prachtvoll« unnne tzeiell- tet. 4736 btoi mj tn 'Sötte lltbtDoHe nb lagen Un^ München ) in den Stanii Md vorhanden. Mer. We. ^WS 4293 Montag -en W mbcu w 4748 - in Hose niii IPfg.an. bogt per o' 0 a D itig gebogt, in. WM» flij, ewf* .,a lerSweg '>■'• rr»" 86.3-1 10280 9500 101^ 10150 ■* < 4 SO . er-A-M ssSss8 Nr. 104 Zweites Blatt. Donnerstag den 5. Mai 1SS8 Erscheint täglich eit AuSnohmr dkS Montags. Die Gießener Mamillen blätter eerden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelrgt. Sießener Anzeiger Aer»g»»rtw vierteljährttch 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf,, mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgeebtn Tag erscheinenden Nummer bis Lorrn. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen.BermittlungSstellen de« An- und LaSlacke» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger attDWM. Amts- «nd Anzeiseblatt für den Areis Gieren. ■".-S-r | Gratisbeilage: Gegner Fllmilimblättrr. """" *"“•• Amtlicher Theil. Gießen, den 2. Mai 1898. Bett.: Die Vertilgung der Blutlaus. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien bezw. Orts- polizeibeamteu des Kreises. Nach dem in obiger Angelegenheit erlaffenen Reglement vom 3. Februar 1888 — KreiSblatt Nr. 32 — hat im Lauf de» Monat» Mat durch die zu bestellende Commission eine Untersuchung der Aepfelbänwe auf da» Vorhandensein der Blutlaus stattzufiaden. Wir beauftragen Sie, diese Untersuchung vornehmen zu lasten und über da» Resultat bi» Ende Mat zu berichten. In die Commission sind möglichst dieselben Männer zu wählen wie in früheren Jahren, oa bet denselben eine beffere Erfahrung im Auffiadeu oer Blutlau» vorausgesetzt werden darf. Besondere «usmerksamkeit muß bet der Besichtigung denjenigen Bäumen geschenkt werden, an welchen in den letzten Jahren die Blutlaus gefunden wurde. In den Berichten ist anzuzeben, ob sie sich hier wieder gezeigt hat. Wird da» Jnsect gefunden, so ist mit der Reinigung der Bäume nach den Vorschriften de» Reglement» al»bald vorzugehen. Wegen der besten Art der Vertilgung verweisen wir auf unser Ausschreiben vom 9. Juli 1887 — Kreis- blatt Nr. 160 —. _______v. Gagern.__ Gießen, den 2. Mat 1898. Bett.: Die Ableistung de» Huldigung»- und Verfassung»- etde». Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen a» die Gr. Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen der Amtsgerichtsbezirke Grüuberg und Homberg. Die Ableistung de» Huldigung»- und DerfastnngSetdes der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen OrtSbürger, sowie derjenigen Großherzogltch Hessischen Unterthauen, welche sich, ohne Ort-bürger zu werden, verheirathet haben, soll rote nachstehend angegeben, stattfinden: 1) der OrtS- und Staatsbürger au» den in den Amt». gerichtSbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden de» Kreises Gießen Mou- , tag, den 16. Mai d. I., Nachmittags 2i/, Uhr, in dem Rathhause zu Hungen- 2) der OrtS- und Staatsbürger au» den tn den Amts- gertchtSdeztrken Lich und Butzbach gelegenen Ge. meinten de» Kreise» Gießen Mittwoch, de« 18. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Rathhause zu Lich- 3) der OrtS- und Staatsbürger aus den tn dem Amt». gertchtSbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag, deu 24. Mai d. I., Bormittags 11 Uhr, tu dem RegterungSgebäude (auf dem Braud) zu Gießen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Borgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten fich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Bekanntmachung. Die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz entweder ganz oder theilweise nicht selbst bewirthschaften, werden hierdurch aufgefordert, bei der Bürgermeisterei derjenigen Ge- meinte, in deren Gemarkung die Grundstücke liegen, bis rum 1. Juui l. ?. schriftlich oder mündlich zu Protokoll den Antrag zu stellen, daß der auf die Steuercapttalien ihrer Grundstücke ober einzelner derselben entfallende Beitrag zur BerufSgenoffenschaft von einem Anderen, als BetriebSnuttr- «hm« zur Zahlung B«pfl,«h°b-° w-.d-n. 'v e Anträge müssen auch die nöthigen Angaben über die Pacht- erträgniffe der einzelnen Loose enthalten. Sodann wird zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß nach 5 10 der Verordnung vom 11. Juni 1888 von nach, vrrzrlchnitkn Dbjtclcn ein Beitrag zur Berus«gen°ffeu!ch°st nicht erhoben wird: 1) von Grundstücken, welche zu einem land- ober forst- wirthschaftlichen Betriebe überhaupt nicht gehören - 2) von allen Gebäuben nebst zugehörigen Hofräumen, Hau», unb Ziergärten; 3) von GrunbstÜcken von Betrieben, deren S'tz außerhalb de» Landes gelegen ist- 4) von steuerpflichtigen Grundstücken, deren land« und forst, wtrthschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei eß, daß jede Nutzung aufgehört hat, sei e8, daß an Stelle der land- oder forstwirthschastlichen eine gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch). Diejenigen Grundbesitzer, welche derartige Befreiung», gründe, die sich der amtlichen Keuntniß entziehen, geltend machen können, werden aufgefordert, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher da» Grundstück gelegen ist, bis zum 1. Juui l. I zu be- antragen. Gießen, den 3. Mai 1898. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 3. Mai 1898. Betr.: Die land, und forstwirthschaftliche BernfSgenoffen- schäft für daS Großherzogthum Heffen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen und Uhren-Geschäfte-. Er warf gegen den Geschäftsinhaber eine Bombe, welche explodirte und die Kleider des Juwelier» in Brand steckte. Paffanten gelang e», den Räuber zu überwältigen, trotzdem derselbe auf mehrere Personen Revoloerschüffe abfeuerte. London, 3. Mai. Dem „Standard" zufolge bombardirte da» amerikanische Geschwader gestern Manilla. Die Amerikaner haben da» Kabel bei der Insel Loregrdo» durch» schnitten. Die Befestigungen von EoregedoS wurden gleichfalls demolirt. Manilla steht in Flammen. Die Befestigungen von Cavite gleichen nur noch einem Trümmerhaufen. Washington, 3. Mat. Der Rapport über die Schlacht von Cavite ist hier noch nicht einqetroffeu. Der Marineminister glaubt, daß derselbe heute Abend oder morgen früh eintreffen wird. Rev-Yott, 3. Mai. Wie verlautet, ist die vor Cuba statioatne amerikanische Flotte zurückberufen worden, um der von Portorico signalifirten spanischen Flotte eine Schlacht zu liefern und sodann b turoerstunde reihten sich einige Turnspiele an und nach Beendigung derselben wurde die Wahl de» ersten und zweiten BezirkSturnwart» vorgenommen. Al» erster wurde wieder- gewählt Wi g an dt-Gießen und an Stelle de» zurücktreteuden zweiten Turnwart» (Will-Wetzlar) Frech-Gieß-n. E n gemeinsamer Spaziergang und darauffolgendes fidele» Bet- sammensein in der Turnhalle schloß die in zufriedenstellender Weise verlaufene Veranstaltung. Bod-Rauhei«, 30. April. Der neuernannte Großb. Polizeicommiffar für Bad-Nauheim, Dr. jur. Felix Ortwein, seither bet der Staatsanwaltschaft in Mainz beschäftigt, wurde heute bereit» vereidigt uud in seinen Dienst eiugeführt. §§ Hartmann,Hain, 2. Mat. Heute Abend gfgen »/.IO Uhr ertönte plötzlich Feuerlärm- eS brannte in der Hofratthe de» Kaufmanns und Gastwirth» Jobs. Ahlbrand hier. Mit Hilfe der sofort herbeigeetlten Pfltchtfeuerwehren von den benachbarten Orten Herchrnhain, Sichenhausen uud Bolkart». Hain gelang e», da» Feuer auf seinen Herd beschränken zu können, sowie auch noch den unteren Stock de» Wohnhause» zu retten. S» sollen viele vorräthe au Specereiwaaren usw. , verbrannt sein. 8. Echzell, 3. Mai. vom herrlichsten Frühltngswetter! I wurde unser gestriger Mai markt begünstigt und e» wogte nur so hin und her in den Straßen, vormittag» war Vieh- markt, auf de« die Geschäfte ungemein flott gingen. Große Zufuhren von allen Sortimenten Schweinen waren erfolgt, doch bi» Mittag war Alle» bis auf das letzte Stück verkauft. Mau zahlte willig 40, 45, sogar 48 bi» 50 Mk. für da» Paar Milchferkel t« Alter von 6 bi» 8 Wochen. Daß sich die Kartoffelpreise so hoch wie seither hatten werden, glaubten die Leute keineswegs, sonst würden sie keine so riesigen Preise für Schweine angelegt haben, denn ältere Thiere kosteten 80, 90 bis 120 Mk., je nach Alter uud Schönheit. — Wir find sozusagen mit einem Sprunge vom naßkalten Wetter in den Sommer gerathen. Die Maikäfer waren durch die Näffe zurückgehalten worden, deshalb brachen sie am Sonntag- und Montag-Abend bei un» mit einer solchen Wucht hervor, wie man e» seit 50 Jahren nicht mehr erlebt hat. In der Luft toste e», al» wäre ein halbe» Dutzend Dreschmaschinen in Thätigkeit. Die Käfer prallten so heftig und zahlreich wider die Fenster der Häuser und der Eisenbahnwagen, daß e» knallte wie Peitschenschläge. Frauen und Mädchen, die gerade zur Flugzeit in der Nahe von Bäumen waren und Kleider au» Wollstoff trugen, wurden fast zur Verzweiflung gebracht, denn in kurzer Zett hiugeu 50 und mehr Käfer an den Kleidern, von denen die Jnsecten schwer abzulesen waren. Mau zahlt hier 60 Pfg. für die Meste Käfer. Die Schulkinder haben jeden vormittag bis 9 Uhr frei, um Maikäfer sammeln zu können- an manchen Bäumen hängen sie klumpen- weise, 6 bi» 8 Stück, aneinander. E» ist kaum zu schildern, wie diese gefräßigen Jnsecten an den beiden letzten übenden gewüthet haben. — Heute hat unser Ktrchthurm, der im März vorigen Jahre» vom Blitz getroffen wurde, einen Blitzableiter erhalten. — Die Gewitter im abgelaufenen Monat haben bei un» nicht geschadet. Getreide- und Kleefelder, Obstbäume und Wiesen sehen sehr schön und vielversprechend au». + Eichelsdorf. 4. Mai. Hier und in dem Nachbarorte Ober-Schmitten graffirte die Influenza seit der letzten Woche- jedoch ist solche wieder im Abnehmen. N. Salzhausen. 3. Mai. Mit allen Kräften wird ge« schafft, daß die Quellen- und Rohrleitungen, die neuen Bade- zellen und die übrigen neuen Einrichtungen bi» zum 15. Mai fertig werden, denn an diesem Tage wird die Saison eröffnet. Der Bau der neuen Villa hat begonnen- eö ist weitere» fiScalische» Gelände versteigert worden, um die Baulust avzuregen- die SpeculationSlust hat sich aber wehr geregt und sie hat gründlich FiaSco gemacht. Einige besonder- kluge Köpfe gedachten bet dem Geländeverkauf ein feine» Geschäft zu machen, sie hatten jedoch die Rechnung ohne den Wirth, d. h. ohne Frankfurter Scharfblick gemacht und jetzt können sie fetlbtetrn. So hebt man die aufblühende Badeanstalt — — nicht. * Eine internationale Auffahrt bemannter und unbemannter Luftballon» findet gleichzeitig in Berlin, Wien, Krakau, München, Straßburg, Part», Petersburg, Moskau und Warschau in der Zeit vom 1. bi- 10. Juni statt. Die Ballons sondes, selbstregistrtrende BallonS ohne Bemannung, werden in Zukunft herabhängende Fahnen mit sich führen, auf denen in deutscher, russischer, französischer uud italienischer Sprache zu leien fein wird: „Vorsicht!" „Feuer und Pfeifen fort!" „50 Mark, 30 Gulden Belohnung!" „Oeffaet die rothe Tasche!" rc. rc. Durch diese Maßnahmen soll e» e wöglicht werden, die Auifindung und Bergung der Ballon» zu erleichtern. Bon den 58 bisher aufgelaffenrn Ballons sondes sind alle wieüergefunden worden. An Bergelohn wurden rund 8000 Mark ouSgezahlt. • Original-Mittheilungen über Marinewefen. Auf dem auf der Werft von Schichau in Danzig für den Norddeutschen Lloyd im Bau befindlichen neuen Schnelldampfer „Kaiser Friedrich", der binnen Kurzem zur Ablieferung gelangen soll, wird jetzt eine fieberhafte Thätigkeit entwickelt. Ueber 1500 Mann, darunter alle Arten von Handwerkern, sind auf dem Schiffe beschäftigt, in dem äußeren und inneren Ausbau die letzte Hand anzulegen. Soweit sich schon jktzt ein Ueberblick gewinnen läßt, wird der Dampfer „Kaiser Friedrich" eine» der schönsten Schiffe der Gegenwart, der bald berufen sein dürfte, in Gemeinschaft mit seinem größeren Vorgänger, dem Dampfer „Kaiser Wilhelm der Große", die Führung im nordatlantischen Schnelldampferverkehr zu übernehmen. Jmponirend wirkt auch die Maschtnenanlage de» Schiffe-. Die beiden Hauptmaschinen bestehen aus zwei vierfachen ExpanfiouSmaschinen mit je fünf Cylindern von 1100, 1650, 2370 und zwei von 2330 Millimeter Durchmesser. Die Maschinen werden zusammen eine Srast von 26 000 Pferdestärken entwickeln, bei einem Kohlenverbrauch von etwa 440 Tonnen. Die Chlindcr find auf der freitragenden Grundplatte durch stählerne Säulen monthrt. Die Grundplatte von jeder Maschine brfitzt ein Gewicht von 78 000 Kg., da- Gewicht eine» Satzes Chlinder für die einzelne Maschine be trägt 165 000 Kg. Die Anker und KetteuauSrüstunq de» Schiffe» besteht au» vier schweren Bugankern, 1 Heckanker und Warpanker, an Ketten find vorgesehen: 1540 Meter von 74 Millimeter Stärke und 135 Meter von 50 Millimeter. Jedes Glied der 74 Millimeterkette ist 450 Millimeter lang und 36 Kg. schwer. * Eine Bettlerin. Daß da- Betteln doch immer noch zu den einträglichsten Berufen gehört, wenn man nur versteht, aus da- Mitleid der lieben Mitmenschen in der richtigen Weise zu wirken, bewies eine alte Frau, die kürzlich vor dem Strafrichter in Zürich stand. Freilich war sie, wie fich herau-stellte, nicht mehr im Vollbesitz ihrer Geiste», krafte, aber auf das Betteln hat sie sich vorzüglich verstanden. Die- bewies eine genaue Ausnahme, die gleich nach ihrer Verhaftung von dem Inhalte ihre» Zimmer» gemacht wurde. Hören wir den Bericht de- Herrn Dr. B. von der freiwilligen Armenpflege: Da» Zimmer hat eine Grundfläche von 18 Kubikmeter. Davon waren etwa zwei Dritttheile über Maane»höhe mit Kisten verstellt, über und zwischen diesen lag eine dichte Schicht von Kleiduug»stückeu und Papter- packeten — der letzteren, von den verschiedensten Dimenfionen, mochten etwa 500 bis 700 Stück vorhanden sein — und so war da» Zimmer mit Maaren vollgepfropft, daß nur eine Art Wtndegang frei blieb, der von der Thüre zum Bett und von da zum Fenster führte. Dieser Gang selber war mir Päckchen, Brodftücken, Törtchen und Würstchen förmlich ge- pflastert und dazwischen — nein, da- wollen wir da» Ge- heimniß der Proceßacteu bleiben laffen. Da» alte, längst ungenießbar gewordene Fleisch, welche» im „Inventar" der Nahrungsmittel erwähnt ist, fand fich, in vielen Packeten vertheilt, in den obersten Lagen deS Lagers. Nur um dte Lebensmittel allein fortzuschaffen, waren vier Fuhren nvthig! Man hat fich die Mühe gegeben, zu zählen, wa» man im Zimmer der Bettlerin als Ergedniß ihre» Sammeleifer» der letzten Jahre aufgespeichert fand. E» wurden gezählt: 348 Stücke Brot, darunter ganze Brote, 1109 Weckli, darunter, au» Weihnacht-- und Neujahr-zeiten offenbar, Eierringe und Zöpfe, 293 Stück Törtchen und Torten bi» zum Werth von 1 Fr., 140 Würste (Cervelat, Landjäger, Blut- und Leberwüeste), 177 Fleischftücke, die zusammen rund 50 Kgr. wogen, 10 Kgr. rohe» Obst, 14 Kgr. Kartoffeln, 11 Kgr. gedörrte» Obst, 10 Kgr. Zucker, 4 Kgr. Rei», 3 Kgr. Mai», 14 Kgr. Kaffee (gemahlen), 7 Cichorienpackete, 7 Kgr. Käie, 5 Kgr. süße Butter, 14 Kgr. gesottene» Fett, 15 Eier, 27 Schabztgerstöcke, 17 Wähenstücke, 60 angebrochene und 13 verschlossene Weinflaschen. Uud jetzt die Kleidung», stücke und übrigen Habseligkeiten der armen Bettlerin! Man fand im Zimmer der Rofiua Huber: 219 Röcke, Umläufe und Uuterröcke, 263 Jacken, 300 Schürzen, 170 wollene Halstücher, 45 Paar Schuhe, Pantoffeln und Finken, darunter ein Paar neue Schuhe, 536 Paar Strümpfe, 60 Handschuhe und Aermeli, 22 Hüte, 13 Schirme, 333 Hemden, wovon 58 Herrenhemden, 91 Frauenhosen, 155 NaStücher, 19 neue Stoffrestenftücke, 22 Bettanzüge, 29 Leintücher, 2 Tischtücher, 60 alte Handtücher, 11 Säcke voll unsortirter Lumpen, 10 verrostete Scheeren und 10 Brillen tu Papier verpackt, 98 Taffen, Gläser und Teller, 26 Messer, Gabein, Löffel, 3 alte Sack- meffer, 65 Medizinfläschchen und Salbeichächtelchen, 11 Stück angebrauchte Seife, in zwei Schachteln: „Bleistifte, Feder- Halter, kleinere Bilder, Schmuckkästchen und Uhrenständer mit Muschrlverzierungen, Rosenkränze und sonstige Kleinigkeiten." An Grldstücken wurden im Ganzen 148 Fr. 11 dt». gefunden. Und alle» da» war in der Hauptsache da» Er- gebntß zweier Jahre! Wie segensreich hätte der ganze Vor- rath wirken können, wenn er in geeigneter Weise an Dürftige vertheilt wäre. In jeder Stadt sollte eine Brocken- sammlung bestehen, die für geeignete Verwendung de» in reicheren Haushaltungen Ueberflüsstgen sorgt. Ist doch dieser Ueberfluß bei den beschränkten, räumlichen Verhältnissen unserer Großstädte vielfach sogar lästig geworden. Da ist e» ke>n Wunder, wenn e» an den ersten Besten, der de« WegS kommt, planlos weggegeben wird. Und da» find manchmal Leute, die garnichtS damit anzufaogen wiffeo, die die Geschenke nur mitnehwen, um Zweifeln an ihrer Bedürftigkeit zu begegnen, die fie dann entweder fortwerfen oder in irgend einem Wrnkel aufstapeln, oder gar damit Handel treiben, wie schon jetzt in den Arbeitergegenden häufig mit erbettelten Brodstück?« Handel getrieben wird. Unser Fall mahnt un» von Neuem, daß in den großen Städten eine Qielle vieler bedenklicher Mängel liegt. * Ein englische» Urtheil über die deutschen Bahnhöfe. Wie wir dem Centralblatt der Bauverwaltung entnehmen, spricht sich in einer kürzlich erschienenen Mittheilung der „Engineering“ in höchst anerkennender Weise über die deutschen Bahnhöfe aus. Er hebt hervor, daß die deutschen Eisenbahnverwaltungen in den letzten Jahren sich mit Eifer die Berbefferung aller Theile de» deutschen Eisen- bahnnetze» haben angelegen fein lassen, doch habe diese» Lob auf keinen Theil des Dienstes berechtigtere Anwendung al» auf die Bahnhöfe. In unbeschränkter Zahl seien sie in den letzten fünf bis zehn Jahren entweder erweitert oder vollständig umgebaut worden, wobei vor allen Dingen die Au»- einanderhaltung der verschiedenen Verkehrsarten in» Auge gefaßt sei. Die deutschen Bahnhöfe seien durchweg bequem und zweckmäßig angelegt, große Summen seien auf ihr äußere» Aussehen verwandt worden, und selbst eine Anzahl mittelgroßer Städte rühme sich, Bahnhöfe von bedeutender architectonrscher Schönheit zu besitzen Ueberschneidungen in Schiencnhöhe sind möglichst beseitigt worden, in der Regel durch Höherlegung der Bahn, sodaß die Bahnsteige in vielen Stationen verhällnißmäßig hoch liegen, in der Höhe de» ersten Geschosses. Einige der großen deutschen 'Bahnhöfe müssen geradezu als Muster von Vortrefflichkeit angesehen werden, so Köln und Frankfurt. Mehrere andere große Bahnhöfe werden mit sehr bedeutenden Kosten umgestaltet; der Wiesbadener Bahnhof wird beispielsweise rund 24 Mill. Mark kosten, zwei Berliner Bahnhöfe, der Stettiner und der Schlesische, je nahezu 10 Millionen Mark. Auch in Essen. Creseld, Coblenz werden neue Bahnhöfe gebaut oder alte verändert; für jede dieser Städte w.rden ungefähr 6 Mill. Mark aufgkwandt. Die kostsvieligste Bahndossanlage ist die Dresdener, bet der die anfchlagmäßrgen Kosten von etwa 34 Millionen Mark aller Wahrscheinlichkeit nach um 60 bi» 70 v H. überschritten werden, ehe die ganze Anlage fertig- gestellt ist. Auch mehrere andere Bahnhöfe haben große Summen gekostet; beispielsweise der Frankfurter 35, der Kölner 24, der in Hannover 20, in Mainz 18 Millionen Mark und der Düsseldorfer u"d Münchener Bahnhof je 16 Millionen Mark Der „Engineering“ erläutert ferner noch an einigen Beispielen, daß die räumlichen Abmessungen der neuen Bahnhöfe da» gewöhnliche Maß ;um Theil bei weitem überschreiten, und weist zum Schluß darauf hin, daß die gegenwärtigen Bauausführungen aus den preußischen Bahnen sich auf nicht weniger al» 140 Millionen Mark belaufen. 4735 4722 Stahl. 4728 in großer Auswahl, sehr billig. 1203 85587.62 1896 116 21 1 durch Uebertragung . . 1 2 19 Stahl. 4727 4730 MARKE ■wagen! 4725 4726 Telephon stets vorläthig bei Zimmer. 4716 4621 Z Comptoir Ualkwerk, Rodheimerstraße 27, an Station Abendstern, Telephon Nr. 84. [4609 Priv.-Wohnung: Klinikstraße 37, Telephon 88. Leun. 4579 lirkinintimidjiingeii WrsteigermM 1208.80 186.20 12341.26 Lahnkalk- und Uarmor-I«!>ustrie X A«g. fiahricl jr„ Glesse». X Gießen, den 2. Mai 1898. Großh. Hochbauamt. Neuling. Bilanz 3L Deeember 1897 Fr. Leo Macht., C. Herber Cigarrenbandlrmg, Lelteröweg 71. z z am Aetiva: . Kosten bezahlt werden. Lich, den 3; Mai 1898. Kreiling. ; llsnzer'8 Weinstube „Zur Stadt Athen“ z Rückständige Gelder zur Fürstlichen Renteikasse zu Lich können noch bis zum 15. Mai l. Js. ohne An Casia-Conto „ Fabrications-Conto „ Grundstück- u. Geb--Conto „ Maschinen-Conto „ Jnventarien-Conto „ Utensilien-Conto „ Conto für Wagen „ Spareinlage-Conto „ Conto für Cautionen „ Unkosten-Conto! „ Brennmaterialien-Conto „ Conto-Corrent-Conto Ich bin zu sprechen am: 9. Mai in Wetzlar, Hotel Kaltwasser, Versteigerung Montag den 9. d. Mts., Vormittags 9'/z Uhr, soll dahier .an Ort und Stelle die erste Pfarr- wohnung nebst Nebengebäuden aus den Abbruch unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meistbietenden vergeben werden. Grünberg, am 3. Mai 1898. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. ÄO Pfennig. Dazugehörige Nene Creme Iris-Seife Stück 50 Pfg., do. Puder Mark 1.— Man verlange ausdrücklich Neue Creme Iris, das verbesserte Präparat von Apotheker Walter Weiss (früher Giessen), Berlin SO. 33, Pücklerstrasse 45. In all. Apothek., Drog., Parfümerien und direct gegen Einsend. d. Betrages. Haupt-Depot für Giessen und Oberhessen: Pelikan-Apotheke. 5966 Radfahrerstrümpfe. Stricken, sowie Anstricken wird fchuell und billigst besorgt. Billigste Ausuahmepreife für verzinkte Wafchkeffel, Eimer und Wannen. la. Weißblech-Gteßkanuev, groß, Mk. 1,30 per Stück, extra groß, Mk. 1,60 per Stück. Ewaillirte Telgschuffelu u. Fleischtöpfe, Salatfieb und Kaffeekefsel. Es ist eine bekannte Thatsache, daß Brucheinklemmungen oft einen tödtlichen Ausgang nehmen. Um derartige Fälle zu verhüten, empfiehlt es sich, ein Bruchband zu tragen, das genau angepaßt ist. Meis Krschbasd ist ohse Feder, kein Gummi, kann bequem Tag und Nacht getragen werden. Empfehle jedem Leidenden einen Versuch damit zu machen; selbst die schwersten Brüche halte zurück. Gleichzeitig empfehle meine Leibbivdeu, Nabel-, Vorfall Van- dageo. Hochachtend J. A. Saenger, Stuttgart, Ludwigsstraße 22. Vortreffliches, ärztlich warm empfehl. Teint- und Hautpflegemittel. Er- __ zielt tadellos reine, zarte Haut Beseitigt jegliche Hautbeschädigung, Wundlaufen, Wundsein. Auch Iuhr-Accord. Die Stellung der Gespanne für die Gießwagen beim Walzen der Kreisstraße Lich—Langsdorf— Hungen soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Mislag dk« 10. Mai I. Is., Vormittags 11 Uhr, int Amtszimmer des Unterzeichneten abzugeben. Gießen, am 3. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector. Groß herzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Vergebung vonBauarbeiten Die zur Erbauung einer Dieuerwohnnng für das Gym- uafium zu Gießen nöthigen Arbeiten nebst Materiallieferungen, nämlich: Maurer-, Steiuhauer-, Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner- , Schlosser-, Glaser-, Weißbinder- und Spengler- arbeit werden hierdurch unter Hin- »eis auf den Ministerialcrlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslocal vom 10. d. Mts. ab zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind bis zum 20. d. Mts. Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift porto- frei an uns abzugeben. Zuschlagsfrift 6 Wochen. bestes Düngemittel, Fleischfuttermehl, ÖÄ Geflügel sehr zu empfehlen. „ Dillenburg, Hotel Hirsch, „ Gießen, Hotel Riegelmann. 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Kreisamt Gießen vorgebracht werden müssen und daß später vor- gebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 3. Mai 1898. Modell 1898. Außer den seitherigen weltberühmten vrtma prima erstklassigen Fahrrädern - führe nun auch eine billige Marke, welche ich 'ir .*■»£ i, t bitt die Wh, »'“T «m S*'tepil„' . R'lotttnei sttn «netbiidjui 219 J19 »>ile, Umliuit ** ITO »,9m Sutern«, "fehl 60 NUN »» Stalin, Mn )5 ^attScher, 19ntu{ rirterLuivpkll, 10 bm r verpackt, SSLoffeo, • Löffel, 3 alte Sock- Mtltyn, 11 8tüi 1; MW, Md UhmiWae,.' instPSleilllDer.' i ^8 Fr. 11 tu. et» Hupijch bd tzp i Ijättc bn 8ot« intttr »eilt an Aff. t lolltk tim Bioitn« it Bnetnbnag bti in iorgi. Ist koch Mit tn Lerhlüüiffto nnftnr itu. 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