-rr. 129 Drittes Blatt.Sonntag den 5. Juni 1S9S Erscheint tägNch mit Ausnahme des Montags. Die Gießener MamilieuvtLtter Werden dem Anzeiger wßchentl'.ch viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezugsprei- vicrteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf-, mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen.BermittlungSstellen des In« und Ausland«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eutgcge». Asnts- und Äuzeigeblutt fuv den ICyds Gieszeu. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Theil. Nr. 21 bei Reichs-GesetzblattS, ausgegkben den 27. v. M., mthält: Nr. 2473. Gesetz über die Angelegenheiten der frei- billigen Gerichtsbarkeit. Vom 17. Mat 1898. Nr. 2474. Gesetz, betreffend Aeuderungeu der CoucurS- Lrdnuog. Vom 17. Mai 1898. Nr. 2475. Etnführungsgesetz zu dem Gesetze, betreffend Aenderuogeo der ConeurSordnung. Vom 17. Mai 1898. Nr. 2476. Gesetz, betreffend Aenderungeo des Gerichts- Lerfaffungsgesetzel und der Strafprozeßordnung. Vom 17. Mai. 1898. Nr. 2477. Gesetz, betreffend Aenderungen der Ctvtl- Prozeßordnung. Vom 17. Mat 1898.J || Nr. 2478. Etnführungsgesetz zu dem Gesetze, betreffend Aenderungen der Civilprozeßordnung. Vom 17. Mat 1898. Nr. 2479. Gesetz, betreffend die Ermächtigung deS AeichskanzlerS zur Bekanntmachung der Texte verschiedener AeichSgesrtze. Vom 17. Mai 1898. Nr. 22 deS Reichs-GesetzblattS, auSgegeben den 27. v. M., enthält: Nr. 2480. Gesetz, betreffend die Entschädigung der tat Wiederaufnahmeverfahren fretgesprochenen Personen. Vom 20. Mat 1898. Nr. 2481. Bekanntmachung, betreffend die Anzeige- Pflicht für die Schwetnefeuche, die Schweinepest, und den Aothlauf der Schweine. Vom 25. Mai 1898. Nr. 2482. Bekanntmachung, betreffend die Aichung del Getreideprobers. Vom 14. Mai 1898. Nr. 23 del Reichs-Gesetzblatt», auSgegeben den 28. d. M., enthält: Nr. 2483. Bekanntmachung, betreffend Aenderuug der Betriebsordnung für die Hauptetsenbahnen Deutschlands vom 5. Juli 1892. Vom 23. Mat 1898. Nr. 2484. Bekanntmachung, betreffend Aenderuug der Bestimmungen über die Befähigung von Eisenbahnbetriebs- Seamten vom 5. Juli 1892. Vom 23. Mat 1898. Nr. 2485. Bekanntmachung, betreffend Aenderuug der Eignalordouug für die Eisenbahnen Deutschlands vom 5. Juli 3892. Vom 23. Mai 1898. Nr. 2486. Bekanntmachung, betreffend Aenderuug der Normen für den Bau und die Ausrüstung der Hauptetsen- Sahnen Deutschlands vom 5. Juli 1892. Vom 23. Mat 1898. Feuilleton. Im Monat der Htose. Aon I. C. Schmidt, Kunst- und Handclsgärtnerei, Erfurt. (Nachdruck verboten.) Die hervorragende Stellung unter den Blumen, abge- sehen von ihrer Schönheit und ihrem Duft, hat die Rose sich nicht zum mindesten dadurch erworben, daß sie sich in der mannigfachsten Form verwenden läßt. Giebt es einen schöneren Gartenschmuck, als eine Rabatte von Rosen, die man niedergehakt an der Erde entlang führt und dies Band in gleichen Entfernungen mit Hoch, und Halbstämmen unterbricht? Wie angenehm wird das Auge berührt, wenn eine Rasenfläche von einer Rosenpyramide unterbrochen wird oder wenn auf ihr in scheinbarer Unordnung, aber doch für den Tffect berechnet, Rosenbäumchen verstreut sind. Wie einladend ist es, wenn den Eingang zum Garten ein Rosenbogen überwölbt und hinten im Garten eine Nosenlaube zur Ruhe rinladet. — Dort steht ein alter, häßlicher, krummer Baum, er bringt noch immer genug Früchte, aber für das Auge ist er eine Unzterde. Der Rosenfreund weiß sich zu helfen. Er oflanzt eine Schlingrose an den Stamm und in wenigen Zähren ist das Bild ein anderes, ein heiteres geworden. So können auch alte Mauern, Felspartien, Stakete überkleidet werden. Ueberall stell sich die Königin der Blumen in den Dienst des Naturfreundes. Die Kunst des Gärtners hat ihre Arten so viel vermehrt und ihre Eigenschaften in diesen Arten so verschieden gestaltet, daß unter allen Verhältniffen die Rose verwendet werden kann. Wie aber jedes Kind, soll anders etwas aus ihm werden, seine besondere Behandlung haben muß, so auch jede Blume und nicht zum mindesten die Rose. Auch für sie giebt es Regeln, deren Nichtbeachtung die Ursache der mannigfachen Klagen über Mißerfolge ist. Die Rose macht int Allgemeinen wenig Ansprüche an den Boden, zumal wenn sie auf die Hundsrose (Rosa canina) veredelt ist. Treffen wir die letztere doch fast in jedem Boden Nr. 2487. Bekanntmachung, betreffend Aenderuug der Bahnordnung für die Nebenetsenbahueu Deutschlands vom 5. Juli 1892. Vom 23. Mai 1898. Gießen, den 8. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagerv.__________________ Das Berzeichniß der seit der vorjährigen Steuer- regultrung ganz neu erbauten, sowie der durch Bauveränderungen im Werthe erhöhten oder verminderten und der ganz abgegaogenea Wohnhäuser und GewerbSanlageu in der Gemeinde Gießen liegt von heute ab vier Wochen laug auf dem Großh. OrtSgericht dahier zu Jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 3. Juni 1898. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. Aus bett Berhaublttttge« der Ersten Kammer der hessische« Stände. nn. Darmstadt, 3. Juni 1898. Unter dem Vorsitze de» Fürsten von Isenburg- Büdingen trat heute um 11 Uhr die erste Ständekammer zur Berathuug des BeamtenbesoldungS-GesetzeS nochmals zusammen. Graf SolmS«Laubach als Berichterstatter erläuterte zunächst den vorgelegten Gesetz'Entwurf und gab dabet seinem Bedauern Ausdruck, daß der Ersten Sammer schon sehr oft wichtige Gesetz Entwürfe in überhasteter Ecke vorgelegt würden. Auch für da» BeamteubesoldungSgesetz treffe sein Bedauern zu und die» umsomehr, al» der Ausschuß in manchen Punkten nicht der Ansicht der Zweiten Ständekammer gewesen ist. Um da» Gesetz jedoch nicht zu gefährden und die Beamtenschaft de» Landes btr Wohlthaten des Gesetze» theilhaftig werden zu lasten, beantragt der Ausschuß, den von der Zweiten Kammer gefaßten Beschlüffen beizutreten. Ohne Debatten werden die Art. 1 bi» 19 genehmigt. Der Art. 20, welcher die Aufhebung der Wittweu- und Watsengelderbetträge bestimmt, wird ebenfalls mit allen gegen die Stimmen des Grafen Erbach-Erbach angenommen. Ebenso die Art. 21—30. Dem Art. 31, der den Termin deS Inkrafttreten auf den 1. April 1897 festsetzt, konnte der Ausschuß nur bedingungsweise zustimmen. Auch der Berichterstatter selbst ist der Ansicht, daß eS sich hier um eine bedeutende Summe handele | und daß die Zett, für welche diese Summe verwilligt werden an. Aber damit ist nicht gesagt, daß sie auf jedem Boden gleich gut gedeiht und sich zu gleicher Vollkommenheit entwickelt. Der ihr am meisten zusagende Boden ist nahrhafter tiefgründiger Lehmboden. Wer diesen in seinem Garten hat, darf den zukünftigen Standort seiner Rosen nur recht tief umgraben, ihn, wenn er zu bündig ist, mit Sand oder feingesiebtem Bauschutt untermengen, gut düngen, und die Rosen werden herrlich gedeihen. Am mindesten sagt der Rose der grobe Kiesboden zu. Sollen gleichwohl auf solchem Rosen gepflanzt werden, so bleibt nichts anderes übrig, als bei Gruppenpflanzungen die ganze für die Gruppe bestimmte Fläche einen Meter tief auszuheben und mit guter Erde auszufüllen, bei Einzelpflanzungen aber recht große Pflanzlöcher auszuheben, die ausgehobene Erde ganz zu entfernen und mit nahrhafter Lehmerde die Verpflanzung vorzunehmen. Sandboden ist zu leicht und zu arm an Nahrungsstoffen. In ihm leiden auch die Rosen in trockenen Sommern durch die Hitze. Man verbeffere ihn durch Beimischung von verwittertem Lehm, Dünger, gutem Compost. Kalter, nasser Thon- oder Lettenboden, auf dem die Rose auch schlecht gedeiht, wird dadurch verbeffert, daß man ihn womöglich entwästert, ihn tüchtig durchfrieren und verwittern läßt und ihn dann mit feinem Baufchutt, gebranntem Kalk, Holzasche, Compost und viel Dünger unter- mischt. Mehrjährige tiefe Cultur vor der Bepflanzung mit Rosen dürste bei dieser Bodenart angezeigt sein. Unter allen Düngearten bleibt auch für die Rose der beste der verrottete Rindviehmist. Er vereinigt alle die Eigenschaften in sich, die ein Dünger haben soll: Vermittelung der Nahrungsftoffe für die Pflanze, Lockerung und Erwärmung des Bodens. Statt seiner kann aber auch Latrinen- oder Hühner- und Taubenmist verwendet werden, dem aber, da er wegen seiner Kraft nur mäßig angewendet werden kann, Compost beizumengen ist. Bei einzelstehenden Rosen dünge man womöglich im Herbste. Man entferne das Erdreich in einem Umkreis von soll, bereits durchlebt sei. Von den Beamten könne rechtlich eine Entschädigung hierfür nicht beansprucht werben. Trotzdem hat der Ausschuß beschloffen, dem Artikel zuzusttmmen und beschließt die Kammer demgemäß. — Auch die Besoldung»- orduuvg wird ohne Debatte angenommen und damit ist da» ganze Beamtengesetz genehmigt. — Für die Erwerbung eine» Bauplatzes für das KreiSamtSgebäude zu Btugeu werden 26,000 Mk. bewilligt. — Dem von der zweiten Kammer gefaßten Beschluß, die Regierung zu ersuchen, wegen de» Baue» einer Bahn von Darmstadt nach Oppenheim einen Gesetzentwurf vorzulegeo, tritt die Kammer au» prinzipiellen Gründen nicht bet, da erst die 1890 bewilligten Bahnen gebaut sein müßten. Damit ist die Tagesordnung erledigt und vertagt sich die Kammer auf unbestimmte Zeit. Deutsches Reich. Berlin, 3. Juni. Der Kaiser ist heute früh bk 9 Uhr tu Martenburg eingetroffen. Er wurde von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Der Kaiser besichtigte die Arbeiten im Schlöffe und reiste um 11 Uhr weiter «ach Langfuhr bet Danzig. Berlin, 3. Juni. Anläßlich de» zehnjährigen Regierungsantritt» de» Kaiser» findet am 16. b». im Lustgarten zu Pot»bam eine Parade der Regimenter der Potsdamer Garnison statt. Berlin, 2 Juni. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist behufs Ordnung von Erbschafts-Angelegenheiten in Part» etngetroffeu. Berlin, 3. Juni. Heute Morgen 7>/, Uhr ist der Bureau Dtrector des preußischen Abgeordnetenhause», Geh. Rath Kleinschmidt, im Alter von 65 Jahren gestorben. Berlin, 3. Juni. Der „RrichSanzeiger" veröffentlicht das Gesetz, betreffend Abänderung deS Gesetze» wegen der Naturalleistungen für die bewaffnete Macht. Berlin, 3. Juni. Der „Post" zufolge find die neuerdings aufgetauchten Gerüchte über einen drohenden Krieg zwischen Chile und Argentinien unbegründet. Das Berhältniß zwischen den beiden Staaten sei keineswegs so gespannt, daß eine friedliche Beilegung deS Grenz-Coufltete» ausgeschloffen erscheine. Jedenfalls, so schreibt die „Poft", werbe die deutsche ReichSregterung eventuell ihre Landes- Angehörigen nicht schutzlos lassen. Dauzig, 3. Juni. Der Kaiser traf heute Mittag 12 Uhr 15 Min. hier ein und wurde am Bahnhöfe vom einem halben Meter so tief, daß die Wurzeln noch gerade bedeckt sind, bringe den Dünger in die Vertiefung, gebe bei Latrinen- und Geflügelmist einige Schaufel Compost darauf und fülle vollends mit der abgehobenen Erde aus. Stehen die Rosen in Gruppen, so läßt sich die Herbstdüngung nicht wohl anwenden, weil die Rosen zur Winterung in die Erde eingelegt werden müssen und da, wenn nicht besonders günstige Verhältnisse obwalten, die nächste Rose immer an den Fuß einer nebenstehenden gebettet werden muß. Kämen nun die Rosen in Berührung mit frischem Dünger, so brächte das den feineren den Tod und den kräftigeren zum mindesten Schaden. Unter diesen Verhältnissen wird man also erst im Frühjahr, sowie die Rosen aus der Winterung sind, die Düngung vornehmen. Will der Rosenfreund aber ganz besonders schöne Rosen erziehen, so darf er sich mit der Herbst- und Frühjahrsdüngung nicht begnügen, sondern es muß dieselbe während der ganzen Wachsthumsperiode immer von Zeit zu Zeit, besonders bei der Knospenbildung und nach der ersten Blüthe, ehe der Sommertrieb beginnt, wiederholt werden. Dies geschieht durch flüssigen Dünger, durch Jauche rc. Steht diese nicht zu Gebote, so veranlasse man arme Kinder gegen einige Pfennige zum Sammeln von Schafmist auf Schafweiden, werfe ihn in ein altes Petroleumfaß, übergieße ihn mit Wasser und lasse ihn gären. In kurzer Zeit ist er zergangen und man gewinnt durch Zusatz von Wasser einen vorzüglichen flüssigen Dünger. In kräftigen Zustande darf er nur vor und während des Regens angewendet werden. Tritt letzterer lange nicht ein und möchte man doch gerne düngen, so menge man den Dünger unter das Gieswasser und beobachte dabei die Regel: Besser stark verdünnen und öfter gießen, als wenig gießen mit starkem Dünger. Vor dem Begießen lockere man den Boden auf, damit das Wasser gleich in die Tiefe dringen kann und mache in der Nähe des Stockes kleine Gruben, damit es nicht abläuft, die man wieder zufüllen kann, damit die Verdunstung verhindert wird und die Wirkung eine nachhaltigere ist. Geuerallieutenant Pfurelsti empfangen. Er begab sich nach der Kaserne, um dort einen Imbiß etoznaehmeu. Darauf begab er sich nach dem Paradefelde, um über die dortige Garnison die Parade abzunehmen. Während derselben herrschte heftiger Regen und Sturm. Um IV, Uhr fand im Casino eiu Festmahl statt. ArrrUr»-. Bien, 3. Juni. Die tu auswärtigen Blättern verbreiteten Gerüchte von einem beabfichtigten Austritt der Polen aus dem ReichSrath, sowie von dem Rücktritt des Handels- Ministers Baernreither werden von cowpeteoter Sette für unbegründet bezeichnet. Paris, 3. Juni. Luch der„GauloiS" veröffentlicht heute eiu Telegramm, wonach Admiral Lervera sich während der Beschießung von Santiago nicht dort befand. ES verlautet, Lervera sei nach den Philippinen abgegaogeu, wo er binnen 14 Tagen erwartet wird. Die Flotte, welche sich bei der Beschießung am Eingänge deS Hafens befand, soll diejenige deS Admirals Puhlamh gewesen sein. London, 3. Juni. „Daily Mail" wird auS Wien gemeldet, Spanien solle ein neues Gesuch au die Großmächte gerichtet haben, damit dieselben tuterveniren und einen für Spanien annehmbaren Frieden herbeiführeu. Loudon, 3. Juni. Bei dem neuerdings wieder auf- genommenen Bombardement auf Santiago find nach einer Meldung aus Kingston zahlreiche Granaten in Santiago selbst geplatzt und haben auf der Alemada und in der ThomaSstraße großen Schaden verursacht. Die Martue- truppeu legten im Canal neue Seeminen. Mehrere alte Schiffe find bei Punta Corda versenkt worden, um die Einfahrt zu sperren. Ja der Stadt soll Panik herrschen. London, 3. Juni. Nach einer Meldung aus Havanna haben die Insurgenten unter der Führung Gomez, 600 Mann stark, einen Angriff auf das Fort La Cruz gemacht. Sie wurden zurückgeschlageu und ließen 68 Tobte auf der Wahlstatt zurück. Loudon, 3. Juni. Bei dem Untergang de» Dampfers »Jane Grey, der auf der Fahrt nach Alaska begriffen war, kamea 61 Passagiere ums Leben. 27 wurden gerettet. Unter den Ertrunkenen befinden fich zwei ForschungSreiseude. Antwerpen, 3. Juni. Aus LaS Palmas wird der Untergang des deutschen Dampfers „Lothar Bohlen" gemeldet. Die an Bord befindlichen 150 Personen wurden gerettet. Athen, 3. Juoi. Hier wurden heute Nacht starke Erderschütterungen verspürt. wahlbervegrrng. • AuS dem Wahlkreise Alsseld-Lauterbach'Echotteu wird geschrieben: Obschon nur 14 Tage uu» noch von dem Reichs- tagSwahltermiu trennen, ist in unserem Wahlkreis kaum von einer Wahlbewegung die Rede. Bon den Freisinnigen ist Schriftsteller Dr. EhlerS (Frankfurt a. M.), von den Social- demokrateu Buchdrucker Philipp Schmidt (Frankfurt a. M.), vom Bund der Landwirthe Oeconom Schade (Altenburg bei Alsfeld) als Eandtdat aufgestellt- letzterer wird von den Nationalliberaleu unterstützt werden. Biel klüger wäre eS gewesen, wenn mau, wie dies im Wahlkreis Gießen der Fall, seitens der liberalen Parteien fich auf einen Caudtdaten geeinigt hätte, um tu erfolgreicher Weise dem Antisemiten, seitherigen ReichStagSabgeordoeteu Bindewald, eutgegeo- zutretev. Dieser hat in Laubach bereits Schritte gethau behufs Miethe eines Saales, kann aber hier Niemanden finden, der bereit ist, der Versammlung zu präfidiren. *△ Mainz, 3. Juni. In der gestern Abend stattgehabtev Generalversammlung der hiesigen demokratischen Partei wurde einstimmig beschlossen, bei der bevorsteheuden Reichs- tagSwahl von der Aufstellung eines eigenen Candtdateu Ab- Frischgepflanzte Rosen dünge man im ersten Jahre nicht, ebenso entferne man im ersten Jahre die meisten Knospen, da dieselben doch unvollkommene Blumen bringen, die Pflanze wird dadurch gestärkt und bringt dann große und vollkommene Blumen im zweiten Jahre. Der Boden soll für die Rose nicht bloß gut zubereitet, sondern auch Wurzel rein sein. Dies ist er aber nicht in der Nähe von großen Bäumen, die bekanntlich in weite Fernen ihre Wurzeln treiben. Man pflanze darum Rosen nicht in ihre Nähe, sondern gebe ihnen einen freien Standort und pflanze neben sie nur seicht- und schwachwurzelnde Sommergewächse. Aber vielleicht hat ein Gartenfreund unter schattigen Bäumen ein lauschiges Ruheplätzchen und wünscht davor eine Rosengruppe- oder vor einer Baum- oder Gebüschgruppe würde sich ein Rosenrondell reizend ausnehmen, was ist da zu thust? Die Stelle tief ausgraben und die hereinlaufenden Wurzeln ausstechen hilft nicht viel; in rin, zwei Jahren sind die Wurzeln wieder hereingewachsen und in dem Maße stärker und dichter, als der Boden gedüngt und ver- bessert worden ist. Da hat sich denn folgendes Verfahren bewährt. Man gräbt die Pflanzstelle so tief aus, bis keine Wurzeln mehr von der Seite hereinlaufeu. Dann schneidet man alte oder neue Bretter, wie man sie gerade bekommen kann, in der Länge der Tiefe der Grube zu und stellt sie an die glatt und senkrecht abgestochenen Wände so, daß keine Spalte zwischen ihnen bleibt. Wo das nicht vermieden «erden kann, hat man dahinter ein schmales Brett zu bringen, das die Spalte schließt. Dann füllt man die Erde wieder ein. Die nun wieder wachsenden Wurzeln der Bäume büden einen ganzen Filz um die Bretter, dringen aber nicht gleich in Die Grube ein. Auf eine Reihe von Jahren thut dies Verfahren gut, bis die Bretter verfault sind, was aber langsam geschieht, da sie ganz in der Erde stecken. Dies Capitel ist etwa» prosaisch ausgefallen. Aber die Poesie der Blumen entfaltet sich auf dem Boden der Prosa. Da» ist nun einmal nicht anders. stand zu nehmen und der demokrattschen Wählerschaft zu empfehlen, schon t« ersten Wahlgang für den socialdemo- kratischeu Candtdateu Dr. David die Stimmen zu geben. Wenige Stimmen in der Versammlung vertraten die Ansicht, wenigstens einen Zählcandidaten aufzustellen, aber der Mangel au etuer geeigneten Persönlichkeit, sowie die Befürchtung, daß bei der völligen Aussichtslosigkeit des Steges eines solchen Candidaten die demokratische Wählerschaft fich zersplittern würde und das Resultat mithin die Stärke der demokrattschen Partei doch nicht erkennen lasse, bewog die Gegner des oben erwähnten Beschlusses, fich der Majorität onzuschlteßeu. Bon allen Seiten wurde betont, daß man mit de« Beschluß nicht von dem demokratischen Prinzip abweiche, sondern daß man lediglich, den Verhältnissen entgegenkommend, der am nächststehenden Partei Rechnung tragen wolle. • Hamburger Wahlkreise. Nachdem alle Bersnche, zwischen dem RetchStagSwahlverein, dem Liberalen Verein und dem verein der Freifiunigeu VolkSpartei, eine Einigung zweck» Aufstellung gemeinsamer Candidaten für die bevorstehende RetchStagSwahl zu erzielen, gescheitert find und der Reichs- tagSwahlveretn mit der Aufstellung eigener Candidaten jede wettere Verständigung unmöglich gemacht hat, haben fich auch die beiden fretfiuntgen Vereine zur Aufstellung eigener Cav- didateu entschlossen. Und zwar ist zwischen bem Liberalen Verein und dem Verein der Freisinnigen VolkSpartei ein Abkommen dahin getroffen worden, daß beide Vereine bei den Wahlen zusammengehen sollen und daß im zweiten und dritten Wahlkreis ein Candtdat der freisinnigen VolkSpartei, im ersten Wahlkreis ein Candtdat der fretfinnigeu Vereinigung aufgestellt werden soll. Der Liberale Verein ist fich zur Stunde über die Candidateufrage noch nicht völlig einig- doch darf als ziemlich sicher angenommen werden, daß der Liberale Verein die Candtdatur Herrn Dr. Theodor Barth-Berlin autragen wird. Dem Verein der Freisinnigen VolkSpartei ist eS gelungen, für den zweiten Wahlkreis in dem Bürgerschaftsmitglied Herrn W. Menzel einen geeigneten Candi- baten zu fiuben, während für den dritten Wahlkreis Herr Rechtsanwalt Dr. Türkheim al» Candtdat der freisinnigen VolkSpartei aufgestellt ist. Beide Herren haben ihre Bereitwilligkeit zur Annahme der Candtdatur bereits erklärt. Die Candidaten werden fich in einer Wählerversammlung, die für Anfang nächster Woche in Aussicht gestellt ist, ihren Wählern vorstellen. Locales und Krovinzielles. Grüuberg, 1. Juni. Wie nunmehr bestimmt ist, soll das fünfundzwanzigjährige Stiftungsfest der hiesigen freiwilligen Feuerwehr am 7. August d. I. gefeiert werden. Von den Gründern des Vereins gehören noch 13 jetzt als active Mitglieder der Wehr an. n. Ober-Roßbach, 3. Juni. Herr Lehrer Wal brecht hier feierte gestern unter großer Betheiltgung Seilen» der Ge- metudeangehörigen sein 50jährige» Dienstjubtläum. Al- Vertreter der Großh. KretSschulcommisfion waren erschienen die Herren Geh. RegterungSrath Dr. Braden, KretSschul- Inspektor Süß und Dekan Kalbhenn. Ebenso betheiligten fich an der Frier Herr Dekan Meyer von Friedberg und alle Lehrer deS Bezirk». Die Gemeinden, in denen Herr Wal- brecht früher gewirkt hat, hatten Vertreter gesandt. Um 10 Uhr begann in der zu Ehren dcS Jubilar» geschmückten Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, der Gotte»- bitnft, in dem der Ortsgetftliche, Herr Pfarrer Becker, unter Zugrundelegung der Btbelstelle Luc. 10, 20 auf die reichgesegnete Thätigkeit de» Gefeierten htnwie». Hierauf brachte Herr Geh. RegterungSrath Dr. Braden die Glückwünsche der obersten Schulbehörde und der KretSschulcommisfion und überreichte dem Jubilar die ihm Allerhöchsten Ort» verliehene OrdenSauSzeichnung. Herr Decan Meyer verlas sodann ein Glückwunsch- und Dankschreiben deS Ober-ConfistoriumS für die Dienste, die Herr Walbrecht al» Organist und ReltgionS- lehrer der Kirche geleistet hat. Die Gemeinde gratultrte durch unfern Herrn Bürgermeister und überreichte ein schöne» Bild, den predigenden Jesu» darstellend. Für den Kirchen- und Schulvorstand brachte Herr Pfarrer Becker die Glückwünsche dar. Herr Lehrer LooS von Södel, ein alter rüstiger Lehrerveteran, der noch in der Schule thätig ist, obgleich er vor fieben Jahren sein 50 jähriges Jubiläum gefeiert hat, that dasselbe im Namen der Lehrer, die einen schönen Ruhe- seffel al» Andenken gestiftet hatten. Auch der nichtamtliche Lehrer-Couferenzbezirk Friedberg gratultrte durch Herrn Lehrer Müller von Fauerbach. Mit Ueberreichung eine» Haussegens und Darbringung der Glückwünsche Seitens der Schüler durch die oberste Schülerin schloß dieser Thetl der Feier. Am Nachmittag fand ein Festessen statt, bei welchem eine stattliche Anzahl von Toasten au-gebracht wurde. Der evangel. Gottesdienst und das Cultusgebäude. Thesen der am 9. Juni in Gießen (Stein» Garten) stattfindenden theologischen 6onferen|. 1. Die innere und äußere Gestalt des cd. Cultusraurnrs wirb in erster Linie nicht bestimmt nach ästhetischen oder kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten, sondern nach dem Zweck und den Formen deS Gottesdienstes in der Gegenwart — und für die Gegenwart. 2. Dieselbe Stellung, die der ev. Gottesdienst nach seiner Entstehung und religiösen Grundlage zur Tradition kirchlicher Sitte einnimmt, gilt auch für dm EultuSraum. Darnach bestimmt sich die Forderung, inwieweit das ev. Eultuvgebäude confefRoneQ fein foll. 3. Der ev. Gottesdienst fordert von dem EultuSraum, der nicht Wohnstätte Gotte», sondern Versammlungsort der feiernden Gemeinde ist, dah daS Wort de» Ltturgm und Predigers überall hörbar ist, b. h. die Kirche muß akustisch sein und darf eine dementfprechende Größe nicht überschreiten; daß die liturgischen Handlungen der Gemeinde sichtbar find b. h. der Raum muh frei fein; daß daS allgemeine Priefterthum der Gemeinde feinen Ausdruck findet d. h. die Kirche muh ein einheitlicher Raum fein. Nach bitfer Hinsicht ist ein „Chor" unnöthig 4. Da das gottesdienstliche Lebm im Protestantismus in den Einzelgemeinden und Einzelkirchm fich stet» individuell au-gestaltel hat und auSgestallm soll, fo ist die Art und Weise, wie diele Ford* * rungen erfüllt werden, abhängig von localm Sittm und Wünsche». (Reform. Luth. Unirt. Gottesdienst usw.). 5. Ein prinzipieller Grund, oerschiedme (Stätten für die einzelnen Elemente und Acte de» GotteSdimstes in dem EultuSraum anzu- orbnen, besteht nicht. Die kirchliche Sttte aber verlangt für die Worto-rkündigung der Prediat die Kanzel, für die verschiedenen Formen deS Gebets und der Lection wie für einzelne liturg. Handlungen ein Betpult oder einen „Altar", für - die Abmdmahlßfeier einen Tisch ober einen „Altar", wobei in dm meisten Kirchen der „Altar" als Stätte der „Liturgie" und der AbmdmahlSseier zugleich bient. Die Stellung deS Taufstein», der nicht an dm Eingang gefrört, ist für die Raumanlage ohne Bedeutung. 6. Die Grundformm biefer lit. Stätten finb nicht zu entbehren. Jede Form, die nicht unmittelbar dem lit. Zweck dient, ist auf ihre» Zusammenhang mit der gegmwärtigm Frömmigkeit zu prüfen. 7. Ob von biefen lit. Stätten die eine, der Altar, einen be» sonderen Raum (Ehor, ApfiS) für fich erhalten foll, mtscheidet die Ansicht über das Verhältnih von Allardimst (Liturgie) und Abmdmahlsfeier zur Predigt. 8. ES ergeben sich daher zwei ©litten, die in dem Eultu». raum sichtbar sein und fich zugleich an der für die Akustik geeigneten Stelle befinden und welchm sich die Sitze der Gemeinde zuwenden sollm (nicht „inmitten der Gemeinde"). Ihre Vereinigung an einem Ort in irgend einer Form ist die einfachste Lösung der Frage und ist nicht au» liturgischen Gründm zu oerwerfm. Wo aber ein besonderer Raum für Gebet und Abendmahl verlangt wird, ist die Kanzel jedenfalls in die Nähe be8 Altars zu stellen. In btefem Fall bleibt der Altar der Hauptpunkt des Raume». 9. Sind die Emporen unvermeidlich, so sind sie mit der Rauwanlage und dem Aufbau organisch zu verbinden. Der Zweck und die Bedeutung, die der Orgel und dem Sängerchor im Gottesdienst zukommt, sprechen gegen ihre Verbindung mit den liturgischen Stätten. 10. Sofern die Gröhe der Gemeinde besondere Räume für die Nebengottesdienfte verlangt, find solche womöglich mit dem Raum für den sonntäglichen Hauptgotte-dienst zu verbinden. Dagegen kann es nicht grundsätzlich gefordert roerben, daß ihm bie Räume für die katechetischen und foctalen Tätigkeiten der Gemeinde angeschlossm werden. 11. Durch diese Grundsätze der Liturgik wird die Raumanlage (Grundrih), dann aber auch der Ausbau (Querschnitt) und die Formensprache beeinflußt. 12. Die Resultate der neueren Versuche im Kirchenbau find, daß hinsichtlich der Raumanlage für kleinere Kirchen die oblonge Form in Gestalt der einschiffigen und zweischiffigen (svmmetrifch und unsymmetrisch) Langhausbauten, für größere Kirche der dreischifsige Langhausbau (Hallenkirchen, mit schmalen Seitenschiffen) und der Centtalbau (mit ober ohne Kreuzsorld) angewendet werden- 13 Tfrürme (Glockenräume, Treppenhäuser) tonnen (bei ausreichenden Mitteln) aus practischen und historischen Gründen nicht tnebr fehlen, lieber ihre Stellung und Verbindung mit dem Gebäude entscheidet die Architectur. Die Orimtirung der Kirchen ist nicht nothwendig. 14. Es ist Aufgabe der Architectnr al» Kunst, Raumanlage, Aufbau und äußere Formengebung in eine innere Harmonie zu bringen und fo dem Zweck und der Idee deS Bauwerkes einen entsprechenden und auch nach außen hin erkennbaren Ausdruck zu geben. 15. Der Zusammenhang des Kirchenbaues mit der Kunst ia der Geschichte lehrt, daß der Kunst bie Freiheit bleiben muß, wie sie die liturgischen Forderungen erfüllt. 16. Wenn man unter Baustil bie Eigenart künstlerischen Ausdruck» versteht, mit welcher Raumanlage, Rauwausbau und Formen- gebung in eine innere Einheit gebracht sind, so entspricht ke«ner der sogen, kirchlichen Baustile dem ev. EultuSraum der Gegenwart. 17. Versteht man unter Stil die Formensprache ober die Technik, so ist keiner auszuschließen, der den liturg. und practischen (Bauplatz, Geldmittel, Baumaterialien usw.) Verhältnissen entspricht und welcher der Feier und der Andacht des ev. Gottesdienste» dient und sie erhöht. • Deutsche EchiffSbaukaust. Der neue Dampfer, den die Hamburg Amerika-Linie auf der Werft „Vulkan" bet Stettin bauen läßt, wird alle jetzt schwimmenden HaudelSdampfer an Geschwindigkeit übertreffen. Diese soll 23,5 Seemeilen betragen. Da» Schiff erhält eine Länge von 209,1 Metern und eine Brette von 20 Metern. Die beiden vierfachen Expansionsmaschinen sollen zusammen 86000 Pferbekräfte entwickeln. An Größe wirb dieses Riesenschtff aber noch von dem in Bau befindlichen Dampfer,Dceantc" der White Star Line in England Übertroffen werden, denn dieses Schiff erhall bet gleicher Breite wie der vorgenannte deutsche Dampfer eine Länge von 213,3 Meter. Mit diesen Schiffen ist man wieder auf die Größe de» ,®reat Tastern" zarückgekommea, der, im Jahre 1860 von Scot Ruffel all Rad- und Schrauben- dampfer erbaut, eine Länge von 207 Meter, eine Breite von 25,3 Meter und ein Deplacement von 27 000 Tonnen besaß. Die Maschinen inbicirten zusammen 7650 Pferbekräfte und verliehen dem Schiff eine für bamaltge Verhältnisse ganz außergewöhnliche Geschwindigkeit von 14,5 Seemeilen. * Die erste Lokomotive in Oftafrika. Bon der britischen Uganba-Eisenbahn finb bie ersten 100 engl. Meilen (160 Kilometer) dem verkehr übergeben worden, uud e» ist auch schon der Fahrplan erschienen. Der Dienst wird gegenwärtig von einem einzigen Zuge versehen, der von Kiliobini am DienStag, Donnerstag, Freitag unb Samltag jeder Woche abgeht. Vorläufig geht eS freilich noch recht langsam ans dieser Bahn, denn der Zug, der 7 Uhr 20 Min. Kiliodtoi verläßt, ist erst um 4 Uhr Nachmittags an dem andern End- punkte Boi, die Geschwindigkeit betragt also nicht einmal ganz 20 Kilometer in der Stunde. Die Rückreise geht etwa- schneller unb bauert nur etwa» über sechs Stnnben. Auße den genannten Orten find noch neun Stationen vorhanden* Makupa- Brücke, Changamwe, Unter - MazeraS, MazeraS Mariakani, Maja Chnmoi, Samburn, MacKinuon-Straße und Maungo. Für bie Reisenden giebt e» drei Klassen mit recht verschiedenen Preisen. Die ganze Strecke kostet in der ersten Klasse etwa 38 Mk., in der zweiten 19, unb in bet dritten 3.50 Mk. Für die Beförderung von Vieh und Gepäck ist ausgezeichnet Sorge getragen, unb bie Eisenbahngesellschaft fieht bet Benutzung ihre» Werke» mit großer Zuversicht entgegen. " Ter Zug in» Goldland. Die Zahl ber Golbsuchenben, bie seit Januar auf ihrem Wege nach Kloudyke bie Berg- Pässe überschritten Haden, wirb auf 25,000 geschätzt. Ein durch Taue geschützter Fußpfad führt schon bi» zur Höhe de» Chilkoot Passe», während durch den Weißen Paß bereit» acht Kilometer Weges fertig geworben finb, auf denen Wagenverkehr möglich ist. Mlis-z -s* SÄ 3 KaMarien a «rnborn " Ubti tomme WM D Groß-- ifOrP PaMgarM, Mack zu flW Gießen, den Großh- Obers VorUagdmi 2 Ubr, ottfrev tzellnsM 0, 1 Billard, 1 Sepbas, 6 2 LednW Gießen, den - 5646 Mutt M Nontag de Rachmi int -Adler" zu im Auftrage des öfftntlidi gegen i 66 tat-N 47 „ N Versteigerung zu jedem atmt: 6647 tzn sind i selben ün oon® nimmt Hlo ( Spod d°n 8 Sdjui Croquet- Ten Nrrott) Kindl : ttnj SSM * ■s^usr ,b'"8X)2ftj SWto' s> d" @®J 2: ÄKtaT'“Ä ex*' «E8"Ed^ Jj^Drid unbbtmßffl* ® «kSw ibrt Perbkdmz:. j^Wonbt« Rjinne ft|| 1 mti btn'JJ LD?bK?-Wie '7 *&m dir Siume föi |j B drr @nndnbt ongt|ityr< ßtorg« wirb bie Ramch »fbw (Cuerjjnltt) uh Laillche ta kirchmbL h uemere Rinbm ble efcj »wchchtffiga (Igmmtttjjj SMae Lirche btr faHfi stla Eettroschtffm) ui k «igrombd wnbm. ppaMuftr) kömim (bee mb biftortitbtn Srünbtr: t-erbtnbung mit ban fcx ittmng drr Kirchen isltz mr tis 8unü, Rmuch m eine innere Herum p Iba bri Binserkks cka * fffennbirm Zaibnuf jagiha 'teobues mit btr Nfl b 1 §rechck bleiben muß, *i (rifltMrt künstlerischen Sv 11 famafbau uab §omek fytb, io entspricht keiner bß ;!raim btr @tgromad. rrvevspreche ober btt Technik, utg. und vricliichev (8au= MMu tn\W und ts.WW Wmi IN nrot Dm!», den ti ktft ,8nltan“ bei Sick mtnbtn H-vbeitba-chsn s Diese soll 23,5 Semck ; W,e von 209,1 WB m. Die beidw viM mta 36000 W* l SMnlMf Dccanic1 btr t,' hm M',6dÜ ■runtt lii|i4! Sii Miln S*18® jliall Sib-nl1®4* 207 Hirt«.ttal 8"*L etI 27000 t»-11; ,,, 7650 $|i'bl!,‘1"® £# ®^51* ” ... 145 Arottilro. DC” 1 ' Ron ber bliB * «*-’.■ H ®V ,x. ianfl|atn t- ?<•■»»*,5 sKjj! * *5 !*•*?> Ä'ÄJJ fW 'ß’iiiiH in VersteWimgA Hkuglllg-DkrßkigerMg. Donnerstag den 9. Juni ds. Js. wird das Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Ge- Markungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie das Gras von den Schneisen und zerstreut liegendes Gehölz in der Forstwartei Baumgarten auf dem Rathhause zu Watzenborn versteigert. Die Versteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr. Hierbei kommen auch 52 gebrauchte Dungsäcke zum Ausgebot. Nähere Auskunft ertheilt der Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten, sowie Güteraufseher Mack zu Hausen. Gießen, den 1. Juni 1898. Großh. Oberförsterei Schtffenberg. Heyer. 5645 jwenarii|S ° Carbolineum Seit 20 Jahren bewährt. 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