Nr. 3 Erstes Blatt, Mittwoch den 5. Januar 1898 fN4ei*t täglich wtrt Ussnahmc des Montags. Btt Gießener A«,»ilie»ötätter werden dem Anzeiger Wvchcntiich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger ZrezugsprelL vierteljährlich 2 Marl 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. »»nähme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Henerat-Anzeiger Alle Lnzeigen-Bermittlungsstellen deS In- und Auslandenehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Bekanntmachung, betr. Viehmarkt zu Gießen. Wegen der zur Zeit in Gießen herrschenden Maul- und Klauenseuche wird der am 11. ds. Mts. vorgesehene Viehmarkt hiermit untersagt. Gießen, den 4. Januar 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Rachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugniffen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Cchulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-fteiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fallen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbstgeschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilligung- - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Muster 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Uebrigen wird auf die Bestimmungen der SS 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung« - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. Französische Friedensversicherungeu. Au» verschiedenen Gründen widmen wir den von der Seine kommenden öffentlichen Kundgebungen unser ganz besondere» Interesse, und jedesmal am NeujahrStage, wenn der Präsident der französischen Republik auf die Ansprache de» Doyen» de» diplomatischen Corps erwidert hat, dringt un» der Telegraph den Wortlaut dieser Erwiderung. Früher fanden auch am Berliner Hofe derartige Kundgebungen, in denen gewöhnlich ein kurzes Bild über die internationale politische Frage geboten wird, beim Empfang der Generalität statt; diese Gewohnheit ist aber schon seit mehreren Jahren außer Gebrauch. Dagegen läßt es sich Felix Faure auch jetzt noch nicht nehm-n, s ine Ansichten über die Weltlage beim Empfange der Botschafter darzulegen. Der diesjährige NeujahrStag hat den Franzosen eine große Freude gebracht, indem „Väterchen" in Petersburg ihrer gedacht hat. Wir haben schon dr» Oefteren ausgeführt, daß die schwärmerischen Gefühle, welche die Franzosen für Rußland hegten, sich stark abzukühlen begannen, da man immer mehr an dem positiven Werth der vom Zaren verkündigten Allianz der beiden Länder zweifelte. Und e» liegt im Interesse Rußlands, jene Gefühle warm zu halten- denn, wie wir wissen, find die ostastatischen Dinge in der Entwickelung begriffen, wobei es Rußland nur angenehm sein kann, einen Bundesgenossen hinter sich zu wissen, auf den e» unter allen Umständen zählen darf, und dann braucht da» Zarenreich viel Geld und möchte fich zu diesem Zwecke auch künftig den französischen Markt offen erhalten sehen. Man kann es daher verstehen, daß der Zar den Franzosen wieder einmal eine kleine Liebenrwürdigke^r sagen ließ, umsomehr, al» er weiß, wie bescheiden sie in dieser Beziehung find und wie fie ihm jede Kleinigkeit hoch anrechnen. Biel war eS ja nicht, waS Nicolaus II. dem Prästoeaten Faure darbrachte, eine Höflichkeit, die durch die Lage der Sache geboten schien und in den überschwänglichen Gefühlen, welche die Franzosen im Laufe de» ve'flossenen Jahres dem Zaren gezeigt hatten, ihre Begründung findet. Der Zar müßte ja ein Barbar sein, wenn er nicht durch die Sympathiekundgebungen feiner französischen Verehrer gerührt geworden wäre. Im Allgemeinen ist der Inhalt de» NeujahrSgrvßeS an Faure und dessen Erwiderung von keiner besonderen Bedeutung. Eher hat hierauf Anspruch die Entgegnung Faure» auf die Ansprache der Bot- schafter am NeujahrStage, nachdem der päpstliche Nuntius im Namen de» diplomatischen CorpS versichert hatte, daß alle Souveräne und Staatsoberhäupter für den Frieden seien. Da'auf erwiderte der P>ästdrut m!t so zuverfichtlichen Ausdrücken seiner Ueberzengung, daß der Friede erhalten bleiben werde, daß euch der ärgste Pessimist versucht werden müßte, diesen süßen Klängen Gehör zu schenken. Interessant ist die Entgegnung FaureS auch insofern, als daraus hervorgehr, daß der europäische Friede im letzten Jahre arg gefährdet war, denn Faure spricht von schweren Prüfungen, trotz welcher der allgemeine Friede intoct geblieben sei. Wir wissen ja bereit», daß Faure die Orientkrise des letzten Jahres im Auge hatte, im Laufe deren Erledigung die Einigkeit der Mächte in Trümm.-r zu gehen drohte, da einzelne derselben ihre Sonderinterrssen zu hoch stellten. Es gelang freilich doch, das Schlimmste hiatanzuhalteu und den offenen Aut- bruch von Feindseligkeiten zu verhindern, da alle Mächte ein großes Interesse an der Erhaltung de» allgemeinen Frieden» haben. Dies berechtigt auch Faure zu der Hoffnung auf eine weitere einmülhige Hingebung der Regierungen und der Völker für die Sache der Eintracht und des friedlichen Fortschrittes. Und wenn er mit den Worten schloß, daß daS neue Jahr unter günstigen Ausp'zien beginnt, so kann die» als eine in den maßgebenden europäischen Kreisen sich allgemein wieder- sptegelndr Ansicht betrachtet werden. ES ist eine — wir möchten sagen — Gewohnheit». Meinung, daß der Friede am meisten durch Frankreich gefährdet ist, da diese» jede passende Gelegenheit beim Schopfe ergreifen möchte, um an Deutschland Revanche zu üben, für die im Jahre 1870 erlittenen Niederlagen. Aber eS ist bekannt, daß diese Revanchelust fich schon stark abzukühleu beginnt, umsomehr als Frankreich einsehen gelernt hat, daß eS für seine Idee in Europa auf keine Unterstützung rechnen kann. Deshalb dürfen wir annehmen, daß die Friedens- Versicherungen des Präsidenten der französischen Republik ernst gemeint find und fich anschließen an die Kundgebungen, welche am Renjahr»tage an anderen Politischen Eentren Europas gemacht worden sind. Sie tragen bei zur Beruhigung und zur Kräftigung von Handel und Verkehr. (XX) Deutsches Reich» Darmstadt, 3. Januar. Der freifinnige Landtag»« abgeordnere für den dritten Wahlbezirk der Provinz Rheinhessen, Pitthau in Zotzenheim tu Rheinhessen, ist gestern gestorben. Berlin, 3. Januar. Der „Post" zufolge hat der Kais e r beim Neujahrsempfang der Botschafter keine allgemeine Ansprache gehalten. Er hat die Herren einzeln, den Grafen Lanza an der Spitz«, begrüße. Berlin, 3. Januar. Nach einer parlamentarischen Corre- spoudenz verlautet, daß der Kaiser die Abficht hegt, die Eröffnung de» preußischen Landtage» in Person zu vollziehen. Berlin, 3. Januar. Der Kaiser nahm heute früh um 9 Uhr den Vortrag de» Chef» de» Eivilcabinet» und später die Borträge des StaatSsecretärS Tirpitz und des Contre- adwiral» v. Senden-Bibran entgegen. Hierauf empfing der Kaiser den Erzbischof v. StablewSki. Berlin, 3. Januar. Die Kaiserin ist auf» Neue au einem Jvfluenza-Aufall erkrankt. Auch Priu; Eitel Fritz ist, wie der „Berl. Localanzeiger" meldet, zur Zett unpäßlich. Berlin, 3. Januar, vom Präsidium des Reichstage» haben Präsident Freiherr v. Buol und der zweite Blcepräfiüeut, Spahn, am NeujahrSempfaug bei Hofe theilgenommeu. Berlin, 3. Januar. Nach dem umgearbeiteten Entwurf eine» Gesetzes über die ärztlichen Ehrengerichte soll der EhrengertchtShof, wie die „Post" meldet, sechs Beisitzer haben, von denen vier Seiten» der Aerztekammern und zwei von Seiten der Behörde gewählt werden. Alle, auch die letzten zwei sollen dem Ehrengericht-Hofe selbst unterstehen. Drr neue Entwurf wird in den nächsten Tagen dem Aerzte- kammer-AuSschuß zugehen. Berlin, 3. Javuar. Die ReichltagScowmisfion zur Vorbereitung drS Gesetzentwurf» betreffend das Wiederaufnahmeverfahren fretgesprochener Personen ist zum 12. Januar eiuberufeu worden. Au demselben Tage wird die andere Commission zur vorberathung de» Gesetzentwurf» betreffend die Angelegenheiten der freiwilligeu Gerichtsbarkeit ihre zweite Lesung beginnen, nachdem die Redactionkcommisfion am 11. d. Mt». getagt und die zweite Lesung vorbereitet haben wird. Berlin 3. Januar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." führt au», daß eS bei der Verstärkung de» Fonds für An- siedelung»zwecke in Posen und Westpreußen um hundert Millionen nicht darauf abgesehen sei, den polnisch redenden Preußen ihre Muttersprache zu nehmen- sie sollten vielmehr nur dazu angrhalten werden, auch deutsch zu lernen, überhaupt in den Stand gebracht werden, alle Bedingungen zu erfüllen, die von jedem preußischen Staatsbürger erfüllt werden müssen. Energisch und consequent werde jenen grobpolnischen Bestrebungen entgegengewirkt werden müssen, die namentlich in letzrer Zeit fich darin zeigten, daß man polnischerseit» die völlige Scheidung zwischen der polnischen und deutsch redenden Bevölkerung derart durchführen wollte, daß polnisch sprechende Staatsbürger durch Vereine und sonstige Veranstaltungen für den Verkehr mit den Deutschen gänzliche Absonderung beobachten. Berlin, 3. Januar. Dem „Local-Anzeiger" wird au» FriedrtchSruh gemeldet: Von einer Sette, die mit den Verhältnissen als vertraut zu erachten ist, wird bemerkt, daß Fürst Bismarck Wasser in den Füßen habe. Dieser Annahme wird freilich von ärztlicher Seite lebhaft widersprochen. Geheimrath Schwenntnger meint, daß die Krankheit einen normalen Verlauf nimmt. Der Fürst verläßt den Rollstuhl nicht. Berlin, 2. Januar. Die beiden nach Ostasien bestimmten Kreuzer werden bereit» am Mittwoch in Port Said erwartet und sollen dann am Donnerstag die Reise durch den Suezcanal antreten. vrettan, 3. Januar. Der „Breslauer Generalanzeiger" meldet: Nachdem die Stadtverordnetenversammlung bereit» in einer früheren Sitzung die Errichtung eines städtischen Mädchen-Gymnasium» beschlossen hat, genehmigte dieselbe heute den vom Magistrat vorgelegten Lehrplan der Lehreinrichtung, sodaß, die Genehmigung der höheren Instanzen vorausgesetzt, der Eröffnung de» ersten deutschen städtischen MädchengymnafiumS am 1. April 1898 in BreSlau nicht» im Wege steht. Leipzig, 3. Januar. Da» Reichsgericht verwarf die Revifion de» Redacteur» Stentzel vom „Hamburger Echo", welcher wegen Beleidigung de» Königs der Belgier am 11. October vorigen Jahres zu acht Monaten Gefängniß verunheilt worden war. Ausland. Wie», 3. Januar. Die Konferenz zwischen dem Mi« »ifterprästdenten Baron Gautsch und den Führern der deutsch böhmischen Abgeordneten In der TPracheus rage hat bereit- heute Vormittag begonnen. Wie von iusormirter Sette verlautet, hat diese Couferenz vorläufig nur einen informatorischen Charakter. Die Regierung soll entschloffen sein, selbstständig noch vor Zusammentritt des böhmischen Landtage- eine neue Sprachen Verordnung -u erlaffen und fie will dieserhalb vorher die Meinungsäußerungen der Partei« führer einholen. Budapest, 3. Januar. D'e heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses nahm einen ziemlich bewegten Verlauf. Zwischen mehreren Abgeordneten der Unabhängigkeits- Partei und dem Ministerpräfidenten Baron Banffy kam es wegen der Entscheidung in der Quoteufrage sowie wegen der ReujahrSrede BanffyS, in welcher er das Borgeherr der Unadhängigkeitspartei scharf tadelte, wiederholt zu stürmischen Auseinandersetzungen. Schließlich erklärte Banffy, daß die Regierung für alle Maßregeln in der Angelegenheit der Aufrechterhaltung de- status quo volle Verantwortung trage und daß durch da- unrichtige Vorgehen der UnabhäugigkeitS- Partei fich die Regierung nicht irre führen laffen werde. Pari-, 3. Januar. In der Angelegenheit Esterhazy gab General Saus fier seinen Spruch in folgender Form ab: „Major Esterhazy wird an das erste Kriegsgericht zu Paris verwiesen. Die Verhandlungen werden unter Ausschluß der Oeffentlichkeit am Montag, den 10. ds., in der Kaserne „Cher ehe Midi“ stattfinden. Pari-, 3. Januar. Der „Temps" bemerkt, die Meldung von dem Eintreffen der Expedition unter Major Marchand in Fashoda oder gar in der Gegend von Khartum fei tendenziös und bezwecke, die öffentliche Meinung in England aufzuregen. Keinerlei aus französischer Quelle stammende Meldung gestatte die Annahme, daß Marchand die gegenwärtig unter der Oberhoheit Frankreichs stehenden Gebiete überschritten habe. Madrid, 3. Januar. Der Führer der Aufständischen auf den Philippinen, Aguinaldo, ist in Hongkong einge- troffen. Er weigerte fich einem Berichterstatter gegenüber, fich über seine Pläne für die Zukunft aukzulaffev. Vorsichtshalber wird eine aus 22,000 europäischen Soldaten bestehende Armee auf den Philippinen bleiben. Petersburg, 3. Januar. Diplomatische Kreise bezeichnen die russisch-englischen Beziehungen wegen deS agresfiveu Vorgehens Englands in Ostafien als sehr gespannt. Die Blätter drohen England, falls es Rußland in Ostasieu Schwierigkeiten bereite, daß Rußland Conflicte herbetrufeu würde, die in der Erhebung eines allgemeinen Aufstandes aller England bisher unterworfenen astatischen Völker bestehen würde. Man spricht von einer weiteren Vermehrung der russtschen Kriegsschiffe in den chinesischen Gewäffern. Locales tmfc j-rovinzrelles. Gieße», den 4. Januar 1898. •* Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Groß'- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 1. Januar dem Oberamtmanu Rudolf Wernicke zu Fischbach daS Goldene Ehrenzeichen für 25 Dienstjahre, — dem Gehilfen de» Ge- metndeeinuehmerS in AlSfeld, Georg Schopbach daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen' mit der Inschrift „Für Verdienste" »u verleihen. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammlung Donnerstag den 6. Januar 1898, Nachmittags S1/^ Uhr pünktlich: 1. Gesuch de- L. Seuling um Erlaubniß zur Errichtung eines Fabrikgebäude» und zweier Hallen in der Nähe der Margarethenhütte. 2. Baugesuch de» Heinrich Winther für die Verlängerung der von der Moltkestraße nach dem LudwigSplatze pro- jectirtm BerbiudungSstroße. 3. Unterhaltung de- städtischen ThorhauseS am Neuenweg. 4. Abgabe von Fichieu-Deckretsero au- der Hand. 5. Den Ausbau der Wilhelmftraße zwischen Ludwig»- und Ebelstraße. 6. Ausbau der Louystraße. 7. Lieferung von Baumschutzkörben für Baumpflanzungeo. 8. Erhöhung städtischer Trottoir». 9. Pflasterung der Frank- furterstraße zwischen den Oberhesfischen Eisenbahnen und der Wilhelmstraße. 10. Gesuch de» Deutschen Verein» für da» FortbildungSschulweseu um Derwilliguug eines Jahresbeitrags. 11. Den Voranschlag des Großh. Realgymnasiums und der Realschule sür 1898/99. 12. Der Voranschlag deS GaS- und WafferwerkS pro 1898/99. 13. Gesuch de» Johanne» Altensen um Erlaubniß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Bruchstraße 12. 14. De»gl. de» Friedrich Jordan im Hause Ludwigstraße 6. 15. DeSgl. de» Carl Weidtmann im Hause Frankfurterstraße 83. 16. DeSgl. deS Carl Lenz für daS Hau» Liebigstraße 64. ♦ * Vorträge über das Bürgerliche Gesetzbuch. Mittwoch den 12. Januar, Abend» 6 Uhr, beginnt Herr Land» gericht-rath Müller im Sitzungssaale der Strafkammer de- hiesigen Justizgebäudes mit feinen Vorträgen über das Bürgerliche Gesetzbuch, Allgemeiner Theil. Die Borträge find zunächst bestimmt zur Einführung der GertchtSaffefforen und GerichtSaccesststen in da- Studium der neuen Gesetzgebung, doch werden dazu auch die Mitglieder der hiesigen Gerichte, der Staatsanwaltschaft, der Recht-anwaltschaft, sowie wer sonst sich dafür interesfirt, eingeladen. Zur Rechtsanwaltschaft -ugelaffen wurde am 1. Januar der Rechtsanwalt Dr, Rudolph Schauer von Mainz bei dem Landgericht der Provinz Rheinheffev. ♦ •H. Stadttheater. Der Ehrbegriffe in unserem modernen Klaffen- und Kastenstaat giebt's verschiedene — fie versucht Graf Traft in Sudermanns Schauspiel „Die Ehre", das gestern Abend ausgeführt wurde, zu erläutern und kommt zu der überzeugenden Behauptung: Geld allein schafft Ehre. DaS Werk ist Sudermann- epochemachender Erstling, erlebte auch hier schon eine Aufführung und wurde damal« besprochen, sein Inhalt dürfte bekannt sein. DaS Hauptsächliche in dem Stück, sein Gehalt, steckt in der Erläuterung deS Ehrbegriffs und in der Wirklichkeit, mit welcher moderne Berhältmffe und Ansichten sowohl in Hinterhaus- wie Borderhausseeuen wiedergegebru werden. — Die Darstellung war recht tüchtig und dank dieser Thatsache kam das treffliche Schauspiel an und für fich zu großer Wirkung mit vollen Ehren. Herr Janson spielte den RobertHeinecke zwar als kanstiechnische Mufterleistung, aber nicht mit Ueberzeugung. Da war Manche- unverstanden und nicht empfunden. Fleißige Arbeit verrieth die Leistung, aber fie genügt nicht, sofern fie die Seele des menschlichen Empfinden- vermiffen läßt. Einzelne Scenen im dritten Acte gelangen dem Künstler überaus gut und erfüllten beinahe die gestellten Forderungen. Den alten Heinecke characterifirte Herr Forsch zwar auch nicht ganz einwandfrei, aber annehmbar. Frau Kruse als deffeu Frau führte die Rolle in etwas breit behaglicher Weise durch. Die Tochter Alma, das leichtfiunige, genußsüchtige, naiv-kluge Prototyp einer in ärmlichen Verhältnissen aufwachsenden Mädchenklasse der Großstadt, spielte Frl. v. Winterstein in glaubwürdiger Weise. Da« Ehepaar Michal-ky wurde von Herrn Lieb sch er und Frl. NatusiuS vortrefflich realistisch wiedergegeben. Herr Fritzschler al- Graf Traft bot eine gewohnt gute Leistung, desgleichen Frl. W ü r d i g al- Leonore; ersterer mit weltmännisch-philosophischer Ruhe und Klarheit der Gedanken, letztere mit Leidenschaft und der offenen Kundgebung deS instinktiv-richtigen Erfaffen» des Ehrbegriff». Herr und Frau Commerzienrath Mühlingk wurden durch Herrn Dos er und Frau Keßler repräsentirt- beide waren im Spiel gut, jedoch farblo- in ihrer Characterzeichnung. Herr Böhm gab in Curt ein treffliches Spiegelbild der Jeuneese doree, Herr Albrecht desgleichen de» Gecken Stengel, sowie Herr Fellner die Refervelieute- nants-Aufichten de- Lothar Brandt, letzterer hätte jedoch in Sprache nicht so hausbacken und in Haltung noch ungezwungener sein dürfen. — Da» fich für Sudermann interesfirende, ziemlich zahlreich erschienene Publikum quittirte für die Darbietung de- genuß- und inhaltsreichen Werke- mit reichen Beifallsbezeugungen. ♦ ♦ Stadttheater. Am Mittwoch den 5. er. geht der Lauf- - Kraatz'sche Schwank „Die Logenbrüder" zum dritten Male in Scene. — In Aussicht genommen ist für Freitag den 7. er. da- Doppel-Gastspiel de- Character- darstellerS Herrn Rudolf Poffiu vom Hof- und National- theater in München, sowie des Fräulein Tilde. LipSki vom Wiesbadener königlichen Theater. • • Oeffeutliche Bibliothek und Lesehalle. Im Anzeigen- theil der vorliegenden Nummer befindet sich ein von einer größeren Anzahl Herren au» allen Kreisen der Einwohnerschaft unterzeichneter Aufruf zur Gründung einer öffentlichen Bibliothek und Lesehalle in Gießen. Alle, welche fich für da- Zustandekommen eines für unsere Stadt segensreich wirkenden Instituts intereffiren, find zu einer Besprechung auf Montag den 10. Januar, Abends 8*/, Uhr, in das Cafe Ebel eingeladen. • • Kaufmännische Fachschule. Die neue Einrichtung, wonach für CommtS, ältere Kaufleute und Herren aus anderen Ständen BortragS-Curfe abgehalten werden, hat fich sehr gut bewährt. Den ersten Cursu», welcher vom 7. October bis 16. December abgehalten wurde, besuchten 21 Herren. Die Vorträge fanden an jedem Donnerstag Abend von 9 Uhr au statt und wurden unter theilweise schriftlicher Darstellung in so verständlicher Weise gehalten, daß die Theilnehmer ihre volle Befriedigung ausdrückten. Wie nun beschloffen, soll vom 13. Januar bis Ende März ein zweiter CursuS abge- halteu und darin Wechsellehre, Civil- und Wechselprceeß, so weit eS das BeitreibungSverfahreu betrifft, sowie der sechste Abschnitt deS neuen Handelsgesetzbuches — Rechte und Pflichten der Priucipale und Handlungsgehilfen enthaltend —, welches am 1. Januar d. I. in Kraft getreten ist, gelehrt werden. E» bietet also dieser zweite Bortrags-CursuS nicht nur für den Kaufmann, sondern auch für den Gewerbetreibenden paffende Gelegenheit, fich mit manchem für das practische Leben Nützlichen bikanut zu machen. Anmelde- Listen liegen im Kaufmännischen BereinShause, sowie bei dem Vorsitzenden, Herrn Orbig, Bahnhofstr. 30, offen. * • Folge» der Reujahrsfchitßerei. In dem Orte Wer- dorf haben mehrere junge Burschen mit einer sogenannten Schlüffelbüchse geschoffen. Hierbei wurde ein zuseheuder zehnjähriger Junge so gefährlich an einem Ange verletzt, daß ihm daffelbe in der Gießener Klinik herauSgenommen werden mußte. — Auch in Aßlar ist bei der gleichen Beranlaffung ein zehnjähriger Junge am Auge beschädigt worden. Er liegt ebenfalls in der hiesigen Klinik. ♦ ♦ Die Fleischlieferung für die hiesige Garnison und das Militär Lazareth ist folgenden Metzgern übertragen worden: Louis Bogt, Neuenweg (Ochsen-, Rind- und Kalbfleisch), Aug. Hillg ardt, Kreuzplatz (Schweinefleisch re.), Hofmetzger Möhl (Hammelfleisch). • * vesihwechsel. Bauunternehmer Nauheimer verkaufte an Profeffor Krüger die von demselben bisher bewohnte Billa Löberstraße 22. * * Bo» der Etadtkirche. ES ist aufgefallen, daß die Stadtkirche Abend» erleuchtet war, trotzdem darin kein Gottesdienst gehalten wird. Die Beleuchtung, sowie Heizung geschah auf Kosten des Orgelbauer«, welcher die Schreinerarbeiten für bafr neue Orgelgehäuse herpellen läßt. Da» in der Stadt curfireude Gerücht, daß diese» Gehäuse, in der Fabrik Hergestell;, beim Aufschlagen nicht gepaßt habe und nun vergrößert werden müsse, entspricht nicht den Thatsacheu. Der Orgelumbau ist in 3—4 Wochen beendet und steht daun der Benutzung des Gotte-Hause» nichts mehr im Wege. • • Bom Wartrsaale 3. und 4. Klaffe. Der Wartesaal 3. und 4. Klaff« in unserem BahuhofS-Empfangsgebäude ist unter Htnzunahme des ehemaligen FärstenzimmerS um stark ei« Drittel seine» bisherigen Raume» vergrößert worden- Die Erweiterung erwie» fich al» überaus nothweudig. Z» dem Dea«tendesoldmtg».Gefetzenl»urf habe» nun- mehr auch die Gerichrsschreiber-ASpirante» deS GroßherzogthumS einen Beitrag geliefert und um Aufbrffe- rung ihrer GehaltSvcrhSltniffe ersucht. Die Regierung hat in dem Budget für 1897/1900 das Höchstgehalt der Ge- richt-fchreiber-ASpiranten, welche daS 29. Lebensjahr zurück- gelegt haben, auf 1250 Mk. jährlich festgesetzt, die Petenten bitten aber, ein Höchstgehalt bis zu 1600 Mk. zu bewilligen. Dem eingehend begründeten Gesuch ist ein Berzeichuitz der bei den Amtsgerichten beschäftigten GerichtSschreiber-ASpirantr» und deren seitheriger Jahresgehalt beigefügt, au» dem zu ersehen, daß die jetzigen Grhälter schwanken zwischen 400, 550, 600, 720. 800, 900, 1000 bis 1200 Mk. • • Der Verband der Erwerbs- und Wirthschaftsgenofferr- schäften in der Provinz Oberheffeu hielt am 27. Drcember v. I. im Case Ebel seinen achten Berbandstag ad, welchem al- Vertreter der Staatsbehörde Herr Provinzialdirector Ge- hrimrath v. Gagern beiwohnte. Die Verhandlungen waren von großem Jutereffr und betheiligte fich Herr Geh.'Rath v. Gagern lebhaft au Paukt 2 der Tagesordnung. Der Verband besteht z. Zt. an» 47 Vereinen- er wurde 1890 gegründet und staud seit dieser Z-it unter der verdienstvolle« Leitung seines Gründers, Herrn Rendant Doering in Gießen. Leider mußte derselbe wegen Amtsüberbürduug sei« erfolgreich geführte- Amt als Derbandsdirector viederlegen. Au feine Stelle wurde Herr Postsecretär i. P. Mayer tu Gießen gewählt, welcher die Geschäfte am 1. Januar d. I. übernommen hat. Damit die Kraft deS Herrn Doering dem Verbände erhalten bleibt, übernahm derselbe die Stelle de» stellvrrtretenden VerbandSdirector», welche bisher Herr Mayer innehatte. Der Verband hat besonder- den Zweck, daß die Kaffen mindestens alle zwei Jahre der gesetzlichen Prüfung durch einen sachverständigen Revisor unterworfen werden. Für Geuoffenschaften, welche einem RevifionSverbande mcht angehören, wird der Revisor durch daS Gericht bestellt. Bei dem geringen Betrage von 10 Mk, welche ein Verein jährlich zur Berbaud-kaffe beiträgt, ist e» eigentlich kaum erklärlich, warum diejenigen Vereine, welche einem Verbände nicht angehören, und deren eS noch eine ganze Anzahl in der Provinz gibt, in ihrem eigensten Jntenffr dem Verbände nicht beitreten. Der Verband hat in neuerer Zeit eine Centralkaffe eingeführt, in welche von den Vereinen die zeitweise nicht verwendbaren Gelder eingelegt und an andere Vereine des Verbände-, welche Geld bedürfen, gegen einen Zinsfuß von 31/, pCt. abgegeben werden. Die Ernrchtung hat sich sehr bewährt. * • Auf die große Berbrritung der Aufichtspostkatte» wird in der soeben erschienenen Statistik der Reichspostverwaltung die ungewöhnliche Steigerung des gesammten Postkarten- Verkehr- zurückgeführt. Diese betrug im Jahre 1896 gegen da- Vorjahr volle 8,3 pCt., bei den Briefen 3.7 pCt. Im letzten Sommer find allein bom Kyffhäuser 148000, vorn Nationaldenkmal auf dem Niederwald 128 000, vom Brocken 120000, von der Wartburg 118000, von der Bastei 77000, bom alten Schloß in Heidelberg 36000, bom Feld- berg 27000 Postkarten abgesandt worden. Uebertroffen werden diese Zahlen noch bon dem Postkarteuberkehr auf AuSstellungSplätzen. Die Zahl der bon drr Berliner Gewerbe- und Industrie-Ausstellung abgesandten Postkarten beträgt nahezu 1400000, diejenige beim Postamt der Hamburger Gartenbau-Ausstellung 572000. Bei der Berliner Gewerbeausstellung belief fich die Zahl der Ansichtskarten täglich auf 9826. Bon dem Betrage von 20'/, Millionen Mark, auf welchen daS Porto für Postkarten des inneren Verkehrs veranschlagt wird, kommt demnach ein ansehnlicher Theil auf die Frankatur der AnfichtSpostkarten. * * Au Amerika verstorbeueHeffe», In Newyork: Peter Lang, 68 Jahre alt, von Alzey. In Cincinnati, O.: Louisa Momberg, geb. Rühl, 46Jahre alt, auS Nauheim. In Detroit, Mich.: Fritz Myll, 61 Jahre alt, von Gießen. In Piqua, O.: Peter Heinrich Karnehm, 70 Jahre alt, au- Heffeu-Darmstadt. In Shebohgan, Wi«.: Fra« Wilhelmine Erb, geb. Wagenknecht, 60 Jahre alt, au- Rodheiw. In Newyork: Georg Romig, 51 Jahre alt, au- Heffen-Darmstadt. * * Wetterbericht. Bon Osten und Südosten her hat ein barometrische- Maximum einen gewaltigen Borstoß in westlicher Richtung gemacht, wobei der Luftdruck allenthalben sehr bedeutend gestiegen ist. Im größten Theile von Central- und Südeuropa beträgt die Jntenfi.ät der Barometerstände heute wieder mehr als 770 Millimeter. Starke Depressionen lagern Über Skandinavien mit einem Ccntrum über Lappland, sowie im äußersten Westen. In den continentalen Lagen bestand am Morgen theil- ruhiges und, abgesehen von Morgennebeln, vielfach heiteres Wetter. Im AlpenvoriLnde lagen die Morgentemperaturen wieder über dem Gefrierpunkte, während fie im Norden Süüdeutschland- beträchtlich unter denselben gesunken waren. Die Hochstationeu verzeichneten Nacht- leichten Schneefall. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst keine wesentliche Aeuderung. — Alleudorf a. d. Lda., 1. Januar. Die Errichtung der in Aussicht gestellten Kleinkind erschule ist jetzt vollständig gesichert, da in jüngster Zeit beträchtliche Geldspenden eingingen. Die höchste freiwillige Gabe einer hiesigen Familie erfolgte am heutigen Neujahr-tage im Betrage von 50 Mk., zwei gleiche Beträge und sogar mehrfach solche von 100 und 200 Mk. kamen von auswärts, manche ganz unerwartet-. Wenn aber die Anstalt von Bestand bleiben soll, darf e» auch in Zukunft an solchen Gaben nicht mangeln. Da» zur Verfügung stehende Capital beträgt jetzt über 1000 Mk. Vermöge desselben, sowie durch die günstige MiethSgelegenheit ist wenigstens ein befriedigender Anfang ermöglicht und nach dem mit einem Schwesternhaus abgeschlossenen Vertrag betreff» einer Lehrerin soll die Schule am 1. April d. I. beginnen. x Rnddingshause», 2. Januar. Unsere im Jahre 1892 Mbi»? '’ «um. b'm «;'*"'<« hi *• liegst ’W’, 1 *■»»» d ’n tm » tt8ln’gtD. b« dw Ä“"" '♦•oaltt JJ?* n ' 1200 $t ld|ni «0, «ss-EF B;?Ä „ r,,rl»z j, •*** «tottuiB. .recat '■ $■ »dh't * - >• hi J ’ !*** gtd, h. Mt bisher hm N^rr lt= baUt 1 tn Plüsov. wiworftn a(M 1 Ä’fneiiDtibanbt m|t k< Smchl bcheLi. Bti ,llfc rio Leiern jShr, es t'gaitUt hum nklü- •*t tire Bnbanbt nity at W .Ml u> btt be« Snbiwbe r: m atntrtr Zrit ttne br» Lmmn rtt jtit» (teetügt mb an anbtti e’b kbirfta, gegen dnta «tritt. Dir Qhnrfyiag ter ti^tlbittctei whb ' ;rrkrhr aaf ibn Balten Ststtbr nri fetona ttfrSgt nahtz, • tn hMbnzer Warten* n Baratt ®tTtrkad» lr:tttiirta tfyllt auf Qi, Manen Hart, ans tu ’.nincn 8n!ebrl vtr« tn --tehMtt M Hf la An Ak«vori: Vtter - iincteBif/ 0-: 61 >-fallt, WWlB«’ L«'s , at eöito *n -S5Ä- •uTÄ***11 11 KM'- W'C 1,2 al, #*• r- I® TJ t ttnneTis«^ ILZssr — M frrid)h»6 ■ i» i* ’m J* "T‘I'i'ati 5» E ^nratzl ./v) 1Db *^'«**JÜ-* , K-elc IpJJf tl «A ■■■ •y„ 1000 begonnene Feldb erriutg uug wird bis zu« nächsten Früh- juhr ihren Abschluß erreichen. I« Herbst de» letztvrrfloffeneu Jahres wurden bereits tn der ganzen Gemarkung die neu zagetheilteu GruudstLcke Aberwiesen, so daß schon bet der Herbstausstellung die oortheilhafte Neugestaltung tn die Au-en fiel. Die erhobenen Reclamattouen konnten bald erledigt werden und zwar meist nach dem Wunsche der Reclamanteu. Hoffentlich werden die Segnungen deS anfänglich viel bekämpften Unternehmens bald allgemein angenehm empsunden werden. + Niedervollstadl, 3. Januar. Als der von Frankfurt gekommene Zug Nr. 95 heute Mittag vor 2 Uhr bei dec hiefigru Station eiulausen sollte, war gerade der ab Friedberg fälligeGüterzug vor unserer Station entgleist, wurde jedoch alsbald wieder zum Stehen gebracht, ohne daß ein besonderes Unglück herbeigeführt worden wäre. Da eine halbe Stunde Verspätung für die Wetterfahrt des ersteren ZageS durch die Geleisreparatur rc. etutreteu mußte, verließen viele Paffanten des Personenzug- solchen, um nach der Ursache des Hindernisse- zu schauen. -in- «ul der Wetterau, 2. Januar. Wie wtr vernehmen, findet Sonntag den 9. d. M., Nachmittags 2 Uhr, tu Münzen- berg eine kirchlich.musikalische Aufführung de- dortigen KtrchenchorS statt, bestehend au- Thören, sowie Gesang, und Orgelsolt von Bach, Händel, Mendelssohn, Stlcher u. «. Der Eiutritt ist frei. Freiwilltge Gaben find zur Ausschmückung der Kirche bestimmt. Die früheren Veranstaltungen dieser Art waren so hervorragend in Programm und Ausführung, daß auch diesmal ein hoher Genuß für alle Besucher zu erwarten ist. △ Bon der Ohm, 3. Januar. Wohl viel seltener al- früher findet «an nach Neujahr hie und da einen Obstbaum, namentlich Apfelbaum, mit einem Strohseil umbunden. Diese absonderliche Zierde ist dem Stamm in der Sylvester- nacht verliehen worden. Sein Besitzer hat die- während des Abendläutens oder Anleuten- des neuen Jahres ausgeführt unter irgend einer dazu erforderlichen Formel. Mit dieser Baumumwtckelung verbindet sich der Glaube, daß durch die. selbe, wenn unter besagten Umständen au-geführr, eine gute Obsternte de» betr. Baume- erzielt würde. Man har nicht selten diesen Gebrauch auf heidnischen Ursprung zurückgeführt. Dem ist jedoch nicht so, vielmehr entstammt diese Sitte erst der christlichen Zeit. Wie damals die Klöster die alleinigen Stätten der Bildung und Wissenschaft waren, so waren sie Mufteraustalten in der Bodeucultur und tu dem Obstbau, der doa Mönchen tu den großen Klostergärteu betrieben wurde. Den Mönchen waren die Hauptfetnde der Obstbäume wohl bekannt, ebenso wußten sie, daß diese Jusecteu im Herbste an den Stämmen der Obstbäume emporkletteu. Sie umbandeu dcßhalb die Stämme mit Strohrtugeu ganz zu demselben Zwecke, wie wir jetzt btt bekannten Klebrtoge anbrtngen. Albte Reformation die Klostermaueru zum Thetl sprengte, da drang mit vielem Anderen auch der Gebrauch der Stroh. r nge bei den Obstbäumeu auf da- Land. Die damaligen Landleute ahnten aber nicht den eigentlichen Zweck de-Stroh- bundeS, sondern ahmten die Sitte nach tu der Meinung, daß durch sie lediglich al- solche schon ein Baum fruchtbar werde. Dazu verlegte man den Zeitpunkt vom Herbst auf die Jahre», wende, weil mau eben deu Hauptzweck des Strohriug» nicht kannte. So ist da» Strohband der Obstbäume auf Sylvester entstanden- mit der immer weiter dringenden Aufklärung ist e» seltener geworden, aber sein Vorkommen zeigt doch, daß e» auch tn unserer Zett noch „Abergläubische" gibt. Zu dteseu gehören gewiß auch Dtejentgen, welche beim Abend- lällteu tu der Wethnacht den sogen. „Geistklöppel" aulegen. Da» tst ein besonder» hierzu ausgesuchter Stock, der, nachdem rr tu den Ofen gebracht, gänzlich verbrennen muß. Er soll da» Hau» vor Blitzschlag bewahren. Uazweifelhaft entstammt dieser Gebrauch der heidnischen Zett unserer Borvordern. Er ist aber gleichfalls vtel seltener geworden al» noch vor zwet Jahrzehnten. Tempora mutantur. Bildet, 31. Dccemder. Herr Philipp Arudgen von hier, welcher seiner Zeit beim 2. Thüringischen Inf. Regiment Nr. 32 in Meiningen diente und bei diesem Regiment auch btn Krieg gegen Frankreich mitmachte, traf bei deu diesjährigen Mauöoern mit dem Oberstlieutenaut diese» Regiment» zusammen, bei dem er während seiner Dienstzeit Bursche war. llnter Auderm sprach rr diesem gegenüber deu Wunsch aus, doch noch mal etwa» von seinem früheren Regiment zu hören. Zu seinem Erstaunru erhielt er nun al» Weihnachtsgeschenk ion dem Herzog von Meiningen eine RegimentSgeschich.e der 32er, ein Baud KrtegSertnuerungeu von Zeitz, tu welchem hauptsächlich die Kämpfe und Thaten der 32er beschrieben liud, eine Karre von Frankreich und sämmtltche Situation». -läue der Schlachten, an welchen die 32er ihetlgenommen haben. Die Sendung war von folgendem Schreiben begleitet: „Meiningen, den 22. 12. 97. An den ehemaligen Füsilier Philipp Arndgru vom 2. Thürtng. Inf.-Regiment Rr. 32, wohnhaft zu Btlbel. Ihrer au Seine Hoheit deu Herzog von Sachsen Meiningen gerichteten Bitte um ein Buch, «u» dem Sie die Geschichte Ihre» alten Regiment» entnehmen Vumeu, hat der hohe Herr gnädigft entsprochen. GS tst Ichön, daß Sie für den Truppentheil, bet dem Sie vor nun- «ehr fast 27 Jahren gestanden haben, noch so rege» Interesse «n den Tag legen. Der gnädigste Herr läßt Ihnen die vom Steutenant Frhru. v. Türcke verfaßte RegtmentSgeschtchte so- vohl al» auch dte KriegSeriuuerungen des damaltgen Krieg»- freiwilligen Zeitz als Weihnachtsgeschenk zugehen. Hoffentlich haben Sie rechl frohe und genußreiche Stunden beim Lesen ver beiden Bücher, hoffe' :lich trägt der Geist der aufopferungS- vollsten Vaterlandsliebe und der Treue zum Landes- und Kriegsherrn, der aus deu Büchern weht, dazu bet, bet Ihnen und Ihren Bekannten diese Gesühle zu heben und zu kräftigen. Auf höchsten Bef- hl v. Kutzleben, Major und Flüqeladjutaat." □ Darmstadt, 3. Januar. Zum gestrigen 25jährigen D i e n ft j u b t l ä u m tst Herrn HoflheaterdtrectionSrarh W t nt er da» hessische Berdienstkreuz vom Großherzog und da» R.tter- kceuz 2. Klasse drS Sachsen Ernefttntschen HauSorden» vom gewesen wäre, dann hätte Aba« wahrhaftig nur Aepfel gegessen1* tiieratut uM Ifemft - . ~ £aLun,L®orlif0enLe -Weih*«cht»hef1- dir,311*» ? ? ehen hat, kennt auch die Schaaren von Tauben, die tagsüber den MareuSplatz so anmuthig beleben und mit Einbruch der Dunkelheit ihre Nester tn den Nischen und Dachll ken der Procuratten aufsuchen. ES ist ein beliebter Zeitvertreib, man könnte fast auch sagen: eia zur Pflicht gewordener tSrauch der fremden Besucher von Venedig, den Tauben Futter zu streuen, fie anzulocken und so vertraulich zu machen, raß sie aus der Hand freffen, ober fich auf Kopf und Schultern niederlaffen- Damen und Kinder, von Tauben umflattert, !>ilden eine stehende, mannigfaltig wechselnde Staffage des Platzes. Wa» dte Tauben von S. Marco treiben und wovon fie leben, ist offenkundig- aber mancher Fremde hat wohl schon vergeblich dte Fcage gestellt, wem fie gehören. Vielfach wird angenommen, fie feien herrenloses Gut, und der Gedanke liegt nahe, wenn man die Tauben in ihrer völlig ungebundenen Freiheit fieht. Aber da» ist nicht richtig, vielmehr tst da» Etgenthum»recht auf die Tauben ausdrücklich und gerichtlich der Gemeindeverwaltung von Venedig zuerkannt. DtrS geschah erst neuerdings wieder durch ein Urtheil des CaffationShofeS, der höchsten richterlichen Instanz in Italien, und zwar aus folgendem Anlaß: Vor einigen Monaten haben zwet junge Leute mtt KlintenschÜffen vier Tauben des MarcuSplatze» getödtet, und der Prätor, der Richter für kleinere Sachen, verurthetlte dte Thäter zu je drei Tagen Haft und 10 Lire Entschädigung, indem er dte Tauben als Eigenthum der Gemeinde ansah. Dagegen legten dte beiden Berurthetlten Berufung ein und suchten die Auffaffung durchzusetzen, daß die Tauben wild und keinem B'.fitzer gehörig, folglich auch für Jedermann jagdbar seien. Aber der Appellhof bestätigte da» Urtheil de» PrätorS, und als sich die Taubenjäger auch dabet nicht beruhigen wollten, mußte fich der CaffationShof ebenfalls mtt der Frage bc» schäfrtgen und entschied endgültig übereinstimmend mtt den vorhergehenden Instanzen. * Kaserueohofblüthe. Wachtmeister (zum Soldaten, der beim Retten da» Pferd ängstlich umhalst): „Mrter, machen Sie doch Ihre Köchin nicht eifersüchtig!" * büßholzraßplerei. „Wenn gnädige» Fräulein Eva Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 4. Januar. Die chrtstlick-sociale Partei feierte gestern Abend im Eiskeller ihr 20jäbrigeS Stiftung», fest. Dasselbe war nach einem Berichte der „Staatsbürger- zettung" von etwa 2000 Personen besucht, darunter Hofprediger a. D. Stöcker, Professor Adolf Wagner und viele Pastoren. In einer längeren Rede warf Stöcker einen Rückblick auf da- Erreichte und ermahnte im neuen Jahre zur neuen Arbeit. Berlin, 4. Januar. Die morgen anstehende Berhand- lung in dem DiSciplinarversabren gegen den Ertminalcommissar v. Tausch dürfte einen ganzen SitzungStag ausfüllen. DaS Verfahren ist nicht öffentlich. Zeugen find zur Verhandlung nicht geladen. Rechtsanwalt Schwindt wird Tausch vertheidigen. Wien, 4. Januar. An der gestrigen Besprechung mit Baron Gautsch nahmen nur die deutsch-fortschrittlichen Abgeordneten tdeil. Die Berathnug soll auf ausdrücklichen Wunsch der Leitung der deutschen volkSpartei statt- gesunden und einen unverbindlichen Eharacter getragen habe». Bon beiden Seiten wurde über den Verlauf Stillschweigen zugesagt, doch werden die deutsch-böhmischen Vertrauen»- männer und die übrigen deutschen Abgeordneten über da» Ergebniß der Berathungen am nächsten Samstag in Prag berichten. Die Eröffnungen Gautsch» sollen keinen ungünstige« Eindruck hervorgerufen haben. Sie betreffen, wie verlautet, eine Action der Regierung bezüglich der Sprachenfrage i« böhmischen Landtage. Budapest, 4. Januar. Ju der politischen Situation ist keine Aenderung eingetreten. Man glaubt, annehmen zu dürfen, daß die äußerste Linke längstens übermorgen die Obstrnction aufgeben wird, woran dann die Generaldebatte über das Ausgleichs Provisorium anschließen wird. Rom, 4 Januar. Bei der feierlichen Eiöffnung der diesjährigen Session des obersten Gerichtshöfe» sprach sich der GrneralstaatSauwalt Pascale über die Agitation der Klerikalen sehr scharf au». Paris, 4. Januar. Die Entscheidung Saussier», wonach da» Kriegsgericht Über den Fall Esterhazy abermals geheim verhandeln soll, erregt allgemeine Enttäuschung, da hiervon keine Lösung der vielen Räthsel erwartet werden kann. Jedensall» steht die Sache ber DrehfnS-Partei ungünstig. Die Wieberwahl Schaurer» al» Vicepräfident beS Senats ist gefährdet. Nizza, 4. Januar. Im Laufe diese» MonaiS wird der Zarewitsch und da» griechische Kronprinzenpaar hier erwartet. Madrid, 4. Januar. Die Wehler-Affaire n Fransüßsch n»d Englisch? Offerten mit Preisangabe an die Ex- Mieth-Gesuche. bei G. Herbordt. 10333 frei ins Haus liefert 183 I Wenn Sie gern ^ereinsnachrichten. Marke, schönste Wäsche auch ohne Rasenbleiche _Marke. äs Schrauth’s Waschpulver l gemahlene Salmiak-Terpentinseife zu vermiethen. 241 Schutz- Schutz- Leseclub!« Marke. Eingetragene Schutzmarke. rich: Touren in und im AllgLu. 2641 Gesucht zum 1. April schöne Wohnung non 4 Zimmern mit allem Zubehör. Offerten unter T. 264 an die Expedition dieses Blattes. Tannen- nnd Sachen- Brennholz Diese feinste Kaffeemarke vereinigt höchsten Wohlgeschmack mit billigstem Preise. Niederlage zu 75, 80, 85 und 95 Pfg. für */, Pfund-Packet in Giessen 247] Ein kleines Familienlogis, vier Zimmer, Küche, Wasserleitung, per 1 April zuverm.LSberfir. 7. ist ein reiner, gebrannter Bohnenkaffee. 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Commerzienrath Heichelheim. Commerzienrath Heyligenstädt Realgymnafiallehrer Jann. Druckereibesttzer Kindt. Stadtverordneter Kirch. Commerzienrath F. C. B. Koch. Hauptmann a. D. Kramer. Buchhändler Krebs. Pros. Dr. Krüger. 'Schneidermeister Leib Bäckermeister Löber. Geh. Hosrath Pros. Oncken. Metzgermeister Pirr. Schreinermeister Schaefer. Redakteur Scheyda. Stadtverordneter Schwall. Prof. Dr. AB. Schmidt. Redakteur Wilhelm Sell. Pros. Dr. Spengel, z. Z. Rector der Landesuniversität. Buchhändler Töpelmann. Pros. Dr. Wetz. Pros. Dr. Wimmenauer. Beigeordneter Wolff. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem mich so schwer betroffenen Verluste meiner innigst geliebten Frau, so« wie für die Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dingeldey sagt innigsten Dank der tieftrauernde Gatte: E. H. Müller, Dampffchreiuerei. Aufruf nir KkMdW einer öflfcutlidjen KiblichkkMd KesehMe. Immer mehr bricht die Ueberzeugung sich Bahn, daß es Pflicht ist, die Schätze unserer Nationallitteratur und die besten fremdländischen Weüke in höherem Maaße als bisher allen Kreisen unseres Volkes zugänglich zu machen. Auch Gießen darf nicht hinter anderen Städten zurückstehen, wo es gilt, -diese Ehrenschuld einzulösen. Die Unterzeichneten wenden sich darum an ihre Mitbürger mit der Aufforderung, der Errichtung einer öffentlichen Lesehalle und Bibliothek chre thatkrästige Unterstützung zu leihen. Die Lesehalle soll jeden Abend unentgeltlich geöffnet sein und Jedermann Gelegenheit geben, seine Feierstunden bei anregender und fördernder Seetüre zu verbringen. Die Bücher der Bibliothek sollen in der Lesehalle benutzt oder nach Hause entliehen werden können. Bei ihrer Auswahl wie bei derjenigen der Zeitungen und Zeitschriften soll strenge Neutralität gegenüber allen politischen, wirthschaftlichen und religiösen Parteien beobachtet werden. Indem wir auf den gerade in jüngster Zeit so glänzend erprobten Gemeinsinn der Bevölkerung Gießens bauen, richten wir behufs Begründung einer öffentlichen Bibliothek und Lesehalle an alle Mitbürger die Einladung, am Montag den 10. Januar, Abends pünktlich 8'1, Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel Augusta-Victoria - Töchterpensionat Giessen, Löberstr. 24. Unterricht, nach Klassen getrennt, in allen für Töchterschulen vorgeschriebenen Fächern durch geprüfte Lehrer und Lehrerinnen. — Aufnahme der Kinder vom 6. Jahre an. — Gelegenheit für junge Damen, an einzelnen Stunden in den obersten Klassen theilzunebmen: ongl. und franz. Conversation, Litteratur, Kunst, Kirchen- und Weltgeschichte. — Musik: Klavier, Violine, Theorie. — Besondere Malcurse. Beginn des Semesters: Freitag, den 7. Januar. Anmeldungen Kreppeln (täglich frisch) empfiehlt 263 Friedrich Noll, Hofbäcker, Mäusburg 12. Alice-Schule. Der Bügel- und Kuustwäschecursus beginnt Donnerstag deu 6. Januar. — Anmeldungen werden in dem Schullocale ent- gegengenommen. 212 Logis Erüubergerfiratze 20 zu vermiethen. Erust Balser. Direktor Bansa. Schuhmachermeister Berg. Realgymnafiallehrer Block. Alsr. Vock. Kaufmann Bräutigam. Landgerichtsrath Doruseiff. Kustos Dr. Ebel. L. Emmelius. Bäckermeister Faß. Prof. Dr. Frank. Buchhändler Frees. woran Commis, selbständige Kaufleute und Herren aus anderen Berufsarten theilnehmen können. Listen zur Anmeldung liegen im kaufm. Vereinshaus, sowie bei dem Vorsitzenden, Herrn C. Orbig, Bahnhofstr. 30, offen, woselbst auch nähere Auskunft erthellt wird. 248 Die Schuleommisfion der kaufm. Fachschule. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung unserer innigst geliebten Mutter und Schwiegermutter Frau Lehrer Funk Uwe., geb. Feldbusch, sowie für die reichen Blumenspenden sagen wir Allen un- Der von der DknWu Kaffkk-IuMt-GkseWast Köln am Kjhein^ W ' :hergeetellte Section Giessen D. Oe. A. V. DonnerTtaa.ö.Januar, Abends '/»9 Uhr, «o- natS Versammlung. Vortrag: Herr Real» gymnasiallehrerHedde- den Lechthaler Alpen 251 831 Marke- Brillant-Kaffee mit der Hand Wer schnell und billigst «ttlltum finde« will, verlange per Postkarte die -Deutsche Vacanzen-Post" in Etzliugett. Kaufmännische Fachschule. Douuerstag deu 13. er., Abends 9 Uhr, beginnt an Schule der SäflF6 2. Vortrags Cursus, erzielen wollen, dann müssen Sie beim Einkauf ausdrücklich „Schutzmarke Bergmannszeicben.“]£~ l — Garantirt unschädlich. —"'S ~ Unstreitig das Beste für Wäsche und aller Art Etiketten, Brühi’sche Univ.-Druckerei (Pietsch 4 Schema), Behulitraae* 7. |262J In meinem Hause Damm« firaße 48 ist der 3. Stock mit 3 Zimmern und 1 Kammer nebst Zubehör und Garten- antheil per 1. März zu vermiethen. Andr. Eulrr, Steinstr. 11. 261] GSthefiraße 82, mittlerer Stock, 5 Zimmer per 1. April eventuell ft über iu vermiethen. Antritt sofort! Resp. 1. Hamvg Haus zahlt sol. Herren 130 Mk. pr. 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