1S0S Donnerstag den 5 Mai Erstes Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger 1 liegt ein Men! M 6 EMsbeÜägnGictzkner FamilienMtcr Wahlaufrufe sheiss. Ititruaittt Semtgch«, » Berlin, 3, Mai. Für den 1. und 3. Berliner Wahl. 4475 äußert sich sür seine Person die dritte Instanz nicht ge- Thkil gtebaction, Expedition und Druckerei: Lchukstraße Ar. 7. Mr. 104 Erscheint tägNch git Ausnahme des Lvahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den (efltnben Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. Freifiunigen Volk-partei sür Mecklenburg-StreUtz ist Profeffor Stengel -Greiftwald proclamirt worden. rkaut ' ellrrti:Mli Q“- imstM «in- äge: et all patt ftdaeilstacs nnd iten deuerbiften Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. 1 bttL'uitfi, » feknbflmt Vnliv Brennerei d. H. taigein, mellet fit buch rvubnei, in nri eigom ihn e Minenavlage entdeckt worden. Da der Zar der Ein. Weihung der Kirche beiwohnen ^wollte, so ist jedenfalls ein Attentat auf daS Leben be» Zaren burch bie Entbeckuog ver- hiubert worben. Der beo Bau führende Architrci, sowie deffen gesammte« Arbeit-personal find in aller Stille verhaft worden. Die Untersuchung wird so geheim gesührt, daß keine Kunde davon in die Oeffentlichkeit dringen kann. Genna, 3. Mai. Der „Secolo" will die Nachricht be- kommen haben, in einzelnen Provinzen Spaniens sei die Jnsurrection au-gebrochen. t r _ , Paris, 3. Mai. Der heutige Ministerrath soll be- schloffen haben, den Getreidezoll um 7 Franc» während des Monats Mai zu ermäßigen. Paris, 3. Mai. Die heute in Madrid erfolgte Ber Hängung deS Belagerungszustandes wird in diplo- matischen Kreisen dahin ausgefaßt, daß die Regierung AngefichtS der bevorstehenden FriedenSve,Handlungen und vielleicht auch ' bei einer Entscheidung von dem Druck der öffentlichen Meinung befreit sein wollte. . London, 3. Mat. Wie auS Hongkong gemeldet wirb, antortfirte die spanische Regierung den Gouverneur tioe Manila, die Stadt den Amerikanern zu übergeben. London, 3. Mai. Die hiefigen Blätter preisen Unstimmig bie Schueibigkeit beSAbmiralS Deweh, mit welcher dieser die Action gegen die spanische Flotte auSgesührt habe. Der Kampf dauerte im Ganzen nur anderthalb ©tunuca. I Die Amerikaner blieben Sieger, ohne erhebliche Verluste erlitten zu haben. Die Spanier weigerten fich absolut, sich |U "Konstantinopel, 3. Mai. Die Notification der Zahlrmi der griechischen Kriegsentschädigung und die Auf- I fordernng zur Räumung TheffalienS an die Pforte verzögert I fich, da England, als eine der die Anleihe garantirendm I Mächte, den Vorschlag machte, die Zahlung der Krieg - entschädigung möge erst nach der Räumung TheffalienS er- folgen. Dieser Vorschlag bildet den Gegenstand eines Meinung«. I auStauscheS zwischen den Mächten. Mau hofft, in wenige« I Tagen eine Einigung zu erzielen. 8 Madrid, 3. Mai. Der „Jmparcial" und „Liberal behaupten, es bestehe bereit« eine Ministerkrisi«; sie werde I in einigen Stunden zu« Ausbruch kommen. — In der I heutigen Sitzung der Cortes werde die Regierung auf die Fragen der Oppofition bezüglich Manila« antworten. - I infolge de« über Madrid verhängten Belagerungszustände« untersagte die Regierung die Verbreitung von I 3. Mai. Nach einer Depesche de» ,/New.York Journal" aus Washington wird der Präsident die Mobilft I firung und Concentrirung sowohl der regulären, al» auch ber freiwilligen Truppen ber Weststaaten in San Francisco anorbnen, um sie al» Occupationsar«ee für d « I Philippinen zu verwenbeo. Amerika werbe die Philippinen : I hi« zur Beendigung de« Krieges besetzt baltev; sodann würden die Inseln einen Theil der Kriegsentschädigung Amts- und Anzeigsblatt für den Arris Gieszen. Vehzthche» 82. kitzuug vom DieaStag den 3. Mai 1898. Die zweite Lesung der Civilprozeßnovelle wird ortgesetzt bei den Bestimmungen über bie amtliche Zustellung Abg.^R?ntelen (Centr.) beantragt, daß In einer fRe^e j»n Fällen bie Zustellung nicht burch den Gerichtsvollzieher, Iioaberu burch ben GerichtSschreiber erfolgen muß, wenn eine ^"^Der^Antta^wftb säst einstimmig abgelehnt, desgleichen dh zum § 194 eingebrachter Antrag des Abgeordneten DziembowSki (Pole), der auch denLohnsachen eine b’1Dd solideeter inrter «na g5l9 ibrlk* MM " 4492 oSe Äefallpütz Berlin, 3. Mai. Dem Reichstage ist als Anlage zu bem Nachtragsetat eine Zusammenstellung bet auf Kiantschou bezüglichen Actenstücke, nämlich ber beutsch.chinefische Vertrag, bie bisher ergangenen kaiserlichen Verorbnungen unb der Bericht de« Viceadmiral« v. Diederich» zugegangen. gerlin, 3. Mai. Laut telegraphischer Meldung an da« Obercommanbo ber Marine ist bie zweite Divifion deS Kreuzergeschwaber«, bestehenb au« ben Schiffen „Deutsch- lanb", „Kaiserin Augusta" und „Gefion", mit bem Prinzen Heinrich an Borb, gestern in Shanghai angekommen und beabfichtigt, morgen nach Kiautschou in See zu gehrv. Lerlin, 3. Mai. Der Ablösung«trau«port für da« ostasiatische Kreuzergeschwaber ist heute ftüh mittel« ^Sonderzuge« von Kiel nach Mlhelm«haven ao- getroffen, stoppte und darauf genommen wurde. Die spanischen Offiziere und Soldaten wurden auf die „Nashville" gebracht, die Paffagiere tu CienfuegoS an Land gesetzt. Zwischen den amerikanischen und den inzwischen an» dem Hafen von Tiensuego» ausgelaufenen spanischen Kriegsschiffen entspann fich eine 20 Minuten dauernde Kanonade. Peking. 3. Mat. Prinz Kung ist gestorben. OmtM hüb- Sietzen, 4. Mat 1898. • • Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den von Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach Erbach auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Reichelsheim t. O., Deeauat Er. bach, präsentirteu zweiten Pfarrer Karl Schneider daselbst für diese Stelle zu bestätigen. • • Dal Ehren,eichen für Mitglieder freiwilliger Feuer - wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des G ro ß h erzo g s vom 6. April den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Neustadt i. O. Adam Kreisel und Jakob Lautenberger. • * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Heister», Str. Lauterbach, mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter fich bemeffenden Gehalt. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendienst verbunden. • •Pr. Mademtfcher Sefangverein. Die erfreuliche That- sache, daß der hiefige akademische Gesangverein unter der fürsorglichen und belebenden Leitung des Herrn Univerfität»- mufikdtrector Trautmann einen kräftigen Aufschwung ge- nommen hat, fand in dem gestrigen QSoncert de» Verein» ihre volle Bestätigung. Zwar war e» kein große» Ora« tortum mit Orchesterbeglettung, dessen Interpretation fich die tüchtige Sängerschaar zur Aufgabe gestellt hatte, sondern kleinere Chorwerke von Götz und Bruch und ein Cyclu» von Liedern für Frauenchor, Horn und Klavierbegleitung von BrahmS. Für die eingelegten Solonummern waren Künstler. Jräfte allerersten Range» gewonnen, deren Würdigung wir un» für nachher auffparen. Die Wiedergabe der Chorwerke möchten wir schlechthin al» mustergiltig bezeichnen, und der reichliche ehrende Beifall, der den Sängern und ihrem Dlri- genten sowohl nach der gehaltvollen Goetzescheu Compofition de» Gedichte» Rente, al» auch nach den Liedern von BrahmS und nach der Ballade „Schön Ellen" (compouirt von Max Bruch) zu Thetl wurde, war wirklich wohl verdient. Die wirkungsvollste, wenn auch musikalisch nicht die bedeutendste Compofition war offenbar „Schön Ellen" von Bruch, deren Wiedergabe durch die soltsttsche Mitwirkung von Frau Wil- Helms au» Wiesbaden und von Herrn Adolph Müller, dem hier längst wohlbekannten und bestrenommirteu Bassisten au» Frankfurt a. M., noch wesentlich erhöht wurde. Frau Dr. Wilhelms war unsere» Wissens ein bisher in Gießen noch unbekannter Gast. Daß fie fich aber gestern trotz einer kleinen JndiSpofitton, die den Ptanv'Einfatz in der hohen Lage hie und da erschwerte, die Sympathieen des hiesigen Publikum» im Sturm erobert hat, unterliegt keinem Zweifel. ES ist fchwer zu sagen, wa» an ihr am meisten zu bewundern ist: d:e musterhafte Technik, die Fülle und der Wohllaut ihres Organ», oder ihr tiefinniger, warm empfundener Vortrag, der jeder ihrer Darbietungen den Stempel wahren echten Künstlerthum» aufdrückt. Ihr stand al» würdige Part, nertn zur Seite Fräulein Mtna Rode, eine Geigenkünstlertn von Gottes Gnaden, deren gestriges Auftreten jeder Mufik. freund mit um so größerer Freude begrüßt haben wird, al» man thatsächlich erstaunen muh, welche Fortschritte die junge Dame feit ihrem letzten Besuch in Gießen gemacht hat. Unter ihren Colleginnen dürfte fich kaum eine finden, die ihr überlegen ist, und mit den ersten ihrer Collegen kann fie getrost concurriren. Die Bogenführung ist gewandt und sicher, der Ton edel und gcsangreich, und ihre zuverlässige Technik gestattet ihr die Wiedergabe der schwierigsten vir- tuofenstücke. Wir haben, namentlich den Schlußsatz der tgeunertoetfen von Sarasate vielleicht schon schneller, aber jedenfalls technisch nicht sauberer spielen hören, als gestern von Fräulein Rode. Daß beide Künstlerinnen mit Beifalls- bezengungen überhäuft wurden und fich nur mitZugabeu loskaufen konnten, kann nach dem Gesagten nicht wunderbar erscheinen. Auch Herr Trautmann, der gestern den Pianisten und Dirigenten erfolgreich in feiner Person vereinigte, erhielt eine ehrende Auszeichnung in Gestalt einer herrlichen Kranzspende. Der Concertsaal war trotz des wiederholten Appell» an den Kunftfinn de» Publikum» nicht gefüllt und zeigten namentlich bie letzten Sperrfitzreihen nicht unbedeutende Lücken. Die vorgerückte Jahreszeit und der Umstand, daß der Cyclu» der regelmäßigen Concerte durch die Kammermufikabende de» Saalbauvereins schon eine beträchtliche Erweiterung erfahren hat, mögen hier in erster Linie entschuldigend sprechen. Auf jeden Fall aber begrüßen wir die Thatsache, daß der aka. demische Gesangverein Dank dem unermüdlichen Eifer feine» Dirigenten, Herrn Musikdirektor Trautmann, zum ersten Mal mit eitern eigenen Concert an die Oeffentlichkeit getreten ist, mit großer Freude und verlassen den Concertsaal mit dem herzlichen Wunsche : „Vivat sequens!“ • • Zwei unserer Beamten von der Schntzmannschaft wurde Seiten» der LandeS-Braudkafle in Anerkennung ihrer Verdienste um die UeberfÜhrung des Brandstifter» Reil je eine Belohnung von 25 Mark zu Theil. * * Feuer. In einem Hause am Neuenweg entstand gestern Mittag ein Schadenfeuer dadurch, daß fich ein Holzkasten, in welchem glühende Asche fich befand, entzündete und daS Feuer sich der Treppe mittheilte. • • Kriegerkameradfchaft Haffia. Nach Erfüllung der fatzungSmäßigen Pflichten ist der Krieger- und Soldatenverein Trösel mit 20 Mitgliedern, Bezirk Wald-Michelbach, und der Kriegerverein Trohe mit 11 Mitgliedern, Bezirk Gießen, in den Landesverband der Kriegerkameradschaft „Hasfia" aufgenommen worden. • • 3« Berichtigung unserer gestrigen Notiz über die Präfideutenschaft de» hiesigen Kriegerverein» theilen wir mit, daß Herr Postsecretär Meyer fein Amt al» Präsident de» Bezirk»verein» Gießen und nicht dasjenige des Präsidenten des Gießener Kriegerverein» niedergelegt hat. Bo« roher Hand wurden in verflossener Nacht in der Löberstraße zwei Lindendäumchen abgebrochen und an anderen die Pfähle weggerissen. * • ReichStagSwahl. Zur Leitung der am 16. Juni L IS. stattfiadeuden Wahlen der Abgeordneten zum Deutschen Reichstage find auf Grund der Vorschrift im § 24 des Reglement» vom 28. Mai 1870 folgende Wahlcommissäre bestellt worden: 1) für den ersten Wahlkreis: der Großh. Provinzialdirecior Geheimrath Frhr. v. (Sagern in Gießen, 2) für den zweiten Wahlkreis: der Großh. KreiSrath Geh. RegierungSrath Dr. Braden in Friedberg, 3) für den dritten Wahlkreis: der Großh. KreiSrath Mellor In Alsfeld, 4) für den vierten Wahlkreis: der Großh. Provinzial- blrector Geheimerath v. Marquard in Darmstadt, 5) für den fünften Wahlkreis: der Großh. KreiSrath Geh. IKegtex« ungSrath Haas in Offenbach, 6) für den sechsten Wahlkreis : der Großh. KreiSrath Geh. RegierungSrath Gros in Bensheim, 7) für den siebenten Wahlkreis: der Großh. KreiSrath Dr. ©reibert in WormS, 8) für den achten Wahlkreis: ber Großh. KreiSrath Geh. Regierungrath Spam er in Bingen, 9) für den neunten Wahlkreis: ber Großh. Provinzialdirector Geheimerath Rothe in Mainz. * * Hundeausstellung am 18. uud 19. Zuui. DaS unS vorliegende Programm umfaßt inSgefammt 593 Klassen, wovon 335 auf die Jagdhunde, 258 auf die LuxuShunde ent- fallen. Da» Standgeld beträgt pro Hund für jede Klasse 6 Mk. Zur Berthellung gelangen goldene, silberne und broncene Medaillen für ersten, zweiten und dritten Preis, sowie Diplome. Außerdem find für alle stärker beschickten Rassen Geldprämien sowie eine große Anzahl Ehren- und Specialpceise vorhanden. DaS Richtercollegium, welches wir kürzlich theilweise bekannt gaben, ist nunmehr komplett, nachdem Seiten» des deutschen FoxterrierSclub Herr Baron von Pohl in Parchim t. M., vom BarSviclub Herr Direktor Böhm in Frankfurt a. M. und Herr Jean Fußhöller in Siegburg al» Richter bestimmt und vom Ausstellungsausschuß acceptirt worden find. Die Anfragen von Seiten der Hunde- Liebhaber und Züchter laufen so zahlreich ein, daß die Ausstellung einen viel größeren Umfang anzunehmen verspricht, als man anfänglich glauben konnte. — Programms und Meldeformulare find zu beziehen vom Schriftführer des Verein» zur Züchtung reiner Hunderassen dahier. * * Eisenbahn von Marburg über Wermertshausen nach Londorf. Das Großh. Ministerium de» Innern publiclrte im Großh. Regierungsblatt, daß e» dem KrelSauSschufle deS könlgl. Preußischen Kreise» Marburg auf die Dauer einet Jahre» die Erlaudniß erthellt habe, Vorarbeiten und Ber- Messungen für eine Eifenbahn von Marburg über Wermert»- hausea nach Londorf innerhalb deS hessischen Staatsgebiet» auSfüh^en zu lassen. • • Der verband der hessischen landwirthschastlichen Se nostenschasteu feiert in diesem Jahre da» Fest seines 25jährigen Bestehens. Da dieser verband vor 25 Jahren in Mainz gegründet worden ist, so wird auch da» Jubiläum in Mainz, und zwar am 30. Juni in der Siadthalle gefeiert werden. Die Brodprelse sind in allen deutschen Städten rapid gestiegen, entsprechend der Steigerung der Fruchtpreise, Niemand wird den Landwirthen eine bessere Einnahme miß gönnen, e» scheint aber, daß die plötzliche, durch Nichts gerechtfertigte Preissteigerung durch Börsenspekulationen verursacht wurde. So meldet die „Köln. Zig." : Die Getteide- theuerung ist durch einen „Ring" amerikanischer Spekulanten in amerikanischem Welzen entstanden, der sein Ziel vorübergehend erreichen konnte, well die europälscheo Bor- räthe sehr gering find. Jndeß find 380000 Hektoliter Weizen gegenwärtig nach London unterwegs. Au» Brlilsch-Jndien werden übrigen« glänzende ErnteauSfichten gemeldet. * • Die silbernen LO Pfennlgstücke. Es ist beabsichtigt, die silbernen Zwanzig-Pfennigstücke aus dem Verkehr zu ziehen. Don ihnen find nach einer Milth-ilung de» ReichSschatzamte» an die Bundesregierungen für 18 Millionen Mark vorhanden, jedoch nur 9 Millionen im Umlauf. Das Reich ist wegen de» geringen Umsätze» lehr belastet, doch soll mit Rückficht darauf, daß in Süddeutschland die ftlbernen Zwanzig-Pfennigstücke beliebter find, al» die Nickelstücke, von den Regierungen berichtet werden, welche Hindernisse der Einziehung der fUbernen Stücke etwa entgegenstehen. Im anderen Falle soll sogleich ihre Ansammlung Platz greifen. • • Gute Heuernte. Wie man au» landwirthschastlichen «reisen erfährt, fteht für dieses Jahr eine so gute Heu- ernte, wie selten zuvor in Aussicht. Als Grund dafür dürfte gelten, daß es bi» jetzt noch nicht an der erforderlichen Feuchtigkeit gefehlt hat. «ul Obirbeffen. 29. April. BernerkenSwerthes ist neu dem Lehrerheim bei Schotten zu melden. Es hat nunmehr eine Wasserleitung erhalten, was eine Ausgabe von etwa 6000 Mark veranlaßt hat. Dieser Betrag ist durch eine zu Gunsten dieser Sache im letzten Herbst veranstaltete Lotterie beschatt worden. Unter der Oberaufsicht von Herrn Ingenieur Harrer aus Frankfurt wurde die Wasserleitung von einer Wormser und Landauer Firma ausgesührt. Die Quelle liegt östlich vom Lehrerheim nach Eschenrod hin, unfern von dem Zusammenstoß ber Gemarkungen Busenborn- Eschenrod-Michelbach - die Leitung geht von da nach der Staatsstraße Schotten-Gedern und auf dem Pfad für Fußgänger entlang bis zur Einmündung in das Souterrain des ! Gebäudes. Das Wasser ist reckt reichlich, sodaß eine Bade- ! einrichtung bergestellt werden konnte, und dabei vorzüglich, i wie vom chemischen Untersuchungsamt zu Gießen festgestellt ist. (Darmst. Ztg.) Trunberg. 29. April. Ein hiesiger Einwohner wurde von einem jähen Tode ereilt. Er hatte gegen Abend eine Fuhre Latten mit einem Handwagen im benachbarten Queck- born geholt und wurde auf dem Rückwege in der Nähe der Stadt von einem Herzschlage betroffen und blieb auf der Stelle tobt. Der verstorbene, der noch in den besten Jahre« ftanb und al» fleißiger, braver Mann bekannt war, hinter- läßt eine Wittwe mit fünf unversorgten Kindern in dürftigen Verhältnissen.— Da nach Errichtung nuferer neuen Wasser- leitunfl»anlagen die verschiedenen in der Stadt befindlichen Wasserbehälter überflüssig geworden waren, find die melften derselben bereit» auSgefüllt worden; gegenwärtig läßt die Stadt den logen. Bvrgbrnnnen entleeren. Mainz, 4. Mai. Eine Rabenmutter wurde vom hiesigen Schöffengericht abgeurtheilt. Der Tüncher August Graf aus Ober-Olm und dessen Ehefrau Margarethe, geborene Bergert, beide in Mainz wohnhaft, find angeklagt, ihr sechs- jähriges Kind fortgesetzt schwer mißhandelt zu haben. Da» Kind, ein uneheliches Mädchen von der Frau, wurde von der unnatürlichen Mutter häufig schwarz und blau geschlagen, mit Holzstücken bekam es Löcher in den Kopf geworfen, auch wurde es am Halse gewürgt. Die „Mutter" hielt einmal da« Kind und der Sttefvater schlug dann mit dem Rohrstock auf den Rücken de» körperlich heruntergekommen Kindes ein, während die „Mutter", um das Schreien de» Kinde» zu verhindern, fortgesetzt demselben in den Mund schlug. Die Megäre äußerte eines Tages zu einer Zeugin, wenn fie wüßte, daß fie nicht mehr als ein Jahr bekäme, dann würde sie dem Kinde den Hals abschneiden! Bor der Verhandlung hatte sie die Bemerkung gemacht: „Wenn ich wegen dem Balg bestraft werde, stürze ich mich mit demselben von der Brücke in den Rhein". Herr Amtsanwalt Dr. Pusch schilderte in treffenden Worten die Handlungen der Rabenmutter und beantragte für beide je 3 Monate Gefängniß. Das Gericht verurtheilte die Mutter zu 3 Monaten und den Stiefvater zu 2 Monaten Gefängniß; es verfügte die sofortige Verhaftung der Mutter und ließ da» unglückliche Kind dem Waisenhaus überbringen. Biogen, 4. Mar. Nachdem erst vor einigen Tagen m der Eremitage auf dem Niederwald ein Commissar a. D. aus Berlin seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht, hat gestern ein Paar ebenfalls dort den Weg in» Jenseits angetreten. Spaziergänger fanden gestern Nachmittag in einem Seitenwege in der Nähe des Nationaldenkmals, auf einem Reiseplaid liegend, die Leichen zweier, anscheinend den besseren Ständen angehöriger Personen, eine» Manne» in den vierziger und einer Frau in etwa» jüngeren Jahren vor. Die Beiden hatten dem Anscheine nach erst Gift genommen, wonach, um schneller zum ersehnten Ziele zu kommen, wahrscheinlich der Mann zuerst die Dame und dann sich selbst erschossen hat. Seine Leiche lag quer über der seiner Begleiterin. Ein bei den Tobten vorgefundener Zettel gab über das Motiv der That mit etwa folgenden Worten Auf» schluß: „Wir haben zu schwer gesündigt, um länger leben zu können." Das Paar soll ein Arzt aus Berlin und eine Offiziersgattin von dort fein. * Sera, 3. Mai. Im nahen Pohlitz erfchoß ter Schmied Eichhorn seine 18jährtge Schwägerin und wachte bann einen Selbstmordversuch. • Speyer, 3. Mal. Bel einer nächtlichen Waldparchie gerlethen einige jugenblicbe, durch ©iergenufj erhitzte Burschen von Lingenfeld und Mechtersheim in Streit, dabei haben zwei ter Streitenden bat Lesen eingedüßt. * Tas Radfahren nod die Herzthätigkeit. Der Verein für innere Mcdlcin in Berlin hat unlängst wieder eine Debatte über den hygienischen Werth de» Radfahrens gehabt. Unter den vorgebrachten Argumenten erscheint un» besonder» beachtenswerth, was Herr Docent Dr. M. Mendel»sohn, der in der Cyclotherapie eine gewisse Autorität hat, über da» Verhalten des Herzen« beim Radfahren bemerkte. „Von größter Bedeutung", sagte er, „ist die Einwirkung, welch« das Radfahren auf den Blutdruck und damit auf da» Herz haben kann. Ich hatte schon in meinem Referat Gelegenheit gehabt, Ihnen au» meiner eigenen Praxi», sowie au« derjenigen von Derlei, eine ganze Anzahl von Beobachtungen vorzuführen, in denen der ungünstige Einfluß der lieberem ftrengung des Herzen» durch da« Radfahren sich an der Erschlaffung und funktionellen Schwäche de» Herzmuskel» deutlich erkennen liefe; und zu den plötzlichen Todesfällen beim Radfahren, die ich damals anführte, gesellen sich seither immer mehr und mehr derartig? beklagen-werthe Unfälle, deren Zusammenhang mit der Ueberanferengung de» Herzen« heute außer allem Zweifel ftiht. Heute erst, in der gleichsall» soeben erschienenen neuesten Nummer der Zeitschrift für Medicinalbeamte, findet sich ein Gutachten von Professor v. Ziemssen in München, welches für einen während de» Radfahren» erfolgten plötzlichen Todesfall ebenfalls die lieber- anstrengung de» Herren» bei diesem al« Todesursache feststellt und ausführt, wie sehr beim Radfahren der Blutdruck gesteigert und dadurch die Kraft de» Herzen» in höherem Maße in Anspruch genommen wird; und entsprechende Beobachtungen häufen fich in der medicinischen fiitteratur neuerbing« ja nur allzusehr. Und da» kann auch gar nicht ander« fein, so lange selbst bei Medicinern der Enthusiasmus für diese Sponau»- übung überwiegt über die ruhige und wissenschaftliche Be- trachtnng der physiologischen Rückwirkungen der Äörperübung und über die objektive Ewägung ihrer möglichen schädlichen Folgen. Ich habe vor zwei Jahren, so viel mir bekannt, zum ersten Male, ausgesprochen, daß die Ermüdung de» Herzen» beim Radfahren darum so gefährlich sei, weil sie subjektiv nicht wahrgenommen werde. Jede Muskelanstrengung ist natürlich mit einer stärkeren Inanspruchnahme des Herzen» verbunden; aber keine körperliche Anstrengung kann in de» gleichen Maße gefährlich und verhängnifevoll für da» Herz werden, wie da» Radfahren, weil bei diesem allein da» Maaß der Ermüdung und Erschöpfung de» Herzen» der ausübenden Person nicht zum Bewußtsein kommt, weil beim Radfahren fit ' 1 Mk.,1 Ä der STtofoabBtft 4 fr ctftt ’n J. Lotkows' tortriftlbl-1* HM!" liitii £ä6lnfltn. -Mns-tcn iJiciiU fli, Crbmadul unt Somnitrltm Kult Wa v BtiHn. P" p^foioaMtn 3"' ^.ibt'Qum. ___ Ncrtchr, < - rrr gestri Mntag iinb oie und bürftc btt tal htn. 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Bl. merkonnt »HUtz tt^oB "c :twigtdu unb wod)tt W°Idp°rthit gerniB teilte Bntltti sirrit, kabel h°de° unb b[Uh b« 7-° d-L« Sä; J Jtht 601t Sol Ä«6, mutbe Don »lagen, jwotja, L '"«taiRHrW *«61« Rinbeo em, der Kinder )U ' ^d schlug. Lf*, wenn sie dann würde bet Brrhandlung uch wegen dem Balg woi von der Brücke • Wi Merle in a Rabenmutter und UMB. Dar Gericht 1 Unb dm Stiefvater le die sofortige Ber- mglückliche Kind dem or einigen Lagen in in Cominissar a. D. eßen ein Ende ge» dort den Weg üii m zestrru Nachmittag er NativNldmkmals, n jroeier, atiffyinab fonen, einer Manner M Mgeren Jahre« it nach erst Gift gv MMMlvMMi it unb bann sich selbst quer über der seiner gefundener Zettel gab olgenden Worten N» ligt, utn länger leben jus Serlin und eine bfifc*. . Hjzleit. Der Lerein iqst wie°er eine Debatte Aadfahrens gehabt. .riAtint uni besonberl Mendelssohn' ^'rttat hat, über dal noi bemertte. 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Las Ermüdungsgefühl des Herzens subjectiv nicht wahrge« kommen wird. Nur daher geschehen gerade bei dieser Äörper» Lbung so vielfache Schädigungen des Herzens." für Giessen u. Umgegend STSSVST TTSL BLTTLTDHTTS L. Süss, Schuhlager, Marktstr 9, Mettergaste. werden. Au die Vertreter alle der Kaiser einen mächtigen Ap, Kampfe gegen die Mächte des — Weniger verbürgen zu können glc. Nachricht, daß im Ministerium ein gearbeitet worden ist, die den Reichs^M der bürgerlichen Parteien darstellen N licher die Gesahr hervortritt, die im 1 demokratte liege. In RegterungSkreis^ von diesem Appell an die Wähler eine für die Wahlen. Berit«, 4. Mai. Die „Kreuzztg." teten Regierungen in der Commission de« Reichstages zur Vorbereitung der Mtlttär-StrafgerichtS.Ordouug vereinbarten Compromtß'Anträge bezüglich des § 8 der Zulassung der Recht-avwälte> der Verhaftung u. s. w. eingebracht worden. Berlin, 4. Mai. von angeblich unterrichteter Seite erfährr der „Vorwärt«", daß die Rede des Kaisers bet Schließung der ReichStags-Session nicht ein Pronuuciameuto an die bürgerlichen Parteien darstellen werde, in welchem das Zusammenhalten der bürgerlichen Parteien gegenüber der Umsturzpartei besonders betont werden soll. Es soll in der Rede des Kaiser« besonders die Mitarbeit lobend hervorgehoben werden, welche der Reichstag der Politik der Regierung angedeihen ließ bet der Schaffung einer starken Flotte und zum Schutze Deutschlands nach tunen und nach außen. Auch das Verdienst des Reich«, tages um das Zustandekommen de« einheitlichen bürgerlichen Recht« soll betont werden. Ferner wird auf die Erneuerung der Handelsverträge, welche der nächste Reichstag durchzu- sühren hat, hingewiesen werden. Es wird al« die Aufgabe der Regierung bezeichnet, die berechtigten Interessen aller productiven Stände zu pflegen, besonder« soll der Landwirthschaft die Fürsorge der Regierung zugewendet werden,- ebenso sollen die berechtigten Wünsche der Arbeiter jederzeit wohlwollend geprüft werden, dagegen soll der aufreizenden Agitation der Socialdemokratie mit aller Entschiedenheit eotgegeugetreten Heute «od folgende Tage in Eispackung eintreffenb. 735 la. Schellfische in allen Kroßen, Kaöliau, Schossen, Zander, Kechte etc., 5F Maifische. Prompter Berfaudt nach avSwärtS. J. M. Schulhof, Megekpfad 30 kleine, neu hergerichtete Wohnung an Ctttrotur — Die glänzendste Leistung der Journal-Literatur bildet die TrühlingSnummer (Heft 17) der.illuftrirten Zeitschrift „Moderne Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57. Preis für Abonnenten 1 Mk., im Einzelverkauf 2 Mk). Außerordentliches ist in der diesjährigen Frühlingsnummer unter Mitwirkung erster Künstler und Schriftsteller geboten worden. Angesichts einer solchen Nummer begreift man vollkommen, warum die „Moderne Kunst" Las gelesenste unb verbreitetste Weltblatt geworden und in allen »ornehmen Kreisen zu finden ist. Die Farbendrucke dieses BlatteS -tehm auf der höchsten Höhe vervielfältigender Kunst und geben die Original Oelgemälde mit geradezu beispielloser Genauigkeit wieder. <£inc besondere Freude roltb allen Mustkfreunben die wunbervolle Komposition ber von Gabriele v. Rochow herrührenden Dichtung »Der erste Kuß" bereiten, ein meisterliches Tonwerk des Herrn -Dr. p. Woikowskv-Btedau. Auch der Text der Frühlingsnummer übertrifft die kühnsten Erwartungen. Skizzen ersten Ranges sind Lte Schilderungen eines Frühlingsmorgenv von Ferd. Gruner und eines Fcühltngsabends von Georg Buß. Eine reizende, prächtig «rfunbenc Radlernovelle von P. Wilhelmi, die den Titel „Ende gut, Alles gut!" trägt, wendet sich an alle Anhänger des Stablrosses. Neueste Nachrichteu. Depeschen de« Bureau „Herold". Berlin, 4. Mai. Im Plenum de« Reichstages die im Einverständniß mit den Vertretern der verbün« Den Kmpfang stunmtl. Ke nheiten in assen feinen Schuhwaaren in schwarzem, braunem und grünem Leder zeige hiermit an. 4744 SSSSSSSHTSSSSHDSSTSTLS Alleinverkauf WSchmMchr wbnftcht der TodeSsälle tu Siefter 18. Woche. Vom 24. April bis 30. April 1898. Einwohnerzahl: angenommm zu 24 100 (incl. 1600 Mann Militär), Sterblichkettsziffer: 34,52, nach Abzug der OrtSsremdm 17,26 o/oq. Kinder Es starben an: Zusanuuen: Erwachsme: im vorn 1.Lebensjahr: 2.—Ib.Jahr: Lungenerweiterung Unterleibsentzündung 1 Lehrling für Colonialwaaren- unb Delicateffen- Gesckäft gesucht. Offerten unter 4681 an die Ervedition dieses Blattes. Summa: 16 (8) 16 (8) — — »nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komm«. Aammstraße 6 Wohnung mit Werkstatt, für Spenglerei eingerichtet, sofort zu vermiethen, sowie eine kleine Wohnung. 4644 Martin Därr, Nordanlage 18. 4615] Freundliche Mansardenwohnung zu vermiethen. Bergstr. 17. den Wahlaufruf der conservattven Par ______ verliu, 4. Mai, Nach einer Meldu^ a t ^.|T. Tageblatt" ist in New-Jork ein spanische entdeckt worden, deffen Mitglieder gelobt Hal unterstützen. Mac Kinley habe Befehl zur \ Leiters des Bunde« gegeben. Leoben (Steiermark), 4. Mai. Gestern ziemlich heftige«, drei Secunden dauerndes der Richtung von Süd nach Nord wahrgenomme London, 4. Mai. Lord Salisbury soll? ,*,Äe amerikanischen und deutschen Botschafter Unterredun^^^^^ einer Intervention zur Beendigung de« Kriege« geh^^^M« Madrid, 4. Mai. Die Königin läßt fich > letzten Tagen nicht sehen. Sie ist durch die Rieders Manila niedergedrückt. Beileidstelegramme aus Partö]k. 10 Pf. und Wien find an die Königin eingelaufen. Madrid, 4. Mai. Es herrscht hier vollstänl— ,, Rathloirgkeit. Die Furcht vor der Revolution beft tigt die Regierung wehr al« der Krieg, drffen Ausgang * wand mehr bezweifelt. In allen größeren Städten soll ä be« Belagerungszustand proclamirt werden. \ Madrid, 4. Mai. Da« republikanische Blatt „El Pai«^ beschuldigt Sag asta, dem Volke einen falschen Muth ein»\ geflößt zu Haden, da er wohl wußte, daß Spanien schlecht vorbereitet war. Sagafta und seine Partei würden die Folgen - der bevorstehenden Ereignisse zu tragen haben. Madrid, 4. Mai. Privatbriefe aus den Provinzen melden bedenkliche Gährungeu sowohl wegen der Er- Höhung der Brodpreise, alS auch wegen der erlittenen Niederlage. Die Karltsteu werden streng beobachtet. Keywest, 4. Mai. Der amerikanische Kreuzer „Mar- bl eh ad" ist mit dem spanischen Dampfer „Argonaut" hier eingetroffen. Der Eapitän des amerikanischen Kreuzers erklärte, er habe zwei spanische Torpedoboote, welche de« „Argonaut" befreien wollten, in den Grund gebohrt. Lehrling gesucht. Für ein hiesiges Manufactur- unb Confectionsgeschäft wird ein Lehrling unter günstigen Bedingungen gesucht. Offerten unter 8. 4752 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 4628] Auf das Comptoir einer hiesige» Cigarreusabrik wird ein Lehrling mit guter Schulbildung gesucht Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Weißbinder-Handlanger Z gesucht_________Bismarckstraße 26. Ein junger lackirer und ein Lehrling sofort gesucht. 4624 Karl Ludw. Leib, Kirckstr. 2. Ein tücht., zuverlässiger Bierkutscher i sofort gesucht. Wo?sagt die ExP.d.Bl. Junge, kräftige Arbeiter sucht sofort bei hohem Lohn 4652 Hermann Thiele, Cementgeschäft, ___Liebigstraße 35.__ 4754] Arbeiter zum Backsteinverladen gesuckt.LoniS Trotz. Ein junger Hansbnrsche gesuckt. (3617] L. Kämmerer. 4601] Ein HanSbnrsche zu einem Pferd gesucht. __I. Klingelhöffer, Asterweg. 4695] Laufburscke für einige Stunden in der Woche und ein ordentliches Dienstmädchen gegen hohen Lohn gesucht. Näh. zu erfahren Steinstraße 15, part. Slhriftsktzerlkhrlillg mit guter Schulbildung gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 4567] Ein braver Junge kann die JZuchöinderei erlernen bei H. Schneiver, Buchbinder- tkjii jjjchijger Jchundkr | sofort gesucht Bahnhofstratze 18. 4742] Tüchtiger Rockarbeiter gesucht. __W. Behrens, Wetzsteinstr. 4334] Tüchtigen Möbelsckreiner sucht Karl Köhler, Dammstr. 32. ' 489] In meinem Hause Ostaülage 88 ist der 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, eventuell auch nock 1 Zimmer in der Mansarde, per sofort zu vermiethen. __________« Keller, Ostanlage 39. 2610) Mansard.-Wohnung 5 Zimmer per 1. Juli zu verm. Ludwigftr. 46. 2296] Die Parterre.Wohnung meines Hauses ist per L Juli er. event. auch früher an ruhige Familie zu vermiethen- ________________Liedigvraße 18. 3037] Ebelftr. 14 2. Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, sowie ein Mansardenlogis, 4 Zimmer re., per 1. Juli I. I. zu vermiethen. Näheres Ebelftraße 12, II.__________ 4013] 5 Znnmer nebst Zubehör, per 1. 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Mai sein 25jähriges Jubiläum «IS Ordinarius unb Vorstand ber hiesigen Poliklinik. — Das bies- jLhrige Sommersemester scheint eine nock bessere Frequenz aufzu- veisen, als ba8 vorjährige. Mehr unb mehr verschafft sich unsere Hochschule Geltung auch als „Sommer-Universität." Berlin. Professor Dr. Leopold Kny, Dtrector detz pflanzen- Vbystologischen Instituts, feiert heute das 25jährige Professor- Jubiläum.__________________________________________________ VerLehe, «nd VottswiKthschaft — Der gestrige Diehmarkt war stark besucht. Schon am Montag fand ote in früheren Jahren ein lebhafter Vorhanbel statt imb bürste ber dabei gemachte Umsatz auf 200 Hauptvieh zu schätzen -ein. Der Auftriebauf dem Markt selbst belief sich auf 900bis 1000 Stück Rindvieh, darunter ein Dritttheil Kälber. Es waren besonders ßchönc Exemplare schwerer Milchkühe darunter, für welche fich zu ßchr hohen Preisen rasch Käufer sanden. Auch für Mittclwaare wurden flute Preise angelegt unb machte sich ber Hanbel trotzbem Hierin flott, wa8 wohl seinen guten Grunb in den, in Folge bes Regens eingetretenen guten Futterausstchten hat. Geringere Kühe fenben nur zu weichenden Preisen Käufer, weil in dieser Gattung Ler Auftrieb über den Bedarf groß war. Die Kälberpreise waren erheblich billiger als an den letzten beiden Märkten unb wurde in Zolge davon auch für den localen Bedarf lebhaft gehandelt. Fett- «ieh war nur vereinzelt am Markt unb konnte preiswerth von fciefigen Metzgern genommen werden. Gehanbelt würben besonbers gbwere Milchkühe, die in einzelnen Exemplaren vorhanben waren, Lis 585 Mark pro Stück, 1. Qualität Milchkühe mit 500—550 Mk., 2. Qualität 350 - 400 Mk., 3. Qualität 240-280 Mk. pro Stück. Kälber gingen fort in bester, schwerer Maare zwischen 58—62 Mk., leichtere Maare 50—52 Mk. pro 100 Pfunb Schlachtgewicht. Der Markt würbe bis auf wenige Stücke geräumt. Offene Stellen Neemietlfttnyen. getroffen, stoppte nab darauf genr. Peking. 3. Mat. Pr U I rymcr 4750 4746 a Die Vaterländische Alten Buseck Phil. Lepper HL in in Gießen PH. Herrmann ^DCCOOOccpöGoooQODDQOODoooaaaa ^oodoqoq u I 1910 leiten. Das Beste bleibt stets das Billigste. Pneumatic Otto Schaaf. 465^ Coursbericht Kaibarinengaffe 12 4756 Frankfurter 6 4751 Franz, entfetten Oesterr. btt । 16.18 16 22 00.00 30.46 Ebel. pari. 421 ; 4.17 »merk. 30446 160 00 | Oesterr. StebMMU» Dar«6. 8*.-letten Rrdaction i. B.: Her mann Elle. If-Ojerildqi* Wiedenes Gefunden Vereine Seiner Königliches den Mitgliedern^ Adam Kressefra a a 8 8 Seit Jahren allgemein als bester Radreifen bekannt. In Haltbarkeit, Elasticität und Leichtigkeit immer noch unerreicht. Lasten Sie sich nicht durch Angebote billigerer Reifen ver- in in in in in in 4 3 3 108.16 97.25 102 00 000.(0 102 60 81.10 169.80 4 20 in in in in in in in in eia- t toitur tüchtl 4755] Ein Paar Schuhe gefunden.- Aaliereö Krankfurterftr. «2, III. Leidende Kranke u. schwache Personen erhalten gratis u. franco' Prospect von M. Feith, Berlin N O. 18. 8 *3 8 Section Giessen. D. Oe. A. V. Die für Donnerstag den 5. Mai angekun- bifltc Monatsverfamm- lung auf Burg Gleiberg findet wegen deS an diesem Abend ftattfindcndcn Vortrages des Weltreise,»den Herrn A. Gustav Kögel am Donnerstag den 12. Mai statt. Villeto zu diesem Vorträge zu er- GinStroljljutgefunden Abzuholen gegen Jnseratgebuhr. 20 Frutfen-Ht. Lugt. Sovereigns DoutrS ta Bald •• Kirchliche Dieof der G r o ß h e r z o g Seiner Erlaucht dem Äpe evangelische PfarrftelWasfe mäßigten Preisen bei Fr. Kuhn, Selters- weg 36. Nack dem Vortrage East Grüningen G. H. Bender Langgöns Konrad Brückel IX. Langsdorf Hch. Weller III. Odenhausen Wilh. Haupt Nk-Automat und «usllsches "Lillard Z * Bufett oder z« a miethen gesucht. Georg Mnsfing, cke der 2)ar nm- und Steinstraße. Appenrod Carl Glatthaar Arnshain C. Brodhäcker Bad-Nauheim Hch. Kromm Brauerschwend Peter Daum Ettingshausen S. 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Die Vorträge für Kunst- und Weltgeschichte beginnen Montag den 9. Mai. Anmeldungen auch für Damen, welche nur den Wintercursus mitnehmen wollen, bis spätestens Sonntag den 8. Mai erbeten. 4649 DOOOOOOOOOOOQ Gefert -ebnet! tu billigen Preisen die BrehJ’sche ITniv.-Druckero 'Piet»eh * Roheyda). S ch nletrasee 7__ vrtt.: D!t Mki eitel. Das Grotzh ei die Gr. 8i Ausnahme de «i Die Abltistm kn In Ihm, G sowie terjenlflen @ H opt Dftibfl sowie bei der General-Agentur von F. Kemmler in Darmstadt. NB. Die Gesellschaft übernimmt auch sog. Collectiv- oder Gemeinde- Versicherungen, bei welchen sich eine größere Anzahl Gemeindemitglieder durch ein und dasselbe Document versichern fönnen.4731 Hagel-Versicherungs-Gesellschaft in Elberfeld, gegründet mit einem Kapitale von drei Millionen Mart, versichert zu billigen und festen Prämien, bei welchen nie eiue Nachzahlung erfolgen kann, Bodenerzeugniffe aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden. Die Versicherungen können auf das lausende Jahr oder auf unbe- stimmte Dauer, oder auf eine bestimmte Reihe von Jahren abgeschlossen werden; für letztere wi d ein entsprechender Prämien Rabatt gewährt. Die Schäden werden in liberaler Weise regulirt und die festgestellten Entschädigungsbeträge prompt innerhalb Monatsfrist voll ausgezahlt. Nähere Auskunft über die Versicherung» Bedingungen und Antrags« sormulare bei den unterzeichneten Agenten: bach, präseotirten für diese Stelle zu •• Del wehre» wurde x . ’/a ' <0fl, d » Uh Brant) , ®lr btaaftt L'1’ i“ di, S* dir d,j % 6,11Rta aufenH Mein Eiswagen geht von jetzt ab täglich. Hochachtend Jacob Helfenbeio Wwe., Marburgerstralre 83. ST »*• U w”" Sm tzözätgi. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die trostreichen Worte de» Herrn Pfarrer Dr. Naumann und auch für die liebevolle Pflege des Heilgehülfen Herrn Friedrich Lehrmund sagen wir unseren herzlichsten Dank. Familie Bender. Gießen, 4. Mai 1898. 4736 Tüll-Vorhänge --- Neues grosses Sortiment = Scheiben-Gardinen per Meter von io pfg. an, Scheiben-Gardinen, zweiseitig gebogt. Per Meter von 30 Pfg. an, Abgepassto breite Vorhänge, dreiseitig gebogt, das ganze Fenster von Mk. 1 75 an, Breite Vorhänge am Stück, zweiseitig gebogt, per Meter von 35 Pfg an, Spachtel-Gardinen in jeder Preislage, Reste und vorjährige Muster ganz unter Preis. 474.9 Fritz Nowack, Ausstattungs-Geschäft u. Wäsche-Fabrik. .... ®iuubbi El*? thüllv, 2Quf8^bh i m i ’• 3nui i ®tn ^Nkra° iü ob,’1 oni. ° rT b« el6 SW? einph/’t«- G. todcti V , _ ••PrJfrhTO nstaugeu fache, d^' G. Hotz, sürforglfi Nahrungsberg. «msikdtr/^üroh zu verkaufen ^ei vomwe^rmefiud, Neuenweg '27. Supyioi!. Gelegentlich des am Sonntag den 22 und Montag den 28. d. 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Ä 12ad/r- * Anstreicker, 1 Sattler und Tapezier, 77' 1 ri'XÄ 3 Bausckreiner, 2 Taglöhner, 2 Jubr- *i zur Führung eines Haushalts, 1 älteres ^cbt? Kückenmädchen für eine Restauration, —3 99.7i 3der _ -. , - Creditverein Heuchelheim , m. u. H.> bei'Wirth Ferdinand Kröck dahier, eine Generalversammlung ab. Tagesordnung: 1) Abhör der 1897er Jahresrechnung. 2) Be- schlußfassunÄ über die auszuzahlende Dividende. Heuchelheim, am 4. Mai 1898. Der Auffichtsrath: Heinr. Volk mann II., Vorfitzender. die Passagiere in CienfoegoS ^Städtischer Arbeitsnachweis Gictzen "ä! W». «.»«-" - ........... sich eine 20 Minuten baueir/1“^