® Stift „Wt. ÖSß 01 Ml Ä’WtelätÄ ä-'llttitae, amtt ______-^4454 1 ^SN Herr aus It !’Ä w dir« M4m. ß “ ä ^455 <®Je' Frankfurt ÖW Wg waren, jirteD r n #< SRinn. jidi^er 7-— fftt b«kiu i Muchi«s I bfwaMer »^fn Auf- ')?ie*mac*. M M«tt' lalkhof, West' d. Schlabach 4339 rktotr. !• ***** jatter..-- 1808 Mittwoch den 4. Mai Nr. 103 Erstes Blatt. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Kamitteuvkätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger Aezugsprttr vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Stimmet bis Vorm. 10 Uhr. Heneral-An^eiger Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen deS In- und Auslande« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Aints- nnd Anzsrgeblcttt fKv den Äveis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: SchukKraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienbtätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Anrtlicher Theil. Bekanntmachung. Wtr bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Atrchstraße zwischen Kirchenplatz und Burggraben von heute ab bis auf Weiteres für den Verkehr mit Fuhrwerken und Reitern, sowie für Viehtreiben gesperrt ist. Gießen, den 3. Mai 1898. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutfd?** 81. Sitzung vom Mootag den 2. Mai 1898. In erster und zweiter Lesung wird debattelo» die internationale SanitätSconvention erledigt, ebenso debattelo» in dritter Lesung daS Naturalleistung-gesetz, ferner der vom Abg. Bachem (Centr.) eingebrachte Gesetzentwurf betr. Herabsetzung deS Zolles auf ost« astatische PougöeS (Rohseide) uno die ConcurS- ordnung. ES folgen Wahlprüfungeu. Die Wahl des Abg. Reichmnth (Weimar) wird für ungiltig erklärt, ebenso die Wahl des Abg. Merz (Donaueschingen). Die Wahl deS Abg. Schulz (Westpliegnitz) wird für giltig erklärt. ES folgt die Novelle zur Etvilprozcßordnuug rc. Abg. v. DztembowSki-Pomtan (Pole) empfiehlt einen Antrag, im § 13 des GertchtSverfafsunzSgesetzeS in einem neuen Absatz zu bestimmen: Bor die ordentlichen Gerichte gehören alle Streitigkeiten über Ansprüche gegen die Hinterlegungsstellen. Ein Antrag Stadthagen (Soc.) richtet fich gegen gewisse^ Einschränkungen der Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte in bürgerlichen RechtSstreitigketten. StaalSsecretär Rieb erding bittet um Ablehnung der Anträge, desgleichen Abg. Rintelev (Centr.) Der Antrag Stadthagen (Soc.) wird abgelehnt, der Antrag Dziembowtkt (Pole) zurückgezogen. Ein weiterer Antrag Stadthagen (Soc.), welcher den Staatsanwalt der SttzungSpolizei des Richter» unterstellen will, wird gleichfalls abgelehnt. Bei der Civtlprozeßorduung beantragt Abg. Beckh (frs. Bp.) zum § 49a,seinem nicht rechtfähigen Verein die Parteifähigkeit, die er nach der Vorlage nur als Beklagter haben soll, auch in der Stellung al» Kläger zu gewähren. StaatSsecretär Nie der ding gibt zu, daß eine gewtsie Unbilligkeit in der nur einseitigen Gewährung der Partei- fähigkeit an die Vereine liege- aber der Antrag Beckh schaffe neue Schwierigkeiten. UebrrdieS werde ja doch den Vereinen die Erlangung der Rechtsfähigkeit durch da- bürgerliche Gesetzbuch erleichtert. Der Antrag Beckh wird abgelehnt. § 143 gibt RechtSconsulenteu einen Anspruch auf Zu- laffung, wenn ihnen eine Anordnung der Justizverwaltung zur Seite steht. Ein Antrag Schmidt-Warburg (Eentr.) will eine solche Anwendung nur dann gestatten, wenn dazu ein Be- dürfuiß oorliegt wegen Mangel» an genügend zahlreichen Rechtsanwälten am Gerichtsorte. Ein Amendement Gamp will in vorstehendem Anträge das Wort „nun" streichen. Abg. v. Dziembowskt-Pomian (Pole) will es bet der bestehenden Vorschrift bewenden laffen, wonach das Ge- richt in der Zulaffung oder Ntchtzulaffung eines Eoufuleuten völlig freie Hand hat. Ein Antrag Beckh (frs. Bp.) will dasselbe, will aber wenigsten» die Beschwerde gegen einen ablehnenden Beschluß de» Gericht» gewähren. Abg. Träger (frs. Bp.) bittet um Ablehnung aller Anträge. Abg. Stephan (Centr.) meint, es wäre am besten, cs bet dem bestehender. Gesetz zu belaffen, also die Borlage «it sammt allen Anträgen abzulehnen. Abg. Gamp (Rp.) nennt die Art, wie Abg. Beckh ihm bet der ersten Lesung der Vorlage Uukeuntniß der statistischen Verhältnisse in Bayern vorgeworfen habe, einen irwoleu Angriff. (Unruhe link», Präsident v. Buol be- zeichnet diesen Ausdruck gegenüber einem Mitgliede al» un- paffend, ungehörig und ruft den Redner dafür zur Ordnung.) Redner empfirhlt de» Weiteren sein Amendement. StaatSfecretär Rieb er ding plaidirt für Aufrecht- rrhaltung der Regierungsvorlage. § 143 wird sodann in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Morgen 12 Uhr Fortsetzung der heutigen Berathung, Jinitiativanträge, Nachtragsetat. Schluß 6 Uhr. Deutsches Seich, Berlin, 2. Mat. Ja einer unter dem Vorsitze des Fürsten zu Wied abgehalteneu Versammlung hat fich der Deutsche Flottenverein coustitutrt. AlS Losung de» Vereins wurde da» absolute Feruhalten von aller Politik proelawirr. DeS Wetteren wurde beschlossen, die Geneh- mtgung deS Kaisers zur Uebernahme de» ProtectoratS über den Verein durch den Prinzen Heinrich zu erbitten und den Großherzog von Baden um Uebernahme der Ehrenmitglied- schast zu ersuchen. Berlin, 2. Mai. Nach zuverlässigen directen Telegrammen ist die Niederlage der Spanier vor Manila weit größer, al» die Madrider Depesche zugesteht. Die Flotte ist so gut wie vernichtet. Frkf. Ztg. Potsdam, 2.Mai. Der Kaiser übernachtete im Stadt- schlosse. Heute früh um 9 Uhr begab er sich nach dem Bornstedter Felde und besichtigte dort die drei Bataillone des 1. Garderegimrut» und da» Lehrtnfauterie Bataillon. Hierauf fand ein GefechtSexerctren starr, an welchem zwei Batterien de» 2. Garde» Feldartillerie • Regiments , drei Schwadronen der Leibgarde-Husaren und drei Schwadronen de» 3. Garde-Ulanen Regiments und da» Lehrinfauterie- Bataillon rheilnahmen. Nach der Kritik setzte der Kaiser fich au die Spitze des 1. Garde-Regtmevt», geleitete eS durch die Stadt und nahm bet dem OffizierScasino nochmal» den Parademarsch des Regiment» ab. Kiel, 2. Mai. Da» erste Geschwader ging Vormittag» zu einer vierwöchigen UebuugSfahrt nach Queenstown auf Irland in See. Da» Geschwader wird die OikaeySinseln anlaufen und bei Helgoland ankern. Elbing, 2. Mai. Der Kaiser hat seinen diesjährigen Jagddesuch in Pröckelwttz abgesagt. Wien, 2. Mai. Wie die*„Poltt. Corr." au» Petersburg meldet, hat die Regierung eine bedeutende Verstärkung der gegenwärtig 5000 Mann betragenden Besatzung von Port Arthur beschlossen, die gegen Ende de» JahreS auf 15,000 Mann gebracht werden dürfte. Budapest, 2. Mai. In Boka im Torontaler Comitat hat anläßlich der Maifeier ein blutige» Rencontre zwischen Arbeitern und GenSdarmen stattgefunden, da letztere den Umzug durch den Ort nicht gestatten wollten. Drei Arbeiter wurden bet dem Zusammenstoß getödtet, acht schwer verletzt. Die Aufregung tm Orte ist derart, daß Militär rrquirtrt werben mußte. Loudon, 2. Mai. DaS Cabel zwischen Hongkong und Manila ist unterbrochen. Madrid, 2. Mai. Die ungünstigen Nachrichten au» Manila haben hier eine sehr gedrückte Stimmung bewirkt. Man glaubt, daß Sagasta zurücktreten und durch General Weyler ersetzt werden wird. Die Hauptschuld au dem Mißerfolg bet Manila wird in hohen militärischen Kreisen der Unfähigkeit de» Marineminister» zugeschrteben. Madrid, 2. Mai. Einem Telegramm deS „Liberal" au» Manila zufolge erklärte Contreadmiral Moutojo, da» spanische Geschwader sei vollständig verloren. Der englische Cousul habe mit dem amerikanischen Geschwaderchef conferirt, den Inhalt diese» Gespräche» kenne man aber nicht. Der Feind habe fich vor Manila festgesetzt! und schreite zur Blokade. Die Bevölkerung verlasse die Stadt. Man befürchtet, daß daS Bombardement auf Manila demnächst eröffnet werde. Madrid, 2. Mat. Die Nachricht von der gänzlichen Vernichtung de» spanischen Geschwaders bet Manila, wobei über 400 Mann umgrkommen find, wirkte hier niederschmetternd. Heute Nacht um 2 Uhr früh fanden große Unordnungen in den Hauptstraßen statt- e» wurden Pereat-Rufe auf die Regierung, besonder» auf den Marine- Minister, sowie auf die Herrscherfamilie auSgebracht. Die Wiederherstellung der Ordnung kostete große Mühe. Die Aufregung dauert an. Auf den Straßen diScutirt mau lebhaft, die Einen weinen, die Anderen fluchen und toben. Heute dürfte der Belagerungszustand über ganz Spanten verhängt werden. Die Regierung bat nicht die Abficht, weitere Schiffe nach den Philippinen zu entsenden. — Für die National-Subscription spendete die Firma Larios in Malaga 5 Millionen Peseta». Frkf. Ztg. Madrid, 2. Mat. Nach dem gestern stattgehabten Mi- nifterrath erklärten die Minister auf Befragen, e» bestätige fich, daß bet Cavite eine Seeschlacht stattgefunden habe. Die neuesten Meldungen vom Kriegsschauplätze lauteten, wenn auch ungüusttg, so doch ehrenvoll. Loudon, 2. Mat. Der KriegSplan auf der Sette de» Atlantischen Ocean» ist nach einer Meldung de» „Daily Chroniele" aus Washington geändert worden, da man die authentische Nachricht hat, daß die spanische Flotte nach Porto Rico oder Havana segelt. Die unter dem Befehl de» Admirals Sawpson stehende amerikanische Flotte, die jetzt aus 54 Schiffen besteht, wird in zwei Geschwader getheilt: das erstere, aus den Schlachtschiffen und geschützten Kreuzern bestehend, soll gegen die spanische Flotte kämpfen, wobei daS von Schlry befehligte fliegende Geschwader mit jenem zusammenwirken würde. DaS zweite Geschwader, aus kleineren Schiffen zusammengesetzt, soll die Blokade fortsetzen. — Dem „Daily Telegraph" wird au» Washington berichtet, Mac Kinley wollte zuerst die verbüu- deren (Kubaner auf Cuba landen laffen- diese glauben nämlich, fie könnten allein die Spanier auS den Festungen vertreiben. Gelinge ihnen dies nicht, dann würde erst die amerikanische Armee gelandet. Quesada, der Bevollmächttgte der Cnbaner in Washington, hat gesagt, er würde die Unabhängigkeit der cubauischen Regierung al- eine Gegenleistung dafür, daß die Cubauer mit den Amerikanern zusammen cperiren, anerkennen. Eine Depesche an Gomez, die diese Zuficherung enthält, sei schon abgeschickt. Frkf. Ztg. Petersburg, 2. Mai. Die Gesetzessammlung veröffent- licht die NeutralitätS-Erklärnng Rußlands. In dieser heißt eS: Die seit einiger Zeit zwischen Spanien und Amerika entstandenen Mißhelltgkeiten veranlaßten die Regierung, mit anderen Mächten alle Mühe aufzubieten, einen bewaffneten Conflict abzuwendev. Leider waren die freundschaftlichen Bemühungen vergeblich. «Spanien und Amerika stehen gegenwärtig im Krieg. Aufrichtig betrauernd, daß zwei mit Rußland durch hundertjährige Freundschaft und lebhafteste Sympathien verbundene Staaten zum Kriege schritten, beschloß die Regierung, gegenüber den kriegführenden Parteien die strengste unparteiische Neutralität zu bewahren. Der Erlaß befiehlt allen Unterthanen die Erfüllung der aus der NentralitätSstelluvg Rußland» fich ergebenden Pflichten an und schließt: Die Regierung erklärt außerdem : Kriegsschiffen beider kriegführenden Mächte ist gestattet, ruffische Häfen höchsten» auf 24 Stunden anzulaufen. Bei Unwetter, Mangel an Proviant und Gegenständen, die für die SchiffSbemanuung und notwendige Reparaturen erforderlich find, kann längerer Aufenthalt, jedesmal nur mit besonderer RegierungSerlaubniß gestattet werden. Beim Anlaufen von Schiffen der beiden kriegführenden Parteien in einem ruffischen Hafen darf nach Auslaufen eine» Handels- oder Kriegsschiffes einer Partei daS Schiff der anderen Partei erst 24 Stunden später ab- gehen. Der Prtsenverkauf in russischen Häfen ist unbedingt verboten. New-York, 2. Mat. ES verlautet, die Bereinigten Staaten würden die Philippinen occupireu als Pfand für eine später zu verlangende Kriegsentschädigung. New-York, 2. Mat. Angeblich hat daS Marineamt den Flottenbefehlshabern Befehl ertheilt, die deutsch en Schiffe genauer zu untersuchen als diejenigen anderer Nationen. Gießen, 3. Mai 1898. ** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, dem Gemeindeforstwart Adam Darmstädter zu Pfungstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. •• Gerichtspersoualien. Durch Verfügung Großh. Ministeriums der Justiz wurden beauftragt: mit Wahrnehmung der Dieustverrtchtnngen 1) eine» Amtsrichter» bet dem Amtsgericht Offenbach der GerichtSaffeffor Müller tu Zwingen- berg, 2) eines Amtsrichter» bet dem Amtsgericht Mainz der GerichtSaffeffor Schneider in Mainz, 3) eine» Amtsrichter» bet dem Amtsgertcht Höchst der GertchtSaffessor Wachtel in Groß-Umstadt, 4) eines Staatsanwalt» bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen der GerichtSaffeffor Kilian in Alzey, 5) eine» Hilf»gericht»schreiber» bet dtesem Gericht der GerichtSaffeffor Erckmann in Alzey, 6) eine» Amt»- anwalt» in Zwingenberg der GerichtSaffeffor Dröll in Fürth, 7) eines AmtSanwalts in Fürth der SerichtSossessor Dr. Gebhardt in Mainz, 8) eines AmtSanwalts in Groß« Umstadt der GertchtSasseffor Schumacher in Darmstadt. * • Parlamentarisches. Bei der Zweiten Sammer der Stände find folgende Eingaben u. f. ». eingegangen. 1. Tine Eingabe des Borstande- des Militär Kriegs, und FriedenS-Jnvaltden- und Militär-Anwärter-BezirkSoerbaudeS des GrohherzogthumS Heffen des wesentlichen Inhalt-, die Kammer wolle beschließen, daß der Artikel 4 de- Gesetze-, betreffend die Revifion der Bestimmungen über Versetzung der Eivilbeamten in den Rnhestand, wohlwollend auf die be» rufsmäßig gedienten, in den Grohh. Staatsdienst aufge- nommenen Beamten in Anwendung kommen und diesen Beamten die gesammte Militärdienstzeit ohne Abzug der Pflichtdienstzeit und denjenigen Beamten, welche nur ihrer Pflichtdienstzeit Genüge geleistet haben, diese Zeit als penfionS» fähige bei der Versetzung in den Ruhestand in Anrechnung gebracht wird. — 2. Eine Eingabe des Vorstandes desselben Verbandes, darin gipfelnd, die Zweite Sammer wolle dahin beschließen, die Großh. Regierung zu ersuchen, einer von (wie hn Schriftstück näher erörtert wird) Petenten „ohne Ausnahme" recht bald eine dauernde Aufbefferung ihrer Mtlitär- PenfionSbezüge, und zwar nach dem Reichsgesetz vom 27. Juni 1871 zu gewähren. — 3. Eine Eingabe des LandeS-AuS- fchuffeS Hesfischer Feuerwehren, Erhöhung der Geldmittel zur Förderung de- LöschwesenS betreffend. — 4. Eine Eingabe der Pfandmeister des GroßherzogthumS Heffen dahin- gehend, es möchte ihnen ein Höchstgehalt von 2700 Mk. wie den Hochbauaufsehern und Straßenmeistern bewilligt werden, mit der Maßgabe, daß dieser Gehalt in Krankheitsfällen, wo die Gebühren in Wegfall kommen, an fie ausbezahlt werde. Sobald der Beamte aber wieder bei voller Gesundheit ist und amtiren kann, hätte dieser Höchstgehalt dem gewöhnlichen Gehalte zu weichen. — 5. Eine Vorstellung der Schreibgehilfen bei den Großh. Amtsgerichten in der Hauptsache dahingehend, die Kammer wolle beschließen, daß die nicht geprüften Schretbgehilfeu bei den Gericht-schreibereien der Großh. Amtsgerichte, gleich den zweiten KreiSamtSgehilfen nach der vorgeschriebenen Dienstzeit von 1200 bis 2200 Mk. angestellt werden und den Höchstgehalt nach 15 Jahren erreichen. — 6. Ein Gesuch des Lehrer- Johanne- Müller zu Götzen, Kreis Schotten, die Anrechnung der als Eombattaut im Feldzug 1870—71 verbrachten KriegSjahre bei der Avcien- uetät, bezw. bet einer Penfionirung betreffend. — 7. Eine Vorstellung de- Steueraufseher- i. P. Peter Finger zu Darmstadt, die Aufbesserung seine- Ruhegehaltes betreffend. * * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Verfammlung Donner-tag den 5. Mai 1898, Nachmittags 31/, Uhr pünktlich. 1. Gesuch de- H. Winu nm Erlaubniß zur Verbreiterung eines bestehenden Backstein- macherhäu-chen- im Neustädterfeld. 2. Gesuch de- H. Demper um Erlaubniß zur Errichtung eine- provisorischen Abort- auf dem Zimmerplatz in der StephanSmark. 3. Gesuch de- H. Winu um Erlaubniß zur Anlage einer Privat- straße durch die Loeber'sche Besitzung in der Neustadt. 4. Den Durchbruch an der Löwengaffe nach der Kaplaus- gaffe- hier: Plan und Voranschlag sür die Katharinengaffe. 5. Den am Fuße deS HardtbergeS in nordöstlicher Richtung ziehenden Feldweg. 6. Arbeiten sür die Unterhaltung der städtischen Gebäude und sonstigen Anlagen- hier: Grundsätze für die Vergebung von Weißbinderarbeiten. 7. Die Goethe- straße - hier: Rechnung der Firma Birkenstock und Schneider für Canalarbetten. 8. Gesuch des Hermann Thiele um Verpachtung der Wiese von der Katzenstein'schen Besitzung an der Ltebtgstraße. 9. DaS Halten der Faselochsen. 10. Gesuch deS Wilhelm Fischer um Erlaubniß zum WirthschaftS- betrieb im Hause Frankfurterstraße 7. 11. DeSgl. des Karl Buß für daS HauS Wolfstraße 21. 12. Gesuch des Karl Retter um Erlaubniß zum Ausschank von feineren Liqueuren im Hause Wallthorstraße 2. 13. Gesuch deS Friedrich Faatz um Ertheilung der Erlaubniß zum Wirth- schaftSbetrieb im Hause Bergstraße 22. • * General Versammlung bei Kausmäunischeu Vereins. Die am SamStag Abend stattgehabte General-Bersamm- lung deS Sausmännischen Vereins war gut besucht. Der Bericht über daS abgelaufene Geschäftsjahr war ein überaus günstiger. Die Zahl der Mitglieder ist von 304 auf 392 gestiegen, darunter befinden sich 186 ordentliche und 196 unterstützende Mitglieder. DaS Vermögen des Vereins besteht außer dem Grundstück an der Nordaulage, dem Mobiliar darin und der Bibliothek aus einem Baarvorrath von Mk. 3652.77. Nach der Bilanz beträgt das Gejammt- vermögen Mk. 38033.70. Die Bibliothek umfaßt im Ganzen 1024 Bände. Entliehen wurden 1267 Bände. Im Bibltothek- zimrner lagen bisher sieben politische Tageszeitungen au»; da diese Einrichtung aber außerordentlich schwach benutzt wurde, hat man die Zahl der Zeitungen auf zwei vermindert. Der Bericht spricht sich über den Besuch der VereinSabende, Dienstag und SamStag, überaus günstig, aus, eS sei auch an manchen anderen Abenden, besonder- Sonntags, der Besuch der Winhschaft im Verein-Hause ein guter gewesen. Der Bau de- Verein-Hause- schließt mit einem Kostenbetrag von Mk. 43829.78 ab, dem em Eingang von Mk. 41 744.63 gegenübersteht, so daß noch Mk. 2085.15 zu decken sind. Hebet den Besuch der kaufmännischen Fachschule konnte nur Günstige- berichtet werden. * * Ausschreisen zu den am 22. Mai b. 3., Nachmittags S’/j Uhr auf der Rennbahn an der Hardt stattfindenden großen internationalen Radtvettsahrteu. Die Rennen sind iämmtltch nur offen für Herreniahrer. 1. Eröffnungsfahren, 2000 Meter. 3 Ehrenpreise im Werthe von 50, 30, 20 Mark. 2. Erst- fahren, 2000 Meter. Offen für Herrenfahrer, welche auf der Rennbahn noch keinen Preis gewonnen. 3 Ehrenpreise im Werthe von 30, 20, 10 Mark. 3. Fahren um den Damen-WanderpreiS. vertheidiger Ludwig Opel-Gießen. Dem Zweiten und Dritten je eine Medaille. 4. Mehrsitzer- fahren mit Vorgabe, 3200 Meter. 3 Paar Ehrenpreise im Werthe von 60, 40, 20 Mark. 5. GauverbandS-Wanderpreisfahren, 2800 Meter. Offen für Mitglieder de- Gau- verband 9 (Frankfurt a. M.) D. R. B. Der erste Preis incl. kleiner Goldmedaille muß dreimal hintereinander oder viermal im Ganzen von ein und demselben Fahrer gewonnen werden. Für den Zweiten und Dritten Ehrenpreise im Werthe von 40 und 20 Mark und je eine Medaille. 6. Vereins- Mannschaftsfahren von 2000 Meter. Offen für alle Bundes- vereine. Die Ehrenpreise, welche die betreffenden Vereine erhalten, haben einen Werth von 70, 40 und 20 Mark. 7. Mehrfitzer-Hauptfahren, nach Punkten bei jeder Runde gewerthet. Für letzte Runde werden 6, 4 resp. 2 Punkte gutgeschriebeu. Strecke 4000 Meter, drei Paar Ehrenpreise im Werthe von 80, 40 und 20 Mark. Meldeschluß am 16. Mai, Abends 9 Uhr, bei Wilhelm Homberger, Gießen, von welchem auch Programme zu haben find, vor den Rennen findet ein großer PreiS-Corso statt, in welchem drei Abtheilungen gebildet werden und zwar Vereine mit weniger als 12 Fahrern, solche mit 12 bis 25 Fahrern und Vereine mit mehr als 25 Fahrern. Gefahren wird nach den Bestimmungen deS Radfahrerbundes. Vefitzwechfel. DaS HauS des verstorbenen Kürschners Heinrich Rübsamen, MäuSburg 16, ging für 25000 Mk. in den Besitz des Herrn Graveur Schwau über. • • Pvßfecretar Meyer, welcher 25 Jahre Vorsitzender des hiesigenKriegervereioS war, hat dieses Amt nieder gelegt und ist vom Verein in Anerkennung seines Wirkens zum Ehrenpräsidenten ernannt worden. Als (ein Nachfolger wurde Amtsrichter Wiener gewählt. * • Für Radfahrer. Wir wollen nicht unterlaffen. die Radfahrer nochmals darauf aufmerksam zu machen, Radfahrkarten und Nummerplatten alsbald bei Großh. Polizei- amt voraus zu bestellen. Da die Karten erst von der Behörde ausgefertigt werden müssen, ist eS nicht möglich, dieselben sofort bei Bestellung auch in Empfang nehmen zu können. Die Karten und Nummerplatten kommen in den nächsten Tagen zur Ausgabe. BiS jetzt haben sich 635 Radfahrer angemeldet. Der Lollarer Knabe. Der berichtete Vorfall, wonach am vergangenen Montag Abend irn Frankfurt—Aschaffenburger Bahnzug ein verlassener und von dem Streichhölzer- Händler Adam Winter in Seligenstadt in liebevolle Pflege genommener Knabe aufgefunden wurde, hat inzwischen seine Aufklärung gefunden. Der fünfjährige Junge wurde uämlich nach der „Darmst. Zig." am SamStag von seinem Vater, einem Ingenieur auf einem Eisenwerke bei Lollar, in Seligenstadt abgeholt. Er hatte am Montag mit seiner Mutter und einem etwa- alteren Bruder der Beerdigung seines Onkels in Mainflingen beigewohnt. Während der Leichenfeier verschwanden beide Knaben, um sich daS Städtchen näher anzusehen. Irre gelaufen, kam der Kleine an den Ostbahnhof und stieg in den Zug in der Meinung, nach Lollar zu fahren. Der Aeltere konnte noch an demselben Abend durch die Frankfurter Polizeiorgane seiner Mutter zugeführt werden. • • Sechs Postkarten mit Anfichten von Gießen und Umgebung, zu einem Heftchen vereinigt, hat Herr Julius Hoo- hier, Bahnhofstraße in Verlag genommen. Die Postkarten werden an der perferirten Stelle abgetrennt, in dem sog. „Stamm" beiden aber verkleinerte Ansichten zurück, sodaß auch der Versender nach und nach zu einer hübschen Sammlung kommt. Diese „Postkarten mit Gegen anfichten" dürften viele Liebhaber finden. • • Der Welt-Fußreifende ober Fuß-Weltreifeube Gustav Kögel ist heute in Begleitung seines Bruder- hier eingetroffen. Der für SamStag angekündigte Vortrag findet erst am Donnerstag Abend im EafL Leib statt. Die Touristen führen u. A. ein Autographenbuch mit, in welches Fürstlichkeiten, hohe Beamten v. s. w. in fast allen lebenden Sprachen Empfehlung und Wünsche eingetragen haben. Born Lande, 3. Mai. Unsere Beobachtung, daß der Blut fink ober Dompfaff ein sehr gefährlicher Blüthen- schädling der Beerensträucher und der Pflavmenbäume ist, wird durch Berichte au- verschiedenen Gegenden vollauf bestätigt. ES fragt sich nun, wa- den Dompfaff veranlaßt, die jungen Blüthen so massenweise zu vernichten. Wir haben behuf- Feststelluvg der Ursache einen bei seinem VeruichtungSwerk getödieien Dompfaff genau untersucht und in dessen geöffnetem Magen auch nicht eine einzige BlÜthenknospe finden können. Also Freßluft ist e- keinesfalls, waS den Gimpel, der ledig, lich Samenfreffer ist, sein Zerstörungswerk vollbringen läßt. In diesem Falle wäre auch letztere- nicht so bedeutend, da er halb gesättigt sein müßte. Da die zarten Vlüthenknospeu mit kleinen Lederhüllen umkleidet find, welche ganz da- AuS* sehen von Samenkörnern haben, so wäre vielleicht anzunehmen, daß der Dompfaff in seiner Dummheit fie dafür hielte und abpickte. Dann aber müßte ihn doch da- Nichtgenießbare davon bald abhalten. Diese Annahme kann mithin nicht treffend sein und e» bleibt nur diejenige übrig, wonach der Gimpel au- reiner ZerstöcuugSlust die Vernichtung der Blüthen betreibt. )( Höckendorf (Breit Schotten), 2. Mai. Ein Radfahrer au- einem benachbarten Orte, der durch unser Dorf fuhr, bemerkte ein auf der Straße befindliche- Kind nicht rechtzeittg, da- Kind gerieth vor baß Rad und kam zu Fall und mit ihm der Radfahrer. Da- Kind erhielt Verletzungen am Kopfe, welche zugenäht werden mußten. Rieder-Saulheim, 29. April. Unter schwierigen Um* ständen vollführte gestern der hiesige Postbote Zorn ein Rettung-werk. Auf seinem Ortsbestellgang bemerkte er in der Behausung deS Handarbeiter- Maa- dichten Ranch sowie zwei kleine Sinder schreiend am Fenster stehen. Er eilte in die Wohnung, fand jedoch die Stubenihür verschlossen, da sich die Eltern im Feld befanden und bte Kinder ein- geschlossen hatten. Ralch entschlossen, trat er die Thüre ein und zog an- dem dichten Qualm die beiden Kinder heraus, bald darauf ergab sich, daß sich baß kleinste Kind noch in der Stube befand. Der Beamte drang nochmal- in die Wohnung und fand nach längerem Suchen da- arme Kind unter einer Bank. Der Brand ward rasch durch ein gerade vorüberfahrende- Faß Pfuhl abgelöscht, doch ist der entstandene Schaden nicht unbeträchtlich. Wie sich herau-stellte, hatten die beiden älteren Kinder Petroleum auf den Boden gegossen und diese- angesteckt- da-Feuer hatte sich rasch Über Fußboden und Bettwerk verbreitet. Darmstadt, 2. Mai. Am 4. Decemder wurde in einer Mühle zu Ober-Ramstadt ein gefährlicher Einbrecher durch die Aufmerksamkeit eine- Dienstmädchen- entdeckt und al-bald festgeuommen. ES war der berüchtigte, vielmals vordestrafte Josef Müller an- Ober-Roden, welcher sich am Freitag vor bet hiesigen Strafkammer zu verantworten hatte. Der 30 Jahre alte Müller, welcher bereit- 11 Jahre im Zuchthau- verbracht, war am 4. September v. I. auß bem Zuchthaus in Ziegenhain entlassen worben und begab sich mit 20 Mark in der Tasche nach Frankfurt, von wo aul er bann feine Raubzüge unternahm. Zuerst wählte et feine Heimath zum Schauplatz feiner lichtscheuen Thätipkett unb suchte er am 8. September einen Wirth in Ober-Robe« heim, bei dem er schon früher wieberholt eingebrochen. Er schlich sich Abends in da-Haus ein, wartete im Schlafzimmer deS Wirthe- unb feiner Ehefrau, unter bem Bett verborgen, bas Einschlafen berfelben ab unb burchsuchte al-bann alle Räume, wobei er eine golbene Uhrkette unb eine Tasse mit über 100 Mk. fanb. Bei seinem weiteren Suchen wurde er durch baß Erwachen beß Wirthe- verscheucht und ergriff unter Zurücklassung beß Geldeß bie Flucht. Wenige Tage barauf gelangte M. in gleicher Weise burch Einschleicheu gegen Adenb in eine Hofraithe zu Eppertshausen und richtete sich dort, mit mitgebrachtem Munbvorrath versehen, zwecks Abpassung ber günstigen Gelegenheit häuslich ein. Er brachte bafelbft eine Nacht in der Scheuer, zwei aus dem Speicher unb eine sogar in einem Bette zu, welche- in einem gerade nicht benutzten Zimmer staub. Nachdem er sich Geld u«b Kleidungsstücke angeeignet, entkam er ganz unbehelligt. Darauf suchte er den Decan zu Münster bei Dieburg heim. Er verbarg sich hier in einem im Hofe des Pfarrhauses stehenden Holzschuppen, von wo er durch zwei Oeffnungen dieses und die Ortsstraße genau beobachten konnte. Nachdem er so, reichlich mit Proviant versehen, zwei Tage und Nachte lauernd zugebracht, drang er bei vgMbergehrnder Abwesenheit der Bewohner mittelst Einsteigens ein und erbeutete eine goldene Uhr im Werthe von 130 Mark, sowie 27 Geldrollen, empfand aber nachträglich eine arge Enttäuschung, als er entdeckte, daß die Geldrollen aus Einpfennigstücken bestanden In den Monaten October unb November will M. in Parts gewesen unb am 4. Decemder von dort zurückgekommen sein. Er hörte am gleichen Abend in Darmstadt von einer güuft geu Einbruchsgelegenheit bei einem jungverheiratheten Müller zu Ober Ramftabt, fuhr unverzüglich mit dem Abendzug dorthin unb gelangte durch Einschleicheu in bie Mühle. Hier batte er schon Kleiber, Uhren unb sonstige Sachen im Werthe von ca. 300 Mark zusammengepockt, als er, wie gesagt, entbeckt unb verhaftet wurde. Müller war in allen Fällen geständig unb bereitete eS ihm anscheinenb eine gewisse Genugthuung, seine Raubzüge schildern zu können. ES wurde gegen ihn auf eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren unb zehnjährige» Ehrverlust erkannt, waS ben alten Zuchthäusler aber keines» Wegs aus feiner Seelenruhe brachte. Die Hauptsache tft, baß bie menschliche Gesellschaft jetzt wieber auf lange Iahte von ihm befreit ist.___________________________________ DermifcfrtM» • Heidelberg, 2. Mai. Bei dem AntrittS-Lommers des hiesigen 8. C. in ber Hirschgafie wurde SamStag Nacht halb 2 Uhr der bem CorpS „Soxo Borussia" angehöiende Student Vorwerk aus Wiesbaden plötzlich vom Schlage getroffen und war fofort eine Leiche. * Bayreuth, 2. Mai. Die Restacratenr-wittwe Endr t l wurde heute Nacht burch 10 bis 12 Betlhiede auf bin Kopf ermorbet, vermuthltch aus Rachsucht. * Das größte Berliner Krankenhaus. Ueber baß vierte ftäbtifdie Krankenhaus an ber Torfstraße konnte Geh. Rath Spinola in der Deutschen Gesellschaft sür öffentliche Gesunbheitßpfl'.ge nähere Mitthe'lungen machen. Daß neue Krankenhaus, dessen Bau 13,100,000 Mark kosten wird unb btS 1903 beenbet sein soll, wirb mit 1650 Betten baS größte in Berlin sein. Die Eharitö, bte noch vor 25 Jahren 2000 Kranke aufnehmen konnte, hat inzwischen in Folge ber erhöhten Anforderungen ber Hygiene biese Zahl auf 1600 herabgesetzt. Dir drei j'tzigrn, großen städtischen Krankenhäuser mit thren Abzweigungen in der Gitschiner- straße unb im städtischen Asyl können 2690 Kranke unter» bringen. Die Kosten auf jebeS B'tt berechnet, stellen sich bei ber neugeplanteu Anlage auf 7939 Mk., b. f. 150 Mk. mehr, als beim Neubau ber Eharirv angesetzt find, obgleich hier 1‘A Millionen für die pathologische Anstalt und für die Lehranstalt in Anspruch genommen werden. DaS g<» fammte Gelände, daS für daS Krankenhaus bestimmt ist, umfaßt 105 Morgen, eS finb 62 Gebäude vorgesehen. Man will 26 einstöckige Baracken zu je 40 Betten errichten- nur bie Jsolirstation, bte Syphilisfiation und die EntbindungS- anstatt find mehrstöckig vorgesehen. Man muß dabei allein innerhalb der Baracken Entsernungen biß zu 400 Meter zurücklegen. Die Verwaltungsgebäude liegen an der Torf- straße. Jenseits beß Canalß soll die Koch'sche Anstalt sür JnfectionSkrankheiteu errichtet werden. Einrichtungen sollen auch getroffen werden für Bäder aller Art unb für die meblcomechaniiche Therapie- auch eine Turnhalle wird erbaut. Für kirchliche Handlungen soll unter Umständen der 150 Ge- Viertmeter große Speisesaal ber Pflegerinnen benutzt werben. Mit bem Hause wird eine Pflegertnnenschule für 50 Schüler» nnen verbunden sein. Großer Sorgfalt werden sich besonders die Wöchnerinnen erfreuen. Während die Eharitö btefe spätestens am 9. Tage entlassen muß, sollen sie in der neue« städtischen Anstalt 20 Tage bleiben können. An Aerzten sollen angestellt werden 2 Lhefärzte, AbtheilungSleiter und Hkv bot _ ' loi itf . ss-fts SP , . ülltttz 6$klu 'M ii Ob«»,!,, ’ü«’lMn,. fe . !“ vm bild«,.,» **! «Ul«m .i! :,“gb Ü« i««i mit ™« Stch« »mb, «»■• ? ..ffl * Zagt «•Wltu unb xütete i»l« kiy. ÜT braute : Dtl oaf btm Spricht :l*el io einem gnade e® « ßch Selb unb ’i unbehelligt. 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