I l.1906 HMD grt« H‘ M 80.86 __ 16976 30187 tctioi .Migr-u. flUXtt • • 104*- fl Staatsb. o. Sudbahn ^tthardbaH"' Sj* TTU- ' 208.20 lssro 3H.‘/l 69AI 139.20 88.80 109.50 305." 69.»/» 139.10 89.10 109." 35’40 38.40 22.6° 44.50 22.95 38.30 24- 257 18-70 2320 23 «0 145.80 112.50 137.30 135.50 126.20 133.30 92.- 35.65 '«» ^W‘ «10 sK Ä-'slSS »#*•* 146 35 )ÖtU00 169'45 ykl.rhloo 20 rum V" n.Mden- I Nr. 155 Erstes Blatt. Mittwoch den 6. Juli 1898 erscheint tägNch mit Ausnahme de« MontagS. Die Gießener AarnilienökStter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger AezngspreiH vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 76 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgtnben Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Airzeigeblatt für den Ttreis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schntstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße»». Fernsprecher Rr. 51. Kmtlid?«*’ Tyell Gießen, beu 5. Juli 1898. Betr.: Verband--Ausstellung von Vogelsberger Rindvieh am 16. und 17. Juli 1898. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen en die Grotzh. Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises. Es gehen Ihnen unter Drucksache einige Plakate für die obige Ausstellung zu und beauftragen wir Sie, dieselben an dem Gemeindrhause und an anderen geeignet erscheinenden Orten anschlageu zu lasten. v. Gagern. Cerveras Flotte zerstört! Mit großem Jubel war vor mehreren Wochen in Spanien die Nachricht eingetroffen, daß e- dem Admiral Cervera gelungen sei, mit dem Capverde-Geschwader in den Hafen von Santiago eiozulaufeu. Glückwünsche wurden zwischen Westtvdtrn und Madrid ausgetauscht und noch einmal konnte Hoffnung die Brust der Spanier füllen, daß den Amerikanern der Steg auf Cuba nicht leicht, vielleicht ganz unmöglich gemacht werde. Welche Erwartungen setzte nicht Spanten auf diese Flotte und welche Befürchtungen knüpften nicht die Amerikaner an dieselbe! Wochenlang waren die gesammten Küsteustädte am Atlantischen Ocean in Unruhe, und mit Besorgniß sah mau überall einem Handstreich CrrveraS entgegen. Aber Niemand wurde behelligt, und Cervera fuhr direcr nach Santiago, um dort schließlich die Rolle der Mau- in der Falle zu spielen. DaS einzige, was die Ankunft deS Geschwaders bewirkt hat, ist, daß die Blockade Havannas nicht vollständig durchgeführt werden konnte, da die Amerikaner einen Theil ihrer Flotte nach Santiago dtrigiren mußten. Wrlche Beweggründe Cervera leiteten, den Hafen Santiagos aufzusuchen, entzieht fich natürlich der Beurtheilung. Jedenfalls war die Operation verfehlt, da die Flotte zu jeder weiteren Action auf offener See unfähig wurde- denn es ist nur zu begreiflich, daß die Amerikaner ihre Hauplkraft zu Wcster auf Santiago concen- trirten und ängstlich darüber wachten, daß die Spanier den Hafen nicht verlosten konnten. Freilich konnte Cervera mit feinen erprobten Mannschaften der Besatzung von Santiago in ihrer verzweifelten Lage betstehen und bei der Neu. befestiguug der von den Amerikanern immer wieder zerstörten Außenwerke in hervorragender Weise Mitwirken, damit war aber auch die Thätigkeit d:« Geschwaders abgeschloffeu. Nach der Katastrophe von Cavite diejenige von Santiago, welche um so verhängnißvoller ist, al- die Spanier nunmehr über keine krtegSrüchrige Flotte mehr verfügen. Denn ob mau al« eine solche da« Ersatzgeschwader betrachten kann, welche- immer noch im Suezcaual sich befindet, erscheint sehr zweifelhaft, und neue Geschwader wird Spanten kaum noch zusammenstellen können. Alle verfügbaren Schiffe wüsten überdies jetzt ihre Hauptaufgabe darin sehen, die heimathltchen Häfen zu schützen, welche durch die Amerikaner ernstlich bedroht zu sein icheinen. Bet der Energie, mit welcher die AaukeeS Vorgehen, ist es nur zu wahrscheinlich, daß fie ihren Plan, ein Geschwader nach Europa zu senden, auch wirklich iuS Werk setzen. Und daß die Häfen Spaniens dem mörderischen Feuer der amerikanischen Geschütze Stand halten sollten, ist kaum anzunehmen- eS ist our zu wahrscheinlich, daß die Befestigungen im Mutterlande, wo die Gefahr eine« Angriffs gar nicht so nahe lag, noch unwirksamer sich er- weisen werden, als in den Colonien, in denen man fich fortgesetzt auf einen Anschlag gefaßt machen mußte. In dem Augenblick, wo wir die- schreiben, liegen Einzel- heiten über die Katastrophe bei Santiago noch nicht vor. Der General Shafter hat die Stadt zur Uebergabe aufgefordert und mit dem Bombardement gedroht, er meint, der Platz würde fich ergeben. In dieser Hinficht mag er fich wohl einem allzu großen Optimismus hingeben, da die spanischen Landtruppeu noch kräftigen Widerstand leisten. Sowohl in Manila wie in Santiago weht noch die spanische Flagge und die Amerikaner haben wesentliche Fortschritte nicht zu erringen vermocht, und da-, was fie überhaupt erreicht haben, zum großen Theil der Unterstützung der Insurgenten zu verdanken. Aber ist erst der Hafen Santiago- im Besitze der Amerikaner, dann dürfte das Schicksal der Stadt doch recht bald entschieden sein, und wir lange wird eS noch wahren, dann müffen die Spanier, der Uebermacht weichend, die Insel Cuba oerlaffeu und dir Zugehörigkeit der „Perle der Antillen" zu Spanien gehört der Geschichte an. Allem Anscheine nach rüst die Zerstörung der Flotte Cervera« in Spanien eine heftige Bewegung hervor, und e« ist nicht unwahrscheinlich, daß diese Katastrophe der Ausgangspunkt ernster Ereignisse und einer Umwälzung der politischen Verhältnisse de« Laude« wird. Schon regen fich immer uugentrter die Carlisten und suchen den Königsthron für ihren Prätendenten frei zu machen, aber auch die Republikaner erheben ihr Haupt und eifern gegen die Dynastie, für welche vielleicht ihre jetzigen Träger büßen müffen, wa« die früheren Mitglieder derselben an ihrem Lande gesündigt haben. (xx) Deutsches Reich. Darmstadt, 3. Juli. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben an den aus dem Amt scheidenden Staat-- Minister Herrn Finger Exc. folgendes Handschreiben erlassen: Mein lieber Staat-Minister Finger! Bei Ihrem Scheiden aus dem Amt ist t« Mir ein Herzen-bedürfniß, Ihnen für die Meinem Land wie wir geleisteten ausgezeichneten Dienste meinen wärmsten und aufrichtigsten Dank auszusprechen. Während langer Jahre haben Sie Meinem hochseligen Herrn Vater und Mir in der ersten und verantwortungsvollsten Beamtenstellung Meine« Lande« mit seltener Treue, Selbstlosigkeit, Etnficht und Gerechtigkeit zur Seite gestanden. Ja Ihnen ehre Ich den Lehrer, der mit kundiger Hand und in edlem Sinn Mich in die Grundsätze der Staatsregierung eingesührt hat. Aber nicht nur Meine« hochleligcn Herrn Vaters und Mein, sondern auch de« ganzen Lande- Vertrauen haben Sie durch die hervorragenden Etgeuschajten Ihres Geistes und Charakters erworben. Seit geraumer Zeit und wiederholt haben Sie Mich um Enthebung von der Bürde Ihre« Amtes gebeten. Wenn Ich diesem Wunsch nun vachgebe, so geschieht e« mit aufrichtigem Bedauern und mit Mir wird Mein Hessenland empfinden, daß eS in Ihnen einen au-gezeichneten Brrather verliert. Al« ein Erinnerungszeichen werde Ich das B ld Meine« hochseligen Herrn Vaters für Sie malen lassen. Mit dem Wunsch, daß Ihnen noch während vieler Jahre vergönnt sein wöge, sich der wohlverdienten Ruhe in voller Gesundheit und Rüstigkeit zu erfreuen, verbleibe Ich stet- Ihr Ihnen von Herzen wohlgeneigter und dankbarer (gez.) Ernst Ludwig. Darmstadt, den 2. Juli 1898. Darmstadt, 4. Juli. Die Veränderungen in der Besetzung der höchsten Staatsämter, die seit etwa einer Woche erwartet wurden, find am Sam-tag amtlich bekannt gegeben worden. Die Rücktrittsgesuche der Herren Staatsminister Finger Exc. und Finanzminister Weber Exc. find von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog genehmigt und Herr Gehetmerath Rothe zum Nachfolger de« Staats- Minister« Finger ernannt worden. Die Veränderungen treten mit dem 6. d. M>s. tu Kraft. Ueber wettere Ernennungen, die bevorstehen, hat amtlich noch nichts verlautet. Mit dem Rücktritt der beiden ersten Staatsbeamten unsere- Groß- herzogthums scheiden, so schreibt das „Darmst. Tagebl.", zwei um unser Land hochverdiente und unermüdlich pflichttreue Berather Sr. Königl. Hoheit de« Großherzog« aus dem Staatsdienste. Beide genossen schon da« Vertrauen weiland Sr. König!. Hoheit de« Großherzogs Ludwig IV., von dem ihnen die Leitung der höchsten Staatsämter übertragen wurde, welche sie 14 Jahre, seit dem Jahre 1884 tnnegehabt haben. Wird der Rücktritt ter verdienstvollen beiden Staatsmänner begreiflicher Weise auch lebhaftes Bedauern im Lande Hervorrufen, so ist eS andererseits bet dem vorgerückten Alter und nach einer mehr als 40jährigen erfolgreichen und unermüdlichen Thätigkeit im Dienste des Staates begreiflich, daß fie da» Bedürsniß und den Wunsch nach Ruhe empfinden, welchem Se. Königl. Hoheit der Großherzog, dem fie seit höchstdessen Regierungsantritt als treue Rathgeber zur Seite gestanden, nunmehr entsprochen hat. Wir lassen hier die wichtigsten Daten aus dem Leben-gange der beiden durch da« Vertrauen zweier Großherzoge ausgezeichneten Staatsbeamten folgen: Herr Staat-Minister Jacob Finger ist am 13. Januar 1825 in Monsheim im Kreise Worm« geboren und bestand nach absolvirtem Studium in Gießen und Heidelberg im Februar 1845 mit Auszeichnung die juristische Fac >ltät»'Prüsung in Gießen, ebenso da- juristische Staat- xamev im Frühjahr 1848. Am 3. August 1850 zum Ergänzung«,tchter bei dem Großh. Friedensgericht Ober Ingelheim, am 10 Juli 1851 zum Referendar an dem Großh. KreiSgertcht zu Alzey, am 12. August 1854 zum zweiten Ergänzungsrichter am Großh. Friedensgericht Oppenheim ernannt, wurde Herr Finger durch Dekret vom 5. November 1855 als Advocat-Anwalt beim Bezirksgericht Alzey zugelaffen. Er verblieb in der Advocatur bi« zu feiner unter dem Ministerium Hofmann am 21. Srpttmber 1872 erfolgenden Ernennung zum Mtntsterial- rath im Großh. Ministerium de- Innern und der Justiz. Unterm 1. April 1879 zum Geheimen Staat-rath ernannt, wurde er am 28. Mat 1884 unter Ernennung zum Präsidenten de- Mioisierium« de- Innern und der Justiz an die Spitze der Geschäfte berufen und noch am 30. Juli desselben Jahre« zum Staatsminister ernannt. Eine größere politische Thätig- keit entfaltete Herr Staai-miutster Ftoger vom Jahre 1862 an, indem er in diesem Jahre in den Landtag gewählt wurde. Schon damals zeichnete er fich durch sein weise«, staatsmännisches Maßhalten au-, da-, verbunden mit Wohlwollen und Humanität, einen hervorstechenden Zug in feinem Cha« racter bildete und auch für die Leitung der Staatsgeschäfte bezeichnend war. Welcher allgemeinen Hochachtung und Verehrung fich Herr StaatSmioister Finger, der treue Freund und Berather Se. Kgl. Hoheit de- Großherzog- und be« Großherzogltchen Hause-, erfreute, bewies Die am 13. Januar 1895 begangene Feier seine- 70. Geburtstage-, bei welchem Anlaß auch Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. und der Altreichskanzler Fürst Bismarck Herrn Finger ihre Anerkennung in der schmeichelhaftesten Weise ausdrückteu, während Se. Kgl. Hoheit der Großherzog ihn durch Verleihung be« höchsten hessischen Orden«, deS GroßkreuzeS des LudewigS- ordenS, aulzeichnete. Außerdem besitzt Herr Staatsminister Finger daö Großkreuz bi« Philipp-orben-, drS sächsischem Albrecht«ordeuS, be# Bayerischen Verdienstordens, deS Württem- bergischen Kroneuorden-, hohe preußische und andere Orden und den russischen Alexander-New-kyorden. Die erfolgreiche amtliche Thätigkeit Finger- als Leiter de« Staat-meser« unseres Großherzogthum-, welche durch da- kürzlich in der Kammer durchgebrachte BeamtenbesoldungSgesitz einen harmonischen Abschluß gefunden hat, bleibt mit der Geschichte de« Großherzogthum« verknüpft. Sie bildet in derselben ein ehrenvolle« Blatt. — Herr Finanzminister August Weber, ein Sohn unserer Stadt, der jetzt im 70. Jahre steht, hat den ersten Theil seiner über 40jährigeu Beamtenlaufbahn im GerichtSdieuft zugebracht. Im Jahre 1857 wurde er zum Laudgerichtkosseflor, im Jahre 1858 zum Assessor beim Stadtgericht Darmstadt, im Jahre 1868 zum Assessor beim Hofgericht der Provinz Starkenburg und im Jahre 1869 zum Rath bei letztgenanntem Gericht ernannt. In der zuletzt erwähnten Stellung verblieb Herr Weber sodann bis zum Jahr 1875. In letzterem Jahr vollzog sich sein Uebertritt in die Verwaltung, »ndem er durch Allerh. Decret vo« 12. Februar 1875 al« Mivisterialrath in da- M'Ntfterium be« Innern berufen wurde. Dort wirkte er bi« zum Jahre 1884- zu seinem Geschäft-krei- gehörte dort besonder« auch da« Medlcinalwesen und die öffentliche Gesundheitspflege, auf welchen Gebieten e« ihm vergönnt war, vielfach fruchtbringende Anregungen zu geben. Am 1. August 1884 wurde ihm von Seiner Königl. Hoheit dem Höchstseligen Großherzog Ludwig IV. die Leitung be« Finanzministerium« übertragen. Seine vieljährige Thätigkeit im Interesse der Vereine vom Rothen Kreuz ist durch eine Reihe von Okden-decorationen deutscher Fürsten anerkannt worden. Möge den in den Ruhestand tretenden, auf eine so ehren- und verdienstvolle und erfolgreiche Laufbahn im Staatsdienst zurückblickeoden Herren ein heiterer und glücklicher Lebensabend deschieden sein! — Der neu ernannte Staatsminister, der seitherige Provinzialdirector in Mainz, Herr Karl Rothe, ist ebrvfall« ein Sohn unserer Stadt, in der er am 2. Juli 1840 geboren wurde- er steht sonach noch in rüstigem Manne-alrer. Bi- zum Jahre 1884 bekleidete er die Kreisrathsstelle tn Offenbach, am 6. August letzteren Jahre« wurde er al« Ministerialrath in da- Ministerium des Innern berufen, am 17. October 1891 zum Provinzialdirector in Mainz ernannt. Nach dem Tode des Herrn Geheimraths Becker bekleidete Herr Rothe auch längere Zeit im Nebenamt die Stelle eine« CabinetSvorstand«. In allen Stellungen hat er sich durch sein liebenswürdige-, schlicht vornehme- Wesen allgemeine Sympathien erworben und in Mainz dürfte man ihn nur höchst ungern scheiden sehen. Herr Rothe ist mit einer Tochter de- verstorbenen Herrn Karl Merck vermählt. Darmstadt, 4 Juli. Au« Schloß Schönberg, 4. Juli, w'rd der „Darmst. Ztg." « meldet: Ihre Köuigl. Hoheit die Prinzessin Beatrix von Battenberg mit Prinzessin Ena und Gefolge reiste beute Vormittag nach zehn» tägigem Aufenthalt nach Windsor zurück. Berlin, 4. Juli. Der am Sam-tag hier eingetroffene i Präsident von Brasilien stattete dem Reichrkanzler Fürst Hohenlohe einen Besuch ab, welcheu später der Reichskanzler erwiderte. Heute Mittag saud beim Reichs, kauzler zu Ehren des Präsidenten ein großer Frühstück statt, au welchem u. A. der Herzog'Regent von Mecklenburg, der brafilianische Gesandte am hiesigen Hofe, Handelßmiutster Brefeld und Uuterstaatßsecretär Freiherr v. Richthofeu theil- nahmen. — Der dritte Congreß für Volks, und Jugend- spiele in Bonn ist von Vertretern auS allen Theilen Deutschland- zahlreich besucht. Nach den Begrüßungsansprachen riefen die Ausführungen des Oberlehrers Wickenhagen- Rendsburg und des DtrectorS Professor P a y d t - Leipzig über den verbindlichen Besuch der Jugendspiele an den höheren Lehranstalten und die dritte Turnstunde eine angeregte Be- sprechung hervor. Die Ansicht der Versammlung ging da- htu, daß die Einrichtung allgemein verbindlicher Schulspiele auzustreben ist. — Am zweiten Tage hielt UniverfitätS- proseffor Dr. Kruse-Bonn einen Vortrag über den Einfluß des städtischen Lebens auf die Volksgesundheit. Sodann sprach die Lehrerin Frl. Thurm auS Krefeld mit großer Begeisterung über Ferieuspiele der Mädchen, wobei sie in wärmster Weise besonders für das Wohl der armen Kinder riutrat. Der Mitberichterftatter, Turuivspeetor Hermann. Braunschweig, fügte noch manche werthvolle Ergänzung hinzu. Abg. v. Schenkendorff schloß alSdann die Sitzungen des CougreffeS mit einem warmen Dank an die Stadt Bonn. Hierauf fanden, vom besten Wetter begünstigt, eine Ausfahrt der Bonner Rudervereine und der Bonner Radfahrer statt. Nach dem Feftrffen wurden Wettspiele in Schleuderball, Faustball und anderen Spielen veranstaltet. — Stimmenzuwachs der Soeialdemokratie. Berechnet mau den Zuwachs der Soeialdemokratie in Pro- reuten aller abgegebenen Stimmen, so ergibt sich seit dem Jahre 1881 eine ganz gewaltige Zunahme. Wir geben nachstehend die Zahlen der bet den Wahlen seit 1871 abgegebenen socialdewoklatischeu Stimmen und dahinter jedesmal die Angabe, wie viel vom Hundert der überhaupt abgegebenen Stimmen diese Zahlen darftelleu. Danach ergibt sich: 1871 124 655 soc. St., d. h. 3,0 v. H., 1874 351 952 d H w 6,8 y 1877 493 288 n H 1 9,1 n 1878 437 158 n n w 7,6 ö 1881 311961 n H H 6,1 n 1884 549 990 n n n 9,7 » 1887 763 128 n n // 10,1 n 1890 1 427 298 n n n 19,7 n 1893 1 786 738 n H n 23,2 n Wenn e- richtig ist, daß wie ber „Vorwärts" behauptet, bet den letzten Wahlen 2 125 000 socialdemokratische Stimmen abgegeben find, so würden das 25 bis 26 v. H. aller abgegebenen Stimmen sein. Ein ganz richtiges Bild von der Zunahme der Soeialdemokratie wird ja durch diese Zahlen nicht gegeben. Dazu müßte mau die Zahl nicht der ab- gegebenen Stimmen, sondern der eingetragenen Wähler in Rechnung stellen. Danach hat fich diesmal sür Berlin sogar eine Abnahme der socialdemokratischeu Stimmen herauSgestellt. ES ist aber auch von Werth, festzustellen, welcheu Bruchtheil der thatsächlich abgegebenen Stimmen die Soeialdemokratie darstellt- daß sich dabei eine so reißend schnelle Zunahme herauSstellt, verdient die ernsteste Aufmerksamkeit. — Auglo-amertkauische Ränke. In bestunter- richteten Berliner politischen Kreisen meint man ganz bestimmt, daß die in der englisch-amerikanischen Presse immer schärfer hervortreteuden Bestrebungen, Deutschland nnd seine Haltung zu dem spanisch-amerikanischen Eonfltct zu verdächtigen, auf eine Quelle zurückzuführen ist, die nicht jenseits des OceanS, sondern nur jenseits des Aermel-Cauals liegt, nur daß diese Quelle von einer Stelle aus gespeist wird, die innerhalb des CabinetS Salisburys zu suchen ist. Daß Lord Salisbury selbst dabei außer dem Spiele steht, bedarf keiner Berficheruug. An der bewußten Stelle laufen die Fäden verschiedener Fragen zusammen, in denen deutsche und englische Juterefien außeinandergeheu und wo fich nationaler Chauvinismus mit einem persönlichen Ehrgeiz paart, der einer friedlichen Entwickelung der Dinge nichts weniger als förderfam ist.______________________________________________________ Arr-Urud Warschau, 4. Juli. Ein schrecklicher Unglücks fall hat fich zwischen den Stationen Btaltstok und Laky ereignet. Ein bei unverschlofiener Barriöre über das Geleise fahrender Bauernwagen mit zwölf HochzeitSgästen wurde von einem heranbrausendeu Schnellzuge erfaßt und zermalmt. Neun Personen waren sofort tobt, eine schwer verletzt. Nur zwei Personen kamen mit dem Leben davon. Der Bahnwärter wurde verhaftet. Antwerpen, 4. Juli. Gestern Nachmittag 5 Uhr wurde rin Boot, worin 11 Personen fich befanden, auf der Schelde durch einen Windstoß umgeworfeu. Sieben Personen ertranken. London, 4. Juli. „Daily Mail" meldet aus Washington, daß General Sh ast er dringend BerstärkungStruppjen gefordert hat. Sofort nach Eintreffen des betreffenden Telegramms seien zwei Schiffe mit verftärkungStruppeu nach Santiago abgegangen. Aus anderen Quellen verlautet, daß bereit- amerikanische BerstärkungStruppen eingetroffen find. Die zahlreichen Verluste der Amerikaner in den letzten Kämpfen find besonders auf die vortreffliche Unterstützung des Geschwaders CerveraS zurückzusühren. Die Spanier schlugen fich mit größter Tapferkeit, obwohl fie gegen eine Uebermacht kämpfen mußten. Man glaubt, daß die spanischen Verluste au Todten, verwundeten und Gesangeuen die Zahl 5000 übersteigt. Loudou, 4. Juli. Nach einer Meldung aus Washington wurde dortselbst amtlich bekannt gegeben, daß Admiral Sampsou gestern in den Hafen von Santiago eingedrungeu ist und die Flotte CerveraS zerstört hat. Außer einem Schiff ist die ganze spanische Flotte an der Küste verbrannt worden. General Shafter telegraphirte, daß er die Uebergabe Santiagos verlangt und gedroht habe, die Stadt zu bombardiren. Er glaube, daß die Stadt fich übergeben werde. — Spanien und Nordamerika, vom Kriegsschauplatz ist wieder für die Spanier eine Hiobspost angelangt. Dem Admiral Sampson ist es gelungen, in den Hafen von Santiago einzudringen und die Flotte CerveraS zu vernichten. Der Kampf, der diesem Erfolge voran-- ging, hat, mit einer kurzen Unterbrechung in der Nacht zum Sonntag, anscheinend den ganzen SamStag über gewährt, nachdem es den Amerikanern gelungen war, einen Theil der Außevwerke Santiagos zu nehmen, oder ihr Feuer zum Schweigen zu bringen und bis auf zwei Kilometer gegen die Stadt vorzurücken. Alle Nachrichten, auch die von amerikanischer Sette verbreiteten, stimmen darin überein, daß die Spanier tapferen Widerstand leisteten. Die Zahl der Tobten ist benu auch verhältuißmäßig groß, bie ber Amerikaner wirb auf etwa 2000 Manu, bie ber Spanier auf 1500 Mann angegeben, bazu kommen auf Seiten ber Spanier noch gegen 3000 Gefangene. Diese Zahlen finb allem Anschein nach aber noch zu niedrig gegriffen. Bei einigen amerikanischen Compagnien fielen sämmtliche Offiziere. Von hohen Offizieren ist auf spanischer Sette der General Baraderry, ber mit nur 500 Manu ben Angriff einer vierfachen amerikanischen Ueber- wacht bei El Caney zurückhieli, gefallen. Bon ber amerikanischen Generalität ist General HawkiuS verwunbet, die Generale Wheeler nnd Aoung werben als „erkrankt" ge- melbet. Die Amerikaner waren ber Zahl nach in großer Uebermacht- fie verfügten angeblich über 17000 Mann unb 82 Geschütze unb würben von 6000 Aufstänbischen unter- stützt- bie Spanier bürsten kaum mehr als 6000 Mann stark gewesen sein. Die großen Verluste ber Amerikaner werben zum Theil aus ihrer bichten Aufstellung, bann aber aus bem Umstaub hergeleitet, baß fie mit gewöhnlichem Pulver fchoffen, beffen starke Rauchentwicklung dem Feind da- Zielen er» leichterte- bie Spanier dagegen fchoffen mit rauchlosem Pulver. Localer and ^eovlnzleller. Gießen, 5. Juli 1898. Keine Neuwahl. In ben letzten Tagen lief bie Mit- -Heilung burch bie Zeitungen (wir nahmen bavon keine Notiz), baß ber ReichStagSabgeorbnete Köhler beabsichtige, sein Mandat niederzulegen, um zu ermöglichen, daß einer seiner unterlegenen Parteifreunde ein Mandat erhalte. Herr Köhler ersucht unS, unseren Lesern mitzutheilev, daß die Nachricht durchaus aus der Luft gegriffen ist. * * Berbanbsfchießen. Nach soeben eingetroffener Depesche auS Landau wurde Gießen mit großer Majorität ale nächstjähriger Festort für da- 17. BerbandSschießeu der Verbände Mittelrhein, Baden und Pfalz gewählt. Plötzlicher Tod. Auf dem hiesigen Bahnhöfe fiel ein Reisender, als er im Begriffe stand, fich nach dem Zuge zu begeben, zusammen und verstarb alsbald. Die Leiche wurde noch dem Leichenhause gebracht. Auflauf. Ein Fremder, welcher gestern Abend in der Ludwtgstraße in angetrunkenem Zustande in verschiedene Häuser drang, die Bewohner belästigte und deshalb verhaftet werden sollte, widersetzte fich dem Schutzmann und verursachte dadurch einen Menschenguflauf. * * Schul-Dienstuachrichten. Am 11. Mai wurde der von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Btrstein auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bindsachsen, Kreis Bübingen, präsentirte Schullehrer Wilhelm Uhl zu Augeurob, Kreis AlSfelb, sür diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem Schullehrer Jacob Schmidt zu Babenhausen, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Psung- stadt, Kreis Darmstadt, übertragen. * * Verbesserung der Eisenbahu-veförderungSbediuguugeu für Obst, Gemüse und Weiu. Der Ausschuß VIII des Hessischen LaudwtrthschastSraths sür Wein-, Obst- unb Gartenbau hat wie folgt beantragt: Der LandwtrthschastS- rath wolle bei ben Eiseubahndtrectionen zu Mainz, Frankfurt a. M. unb Darmstadt Anträge stellen auf: 1. eilgut- mäßige Beförderung aller rasch zum Verderben neigender Gemüsesorten, insbesondere von Spargeln, Kopssalat, Gurken als Stückgut zu Frachtguttarissätzen, wie solche Vergünstigung bereits sür den Versandt von frischem Obst besteht- 2, Herabsetzung der Stückguttarife sür Obst und Gemüse überhaupt von der allgemeinen Siückgutkloffe (Frachtsatz sür 100 Kilo und 1 Kilometer — 1,29 Pfg.) auf den Speeialtarif sür bestimmte Stückgüter (Frachtsatz für 100 Kilo und 1 Kilometer = 0,99 Pfg.)- 3. Einstellung von Specialwagen, die fich für den Transport von Obst, Gemüse und Weiu insofern bester eignen al- die gewöhnlichen, als fie durch ihre Construction vor der Einwirkung von Frost und großer Hitze schützen unb leicht gelüftet werben können- 4. sorgfältigere Be- Handlung ber Obst- unb Gewüsesenbungen beim Berlaben unb Umlaben, bessere Durchlüftung ber für ben Transport ge- nanntet Erzeugnisse bestimmten Wagen; 5. Bezeichnung ober Einstellung bestimmter, täglich verkehrenber Personen- ober Eilgüterzüge in ben Hauptversanbtzeiten, welche zur Aufnahme unb Beförderung von Obst- unb Gemüsesenbungen unbebingt verpflichtet find, mit thunlichst sofortiger Bestellung ber Senbungen am Bestimmungsort. • * Preußisch-Hesfifche Eisenbahnen. Nach ber von ber gemeinschaftlichen Verwaltung für bie Preußisch-Hessischen Eisenbahnen pro 1897/98 aufgestellten Betriebsrechnung beträgt der Autheil HestenS am Betriebsüberschuß der der gemeinschaftlichen Verwaltung unterstellten Eisenbahnen 9465560 Mk.- hierzu kommen laut Mittheilung der „Darm- städter Ztg." auS der Main-Neckar-Bahn 1317553 Mk., auS den Nebenbahnen 59809Mk., so daß fich also sür Hesteu der GesammtbetriebSüberschuß auf 10824922 Mk stellt. Im Houptvoranschlag für da- Rechnungsjahr 1897/98 waren I nur 9 775000 Mk. vorgesehen, so daß fich eine Mehr- . einnahme von 1067 922 Mk. ergibt. *♦ In Amerika verstorbene Hessen. New-York, Friedrich Spatz, auS Erbach i. O. — Chicago, Jll., Ferdinand Fries, 75 Jahre alt, auS Darmstadt. — Bedford bei Manchester, N. H., Frau Katharina Pöhlmann, 39Jahre alt, aus Homberg. — New-Aork, Frau Josephine Hofmann, geb. Schuster, 66 Jahre alt, aus Bternhetm. AuS Lollar, 5. Jnli wird unS geschrieben: Berfloffeueu Sonntag Abend hatten wir auf hiefigem Bahnhofe ein für einige Ausflügler unangenehmes Vorkommntß zu beobachten. Kurz vor 8 Uhr waren nach Hunderten zählende Passagiere, die zum größten Theil nach Gießen fahren wollten, versammelt und herrschte ein derartiges Gedränge, daß es fast unmöglich war, zum Bahnsteige sowie Wartesaal 1. und 2. Klaffe zu gelangen. Der Zugang zum Bahnsteig war, obgleich eS au der Zeit war, daß der Zug von Marburg fahrplanmäßig bald etntreffen wußte, nicht geöffnet. Kurz nach 8 Uhr wurde im Wartesaal 1. und 2. Klaffe abgerufen „Einstetgen nach Gießen" und fast gleichzeitig mit dem Abrufen fuhr der von Gießen kommende Zug, zu welchem übrigens nicht abgerufen war, ein. Eine Anzahl Reisende, welche die Strecke nach Marburg benutzen wollten, erreichten mit Mühe und Noth den Bahnsteig, wurden aber, als fie endlich an den Zug gelangt waren, vom Mitfahren abgehalten- Wie wir hören, ist es wegen dieses VorkommniffeS zu unliebsamen Erörterungen mit dem Bahnpersonal gekommen und soll von den zurückgebliebenen Paffagiren der Beschwerdeweg beschritten worden sein. Bei Uabetheiligten, zu der belr. Zeit am Bahnhof zufällig Anwesenden herrscht kein Zweifel darüber, daß diesem unangenehmen Vorkommntß hätte vorgebeugt werden können, wenn der Bahnsteig bei dem großen Andrang früher geöffnet und auch früher abgerufen worden wäre als dies sonst geschieht. Keinesfalls lag aber irgend welcher Grund dafür vor, die Mitreisenden^ nachdem solche mit Mühe und Noth den Zug erreicht hatten, am Mitfahren zu hindern- eine Verzögerung in der Abfahrt des ohnehin mit Verspätung eingetroffeuen ZugeS nach Marburg wäre dadurch wohl kaum eingetreten. Nidda, 3. Juli. Die hiesigen Bäcker erfreuten uns gestern mit einem Abschlag des BrodpretseS um 4 Pfennig durchschnittlich, so daß jetzt 4 Pfund Roggenbrod 46 Pfg. und 2 Kilo gemischtes Brod 48 Pfg. kosten. — Zur Vermeidung der bet feuchtem Sommer zu befürchtenden Kartoffelkrankhett, welche auf einen kleinen Pilz zurückzuführen ist, empfiehlt fich das frühzeitige Bespritzen mittelst einer Kupferkalkmifchnng, damit die Sporen nicht anfangen zu keimen und die Pilze nicht in die Blätter gelangen. Bad Ranheim, 30. Juni. Bom 24. bis 30. Juni find 840 Badegäste angekommen- 'verabfolgt wurden 13,902 bezahlte Bäder und 501 Freibäder. Die Zahl der vom 1. April bis 30. Juni angekommenen Badegäste beträgt 9127, der verabfolgten Bäder 90,086 bezahlte und 5203 Freibäder. A«r de* Zeit für die Aeßt. Vor 252 Jahren, am 6. Juli 1646, wurde zu Leipzig einer der vielseitigsten und geistreichsten Gelehrten des 17. Jahrhunderts Gottfried Wilhelm von Leibniz geboren. Besonders hervorragend als Mathematiker durch Erfindung der Differentialrechnung und als Philosoph durch eine Lehre, welche noch heute theilweise im Herbartianismus sich gellend macht. In seiner Theorie stellt er einen vernünftigen Optimismus auf. Leibniz starb am 14. November 1716 zu Hannorer. Verarischt-s. • Frankfurt a. M., 3. Juli. Die „Franks. Ztg." berichtet: Bei dem Radfahrerfeste, daS heute Abend den Abschluß des BlumencorsoS in der „Rosen-AnSstellung" an der ForsthavSstraße bildete, trug fich gegen 9 Uhr ein Unglück durch Einsturz einer Treppe in dem Thurmgerüft der Rutschbahn zu. In der Sanitätswache, die vom Frankfurter Samariterverein, der aus Radfahrkreisen gebildeten Bereinigung, eingerichtet war, wurde unter der Leitung des an- wesenden Mitgliedes Dr. Heinrich Fulda fieben Verwundeten die erste Hülse gebracht. Zum Glück scheint in keinem der Fälle Lebensgefahr vorzuliegen. Ein etwa dreißigjähriger Mann, der innere Verletzungen erlitten hoben dürfte, aber noch wahrend der Untersuchung daS Bewußtsein wiedererlangte, wurde in daS städtische Krankenhaus gebracht. Sech- andere jüngere unb ältere Verunglückte kamen mit Quetschungen, Schlüffelbeiublüchen, Schultcrverrenkungen, kleine verwund» ungen und Betäubungen infolge de- Schreckens davon unb konnten zum Theil zu Wagen nach ihren Wohnungen beför- dert werben. Ein Besucher au- Hanau war nach Anlegung eines Nothverbanbe- im Staube, die Heimreise mit der Buhn anzutreten. Auch eine Dame befand fich unter den Verletzten, fie erlitt Rippencontufionen, wurde aber nach Hause gefahren, ohne die Sanität-wache in Anspruch zu nehmen. Mehrere Mitglieder de- Samariterverein- beschweren sich darüber, daß die Rosenausfiellung keine genügenden Räume für die Unfallwache zur Verfügung gestellt hatte. Auch ben Angehörige« der Presse, die sich nach dem Thotbestand erkundigten, al- die erste Hilfsthätigkeit beendet war, wurden von Angestellten in völliger Verkennung ihrer Aufgaben Schwierigkeiten bereitet. Die Ursache des Unglücks liegt, wie uns von fachmännischer Seite erklärt wurde, in der mangelhaften Construction de- ThurmeS der Wafferbahn. DaS hölzerne Gerüst Hot schon auf der vorjährigen Leipziger Ausstellung gedient und wurde hier wieder aufgezimmert. DaS Holzwerk hat vielleicht unter der naffen Witterung ber letzten Zeit gelitten unb bei ber außergewöhnlich starken Belastung be- heutigen AbenbS — man gestattete allen Fahrlustigen ben Aufstieg, anstatt immer nur einzelne Partien zuzulaffen — ist bie zweitunterste Treppenabtheilung an- ihren Wiberlagern gewichen. Die Querverbinbung des Gebälks hat sich al- unzureichend erwiesen. Auffällig ist, baß tiefer schwache Punkt bei ber bam ?*SÄ ,8*fe ,ta |g '”a”«l6iub,‘ i m ” ®*t§en fQKtln ®Ä ‘‘,Wt ■. 8“8 bon Mar, ll !• unb 2, Sun, '*>' 8“8, ju e «tlltnbt. intlitm « e« ober, all ft, ’*liQ9ten abgt^alttn. koimnnifft- ju un« Ptrfonal gelomatn tto der Btschvttbt- Uhetligteo, zu bei * herrscht hin Borkowmoiß der Vahnsitig bet ob auch stühn ab« Wt ShlntlfaQt >r, dir Mttistnbn, Zug rnricht hattru, ewig in btt Absahn « Zuges nach Marit. tiker erfreuten uns SrodpreiseS um Pfund Rozgeubtob 18 Psg. kosten. - m zu drsütchtenbrn einen lltintu Pilz Mzckigr Btsprihrn Ü bir Sporen nicht t in die Blätter gr- L biß 80. Juni sind folgt würben 13,902 Dir Zahl btt vorn in Badegäste beträgt bijafjltt und 6203 eSeit. K, würbe zu Leipzig elften bei 17.3#» i Leibniz geboren, eilet durch Erfindung joph durch eine Lehre, etianiilnus sich gellend günstigen Optimismui 1716 zu Hamrer. l. >«fl-»’ £ heute Abend den Sb' ;n.ÄulfttO«n«" « , gU, ck U-ftl" rs»m,erüst «er /„ jtbilbetw Beretnt» ,,, eetinng » fieben 81«««»= = « Int In !«■«»"= ,, brelMiW Xie« «», * Lf,ln ulebttet!* tlt O°eO«--= ' Neinr Verivoud' -®°58n..* « „ j, b«M« &?'L« w«*' bet mH “1 'M« । 1»’’4 brf“<1’ Such bt” als die t°nd er^^ ^leu i° eben «’Ät* UNS ÜOJ L-ucrton del lhafteu t W rji’«'" i«»‘ - , h--''s=° ^, ft-«« ist die r polizeilichen Abnahme unbemerkt blieb. Als ein guter Zufall mutz e» noch angesehen werden, daß nicht eine höher gelegene Treppenabtheiluug einstürzte- in diesem Falle wäre möglicherweise daS ganze zehn Meter hohe Stiegengerüst, das immerwährend dicht gedrängt besetzt war, mitgerifsen worden, und statt zwanzig hätten mehr als hundert Menschen aus größerer Höhe den Sturz erlitten. Der Rückweg war der Menge auf den oberen Treppenabsätzen und der Plattform abgeschnitteu- ste mußte wohl oder übel in bootweisen Gruppen die Abfahrt über die schiefe Ebene na* dem Wasserbecken unternehmen. So kam eS, daß die Rutschbahn noch längere Zeit nach dem Unglück in Betrieb war, als sei nicht- Schlimme- geschehen. Aber statt der fröhlichen Ausgelassenheit herrschte bestürzte- Schweigen während der Fahrten, jemehr sich die Schreckens« künde von dem Vorfall verbreitete. * Schreibmaschinen bei den Gerichten. Vom preußischen Justizminister ist die Frage der Einführung von Schreibmaschinen bei den Gerichten angeregt worden, und es war demzufolge im Kammergericht zu Berlin eine Commission zusammengetreten, bestehend aus Räthen des Justizministeriums und des Kammergerichts, sowie aus Bureaubeamten beider Justizbehörden. Die Commission beschloß, der Lösung der Frage in Theorie und Praxis näher zu treten und während der Gerichtsferien die Beschäftigung von Beamten mit der Schreibmaschine bei verschiedenen Gerichtsbehörden probeweise einzuführen. Auszug aus den Airehenbüche-m der Stadt Gietze«. Evangelische Gemeinde. Lakasgeweinde. Getraute. Den 28. Juni. Paul Friedrich Heinrich Konstantin Psann- müller, Pfarroerwalter zu Wimpfen am Berg, und Luise Dorothea Katharine Philipptne Meyer, Tochter des penfionirten Postsecretärs Meyer zu Gießen. Getaufte. Den 1. Juli. Dem Stationsasststenten Wilhelm Berchfeld eine Tochter, Anna Wilhelmine Bertha, geboren den 1. Juli. Beerdigte. Den 29. Juni. Karl Johann Gerhard Taschs, Oberamtsrichter zu Seligenstadt, 43 Jahre alt, starb den 27. Juni zu Seligenstadt. Verkehr, Land« «nd volkrwlrthschaft. •Utm# 6. Juli. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochmmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,10, Hühnereier pr. 6L 6-0 4, 2 St. 11-13 4, Enteneier 1 St. 7—0 4, Gänse eter pr. St. 12—00 4, Käse 1 6t 6-8 4. Käfematte pr. St. 3 4 Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Paa X 0,76 bi» 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bi» 1,70, Hahnen pr. Stüö X 0,90—1,60, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pftmb X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, «uh- und Rindfleisch pr. Pfd. 62—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi» 72 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 4 Hammelfleisch vr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 10,00 bi» 11,60 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4- Zwiebeln vr. Centn« 9,00-10,00 X, Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 16-25 4. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nickt feilgeboten werden._______________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 5. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14°, Luft 12°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Neueste Depeschen de» Bureau „Herold". Pofen, 5. Juli. Der Polizeipräsident verbot im Auftrag der Regierung den polnischen, tschechischen und sonstigen slawischen Aerzten Rußland-, Oesterreichs und Ungarn-, auch dem oft genannten Wiener Erfinder Szcepanik die Theil- nahme an dem bevorstehenden polnischen Naturforscher- und Aerztetag in Posen, zu dem über 800 Anmeldungen aus Deutschland, Oesterreich und Ungarn Vorlagen. Wien, 5. Juli. In hiesigen politischen Kreisen wird positiv behauptet, daß nunmehr, nachdem die Flotte Cerveraß zerstört ist, der Fall Santiagos nur noch eint Frage von wenigen Tagen sei, die Großmächte den Moment für gekommen erachten, um eine FriedenS-Bermittelung mit'.AuSficht auf Erfolg durchzuführen. Die Vertreter mehrerer IGroß- «ächte in Washington haben bereits diesbezüglich ttlegraphische Ordre erhalten. Budapest, 5. Juli. Die Ortschaft veke wurde von einem furchtbaren Brande heimgefucht. 100 Wohnhäuser find eingeäschert. Paris, 5. Juli. Oberst Piquart überreichte gestern Nachmittag die Anklage gegen Esterhazy wegen Mord- anfalleS. Piqaart behauptet, Esterhazy habe ihm von hinten einen Schlag mit einem Todtschläger versetzen wollen. London, 5. Juli. AuS Santiago wird berichtet: Während Admiral Sampson die Flotte CerveraS mit einem Hagel von Granaten überschüttete, griff General Shafter von Osten und Garcia von Norden her Santiago heftig an. Garcia zerstörte die Bahn nordwärts. Es kam zu einem Borpostengefecht mit den spanischen Truppen; im dichtesten Urwald entwickelte fich ein mörderischer Kampf, bei welchem die Insurgenten schwere Verluste erlitten, aber endlich die Spanier nach Santiago zurückwarsen. Der Kampf dauerte in den Thoren Santiago- fort. Ferner telegraphirt Admiral Drwey: Al- das Kriegsschiff „Charleston" fich Manila näherte, verlieh das Kanonenboot „Feyte" die Mündung de- Flusse- ta der Nähe von Manila und übergab fich mit 54 Offizieren und 94 Mann. Obwohl die Truppentransporte am Donnerstag in Manila eingetroffen find, wird Admiral Deweh vermuth- lich den Angriff auf Manila noch zehn Tage hinau-schieben, weil er von Washington noch eine Antwort auf seine Telegramme erwartet. London, 5. Juli. Admiral Dewey telegraphirte nach Washington, daß die Truppentran-Portschiffe wohlbehalten vor Manila eingetroffen seien. Die Truppen besänden fich in guter Verfassung. London, 5. Juli. Nach den hier eingelaufenen Depeschen steht der Fall Santiagos unmittelbar bevor, nachdem die spanische Flotte vernichtet ist und die Amerikaner die Höhen ton allen Punkten beherrschen. Die Amerikaner sollen 1300 Gefangene gemacht haben, unter denen fich auch Cervera befinde. Madrid, 5. Juli. Infolge der schlimmen Nachrichten au» Santiago werden alle Truppen confignirt. Die Regierung befürchtet, daß die gleichzeitige Uebergabe von Manila und Santiago Ausschreitungen in derBevölkerung hevorrufen werde. Die Republikaner werden aufs Schärfste bewacht. Madrid, 5 Juli. Die Minister erklärten nach dem gestrigen Ministerrath, daß fie bisher keine Nachricht über da- Geschwader CerveraS erhalten hätten. Der Krieg-« Minister glaubt, Cervera befinde fich mit seinem Geschwader nach Havanna unterweg-. Washington, 5. Juli. Sech- Batterien Artillerie verließen gestern Tampa. Ueber 4000 Mann Verstärkungen find nach Santiago abgegangen. G. Darmstadt, 5. Juli. (Telephon-Meldung.) Die Ernennung des Oberbürgermeisters Küchler-Worm- zum hessischen Finanzminister ist als eine vollendete That- fache zu bezeichnen. Die Veröffentlichung des Ernennungs- DecrttS wird heute noch erfolgen. — Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer ist zur Berathung verschiedenrr Vorlagen beute Morgen zufammengetreteu._________________ Bitte, einen Versuch! Durch Zusatz von wirkungsvollen Ingredienzien, wie sie unS von ersten medicintschen Autoritäten neuerdings en die Hand gegeben worden sind, ist die Doerings Seife mit der Eule, bekannt unter der Devise: „Die beste der Welt“, abermals verbessert und durch diese Verbesserung in ihrem Einflüsse auf die Erhaltung der Schönheit der Haut wesentlich erhöht worden, so daß sich keine Seife zur Toilette mehr eignen dürfte als die in ihrer Art unübertreffliche Doerings Seife mit der Eule. Wir ersuchen alle Damen, Mütter, wie Jedermann, dem die Pflege der Haut ernst ist, um erneute Versuche. Der Preis ist nicht erhöht worden, für 40 Pfg. überall erhältlich. 2532 Bekanntmachung, betreffend: Die Vergebung der Zinsen des Christian Gerhard Hast'scherr Vermächtnisses. Aus obigem Vermächtniß sind zehn Gaben zu 19 Mk. 71 Pfg. an zehn bedürftige Familien bezw. Wittwer und Wittwen zu vergeben. Anmeldungen zum Bezug fraglicher Zinsen sind bis zum 8. d. Mts. ein- schließlich bei dem Secretär der Armendeputation (Zimmer Nr. 2) mündlich oder schriftlich vorzubringen. Gießen, den 1. Juli 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6747 (iiiipfrliliinncii Stadt. Schlachthaus. Freibank. 6731 Heute und morgen: Mßkilch 45 M 6778] Frischen Pumpernickel, ächte Freiburger Salzbretzeln empfiehlt C. G. Kleinhenn, Bahnhofstr. 59. Bekanntmachung. Auslegung der deutschen Pateutschristen. Die von dem Kaiserlichen Patentamte herausgegebenen Pateut- schristeu können in unserem Dienstgebäude, Neckarstraße 3, Zimmer 32, an allen Wochentagen, Vormittags von 8—12 Uhr, Nachmittags von 2x/2 bis 5>/z Uhr (mit Ausnahme der Feiertage und der Samstag-Nachmittage), von Jedermann eingesehen, in mäßiger Anzahl auf kurze Zeit an zuverlässige Personen auch leihweise abgegeben werden. Für die Benutzung gelten im Uebrigen die Bestimmungen unserer Bibliothek-Ordnung. Darmstadt im Juli 1898. 6748 ______________Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe.______________ Der die Stadtarmen behandelnde Arzt, Herr Dr. Hupperz, wohnt Bleichstratze Nr. 33, II. 6767 Sprechstunden: Vormittags von V28 bis 8 Uhr, Nachmittags von V13 bis 3 Uhr. Armenamt Gießen. Frisch eingetroffen: Kreuz-Stern- Suppen. ä 10 Pfg., 6644 für Vi Liter vorzüglicher Suppe. Ph. Herrmann, Seltersweg 33. »■r 1898er Bollhäringe, 1898er Kartoffeln "”*2 empfiehlt C. G. Kleinhenn, Bahnhof- straße 59, Telephon 66._____________6780 Neue photographische Ansichten von Gjchn«.MmBW Arbeitsvergebung. Dienstag den 12. l. Mts., Nachmittags 5 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Wieseck nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschlagt zu: Pflasterarbeiten 725,50 JL Erdarbeiter: 60,— „ Chaussirarbeiten 35,50 „ Steinlieferung (Grundbausteine) 27,— „ Steinlieferung(Decksteine) 295,— „ Steinsetzen 4,60 „ Sandlieferung 38,40 „ Glase carbeiten 60,— „ Weißbinderarbeiten 86,35 „ Gießen, den 5. Juli 1898. Der Kreisstraßenmeister. Senßfelder. 6781 -Uerstkigermlgtil Mittwoch den 6. Mi l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Arten, 1 Eissckrank, 1 Regulator, Oelbilder und Stahlstiche, 2 Hobelbänke, eine Partie Werkholz u. A. 6770 Geißler, Gerichtsvollzieher. ©btrförfltm Kranbobtrndorf. Eichen-Schälholz Versteigerung. Montag, 11. Juli, Morgens 9 Uhr, zu Cleeberg in der Hof- mann'schen Wirthschaft, aus District Spechtischheck 14 rm Knüppel, 3025 Wellen, aus District Höllheck 33 rm Knüppel, 4595 Wellen, 172 rm Reiserknüppel und 13 Schäl- stangen 3. Kl. 6751 Der Oberförster. in Cabinct- und Cnartsormt, sowie Mt- und Ouartulbnvls sollen im Ganzen ober in einzelnen Partien an Wiederverkäufer abgegeben werden. 6740 Näheres zu erfragen durch die I. Sidifr'fdjc Buchhandlung, Südanlage 5. Uevmiethungen Mismarckstraße 16 schöne Mansardenwohnung per 1. October zu vermiethen bei 6787 ________________Peter Rnckstuhl. 6777] Wescrstratze 6, Hinterhaus, mittlerer Stock, schöne 3-Zimmerwohnung mit Gartenantheil und Bleichplatz, zu vermiethen. __________________________ 6779] Ein kl. Familienlogis im ersten Stock zu verm. Bahnhofstr. 59. 6755] Geräumige elegante 8-Zimmer- wohnung zu verm. Südanlage 7. Grünberger Pferde - Uerficherunss - Verein. Samstag den 9. Juli, Vormittags 9 Uhr, findet die SW Besichtigung der Pferde für Grünberg und Umgegend dahier (Gießenerstraße) statt. Montag den 11. Juli, Nachmittags yt2 Uhr, wird die Besichtigung der Pferde von der Rabenau zu Londorf (Sammelplatz: Wirthschaft zur Stadt Gießen) vorgenommen. Die Pferde müssen alle ohne Ausnahme vorgeführt werden, da die Einschätzung wie vor 1898 wieder vollzogen wird. Grünberg, 30 Juni 1898. 6745 Der Director: G Keil. 6784] Bahnhofstraße 34, 2. Stock, ist eine schöne 4 Zimmerwohnung mit $u» behör per 1. August od. früher zu verm. 6785] In meinem Neubau, Ludwig- straße 60, ist der mittlere und obere Stock, je 4 Zimmer rc., sofort beziehbar, zu ver- miethen.________________I. E. Lenz. 6739] Ein schönes Logis an ruhige Familie auf 1. Oct., evtl, auch früher, zu verm. Prof. Buchhold, Löberstr. 4. 6757] Zwei 3 - Zimmerwohnungen, Parterre und erster Stock, zu vermiethen. Grünbergerstr. 3, Neubau. 6763] Schönes Logis mit Zubehör sofort zu vermiethen. ______________Krofdorferstratze 17. Kleine Familienniohming im Vorderhause, neu hergerichtet, an ruhige Leute zu vermiethen. 6762__________Bahnhofstraße 30. 6764] Mansardenwohnung von 4 bis 5 Zimmern (Wasserleitung, Bleickplatz und Gartenantheil) per 1. October zu vermiethen. Näh. Grünbergerstr. 48. 6773] Möblirtes Zimmer, auf Wunsch mit Pension, zu vermiethen. ______________Grabenftratze 11, II. 6758] Schöner, großer Laden mit Wohnung Reuen-Bäue 1 per 1. Oct. zu vermiethen. Ang. Montanus. Laden mit Wohnung zu vermiethen. 6774 W. Ferber, Buchhändler. ytietgcludje 6749] 5-Zimmerwohnung mit Badezimmer zum 1. September von ruhigem Miether, höherem Beamten, gesucht. Anerbieten mit Preisangabe an die Ex- pedition d. Bl. unter D. G. 6749 erbeten. Offene Stellen 6786] Lauffrau oder Mädchen sofort gesucht. Ebelstr. 13, 1. Etage. Commis, i mit flotter Handschrift, gesucht, welcher sich auch für kleinere Reisen eignet. Herren aus Lackfabriken bevorzugt. Offerten unter P. 8075 an Haasen- stein & Vogler, A.-G ,Karlsruhe i.B. Windhof. ! Vier gewandte AushülfSkellner finden Sonntags dauernde Beschäftigung. Hüchtige Arbeiter für dauernd bei hohem Lohn gesucht. 6765 C. Rübsamen, Mustr 11. Junge.Leute Z finden Arbeit in der Lampenfabrik von Kanffmauu & Cie. 6744] Ein braver Junge kann sofort als Hausbursche eintreten. _____________Bahnhofstraße 58. Kausöursche gesucht. 6761____________Bahnhofstraße 30. Lehrlings-Hesuch. Auf das Comptoir einer Brauerei wird zum sofortigen Eintritt ein Lehrling mit guter Vorbildung gesucht Schriftliche Offerten bittet man an die Expedition dieses Blattes unter Chiffre 0. 6753 abzugeben.___________________ 6769] Anständiges Laufmädchen ober Lauffrau tagsüber gesucht. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. 6741] Putzfrau gesucht für Freitag oder Samstag. Liebigstr. 57, HI. 6783] Wolfstraße 7 findet ein nickt zu junges Dienstmädchen Stelle. I__________________Fran Dickorö. Mraves Dien ftmä dchen auf sofort gesucht. 6720 Wo? sagt die Expedition d. Bl. Todes «zeige J Fabrikant der Homberger Herr Meier tiefbetrauert von den Seinen. dies Namens der Hinterbliebenen hierdurch an. Gustav Hornberger Giessen, Cassel, Offenbach, Buffalo, den 5. Juli 1898. 6768 Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Juli, Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause (Marburgerstrasse 10) aus statt. stelle. Sicherste. 19, I zuzuwenden. Frau Wwe. Stroh, KahuWr. 8. 6782 Gießen, 5. Juli 1898. Töchterchens Emmy 6746 Sl.-G., Frankfurt a. M. 6752 5354 Giessen $trllcii«(ßc|ih1,c Nerslhiedents Vereine Verlobte Juli 1898 Früher nahm es gar kein Ende, Wenn ich Stiefel wichsen mußt! Doch seit Kreds-Michs ich verwende, Ist das Wichsen eine Lust. Singen, jubeln möcht' ich heute, Alles glänzt im Sonnenschein Und ich denk vor lauter Freude, Alles müßt' gewichset sein. 8 8 Der Ortl 5. krptembrr lachug von S 6tbiaud)lgtgtt Grohh. I Srlanbrriß jur btngung trtjtlli laß Stück unlgi ctnt drS Brutto N von \ Obttbifitn gch betttffkud: : Die über Lelduer ll. zu s rufzehobeu worl Gießen, ®i Die Beerdigung findet Mittwoch den 6. Juli, Nachmittags 3 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. 6760] Eine silberne Damenuhr mit Kette ist verloren worden. Man bittet um gefl. Abgabe Seltersweg 1, im Laden. UartMlW 611 Gestern Abend gegen 6 Uhr verschied im 79. Lebensjahre nach kurzem, aber schweren Leiden unser geliebter Vater, Grossvater, Schwiegervater und Bruder Bttiin, 4 an Bord der Norlvkgrr M 4, bW fit Qnf M, 4, berhSltuisse $atao 17. 3a ^lSffrutlicht. Balin, 4. Odde thgcti ^louthel« |n g V ertreter mit guten Res. für ges. gesch. Gebraucks- artikel der Bürsten- und Colonialwaaren- brandie gesucht. Offerten unter T. O. 725 an Haasenftein & Vogler, 6742] Aelteres Mädchen, welches längere Zeit gedient hat, fudit Monats- Wanderer KießenerWadfahrer-Kesellsch. Heute Dienstag: tW" Abenvtour Absahrt 81/< Uhr präcise Lereinslocal. Näheres daselbst.6772 p Nr. 30 des Ldrseopreiser tu Gleßeu, Gr sagen wir Allen, insbesondere den Schwestern für ihre liebevolle Pflege, Herrn Dr. Heusel für die trostreichen Worte, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, hauptsächlich unserer verehrlichen Nachbarschaft, unfern tiefgefühltesten Dank 6776 Wilhelm Gerhardt und Frau. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Hockachtend Carl Schmidt Statt besonderer Anzeige. Marie Schütz geb. Grösser Fritz Brinkmann 6756] Ein an der Krosdorserstraße gelegener, 5957 Qu.-Mtr. haltender Acker, zur Backsteinsabrikation geeignet, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. ____________Carl Schwan sen. 6743] Ein gut erhaltener Kinderwagen billig zu verk. Näh. Nahrungsberg 25. Portemonnaie mit Inhalt und Schlüsseln. Gegen Belohnung abzugeben im 6788 Sächsischen Hof, Asterweg 12. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder u. Schwager Hermann Zoll gestern früh nach langem, schweren Leiden im Alter von 56 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Zoll, geb. Hilgar dt, nebst Kindern, Neustadt 11. Montag81 Ä »ierl ** tdgdtflt ÄebtKtion: L. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UnwerfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch (Erben) in Gießen. 6766 Bielefeld. ZN ucrltiutfcn '^Mit der Bitte um stille Theilnahme zeige ich hi, Ä 7 Mtltl dSai e?8lli» ffl": -k-1 »ft '■***' «ab i, 8,t uni iit ell A.i ,u ‘»SS Bezugnehmend auf Obiges erlaube ich mir, das von mir übernommene Stroh'sche Gold-, Silber- u. Alsembewaarcn- K-lchäst in empfehlende Erinnerung zu bringen. Durch meine langjährige practische Thätigkeit auf nur größeren Ateliers hoffe ich sämmtlichen Anforderungen in Bezug auf Neuarbeiteu, Reparaturen, Gravüre« und Veränderungen (auf eigenem Atelier) unter Zusicherung streng reeller und aufmerksamer Bedienung gerecht zu werden. Mein Unternehmen Ihrem geschätzten Wohlwollen empfehlend, zeichne Kurort Villa Donnersberg (Pfalz). Bestempsohlene billige Pension. — Prospecte durch Besitzer 6211 Julius Kotberjj, Post Dannenfels. !!■ ■ 0» jeder beHebirex Behrtftart exd KarWeMrte lllOllB Qrtön n Preisee ax^efertirt In der WlOlmdllDll Brühl’achenümt.-Druckerei »ehulxirxiM 7. Steins Garten. Donnerstag den 7. Juli: 4. Abonnoments-Concert- Anfang präcis 7V3 Uhr. Eintrittspreis 50 Pfg. 6553____________________Krausse, «to^. MllßKdirector. Meiner verehrten Kundschaft zur Nachricht, daß ich mein Gold- waareu Geschäft an Herrn Schmidt übertragen habe Für das meinem fei. Manne und mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen danke ich bestens und bitte, dasselbe meinem Nachfolger auch 6775] Eine Frau empfiehlt fick im Weißnähen und Ausbessern in und außer dem Hause._____Katharinengasse 8. Eine gebildete Dame wünscht Pension zu ihrer Erholung in Forst- oder Pfarrhause oder Gut in der Umgebung Gießens. Offerten unter K. K. 6759 an Die Expedition diesesBlattes.