er. Sw® ^‘O*tttbrübtr Mm "m.-^tmla! uJJ Ll°pv. wrf ^_30^ 6161a. B u. Praxis. MMoM_ trtitT~ wieder, welche qh ea m ■ Februar L A, 8 Uhr, Valle Mx xtbm gebeten, sis mjeien Metgliedm, iott. Rich. 8«ts ) Schmidt mbä tat, ohne welch, u dringend, die!> chmen. 'er Vorstand. Hessen 1M 8 Uhr: nb&tl it leib), amw. fführungen, en Coftümen. taten 40 ft- Wt ,erg, Stabt WM Tunnet, StütrM T^uiabt, Friiem I'l Dta. en der W „'(Merit 20 ft- Ri>. a . tet Lorstand^ hnstein Nr. 31 Zweites Blatt. Sonntag den 6. Februar Ä8S8 Erscheint täglich mit Ausnahme bcS Montags. Die Gießener AamitleudtLtler werben dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aerngspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den z.lgrndm Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellm des In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger -ntgegm. Amts- und Anzeigel-lntt für den XCrei> Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstratze Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger $U|tiu Fernsprecher Nr. 51. Amtlich«»- Thett. Bekanntmachung. Großherzoglichei Ministerium deS Innern hat drm Bor« stand der „Ständigen Ausstellung für Kunst und Kunst' gewerbe" (juristische Person) in Weimar die Erlaubvtß er- theilt, die Loose einer im Juni und Drcembcr l. I«. zu Weimar zu veranstaltenden Derloosuvg von Gegenständen der Kunst und deS Kunstgewerbes innerhalb deS GroßherzogthumS zu vertreiben. Indem wir die« zur öffentlichen Kenntniß bringen, bemerken wir, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten BerloosungSplan 439 560 Loose ä 1 Mk. auS- gegeben werden dürfen und 200 000 Mt. zum Ankauf von Arwinnsten verwendet werden müffen. Gießen, den 4. Februar 1898. GroßherzogltcheS Krrisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Nach Beschluß des Ausschusses hört der „Pferdefreund" ruf, daS Organ bei LandeSpferdezucht-DereinS zu fein. An feine Stelle tritt eine vom Verein gegründete eigene Fachschrift, welche die Jntereffeu desselben in erster Reihe wahr- Ulhmen und am 1. März d. I. erstmals erscheinen wird. Darmstadt, den 1. Februar 1898. Für den Vorstand: v. Westerweller. Naegelv. Aus dem italienischen Parlamente. Die Spiooenriecherei der Franzosen richtet sich bekanntlich - außer gegen Deutschland auch gegen Italien, und gar oft e schon ist eS zu Lonfiicteu -wischen den Regierungen in Rom und Paris gekommen, wenn die französischen Militär- und Polizeibehörden einen mehr oder minder harmlosen Italiener, welcher sich an der Grenze verdächtig gemacht hatte, als Spion behandeltru. Auch die Dreifus-Affairc hat diesen Argwohn wieder zu Lage gefördert, da man in Paris ganz deutlich durchblickeu lt:ß, daß neben dem deutschen auch der italienische Militär- i'tachö feine Hände im Spiele gehabt habe. Ob sich die Franzosen jemals überzeugen lassen werden, daß dies n cht »er Fall gewesen ist, steht dahm- wir haben aber gesehen, daß selbst die unzweideutigen feierlichen E.k äruugen de« Staatssekretärs v. Bülow nicht vermocht haben, den Männern an der Seine den Verdacht auSzuredcu. Dasselbe wird der Fall fein mit den im italienischen Parlamente von amtlicher Stelle gegebenen Verficherungtn, daß kein Repräsentant der Regierung jemals direkt oder indirekt mit Drehsul Beziehungen gehabt habe. Die italienische Regierung hat mit dieser Erklärung in der Kammer einen lebhaften Beifall Lrzielt, den einzigen, den sie b>S jetzt verzeichnen konnte- denn von Erfolgen del LabinetS Rudint kann man «ich- sprechen, nachdem bei der einzigen Kraftprobe, die es bestanden, mit knapper Roth eine Regierungsmehrheit von nur wenigen Stimmen sich ergeben hatte. Wie wir schon wiederholt auSgeführt haben, hat die von Rudint vorgenommene Reconstruction dem Eabinet keine Stärkung gebracht, eS ist vielmehr fortdauernd gefährdet, da eS keine feste Mehrheit im Parlamente hat, sondern höchstens von Fall zu Fall auf eine Majorität rechnen kann. Die Radicaleu verweigern ihrem bisherigen Führer Zanardelli, seitdem er in das Eabtnet eingetreten ist, die unbedingte Heerfolge, da sie nicht damit einverstanden waren, daß Zanardelli in diesem Ministerium ein Portefeuille übernahm und ungehindert ihre Sonderintereffen verfolgen möchten. Zanardelli« Gruppe ist relativ stark, da sie etwa 50 Mitglieder zählt, und wenn ihr Führer gewollt hätte, fo würde er da- Eabinet Rudint leicht stürzen und selbst die Zügel der Regierung ergreifen können. Aber ihm fehlt die nöthige Energie und er ist Rudiui dankbar dafür, daß dieser ihn f. Z. zum Kammerpräsidenten erwählen ließ und ihm fortwährend Aufmerksamkeiten erwies, indem er seinen Freunden alle möglichen Zugeständnisse machte. Die Zanardellisten wissen ganz genau, daß ihr Führer jetzt, wo er dal Justizressort leitet und feinen Amts- geschäften den größten Theil seiner Kraft und Zett widmen muß, für Parteizwecke wenig zu haben ist. Die jetzige Kammer ist bekanntlich oeugewählt, als Rudint die Nachfolgerschaft LrtSptS übernommen hatte. Zur Zeit der damaligen Wahlen war die einzige Parole: Für oder gegen CriSpt! Die Erregung über den unglücklichen Feldzug in Afrika war noch allgemein, und mau war mit RudtntS Programm, auf welchem die Beilegung des Kriege! mit König Menelik an der Spitze stand, einverstanden. Ader Rudivi hatte damals noch mehr versprochen- er hatte auch die Förderung aller productiven Stände des Landes und die Befreiung der nationalen Wirthschaft von dem drückende« FiskaltsmuS zugesagt. Der Krieg in Abrffy-üen ist längst beendet, die Wunden, welche derselbe geschlagen hat, beginnen zu veruarbeu, deß- halb ist eS leicht erklärlich, daß man sich jetzt wehr und mehr den Versprechungen CrtSpts auf wirthschaftlichem Gebiete widmet und erkennen muß, daß noch keine der Verheißungen erfüllt' ist. Der F'SkaltSmus ist nicht geringer geworden, was man aal den Maßregeln der Regierung bei der Steuereintreibung schließen kann, die zu den bekannte« blutigen Scroev tu Rom uud zu großen Demoustrattoneu ta den Provtuzen führte. Jetzt erregen die Verhandlungen in der Kammer über die Herabwinderuug der Kornzölle das größte Jutereffe. Ueber den Anlaß hierzu haben wir tu ausführlichen Tele- grammeu berichtet uud dargelrgt, daß die Brotvertheoerung das italienische Volk aufs Höchste aufgebracht uud eS verleitet hatte, Gewaltthätigkeiten und Plünderungen zu verüben. Mau hat sich tu der Kammer dahin geeinigt, daß die Ermäßigung der Ksrnzölle bis zum 30. April statthaben soll, uud hofft, daß diese Maßregel keinen weseutlicheu Einfluß auf die StaatSfiuaozen haben wird. Auch wenn die Lage des Staatshaushalts beeinträchtigt worden wäre, hätte die Regierung doch die Maßregel gut heißen müffen, da die Erregung tm Volke andernfalls einen gefährlichen Eharacter angenommen und wahrscheinlich zum sofortigen Sturz deX Eabinet- geführt haben würde. (xx) Deutsche» Meidh Darmstadt, 4. Februar. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog uud die Großherzogin werden erst a» Samstag Nachmittag 5 Uhr 8 Mtu. hier wieder riotreffra. — Seme Königliche Hoheit der Großherzog empfinge« gestern den Professor Schaper, der bekanntlich m t der Ausführung de- Denkmal- für weiland Se. Köutgl. Hoheit den Großherzog Ludwig IV. betraut ist. Berlin, 4. Februar. Gestern Nachmittag fuhr der Kaiser bet dem Reichskauzer Fürsten Hohenlohe vor. Heute Morgen hatte der Kaiser eine Coufereuz mit de« Staat-secretär de- Auswärtigen Amtes Freiherr« v. Bülow und wohnte darauf einer Sitzung de- LandeS-Oecouomie- Collegiums tm Provinzial-Ständehause bet. Heute Nachmittag fand tm Apollosaale del Königlichen Schlosse- tu Gegenwart de- Kaiser- ein Krteg-sptel statt. Heute Abend Feuilleton. Schiffsprovisnt einst und jetzt. Don Hermann (Stelling. (Schluß.) Wie hat sich seitdem dn« ganze Bild verändert! Der Skorbut ist jetzt eine seltene Krankheit geworden, die tzSchsteus bet Rrtsen in kalren Gegenden unter besonder- tmgüopigen Verhältnissen noch ihre Opfer fordert. Uud woran liegt da«? Durch bte Erfindung der Dampfschiffe fiiad die Seereisen ungeheuer verkürzt wordeu. Dabet ist teir innere Einrichtung der Schiffe eine viel bequemere geworden, die hygienischen Forderungen der Neuzeit haben Berücksichtigung gefunden. Die Zahl der Stationen, wo tele Schiffer frisches Wasser und Nahrungsmittel finden, hat sich bedeutend verwehrt. Außerdem trägt man Sorge für gute Unterhaltung und permanente Beschäftigung der Mann- l haft. Bor Allem aber ist die Verpflegung etue ganz andere geworden. Man kann jetzt monatelang auf einem Sch ffe misev, ohne die Laudkost tm Geringsten zu vermtffeu. I«, bre Schtfflküchen größerer Dampfer sind so vornehm uud reichhaltig auSgestattet wie die Küchen der besten Hotels. Wasser kann man nicht nur öfters erneuern, sondern auch bnsser aufbrwahreu und wenn uöthig desttlltren. Im äußersten Halle find Getränke genug als Ersatz vorhanden. Cacao, Ehocolade, Thee gibt es nach Belieben. Milch kann tu rsudenfirtem Zustande «angenommen und lange Zett auf- bewahrt werden. Bter oder Malzextrakt werden tu ent* sprechender Abschlteßung mitgesührt, Hontg, Shrup, Zucke- fahlen nicht. Kartoffeln und Obst, Gemüse aller Art stehen z«r Verfügung. Mehl wird fest tn Fässer eingestampft, so biß es feine Fruchtigkeit aufnehmen kann. ES steht also Brod und Kuchen jederzeit zu Gebote. Durch Waflereniztehoug :«nservirt man auch Obst uud Kraut, Pilze, Hülseufrüchte a. j. w. Selbst Eier und Milch lassen fich durch Wasser- eutziehung haltbar machen und brauchen nur zum Zwecke der Benutzung tu Wasser wieder aufgelöst zu werden und find dann ebenso nahrhaft und beinahe ebenso schmackhaft wie tn frischem Zustande. Die Kunst, da- Fleisch zu conservtreu, ist so weit gediehen, daß man den Braten fix und fettig mttnehmen und monatelang aufbewahren kann. Will man ihn speisen, so wird er nur aufgewärmt. Kälte, Entziehung der Luft, Trocknung u. s. w. gestatten im Ferneren die Mitnahme uud Erhaltung frischen Fleisches- außerdem find alle Arten geräucherte Wurst, Eornedbeef u. s. w. vertreten, auch Suppentafeln, um immer eine nahrhafte Suppe, Fleisch- extract, um jederzeit Fleischbrühe herzustellen. Obst wird getrocknet oder eingemacht mitgesührt. Bier conservtrt man durch chemische Mittel, besonder« durch Saltchlsäure. So gibt es fast eigentlich keine Speise, fast kein Getränk mehr, da« seine Dienste bei Seereisen versagt. Fahrten wie z. B. nach Amerika mit den dazu nöthtgen neun oder zehn Tagen kommen dabei gar nicht mehr tu Betracht. Den größten Triumph sür die moderne Schiffsausrüstung bietet die große Nansen'sche Polarexpedition, bei welcher nicht ein einziger der Theilnehmer erlegen oder auch nur erkrankt ist. Nansen äußert fich in seinem Werke: „In Nacht und Eis" über die wichtige Frage geeigneter Verproviantirung wie folgt: „Auf unsere Verproviantirung wurde selbstverständlich besondere Sorgfalt verwendet, da darin ohne Zweifel die gefährlichste Quelle des Skorbut« und sonstigen Elends liegt. Das Resultat unserer Erwägungen war-, daß bei lang- dauernden arktischen Expeditionen die Eonfervirung von Fleisch und Fisch durch Salzen, Räuchern oder unvollständiges Dörren als mangelhaft und verwerflich anzuseheu ist. Der leitende Gedanke bei der verproviantirung muß sein, die Leben-mittel entweder durch sorgfältiges und vollständiges Dörren oder durch Sterilisiten vermittelst Wärme vor dem verderben zu bewahren. Wonach ich ferner trachtete, war, nicht allein nahrhaften und gefunden Proviant zu bekommen, sondern auch für so viel Abwechselung al« möglich zu sorgen." — Nansen berichtet dann, daß man Fleisch von allen Sorte« tn hermetisch verschlossenen Büchsen mitgenommen habe, ferner gedörrte Frsche und Fischconserven, die an Bord sehr begehrt waren (besonder« Fischpudding und cooservirte Makrelen)- Kartoffcln, sowohl gedörrte, al- solche tn Büchsen), allerlei conservirtes und gedörrte- Gemüse, gekochtes und gedörrtes Obst, Eingemachte« und Marmelade in Menge - gezuckerte und ungezuckerte condenfirte Milch, conservirte Butter, getrocknete Suppen verschiedener Art und viele andere Dinge. „Außerdem hatten wir viel Mehl zum Backen von frischem Brod.- Jede« einzelne Nahrungsmittel wurde chemisch auf feine. Qualität untersucht und sorgfältig verpackt, selbst Brod und getrocknete Gemüse löthete mau in Zinkkiste« ein, um sie gegen Feuchtigkeit zu schützen. All Getränke dienten Ehocolade, Kaffee, Thee, Milch, Bier, Eitronensast mit Zucker u. s. w. Dabei war da- Schiff vorzüglich construirt uud mit allen Errungenschasteu der modernen Wissenschaft uud Technik ausgerüstet. Alle möglichen Apparate uud Jnstrumeute dienten wissenschaftlichen oder anderen Zwecken. Die Thätig- kett war streng geregelt, ebeoso für Abwechseluog uud Zerstreuung auf das Beste gesorgt. Man harte allerhand Spiele, eine Bibliothek und Musikinstrumente an Bord. Eine Zeitung wurde herau-gegeben - mau veranstaltete Concerte uud Auf- sühruugeu uud bei besonderen Gelegenheiten gab eS ordentliche Festessen. So verzeichnet Nansen am Geburtltage deS Sapitänl der „Fram" folgende« Menu: Hühoersuppe, gekochte Makrelen, Rennthrerrippen mit gebackenem Blumenkohl und Kartoffeln, Maccaroni Pudding, io Milch gedämpfte Birnen und Bier. Siu solche« Diner tm höchsten Norde«, nur umgeben von EiS und Schnee, kann man fich schort gefallen lassen! gedenkt der Kaiser einem Diner beim LaudwirthschaftSwiuister Freiherr« v. Hammerstetn-Loxten beizuwohueu. Berlin, 4. Februar. N^ch einer telegraphischen Meldung an daS Obercommando der Marine ist die -weite Division des Kreuzergeschwaders, bestehend aus den Schiffen .Deutschland" und .Gefion" am 1. Februar von Sokotra nach Colombo tu See gegangen. Da- Schulschiff .Stein" beab« sicht'gt am 5. d. M. von St. Thoma- die Heimreise anzu- treten, desgleichen das Schulschiff .Charlotte" vou Kewest aus am 8 Februar. verlt», 4. Februar. Die Budget-Commission des Reichstags erledigte heute die Etats für Südwestafrika, Togo und Kamerun. Büm letzteren erklärte Unterstaat-' secretär Freiherr v. Richthofen bte Lage Kamerun-; bezüglich der Weiter-Entwickelung des Plantagenbaues seien die besten Hoffnungen vorhanden. verliu, 4. Februar. Die Reichstags-Commission zur Vorberathuug der Civil-Prozetz-Ordnung erledigte heute die Abschnitte Ehesachen und Entmündigungsverfahren im Wesentlichen nach den RegieruugSbeschiüffen. Berlin, 4. Februar. Der .Reichsanzeiger" veröffentlicht eine längere Abhandlung über die Gefährlichkeit der San Josö-SchtldlauS und ihre Bekämpfung. ES sei eine nicht unabweisbare Pflicht der Regierung, den heimischen Obstbau vor der drohenden BerseuchungSgefahr zu schützen, weshalb auch die Einfuhr lebender Pflanzen und Pflanzenabfälle gänzlich, die Einfuhr von Obst- und Obstabsällen unter der Voraussetzung verboten werden mußte, daß daS Vorhandensein der SchildlauS festgestellt ist. Berlin, 4. Februar. Die WahlprüfungS-Commisfiou des Reichstags hat heute die Wahl ReichmuthS (Rp.) auf Grund der vom Reichstage abgeschloffenen Erhebungen wieder für ungültig erklärt. Köln, 4. Februar. Im Proceß gegen den Schutzmann Kiefer erkannte heute die Strafkammer auf Freisprechung, da weder vorsätzliche noch fahrlässige Körperverletzung, noch Freiheitsberaubung vorliege. Auch der dolus eventualis wurde als nicht vorhanden bezeichnet. Arr-la«-. Wie», 4. Februar. Die Haltung der hiesigen slawischen Studentenschaft gegen die Deutschen nimmt einen immer bedrohlicherenCharacterau. Wo deutsche Studenten sich auf der Straße in Minderzahl zeigen, werden dieselben von Slawen ohne jede Ursache überfallen und mit bereit ge halteuev Knüppeln blutig geschlagen, so heute vor dem All- g meinen Kraukenhause, der Universität, der Hochschule für Bodeu-Cultur und der Technik. Bor letzterer trieben es die Slawen so arg, daß der Profeffor Toula, welcher vom Fenster aus den Borgang beobachtet hatte, auf die Straße eilte, die Polizei herbetrief und die deutschen Studenten, welche in großer Zahl anwesend waren, durch Etnlaffen in die Aula schützte. Trotzdem hatte die slawische Studentenschaft die Kühnheit, durch eine Deputation dem Rector der Technik eine Beschwerdeschrtft gegen die deutschen Studenten zu überreichen, in welcher erklärt wird, daß die slawische Studentenschaft durch Absingen deutscher Nationallieder pro- vocirt worden sei und daß dieselben dies nicht länger dulden würden. CecMes unb proetasUltef, Dießen, den 5. Februar. * Betreffs der Rückerstattung der Fahrpreises für nicht benutzte Fahrkarten hat jetzt die Etfeobahnverwaltung die für das Publikum wichtige und anerkennenSwerthe Verfügung anläßlich eines bestimmten Falles erlaffen, daß ein Erstattungsanspruch für nicht benutzte Fahrkarten erst tu Feuilleton. Der Februar. Don I. C Schmidt, Kunst- und Handelsgärtner, Erfurt. (Nachdruck verboten.) Hornung, so heißt der deutsche Name, den der römische „Februarius" von Karl dem Großen erhalten hat. Auf den „Wintarmanoth", den echten Wintermonat Januar folgt der „unechte" Monat, denn „unecht" bedeutet das altnordische Wort hornungr. Und unecht ist der Februar denn auch in der Regel, halb Winter, halb Frühling, halb im kalten Schnee und halb schon im warmen Sonnenschein. Noch braust der Nordwind über die frostige Erde, aber schon nistet der Kreuzschnabel und die ersten Zugvögel suchen heimgekehrt warme Plätze. In den Wurzeln der Bäume regen sich die feinen Faserwurzeln und beginnen die durch die Winterfeuchligkeit mundgerecht gemachte Nahrung aus dem Boden aufzusaugen. Die bescheidene Haselnuß schmückt sich mit ihren purpurrothen Sternlein, den weiblichen Blüthen, rechten Morgensternen des Frühlings; das Schneeglöckchen nickt uns aus dem Gartenbeet entgegen, und der Huflattich streckt neugierig sein gelbes Köpfchen aus der kahlen Erde. Im Blumen- und Obstgarten gilt's sich zu rüsten und zu richten auf das mit Macht erwachende Leben der Natur. Möge der Monat mit seinen Geschäften trotz seines Namens ein echter werden, eine echte, solide Grundlage geben für die nach ihm kommende Zeit! Wo auf frühe Gemüsecultur Werth gelegt wird und Warmbeete zur Verfügung stehen, da macht man nun die ersten Aussaaten; diese Saaten können selbst im Zimmer geschehen. In flache große Töpfe giebt man eine gute Scherbenunterlage und füllt dann leichte, sandige Erde zur Aufnahme der Samen ein. Fertig besät, sollen diese Töpfe nicht ganz gefüllt sein, sondern so viel Raum oben haben, daß man eine Glasscheibe auflegen kann. In solche Töpfe sät man nun Gurken und Melonen, die bester in Torfmüll als in Erde keimen und immer mit warmem Wasser begossen werden müssen. Die rasch ausgehenden Pflänzchen werden spätestens drei tage» an die Kaffe derjenige» Stativ» zu stellen sei, bei welcher die nicht benutzte Fahrkarte gelöst worden. • • BerichtSaffeffore» als stellvertretende Richter. Einer Aeuheruug des StaatSsecretärS Riederding bet den Rrtchs- tagSoerhandlungen zufolge besteht für Preußen die Absicht, Gerichtsassessoren in größerer Anzahl i» Justizdienst zu befchäfttgen, um dem Richterpersonal Zett zum Studium deS Bürgerlichen Gesetzbuchs zu schaffen. Offenbar im Zusammenhang damit steht eS, wovon schon seit einiger Zeit in Darm- stadt die Rede ist: daß nämlich für Hessen eine gleiche Maßnahme geplant sei. • • 3» einem Schreibe» der MUttar-Z»te»da»tnr de» 11. AnaeecorpS zu Kassel in Sachen der btrecten Ankäufe bet den produztrenden Laudwtrthen wurden den Bürger» metstereien auch die Borthetle mitgetheilt, welche den Land- wirthen zu Thetl werden, wenn sie dtrcct mit dem Proviantamt tn Verbindung treten, und find die Bürgermeistereien ersucht worden, Laudwtrthe, w lche in der Lage find, von ihren Producten abzugeben, diese Borthetle zur Kenntniß zu bringen. Diese Borthetle sollen darin bestehen: 1) bet direktem Verkehr mit dem Proviantamt falle der Verdienst deS Zwischenhändlers fort, 2) die Proviantämter dürfen für daS Material die höchsten Marktpreise bezahlen und 3) der Land- Wirth erhält für seine an die Proviantämter abgelteferten ErzeugN'sse Baarzahlung, während er im Verkehr mit Händlern ober Maklern vielfach entweber auf bte Auszahlung ber Kaufpreise warten muß, ober für einen Thetl deS Geldes Maaren — wie fie die Händler neben den LandeSprobncten häufig feil halten — annehmen muß. • • „Ich danke für Obst!", baS Wort, buchstäblich gemeint, wirb man nur zu bald hören können, nachdem aus sanitären Gründen ein Verbot ber Einfuhr von frischem amerikanischem Obst erlassen ist, daS seit Herbst 1896 in Millionen Fässern über ben Ocean nach Deutschland gebracht wurde. Die letzte deutsche Obsternte war überhaupt — im Durchschnitt gerechnet — keine günstige, und trotz ber amerikanischen Einfuhr hielten fich bic Preise. Nun baS Verbot kommt, wirb eS ganz andere Preise geben; man hat das in Berlin schon jetzt gemerkt, wo mit einem Schlage die Aepfel- Preise um ein Drittel bis um die Hälfte gestiegen find, unb bort ist noch ein Hauptstapelplatz für amerikanisches Obst. Für bte brutschen Obftbanmzüchter unb Lanbwirthe ist aber ber Hinweis am Platze, ihre Aufmerksamkeit in erhöhtem Maße einer stärkeren Probuction zu wtbmen. DaS Geschäft lohnt. §§ Ilbeshausen, 2. Februar. Der Sturm, welcher seit zwei Tagen herrscht, wars tu einem schönen großen Fichtenbestand zwischen hier unb NöSdertS etwa 200 Festmeter starke Baufichten um unb warf fie derart durcheinander, daß die Stämme nur mit großer Schwierigkeit von den Holzhauern herauSgebracht werden können. Lauterbach, 4. Februar. Wegen Stellungnahme ber nattonalltberaleu Partei bei ben diesjährigen Reichs« tag Sw ahlen findet am Sonntag den 6 Februar, Nachmittags um 4 Uhr, in der Burgwirthschaft hier eine Besprechung statt. HL. Darmstadt, 4. Februar. Am Mittwoch überraschte Herr Geh. Hofrath Profeffor Dr. Wagner-Darmstadt im BortragScursuS für praktische Lanbwirthe die Zuhörer durch Mtttheilung ganz neuer unb hochbebeutenber Forschungsergebnisse, bte u. A. die bisherige Anschauung über die Stallmistbehanblung unb -Wirkung ganz umfloßen. Land- gertchtSrath Dr. Mei sei-Darmstadt sprach über: „Praktische Fragen aus dem LandwirthschaftSrecht". Am Donnerstag würbe die Organisation beS Einkaufs der laudwirthschaft- lichen Hilfsstoffe unb des Absatzes ber laubwirthschaftlichen einzeln in kleine Töpfe gepflanzt unb vorläufig an bas Zimmerfenster gebracht, bis ein zu ihrer Aufnahme noth- roenbiger Mistbeetkasten vorbereitet ist. Auch Treibfalat kann jetzt im Zimmer gesät werben. Man pikirt bie ausgehenden Sämlinge in flache Holzkistchen unb pflanzt sie gleichfalls später in Warmbeete. Vorgekeimt wirb im Zimmer Sellerie unb Breitlauch; man vermischt ben Samen mit Erde, füllt bas Ganze in einen Topf, hält es warm unb mäßig feucht unb lockert es ab unb zu auf. Sobalb nun bie Samen in ber Erbe zu keimen beginnen, werben sie auf ein bereit gehaltenes halbwarmes Warmbeet ausgestreut. Man nennt dieses Verfahren „Vorkeimen" unb wenbet es mit Vortheil bei Gemüsearten an. Es bereitet jetzt ein schönes Vergnüg n, in ben Garten zu gehen, dort einige kräftige Pflanzen frühblühenber Stauben unb zweijährige Gewächse auszunehmen, in Töpfe zu pflanzen unb bann langsam an einem sonnigen Fensterbrett zu treiben. Zu ben Gewächsen, die sich auf die geschilderte Art leicht zur Blüthe bringen lassen, gehören: Primula veris unb Primula auricula, Bellis perennis fl. pl., Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht unb auch Veilchen. Beim Einpflanzen achte man barauf, baß die Wurzelballen nicht zu sehr verletzt werben. Werben bie Töpfe gleichmäßig feucht gehalten, bie Pflanzen bei Sonnenschein besprengt, so beginnt das Blühen oft schon nach wenigen Tagen. Recht viel Vergnügen macht es jetzt auch, einige ab- geschnittene Zweige im Zimmer zur Entfaltung ihrer Blumen zu veranlassen. Von allen recht früh blühenben Gehölzen: Kirschen, Forsithien, Goldjohannisbeeren, Faulbaum u. a. gelingt es leicht, vollkommene Blüthm zu erhalten. Wrr schneiben junge Triebe von diesen Gehölzen, bie neben ben spitzeren BlattknoSpen auch möglichst viele ber rundlichen Blüthenknospen tragen unb bringen bie Triebe in eine mit Wasser gefüllte Vase, die wir im warmen Zimmer aufstellen. Wirb baS Wasser oft burch neues, möglichst erwärmtes ersetzt, so beginnen in ben kahlen Zweigen bie Blumenknospen gar rasch zu erblühen. Erzeugnisse behandelt, erstere von Dr. Thieß-Offenbach, letztere von Generalsekretär Dr. Müller-Off-nbach. lieber laudwirthschaftlicheS Maschinenwesen sprach Oeconomlerath Häuter-Speyer. Heute früh war die Thetlnehmerzahl auf 256 gestiegen. Vorträge hielten Generalsekretär Müller- Offenbach über: „Die Organisation der Hebung der Rind- Viehzucht", hierauf Prof. Dr. Ramm-PoppelSdorf über: „FütteruugSlehre". Die D ScussionS-Nachwittage werden ao- dauernd sehr stark besucht. ES ist in Aussicht genommen, für nächstes Jahr wiederum einen BottragScnrsuS abzuhalten. Mainz, 5. Februar, lieber die Unterschlagung», geschichre am hiesigen Gaswerk berichtet der „Mainzer Anzeiger" weiter: Zwei Beamte der OderrechnungSkammer find aus dem Bureau des Gaswerks fortgesetzt thätig; dieselben find immer noch mit dem JnstallationScouto beschäs- tigt unb dürfte noch längere Zeit hingehen, bi» alle» ein. gehend geprüft worden ist. Die massenhaft tu der Stadt aufrreteudeu Gerüchte sollen vorläufig noch jeden wirklichen Hintergrund entbehren, die eiugeleirete Untersuchung dürste nach jeder Richtung Klarheit bringen. Der iuhaftirte Direktor Hess em er, dessen Familie allgemein bedauert wird, wurde gestern Bormittag schon von dem Unterfuchuog»rtchter vernommen; tu eingewethten Kreisen bezweifelt man sehr stark, daß fich derselbe einer strafbareu Handlung schuldig gemacht habe. Gestern Vormittag fand tu desseu Wohnung eine Haussuchung statt und wurden eine Menge Briese beschlagnahmt. — Von anderer Seite erhalten wir folgende Zuschrift: „In Sachen der Untersuchung der Zustände in dem Gaswerk fand im Laufe des gestrigen Tages in der Privat- Wohnung des Herrn Direktor» Hessemer eine circa fünf Stunden dauernde Haussuchung durch mehrere Beamten der Crtmiual-Abthellung statt. Die gesummte umfang« reiche Privat-Correspondenz deS Herrn Hessemer wurde bet dieser Gelegenheit einer eingehenden Durchsicht unterzogen, deren Resultat noch abgewartet werden muß. B:S jetzt sollen Schriftstücke nicht gefunden worden fein, die auf eine Unredlichkeit von Seiten deS Herrn Direktors Hessemer schließen lassen müßten. Ferner theilt man un» mit: Die Berhastuog deS Herrn Heffemer erfolgte nicht, wie vielfach in der Stadt geglaubt wird, wegen einer von ihm begangenen Unredlichkeit, sondern lediglich wegen AmtSverletzuvg, die er dadurch verübt haben soll, daß er, Kenntniß von der Unterschlagung eines seiner Untergebenen gehabt habe, ohne daß er denselben zur Anzeige gebracht hatte. — Der Kasfirer Reimann scheint die Absicht gehegt zu haben, fich einen Harem anzulegen. Trotzdem derselbe mit einem nicht unvermögenden Mädchen auS Finthen morgen die zweite Ehe eingeben wollte, schrieb er noch wenige Tage vor seiner Verhaftung an eine in der kleinen QuintinSgoffe wohnende Wlttwe einen Brief, indem er versprach, sofort mit ihr vor da» Standesamt treten zu wollen, wenn fie ihm 4000 Mk. baar überlasse. Auch mit verschiedenen Küchenfeen seines Erhebungsbezirks in der Neustadt soll derselbe manche zarte Bande geknüpft und mehrfach die Ehe versprochen haben. Vermischtes. * Göttingen, 3. Februar. Der Verein zur Hebung de» Fremdenverkehrs bittet um Zusendung von Adressen alter Göttingerinnen und Göttinger. Er will ihnen allen mit der Bitte um eine kleine Gegengabe ein illustrirte» Büchlein schicken, daS eine Schilderung des heutigen Göttinger Studentenlebens giebt und in die Worte anSkltngt: Extra Gottingam non est vita. Der Reinertrag des Unternehmen» soll d-m Fonds zufließen, der für den Bau eine» monumentalen Marktbrunnens auf dem RathhauSplotze gesammelt wird. Sowie es das Wetter erlaubt — unb der Februar scheint die Milbe seines Vorgängers übernehmen zu wollen, pflanze man, um einen Frühlings- unb Sornrnerflot zu haben, das reizenbe Myosotis Rehsteineri (Zwerg-Vergißmeinnicht). Es ist ein Kleinob für ben Garten. Es wirb nur 2 bil 3 cm hoch unb bringt Tausenbe himmelblaue Blumen. Für ganz niebrig gehaltene Teppichbeete ist es wie geschaffen. Man kann einen Blumenteppich im wahrsten Sinne beS Wortes bavon hüben. Wer im Herbste aus irgenb welchen Grünben etwa er* forderliche Neupflanzungen von Obstbäumen nicht ausführen konnte, der benutze nun die günstige Witterung zur Vornahme ber Pflanzung Für jeben Baum wirb ein möglichst geräumiges Pflanzloch ausgeworfen. In bie Mitte biefei Pflanzloches wirb ber Pfahl gefetzt unb an biefen Pfahl der Baum gepflanzt. Ist die Erbe schlecht, so ersetze man daaufgeworfene Erdreich durch gute, kräftige Composterde. Vor der Pflanzung werben etwa beschäbigte Wurzeln mit scharfem Messer derart abgefchnitten, baß bie Schnittfläche nach unten gerichtet ist. Bei ber Pflanzung sollen zwei Mann thätig fein, einer, ber ben Baum in ber richtigen Lage hält und ein zweiter, bet bie Erbe einfüllt. Dabei wird bet Baum immer etwas herauf unb herunter gehoben, sobaß bas Erdreich überall zwischen bie Wurzeln gelangt. Ist so boi Pflanzloch mit Erbe gefüllt, so tritt man biefelbe fest an und giebt bann reichlich Wasser. Da sich die Erde trotz bei Antretens allmählich noch etwas fetzt, so darf bas gepflanzte Bäumchen vorläufig nur locket an ben beigegebenen Pfahl gebunben werben; erst nach brei bis vier Wochen wird ei bann endgültig angebunden. Der Februar bient noch bazu, ältere Obstbäume tüchtig zu büngen. Man mache, am besten mit dem Erdbohrer, in bet Kronentraufe Löcher unb gieße bann flüssigen Dünget hinein. In manchen Gartenbüchern finbet sich eine merk roütbige Regel: „Das Viehsalz ist ein sehr wirksames Mittel zum Düngen ber Bäume". Mit bem gebantenlofen Nachbeten dieses Satzes ist schon viel Unheil angerichtet worden. Ich warne davor! LL'Si tz: *ft Äb8‘'äj‘ 2'1' '«.*, „hMl,nltl«ii M4«. L b" tR«tn »ntbt bii untttjaitt, en M. 8:6 ft Jüni sein, öte oof ' D'ttctors Hrffam ®an uni eit: U, ' nicht, Bit Ditllti i von ih« btgangtM BlßVNittzllllg, blt B ntni^ 6on btt Unto Abt habt, ohllt bcj t. — Dn Rallm u hrbw, fit nac mit rillt» nicht r- eigen blt zBrilr ß;i lagt vor stwrr Sri güßt Bohlltllbt BiltI! m Btt ihr vor V3 r t^v 4000 Pt bas ttn feind wchr jutt Baabe gi> i i)abtn. Benin znt hrt»t Jnitnbnug von Sbtnti 5, »in ihnen elc ugobe ein ifloftrntti bei heutigen 93ttm{ß lertt oniüingi: Ein imgbrßlltternth«« Baa ttnei »oncur. jp'.tge geioeffltltBid „ unb btt sebrv- ul-enieW »« ■* , aommerflor HF» paMgAE 6i Dirb mir 2 W Ablaut ®*g ,tt ei wie E . oabrütn emne M ßtunbtn etwa ff * # au* *5L M SSNIO-W ru •*«*! > hi# Wie biei< *V*-!*J ±t * l«. %.( Hill * rW’,“? t« W ®* ttd»* -SZ '^5 S-* Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftraste 2. «ugevot der HrHHWmttt 1 Spengler, 1 Glaser, 1 Polsterer bezw. Deeorateur, 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Bauschreiner, 1 Möbel» schreiner, 4 Taglöhner, IK.llner, 2 Fubrknechte, 2 Herrschaftvkutscher, 3 Haus bursche«, 1 Kindermädchen, 2 Bureangehülfen 2 SchretbgebÜlfen Rachfrage der ötbeitatHt t 1 Drechsler, 1 Spengler, 1 tücht. Glaser, 3 Krankenwärter, 1 tücht Küfer, 6 Maschinenschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Hausbursche, 1 Bürschchen von 15—16 Jahren, 1 filt. Mann zum Viehfüttern, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 20 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit. Lehrlinge: 3 Bäcker, 4 Buchbinder, 2 Gärtner, 2 Drechsler, 1 Kupferschmied, 2 Drucker, 5 Schuhmacher, 4 Schneider, 6 Schlosser, 3 Schreiner, 1 Lackirer, 2 Sattler, 1 Schmied, 2 Barbiere, 1 Setzer, 1 Wagner.___________________________ Bekanntmachung# betreffend: Die Stiftungen der Frau Hosgerichtrrath von Krug «nd ihrer Sohnes des Hofgerichtsraths Dr. Karl von Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme ber Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find bis zum 1. März 1898 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt — Zimmer Nr. 2 — vorzubringen. Gießen, den 1. Februar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1257 Bekanntmachung# Letreffend: Die Stiftung des Gemeinderathsmitglieds Friedrich Lony ssn Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme Ler Stadt Gießen mit 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um die- lelben find bis zum 1. März 1898 schriftlich oder mündlich bei dem Ärmenamt — Zimmer Nr. 2 — vorzubringen. Gießen, den 1. Februar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1256 Nutz- u. Brennholz-Versteigerung in der Fürstlich Solmfischerr Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag heu 14. Februar im Diftrict Langeüerg bei Mühl- sachsen, von Vormittags 10 Uhr an: Fichtenbauholz: 170 Stück = 59,00 fm; Kiefernbauholz: 57 Stück = 23,18 fm; Fichtenstangen: 1569 Stück == 62,17 fm (Sparrenholz, Derbstangen und Reisftangen); Brennholz: 12 rrn Knüppel (Fichten), 100 rm Stöcke (Fichten), 8 Hundert Wellen Miefern); Erlen: 13 rm Knüppel, 200 Wellen. Dieses Erlenholz ist ans dem District Mühlwäldchen und wird nicht vorgezeigt. ' jM Die Zusammenkunft ist im District Langeberg auf dem chaussirten Leg von Mühlsachsen her. Dienstag den 15. Februar im Diftrict Meilbach, von vormittags 9y8 Uhr an: Buchen: 401 rm Scheiter (dabei 2 rm Werk- Weiter), 161 rm Knüppel, 173 rm Stöcke, 5420 Wellen Reisholz (dabei «. 400 Forstwellen); Eichen: 6 rm Scheiter, 43 rm Knüppel, 69 rm Stöcke (dabei 2 rm Scheitbrocken), 1720 Wellen Reisholz; Weichholz: 3 rm Rundscheit, 4 rm Knüppel, 1960 Wellen Reisholz. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Lich—Hattenrod im District Meilbach (Gronauschlag). Lich, 2. Februar 1898. 1205___________________________ Dr. Dieffeubach. Holzverfteigerung im Gambacher Gemeindewald. 1. Brennholz. Mittwoch, den 9. Februar: 11 m Buchen-, 34 rm Eichen- und 8 rm Nadel-Scheiter, 30 , Elchen- und 3 rm Nadel-Knüppel, 68 „ Buchen-, 51 rm Eichen, und 12 rm Nadel-Stöcke, L100 Stück Buchen-, 3260 Stück Eichen- und 1400 Stück Nadel-Wellen. 2. Bau- und Nutzholz. Donnerstag den 10. Februar: 145 Eichenstämme, 15 bis 50 cm Durchmesser, 6 bis 15 m lang, ----- 128 fm, M Radelstämme, 15 „ 41 w „ 6 „ 24 , „ = 40 „ 32 rm Eichen-Werkscheiter. Zusamm nkunst jeden Tag Vormittag« 10 Uhr am Pohl-Gönser Weg, Ksenbabn-Uebergang. Gambach, den 3. Februar 1898. Großherzogltche Bürgermeisterei Gambach. Reuhl. 1309 Garantirt reinen Bienenhonig e mpfiehlt die Niederlage des Oberheff. Bienenzüchter-Vereins: t C. Roth II., Mallihorstraße 5. Uel.unntlnuchung GroHeyggliche Fückes- irrenMstalt. Die Stelle eines Asfifteuzarztes bitt hiesigen Anstalt ist binnen Kurzem meder zu besetzen und zwar durch Men jüngeren, unverheiratheten, in bunt Großherzogthum Heften staats» urgehörigen, in der pra. tischen Mychiatrie bereits thätig gewesenen Lrzt. Baargehalt 150C Mark und feeie Station. Beiderseitige zwei- tumatige Auskündigungsfrist. Bewerbungen werden zunächst brieflich hierher erbeten und zwar binnen 3er nächsten 14 Tage. [1118 Heppenheim a. B., 31. Jan. 1898. Grobherzogliche Direction der Landesirrenanstalt. Dr. Bieberbach. Jagd- und Werei- Derpalhtung. Dienstag den 15. Februar I. I., Dormittags 11 Uhr, soll im Rathhaus dahier Vie hiesige Gemeindejagd, bestehend aus 565 ha Feld und 492 ha Wald, sowie auch die Fischerei, auf weitere 6 bezw. 12 Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet von Station Villingen, der Nebenbahn Hungen—Laubach, innerhalb 5 Minuten zu erreichen ist. Nrrpptrtsburg, den 21. Jan. 1898. Großh. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 810 In Dutenhofen ist die Schweineseuche amtlich festgestellt worden. Gemarkungssperre wird hiermit an- geordnet. Krofdorf, den 4. Februar 1898. 5>U Aokizei-Werrvatturrg. Der Bürgermeister: 1305_______Kleine.___________ Bekanntmachung. Die am 1. Februar 1898 abgeh rltene Bau-, Werk» und Nutzholz» Versteigerung im Hattenröder Wald ist genehmigt, nur das Kiefern- bauholz ift nicht genehmigt, welches wir zur Kenntnrß der Steigerer bringen. Hattenrod, den 4. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. 1262 | Versteigerungen. Holz-Versteigerung am Montag, den 14. ds. Mts. von Nachm. 1 Uhr ab in dem Saale der Wirthin Pfaff zu Launs- bach. 21 fm Eichen» u. 35,5 fm Nadelh.-Stämme, 3 rm Eichen- u. 12 rm Nadelh.-Nutzh., 12 rm Eichen- u. 25 rm Nadelh.-Scheit» u. Knüppelb., 543 rm Reiser u. 36 rm Stöcke. Das Holz liegt im Gemeindewald von Launsbach. Krofdorf, den 4. Februar 1898. Der Bürgermeister: 1306 Kleine. Holzversteigerung. Donnerstag den 10. d. M. wird im hiesigen Gemeindewald (District Wurzel) folgendes Holz versteigert : 26 Nadelstämme von 17 bis 38 cm Durchmesser und 4 bis 12 m Länge — 10,36 fm, 6 Eichen-Derbstangen mitO,29frn, 24 Fichten- „ „ 2,22 „ 42 rm Eichen-Knüppel, hiervon 18 rm 2'/j m lang, 326 „ Nadel-Knüppel, (hierunter find 66 rm 3 bis 4 rn lang, W M 78 „ Eichen- und Nadel-Stöcke, 1390 Wellen Eichen- und Nadel- Reisig. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr am Psianzgarten.^ Großen Linden, am 3. Febr. 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1288 Kreuilhotz-Dttstkigertlng in der ErSAichkn (Dbtrförfterti Arnsburg. Mittwoch den 9. Februar werden aus den Districten Nußgarten, Feuerstätt, Kolnhäuserkopf, Hardt und Rasselkaute bei Trais - Münzenberg versteigert: Scheiter: 16 rm Buchen, 2 rm Eichen. Prügel: 31 rm Buchen, 34 rm Eichen, 35 rm Nadel» und Weichholz, 14 rm Nadelholz, 3 m lg. (Bauholz). Stockholz: 6 rm Buchen, 17 rm Eichen. Stammreiser: 349 rm Buchen, 821 rm Eichen, 38 rm Nadelholz (Bohnenstangen). Astreiser: 20 rm Buchen, 80 rm Eichen, 112 rm Nadelholz. Das Reisholz aus District Hardt, sowie sämmtliches Holz aus District Rasselkaute wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Melchior zu Arnsburg. Zusammenkunft 10 Uhr Vormittag» im Dorfgiller Fußpfad am District Nuß garten. Arnsburg, den 2. Februar 1898. Gräfliche Oberförfterei. Koeniger. 1211 Versteigerung. Mittwoch den 9. Februar und Donnerstag den 10. Februar, Vormittags lOVa Uhr an fangend, soll auf Hof Albach weg zugshalber folgendes lebende und tobte Inventar versteigert werden: 9 Pferde, darunter 2 junge Belgier Stuten, 14 Kühe, meistens Holsteiner Rasse, 3 fette Kühe, 9 Rinder ) , r. . „ K 1 Bulle ) Holsteiner Raffe, 4 Zuchtschweine mit Ferkeln, 2 trächtige Schweine, 8 Mastschweine, 6 Läuferschweine, 1 Eber; ferner: 1 Landauer, mehrere Maschinen, 1 Viehwaage, sämmtlichesWlrthschaftSgLräthe,HauS- geräthe, Betten, Schränke usw. Nach der Versteigerung des lebenden Inventars kann womöglich noch am 9. Februar mit der Versteigerung der Wirthschafts-Geräthe begonnen werden. Bei genügender Bürgschaft wird Credit gewährt bis Martini dieses Jahres. H. Güngerich Wwe., 1032 Hof Albach bei Lich. ffimyfehliingen Deutschen Cognac Schutz in feinste* Dualität. Literflasche.......1,80 Mk. * .......2,- N • ......... w * .......2,50 „ * .......3,- „ offertrt 1296 Heb. Arnold II., M-rktstr. 28. Wirthen und Wiederoerkäufern ent- ___________sprechender Rabatt.__________ Kreppeln (täglich frisch) empfiehlt 263 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg 12. Sectkellerei Wachen heim. (Ad.Ges.) (Rheinpfalz) Feinster Flaschen§ähnm$ General-Depot: Fr.LeoNinhst.(C.Kerber) Giessen. 1297 Tannene Möbel dauerhaft und geschmackvoll gearbeitet, empfichtt 829 Karl Zimmermann, Schreinermetster. Neuen-Bäue 15. 1105) Mansardenwohnung versetzungS- halber zu vermiethen. 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