"* ge. wtt N, btn bin,* Leib, nz. ^Es. beftinunten M von Rach«. Hvrstavd. Hi: Mbttg ■ -lager. 4786 he» m. » t nhal- ätni Hje! rf lbluDg9anzeig.eD’ j Trauerbrief6’ itungen etc. gscbuktra^J' dt b610 1G296 W*' 1826 g-t- 9525 1881 <450 W- Kl; 8106 169» <20 »c- 10150 10161 U 98 '-iLZuKS Nr. 105 Zweites Blatt« Freitag den 6 Mai L8Ä>8 Erscheint tägkich mit Ausnahme dcS Montags. Dir Gießener WarnitieuskLtter •erben dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger Aer«s»»rei- »ierteljährkich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 75 Pf«, mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 P^. vierteljährlich. Auuahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fetgenben Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Heimat-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de« In« und Au-l«ckeG nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entf*«*. Aints- und Anzeigeblutt für den Hwis Gieren. Reboctien, Expedition und Druckerei: Kchukstratze Ar. 7. I Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger »iegem. e Fernsprecher Nr. 51. Umtiid?cr Lyell. Gießen, den 2. Mai 1898. Betr.: D!e Ableistung des Huloigungs« und BerfaffungS« etde». Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen en die Gr. Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen der Amtsgerichtsbezirke Grüuberg und Homberg. Die Ableistung des Huldigung-- und BerfasiungSeidrS der in Ihren Gemrinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzogltch Hessischen Uuterthauen, welche sich, ohne Ortsdürger zu werden, veryeirathet haben, soll wie nachstehend angegeben, stattfinden: 1) der OrtS- und Staatsbürger au» den in den Amt»- gerichtSdezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden de» Kreises Gießen Montag, den 16. Mai d. I., Nachmittags 2*/, Uhr, in dem Rathhause zu Huogen,- 2) der Ort«« und Staatsbürger aus den in deu Amts« gerichrödezirkeu Lich und Butzbach gelegenen Ge- weiodeu des Kreises Gießen Mittwoch, den 18. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Rathhaufe zu Lich- 3) der OrtS- und Staatsbürger au» den in dem Amts« gertchtsbeztrk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag, deu 24. Mai d. I., Bormittags 11 Uhr, in dem RegierungSgebäuse (auf dem Brand) zu Gießen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Per« sonen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Borgeladeuen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand oorzuladen war. Halten fich derartige Personen aaSwärtS auf, so wollen Sie dereu Aufenthalttort angrbeu. v. Ga gern. Deutsche» Aetch» Darmstadt, 4. Mai. Ihre Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland, sowie Se. Hoheit der Prinz und Ihre Königliche Hoheit dir Prinzessin Friedrich Karl von Hessen | nafen heule Mittag 12 Uhr 53 Min. hier ein, wurden von j den Höchsten Herrschaften am Bahnhof empfangen und zum Neuen Palais geleitet, wo um 1 Uhr daS Luncheon stattfand. ’ Die Höchsten Herrschaften kehren im Lause deS Nachmittags nach Rumpenhetm zurück. Berlin, 4. Mai. Die Einsegnung der beiden ältesten kaiserlichen Prinzen erfolgt am 22. Mai. Berlin, 4. Mat. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die erste Lesung der Gesetzentwurfs betrtffeod Bewilligung weiterer fünf Millionen zur Befferung der Wohnung»« verhältuiffe von Arbeitern und gering besoldeten Staat», beamten und berieth hierauf deu Bericht über Eisenbahn« bauauSführungen. Morgen: Secuudärbahn-Borlage und Commisfionsberichte. Au-lau- Brussel, 4. Mat. Die Regierung läßt Don Carlo» streng überwachen. London, 4. Mai. Der deutsche Botschafter Graf Hatzfeld hatte ueuerdiog» im Auswärtigen Amte längere Conferenzen mit dem DepartemevtSchef für den fernen Osten. Man glaubt, daß die Unterredungen Manila gegolten haben. New-York, 4. Mai. Mehrere Vertreter der Mächte, darunter diejenigen von England und Japan, beglückwünschten Mac Kinley zum Siege bet Manila. New York, 4. Mat. Marschall Blauco soll Havanna untermtnirt haben.________________________________ CotaU® «n- prwtnjtelle» A Mainz, 4. Mai. In heutiger Sitzung der hiesigen Stadrüerordnereu wurde die Leitung deS Mainzer Stadt« thearers dem seitherigen städtischen Eapellmetster Herrn Emil Steinbach für die Dauer von 4Jahren übertragen. Nach dem vereinbarten Vertrag übernimmt Herr Steinbach die Theaterleitung am 1. Juni 1899 und führt solche bis 31. Mai 1903. Herr Steinbach leistet eine Caution von 20000 Ml. und ist bet Nichterfüllung feiner VertragSver« pflichrungen angehalten, eine Conveotionalstrafe von 3000 Mk. zu leisten. Der städtischen Theaterdtputatioa ist das Recht gewahrt, bet Besetzung der Rollenfächer theilweise mitzureden, weshalb bei Neuengagements für die ersten Facher vor der Besetzung ein Gastspiel der Künstler und Künstlerinnen zu erfolgen dat. A Mainz, 4. Mat. Bettens der preußischen Regierung wurde der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft die Coucession zur Erbauung und dem Betrieb einer electrtschru Eisen« und Kleinbahn vonSchterstetn bi» zur hessischen Lauoesgrenze ertheilt. A An»Nhetuheffeu, 4. Mai. In Oppenheim (KreiS Biugen) ist die Schweinepest ausaebrochen. Humoristische Gerichtsscene. Lorbeer und Rose. „Sollte e» denn nicht gerathener sein, wenn Sie die gegenseitige Klage im Wege der Einigung erledigten? Sie werden wohl einsrhen, daß Sie Beide bestraft werden müffen." — Der Vorsitzende der Berliner StöffengerichtSabtheUung, vor welcher die Beleidigungsprozrffe verhandelt werden, erhielt auf seine wohlgemeinte Frage keine Antwort. Vor ibm stand, zur Linken, eine etwa 40jährige co, Pulente Dame mit hochrothem Gesicht, da» von einem hellblauen Bande lieblich umrahmt wurde, die unverehelichte Plätterin Emma Rose, zur Rechten de» R-chterS stand der Beklagte, und Wteder- kläger, der Korbmacher Albert Lorbeer, ein etwa bOjähriger Herr, der einen eigenthümlich süßlichen Geruch von Weichsel- Holz und Ingwer ausströmte. — „Wollen Sie wich den» nicht wenigsten» einer Antwort würdigen?" fragt der Richter in etwas strengerem Tone, — „sollen wir denn wirklich Ihre erbärmlichen gegenseitigen Schimpfereien hier vor Gericht und dem ganzen Publikum erörtern?" Jetzt ergreift Frl. Rose daS Wort: „Wenn der Mann da seine 100 Märker au die Armenkaffe jtebt, uu bitt' mir in der Zeitung ab, bet er mir for 'ne achtungsvolle Person halten dhut, un iebernimmt sämmtliche Kosten mit inclusive meine Plättversäumniffe, den will ick det noch mal so hiojehn laffen." — Dors.: „Nun, Herr Lorbeer, wa» sagen Sie dazu, darauf gehen Sie wohl schwerlich ein?" — Lorbeer: „Wenn et nich unschicklich wäre, dhäte ick laut rauslachen. Eijentlich brauchte ick jar nicht zu sagen, denn bet besorgt die da alleene, un wenn sie hundert Wörter jesagt hat, denn find da mindestens eene Mandel Jnjurienklagen zwischen, oie Person kann nämlich ja nicht anders- wenn fie mal det Ua- jlück haben sollte un sich in die Zunge beißen, denn iS fie verjieft.* — Bors.: „Zu längeren AuSeiuaudersetzuvgru haben wir keine Zeit, Sie wollen sich also nicht einigen?" — „Nich um die Welt!" „Ick denke nich dran" ertönt eS gleichzeitig. Es wird also in die Verhandlungen eingetreteu und die Personalien der Parteien werden festgestellt. Bei dieser Gelegenheit stellt fich heran», daß Herr Lorbeer wegen Bettel» mit einem Tage Hast vorbestraft ist. „Damals waren Sie HandwerkSdursche, die Strafe kommt hier nicht in Betracht", meint der Präsident. — Frl. Rose: O, bitte recht sehr, bet iS mir aber von Wichtigkeit, Eener, der betteln jetzt, der nimmt ooch mal wat mit, wat jerade nich beaufsichtigt wird, wojejen mein Lebenswandel noch nich die jeringste Spur von eenen Flecken uffzuweisen har un so Feuilleton. Werhungert im Holdsande. ein Bild au» Alaska. Von Ludwig Hofmann. (Nachdruck verboten.) So weit das Auge reicht, nichts al» Schnee und Ei». Sonst wälzt der Yukon seine reißenden Flmhen unter mäch« tigern Rauschen durch die menschenlose Einöde, aber der Winter, noch stärker al» er, hat sic in starre», ruhige» Et» verwandelt. Die spärlichen Weiden, Birken und Pappeln flnb fast begraben unter brr weißen bichten Schneedecke. Keine Spur von Leben und Farbe viele Meilen in der Runde. Nur fern, unendlich fern am Horizont heben sich dunkel dir nebelverhäugten Spitzen einiger Berge ab. Alles stumm, Alles öde, — nur manchmal fliegt ein Schneehuhn mit lau!em Flügelschlage auf ober schleicht ein hungeriger Gulo (Vielfraß) über die Schneefläche, ben buschigen Schwauz zu «oben gesenkt, seine Fährte mit ben scharfen Krallen im Schnee abzeichnend. Und doch — au» ben niedrigen Schneehügeln dort am Ufer dringen Laute hervor, Klagelavte au» Menschenbrust. Denn diese Hügel bergen unter der starren, starken Schneedecke menschliche Wohnungen, hölzerne Hütten, au» roh zu« behauenen Stämmen von Menschenhand errichtet und vom Winter zugedeckt und begraben. Mit Mühe haben die Bewohner der beiden Hütten einen engen Canal im Schnee offengehalten, die ihnen die oothwrndige Lebenslust zusührt und ihnen den Au»- und Eingang gestattet. Doch kaum bedürfen fie seiner noch — alle vier hocken fie dicht zusammen- gedrängt in der größeren Wohnung auf einem Lager von Fellen und mit Fellen zugedeckt. Vier starke Männer in der Blüthe de» Leben», der jüngste noch nicht dreißig, der älteste noch nicht fünfzig Jahre alt. Wenn wir sagen, starke Männer, so meinen wir, daß fie ihrem Aeußeren nach solche gewesen sein müffen, denn wir finden sie gebeugt und gebrochen. Ihre Glieder find schlaff, die Gesichter farblos. In den Augen liegt der düstere Ausdruck unendlicher Qual. Ihre Körper sind zu Schatten abgemagert. Hunger und Einsamkeit haben ihre Lebenskraft verstechen lasten. Einer von ihnen, der jüngste, liegt bewegung-los auf seinem Lager im tiefen Schlafe tödtlicher Erschöpfung. Zwei andere verharren in halb fitzender Stellung lautlo» auf ihren Fellen, den Kopf an die Wand gelehnt, die Augen fragend zu ihrem vierten Genoffen erhoben. Dieser, noch kräftiger und muthiger al» die anderen, scheint eben von einem Au», gange zurückgekehrt. Das Kinn auf eine lange Büchse ge« stemmt, fitzt er mürrisch auf einer alten Kiste, dem Tisch der Bewohner, und blickt finster vor fich hin. Seine Genosten warten einige Zeit, ehe fie ihn befragen. Sie wlsien, daß er ihnen keinen Trost bringt, aber fie fürchten die schreckliche Gewißheit. Endlich stammelt einer von ihnen mit kaum vernehmbarer Stimme ein lakonisches: „Nun, Johnson?" „Nichts." Die Antwort ist so kurz und klar wie die Frage. Ein leiser Seufzer ertönt von dem Lager und theil- nahmSlo» lehnt der Frager fich zurück. „Alle« öde und still, wie immer. Seit fünf Tagen, wo cs mir gelang, da» Schneehuhn zu erlegen, habe ich kein l-beudeS Geschöpf mehr gesehen. Allerding» kann ich nicht weit gehen, wie Ihr wißt — meine Beine tragen mich fast nicht wehr." Darauf verstummt er wieder und Niemand fordert einen I weiteren Bescheid. Plötzlich richtet sich der Schläfer mit einem wildm Schrei empor. Die beiden Sitzenden blicken nicht einmal nach ihm hin, nur Johnson wendet ihm einen Blick voll Mitleid zu und murmelt die Worte „Armer Teufel" in fich hinein. Der junge Mann steht ihn an und sagt mit schwacher Stimme: „Johnson, ich habe einen so schönen Traum gehabt." Der Angeredete tritt zu ihm, kniet neben ihm nieder, erfaßt mit sanftem Griffe die welke Hand. „Um so schlimmer für Euch, daß Ihr so bald erwachen mußtet." „Ja, um so schlimmer. Ich wollte, ich wäre überhaupt --— Johnson, es war ein schöner Traum. Ich kehrte zurück, zurück zu ihr. Sie war so schön und lieb wie immer. Wir umarmten un» zärtlich, fie sührte mich in ein schöne« Zimmer an einen Tisch voll der herrlichsten Speisen. O, Waich da alles für Speisen sah, Johnson — und Wein war da, Wein, feuriger, golduer Wein!" „Und Ihr habt von Allem gegeben und getrunken?" „Ja, lieber Freund, — aber das war eben da» Sonderbare, baß ich ungeheure Quantitäten in mich hineinschlang unb doch nicht satt werden konnte. Im Gegentheil, meine Gier wurde nur immer größer. Ach, e» war ein schöner Traum," seufzt der Arme unb wirft fich erschöpft zurück. Nach einer Pause hebt er von Neuem au. „Johnson —" „Ja, Hetzer?" „Hört Ihr mich?" „Ja, mein Lieber!" „Johnson, Ihr seid ein ebler Mann, — Ihr seid der r ssatt un propper iS wie 'n frisch jebüjellet Oberhemde. — Lorbeer: Herr JerichtShof, na haben Sie den Bogel fingen gehört, wat sagen Tie na? Habe ick nich so recht, wie eener nar haben kann? Aber ick jloobe, fie kann nich dafor, fie büjelt nämlich jerne eenen. — Frl. Rose (sehr erregt): Wat? So n oller maukbeeoigter Klamottenstiefel will mir al- 'ne Trankenboldoerin hinstellen? Ick will — Vorsitzender: Rnhtg? Halten Sie den Mand! Bet dem ersten Schimpfworte, da- von einer der Parteien fällt, werde ich eine empfindliche Strafe verhängen. Kommen wir znr Sache. Antworten Sie mir zunächst, Fräulein Rose, Sie find die Klägerin. Sie haben also mir de« Beklagten in einem Hanse und auf demselben Korridor gewohnt? — Frl. Rose: Del versteht fich, an von den Ojenbltck au habe ick sozusagen ufi'n jltehenden Rost jelejen. Wat ick ausznstehen jehatt, da is t Ende von weg- da könnte ick en Adreßbuch von schreiben, Holz and Ktehu haben fie uff mir jehackt, und wenn ick »ich immer sor die Friedlichkeit jewesen wäre, denn hätte bet woll alle Dage Mord un Dotschlag jrjebeu.— Vorsitzender: Sie lebten also in Feindschaft, da- wiffen wir. Für un- kommt nur der 19. December in Betracht- erzählen Sie nun den Vorfall, der zur Klage steht, aber Übertreiben Die nicht. — Frl. Rose : I- jat und dabei hat er fich ja eijent- lich ooch die Krone vffjesetzt. Also ick stehe an den Nach- mtddag wie immer un plätte un erzähle meine beeden Plätt« mächen- jerade von den Act, den ick Dag- vorher mit meinem lieben Nachbar, den Korbmacher, jehabt hatte, weil er mir au- pure Ironie uff'n jemeinsamen Boden weine janze Wäsche verrujentrt hatte, indem er da Coc- siebte, un wie ick ihm denn derbe Bescheid jestochen hatte. Mit eeumal kloppt det un et iS der Brtefdräger, der mir 'ne Postkarte bringt, die er mit so'n recht verjniegtet Lächeln uff'n Disch legt. Ick lese erst die Unterschrift: Albert Lorbeer, Korbmacher, steht dadrnnter. „Wat mag der mir denn Schriftlicher zu schreiben haben", sage ick dann noch zu die beeden Mächen- un fange an zu lesen. Ick denke aber, ick soll die Platze kriejen, als ick weiter lese. Na, Sie haben die Karte ja bet die Acten, Herr Richter, Sie wiffen ja, wat druff steht, nischt als Niederträchtigkeit und Jafamerte. Bors.: Der Inhalt der Karte ist allerding- beleidigend, wir werden fie verlesen: „Fräulein Emma Rose, hier. Wenn Sie alte- wurmstichige- Plättbrett noch einmal fich unterstehen und erzählen rum' beim Budiker und Überhaupt in der Nachbarschaft, daß ich hätte die Korbmacherei in Sonnenburg g«lernt, dann werde ich Sie da- anstreichen, daß Sie In Zeit und Ewigkeit an mir denken sollen, denn solche Schandmäuler, die andere Leute von hinten an die Ehre greifen, die müffen gestoppt werden. Mit größter Hochachtung Albert Lorbeer." — Frl. Rose: „Wurmstichige- Plättbrett und Schandmaul, da weent er mir mit". — Bors.: Da- glaube ich auch. Herr Lorbeer, haben Sie die Karte geschrieben.— Lorbeer: Det versteht fich. Mündlich kann ick mir mit ihr nich in« lassen, die iS mich über, da habe ick wir denn schristlich auS« gequetscht. — Bors.: Tie find aber allzu drastisch in Ihren An-drücken. Sie müffen doch einraumen, daß der Inhalt der Karte beleidigend ist. — Lorbeer: Wie man det nimmt, aber Ville döller iS et doch, wenn die Rosen überall erzählen dhnt, ich hätte die Korbwacherei in Sonuenbarg jelernt. — Bors.: haben Sie das erzählt, Fräulein Rose? — Fräulein Rose: Na ja, wat iS denn dabei, Sonnenbarg iS ja 'ne janz nette Stadt, warum sollen denn da keene Korbmacher wohnen? — Bors.: Sie wiffen aber doch, daß in Sonuenburg fich ein Zuchthaus befindet, und wenn man von Jemanden sagt, er habe dort die Korbmacherei erlernt, dann wird in den meisten Fällen der Zuhörer wohl an das Zuchthaus denken. — Fräulein Rose: Was halt sich Teuer denkt, davor kann ick nich. Lorbeer: Seh'n Sie, so iS fie mit Ihrer Zunge, glatt wie'u Aal. — DaS Gericht verurtheilte Herrn Lorbeer zu20Mk. und Fräulein Rose zu 10 Mk. Geldstrafe, in demselben Ber- hältniß wird die Kostenfrage geregelt. stärkste von uuS. Ihr allein werdet die Schrecken dieses Winters überleben —" „Sprecht nicht so, auch Ihr —" Der Deutsche schüttelt traurig den Kopf. „Ihr wißt es," ruft er im Tone unerschütterlicher Uebezeuguug. „WaS "wich bettifft — mein Gott — nicht eine Woche mehr — nicht einen Tag mehrl Ihr werdet leben, Johnson, — wollt Ihr wir einen letzten Liebesdienst erweisen?" „Wenn ich wirklich leben sollte, mit Freuden!" „Dank Euch. Ihr werdet in meiner Briestasche die Adreffe meiner armen Eltern und meiner Braut finden. Wollt Ihr Sie benachrichtigen von meinem Schicksal?" Phrasen find hier nicht am Platze. Der rauhe Mann fühlt es und nickt trübe mit de« Kopfe. „Gut," fährt der Andere in seiner refignirten, traurigen Weise fort. „Schreibt ihnen Alles. Schreibt ihnen, wie ich gestorben bin. Und von dem Golde, Johnson, von de« Golde." „Alles." Der Berhungerode lächelt wehmüthig. „Seltsam, seltsam," spricht er weiter. „In meinem Vaterlavde habe ich oftmals Hunger gelitten, mitten im Ueberfluß. Wenige Schritte von unserer ärmlichen Wohnung gab eß Läden mit Brod, Fleisch und Wein und allen Herr« lichkeiten. Und doch hungerten wir. Bater meinte, wir hätten kein Geld, fie zu bezahlen. Und ohne Geld geben die Besitzer sie nicht her. Geld zu verdienen, war von da an wein einziges Streben, «ber Arbeit trägt wenig ein in «einem Bäte,lande. Ich konnte meinen Ettern nur wenig geben, und al- ich mit der Zeit ein Wesen fand, das mich liebte — und da- ich liebte — hatten wir nicht einmal so »iel, um einander anzugehören." „Armer, junger Mann!" (Schluß folgt.) • Wetzlar, 2. Mat. Einen Maiküferflug, wie ihn gestern Abend fünf Radfahrer auf der Chaussee zwischen - Leun und Oberbiel zu beobachten Gelegenheit hatten, ist ein Beweis vou dem coloffalen Auftreten in diesem Jahre. Diesen fünf Herren war e- nicht möglich, ihre Fahrt fort« zusetzen, sondern fie mußten abfitzen, denn fie waren im wahren Sinne des Wortes vou Kopf bi- zu Fuß wie besät mit Käfern. Die Bewohner vou Oberbiel waren mit allen möglichen Geräthschaften auf der Matkäferjagd begriffen und tödteteu große Mengen. Auch vou verschiedenen anderen Seiten wird auS von einem solchen immensen Auftreten der Maikäfer berichtet. • Hanau, 2. Mai. Ju der Nähe der Striuheiwer Brücke spraog am Sam-tag ein junges Lehrmädcheu aus einem hiesigen Weißwaareugeschäft in selbstmörderischer Absicht in den Main. Telegrapheusecretär Adamczik, der am Mainufer spazieren ging, zog die Lebensmüde von einem Floße aus wieder aus dem Waffer und veranlaßte fie, mit in die Stadt zu gehen. Kaum waren fie eine Strecke gegangen, als das Mädchen abermals in da- Waffer sprang. Herr Adamczik, ein Herr von 63 Jahren, sprang sofort nach, vermochte fie aber nicht »ehr zu retten, sondern gerieth selbst in große Leben-gefahr, au- der er durch einen hinzukommenden Radfahrer befreit wurde. Die Leiche de- Mädchens konnte bis jetzt nicht gefunden werden. * Pest, 24. April. Die Seele der Nazarener macht sich in Ungarn immer mehr bemerkbar. In den letzten Jahren haben fich ihr mehrere tausend Ueberläufer au» allen Confesfionen angeschloffen, stellenweise ganze Gemeinden. Nunmehr hat die „ungarische Synode der Nazarener" ihre Satzungen dem Cultusminister überreicht. Die Grundlagen des Glaubens bilden demnach das alte und das neue Testament. Der Gottesdienst besteht in Gesang, Gebeten, Verlesung von Bibelstellen durch den hierzu bestellten „Lehrer". Die in die Gemeinde Eintretenden haben vor dem „Kirchendiener" ihre öffentlichen und geheimen Sünden zu bekennen, worauf die Taufe vollzogen, der Segen Gottes für die neuen Glaubensgenoffen erfleht und ihnen das heilige Abendmahl gereicht wird. Materielle Strafen kennt die Secte nicht. Besondere Moral- und Glaubenssätze, außer denen der heiligen Schrift, gibt es nicht. Kinder erhalten keinen eigentlichen Religionsunterricht, sondern werden nur zu moralischem Lebenswandel und in Gottesfurcht erzogen. Wenn ein Mann Neigung zu einem Weibe empfindet und feine Gefühle erwidert sieht, theilt er dies einem der Vorsteher der Gemeinde mit, worauf dieser, die „beiderseitige Herzensneigung und auch die Zustimmung der Eltern erkennend", das Brautpaar zur gesetzlichen Eheschließung durch die Behörde anweist und sodann mit der versammelten Gemeinde den Segen Gotteerfleht. Das Leichenbegängniß ist möglichst einfach. Ein Eid wird nicht geleistet, sondern nur eine Angelobung. Staatliche Pflichten werden von den Nazarenern erfüllt, so auch der Militärdienst, soweit derselbe nicht die Benützung einer Waffe bedingt. * Der Kaiser und die „Maikäfer", von einer der jüngsten Bataillon-befichtigungen auf de« Tewpelhofer Felde bei Berlin wird folgende Episode erzählt: Nachdem der Kaiser nach der Besichtigung dem 4. Garderegiment z. F. für die Vorstellung gedankt hatte, ritt er vor die Front de- Garde-Füfilier Regiments und hielt folgende kurze Ansprache: „GardefÜfiliere? Ihr habt heute, wie ja gewöhnlich, ganz vorzüglich exercirt und besonder- eine musterhafte Haltung gezeigt. Ich spreche Euch meine große Zufriedenheit dafür auS. Adieu, Maikäfer!" ES ist dies das erste Mal, daß der Kaiser die GardefÜfiliere öffentlich mit „Maikäfer" angeredet hat. • Für die vom 30. Juni bis 5. Juli d. I. in Dresden stattfindende 12. Wander Ausstellung der Deutschen Laudwirth« fchaftS'Gesellschaft wird ein sehr bedeutender Zustrom von Besuchern erwartet. ES ist deshalb das Wohnungswesen Seitens der die Ausstellung veranstaltenden Deutschen Land- wirthschaftS-Gesellschast wieder wie 1897 in Hamburg geregelt. — Sin Derzeichniß der in Dresden in Betracht kommenden Gasthöfe mit Angabe der Entfernung, der Preise und Größe ist bereits in Stück 6 der „Mittheilungen" der D. L. G. veröffentlicht, um den Mitgliedern BorauSbestellnug zu ermöglichen. Außerdem ist die Ermittelung und der Nachweis von Privatwohnungen für die Ausstellungszeit einem besonderen Beauftragten, Herrn F. A. Faßke, DreSden-N, Lonisenstraße 10, überwiesen, der schon jetzt BoranSbestellungen auf Wohnungen entgegeunlmmt. * lieber einen Vernichtungskrieg gegen Singvogel schreibt man aus San Remo: Als ein einfacher Naturfreund erlaube ich mir die Aufmerksamkeit des deutschen Vogelschutzvereins und des internationalen Thierschutzvereins auf den Vernichtungskrieg, ber hier zu Lande gegen das kleine gefiederte Volk ohne Erbarmen geführt wird, zu lenken, um die Vereine anzuspornen nicht eher zu rasten, bis ihr mühsames und lobenswerthes Wirken mit befferem Erfolge gekrönt ist. Bis jetzt habe ich immer die Klagen der erwähnten Vereine für übertrieben gehalten, seitdem ich aber hier den ganzen Winter und Frühling theils in der Riviera di Levante, theils in der Riviera di Ponente verlebt habe, hatte ich leider selbst Gelegenheit, mich von ber wirklich haarsträubenben Barbarei, mit ber hier ber Krieg ohne Erbarmen gegen unsere beliebtesten Singvögel geführt wirb, zu überzeugen. Ich habe mit einem Freunde aus Holland binnen 40 Tagen über 86 Vogelschlingen und Holzfällen in den Gärten, Waldungen und Triften gefunden' außerdem tagtäglich unzählige junge Burschen, die mit Flinte und Hund unserem kleinsten Singvolke nachstellten, beobachtet. Es wurde alle« geschossen, roafl nur vor die Flinte kam, Nachtigallen, Schwalben, Stieglitze u. s. w. und dieses gemeine Morden wird hier mit dem stolzen Namen „Jagd- getauft. Die Polizei, an die ich mich hier wegen der Schlingen wandle, hatte immer dieselbe Antwort : „Was wollen Sie, da» Volk ist hier frei (zügellos) und muß fein Vergnügen haben." Aber alle anttänbigetr Einwohner empören fich selbst darüber, efl sinb fast ausschließ- ttch halbwüchsige Summier, bie ba« schändliche Gewerbe betreiben. Eine besonber» empörenbe Grausamkeit ist ba» Ausbrennen ber Augen ber Singvögel mit einem glühenden Draht, unb biefe Grausamkeit wirb meistens von Kinbern verübt. Als ich einst bie Eltern eines solchen vielversprechen- ben Jungen herauf aufmerksam machte, erhielt ich bie staunen« werthe Antwort: „Was wollen Sie? Der Bube muß doch auch fein Vergnügen haben, der blinde Vogel wird desto bester und schöner singen." Eine solche Sprache führten keine ungeblldeten armen Leute; im Gegentheil, sehr wohlhabende Leute. Die Vogelschutzoereine haben hier noch ein schwieriges, aber auch sehr dankenswerthe» Stück Arbeit. * Bei einer Hochzettlfeier in Metz kamen kürzlich zwei Unfälle vor. bie trotz be« Ernstes berHanblung doch nicht einer gewissen Komik entbehrten. Die Festgäste waren mit dem Brautpaare zum Standesamt gelangt, als dort die Braut eine Ohnmacht befiel, anscheinend in Folge zu starken Schnürens. Doch bald war ber Ohnmachtsanfall unter An- roenbung geeigneter Maßregeln überwunden, und nach beendeter Zeremonie konnte man den Weg zur Kirche antreten. Hier erneuter Unfall; bieimat war e» aber der Bräutigam, der einen Ohnmachtsanfall zu bestehen hatte; wie man sagte, „weil seine Stiefel zu eng waren und ihn fürchterlich drückten." Nachdem auch diese unliebsame Unterbrechung beendet, konnten dann die jungen Brautleute ungestört in den Hafen der Ehe einlaufen. * Schutz für anlfUrienbe Thiere in Amerika. In den vereinigten Staaten geschieht fett den letzten Jahren ungemein viel für die Sammlung und Pflege von Thieren, die fich in der Gefahr de- Au-sterben« befinden. Nachdem die in der ganzen wissenschaftlichen Wett rühmlichst brkavute Smtthsonian Institution bet Washington einen zoologischen Park für solche Thiere errichtet hat, haben fich derartige Stiftungen vermehrt. So hat ein reicher Amerikaner Austin Corbtn im westlichen Theile von New-Hampshire 11000 Heetar Wald und verlassene- Ackerland angekaust und unterhält daselbst nicht weniger al- 4000 Thiere, darunter 74 Bison-, 200 Elenthiere, 1500 Moosethiere, 1700 Rothwild verschiedener Arten und 150 wilde Bären. Diese Heerden vermehren fich außerordentlich schnell und leben mit Au-nahme der Bison-, die eingehegt find und während de- Winter- gefüttert werden, in vollkommener Freiheit. (Auch die wilden Bären find davon nach unserer Quelle nicht ausgenommen, jedoch wird nicht gesagt, wie sie sich mit de« in ihrer steten Nähe befindlichen Hochwild befreundet haben.) Ein weiterer ähnlicher National-Thierpark ist in dem Gebiete der Adtrondack- Berge i« nordöstlichen Theile de- Staate- New York eingerichtet worden, in de« Elenthiere, Virginia-Hirsche, Bastard- Hirsche, wilde Kaninchen und Fasanen gehalten werden. (Von den Kaninchen glaubte «an bisher freilich immer, daß die Amerikaner mehr al- genug davon hätten.) In derselben Gebtrg-gegend ist noch der sogen. Ne«ha-sa-ne Park znr Wtld- schonung eingerichtet. Eine der großartigsten Schöpfungen ist der Thiergarten de- Herrn Whitney in den Berkshire- Hügeln bei der Stadt Levox in Massachusetts, wo besonder- BrsonS und Antilopen gehalten werden neben einer großen Zahl anderer Thiere. Der Vollständigkeit wegen nenne« wir al- weitere nationale Thierpark- den Tranquillity Park bei dem Orte Allamuchh im Staat New-Jersey, den Alling- Park bei Tacoma, einer der Hauptstädte de- nordwestlichsten Staate« der Union, Washington, da» „Nordlager" bei der Hauptstadt St. Paul de- Staate» Minnesota, da- „Furlough"» (Urlaub--Lager in den LotSkill-Bergen im Staat New-Vork. Wenn man dazu nimmt, daß in New Uork ein zoologischer Garten im Bronx Park eingerichtet wird, dessen äußere Anlage allein 1t/, Million Mark kostet (bei freiem Boden), und daß fich dir Stadt Pitt-burg in Peonsylvanien eine ähnliche Anlage für fast 1 Million zu schaffen im Begriff steht, in der hauptsächlich amerikanische Thiere untergebracht werde» sollen, so wird man von der Pflege der aussterbenden Thiere in Amerika eine achtungsvolle Meinung erhalten. • Der dritte von der Deutschen Landwirt-fchsft-Sesell- schäft veravstattete Lehrgang für landwirthschaftliche Wanderlehrer fand vom 18. bi» 25. April in Eisenach statt. Au» allen Theilen Deutschlands waren dazu 265 Wanderlehrer und Vereinsbeamte, 20 sonstige Thril- nrhmer, meist Gesellschaft-Mitglieder, 10 Vortragende und 10 Vertreter der D. L. G. in Eisenach zusammengekommen, um den heutigen Stand der LandwirthschaftS-Wiffenschasteo bezüglich Acker- und Pflanzenbau einschließlich Maschinenwesen und Pflanzenschutz kennen zn lernen und dann ihrerseits tn die breiten Massen der pracitschen Laodwirthe hineinzutragen. Da» begeisterte Zusammenwirken von Dozenten und Sander- lehrern hat wiederum erkennen lassen, daß man eine segensreiche Wirkung davon erhoffen darf. — Nach diesem dritte» so befriedigend verlaufenen Lehrgänge soll nun eine Panse von einigen Jahren eintreteo, um alsdann die Einrichtung, wahrscheinlich mit der Behandlung der Betriebslehre, vo» Neuem ins Leben treten zu lassen. • Aberglaube bei ber Tauft. Merkwürdige Sitte« und Bräuche haben die verschiedenen Bölkerfiämme Deutschland» bei der Taufe. Im sächsischen Erzgebirge scheut mat sich, die Taufe in der Charwoche vorzunehmen, „denn d« stirbt da» Kind." In Basel tauft man mit Vorliebe am Tage Mariä Verkündigung, „weil der Säugling bann leicht sprechen lernt." In Hannoversch-Wendland darf Niemand da» ungetaufte Kind bei Namen nennen, „da e» sonst stumm wird." viel Beachtung schenkt man allgemein dem Pathe»- amt. I« Fräokisch-Hennebergischen muß jeder Gevatter eh reines Hemd avziehen, „damit sein Pathchen sauber wird." In Gotha darf keiner zur Taufe, der nicht etwa« Geborgte- an fich hat, »sonst hat da- Kind einmal keinen Eredit". I» Märkischen muß man jeden Gevatterbries sofort öffnen, „um de« Täufling da- Sprechenlernen zu erleichtern." Ette Jungfrau oder ein Junggeselle muß immer unter den Paiheo sein, „da- bringt de« Tävfliog Glück in der Liebe." Im * I M ««*'... thet zul flirch Oberpfalz ■erben Söh-e» W Arckleoburg oi bei ber T-mf Bieten nldjt u »Oft, Io ko»«' M, denn sor gier bekämt« ' ravse schltitv, Lhchev wrrdei fit btm Tode i Das Ht 1898/99 li i;UT Ansicht e werfe« zur öj Register entho der Cffenlegui Srohh. KreiSa gebrachte Seid Siebe, Die bii beqmnenb mi im ssmpflocal leben Vlitt frMpfli geborenen ffinb Wir labe faben, zur Ber daß alle in de Wer die Itemi Mei bis zui mibrigenfaH« ik zur Nachholung Ner be Jahre gehöret M in ei später abgehalte Kinder, b imsprucht wir Termen rie 3mp A>rm zur Imp . & wirb i «Mßiiute geit Sieben, »UM «bends 8V, Gießen, Bullt Abgcure Telephon 119. Marktstraße4. 4583 4735 per Pfd. Mk. Irische Schellfische und Cabliau zu haben im 4465 4708 Wrch« C. Röhr & Co Uersteigeriulgtil (fimpfehluuöen 2.40 2.20 2.00 1.80 Marke Juno „ Flora , Diana und Cacao IV Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. „Sie macht die Haut weich und geschmeidig und dürfte Leuten, welche an spröder, zum Aufspringen neigender trockener Haut leiden, sehr zu empfehlen sein," ist die Ansicht eines erfahrenen Arztes Ueberall, auch in dm Apotheken, erhältlich. db0 Schusfe^j [ JAVA- I Xkatfee/ impfinstitute geimpft. Gießen, den 30. April 1898. Kroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff.__________ Literatur urrd Aunst. — Das neunzehnte Jahrhundert in Bitvnifsen. Berlin, Photographische GeseUfcvafr. 6. Lieferung. Der rasch sich mehrende Schatz von vorzüglichen Bildntffrn auü unserem Jahrhundert, welche für jeden aus höhere BUdung Anspruch Erhebenden ein bleibendes Interesse haben müssen, erfährt in der 6. Lieferung der von Karl Werckmetster herausgegebenen Publicatton eine wünschenswerthe Bereicherung. Der hundertjährige Gedmktag an die Geburt Hostmann von Fallerslebens am 2. April ist nicht ver- gksten worden, und so bringt unS die 6. Lieferung daS wundervolle Bttdniß des volkSthümlichen Poeten, welcher schon 1840 in seinm Liedern als poltttschrs Ideal die Einigung Deutschlands besang, von der Hand Ernst HenselerS In der National Galerie. DaS Hohen- zollern-Museum bat die Bildnisse des Geographen Karl Ritter und des Geologen Leopold v. Buch — gemalt von Karl Begas — deS romantischen Dichters Ludwig Tieck — gemalt von Jos. Stteler — und des Wiedererweckers des klastischen Altertbums, deS Philologen Philipp August Boeckh, welche der gleichen Zettpertode angehören, betgesteuert. AuS dem Städel'schen Jnstttute in Franksurt a. M. finden wir d Anlieit werthe von Mk. ioooo. j 315 andere Gewinne im ©efammh Vtlnge Preise werthe von Mk. 4300. 4169 _____________________ „Rebstock". Versuchen Sie gefl. hLHTden vielfach preirgekrönten^WÄ wird im Jntereffe der hier ftubkenben preußischen Staatsangehörigen in diesem Sommer-Semester Anfangsübungen im römischen Recht halten. „ .. . , — Zum Rector der Universttät Halle für das Studienjahr 1898/99 wurde der Professor der Theologie Kautzsch gewählt. — Aus Königsbera i. Pr. wird berichtet: Der bisherige außerordentliche Professor der pathologischen Anatomie an unserer Universitär, Dr. Nauwerk, ist als Prosector an das Stadckranken- haus in Ehemnitz berufen worden. — Aus Freiburg i. d. Schwei, berichtet die „Allg. Zig. : Schon wieder lst ein reichsdeutscher Professor aus dem Lehrkörper der Untoerfität ausgelchieden; der Professor für Kirchmrecht, Herr Dr. F. Saedt, hat fein Amt niedergelegt. Wenn fein Rücktritt auch nicht mit der Collectivdemission feiner Landsleute In Zusammenhang steht, so wirft es doch aufs Neue ein grelles Streiflicht auf die Verhältnisse der Freiburger Universität, die noch immer in voller Gährung begriffen sind. Mit seinem Ersatz scheint diesmal Herr Pythou wenig Mühe gehabt zu haben. Der Nachfolger ist sofort ernannt worden, eS ist ein Schweizer, Herr Dr. Lampert, bisher Redacteur deS „Wiler Anzeigers", der „Thurgauer Wochenzeitung und zuletzt deS „St. Galler Volksblattes". Seiden-Damaste Mk. 1.35 sowie schwarze, weiße und farbige He««eder-Seide von 75 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — in den modernsten Geweben, Farben und DesfinS. An Private porto- and steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. .. 6. Henntbergs Stiden-Fabriktn (*•»<•Zürich. 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Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentltche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müffeu in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgeftellt werden. , Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rem gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. o . . Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landes- von H. Schuster in Bonn DMpsMtt'KrkMtti «MBMB gegr. 1857 1RMMMS zu 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das i/2 Pfund. Verkaufsstelle: Gießen, H. 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Mai 1898, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen, Seltersweg 11, gegen Baar- zahlung versteigert werden: Buchen- und Eicken-Bohlen, eine Hobelbank, Schreibsecretär, Sopha, Commode, Eissckrank, Regulator und sonstige Hausgeräthe, sowie ein Wagen und eine Taschenuhr. 4758 Kemmer, Pfandmeister. Die Holzversteigerungen vom 15. und 22. April aus den Districten Sicklergeheeg, Rinnwege und Eibschen- hain sind genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Freiherrlicher Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Ueberweisung des Holzes ^Freitag den 6. Mai. Papiermühle, den 3. Mai 1898. Freiherrliche Oberförfterei Rabenau. Schwörer. 4764 RkgierungsbkM Mitsbadk». Nuhhotz-DechigerMg. Obttfirsterei Oberscheld sü Dilleuburg. Samstag den 21. Mai 1898 Vormittags 11 Uhr zu Dillenburg im Frankfurter Hof aus jammt» lichen Schutzbezirken: 138 Stück Eichenstämme — 28,24 fm, 57 Stg. 1., 40 2., 18 3. Kl., 7 Hainbuchenstämme ----- 2,01 fm, 1 Birkenstamm — 0,28 fm, 4 Erlenstämme — 1,94 fm, 1251 Fichten-, Ktefern- und Weißtannenstämme — 427,94fm, 364 Stangen 1., 217 2., 304 3., 97 4., 170 5., 380 6. Kl., 17 rm Nutzscheit, 28 rm Knüppel. Sämmt- liche Forstbeamten sind angewiesen, das Holz auf Verlangen vorzuzeigen und nähere Auskunft zu ertheilen. Speciellere Angaben des Holzes nach Districten werden auf Wunsch un» entgeltlich, Auszüge aus dem 93er* steigerungsprotocoll mit Angabe der Dimensionen gegen Entrichtung der amtlich festgesetzten Gebühr (50 Pfg. für 100 Nummern) übersandt. 47H p M eit!.: ®li Tü8 ®i • Htl Nach । ie Fallt tc rto havpm Bncrbnung Bungen ju ltttzdea In Mtl tlnj oftifttn 8Ü te Mstao! stat. Mr i DrlL tzrn Vtrtz zeichotttll £ za besuchen zu ertheilrn Dleosea-, 8l Mittwoch, Nb« ®onn»8ta| NaL Freitaz, 2' 9lad ßnl gni Sämling, Sbe Bonntag, ,ß81 Wontag,; Ihnltag, Shtitiod), 8v Die pr « gleichem Liubru nnb i 8 Ufr ai ft; ^°n,rhwltch । Mnntn, all O^banti v IWn geh Girtz Der Vnfih A,nabwt i ^zrndeu To * «f Stil um N "»in 3?*» 54S *•* »i.in"', JtK« »-» 1 -ümtliil v «, 8tofj ^elueu u und l jungen 3" ®"™l fein. «** «!, "«-» kl,! - Ml (t "»-HU »' d» Sil ^"de,ftz Erste medicinische Autoritäten empfehlen Zuckerkranken als einzig- bewährt und ächt die unter ständiger chem. Controle stehenden und mehrfach analysirten Günther’s Aleuronat-Gebäcke und Präparate, (In Blechdosen-Packung.) 4339 !■ M. Schulhof, Marktstr. 4. 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