•••••• 1 * Mer G «SIS $ i. S 'US, | r Wet Sonntage) 5 tfm. 81/i Uhr, in TI89k7- 2, Bericht ''en ^4 Trohherzog. Vorstand. bad? -Srdrn werben. B-. nn StaMoetorbneten Mts, Mittags fr Vorstand. Mract 2 GIB — liger Betten •n aad Daan en eppiche, Linoleum u. KarbmßbeL ICO jeder MnMon. CK, Giessen anxleiberg- gaeee-Eeke brik ■“JS* nnd 8 Schmfeneter id TergrÖBtort. rtirtes Lager ii. Vertief Iner Möbel iren, Spiegel ete. illigrten Preisen. wechselnde g compl. Zimmer skd Entwürfen im m pire- und Rococo-Styl. 4835 mittel, mltenden and en Glani. etall nicht an> wie paUpomÄ*** 35« Nr. 154 Erste« Blatt. Dienstag den 5. Juli 1S9S Erscheint tägNch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Asamikienvtätter werden dem Anzeiger wibchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mart 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer biS Borm. 10 Uhr. Mnerat-M^eiger Alle Anzeigen-VerminlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schntstraße Mr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Thesl. Bekanntmachung, betr.: die Sonntagsruhe im HaadelSgewerbe. Auf Grund de» § 105, b Absatz 2 der Gewerbe-Ordnung und de» § 2 der Verordnung Großh. Ministeriums vom 2. October 1895 wird anläßlich der dahier stattfinden« den BerbandSauSstellung der Heerdbuchgescllschaften für die Zucht deS Vogelsberger BiehS am Sonntag, den 17. Juli l. Js. Die Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden von 11 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags ausgedehnt. Gießen, den 4. Juli 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Krisengerüchte. ES giebt Menschen, denen ein ruhiger, durch keine Zwischenfälle getrübter Fortgang im StaatSleben etwa» Undankbares ist, zu deren LebenSbedürfniß die „Krisen" gehören. Eine schöne Zett war für diese Schwarzseher dar vorige Jahr, wo die Kanzlerkeisengerüchte auf der Tagesordnung standen, und tu den leitenden Stellen im Reiche die Veränderungen vorbereitet wurden. Nach ihrer Meinung konnte es gar nicht ander» sein: Reichskanzler Fürst Hohenlohe wußte zurücktreten. Hatte er sich doch dem Reichstage gegenüber in der BerrinSrrchtS-Angrlezcnhenhrit und bezüglich drr Militä^- strafproceßresorm verpflichtet, ohne daß er in der Lage war, feinem Versprechen naLzukommcn. Aber die letztere Reform ist im Einverständniß mit der Mehrheit deS Reichstage- er« ledigt worden, und auch in der Frage de» Verein»' und Ver- sawmlungSrrchtS dürfte bei Beginn der nächsten Parlament»- feffion eine, beide Theile befriedigende Entscheidung getroffen werden. Somit fallen alle weiteren Gründe fort, welche etwa den Fürsten Hohenlohe veranlaffeu könnten, von seinem verantwortungsvollen Amte zurückzutretrn. Aber damit ist ja Denjenigen nicht gedient, welche wir oben zu Beginn characteri- firt haben. Es müssen nur Gründe anS Tageslicht gezogen werden, die etwa einen Wechsel in der Leitung der Reichs« geschäfte herbetführeu könnten. Und stehe da, das rheinische SentrumSorgan hat die Antwort auf diese Frage schon in Bereitschaft. „WaS geht vor?" Mit diesen Worten hat die „Köln. BolkSztg." in der letzten Zett bereits mehrere Artikel ringe- leitet und dadurch Erörterungen in der Presse hervorgerufen, die von einer Krise im Schooße deS preußischen Staats- Ministerium» sprachen, welche gegen den Reichskanzler und gegen den StaatSstcretär v. Bülow gerichtet sein sollte. Aber man konnte dem Blatte unschwer die Hal lofigkeit seiner Bermuthungen Nachweisen. Bei unseren Verhältnissen kann von einer Consptratton innerhalb deS StaatSmtntsteriumS gegen die Spitze desselben niemals die Rede sein. Und waS den Staattsecretär v. Bülow betrifft, so ist doch allgemein bekannt, daß er die auswärtigen Angelegenheiten de» deutschen Reichs in einer Weise leitete, daß tarn selbst seine politischen Gegner die Anerkennung nicht versagen können. Aber viele Leute mag das ganz besondere Vertrauen, welche» der Kaiser dem jetzigen StaatSsecretär des Aeußern entgegen« bringt, nicht schlafen laffen. Deshalb wird das durch die letzten Reichstagswahlen hervorgetretene Anwachsen der Social« demokratie dem Herrn v. Bülow und dem Reichskanzler in die Schuhe geschoben. Man combintert, der bekannte Erlaß des StaatSsecretärs von PodbielSkt an die Postbeamten sei eine „Bombe" gegen den Kanzler, welcher dem Treiben der Soctaldewokratie allzu gelassen zusehe, vergißt aber ganz, daß der StaatSsecretär de» Reichspostamts unter der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers die Geschäfte führt, daß der letztere also auch für jenen Erlaß die Verantwortlichkeit trägt und etwaige Verdienste um die Unterdrückung der Soctaldewokratie für fich in Anspruch nehmen kann. Vollständig unerfindlich ist aber, WaS der StaatSsecretär deS Aeußern mit dem Anwachsen der Socialdemokratie zu schaffen haben soll. Aus alledem geht hervor, daß eS mit den Krtsegerüchten wieder einmal nichts ist, umsoweniger als noch vor kurzer Zett zum Ausdruck gebracht wurde, daß Fürst Hohenlohe noch recht arbeit-lustig sei und keineswegs jetzt schon daran denke, fein Amt niederzulegen. WaS für einen Zweck hat es überhaupt, die Orffentlichkeit durch die Wiedergabe von Gerüchten zu beunruhigen, die durch nicht» erwiesen werden können! Deshalb sollten sie lieber unterbleiben, (xx) Deutsches Reich. Berlin, 2. Juli. Auf Einladung de» Reichs-Eisenbahn« amtes hat am 29. Juni in Stuttgart unter Leitung des Geheimen Oberbaurathe» v. Mtsant als Vertreter der Reichs- behörde eine Berathung von Commiffaren der meist betheiligten Bundesstaaten Über die Weiter-Entwicklung der Grundsätze für die Bemessung der Dtenstdauer und der Ruhezeit der Eisenbahn-BetriebSbeamten stattgefunden. Dem „Reichs- Anzeiger" zufolge haben die Verhandlungen zu einer Verständigung über alle wesentlichen Punkte geführt, sodaß auf eine künftige einheitliche Regelung der für die Sicherheit des Eisenbahn Betriebe» wichtigen Fragen gerechnet werden kann. Die Durchführung der vorbereiteten Grundsätze wird für zahlreiche Beamte eine weitere Erleichterung de» Dienste» zur Folge haben. Berlin, 2. Juli. Der bekannte Herrenreiter Lieutenant Freiherr v. Kapherr vom Husaren-Regiment Nr. 3 wurde heute vormittag auf dem Rathenower Bahnhofe mit seinem Pferde von einem Güterzuge überfahren und war sofort tobt. Berlin, 3. Juli. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge verlautet tu parlamentarischen Kreisen, daß mit Rücksicht auf die großen englischen HandelStnteressen in China die Errichtung eine» besonderen commerzielleu Departements, welche» der Pekinger Gesandtschaft unterstellt sein soll, in AuSficht genommen ist. Die neue Abtheilung wird in Verbindung mit dem britischen Consulat in China und nur mit Leuten besetzt werden, die eine genove Kenntniß der Provtuzial- regieruug, sowie eine Kenntniß der gebräuchlichsten chinesischen Idiome haben. Mau verspricht fich hiervon einen großen Aufschwung der anglo-chtnefischen Beziehungen. ArrsUnsd. Budapest, 3. Juli. Der Finanzmintster berief für den 14. dl. Mts. eine Evqaetecommtsfion ein zur Berathung über die Modalität'n der Errichtung eine» selbstständigen ungarischen Zollgebietes. Krakau, 2. Jnli. Auf Grund der Ausnahmegesetze fistirte die Polizei tämwtliche hier bestehenden Student en- und Arbeit er-Vereine. Ebenso wurden tu PrzemySl und Podgorze alle socialtstifchen Vereine aufgelöst. Die Ausweisung mehrerer Sorialistensührer steht bevor. In der Umgegend von Woiniez und Wochnia fanden neuerdtag» Plünderungen statt, weshalb viele Verhaftungen vorgenommen wurden. Krakau, 3. Juli. Im Laufe de» gestrigen Tages fanden bei zwölf soctaltsttschen Führern Haussuchungen statt. ES wupden hauptsächlich Privatbriefe beschlagnahmt. Seit dem bekannten U berfall auf die Militärpatrouille find in dem hiesigen Bezirk keine Unruhen mehr vorgekommen. Trotzdem beabsichtigt die Regierung, den Ausnahmezustand auch über die Stadt Lemberg auszudehnen, um die antisemitische Presse zum Schweigen zu bringen. Madrid, 3. Juli. Die Bevölkerung ist sehr aufgeregt, weil bisher kein osficielle» Telegramm über die Schlacht bet Santiago eingctroffen ist. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Decret, wodurch 26000 Reservisten einberufeu werden. Madrid, 3. Juli. Nach offictellen Meldungen hat der General Eichario, welcher am letzten SamStag au der Spitze einer starken Abtheilung Manzanillo verließ, feinen Be- FerriUeton. Der Sonntagsschüh. (Schluß.) Wenns so steht!" sagte die Netteldirn, fragte aber nicht weiter, was da geschehen. — Mit einem Riß war das Beinkleid entzweigetrennt; mit ihrem Busentuch verband sie die Wunde, nachdem sie ein blutüillendes Kraut darangelegt mit Sorgfalt und Geschick, lief dann zum nahen Wachholderstrauch, kam mit Beeren zurück, die sie zerrieb und ihm vor die Nase hielt und auf die Zunge legte. Das brachte die entschwindenden Lebens geister zurück — und jetzt wollte er ihr danken und erzählen und abbitten; aber das Mädchen schlug ihre Eitelkeit und Neugierde zurück, das Heldenhafteste, was ein Weib thun kann, und gebot ihm, daß er still sei und raste. Weil keine Möglichkeit da war, den Verwundeten in den Schalten der nahen Fichtenbäume zu bringen, und weil die heiße Sonne so scharf niedersengte auf den halb ohnmächtigen, fiebernden Burschen, so stellte das Mädchen aus ihrer Schürze, die sie mit zwei dürren Aststielen aufspannte, ein Schutzdach her. Auch hatte sie ihre weich gefütterte Joppe ausgezogen, um dieselbe dem Prestl als Kopfkissen zu eignen. Und so saß sie nun halb entkleidet neben dem schlummernden Burschen da und schaute ihn an mit einem so wehmuthsvollen, milden, liebesinnigen Blick, wie sie dem Wachenden wohl in ihrem Leben nicht zeigen möchte. Sie selbst war vor Schreck und Angst ganz blutos geworden an den Wangen und an den Lippen. Und nun dachte sie nach, wieso das gekommen sein mochte. Wie, wenn sie nicht zum Wetterkreuz gekommen wäre! Der Kirchweg führt ja gar nicht da herauf. Aber ihr ist's auf dem Heimweg gewesen: weil Du schon in der Nähe bist, sollst doch wieder einmal zum Wetterkreuz hinaufsteigen, und an diesem Tag, wo Alles nur auf die Lebendigen denkt, auch ein Vaterunser für Deine Verstorbenen beten. — Das war ja gerade, als ob sie die armen Seelen hergeführt hätten, um dem Burschen beizusiehen in seiner Noth. Oben am Waldrande schritt der Jäger Mathias dahin, er hatte zwei Gewehre umgehangen. Die Netteldirn eilte ihm zu: „Jäger, da ist Einer erschlagen!" Ich gehe ins Dorf und will eilends den Arzt heraufschicken", sagte der Jäger, ohne näherzukommen, „'s wird eine Kugel aus dem Bein zu ziehen sein". Da hat sichs das Mädchen wohl zusammengereimt. Etwa hat ihn der Jäger geschossen. Jäger schießen — das wußte sie von ihrem Oheim, der auch Jäger gewesen — nur auf Wildschützen, und zwar, wenn sie von diesen bedroht sind. Sollte der Prestl so einer sen! So schlecht, so wild?! — Wenn man glaubt, daß beim Weibe die Liebe zu einem Manne aufhört, wenn sie erfährt, daß er schlecht ist und wild, so ist man tief in einem Jrrthum. Als der Abend kam, lag der Prestl in der Kammer des Hollershofes, in der er am Morgen gelegen. So schwarz, wie in der Sonnenfrühe das Schattenkreuz auf ihm gelegen, so schwarz lag jetzt der Abend in der Men Kammer. Die Nettel war bei ihm, sonst Niemand mehr, so voll Neugieriger auch das Haus gewesen, als sie ihn hereingetragen. „Also nicht?" fragte der Bursch-. „Es ist keine Gefahr mehr", antwortete das Mädchen; „nur das Bluten hat Dich so schwach gemacht, sagte der Bader". „Mir wärs schon grad alleseins gewest, 'S wär aus- gewest — Jetzt noch einmal lebendig werden — und ein verachtets Krüppel sein — und nachher noch e «mal sterben, verderben und sterben! — Hättest mich fahren lassen! ' „Prestl!" sagte nun das Mädchen und faßte ihn fest und kernig bei der Hand ab. „Mit so Reden sollst Dich nicht versündigen, jetzt, wo Dich der lieb Herrgott wieder aufgeweckt hat — " „Zum Bettelngehen!" unterbrach sie der Bursche. „Wie mein Fuß zugerichtet ist, der lauft nimmer und steht nimmer. Heut Vormittags ist mich der Waldjodel angegangen, ich sollt ihm was schenken. Morgen geh ich ihn an". „Das wirst nicht vonnöthen haben", sagte die Netteldirn, „und jetzt will ich Dir Eins sagen; Prestl, jetzt kann ichs sagen, jetzt darf ichs sagen, was ich sonst nimmer gesagt hält und wenn Du mich auch in Unehren verlassen hättest. Du mußt mich heiraten, Prestl!" „Hi, hi, das ginge mir jetzt gerade noch ab", lachte der Bursche heiser. „Das geht Dir auch ab!" rief sie, „nicht meinetweg! Ich bin ein gesundes Mensch, Gott Lob und Dank, und mag arbeiten. Daß ich auf Dich schau, daß ich Dir verdien, was Du brauchst — daß ich Dich nicht verlaß, geh, Narr, das versteht sich gleichwohl. Aber den Leuten wirds alleweil nicht recht sein und werden mich schmähen und Dich schmähen und uns von, inander abbringen wollen. Deßweg müssen wir zusammheirathen, daß sie uns beieinander laffen. Nachher schauen wir uns um ein kleines Stübel um, und ich geh ins Tagwerk aus . . ." Etliche Minuten lang lag nach diesen Worten des Mädchens der Prestl ganz still da und spürte an sich zwei Freiersfüße. Einer war durchschoffen und mit Instrumenten zermartert, aber ein Freiersfuß wars denn doch. Der Bursche preßte ihr die Hand fester und sagte: „Heirathen meinst! Dirndl, das Gescheiteste wirds eh sein". — Das Gescheiteste wars freilich und die frische Netteldirne wußte recht gut, warum sie ihre ganze Lebenszeit und Kraft an diesen Burschen hing. Verkehr, tmb VoUrwivthfchafs» Geündor«, 2 Juli. Fruchtpreise, ödgenX00,00—00,00, I Äom X 17,00—00,00, Gerste X 00,00-00,00, Hafer X 17,00—18,00. ! Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lei» X 00,00, Kartoffeln X 9,00—10,00, Samen X 00,CO. A«r der Zeki für die Kett. Vor 89 Jahren, am 5. Juli 1809, erfocht Napoleon L in der gräßlichen Schlacht bei Wagram einen schweren Sieg über die Oesterreicher unter Erzherzog Karl. Der Verlust war auf beiden Seiten ziemlich gleich, und es trat deutlich zu Tage, daß die französtschen Heere nicht mehr das frühere Uebergewicht im Feld besaßen, während ihre Gegner mittlerweile die neue Kriegskunst erlernt hatten. Nur Napoleon» überlegenes Feldherrntalent fesselte noch den Sieg an seine Fahnen. Nach sechs Wochen wars so weit, daß der Bräutigam leidlich humpeln konnte. Die Hochzeit war recht schlicht. Der einzige Aufsatz war an der Kirchenthür der alte Waldjodel, der auf einem Kirchhofstein hockte und der, als die Brautleute vorüberkamen, seine Pfeife aus dem runzeligen Gesichte zog und dem Paare den Vorschlag machte, es Möge ihm was schenken. Die Braut, die an diesem Tage ihr Lederbeutelchen ohnehin fortwährend in -der Hand halten mußte, dachte: Warum denn nicht, so lang was drinnen ist. Ein „tausend vergelts Gott!" sagte der alte Mann und mit diesem Spruch gingen fie in die Kirche. Und daß ich Solches noch berichte: Den zwei Leuten erging es besser, als man ihnen zugetraut. Der Prestl ging das Korb- und Strohteppichflichten an, auch das Besenbinden und Wollkrauen verstand er und mancherlei so Arbeiten, bei denen man mehr die Hände und den Kopf als die Füße braucht. Die Nettel war schon ganz tüchtig, und wo es im Dorf oder in der Umgegend etwas zu verdienen gab, sie war zu Allem verwendbar, da rückte sie an und ließ nichts fahren. Sie war der Mann und er die Hausfrau, der während der Abwesenheit der Mutter auch an dem Knäblein Mutterschaft vertrat, allerdings mit Beihilfe der Amme, die einen Ziegenbart trägt. So leben die drei Leute heute noch beisammen, find fleißig und haben fich lieb. — Wenn man bedenkt, wie schlimm das Alles hätte werden können, wenn jener schlimme Sonntagsschub nicht gefallen wäre! — Da schmähe mir Einer noch einmal die Sonntagsschützen Minister der Finanzen, Wirklichen Geheimerath August • Weber die Kroue zu dem Großkreuz de» Verdienstorden« Philipp» de» GroßmÜthigen, dem Major und Bataillon«- Commandeur Goldmanu vorn Infanterieregiment v. Soeben (2. Rhein.) Nr. 28, seither aggr. dem Infanterieregiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, die Krone zum Ritterkreuz erster Klasse de» Verdienstorden« Philipp» de» Großmütbigen zu verleihen. I Kirchliche Dienstuachrichten. Seme Königl. Hoheit der I Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 22. Juni j dem Pfarrer Gustav Theoder Meucke zu Wölfersheim die evangelische Pfarrstelle zu Nauheim, Decanat Groß-Gerau, zu übertragen. I •• GerichtSpersoualieu. Seine Königliche Hoheit der I Großherjzog haben Allerguädigst geruht, am 2. Juli I den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Bingen Dr. August I Nagel zum OberamtSrichter bet diesem Gericht, den Amt»- | richter bet dem Amtsgericht Wörrstadt Eduard Ziegler zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms, den Gericht», schreiber bei dem AmiSgericht Vilbel Leouhard Schmitt» zum GertchtSkosteurevisor mit Wirkung vom Tage de» Dienst- antritt» seine» Nachfolger» au zu ernennen. *• Gießener Schutzen in Landau. Bei dem gestrigen Concurreuzschießen errangen: Im Stand (175 Meter) I A. Kilbinger den 4. Becher in 23 Minuten, im Feld (300 Meter) C. Wigandt den 9. Becher in 37 Minuten. ♦ * Radsport. Unsere Rennfahrer haben gestern wieder | große Erfolge gehabt. Ludw. Opel fiegte in Oldenburg I im Fahren um den Großherzog»-Wauderprei», den er zu I vertheidigeu hatte, und im Hauptfahren. Im Mehrsitzer- I fahren wurde er Zweiter. Verhetzen gewann in Straß- I bürg im Haupt Prämien- und Vorgabefahren den ersten j Pret». Duill machte in Coblenz einen ersten Preis. Derofsi und Cisotti fuhren in Köln, wahrend Knipser in Ludwigshafen startete. I * ♦ Sportliches. Bei dem gestern zu Enkheim (bet I Frankfurt) stattgefundenen Athleteu-Wettstreit errang Herr Joseph Stein (Mitglied des 1. Gießener Stemm- und I Rtugclub») unter starker Concurreuz folgende Preise: Senior- I Ringen den 1. Preis, Senior-Stemmen den 4. Preis. • * Ja einer Prozeßsache ist e» von Wichtigkeit, Zeugen | dafür zu ermitteln, daß am 18, Juui l. I., Mittag» etwa I 12 Uhr, vor dem städtischen Ga»- und Wasserwerk von einem I Radfahrer einem vorübergehenden Schutzmanne rin Porte- | monuate übergeben worden ist. Personen, die etwa Zeugen I de» Borsalle» waren, werden dringend ersucht, fich auf der | Polizeiwache zu melden. Huldigung an Bismarck. Auf dem zur Feier de» Stiftungsfeste» der Univerfität stattgefundenrn Festcommer» wurde folgende» Telegramm an den Fürsten Bt»marck abgesandt: Die zur Feier de» Stiftungsfestes der alma mater Ludoviciana versammelte Studentenschaft Gießen» entbietet Ew. Durchlaucht ehrerbietigen Gruß in Treue, in dem Bewußtsein, daß an deutschem Wesen, noch einmal soll die Welt genesen. Im Auftrag der Gießener Studentenschaft. Der Verein Deutscher Studenten. I. A.: cand. med. W. Lenz. * Vogel- und Geflügelzuchtvereiu. In der gestrigen Hauptversammlung sprach fich die Mehrheit sür die Gründung einer Geflügelzuchtstatton durch den Verein au»; e» wurde eine Commission gewählt, welche die nöthigen Unterlagen zu einem solchen Unternehmen beschaffen und Dor- schlage über den Umfang und die Art der Anlage zu machen hat. Weiter wurde angeregt, eine Verkaufsstelle für frische Landeter fetten» de» Vereins einzurichten. Bon mehreren Seiten wurde darauf hingewiesen, daß von Gießen au» ein schwunghafter Handel mit ausländischen Eiern getrieben werde, welche al» deutsche Bauern-Eier augeboten würden. ES sei festgestellt, daß jede Woche nach Gießen 80 bi» 100 Kisten (L 1500 Stück) ausländische Eier kommen, die | zum größten The» von Aufkäufern auf den Wochenmärkten sür । ’ frische Bauern Eier verkauft würden. Der Vorstand wird i dieserhalb an geeigneter Stelle den Antrag stellen, daß auf dem Wocheumarkt die Stände, wo importirte Waare feil- geboten wird, von den Ständen mit deutschen Eiern getrennt werden. VerbaudStag der Backer. Der Vorsitzende der Bäcker- Innung Gießen, Obermeister Fr. Henning«, erließ eine Einladung an die Mitglieder der „Germania", Verband deutscher Bäcker-Jnnungeu, Unterverband Mitteldeutschland, zu dem am 13. und 14. Juli hier stattfiudenden 9. Unter- verbandStage. Die Berathungeu finden tu Stein» Saalbau statt. Auf der Tage»orduuug stehen u. A.: Organisation de» Handwerks, Referenten: Sim men-Kassel und Löber- Gießen; Antrag der Innung Gießen, die Abschaffung der polizeilichen Brotcontrole in Hessen; Maximalarbeitstag im Bäckereigewerbe. »• Aetien-Gesellschaft Gießener Brauusteinbergwerke vor«. Fernie. Am Samstag wurde aus dem Amtsgericht die Actien- Gesellschaft Gießener Braunsteinbergwerk vorm. Fernie gegründet. Mitglieder de» Gründuug»consortium» bezw. Aufsicht»rathe» find die Herren Karl Stollwerk, Fabrikant, Joseph Wehne», beide in Köln, Fritz RodeSburg, BergwerkSdtrector in Aachen, Albers Zobel, Bankier, Straßburg t. E., W. Grünewald, Rechtsanwalt in Gießen, Friedrich Zöllner, Großhändler in Köln, Geh. Bergrath Heutler tu Bonn a. Rh. Zum Vorsitzenden de» AufftchtSrathe» wurde gewählt Geh. Bergrath Heusler, zu dessen Stellvertreter Rechtsanwalt Grünewald. Zum Vorstände der Acttengesell- schäft wurde gertchtltch zu Protokoll ernannt Bergwerks- director PaScoe Gießen. * • Zum Deutschen Turnfest in Hamburg find bis Ende Juni gegen 20,000 Turner augemelder, davon aus 106 Vereinen de» Mtttelrheintschen Turukreise» etwa» über 900 Zum Breslauer Turusest 1894 waren 11- bi» 12,000, in München 1889 22,000 Turner anwesend. Erfolge hessischer Viehzüchter. Mau schreibt un» au» Dresden, 2. Juli. Bet der Ausstellung der Deutschen LandwirthschastSgesellschast dahier erhielten die Aussteller von Rindvieh der Vogelsberger Rasse, dieHerrea Fischer von Hof-Zwiefalten und Kunkel von Eschenrod, 8 erste Preise, 3 zweite und 2 dritte Preise (im Ganzen 1290 Mk.), sowie 13 ehrende Anerkennungen. 3" Wettbewerb darum standen Mitglieder von fünf Heerdbnchgeseü- schastev, darunter von derjenigen deS Kreise» Biedenkopf und namentlich derjenigen für das batzerische Rindvieh lSoder). Der Aussteller von Schweinen, Herr Ober- amtmann Hoffmann in Hos-Gtll, erhielt 1 Sammelprei«, 1 Siegerpreis für Eber, 1 Sieger-VereiuSprei», 3 erste, 1 zweiten, 3 dritte und 1 vierten Preis. Auch die Aus- steller von Ziegen aus Alzey, Heppenheim a. d. B. und Pfungstadt erhielten mehrfache, darunter auch erste Preise. Dieser Erfolg der hessischen Aussteller ist ein geradezu glänzender. *• Postalische». Vor einigen Tagen ist die Nachricht verbreitet worden, daß die ReichSpoflverwaltung mit der Herstellung von 2 Pfennig-Werthzeicheu vorgehe. Die Mit- theilnng in dieser Form ist, wie die „Allg. Fleischer-Ztg. meldet, nnzutresseud oder verfrüht. Die Einführung vow 2 Pfennig-Marken kann nur eine Herabsetzung deS Minimal- tarif» für Drucksachen von drei auf zwei Pfennig bedeuten. Als Voraussetzung für eine Verbilligung de» Druck- sachenporto» gilt der Postverwaltung aber die Erledigung der Privatpostfrage. Sobald das Postregal auf die Beförderung geschloffener Briefe innerhalb der OrtSgemeinden ausgedehnt worden ist, hat die Postverwaltung allerdings die Absicht, wohl um der Concurreuz der Prtvatposten in Bezug auf Drucksachen zu begegnen, an die Ermäßigung de» Minimal- Porto» für Drucksachen heranzutreten. •* Der § 88 der Städteordunug, der auch in Offenbach schon wiederholt Gegenstand der Erörterung gewesen ist, soll nunmehr eine zweckentsprechendere Faffnng und eine thetlweise Aenderung erfahren. Der Zweiten Kammer ist der nachstehende Gesetzentwurf vom Großh. Ministerium de» Inner« zugegangen: „Der dritte Absatz de» Artikel» 88 der Städteordnung vom 13. Juni 1874 und de» Artikel» 76 der Landgemeindeordnung vom 16. Juni 1874 werden durch folgende Bestimmungen ersetzt: Die Prüfung der Rechnung und deS ! Rechenschaftsberichts erfolgt in öffentlicher Sitzung der Stadt- verordneten Versammlung (de» Gemeinderaths) unter Leitung eine» von ihnen zu diesem Zwecke aus ihrer Mitte gewählte« Vorsitzenden. Gleichzeitig mit der Wahl de» Vorsitzenden ist ein Stellvertreter desselben für den Fall seiner Verhinderung zu wählen. Bürgermeister und Beigeordnete haben, dringende Verhinderungsfälle ausgenommen, behufs Ertheiluug voa Auskunft und Aufklärung der Rechnungsprüfung beizuwohnen, doch ruht hierbei ihr Stimmrecht." Drm Gefetzentwurf ist die folgende Begründung beigegeben: In Artikel 88 der Städteordnung und 76 der Landzemeindeordnung war nicht ausdrücklich ausgesprochen, daß die Prüfung der Rechnung und de» Rechenschaftsberichtes in öffentlicher Sitzung z« erfolgen habe. E» empfiehlt fich jedoch, diese» ausdrücklich im Gesetz zu wahren, da die Öffentlichkeit die wirksamste Controlle bietet. Die seither gültige Bestimmung, daß der Bürgermeister und die Beigeordneten der Prüfung der Rechnung und de» Rechenschaftsberichte« nicht beizuwohnen hatten, hat sich nicht bewährt, da die Anwesenheit derselben t« vielen Fällen wegen der von ihnen begehrten Auskunft und Aufklärung geradezu nothwendig war. Die Verwaltungen der Städte haben deshalb in übereinstimmenden Eingaben dringend um Beseitigung der Bestimmungen gebeten, welche die Anwesenheit de« Bürgermeister» resp. der Beigeordneten ausschließen. E« gab diese« der Grobherzoglichen Regierung auch Veranlaffung, tu den dem 27. Landtag vorgelegten I Entwurf, betreffend die Revision der Städteordnung, eine I entsprechende Abänderung der in Rede stehenden Bestimm- I nngen vorzuschlagen. Die dem 27. Landtage gemachte Vor- I läge scheiterte damals. Nachdem in Folge einer Eingabe der Großherzoglichen Bürgermeisterei Mainz an die Zweite I Kammer der Stände (cf. Beilage Nr. 116) beide Kammern der Stände in übereinstimmenden Beschlüssen die Großherzogliche Regierung ersucht haben, baldmöglichst eine Vor- I läge, betreffend Abänderung des Artikel 88 der Städteordnung den Ständen zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung I zu unterbreiten und der Erwägung anheimgegeben haben, ob I nicht gleichzeitig eine entsprechende Abänderung des analogen I Artikel 76 der Landgemeinde Ordnung in ähnlichem Sinne I in Betracht zu ziehen sei, ist die gegenwärtige Vorlage au»- I gearbeitet worden. stimwungSort Santiago noch nicht erreicht. In dem Bezirk LaSvalla« sind die Spanier siegreich gegen die Insurgenten vorgerückt. ES sind für die weite Verzweigung der In- surrection wichtige Documente vorgefunden worden. — Ueber den Verlaus deS Kampfe« vor Santiago meldet die „New-York World": Der Artilleriekampf wurde beendigt, al« die spanischen Batterien zum Schweigen gebracht waren. Man beging auf amerikanischer Seite vorher einen Fehler, indem man Infanterie hinter den Batterien aufstellte. Diesem Umstand ist der größte Theil der Verluste der Amerikaner zuzuschretben. Die Spanier erwiderten sosort da« um 7 Uhr ftüh eröffnete Feuer. Die Amerikaner schossen mit gewöhnlichem Pulver, dessen Rauch einen vorzüglichen Zielpunkt sür da« Feuer der spanischen Batterien abgab. Die Amerikaner konnten die Stellung der Spanier nur annähernd feststellen, da diese mit rauchlosem Pulver schossen. 20 Cubaner, welche die amerikanischen Batterien unterstützten, sowie 2 Kanoniere wurden getödtet. Nach einem Telegramm de« General« Shafter werden die Verluste der Amerikaner auf etwa 1000 Mann geschätzt. Madrid, 3. Juli. Der Generalgouverneur Augustin meldet au» Manila, die Lage sei dort unverändert. In der Bai find 15 deutsche, sranzöfische und japanische Schiffe anwesend. General Monet sei mit 1000 Mann nach Maca- bebe gelangt, wo er sich verschanzt habe. Madrid, 3. Juli. Die Berichte über den Sturm auf Santiago machen hier einen tiefen Eindruck, der noch dadurch vergrößert wird, daß die Regierung genauen Aufschluß verweigert bezw. bedeutet, noch keine definitiven Berichte empfangen zu haben. Washington, 2. Juli. Ein osficielle« Telegramm meldet, daß die amerikanischen Truppen in mehreren Gefechten bei Santiago die Spanier siegreich zurückgeschlagen haben, viele Spanier sollen gefangen genommen worden fein. RewYork, 2. Juli. Die Schlacht von Santiago begann gestern früh Morgen« und dauerte bi« Sonnenuntergang. Die Flotte demolirte da« Fort Morro. Die Armee nahm El Caney, eine befestigte Vorstadt von Santiago. Die Amerikaner haben einen Verlust von 600 Tobten und verwundeten zu verzeichnen. Rew-Votk, 3. Juli. Die Blätter veröffentlichen Special- onSgaben, wonach der Kampf vor Santiago fortdauert. Die eingetroffenen 6000 Mann BerstätkungStruppen de« General« Pando schicken fich an, die amerikanischen Batterien zu stürmen. An dem Kampf nehmen die amerikanischen Brigaden der Generale Shafter, Kent und Wood, spanischer- seit« die Truppen der Generale Linares, Pando und Aldeo Theil. Die Versuche Sampson« und Schlry», in den Hasen einzudringen, wurden von Cervera zurückgefchlagen. Rew-York, 3. Juli. Nach hier eingelaufenen Privat- depeschen vom Kriegsschauplatz wurde auch gestern den ganzen Tag um Santiago gekämpft, ohne daß bisher ein positives Resultat erzielt worden wäre. Localer tmfc provinzieller. Sieben, 4. Juli 1898. Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog empfingen am 2. Juli u. A. den Forstasfistenten Schlag von Gießen, den KreiSawtmanu Merck von Friedberg, den Prem. Lieutenant Krömmelbein vom Jnfanterie- Regtwent Nr. ,168. *• Ans dem Großh. Ministerium. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 2. Juli den Staatsminister und Minister des Innern Dr. Jacob Finger auf sein Nachsuchen, unter dankbarer Anerkennung der von demselben geleisteten langjährigen, treuen und ausgezeichneten Dienste, sowie den Wirklichen Geheime- reth und Minister der Finanzen August Weber auf sein Nachsuchen und unter Bezeigung der vollsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen, treuen und ausgezeichneten Dienst- führung mit Wirkung vom 6. Juli d. I. in den Ruhestand zu versetzen, am 2. Juli den Provinzialdireckor der Provinz Oberheffen und Kreisrath de« Kreises Mainz Geheimerath Earl Rothe mit Wirkung vom 6. Juli d. I. zum Staatsminister und Minister des Innern zu ernennen. Ordensverleihnnge«. Seine Königliche Hoheit der Großh erzog habin Allerguädigst geruht, am 2. Juli dem Für die durch Wolkenbruch Geschädigten des südöstlichen Odeuwaldes (bei Erbach) gingen ferner bei uns ein: Ungenannt au8 Trohe 1 Mk., M. S. tn Lich 10 Mk. Zusammen 17 Mk. Weitere Gaben (f. Ausruf tn Nr. 145 d. Bl.) nimmt bantenb entgegen die Expedition deS Gießener Anzeigers. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 4. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Waffer 15°, Luft 13». Rübsamen'sche Badeanstalt. der Wahlverhältnisse and 1898 Im Jahre 1881 871 Im Jahre 1893 Im Jahre 1898 ® c reisinnig 1 182900 881 1 Danen t 1881 Bayr. Bauernbund ^2 9 f. Freisinnige reisinn^olkspartei L'. 500 1893 1898 1898 I b.uii 104 Zentrum 1888 Fünfzig Aerzte, begleitet von ca. 6727 Urluiinitimiiijnngeii der bei © © 9 40820000 Einwohner 19,5% Wahlberechtigte 52280000 Einwohner 21% Wahlberechtigte © 9 fr» B © fr. 9 OD © © © M M ozial- dem. © 49430000 Einwohner 20,5% Wahlberechtigte 6 Elsässer » Welten 6 Bel © H rt TD ' frn Jahre 1871 9 ei fr. 150 Kravkcnwärteru, verließen gestern oen Hafen, um sich zur Verpflegung der Verwundeten nach Paigutri zu begeben. E E ■X3 C/D £ E Z _r 45 240 000 Einwohner 20,1% Wahlberechtigte li t Z fr. g fr. © © 57 Soziai- Stimmen 1898 X c Freisinn. Verein! Antisemiten fieichspart£i Polen 8»yr. Bauernbd. ZerspUtt. Volkspart Welfen 10Ö" BliÄs.er 90 Band der LundwIrtoßO ca. 25 fertige Anzüge für Knaben, ca. 60 bis 80 Meter Stoff zu Winterkleidern für Mädchen ca. 150 Meter Baumwollflanell bezw. Halbleinen zu Hemden. Ferner soll die Anfertigung von ca. 20 Mädchenkleidern und von 45 Knaben- und Mädchenhemden vergeben werden. Angebote auf Lieferung der Anzüge und Stoffe, sowie Anfertigung Mädchenkleider und -Hemden sind bis spätestens 16. Juli d. I. dem Armenamte einzureichen, woselbst auch Stoffmuster eingesehen Anzahl der bei der ersten ordentlichen Wahl abgegebenen Stimmen für die verschiedenen Parteikandidaten. Zulassung der Frauen zum Recht-anwalt-berus mit 21707 gegen 20046 Stimmen angenommen. Paris, 4. Juni. Gestern Nachmittag überfiel aus der Avenue Buegeaud Esterhazy den Obersten Picquard und versetzte ihm mehrere Stockichläge über die Schultern. Herbeigerufene Polizisten trafen Beide nicht mehr an. Brüffel, 4. Juni. Jeyme, der Sohn von Don Carlo», ist hier eingetroffen. Die Ankunft wird mit einer geplanten carltstischen Action in Verbindung gebracht. Antwerpen, 4. Juli. Wie die Blätter melden, wurde der Dampfer „Swtzzerland" auf der Fahrt von Philadelphia nach hier von einem unbekannten, wahrscheinlich amerkauischen, Sch ffe angeschoffeu. Dasselbe hatte zwei Kanonenkugeln abgefeuert. Der Dampfer, welcher 36 Paffa- giere an Bord hatte, wurde nicht getroffen. Reichspariel Polen Zur Reichstagsstatistik. Die Wahlschlacht ist geschlagen und wieder sendet das deutsche Volk feine 397 Reichslagsabgeordneten in das Reichsparlament, die gleiche Zahl, wie vor fast drei Jahrzehnten, obgleich das Reich seither um weit mehr als den vierten Theil an der Einwohnerzahl gewachsen ist und eigentlich über 500Sendlinge der Nation für die neue Legislaturperiode hätte bestimmen sollen. Nun, vielleicht wäre dann der Wirrwar noch größer geworden und die deutsche Einheit, die sich in mehr als einem Dutzend Parteien und Parteichen documentirt, hätte dann dem Reichstag vielleicht noch einige Schattirungen mehr verliehen. Prägt sich ja in diesem bunten Parteigemisch noch aufs Deutlichste der durch Jahrhunderte lange Kleinstaaterei en gros auferzogene und vererbte Sonderbunds-, Jnnungs- und Parti- culargeift des Deutschen aus, der es einstweilen noch nicht über sich gewinnt, sich ein großes „Für" und ein großes „Wider", in zwei Hauptparteien zu theilen, wie es zweifellos erfpießlicher wäre. Man hat deßhalb wohl Recht, in Anbetracht dieser höchst unerfreulichen Zersplitterung der parlamentarischen Kräfte, eine Zersplitterung, die eher zu-, als abnimmt, von einem Niedergang des Parlamentarismus zu reden. Pon einer Gleichgiltigkeit der ReichS- wählerschaft LM politischen Leven, üoer die oft Klage geführt wird, ist aber in Wirklichkeit nichts zu merken, denn obgleich wie gesagt, das Reich seit feiner Gründung an Bevölkerungszahl nur um gut den vierten Theil gewachsen ist, hat sich die Betheiligung an den Wahlen ständig gehoben und sich, wie die beistehende Tafel des bewährten Statistikers Prof. Hickmann beweist, verdoppelt. Das liegt nicht nur an dem immer geschloffener werdenden Ansturm der sozialistischen Wählermaffen und der parteipolitischen Rührigkeit jener breiten Volkskreise, die den festen Thurm des Centrums bauen helfen, das liegt auch an dem ganz allgemeinen Fortschritt des staatsbürgerlichen und politischen Bewußtseins. Die Statistik und somit die Thatsache, bekundet das hinreichend. Wenn der Poet singt: „Der Dichter steht auf einer höheren Warte — Als auf den Zinnen der Partei", so kann der Statistiker ein gleiches von sich behaupten und mit kühler Gelaffenheit schaut er auf das bunte, schematische Bild, das seinen Augen die Wahl- und Fractionsgeschichte des deutschen Reichstages feit mehr als einem Vierteljahrhundert bietet. Da erkennen wir deutlich, wie sich das politische Jntereffe verstärkt. Es wird documentirt durch das Factum, daß bei der ersten deutschen Reichstagswahl im Jahre 1871 nur etwa die Hälste, nämlich knapp 4 Millionen, 52pCt., der annähernd 8 Millionen umfaffenden Wahlberechtigten zur Wahlurne schritten. Wenn heute von 11 Millionen Wahlberechtigten gegen 8 Millionen ihr Wahlrecht ausübten, d. h. circa s/4 der Wählerschaft, so bedeutet dies, daß das politische Jntereffe seit 27 Jahren wie schon bemerkt, um die Hälfte zugenommen hat. werden können. Gießen, den 2. Juli 1898. Die Armen-Deputation. und Graf Murawiew mit gemeinsame Action Staaten geplant hätten, der kretischen zu behandeln. Key-West, 4. Juli. An diesem Jntereffe participiren aber nicht, wie man oft behauptet hat, nur die Socialdemokraten, sondern auch, wenn vielleicht auch nicht in gleich starkem Maße, die bürgerlichen Parteien. Diese Erstarkung des politischen Lebens ist jedenfalls das BemerkenSwertheste und Erfreulichste beim Anblick des beistehenden Reichstagswahl-Diagramms. Vielleicht aber würde das politische Leben noch mehr erstarken, wenn sich die Parteiverhältnisse einfacher gestalten und für die Wählerschaft bei den Bestand von fünfvierteldutzend Einzelparteien und Schattirungen nicht das Wort zur Geltung gelangen müßte: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Zwischen Schwarz und Weiß kann man bald seine Entscheidung treffen, weniger leicht aber in einer reichen Farbenscala. Neueste Nachrichten. Depesche» de» Bureau „Herold". Leipzig, 4. Juli. Heute früh kurz vor 7 Uhr stieß in der Süvstraße ein Radfahrer mit einem Wagen der Straßenbahn zusammen. Der Radfahrer war sofort tobt. Budapest, 4. Juli. Au der galizischen Grenze macht fich unter der bäuerlichen Bevölkerung eine bedenkliche Erregung bemerkbar, welche befürchten läßt, daß die galizischen Unruhen fich auf ungarische» Gebiet übertragen. Der Bicegespau de» Zipser Comitat» erbat sich deßhalb GenSdarmerie-Berstärkung. Zurich, 4. Juli. Im Kanton Zürich wurde gestern bet der Volksabstimmung über da» neue Advokaturgesetz die Von den Einzelparteien ist die Socialdemokratie am stärksten gewachsen. Von bescheidenen 124 800 Stimmen im Jahre 1871 hat sie es, nachdem nur in der Wahl nach den Attentaten auf Kaiser Wilhelm I. in ihrer Aufwärtsbewegung ein Stimmenrückgang bemerklich geworden, jetzt bis auf mehr als 2 Millionen Stimmen gebracht, ist also in dieser Hinsicht fast um das Siebzehnfache gewachsen und es ist einstweilen kaum zu erwarten, daß sie zurückgeht. Die Conservativen und das Centrum haben ihre Stimmenzahl seither etwa verdoppelt, langsam zurückgegangen sind die Elsäffer, ein Beweis, daß der „Reichsgedanke" in den Reichslanden mehr und mehr an Boden gewinnt. Das Diagramm macht es Jedem sehr deutlich, wie dem Beistände Oesterreich» eine gegen die Vereinigten um die cnbauische Frage ähnlich Zeütrnm 700400 1 -I 10 Polen 16 Antisem. 180000 | ~| 11 Volksp. Welfen ssSoo «6 7oo ioi soo 100000 2-= 5 General-Agentur einer alten, dtsch. Lebens-, Sterbek.- u. Ausst.-Bers.-Gesellschast ist zu vergeben. Herren, welche sich persönl. der Org. u. Acgui- sition widmen, werden bevorzugt. Gest. Off. unter »Nr. 6721* an die Exped. d. Bl. erbeten. 6721 Elsässer 1231000 153000 1H7Oo 90000 Sozialdemokraten Im Jahre 1871 1881 •) Nach dem Wahlergebnis v. J. fSH mokr. Sozialdemokraten 2120 Kartogr. Anstalt 6. Freytag & Berndt, Leipzig und Wien. süddeutsche . Volkspartei 1*700 »03400 «««s™ 120020 649 300 «66 400 5O0OOO Paul Müller, Ofenfabrik Cassel, Kölnische Straße 28. Modellneuheüen in weißen und farbigen Porzellan- und Majolicaöfen unüber» troffen conftruirt mit Patent-Regulireiusatzöfen für Dauerbrand bei Benutzung jeder besseren Hausbrandkohle. — Specialitäten: Luft-Ventilationsöfen für Säle, Restaurants rc. — Muster franco. 6717 Deutschsoziale Reformpartei 263900 sloooo (Antisemiten) Polen I 76 300 <04000 229 800 140000 72000 _ Bekanntmachung. Zur diesjährigen Ausführung der Ebelstiftung werden u. A. erforderlich und sollen auf dem Submissionswege bezogen werden: Loudon, 4.Juli. General SHafter telegraphtrte nach Washington, daß e» infolge der starken Verluste unmöglich sei, Santiago zu nehmen, bevor er Verstärkang»truppen erhalten habe. London, 4. Juli. „National Review" veröffentlicht einen sensationellen Artikel, in welchem e» heißt, daß Hauotaux 8 National- © liberal «’(Ä L"L , M iie gul, B. M v ™ «txabtjn ,,16 NtiHt Uu»8 d«hn. JW Sie Mj. im,eSRlnimau Pfennig ii- d" r>i»j. '-Erledig, blt i M Befütbenu« atigibe^it ktal» die abpijt, lm ta auf !»°I del ffiintagj, 313000h es sich sonst mit der Stimmenzahl verhält. Aus den mittleren Kreisen läßt sich leicht der Vergleich hinsichtlich der Große der Fractionen bei den Wahlen von 1871, 1881, 1893 und 1898 ersehen. Es ergibt sich, daß die Conservativen jetzt 57 Mann stark (gegen 1893 mit einem — von 15) in den Reichstag einrücken. Die Freiconservativen zählen 20 (— 8), die Nationalliberalen 49 (— 4), die Antisemiten 12 (—4), das Centrum 104 (+ 8), Welfen und Particularisten 9 (+ 2), der bayr. Bauernbund 4, Polen 14 (— 5), Dänen 1, Elsässer 10 X+ 2), Freisinnige Vereinigung 11 (— 2), Freis. Volkspartei 29 (4- 5), Süddeutsche Volkspartei 8 (— 3), Sozialdemokraten 57 (-|- 13). S. ' auch In Offenbach °8 getvesea Ist, soll md M thellmise Duner Ist der nach- ^rium bti Jnntur :l< 88 der Städte- ifdi 76 der Land» dw dnrch folgende Rechnung und de» Sitzung der Stadt- athi) unter ßthunf er Mitte grtvWw de» Vorsitzenden ist seiner Vnhindnnng litt haben, dringende fr Erthetluug bon itüfung bchuivodnen, m Geietzrotivurs ist Zn Lnikrl 88 der eordnung »ar nicht isung der Richutlut ntiider Sitzung zu dieses ausdrilikllch kett die wirksamste ftlmmmg, daß der Pchnntz der Rech» beiMvhntn Mv, Einheit derselben in hiten Äullunft nnd Die Verwaltungen timmendrn Eingaben ingm gebeten, welche p der Beigeordneten herzoglichen Rigierung Landtag vorgelegten Ktädteordnung, eine stehenden iltaje jemai« einer ‘ n. °n die 3®'lle 16) beide \* 111 «SM» ,f 88 der TMb injejeten h-de»e ie’A de. °°M ln ätollii” öt»°k M,. 5 d «>"SM- Bekanntmachung. Der Louis Schultheis und deffen Verlobte Auguste Karo- linc Renner von Gießen haben unter dem 14. Juni 1898 durch Ehevertrag völlige Gütertrennung vereinbart. Gieß n, am 2. Juli 1898. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 6706 Dänen is 200 14400 14400 15000 ie Zeit. R«1’ S d-M ft&s Wahlbetheiligung. Verhältnis der abgegebenen gur Wählerzahl. 1893 Anzahl der bei der ersten ordentlichen Wahl abgegebenen Stimmen für die verschied. Parteikandidaten in Tausenden. "o Graphisch-statistische Darstellung Fraktionen im Deutschen Reichstage vom Jahre i87i-i898 von Prof. A. L. Hickmann. Vergleichende Größe der Perzent ueiies Verhältnis der Wahlberechtigten Fraktionen im Deutschen Reichstage, zur Bevölkerung des Deutschen Reichs. Parteistellung der 397 Abgeordneten. Jahre 1871 Freisinnige Vereinigung Koh rvativ 900 Im Jahre 1871 1881 „ . , 830800 Deutsch- Konservativ 349700 •) 15 ElsSsse 13 Polen 9 Weifen 2 SoziaJdem 1 Volkspart 60 000 438400 220nnn 18 Polen 15 Elsässer IZSozial. lOWelftn - VoU.- Bund der Landwirte Rekhspartei 346900 279 300 Frei-Konserv.)! I I ?! 94> Zentrum 37 Frei ßl Zentrum 100 Zentrum r reisinn. >0 Konserval 9.3 National- iberaJ 72 KonservaL ^7 onservat Helen» Zentrum 1330 Stimmen Nalionab ibera 1 160 I1.' li ni National- iberal 125 National- iberal 57 Konservat 124700 1871___1881 Frcie^Verelnjg. • r.:18 Volk» 29 49 National- hberal 37 30 [>• h( tu r bs Llb. eichs-XÖ ;r t Krektlu Bd.d.Lend IBeyr.Bbd. dCbri.t.oi, iLltuuu . 12 1895 c E 1 Dino 60 20 Ex ■>Ä\\ 1893 « e n 6735 Giessen, Staden, Lieh, den 3. Juli 1898. Die Beerdigung findet Dienstag den 5. Juli. Nachmittags *M Uhr, vom Trauerhause, Frankfurterstr. 52, aus statt. Schillerstratze 16. 6729 zu vermiethen. A. Siegel und *4 Violine 2 6714 6722 auf Taglohn gesucht llrvmictljiimwn Empfehlungen verschiedenes Wiet geluche Offene Stellen Gefunden Nersteigerungeu UciTine Aelt. Beamtenwittwe sucht 2 bis 3 Zimm, mit Zubehör bis Oct. oder später. Off- unter Nr. 6711 an die Exped. d. Bl. Geübte Cigarren uno Wick lmacker, sowie jugendliche Arbeiterinnen, letzt re 6732] iAefunden auf der Station Reiskirchen < in Portemonnaie mit Inhalt. Abzuholen bei Weichensteller Lied, Reiskirchen. Haus- Kindes 6613 Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 2. Juli 1898. Großh. Hochbauamt. Neuling. H. Winn A. Winn Sophie Winn, geb. Haas Marie Winn, geb. Roth. Neue ringkniachte Gurken empfiehlt 6736 I. Zörb Wwe., Mäusburg 9. nach langem Leiden heute Nacht V2I Uhr im 73. Lebensjahre durch einen sanften Tod zu erlösen. Um stille Theilnahme bitten: Mittwoch den 6. Juli, Nachmittags 21/« Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerickt die zur Concursmaffe des Gärtners Wilhelm Bernhardt II. in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 19 Nr. 108lü«-t< Anflug Mü 4 Specinlkarlen gflV In Baedekerband JL 1.60 Zu beziehen durch alle Buckha dlung> n. sowie direet gegen Einsendung t) 0 Be, Tagte von: »mtl «otb« «erlag. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jean Muth und Frau Marie, geb. Noll. Gießen, 4. Juli 1898. Stritt m Gmil Roth in Meßen Äußrer ^ Lal-nthas. Di- Lahn mit ihren Seüentbälern von d-r Quelle di» zum Rhein mit besonderer Berücksichtigung der Städte Sirfitn, Wnrbsrg. ßad-Nallheiw, Wehlar, «kkilburg. (imburtj, Nassau, Diez ui wi von Pros. Dr. Otto Buchner. Dtit 8 Karten und 2 Stadtplänen. 2. verbesserte und vermkdrle Anflage. 0®- In Baedekerband Preis X 2. Wanderungen durch die nördliche Wetterau von Muhvach über Wünzenverg nnd Arnsburg zum Afahkgraöeu. Von Dr. Aug. Röschen. Mit 20 Abbildungen, 2 Grundriffen und 1 Karte. Gebd. Mk. 1,50. Ät. Schlachthaus. Freibank. 6731 Heute und morgen: Kuhfleislh 45 Pfg. ZchmiuMch 40 Kfg. Ungarweine direct bezogen, in vorzüglicher Dua'b tät, wie Meneser Ausbruch, Rüster Ausbruch, Sützer Ober-Ungarwein, insbesondere Medicinal-Ungarwein chemisch untersucht uno begutachtet vom oereibeten Gerichtschemiker Dr. C. Bischoff, Berlin, empfiehlt zu billigen Preisen 6710 Wilhelm Haas, Colomalwaareuhaadluvg, Bleichstr. 18. Der in Wießen am 18./19. d. M. ausgestellte langh. deutsche Vorstehhund Laban v. Aloinghof, 1. und Ehrenpreis ist auf dem Transport von der «uistrllung bi« nach Köln vergiftet worden. 100 Mark Belohnung zahle ich dem, der mir den Thäter derart nachweist, so daß ich ihn gerichtlich belangen kann. 6733 Förster Lüthje-Bösensell i. W. Eine vielseitig gebildete Dame, die lange Zeit im Auslände gelebt und mit großem Erfolge als Profeffor der höheren Fächer gewirkt, wünscht Privatstunden in italienischem Gesang (Conservatoire Rom und Florenz), Photographischem Portrait u. a.Malen, Conversation u. wiffenschastl. Studien von fremden Sprachen zu geben. Adr.: Frl.E.Wildeuhayn,Gießen, Frankfurterstr. 52. [6738 Zu erfragen Wieseuftraffe 1. 6724] Pferdekneckt kann eintreten. Licherftratze 5. Haus g in der Mitte der Stadt, zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ Ein achtsitziger Sommerwagen zu verkaufen bei 6698 H. Mählich, Wagner. zu verkaufen. Ä? 6708 Näheres in der Exped. d. Bl. Em sehr schöner Bernhardiner- Hund, sehr schöne Figur, 3/4 Jahr alt, ist preiswerth zu verkaufen bei Heinrich Berck in Neuhof (Kreis Gießen). 6716 Der untere Stock der Villa Pietsch am Nahrungsberg, nebst Mansarde, ist mit oder ohne Pserdeftall und Gartenantheil sofort anderweit zu 1 vermiethen. Näheres im Nebenhause bei Herrn G. Hotz.__________________ 6621] Bleichstrahe 20 im 3. Stock ist eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör an ruhige Leute zum 1. October zu vermiethen.______Prof. Fromme. Mansarde, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 15. September oder später zu vermiethen. 6713] In meinem Neubau Bleichstraße 19 sind zum 1. October zwei Wohnungen von je 5 Zimmern, Veranda und eine Mansarde, sowie das Mansardenlogis von 3 Zimmern und Küche zu vermiethen. __________ A. Siegel, Löberstr. 26. 6709] Eine 4-Zimmerwohnnng im Garten mit Gartenanthenl per 1. October zu vermiethen. Näh. Bahnhofstr. 58, II. 6730] Möbl. Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Frantfurterstr 39. 6737] Möbl. Zimmer mit Eabinet und Stübchen mit Bett zu verm. Mäusburg 9. 6728] Kleines Logis zu vermiethen. '___________Schützenstrahe 5. 6723] Bahnhofstr. 51, 11, kleine Wohnung an einzelne Person per 1. Oct. zu vermiethen.__________________________ 6718] Ein Logis zu vermiethen. __Neuenweg 58. 6712] Die von Herrn Fr. Heimer bewohnte Belle - Etage meines Hauses Löberstraße26, bestehend aus 6 Zimmern, Badezimmer und 2 eventl. 3 Mansardenzimmern, ist zum 1. October Lehrling für em hiesiges Bankgeschäft gesucht. Einjähr. Berechtigung erforderlich. Schriftliche Offerten an die Expedition dieses Blattes unter „Bank 6719".__ WravesAienflmlidchcn auf sofort gesuckt. 6720 Wo? sagt die Expedition d. Bl._______ Hebecrton: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'scheu UmversttätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten.