ohne dieses find keine durchgreifenden Reformen vorzunehmen. Aber Geld ist beim Sultan ein sehr rarer Artikel, jetzt — nach den Aufwendungen und Anstrengungen de» letzten Krieges — erst recht rar. Vielleicht bringen die bevorstehenden Ereignisse eine endgiltige Entscheidung über daS Schicksal der Türkei und über dasjenige deS „kranken Mannes". (xx) Deutsches Aeich. Darmstadt. 2. Februar. Ihre Königlichen Hoheiten der Grohherzog und die Großerzogin wohnten, wie der „Darmst. Ztg." auf Berlin berichtet wird, gestern Abend der Defilter-Lour bei Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin im Ritterfaale des Schlosses bei. — Ihre König!. Hoheit die Großherzogin empfingen im Laufe des gest- rigen Tages Frau v. Lucke, geb. West, und Freifrau v. Leonhardt, geb. Frettu v. Hehl. — Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin werden Samstag den 5. Februar, Nachmittags 5 Uhr 8 Mtv. von Berlin wieder hier eiatreffev. Berlin, 2. Februar. Der 'Kaiser besuchte nach der gestrigen Frühstückstafel den hiesigen englischen Botschafter. Berlin, 2. Februar. In unterrichteten Kreisen wird es als ausgeschlossen betrachtet, daß die Berathuug der Marine- Vorlag e in der nächsten Woche in der Budget Commission de» Reichstages beginnen werde. Berlin, 2. Februar. Im Reichstage hat der Abgeordnete Singer seinen Antrag bezüglich der Unterbeamtea der Post-Verwaltung, der in der Budget-Comm'ffio« abgelehnt worden war, zur zweiten Berathuug des Postetats wieder eingebracht. Berlin, 2. Februar. Generalmajor Ltebert beabsichtigte, Anfang Januar eine Juspectionsreise nach dem Kilimandscharo zu unternehmen, um diese» Gebiet im Hinblick auf Wirth- schaftliche Unternehmungen genauer zu untersuchen. Berlin, 2. Februar. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist, wie die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet, von seiner leichte« Erkältung wieder hergestellt. Berlin, 2. Februar. Gegevübetntt Pa. Kernseife, rnüt ftusÄm gehalt von 62 W BUtd be'.gemengt find, un r reelle Werth (tat mttitii 2s Psg. von eien auf 12 Psg. und i Seifen vor einem ^tila .du, aus dieser Geschäfts en. . rräaen, ob et in dem 4 w bekaunteo, reelle, •• .-non ter Qualität-» 12« lr. Sauer terieM inds 8 ör. .heroben Bucti^M __________—" noerein. Mgliedrr, ® -ds « Uh-, ■r intf- cnt »el*1 - . w h« Ooe*«^ 1808 Nr 29 Zweites Blatt. Freitag den 4. Februar Grscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamilieuvlätter »erden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger AezugspreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu. Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den felgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Keneral-Aiyeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen bei In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- unb Jln^ciaeMaH für ben Kreis <6iefzen. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstrage Nr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kieffer». Fernsprecher Nr. 51. Amtliche«« Toeit Gießen, den 31. Januar 1898. Betr.: Die Einfuhr von Rindvieh. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflaoe vom 30. November 1895 (Änzeigeblatt Nr. 284 von 1895) und vom 13. Januar l. I. (Anzeigeblatt Nr. 13) noch nicht ent. sprochen haben, werden hierdurch an Erledigung derselben erinnert. v. Gagern.___________________ Aus dem Reiche des Padischah. Wenn man sich in die Lage de« Sultans versetzt, so ■ kann der Herrscher aller Gläubigen Einem wirklich leid thnn, denn er kommt auS den schwierigen Lagen gar nicht heraus. Bet den FctedenSverhandlungen mit Griechenland — oder, richtiger gesagt, mit den Vertretern der europäischen Groß- ff dächte — hat er unendlich viel Selbstverleugnung beweisen i müssen, und vom Erfolg deS Steges ist ihm fast Nicht» ße« i blieben. Dte Grenzregulirung in Thessalien ist nicht wett | her und die KrirgSkostenemschädigung, welche Griechenland r zahlt, wird jedenfalls nicht hinreichend sein, alle von der Türkei gemachten Aufwendungen zu decken. Anscheinend wollen die MoSltmS jetzt daS, waS sie auf dem Vertrags- f wege nicht erreichen konnten, auf eigene Faust in Thessalien c holen, denn von dort kommen Meldungen, daß die türkischen I Truppen Eontributionen Über Ortschaften in der neutralen I Zone verhängen und dabei mit der griechischen Bevölkerung | hart zusammengeraihen, Plünderungen begehen und MassacreS I verüben. Daß dies nicht ungeahndet bleiben kann und zu l neuen „Schritten" der Großmächte gegen die Türkei führen - wird, ist selbstverständlich. Mehrere Jahre galt der Sultan als ein Schützling de» Lzaren, was wohl hauptsächlich deßhalb der Fall war, um allzu stark hervorgelrerenen Begehrlichkeiten Englands am Goldenen Horn wirksam entgegenzutreten. Zum Schaden der so nothwendigen Reformen im Osmanenreiche hat diese Rolle Rußland» lange genug bestanden, und es kann nur mit Genug- thuvng begrüßt werden, wenn der Czar jetzt dem Sultan dte Zähne zeigt. So soll er seinen festen Entschluß zu er- i Feuilleton. Herrn Piepers Mondsucht. Humoreske von S. Halm. (Schluß.) Drei Nächte hindurch that sie kein Auge zu und bewachte I tea Schlaf ihres Gatten, doch der ließ nicht» zu wünschen übrig, trotzdem gab sie ihrem Verdacht noch nicht den Ab- schied. In der vierten Nacht schlief sie ein, dte Natur heischte ihr Recht, doch Mißtrauen und Argwohn wachten ihren sonst so festen Schlaf zu einem sehr leichten. So kam i efl, daß sie kurz nach Mitternacht erwachte. Ein Geräusch mnhte sie in ihrem Schlummer gestört haben. Sie hörte jetzt zwar nicht-, dafür aber sah sie die Thür sich bewegen, al» wenn sie vor? außen sehr behutsam ins Schloß gedrückt werde. Sofort saß sie aufrecht tm Bett, ihr Blick streifte da» Bett ihres Mannes--leer. „Daß Du dte Motten kriegst," murmelte sie, und dann: „Na warte, Jottlieb, ick werde Dir lehren, den Mondsüchtigen zu fchpielenl" Mit einem Satz war sie au» den Federn und warf sich den Morgenrock über. Geräuschlos schlich sie zur Thür und horchte- ihr war«, als ob dte Etagenthür aufgeschlossen würde. Einen Augenblick wartete sie, dann schlüpfte sie hinaus. Die Entreethür war nur angelehnt. Sie öffnete und trat tn» Treppenhaus hinaus. Sie hörte die Treppe unter sich knarren. Le,e schlich sie ans Geländer und versuchte etwa» zu erspähen. Da quiekte eine Thür. „Hab ick» mir doch jedacht," murmelte dte Rentiere wüthend. „Schleicht er sich durch die Hinterthür in den Keller. Na, ick werde Dir krtejen, Jottlieb. Det also wäre Deene Mondsucht! Ntch jenug, dat der Olle den halben Dag in dte Schnapsbudicken verbringt, nu jetzt er jar noch In die Nacht uffS Sausen auS und dat jerade bei die Jröbern, die doch meene Dodfeindin iS! Nu lacht sich det Weibsbild kennen gegeben haben, neue Niedermetzelungen in Armenien nicht mehr zu dulden. Und in der Frage de» kretenfischen Gouverneurs scheint der Czar auf seinem Willen zu bestehen, den Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta zu machen. Mag nun den russischen Selbstherrscher die Elkenntniß letten, daß Prinz Georg von Griechenland wirklich dte geeignetste Persönlichkeit für jenen Posten ist, oder mag er von den dem griechischen KönigShause verwandten Höfen beeinflußt worden sein, dem Sultan wird nicht» weiter übrig bleiben, al» sich dem russischen Verlangen zu fügen, insbesondere da in diesem Falle auch England an der Seite Rußland» marschirt, um dem Enkel der Königin Victoria zu einer anständigen Versorgung zu verhelfen, und die übrigen Großmächte viel zu wenig Interesse an der kretenfischen Angelegenheit haben, um deßwegen da« europäische Concert tu Frage zu stellen. Der Sultan wird also wohl oder Übel in den sauren Apfel beißen müssen, WaS ihm vielleicht weniger Mißbehagen verursachen würde, wenn e» nicht wahrscheinlich wäre, daß ihm seine lieben Unterthanen die Hölle heiß machen und die kleinen Balkanstaaten „Compensationen" für die Griechenland gewährte Gunst verlangen werden. Wir haben unS über den letzteren Umstand erst vor Kurzem ausführlicher ausgelassen, sodaß eS erübrigt, heute näher darauf etnzu- gehen, aber alle Merkmale sprechen dafür, daß fich auf der Balkanhalbtnsel gewisse Dinge vorbereiten, welche eine neue Gefahr für den europäischen Frieden zu werden geeignet find. Serbien intriguirt gegen Bulgarien- diese- würde neidisch sein, wenn Griechenland mit der Ernennung seine- Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta irgend welche Aussichten oder Vortheile erringen sollte, und Rumänien befindet sich au» kirchenpolitischen Gründen In einem gespannten Verhält- niß zur Psorte. Nur Montenegro ist noch anscheinend un» betheiligt, aber auch diese- Land würde sich, ebenso wie dte übrigen eben genannten, auf die Türkei stürzen, wenn diese Griechenland irgend welche Vorttzeile gewährt, fie alle würden Compensattonen verlangen und gar zu gerne wettere Ge- bictSthetle der Türket an fich reißen. Man steht auS dem Vorstehenden, daß die Sorgen des Sultans nicht gering find. Dabet bessern fich die finanziellen Verhältnisse der Türket nicht etwa, fie werden im Gegentheil immer mißlicher, weßhalb gar keine Ausfichten vorhanden find, daß jemals culturelle Aufgaben eine Förderung er- fahren werden. Dte Großmächte haben gut reden mit ihren Reformen- dte Reorganifatton der Verwaltung kostet Geld, in» Fäustchen un meen Oller versaoft feen Jeld bet fie, na wartet, der werd ick Euch jedenken!" Vorsichtig fchltch sie dte dunkle Treppe hinab. „Jott, da bricht man sich noch um det olle Karnickel det Jenick!" schimpfte sie dabei. Endlich war sie unten angelangt. Sie schlich an die ihr wohlbekannte Thür, doch die gab nicht nach, also war fie von innen abgeschlossen und blieb nur im Etnverständntß zwischen Pieper und der Budiker- wittwe bi» zu des Ersteren Kommen offen. „Jottlieb," zeterte die Pieper, „wrllste wohl jleich uff« machen. Ick kenn Dir jetzt!" Von drinnen vernahm man jetzt Stimmen, einzelne Ruse, unterdrücktes Lachen. „Jottlieb!" schrie die Pieper. Da öffnete fich die Thür und eine vierschrötige Weibsperson, die Budikerwittwe, zeigt fich den Blicken der Draußen- stehenden. „Madame Piepern, wie komme ick denn zu die Ehre!" höhnte die Wittwe. „Bon Sie olle Jistrübe will ick jar nischt! Sie find mir janz schnuppe," geiferte die Rentiere, „meenen jott- verlassenen Jatt-n will ick, verstehen Sie mir?" „Ne tote rührend!" spöttelte die andere. „Ick hätte Ihnen jar nich so ville JesühlSduselei zujetraut, Frau Rentiere, doch kommen Sie man immer rin, wenn Ihr Kopfputz Sie «ich genirrn dhut!" Dabei deutete fie grinsend auf das von einer Nachtmütze geklönte Haupt ihrer Feindin. Die Pieper fuhr fich erschreckt an den Kops. „Jotte nee!" murmelte fie dabei- die herbeidrängenden Gäste aber lachten. Da erspähte die Rentiere zwar nicht ihren Gatten, wohl aber ihren ehemaligen Miether Müller. „Sie ooch?" fragte sie lakonisch- Herr Müller machte ihr eine Verbeugung. „Soll ick Ihnen Ihren mondsüchtigen Jatten holen, Frau Rentiere?" „ Die schäumte vor Wuth. „Sie — Sie oller-- tretet von Städten, des Handels- und Gewerbestande- und Letter von kaufmännischen UnterrichtSavstalten, um über Verbesserungen de- kaufmänutscheuUuterrichtS- wesens zu berathen. Die Minister der Finanzen und der geistlichen Angelegenheiten waren durch Commiffare vertreten. Der Handelsmintster eröffnete die Berathuugeu durch eine längere Ausführung, in welcher er besonders hervorhob, daß der großartigen Entwicklung unserer Handelsverhältniffe und unserer HaudelSbeziehongeu, wie sie in den letzten Jahren nach den entferutesteu Ländern eingrtreten sei, und dem gesteigerten Bedürfniß nach einer erweiterten Vertretung des HandelSftandeS im öffentlichen Leben die derzeitige Lage de» Kaufmännischen UnterrichtSwes nl nicht mehr entspreche, und daß er sich deshalb dringend empfehle, zu erwägen, nach welchen Richtungen hin Wandel geschaffen werden müsse. Die Unterlage der nun folgenden Verhandlungen bildete eine eingehende Tagesordnung, welche zwischen Fortbildungsschulen, Handelsschulen, höheren Handelsschulen und HaudelShoch- schulen unterschied- die heutige Verhandlung beschränkte sich aus die Einrichtung derkaufmänuischenFortbildungs- schulen und führte zu folgenden Ergebnissen: Kaufmännische Fortbildungsschulen müssen in allen Städten errichtet werden, welche das für drei aufstetgeude Klassen mit je 25 Schülern nöthige Material besitzen. Trager dieser Schulen können Gemeinden, Handelskammern und freie kaufmännische Bereinigungen sein. Die Schulvorstände müssen aus diesen ver- schiedenen Elementen gebildet und mit weitgehendsten Befug- niflen zur Verwaltung der Schule auSgestattet sein. Die Stundenpläne dürfen nur so viel Lehrfächer enthalten, daß jedes derselben gründlich gelehrt werden kann. Obligatorischer Unterricht ist anzustreben, aber erst durchzuführeu, wenn die dazu nöthigeu Räume, Lehrkräfte und Geldmittel gesichert find. Jedenfalls hat fich der obligatorische Unterricht auf die uäthigsten Lehrfächer, also Deutsch, Rechnen, kaufmännische Buchführung und Haudelsgeographte, zu beschränken- alle weiteren Unterrichtsgegeostände müssen freiwillig sein. Die Unterrichtszeit ist möglichst in die Tagesstunden zu legen. Die Beaufsichtigung der Schulen hat durch den Schulvorstand, die Handelskammern und aozu- stellende Gewerbefchultvfpectoreu zu erfolgen. Soweit das Lehrpersonal nicht im Hauptamt angestellt werden kann, ist dasselbe durch Feriencurse und Seminare fortzubtlden. Die Aufbringung der SchulunterhaltungSkofteu hat in gleicher Weise wie bei den gewerblichen Fortbildungsschulen zu er- sclgen. Köln, 2. Februar. Nun hat die Staatsanwaltschaft «och ein weiteres Strafverfahren gegen den Crtmiual Schutzmann Kiefer etngelettet und zwar infolge eines Briefes, den ein als Zeugin im verflossenen Kiefer-Prozeß vernommenes Fräulein Hartmann aus Jülich kürzlich an die Staats- anwaltfchaft richtete. Jene Dame wurde durch Kiefer, sowie einen Collegeu desselben irrthümlich als Dirne verhaftet und während einer Nacht festgehalten. In jenem Briefe macht die Dame überaus gravtrende Angaben über die Behandlung, welche ihr in der Nacht auf der Wache zu Thetl wurde. Die Untersuchung wird eifrigst betrieben und dürfte wiederum zu einem Aufsehen erregenden Prozeß führen. Düsseldorf, 2. Februar. Ein hiesiger Obst-Importeur Hertz hat sich gestern an den Cousul der vereinigten Staaten dahier gewandt, da auf telegraphische Ordre von Berlin die Einfuhr von getrocknetem wie auch frischem amerikanischen Obst fistirt worden ist. Die Schiffe von Hertz, aus Antwerpen kommend, wurden in Emmerich augehalten uad mußten alle Frachtgüter dieser Art auSgeladeu werden. Der Consul wandle sich sofort an die amerikanische Gesandtschaft in Berlin und unterbreitete ihr diesen Vorfall. Hertz sagt, daß seine Waareu meistens aus frischen Aepfeln und cali- fornischem getrocknetem und gedünstetem Obste bestehen. Er ist Agent hervorragender Exporteure, welche nur im Großen verkaufen. ES war ihm vorher von diesen Verfügungen keine «enntniß gegeben worden. Die Waaren, welche meist ver- derblicher Natur find, dürften durch dieses Anhalten werth- los werden. Ausland. Loudon, 2. Februar. In Regierungskreisen wird ver- fiche.t, daß zwischen Rußland und England in allen oftafia- tischen und orientalischen Fragen ein völliges Einver- nehmen erzielt worden sei. . £oc*U* unb provinziellem Sieten, den 3. Februar. • • Schuldienst - Nachrichten. Am 5. Januar wurde dem Schulverwalter Conrad Kalb Henn zu Ebersheim, Kreis Mainz, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSptranten Fried- rtch Neeb aus Brauerschwend eine Lehrerftelle an der Ge- meideschule zu Köddingen, KreiS Schotten, übertragen. Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Königstädten, KreiS Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienft verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rebbach, KreiS Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangltschen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde schule zu Pfungstadt, KreiS Darmstadt, mit einem nach dem Dienstalter fich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 bi- 1400 Mk. Dem betreffenden Lehrer kann ein Thetl des Organistendienstes übertragen werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pss fl'gheim, KreiS Worm», mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900 bis 1200 Mk. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel, Kr. Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 1300 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Horrweiler, KreiS Bingen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evaugel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Mörfelden, KreiS Groß-Gerau, mit einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen Gehalte von 1000 bis 1300 Mk. Erne mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu HeideSheim, KreiS Bingen, mit einem nach dem Dienstalter fich bemessenden jährlichen Gehalt von 1000 bis 1500 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Kölzenhain, KreiS Schotten, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendienst verbunden. • * Landesbrandkasse. Nach den Ergebnissen der Verwaltung der Brandversicherungskasse oom Jahre 1895 belaufen sich die Einnahmen auf 2583254.10 Mk. und die Ausgaben auf 1 170 675.38 Mk. An Brandschäden und AbschätzungSkosteu wurden 975 014.40 Mk. vergütet, wovon der größte Thetl mit 373 678.84 Mk. ans die Provinz Starkenburg entfällt. Hiervon gelangte der größte Autheil auf die Stadt Offenbach mit 70972.75 Mk. Auf die Provinz Rheinhessen entfallen 816191.20 Mk. und auf die Provinz Oberhessrn 285144.36 Mk. * * Zum unlauteren Wettbewerb. Eine für den gesammten Kaufmann-- und Handwerkerstand sehr wichtige Auslegung einer bestimmten Art des „unlauteren Wettbewerbs^, daß Abwendtgmacheu von Kunden durch unwahre Angaben, hat vor Kurzem das Reichsgericht gelegentlich der Aburthki- lung eines solchen Falles gegeben. ES hat nämlich daS Heranziehen von Kunden durch unwahre Angaben zum Schaden von Coucurrenzfirmen als Betrug im Sinne des Strafgesetzbuchs bezeichnet und in seiner Entscheidung erklärt: „Ein unbefugter Eingriff in den VerwögenSstand der betreffenden Firma findet statt, wenn man mittelst Täuschung deren Kundenstand abwendig zu machen sucht." Bedeutsam ist hierbei der besondere Anspruch, daß der Nachweis eines zweifellosen Schaden- nicht erforderlich ist, sondern daß auch der fragliche Nutzen, welcher der Firma entgangen ist, unter Umständen aber ihr geworden wäre, geltend gemacht werden kann. • * Steuerstatistik aus Hessen. Nach einer soeben veröffentlichten Urberficht der für das Jahr 1896/97 anS- gefchlageven und zur Erhebung Überwiesenen directen Steuern wurden im Großherzogthum vereinnahmt: Einkommensteuer 5491266 Mk., Gewerbesteuer 1048930 Mk., Grundsteuer 3158 450 Mk., Capitalrentensteuer 451490 Mk. Gesammtsumwe der Steuern 10 150136 Mk. Nach Provinzen geordnet weist die Statistik folgendes Ergebniß auf: Einkommensteuer Gewerbesteuer Starkenburg Mk. 2189 200 393411 Oberhessen Mk. 932190 158 606 Rheinhessen Mk. 2369 876 496 913 Grundsteuer 1097 920 892723 1 167807 Capitalrentensteuer 194700 81257 175533 Gesammtsumme 3875211 2064776 4 210129 Don den Grundsteuern entfielen auf Cameraldomänen 69229 Mk, Forstdomänen 55 831 Mk., sonstige Besitzungen unter staatlicher Verwaltung 5100 Mk., BesoldungSobjecte der Pfarreien und Schulen 33 105 Mk. Bon Privaten und Korporationen wurden 5 443426 Mk. Einkommensteuer, 1047 376 Mk. Gewerbesteuer, 2894102 Mk. Grundsteuer und 446 631 Mk. Capitalrentensteuer bezahlt. Mitglieder des Großh. Hauses und Standerherren bezahlten 47840Mk. Einkommen-, 948 Mk Gewerbe- und 101083 Mk. Grundsteuer. Capitalrentensteuer von StandeSherren erbracht erzielten nur 4849 Mk. • • Für da» Kyffhüuferdeukmal find immer noch 254,0 00 Mk. aufzubrtngen. Der Vorstand deS Deutschen Kriegerbundes bittet dafür zu sorgen, daß die Ehrenpfl cht der deutschen Krieger erfüllt wird. Bald kehrt der Todestag sowie der Geburtstag unseres großen Kaisers wieder- für die Kriegervereine eine besondere Mahnung, auch an daS Kyffhäuserdenkmal zu denken. • * Amerikanische Schinken. Der Obermeister der Kölner Fleischer-Innung hat in Bezug auf amerikanische Schinken laut „Allg. Fleischer-Ztg." folgende Bekanntmachung erlassen: „ES find in Köln amerikanische Schinken, die zur Conser- virung mit Borsäure bestrichen waren, in Handel gebracht. Obgleich fie vor dem Verkaufe sorgfältig abgewaschen waren, war nach dem Ergebnisse der chemischen Untersuchung daS Fleisch sehr stark mit Borsäure durchsetzt und am Knochen hatten fich Borcrhftalle gebildet. Die Borsäure ist aber nach der auf Grund Gutachtens Sachverständiger erfolgten Feststellung der Strafkammer in Köln ein Gift, das geeignet ist, die menschliche Gesundheit zu schädigen. DaS Feilhalten und der Verkauf von Fleisch, damit Borsäure conservirt ist, ist daher unzulässig, und eS wird bei Zuwiderhandlungen auf Grund des Reichsgefetze- vom 14. Mai 1879, bett, den Verkehr mit Nahrung», mittete rc., strafrechtlich vorgegangen werden." * • Zn Amerika verstorbene Hessen. Ja Paterson, N. Y: Christian Mennel, 64 Jahre alt, aus Auerbach. In Newyork: Christian Stein, 44 Jahre alt, au- Hrffen- Darmstadt. In New-OrleanS, La.: Simon HernSheim aus Heffen-Darmstadt. An» Oberhessrn, 2. Februar. Zur ReichStagSwahl wird der „Franks. Ztg." geschrieben: Auch in Hessen zeigt fich, wie in der Pfalz, ein Pactireu der Nationallibe- taten mit dem Bunde der Landwirthe. So haben fich beide Parteien im 3. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen (Lauterbach, Alsfeld und Schotten) zusammengefunden. AIS Candidaten find Oeconom Schade in Altenburg bei Alsfeld und KreiSrath Brann in Lauterbach vorgeschlagen. k. Hirzenhain, 30. Januar. Der hiesige Krieger- und Militärverein veranstaltete gestern Abend im Stolberger Hof zur Feier des Geburtstage» des Kaisers eine Festlichkeit, bestehend in theatralischen Aufführungen und Vorträgen, die fich eines recht zahlreichen BeiucheS erfreute. Der Ehrenpräsident und erste Vorsitzende des Vereins, Herr Korn- dötfer, hielt die In einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät endende Festrede, in welcher er auch der Flottenvorlage Erwähnung gab. Es müsse, fo führte Redner auS, daS Bestreben eines jeden mit feinem Vaterlande Wohldenken- den fein, auf die Bewilligung derselben nach seinen Kräften einzuwirken. Durch die Genehmigung der Vorlage würden der Industrie und somit rückwirkend auf jeden Erwerb neue Gebiete erschlossen, wodurch da- Product des Inlandes weiteren Absatz erhalte, daS Evangelium finde leichter Verbreitung und daS Ansehen des Vaterlandes würde gehoben. ES wickelten fich nun die für diesen Abend recht paffend gewählten Aufführungen, in welchen jeder der Mttwirkenden seine Ausgabe zur vollsten Zufriedenheit löste und deS Dankes, der in wiederholtem Applaus Ausdruck fand, nicht zu entbehren hatte, programmmäßig ab, und so kann die Feier al» eine nach jeder Richtung hin recht gelungene bezeichnet werden. □ Darmstadt, 2. Februar. Am SamStag ist durch die Intervention eines Bahnwärte S auf .bei Strecke Eberstadt- Darmstadt der Main-Neckar-Bahn eine Collision eine» Personenzuges und eines Güterzuges vermieden worden. -o- Alzey, 2. Februar. Letzten Sonntag tagten hier zwei wichtige Versammlungen. Die eine von der Arbeiterpartei einberufene und von dem LandtagSabgeord- neten Haas in Mainz geleitete Versammlung faßte eine Resolution, worin daS Stadtoerordneten-Colleg ersucht tolrb, die nöthigeu Vorarbeiten zu dem Zustandekommen eines Ge- Werbegerichts zu veranlaffen. Die andere Bürgerversammlung war von dem Bürgermeister Dr. Tutor einberuseu und bezweckte eine Vorberathung über die Bildung einer Handelskammer. Gegen dreihundert Interessenten waren anwesend, die einstimmig beschlossen, alsbald für die Errichtung einer Handelskammer mit dem Sitze zu Alzey hinzuwirken. — Leider find auch zwei Unglücksfälle zu verzeichnen. Ein voa feiner in Amerika weilenden Familie getrennt lebender Schuhmacher wurde Ende voriger Woche tobt in feinem Bette auf« gefunden und da der Verdacht eine- Selbstmordes vorlag, die Staatsanwaltschaft requirirt, doch soll Schlagfluß alt Todesursache festgestellt worden -sein. Ferner durcheilte am Sonntag Abend die Nachricht unsere Stadt, daß der, al» ein nüchterner und solider Mann bekannte Buchbinder Jung den Tod auf einem Schienengeleise nahe bei der Stadt gesucht habe. Derselbe hinterläßt eine sehr zahlreiche Familie. vermischte». • 8unter»hanfen, 1. Februar. Heute früh 5 Uhr entgleiste die Maschine eine» Güterzuges vor der Einfahrt in Gunter-Hausen. Die Entgleisung hatte eine bedeutende Verkehrsstörung zur Folge. Der Frankfurter Nachtzug ersi-hr eine zweistündige Verspätung. * Stellenlose Handlungsgehilfen. Einem kürzlich erschienenen Bericht des „Vereins für HandlungS-CommtS von 1858 (Kaufmännischer Verein) in Hamburg" entnehmen wir folgende Mittdeilungen: Beim Verein wurden int abgelaufenen Jahre 13856 offene Stellen gegen 11803 in 1896 zur Besetzung angemeldet. Besetzt wurden im Laufe deS letztverflossenea Jahres 5516 Stellen gegen 4840 in 1896. Al» Bewerber meldeten sich im letzten Jahre 16 208 Mitglieder an, gegen 15 044 in 1896. Hiervon waren 3115 stellenlos, gegen 3836 im Jahre vorher- also 16,22 pLt. in 1897, gegen 25,49 pCt. in 1896. Mithin war die Zahl der stellungslosen Bewerber im verflossenen Jahre erheblich geringer, al- im vorhergehenden. Ganz besonders betonen wir dabei, daß eS sich bei den stellenlosen Handlungsgehilfen nicht um ivlche in Deutschland und im AuSlanbe befindliche Mitglieder handelt, die während des ganzen Jahres ohne Beschäftigung waren, fonbem daß bie meisten biefer Bewerber nur kürzere Zeit, zuweilen sogar nur einige Tage stellungslos gewesen find. Ferner ist unter den Beschäftigungslosen eine nicht kleine Zahl von Mitgliedern enthalten, die erst im September vom Militär entlassen wurden und nicht sofort eine Stellung erhalten haben. So bedauerlich nun auch bie immerhin noch große Zahl der stellungslosen Handel-ange- stellten ist — namenthd) der älteren — so widerfinnig ist eS Angesichts deS Ergebnisses der Erhebungen bei unserer Stellenvermittelung, wenn von gegnerischer Seite noch jetzt in öffentlichen Versammlungen und Zeitungen die Behauptung aufgestellt wird, baß in Deutschland» Jahr an- Jahr em 12000 Handlungsgehilfen beschäftigungslos feien. • Dr. Hermann Bieder, Prioatbocent an ber Universität Münch en, hat in dem voa Professor HanS Buchner geleiteten hygienischen Institut Versuche über bie Wirkung ber Röntgenstrahlen auf Batterien angestellt, bie überraschend günstige Resultate ergeben haben. Der erste Versuch wurde von Dr. Bieder mit Cholerabazillen gemacht, und ergab, entgegen allen bisherigen Versuchen, den Erreger der Cholerr durch die Einwirkung von Röntgenstrahlen in feiner Eot- Wickelung zu beeinflussen, ein sehr günstiges Resultat. Bereit- entwickelte Choleracolouien, die 48 Min. den Röntgenstrahle ausgesetzt worden waren, zeigten einen bedingungslosen Stillstand im Wachsthum, trotzdem fie nach ihrer Bestrahlung nochmal- 24 Stunden in den Brutofen gebracht worden waren. Ebenso wurde die Entw ckelung der Tuberkelbazillen die den Röntgenstrahlen ausgesetzt worden waren, zum Stillstand gebracht. Die vorstehenden Untersuchungea ermutigen, so schließt Dr. Bieder seinen sehr interessanten Aufsatz, nt<16 bloß zu Thierversuchen, sondern auch zu weiteren klinische» Versuchen. * Die Deutsche» in der Türkei. Wie wir, so hat auch Jaffa in Syrien ein ganz abnorme» Winterwetter, allerdings in umgekehrter Richtung. ES schneite sogar eto* mal, waS seit 20 Jahren nicht mehr geschah- das Thermo« rneter steht manchmal Morgen- auf nur 2 Grad R. Wärme. fctnb » ‘a «<«!»« r l!”“’ SsSte r:Ks tlhun fi3s. ,.^’Unbei RUrt« Mrt*" 8et* M 5* J** itbtt 8t* * »h Ä'"b1' s'“ä fmb Z”’"1''' 16 h «■ . ^'°° W H nt £«Ä!Ä >Vt thu bon drr 2* **1«^ »S?? M| ,a6lt t,D' JjttinbtUmmen einil : «dm Sürgnvrrlsllll, kur- entor Merufu D{t_iieBilbung rittuhw trtfienten roattn cntteftnb, r6u ^itnng einer Ha» * ^tniBAMcn. - Leiber »d verzeichnen. Tin bo: getrennt Itbenbn u>tt in seine« Sette aus 4 stlbftaoibtl tiotlo^ tci soll SchkM alt j '- Fm»n bmchriltt ai "r Stabt, bah brr, all idmu Sllchbinber Iuij vahe bei der Stabe gt « »ehr zahlreiche Familie ter. Henn früh 6 llhr tob 3jtl vor ber Sieesahn li - *-ttt rät btbtnitnbt 8m rlirrtc Xatyjiq tififo > v Anm vtrziich tu iür tynblun^fcoctf n) in Ha«bvrg' ffi> en: Sera Verein Dni'.n itm Stellen gegen 11803 Seietzt «neben iv L-ui tellen gegen 4840 In 1896, Iqrtn Jahre 16208 Jht< hrnoon Baue 3115 rorhrr^ alsa 16,22 pSt. H. Mithin «ar bte Z-h! ikiflsßeven Jahre erhebt Aaaz beionberS btiom Qmloiro hanblnngtsehlilkl l i« Snilanbe befiablit! . ?tl ganzen JahreS M tit -e.sten bieser Severtt' CI tintge tage a SeschiftiznasSlalen M r enthalten, die erst» nttro «il * K , ifSaueillt -« “* 11 „lta,»l»la> P“bB!T _io i«*iiii Ä-*" .j Sotntt 8(l tle ötrfiiag M '4\ nt bU überrasche-' ■"Ä 8“lrt "t /SU 1““ ' 61111« Ä*** - M' Xi Jia 611’ 8fl< 1 j d* Die ersten Kartoffel», die man in Jaffa schon vor Weihnachten hat, fielen gut aus, wogegen die für daS erste Frühjahr gepflanzten bet dieser AuSnahmSwitterung erfroren find. Der Schnee brachte bei den Einwohnern verschiedene Wirkung hervor. Die auch Winters ohne Strümpfe gehenden Araber hoben die Beine wie Störche in die Höhe, es wag ihnen doch gar zu empfindlich kalt vorgekommen sein. Dagegen herrschte unter den deutschen Kind-rn, die zum ersten Mal den Erdboden mit dem ihnen nur aus Beschreibungen 6e- kannten Schnee bedeckt sahen, große Freude, und er ging an« Tchneeballwerfen unter Anleitung der Alten, die aber bald als Zielscheibe dienten. Die Freude dauerte nur zwei Stunden, aber eS war doch etwa« Außergewöhnliches. e Wie man in Kiao Tschau lebt. Dem Brief eines in Kiao-Tschau stationirten deut'chen Matrosen entnehmen die „Augsburger Neuesten Nachrichten" folgende Mirtheilungen: Unsere Lage in Kiao Tschau ist keineswegs so unerquicklich wie wir uns vorgestellt haben. Der Platz ist günstig gelegen, unsere Schiffe ankern gut, wir baden nicht weit anS Land und haben Arbeit in Hülle und Fülle, um in dem verwahrlosten Rattenueste nur einmal den größten Morast aufzuräumen. Wir find fast alle Tage am Land und haben mit den bezopften Söhnen des himmlischen Reiches unser größtes Gaudium. In ganzen Haufen umschwärmen sie uns, in seligem NichtSthun schwelgend. Gierig verfolgen sie jeden von uns verzehrten Brocken Zwieback bis zum Magen und machen köstliche Sprünge, wenn ihnen der Eine oder Andere Äon uns ein Stück gibt. Am lustigsten werden die gelben Gesellen, wenn wir ihnen eine leere Wein- oder Bierflasche zuwerfeu- es entsteht da jrde-mal eine regelrechte Balgerei. Wer die Flasche erhascht, füllt sie sofort mit Waffer, das er daun nach einigem Schütteln mit wahrem Wohlbehagen auS- trinkt. Ab und zu läßt er seine Freunde an der Flasche riechen, aber trinken, nein, ich glaube, nicht umS Leben. Wenn wir die Gesellschaft satt hohen, ober sie unS bet der Arbeit im Wege ist, brauchen wir den Leuten nur zu sagen, sie sollen helfen, da stehen sie auf und weichen zurück. Fängt dann gar noch unser Obermaat zu schimpfen an, dann nehmen die Chinesen ihre Zöpfe unter bett Arm anb die ganze Sippe rennt spornstreichs ihren Hütten zu. Da die Wenigsten von un» von bem chinesischen Kauderwelsch etwas verstehen, wird e» uns sehr schwer, uns mit den Zopfträgern zu verständigen. ES kommt auch deßhalb zu allerlei ergötzlichen Mißverstand- ntffen. So sollte dieser Tage einer der Uusrtgen ein paar Pfähle in den Boden schlagen und daran ein Seil befestigen zum Trockne» der Wäsche. Al» der Matrose die Pfähle abgesägt hatte, bedeutete er einem Chinesen durch Gesten, er solle ihm ein Beil zum Zuspitzen der Hölzer Herbetschaffen. Der Mann nickte verständnißvoll, ging und brachte einen Pinsel und einen halben Kübel voll — gelber Farbe. Wahrscheinlich hatte er gedacht, wir fingen jetzt an, die chinesischen Grenzpfähle aufzurtchten. Großen Respect haben wir den Iber alle Maßen verschmitzten Burschen mit einem ausgestellten Wegweiser eingejagt. Sie sehen da» Ding alle für einen Galgen an und machen lieber einen halbstündigen Umweg, damit sie nicht an dem verhangnißvollen Pfahl vorbeizugehen brauchen. Man fühlt sich auch manchmal ordentlich versucht, bem einen ober anberen der Chinesen mit einer Tracht Prügel heimzuleuchteu- benn nichts ist vor ihnen sicher,- brauchen "können sie einfach Alles. Löffel, Messer, Gabeln, SBoffer* 'kübel, Leberfett, Taschentücher re., Alles habenJfie uns schon gestohlen. * Zwei kostbare Liebesbriefe sollen in jüngster Zeit zwei reiche Bräute in London und Paris erhalten haben. Das eine Briefchen war das Meisterwerk, zwar nicht des glühenden Liebhabers, aber eines überaus kunstfertigen Londoner Goldarbeiters, der nahe ein halbes Jahr dazu gebraucht hatte, um das eigenartige Werk zur Zufriedenheit des verschwenderischen Auftraggebers anzusertigen. Die Stelle des gewöhnlichen Papiers vertrat eine zierliche, sehr dünne goldene Platte, deren Rand wie ein feines Spitzengewebe ausgearbeitet worden war. In der Mitte dieses Täfelchens prangte nur eine kurze, süße Botschaft in echter Diamanten^ fchrift. Die kostbarsten Buchstaben bestanden aus lauter kleinen Brillanten, deren Fassung unendliche Mühe und Sorgfalt erfordert haben mußte. Dieses reizende Briefchen, das in einem schöngeschnitzten Elfenbeinkästchen lag, kostete dem Absender nicht weniger als 700Lstr. (14 000 Mk.).— Nicht ganz so umständlich war die Herstellung eines noch viel werthvolleren Schreibens, das außerdem sehr für das Zartgefühl des Verfassers spricht. Der reich mit irdischen Gütern gesegnete Verlobte einer jungen Pariserin erfuhr von Geschäftsfreunden, daß der Vater seiner Braut sich in arger Geldverlegenheit befand. Da er nun seine Erklärung hatte für das seltsam gedrückte Wesen, das seine Liebste in letzter Zeit vergebens vor ihm zu verbergen suchte, füllte er schnell entschlossen einen Check über 25 000 Franken aus, klebte rund um den Rand des Werthpapiers vorsichtig einige gummirte Markenstreifen und schrieb auf diese die zärtlichsten Liebesworte. Dieses merkwürdige Schreiben schloß mit einer Bitte um Entschuldigung, daß er so absonderliches Briefpapier benützte, er hätte jedoch augenblicklich kein anderes zur Hand. Mit Thränen der Rührung und Erleichterung las die glückliche Braut das Schreiben, entfernte dann den für sie allein werthvollen Rand des Checks und übergab diesen selbst ihrem Vater, der nun sofort feinen Verbindlichkeiten nachkommen konnte. * Die älteste Zeitung der Welt ist der „Kln-Pan", der in der Hauptstadt Chinas erscheint und nahezu 1000 Jahre existirt. Mehr als vier Jahrhnnderte hindurch erscheint er (von 1361 an) wöchentlich, ehedem nur monatlich - seit 1800 aber wird er täglich ausgegeben. Jetzt liest man täglich drei Ausgaben: Morgens gelb, Mittag» weiß, Abends grau. Auf diese Weise ist es den Verkäufern unmöglich gemacht, eine übrige Morgenausgabe anstatt einer Abendausgabe an den Mann zu bringen. (Na, na!) * Warum nahmen wir Kiaotfchau? Diese Frage ent- scheidet in verblüffender Weise ein chinesisches Blatt, die „Pekinger Zeitung", die sich offenbar sehr über die Sache geärgert hat. Sie schreibt: „Donnerblitzen, Dudelsack (!). Deutschland hat Kiaotschan genommen, weil seine Bevölkerung sehr schnell wächst, und daher ist nicht mehr genügend Rohmaterial vorhanden für das Hauptnahrungsmittel der Deutschen, daS S—a—u—er—Kra—u—t. Schantnng selbst hat für die Deutschen keine Anziehungskraft, wohl aber ist der Schautung'Kohl ein vorzügliche» Gemüse, dem kein Deutscher widerstehen kann, da er mit Sauerkraut unvergleichlich ist. Deshalb hat Deutschland sich diese» Land des Kohls gesichert." Nun wissen wirs ganz genau! * Freudige Botschaft. Denk' Dir, lieber Mann, unser Fritzerl hat heute das erste Wort gesprochen. — Ei! Wieso? — Als ich ihm im Thiergarten den großen Pavian gezeigt hab', hat er plötzlich gelacht und ausgerufen: Papa! Literatur uub Aunst. — Wie ber „Frkf. Ztg." aus Dresden mttgetheilt wirb, hak Ernst Eckstein einen zweiten Schlaganfall erlitten. Sein Zustand gibt zu Besorgnissen Anlaß. — Bei der Handarbeits Ausstellung der „Wiener Mode" hat der deutsche Frauenfleiß einen großen Erfolg erzielt. Ungefähr ein Drittel der Preise ist nach Deutschland gegangen, und zwar au die Damen Marie Bialon in Berlin für eine Decke in Zopfstich und Klöppelarbeit, Klara Schäfer in Berlin für eine Decke in Häkelarbeit, Hermine Bartesch in Berlin für einen bemalten Lederstuhl, Minna Landien in Berlin für ein Aquarell, Elisabeth Ankermann in Berlin für einen Paravent, Klara Braune in Berlin für ein Kochrecept, Emmy Cohen in Hamburg für ein Aquarell, H. Rittmeyer in München für ein Aquarell, Marianne Rieppel in München für eine Palla, Frau Alfred Zimmermann in München für eine Reticellaspitze, Valesca v. Dalmata in Dresden-Altstadt für ein gemaltes Gobelin, Maria Anna Ziegler in Karlsruhe für einen Fächer, Bensheimer in Straßburg für ein Sachet, Helene Heyder in Vreden für eine Tischdecke in Häkelarbeit, Anna Hertel in Aschaffenburg für einen Wandbehang, Margot Freund in Ratibor für ein Wagendeckchen, Baronin v. Palm auf Schloß Meßbach bei Dörzbach (Württemberg) für eine Mappe in Brandmalerei, Frau Assessor L. Becker in Gießen für ein Tischchen in Brandmalerei, Helene Schüttle in Reutlingen für einen Fächer in Flachstich, Frauenarbeitsschule in Reutlingen für einen Uederzug und Herr Adolf Thomas in Berlin für diverse Gegenstände in boffirtem Zinn. — Das patriotische Gefühl im Herzen des Kindes zu wecken, dasselbe im Jüngling und Mann zu erstarken, durch die Frau und Mutter in der Familie wurzeln zu lassen, ist bekanntlich am Besten durch den Hinweis auf die deutsche G-schichte, das wackere, einheitliche Vorgehen der deutschen Fürsten in den Jahren 1870/71 zu erreichen. Wir empfehlen daher aufs Wärmste den Schulleitungen, Lehrern, Kriegervereins-Vorständen, jedem Familienvater überhaupt die Anschaffung von „DeS deutsche« Reich» regierende Fürste«^, ein Album, das fämmtliche 22 deutsche Regenten ber Gegenwart in hübscher Federzeichnung bietet. Für den billigen Preis von 1 Mk. liefert dasselbe jede Buchhandlung, Mangels einer solchen auch ber Verlag G. Freytag L Berndt in Leipzig und Wien VII/1, birect gegen Einsenbung des Betrages. Wöchentliche Ueberftcht der Todesfälle in Gieße«. 5. Woche. Vom 23. bis 29. Januar 1898. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 21,94, nach Abzug der Ortsfremden 10,97 o/m. Kinder ES storbm rr: Zusam»«: Erwachsene: im vom Zuckerharnruhr 1 (1) 1. Lebensjahr: 2. 1 (1) -15.30$ : Krebs 1 (1) 1 (1) — — Schlagfluß 1 1 — — Lungenentzündung 1 — — 1 Lungenbrand 1 1 — — Darmetnklemmung 1 (1) 1 (1) — — Syphilis 1 (1) 1 (1) — — Krämpfen 1 1 — Diphtherttls 1 (1) — 1 (1) — Lebensschwäche 1 — 1 — Summa: 10 (5) 6 (4) 3 (1) 1 Avm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. MESSMER Uk iu DF. Pffl. Beliebte Tbeemischungen höchster Kreise. Mk. 2.80 u. 3.50 pr. Pfd. vorzügl. Qual. Probepaok. 60 u. 80 Pt 180 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteustrahe Ä. ^r«gedot der «rdeittrehmerr 1 Krankenwärter, 1 Krankenpflegerin, 1 Glaser, 1 Polsterer bezw. Decorateur, 1 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Bau- und Möbel- schreiner, 1 Bauschreiner, 2 HerrschaflSkvtscher, 3 Fubrknechte, 4 Taglöhner, 1 Aushilfskellner, 1 K-llner, 1 jung-S Bürschchen für die NachmittagSftunden, 1 Taglöhner sür leichtere Arbeiten, 3 Bureaugehülfen, 2 Schreibgehülfen. Ma&ftoe* der Vrdeilgeder r 1 Drechsler. 1 Spengler, 1 tüchi. Glaser, $ Krankenwärter, 1 tücht. Küfer, 8 tücht- Maschinenschlosser, 2 tücht. Bauschlosser, 1 tücht Schmied, 1 Bauschreiner, 1 Lauffrau, 2 Hausburschen, 1 ält. Mann zum Liehfüttern, 3 Wäscherinnen für dauernde tägliche Arbeit, 1 Köchin, 1 Kinder- nädchen, 1 Hausmädchen, 1 AusbülfSschreiber, guter Rechner mit schöner Hand- schrist, 1 Schreibgehülfe (Anfänger).__ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Reinhardshaiu für's Rechnungsjahr 1898/99 ist vom 6. Februar an auf hiesigem Bürger- neistereibureau acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht offen gelegt. Reinhardshaiu, den 2. Februar 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Reinhardshaiu. ' Wagner. 1212 Nutz u. Brennholz-Berfteigerung in der Fürstlich Solmfischen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag den 14. Februar im District Langeberg bei Mühl- sachsen, von Vormittags 10 Uhr an: Fichtenbauholz: 170 Stück — 59,00 fm; Kiefernbauholz: 57 Stück — 23,18 fm; Fichtenstangen: 1569 Stück — 62,17 fm1 (Sparrenholz, Derbstangen und Reisstangen); Brennholz: 12 rm Knüppel (Fichten), 100 rm Stöcke (Fichten), 8 Hundert Wellen (Riefern); Erlen: 13 rm Knüppel, 200 Wellen. Dieses Erlenholz ist ius dem District Mühlwäldchen und wird nicht vorgezeigt. Die Zusammenkunft ist im District Langebetg auf dem chaussirten Weg von Mühlsachfen her. Dienstag den 15. Februar im District Meilbach, von Vormittags Qi/i Udr un: Buchen: 401 rm Scheiter (dabei 2 rm Werk« Heiter), 161 rm Knüppel, 173 rm Stöcke, 5420 Wellen Reisholz (dabei ia. 400 Forstwellen); Eichen: 6 rm Scheiter, 43 rm Knüppel, 69 rm 2töcke (dabei 2 rm Scheitbrocken), 1720 Wellen Reisholz; Weichholz: 2 rm Rundscheit, 4 rm Knüppel, 1960 Wellen Reisholz. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Lich—Hattenrod im District Meilbach (Gronauschlag). Lich, 2. Februar 1898. 205 Dr. Dieffeubach. Ueüanntnnrchung Verdingung von Fnhrlöhnen. Die Abfuhr des Kehrrichts im Rechnungsjahr 1898/99 nach den städtischen Wiesen im „Stolzenmorqen", am „Fürstenbrunnen", „Wallbrunnen" und in den „Torflöchern" soll Mittwoch, 9. Februar d. I., Vormittags 11 Vs Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Abfuhr umfaßt ca. 2000 cbm, die in 6 Loose getheilt sind. Die Bedingungen liegen während der Dienst- stunden bei uns zur Einsicht offen und sind Angebote auf vorgeschriebe- nein Formular spätestens bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 29. Januar 1898. Das Stadtbauamt: Schmandt. 1085 Versteigerungen Samstag, den 5.Februsr1898 RochmittaqS 2‘/i Uhr, j sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die I zum Nachlaß des Srufl Walleufel» in [ Gießen gehörigen Grundstücke: ' Flur 42 Nr. 63 — 1894 qm Acker die Spitzen neben dem Sanbfeld am Weg, Flur 42 Nr. 54 — 1919 qm Acker neben dem Sanbfeld auf dem Wartweg, Flur 42 Nr. 56 — 1612 qm Acker daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 31. Januar 1898. Großh. Ortsgericht Gießen. I I. A: Vogt. 1099 Holz-Versteigerung in der krchml. ©bcrfötflfrri Rabenau. Dienstag den 8. I. Mts., nach Zusammenkunft in der Eich- waldswiese am Kanal Vormittags 10 Uhr aus District Eichwald: Stämme: Eichen 1 Stück mit 28cmmittl. Durchmesser, 7 m Länge, Scheiter rm: Buchen 387 1. Kl., 3 2. Kl., Eichen 2, Knüppel rm: Buchen 63, Reisig rm: Buchen 646, Stöcke rm: Buchen 140. Nähere Auskunft ertheilt auf Verlangen Forstwart Leyerer II., Climbach. Papiermühle, den 1. Febr. 1898. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schwörer. 1201 Holzversteigerung. Donnerstag den 10. Febr. d. Js., Vormittags 10 Uhr anfangend. werden in hiesigen Gemeindewaldungen versteigert: 147 Eichenftämme von 3 bis 10 m lang und 20 bis 72 cm Durchmesser mit 88 fm, 6 rm Eichen-Schichtnutzholz, 9 Buchenstämme mit 6,23 fm, 88 Nadelholzftämme und -Stangen mit 10,79 fm. Bemerkt wird, daß unter dem Eichenstammholz sich mehrere schöne Schneidstämme befinden. Die Zusammenkunft ist im District 19a Sichert. Niederweidbach, den 2. Febr. 1898. Der Bürgermeister: Kloos. 1219 Holzversteigerung, firfll. Oberförstern Hohensolms. Donnerstag den 10. Febr. 1898, Vormittags 10 Uhr, Dtstrict Helsholz. Zusammenkunft am Eroaer Pfad bei den ,SolmserTannen^. Buchen: 20 rm Nutzscheite, 76 rm Brennholzscheite, 91 rm Prügel. 60 rm Stockholz, 2160 Wellen Reisig (3. Durchforstung), 750 Wellen (2. Durchforstung), 1010 Astwellen. Eichen: 8 rm Prügel, 260 Wellen. Erlen: 3 rm Prügel, 100 Wellen. Kiefern: 100 Wellen. 1207 Hohensolms, den 1. Febr. 1898. Fürstliche Oberförsterei. Holzversteigerung im Licher Stadtwald. Freitag den 11. Februar, Vormittags 9y3 Uhr beginnend, sollen im Ltcher Stadlwald, District Kronau, Lindenseif nnd Rehtränks- berg versteigert werden: 17 rm Buchen-Scheiter, 5 „ Eichen- „ 128,5 „ Eichen-Knüppel, 133 „ Kiefern- „ 24 „ Weichholz „ 4 „ Buchen-Stöcke, 130 „ Eichen- „ 170 Kiefern- „ 105 „ Fichten- „ 300 Buchen-Wellen, 7285 Eichen- „ 6850 Kiefern- und Weichholz-Wellen. Die Zusammenkunft ist auf der Steinbruchsschneise zwischen bem Reh- tränksberg und der Kronau bei der Abtriebstelle. Lich, den 2. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Lich. 1220 Heller. IMhertroto echt mit .....■. ....... t;ln den Apotheken V, und Drogerien. ! Tuben ä 40 u.8o Pf. nr JwMarkB Pfellrlng;z$8Si3l Marks,IuJIiIdK," In Dosen ä 10,20 u. 60 P) SchönhailamittBl k und zur &Klhiilgfiage. 3« Stfanoim iti bitt, bah die \ Öitjtn h »ndev. B-k kündig^ langen n ltchen Le Gießen a bifümman Gießen er Ionen. 1 üdjtn P lantenden zastellnd bett.: D Nach »Kd mit 9. Sepie der Stad bett.: 5 D° besonder! nchitt « dem 8n| langen t Gl! Vor tober I.; 6te Dir •ni 8tta »der Mi ihren e|fll behängt ( dun •hstchM Srnntzay «°schi5g ßeinriner 80 Mr. gen«!011 jRonwl ’M ln8. P Kl-) übe, 8bg. *Wc Hoi ®D9örai i di« g ?*> PI Hn. m, > * in $nt Siel mW«1 -Mbtntii® bttgtf Abonniren Sie auf Die Arbeitsstube Zeitschrift für leichte u. geschmackvolle Handarbeiten mit farbigen Originalmustern für Canevasstickerti, Application, Plattstich u. s w, sowie zahlreichen schwarten Vorlagen für Häkel., Filet', Filigran-, Klöppel--, Strick- und Stickarbeiten aller Art. 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MM" Gegen Einsendung von 20 Pfg. = 12 Är. = 25 Cmes — 3 d- in Briefmarken verschickt die Verlagsbuchhandlung von O de Liagre in Leipzig 2 Probehefte gratis. Gas-Cokes 1,20 Mk. 1,25 Mk. 1211 Koeniger. ver Buchen-Scheit, auch in Mengen u 773 n 23,53 fm, O. de Liagre, Verlagsbuchhandlung 1221 Was ist 1887 empfiehlt Friedrich Noll, Hosbäcker, MSusburg 12. Kaffee ! bto. 4 als Getier 0,31 31,72 14,11 // n Stadt Darmstadt o. 1891 Stadt WormS unk. d. 1901 rm n n 4 4 3 3 6 4 19 63 9 950 11 12 8,5 454 6 104 39 5720 55 4 160 143 Knüppel, -Stöcke, -Wellen, 87.10 108 6 21 85 979 39.60 101& 10U» 9975 1(N ST in hiesigen Gemeindewaldungen steigert werden als: Eichenstämme Eichenftangen Nadelstämme Nadelstangen -Knüppel, -Stöck?, -Wellen, mit // n n Mextcaner Monopol-Griech« vs» Sisenb. Rentenb. DbL Buderus DbL 103 95 98.(16 102 60 CCO.OO 102 90 Diese Firmen berechnen die gleiche« Preise sammt Anstlhr wie das Gaswerk und schicken dieselben unter 5 Gentner zu. 20 Franteu-Et. Engl. Sov«: eigntz Dollars w Gold Gießen, 29. October 1897. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Stück-Cokes........... • / • Nuß-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stuben- Heizung und für weite nnb enge Osruschächte passend zerkleinert: ,,, . Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte . . Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße Frische Schellfische und Cablia« von Mittwoch bis Freitag; jeden Mittwoch Abend: gesottene SÄell« fische, jeden Donnerstag gebackene Seefische 296 im „Nebstock", Mastanlage. Holzversteigerung. Moutag den 7. Februar, dcs Vormittags um 10 Uhr beginnend, sollen folgende Holzsortimente Pr»«t 31/! Deutsche RetÄSanl. 3 Prcuß. Eonsol«! 3*/, Gr. Hessische Obl. Prscon 41/l Oesterr. Silben ertte 4 Ung. Gold-Reute 3 Portugirsen Kreppeln (täglich frisch) eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, Jakob Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Gustav Nuppel, Schillerstraße 5, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Srennhch-Versteigerung in der GrWchev Vberförsterei Arvsb«rz. Mittwoch den 9. Februar werden aus den Diftricten Nußgarten, Feuerftätt, Kolnhäuferkopf, Hardt und Rasselkaute bei Trais Münzenberg versteigert: Scheiter: 16 rm Buchen, 2 rm Eichen. Prügel: 31 rm Buchen, 34 rm Eichen, 35 rm Nad l- und Weichholz, 14 rm Nadelholz, 3 m lg. (Bauholz). Stockholz: 6 rm Buchen, 17 rm Eichen. Stammreifer: 349 rm Buchen, 821 rm Eichen, 38 rm Nadelholz (Bohnenstangen). Aftreiser: 20 rm Buchen, 80 rm Eichen, 112 rm Nadelbolz. Das R'isholz aus District Hardt, sowie särnmtliches Holz aus District Rassklkaute wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Melchior zu Arnsburg. Zusanimiukunft 10 Uhr Vormittags im Dorfgiller Fußpfad am District Nußgarten. Arnsburg, den 2. Februar 1898. Gräfliche Oberförsterei. Eichen Scheit, „ -Knüppel, „ -Stöcke, „ -Wellen, Nadel-Scheit, Fascha ? Ein Metallputzmittel erster Klaffe, das den Vorzug besitzt, das Metall nicht anzugreifen. Jeder Versuch führt zu dauern, der Benützung. Zu haben in Dosen ä 10 und 20 Pfg. in den meisten Drogen-, Material- und Spezereigeschäften. Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. ®tbartion: k Echkyda. — Truck i:•» Certoq brr Brithl'schen UuivkrfirätS-BuL. und Stetnbrntferd (Pietsch A ScheYUa) ta Gieße«. Kriiutor-Theo, Russ. Knöterich (Polygon um avlc.) Ilt ein vorzeitliches Hausmittel bei allen Erkrankungen d. Luftwege. Dieses durch seine wirksamen Eigenschaften bekannte Kraut gedeiht In einzelnen Dlstricten Russlands, wo cs eine Höhe bis zu 1 Meter erreicht, nicht zu verwechseln mit dem In Deutschland wachsenden Knöterich. Wer daher an PhthlsU, I. uftröhren- (Bro lieh io!-) Katarrh Lungenspitzen-A tfectionen, Kehlkopf leiden, Asthma, A theninoth, Brustbeklemmung, Husten, Heiserkeit, Bluthusten etc. etc. leidet, namentlich aber derjenige, welcher d. Keim z. Lungenschwindsucht in sich vermutet, verlange u. bereite sich den Absud dieses Kräutorthees, welcher achtln Packet. A1 Mark b. Ernst Wehl.mnnn, Lie- b< »I.iirrn-IIMH. orhlltllch Ist. Brochurenm. ärztlich. Aeusserungen u. Attesten gratis. des Anthracit Für Anfuhr an das HauS werden 5 Pfennig für den Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zu Martini 1898 verwilligt. Ter Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Bergwald, oberhalb des Orts. Rödgen, am 1. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Jndertbal. 1208 Oesterr. StsatSbahn o 1886 93 10 4 Jtol. staaiegar. Etserto. VSchO 4 per Pfund 1,1.20,1.40,1.60 u. 1.80Mk., selbstgebrannt und von vorzüglicher Qualität, empfiehlt 965 Heb. Arnold II.,: Marktftraste 28. Geschäftsverkauf. Das von meinem verstorbenen Manne betriebene Kunst- und Möbelschreinerei'Geschäft ist ;u verkaufen mit Uebernahme des Inventars, Holzvorräthe rc. Einem tüchtigen Schreiner ist die seltene Gelegenheit geboten, ein altes Geschäft mit sehr guter Kundschaft billig w erwerben. 1179 Chr. Schopbach Wwe.__ A ll an kaufe nur nimaline-W ichse. Diese Wichse giebt mit einigen Bürstenstrichen einen tiefschwarzen, lackartigen Glanz und macht das Leder weich und wafferdicht. Zu haben i« alle« bessere« Geschäfte«. 942 Alleinige Fabrikanten Braun & Co., Friedberg (Hessen) Durch Stadtverordneten-Beschluß vom 30. September bezw. 28. Oc- tober d. I. wurden bte Preise unserer Gascokes bis auf Weiteres festgesetzt, sowie die Berkaufsweise eingerichtet, wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mk. Kreppet, Kasseckuchen und Gkbäck, Torten, Thee und Meingebäck empfiehlt in großer Auswabl.täglich fri'ch Ludwig Döll, Conditorei und C a f 6, __Marktstraße 32._______1016 Täglich frische 370 Kreppeln Wallthorstr. Coursberich, t Wfl J. Kurz & Co., Giessen, Kafthifstrch 63. Frankfurter Börse vom 2. Februar 1898 Centner berechnet. ,, Ä _ NB. Sofern das Verbri: gen der CokeS auf die betr. Lagerplätze (Kelltt, Stall rc) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies oh«» besondere Vergütung. Eine Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt nicht mehr. „ . r._ Der Verkauf unserer Gaseokes unter und bis einschließlich 5 Centner findet bis auf Weiteres tm Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten van über 5 Centner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen I Firmen ein Kleinverkauf unserer Gascokes unserer Gascokes ■ ■ ■ ■ In jeder beliebigen Behriftert und Kai lauerte - ui« Visitkarten 3»/, Frankftr.Hyp.Bk.unk.b.1906 100.00 3»/» Hambrgr. Hyp. Bk. mck. b. 19« S'/. Frtf.HyP.Lred.V. unk. b. 1906 99.8;'' 3«/, Preutz.Hvp.A.Bk.mck.b.lMb imtb.1906 102.60 3^/, Pomm. Hyp.». Bk. unk. b. 1906 100.0 y/, DeutscheGrdsch.B. unk.b. 1906 100.00 4 Frkf. Ldw.Lred^k.rmk.b. 1900 1014t» Eine blühende Topfrose in 8 Wochen aus Samen zu ziehen. Sehr interessante Cnltur im Zimmer. I Portion (10 Korn) postfrei gegen Einsendung von 50 Pfg. CulturanWeisung dabei. J. C. Schmidt, HofL, Erfurt Man lese darüber Seite 16 meinet Samen-Catalogs, der umsonst und postfrei zur Verfügung steht. Artet «eö ertzt »->» f0.00 00.00 16.18 20.37 Franz. Banknoten Oesterr. bto. —170 4JÄ) 4.16 Ämeric. 1 159 80 • «•Vit Ofttrr rves.'t Rt 9 1 Allen Lungenkranken können nicht dringend genug 410 FAY’s ächte Sodener Mineral-Pastillen gewonnen aus den Salzen der zur Kur gebrauchten berühmten Gemeinde Quellen Nr. 3 und 18 empfohlen werden. 3—5 Stück in heißer Milch aufgelöst und schluckweise warm getrunken, le stet bei den conoulsiotschen und qualvollen Huftenanfällen die besten Dienste. Die Schleimabsonderung wird durch die mineralischen Salze der Pastillen sehr begünstigt und dadurch dem Kranken wobl'huende Erleichterung geboten — Hu 85 Pfg. die Schachtel sind sie in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasierhandlungen zu haben. Hohenlohe’sctes Hafer-Mehl (ihnpfclilniiijcn