Freitag den 4. November Nr. 259 Erstes Blatt. 1898 trf4 selbst mit dem Khedtven eine Unterredung haben und ihm einen vollständigen Bericht über seine Reise unterbreiten. London, 2. November. Bezüglich der neuesten Flotte»- Vorbereitungen heißt e», daß zunächst au» den Wacht- schiffen ein Geschwader von zehn Schlachtschiffen und fünf Panzerkreuzern 1. Klaffe tu Devonpott und Pott»«onth zu« sammengezogeu und auf die volle Mannschaft»stLrke gebracht wird, da» mit 18 neuen Torpedojägeru von 30 Knete» Geschwindigkeit bestimmt ist, die bet Gibraltar vorläufig auf drei Wochen ankernde Kanalfiotte zu ersetzen und weitere Verstärkungen nach dem Mittelweer abzugebeu. Die ftüher erwähnte erfte Abthettung der Reserveflotte liegt bei Portsmouth soweit bereit, daß sie in 24 Stunden tn Dienst gestellt werben kann. Auf allen Flottmstationen herrscht rege vorbereitende THLtigke-t. Petersburg. 2 November. Die Gerüchte, daß Rußland in der ägyptischen Frage Schritte unternommen habe, werden al- unbegründet bezeichnet. Petersburg,2.November. Ueber diePestim Samar- kaudscheu Gebiet schreibt der russische „RegierungS-Anzelger" : Dem Bericht de- Milttär-GouverueurS des Samarkaudschen Gebiet- zufolge ist in der Gemeinde Iskanderow im Pend- shekou-kscheu Distrikt, im Ktschlak Aosow, der tu einer gebirgigen, wenig zugänglichen Gegend liegt, eine ansteckende Krankheit von außerordentlich hoher Sterblichkeit ausgetreten und wurde ohne bacteriologische Untersuchung für die Pest gehalten. AuS den weiteren Berichten ist zu ersehen, daß der erste verdächtige Kraukheit-fall, den au Ort und Stelle gesammelten Daten gemäß, unter folgenden Umständen anf- getreteu war: In der Ansiedlung Marfin erkrankte die Tin» geborene Aguur Bibi. Nach Aosow zurückgekehrt, wurde Agnur Bibi kränker und starb am dritten Tage. Bon diesem Augenblick an zeigten fich bet den Berwandtev der verstör, denen und den bet der Beerdigung anwesend Gewesenen Erkrankungen. Bon der örtlichen Berwaltuug-behörde wurden unverzüglich folgende Maßnahmen ergriffen: Die Wege nach Aosow wurden gesperrt, die Kleider und Betten der Gestorbenen verbrannt, die Einwohner de-iufieirt und die Kranken abgesondert. Die Gesunden find zeitweilig am Orte belasten, jedoch in neue Wohnungen übergeführt worden, wo sie zwei Wochen unter strenger Quarantäne zu bleiben haben. Tie haben neue Wäsche und neue Kleider erhalten, ebenso neue Betten. Um Aosow herum, da- von Bewohnern benachbarter Niederlastungen umgeben ist, find Beobachtung-- posten aufgestellt, und zur Aufsicht ist eine Abtheiluug Kosaken abgeschickt worden. Die Behörden der au J-kauderow angrenzenden Gemeinden berichten, daß bei ihnen Alle- gut stehe. Konstantinopel, 1. November. Die Räumung Kreta- durch die Türken wird feiten- der Mächte jetzt thatkräftig betrieben. Die Admirale setzten den Gouverneur in Kennt- niß, daß fie am 4. November die Berwaltung-bureau- militärisch besetzen lasten und den Zutritt zu diesen den otto- manischen Beamten ferner nicht gestatten würden. Die otto- mautschen Truppen auf Kreta hätten mit diesem Tage jeden Dienst einzustellen und müßten fich in die Kasernen zurück- ziehen, die die Soldaten bewaffnet nicht verlaffen dürfen, die Gendarmerie werde verabschiedet werden. Die n der Suda- bucht ankernden Trav-portschiffe sollen alle Truppen ein- schiffen. Die Admirale behalten fich die geeigneten Maßregeln vor, um die Au-sühruug ihrer Verfügungen sicher zu stellen. — UebrtgeuS dürften, wie die „Voff. Zig." au- Kanea meldet, die Christen wie die Türken enttäuscht werden durch die Gestaltung der neuen vorläufigen Regierung. Die Städte werden vollständig militärisch regiert- die Finanzen bleiben in den Händen der Admirale mit Au-nahme der Hälfte der Zoll- eiuuahmen, die wie früher dem Sultan gehören. Kairo, 2. November. Marchand unternahm die Reise hierher nur, um einen Arzt wegen seine- rheumatischen Leideu- zu consulüreu. Er wird dann nach Faschoda zurückkehren. — Halbamtlich wird au- W a s h i u g t o n zur K r t e g S. ko st en frage verfichert, Amerika habe beschlossen, daß jeder Dollar wieder eiugebracht werden solle, der sür den Krieg, einschließlich der gegenwärtigen und zukünftigen Penfionen, an-gegeben ist. Zur endgiltigen Abwägung der Krieg-au-« gaben und de- Werthe- der erworbenen Befitzungen, glaube mau, dürfe die au Spanien noch zu zahlende Entschädigungssumme 25 bi- 40 Millionen Dollar- nicht übersteigen. Der Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Feiudseligketten werde In Washington mit Gleichmuth entgegengesehen, da man glaube, daß Spanten außer Stande sei, irgend welchen Schaden zuzufügen. — Die Spanier sollen nun, falls die Amerikaner ihre Forderungen nicht mildern, entschlossen sein, dem Frte- deu-vertrage ihre Unterschrift zu verweigern, alle Verhandlungen abznbrecheu und die gefitttete Welt zum Zeugen anzurufen gegen den Mißbrauch der Gewalt, deffen Opfer Spanien durch die Verletzung der Bestimmungen de- Washingtoner Borfriedeu- geworden fei. CteaUs rrnd provinzielles» Gießen, 3. November 1898. Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 2. November u. A. den Oberamt-richter Olt von Homberg a. d. O. ** Aus dem Großh. Ministerium. Dem Ministerin!- feeretär bei Großherzogltchem Ministerium de- Innern, Dr. Ferdinand Rohde, wurden unter« 28. Ocrober l. I. die Functionen eine- ständigen juristischen Hilf-arbeiter- bet Großherzogltchem Ministerium der Finanzen commiffarifch Übertragen. Zn den Ruhestand wurde versetzt am 24. October 1898 der Zugführer im Hesfisch-Preußischen GeweinschaftS- dteust, Hermann Winter zu Gießen, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. December 1898 an. B. Stadttheater. Die gestrige dritte sogenannte Volk-Vorstellung erfreute fich eine- recht zahlreichen Besuches. In Scene ging da- bekannte Schöuthan-Kadel- burg'sche Lustspiel „Der Herr Senator". Die Darsteller ernteten für ihr natürliche- Spiel wohlverdienten Beifall. Herr Direktor Helm (Senator Andersen), Frl. Bartholdy (Agathe) und Herr Wilhelmi (Mitterbach) boten Mufier- letstungev. •* Stadttheater. Ueber AnnaFührtng, die demnächst dahier gasttren wird, dürften den Lesern unseres Blattes etnige kurze Mittheilungen willkommen sein. Anna Führtng wurde in Hamburg al- die Tochter wohlhabender, angesehener Eltern geboren und erhielt eine vortreffliche Erziehung. Die stet- ernste, allen kindlichen Spielen abholde Anna entwickelte sich sowohl körperlich, wie geistig in denkbar günstiger Weise. Schon im zwölften Lebensjahre überragte fie alle ihre Mit- Schülerinnen um Haupte-länge. Bon jeher waren die Werke Schiller- und Goethes ihr Liebling-studium und bet jeder Schulfeierlichkeit war es die schöne Anna Führung, welche wegen ihrer seelenvolleü, weichen und doch so kräftigen Stimme zur Declamation de- jeweiligen Festgedichtes herangezogen wurde. AlS Anna- Bater gestorben war, und ihre alleinstehende Mutter nach Berlin überfiedelte, fand unsere Heldin in der Metropole reichlich Gelegenheit, ihrem Hang zur Künstlerin neue Nahrung zu geben. Sie besuchte fleißig die Theater und ftubhte heimlich die klassischen Franenge- stalten unserer Dichterheroen. Der scharfblickenden Mutter konnte die Leidenschaft ihrer Liebling-tocher nicht verborgen bleiben, und al- diese, kaum 15 Jahre alt, ihr eröffnete, fie wolle „zum Theater gehen", gab fie, wenn auch schweren HerzenS dazu ihren ®e$?n. Auf Empfehlung mehrerer Freunde ihres Vater- ließ fich die junge Kuustbefliffeue von dem damaligen Direktor der königlichen Oper, Herrn von Strantz, der als Bildner und Förderer junger Talente (Lola Beeth, Elisab. Lrifinger, I. v. Ghilanyt u. A. m.) bekannt und berühmt war, prüfen, der bewahrte Meister erkannte die großartige künstlerifche Begabung Anna Führing- und beschloß, trotzdem ihm seine Berufsgeschäfte kaum die dazu erforderliche Zeit übrig ließen, diese- seltene Talent au-zubilden. Da- war AnuaS Glück! Diese- überschäumende, ursprüngliche, wild-geniale Talent bedurfte eines solchen Bildner-, denn unter den Händen eine- verständutßlosen Meister-, der nicht mit größter Sorgfalt jeden Fehler zu entdecken und zu beseitigen vermocht hätte, der nicht mit psychologischer Schärfe in die geheimsten Tiefen der verschloffenen Mädchenseele hätte eindringen können, wäre Anna Führing zu Grunde gegangen, im günstigsten Falle aber eine Dutzendschauspielerin geworden, wie sie die deutsche Bühne nach Hunderten zählt. Herr von Strantz erkannte und entwickelte in entsprechender Weise die Eigenart seiner Schülerin, so daß diese schon nach einjährigem Studium, am 16. October 1886, ihren ersten theatralischen versuch al- Jungfrau von Orlean- am Stadttheater in Köln wagen konnte. Dieses Debüt fiel glücklich au-, und die Kölner Blätter prophezeiten der jungen Heroine eine glänzende künstlerische Zukunft. Anna Führing hat seither überall mit unbestrittenem, durchschlagenden Erfolge gastirt u. A. in Berlin (Kgl. Opern- u. Schauspielhaus), Wien (Hofburgth.), Wiesbaden (Hoftheater), Danzig, Düffeldorf, Frankfurt a. M., Gera, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Posen u. f. w. Im Jahre 1889 vermählte fich die Künstlerin mit ihrem Lehrer und Bildner Herrn von Strantz und schloß auf den Rath ihre- Gatten mit der Intendanz de» Mannheimer Hof» theater- im darauffolgenden Jahre einen Engagementsvertrag ab, um von der vorzüglichen Regie de- jetzigen Intendanten, Herrn v. Stengel, zu profiitireu. Selbstverständlich wurden ihr Urlaube zu auswärtigen Gastspielen bewilligt, und Anna Führtng erntete bei Gelegenheit derselben wahrhafte Triumphe. Besonder- in Düsseldorf erregte die schöne Künstlerin berechtigte- Aufsehen und die kunstfinnige Stadt feierte die- Gastspiel in seinem weiteren Verlaufe wie ein Fest. Den höchsten Triumph aber erlebte Anna Führing al- Germania in dem Festspiel der Stadt Düsseldorf, veranstaltet von der Künstler- schäft zu Ehren der Anwesenheit Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. Unter den zahlreichen weiblichen Kunstheroen der deutschen Bühne hatten die Bürgerschaft und die Künstler der Stadt Düsseldorf Anna Führing erwählt, ihr wurde die Ehre zu Theil, dem deutschen Kaiser die Huldigung einer der schönsten und reichsten Provinzen darzubringen, weil Anna Führing gelegentlich ihre» Gastspiel- den tiefsten Eindruck gemacht, weil die Ueberzeugnng Platz gegriffen, daß die Künstlerin nicht nur durch Erscheinung und Begabung, sondern auch durch ihre gesellschaftliche Stellung dieser höchsten Ehre würdig sei. »• Die Reutamt-gehllsen bei Großherzogthums richte» an die Zweite Kammer dar Ersuchen: Dieselbe wolle noch in dieser Sitzungsperiode Großherzoglicher Staat-regierung diejenigen Mittel, die nur mäßige sein können, zur Verfügung stellen, die erforderlich find, um fie den Krei-amts- gehilfe» gleichzustellen. Landesverband hessischer Feuerwehren. Am Sonntag den 20. November dsS. I-., Nachmittag- 1 Uhr, findet im Gasthaus „zum Storch", Saalgaffe 1, zu Frankfurt a. M., Abgeordneten-versammlung mit folgender TageS- ordnunz statt: 1. Mittheilungen. 2. Bericht Über die Aachen- Münchener Feuerwehr - Unterstützung-kaffe. 3. Antrag de- Oberheffischen verbände-: „Der Landesverband wolle ver- anlassen, daß die bei Bränden oder Uebungen verunglückten oder in deren Folge erkrankten Feuerwehrleute von der Lande-'Feuerlöschkaffe reell entschädigt und die Ortskranken- kassen, bezw. Fabrik-Krankenkassen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wie solche- seither der Fall ist.- 4. Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Nidda: „Der Landesverband wolle bei Großh. Regierung beantragen: 1. Nähere Prä- cifirung de- Art. 11, Abs. 2 der LandeSfeuerlöschordnuug, und 2. Die Erhöhung der Beitragspflicht der Versicherung-- Gesellschaften etwa auf 4 pCt. und Wegfall aller Unterstützungen seitens der BetficherungS-Gesellschaften an Feuerwehren zur Aufbesserung der Löschgeräthe. 5. Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen: „Die Abgeordneten-versammlung möge beschließen, bei hoher Regierung vorstellig zu werden, daß die 15jährige Dienstzeit seitens de» Staate» ausgezeichnet und die 25jährige DienstauSzeichnung durch eine Medaille ersetzt werde." *• Der Bnndesrath hat in feiner letzten Sitzung einer Eingabe de» Verein» deutscher Kürschner Folge gegeben, indem er genehmigte, daß für die Kürschner an Stelle der bisherigen vier fortan sechs Sonntage im Jahre für die erweiterte Arbeitzeit freigegeben werden. Die Verordnung, die beim Herannahen des Winters für da» Kürschner- grwerbe von besonderer Bedeutung ist, soll sofort in Kraft treten. •• Eine reife und ziemlich große Erdbeere, welche am Tringenstein bei Dillenburg gepflückt ist, wurde uns heute zugeschickt. Bei dieser Gelegenhett theilen wir mit, daß auch im Gießener Stadtwalde noch reife Erdbeeren, sowie Himbeeren in den letzten Tagen gefunden wurden. ** Wetterbericht. In den continentalen Lagen ist das Barometer seit gestern ziemlich erheblich gestiegen. Ein barometrisches Maximum erstreckt fich heute von der Biscayasee über Frankreich bis nach Norddeutschland herein. Südlich der Alpen besteht noch niederer Luftdruck fort. Gleichzeitig ist im Nordwesten Europas wieder eine tiefe Depresfion erschienen. Ueber den britischen Inseln und über dem Nordseegebiet find dadurch beträchtliche Luftdruckunterschiede entstanden, sodaß sich daselbst stürmische Winde eingestellt haben. In Central-Europa ist die Witterung zunächst noch ruhig und meist trübe geblieben. Im südlichen Deutschland und im Gebirge fallen noch zeitweise Niederschläge. Vor aus- sichtlicheWitterung: Vorübergehend etwas besseres Wetter, dann neuerdings unbeständiges und unruhiges Wetter. •f Feuerbestattung. In Allerhöchstem Auftrag Seiner König!. Hoheit des Großherzog- haben die Großh- Ministerien de» Innern und der Justiz den Ständen des Großherzogthums und zwar zunächst der zweiten Kammer der Stände den nachstehenden Entwurf eine» Gesetze», die Feuerbestattung betr., nebst Begründung zur Verfassung-- mäßigen Brrathung und Beschlußfassung vorgelegt: Ernst Ludwig von Gotte- Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stande verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Art. L Die Feuerbestattung ist unter Beobachtung der nachstehenden Vorschriften nud, soweit sie nicht außerhalb de-Großherzogthums stattfindet, nut in solchen Anstalten zugelaflen, welche auf Grund ortsstatutarischer Bestimmungen errichtet und geleitet werden. Art. 2. Die Feuerbestattung darf nur erfolgen, wenn sie von dem verstorbenen in einer Verfügung von Tode- wegen oder in einer hinsichtlich der Unterschrift öffentlich beglaubigten Erklärung angeordnet und von der Ortspolizeibehörde bei Bestattung-ort- schriftlich genehmigt worden ist. Die Fähigkeit zur Errichtung einer solchen Anordnung bestimmt fich nach den Vorschriften de- § 2229 de» Bürgerlichen Gesltzbuches. Stand ein verstorbener zur Zeit seine- Tode- unter elterlicher Gewalt, so kann die Feuerbestattung auch nach dieser Zeit von dem Inhaber der elterlichen Gewalt durch Erklärung gegenüber der Ort-Polizeibehörde de» SterbeorteS angeordnet werden. Art. 3. Die im Art. 2 vorgeschriebene ortspoltzetliche Genehmigung kann nur ertheilt werden, wenn 1. durch Übereinstimmende Zeugnisse de» behandelnden Arzte- und be» AmtSarzte- des SterbeorteS die Todesursache festgestellt und der Verdacht, daß der Tob durch eine strafbare Handlung herbcigeführt worden sei, ausgeschloffen ist, und 2. die OrtSpolizeibehörde des SterbeorteS bescheinigt hat, daß der verdacht eine- verbrechens an-geschloffen ist. Art. 4. Die ärztlichen Zeugniffe dürfen nur nach vorgängiger Leichenschau, und, sofern e- auch nur einer der Aerzte für erforderlich hält, nur nach vorgängiger Leichenöffnung ertheilt werden. War der Amt-arzt der behandelnde Arzt oder ist der verstorbene in feiner letzten Krankheit nicht von einem Arzte behandelt worden, so muß bei der Sr- theilung de- Zeugniffe- ein zweiter, von der Ort-Polizeibehörde de- SterbeorteS zu berufender Arzt Mitwirken. Art. 5. Wer eine Leiche zum Zwecke der Feuerbestattung außerhalb de- Großherzogthums verbringen will, hat dem KrriSamt de- SterbeorteS den Nachweis der Anordnung bei Verstorbenen nach Art. 2 und die im Art. 3 und 4 vorgeschriebenen Nachweise zu erbringen. Art. 6. Beschwerden gegen ablehnende Verfügungen der Ortspolizeibehörden find an daS Krei-amt zu richten- dieses soll binnen 24 Stunden Über die Beschwerde entscheiden. Art. 7. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften diese- Gesetze- werden mit Geldstrafe bi- zu 150 Mk. oder mit Hast bestraft. Art. 8. Unsere Ministerien des Innern und der Justiz find mir der Ausführung diese» Gesetze- beauftragt. 'S. Neu-Ulrichstein, 1. November. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro October 189 8. Ende Oetober 1898 sind in der Colome stellen-, resp. arbeitslos 41 Manu. Dieselben verteilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 8- Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 4, Regierungsbezirk Wiesbaden 6; Provinz Rhein- laude 5, Provinz Westfalen 1, Provinz Sachsen 4, Provinz Hannover 1, P ovinz Brandenburg 1, Prvv nz Schlesien 1, Provinz Westprenßen 1; Königreich Bayern 1, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 1, ,Großherzogthum Mecklenburg 1; thüringische Staaten 1; Ausland: Oesterreich-Ungarn 2. Hiervon waren: Arbeiter 19, Bäcker 1, Dreher 1, Gärtner 1, Kappenmacher 1, Kaufleute 5, Kellner 3, Klempner 1, Kürschner 1, Landwirth 1, Maschinenzeichner 1, Photograph 1, Schlosser 1, Schneider 1, Schreiner 2, Schuhmacher 1. Gearbeitet wurde an 865 Tagen. Verpflegt wurde an 1008 Tagen. Im Monat October 1898 wurden entlassen 6 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 5, wegen Arbeitsunfähigkeit 1. Abgewtesen wurde 1 Mann. Veit Bestehen der (Kolonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3485, dagegen ab- gegangeu im Ganzen 3444, bleibt Bestand am 31. October 1898.: 41 Mann. §§ Aus dem Ohmthale, 2. November. Die Zett der Treibjagden tu Wald nud Feld ist da- fie läßt erst den Wildstand des Jahres beurtheilen. Die Jäger find im Allgemeinen mit dem Vorhandensein des Wilde- zufrieden- dev» daß ein- Dutzend Jäger mit einem Hasen al- Jagdbeute heimkehrt, wie jüngst in den Blättern berichtet wurde, gehört doch auch hier zur einzig dastehenden Au-nahme. Bor Allem muß der Rehstand al- ein sehr guter betrachtet werden, TageStreiben mit 15 bi- 20 Rehen find keine Seltenheiten. Der Hase ist in normaler Stärke vorhanden, in letzterer Zeit feit dem Blätterfall aber mehr im Felde, al- im Walde anzutreffen. Auch sein Todfeind, der Fuchs, ist trotz allen Nachstellungen keine Seltenheit, namentlich in größeren WaldeStreiben. Bei einem un- bekannten derartigen wurden / dieser Tage nicht weniger als fünf Füchse erlegt. Im Felde trifft man noch sehr viele Rebhühner. Die verspätete Ernte I hat eben hier den Abschuß bei Hühner erschwert. Jetzt tiS * srfS blflbenben W- Wer darauf « Silier Winter bald ne» Mu u starke W «ohnang. Fürsorge zM ' Loa einer star in diesem Herr günstige» W den raschen Ai AT&nte der W- «lattsaü einge entlaubt da. . eine seltene M Gesanges Hörer Sndiage». gestern die Dier Der in den Kn RUetfd) nimm; und ist heute mit Anzahl Damen um 10 Uhr an l rndtlihelm, hiesigen Ortsgeis frühem Dmn l tation der DmNl Amt, ein Tanne W, daisüllei feierlich überreich Atti Vor 51 Leipzig Felix 2 testen Schöpft« Mustk zu Sha endlich erhebt ment blieb Ii Oratorium „Ck p Hamburg g ' Nom, zum Sonntag n non tyet tzGr< Wt HM kalter Mterui iolveit zum Ai stch in bemje Zentner Forel dem Weiher u tobt — ausgl Weihers eriva da die gorellt k Der«, Jahr 18 bem hefigen 58: Stocks Bekam « 68 wird Hi 9* Rouf, Mer i. $ **« Men. Men, Großh. Ä Nei SÄ <00 Ak te time fort ,™e tiefe LLLL ü j rZSL unb Ä**s «'*-" '»Li k " 11 6»H. ?? bl« Stäaben , Wurf thti tz^.. , £”« 4ep. 'fRUrgiKft: z,', hb W, mb N*lUnf«t,|llnu,c ?”1‘ Wl Wit: «et. 1. 1 wws btt nodiBtbtnbtQ ujtlfljjtii, tvtlcht auf gfagb *t unb ßtlthtttettbtr. H W erfolgen, totnn fit ertÜWg doo Lobt» atatn W öffkvlllch beglaubigten der OttSpoliztibthStbt bei t »ordm ist. Dit FLb,;. ÄnoTbrning btstism fich; 1 Särgtdifyn Schacht». il ToLes unter elterltcbet auch nach bltftt frit bei >urch EkklStullz fltgtnübti oüt» QDgtorbatt werbin, tbtnt vtttyo^rüicht »t- ll, wm 1. dmch Ldnüv- btlnbtn Itytl unb bei t Lvbtlvchcht ftftgtfttfli I .ob durch tim fttafbau fei, allsgtschlofftll ist, dts Sttrbtoltts btschtioizi ‘ lbttchtlls aosgelchlossm ff börfen nur nach Dorgängmn h nur einer btt Aetztt slst borgünglfltr ßeicbenöffnunj largt ber behandelnbe 8rjt ner letzten lKanM nichi kd, so M bei ber 9i> ter, von ber Ortspolizei' tuftubtt W ®Wtn Mt dn tzEdchmmi wbtlngtn E, W Schwei» btt Anorbllllllg bti U (m Art. 3 unb 4 vor,f .gen. Art. 8. W* ier OrtlpollitlbehSlbell 0 iol 61««« 24 W-« Art. 7. ZimlberhuMog' ■ §> N 111 *" - c/“‘"r i «tbtW nlc 'nui bas Trotz' en »Leruuttlbe^ äS* 8 lf J w\ Köllig cksia , tbflrtng’* ww ^7-°- W^L« 1, 8*? f 1, ®5T 0M«« z, W1*, Atiißii 1, l,Phot°sr°p"^ Gearbriw 1008 wj SM »-ML.'' $Ü»I< Aal*" SlSttk^ ^ Aüsua^^tk i* w *“ „h°°»A V s-K--:- HS-- der allerdings ist derselbe noch schwieriger, da die Hühner, sobald sie auf der jaogen Rornfaat äsen, nicht mehr Stand vor dem Hühnerhunde halten. Die Preise für da» ffiilö find höher wie sonst. § Su» dem fiogellberg, 2. November. Wenn in anderen Jahrgängen die Bienen um diese Zeit meist schon im Winterschlafe fich befanden, so läßt ste heuer da» einzig schöne Herbstwetter nicht zur Ruhe kommen. Ja der That tragen ste noch BlÜthenstanb ein von dem im Felde spät blühenden Sens. Trotz diesem Späiflnge mutz doch der Imker darauf Bedacht nehmen, da« Winterquartier für feine Völker herzurichten. Zwar steht e« noch nicht au«, al« ob ber Winter bald kommen wolle; denn e« fehlen die Anzeichen eine» frühen und kalten Winter«. Zu letzterem gehört da« starke verharzen ober verkleben aller R tzen in der Bienen- wohnung. Der feine Instinct der Bienen läßt diese selbst Fürsorge zu« Schntz gegen die Strenge de« Winter« treffen. Von einer starken Verharzung der Birnenwohnnngen ist aber in diesem Herbste nicht« zu bemerken. Al« eia weitere« günstige« Zeichen für einen gelinden Winter betrachtet man den raschen Abfall der Blätter. Noch vor einigen Tagen grünte der Wald wie im Lenze, jetzt aber ist plötzlich der Blattfall eingetreten, unb schon stehen die meisten Bäume entlaubt da. Im Felde weilen noch die Lerchen, ja lasten — eine seltene Erscheinung — einzelne Strophen ihre« bekannten öefange« hören, auch ein Zeichen sommerl'chen Spätherbste«. Bäbiagea, 1. November. Herr Rrei«rath Jrle hat gestern die Dtenstgeschäfte am hiesigen RreiSamt Übernommen. Der in den Ruhestand getretene Herr Geh. RegierungSrath Rlietsch nimmt seinen dernnüchstigen Wohnsitz in WeSbaben unb ist heute mit Familie nach dorten abgereist. Eine größere Anzahl Damen und Herren sanden fich zur Verabschiedung um 10 Uhr au der Bahn ein. Düdelsheim, 2. November. Am 27. v. Mt«. wurde dem hiefigen O>t«ge'stlichen, Herrn Pfarrer Röm he Id, al« früheren Decan de« Decanat« Büdingen, fetten« einer Depn« tation der Dicanat«geistlichen, anläßlich feine« Rücktritt« vom Amt, ein Erinnerungszeichen in Gestalt eine« prachtvollen B lbc«, darstellend: die Jünger von Eman« von Plockhorst, feierlich überreicht. Xms der Seit für die Aett. Vor 51 Jahren, am 4. November 1847, starb zu Leipzig Felix Mendelssohn-Bartholdy. Seine berühmtesten Schöpfungen find die in jeder Beziehung vollendete Musik zu Shakespeare« „Sommernachtstraum" und die un- endlich erhebenden Oratorien „Paulus" und „Elias". Fragment blieb leider da« die höchste Erwartung weckende Oratorium „Christus-. Der Meister wurde am 3. Febr. 1809 zu Hamburg geboren. Vermischtes. • Herborn, 2. November. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag würbe ber dem Fischereipächter W Wiffenbach von hier gehörende Heisterberger Weiher von frevelhafter Hand gezogen. Der Weiher sollte erst bei Eintritt kalter Witterung gezogen werben und war in Folge dessen soweit zum Abläufen gebracht, daß nur noch wenig Waffer fich in demselben befand. Sämmtliche Fische — mehrere Gentner Forellen, Schleien unb Rarpfen — enttarnen au« dem Weiher und wurden unterhalb desselben — die Forellen tobt — ausg'fi cht. Der Schaden, welcher dem Inhaber de« Weiher« erwächst, ist ein recht bedeutender, zumal demselben, da die Forellen in einigen Tagen in die Laichzeit eingetrettn Wären, die sehr wtrthvolle Forellrnbrut entgeht und außerdem die Forellen, welche sonst stet« lebend in kleinere Weiher zum jeweiligen Gebrauch traniponirt würben, da sie tobt find, zu einem weit niedrigeren Preise verkauft werden müffen. Inzwischen ist e« gelungen, die Thäter — lauter dumme Jungen in Alter bi« zu 16 Jahren — ausfindig zu machen. Der Vater de« Hauptaitentäter« hat fich bereit erklärt, den entstandenen Schaden, ber auf 400 Mark nomiairt würbe, in Wirklichkeit aber bebeutenb höher ist, zu decken- in Folge besten ist fe ien« be« Inhaber« des Weihers ein Antrag auf gerichtliche Verfolgung der Sache nicht gestellt worben. Gottesdienst in brr Synagoge. SamStag den 5. November 1898. ' Vorabend 4^ Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittag- 8 Uhr, SabbathauSgang 5« Uhr. Gottesdienst brr israelitischen Krligionsgesrllschast. Eabbathseier am 5. November 1898. Freitag Abend 4« Uhr, SamStag Vormittag 8* Uhr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 5“ Uhr. Nachmittag 2* Uhr Schrifterklärnng >n der Synagoge. WochengotteSdienst Morgens 7 Uhr, AbendS 4" Uhr. verkehr, «and. unb Poltewirtbfcbaft. Gieße«, 3. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier per St. 0—0 H, 2 St. 13—17 Enteneier 2 St. 00—00 Gänseeier per St. 11—13,$, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3^, Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.60—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.30, Hahnen per Stück X 0.70—1.20, Enten per St. X 1.50—2.00, Gänse per Pfund X 0.46—0.60, OcksenfleUch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—66 H, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bis 7.00 X, Weißkraut per St. 10—20, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16 H, Zwetschen per Ctr. X 4.00—5.00. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgen- bi- 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden. Neueste Nachrichten. Depesche» be« Bureau „Herold*. Berlin, 3. November. Der frühere ReichStagS-Präfident, Freiherr v. Buol, würbe zum OberlanbeSgertchtSrath in RarlSrnhe ernannt. Berlin, 3. November. Eine von etwa 2600 Personen besuchte VolkSv ersammlung proteftirte gestern Abenb durch Annahme einer Resolution gegen eine internationale Verfolgung der Anarchisten. Bebel sprach vorher Über Attentat und Socialdemoktatie. Er widerlegte die Anschauung, baß die Socialdemokraten Irgend etwa- mit den Anarchisten gemein hätten und verurtheilte da- Attentat gegen die Ratserin von Oesterreich auf« Schärfste. Trotzdem könnte man nicht wegen be« verbrechen« eine« Einzelnen Alle verfolgen. Berlin, 8. November. Wie au« Jerusalem gemeldet wirb, hat da« Ralf er paar nunmehr auch die beadfichtigte Reise nach Nazareth aufgegeben, bleibt aber bi« morgen in Jerusalem. Bei de« Besuche der Murlstan-Capelle hielten die Vertreter mehrerer Länder Ansprachen. Der Vertreter Bayerns thellte mit, daß die G.ünbung eine« bay-rischen archäologischen Institut« In Jerusalem geplant sei. Gestern empfing der Kaiser eine jüdische Colonie und den französischen Consul. Ersterer überreichte ein Album mit Anfichten der israelitischen Colonie. CeHtn, 3. November. Im Prozeß Harden nah« ber Gerichtshof im verlaufe der gestrigen Verhandlung ben Zeugen Dr Bertholb in eine Strafe von 30 Mk., eventuell 5 Tag- Hast, weil er sich weigerte, ben Namrn be« ihm bekannten Verfasser« von bem Artikel „Der Wahrheit Rache* zu nenrea. Berlin, 3. November. Der ,8orw8rt«* meldet au« Erfurt, ber Sohu be« bärtigen Gastwlnhe« Hoffmann, ber tm vorigen Jahre zur Marine au-gehoben wurde, sei einer amtlichen Depesche zufolge in Kiautschon an Malaria gestorben. Einem Gerücht zufolge sei auch ein zweiter Erfurter in Riautschou au Malaria gestorben. Letztere Nachricht ist indeß unbestätigt. Wien, 3. November. W e da« „Frenideublatt" meldet, wird die in China eingetroffene österreichlsche-nngarifche Corvette Frund«berg ein Detachement an Land setzen, welches fich nach Peking zu« Schutze der dortigen Gesandtschaft begeben wirb. Bien, 3. November. Ja eine« hiesigen Hotel vergiftete fich burch Blausäure ber polizeilich al« Heinrich Meinharb gemeldete Architekt au« München. Paris, 3. November. Londoner Meldungen belegen übereinstimmend, England fei zum Kriege entschlossen, wenn Frankreich die Räumung Faschoda« verweigere. Man nimmt al« sicher an, baß Frankreich nachgeben wirb. E« verlaute, Marchanb sei angewiesen worden, durch Adeffynlen zu ziehen, um Djlbuti zu erreichen. Paris, 3. November. In den der Regierung nahe- stehenden Kreisen wird behauptet, daß die französische Regierung augenblicklich mit dem Plan umgehe, den französischen Botschafter au« London zurückzuberufen unb überhaupt keinen französischen Botschafter in London «ehr zu halten, sondern nur noch einen Gesaudtschaft-secretär. Die Zurückberufung werde damit begründet werden, daß e« unmöglich sei, einen Gesandten bei einer Regierung zu belasten, die fit weigert, politische Fragen wie die Faschodafrage diplomatisch zu regeln. London, 3. November. Der Höchst-Commandirende ber Flotte erließ eine Ordre an alle Offiziere und Beamte unter Hinwei« auf die Akte über die Wahrung der Geheimnisse, daß Mittheilungen an die Preffe über Rüstungen strafbar seien. Sämmtliche Küstenwachrn in ben südlichen Distrikten würben mobilifirt. Eine Meldung aus Wei-Hai» Wei besagt, alle britischen Kriegsschiffe hätten klar zum Gefecht gemacht unb wären bereit, binnen e uer Stunbe in See zu gehen. Die Schiffe In Tschifn nehmen Kohlen ein bi« zur äußersten Tragfähigkeit. Die Behörben bewahren die strengste DiScretion. In Port Arthur ist ein große« rufst- sche« Geschwader concentrirt. Die Blätter melden, Lord Beresford erhielt Befehl, in China zu bleiben, ba feine Dienste dort gebraucht werben könnten. London, 3. November. „Daily Chronicle" sagt: Nun- da die ägypiische Frage aufgeworfen ist, können wir nur sagen, daß wir Aegypten und das Nilthal nach und nach occupiren werden. Welche» auch immer die internationalen Rechte sind, wir werden das Prinzig be» Nehmen» und Gebens immer anerkennen. Wenn wir Frankreich einen Ausweg au« dem Nil nach Bahr el Ghazar geben, so wird die Frage erledigt sein. London, 3. November. „Daily Mail" sagt, durch die Rückberufung Marchand« sei die Faschodafrage erledigt. England habe volle Genugthuung erlangt. E« bleibe nur noch die Frage be« Bahr el Ghazar-Grdiete« zu lösen. Da« Blatt fragt, welche Lösung dieser Punkt noch finden werbe unb giebt den Rath, man solle nicht schreien, solange man fich im Walde befinde. Bekanntmachung. Der Borauschlag der Gemeinde Ttockhauseu für das Jahr 1899 1900 l egt vom 5. d. Mt«. an acht Tuge lang auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Juterestenten offen Stockhausen, den 2. November 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Stockhausen. Faust. 10957 UtlrilNNNllMIltlkN Bekanntmachung. E« wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Konrad Pflug, Kaufmann zu Gießen, und seine Ghefrau, Wllhelmine, geborene Grudschu«, unterm 23. Sep tember L I« Gütertrennung vereinbart haben. Gießen, am 31. Oct ober 1898. Großh. Amtsgericht. Neuenhagen. 10954 -VerstriymWeii Obstbaum- Berfteigerung. Am Dienstag, den 8. dfs. Mts., Vormittags 10 Uhr be> ginnend, werden in der Kreisbaum- schu'e zu Wetzlar ra. 400 AkpfklhoWmm, gesunde Waare, öffentlich meistbietend gegen Baar,ahlung versteigert. Der Kreisobstbaulehrer. Kilp. 10955 (rmptchlnwii Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 10961 Heute und morgen: NchsMeiflh 54 pfg. hkutk llild folgende Tage in EiSpackung eintreffenb 735 la. Schellfische in allen Krößen, Kabliau, Schollen, Zander, Kechte etc., Seehecht iw Ausschnitt, Lebende Karpfen, Schleie und Aale. Prompter Versandt nach ae«»4rt«. J. M. Schulhof, Marktftraße 4. Telephon 119. frifdit Sdjfllfifdit und Cablia« zu haben im 10970 I Rebstock, Wefianlage. j Schellfische in la. blutfrischer Waare treffen wöchentlich Donnerstags ein. Bestellungen auf sonstige Seefische erbitten uns stets rechtzeitig. 9648 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. OrdreS nach auswärts werden prompt erledigt.________________________________________ Frische Fische >°°" geräucherte Fische, marinirte Fische, flr. Ausw., z. billigst. Preis, empfiehlt hie jtliritti-, Zisch- unb tzevnset-tzaiblung von C. G. Kleinhenn Telephon 66 — Bahnhofstratze 59. Morgen Freitag trifft aus dem Lmden- platz ein Waggon 10953 Weißkraut, Wirfiug und Gelberüben ein. Billigste Preise! I. Ferber, 2)ienftmann- Anfertigung Zur von Druckarbeiten aller Art empfiehlt »ich die Krthlitle [in.-Bitl- sgi Sitiiintkerti (PieUch Erbe«) Frische Zremulcheln und Granat wieder cingetroffen. 10966 Kamburger Kischyandlung A. Koch Nachf. — Telephon 87. la. Raupenleim, Pergamentpapier re. empfiehlt 10962 Wust. Walter, Mäusburg. iTrnnii*tl)itngrn. 10821] Kleines Logis zu vermiethen. Näheres bei I. Der«, Frankfurter- straße 86.__________________________________ 9786] Lahnstraße 11 2 Zimmer- Wohnung mit Zubehör an ruhige Leute zu vermiethen. Auch Eingang von der Hammstraße._________________________ 10941] 3-Zunmerwohnung mit Waffer- leitung zu vermiethen. I. Unverzagt, Scholtstraßc 11. 10943] Bahnhofstraße 24, Hinterhaus, ist ein kleines Logis zu vermiethen. Näheres bei H. Lchaffstaedt, Schanzenstraße._______ 10968] Zwei Zimmer und Küche im Nebenhaus zu vermiethen. ____________Marburgerstratze 22. 10963] 2-Zimmerwohnung mit allem Zubehör sofort ,u verm. Bakmbofstr. 59. Südanl'age 11 | mittlerer Stock zu vermiethen durch Rechtsanwalt Katz, Bahrchofstr. 76. 4432] Ein möblircs Zimmer zu »er- miethen.________Westanlage 7, m. 10942] Ein fein nwbL Salon nebst Schlafzimmer sofort zu vermiethen. Off. unter L. J. 10942 an die Exped. d. BI. 10947] Ein möbltrtes Zimmer, auch für ein Fräulein paffend, zu vermiethen. Grünbergerstratze 33. (Offene Stellen Ilnr Schneider. Tüchtige Rockarbeiter gesucht. 10873_____lyebrüdrr Llamm. Solider Kuhrknecht gegen hohen Lohn auf bald gesucht. Nur gut empfohlene Leute wollen ihre Adresse in der Expedilion dieses Blattes unter Nr. 10939 abgeben.______________ 10967] Reinliche Lauffrau oder Mädchen auf sofort gesucht. Bahnhofstraße 37. In uerkaufen Eia kleines (OrdKÖrion billig jif verkaufen. 10672 __________________EeltersweO 6« Eine Partie Pflastersteine billig abzugeben. 10948 Grünbergerstratze 33. Kmrf Gesuche Wer liefert Wefitwannen Offenen an Fr. Kindler, Backereiutensiliengeschäft, Landau i. d. Pfalz. 10960 p:—■—— Gefunden Sine Uhr gefunden. Abzuholen bei 10965 ft. F. Sttckan. Kathreiners Kneipp -Malchaffee steht einzig da, denn er ist bei ausgesprochenem Bohnenkaffee-Geschmack gesund und wohlbekömmlich. Man hüte sich vor minderwerthigen Nachahmungen! 10681 Danksagung Im Namen der Hinterbliebenen: 1. Zwei Quartette k capella: J. Brahms. 6. Drei Stücke für Violoncello m- Pfte. G. Vierling. Giessen, den 3. November 1898. 10974 7. 4. K 10960 um damit zu räumen, außergewöhnlich billig. 10951 Zklttrsweg 25. CJeschw. Aron, Zpttial-Corskt-Gkschäft. sowie NicteWtirle Waaren, Verfahren öl F eiten 500 Vorräthig in den Apotheken und Drogerien. empfiehlt in grösster Auswahl 10952 Jul. Bach; Giessen, Blockstrasse 1 V □OOOOOOOOOOOQ 0 Unserem edlen Rettigspender und 10971 0 in der Expedition d. Bl. 10956 Truppenrevue in Kras- hiermit zurück. 10940 Abschied des Präsidenten auf dem Kriegsschiffe Pothuar. Stcdacuon: L. Burkhardt. Druck unb Verl», der Brühl'schen llmverfitätS-Buch- und Sterndruckerei (Pietsch Lrben) in Gießen. Vereine verschiedenes F. Möhring. Th. Krause. 5. Zwei Quartette: a) Märchen op. 5 b) Lüfteleben . a) Menuett b) Cantabile c) Scherzo Zwei Qartette: a) Hochlandssohn a) Minnelied op. 4t b) Barcarole op. 44 2. Zwei Quartette: a) Dornröschen op. 37 b) Trutzlied op. 37 H. Becker. C. Cui. D. van Goens. Meine Wohnung befindet sich jetzt Frankfurterstrasse 4 Klein'Linden, 1. November 1898. KaSpar Adolf. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns betroffenen schmerzlichen Verlust, sowie, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Euler und die zahlreichen Blumenspenden sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. 10958] Gärten am Hamm zu verpackten und Pferdemist zu verkaufen. Bahnhofstraße 22. für werdende und stillende Mütter. Preis der Büchse mit 300 Gramm Inhalt Mk. nerischen Arbeiten. ^ Näheres Asterweg 41,111. 3. Sonate für Violoncello m. Pfte. B. Marcello. Giessener Stadttheater. Freitag den 4. November: Unter gefi. Mitwirkung von Mitgliedern des Bauer'schen Gesangvereins. Motte Weiber. Große Operettenpoffe in 4 Acten von Treptow. Musik von Franr Roth. Anfang 8 Uhr. Ende nach 10Vs Uhr. Jeichnwunterricht ertheilt Sonntags Morgens von 9 bis 12 Uhr 10944 Franz Siegler, Mhauer, Großen-Linden. Schottische Volksweise, b) Schwedischer Hochzeiternarsch F. Södermann. Dr. med. Walther Frauenarzt. Frau Christine Bern, geb. Grösser, und Kind. Drei Quartette: a) Dort unten in der Mühle b) Abendglöckchen Th. Krause. c) Guten Morgen Pfeil- Räumungs-Ausverkauf. Wegen Verlegung unsere» Geschäfts nach Seltersweg 89 ver« kaufen wir unsere simmWen Maaren;o herabgrsetzten Preisen. Eine Parthie zurückgesetzter Corsetten und Kinderschürzen, ACHTUNG! Kammerjäger Schufen ist hier zur Vertilgung von Ratten, Mäuse:», Schwaben, Wanzen. Radicale Ausrottung. Bestellungen erbeten J» 7) Der Coucertflügel ist aus dem Lager des Herrn Wilh. Rudolph hierselbst Eintrittskarten für Nicbtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind bei Herrn Erpst Challier (Rudolphs Nachf.), für Studirende bei Herrn Hausverwalter Stork in der Aula zu ermässigtem Preise zu haben. 10763 Programm mit Text 20 Pfg. 1.60. 2 50 8885 Section Giessen. D. Oe. a. v. Sonntag den 6. vooembn: Tour I Bubenrod—Altenberg -Herborn. Ab 1« Uhr nach Bieber. Marschzeit 6 Stunden. 7) 7) ” Grossh. Universitäts-Bibliothek. Neu getroffenen Bestimmungen zufolge ist die Universitäts-Bibliothek während des Sommer- und Winter-Semesters täglich von 9 — 1 Uhr und 3—6 Uhr geöffnet mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, wo sie ganz, und der Samstage, wo sie Nachmittags geschlossen bleibt. Während der Ferien und zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt sie Nachmittags, am Tage vor und am Tage nach den drei hohen Festen bleibt sie ganz geschlossen. 10405 Concert-Vereln. Erstes Coiicert (106. Vereinsjahr) Sonntag den 6. November 1898, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Mitwirkende: Das Vocalquartett der Damen Frls. Emmi Lampe, Clara Leithold, Sophie Brann, Margarethe Krause aus Berlin Herr J Hegar (Violoncello) aus Frankfurt a. M. Begleitung: Herr G. Trautmann, Grossh Univ -Musikdirector. Programm; Vereinsmitglied I......HK 10872] Dame wünscht Beschäftig. noje-Selo. Die Luftschiffer-Abtheilung. ung in schriftlichen oder zeich« «... ...c k— a benutzt günst.Gelegenheit, lUllllIl jetzt kleine oder große Musik-Automat, ob. größte für Concert und (ytfflfntt Tanz spottbillig, auch ' * Zahlungserleichterung. Offerten unter F. 8. 958 an Haasen« stein & Vogler, A.«G., Franks. a.M. Förderung Zurückgebl. aller Klaffen in kurzer 3.; bewährte Methode. Off. u. H. H. 10946 an die Exped. d. Bl. V in dankbarer Erinnerung zu seinem V Q 30. Geburtstage die Q Q herzlichsten Glückwünsche! Q 0 I. A. d. 0 a Vereins »Humanitas^r a q I. Magel, Präsident. q □OOOOOOOOOOOQ Neinililkl-LiAkHiiik asKvi - - garantirt 99 pCf. Nöckelgekalt «■GERESSatZ.-TL jxni - VA I' '• aus der rkiiMMlkvIrstku und Sltkßev Fobrik von Rkinvickkl-Kolijgeslhirren Westfälisches Nickelwalzwerk Heitmann, Witte & Co., Schwerte mit der Ansaagsgkhatt M. 100-150. Für unsere Volks- und Kinder-Versicherung suchen wir einen tüchtigen Reisebeamten; auch Nicht-Fachleute können für diesen Posten ausgebildet werden. Agenten werden an allen Plätzen gegen hohe Provision angestellt. Offerten unter F 10949 an die Exped. Panorama Photoplastik. Neuen Bäue 1. Diese Woche: Präsident käme in Petersburg. u. A: Kronstadt. Em- pfang durch den Kaiser. Fahrt nach dem Schlöffe. Hygiama. Wegen seiner leichten Verdaulichkeit und Nährkraft besonders empfehlenswert bei Magen- und Darmleiden 5 Geschäfts-Wertegung. Allen Bekannten, sowie einer werthen Nachbarschaft zur Kenntniß, daß ich mit dem Heutigen mein 10969 jhfdjenbim, Cigarren-, Sutter-, Sier- vud Kas-Geschaft vom Tiefenweg nach Wagengaffe, nächst der Mäusburg verlegt habe. Achtungsvoll ________________Carl Reh. Die Beleidigung gegen die Frau Marie Sommerlad nehme ich •i, , gs? I..IW tor.: 8nlr«i ras Groß a die Sro S' Dltjtnlgcn öi blatt w. 8 vm habra, lvudtll an Der ®"" 3. S. 8ttr.: Dir Wo Grotzh. K an bii Tie wolle lrpsir Itibtnbt to^aabtn find. Du Orts Ib. Mz 188s Irtannnj ünti Das Gu gesuchte SrlallI ter Btbingung 1 Mar! bas E Proeeut b Ankauf dr zugleich t gestattet. Titßeo, Gn Die z« Lind r° Liul ’’alt des laubi e wird J POmmer und p S»' b'"btn' Pfropf ®enti die k« ä; E^de *