?!••• ‘ hie, 9 «613 6 e us, i 9er Sonntags). J 42 Neubmto»« hg. 6641 nchk. Mchasten ?ie6s heil zur SweiteMg 0 Mark, für eine nne halbe Teile idrnckerei chfabriken: 1t ß ) Liter. ne ÄedaiUeu. liemehl dver) den ersten Autoritäten ! und ist das beliebteste wngsnrttel für Werne Kranke. ernahrung Schweizennikh- [ernahrung stets zuverlässig- * [ernahrung [ernahrung enommen. ist schned ,j bereiten iViresze'1' in ^dlünoen^ loaej 1860 9? 96 4410 10L$ 10LD° 1887 nie*«. cU »l 1808 Donnerstag den 7. Zuli Erstes Blatt Nr. 156 Gießener Anzeiger General-Weiger Zlnnts- unb 2lnzekgeblcrtt sKv den ICreis Gieszen. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Aezug»prei- viertcljährlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pfg, mit Bringerlohn. Alle Anzeiqen-BerminlungSstellen des In« und Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Norm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitienvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener FamilienbliMer. Adreste für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Thell. Gießen, den 5. Juli 1898. Betreffend: Die Gewerbeaussicht. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «» die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises. Durch die auf Grund der Verordnung vom 15. Juni 1898 erfolgte Neueintbeilung der Gewerbeaufsichtsbezirke ist die „Großh. Gewerbe Jnspection Gießen- gebildet worden mit der Provinz Oberheffen als Amtsbezirk. Da- Büreau der Jnspection befindet sich in Gießen, Westanlage 39. Sie wollen deshalb die bez. Correspondenzen nicht mehr an die Großh. Fabrik-Jnspection Mainz, sondern an Großh. Gewerbe-Jaspectiou Gießen richten und Vorstehende- ortS- üblich bekannt machen. v. Gagern. Bekanntmachung. Es werden für Wagen« und Reiterverkehr polizeilich gesperrt: 1. Die Westaulage entlang der Mädchenschule Freitag den 8. und Samstag den 9. l. Mts. Der Verkehr nach dem Güterbahnhof ist durch die Schanzenstraß e zu letten. 2. Der Seltersweg zwischen Kreuzplatz uud Maigasse von Montag den 11. l. Mts. bis aus Weiteres. Der Verkeyr kenn durch die KaplauS- gaffe, Bahnhofstraße und Lvweogaffe uwgrleitet werden. Gießen, den 6. Juli 1898. GroßherzoglicheS Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Deutsches Reich. Berlin, 5. Juli. An Wahlbeaustandungen wird kein Mangel fein. Vor Allem werden die Socialdemokraten bemüht sein, jede Wahl anzufechten, die nur die geringste Handhabe dazu btetel. So soll u. A. Einspruch gegen die Wahl Rickert» in Danzig erhoben werden, weil der Oberwerftdirector, Capitän z. T. v. Wietersheim in Danzig, die Werftarbeiter ermahnt hatte, „keinem Reich»frind die Stimme Feuilleton. Mirstein und die neue Eisenbahn im Wogelsöerg. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger-.) (Nachdruck verboten.) (Schluß.) M. Recht gut können wir uns noch der Zeiten erinnern, da auf Schloß Btrstein ein beständige» Kommen uud Gehen hoher fürstltcherPersön0chkettenherrschte,öfterretchischeErzherzöge und römische Erzbischöfe einander sozusagen die Thüre in die Hand gaben. Da donnerten nicht nur die Jagdwagen zur „Aurora", dem dreiviertel Stunden entfernt liegenden fürstlichen Jagdschlöße, da war auch in Btrstein selbst ein paar Mal in der Woche Galatasel, zu der fich oft recht iutereffante Persönlichkeiten einfanden, namentlich in den Jahren, al» der Fürst noch parlamentarisch thätig war, und die kleine Capelle sah oftmals Gottesdienste von höchstem kirchlichen Pomp, wie z. B. bet der Gelegenheit, da der Erzbischof von Mainz persönlich au der jüngsten Prinzessin die Taufe vollzog. Da- sind verklungene Accorde. Im Schloß auf der Höhe ist e» still geworden. Der Epheu schlingt seine Ranken um da», wa» einstmals war. Aber drunten im Thale erwacht da» neue Leben, die frische, junge Triebkraft unserer Zeit. Au» den Niederungen steigt da» auf, wa» dem Dasein Werth gibt: Arbeit und Unternehmungsgeist. Mau darf nun freilich nicht glauben, daß wirklich alle Vogelsberger vou vornherein da- Bahnproject mit Jubel begrüßt hätten. Nein, an einigen Strecken find die Unter- uehmer auf entschiedenen Widerstand gestoßen. In der Be- grüßungSrede, die der Lehrer des Dörfchens Weiler», der ersten Haltestelle, bet der Einfahrt des „FestzugS" hielt, geschah deffeu auch ganz offen Erwähnung. Mit Recht be- merkte der Lehrer, daß er, der natürlich aus Seite des viel» rersprecheuden EiseobahnunternehmeuS gestanden, von welchem er Einfluß aus die Hebung der Bildung der ganzen Gegend zu geben" und.in einem zweiten Aufruf vor der Stichwahl ausdrücklich für Rickert eiugetreteu war. In Meiningen I foll die Wahl beanstandet werden, weil angeblich farbige Stimmzettel abgegeben worden find. In Göppingen-Gmünd hat das iociaidemokratische Wahlcomits Einspruch erhoben, weil der Oderamtmann vou Göppingen in dem demokratischen „Hohenstaufen" die Erklärung veröffentlicht hat, ihm fei au- mehreren Bezirksorten eine Behauptung soctaldemokrattscher Agitatoren mitgetheilt worden, daß die Regierung die dreijährige Dienstzeit wieder einführen wolle. Der Oberamtmann fügte dem hinzu, daß die- nach seinen Juso matioveu nicht richtig sei. Mao darf gespannt sein, ob der Reichstag hieran» einen Aosrchtung»grund herstellt. In Eßlingen liegt ein besonderer Fall vor. Dort mußte bekanntlich zwischen dem demokratischen Candidaten Brodbek und dem social- demokratischen Candidaten Schlegel wegen Stimmengleichheit da- LooS gezogen werden. Dieses fiel auf den Demokraten Brodbek, der dann bei der Stichwahl mit 12336 Stimmen gegen den nationalen Candidaten Geh gewählt wurde (8846 Stimmen). Nun hat fich aber herau-gestellt, daß die Wahlvorsteher im Ganzen 8 Wahlzettel zu Unrecht für un- giltig erklärt hatten, und zwar fallen davon 3 auf Brodbek und 5 auf Schlegel- der letztere hat also in Wirklichkeit 6254, Brodbek nur 6252 gilrtge Stimmen erhalten. Der Wahlcommtffar konnte aber nach dem Wahlgesetz nicht ein» greifen- die- ist Sache de» Reich-tagS. E» ist also unzweifelhaft ficher, daß diese Wahl umgestoßiu wird. Da» Heitere an der Sache ist, daß mau im demokratischen Lager geglaubt hatte, r- werde eine kleine Mehrheit für den Social- demokraten sich Herausstellen, und daß deßhalb Brodbek selbst in dieser Meinung schon kurz nach der Hauptwahl Protest gegen die Wahl eingelegt hat. Dieser liegt nun bei den Acten und man wird im Reichstag das seltene Schauspiel erleben, daß etu Abgeordneter gegen seine eigene Wahl Einsprache erhoben hat! Kommt Schlegel in die Stichwahl, so ist der Eßltnger Wahlkreis der fünfte, der für die Volks- Partei diesmal verloren gegangen ist. Die Aussichten find dann für den vatioualltberaleu Candidaten (Stichwahl (8846 Stimmen) gegen deu Socialdemokraten (6252) recht günstig. 2tn»lau6 Prag, 5. Juli. Nach Meldungen tschechischer Blätter wird die Regelung der Sprachenfrage, welche Graf Thun anstrebt, dahin gehen, daß an Stelle der bisher beabsichtigten Dreiteilung Böhmens fünf SPrachbezirke geschaffen werden sollen, darunter für Prag etu tschechischer und ein deutscher, ein vorwiegend deutich-gemischt-sprachlicher uud riu vorwiegend tschechisch-gemischt-sprachlicher. Lemberg, 5. Juli. Hiesigen Blättern zufolge ist die Behörde russtscheu Emissären aus die Spur gekommen, welche an den Exceffen in Galizien bethetligt waren. In den meisten Orten fanden gestern wieder die Wochenmärkte statt, au welchen fich die Bauern in großen Massen betheiltgteu. Die Ruhe wurde nirgend» gestört. Rom, 5. Juli. Die Aufnahme, welche da- Ministerium sowohl in der Kammer wie tu der Oeffrntlichkeit gefunden hat, ist eine kühle. Die Erklärung Pelloux habe sowohl auf der rechten wie auf der linken Seite enttäuscht. Für die Bevollmächtigung zur Strafverfolgung der bet den letzten Unruhen verhafteten socialtsttfchen Abgeordneten will Pelloux mit allen Mitteln eiutreten. Pari-, 5. Juli. Sämmtliche Blätter besprechen die Niederlage der Spanier und bemerken, e» bleibe Spanien jetzt nicht» Anderes übrig, als Frieden zu schließen. Pari», 5. Juli. Zola erhielt heute die Vorladung vor die Geschworenen für den 18. d. M. Pari», 5. Juli. Da- franzöfische Krieg-Ministerium veröffentlicht die Ergebntffe der diesjährigen Rekruten» au-hebung. Bon 338 327 Eingetragenen waren 9601 vor den StellungS'Commtssionen weder erschienen noch vertreten. Für gänzlich dienstuntauglich wurden 27 511 befunden, so daß nur 310816 Stellung-pflichtige in die Rekrutirnng-ltsten eingetragen wurden. Dem Heer wurden 231278 Mann einverleibt, darunter 72116 für ein Jahr. Von diesem Contingent entfielen: 164697 auf die Infanterie, 20 920 auf die Cavallerte, 31191 auf die Artillerie, 5096 auf da- Geniecorp-, 3260 auf das Fuhrwesen, 6114 auf die Verwaltung-- und Verpflegungk-Branche. Die Durch» schvitt-größe war 1 Mtr. 645 Mwtr. Bon den Eingestellten konntnen 4,93 v. H. weder lesen noch schreiben- 1,49 konnten vur lesen. Die Gesammtzahl der Freiwilligen betrug einschließlich der Fremdrnlegionäre 29606. Part», 5. Juli. Gestern hielt die hiesige amerikanische Colonte im Grand Hotel anläßlich des Unabhängigkeit-- Feste- ein Tffen ab, an welchem der französische Handel». Minister, der Setne-Prafect und andere hervorragende Persönlichkeiten theilnahmen. ES wurden mehrfach auf die erhoffe, die Ursache de» mangelnden Entgegenkommen- weniger in eigentlichem Uebelwollen al- in dem conservativen Sinne de- Landmann», der da- Recht auf die ererbte Scholle oft mit äußerster Zähigkeit verthetdtge, zu sehen geneigt sei, worin ihm auch Landrath v. Baumbach beipflichtete. Ganz ander» stellte sich schon das Berhältniß in der Gemarkung Schlierbach, wo der von der fürstlichen Steingutfabrik ausgehende Geist der Bevölkerung einen mehr fortschrittlichen Zug verleiht Der junge Herr, welcher al» Vertreter der Fabrik uud ihrer Angehörigen da» Comilö de» Feftzuge» bewillkommnete, machte denn auch deu Eindruck eiue» gewandten und frischen Sprecher», dem die Gelegenheiten zu öffentlichen kleinen Ansprachen fich häufiger bieten. An den Stationen Hellstein und Btrstein wurde die Begrüßungsrede durch die Bürgermeister des Ort» gehalten. ES versteht fich, daß die sonst fahrplanmäßigen 37 Minuten, welche die Bahn auf der Strecke von Wächtersbach bis Birstetn braucht, durch diese Aufenthalte zu der doppelten Zeit anwuchsen. Die Rückfahrt vollzog fich etwas schneller. Eine halbe Stunde nach der Ankunft de- Festzuge- wurde von Btrstein ein Zug nach Wächtersbach abgelaffen, weil der Regierungspräsident Graf Clatron d'Hauffouvtlle (Caffel), der dem Er- öffnung-act beigewohnt hatte, weiter mußte. Der nächste Zug abwärts ging dann erst wieder um 6 Uhr Abends- er beförderte die meisten der geladenen Gäste, welche inzwischen ein sehr animtrte» Festmahl im Hotel „Zum Erbprinzen" mitgemacht hatten, in richtigem Anschluß an deu nach Frankfurt fahrenden Schnellzug. Der ordnungsmäßige Personenverkehr trat erst mit dem 1. Juli in Kraft. Täglich werden acht Züge verkehren, vier hinauf, vier herunter. Die Wagen, die auf der normal- spurigen Bahn breit und bequem eingerichtet werd-n konnten und in ihrem funkelnagelneuen Zustande einen blitzsauberen Eindruck machen, führen vur 2. uud 3 Klaffe. Der einfache Fahrpreis beträgt 2. Klaffe 1 Mark, 3. Klaffe 70 Pfg. Der Postfahrschein betrug 1 Mark 30 Pfg. Nicht viele Kleinbahnen liegen in einem so reizvollen Gelände wie diese Vogelsberger, welche an jeder Wegkrümmuvg die lieblichsten Ausblicke auf Wiesen, Felder uud Berglehnen eröffnet. Zur sommerlichen Zeit, aber auch dann, wenn der Zauberer Frost an jungem und altem Holze sein Wunderwerk übt, wird die Strecke Hellsteiu-Birstein, wo die Bahn fich am murmelnden Waldbach vorbeischlängelt, auf den Naturfreund eine starke und tntenfive Wirkung auSüben. vorläufig ist die neue Linie, deren Anlage der bewährten Firma Bering u. Wächter übertragen ward, die selbstredend am EtuweihungSact auch ihre Vertreter anwesend hatte, nur eine Stichbahn, für die aber alle Aussichten bestehen, daß sie fich zu einer Verbindungsbahn entwickelt, welche die entlegenen Ortschaften de» Vogelsberg» au die große Verkehrsstraße nach der Mainebene zu anschließt. In diesem Sinne fiel auch schon ein Trinkspruch bet dem Festmahl. Alle» nahm seinen schönen, programmgemäßen Verlauf, der offictelle wie der nicht osfietelle Theil des Tages- der letztere bestand in einem großen „Volksfest", das in der.Nähe de» Bahnhof» seine Zugkraft entfaltete. Verfehlt war nur Ein». Die Ansichtskarten, welche bei dieser Gelegenheit dem Publikum en mässe offerirt und auch von ihm gekauft wurden. Auf diesen Karten befinden fich ein paar Wagen, die ebenso gut im märkischen Sande laufen könnten, keine Andeutung der Gegend, keine Spur vou Localcharactertstik! Ich erwähne da» nur, weil e» bereit» in Birstetn ganz allerliebste AnfichtSkarten zu kaufen gab, die fast wie ein kleine» Bild wirkten. Warum haben utcht fie, sondern ein ganz verfehlte» Cltchs den „Festkarten", mit welchen man so viel Geld eingenommen hat, zum Vorbild gedient?! Da» Aergfte aber war, daß auf ihnen nicht einmal der Name de» Feftorte» richtig angegeben war, sondern „Bierstein" lautete. Mit „Bier" hat der Ott in alten Zeiten gar nichts zu thun gehabt. DaS Wort erklärt sich au» „birsen", d. t. jagen, „pirschen". Birstein war demnach der Stein, auf dem gepirscht wurde, ein alte» Jagdschloß. -zwischen Frankreich und Amerika bestehenden freundschaftlichen Beziehungen Trtuksprüche au-gebracht. Der französische HaudelSmintster protesttrte in seinem Toaste dagegen, daß der Versuch gemacht wurde, zwischen beiden Nationen Zwie- spalt zu säeu. Paris, 5. Juli. Die Gesandtschaft de- Königs Meuelik, bestehend aus seinem Neffen Ra- Makonnen, dem General Woldte und einem Flügel-Adjutanten MeuelikS ist mit 30 Personen Gefolge hier eiugetroffen und mit großen Ehren empfangen worden. Die Gesandtschaft, welche von dem französischen Gesandten tu Abeffyuien geführt wird, dürfte sich mehrere Wochen in Frankreich aufhalteu und am 14. ds. der Truppenrevue betwohueu, die Verhandlungen über den Handelsvertrag mtt Abessynten fortführen, die bedeutensten Städte Frankreichs besuchen und dem Präsidenten Faure Geschenke überreichen. Madrid, 5. Juli. „Jmparcial" behauptet, in letzter Stunde aus Washington Depeschen erhalten zu haben, welche der optimistischen Darstellung seitens der Offiziösen durchaus widersprechen. Jedoch unterdrückt „Jmparctal" die Veröffentlichung derselben in der schwachen Hoffnung, daß dieselben demeotirt werden möchten. Seine Andeutungen laffeu aber auf ein zweite- Cavite schließen. Madrid, 5. Juli. Die Nachrichten über die Zerstörung der Flotte CerveraS werden offiziell bestätigt. ES heißt jedoch, Lervera habe alle Kanonen und Mannschaften au Land geschickt und alsdann die Schiffe in die Luft gesprengt. — Der Kampf um die Stadt Santiago. Ueber das Schicksal der Stadt Santiago liegen zur Zett nähere Meldungen noch nicht vor. In Washington geht bereits das Gerücht um, die Stadt habe sich ergeben- diese Nachricht dürfte verfrüht sein, doch wird sie wohl in kurzer Frist zur Wahrheit werden. Nach dem Untergang der Flotte hat, wie wir schon gestern mitgetheilt, General Shafter die Uebergabe der Stadt verlangt und im Weigerungsfälle mtt der Beschießung gedroht. Trotzdem beschloffen die Spanier, r» aufs Aeußerste ankommen zu laffen. Als die Weigerung bekannt wurde, bewilligte General Shafter der Stadt bis Dienstag Mittag eine Waffenruhe, um der Civilbevölkerung, etwa 20000 Einwohnern, ein Verlassen der Stadt zu ermöglichen, eia Zugeständniß, da- fie wohl der Verwendung der auswärtigen Consuln zu verdanken hat. Im Hauptquartier der Amerikaner ist gestern früh eine Depesche des Oberst-Commaudtrenden, General Mtles, eiugetroffen, iu der dieser mittheilt, er werde noch im Laufe der Woche mit großen Verstärkungen vor Santiago eintreffen. Da General Shafter wiederholt in Berichten nach Washington auf die Unzulänglichkeit seiner Streitkräfte hingewiesen hat, ist er nicht auSgeschloffen, daß der Sturm auf Santiago bis zum Eintreffen der Verstärkungen verschoben wird, obwohl die Lage der Amerikaner sich durch die Vernichtung der spanischen Flotte sehr erheblich verbessert hat. General Pando steht 6 Meilen nördlich von Santiago, Garcia rückt ihm mit 3000 Mann entgegen. Die Amerikaner umschließen die Stadt vollkommen von der Bucht im Norden bis zum Sau Juan'Fluffe im Süden. Die Spanier haben eine Stellung inne westlich des Flusse- bis zur Eisenbahn, die nach der Stadt führt. Diese Stellungen dürften bis zur Entscheidung wenig geändert werden, da die Bewilligung des Waffenstillstandes von der Bedingung abhängig gemacht wurde, daß keinerlei militärische Maßnahmen mehr getroffen werden sollten. Washington, 5. Juli. Der Korrespondent de- „Eveuuing Journal" meldet, daß Pläne der Befestigungen von Santiago in den Kleidern de- getödteten General- Vara» derey gefunden und dem Jnsurgentruführer Garcia übergeben worden seien. New'Hork, 5. Juli. Ein Telegramm von einem Hafen 10 Meilen westlich von Santiago und gestern Nachmittag 3 Uhr aufgegeben, meldet, daß Lervera sich au Bord eines amerikautschen Kriegsschiffes befinde, als Gefangener. Cervera soll am rechten Arme verwundet fein. Locale- unfc ^provinzielles. Gießen, 6. Juli 1898. Titel.Berleihuug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habin Allerguädtgst geruht, am 2. Juli dem zweiten Beamten bet der Invalidität-« und AlterSverficherungS« Anstalt „GroßherzogthumHrssen", Dr. Hermann Stammler zu Darmstadt den Titel „Amtmann" zu verleihen. ** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 15. Juni dem Ziegelei-Werkmeister Georg Diener iu Angeröbach, in Diensten der Herren Freiherru Rtedesel zu Eisenbach, daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen. Postperfoualuachnchteu. Ernannt find: zum Post- kafsirer der Ober-Poftdirretion-secretär Zott in Mainz, zum Ober-Postsecretär derPostseeretär Erdmann in Gießen, zum Ober-Telegrapheusecretär der Telegropheosecretär Walker in Mainz. Versetzt find: der Postverwalter MeeS von Bodenheim nach WormS unter Ernennung zum Ober«Post« affistenter, der Poftverwalter Fischer von Klein Krotzenburg nach Bodenheim, der Ober-Postasfisteut Th. Schmidt von AlSfeld nach Klein-Krotzeuburg unter Ernennung zum Post« Verwalter. Angenommen ist als Poftagent der Landwirth »uni*in Erfelden. In den Ruhestand tritt der Post- Lirector Möller in Alzey zum 1. October. Freiwillig auSgeschteden ist der Postanwärter Zimmer in Mainz. Gestorben find: der Postagent Schäfer iu Erfelden, der Postagent Winter in Heusenstamm. Sitzung de8 Hessischen LaudwirthschaftSrath». Montag den 11. Juli 1898, Vormittags 10 Uhr, und eventuell den folgenden Tag, findet in Darmstadt, Gebäude der Central- stelle für die Gewerbe, eine Plenarfitzung des Hessischen LaudwirthschastSrathS statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Positionen: a. Allgemeine Angelegenheiten und Finanzwesen: 1. Rechnung des Landwirth- schaftSrathS pro 1896/97, 2. Voranschlag des Landwirth- schaftSrathS pro 1898/99, 3. Einführung einer einheitlichen Formulars für die Aufstellung der Voranschläge der drei laudwirthschaftlicheu Provinztalvereiue, 4. Festsetzung von Bestimmungen über die Verwendung der Mittel zur Förderung der Rindvieh«, Schweine- und Ziegenzucht und deS Obst« und Gemüsebaues, mit a. Pflichtbestimmungrn für RiuderzuchtvereioSsatzungen, deSgl. für Schweine- und Ziegeu- zuchtvereine, b. mit allgemeiner Schweine- und Ziegeufchau- ordoung, 5. Hauptvoranschlag und Begutachtung der Voranschläge der drei Provtnzialvereiue und des Pferdezuchtvereins über die Verwendung der unter Lap. 59, Tit. 4—6, bewilligten Staatsmittel- b. Zeitschrift: 6. Einführung einer Rubrik für Angebot und Nachfrage in der „Zeitschrift s. d. laudw. Vereine des GroßherzogthumS Heffeu" - c. AuS- stellung-wesen: 7. Beschickung der Wanderausstellung der Deutschen Laudwirthschaft-gesellschaft zu Frankfurt a. M.- ä. Obsttarifwesen: 8. Einführung von Staffeltarifen für Obst, 9. Verbefferuug der Eisenbahubeförderuug für Obst, Gemüse und Wein- e. Handel und Verkehrswesen: 10. Aufhebung der gemischten Getreidetraufitlager, Mühlen- conten und Zollcredite, 11. Ausdehnung der PreiSuotirung auf Raps, Obst und Lebendgewicht de- Schlachtvrehe-, 12. Haftpflichtversicherung, 13. Aufnahme der mineralischen RohphoSphate unter die gedeckt zu befördernden Güter de- deutschen EisenbahngütertarifS Theil II. *• Verbands-Ausstellung von Vogelsberger Rindvieh. Bei dem großen Jutereffe, welche- der am 16. und 17. Juli hier ftattfindenden VerbandS-Ausstelluug von Vogelsberger Rindvieh entgegen gebracht wird, glauben wir unseren Lesern durch Veröffentlichung des nachstehenden Fest-ProgrammS einen Dienst zu erweisen. DaS Programm lautet: SamStag den 16. Juli, von Vormittags 8 Uhr an: Musterung des Viehes durch die Preisrichter. Vormittags 10 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Bon Vormittag- 11 Uhr an: Loucert der Capelle deS Inf.- Regt». „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Mittag- 12 Uhr: AuS» schußfitzuug. Nachmittag-1 Uhr: Gemeinschaftliche- Essen im Hotel Einhorn. (Gedeck ohne Wein 2 Mk., Anmeldungen beim Hotelwirthe bi- Mittwoch deu 13. Juli.) Nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung deS Verbandes der Herdbuchgesellschaften für daS Vogelsberger Rind auf Lony- Bier- keller (Tchanzeustraße). Nachmittags von 4 bis 6 Uhr und Abends von 7 Uhr ab: Concert der Capelle de- Jnf.-Regt-. „Kaiser Wilhelm" auf dem Festplatze. Zwangloses Zusammensein in den Wirthschasten daselbst. — Sonntag den 17. Juli, Vormittags von 11 bi- 1 Uhr: Concert der Capelle de- Ins.-Regt-. Nr. 169 auf dem Festplatze. Nachmittag- 2 Uhr: Vorführung der prämiirten Thiere und Pret-vertheilung. Von 3 Uhr ab: Concert der obigen Regimentscapelle. Nachmittags 4 Uhr: Umzug von Mädchen iu hessischer Volkstracht. Tanzbelusttgung. Volksfest. — Montag deu 18. Juli: Verloosung auf dem Festplatze. — DaS Eintrittsgeld ist sehr billig auf nur 50Pfg. bezw. 20 Pfg. gestellt und e- wird gewiß starke Anziehungskraft üben, daß Frauen und Mädchen in hessischer Volkstracht freien Eintritt haben. Dazu hat das Polizeiamt Gießen für den zweiten Ausstellungstag die Sonntagsruhe im Handels- gewerbe bi- Abend- 6 Uhr aufgehoben. •* vefihwechfel. Der Fabrtkleiter Jacob Jung kaufte von Maurermeister Steinbach dessen Ecke der Garten- und Stephanstraße gelegene Billa für 33,000 Mk. Bahnhof Lollar bett. Man schreibt uu-: Zu dem im gestrigen Blatte erwähnten Vorkommniß am Lollarer Bahnhof bemerken wir, daß ähnliche Erfahrungen dort öfters gemacht werden konnten. So oft wir von Lollar am Sonntag mit dem 8 Uhr-Zug nach Gießen zurückfuhren, wurde, die Zahl der Reisenden mochte noch so groß sein, der Zugang zum Bahnsteig jedesmal äußerst spät geöffnet, so daß ein höchst uugemüthlicheS Gedränge entstand und man noch dazu die unwirschen Bemerkungen de- coutrolireudeu Beamten mit in Kauf nehmen mußte. &.♦• Turnerisches. Am nächsten Sonntag feiert der Turnverein Wieseck sein 36jährtgeS Stiftungsfest, verbunden mit Schauturnen. Freunde der Turneret können dort einige vergnügte Stunden verleben. Wegen der Aushändigung der Ceutenar-SrinnrrungS. Medaille an die KrtegervereinSmitglieder giebt da- Präsidium der „Hafsia" Folgende- bekannt: DaS Großh.Ministerium des Innern hat auf Veranlaffung deS Präsidiums der Krieger- kameradschaft „Hasfia" den Großh. KreiSämtern den Auftrag ertheilt, die Ceutenar-ErinuerungSmedaille durch fie zur Ver- theilung an die Beteranen der Vereine zu bringen. ES find demgemäß zuvor den Großh. KreiSämtern vor Empfangnahme der Medaillen die Namen der in Betracht kommenden Mitglieder einzureichen. Indem wir die Vorsitzenden der Kriegervereine hiervon in Keuntniß setzen, bitten wir Sie kamerad- schaftlichst, mit der Ausgabe der Medaillen eine patriotische Feier zu verbinden. Bei der Ausgabe selbst versäumen Sie nicht, sich die Empfangnahme vorschriftsmäßig bescheinigen zu lassen. U. A. hat der Vorstand des KriegervereinS Darmstadt beschlossen, daß den Verein-Mitgliedern die Medaille feterlichft an dem ewig denkwürdigen Tage de- 18. August überreicht werden soll. Die meisten Kriegervereine de- GroßherzogthumS werden wohl ähnlich verfahren. *♦ Höhere Mädchenschulen bestanden im Schuljahr 1897/98 im Großherzogthum Hessen 5, an denen (einschließlich Directoren) 45 ordentliche Lehrer, 42 ordentliche Lehrerinnen und 30 außerordentliche Hilfslehrer und HilfSlehrerinneu unterrichteten. Die Zahl der Klassen war 69, der Schüle- riuuenbestand am Ende de- Schuljahre- 1898. An Schulgeld gingen zusammen 158 608 Mk. ein. ** Minister Gehalt. Die Ernennung des Provinzialdirector- Rothe in Mainz zum Staat-Minister von Hessen hat verschiedentlich auch für die Gehalts frage Interesse erweckt d. h. eS wurde gefragt, wie sich der neue StaatS- minifter finanziell gegenüber dem Posten eine- Provinzialdirector- steht. Der Staat-miuister von Hessen bezieht rund 24000 Mk. (12000 Mk. Gehalt uud 12000 Mk. Repräsentation). Der Provinzialdirector der Provinz Rheinhessen bezieht rd. 16000 Mk. (9000 Mk. Gehalt uud 7000 Mk. Repräsentation). Bei beiden Summen kommt ferner noch freie Wohnung in Betracht. Munzevberg, 5. Juli. Nachstehende Notiz dürste nicht nur für Jäger, sondern auch von allgemeinem Interesse sein, Al- nämlich am Sonntag früh 5 Uhr der hiesige Schäfer aus dem Pferch nach seiner Wohnung zurückkehrte, gewahrte er in der Burgstraße einen Reh bock, der sich tu langsamem Tempo nach dem Innern unserer Stadt begab. Alder Bock gewahrte, daß er von hiesigen Bewohnern beobachtet wurde, beschleunigte er seine Schritte- man versuchte hierauf das Thier iu einen offenen Hof zu jagen, die- gelang iudeß nicht, sondern der Bock eilte nach einem theil- offenen, theile mit Latten umschloffeneu Garten. Dort versuchte er deu Lattenzaun zu durchbrechen, blieb aber dabet stecken, wodurch man de- Bockes habhaft werden konnte. Im Triumph wurde derselbe nach der Wohnung de- Herrn Bürgermeister- Gorr, der selbst ein tüchtiger Jäger ist, gebracht, woselbst er in einem Stalle vorläufige Unterkunft fand. Vermuthlich ist dieser Rehbock au- dem nicht weit gelegenen Beller-Heimer oder Obbornhofeuer-Wohubacher Wald gekommen und mifr seiner Frühpromenade ungestört bi- hierher gelangt. Darmstadt, 6. Juli. Die „Darmft. Ztg." veröffentlicht folgenden Tage-befehl: An Meine Garde-UnteroffizierS-Cowpaguie! Meiner Garde«Unterosfiziers.Eompagnie, welche heute den Tag ihre- 275jährigen Bestehen- feiert, fage Ich Metnea Dank für die Treue und Anhänglichkeit, mit welcher fie allezeit uud unentwegt Meinen Vorfahren, Meinem Hause und Mir gedient hat. Um Meinem Wohlwollen für die Compagnie einen besonderen Ausdruck zu geben, finde Ich Mich zu folgenden Guadeubeweiseu veranlaßt: Ich verleihe: dem Secoudlieutenaut Bauer v. Bauern von Meine« Leibgarde-Regiment Nr. 115, commandirt zur Dienstleistung bet der Compagnie, da- Ritterkreuz 2. Klaffe Meine- Ber- dieustordeu- Philipp- de- Großwüthigeu - dem Garde-Feldwebel Kesttng Mein Bild- dem Garde-Bicefeldwebel Nauheimer die Goldene Medaille Meine- Ludewig->Ordeu-- deu Garde-Sergeanten Knodt uud Meyer, den Garde-Unteroffizieren Dillemuth, Schäfer^ Schneider und Wtßuer da- Silberne Kreuz- den Garde-Unteroffizieren i.P. Kaiser uud Oßwald die Krone zum Silbernen Kreuz - deu Garde-Unteroffiztereu t. P. Buck, Kaufmann uud Spieß da- Silberne Kreuz Meine- Verdienstorden-- Philipp- de- Großwüthigeu. Darmstadt, den 5. Juli 1898. (gez.) Ernst Ludwig. Darmstadt, 5. Juli. Zur Feier de- 275jährige« Bestehen- der Großh. Garde-Uuterosfizier-.Compagnie fand heute Vormittag 11 Uhr im Glockeuhof de- RefidenzschlosseS Parade der Compagnie statt. Zu diesem Zweck war die GardeUnteroffizter-«Compaguie in Compagntefrout mit de» Rücken nach dem Glockenbau, die Mufik deS 1. Großh. Inst (Leibgarde«) Regt-. Nr. 115 mit dem Rücken nach dem südlichen Bau ausgestellt. Die Zuschauer standen: die Osfiziere auf dem rechten Flügel Front nach Süden, die Unteroffiziere auf dem linken Flügel, Front nach Norden. Bei Annäherung Sr. Köntgl. Hoheit de- Großherzog- präsentirte die Compagnie, worauf nach Abnahme der Parade (Offiziere, Compagnie, frühere Unteroffiziere) ein einmaliger Parademarsch vor Sr. Köntgl. Hoheit stattfaud. Demnächst mar- schirte die Garde«UnterosfizierS-Compagnie wieder zurück auf ihren ursprünglichen Platz und nahm Gewehr ab. Generaladjutant GeueraMeutenaut Wernher Exc. verlas hierauf derr Tagesbefehl Sr. Köntgl. Hoheit des Großherzogs. Nachdem dann die Compagnie Gewehr über genommen und präseutirt hatte, richtete der Cowmandeur der Compagnie, Flügeladjutant Oberst Frhr. von Grancy folgende Worte an die Anwesenden: Se. König!. Hoheit der Großherzog hat die Allerhöchste Gnade gehabt, tu dem soeben verlesenen Tagesbefehl Allerguädigfte Worte an die Garde-UnteroffizierS- Compagnie zu richten uud zahlreichen jetzigen und frühere» Angehörigen der Compagnie Auszeichnungen zu verleihen. Die Compagnie dankt Sr. König!. Hoheit alleruvterthänigst für diese erneuten Gnadeubewetfe. Eine Truppe, welche die Ehre hat, 275 Jahre lang in der unmittelbaren Nähe der erhabenen Person ihres Landes- und Kriegsherrn zu dienen, blickt mit Stolz auf ihre altehrwürdige Vergangenheit zurück. Zugleich hat fie die heilige Pflicht, jetzt uud immerdar, t» guten, wie in schlechten Tagen treu und fest zu stehen zu ihrem Fürsten, zu ihrem Fürstenhaus. Diese von den Vätern ererbte althesfische unwandelbare Treue wollen wir heute auf- Neue geloben mit dem Ruf: Se. König!. Hoheit der Groß- Herzog, Ihre König!. Hoheit die Großherzogin und das Großherzogliche HauS hurrah! hurrah! hurrah!" In daS Hurrah wurde kräftig eingeftimwt. Der Parade wohnten Se. Groß- herzogl. Hoheit Prinz Wilhelm nebst Adjutanten, der Divt- fionScommaudeur Generallieutenant Schilling v. Caustatt nebst Adjutanten, Oberst L la suite v. Küchler, Oberstlieutenat v. Normanu als Stellvertreter des CommandeurS des 115. Jnf.-RgtS., der Commandant und der Platzmajor der Residenz, Bürgermeister Köhler als Vertreter der Stadt Darmstadt, sowie eine Anzahl von Offizieren bei, die früher der Garde-UnteroffizierS-Compagnie angrhört hatten. Se. König!. Hoheit der Großherzog, Allerhöchstwelcher von dem General- adjutauten Generallieutenaut Wernher Exc., Generalmajor z. D. v. Herff und Flügeladjutant Major Frhr. v. Röder begleitet war, begaben sich nach Beendigung der Feier nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. *Ä?"*'“l ,,, Wei SM, 8t»2u ,» M ta L 1,11 bl«°i. g[! • *hta «4 J«««, inbi6 1,1 °Ü«>i°, Wr , ‘Nu » di« W fcta, wodurch *^Wt ^nwchntTon, ’*/ tvosklbst » in '• Bttmuthllch ist tntn Äellttthrimrr kommen imb auf l gelaugt. 8t|.w veröffm- ovpagule! ale, wrlchr h^st 1- Ich Wuru [» mit wrlchn sir !f, SRelnem haust Compagnie riveu Mich zu folgerten nein von Meine« t zur Dienstleistung »laste Meine» Serin M; imti die Goldene. Meyer, wnth, Schäfer^ e Rnuj, iser und Oswald Sock, Rauf man« tat! ver-tkostorden» ust Ludwig, tl 215sucheige» ^».Lomyagnie sand bei Aestdenzschloste» eie« W »« blt ivagntefront mit de« de» 1. Sroßh. Jas° Aückm nach dem slid- Rauben: dir OW« den, dir llnteroWere ordru. Lei Annähr« Ion» präsrntirtr dir r Parade (Ollere, einmaliger Parade« tz. Demnächst ®ÖX* le wieder zurück auf '■ SS® xsA sr-bSi-i" **“*?«& »feiaen und Wy* ' .n iu verlei t". Sr-tz ie *'lwrr' mzbe der mittig * , und !tstAzteea D'-I" / . »°°1° ® „ S»i' *Ä>,c6; W°8 Bctn bfl» W de w^n tD der ®löt’ »iai” n*««? «chlttl u”A,g 11»' j - «*! [tct der dkl . :S>S? : %?“% n«j°- $d« ’ ll|«H A«r der Zeit für die Kett. Vor 443 Jahren, in der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1455, wurden die Prinzen Ernst und Albert, Söhne Friedrichs des Sanftmüthigen, aus dem Schlosse zu Altenburg durch den verwegenen Kunz von Kaufungen, dem der Kurfürst den Ersatz seiner Kriegsverluste verweigerte, entführt. Kunz, in einem Walde von Köhlern gefangen genommen und nebst den Prinzen nach dem Schlöffe zurückgeführt, büßte später seine That zu Freiberg auf dem Blutgerüst. Wissenschaft, Literatur und sinnst. — Am 29. Juni wurde in Recanati die Hundertjahrfeier der Geburt Giacomo Leopardts begangen. Vor einer auserlesenen Versammlung, in der sich auch Vertreter auswärtiger Akademien befanden, hielt Carducci die Gedächtnißrede. Er feierte in begeisternden Worten den Ruhm der Literatur und Kunst Italiens und ermahnte eindringlich, von dem unfruchtbaren Partetenstreit abzulaffen und stets im Glauben an die Zukunft des Vaterlandes zu verharren. Die Rede Carduccis wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. In vielen anderen Städten Italiens ist das Ge- dächtnitz Leopardts ebenfalls gefeiert worden. — In der MontagS- versammlung der Kgl. geographischen Gesellschaft in London entwickelte der französische Geograph Professor Eltsö Reclus seinen Plan über den großen Globus, den er anzufertigen beabsichtigt. Der Globus soll im Mahstabe von 1 Zoll aus 8 englische Meilen sein. Zur Begründung hob Professor RecluS hervor, daß Landkarten niemals ein genaues Bild der Erdoberfläche geben könnten. Auf den Karten würden die Gebirge viel zu stark hervorgehoben. Der neue Globus möge beständig verbessert werden und die neuesten Ergebnisse der geographischen Forschung veranschaulichen. — vr. Auer von Welsbach, der Erfinder des Auerltchts, ist von der gegenwärtig in Nürnberg tagenden Jahres-Versammlung des deutschen Vereins der GaS- und Wasserfachmänner in Anerkennung seiner Verdienste um die gesammte Gas-Industrie zum Ehrenmitgliede ernannt worden. — Der Sultan hat den Wunsch ausgedrückt, den nächstjährigen internationalen Presse-Congreß in seiner Hauptstadt zu sehen. Die journalistischen Vereinigungen haben diesen Wunsch mit Freude ausgenommen und werden Ende September dem bevorstehenden Congreß zu Lissabon den Antrag unterbreiten, für das Jahr 1899 sich in Konstantinopel zu vereinigen. — Nur noch wenige Wochen, und in Husum, der „grauen Stadt am Meer", die er in so schlichten, ergreifenden Herzenstönen besungen, wird die Hülle von einem Denkmal fallen, das Deutschland seinem unvergeßlichen Dichter Theodor Storm gestistet hat. So freudig dieses Unternehmen nun auch begrüßt zu werden verdient, eS wäre doch schade, wollte das deutsche Volk über diesem äußeren Erinnerungszeichen auch nur einen Augenblick jenes ideale, unendlich viel werthvollere Denkmal vergessen, das fick der Dichter selbst mit einer ganzen Reihe von unvergänglichen Werken in den Herzen seiner Leser errichtet hat. Manche Schöpfung der Storm'schen Kunst, so vor Allem seine elegisch «romantischen oder poetisch- stimmungsvollen Novellen aus der Jugendzeit haben verha tniß- mäßig früh die verdiente Anerkennung gesunden; anderen seiner Dichtungen ging es wie der kostbaren Perle aus Meeresgrund: erst die Jahre haben ihren vollen Glanz offenbart, erst die Zeit hat uns ihren ganzen unschätzbaren Werth erkennen lassen. Langsamer als der Novellist ist im Großen und Ganzen der Lyriker durchgedrungen, und doch enthüllt uns Storm in seinen Gedickten gerade die tiefsten und geheimsten Schätze seines keuschen Gemüths, wie seines weichen und doch so männlich starken Herzens, wenn es Güter der Seele oder der vaterländischen Ehre zu vertheidigen gilt. Diese Storm'sche Lyrik und die ganze Ernte seiner reiferen, gesättigteren Erzählungs- kunst bringt uns die zweite Serie (Band 5 bis 8) von „Theodor Storms Sämmtticheu Werken" dar, die im Verlag von George Westermann in Braunschweig in geschmackvoller Ausstattung zur Ausgabe gelangten. (Das ganze Werk ist auch in 40 Lieferungen -u je 50 Pfg. zu beziehen. Von den meistentheils umfangreicheren Erzählungen dieser Bände erwähnen wir hier nur: „Renatr", „Earsten Kurator", „Hans und Heinz Kirch", „Bötjer Basch", „Die Söhne deS Senators", vor Allem aber den gewaltigen „Schtmmelreiter", das U"vergleichliche Meisterwerk einer tragisch erschütternden und doch geschmackvoll gezügelten Seelenkunst. Diese letzten Bände verhalten sich zu den ersten wie der Lenz oder der junge Sommer zu den Fruchtlagen des ersten Herbstes: noch nirgend ein Altern, sondern überall strotzende Fülle reifer, satter Krast, das gesunde Wachsthum einer echten, wahren Dtchternatur auf seinem höchsten Gipfel! Httiocrfitate - Nachrichten. — Die französischen Universitäten 1898. Die studentische Bevölkerung Frankreichs verthetlt sich für dieses Jahr auf die verschiedenen Universitäten folgendermaßen: In Paris gibt es 11164 Studenten und 400 Studentinnen, das ist beinahe die Hälfte aller französischen Studenten. Von den Hauptfächern wird Medicin von 3971, exacte Wissenschaften (Sciences) von 1273, Literatur von 1697, Pbarmacte von 1401 studirt. An zweiter Stelle steht Lyon mit 2335 Studenten, unter denen 438 Rechtskunde, 321 Naturwissenschaften, 272 Pbarmacte und 200 Literatur betreiben, dazu kommen für das letzte Fach 63 Frauen. Bordeaux hat 2144 männliche und 29 weibliche Studenten, nämlich 773 Juristen, 737 Medtciner, 224 Naturwissenschaftler, 153 für Literatur und 257 Pharmaceuten. Dann folgen Toulose, Montpellier, Lille, RenneS und Nancy mit 1000 Studenten. Von anderen Universitätsstädten haben Aix (Marseille) 849, Poitiers 746, Dijon 604, Caen 598, Grenoble 476, Besanyon 197. Medicin wird im Ganzen von 8064 Leuten studirt, darunter 168 Frauen und 734 Ausländer. Unter den 2497 Studenten der Naturwissenschaften sind 8 Fraueu und 161 Ausländer. — Von der Universität zu Dorpat. Wie verlautet, ist durch Allerhöchsten Tagesbefehl vom 24. Juni der ordentliche Professor für semitische Sprachen und alttestamentltche Exegese, Wirklicher Staatsrath vr. Wilhelm Volck, verabschiedet worden. 36 Jahre hat dieser ausgezeichnete Gelehrte an der Dorpater Universität gewirkt. Mit ihm scheidet das hervorragendste Mitglied auS der theologischen Facultät. Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl für semitische Sprachen ist der zum außerordentlichen Professor ernannte bisherige Privatdocent Mag. theol. Alexander v. Bulmerinq in Dorpat. Dieser hat seine Studienzeit in Dorpat und Leipzig verbracht. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle i« Gietze«. 27. Woche. Vom 26. Juni bis 2. Juli 1898. Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (incl. 1600 Mann Militär), SterblichkeitSziffer: 28,05, nach Abzug der Ortsfremden 21,58o/oo. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 4 Lungenerweiterung 1 (1) 3 1 - 1 CD Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) Gehirnschlagfluß 1 Herzleiden 1 Krebs 1 (1) 1 — — 1 — — 1 (1) Darmcatarrh 2 — 2 — Krämpfen i Lebensschwäche 1 — 1 — — 1 — Summa: 13 (3) 8 (3) 5 - Anm. Die in Klammern gesetzt« Ziffern gebe« an, wie viele der TodeSsälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwSrtß nach Gieß« gebrachte Kranke kommen. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffen am 6. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14°, Luft 15°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 6. Juli. Dem „Berl. Tagebl." wird aul Brüssel telegraphirt: Während des Hochamtes an der Kirche zu Neufville feuerte ein Mann zwei Revolverschüffe auf einen die Messe lesenden Pfarrer sowie auf den Bicar ab. Die beiden Priester blieben unverletzt. Unter den anwesenden Kirchenbesuchern entstand eine gewaltige Panik. Dee Attentäter wurde verhaftet. Er erklärte, daS Attentat ausgeführt zu haben, weil Belgien unter der Pfaffenherrschaft leide. Man nimmt an, daß der Attentäter geistesgestört ist. Berlin, 6. Juli. Wie aus Erfurt gemeldet wird, lautet daS gestern Abend im Krawallprocrß gefällte Urtheil folgendermaßen: 9 Angeklagte fretgrsprocheo, davon einer einer ZwaugSanstalt überwiesen, ferner einer wegen Beamten- beleidtgung, zwei wegen Widerstand, fünf wegen Theilnahme am Aufruhr, sieben wegen schwerem Aufruhr zu Gesänguiß- strafe von 2 Monaten bis 21/a Jahren Gefängniß bezw. bi» zu Zuchthausstrafen von V/2 bis 3 Jahren verurtheilt. St. Johann, 6. Juli. Freiherr v. Stumm legte gegen das Urtheil des Landgerichts Saarbrücken, nach welchem er wegen Beleidigung des Hofpredigers a. D. Stöcker zu 500 Mk. Geldstrafe verurtheilt wurde, Revision ein. Wien, 6. Juli. Die Meldung eine» Hamburger Blattes, daß die deutsche FortschrittSpartet sich bereit erklärt habe, in Verhandlungen mit dem Grafen Thun einzutreten, wird von competenter Sette al» unrichtig bezeichnet. Effeg, 6. Juli. Gegen zwei Aerzte des hiesigen städtischen Krankenhauses ist die Untersuchung eingeleitet worden, weil dieselben renitente Patienten tagelang im Keller geknebelt und ohne Nahrung gelassen haben. Paris, 6. Juli. Wie hier verlautet, richtete Delcaffö eine Note an die europäischen Cabtuete behusS Ausübung eines gemeinsamen Drucke» aus Spanien in Angelegenheiten des FrtedevSschluffes. Die Note betont die Ge- sährltchkeit der Situation, da Amerika bei Fortsetzung deS Krieges seine Forderungen steigern werde. Madrid, 6. Juli. ES wird nunmehr auch hierher amtlich gemeldet, daß EerveraS Flotte vernichtet ist und daß der Admiral selbst mit 1500 Seesoldateu gefangen genommen wurde. Weiter wird gemeldet: Schiffbrüchige der „Maria Theresia", welche in Santiago angekommen find, erzählen, daß die Schiffe „Colombe" und „VtScaya", nachdem die übrige spanische Flotte aufgefahren war, am Horizont verschwunden find ohne verfolgt zu werden. Die Stimmung hier ist unbeschreiblich. ES werden umfassende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen. In RegierungS- kreisen herrscht die KrtegSstimmung vor, trotz der AuSfichtS" lofigkeit deS Kampfes. Madrid, 6. Juli. Der päpstliche Nuntius hatte eine längere Uvterredung mit der Königin-Regentin und Sagasta. ES verlautet, der Nuntius habe die Königin gebeten, die Mächte um ihre Intervention zu ersuchen. Washington, 6. Juli. Ein Telegramm an den „Standard" meldet, daß ein schwerer Sturm an der Küste von Santiago herrsche und die Ausschiffung der schweren Belagerungsgeschütze verhivdere. Die Landung der Ber- stärkungStruppen und Munition ist ebenfalls unmöglich geworden. Dem General Shafter wird die Munition schon knapp. Washington, 6. Juli. Die Commaudanteu der spanischen Schiffe PlutoS, BiScaya und Terror find gefangen an Bord des PreßschiffeS. Ueber da» Schicksal des amerikanischen Lieutenants Hobsou und seiner Gefährten ist nicht» bekannt. Admiral Cervera und sein Bice-Admiral bi finden sich jetzt angeblich mit 600 Mann an Bord deS amerikanischen Kriegsschiffes St. LoutS. Die Unteroffiziere und Mannschaften sollen in einer Festung untergebracht werden. Bei Todesfällen übernimmt die Buchdruckerei des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauer- briefen und JDanksagungskarten, welche auf Wunsch couvertlrt geliefert werden. 9 Mchtseuerrvehr. Uebuug der Rotten 3 und 4: Montag den 11. Juli, Abends 872 Uhr pünktlich, im Hofe des Thurm Haus es am Brand. Gießen, den 5. Juli 1898. 6799 Der Branddirektor: Traber. lickanntmudjiniiieii Lohholz-Verkäufe in der König!. Obrrförfterri Krofdorf 1. Donnerstag den 14. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, in der Weißbrodt'schen Wirtschaft zu Salzböden. Schntzb Salzboden, Distrikt71b (hemstotz): Buchen: 55 rm Reiser; Distrikt 61c (Hoheuschied): Fichten: 1 rm Knüppel; Distrikt 81 IV (Hasengarren): Eichen: 1 rm Nutzholz, 851 rm Lvhreiser. 2. Freitag den 15. Juli d. I, Vormittags 10 Uhr, im „Römischen Kaiser" in Wetzlar. Schutzbezirk Etoppelberg, Diftricte 8511, 87X1, 90 XIII und 93 XV: Eichen: 650 rm Lohreiser, Nadelholz: 0,5 rm Scheit. 6789 Der Königliche Oberförster. Eiiipfelilungen Täglich frische Sendung Hochs. (Tafrlliiitkr bei A. & G. Wallenfels, 534 Markt 21 T-l-phon 46. Giessener i Ausstellungs-Loose h 50 Pfg., 11 Stück 5 Mk. (Ziehung 18. Juli) empfiehlt Richard Buchacker, Hauptagentur, Gießen, Neuen-Bäue 11. Die praciischfte Neuheit für Hausfrauen ist die _ WV echte Panama-Seife aus der Fabrik ckem. Präp. Otto Schaaf in Giessen. 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Niddaer Herbst-Markt. Gelegentlich des Niddaer Herbst-Marktes — 5. September 1898 — soll eine Berloosrrvg von Vieh, laudwirthschaftlicheu Gerätheu und Gebrauchsgegenständen, verbunden mit einer Prämiiruug von Kalbinnen und Bullen, letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen, sowie bereits im laufenden Jahre prämiirtes Vieh ausgeschlossen sind, stattfinden. Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Stück auf dem Markte angekauftem Vieh. 6804 Loos 50 Pfg. 240 Treffer. Loos 50 Pfg. Der Generalvertrieb der Loose wurde dem Herrn Philipp Förster dahier übertragen. Wiederverkäufer erhalten 10 Procent Rabatt. Nidda.___________________Das Markt-Comit6. □OOOOOOOOOOOOQOOOOOOOOOOOO Wegen Theilnohme an der Den km al-Entweihung MffWDW bei Laufach-Frohnhofen am 17. Juli werden die Kriegskameraden von 1866 zu einer Besprechung auf Freitag den 8. Juli, Abeuds 9 Uhr, in die Restauration „Aquarium", Wallthorstraße 5, hierdurch freundlichst eingeladen. 5790 Mehrere Kameraden. nooooooooooooaoooooooooooM Soeben erschienen: N neueste praktische prachtumk Unser Kaiser Zestn Jahre der Wegiermig Wilhelms II. SflT Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin bekundeten für dieses Prachtwelk ihr höchstes Interesse und äußertest sich fehr lobe«t> über Text, wie den reichen und gut gewählten Bilderschmuck. Zum Vorzugspreis von Mk. 4 statt 5 Mk. verabreicht dieses Werk bei Bestellungen bis zum 20. Juli die [6826 Ferber’sche Univ.-Buchhandlung (C. Koch). w Der Vorstand. 6817 Gesunde Amme auf sofort gesucht. 6814 Gute Speisen. Prima Mlcr-Lier. Der Vorstand. 6800 Der Vorstand. über gesucht. Liebigstr. 15. 6828 unfern innigsten Dank. L. Grünewald Das Restaurant wird morgen Donnerstag Abend eröffnet. L. Süß, Marktflr. 9. €819 *«A*.6d Der Vorstand. 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Eise sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann am Grabe und die zahlreichen Blumenspenden sagen wir Wegen baulicher Veränderung ist eine Erkerscheibe billig zu verkaufen. Hobes -Anzeige. Verwandten, Freunden unn Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheiluna, daß unsere lube Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Lina 8ed.rAN.sr heute Morgen nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem^ Leiden im schönsten Lebensalter von nahezu 18 Jahren durch den Tod sonst erlöst wurde. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 6. Juli 1898. 6829 Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Juli, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Lahnstraße 10, aus statt. Turnverein. Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht unsere Mitglieder von dem erfolgten Ableben unseres langjährigen Mitgliedes Herrn Meier Hornberger in Kenotniß zu f tzen. Die Beerdigung findet Donnerstag Vormittag 11 Uhr vom Trauerhause, Marburgerstraße 10, aus statt. Die Kaffe der Gcwerbebank zu Gießen E G m. u. H. ist Wegen des zu Wetzlar stattfindenden Verbandstages der hessischen Vorschuß- und Crcdit-Vereine am Donnerstag den 7. Mts. Nachmittags nnd freitag den 8. d. Ws. den ganzen Tag geschloffen. Ikfcectien: E. Burkhardt. — Druck und Berlag der Brühl'scheu UniverfitätS-Buch. und Steindruckrrei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Plummer umfaßt 10 feiten. Abfahrt per Rad und vom Hotel Schütz. (Liste circulirt.) Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter Frau Christina Moebus, geb. Dnlli nach langem Leiden, wohlversehen mit den Sterbesacramenten unserer hl. Kirche, 74 Jahre alt, gestern Abend gegen 6 Uhr in die Ewigkeit abzurufen. 6827 Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Köln a. Rh., den 6. Juli 1898. Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Juli, Nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Steinstrahe 38, aus statt. Sie CMf» io« " * ieiM 6823] Verloren in der Stadt rotbraune Brieftasche, enthaltend Studentenkarte und Radfahrerkarte G. 403, aus Namen Zechlin lautend. Gegen Belohnung abzugeben bei Zechlin, Göthestraße 34, II. Gießener Lesehalle. Mit Rücklicht auf die für Mitte Juli angesetzte Eröffnung der Lesehalle wird dringend gebeten, Anerbrelungen von im Lesesaal aufzulegenden Zeitungen und Zeitschriften baldigst an Herrn Hauptmann Kramer, Herrn Buchdruckereibesitzer Kindt ober an die Expedition des Gießener Anzeigers zu richten. Geschäfts-Verlegung. Hierdurch zeige ich ganz ergebend an, daß ich mein Geschäft nach M Löwengaffe 22 T8BCT in den Neubau des Schmiedemeisters Heß verlegt habe. Meinen Wurst- uud Aleisch-Ausschnitt behalte ich bei unb empfehle ich mein der Neuzeit entsprechend eingerichtetes Restaurant zur Kaiserkrone TH. BRÜCK, Giessen Brand—Kanxleiberg— S »iiH 'Mitte tu Shi-üi« S’iMltt, **tlttt, ei “ e“i du, ll” IW Ml ' ft gfaia »’6«‘i £ Mi Stak""” w,i ™"‘t einen T,( Je" Q“!iü hee *"" '« I •Suita JHi Steins Garten. Donnerstag deu 7. Juli: 4. Abonnements-Concert Anfang präcis 7*/3 Uhr. Eintrittspreis 50 Pfg. 6553______‘__Krausse, Grotzh. Mnökdireetor. Gikßkiier Radfahrer-Vrrem 1885. Sonntag den 10. Juli a. e.: Sommerfest Feier des 36. Stistmgsseßes verbunden mit Achauturuen in der Garten-Re st anration Karl Dorfeld. Hierzu ladet freLndlichst ein 6818 Der Vorstand des Turnvereins Wieseck. Wilh. Möhl, Neustadt 78. Eine selbstständige Haushälterin für ein mittleres Oeconomiegut in der Wetterau sofort gesucht. Offerten unter T. U. 6796 an die Expedition dieses Blattes. MocLes. Tüchtige Arbeiterin, welche auch Capolt- hüte zu machen versteht, unter günstigen Bedingungen per September in die Nähe Gießens gesucht. 6798 Wo? sagt die Expedition d. Bl. Gesucht ein älteres, anständiges Mädchen, mit guten Zeugnissen versehen, gegen hohen Lohn m eine kleine Familie von zwei Personen auf Ende August oder 1. Sept. Näheres in der Exped. d. Bl. 6761 68031 Zur Mitreise nach England ein will-, fleiß. Mädchen, 16 bis 20 Jahre alt (Waise bev.), für alle Arb. aes. Lohnende Stelle. Gutes Heim. Näh. Grünbgrstr. 44. 6812] Ein tüchtiges Hausmädchen oder eine tüchtige Lauffrau des Tages LIEBIG Compapy’s FLEISCH-EXTRACT. Nur echt, wenn jeder Topf den Namenszug in blauer Farbe trägt. Wird aus reinem Fleische bester In einem hiesigen Eugros« Geschäft sindet ein tüchtiger, gewissenhafter Buchhalter uud Correfpoudent dauernde Stellung. Derselbe must auch in der Lage sein, bei Abwesenheit des Chefs denselben vertreten z« können. Schriftliche, ausführliche Offerten unter R. S. 6830 an die Expedition d. Bl. 6813] Zum Sonntag werden Kellner gesucht für ein Sängerfest. Zu melden Ludwigstratze 6. 6802] Ein tüchtiger Pferdeknecht für sofort gesucht. Jakob Rinn XV., Heuchelheim. 6794] Emen braven und tüchtigen Hausburschen, ebenso em Bürschchen zum Auslaufen suchen ____ Brüder Schmidt. 6805] Sohn anständiger Eltern als Sellnerlehrling gesucht. Näheres in der Expedition h. Bl. /o \o 3