Mignon! Krosdorfer Kirchweihe. 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