I* weinen swahl Marit, niiHi iljhittg. • daß ich untmn® ö 6 W: ölC * hbarn und Gönner A tßrincip wirb es D Seße und billig Ä wZ ä inier. • wieteM IM KG r, Abends 9 Uhr: nnntung (Kaiserhof). w » »"l(* )S0 »Iten rel >er Vorstav^ p0D rbenprae^' fr »'■ ltl Erfurt- rfWbä«* Nr. 232 Zweites Blatt_______Dienstag den 4 October 1S99 KrscheirU tägNch mir Lu-nahmr deS Montag». Die Gikßnvr AamittenvtLtler »erd de» Hauptmann» Drrhfu» zu Deutschland völlig unwahr fei- ebenso sei e» unwahr, daß Graf Münster von Casimir Perier die Rückgabe irgend eines au» deutschem in französischen Besitz gelangten Schriftstücke» verlangte, und daß in jener Unterredung irgend eines ActenstückeS mir Drtyfus' vollem Namen Erwähnung geschah. — Nun aber werden Gestäudniffe Esterhazy» angekündigt, den die GeueralstabSpreffe schon ganz hat fallen laffen. Angeblich erklärte Esterhazy, er werde sich nunmehr vertheidigeu, da man ihn im Stich laffe, und kündigte in einem Brief an, daß fitzt die Bombe bald platzen werde, worunter mau da» Gestäadniß verstehen will, daß Esterhazy da» Bordereau geschrieben habe. Ein Londoner und auch ein Pariser Verleger sollen von Esterhazy „Erinnerungen" zur baldigen Veröffentlichung augekauft haben. — Was Dreyfu» betrifft, so verlautet, der CaffatiouShof werde behuf» gründlicher Prüfung der Revifionsfrage verlangen, daß DreyfuS nach Frankreich zurückgebracht und hier vernommen werde. Al» Zeitpunkt hierfür sieht man Ende October Vorau», da die Ueberfahrt zwanzig Tage dauern werde. Die weitere Untersuchung wird wohl vier Wochen dauern. Demnach ist die Entscheidung des CaffationShofS Ende November zu erwarten. Daß DreyfuS sich bereit» in Cayenne befinde, wird nicht bestritten. Doch erhält der „Figaro" eine halbamtliche Mittheilung, daß bi» in die letzten Tage Dreyfu» in vollster Unkenntnih der Vorgänge in Frankreich blieb. Selbst feine Wächter durften keine Zeitungen erhalten. Pari», 1. October. Ein hoher französischer Militär hält e» für angebracht, ernstlich daran zu erinnern, daß e» in der Welt doch allerlei ungelöste „Fragen" gibt, aus denen sich ernste Zusammenstöße emwicktln könnten. In Toulon hielt nämlich Admiral Humaun, der Befehlshaber de» Mittelmeergeschwaders, nach Beendigung der Flottenübnngen eine Ansprache, in welcher er sagte, der Widerstreit der internationalen Jnterrffen trete scharf hervor, die Möglichkeiten, welche binnen Kurzem eiutreten könnten und welche jeder Soldat im Auge haben müffe, ohne sie zu wünschen, machten cl für die Truppen zur Pflicht, auf der Hut zu fein. — Der Admiral mag dabei zunächst an die chinesische und au die Faschoda-Angelegevheit gedacht haben. Doch harrt ja auch noch die wichtige Philipptnenftage ihrer Erledigung. Auch sonst ließen sich in der „Kimm", wie der Seemann den Gesichtskreis nennt, noch verschiedene Wolken wahrnehmen. London, 1. October. Au» Peking wird gemeldet, daß unter den Bedingungen, welche England der chinesischen Regierung gestellt hat, auch diejenige sich befindet, daß Kang- Ya-Wei» nicht hingerichtet werde. CocaU» rrnd provinzielles. Grebenhain, 28. September. Am vergangenen SamStag auf Sonntag logirten tm „Gasthaus zur Krone" hier der Oberst vom Etfenbahnregiment und Herr RegierungSrath Stüudeck, welche die projectirte Etseubahnstrecke von Lauterbach bis hierher etugefehen hatten- genannte Herren begaben sich a« Sonntag von hier nach Gedern. Anfangs dieser Woche war auch Herr Bau- und BetriebSinspector Mathäi in gleicher Dieusteigenschaft hier. Dem vernehmen nach ist vom Großh. KreiSamt der hiesigen Bürgermeisterei die Mittheilung zugegangen, daß in den ersten Tagen drei Hauptleute, sechs Lieutenant» und mehrere Soldaten vom Eisenbahregiwent hier und im benachbarten Bermuthshain eirqaarttrt werden, welche die Strecke, die die Bahn von hier nach Gedern bezw. Wenings gehen soll, vermrffm werden. E» scheint also alle Aussicht vorhanden zu sein, daß die Bahn nicht al» Neben-, sondern al» Haupt- und Milttärbahn erbaut werden soll, daß nämlich da» Projrct, woran schon so lange Jahre vermrffen wurde, seiner Verwirklichung entgegen geführt wird. - J- EiAlsdorf, 1. Oktober. In dem uuweit von hier gelegenen Mühlanweseu der Ferdinand Köhler Ww. wurde vor einigen Tagen eine große Geldsumme gestohlen. Die Frau hatte kürzlich für ihren erst im August verstorbenen Mann ein BerficherungSkapital ausbezahlt bekommen, wovon in verflossener Woche der größere Theil noch in der regelmäßig verschlossenen Commode eines für Dritte unzugänglichen Zimmers aufbewahrt gewesen sei. Am Sonntag aber machte Frau Köhler die unangenehme Entdeckung, daß von dem Gelde gegen 800 Mk. fehlten. Man nimmt wohl an, daß der Diebstahl zur Nachtzeit und mittel- Nachschlüssel verübt worden sei, ohne jedoch von dem Thäter eine Spur zu haben. △ Mainz, 2. Oktober. In der „Stadthalle" hier fand heute Bormittag eine von sozialdemokratischer Seite einbe- rufeue, von ca. 1000 bi- 1200 Personen besuchte Volksversammlung starr, zu welcher die Tagesordnung lautete: „Uuternehmerrecht, Arbeiterrecht und Zuchthaus". Referent Reichstagsabgeordneter Hoch von Hanau, der in fehr gewandter, jedoch maßvoller Weise die durch die bekannte Rede des Kaisers aagedeutete Absicht der Beschränkung der Coa- lation-freiheit einer eingehenden, von der Versammlung häufig von lebhaftem Beifall unterbrochenen Kritik unterzog. Als Bater de» Gedankens der beabsichtigten Beschränkung bet CoalationSrechtS bezeichnet der Referent „König Stumm", der einen sehr verhängnißvolleu Ewfluß auf den Kaiser und die höheren Regi^ungSkreise ausübe. Zum Schluß nahm die Versammlung einstimmig eine Resolution an, durch welche energisch Protest gegen die „Verkümmerung" der wenig noch bestehenden Rechte der Arbeiter erhoben wird. — Seit gestern ist auf sämmtlichen Strecken der vormaligen Hessischen LudwtgSbahn für den Personenverkehr die vierte Wager- klasse eingeführt. AlS Wirkung der Neuerung will mau heute auf den hiesigen Bahnhöfen eine bedeutende Verstärkung des LocalverkehrS bemerkt haben. Thatsache ist, daß fast alle Züge au- den nahen Landorten heute mehr Paffagiere hierher brachten als an sonstigen Sonntagen dieser Jahreszeit. — Laut Mittheilung hiesiger Blätter, schweben gegen- wärtig zwischen der Regierung und der städtischen Verwaltung Unterhandlungen wegen der Erbauung eine» neuen StadtschulgebändeS. Im alten Gebäude, daS für den Laien bisher als ein Musterschulhau« galt, sollen sich verschiedene Mißstände sanitärer Art bemerkbar machen. Worms, 30. September. Mit dem 1. October wurden die beiden Gemeinden Hochheim und Pfiffligheim in die Stadt Worm» eingemeindet- die Stadt WormS erhält dadurch einen Zuwachs von etwa 2500 Einwohnern. In den beiden Gemeinden wird vom 1. October ab da- Ociroi der Stadt WormS eingeführt. Veemrschtes. • * Für Sammler von Poflwerthzeichen wird e» von Interesse fein, zu hören, daß die belgische Postverwaltung demnächst neue Briefmarken im Werthe von 1 Centime au-gibt, auch die Anfertigung neuer vergrößerter Postkarten angeordnet hat. In parlamentarischen Kreisen ist man über die fortwährende Ausgabe neuer belgischer Postwerthzeichen nicht weniger al- erbaut, aber der Postminister, Herr Banden- peereboom, erklärte im KawmerauSschuffe ganz offenherzig: „Jedes Mal, wenn ich ein neue» Postwerthzeichen schaffe, bringt e» sofort der Staatskasse 59,000 Franc» ein," also immer neue Poftwerthzeicheu. Der Congostaat, der au» seinen mit wahrer Kunst angefertigten Postwerthzeichen ungeheure Gewinne zieht, folgt dem Beispiele Belgiens, ja geht ihm sogar voran, denn die belgischen Postwerthzetchen find von künstlerischem Gesichtspunkte au- nicht» weniger al» gelungeu. Wetzlar, 1. October. Znm Bahnbau Weidenhausen— Herborn wird dem „Hinterländer Anzeiger" au» Bischoffen geschrieben: „Der Ankauf de» Gelände» ist im Gange. Im Allgemeinen wickelt sich daS Geschäft, da recht anständige Preise gezahlt werden, glatt ab. Mitunter werden aber ganz unerhörte Forderungen gestellt. Beispielsweise wurde in Bischoffen in einem Falle für da» Ar Wteseugelände, für da» ' in derselben Lage bei versteigerungeu höchsten» 30 bi- 35 Mk. erzielt werden konnten, 100 Mk. gefordert, sage und schreibe Einhundert Mark. Auf solche Forderungen kann die Commission natürlich nicht eiugeheo. „Halb herunter", wie man hier zu Lande bei übertriebenen Forderungen zu fegen pflegt, „und bann — wa» recht ist." • AnS dem Rheingau, 30. September. Unter den letzten Frühjahrs- Weiuversteigerungen haben sich eme besondere Beachtung in weitesten Kreisen wieder bhjtnißtn im Rheingau zu sichern gewußt. Die zahlenmäßigen Ergeb- niffe der Versteigerungen, vornehmlich derjenigen der „Vereinigung Rh ingauer WeingniSbefitzer", der fast alle bei den regelmäßigen Versteigerungen beteiligten namhaft,u Güter de» Gaue» zugehören, sind nunmehr bekannt geworden, von den eben im Verkehr befindlichen Weinen erfreuten sich der Ubhaftesten Bevorzugung die Gewächse de» 95et Jahrgangs, die dem augenblick ich auf flüchtigere Weine gerichteten Geschmack in vorzüglichster Weise entsprechen. Die Preise für diesen Jahrgang bewegten sich von 1350 Mk. bi» zu 8240 Mk. und betrugen im großen Durchschnitt 3153 Mk. für 1 Stück (1200 Liter). Bezeichnend war für Me Lage de- Geschäft«, daß die geringeren und mittleren Qualitäten gute Pr»ise erreichten, während die beffeten Nummern vielfach unter der Taxe blieben. Neben den 1895ern richtete sich daS Augenmerk des Handel» vorzugsweise auf die zahlreichen Bestände de» 1896er Jahrgangs, deffen Gewächse in der Hauptsache ein recht bcauchbart- Verschnittmaterial barstellen, im Utbttgen aber auch Weiur enthalten, die, mit einer gewiffen Reife auSgeststtet uub in ihrer Säure erheblich gemildert, al- selbständig ganz gut gelten können. Die Berschnittweine kosteten im Stück 300 bi» etwa 1000 Mk., bessere Weine erzielten Preise bi- zu 2400 Mk. Der angeboteaen Menge nach reihte sich an die vorbesprochenen Jahrgänge eine Anzahl von 1897er Gewächsen. Dieser jüngste Jahrgang steht in seiner Güte zunächst den 1895er Weinen, die er in einer größeren Zahl von Spitzen wohl übertreffen dürfte, während er mit ihnen in den mittleren unb kleineren Sachen nicht immer Schritt halten wird. Die diesjährigen Versteigerungen brachten noch nicht derartige Bestände, daß an Hand der erzielten Preise ein abschließendes Urtheil über die Bewerthnug sich fällen ließe. Die Preise schwankten bisher zwischen 540 unb 6000 Mk. für daS Stück, und als Durchschnitt find 1575 Mk. zu verzeichnen, eine Summe, die sich freilich wesentlich erhöh en wirb, wenn in den nächsten Jahren die Mehrzahl der ersten Güter ihre Bestände auf den Markt gebracht haben wird. Die Gewächse der Jahrgänge 1895, 1896 und 1897 bildeten den Hanptbestaudtheil der Versteigerungen. Daneben tarnen noch einige kleinere Partieen älterer Jahrgänge zum AuSgebot und unter diesen trat, alle anderen weit überstrahlend, der 1893er Jahrgang in den Vordergrund. Die hervorragende Fülle und Kraft der Weine diese» Jahrgang», ihr herrliche» Aroma und Bouquet verlieh ihnen denn auch eint außerordentlich hohe Bewerthnng. Mehrere Fäffer Steinberger wurden mit 32 800, 30040 und 29 200 Mk. bezahlt, nach dem Stücke berechnet, unb für ein Faß Erbacher Markobrunner wurden nach der Versteigerung in freihändigem Kauf 30000 Mk. bewilligt. Im Durchschnitt kosteten die 1893er Weißweine 8430 Mk., die AßrnannSbäuser Rothweine 5868 Mk. * Königin Luise von Dänemark erhielt eine sorgfältige Erziehung, bekundete großes Jntereffe für die ßtteraturen Europas und regsten Wohlthätigkeitssinn. Noch als zwölfjähriges Mädchen soll sie einmal gesagt haben, die Pflicht der Negierung müffe in der Linderung der Noth der Armen liegen! Am Hose des Königs Frederick VII. genoß sie allgemeine Achtung wegen ihrer Bescheidenheit und ihrer Gerechtigkeitsliebe. Des Königs Liebling war Prinz Christian von Sonderburg-Glücksburg, der nunmehrige König Christian H. und Gatte der Verblichenen. Auf einem offiziellen Feste zu Kopenhagen hatte der kinderlose Frederik VII. gesagt: „Wenn Golt mich mit einem Sohne beglücken sollte, so möge er nur die Charactereigenschaften de» Prinzen von Glücksburg besitzen." Auf diese Liebe des Königs Frederik VII. zum Prinzen von Glücksburg ist auch deffen Vereinigung mit der damaligen Prinzessin Luise zurückzusühren. Die Vermählung der Prinzessin Luise mit dem Prinzen Christian von Glücksburg fand am 26. Mai 1842 im Schlosse Amalienburg zu Kopenhagen statt. In ihrem kleinen Schlöffe führten die Neuvermählten ein stilles bürgerliches Leben; an de» Thee- abenden pflegte die Prinzessin selbst den Thee zu serviren; sie verstand es, die Unterhaltung zu beleben und zu würzen. Die schleswig-holsteinischen Wirren von 1848 machten dem beschaulichen Leben des Paares ein Ende, stellten aber auch das Pflichtgefühl des Prinzen Christian auf eine harte Probe. D^e Mehrzahl der Verwandten des Prinzen wendete sich gegen den König von Dänemark; auch Prinz Christian schwankte in der Wahl seiner Stellungnahme. Da griff die Prinzessin Luise zum ersten Male thatkräftig ein. Prinz Christian marschirte an der Spitze der Gardecavallerie ins Feld. Der Einfluß der Prinzessin Luise am Hofe des König» Frederik VII. erfuhr dadurch eine große Steigerung, so daß bei der infolge der Kinderlosigkeit des Königs vorgenommenen Regelung der Thronfolgefrage der König sich zu Gunsten de» Prinzen Christian entschied. 1853 wurde Prinz Christian zum Thronfolger proclamirt. Aber auch als Thronfolgerin war die Prinzessin Luise von bestrickender Bescheidenheit und Zuvorkommenheit. Sie war, wie die „N. Fr. Pr." schreibt, für Alle zugänglich, machte ohne jede Begleitung Spaziergänge in der Umgebung von Kopenhagen und knüpfte auf diesen Spaziergängen oftmals Gespräche mit Leuten aus dem Volke an. Am 15. November 1863 bestieg Prinz Christian al» Christian IX. den Thron. Nun war die Königin berufen, in dem Verfaffungsconflicte, der den schleswig-holsteinlch« i Krieg herbeisührte, eine Rolle zu spielen. König Christian ; weigerte sich, die neue Verfassung, die die Vereinigung von ; Schleswig mit Dänemark proclam'.rte und gegen die Preußen | Protest einlegte, zu unterschreiben. Die Königin bestimmte ihn schließlich dazu. Es war ein für Dänemark verhängniß- 7 ^86» rtw? 1,1 ^Itr btn [,kl n tän fa hn D Wtbtt m • 'U>e bt> K» " nae6«hni ' 7' e-»«t«T ite* *Ä8 ni «'’* 18' i tiw W btl «utih, *ta n. .,n Mfat unter btt fich büi aa|ct; ■ Achill Btfiiabt e ‘nnbtx h°°p'^r e “n l für die ßittratur« 'm N °" I* jagt tont, bi! ?M* . b!, N°th bei toa ’eritf VLL geno6 fi* WM* "* 8 MI M«1*? cheKWi«L--t8mIL inn offiji* %■* ivn. gefügt: ,$« M f» * 11 ? mh » i $rtb(ril VII. I» Streinigung «'< * * ®ie ®,n”S Wim m« o’ffe $®alt*r9 !» e>« LM; an be» W? Mch'e" 1 «ui -lu'G ein. . W «’Äibui* s- d°h w„”w » @i*” 2D:«1' * Ä-°K Unb 3«* ■ 8fl *\ §l>aziersä^ Segleitv^E guf ,, PN«i betuf!». «if-Si «*; KS'-" voller Entschluß, der den Rvteg mit den beiden deutschen Vunde»machten zur Folge hotte. Nach Beendigung de» Kriege» büßte König Christian bei den Dänen viel von seiner Popularität ein. Dafür aber stieg die Volkstbümlichkeit der Königin. Sie hatte in der Politik kein Glück gehabt, desto gröber war ihr Glück al» Mutter. Ihre Töchter waren bestimmt, die mächtigsten Throne zu besteigen. Diese Thalsache, die der Verstorbenen den Beinamen „die Schwiegermutter von Europa" eintrug, ist auch nicht ohne Bedeutung für manche politische Räthsel gewesen, an benen da» politische Leben Europa» während der letzten^drei Decennien so reich war. An dem Sarge der Königin Luise trauern sechs Kinder, 42 Enkel und 15 Urenkel. Der älteste Sohn, Kronprinz Christian Friedrich Wilhelm ist mit Prinzessin Luise von Schweden und Norwegen vermählt, Prinzessin Alexandra ist die Gemahlin des Prinzen von Wales, der zweite Sohn, König Georg von Griechenland, hat die Großfürstin Olga Eonstantinowna zur Lebensgefährtin, Prinzessin Dagmar thellte als Maria FeodorowNa den Kaiserthron Alexander III. von Rußland, Prinzessin Thyra hat sich mit dem Herzog Ernst von Cumberland vermählt, und Prinz Waldemar, der jüngste Sohn de» dänischen KönigSpaare», ist der Gatte der Prinzessin Marie von Orleans. Von diesen Beziehungen sind viele noch enger geknüpft durch die ehelichen Verbindungen, welche die Enkelkinder der Königin Luise eingegangen sind. Die Kronprinzessin von Dänemark ist eine Nichte König Oskars von Schweden und Norwegen und Prinz Karl, sein dritter Sohn, hat erst voriges Jahr die Prinzessin Jngeborg von Dänemark, eine Tochter der dänischen Kronprinzessin, geheirathet. Prinzessin Maud, eine Tochter de» Prinzen von Wale», ist die Gemahlin de» Prinzen Karl von Dänemark, de» zweiten Sohne» de» Kronpnnzenpaare». Durch seine Ehe mit Prinzessin Sophie von Preußen, einer Schwester de» Deutschen Kaiser«, hat Kronprinz Konstantin von Griechenland, ein Enkel de» Königs Christian, nähere verwandtschaftliche Beziehungen mit dem Hause Hohenzollern ongeknüpft. Durch Kinder des dänischen Kronprtnzenpaares entstanden weitere Verschwägerungen mit den Häusern Schaumburg-Lippe und Mecklenburg-Schwerin; ein Neffe König Christians ist mxt einer Schwester der Deutschen Kaiserin vermählt, der verstorbene Herzog Alexander von Anhalt Bernburg war mit einer Schwester Christian» -IX. verheirathet. * In Sauderllebeu bei Bernburg stnd etwa 80 Personen an Trichinosjtß erkrankt. Nach anderer Meldung ist der Umfang der Krankheit noch größer- e» sollen gegen 150 Per. Ionen erkrankt fein. Wie die dorttge Polizei-Berwaltung der ^«llgem. Fleischerztg." wütheitt, ist da» trichinöse Fleisch, da» die zahlreichen Krankheitsfälle hervorgerufen hat, nicht amerikanischen Ursprung», sondern stammt au» der dortigen Gegend. • Erweichen alter Oelfarben von hol,. Alter, besonder» schon mehrmals erneuerter Oelfarbenanstrich blättert bäofig stellenweise ab und e» wird bann seine vollständige Beseitigung vor Ausführung eine» neuen Anstriche» erforderlich. Zu diesem Zwecke streicht »an folgende Mischung in «effer. rückendtcker Schtchr ans. 1 Kilo rohe Potalche wird unter Umrühren in 1 Liter heißem Wasser aufgelöst, die noch warme Lösung mit l1/, Kilo grüner Seife gemischt und 4 Kilo teigförmiger gelöschter Kalk zugerührt. Die Erweichung alter Oelfarbe tritt nach einigen Stunden ein. Auch alter Glaserkitt wird durch diese Mischung erweicht. Sin andere», gleichfall» bewährte» Verfahren zur Beseitigung alten Oelfarbenanstriche» besteht darin, daß man denselben durch die Stichflamme einer sog. Löthflamwe erhitzt. Hierdurch wird der alte Anstrich blasig, löst sich vielfach vom Holz ab und kann hierauf leicht und schnell so vollständig abgeschabt werden, daß keine Spar davon znrückbleibt. • Sind Cigaretten gesundheitsschädlich? Daß da» nn- mäßige Rauchen von Cigaretten btt allen Denen, die nicht eint ganz taktfeste Lunge besitzen, schädlich wirkt, steht außer Zweifel, ein Jrrthnm aber iß e», die sich zeigenden schlimmsten Folgen auf da» Clgarettenpapier statt allein aus den Tabak zu schieben. Die Richtigkeit de» Gesagten erweist leicht folgende einfache Rechnung: Angenommen, ein Rancher raucht pro Tag 25 Stück Eigarretten, wa» immer schon eine respectable Durchfchnitt»letstnug genannt werden muß, so hat er damit 0,8 Gramm Pap'er verraucht, btffen Asche cirea 0,06927 Gramm wiegt. Zugegeben, daß diese Asche für ge» wöhnlich allerdings, wenn auch nur in ganz geringen Mengen, Eisen, Kalk, Kupfer, Blei, Ultramarin, Silicium, Thonerde n. bergt, enthält, so kämen auf die 0 8 Gramm Papier mit ihren 8 Procent Asche nur etwa 0,000128 Bleioxyd, sodaß, wenn auch die schädlichen Produkte sämmtlich zur Lunge gelangen würden — wa» doch thatsächtich nicht der Fall ist — der Rancher in 25 Jahren nicht mehr al» etwa 1 Gramm davon eingeaihMet Haden würde. Die angenehme Nerven» anregung durch die Sigarette ist demnach, soweit der Tabak nur gut vertragen wird, in Bezug auf da» den Tabak um- hüllende Papier ganz unb gar ungefährlich. • Sine für «UUareittatter und weite Beamtenkaiegorien ehr wichtige Entscheidung hat daS Kammergericht zu Berlin in einer von dem Obertelegraphisten S. gegen den ReichspostfiSca» erhobenen Klage in vierter Instanz gefällt. S., welcher al» Inhaber eine» SivilversorgungSicheiueS die Prüfung für den Telegraphendienst abgelegt hatte, war nämlich durch die Berliner Oderpostdirec-ion ans ein Jahr in den Telegravhendienst probeweise ausgenommen worden, erhielt aber nur ’/4 de» etarsmaß-gen AsfistentengehalteS. Er be- schritt den Klageweg und erzielte auch beim Landgericht ein obsiegende» Erkenntniß. Auf die Berufung be» Postfixen» aber da» Kasmtergericht die^ Vorentscheidung ans und wir» den Kläger ab. Da» Rctch»gericht dagegen, bei welchem S. Revision einlegte, verwit» die Sache zur anderweite» Entscheidung an das Kammergericht zurück, indem e» annahm, bafc die erlassenen Grundsätze daraus gerichtet gewesen seien, den principiell vorgesehenen Versorgnng»ansprnch der Militär- anwärter mit einer im Wege der Delegirnng de» Bunde»» rathe» herbeiznstlhrenden Ergänzung-Verordnung organisch au»» zuzestalten. Da» Kammergericht erkannte hierans aus Zurückweisung der Berufung de» PostfiScu». Literatur und Aunft. — «arte zur PalLstinafahrt des Deutschen Kaiser». Bearbeitet von Paul Langhan». (Sotba, JuNuS PertheS Piet» 1 Mk. Die bevorstehende Ottenlrttk 6r. Majestät dr« ftaikt« wird an Dauer und Bedeutung die früheren Reisen des Herrscher» im AuSlande weit übertuffm. Zwei volle Monat, wird sie d.n Äaikr der Heimalh fernbaltar; die kulturhistorische Bedeuiung specirll der Palästtnasahrt lenkt die Susmnksamkeil der ganzen gebildeten Welt der gelammt,n Christenheit auf die «aiserreik. Den nach Hunde, len zählenden Begleitern auf der Fahrt, wie den Zaulenbm daheim, die im Geiste ihrem Äeiftrpaare Tai für Tag, Ort für Ort folgen möchten, bietet die soeben von der PertheS'ichen G.ograpdilchcn An. statt herausgegedene Karte dazu vortrefflichen Anhalt. Rach amh lichcn A" gaben verzeichnet die Karte den Verlauf der Kaisei reise bi» in alle Emzelhesten (so sind z. B. die Transportmittel, ihren sich ®«. Majestät bedient, auch für die kleinsten Aufflüge angegeben). Während die Hauptkarte d>S gelammte Morgenland dar stellt, zeigen Nebenkarten und Pläne von Konstantinopel, Haifa, Palästina, Jeru- lalem, der Umgebung von Jerusalem, von Alixandrien, Kairo und den Pyramiden von (Stieb und vom Nllthal alle einzelnen Baulichkeiten, deren Besichtigung im kaiserlichm Reifeprogramm vor- gesehen ist. Universität- - Nachrichten. Würzburg. Der bayerische Cultußminister hat die medi- cinischtn Facnltäten der drei bayerischen Hochschulen zu einem Gu- achten darüber aufgefordert, obzw-ckmäßig lei, den Medicinern die Erwerbung de» Doctor-TitelS erst nach dem Staatsexamen zu gestatten. Die Antworten lauteten übereinstimmend, daß nur approbirte Aerzte zum Doctor Examen zugelaffen werden lollm. Um gewiffc Härten zu vermeiden, werden die Bestimmungm im nächsten Wintersemester noch nicht in Kraft treten. — AuS Bern wird gemeldet: Der Professor an der Universität Laulanne, Erman, hat einen Ruf al» Nachfolger de» verstorbenen ProfefforS Rioler an der Brüffeler Universität erhalten. Erman hat abgelehnt. — In Liverpool ist Dr. John Wallace, Professor der Ge- burtShUfe und Gynäkologie, in San Francisco Dr. Cb. Morri» Filcher, Professor der Histologie an Cooper» Medical College, gestorben. — Die feinsten Thee» 1898er Ernte der bekannten Firma Thee Meßmer (Kaiser!. König!. Hoflieferant) sind im Verkauf. 1898er Souchong mit Blütben (100 Gramm Packete ä 1 Mk.) und Kaiser- thee (in Blechdosen ä Mk. 1.25) sind Rennern empfohlen. Nur in feineren G-schäften käuflich. 9765 II Hausfrauen !! versucht Aladin Seifenpnlver Uebertroffen von keinem anderen Waschmittel, wirksam u. unschädlich zugleich! Der Waschtag wird zum Festtag! * , Pfd.-Packet netto Inhalt überall erhältlich. 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Hypbk. unk. 1904 . 101.60 102.30 100.— 99.— 100.05 97.70 99.30 99.50 101.50 97.30 98.80 101.50 100.— 99.— 97.— 100.10 99.30 100.50 100.10 102.50 99.20 98.- 102.80 100.— 99.20 100.05 97.70 99.30 99.50 101.80 97.60 99.— 101.70 100.05 99.25 97.40 100.30 99.40 100.50 100.20 100.50 99.60 98.— 87, 4 4 4 47, Westdeutsch t Bodencredit in Cöln . . Ung. Lds.«Ctr. Pi-erst. Buderus . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar -»K'Ariml. Dtsch.Reichsbk. Berliner Hand. Darmstädt.Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Disct.-Comm. Dresdener . . Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Och.Cred.-Act. -irnlirir.Ariitll Kley er Fahrrad j Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harpen. 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