Rr. 130 Erstes Blatt. Dienstag dm 7. Juni L8»8 Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener JimtrienvtStter »erden dem Anzeiger »Schentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger StejUflsyttU „crteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfß, mit Briugerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Algendm Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« und AuslarM» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger mtAWM« Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Giefzen. -tedaction, Expedition und Druckerei: Kchnlstrntze Nr. 1. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Siehe«. Fernsprecher Nr. 51. rgeois. Wittum eifters Sreuder) OHI f I Ml Ito" io ehe Weile. «il icment billiger) - n, fowit bet vnehtlichni Iahten beroiefene Sethm N ierei Pichler. shöhe. ^vorstaub. D®ube Ctbieniig. lchtvngivoll Schultheiss. N tigern die Tasiwichs^ den lein. die M bkck^ mg fiel* zufrieden zu M ne hnecko. iUl, Toupets, x Kasten- wTj und S Leiter* B* wagen ZtzdiB politische Wochenschau. Ganz so glatt dürfte die Verständigung der beiden frei- ! finnigen Parteien bei den Wahlen doch nicht von statten gchen, umsomehr als die Vorbereitungen der freifinnigen Bolk-partei und der Vereinigung bereits sehr weit gediehen waren und die Aufstellung der Candidaten überall ihre Erledigung gefunden hatte. Es gehört nunmehr natürlich viel Überwindung für den einen oder anderen Theil dazu, frei- willig zurückzutretev, und nicht überall wird die Entsagung zur Thatsache werden. Dar Urtheil darüber, welche der beiden Parteien in einzelnen Wahlkreisen die meisten Chancen hat, ist aber sehr schwer zu fällen. Noch immer vollzieht sich der Wahlkampf in verhältnis- mäßiger Ruhe. Die Leidenschaftlichkeit, welche bei früheren Wahlen zu Tage trat, ist stark abgedämpft, trotzdem doch gerade die nächste Reichstagssession in wirthschaftlicher Be- ziehung eine große Bedeutung zu erlangen verspricht. Wohl wird agitirt und werden Versammlungen abgehalten, aber bisher hat sich in dieser Hinsicht noch keine besondere Erregung geltend gemacht. Eigentlich könnten wir ganz froh sein, daß wir über unsere iunerpolitische Situation so wenig zu berichten haben, denn von allen denjenigen Ländern, die wir einer eingehenden Besprechung unterziehen müsien, liegen Meldungen erfreulicher Art nicht vor. DaS zeigt sich schon bei unseren Nachbarn an der Donau. In Oesterreich haben am Mittwoch bte ReichSrathsverhandluugen wieder begonnen, die erste Satzung eröffnete jedoch bereits eine sehr trübe Perspective auf den Fortgang der Berathungen und läßt jede Hoffnung auf eine Gesundung der inner-politischen Verhältntffe schwinden. Oer Nationalitätenhader und die eigentümliche Haltung, wckche die österreichische Regierung den Deutschen gegenüber einnimmt, wirken insbesondere auf die Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn zurück, und eS läßt sich schon jetzt übersehen, daß diese im laufenden Jahre nicht zum Abschluß gelangen io erden. Ungarn soll in der Qtotensrage jetzt einige Nach- giebigkeit zeigen und einen Antheil an den gemeinsamen Ausgaben im Betrage von 36 Procent zugestehen wollen, um den Ausgleich zu ermöglichen. Was hat dies aber für einen Zweck, wena in Orsterreich die Obstruction von Neuem ein* setzt und die Verhandlungen im Abgeotdnetenhause unmöglich macht? MarquiS di Rudini hat sein Ministerium doch zu .tonbe bringen können und die sich geltend machenden Schwierigkeiten zu überwinden vermocht. Freilich ist wohl Niemand da, der dem Cabinet eine lange Lebensdauer prognosticirt, denn zu der bisherigen Opposition in der Kammer treten ann auch wieder sämmtliche Anhänger Zanardellis, die, solange ihr Herr und Meister im Cabinet saß, die Bekämpfung der Regierung nicht mit aller Schärfe betreiben durften. Nun haben sie. keinen Grund mehr, Zurückhaltung zu üben, und werden das Versäumte jedenfalls gründlich nachzuholen versuchen. Auch Frankreich hat seinen inneren Conflict durch- zumachen, der diesmal ernsterer Natur zu fein scheint. Die Vorgänge bei der Wahl der Präsidenten in der Kammer haben gezeigt, daß die Position der Regierung eine sehr schwache ist, daß sie von Zufälligkeiten abhängig ist, die jeden Tag eintreten können. Jedenfalls beruht die Majorität de» Cabinet» in der Kammer auf einer wenig zuverlässigen Koalition, die in jedem Augenblick auseinander gesprengt werden kann. Immer mehr kommt man zu der Ueberzeugung, daß die letzten Wahlen dem Ministerium Mvline doch eine Niederlage gebracht haben, insbesondere wenn in Erwägung gezogen wird, mit welchem Hochdruck die RegierungSmaschiue bei den Wahlen gearbeitet hat. Der Wahlgang in der Kammer liefert den Beweis, daß die Parteiverwirrung noch erheblich gesteigert worden ist, daß eine feste Majoritätsbildung nach der einen oder der anderen Seite eine bedeutende Erschwerung erfahren hat. Die Ereigniffe auf dem Kriegsschauplätze in Westindien dürfen wir natür.lch nicht unerwähnt lassen, wenn auch noch keine Entscheidung erfolgt ist. Der moralische Erfolg, den die Spanier am Dienstag bei Santiago errungen haben, wird seine Wirkung nicht verfehlen und den Muth und die Zuversicht derselben erheblich anzufeuern geeignet sein. In der Flotte besteht Amerikas Hauptmacht, denn auf daß zusammengelesene Gesindel, auS dem sich das Gros feines jetzigen „Heeres" zusammensetzt, kann im Ernstfälle wohl kaum ge- rechnet werden. Ist aber die Flotte machtlos, wo soll dann der Erfolg Herkommen? Wo bleiben jetzt Diejenigen, welche für daS Mil'tzheer schwärmen und in ihm auch daS Heil für Deutschland erblicken, angesichts der Erfahrungen, welche heute die Vereinigten Staaten mit den angeworbenen Vaterlands- vertheidigern machen, die keine DiSciplin kennen und sich in eine solche auch wohl schwerlich werden hineinzwängen lassen wollen! (xx) Deutsches Reich. Berlin, 5. Juni. Der Kaiser machte gestern, wie auS Swinemünde gemeldet wird, aq Bord der Lustyacht „Iduna", die von der Luflyacht „Meteor" begleitet war, eine Segeltour, die sich bil zur Höhe der StackelbergeS erstreckte. Um 8 Uhr Abends traf der Kaiser wieder in Swinemünde ein. Berlin, 5.Juni. Der Kaiser hat den Geschichtsmaler William Pape beauftragt, die kürzlich stattgehabte Coufir- mation des Kronprinzen und de- Prinzen Eitel Friedrich bildlich darzustellen. Berlin, 4. Juni. Der Finauzminister Dr. v. Miquel konnte heute zum ersten Male fett seiner Rückkehr au» Posen wieder die Bureauräume seines Ministeriums aufsuchen. Mitte diese» Monats gedenkt der Minister sich nach Em» zu begeben. — Regelung des Bernsteinregals. In Königsberg findet zwischen dem 6. und 9. d. M. die Abschluß- berathung zwischen der königl. Staatsregierung und dem Geh. Commerzienrath Becker betreffs üvkauss der Palmicker Bernsteinwerke durch den Staat statt, die vorauSfichtlich zu einem günstigen Ergebniß führen wird. Jedoch dürfte die Ucbernahme der Werke durch den Staat erst am 1. Juli 1899 stattfinden. — Angeblicher Zwischenfall an der deutsch- franzö fischen Grenze. Der von französtschen Blättern gemeldete Grenzzwischenfall vom 29. Mai beschränkt sich darauf, daß mehrere Soldaten des sächsischen Fuß-Artillerie- Regiment» in Metz am ersten Pfingstfeiertage, in der Nähe von Mars-la-Tour die hier sehr schwer kenntliche Grenze versehentlich überschritten und von sranzöfischen Zollwächtern zurückgewiesen wurden, wobei es zu einem Wortwechsel kam, da beide Parteien sich nur schwer verständlich machen konnten,* zu Thätlichkeiten ist e» nicht gekommen. Die Soldaten zogen sich über die Grenze zurück. — Im Befinden des Königs Otto von Bayern ist, wie au» zuverlässiger Quelle verlautet, wiederum eine kleine Verschlimmerung etngetreten, da sich neuerdings Blutungen zeigen. Die Thatsache einer fortschreitenden Nierenerkrankung wird nach den neuesten Beobachtungen seiner Umgebung kaum mehr geleugnet werden können. Einer persönlichen Untersuchung des hohen Kranken setzt dieser den alten Widerstand entgegen, und Gewalt darf den Vorschriften gemäß durchau» nicht angewendet werden. Anslsvd Wien, 4. Juni. Die Regierung wird die Interpellation über die Grazer Vorgänge am Montag, spätesten» Dienstag, beantworten. Die außerhalb wohnenden Abgeordneten der Rechten wurden dieserhalb mittelst Circular» aufgefordert, am Montag vollzählig im Abgeordnetenhause zu erscheinen. Die Socialisten werden in der nächsten Woche den Antrag auf Herabsetzung de» Getreidezolles erneuern. Wien, 5. Juni. Der Reichsrath hat gestern die Antwort auf die Anfrage wegen der Grazer Vorgänge festgestellt, die morgen abgegeben werden soll. Die Antwort dürfte dem Vernehmen nach die Linke unbefriedigt laffen. Brünn, 4. Juul. Der Herausgeber und Redacteur de» hiesigen Socialisten-BlaiteS „VolkSfreund", Schloßnikl wurde wegen Veröffentlichung eines gegen die Bibel gerichteten Artikels zu drei Monaten Kerker verurtheilt. Brussel, 5. Juni. Die Internationale Zucker- confer en z tritt am Dienstag im belgischen Auswärtigen Amt zusammen. Deutschland, England, Frankreich, Oester- reich-Ungaro, Belgien, Portugal, Rußland und Schweden sind vertreten. ES ist Geheimhaltung der Berathungen beschlossen worden. Pari», 4. Juni. Hier tritt mit Bestimmtheit da» Gerücht auf, daß Möliue entschlossen sei, den Krieg-minister Billot durch den General Saussier zu ersetzen. — Wie eS den Franzosen mit der Herübernahme der Institution der Einjährig-Freiwilligen nicht recht hat glücken wollen, so geht e» ihnen fast noch schlechter mit der Pflege der Turnerei. Die französtschen Turnvereine sind auf die Zahl von 863 mit im Ganzen etwa 30000 Mitgliedern zu- sammengeschmolzen, während die deutschen auf 6249 mit ungefähr 600000 Mitgliedern gestiegen und noch im vollen Fortschreiten begriffen sind. Der Ausschuß deS Gesammt* Vorstandes der französtschen Vereine hat nunmehr ein dringendes Ansuchen in Form eine» offenen Briefe« an den Krieg»- Minister Billot gerichtet, um ihn um Unterstützung und Hilfe zu ersuchen, wenn die Vereine nicht in kurzer Zeit ganz ein« gehen oder, wie der militärische Mitarbeiter de» „Journal des DebatS", Charles Mulo, eS nennt, an Bleichsucht sterben sollen — ein passender Tod für Turnvereine! „Trotz wiederholter Aufrufe," heißt eS in der Petition, „trotz unermüdlicher Arbeit nehmen unsere Bestände nicht mehr zu, und die neuen Vereine, die wir mit immer größerer Mühe ins Leben rufen, decken nicht den Ausfall der eingegangeuen vereine." So zeigt eS sich nach den verschiedensten Richtungen hin, daß sich das französische Volk auS dem Verfalle, in den eS etn- getreten ist, nicht wieder emporzuraffen vermag. Wie die eigene Anregung mangelt, wird auch eine Beihilfe de» Krieg«» ^Ministers keinen Erfolg verbürgen. Belgrad, 5. Juni. Da» Wahlresultat ist vollständig regierungsfreundlich ausgefallen. Zwei Drittel der Mandate fallen an RegierungScandidaten. Drei bedeutende radtcale Führer find durchgefallen. Belgrad, 4. Juni. Die Skuptschina-Wahlen find bisher ruhig verlaufen. ES wurden lediglich die bet allen Wahlen üblichen Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Sieg der RegierungScandidaten ist gesichert. London, 4. Juni. Osficiell wird aus Washington gemeldet: Die Flotte SampsouS habe sich mit dem Geschwader SchleyS vereinigt. DaS Marineamtsei In beständiger Verbindung mtt Sampson. London, 4. Juni. Nach Meldungen au« Cuba haben die Cubaner einen stürmischen Angriff auf Santiago gemacht und den Spaniern eine Schlacht geliefert, die jedoch noch unentschiedern ist. Die Insurgenten haben jetzt ihr Lager außerhalb der Stadt aufgeschlagen. Madrid, 4. Juni. Regierungsdepeschen au« Havanna bestätigen, daß die Amerikaner gestern vor Santiago eine empfindliche Niederlage erlitten haben. Außer dem in den Grund gebohrten Schiffe erlitten zwei amerikanische Panzer schwere Havarie. Petersburg, 5. Juni. DaS hessische Großherzog, paar und da» italienische Kronprinzenpaar treffen zum Besuche de» russischen Hofe» Mitte Juli hier ein. Die übliche Reise de» russischen Kaiserpaare» nach Darmstadt unterbleibt in diesem Jahre. New-York, 5. Juni. An« Port au Prince wird gemeldet, daß bte Amerikaner am Freitag Abend Santiago de Cuba abermals etwa eine Stunde lang bombardirt haben. Die Batterien der Forts sollen stark beschädigt sein. New-York, 5. Juni. Die Meldung der „World", daß daS Kabel zwischen Cuba und Spanien zerschnitten sei, ist unbegründet. Nrw-York, 5. Juni. Die erste Division der für Cuba beftlmmten Truppen ist nunmehr eingeschifft und abgegangen. New-York, 5. Juni. Nach einer Meldung au« Havanna hat General Bianco einen Theil seiner Truppen nach Santiago abgesandt, um jede Landung der Amerikaner zu verhindern. Havanna, 6. Juni. Bisher haben die Amerikaner keine weiteren Angriffe auf Santiago unternommen. — Marschall Bianco verständigte die auswärtigen Consulate, daß auf Cuba eingeführte Lebensmittel unbedingte Zollfreiheit genössen. New-York, 4. Juni. Mac Kinley ließ die Regierung von Uruguay auffordern, ein spanisches Torpedoboot, welche» sich in Montevideo befindet, auszuweisen oder dessen Abfahrt zu verhindern. Locales unb provinzielles. ' Gießen, 6. Juni 1898. •• Militarperfonalnachrichten. Der Unterarzt Dr. Fischer vom 3. Großh. Jnf.-Regt. (Letb-Regt.) Nr. 117, unter Versetzung zum Füs.-Regt. von GerSdorff (Hess.) Nr. 80, zum Asfist.-Arzt, die Asfist.-Aerzte der Res. Dr. Keller vom Landw.-Bezirk Gießen, Dr. Braden vom Landw.-Bezirk Mainz, Dr. Büchner vom Landw.-Bezirk Gießen, Dr. Kißner vom Landw.-Bezirk Gießen, zu Oberärzten, die Unterärzte der Res. Dr. Mühsam vom Landw.-Bezirk Mainz, Naab vom Landw.-Bezirk WormS, zu Asstst.-Aerzten befördert. Dr. Bachert, Oberarzt vorn Großh. Feldart.-Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Corp») mit Pension der Abschied bewilligt. •• Theater-Verein. Dilettanten-Vorstellung am 10. Juni im Gießener Festsaal. Wir befinden un» in einer raschlebigen Zeit, wa» heute uns schön und interessant dünkt wird tu kürzester Zett ein bon mot von gestern. Am leben», unfähigsten haben sich jedoch die Erzeugnisse unserer Theater« dichter in den letzten Jahren erwiesen, fast alle waren Eintagsfliegen, und nur wenige haben sich ein dauernde» Interesse erhalten. Zu den wenigen zählt nun unbestritten unser Han» Huckebein von Kadelburg und Tchönthan, der unter den heiteren Mnsenktndern seiner Väter wirklich der heiterste ist. Wir zählen e» nicht zu seinem Ruhm, daß er in seiner Vaterstadt Berlin Hunderte von Abenden hintereinander übet die Bretter spazierte und Alle» entzückte- das hat auch, freilich In anderer Art, die unheimliche Holzauction gethan, für die unsere holden und unholden Schönen mit Inbrunst glühten. Bemerkenswerth aber ist e», daß Han» Huckebein, trotz seiner stürmischen Jugend, heute noch, wenn er sich nach kurzen oder längeren Pausen sehen läßt, stet» volle Häuser erzielt und nach wie vor al» Kaffenmagnet seine Dienste thut. Die Reichshauptstädter find ein Theatervölkchen, welche» besonder» für Premieren schwärmt, aber vom Hans Huckebeiu hat es fich wiederholt Reprisen gegönnt, e» ist eben immer wieder von Neuem zu komisch, den guten Han- Huckebein, der wirklich kein Waffer trüben will und kann, durch der Geschicke Tücke zum Sündenbock verurtheilt zu sehen. •• Grundsteinlegung. Morgen (Dienstag) Nachmittag um 3 Uhr findet die feierliche Grundsteinlegung zum Neubau des evangel. Schwesternhauses statt. •* Radsport. Ludwig Opel errang gestern in Cassel bet dem großen Rennen vier erste Preise. Berheyeu siegte in Darmstadt beim Hauptfahren trotz scharfer Con- currenz glänzend. Cifotti erhielt im Amateurfahren daselbst den ersten Pret». ** Die Wanderer, G. R.-8., unternahmen gestern eine Radtour nach Arnsburg. An derselben betheiligteu fich fast sämmtliche Mitglieder mit ihren Damen. In Arnsburg coucerttrte die Capelle Kimmel. Unter Vorauffahrt derselben wurde gegen Abend die Tour nach Lich und nach einer kurzen Rast über Steinbach und Annerod nach Gießen fortgesetzt. Die Tour nahm einen allgemein befriedigenden Verlauf. ** 21. Deutscher Fleischer Berbandstag. Der Deutsche Fleischer-Verband gehört anerkanntermaßen zu den größten JnnungSveretnignngen Deutschland». Derselbe umfaßt zur Zeit 945 Innungen, mit 26 067 Mitgliedern - eiugetheilt in 22 BezirkS-Veretne und eine Anzahl von Innungen, welche vermöge de» Zusammenwirken» verschiedener Umstände eine Ausnahmestellung einnehmen. Die BerbandS- thätigkeit auf den vielen Gebieten des gewerblichen Lebens und auf dem so weit verzweigten Felde des Jnnung»- lebeuS und JnnuugSwesens hat zu den erfreulichsten Erfolgen geführt. Ja den Tagen am 21. und 22. Juni d. I. wird nun dieser Verband den 21. BerbandStag während seines 23jährigen Bestehens in Hannover abhalten. Mit diesem VerbandStage wird eine Au-stellung von Maschinen, Werk- zeugen und Gerätheu zum Betriebe der Fleischerei und Wurst, macheret verbunden sein. Jede weitere Auskunft ertheilt und jede Anfrage beantwortet gern in sachgemäßester Weise die Redaction der „Deutschen Fleischer-Zeitung" (Alleiniges amtliches Organ des Deutschen Fleischer-Verbände»), Berlin, Wilhelm-Straße 119/120. luB Srünberg, 4. Juni, wird uns geschrieben: Die „Hessische Landeszeitung", obgleich nunmehr durch eine an der Spitze ihres Blatte» stehende geharnischte Er- klärung feststeht, daß sie nicht Organ der Sozialdemokratie sein will, öffnet trotzdem weiter mit Behagen den Gegnern der freifinntgen Partei ihre Spalten- so gibt fie einem Be- richt über die Grünberger Versammlung der vereinigten liberalen Parteien Raum, wonach diese Versammlung angeblich ohne jeden Erfolg verlaufen sei und worin weiter bemerkt wird, daß eS den Liberalen nicht einmal gelungen sei, BertrauenSmänner in Grünberg zn finden. Diese Mit- theilungen find thatsächlich durchaus unrichtig, indem nach Mittheilung von Augenzeugen die Versammlung in Grünberg sehr gut besucht war und die Ausführungen des Candtdaten sowie der übrigen Redner Herren Rechtsanwälte vr. Fuhr und vr. Jung von Gießen mit großem Beifall ausgenommen wurden. Was die Vertrauensmännerfrage betrifft, so ist dieselbe gerade sür Grünberg in durchaus zufriedenstellender Weise geregelt. E» geht die» schon daraus hervor, daß das langjährige eifrige Mitglied der fretfinnigen VolkSpariet, Mühlenbefitzer Keil in Grünberg den Vorfitz in der Grün- berger Versammlung führte- wie neben verschiedenen tüchtigen Vertrauensmännern der nationalltberalen Partei, genannter Herr Keil sowie ein weiteres sehr eifriges Mitglied der fretfinnigen Volkspartei, Herr Heinrich Schmidt I. in Grünberg nicht nur das Amt eines Vertrauensmannes für Grünberg angenommen haben, sondern auch bereits in der Umgegend von Grünberg fleißig für die Wahl des liberalen Candtdaten Dr. Frank gewirkt haben. H. Windhausen (Kreis Alsfeld), 3. Juni. Heute Vor- mittag gegen 8 Uhr entstand in der Hofraithe deS Land- wirthS Herrn Conrad Stein dahier ein Schadenfeuer, welches die Scheune, Stallung und das eine, aber unbenutzte Wohnhaus in Asche legte. Der Brand war in der Scheune zum Ausbruch gekommen und mußte nach Lage der Verhält- utffe Brandstiftung angenommen werden. Der Umsicht des Herrn Gendarmen Eglh au» Romrod ist es allein zu ver- danken, daß der Thäter, der 14 jährige bei dem Abgebrannten in Diensten stehende August Steuernagel von Windhausen nach hartnäckigem Leugnen zu einem umfaffenden Geständniß fich bequemen mußte. Er wurde durch den Beamten alsbald verhaftet, und noch selbigen Tages dem Großh. Amtsgericht Ulrichstein überliefert. Heber den Grund seiner bösen That besragt, gab der jugendliche Taugenichts die einfältige Antwort, er habe da» Streichholz in seiner Tasche los sein wollen, e» darum in der Scheune entzündet und damit da» Heu tu Brand gesetzt. A Angenrod bei AlSfeld, 4. Juni. Sein 50 jährige» Dteustjubiläum als Gemeinderechner begeht am 18. August d. I». unser Mitbürger Konrad Hofmann. Ungeachtet seine» hohen Alter», er hat am 29. Mai da» 81. Lebensjahr vollendet, erfreut sich dieser Beamte augenscheinlich einer ausgezeichneten geistigen wie körperlichen Frische. Herr Hofmann waltete während seiner 50 jährigen Dieuftführung mit einer seltenen Pflichttreue. Au» Rheinhessen, 4. Juni. Au» verschiedenen Thetlen unserer Provinz laufen Mttthetlungen ein, wonach in den letzten kalten Nächten Gurken, Bohnen und Kartoffeln erfroren find. Schwurgericht. W. Gießen, 7. Juni 1898. Heute Vormittag um 9 Uhr eröffnete der Borfitzende, LaudgerichtSrath Schmeckenbecher, die erste Verhandlung der Schwurgertcht»taguug. Nach Erledigung der gesetzlichen Formalitäten und nach Bildung der Geschworenen-Bank wurde in die Verhandlung gegen den 24jährigen Dienstknecht Heinrich Adolf Goebel von Niederbiel wegen Sittlichkeits- Verbrechen» eingetreten. Fünf Zeugen und ein medtctutscher Sachverständiger find zu hören. Der Angeklagte, welcher wegen des in Rede stehenden Deliktes bereit» mit 1^, Jahren Zuchthaus, außerdem aber wegen Landstreichens, Betteln» und wegen Hehlerei vorbestraft ist, wird beschuldigt, auf der Landstraße zwischen Butzbach und Pohlgön» eine Frau vergewaltigt zu haben. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oeffeutlichkeit statt. Nachdem die Geschworenen die Schuldfrage bejaht, das Borliegen mildernder Umstände aber verneint hatten, erkannte der Gerichtshof gegen den Angeklagten wegen versuchter Nothzucht auf 6 Jahre Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Der Ober-StaatSanwalt Dr. Güugerich hatte 8 Jahre Zuchthaus beantragt. ~ Aus der Zeit für Me Zeit. Vor 72 Jahren, am 7. Juni 1826, starb in München der Optiker Josef v. Frauenhofer. Seine mit allen Hilfsmitteln der Technik ausgeführten Fernrohre haben uns eine große Zahl neuer Weltkörper und Vorgänge am Himmels- raum kennen gelehrt, deren Erforschung und Erklärung eine große aber schwierige Aufgabe der Astronomie ist. Frauenhofer wurde am 6. März 1787 zu Straubing geboren. Zur Wahlbewegung schreibt man dem „Gießener Anzeiger" von zuständiger Seite: Gießen, den 3. Juni 1898. Die „Hessische Landeszeitung" verwahrt fich in ihrer Nummer vom 2. Juni d. I. gegen den von un» erhobenen Borwurf, daß fie ein verkapptes Organ der Soctaldemokratie sei. Wie schwer fie der Vorwurf getroffen hat, geht daraus hervor, daß die ^Landeszeitung" unter Außerachtlassung jeder parlamentarischen AusdruckSwetse die Aufstellung unserer Behauptung als eine „Unverschämtheit" bezeichnet. Wir wollen mit dieser AuSdruckSweise nicht weiter rechten- die Gereiztheit, mit welcher unser Vorwurf zurückgewiesen wird, zeigt, wie schwer man fich getroffen fühlt und daß fich die Redaktion der Thatsache voll bewußt ist, daß die Haltung, welche die Zeitung neuerdings in politischen Fragen und speciell tu der Frage der Gießener RetchStagSwahl genommen hat, bet jedem Unbefangenen den Eindruck Hervorrufen mußte, daß die „Landeszeitung" ihre vornehmste Aufgabe darin erblickt, in unserem Wahlkreis wenigstens in erster Linie die Social- demokratie zu unterstützen. Nun, die „Landeszeitung" bestreitet dies und wir können von dieser Thatsache nur mit Vergnügen Act nehmen. Wir wollen aber dabei auch hoffen, daß nunmehr die „LandeSzeitung" auch die Consequenzen ihrer feierlichen LoSsaguag von der Soctaldemokratie trägt. Ist die „Landeszeitung" kein socialdemokratischeS Organ, so können und müffen wir annehmen, daß fie eine Zeitung mit durchaus volksfreundlicher, demokratischer und liberaler Tendenz ist. Wie vertragen fich nun aber mit demokratischen und liberalen Grundsätzen die scharfen Angriffe gegen den hiefigen fretfinnigen Verein wegen deffen Haltung in der die»- maligen Reichstagswahl. Ist eS etwa demokratisch und liberal, wenn man auS dem eigenen Lager Maßregeln bekämpft, die von dem erwählten Vorstand der Partei mit Genehmigung der ordnungsmäßig berufenen Generalversammlung und vor Allem mit ausdrücklichem lautem Beifall der vertrauens- Männerversammlung ergriffen worden sind? Glaubt etwa die „Landeszeitung" der volk-freundlichen und demokratischen Sache — möge die Zeitung auf dem Standpunkt der deutschen oder der deutschfreistnnigen Partei stehen, bezüglich welcher Parteien wir einen irgend principtellen Widerspruch nicht auzuerkennen vermögen — etwa damit zu dienen, daß sie gleich dem „Mitteldeutschen Sonntagsblatt", dem dies von seinem Standpunkt au» nicht zu verargen ist, die freisinnige Verein»leituug auf da» Schärfste angreift, weil dieselbe nach bester Ueberzeugung im Interesse der freisinnigen Sache sich in diesem Wahlkampf zu einem Zusammengehen mit der nationalltberalen Partei eutschloflen hat. Glaubt denn etwa die „Landeszeitung", daß eS dem Vorstand der freifinntgen Partei, Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch, Beigeordneten Georgi, Landtagsabgeordneten Metz, Stadvec» ordneten Haubach, und sämmtlichen Mitgliedern des Vorstände», welche feit Jahren überall im Sinne de» entschiedenen Fortschritt» thätig waren.und da, wo e» die Haltung der Nationalliberalen nöthig wachte, diese auf da» Schärfste bekämpft haben, fo leicht gefallen sei, für einen Candtdaten eiuzutreten, der bet allem entschiedenen Liberali»«u», zu dem er fich bekennt, der nationalltberalen Partei beitreten will?! Allein ein Compromiß läßt fich eben nur abschließen, wenn von beiden Seiten ein Opfer gebracht wird. E» muß doch festgehatten werden, daß die nationalliberale Partei in loyalster Weise damit einverstanden war, daß drei entschieden link» | stehenden Liberalen, die entweder der freisinnigen Volk»partei angehärten ober eher noch einen demokratischen Standpunkt vertraten, deren entschiedener Liberalismus jedenfalls nicht bestritten werden konnte, die Candidatur angeboten wurde. war demgemäß doch die einfachste Anstandspflicht für die Gießener Fretfinnigen, wenn irgend etwas zu Stande kommen sollte, einen daraufhin von der nationalltberalen Partei präsen- tirten Candtdaten, der fich zu einem durchaus liberalen Programm bekannte, auch ihrerseits zu acceptiren. Es ist in der hiefigen Preffe neuerdings wiederholt, so auch in Nr. 127 dieses Blattes, um dies bet dieser Gelegen- heit mit abzuthun, daraus hingewtesen worden, wo» die frei- finnigen Parteimitglieder Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch und Grünewald zu dem Vorgehen des freisinnigen Verem» sagen würden. Dem gegenüber ist zu bemerken, daß Herr Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch, der heute noch Mitglied deS verein». Vorstandes ist, mit sämmtlichen Vorstandsmitgliedern ohne jede Ausnahme von Anfang an darin einig war, daß eine Verständigung mit der nationalliberalen Partei wegen eine» gemeinschaftlichen Candtdaten versucht werden müffe. WaS aber den Herrn Rechts anwalt Grünewald betrifft, welcher aus rein persönlichen Gründen unter aus- drücklicher Wahrung seiner Zugehörigkeit zur Partei vor etwa zwei Jahren au» dem Vorstand de» hie- figen Verein» au»gctreteu ist, so war dieser allerding» an» rein taktischen Gründen gegen die Aufstellung eine» national- liberalen Candidaten, da er deffen Wahl für wenig an»ficht». voll hielt, und hat er diese Auffassung auch in einer Sitzung de» Vorstände» de» fretfinnigen BezirkSverbande» der Pro- vinz Oberheffen geltend gemacht. Allein wir wiffen ganz bestimmt, daß Herr Recht»anwalt Grünewald sich dem vor- stand be» Verein» gegenüber au»diücklich dagegen verwahrt hat, baß er im Geringsten gegen bte Wahl be» von der Partei nunmehr aufgestellten Compromißcandibaten thätig gewesen sei ober irgend» dagegen auftreten werde. E» ist ja auch geradezu undenkbar, daß ein langjährige», hervorragend thätige» Mitglied der freisinnigen Partei lediglich um deßwilleu, weil e» mit feiner persönlichen Auffassung n cht durchzudringen vermochte, nunmehr entgegen allen demokratischen Grundsätzen, die eigene Partei bekämpfen sollte. E» sollen nur diejenigen freisinnigen Wähler be» ganzen Wahlkreise», unb speziell der Stadt Gießen, welche von den bewußten oder unbewußten Vorkämpfern für den Sieg der Socialdemokratie al» Anhänger de» von den Socialdemokraten sonst oft so heftig bekämpften Recht»aowalt» Grünewald gegen die Freisinnigen zum Kampfe aufgerufen werden, dem anerkeuneuSwerthen, durchaus correcten und loyalen Vor- gehen ihre» Führers folgen. Und in der That, wa» kann man denn der freisinnigen Parteileitung Gießen» in diesem Wahlkampfe vorwerfen? Ist denn in Gießen verwerflich, wa» in Frankfurt üblich unb anerkennenSwerth ist? Finbet nicht in Frankfurt zur Zeit ein Zusammengehen der drei bürgerlichen Parteien, National- liberalen, freisinnige Volkspartei unb süddeutsche DolkSpartei, unter allgemeinem Beifall auch der robicalen Demokraten Frankfurts statt, unb zwar, wie der Caudibat der vereinigten Parteien In der Versammlung vom 2. Juni l. I». treffend au-sührte, da» Bürgerthum zu schützen gegen den agrarischen Ansturm von recht» unb bte Angriffe ber Soctaldemokratie von link». Was aber wollen bte beiben liberalen Parteien Gießen» anber»? Au» bem ausgestellten Wahlprogramm ber beiden Parteien geht ebenso wie au» ber Weigerung be» Herrn Deconomeu Sch lenke in der VertraueuSmännerversammluug, da» gemeinsame Vorgehen zu unterstützen, hervor, daß fich die Nationalltberalen Gießen» von den Agrariern ganz entschieden loSgesagt haben, daß fie also da» Lob verdienen, welches vor wenigen Tagen sogar die gewiß demokratische „Frankfurter Zeitung" einem Theil der Nationalltberalen — die „Frankfurter Zeitung" bezeichnet sie allerdings al» Ausnahmen — gespendet hat. — Jeder wirklich frei- innige Mann, wenn e» ihm auch begreiflicher Weise im ersten Augenblick nicht leicht werden wird, den Entschluß zu affen, einem Nattouallideralen seine Stimme zu geben, wird, wenn er fich die Sache ruhig überlegt, zu der leberzeugung kommen müssen, daß e» feine Pflicht ist, am Wahltage nur demjenigen Candtdaten seine Stimme zu geben, welcher von der durch Wahl an die Spitze der Partei gestellten Parteileitung vorgeschlageu wird, unb beffen Persönlichkeit unb Programm volle Garantie bafür gibt, daß er nach recht» unb link» für bte liberale Sache eintreten wirb unb daß er für irgend welche reaktionäre Maßregeln auf politischem unb wirthschaftltchem Gebiete nicht zu haben ist. C. Frankfurt a. M., 4. Juni. FrühltngSfest im Zoologischen Garten. Dieses infolge ber ungünstigen Witterung ursprünglich für 21. unb 22. Mai geplante Fest deS östcrr.-ungarischen Vereins „Austria" findet nunmehr Samstag den 11. unb Sonntag den 12. d. M. statt. Da» ursprüngliche Programm (vier Musikkapellen, tyroler Sänger, GschnaSpanorama, Carouffel, Tombola, Schießftand, lebende Plakate, Tanzboden, ©artete Vorstellungen im „Gemüthlichen", „Bratwurstglöckel", Champagner-Pavillon und sonstige Unterhaltungen tm Stile des Feste», deffen Arrangement bekannt- lich in den bewährten Händen de» Herrn Clemens Grün vom hiesigen Stadttheater liegt) ist u. A. noch durch Hinzufügung eine» Zaubercabinet» für Kinder vermehrt worden. Besonder» prächtig wird sich das Fest am Samstag Abend durch Beleuchtung de» Zoologischen Garten» mit dem Weiher durch 3000 Lampion» gestalten. Beginn de» Festes an beiden Tagen um 4 Uhr Nachmittag». Die Eintrittspreise betragen am Samstag im Vorverkauf 1,50 Mk., an der Tage»kaffe be» Zoologischen Gartens 2 Mk. unb am Sonntag 1 Mk., für Kinder au beiden Tagen die Hälfte. Die Eintrittskarte berechtigt gleichzeitig zum freien Zutritt zu allen Der- A Die zum Ne vmlich: Maurer- Wen auf dem W whmer vergeben i Die Bedingt “mwm auf unsere „Bezügliche A 5 Uhr, verschlaf «^reichen. ließen, di St 1, ff*8 ' ti« I« MMW“’S totiui M di- fW SrtwSW »»s (inan es« »«i* tau« ti”®“ Störungen cic spttchlettv-gell ügung verrüft Zahlen, obgleich M°»s° daraufhin, daß tn Betrieb gelt von dem Grün flu{ Sntserunng lebten Lech i'jt ßaM 1 auf Grand § (anitt nämlid) btl Betriebes eher zu befflrc durch eine sp derselben berat fich nicht störe! die electrischea AeichSieimogeu erforderlichen i mit her Frage: Genehmigung di Me za 8®^ nehmen. DieL unb Bedeutung »-nun L-wdger nicht gefittt, v Telegrapheuleiti Vereinbarung n tung selbst tu: tvalttmg mit R regal die Berel für ihre Lritun allgemeinen 8» • Sie „fl farii wirb voi gelangte gestern adgeändertr Eop AapoleouS I. David hatte nach hn Salon von 1 kn and ihm die Eeschlaß gefaßt, , t Aachmttta. ^eker'sch, „_7«E^°phag, Stühle in tevü, :* -piranL i Äi1 Miet, «K per Hs rrr'-rr sw»Sä Ä**>M -«Iw Sa’tt““'' k,h * »°-tw « "° * 7L'-°.».^ „7li" °°K,„I •äÄÄt *""«t Chili Mi,* Bli|1 l«r »ttrtg Miet, ar “*“4 ml“1“1"1 k»k° Meta ult nifa, »"? Vw 1 Ml Ni btl tu lt ®Ptoini§canbibat{n tfe aaftretta iverdr. tz> ein lavMrigrt, hm, °°'gm Panri lebige i 'rlöllltchm «uffaffung!; |r entgegen allra t»: dmei bekilvpsra |tl VLHlrr brt M 1 Sieten, welche bot.'c "pfmi fü( bell Sit; ton beo Socialbtinob Sirchltaovallt @rün«l i anfgerofro »erben, ia nctcn unb loyalen 8;p »so denn der freifinchc Sahlknnpse vonrnsui 1 tn ^rauffart üblich di it in Frankfurt zur Zlit lichen Karteien, Kationai- ) i&iiiüilit frltyarttl/ i rabicaltu Dtsoltatro üanbibai btt nmWin 2. >\ l. 3*. ttchvb t lchLtzen mm bei btl Mb btt Ängdilt intl. tbnM Parteien Tiehni B^lptografflB der bdin n ffidgirung des Hvi° 'anenlBönnerseriaMlM!/ Men, hervor, baH* tin Ägrariern gu| tii- allo bal Lob verbienr, r bie gewih bevoklatiit! „il ber Natiovallidelsin Cito« ft ItJtt ultim I11' e$ itpiiiM« .irt, t» $«*' feine --'M- l" * W iI" " lin ba& el seine A» ss-*: VS?* :s*5äs !°P'-° K10. n litl* gtutäll11^ -aungen t»». stjgrM feÄ g. 00* bDh,n Stso^ -W 15-- 08 ’ Nie ftt1 tdpjI» , Jli* 1 anstaltungeu mit Ausnahme des GschnaS-PanoramaS und des Tanzbodens. Karten im Vorverkauf sind zu haben bet den Herren A. & C. Blazek, Neue Zeil 55 und Göthestraße 85, G. M. Holz, Schillerplatz 2, Kathartnenpforte 9, Zeil 6, Opernplatz 2 und Vtlbelerstraße 4, Wtlh. FuchS, Zetl 9, Firma Lina Schott, Theaterplatz 10, im Universal-Reife- Bureau Schottenfels & Co., Kaiserstraße 17, sowie an der Garteukasie. * Sin für Gemeinde Verwaltungen interessanter Proceß beschäftigte vor Kurzem daS Landgericht zu Bonn. Es handelte sich hierbei um eine Klage der Stadt Münstereifel gegen die Reichspostverwaltung auf Entfernung der Tele- graphen-Leituogeu innerhalb der Stadt Münstereifel, weil diese Leitungen von der Postverwaltung ohne Zustimmung der Stadt angelegt worden seien, was gleichbedeutend sei mit einem Eingriff in daS städtische Eigemhum. Diese Klage wurde herbeigeführt durch folgende Vorgänge. Münstereifel baute ein Electricitätswerk, wodurch sich zur Vermeidung von Störungen die Verlegung mehrerer Telegraphen- und Fern- sprechleituugen erforderlich machte. Die durch diese Verlegung verursachten Kosten weigerte sich die Stadt zu bezahlen, obgleich sie auf Grund § 12 des Telegraphengesetzes zur Zahlung verpflichtet war. Die Postverwaltung erwirkte daraufhin, daß das Electricitätswerk der Stadt vorerst nicht In Betrieb gesetzt werden durfte und die Stadt, ausgehend von dem Grundsätze, wie Du mir, so ich Dir, stellte Klage auf Entfernung der Leitungen. In der am 17. Mai stattgehabten Verhandlung wurde Münstereifel abgewieseu und zur Zahlung der Kosten für die Verlegung der Leitungen auf Grund § 12 bei Telegraphen-Gesetzes verurtheilt. § 12 lautet nämlich: Electrische Anlagen sind, wenn eine Störung bei Betriebes der einen Leitung durch die andere eiugetreten oder zu befürchten ist, auf Kosten desjenigen Theils, welcher durch eine spätere Anlage diese Störung ober die Gefahr derselben veranlaßt, nach Möglichkeit so auSzusühren, daß sie sich nicht störend beetufluffeu. Münstereifel mußte deshalb die electrischeu Anlagen entweder so ausführeu, daß die ZieichSleitungen nicht gestört wurden oder die Kosten für die -erforderlichen Verlegungen zahlen. Anders verhält es sich Mit der Frage: hat ble Reichspostverwaltung daS Recht, ohne Genehmigung der Eigenthümer die öffentlichen Straßen und Plätze zu Zwecken der Telegrapheuverwaltung tn Anspruch zu »ehmeu. Die Beantwortung dieser Frage wäre von Interesse imb Bebeutuug für alle Gemeinden gewesen. Leiber hat bas Aouner Laubgericht in bieser Hinsicht ein entscheidendes Urtheil wicht gefällt, vielmehr angenommen, baß ber Bestand ber Telegrapheuleituvgen in Münstereifel auf ftillschweigenber Vereinbarung mit dem PostfißcuS beruhe. Die Postverwaltung selbst vertritt bie Ansicht, baß bie Telegrapheuverwaltung mit Rücksicht auf daS ihr zustehenbe Telegrapheu- rrgal die Berechtigung habe, öffentliche Wege unb Straßen für ihre Leitungen zu benutzen, sofern nicht Jntereffeu des allgemeinen Verkehrs entgegen stehen. * Die „Krönung Napoleons" unterm Hammer. AuS Parts wirb vom 1. d. MrS. berichtet: Bet George! Petit gelangte gestern ein Gemälde Louis DavtbS, eine etwa! adgeänberte Copte ber bekannten Darstellung ber Krönung Napoleons I. im Louvre-Museum, zur Versteigerung. Davib hatte nach dem Besuche bei Kaisers unb ber Kaiserin m Salon von 1808, wo sein Krönuogsgemälbe ausgestellt war unb ihm bie größte Anerkennung eingetragen hatte, ben Beschluß gefaßt, bas Riesenwerk mit einigen leichten Aender- uvgen nochmals herzustellen. Er machte sich sofort an die Arbeit, konnte aber das 6 Meter 10 Centtmeter hohe und 9 Meter 30 Centimeter breite Bild erst 1822 tn Brüssel, wo er tu ber Verbannung lebte, beenbigeu. Die Copie ist tn mancher Hinsicht bem Original überlegen. Zu ber Auction hatten sich zahlreiche Vertreter ber vornehmen Welt unb ber Kunstkreise etngefunben, allein bie außergewöhnlichen Dimensionen bes BilbeS brachten eS mit sich, baß sich nur wenige Käufer bafür fonben. Al! AusrufSpretS waren Anfang! 50000 Francs bestimmt worden, allein nach unb nach war man bis 10000 Francs zurückgegaugen unb baS Gemälbe würbe schließlich einem Londoner Kunstliebhaber, Herrn Singer, für 32000 Francs zugeschlagen. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 7. bis 17. Juni. Dienstag den 7. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung von Herrn und Frau Meunter-S6lar aus Frankfurt a. M. Mittwoch den 8. Juni. Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Nachruhm. Donnerstag ben 9. Juni, Nachmittags von 4V, bis 7 und von 8 bis 88/< Uhr auf der Terraffe: Concert der Capelle des 2. Nass. Inf. Regts. Nr. 88 aus Main,. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 10 Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Kyritz-Pyrttz. SamStag den 11. Juni, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends: Solisten- Concert. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 12. Juni, Nachmittags von 4Vi bis 7 und von 8 bis gegen 10 Ubr auf der Terrasse: Concert der Capelle des 2. Nassauischen Jnf.-Regiments Nr. 88 aus Mainz. Freitag den 17. Juni: Eröffnung der Operetten-Satson: Der Obersteiger. ____________ r,iklpla ter nndchpa frtrtftata vperudanl. Dienstag den 7. Juni: Das Erbe. Mittwoch den 8. Juni: Tannhäuser. Donnerstag den 9. Juni: Halling. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Freitag den 10. Juni: Orpheus tn der Unterwelt. Samstag den 11. Juni: Troubadour. Sonntag den 12. Juni: Robert der Teufel. Montag den 13. Juni: Der Postillon von Lonjumeau. «cha«fptelha»s. Dienstag den 7. Juni: Tartufse. Der eingebildete Kranke. Mittwoch den 8. Juni: Viel Lärm um Nichts. Donnerstag den 9. Juni: In Behandlung. Freitag den 10. Juni: Bartel Turaser. Samstag den 11. Juni: Fromont junior, Rtsler senior. Sonntag den 12. Juni: Fromont junior, Risler senior. Montag den 13. Juni: Anno Dazumal. __ Landwirthschaftttches. Eine zweckmäßige Neuerung auf dem Gebiete der Ausbildung von jungen Leuten als landwtrthschaftliche Rechnungsführer und Amts- und Gutsfecretäre ist von dem bisherigen Dirigenten der landwtrthfchastltchen Lehranstalt tn Stettin, Herrn 0. d. Hellen, getroffen worden. Derfelbe hat die Ausbildung der Besucher der Anstalt mit der Praxis verbunden und die landwirthschaftliche Lehranstalt zu diesem Zweck nach dem Rittergut Czierspitze bei Mewe in Westpreußen verlegt. In der Carrt«»e als landwirthschafilicher Rechnungsführer und Amtssecretär rc. bietet sich bekanntlich noch immer ein gutes Fortkommen, und find derartige Beamte viel gesucht. Da sich diesem Beruf aber sehr häufig Söhne von kleineren Landwirthen, welche wohl die landwtrthschaftliche Praxis, nicht aber den Betrieb eines Großgrundbesitzes kennen, zuwenden, so ist es mit Freuden zu begrüßen, daß den jungen Leuten jetzt Gelegenheit geboten tst, neben der theoretischen Ausbildung ihren späteren Wirkungskreis im Betriebe einer größeren Gutswirthfchast kennen zu lernen, unb ganz besonders ist auch den Nichtlandwirthen, welche sich dem neuen Beruf zuwenben, ble Ausbildung auf Czlerspltz anzuempfehlen. Herrn v. b. Hellens Bestreben ist es stets gewesen, seinen Schulern nach Absoloirung bes Cursus eine passende Stelle zu besorgen, was besonders hervorzuheben ist. Näheres ist durch die Prospeete des Rtttergutspächters v. d. Hellen auf Czierspitz bei Mewe (Westpr.) zu erfahren. Perfcbr. CanS» «tnfr V»lf»wirtt>id>afL GeLnder«, 4.Jui. Fruchtpreise. Weizen.«22,00—00,00, xom X 18,00—18,70, Gerste X 17,20-00,00, Hafers. 18,00-19,00, Erbsen X 00,00-00.00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 8,00-9,00, Samen X 00,00. Nenefte Nachrichten. Depeschen de! Bureau „Herold". Berlin, 6. Juni. Gestern Morgen würbe bie Oranien- straße 29 wohnhafte 24jährige Prostituirte Berth a Klinjger mit burchschnittener Kehle in ihrerMohnnng ermorbet auf- gefunden. Da sämwtliche Möbel unb Schränke Blutspuren aufweisen, liegt anscheinenb ein Raubmorb vor. Auf bie Ergreifung bei Thäter! hat bal Polizeipräfibinm eine Be- lohnung von 1000 Mk. ausgesetzt. Wien, 7. Juni. Zu ben heute stattfinbenben Parteiberathungen haben sämmtliche Club! ihre von Wien abwesenben Mitglieber zum Erscheinen aufgefordert. Heber ben Ausgang ber Beratungen besteht kein Zweifel mehr. Die beutsche Oppositionspartei muß zwar zugestehen, baß bie in ben letzten Tagen eingebrachte wirthschaftliche Vorlage nach ben Vorberathungen bem Finanzausschuß zugewiesen werben wirb, bogegen totrb sie ber ersten Lesung beS Budget! unb bei AulgleichS-ProvisoriumS ben allerschärfsten Wider- stanb entgegen setzen. London, 6. Juni. Wie au! Havanna gemeldet wird, versuchten englische Schiffe, nachdem bie Eingangszölle auf Lebensrnittel abgeschafft finb, bie Blokabe zu burchbrechen unb Munition unb Lebensmittel in ben Hafen zu bringen. Washington, 6. Juni. Dal KriegS-Departement beschloß, 5000 Mann nach ben Philippinen abzusenben. Washington, 6. Juni. Aul Santiago wirb gemeldet, baß ein amerikanische! Krieglschiff bie Kabelverbindung zwischen Cuba, Haiti und Jamaica durchschnitten habe, ohne daß von Frankreich oder England ber Versuch gemacht worden sei, diese That zu verhindern. New-York, 6. Juni. Au! Port-au-Prince wird gemeldet, daß die Amerikaner gestern übermal! Santiago be Cuba eine ®tunbe lang bombarbirt haben. Die Batterien ber Fort! sollen sehr stark beschädigt sein New-York, 6. Juni. Die Blätter veröffentlichen ein Schreiben be! früheren spanischen Militär - Attaches tn Washington, wonach e! sich heraulgestellt habe, baß derselbe ber Leiter einer aulgebehnten Spionage war. Die amerikanische Regierung hat bie uöthigen Schritte eingeleitet, um bie Ausweisung bei tn Frage stehenben Attaches von ber kanadischen Regierung zu verlangen. „Ist den meisten anderen, selbst viel theureren ToUetteseifen entschieden vorzuziehen." Dies wird von einem bekannten Medictner behauptet, welcher Versuche mit der Paten'-Myrrholin-Seife angestellt hat. Ueberall, auch in den Apotheken erhältlich. 5 Arbeitsvergebung. Die zum Neubau eines Kohlenschuppeus erforderlichen Arbeiten, nämlich: Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler- und Pflaster Arbeiten sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung an einen Bauunternehmer vergeben werden. Die Bedingungen, Zeichnungen u. s. w. liegen während der Dienst stunden auf unserem technischen Bureau zur Einsichtnahme auf. Bezügliche Angebote sind bis zum 18. dfs. Monats, Abends 5 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns eiirzureichen. Gießen, den 6. Juni 1898. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen.__________________5714 PersteigmulM Mittwoch den 8. Juni 1898 Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 3 neue Sophas, 1 Sopha, 2 Sessel und 6 Stühle in grünem Rips, eine Commode, 1 Wasckcommode, 1 Tisch, 5 Bilder, 1 Nähmaschine, ein Pianino, 1 Secretär, 1 Nußbaum- Bücherschrank, 1 dreitheil. Weißzeugschrank, 1 Schreibpult, 1 vollst. Bett, 1 eleg. Buffet mit Marmorplatte, 1 Regulator, 1 Waschmaschine, eine Waschmangel, 1 Hobelbank, eine Partie Werkholz u. v. A. 5728 Geißler, Gerichtsvollzieher. (ihiipfchlnimrn Stabt MMaus. Freibank. 5732 Heute und morgen: Ochsensteisch nicht ladenretn, per Pfd. 50 Pfg. Schweinefleisch nM ladenrein, per Pfd. 40 Pfg. 01 bewährt sich nun» mehr Retters Haarwasser (München), staatlich geprüft unb begutachtet. Zu haben um 40 H und 1,10 X bei I. H Fuhr, Sonnenstr. 2b Gute Speisklmtoffelu zu haben Bahuhofstr. 59 im Laden. __________________________________853 W eimar-Loose Gültig für zwei Ziehungen. Nächste Ziehung vom 11. biölS.Juni. Hauptgew. i. Werthe von 50000,20000, 10000 Mk. Loose ä 1 Mk. empfiehlt Richard Buchacker, Neuen-Bäue 11, I Gießen. 5604 ofeigseife ausgezeichnetes und praktisches aschmiffel. 3> Züusserorden flick, belieht. Achten <§ie gefall, beim Einkauf auf die ofirma ßZ @iofh“ und obige ßchufzmarke. ein allen @etcKäflen xu Katen. 05 CD Fussbodenanstrich Bernsteinlackfarbe, hochglänzend, sehr dauerhaft, über Nacht trocken, lose gewogen Pfund 90 Pfg, Spirituslackfarbe, hochglänzend, sofort trocken, per Pfd. 75 Pfg. 4197 Leinöl, Leinölfirniss, Oelfarben, Pinsel etc. Gust. Walter, Mäusburg 13. 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Leltersweg 6. i 5682] Einfach möbl. Zimmer zu ver-1 miethen. Marktplatz 5, Eing. Wageng. I 4659] Die 3. Etage in meinem an der Nordanlage belegenen Neubau, bestehend aus 6 Zimmern mit allem Somfort (Badezimmer, Bleichplatz rc.) ist per 1. Juli, eventl. auch für später, zu vermiethen: desgl. eine Mansardenwohnung von 3 Zimmern an ruhige Leute. I. Rothschild, Sckillerstr 13. Wietgesnche Alleinstehender Herr sucht per Mitte oder Ende Juni zwei gut möblirte Zimmer in der Nähe des Marktplatzes. Offerten mit Preisangabe an die Expedition dieses Blattes unter R. S. 5617. Ein Student sucht ein mobb Zimmer tn der Nähe der Frankfurterstr. Off. unter H. 5719 an die Expedition d. Bl.______ (Offene Stellen 5636] Einen Gesellen sucht Th. Schneider, Schuhmachermftr. Töchtiger Achuhmacher § gesucht._______________Mäusburg 4. 5730] Ein Schuhmachcrgeseüe für dauernde Arbeit gesucht von _______Fr. Hainer, Tiefenweg 4. Iimmergesessen sucht gegen hohen Lohn 5612 C. W. 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VersteigerungenvonHeu-u.Grummetgras auf Gräflichen Wiesen: 1., Mittwoch den 15. Juni d. I., von Morgens 8 Uhr, in der Gemarkung Lauback auf den Schclkeuverger- und Aiegek-ütterleich- Aiefe« (32 Morgen); 2., an demselben Tage im Thiergarten, mit Beginn um 9 Ubr Dormittags in der Hirtenbach, auf 59 Morgen, einschl. Thiergärtnerleichwiese: 3., an demselben Tage von Nachmittags 2 Ubr an au» der Friedricks- hütte von 10 Morgen Wiesen (Sifbach, Hölzchen, Sinnes, Wendergrund und Steimel), sowie von Waldwegen des Reviers Ruppertsburg; 4., an demselben Tage, Nachmittags 4« , Uhr, im Gemeindehaus zu Netterfeld von 20 Morgen Wiesen der Gemarkungen Wetterseld und Lauter; 5., Freitag den 17. Juni d. I., nach Zusammenkunft Morgens 8 Ubr, beim „AUenfteffer“ (©cbottener Staatsstraße), auf 106 Morgen Wiesen im Wetterauergrund, von den Allenkeller-Wiesen aufwärts bis einschl. „Sorgenlos'; 6., an demselben Tage im Reviere Areienleen auf 149 Morgen Wiesen (Elchwiese, Wolfsgarten, Kreuz- und Sverseenergrund, ^ippergrund etc.) von Vormittags 11 Ubr an auf der Schreinersmühte bet Freienseen; 7., an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 3'/» Ubr Nachmittags beim AlensungerKof, m der Gemarkung daselbst auf 6t Morgen Wiesen, sowie auf Kleegrasstücken des Hofseldes und auf einigen Waldsckneilen; 8., Montag den 20. Juni d. I., mit Beginn um 9 Uhr Bormittags in der „Aepselsöach", auf ca. 182 Morgen in den HeegSrücken. der Serrnwiesc, auf Wiesen um den Authardshäuser Heich, einschl. beider Hexenwiesen; 9., an demselben Tage Nachmittags von 1 Uhr an auf dem Jägerhaus unvorgezeigt von ca. 175 Morgen Wiesen in Ituthardshansen, Jangßeifte, ZNulsau, Kahlgarlen, Kaurthellen, Lingelbach, AZuchholz, Schiffen- vach etc. Nähere Auskunft über die Wiesen, die durch mit Nummern versehene Pflöcke ober Steine kenntlich gemacht sind, ertheilen auf Verlangen vor den Dersteigerungs- terminen der Gräfl. Wiesenwärter Silß-Lauback, sowie die betr. Gräfl. Forstwarle. — Die Abfuhrwege werden vor Beginn der Heuernte möglichst in Stand gestellt werden. Zu Nr. 1, 2, 5, 7 und 8 wird noch bemerkt, daß die betr. Versteigerungen, soweit deren Abhaltung an Ort und Stelle durch den etwaigen Eintritt sehr ungünstiger Witterung gehindert werden sollte, an (von Gräfl. Verwaltung im Termine bestimmt werdenden) geschützten Orlen stattfinden, bezw. fortgesetzt werden würden. Laubach, am 1. Juni 1898. 5718 Gräfliche Forftverwaltnng. Bilanz am 31« Dec Activa: v4L H Kassen^estand 6681.48 Waarenbestand 9664.39 Inventar 205.85 Debitoren 3883.61 Summe: 20435.33 Mitgliederstand Ende 1 Zugang in 1897 . . Abgang in 1897 . . Mitgliederstand Ende 18 Watzenborn.Steinberg, t Laudwirthschastlicher Consu Watzeubor Hirz. Scha mber 1897: Passiva: JL H Creditoren 8392 41 Betriebsrücklage 2727.45 Reservefond 1685.67 Mitgliederconto 1980 — Darlehen 2825.— Capitalconto 282^.80 Summe: 20435.33 196.....185 ... 24 ... 6 17.....203 m 4. Juni 1898. 5736 a-Verein, e. G- tu. u. H., zu -Steinberg. f er. Leicht. Grosse Kosen 1898 Forsthausstrasse — Frankfurt a. M. Officielle Eröffnung Donnerstag, 9. Juni 1898, Vormittags 11 Uhr. Eintrittspreis bis 4 I hr Nachmittag* Mk. 1 —, von 4 Uhr ab 50 Pfg. Täglich Militär-Concert. s Europäische Wasserbahn etc. Hodes -Anzeige. Verwandten und B kannten die schmerzliche Mttheilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Schwiegersohn und Schwager Heinrich Henrich nach langem, schweren Leiden im Alter von noch nicht 29 Jahren entschlafen ist. 5724 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jobs. Jung IX. Leihgestern. 5. Juni 1898. Die Beerdigung findet Dienstag den 7. Juni, Nachmittags 5 Uhr statt. im Alter von 2*/g Jahren, welches tiefbetrübt anzeigen Köth und Frau. Gießen, den 6. Juni 1898. 5742 Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. Juni, Nachmittag» 2 Uhr, vom Sterbehause, Grünbergerstraße 40, aus statt. Todes-Anzeige. Gestern Abend 10 Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unser unvergeßliches Söhnchen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Th.ilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verlust sagt innigsten Dank 5737 Jamikie Miegelmann. Tutti-Frutti halte ich für die beste und practischste drehbare Fruchtpresse für KirSchen, Stachel-, Johannis-, Hirn-, Heidel-, Preissei-, Hollunderbeeren, Tomaten etc. zu Fruchtsäften, Gelees. Solide, rasch und bequem. Stück Mk. 10.—. Man verlange illustrirte Liste über Geräthe für Haus, Hof, Garten und Feld J. C. Schmidt, Hoflieferant, Erfurt. Heneral'versamml'ung bann Probe. 5723 Theater-Verein. Freitag, den 10. Juni, Abends punkt 8 Uhr, im Giessener Festsaal: Rübsamen’sche Schwimm- und Bade-Anstalt Die Herreu-Abthcilung ist in vollem Umfange eröffnet, und lade ich zu zahlreichem Abonnement ergebenst ein. — Die geehrten Damen bitte ich, sich noch einige Tage gedulden zu wollen. Die Fertigstellung der durch das Hochwasser-Unglück vorigen Monats zerstörten Dameu- Abtheilung wird mit allen Kräften betrieben, und bitte ich meine geehrte Kundschaft, mir ihr Wohlwollen freundlichst zu beweisen, wenn auch leider durch diesen mich schwer betroffenen Unglücksfall die (Sc- öffnung sich kurze Zeit verspäten muß. 5734 L. Chr. Rübsamen Wwe. M Für Land wir the. Zar Vernichtung des wilden Senfs und des Hederichs ist durch Bespritzen ein wirksames Mittel gefunden. Anleitung zur Anwendung versenden auf Wunsch franco und gratis 5717 Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M. Fabrik landw. Maschinen, Manager Landstrasse 169-71. Benner'schiBade-Aiistalt ist für Freischwimmer von heute an geöffnet. Zellenbäder, sowie für Tomen von Donnerstag ab. 5741 Dilettanten-V or Stellung zum Besten eines Theatersaalbaues. Hans Hnckebein, Schwank in drei Acten von Blumenthal und Kadelburg. Der Verkauf der Billets beginnt am Montag den 6. Juni bei Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.) 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