früheren 1948 Wihr in den Stand, rm, und bitte ich, stein. ich»«- ‘gen, i-Hökttrich r ! einen tiett®*' lafietbW. 942 iÄers^Uü!^- gel 1644 lvssov, ewZ-brL-- istrie icken n°ä Art. KZ . b. ®i‘ Ar. 53 Erstes Blatt. ^rcitaci den 4. März 1S0S Hrfcheinl iägsich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Mamikieubkätter Verden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezugrprei« vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf^ mit Briugerloha. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. vauahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In» uud Ausland«« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger vntgege». Anrts- unb Anzergeblcrtt für den Tkveis Kiefzen. ”^Än«Gratisbeilage: Gießener FamilienbLätter. Anrtlichrv Tyeil Bekanntmachung, betreffend: Bildung einer öffentlichen Waffergenoffeoichaft für die Drainage in den Fluren I, IX und X der Gemarkung Langsdorf. Die auf Donnerstag den 10. März angesetzte Tagfahrt zur Wahl der Bevollmächtigten ru-rietrter Waffergenoffeuschaft wird hierdurch auf Mittwoch bett 6. April bs. IS., Nachmittags 3 Uhr, verlegt. Za diesem neuen Termine werden sämmtliche betheiligten Grundbesitzer auf bas Rathhaus iu Laugsborf hier» mit eingeladeu. Gießen, den 2. März 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bayern uud das Reich. , AuS den Verhandlungen über den obersten Militär- Gerichtshof geht zur Genüge hervor, daß zwischen Nord uud Süd unseres Vaterlandes immer noch Differenzen bestehen, die größere Confl.cte nicht auSschließeu. Daß speciell zwischen Preußen und Bayern eine Rivalität herrscht, die dem gemeinsamen Ganzen nicht zum Bortheil gereicht, ist eine bekannte Sache, wenn auch unter der Regentschaft deS Prinzen Luitpold und infolge des weiten Entgegenkommens deS Kaisers Manches bester geworden ist. Die bekannte Stelle in dem luxemburgischen Nationalliede „Wir wollen keine Preußen fein*, findet gar zu viele Anhänger auch in Bayern, uud wer da unten einmal gelebt hat, der wird wiffeu, daß mau als Preuße vielfach mit nicht allzu liebevollen Augen angesehen wird. Doch die Zeit hat auch hierin schon viel ausgeglichen, und tu der jüngsten Vergangenheit schien insbesondere zwischen der preußischen uud der bayrischen Regierung die dickste Freundschaft zu herrschen. Da wurde die Frage der Reform deS MtlüärstrafprozesteS in dringendster Weife auf die Tagesordnung gebracht. Und als die Verhandlungen fich immerfort htvzögerren, so daß die inuerpolitische Lage kritisch zu werden begann, ja sogar die bestimmtesten Meldungen über den nahe bevorstehenden Rücktritt des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe die Luft durchschwirrteu, verlautete mit einem Male, die ganze Reform drohe au dem Widerstande Bayerns zu scheitern, fich dem neuen Gesetze eiuzufügen. Man muß hierbei in Betracht ziehen, daß Bayern kurz vor der Gründung deS Reichs eine Milttärstrafprozeß- ordnung etngeführt hatte, welche den modernen RechtSau- fchauungen voll entsprach und In vieler Hinficht über die von der ReichSregterung geplanten Berbefferungen hinauSging. Dahinzu kam, daß Bayern, besten König in FrtedenSzeiteu oberster Kriegsherr seiner Armee ist, daran festhtelt, daß es ein vollständig unabhängiges Militärgericht in alleu Instanzen, also auch einen eigenen obersten MilttärgerichtShof beanspruchen könne. Bekanntlich war im vorigen Jahre die Anficht weit verbreitet, daß die Reichsregierung den Covflict mit Bayern nur vorschiebe, um die Einführung einer auf modernen RechtS- auschauungen bafireuden Militärstrasprozeßordnuug verzögern zu können. Von dieser Meinung mußte ober Jeder ab- kommen, welcher die Verhandlungen im Plenum uud in der Commission des Reichstags über die Militärstrafprozeßreform verfolgte. Uud wenn man glaubte, eS handle fich nur um eine leichte, unschwer hinwegzuräumende Differenz zwischen dea Regierungen, der wird eines Besseren belehrt durch die Erkläruvgeu de« preußischen KriegSmtuisterS und des bayrischen BuudeSrathSbrvollmächtigten in der CommtssiouSfitzung am letzten Dienstag. Aus diesen Erklärungen geht hervor, daß beide Theile auf ihren Ansichten beharren, uud die Aussichten auf einen Ausgleich wenig hoffnungsvoll find. Schon vor einigen Wochen war der Paragraph deS EinführungSgesetzeS, welcher das Verhältuiß zu Bayern behandelt, in der Commission berührt, aber zurückgestellt worden, weil mau erwartete, inzwischen werde eine Verständigung zwischen den beiden Regierungen fich erzielen laffen. In dieser Hoffnung hat man fich aber getäuscht. Der KiiegSmintster v. Goßler gab am Dienstag eine ausführliche Darlegung der iu Betracht kommenden Gesichtspunkte uud theilte mit, waS vor dem Abschluß des Versailler Vertrages über die streitige Frage verhandelt worden sei. Danach hatte Bayern allerdings zunächst eine Ausnahmestellung gefordert, aber nur mit Rücksicht auf die damals ganz frische Neuordnung der Mtltärgesetzgebung- jedoch ist dieie Forderung bet der abschließenden Verhandlung in Versailles nicht aufrecht erhalten worden. Diesen Thatsachen gegenüber beharrte aber Graf Lerchenfeld darauf, daß Bayern vollständig i« Rechte sei, wenn eS einen eigenen MilitärgerichtShof oberster Instanz zufordere. Es kann nicht unsere Sache sein, zu untersuchen, auf weffeu Seite das Recht liegt, umsomehr als in dieser Frage die Ansichten weit auSeiuaudergehen. Bekanntlich hat ja auch Fürst Bismarck zu Gunsten deS Vorhandenseins eines bayrischen Reservatrechts in Bezug auf den obersten Gerichtshof sich ausgesprochen. Zu wünschen bleibt, daß eS gelingen werde, auf gütlichem Wege eine Verständigung herbeizuführen, damit die Majorifirung Bayern» im BundeSrathe vermieden werden kann. Denn eine solche würde doch vur einen Stachel hinterlassen, der auf unsere innerdeutsche Politik uachtheilig wirken uud Groll erzeugen müßte. Ein offener Conflict würde, wenn er auch da» deutsche Reich nicht in seinen Grundfesten erschüttert, immerhin geeignet sein, unser Ansehen im AuSlaude zu schädigen uud dem letzteren eine Neuauflage deS Bildes deutscher Zerriffeuheit zu geben. Davor bleiben wir hoffentlich bewahrt. XX A»s de» Verhandlungen der Zweite« Kammer der hessische» Stünde. G. Darmstadt, 2. März 1898. Die Derathuugeu über da» SlaatS-Buoget werden heute mit Titel 4, Förderung der Viehzucht, fortgesetzt. Nach dem Grundplau deS LaudwirthschaftSratheS fordert die Großh. Regierung zur Förderung der Rindviehzucht iu Hessen 150000 Mk. uud eine einmalige Summe von 3334 Mk. Der Finanz-Ausschuß beaatragt noch, für Förderung der Pferdezucht 5000 Mk., für Schweinezucht 24 000 Mk. und für Ziegenzucht 1500 Mk. htuzuzusetzeu; iuSgesammt werden zur Bewilligung beantragt 183 834 Mk. — Regierungs-Commiffar Landes Oeconomtexath Müller gibt einen historischen Rückblick über die Entwickelung der Viehzucht iu Hessen. Während mau früher planlos ohne jede Controle die Viehzucht auf dem Laude betrieben habe, werde heute nach rationellen Regeln die Züchtung des verschiedenen Hochviehe» bewerkstelligt. Die Regierung habe fich daher nunmehr entschlossen, mit einem festgelegten Plane au die Kammer zur weitereu Förderung der Viehzucht in Hessen herauzntreteu. Zur Durchführung desselben seien aber Mittel nöthig uud zwar in ausgiebigem Maße. ES sei aber auch nöthig, daß die Laudwirthe daS Entgegrukommev der Regierung und Kammern würdigten und außer der StaatShilfe auch die Selbsthilfe eintreteu laffen. So lauge aber die Er- keontniß nicht bestehe, so lauge sei jedes Mittel erfolglos. Mit dem großangelegteu Plan der Regierung, der aus der Erkenutniß der Laudwirthschaft hervorgegangeu sei, hoffe man, eine rationelle Züchtuugsarbelt zu orgauifireu. Dieser Plan wolle auch Aufklärung geben, daß Laudwirthe nicht Viehzucht treiben, wo sie nicht hiugehöre uud dafür sorgen, daß jede Zuchtarbeit mit Erfolg gekrönt werde. Iu diesem Sinne habe die Großh. Regierung dem Plan iu seinem vollen Umfange ihre Zustimmung ertheilt und die Summen hierfür gefordert. Diese M'ttel seien auf eine lauge Zeit hinaus zu bewilligen, wenn auch ein greifbarer Gewinn nicht auf dem Fuße folgen werde. Die Früchte hierfür würden erst später reifen. Er schließt mit der Bitte, der Regierung die geforderten Mittel zu bewilligen. — Abg. Mölltuger hält den von der Regierung für Förderung der Viehzucht ausgestellten Plan für viel zu großartig angelegt. Die Viehzucht habe im Allgemeinen nicht mehr die Bedeutung, die man von ihr auuehme. Dieser großartige Plan benörhige auch große Mittel und könne der Landwirthschaft mehr schaden als nützen, da ex falsche Hoffnungen erwecke. Abg. Möllinger wird auf seinem ablehnenden Standpunkt beharren. — Abg. Schönberger theilt die Bedenken deS Abgeordneten Möllinger nicht und wird der Vorlage zusttmmev. — Abg. Heidenretch wünscht) daß iu ähnlicher Weise, wie iu Baden, auch für die hefftschen Viehzüchter eine Stall- Pxämiirung etngeführt werde. Die von der Regierung geforderten Beträge seien nöthig, um die Viehzucht tu Heffeu auf eine höhere Stufe als seither zu bringen. — Für die Bewilligung der Mittel sprechen noch die Abgg. v. Köth, Köhl er-Langsdorf, Brunner uud Köhler-Darmstadt. Staatsminister Finger erwidert, eS hieße Eulen nach Athen tragen, nachdem so viele sachverständige Athener im Hause die Vorlage der Regierung begrüßt hätten. Die Regierung habe fich überzeugt, daß der Zeitpunkt gekominen sei, mit größeren Mitteln, wie seither, vorzugeheu. ES sei nachge- wiesen, daß man speciell in Oberheffen außerordentliche Fortschritte iu der Diehzüchtung gemacht habe. Die im Jahre 1895 veranstaltete laudwirthschastllche Ausstellung zu Greßen habe die» iu eclatanter Weise gezeigt. Die verwilltgteu Mittel seien eine Aussaat- waS sie bringe, hänge von vielen Umständen, insbesondere von der Umsicht der Laudwirthe ab. — Abg. Weidner wird ebenfalls für die Forderung stimmen und wünscht mit dem Abg. Grafen Oriola eine Aufbesserung der Mittel für die Ziegenzucht. — Abg. Schröder wird für Bewilligung der Mittel stimmen, um die Viehzucht in Hessen zu fördern, wenn er fich auch der Meinung nicht verschließen könne, daß die Provinz Rheinhessen nicht den großen Bortheil davon haben werde, wie andere Provinzen. Ohne Selbsthilfe fei eS jedoch nicht gethau. Er dankt der Regierung für dieses Entgegenkommen gegenüber der Land- wirthschafr. — Abg. Haa»-Offenbach theilt den Standpunkt des Abg. Möllinger nicht. Die Berwilltguug größerer Mittel werde neues Leben in die Laudwirthschaft bringen und derselben zum Segen gereichen. E» sei aber auch eine Unterordnung jede« Einzelnen unter diesen neuen Grundplau nöthig. Wenn die» geschehe, so werde derselbe zum Wohle der Landwirthschaft au-schlageu. — Die Abgg. Reinhardt uud Euler sprechen noch für die Vorlage. Dieselbe wird hieraus angeuommen._________________________________ Deutsches Reich. Berlin, 2. März. Die „Berl. Corxesp/' schreibt: Der Reichskanzler stellte für die Trennung der Geschäft«- räume für Butter uud Margarine folgende Grund- sätze auf: Die BerkaufSstätten müssen derart getrennt sein, daß unauffälliges Hinüber- uud Herüberschaffen der Waare während deS Geschäftsbetriebes verhindert, tnSbesoudere die Möglichkeit, anstatt Butter und Butterschmalz unbemerkt Margarine oder Kuustspeisefett zu verabreichen, thunlichst ausgeschlossen ist. Dabei ist nicht erforderlich, daß die Räume einen je besonderen Zugang für das Publ.kum besitzen. Die Scheidewände müssen einen so dichten Abschluß bilden, daß jeder unmittelbare Zusammenhang, abgesehen von Durchgangs- öffnungen, ausgeschlossen ist. Ausreichend find abschließende Wände au« Brettern, GlaS, Cement uud GipSplatteu, nicht ausreichend Lattenverschläge, Vorhänge, weitmaschige Gitter- Wände und verstellbare Abschlußvorrtchtuogen. Bei offenen BerkaufSständen auf Märkten sind Einrichtungen der letzteren Art zulässig. Die Durchgangsöffnungen in den Scheidewänden find in der Regel mit einem Thürverschluß zu versehen. In gleicher Weise find die Geschäftsräume für Käse und Margarine- käse zu trennen. Berlin, 2. März. In der Budgetcommisstou deS Reichstages entstand bei der Berathung der Flottenvorlage zunächst eine lebhafte Debatte über die Kosten der Vorlage. Im Anschluß au den Antrag Müller-Fulda, die Marineverwaltung solle weiteres Material über die Kosten unter Berücksichtigung der etwa nothwendigev Kasernen- uud Dock- bauteu beibringeu, macht StaatSsecretär Tirpitz eine nähere Darstellung der ganzen Kostenberechnung, uud bemerkt u. a. Kasernenbauten würden kaum erforderlich sein, weil daS Plus an Personal zumeist an Bord gebraucht werde. Er führte daun weiter au», daß bezüglich der Werft- uud Hafeubauteu insofern eine andere Behandlung eintreten würde, al» die Prtvatindustrie thunlichst herangezogeu werden solle. In der darauffolgenden Discusfion bestand Abg. Müller-Fulda auf Erfüllung seiner Wünsche, was StaatSsecretär Tirpitz nach Thunlichkeit zusagte. Auf Antrag deS Abg. Richter wurde schließlich die Kostenfrage bi» zur Erörterung des § 7 ausgesetzt. Bei der Debatte über den § 1 handelt eS fich zu- nächst um die Aufnahme der Panzer-Kanonenboote. Abg. Lieber erklärt diese Maßnahme für nothweudig, um Nachforderuvgeu der Marineverwaltung auSzuschlirßen, und bat um eine Erklärung darüber, daß auch bei Neubauten aus den Panzer- Kanonenbooten keine Schlachtschiffe würden. StaatSsecretär Tirpitz bemerkt, man werde auch ferner Pavzerkanouenboote nöthig haben und solche sordern. Die Abgg. Bedel und Richter erklärten fich gegen die Aufnahme, um den Reichstag nicht noch mehr zu binden, al» die Regierung verlangt habe. StaatSsecretär Tirpitz sprach fich für die Fasiung derRegie- rungS-Borlage auS, obschon er keinen ernsten Einspruch gegen die Fassung deS Abg. Lieber erhob. Schließlich wurde von der Aufnahme der Panzerkauonenboote tu da» Gesetz abgefehen, und die Punkte 1 und 2 der Ltebex'schen Anträge zum § 1 mit 21 gegen 7 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten die Socialdemokraten, Freisinnigen, der Pole JagdzewSki uni der Süddeutsche Galler. An Stelle seines früheren Antrages . zu Z 7 die Kosten betreffend hat Dr. Lieber einen neuen Antrag eingebracht, der dahin geht: während der nächsten steben Jahre soll der Reichstag nicht verpflichtet sein, für sämmtl'che einmaligen Ausgaben des MartneetatS mehr als 471 300 000 Mk. und zwar für SchtffSbauten und Armiruug nicht mehr als 410 800 000 Mk. und für sonstige einmalige Ausgaben nicht mehr als 60 900 000 Mk., sowie für fortdauernde Ausgaben deS Marineetats nicht mehr al- die durchschnittliche Steigerung von 4 200 000 Mk. jährlich bereit zu stellen. Soweit sich in Gemäßheit dieser Bestimmung das Gesetz bis zum Ablauf de» Jahres 1904 nicht durchführen läßt, ist die Ausführung bis über daS Jahr 1904 hinaus- zuschteben. Weiterhin hat Dr. Lieber zur Deckung der den Betrag von 117 525 494 Mk. übersteigenden fortdauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung die Heranziehung der Matricularbeiträge vorgeschlageu. In Bundesstaaten, welche eine allgemeine Einkommensteuer erheben, soll die Deckung anstatt durch Matricularbeiträge durch einen Zuschlag für Einkommensteuer für Einkommen über 10000 Mk. erfolgen. In der weiteren DiScnsfion handelt es sich hauptsächlich um die Einfügung des Worte» „Thunllchst" in § 1. Die Abgg. Bennigsen und Hammacher beanstanden den Ausdruck. Abg. Lieber erklärt, daß der Ausdruck nur eine Eon scqueuz der Limittrung der Gesammtkosten sei und bedeuten solle, daß die Ausführung des Gesetze» nach Möglichkeit gefördert werde. StaatSsecretär Ttrpitz erklärte, da» Wort „thnnlichst" im Sinne Lieber» für acceptabel. Der Abg. v. Arnim und Andere erheben Einspruch und schlugen vor, eine Fassung zu suchen, welche den Zweck in weniger zweifelhafter Weise erfülle. Ehe mau zu eiqer Abstimmung kam, trat die Mittagspause ein. Berlin, 2. März. Wie die Abendblätter melden, ex- plodtrte in Kiel auf einem Benzin-Motorboot derTorpedo- Jnspectton der Benzin-Kessel. Da» Schutzdach ging in Flammen auf. Die Besatzung erhielt leichte Brandwunden. Berlin, 2. März. Die von einem englischen Blatte gebrachte Nachricht, Deutschland habe für den kretensischen Gouverneur-Posten einen neuen Candidaten vorgeschlagen, wird von der „Post" als unrichtig bezeichnet, da Deutschland nach wie vor seine neutrale Haltung in dieser Frage bewahre. Berlin, 2. März. Im Proceß der Deutschen GaSglühlicht-Actieu-Gesellschaft Patent Auer gegen eine Reihe von Concurrenzfirmen wegen Patentverletzung wurde heute vom 10. Etvilsenat deS Kammergerichts dahin entschieden, daß die Klagen der betreffenden Gesellschaft gegen die Concurrenzfirmen einschließlich derjenigen bezüglich der GaSglühlichtkörper in erster Instanz ergangene einstweilige Verfügung abzuweisen sei. Die Klägerin beabfichtigt sofort Revifion gegen diese» Urtheil etnzulegen. Köln, 2. März. Bet einem Umbau in der Apostelstraße find Mauern eingeftürzt. Mehrere Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Zwei find tobt, drei schwer und ein anderer leicht verletzt. Münster i. W., 2. März. Seiten» deS Provinzialland- tage» wurde beschlossen, eine Anleihe von 50 Millionen Mark aufzunehmen. Plauen, 2. März. Wie dem „Voigtländischen Anzeiger" auS Wurzbach (im reußischen Oberlande) gemeldet wird, find gestern Nachmittag 6 Uhr auf dem herrschaftlichen Schieferbruche Ober-Wurzbach neun Arbeiter durch Rutschen von Erde und Gesteinmassen verschüttet worden. Sämmtliche Verunglückte wurden nach mühevoller Arbeit al» Leichen hervorgezogen. Drei andere Arbeiter find leicht verletzt. Arrrtarrd. Rom, 2. März. Heute trafen 240 Pilger, die meisten au« der Schweiz, ein Theil aus Deutschland, hier ein, nm den Papst zum Jahrestage seiner Krönung zu beglückwünschen. Der Papst wird den Pilgern am 6. d». eine Sonderaudienz gewähren. Mailand, 2. März. Wie die „Perseveranza" meldet, find die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Italien und Rußland abgebrochen, weil letztere» Ermäßigungen auf Cement, Petroleum und Getreide verlangte, welche für den Staatsschatz einen Ausfall von 15 Millionen bedeuteten, wogegen die angebotenen Vergünstigungen für italienische Südfrüchte in keinem richtigen Verhältniß stehen. Paris, 2. März. In der Senatgruppe „Unions R6pu- blicains" hielt Senator Guyot, der den Vorsitz übernahm, eine Rede über die Nothweudigkeit, die Republik gegen die Clerikalen und Boulangisten zu vertheidigen. Guhot führte au», der Zola-Proceß habe e» zu Wege gebracht, daß sich die Partei finde und zusammenschließe. Man habe „Tod den Juden" geschrieen, morgen werde man „Tod den Protestanten" rufen. Der Clerikali»mu» habe die schimpflichen Leidenschaften, die man schon geschwunden wähnte, wieder geweckt. Athen, 2. März. Heute Mittag empfing der König, umgeben von der königlichen Familie und dem gesammten Hofe, im Kronsaale die Mitglieder de» diplomatischen Corp», die erschienen waren, um die Glückwünsche ihrer Souveräne und Cabtnette, sowie ihre eignen, anläßlich der glücklichen Errettung, darzubringen. Der Doyen des diplomatischen CorpS, Onu, gab der Entrüstung über das scheußliche Verbrechen, sowie der Freude über die Errettung des König- und der Prinzesfin Marie Ausdruck. Der König dankte bewegt und hob hervor, das Borkommuiß stehe vereinzelt da. Durch die großartigen und loyalen Kundgebungen habe er fein Volk kennen gelernt. Kanea, 2. März. (HavaS) Die Aufständischen gaben Gewehrschüsse auf ein türkische» Kaik ab, da» sich auf der Fahrt von Spinalonga nach Raubtet befanb. Ein anbete» Kaik mit vier türkischen Artilleristen unb zwei Matrosen, baS die gleiche Fahrt machte, ist verschwunden. Oberst Chermfibe sandte ein Boot ab, um Nachforschungen nach dem Kaik anzu- 8eilen; indessen wurde nicht» entdeckt. Man glaubt, daß da« Kaik von kretischen KaikS genommen worben ist. Guatemala. 2. März. Wie amtlich bekannt gemacht wird, ist der Belagerungszustand in Guatemala aufgehoben. Cocale» rrnd provtnzieUe». Gießen, den 3. März 1898. •• Sifeubahuhaltestelle für den Personenverkehr im Nordende der Stadt Gießen. Die vou dem BezirkSverein Nord-Ost an Großherzogliche Bürgermeisterei gerichtete Petition har nachstehenden Wortlaut: Die ergebenst Unterzeichneten richten an verehr!. Großh. Bürgermeisterei das ergebene Ersuchen, die geeigneten Schritte zu thun, um die Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. zu veranlassen, an rubr. Stelle eine Haltestelle für den Personenverkehr zu errichten. Der nördliche und nordöstliche Teil der Stadt Gießen ist durch die Anlage des Bahnhofs in dem südlichsten Teile der Stadt, auf dem Seltersberg, in seiner Entwickelung im Verhältnis zu den übrigen Stadtteilen nicht allein zurückgeblieben, sondern entschieden zurückgegangen; die Häuser und Liegenschaften sind minderwertig geworden und während vor Jahren noch unter anderem das Hauptsteueramt, Universität, Post, Gymnasium u. s. w. sich hier befanden, hat man solche nach und nach in bevorzugte Stadtteile verlegt. Es befindet sich im nördlichen und nordöstlichen Stadtteile der weitaus größere Teil der hiesigen Cigarrenindustrie, welche eine große Anzahl Arbeiter aus den Orten Lollar, Daubringen, Ruttershausen, Mainzlar, Odenhausen, Staufenberg u. s. w. beschäftigen, die jedenfalls gerne Gelegenheit nähmen, die Eisenbahn zu benutzen, wenn der jetzige Personenbahnhof nicht zu weit von ihrer Arbeitsstelle entfernt wäre. Es wird wohl von keiner Seite geleugnet werden können, daß die Verhältnisse im hiesigen Personenbahnhof mißliche find, trotz aller Anbauten und Veränderungen sind Durchgänge, Vorplatz und Wartesäle an den Hauptverkehrszeiten der Lokalzüge total überfüllt, so daß es im eigensten Interesse der Bahnverwaltung liegen muß, hier Abhilfe zu schaffen, und würde ein großer Teil der die Lokalzüge benutzenden Passagiere an der projektierten Haltestelle ein- bezw. aussteigen und hierdurch den jetzigen Bahnhof entlasten. Durch Errichtung des neuen Friedhofs im Norden unserer Stadt kann es wohl nicht ausbleiben, daß der Bebauungsplan hiesiger Stadt auch auf die nordöstlich und nördlich gelegenen Grundstücke ausgedehnt wird und daß hierdurch die Einwohnerzahl gedachten Stadtteils wesentlich zunimmt, obwohl solche heute schon trotz der ungünstigen Verhältnisse recht bedeutend ist und auch dadurch die Frequenz einer Haltestelle gesichert erscheint. Was uns umsomehr berechtigen darf, zu hoffen, daß unserem Gesuch Folge gegeben wird, ist, daß neuerdings jedem an der Eisenbahn liegenden kleinen Orte durch Errichtung einer Haltestelle Rechnung getragen wird und daß erst in letzter Zeit in Städten mit wesentlich geringerer Einwohnerzahl und bei weitem unbedeutenderem Verkehr, wie Marburg und Ems, Haltestellen errichtet wurden. Ganz besonders wollen wir noch erwähnen, daß nach Fertigstellung der Eisenbahn Londorf—Lollar sich das Bedürfnis für eine Haltestelle im Nordende noch bedeutend fühlbarer machen muß, da ein großer Teil der mit dieser Linie ankommenden Passagiere an den Gerichten zu thun hat, ferner die Kaserne, Militärlazarcth aufsucht, so daß jedenfalls auf eine ganz bedeutende Frequenz fraglicher Haltestelle auch hierdurch mit Bestimmtheit zu rechnen ist, außerdem aber .würde bei Nichterrichtung der Haltestelle im Nordende, der nördliche Stadtteil auch den Verkehr aus den Orten der Rabenau, den einzigen, welchen derselbe heute noch besitzt, verlieren und hierdurch die Entwertung der Häuser und des Grundbesitzes wesentlich weitere Fortschritte machen, was zu verhüten unsere städtische Verwaltung, soweit es möglich, verpflichtet ist. Da von dem jetzigen Personenbahnhof die Entfernung bis zum Kirchenplatz genau die gleiche ist, wie von der in Aussicht genommenen Stelle, so hätten alle nördlich und östlich dieses Platzes wohnenden hiesigen Einwohner näher nach der projektierten Haltestelle, welche Entfernung sich noch verringern dürfte, wenn eine direkte Straße aus dem Centrum der Stadt dahin führt. Aus allen diesen angeführten Gründen bitten wir verehr!. Bürgermeisterei, unserer Petition Folge zu geben und an maßgebender Stelle für deren Ausführung zu wirken. Im Uebrigen verweisen wir auf bie Bekanntmachung in heutiger Nummer. Militärdtenstnachricht. Dr. Maßko«, Stubireuber bet Kaiser Wilhelm« Akademie für baö militärärztliche Bll- dungSweien, vom 15 Februar b. I. ab zum Unterarzt befl actlveu Dienststande« ernannt nnb beim Infanterie-Regiment Kaiser Wlhelm (2 Großh Hessisches) Nr. 116 angestellt. ** Staatsbeamte nnb antisemitische Agitation. Der Bericht deS vierten Ausschusses bet Zweiten Kummer übet ben Antrag bet Abgeorbueteu Köhler (LangSborf) unb Genossen, ben sogenannten Beamten-Erlah betreffeub, erstattet von dem Abgeordneten Euler, lautet: Beitens brr Abgeordneten Köhler unb Genossen würbe am 12. März 1897 nachstehender Antrag eingebracht: „Hohe zweite Kammer der Stände wolle Großherzogliche Regierung ersuchen, die Verfügung Großherzoglichen . StaatSm'nisteriurnS vom 20. October 1892 (zu Nr. St. M. 4626), betreffend die antisemitische Bewegung Im Großherzogthum, ohne Verzug zurückzuziehen und für ungültig zu erklären, sowie gleichzeitig allen Großherzoglichen Civilbeamteu ohne Ausnahme Mittheilung vou der Zurückziehung und Ungültigkeitserklärung zugehen zu lassen." Don dem Vorsitzenden des vierten Ausschusses über ihre Stellungnahme befragt, gab Großherzogttche Regierung folgende Erklärung ab: „Ew. Hochwohlgeboren beehrt sich da« unterzeichnete Ministerium in Erwiderung auf die gefälligen Schreiben vorn 26. März unb 30. September (24. Ottober) 1897 ergebens! mitzutheilen, baß baSselbe ablehnt, ben Antrag der Abgeordneten Köhler und Genossen auf Zurücknahme de« urtterm 20. October 1892 an bie Grohherzoglichen Civilbeamten ergangenen Erlasse», bie antisemitische Bewegung betreffeub, Folge zu geben. Die von den Herrn Antragstellern aufgestellte, de» Näheren nicht begründete Behauptung, alfl verstoße der erwähnte Erlaß gegen die Berfaffuug und daS Gesetz, muß zurückgewieseu unb bem gestellten Ansinnen gegenüber an bet Befugniß der Großherzoglichen Regierung festgehalten werden, ben Staatsbeamten im Interesse der Ausrechthaltung be» öffentlichen FriebenS Direktiven in Betreff der Ausübung ihre« Amtes und des Verhalten» in ihrrm öffentlichem Auftreten zu erlheilen. Darmstadt, den 28. October 1897. Großherzogliches Staatsmiuisterium. Finger." Der Ausschuß konnte sich der Ansicht nicht verschließen, daß die antisemitische Propaganda, wie fie sich namentlich in ihren ersten Stadien gerirte, die Aufmerksamkeit Großherzoglicher Regierung wachzurufen geeignet war, erblickt jedoch in bem vou Großherzoglicher Regierung gegebenen Erlaß nicht ben richtigen Weg bet Bekämpfung etwaiger Ausschreitungen, weil burch betreiben in bie politischen Rechte bet Beamten in unzulässiger Weise eingegriffen wirb. Der Ausschuß beantragt: bie Kammer möge an Großherzogliche Regierung daS Ersuchen richten, sich künftighin jeder Stellungnahme bezüglich der Parteirichtung ihrer Beamten zu enthalten. ♦*H. Stadttheater. Eine kleine, aber anbächtig-ausmetk- fame Gemeinde war eS, welche gestern zu dem Trauerspiel „Graf Essex" erschienen war. Da« Stück hat Heinrich Laube, den großen Förderer für die Entwicklung be» modernen Theaters, zum Verfasser und ist mit „Die Karlschüler" da» beste seiner Dramen. In „Gras Essex" wird der Sturz des mächtigen GünstlingS ber Kö ckgin Elisabtth behanbelt, bie englische Königin selbst ziemlich lebenswahr in ihrem Charakter, ihrer menschlichen Schwäche und ihrer politischen Bedeutung in malkantrn Zügen vor Augen geführt. In Bezug auf Exposition unb Einheit befl Themas erweist sich bet Dichtet als vorzüglicher Kenner theatralischer Wirkung, nur wäre Manches bezüglich ber Handlung unb Motivimng zu rügen. Doch bie Vorzüge des Dramas üb'.rwiegen unb erfüllen da« alte, große Kunstgesetz ber Tragödie: eß erweckt Furcht unb Mitleid, Abscheu unb Begeisterung. — Die Wiebergabe bestücke» kann noch mit „gut" pasfirm, unb baS nur bem Umstand zufolge, daß in der Titelrolle Herr OScar Bohnäe vom Kölner Stadttheater eine Prachtleistung schuf, die mit dem Unzulänglichen der übrige« Darbietungen wie versöhnend wirkte. Herr Bohnöe, dem wir schon so manchen genußreichen Abend verdanken und ber bie Sympathien ber Theaterbesucher schon längst gewonnen unb forterhalten hat, bot in seinem „Graf Essex" eine bis in bie Detail» richtig erfaßte, großarttge Charakterwiebergabe: ben Stolz be» ersten Manne» be» Königreich», die Kühnheit de» Helden, die Leidenschaft be» innig liebenden Manne», bie Srelengröße be» bem Tod festen Schrittes entgegengehenden Märtyrer» feiner eigenen Sache. Da» Spiel war prägnant und scharf, dabei maßvoll, seine sonore, herrliche Stimme vermittelte baS geistige (Sifaffen seiner Rolle burch bie Accente, welche er in ben jeweiligen Stimmungen kundgab. Kurz gesagt, Herr Bohn6e bot un» wiederum eine Bravourleistung, für welche sich da» Auditorium dankbar erzeigte und wahre Bttfallrsalven spendete. Wir wünschen, den beliebten und geschätzten Künstler noch recht oft hier sehen und bewundern zu können. — Bon ben übrigen Rollen verbleut bie ber Königin Elisabeth, von Fräulein Marlo ff gegeben, zunächst hervorgehoben zu werben, schon um deßwillen, al» diese an sich große schauspielerische An» forberungen stellt unb außerdem nicht in bem Fache ber Künstlerin liegt. Daß Fräulein Marloff biefe Rolle in Ermangelung einer anberen Vertreterin übernommen, verdient mit Dank hoch angerechnet unb anerkannt zu werden. Sie offenbarte auch gute Auffassung unb großen Fleiß, jedoch auch manchen Fehler, von benen ber be» zu jugeublichen Aussehens ber schon Jahre lang regterenben Königin wohl ber auffaüenbfte war. Alle n wa- geht nicht über weibliche Eitelkeit, namentlich wenn es gilt eine Königin zu repräsen- tlren, auf bereu historisch-rothem Haar eine Krone fitzt. W iter ist der mangelnde Au-druck des strengen, finsteren, despotischen Charakter» dieser Elisabeth, der nur in ben Momenttn ihrer Gebauten an den geliebten Mann unb bevorzugten Günstling sich milder unb weiblich zeigte, al» nicht in ber Wiedergabe richtig getroffen anzuführen, sowie ber mübe Ton, ber an Stelle eine» energischen, die Herrscherin charakrerisirenben, gleich bei ben ersten Scenen ungünstig wirkte. Königin Elisabeth hat nachweislich wenig weibliche Tugenden gcoffen- bart, ihre Härte unb Herrschsucht, ihre Eitelkeit, Stolz unb Habsucht ließen fie zu manchen Ungerechtigkeiten unb falschen Handlungen verleiten. Immerhin bot Fräulein Marloff schon durch bie Schönheit ihrer Sprache eine gute Leistung. — Ferner ist Fräulein WÜrblg alfl Gräfin Rutlaub lobend zu erwähnen. Mit Au-nahme ber meist zu heftig gerathenben Ausbrucksweise bet seelischen Erregungen, bot fie namentlich in ben Scenen befl Zusammenseins mit Essex ein völlige» Anfgehen in ihrer Rolle und vollmbete Hingabe. Herr Jan- s o n (Öorb Nottingham), Herr Lieb sch er (Sir Jame» Ralph), sowie Herr Dos er (Jonathan) zeigten sich von ber guten Seite. Herr Albrecht alfl Cuff befriedigte weniger, noch weniger Herr Böhm (Graf Southampton), der sich allzuviel au» bem Kasten holte. Herr Fritzschler al» Sir Ralelgß im. Mat, bu 18 vechshe btt 6q8 Ttsrtz, muh 1 ßtßtnübtr an to8 fch«khaittn ' dn Aujrtcht» b« In Bttttff ifreni in thrt« °6^8®8llditn on der Zulü^ » lnsstn? “Ifel üb» ihre le Reginimg ^terzrichuttt y* Schreiben Ott»») leg? ;^A°ttag > Mia^mg MbnAchtn cht vnichlithtn, i) vawkvtlich in kett Glvtzhuzvz- [ibliit jedoch in neu Erlaß nicht Antschreitungen, te der taten er «lltschllh be. gliche Regierung Siellungnahwe u enthalten, ldächtig'aufmerk- )tm Trauekipiel M hüt Heinrich ig btl mobtrntn taWtt* da- :b ber Sturz des I behandelt, dir ihrem Lharakter, ischen Stbtaung In Bezug auf sich der Dichter lang, nur wäre jlrung zu rüg'", vnd erMen da» neckt Furcht und ßitbttgabt des >aS nur dem Um» ScarBv^sr . M * öl? ;n mir verjöhueud manchen genuß' thiru der Theater- alten hat, bot 'n lß richtig erfaßte, iti ersten Mannes bie Leidenschaft i6t Itl dem Tod - seiner etgeuen 4 bubet mtzvov, utWrt« indeuMM« Sohnöe bot un< WM«** , finetof- Pl-r »»■* Ä s «•» WÄ V-*‘t r8t$; tonnt P , jf, großen §2 l de- { € irren, ®e * Ihrer l« bt‘„ du «” .*«"5 Ml""- d falt*'» i#IelH111' «Ute Wl“ a 8tntW'* (jfil«1 e«l % tÄ‘‘ * W1« *< a* voll pO® >igtt wtfW i). * S Dles {t ar' war auch nicht sattelfest. Doch genug davon,- eS würde uns solches nicht verwundern, wenn es nicht schon lange Zeil vor der Aufführung heißen würde: „In Vorbereitung" DaS und DaS, was doch sagen will, daß eS zum Eiustudiren bereit« «uSgegeben ist. — Ausstattung und Regie befr^digtrn; daS Zimmer im dritten Act hätte etwas fester gestellt werden können. • • Stadttheater. Als letzte Abounements Vorstcllung in der dritten Gerte geht morgen Freitag den 4, März zum Benefiz für Frl. Clara NatustuS die fünfaclige Localposse von %* „Gießen von der heiteren Sette" in Scene. Die hübsche Posse, deren Verfasser sich strengste Anonymität auSbedongen hat, ist mit packenden GrsangSetulagen versehen und dürfte voll und ganz dazu angerhan sein, den Zuschauer -für einige Stuuden aufs Bcfte zu unterhalten. • • Turnerischer. Zu den Beschlüssen drS GautageS der GauvereinS H ffeuS gehört euch ein Antrag des Turn- Vereins Gießen, dahingehend, den Gauausschuß zu ermächtigen, Schritte zu thuu, uw die Turnvereine im Groß- Herzogtum Hessen von einer von diesem Staate geplanten BermözenS und Einkommensteuer zu befreien. * e Agrarische Bereinigung. Dem socialdemokratischen „Offenb. Abendbl." wird geschrieben: „Im hesfiichen Landtag hat sich eine agrarische Bereinigung gebildet. ES sollen nur Abgeordnete Aufnahme finden, die vom Lande find und ländliche Wahlkreise vertreten. Abgeordnete mit akademischer Bildung sollen nur ganz ausnahmsweise Zulassung finden. Die Seele der Bereinigung, die sich scherzweise „hessischer Bundschuh" nennt, ist neben dem Abg. Köhler (Reform- Partei) ber Abg. Schönberger, der bisher zur national- liberalen Fracriou zählte. Die Bereinigung treibt einen Keil in die Reihen der Nationalliberalen und offenbart sich bis jetzt lediglich als eine Veruneinigung." •• SauitätSveretu. Am Montag fand die Generalversammlung des SanitätSvereinS in der Restauration Albold statt. Der Borfitzende gab zu Beginn eine kurze Aeberficht über dar verflossene Geschäftsjahr. Auch tu diesem Jahre hat der Verein wieder einen Zuwachs seiner Mitgliederzahl zu verzeichnen. Der Mitgliederstand am Schluffe deS Geschäftsjahres betrug 597 gegen 574 im Vorjahre. In dem neuen Geschäftsjahre ist bie Mttgliederzahl auf 607 gestiegen. Die Einnahmen betrugen 4047 Mk. 40 Ps., die Ausgaben 3897 Mk., mithin Kassenbeftand 150 Mk. 40 Pf. VeretvSvermögeu am Schluffe des Geschäftsjahres 381 Mk. 40 Pf. Bon den statutengemäß auSschetdenden Vorstandsmitgliedern wurden wiedergewählt die Herren: Bräutigam als 1., Velten als 2 Borfitzevder, ueugewählt als Beifitzer Herr Fischer. Drm Verein stehen drei Aerzte zur Versüßung, jedes Mitglied kann frei bestimmen, welchem von diesen Aerztk« eS zugethrilt sein will. Mit sämmtltchen hie- figen Apotheken find Vereinbarungen dahin getroffen, daß den Mitgliedern beim Abholen von Medieamenteu 10 pCt. Rabatt gewährt werden. Der Verein besitzt einige Luft- und Wasser- kiffen, sowie Eisbeutel, welche den Mitgliedern bet Bedarf uneutgeltltch überlassen werden. •* Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Drei mit evangelischen Lehrern zu besetzende Lehrerstelleu zu Groß- Rohrheim mit jährlichen Gehalten von 1400, 1200 und 1000 Mk. Mit einer der Stellen ist Organistendteust verbunden. Die mit einem evangl. Lehrer zu besetzende 1. Lehrer- steve au der Gemeindeschule zu Steinbach, Kreis Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu der- selben zu. Eine mit einem eoaugel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Büttelborn, Kr. Worms, mit einem jährlichen Gehalte von 900 bis 1000 Mk. Zwei Lehrerstelleu zu Friesenheim, Kreis Mainz, von denen die eine mit einem evangelischen, die andere wir einem katholischen Lehrer zu besetzen ist, mit einem jährlichen Gehalte von je 900 Mk. Mir beiden Stelle« ist Organistendienst verbunden. Eine katholische L-Hrerstrllr zu Herdstein m t einem jährlichen Gehalte von 1000 b»S 1400 Mk. Die 3. kathol. Lehrer- stelle zu Seligenstadt mit einem jährlichen Gehalte von 1000 dis 1600 Mk. Mit der Stelle ist Organistendteust verbunden. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindrschule zu Heusenstamm, Kr. Offen bach, mit einem jährlichen Gehalte von 1066 Mk. * Ansuahmetarif für ASttausporte. In Folge der außergewöhnlich milden Witterung ist die EiSgewtnnung vielfach hinter dem Bedarf erheblich zurückgeblieben, und es wird daher EiS in größeren Mengen au» weiterer Ferne auch auf der Eisenbahn bezogen werden müssen. Bei der große« wirthschaftlichen Bedeutung einer ausgiebigen Versorgung mit EiS hat der Minister der öffentlichen Arbeiten zur Erleichterung dieses Bezuges genehmigt, daß für Eis in vollen Wagenladungen bis zum 1. Juni d. IS. ein allgemeiner Ausuahmetarif für deu ganzen Staatsbahnbereich zu deu gleichen Sätzen eingeführt wird, wie sie nach dem Ausnahmetarif für Wegbaumatertalien berechnet werden. Diese Maßnahme ist auch im Verkehr mit anderen Bahnen durchzuführen, die sich diesem Vorgehen anschließen. Anderenfalls sind directr Tarife mit solchen Bohnen nur nach Maßgabe des Bedürfnisses und auf Grund der Umkartirungsiätze herzuftelleu. Den Bundesregierungen mit Staatsbahnbesitz ist hiervon mit dem Anheimgeben Mittheilung gewacht worden, für den Fall der Annahme des gleichen Tarifs dir Nachgeordnete Eisenbahnverwaltung zur Abgabe einer zustimmenden Erklärung au die geschäftSsührende Verwaltung der in Betracht kommenden direkten Verkehre zu beauftragen. Die Eiseubahncommtffare sind ermächtigt worden, den ihrer Aussicht unterstellten Privarbahneu die Genehmigung zur Einführung gleicher Tarifermäßigungen zu ertheileu. Für den Bereich der preußischen StaatSeiseubahneu wird die Einführung des AuSuahmetarisS alsbald allgemein veranlaßt werden. ___________ Geiß Nidda. 1. März. Tin vielbesprochener Proceß, wobei um die Existenz eines Gewohnheitsrechts gestritten wird, spielt seit letztem Sommer zwischen zwei hiesigen Nachbarn. Der Kläger hatte mit seinem Geschirr vor I V, Jahren auf Ersuchen des Nachbars zur Förderung von dessen Neubau eine Anzahl Fuhren geleistet und später hierfür eine Vergütung beansprucht, die aber verweigert wurde, weil nach der Behauptung deS Nachbars dahier der Ortsgebrauch bestehe, daß beim Bauen die Nachbarn sich gegenseitig unentgeltlich durch Fuhren Hülfe leisten. Der Kläger bestritt die rechtliche Existenz einer solchen Gepflogenheit, weßhalb schon eine Reihe Termine bei dem Amtsgericht Nidda abgehalten und etwa zwei Dutzend Auskunftspersonen vrrnomwen werden mußten, da die Vergleichsvorschläge des Gerichts scheiterten. Der Proceß dürfte schon beträchtliche Kosten verursacht haben, wird aber bis aufs Aeußerste fortgeführt. Lauterbach, 1. März. Die Großh. Web sch ule in Lauterbach erfreut sich eines fortwährend gesteigerten Be- suchrs. Wieder find vier neue Webstühle im Bau, für die bereits Anmeldungen vorltegeu. Die Leistungen der Web- schiller find für die kurze Dauer drS Bestehens der Anstalt recht gut. Auch der SonntagScursuS wird erfreulicher Weise mehr benutzt. UebrigenS find Wcbschulen gerade da sehr am Platz, wo viele Fabriken in der Webcretbrauche bestehe», daS zeigen die Rheinproviuz, Sachs:», Schlesien usw. Friedberg, 2. März. Der „Oberh. Anz." schreibt: Gutem Vernehmen nach soll unsere GymnastumSfrage in ein günstigeres Stadium getreten sein. Man sei geneigt, Blng-n und Friedberg und wahrscheinlich auch Alzey zu genehmigen. Hoffen wir baß Beste. Vermischtes. * Paris, 2. März. Dem Bibliothekar Aubert wurde jüngst von mehreren Fischern eine deutsch beschriebene Karte übergebe», die sie in der Nähe von St. Malo in einer Flasche etngeschloffeu an der Meeresküste gefunden hatten. Der Inhalt lautet: „Untergang der Elbe. Meine thrure Braut Mina, ich werde Dich erst im Jenseits Wiedersehen. Ich bitte Denjenigen, der diese Karte finden wird, dieselbe an Fräulein Mina Frank nach Buchau (Frder-Sce), Württemberg, zu senden." Auf der anderen Seite der Karte befand sich die gedruckte Aufschrift: „Bernhard RamSperger vom Hause C. Gomer, Strumpffabrik in Weingarten." Herr Aubert hat dem letzten Wunsche des verunglückten Passagiers der Elbe unverzüglich entsprochen. * einen interessanten Einblick in das Wanderweseu innerhalb des Reicks und der Namr der Sache nach über die Thatsache deS Unseßhaften der Familien gewährt die »Ucber- ficht der Ergebnisse deS HeererergünzungSgeschästS für daS Jahr 1896", welche der Reichskanzler drm Reichstage soeben hat zugehen lassen. Diese Ueberficht ergiebt u. A., daß von btn 1896 in den Liften gesührten 1575488 Militärpflichtigen der verschiedenen Jahrgänge nicht weniger als 383287 tn anderen Orten als in denjenigen ihres Geburtsortes gestrllungS- pfltchtig geworden find, also ein volles Viertel! Von vier jungen Leuten wohnte im Durchschnitt also einer im militärpflichtigen Aller in einem anderen als in seinem Geburtsorte. Einzelne Armeecorpsbezirke anlanqend, so find im Bezirke des 12. (köuigl. sächsischen) ArmeecorpS von 110363 Militärpflichtigen 32458 anderweit gestellungspflichtig geworden als im Geburtsort?, im Bezirke des 6. ArmeecorpS (Schlesien) von 104 968 Pfl chtigen 30971, im Bezirke deS 4. ArmeecorpS (Provinz Sachsen) von 100268 Pflichtigen 30258 rc. Im Bezirk bei 5. ArmeecorpS (Posen) beträgt die Zahl ber Gewanderten auf 72828 Militärpflichtige sogar 26180, also noch mehr all ein Drittel! Ante-e Ziffern ergeben naturgemäß die Bezirke der beiden elsaß lothringischen ArmeecorpS (15. und 16.). In ersterem find von 20071 Gestellungspflichtigen nur 2082 (also etwa ein Neuntel), in letz erem aber von 10071 nur 830 (also etwa ein Dreizehnte!) au« dem Geburtsorte verzogen. «otttSdienfi in der Synagoge SamStag den 5. März 1898 Vorabend 680 Uhr, Morgens 9 Ubr, Nachmittags 3 Uhr SchrifterklLrnng, Sobbathautzgang 650 Uhr. Gottesdienst der israelitischen ReligionSgeselllchast. Sabbathfeier am 5. März. Freitag Abend 5" Uhr, Samstaa Vormittag 8“ Uhr Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 660 Uhr. Nachmittag 2" Uhr Schrifterttürnng Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 6" Uhr, Abends 6 Uhr. Verkehr, Canb« V-U-wirthschaft» St«b»rg, 3. März. Fruchtmsrkt. Roth er Wer,« JL 17,53, weißer Weizen JL 00.00, Korn JL 1143, Gerste JC 11.08, Hafer JL 7.23. Neneste Nachrichten. Depeschen deS Bureau ^Herold". Berlin, 3. März. Die freisinnige BolkSpartet beschloß am Dienstag Abend in der mit der deutschen BolkS- partei gemeinsam abgehaltenen FractionSfitzung, demnächst einen Paragraphen zu beantragen, der die Deckung der Mehrkosten ans einer Reichsvermögenssteuer ermöglichen soll, falls die bestehenden Steuern im Reiche dazu nicht auSreichen. Diese Vermögenssteuer solle ein Halbes pro Mille betragen und von Vermögen von 100,000 Mk. an aufwärts erhoben werden. Berlin. 3 März. Der AuSstand der Schuhmacher erstrecke fich jetzt auf 20 Betriebe mit Über 280 Arbeitern, doch werden im Laufe der nächsten Tage zweifellos noch weitere Ringfabriken vom Strike betroffen werden. Berlin, 3. März. Dem „K.einen Journal" wird aus Paris telegraphier: Die Kundgebung der Advokaten zu Ehren des GeueralftabeS ist mißglückt. Von tausend Rechtsanwälten unterzeichneten nur 300 die Adresse. Die Gaulois-Meldung, daß Zola keinen Advokaten zur Vertretung seiner Nichtigkeitsbeschwerde gefunden habe, ist unzutreffend. Guter Quelle zufolge wird hie Veröffentlichung deS Briefwechsels Esterhazys mit dem auswärtigen Mllttäc-Attachö in London erfolgen. Wien, 3. März. Nach dem „Neuen Wiener Tageblatt" ist das Befinden der Kronprinzefftn-Wittwe Stephanie ein ungünstiges und gibt zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Die Nahrungsaufnahme ist gering unb bie Stimmung ber Kranken sehr niedergtbrücki, waS ben Zustand wesentlich verschlimmert. Wien, 3 März. Die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung deS ReichsratheS find beendet. Der Kaiser trifft morgen früh wieder hier ein. Unmittelbar darauf wird die neue Sprachen Verordnung erlassen, sowie die Einberufung be« ReichSrathes erfolgen. Die Deutschen werden sofort nach Conftitutrung des Hauses einen DrtnglichkeitSantrag auf ge etzliche Regelung der Sprachensrage tn Oesterreich einbringen. Ein Theil der Rechten will den Dr. Ebenhoch von der katholischen Volkspartei zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses wählen. Die Polen agitiren aber nach wie vor für den ehemaligen Minister Bielinsk'. Budapest, 3. März. Der Minister deS Innern ließ neuerdings an alle Provinzbehörden eine Verfügung, wonach gegen die Wander-Agitatoren, welche ungeschwächt ihre AufhetzungSrhätigkeit fortsetzen und dadurch die Unterdrückung der aqrar socialistischen Bauern-Bewegung erschweren, mit äußerster (©ttenpe borgeaangen werbe" soll. und chron. Leidenden zur Notiz, daß meine Kur IMauch d. Jahr vom 1. Avril bis 1. October in 1101 lUÜUll Auerbach, Hessen, ftattfinbet — Näheres im Grattsprospect. [2133] I>r. Borcherdt. |BehördlicheAnzeigen Telephon 119. Marktstraße 4. Prompter Versandt «ach avSwärtS. Schellfische 2241 beb. unter Preis. treffen heute ein bei 581 2234 Telephon 119. Marktstraße 4. Uernniethungen GnlpfMungen Da» Stadtbauamt. Schmandt. A. & G. Wallenfels. Marktplatz 21. — Fernsprech Nr. 46. Verdingung. Die Maurer-, Zimmerer- u. Dachdeckerarbeiten zur Herstellung eines provisorischen Krau- keustalles im Hof der Neumühle sollen Samstag den 12. d. Mts., Borm. UV, Uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, 2. März 1898. Jos. Mark, Kchulstr. 5, Wäsche-Aussteuergeschäft. Schellfische Eablia«, Zander, Hechte, Schollen rc. eingetroffen bei 735 J. M. Schulhof, Grüne Häringe (feinster Backfisch), per W. 15 Pfg., empfiehlt 1670 J- M. Schulhof, Fst. sastreiche Mess.-Orangen frisch eingetroffen bei 2236 L. Kalkhof- Sch Franks. Würstchen la. Sauerkraut, Sellerünsen nnd sonstige Hnlsenftnchte in besten Qualitäten empfiehlt billigst 2226 Ohr. Wallenfels, Marktplatz 17. Zurückgesetzt trüb gewordene, feinere Damenhemden » SchlchthMS. Freibank. 2063 Heute und morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. Schweinksseilch nicht ladenrein, per Pfd. 56 Pfg. Schkllsifcht unb 3anber jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag frisch zu haben. 2224 Liefenweg 4, Ecke Bahnhofstr. 2227] Wohnung im 2. 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