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November 1898 •N T%i erldnnrnbm Nummer bti •er». 10 U>c General-Anzeiger Ule Ini«qen.Btnaittlirag«Mro Ui An- an» RufUvM «etzmni Xnpigrn für den Girtzener Infrtyr mtfof*. tlints» und Anzeigeblatt für den K«i» «Kietzen. UrrBwi, r»m«n und Drudrra: >4*nire|t Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienbläüer. ”Id" * 7lintlictzev Theil. (0efouben: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brocke, 1 Rt^, 1 (Stgarxea ttrut, 1 Brille wir F.itteral, 1 Verein»- zetcheo, 1 Mrrermag, 1 Pettchafr, 1 Damengürtel, 1 Pelerine, 1 gestickte» Tuch, 1 Glacä-andscknh, 1 Schürze, 1 Ramm m r Futteral, 1 Farbenkarte, 1 Brennscheere, 1 Lampenschirm, 1 Halstuch, 1 Henkelkorb mit Inhalt, 1 Rette, 1 Huude- QaJbanb mit Marke und 1 Hundemaulkord. Gießen, den 6. Norember 1898. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________________I. V.: Roth.__________________ Wo die deutsche Industrie in China nichts zu suchen hat. Der Telegraph meldet den Tod de« Generalgouverneurs von Mintschv (Chekiang und Folien) Pim Paochüan und die Ernennung Hoüyungi» zu seinem Nachfolger. Letzterer ist da« frühere Mitglied de« Thungliyawen, dem von den Engländern die Schuld an dem Abschluß des franzöfisch-chinesischen Abkommens vom 20. Juni 1895 -ugeschrieben wurde, durch da« China den auf dem linken Ufer des Mekong gelegenen Theil von Kianghung an Frankreich ablrat, obwohl es sich durch den am 1. März 1894 mit England abgeschlossenen Vertrag verpflichtet hatte, die ihm darin zuerkannten früheren birmanischen GebietStheile nie einem anderen Staate zu überlassen. Hoü mußte auf das Drängen Englands seinen Platz im Tsungliyamen räumen und hat jetzt, da England, wie es ichernt, seiner Wiederverwendung in Peking Widerstand entgegensetzte, einen der fettesten und wichtigsten Generalgouver- veurpoften erhalten. Man wird sich englilcherseit« dort mit Hoüs französischen Sympathien abfinden müsien. Aber auch für Deutschland hat die Ernennung Hoü«, dem u. a. der hauptsächlichste Antheil an der schließlichen Ratification des Abkommen» über die von Rußland gewährleistete 400 Millionen Franken-Anleihe im Jahre 1895 zugeschrieben wurde, eine vicht zu unterschätzende Bedeutung. Bekanntlich befindet sich das chinesische Arsenal in Futschau seit October 1896 that- fachlich in französischen Händen, denn seit dieser Zeit ist die Wiedereinrichtung des Arsenals der französischen Industrie Lberlragen, und zu diesem Zweck ist eine größere Anzahl französischer Ingenieure, Werkmeister und Beamter angestellt worden. Vor einigen Monaten nun hat der an der Spitze de» Arsenals stehende französische Ingenieur an den soeben verstorbenen Generalgouoerneur Pim eine Eingabe gerichtet, worin er dem Vicekönig erklärt, daß für China durchaus keine Nothwendigkeit vorliege, seine Kriegsschiffe im Auslande bauen zu laffcn, sondern daß dies, wenn man ihm nur die aöthigen Geldmittel zur Verfügung stellen wolle, sehr gut in Futschau geschehen könne, d. h. daß, wenn China bereit sei, za bezahlen, französische Ingenieure sehr gern bereit sein würden, mit französischem Material, Panzerplatten, Maschinen, Geschützen und dergl. Scknffe für die chinesische Kriegsmarine tn Futschau zu bauen. Daß darin eine ernste Schädigung der Jntereffen der deutschen Schiffbau-Industrie liegen würde, bedarf keiner weiteren Begründung. Die Sache bekommt aber einen noch viel ernsteren Anstrich, wenn man sich an der Hand der jüngsten Ereignisse in China darüber klar wird, daß die deutsche Industrie langsam, aber sicher aus China heraus gedrängt wird. Früher lag die Beschaffung von Fest- ungsgeschützen für China fast ganz in deutschen Händen; seit- dem Port Arthur russisch und Weihaiwei englisch geworden, ist selbstverständlich nicht daran zu denken, daß sich die glück- lichen Nießbraucher mit ihren Bestellungen von Geschützen und Munition an Krupp oder andere deutsche Fabrikanten wenden werden; dasselbe dürfte nach der Entlaffung der diutschcn Jnstructeure durch die Generalgouverneure von Ran- fing und Witschang auch für da« Becken de» Yangtse zutreffen. Für Eisenbahnen und die Ausbeutung von Bergwerken haben die Franzosen sich die drei Provinzen Kwangsi, Kwangtung und Dünnan gesichert, in Folien und Tschekiang werden nach dem Vorhergehenden französische Einflüffe voraus sichtlich wenigstens für einige Zeit maßgebend bleiben, Rußland beansprucht al» seine Jntereffen- und Ausbeutungssphäre die Mandschurei und Nordchina bis zum Hoangho; eine englische Gesellschaft, dos Peking Syndicat, hat sehr bedeutende, jeden ftemden Mitbewerb auSschließende Concessionen für die Bearbeitung von Bergwerken und den Bau von Eisenbahnen in den Provinzen Schenfi und Honan erhalten; die Bahn von Peking nach Hankau befindet sich in belgischen, die von Tschingting nach Taiykenfu in rusfischen, die Bahn von Hankau nach konton in amerikanischen, d'e von Hongkong nach Canton, von Schanghai nach Nanking, von ersterm Platz nach Ningpo In englischen Händen, und wenn die letzten Nachrichten über ein englisch-deutsches Abkommen irgend einen thaisächlichen Hintergrund haben, scheint die Regierung oder das hinter der Deutsch Asiatischen Bank stehende Syndicat da» Pangtse-Thal, d. h. die Provinzen Szechuen, Hupe, Hunan, Kiangsi, Anhui und Kiangsu, als ein Gebiet anerkannt zu haben, in dem England allein Anspruch auf da» Recht, Eisenbahnen zu bauen, erheben dürfe. Die Nachricht in der einen oder der andern Form erscheint, nach frühern Vorgängen zu urtheilen, leider viel sonderbarer als unglaublich, und eine baldige Aufklärung würde um so erwünschter sein, als der Frage, wo die deutsche Industrie in China schließlich noch außerhalb SchantungS ein Feld für ihre Thätigkeit finden kann, nicht jede Berechtigung abzusprechen sein dürfte. Schantung allein wird ihr aber kaum eine hinreichende Entschädigung für den Verlust des ganzen übrigen Chinas bieten. Köln. Ztg. Deutsches Reich. Betlti, 4. November. Nach der „Natioual-Zeituug" werden die beiden konservativen Fraktionen im neuen Abgeordneteuhause 206 Stimmen haben, wahrend zur absoluten Mehrheit 217 gehören. Sie haben 7 Mandate verloren. Gavz genau läßt fick diese Zahl auf die beiden Fraktionen uock nicht vertheileo, da die Angaben über die Parteistellung einzelner oeu gewählter Abgeordneter uuficher ist. Den Tonservativeu dürften 142, den Frei-Cooservativen 64 zuzuzähleo sein. Die liberale Seite de» Hause» erfährt die kleine Verstärkung von 104 auf 111, welche fich auf die einzelnen Parteien wie folgt vertheileo dürften: National- liberale 76, Freisinnige Vereinigung 10, Freisinnige Volk»- Partei, einschließlich deö in Frankfurt gewählten Demokraten, 25; da» Centrum gewinnt 5 Mandate, die Pol-.n verlieren ebensoviele. Bei den Nationalliberalen find n. A. au»- geschieden: vr. Hammacher, Seiffarth, Enueeceru» und Cckerl. Unterlegen find bei den Natiooalliberalev: Groth und Dr. Oswalt. Von den Frei Conservativen hat der Ober- präfideut v. Achenbach nicht wieder candidirt. Nicht wieder- gewählt ist Stöcker. — Ja Minden und Aachen ist Dr. Spahn (Ceotrom) ungeachtet seiner Nicht-Frellaffung wiedergewählt worden. Berlin, 4. November. E» liegt nunmehr da» Resultat an» sämmtlich en 433 Laodtag»-Wahlkreisen vor. Darnach find gewählt: 149 Conservative, 6 Bund der Land- wirthe, 51 Frei Conservative, 101 Centrum, 13 Polen, 74 Nationalliberale, 11 freisinnige Vereinigung, 24 freisinnige Volkspartei, 1 Demokrat, 1 Antisemit und 2 Dänen. Berlin, 4. November. Im Prozeß Harden blieb auch während der gestrigen Bethandlung die Oeffrvtlichkeit außgeschloffen. Da» Unheil ist auch heute noch nicht zu erwarten. Berlin, 4. November. Wegen Majestäts-Beleidigung ist gestern die Nr. 460 tel Pariser „Petit Journal" bei den diesigen Zettuogsverkaufsstellen auf Anorduuog de» PolizeipräfidinwS beschlagnahmt worden. Da» Blatt enthielt ein Carricatur-Blldniß über den deutschen Kaiser auf Reisen, in welchem da» Polizeipräsidium eine Verspottung de» deutschen Kaiser» erblickte. 4. November. Infolge einer Explosion ans b r Zeche .Holland", die heute Mittag stattfaud, wurden zwei der Bergleute gttödtet, neun schwer und vier leicht verletzt. — Sozialdemokratisch e». Die Genossin Rosa Luxemburg hat die Chesredactioo der »Sächs. Arb.-Ztg." uiebergelegt. Es war also nur eine kurze Freude. Da» genannte Blatt brachte in einer seiner letzten Nummern folgende Erklärung: „SRlt dem heutigen Tage lege ich die Redaktion der ,®. A.-Z." nieder. Die Gründe, die mich dazu bewogen haben, sehe ich mich gezwungen, nicht in der A.-Z.", sondern in einem anderen Parteiblatte darzu- legen, und zwar werde ich t» in der .Leipz. BolkSztg." thuu. Rosa Luxemburg." Nach der ,2eU)j. volk»ztg." handelt e» fich um ein „lehrreiche» und bemerkenswerthe» Nachspiel zum Stuttgarter Parteitag". In eiuer Polemik über die sozialdemokratische Taktik hatte Fräulein Luxemburg die Veröffentlichung einer zweiten Zuschrift de» ®inoffen Gradnauer abgelehut, die dann mit Angriffen ans die ,e. A.-Z." im „vorwärts" erschien. Darauf erklärten drei Redakteure der „S. A.-Z.", ffe hatten von der Srabnauer'schen Einsendung nichts gewußt und würden deren Ablehnung nicht gebilligt haben. Daran» hat nun die „Chefredakteurin" die Consequenz gezogen und ift gegangen. — Der bekannte Dr. Lütgenau hatte die Absicht gehabt, sich aeaen die zum Theil auf falschen Nachrichten über fein Verhalten bei der Wahl beruhenden Angriffe seiner Parteigenossen durch eine Erklärung zu vertheidigeu. Die sozialdemokratischen Parteiblätter haben aber diese Erklärnng nicht ausgenommen. Da» ist sehr bezeichnend. Im Erfnrter Parteiprogramm heißt e» bekanntlich, daß die Sozialdemokratie jede Art der Unterdrückung bekämpfe und die Abschaffung aller Gesetze verlange, welche die freie Meinungsäußerung einschränken. Wien, 4. November. Im heutigen Reich »rat h beantwortete Graf Thun den Antrag, Bade ui wegen de» vertrage» mit der EReichswehr" in Anklagezustand zu versetzen, dahin, daß Baden! die der .Reichswehr" gezahlten Bettäge nicht den Staatseinnahmen entnommen und somit eine ver- schlenderuug der StaatSgelder nicht stattgefuudeu habe. Demgemäß falle die Grundlage für eine Anklage bt» Ministers fort. ■ 1 1 1 ■ ■ — CecaUs und provinzielles. Gieße», 5. November 1898. •• Rnndreifehefte für Italien. Seit dem 1. Januar d. I» werden auch Seiten» der italienischen Mittelmeer- und adriatischen Bahnen Fahrscheinhefte außgegeben, die fich der Reisende nach eigener Wahl zusammenstellen lassen kann. Die zusammenstellbaren Fahrscheinhefte bieten im Allgemeinen eine Ermäßigung von 20 pCt. — bei Entfernungen von 2000 Kilometer — 30 pCt. — de» gewöhnlichen Fahrpreise» und können unter nachstrheuden Bedingungen bezogen werden: Die Reise muß fich mindesten» über 400 Kilometer erstreck n und auf der Station enden, von welcher an» sie abgetreten ist. Bei Entfernungen von 400 bi» 799 Kilometer ist im Großen und Ganzen eine Rundfahrt erforderllch, während bei Entfernungen von 800 und mehr Kilometer Fahrscheinhefte sowohl für Rundreisen al» auch sür Hin- und Rückfahrten über die gleichen Strecken ausgestellt werden. Die Giltigkeitsdauer ist festgesetzt für Reisen voa weniger al» 800 Kilometer auf 15 Tage, von 800 bi» 1999 Kilometer aus 30 Tage und von 2000 und mehr Kilometer aus 45 Tage; jedoch ist e» mözlich, dieselbe aus da» Doppelte verlängern zu lassen, wenn für jeden Tag der Verlängeruvo 1 pCf. de» Preise« de» Fahrscheinhefte» vachgezahlt wird. Die Bestellungen der Fahrscheinhefte können durch die Post (am Besten mittelst eingeschriebenem Brief) erfolgen und find an den Ceutralbahnhof in Mailand (Milano Centrale) ober an eine italienische Grenzstation zu richten. Mit der Bestellung muß gleichzeitig eine Bestellgebühr von 1 Lire für die Person eingesandt werden. In den Bestellungen find die zu durchfahrenden Strecken, die Wagenklaffe und ote Station, auf welcher da» Fahrscheinheft ausgefolgt werden soll, thun- lichst genau anzugeben. D'e Fahrscheinhefte werden späte- sten« am Tage nach Eintreffen der Bestellung von der Sn»- gabestelle auSgefertigt. Ferner Haden die italienischen Bahnverwaltungen sowohl in Verona und Mallaud, al» auch auf den Grenzstationen Chiasso, Luino, Ala, Pontebba und Undine für die beliebteren Rundreisen eine Reihe bereit» zusarnmw- gestellter Fahrscheinhefte aufgelegt, welche ohne vorherige Bestellung sofort in Empfang genommen werden können. Nähere Au»kunft ertheileu die Fahrkarten-AuSgabestellen der größeren Stationen, die AuSkunftstelle und da» Verkehr» - Bureau Frankfurt der königlichen Eisenbahndirectton. K. Gießen, 4. November 1898. Gestern Mittag fand dahier unter dem vorfitz «r. Erlaucht de» Herrn Grafen zu Laubach in Lovy'» Bierkeller eine Versammlung von Direktoren und vorstand»mitgliedern der oberhesfischrn Viebzuchrvereine für die Bogel»berger und die S'mmenthaler Raffe statt, an der al» Vertreter de» Laudwirthschaftsrath», Herr Generalsekretär Dr. Müller von Offenbach theilnahm. Die Sitzung war von 22 Herren besucht und berieth über die Beschickung der Frankfurter großen Ausstellung im Jahre 1899. Au» dieser Berathuog ging hervor, daß die Zucht- genoffen schäften der Vogelsberger Raffe gehörig in den Wettbewerb treten sollten, ebenso wie die Vereine im Kreise Alsfeld für die Ssivmenthaler. Im Kreis Friedberg dagegen glaubte Herr Dr. v. Peter für die große Ausstellung noch nicht gehörig gerüstet zu fein, was auch Herr Bürgermeister Söhler-LangSdorf unter dem Beifalle des Heerdbuch- Vorsitzenden Herrn Oderamtmaun Hoffmann und de» Herrn Bürgermeister» Heller-Lich für die Localvereine Hungen, Lang»dorf und Umgegend und Sich für diese Bezirke zu constatireu glaubte und vorlövfig mehr Gewicht auf die Pfleoe und BdAftfimp der BezirkS-Thierscharte« gelegt haben möchte, da die Bezirke der Wetterau «och Jahrelang planmäßig züchten müßten, «m auf der großen Ausstellung der deutschen Laud- wirthschaftsgesellschaft erfolgreich mit Ober- Baden in den Wettkampf eiugeheu zu können. Dem widersprach Herr v. Oven Hungen, der da meinte, man solle auch trotzdem den Versuch wagen, welchem Beginnen Herr Bürgermeister Köhler-LaugSdorf damit er« widerte, daß er denn Vorschläge, die Localvereine zu Hungen, Langsdorf und Lich in eine einzige Zuchtgeuoffeufchaft mit Beibehaltung der bestehenden Loealvereiue al» Ortsgruppen umzuwaudeln, welchem Anträge stattgegebev und worauf alsdann Seiten» der Herrn Bürgermeister» Köhler sofort ein Aufruf au die Mitglieder der 3 ge nannten Loealvereiue verfaßt wurde, der gedruckt und versendet werden soll und mittels deffen die Mitglieder und Freunde dieser Loealvereiue eiugeladeu werden, am Sonntag den 13. November, Nachmittags 3 Uhr, zn Hungen im „Solmser Hof" die Zuchtgenoffeuschaft für die nördliche Wetterau begründen zu helfen. Grünberg, 4. November. In seiner letzten Sitzung beschäftigte sich der hiesige Gemeiuderath mit einem Gegenstand, der uns wichtig genug «scheint, um noch einmal auf denselben zurückzukommen — e» ist die» der Wunsch, daß sich ein junger Manu al» Obstbaumwärter au»bildet und hier uieder- läßt. Der Obstbau erweist sich immer mehr al» eine ergiebige Einnahmequelle, die tudeffen vorzugsweise auf richtiger Pflege und Wartung der Obstbäuwe berühr. Wie überall, so gibt t6 auch hier viele Baumbrsitzer, denen entweder Zeit oder Sachverstäudniß abgeht, und die deßhalb e» ihren Bäumen überlassen, wa» sie etnbrivgen können. Hier gäbe e» für eigen tüchtigen Fachmann reichlich Arbeit und für beide Theile, d m e uru für seine Arbeit und dem anderen durch Mehr erträge, Beidtrust. Allein schon die städtischen Obftbaum- stücke böten immerwährend Beschäftigung. Hoffentlich entschließt sich der Glue oder Andere bald, durch den Besuch der Obst- baumschule in Friedberg sich die nörhigen Kenntnisse zu erwerben- an der Berwerthung derselben wt,d e» ihm hier nicht fehlen. „Grünb. Anz." Grüuberg, 4. November. Heute Nachmittag 4 Uhr fand die Grundsteinlegung zum Sparkassengebäude statt. — Am Socnrag Nachmittag 3 Uhr findet auf der Hoistmburg bet Ober-Besfiugeu eine Versammlung statt, um über die zu Gunsten der Fortführung der von Butzbach nach Lich pro- jrctirtcn B a h u l i u t e von Lich nach Unter- und Ober Bessingen, Münster, Ettingshausen. Quickborn und Grüuberg zu ergreifenden Schritte zu brrathen, und stcht ein zahlreicher Besuch derselben in Aussicht. Vrüuberg, 2. November. Durch die heute hier tagende Decauatssyuode wurde der DeeanatSauSschuß neu gewählt und fielen die Stimmen fast ausnahmslos auf die bi»« berigeu Mitglieder, Dccan Pullmavu, Pfarrer RSScheu- Wtnnerod, Pfarrer Koch sowie Bürgermeister Schmidt von Qurckboru und Faulstich von Weirershain. Als Ersatzmänner gingen wieder Pfarrer Weber-Londorf und Rentner Jung- Grüuberg au» der Wahl hervor. + Lich, 4. November. Der von der hiesigen Kirchen- gemeinde neben dem Wohnhause de» zweiten StifrSpfarrer» neu erbaute Betsaal wird nächstrn DienStag, Nachmittag» 3 Uhr feierlich eingewr»ht werden. — Am 1. Mai 1300 wurde Lich die Stadtgerechtigkeit verliehen. Mithin dürfte sich die hiesige Stadt veranlaßt finden, iw Jahre 1900 die betreffende 600jährtge Jubelfeier zu begehen. 4- Nidda, ö. November. Ein seit fünf Wochen dahier in UnrersuchungShaft befindliche» Ehepaar hatte fich gestern vor dem Schöffengerichte wegen einer Reihe Zechbetruge in unserer Provinz zu verantworten. Die Beiden hatten fich au verschiedenen Plätzen gut bewirtheu und Nachtquartier geben laffen, alsdann aber — in Ermangelung der nöthigen Mittel ohne Begleichung der Zechen rc. — unter verschiedenen Ausflüchten fich entfernt, um nicht mehr wieder zu kommen. Wegen d eser Betrügereien wurde jedes der Angeklagten, trotz ihrer Betheurruug, in Noth gehandelt zu haben, mit 11 Wochen Gefäugniß bestraft, worauf die erlittene Borhaft in Anrechnung kommt. Lanbach, 1. November. Seiten» de» Borstaude» de» hiefigeu Zweigverein» des „Vogelsberger Höheu- C u b»" ist an Großh. Kreisamt Schotten ein Gesuch gerichtet worden, au zwei Theilpunkt-u der Kreisstraße, iw Osten von Laubach in der Richtung nach Schotten und Freiemeen und im Westen in der Richtung nach Wetterfeld und Lauter, neue Wegweiser anbrtugen zu laffen. Die von Touristen ein* gebrachten Beschwerden werden hoffentlich durch Genehmigung de» Gesuch» ihre Erledigung fiadeu. Gründ. Anz. Darmstadt, 4. November. Dem Vernehmen nach wird im Großherzogihum eine Erhebung über die Größe der vorhandenen Hypothekschuld en demnächst angestellt zweck» Ermittelung de» Werthe» de» Grundbesitze» in unserem Lande. — Gelten» der Kreis Schul-Eommtsfionen werden zur Zeit bezüglich der Zahl der schulpflichtigen epileptischen Kinder im Großherzogthum auch Ermittelungen vor- genommen.____________________________________________ Vermischtes. * Liu für Radfahrer lehrreiches llrtheü hat jüngst da» oberste Landrögrricht zu Münch en gefällt. Em erst 12 Jahre uns 6 Monate alter Knabe war durch eine Gruppe Schüler gefahren und hatte dabet einem derselben mit dem Glocken- Hebel seine» Rade» da» rechte Auge auSgestoßen. Der jugend* ltche Thätrr sowohl wie deff-n Vater wurden beide solidarisch zum Schadensersatz rechtskräftig verurtheilt. Da» Gericht nahm, wir die „D. Jurtsten-Zig." mittheilt, an, daß der junge Radsahrer körperlich und geistig so entwickelt sei, daß ihm die Fahrläsfigkeit zugerechnet werden könne: er habe leichtsinnig und nachlässig gehandelt, da er hätte auSweicheu oder absteigen können. Der Vater hingegen habe seinem Sohu gestattet, auf der Straße zu radeln, obgleich dieser die erforderliche polizeiliche Erlanbuiß nicht hatte, und obgleich der Vater hätte in Betracht ziehen müffen, daß Leute im Alter seine» Sohne» an Wiffen»energie und richtiger Entschloffeu- heit den älteren Personen nachstehen. * Das amerikanische DracheucorpS. Da der Krieg auf Kuba durch da» gebirgige und waldige Terrain sehr erschwert wurde, haben die Amerikaner Versuche angestellt, im Auf- klärungSdienste die Photographie zu verwenden und zwar mit Hilfe selbstthätiger Apparate, die fie mit großen Drachen aufsteigev ließen. ES ist zu diesem Zwecke unter dem Befehl de» Lieutenant» Wise vom 9. Infanterie-Regiment der regulären Armee ein eigenes freiwillige» „Drachencorp»" gebildet worden, dem allerding» nur einige Mann zugetheilt sind. ES ist mit acht Drachen von 6 bi» 9 Fuß Höhe einem photographischen Apparat und einer vollständigen Garnitur Signalflaggen ausgerüstet. Die Drachen laffen fich bequem zusammenpacken und e» kann daher die ganze Ausrüstung von vier Mann auf dem Rücken getragen werden. Lieutenant Wise erfand nun eine Vorrichtung, durch die er den mit dem Drachen aufgestiegenen photographischen Apparat unter jedem Winkel nach jeder gewünschten Richtung stellen und dadurch alle Terratnaufnahmen machen kann. Eine automaüsche Vorrichtung bewirkt den Verschluß der Platte, nachdem fie die erforderliche Zeit expouirt war, und hierauf kann die Entwickelung de» Negativ» wie gewöhnlich erfolgen. Durch diese Vorrichtung kann nicht nur die topographische Beschaffenheit der Borterraiu» festgestellt werden, sondern e» werden auch alle auf dem Terrain befindlichen Truppenkörper sichtbar. Der deshalb für den AusklSrungSdienst sehr vortheilhafte Apparat soll auch zum Gignalifiren verwandt werden, indem man an den Schnüren die Signalflaggen hißt. • Ueber voraussichtliche Steruschnnppenfalle hn November wird dem „Frkf. Geu.-Anz." u. a. geschrieben: Um den 14. November werden wahrscheinlich die Vorläufer de» im nächsten Jahre in seiner vollen Pracht wiederkehrenden Leonidenschwarm» (zuletzt 1866 beobachtet) der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne begegnen- in der dritten Novemberdeeade wird un» auch der seit fast einem halben Jahrhundert verschwundene Dornet Biela durch tineu ver- mvthlich prachtvollen Steruschnvppenfall davon Kunde geben, daß er, wenn auch in anderer Form, noch exlsttrt. Nachdem er schon früher (1772, 1805) gesehen, aber nicht sicher al» periodisch erkannt worden war, wurde er im Februar 1826 von dem österreichischen Hauptmann Biela neu entdeckt, seine UmlaufSzeit auf ungefähr 6*/, Jahre bestimmt und seitdem mehrfach beobachtet. Im Jahre 1892 brachte die Begegnung der Erde mit dem ehemaligen Lometen Nordamerika einen reichen Sternschnuppenfall (für un» gingen die Meteore an der TageSsette vorbei). Ueber da» Ereigniß berichtete damal» die „Köln. Ztg.": „Am Abend de» genannten Tage» sah man überall in den Bereinigten Staaten, wo der Himmel heiter war, au» dem Sternbilde der Andromeda zahlreiche Meteore aufblitzen. Zu Northfield (Minnesota) zählte man 15—20 in der Minute, darunter glänzend helle von der scheinbaren Größe de» Jupiter. Zu Princeton beobachtete man auf der dortigen Sternwarte vou 7 Uhr 30 Minuten bi» 12 Uhr 30 Minuten durchschnittlich hundert in je 4 bi» 5 Minuten, im Ganzen schätzte man die Zahl der dort gesehenen Sternschnuppen ouf 80000. Zu Palo Alto in Kalifornien wurde ebenfalls ein förrrmcher Regen von Meteoren wahrgenommen, fie tauchten an allen Stellen de» Himmel» auf, fast in ununterbrochener Folge. Die Berechnung ergiebt, daß für diejenige Hälfte der Erde, die dem Au»strahlung»punkt der Sternschnuppen in der Andromeda zugewandt war, während de» ganzen Tage» am 23. November mindesten» 4—500 Millionen Sternschnuppen sichtbar geworden sein müssen." Für diese» Jahr ist der Meteorschwarm wieder fällig. E» empfiehlt fich, schon vom 20. November an in den Nachtstunden fleißig nach dem Himmel zu schauen, wenn auch der Hauptstern- schnuppensall wahrscheinlich erst für die Abendstunden de» 23. und besonder» die Morgenstunden de» 24. November gegen 6 Uhr Morgen» zu erwarten ist. * Die B völkernug Jerusalems. Nach einer Aufstellung de» FranziSkauerbruder» Löoirr beträgt die Zahl der Protestanten in Jerusalem 400 bei 73000 Einwohnern. Während im vorigen Jahrhundert zu Jerusalem höchsten» 500 Inden geduldet wurden, zählt die Stadt heute deren 35000 gegen 9000 vor dreißig Jahren. Heute ist der Ein- Wanderung der Juden aber wieder eine strenge Schranke gesetzt. Die Zahl der Katholiken beträgt 2470, davon gehören 2300 zum lateinischen Ritu». Die Schismatiker zählen 5020: e» find Griechen, Armenier, Kopten, Syrer nsw. Die Muselmanen haben eine Stärke von 7660. ♦ Die Burg TheodorichS des Großen. Man schreibt der „Franks. Ztg.": E» ist s.Z. au dieser Stelle schon erwähnt worden, daß der württewbergische LandeSconservator Eduard Paulu» in der Festung-ruine Hohenneussen nicht» Geringere» als einen Bau TheodorichS des Großen, des wackeren Dietrich von Brrn, entdeckt haben will. Diese Nachricht erregte damals viel bedenkliche» Schütteln de» Kopfe». Mau glaubte, Paulus, der nicht nur Archäologe, sondern auch Dichter ist, wäre auf seiner Hohenneuffen-Ntbelungen-Fahrt stark vom dichterischen Geist geleitet worden. Nun ist ihm in Hofrath Dr. Piper, der mit seinem Werke „Burgenkunde" bewiesen hat, daß er mitsprechen darf, ein grimmer Hagen erstanden, der in den vielgelesenen Blättern deS Schwäbischen Aibverein» X, 8, gegen Paulu» bezw. deffen Beröffentlichung über den Hohennerffen in den Kunst- und AlterthumSdeuk- malen im Königreich Württemberg scharf zu Felde zieht und der Meinung ist, die Anfänge der Burg gingen über da» 12 Jahrhundert nicht hinan», der kritische Burgtheil aber sei gar erst nach 1527 entstanden und zwar nach dem System Albrecht Dürer» („Etlichen vuderrtcht zu befestigung der stett, schloß und flecken", Nürnberg 1527). Paulu» wehrt fich gegen den schlimmen Piper-Hagen tu Nr. 9 der obengenannten Blätter in einem etwa» polemisch gemüthlichen Ton, der an den heißen Kampf der Helden in Etzel» Burg gerade nicht erinnert, wiewohl die Nibelungen nicht nur scharfe Schwerter, sondern auch scharfe Zungen führten. In Nr. 10 hat mm Piper eine ganz kurze Entgegnung geschrieben. Schade, daß er Dritte hereinzieht. Die Sache ist so intereffant, daß fie gar nicht objieliv genug geführt werden kann. Man kann auf die von Paulus in Aus ficht gestellte Monographie über den „Hohenueuffen und den Heidengraben" mit Reckt grsparmt sein. Die Frage ist von sehr hohem geschichtlichen Werth. Ueberflüsfig, wiewohl charakteristisch scheint un» zu sein, wenn der Württemberger Paulu» poetisch.parttkularistisch schließt: „Schwabenland, wehre Dich, Um Deinen Theoderich!" De« Schwabenlande (hier ist aber doch Württemberg gemeint) neidet Niemand seinen überreichen Schatz an werthvollen Resten und Erinnerungen, und ist der Hohenueuffen wirkt ch eine Burg TheodorichS, bann freuen sich dieser Entdeckung Franken, Bajuwaren, Sachsen, Ehattev rc. so gut wie Schwaden. e Die Erfolge mit dem Pestferum. Die Stction für Tropenkrankheiten der British medical Association bat einen Bericht über ihre Versuche mit dem Heilserum von Aerfin und Haffkine gegen die Pest erstattet. Wie Profeffor Simpson meldet, hat sich da» Serum in Indien gar nicht bewährt, dagegen hat e» in China Erfolge gezeigt. Von 24 Erkrankten find 12 gerettet worden. Allerdings seien dies nur Falle mit Bubonen und DrÜsenschwellungen gewesen, bei Pestpneumouie sei niemals eine Wirkung zu verzeichnen gewesen. Al» Vorbeugemaßregel zum Schutze gegen die Lr- krankung habe da» Serum fich erfolgreich erwiesen, jedoch habe diese Wirkung nur acht bi» zehn Tage angedauert und e» wäre bann jedesmal eine neue Jmmunifirung erforderlich. Wissenschaft, Literatur und Annst. — Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herauSgegeben von Prof. Dr. Fr. Umlauft. 21. Jahrgano. 1898/99. (A HartlebenS Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 85 Pfg., Pränumeration inel. Franco-Zusendung 10 Mk.) Jedem, welcher sich für Geographie im weitesten Sinne interessirt, ist die „Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik", die bereits im 21. Jahrgange ri fchemt, auf daS Wärmste zu empfehlen, da man durch diese Zeitschrift snts auf dem neuesten Stande erdkundlichen Wffsins erhalten wird. Jedes Heft bringt in seinem allgemeinen Theile gediegene Aufsätze zur Länder- und Völkerkunde, über geographische Reisen und Entdtck- ungen. Daran schließen sich kleinere Beiträge astronomischen, physikalisch geographischen und statistischen Inhaltes, Biographien hervorragender Geographen und Reisenden, sowie Mittheilungen auS allen Erdthrilen. Ein frischer, lebendiger Ton geht durch die ganze Zeitschrift, welche über zahlreiche treffliche Mitarbeiter verfügt. Dieselbe ist auch vorzüglich illustrirt und jedem Heste eine werthoolle Karte beigegeben. — In wenigen Woche^ stehen wir mitten in der Wintersaison mit ihren unzählichen Vergnügungen, Gesellschaften und Bällen. Da ist es eine schwierige Aufgabe für dm Hausherrn, seine Gäste zu unterhalten, und mancher VereinSvorftand stürmt planlos von einem Buchhändler zum andern. Zur rechten Zeit für diese geplagten Leute und die Sortimentsbuchhändler giedt der Tb-aterverlag Eduard Boch in Berlin W. 8 jedes Jahr einen Theater-Catalog (diesmal Nr. 125) heraus, der eine solche Fülle von Theateraufführungen aller Arten bringt, daß ein Jeder etwas für seine Zwecke Geeignetes finden muß. Wer noch genauer unterrichtet sein will, findet in dm hierzu bestehenden Führern durch die verschiedenen Sammlungen genaue JnhaltSbeschreibungen der Theaterstücke. — Die wirthschaftliche Lage der Mitglieder von Saison- Theatern und Vorschläge zur Hebung der künstlerischen und geschäftlichen Position der mittleren und kleinen Bühne» (Verlag von Otto Dreyer, Berlin W., Mauerstraße Nr. 53, PreiS 50 Pfg), betitelt sich ein kleines Heftchen von Otto Norbert- Berdttsch. Es werden in diesem Buche dem Leser so recht die großen Mißstände vor Augen geführt, wie sie sich an dm mittleren und kleinen Bühnen ootfinben; der Autor hat es alS seine Aufgabe angesehen, durch kurze, jedoch wohl zu beschiel de Vorschläge zu geigen, wie diesem Uebelstande abgeholfen werden kann. Untoerfitäts - Nachrichten. — Berlin. Der älteste Professor der hiesigen Universität, D. Franz Ludwig Steinmeyer, der Senior der theologischm Facultät, blickte am 1. ds. auf eine 50jährige Zugehörigkeit zu unserer Alma mater zurück. Am 1. November 1848 trat er alS Privatdocent in den Lehrkörper ein. Steinmeyer vollendet in diesem Monat da» 87. Lebensjahr. Seit 40 Jahren ist er Ordinarius in der theolog- ischen Facultät, die ihn au» wiederholt zu ihrem Decan gewählt hat. Der Gelehrte übte sein Amt noch bis ins hohe Alter, erst sett einigen Jahren hat er si» zur wohlverdienten Ruhe zurückgezogw. — Der bisherige außerordentliche Professor Dr. Karl Erome ist zum ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Universität in Bonn ernanrt worden. — Würzburg. ES wurde die Errichtung einer außerordentlichen Professur für englische Philologie an hiesiger Universität genehmigt und hierfür Dr. Max Forster, bisher außerordentlicher Professor an der Universität Bonn, ernannt. — Heidelberg. In der juristischen Facultät unserer Hochschule habilitirte sich Dr. Julius Hätschel auo Czernowitz. — G-h. Hofrath Professor Dr. Schröder hat sich auf Ansuchen diesiger Be- amten und Rechtsanwälte bereit erklärt, iin Lause de» Winterhalbjahrs Vorträge über daS neue bürgerliche Gesetzbuch zu halten. — Karlsruhe. Privatdocent Dr. Kindermann aus Heidelberg ist au» in diesem Halbjahr mit der Abhaltung von volktzwirth« schastlichen Vorlesungen an der Technischen Hochschule betraut wordm. — Leipzig. Profeffor Scheibner an der hiesigen Univeisiiät hat dieser Tage sein 50jährigeS Doctorjubiläum gefeiert. Ohne Unterbrechung hat er 91 Semester mathematische und astronomische Vorlesungen an hiesiger Hochschule gehalten. — Wien. Der außerordentliche Professor der Physiologie und Pathologie an der hiesigen Universität Dr. Heinrich Obersteiner ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. — Zürich. Professor Dr. Heinrich Herkner, bisher am Polytechnikum in Karlsruhe, hat mit Beginn dieses Wintersemester» das Ordinariat für Nattonalöconomte an der hiesigen Hochschule al» Nachfolger detz nunmehr in Breslau doctrenden Professors JuliuS Wolf übernommen. In seiner Antritlsoorlesuna, die von Dame» überfüllt war, sprach er über und für das „Frauenstudium der Nationalöconomie". „Elephanten-Kassee" 8506 von der Holl. Kaffee-Brennerei H. Disqu6 & Co. ist anerkannt die beliebteste Marke und kann bestens empfohlen werden; — wegen ihrer Billigkeit, Ergiebigkeit und besonderen Brennart na» I. von Liebigs Vorschrift (leichte Zuckerumhüllung), wodurch da» Aroma gebunden und daS schädliche, fettige Ausschwitzen der Bohnm unmöglich ist. Diese Kaffee sind nur in verschlossenen Packeten za haben, — mit Schutzmarke und Firma versehen — und ist bemtt jede Garantie geboten für einen reinen, unverfälschte«, gesunde» Kaffee. — Verkaufsstellen sind durch Annoncen dieses Blatte« btkarmt. Herrn- & Knabengarderobe nach Mass _ © J. Pfeffer © = Volk. 11025 11034 /Anzeige 11033 bei Hosten und Heiserkeit 11018 zu verkaufen. Seltersweg 6. Heyer. 11022 10715 Liebigftratze 13, i Heß. 11027 Tragkraft. 11036 Die Coacursverwaltung. «-gründet 1877. Eigene Gießerei. 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