Nr. 55 Drittes Blatt. Sonntag den 6 März Erscheint täglich «it Ausnahme deS Montags. Die Gießener Airmtkienvtälter »erden dem Anzeiger Wüchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Ne,«g-,rri» Vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Brmgerloh» vri Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Suuahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fügenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen deS In- und Au-lcmdeS nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgvG«. Amts- unb Anzeigeblutt für den Tkreis Glefzen. Nedaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Eiest««. Fernsprecher Nr. 51. Politische Wochenschau. WaS wir bereits als feststehend vorhergesagt haben, hat in dieser Woche eine weitere Bestätigung erfahren: Die Flottenvorlage ist gesichert. Ohne jede Erregung sind die Verhandlungen der Budgetcommisfion des Reichstags über diesen Gegenstand verlaufen, und auch die Oppofitiou bewahrte fortgesetzt eine würdige und sachliche Haltung, lieber die Mittel zur Deckung der Kosten wird freilich noch viel bin und her debattirt werden, aber da» dürfte keinen Em- fluß auf die Thatsache selbst haben, daß die Regierung leichter, al» sie jedenfalls erwartet hatte, die Mittel erhält, die deutsche Flotte den Bedürfnissen entsprechend auszubauen und auf der Höhe der Zeit zu erhalten. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie im vorigen Jahre von demselben Reichstag Kreuzer um Kreuzer abgelehnt wurde, so ist der Wandel, welcher in den Ansichten der Volksvertretung sich vollzogen hat, um so wunderbarer/ er entspricht aber ganz den Anschauungen deS VolkS, welche» immer mehr zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß eine starke maritime Vertretung unseres Vaterlandes in fernen Gebieten seinem Handel und seiner Industrie zu Gute kommt. Eroberungspolitik wollen wir nicht treiben, aber wollen wir nur, wie der Kaiser noch vor einigen Tagen in Wilhelmshaven sagte, festhalten wa» wir haben, so reicht dazu unsere jetzige Seekraft nicht aus. Mehr und mehr nehmen bereit» die in diesem Jahre bevorstehenden Wahlen da« allgemeine Interesse in Anspruch. Fast alle Parteien find eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt und rüsten fich zu einem jedenfalls sehr heftigen Wahlkampf. Ja den meisten Bezirken dürfte die Aufstellung der Landtdaten schon beendet sein. Alle Parteien gehen hoffuungSsreudig in die Schlacht, alle erwarten den Steg, und doch muh e» auch Besiegte geben! Daß die Wahlen eine wesentliche Verschiebung in der Stärke der einzelnen Parteien hervorbriugen werden, glauben wir nicht. Kaum so ruhig wie wir in Deutschland kann Frankreich den nächsten Kammerwahlen rntgegensehen. Die Lage daselbst ist noch immer kritisch, und man wird gut thun, die dortigen Verhältnisse sorgfältig im Auge zu behalten. Nach Vieler Ansicht hat die gegenwärtige Regierung in Frankreich abgewirthschaftet, worüber der Verlauf des Zolaproceffe» manche Beweisstücke geliefert hat. Daß dieser Proceß, sowie die Dreyfu». Angelegenheit bei den Wahlen zur Kammer eine große Rolle spielen werden, haben wir bereits früher aus- geführt. Neuerdings heißt es, daß die Wahlen am 8. Mai stattfinden sollen, doch ist amtlich der Zeitpunkt natürlich noch nicht bekannt gegeben worden. Da» Verhältniß zwischen Frankreich und England hat eine weitere Trübung im Laufe dieser Woche nicht erfahren, sodaß die Annahme berechtigt erscheint, der Conflict werde fich schließlich in Wohlgefallen a^flösen. Im englischen Unterhause stand die auswärtige Politik mehrfach auf der Tagesordnung, wobei die Beziehungen zu einzelnen Ländern erörtert wurden. Im Allgemeinen verfolgt England anscheinend jetzt eine ungewöhnlich versöhnliche Politik, insbesondere gegenüber Rußland. Daß LetzereS nun auch eine Insel Korea» „pachten" will, hatte in London stark verschnupft, so daß man schon die Wiederbesetzung der Insel Hamilton in Aussicht stellte. Ungeklärt ist noch immer die Katastrophe aus dem amerikanischen Kreuzer „Maine", welche fast zu einem offenen Eo.nfltct zwischen Spanten und den Vereinigten Staaten geführt hätte. Nach den neuesten Meldungen scheint festzustehen, daß jede Befürchtung, e» werde zum Kriege kommen, aus« geschlossen ist. Da» Attentat ans den König von Griechenland hat umsomehr Aussehen erregt, als es sich nm einen wirklichen Mordanschlag handelte und nicht um eine ungefährliche Neckerei, der z. B. Präsident Fanre mehrfach ausgesetzt ge- wesen ist. Die Miffethäter find glücklicher Weise gefaßt worden, und e» gelingt der griechischen Regierung hoffentlich, mit den Anarchisten, die fich in Athen anzusammeln begannen, tabula rasa zu machen. Ueber das Attentat selbst und die begleitenden Umstände haben wir bereits so ausführliche Mit- Heilungen gebracht, daß wir hier nicht weiter darauf einzugehen brauchen. Jedenfalls hat das Attentat König und Volk wieder viel näher gebracht, und die Meuchelmörder haben somit den Zweck, den sie bet ihrem Vorhaben im Auge hatten, vollständig verfehlt. In Oesterreich hat die Situation kaum eine Besserung erfahren. Der böhmische Landtag ist am Mittwoch geschlossen worden, nachdem die Verhandlungen ziemlich fruchtlos .geblieben waren- auch das Verbot des Farbentragen» wurde aufgehoben. Wie es heißt, steht die Einberufung de» Reichs rathS unmittelbar bevor- dann muß sich ja bald zeigen, ob Aussicht auf eine Wendung der Dinge vorhanden ist- wir haben sehr wenig Hoffnung dazu. (xx) Aus bett Verhandlungen der Zweite» Kammer der hessische« Stünde. G. Darmstadt, 4. März 1898. Die Verhandlungen werden mit der Berathnng deS Finanzbudget» fortgesetzt. Der gestrigen Sitzung ist noch nachzutragen, daß Cap. 27, Provinzialdirecttonen und KretSämter, nach den Anträgen de» AuSschuffeS angenommen und die Großherzogl. Regierung ermächtigt wurde, auch solche erste Gehilfen zu Bureauvorstehern zu ernennen, welche da» Examen nicht gemacht haben. Zur Weiterberathung de» Etat» 1897/1 900 übergehend, steht Cap. 41, Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen, nochmal» zur Debatte, da von Seiten der Großh. Regierung der Kammer eine Vorlage wegen Umwandlung der Realschule und der Proghmnasium»' klaffen in Friedberg in ein Gymnasium mit Realschule gemacht wurde, ebenso die Anträge der Abgeordneten Römer auf Umwandlung der Realschule zu Alzey in eia Gymnasium und Pennrich auf Umwandlung der Realschule zu Bingen in ein Gymnasium mit Realschule. — Zunächst dreht fich die Debatte um die Errichtung eines Gyrnnasum» zu Friedberg. Die Mehrheit deS Aus- schuffeS beantragt, die Zustimmung dazu zu ertheilen, daß statt de» seither vorgesehenen Betrage» von 32 590 Mk. ein Zuschuß von 40 687 Mk. eingestellt werde- Die Minorität beantragt Ablehnung der Regierungsforderung. — Namens der Großherzogl. Regierung begründet Geh. Oberschulrath Sold an diese nachträgliche Forderung der Regierung in eingehender Weise. Der Gemeinderath der Stadt Friedberg und die Abgeordneten Jöckel, Joutz und Graf Oriola haben wiederholt die Regierung ersucht, die Umwandlung der dortigen Realschule in ein Gymnasium zu bewerkstelligen. Anfänglich habe sich die Regierung ablehnend verhalten, da man bereits neun Gymnasien in Hessen habe. Die Stadt Friedberg habe neuerdings die Umwandlung beantragt und dabei fich verpflichtet, das Gebäude zu bauen und jährlich 10,000 Mk. Zuschuß zu zahlen. — Gegen die Vorlage sprechen die Abgeordneten Bähr, Westernacher, Weidner und Friedrich. Sämmtltche Redner heben hervor, daß die in Oberheffen vorhandenen Gymnafien zu Gießen, Lanbach und Büdingen dem Bedürfniß der Gegend völlig genügen und daß Lehrkräfte und Gebäude in diesen Anstalten ausreichend vorhanden seien- Dazu trete noch, daß die Städte Laubach,und Büdingen auf diese Anstalten gewissermaßen angewiesen seien. Dem Büdinger Gymnafium würden durch Errichtung einer Prima in Friedberg jährlich 30—40 Schüler entzogen und der Rückgang belfelbrn beschleunigt. — Abg. Weidner hebt noch in seiner Rede hervor, daß es geradezu ein Unrecht wäre, wenn man auf Kosten des DogelSbergeS, ds» schwachen Steuerzahlers, einer Vorlage zustimmen wolle, welche die Städte Büdingen und Laubach eminent schädigen würde. Die Stadt Laubach erwarte ganz bestimmt von der Großh. Regierung die Jnhibirung dieser Vorlage. — Abg. Friedrich hält die im Lande befindlichen neun Gymnasien für vollkommen ausreichend. Die Errichtung jeder neuen Anstalt schädige die anderen in besonderem Maße. — Abg. Römer wird für die Vorlage stimmen und hofft, daß auch die Umwandlung der Realschule zu Alzey in ein Gymnafium die Zustimmung deS Hauses finden werde. — Abg.Jöckel und Abg. Brentano treten für die Bewilligung der Vorlage ein. Letzterer betont: Er kenne Büdingen noch aus seiner Gymnafiastenzeit und würde sich scheuen, für eine Vorlage einzutreten, von der er eine Schädigung Büdingen» erwarten könnte. Der Gründung de» Gymnsium» zu Laubach hätte man nicht zustimmen dürfen. Durch Laubach werde Büdingen weit schwerer geschädigt als durch Friedberg. Für Friedberg trete er ein, weil er überzeugt sei, daß hier einem berechtigten Bedürfniß Rechnung getragen werden müsse. — Abg. Pennrich gibt eine eingehende Begründung seine- gestellten Separatantrages. In Bwgen stehe man vor dem Neubau einer Realschule. Würde die Umwandlung der Realschule vom Hanse genehmigt, dann könnte man eine Erweiterung der Schule in» Auge fassen. Eine Schädigung anderer Anstalten werde s. A. nicht stattfinden. Auch die finanzielle Frage könne hier nicht in Betracht kommen, da große Mittel nicht nöthig seien. — Auch Abg. Weith und Abg. v. Köth sprechen fich für die Vorlage au». Ersterer hebt hervor, daß gerade die lac»# wirthschaftliche Bevölkerung da» größte Interesse an der Umwandlung der Schule habe, da die Söhne der Land- wirthe theil» in Darmstadt und Frankfurt die Gymna- firn besuchen. Wer ein warme» Herz sür die Wetterau habe, der müsse für Errichtung des Friedberger GymnafiumS eintreten. — Abg. Schröder war ine höchsten Grade erstaunt, daß von Seiten der Großh. Regierung diese Vorlage eiugebracht worden sei, nachdem man früher ein Bedürfniß nicht anerkannte. So, wie er früher gegen die Errichtung eine» Gymnafium» zu Laubach gestimmt, werde er auch gegen das Friedberger Gymnafium stimmen. So gerne er auch für Rheinhessen elntteien würde, müsse er dem Hause doch zurufen: Halten Sie ein auf dieser Bahn, so gnt und wohlwollend auch diese Bestrebungen sein möchten. — Abg. Schmitt und seine Partei werden für die Vorlage stimmen, trotzdem fich Friedberg gegen die katholische Religion, besonder» aber gegen seine Partei in der feindseligsten Weile benommen habe. Katholische Schüler seien in rigoroser Weise behandelt und die katholische Religion als eine verwelschte hingestellt worden. Seine Partei werde für diese Schmähungen keine Rache nehmen. Auch für Alzey und Bingen werde feine Partei stimmen, weil auch hier die Nothwendigkeit einer solchen Anstalt vorhanden sei. — Abg. Osann spricht fich ebenfalls für die Errichtung weiterer drei Gymnafien tu Friedberg, Alzey und Bingen au». Bei der hierauf erfolgten Abstimmung wird der Regie- rnngSantrag mit 21 gegen 21 Stimmen angenommen und damit die Errichtung eine» GymnafinmS zu Friedberg genehmigt. Die Anträge Pennrich und Römer auf Errichtung von Gymnafien zu Bingen und Alzey werden gegen 9 Stimmen angenommen. Ein weiterer dringlicher Antrag der Grohherzoglichev Regierung auf Errichtung einer Handelsschule -n Mainz wird einstimmig bewilligt. Schluß der Sitzung Va2 Uhr. — Morgen früh 9 Uhr Fortsetzung der Berathungen über „Gewerbewesen". Deutsche» Reich. Berlin, 4. März. Wegen Beleidigung durch die Presse stand heute der Chefredacteur deS christlich-soziale« Organs „DaS Volk" Diederich von Oertzen vor der Strafkammer. DaS Blatt hat da» Unheil des AmtSgerichrS Neunkirchen, welches im November den Freih. v. Stumm von der Anklage der Beleidigung deS Abgeordneten Prediger» a. D. Stöcker freigesprochen hatte, scharf krtttsirt, der Gerichtshof erkannte schließlich auf Freisprechung, da sich einerseits der Angeklagte in Wahrnehmung berechtigter Interessen befunden, anderuseitS die gebrauchte ironische Form einen beleidigenden Charakter nicht hatte. Berlin, 4. März. Da» Abgeordnetenhaus hat heute den Antrag Fe lisch, betreffend den Befähigungsnachweis im Baugewerbe nach längerer Debatte mit großer Mehrheit angenommen. Hierauf wurden Petitionen erledigt. Bei Berathnng einer Petition, betreffend das Flachs Röst- Verfahren, kam eS zu einer lebhaften Agrar-Debatte. Morgen CultuS-Etat. Berlin, 4. März. DaS StaatSministerinm tret heute Nachmittag 3 Uhr im ReichStagSgebäude unter de« Borfitz de» Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 4. März. Der „Reichs-Anzeiger" schreibt: Das Staat-ministerium hat beschlossen, den vom Dom Capitel in Limburg zum Capitular-Vicar für die Dauer der Erledigung des bischöflichen Stuhles von Limburg gewählten Dom- Capitnlar Eif f ler zur Ausübung der ihm als Dom Capitular- Vicar zustehenden Recht-Verrichtungen zuzulaffen. Köln, 4. März. Gestern Abend traf zum Besuch de- Cardinal Erzbischofs von Köln der Erzbischof von Posen- Gnesen, von StablewSki, von Fulda kommend, hier ein. Köln, 4. März. Der Baumeister und der Architekt, welche den Bau des gestern eingestürzten Hauses leiteten, wurden beide verhaftet, da der Verdacht besteht, daß fie den Unfall durch Fahrlässigkeit verschuldet haben. DaS Gesuch, die Verhafteten gegen Stellung einer Caution ander Haft zu entlassen, wurde abgelehnt. Sitzung der Stadtverordneten am 4. März 1898. Vor Eintritt in die Tagesordnung kommt Herr Orbig auf den im BerwaltungSbericht enthaltenen PaffuS über bis Arbeitsnachweis zu sprechen, worin es heißt, daß die starke Nachfrage Zugereister gerade nach Beschäftigungen, für I welche zur Zeit keine Stellen offen find, htufichtlich der Wanderer und Stromer unter denselben ernstliche Zweifel an der Aufrichtizkei jener Stellengesuche erweckt. Herr Orbtg gibt der Meinung Ausdruck, daß, wenn auf socialem Gebiet etwa- geschehen solle, doch nicht in solcher Welse gesprochen werden dürfe, man solle solche- in Zukunft vermeiden. Er wtffe wohl, daß ein vergeblich nach Arbeit suchender Arbeiter zum Stromer nach landläufiger Anschauung werden könne, da- berechtige aber Niemand, um Arbeit Rachsuchende diesen gleich zu achten. — Herr Beigeordneter Wolff erklärt, daß er den betr. Theil des Berichts anf Grund de- ihm vom Arbeitsnachweis übermittelten Materials erstattet habe) es habe ihm fern gelegen, einem Arbeiter diese Bezeichnung bei« -ulegen, allein die Art und Weise, wie bestimmte Personen sich in ihrem Auftreten gegenüber dem Arbeitsnachweis zeigten, rechtfertige diese Bezeichnung- eS seien Leute gekommen, denen es gar nicht ernst gewesen sei, Arbeit zu bekommen, eS gelte ihnen nur darum, den ihnen ausgestellten Schein zum Ausweis, daß fie um Arbeit nachgrsucht, solche aber nicht erhalten hätten, zu benutzen, wenn fie irgendwo aufgegrtffeu würden. — Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt dazu, daß man auf diese Meinung hier nicht allein gekommen, die Beobachtung, daß Arbeitsnachweise lediglich zur Erlangung eines AuSweiSpapierS mißbraucht wurden, sei auch ander« wärt- gemacht worden und bereit- Gegenstand von Erörterungen über die Frage gewesen, ob mau derartige Bescheinigungen noch ferner ausstelleu solle- e- brauche sich Niemand getroffen zu fühlen, aber eS sei auch nicht tu Abrede zu stellen, daß eS Menschen gebe, auf welche die Bezetchuuug „Stromer" paffe. — Herr Dr. Schäfer eonstatirt, daß wegen Landstreicherei vor Gericht geführte Personen sich öfters auf ArbeitSnachwei-.Papiere berufen. — Herr Kirch bemerkt, daß jeder Arbeitsuchende einen Zettel erhalte, worauf Angaben über deujeuigen Arbeitgeber sich befinden, der Arbeiter suche, da könne es vorkommen, daß derartige Zettel als Bescheinigung, daß der Betreffende wirklich um Arbeit nachgesucht, benutzt bezw. mißbraucht würden. Großh. Baubehörde für die UaioerfitätS-Neubauteu hat um Erlaubutß nachgesucht, vom pathologischen Institut auS einen nach der Frankfurterstraße durch ein Thor abschließbaren Weg herzustellen. Da- Gesuch wird genehmigt. Herrn Karl Puth wird ausnahmsweise und widerruf, lich die Genehmigung zur Errichtung eine- Schuppen- am Wteseckerweg ertheilt. Der Berläogerung der Wasserleitung in der Land- maunstraße bi- zu dem gegen die Grünbergerstraße hin zu errichtenden Hause, sowie in der Lahnstraße zum Anschluß an den Bieberthalbahuhof stimmt die Versammlung zu, des- gleichen der Aufstellung einer Laterne am Geräthemagazin in Oswalds Garten, da eine solche nicht nur für daS Magazin selbst, sondern auch im Jatereffe des öffentlichen Verkehr- an dem entlegenen Theile de- Oswald- Gartens für nothwendig erachtet worden ist. DaS Stadtbauawt hat, in der Voraussicht, daß der au der Ecke der BiSmarckstraße und Lonhstraße belegene städtische Lagerplatz über kurz oder lang veräußert bezw. bebaut werden wird, die Herrichtung eine- südlich der Wiesenstraße gelegenen GcläudestückS al- Lagerplatz in Bor« schlag gebracht. Obwohl nach den in der Baudeputation gepflogenen Verhandlungen ein Verkauf des Platzes au der BiSmarckstraße voraussichtlich ausgeschlossen ist, da derselbe für im städtischen oder öffentlichen Jutereffe zu errichtende Baulichkeiten reservirt werden soll, sprach sich die Versammlung doch für Auffüllung deS Platzes au der Wiefenstraße zu dem vorgesehenen Zwecke aus. Die Holzversteigerung vom 9. März d. I. hat einen hinter dem Tarif um 300 Mark zurückgebliebenen Erlös ergeben. Da eS sich größteutheilS um miuderwerthigeS Holz handelt, beschloß die Versammlung Genehmigung der Versteigerung. Ueber die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen sür 1896/97 berichtetNameuS der Fiuauzcommisfiou Herr Scheel. Die in der Rechnung gefundenen kleinen Anstände konnten erledigt und von der Finaazdeputation die Genehmigung der Rechnung vorgeschlagen werden; die Versammlung beschloß in diesem Sinne. Gegen die Gesuche von Ernst Fleck (Ederstraße 6) und Franz Reug (Wagengaffe 9) um Erlaubutß zum wirthschastöbetrieb hat die Versammlung, da eS sich lediglich um Uebergang bestehender Wirthschaften auf andere Inhaber handelt, nicht- einzuweuden. Vermischtes. Berlin, 2. März. Folgen der Röntgenstrahlen. Eine interessante Beobachtung wurde tu diesen Tagen hier gemacht. Der bet der Actiengesellschaft Siemen- & Halske augeftrllte, mit dem Justtreu der Röntgen-Röhren betraute Abthetlung-meister Herr Schernbeck hatte unter der Wirkung der X-Strahlen, denen er sich täglich mehrere Slundeu aus- setzen mußte, insofern zu leiden, als der Theil der Hautoberfläche seines Körpers, der von dem Strahlenkegel, durch die Kleider hindurch, vorzugsweise getroffen wurde (vrust und Leib etwa bis zur Höhe de» Tisches, an den er sich während der Arbeit gelehnt), in hohe Entzündung gerteth. Er mußte umsomehr, da er an heftigen Magen- und Ber- dauungSbeschwerdeu litt und über „fortwährendes Brodeln" im Leibe klagte, ihm auch die Haare ausfielen, die Arbeit gänzlich auSfetzeu. Nun trat nach dem Rückgang der Hautentzündung eine starke Duukelfärbung ein. Die ganze Haut- partte der Magen- und Bauchgegeud wurde ptgmeutirt, sodaß fie den Eharaetrr der Negerhaut zeigte. Der Patient wurde nun in die Lichtheilanstalt des Dr. W. Gebhardt geschickt. Die Bermuthnng de» Dr. Gebhardt, daß unter dem Einfluß des BogenlichtrS, da- selbst die Haut bräunt, diese durch Röntgenstrahlen erzeugte Ptgmentbildung zurückgehen würde, hat sich den N. N." zufolge in schlagender Weise bestätigt. Schon nach viermaliger Benutzung deS electrtscheu BogeulichtbadeS und örtlicher Belichtung der geschwärzten ausgedehnten Hautpartien mit rrfleetirtem Bogenlicht ist die Duukelsärbung bereit- fast gänzlich verschwunden, nur geringe Pigmeutablagerungen befinden fich noch au den Räubern. Die Magenschmerzcn, sowie die übrigen nervösen Symptome siad gleichfalls gehoben. * Frankfurt a. M., 1. März. Die Gründung eines Obdachlosen-AsylS tu Frankfurt ist nunmehr befchloffene Sache. Der officielle Bericht des vorbereitenden AuSschuffeS enthält u. A. das Folgende: Der Zweck deS Vereins, der fich nach dem Muster des Berliner Afyl-vereinS richten will, und dem bereit- ziemlich beträchtliche Mittel in Aussicht gestellt sind, ist die Beschaffung eines Asyls, daS nut Nachtlager der einfachsten Art und ganz einfache Abend- und Morgenkost (Suppe und Brot) gewähren soll, da- dafür aber auch jedem Obdachlosen, der fich der Hausordnung fügt, ohne wettere Förmltchkeiten, tnsbesondere ohne Einweisung durch da- Armen Amt oder die Polizeibehörde, offenstehen soll. DaS Bedürfniß nach einer solchen Anstalt, die freilich keine große Ausdehnung haben und eben auch Nichts weiter als Reinlichkeit und Schutz vor Kälte bieten darf, wird wohl von Jedem anerkannt werden müffen, der nicht glaubt, daß alle bet den poltzetlichen Streifen auf den Straßen, auf dem Feld ufw. als obdachlos Aufgegriffenen bereits Vagabunden und Verbrecher feien. In der Versammlung wurde eingehend erörtert, ob etwa da- Asyl zugleich als städtische Arbeiter- Eolonie, d. h. mit Einrichtungen für längeren Aufenthalt Beschäftigungsloser, auSgestattet werden solle. ES erschien jedoch richtiger, die beiden von einander verschiedenen Zwecke nicht zu verbinden. * Wiesbaden, 2. März. Bon einer Million en- erb schäft, die eine hiefige Haushälterin aus Langenlonsheim von einem amerikanischen Goldonkel gemacht haben sollte, wußten mehrere Blätter zu erzählen. Wie wir erfahren, hat besagte Dame zwar ein verwächtniß erhalten, doch ist daffelbe von der siebenstelligen Zahl noch ziemlich wett entfernt, denn es beträgt nur einige 1000 Mk. Die übrigen Nullen find Phautafie. * Aachen. 28. Februar. Die Aachen-Münchener Feuer- Versicherungsgesellschaft hat 5000 Mk. für die deutschen Nationalfeste auf dem Niederwald (falls dieser gewählt wird) bewilligt. ♦ Haun.-Müuden, 3, März. Der Damenkrirg ist als beendet anzusehen. Wie verlautet, wurde der Friede durch einen Ball besiegelt, welchen Herr R. W. — der Der- faffer jenes FeuilletonartikelS, worin er die Stickerinnen der Mündener Fahnenfabrtk nur schlichtweg mit „Mädchen" bezeichnete — mit einer Fahnendame eröffnete. Die Stickerinnen und die Übrige holde Weiblichkeit der Mündener Fabriken —re» haben auf die Titel Dame, Fräulein und Mädchen Verzichter und erheben nur Anspruch auf daS „Junge Mädchen." * 100.000 Mk. will der Telegraphen Jnspector a. D. HauS Beringer, Geschäftsleiter des Berliner Tierschutz- Vereins, der Stadtgemeiude Berlin zur Begründung einer Stiftung hergegeben, deren Zinsen dem Berliner Lehrerverein zufließen und denselben in Stand setzen sollen, den Thierschutzgedanken auf den Boden der deutschen Schule zu verpflanzen. Die Stiftung soll den Namen „Thterschutzstiftuag deutscher Lehrer" iühren. Daß versprochene Grundvermögen von 100,000 Mark besteht theil- au- eigenen Mtttelv de- Stifter-, theil- au- Beiträgen vogenannter Freunde der Thterschutzsache. • Ein Gläubiger ja 40 000 Mark gesucht. Laut einer Bekanntmachung de- königl. Amtsgericht- zu Seidenberg hat der am 20. November 1877 in der Provinzialirren- Anstalt zu Leubus verstorbene ehemalige Rittergutsbesitzer Jultu- Böttcher, früher wohnhaft zu Zwecks bei Seideaberg, geboren am 29. August 1824 zu Groß Treben (Kreis Torgau) in einem Testament vom 4 Juli 1883 folgendes bestimmt: „Ein gewiffer Richter, jetzt unbekannten Aufenthalts, hat von mir 30. bis 40 000 Mk. zu fordern. ES ist für mich Ehrensache, diese Schuld abzutragen, und ich bestimme, daß Herr Richter, sobald er sich meldet und legit wirt, ein Legat von 40 000 Mk. bekommt." — vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, den glücklichen Erben au-findig zu machen. • Ein neuer Spieler- und Wucherprozeß scheint demrächst in Hannover wieder einmal bevorzuftehen. Auch in diesem Falle find es wieder eine Anzahl Offiziere, die die Gerupften find. Die Sache soll dadurch zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft gelaugt sein, daß ein Offizier, der einen Wechsel einzulösen nicht im Stande war, seinem Vorgesetzten Anzeige von dem Treiben erstattet hat. Wie verlautet, soll der in AuSficht stehende Prozeß dem von 1893 in nichts nachstehen. Die Rolle de- „ollen ehrlichen Seemann" spielt diesmal ein junger Agent Namens Löwenstein, der sich bereit- hinter Schloß und Riegel befindet. Der Genannte war auf allen Renn- und Sportfesten zu finden und galt im Allgemeinen al- ein etwas aufdringliches Gigerl, sonst aber für harmlos. ES wird deshalb auch vermuthet, daß als die eigentl'cheu „Macher" noch andere Personen herangezogen werden. Außec verschiedenen Localen in Hannover soll besonders auch die Wohnung L.'s al- Spielhölle gedient haben. ♦ Warnung für Auswanderer. Trotz aller Warnungen laffeu fich in Antwerpen, wie man von dort schreibt, noch immer deutsche Auswanderer von Bauernfängern rupfen. In den letzten Tagen machten nicht weniger als vier Geprellte bei der Polizei Anzeige. Dem einen waren 1140, dem zweiten 400, dem dritten 350 und dem vierten 700 Mk. von Landsleuten beim Kartenspiel abgeschwindelt worden. Gewöhnlich bieten sich die Bauernfänger den auf die Abfahrt der Dampfer wartenden Fremden in „uneigennütziger Weise" als Führer durch die Stadt an, wobei dann bestimmte Wirths- Häuser besucht werden, in denen die nöthigen Vorbereitungen zu einem erfolgreichen Spielchen getroffen werden. Und gehen die Auswanderer erst einmal mit in diese Kneipen, dann find fie auch stet- verloren. Universität- - Nachrichten. Heidelberg, 2. März. Professor Dr. Brünnow, der fich gegenwärtig mit den Professoren Dr. von DomaSzewSki und Dr. Euttng ans einer wissenschaftlichen Reise in Nordarabten befindet, hat eine Anzahl in Jerusalem erworbener orientalischer Handschriften der hiesigen Universität-.Bibliothek al« Geschenk übersandt. Der Gelehrte hatte bereit« vor einiger Zeit mehrere in Damaskus »ngekaufte Handschriften unserer Bibliothek überwiesen. — Bet der medtcinischm Facultät unserer Hochschule habilittrt sich Dr. Karl Hammer mit einer Probevorlesung Über: ^Neuere Probepunktion« Methoden und ihre diagnostische Bedeutung." — Au« Greifswald wird der „Frkf. Ztg." mitgetheilt: D« Professor der Rechte, Karl Haeberlin. Senior der Universität, ist im 85. Lebensjahr gestorben. — Der bisherige Proftffor an der Universität zu Freiburg in der Schweiz, Dr. Leo von Savigny, ist zum auherordentltchen Profeffor der juristischen Facultät der Universität zu Göttingen ernannt worden. — Aus Konstantinopel wird mitgetheilt: Die türkische Regierung hat den Professor der Dermatologie an der Universität Bonn, Dr. R. Rieder, »um Profeffor an der Kaiserlich med'cinischm Schule zu Konstantinopel mit einem JahreSgehalte von 30 000 FrS. ernannt. Sie wird ihm einen Affistenten, und zwar gleichfalls einen deutschen Professor, an die Seite geben. schwarze Cachemire, schwarze u. färb. GlacL Handschuhe, schwarze '/-seid. Handschuhe, schwarze u. färb. Meiderbesätze. Met. v 75, 95 Pfg. an Paar 90, 125, 148 Pfg. Paar 38, 50, 65 Pfg. rc. per Meter 4, 6, 10 Pfg. rc. sowie Richard Loewenthal & Co., Giessen. Dahnhofstr. 1. Bahnhosstr. 1 Schürzenstoffen, Meter 30, 35 Pfg. in Kleiderstoffen, Meter 35, 60 Pfg. ferner empfehlen: Normal-Hemden, Stück 55, 65, WO, 125 Pfg. Herren-Haut-Jacken, Stück 38, 45, 55, 65 Pfg. Hemdenflanellen, Meter 25, 30, 35 Pfg. Knabcn-Kragen, Knaben-Manschetten, Kuaben-Vorhemden, Knaben-Oberhemden, Herren-Kragen, Herren-Manschetten, 12, 15, 20 Pfg. 25, 40 Pfg. rc. 17, 20, 25 Pfg. rc. 175, 200 Pfg. rc. 12, 15, 25 Pfg. 40, 50, 60 Pfg. r. Herren Serviteurs, Herren- u. Knaben-Cravatten, Herren-Oberhemden, Herren-Hosenträger, Knabeu-Hosenträger, 17, 25, 45 Pfg. 4, 8, 12, 15 Pfg. rc. 225, 240, 290 Pfg. rc. 28, 33, 42 Pfg. rc. 18, 24, 35 Pfg. rc. Große Auswahl in Brocheu, Ringen, Kämmen re. "SMS t2308 betreßt-' tut Stadt geMlel y oder Grunin MH Mi» M Sieben, t von Bao Die zur M Lohnhäuser nebs erforderlichen Arb> 1. und M 2. Steiimetzarb z. Trägerliefni 4 Kimerarbe b. Dachdeckern 6. Spenglerarl 7. Weißbinder! S. Glaserarbeit 9. Schreinerar! 10. Schlosser-ur 11. Lattenzäune, foflen in öffentlich geben werden. Pläne und Be im Bureau der A im, Bleichftraf »ittagrstunden eir rebotsfomulare d siattnng der Absc zogen werden. 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Wellen BucheN'Reisig rm Buchen-Stockholz KreMhotz-Verstkigerung // 17 234 680 Heyer. 2285 2221 EmtLlhtlgerPfkrdkKvcht gesucht gegen gnten Lohn 2282 Roheres in der «xped. 8. »U Schwörer. 2302 iMuunitiuurljuitiv Uevmiethungen Offene Stellen 115 30 Eichen Stockholz Nadel-Stockholz 132 5550 50 45 cm 20 m n H 4000 28 Aspen: Der Caldern fm fm 1 68 268 Buchen-Scheitholz EicheN'Scheitholz Nadel-Scheitholz Buchen Knüppelholz Eichen-Knüppelholz Nadel-Knüppelholz Durchmesser und 2 bis Länge mit 26,85 fm, Nadelstämme von 12 bis Durchmesser und 4 bis Länge mit 53,47 fm, Nadel-Derbstangen mit 9 39,5 rm rm in Länge), Nadel: Knüppel die er- 8 m Länge, 327 Stangen 1. bis 6. Klaffe; 1 Stamm von 0,53 fm. Herr Förster Keller in ertheilt auf Ansuchen nähere Marburg, den 3. März 1898. Königliche Universitäts-Kaffe. ner geeignetes Werkholz, Nadelstämme mit 31,51 Nadelstangen mit 47,87 Fichten-Stärnme von 16 bis 32 cm Durchmesser und 6 bis 18 m Länge, Stück Fichten-Derostangen von 10 fm, Stück Fichten-Reisstangen von 11 fm, rm Nadel Knüppel, Nadel-Wellen, rm Nadel-Stockholz. 2 Azalien. Nachmittags 3 Uhr, Neustadt 55 r 8 Mille Cigarren, 6 Malter Kartoffeln, 1 Pferd, 1 Pianino, mehrere Oelgemälde, 10 Gichenstämme, einen Echreibsecretär, 2 Sophas, 1 Zimmer- tepvich, 2 Kleiderschränke, 1 Berticow, 2 Waschrommoden, 2 vollst. Betten, 1 Commode, 1 Spiegel u. s. ro. Bersteigeruug ad. 1 findet di- limmt, ad. 2 theilwetse statt. 2322 Bor«, Gerichtsvollzieher. Hiervon 18 rm in Schichten von 3 bis 3,5 m Länge), 6230 Wellen, 113 rm Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen—Stein- derg an der Schweinsbrunnenschneise. Nähere Auskunft ertheilt Großh. Zorstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 14. Februar 1898. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Steinmetzarbeiten, Trägerlicferungen, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Weißbinderarbeiten, Glaserarbeiten, Schreinerarbeiten, Schlaffer- und Schmiedearbeiten, Zusammenkunft und Anfang am Waldeingang vor dem Jungenholz. Brennholz- Versteigerungen 1, Freitag den II März, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Specht zu Heimerts- Hausen aus den Districten Kohlstück, Riedstauden, Seifen, Atzelberg, Hommelberg, Plattrain, Kaff, Kloberg, Hirtenhäuserrain u. s. w. strotze 108t 13 Kirschlorbeerbäume, 1 Fächerpalme, Vergebung von Bauarbeiter». Die zur Ausführung mehrerer Wohnhäuser nebst Einfriedigungen erforderlichen Arbeiten als: 1. Erd- und Maurerarbeiten, geben werden. Pläne und Bedingungen können im Bureau des Architecten G. Hamann, Vleichstraße 3, in den Vormittagsstunden eingesehen und An- gebotsformulare daselbst gegen Erstattung der Abschreibegebühren bezogen werden. Angebote find bi« zum IO. März I., Mittags 12 Uhr, bet dem gen. Architecten einzureichen. Gießen, den 28. Februar 1898. Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins zu Gießen. Eingetr. Gen. mit beschr. Haftpflicht. folgt im Verkaufstermin. Braunfels, 2. März 1898. Fürstliches Rentamt. Kraft. Ein Aeeordaut für Russenbrennerei gesucht. 2128 L. Huh«, Bauunternehmer. N««ftadt 40 Wohnung mit Zubehör an ruhige Leute per 1. April pr vermiethen. 2191 Durchmesser. Gewissenhafte Auskunft über Qualität der einzelnen Stämme Tücht. Fuhrknecht und Lagerarbeiter mit guten Zeuguifsen gegen hohen Lohn aus sofort gesucht. 2249 Nathan Rosenthal. Die Holzversteigerungen vom 16. Februar, 1. und 2. März l. I. KUS den Districten Mühlberg, Range, Hörnes, Noll und Ampel find ge- «ehmigt und können die Abfuhrscheine vom 7. März l. I. ab Freiherrlicher Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden, lieber« Weisung des Holzes erfolgt Dienstag dm 8. März. Papiermühle, den 4. März 1898. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Cicheu: 2 rm Scheiter, Knüppel (hiervon 26,5 Schichten von 4 m 400 Wellen, 16 rm Stöcke; 16 rm Scheiter, 387 rm 2. 3. 4 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Londorf, den 4. März 1898. Holzversteigerung _ _ Lattenzäune, sollen in öffentlicher Submisfion ver- Derfteigere ich gegen Baarzahlung: ‘ Nachmittags 2 Uhr, Arantfurtsr- Jüngerer Commis» mit schöner Handschrift, fiotttt Arbeiter, gesucht Offerten unter Nr. 2235 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Hiesiges Colonialwaaren-Engrotzgeschäft sucht einen junaen Mann für Comptoir und Reise. Offerten unter X. 2214 an die Expedition dieses Blattes. 2138) Ein verhetrathrter Schuhmacher, welcher bewandert ist im Zuschneiden, deffen Frau nebenbei ein Schuhgeschäft führen kann, kann so'ort bet hntr aI8 Zuschneider eintreten. Erbitte mir Zeugnisse nebst Gehalteansprüche. Bei wem? sagt die Expeditton d. Bl. Auskunft über die Hölzer. 2303 Der Anfang ist im Kunzgesberg am Vicinalweg von Garbenteich nach > Grüningen, woselbst das Stangenholz und Brennholz zuerst versteigert wird. Das Fichten-Stammholz kommt am Nachmittag im Seewald zur Versteigerung. * Garbenteich, am 4. März 1898. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. 2315 schöner geräumiger, mit ober ohne Wohnung, zu vermiethen. 2209 __A. Nothenderser, Ltndenplatz 8. W.rtflätte und Lagerplatz zu vermiethen. „ I450 Wwe. OrSuinger, Ste'nstr. 59. , Scheiter rm: 20 Buchen, 8 Btrken, 43 Nadelholz. Knüppel rm: 197 Buchen, 46 Eichen, 177 Nadelholz, 39 Aspen. Reiser rm: 265 Buchen, 20 Eichen, 284 Nadelholz (hierunter 279 rm Aichten-Schichthausev). Stöcke rm: 16 Buchen. 2. Samstag den 12. März, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirth Semmlerzu Station Ehringshausen aus den Districten Steimel, Kleinmehlbacherkopf. Unter; dottenberg, Heimertseck, HabertS- häuserschlag, Oberdottenderg u. s. w. Scheiter rm: 380 Buchen, 6 Birken. Knüppel rm: 253Buchen, 15 Eichen, 35 Nadelholz, 2 Aspen. Reiser rm: 53 Buchen, 18 Erchen. . Stöcke rm: 256 Buchen, 2 Eichen. Nähere Auskunft durch Großh. Forftwart Stapp el zu Hermerts- ; hausen. Maulbach, am 3. März 1898. Großh. Oberförsterei Maulbach. betreffend : Das Betreten der Ufer und Böschungen der Wieseck. Sgfs- flflb Ullhjmh Wir bringen hierdurch wiederholt in Erinnerung, daß die Ufer und iinihM-fifnkLlbt ' hei Böschungen der Wiesecklaufes Eigenthum der Stadt sind, und daß daher MS dkM NUl0krfltatSwal0k vkl das Betreten dieser Ufer und Böschungen (namentlich auch irn Stadtbereich) C S l o t r ll (StflnOU der AillroUrg- Dritten und insbesondere den Eigentümern der aufstoßenden Grundstücke KreUsthaler EiskUbtzhu). nur insoweit zusteht, als dieselben dieses Gelände ein für allemal von der gnOötafl den 14. d. Mts., Stadt gepachtet haben oder als zur Einbringung der jeweils ersteigerten ioy, Uhr an, Heu- oder Grummetgrasernten innerhalb der dafür bestimmten Frist er- ^ll in der Siegfried'schen Wirth fordert ist. ,L r , schäft zu Caldern und zwar aus den Das Auffichtspersonal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen unnach- Fgrftorten Grube, Hungert und fichtlich zur Anzeige zu bringen. I Feuselsberg neben Brennholz das Gießen, den 1. Mär; 1898. folgende Bau- und Nutzholz öffentlich Großherzoaliche Bürgermeisterei Gießen. meistbietend verkauft werden — Gnauth. 2304 unter dem Eichenholz befindet rJT 7 fich gutes Schreiuerholz —. Holzverstergerung. » ™ Donnerstag den 10. d. M., o 79 m Durchmesser mit von Vormittags 10 Uhr, werden im] ' 9 ( ? «i Londorfer Gemeindewald, District ' 2 Nutzknüppel- 12«. »J «-*& ***“ * 15 Nadelholz: 7 Stämme von 5 bis „ Eichen-Reisig „ Nadel-Reisig I Uikftcker Gtvieiubewaldonge«. 1898* “ön* <8orm“ tag» 10 Uhr ^Uttwoch d. 9. « Douuers- an, soll im Lang-Gö«ser Grmcmde- tag d. 19. Marz 1898, ledei- roalb „Haide" nackverzeichnele» Sold™“1 Vormittag» 9 Uhr beginnend, verkeiaert werden- foHen in den Wiesecker Waldungen Kiefern- und Fichtenstlimme in den Districten Essigpsad, Heeg- von 13 bi» 28 om Dmchmeffer w°ld, Klause und Blockrwald ver- und^S bi» 17 m Länge = |:___no cn Birkenstamm ----- 0,20 fm, 2045] Aranksneterfie. 95 schöne Wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, abaeschl. Vorplatz, sowie Scheuer, Stallung und Garten, zu vermiethen- Zu erfragen ____________ «belfieatze 82. 2183] Dammfir. 46 ist die Mansarde mit 3 Zimmern, allem Zubehör und Gartenantheil per 1. April a. c- zu verm- A«dr. Gnler, Steinstr. 11, U. 1559] Bahnhoffiratze 29 ist der obere Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, bis 1. Mai zu vermiethen._________________ 35] Der 2. Stock, 5 Zimmer mtt allem Zubehör, per 1. April oder früher zu vermietben-_________Schillerfir. 9. 825] SchSne S-Ztmmerwoynnng mit allem Zubehör per 1- April zu oer- miethen.___________Wetzfieinfir. 44 299] Logis, 3 bis 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen. ____L. thuh«, Bleichsiraße 16. Mrchenptatz 15 Wohnung von 2 bis 3 Zimmern an anständige Leute zu vermiethen- 835 Nähere« bei E. Loos, Ktrchenplatz. 2244] 2 Zimmer, Küche und Zubehör für 11 Mark im Nebenhause zu verm. «arburgerstratze 22. 2144] Einen »esvlle« und einen Lehrling sucht ttz. Gale«, Hust und Wagenschmied. Ein Schreinergesellr, der selbstständig arbeiten kann, Sauf dauernde Arbeit gesucht- 2215 Dampfschreiuerei Zeitz, Griedel bei Butzbach- Westanlage 38 ist'der mittlere Stock, 6 Zimmer und Zubehör, sofo t zu vermietben. 2008 2059) Kleine freundliche Wohnung an ruhige Lewe zu vermiethen. __________________«ir»e«platz 6. 2193] Eine Wohnung von 3 Zimmern im 1. Stock zu verm. Wolkengasse 26. 2118] Ein Familienlogis mtt Garten- antheil zu verm- Frankfurterstr. 127. 2129] Ein Logt«, 4 Zimmer, Dayim- iraße 28 zu vermiethen ___L. Huh«, Bleichstraße. 384] Parterrewohnung, 8 Zimmer mtt allem Zubehör, vom 1. April 1898 ab zu verm. Marburgerfie. 15. 153) Ltebigfir. 68 ist der mittlere Stock per 1. April zu vermiethen. 36] Freundliches,,sonniges LogiS im Hinterhaus zum Alletnbewohnen, 4 bis 5 Zimmer, Küche. Wasserleitung rc., per April zu vermiethen. ______Louis Sony, Babnbofstr. 27. 282] Logis, 4 Zimmer, zu vermiethen. ___________________Alieestratze 28. 489] In meinem Hause Ofianlage 88 ist der 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, eventuell auch noch 1 Zimmer in der Mansarde, per 1. April zu vermiethen- ___________«. «ellee, Ostanlage 39. 1501] In meinem Haufe SchMer- straße 14 (Nordanlage) ist der mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, per 15. Mat oder 1. Juli d. I zu vermiethen. I. Grünewald, Bankgeschäft, _______________Bahnhofstr- 50.__________ 1823] Eine Wohnung von 4 bi« 5 Zimmern mit allem Zubehör und Bleichplatz, in schönster Lage, per Mitte April oder 1. Mai zu vermiethen. Näheres in der Expeditton d. Bl. Versteigerung. Mittwoch den 9. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal Seltersweg 11 gegen Baarzahlung: 1 Schreibsecretär, 1 Pianino. ein GlaSschrank. 1 Etsschrank, 4 Wirths- tische, EophaS, Commode, Kleider- schränke und 2 ovale Spiegel. Gießen, den 1. März 1898. 2120 Mnlch, Vollziebungsbeamter. Versteigerung. Dienstag den 8. Msr) d. I. 2271] Kleine Wohnung per 1. April zu vermiethen______Nahrungsderg 7» 2276) 3 Zimmer nebst Zub m. Wasser- lettg. zu verm.________«Herweg 28. Wohnung, 8 Zimmer nebst Zubehör» an ruhige fisamilte per I. «peil er zu ver« miethen. Nathan Rosenthal, 2260_________-yrantfurterftr. 58 Weslanlage 45 II, am OswaldSgarien. Wohnung von sechs Zimmern nebst Zubehör per 1. Mai 1898 zu vermiethen. 1545 ___Brauerei Textor. 2217) Der mittlere Stock meines Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, per sofort zu vermiethen- Gberh. Metzger, Neustadt 8. 1873] EckhauS Ltephanstraße und Vleichstraße, vart-: 5 Zimmer, ein Laden mitZubehör, D -chstock sehrschöneWohnung 4 Zimmer, größtentheilS gerade, mtt Zubehör, dabei ein Zimmer, welche? eomturll getbeilt werden kann. Näheres _______H. Win«. Frankturierftr. 52. 2243] Ein LogiS zu oermteth n _________________Brandgafie 7. ^2166] Mansardenwohnung mit Waffer- leitung, Gartenantheil per 1 April zu vermiethen._________Niegetpfad 18. "2139] Sin eoent. zwei Zimmer mtt Küche und abgeschloffenem Corridor zu vermiethen._____Bahnhofstraße 58. 2117] Gut mSdttrte» Zimmer, auf Wunsch mit Pension, zu vermiethen. __Grabeufiratze tl, II 1951] Stübchen mit Bett zu ver» miethen.___________Vetzfieiufir. 88. 2192) Anständige Arbeiter können Kost und Logis erhalten. «auzleiberg 5. 2107i Ein schön möbl. Zimmer zu vermiethen- Babuhofst». 27, il- 2273] Fein möbl. Wohn- und Schlaf- zimmer sofort zu vermiethen. Ludwigfiratze 30, pari. 2000) Möblirtes Zimmer, mit oder ohne Pension, sofort oder später zu ver- miethen-____________Baduhofst'-. 2. 1006) Möblirtes Zimmer zu ver- mietben.________Dammfir. 48, pari. 1830| Möblirtes Zimmer zu vermiethen Wwe. GeSuiuger, Steinstr. 59. 2163) Einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen.___Marttfir. 16. Laden. 1865) Laden mit Comptoir und Lagerraum Seltersweg 21 zu vermiethen Näheres bei Eenuer, Bergstraße 7. Fichten-Derbstangen----3,88fm,! rm Nadel-Knüppel, hierunter 85 rm 3 m lang, |2 n Nadel-Wellen, rm Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist auf der $ 'IreUflrafee von Lang-Göns nach 26 i Golzheim an der Landhöhe. Bemerkt wird, daß das Bau- und 1^3 Brennholz laufend versteigert wird. Lang Göns, den 4. März 1898. 4385 Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. 4982 __________Brückel. 2286 ™ KreMhotz-Dkrsteigerung . m r Die Zusammenkunft ist ledesmal U GkUlklflvkVÜlv WllkMeev Heegwald an der Straße nach am Donnerstag, den IO. März Alten-Buseck. d. I. Zusammenkunft Vormittags Bemerkt wird, daß am ersten Tage 10 Uhr auf dem Weg nach Volln- Brennholz, und am zweiten Tage kirchen (Viehweg) oben am Wald, Bau-, Werk- und Nutzholz zur District 14b. IVersteigerung kommt. ~ ™ rm] Wieseck, am 1. März 1898. Derbholz, IS rm Stöcke und Bürgermeisterei Wieseck. 72 rm Reiser. Sommerlad. 2178 2. Buchen: 320 rm Derbholz, I —-------------------—----------- 21 rm Stöcke, 771 rm Reiser. 3. Nadel: 18 rm Reiser. Groß-Rechtenbach, 4. März 1898. 2314 Da» Bürgermeister-Amt. «*»*• H***H*'*' Holzversteigerung. 1898 kommen im Anschluß an die in Gemeinde-Stammholzversteigerung in der Gaftwirthschaft Renkhoff zu von Vormittags 9/2 Uhr an c^lms aus dem Fürstlichen Garbentercher ^^emdewald,! Fuchsheck, I V. Stunde vom darunter Stämme bis zu 80 Ctm. Versteigerungen.^ Holzversteigerung Donnerstag den 10. März werben aus den Districten Rehhecke 65, 66 und Rabenpfuhl 68 b, 69 versteigert: 77 Eichenstämme von 13 bis 28 om Durchmesser, 5 bis 13 m Länge mit 14,47 fm, 5 Fichten- Schnittholzftämme von 36 bis 52 cm Durchmesser, 9 bis 11 m Länge mit 7,27 fm für Küfer geeignet; 27 Fichten-Bauholzstärnrne von 16 bis 41 om Durchmesser, 6 bis 17 m Länge mit 14,07 fm. Buchen: 1,6 rm Knüppel, 1260 Wellen, 12,6 rm Stöcke; Einem geehrten Publikum Gießens und der Umgegend zur gefl. Nachricht, daß ich mein Geschäft als Weissbinder u. Lackirer Laadmaunstraße 12 eröffnet habe. Zwanzigjährige Erfahrung fetzt mich in den Stand, meine werthen Kunden aufs Beste bedienen zu können. 2016 Unter Zusicherung gewissenhafter Arbeit und billiger Preise bitte ich bei Bedarf mein Geschäft gütigst unterstützen zu wollen. Hochachtungsvoll _________Philipp Wagner, Iandmannstr. 12. Geschäftsverlegung. Von heute ab besindet sich mein Geschäft in meinem neuerbaut« Hause 2060 18 Bleichstrasse 18 schräg gegenüber dem seitherigen.____ ____ Wilhelm Haas, ______________________________________golonialroaarrnljflniilnng. Alkoholfreie Weine, garantirt naturrein, ohne jeglichen Zusatz, für Gesunde und Jtranfe, Erwachsene und Kinder das beste Getränk, erfrischend und durststillend, schmackhaft und süffig, gesund und nahrhaft. 1926 Traubenkuren zu jeder Jahreszeit. Gesellschaft zur Kerttelluug alkoholfreier Weine, Worms e. Aheiu. Hauptuiederlage bei Ph. Herrmann, Leltersweg 33. öht den Wohlgeschmack jeder Suppe und oetbient Beachtung der Hausfrauen. 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