He 171 miethungen. in Dtnn. *tt. 14, Wt “*!' >»q h. Prtitin In rut lilfiftr». 1 6m meine« Hause-. Bceibi unb Salron u-bst timBer^iiqroiLSliri ■fü ~‘ ^I!s^ eti*f«i« r>d->g«l 1 Cctebrr z° |(l. j.crfioi«»«’ -?=Särw<'B.T '• •■■** "igigllLii- __d—7-T^HiDmer per r»ck.____ iS (y3--, L, »ff IpNl P> sy*£jL»_•* .^-aOeecT p e» ?ä,l toc*»L$5S ■saffisiL ,th-Gesu(Mj J. iük^7- .1 ipril oov DM? *?*T. 102 -- *Rl? &** •*2,1 e^.— Dienstag den 4 Januar Erstes Blatt 1808 Nr. 2 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gissten Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Acrugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Alle Nnzeigeu-Bermittlungsstellen deS In- und LuSlaadeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. »„ahme von Anzeigen ,u der Nachmittags für den (flgnrtrrr Lag erscheinenden Nummer bi» Norm. 10 Uhr. ch^chtink tügNch mit Ausnahme des Montags. •te Gießener -•NtltleuVtäUer werde« dem Anzeiger wdchavtlich viermal heigelegt. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schatstrahe Ar. 7. | Gratisbeilage: Gießener Fauiilienblätter. 2ltntlid?er Theil. doch durch unser Borgehen in'» Rollen gebracht worden, und es ist nicht ganz ausgeschlossen, daß sie bet dieser Gelegenheit Bekanntmachung, betreffend das Ersatz-Geschäft für 1898. Nit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr- Ordnung werden alle im Jahre 1878 geborenen Militär« pflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hin« sichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Sckdenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus« und Wirth- schaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 5. Januar bis zum 15. Januar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher nunmehr von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ift, und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Loosungs-Schein vorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnabme an der Loosung ausgeschloffen und ihrer etwaigen Ansprüche aus Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend find, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod« und Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weife bekannt machen zu lassen. Gießen, am 3. Januar 1898. Der Civilvorsitzende der Grobherzoglichen Ersatz-Commission Gießen. Dr Wallau. gelöst werden wird. Zu Rußland und England, welche in Ostasien dominireu wollen, ist in letzter Zett noch Japan getreten, und das Bestreben der Engländer geht dahin, die Japaner gegen Rußland aufzuhetzen, damit England schließlich der tertiua gaudens sein kann. Ob sich Rußland hierzu bewegen taffen wird, ! erscheint denn aber doch sehr fraglich - die russische Diplomatie hat in den letzten Jahren so viele Beweise von Klugheit und ) Voraussicht gegeben, daß wir ihr einen faux pas, wie der j von England erwartete nicht gut zutrauen können. Unserer j Ansicht nach ist überhaupt für Rußland der geeignete Zeit« ■ punkt noch nicht gekommen, da seine Vorbereitungen für einen entscheidenden Schlag noch nicht beendet find. Deshalb wird es allen Anstrengungen Englands nicht gelingen, den russischen Bären aus seiner Ruhe zu bringen, und wir glauben deshalb zuversichtlich, daß dat eben begonnene Jahr die Ent« scheidung noch nicht bringen, daß der allgemeine Friede noch nicht gestört werden wird. Und abgesehen von der ostaflati« schen Frage liegt kein Anlag vor, welcher Befürchtungen her« vorzurufen geeignet wäre. (xx) Aus dem städtischen Verwaltungsbericht. (Fortsetzung.) Lehrplan und Unterrichtszeit der obligatorischen Fortbildungsschule find im Winter 1896/97 dieselben geblieben, wie im Vorjahre: der Unterricht erstreckte sich aus Lesen, Briefschceiben, Geschäftsaufsätze, bürgerliches und kauf« i mann',che« Rechner«, Geometrie, 'einjache Buchführung, Wcchsü- i lehre, Versicherungswesen und VersaffuagSkunde. Die Schüler« zahl betrug: 1. Gruppe: Kaufleute, Schreiber, Schriftsetzer, Geometer, Buchbinder, Photographen, Gärtner, Sattler und tt.-llner in drei Altersklassen zusammen 91 2. Gruppe: Bauhandwerker, desgleichen zusammen 87 3. Gruppe: Alle anderen Berufsarten, desgleichen zusammen 84 Schwachbefähtgte in zwei Klaffen zusammen ___70 inSgesammt 332 Die vom Kaufmännischen verein gegründete und de- Ausblick. In unserem Neujahrsartikel haben wir znrückgeblErw eiterte Handwerkerschule (Tugschule) haben besucht im Sommer 1896 31 Schüler gegen 20 j im , Winter 1896/97 86 „ „ 88 s Vorjahre- weitere 29 Anmeldungen für den DintercurS mußten wegen Mangel an Raum unberücksichtigt bleiben. In der SonntagSzeichenichule besuchten: tm Sommer im Winter 1896 1896/97 a. Linearzeichnen 35 30 b. ProjectionSlehre 20 21 c. Fachzeichnen für Bauhandwetker 24 26 d. desgl. für Schreiner, Schloffrs rc. 25 19 e. Maschinenzeichnen 22 23 f. Ornamentzeichnen 35 30 inSgesammt 174 157 In der Aliceschule fürFrauen-Bilduog und «Erwerb haben an den einzelven Lehrgegenständen bezw. UnterrichtScursen Theil genommi 1896 Welhzeugnäheu 65 Sticken 3< Kleidernähen 21 Bügeln Lehrerinnencur» 14 KochcurS 3( An dem unter Leitung des /l)7 gegen 1895/96 !l 42 > 24 27 17 9 29 Herrn Pfarrer Di*. Grein stehenden Feierabend für L hrltnge haben un Muter 1896/97 in den Abendstunden ton 6 bis 10 Uhr im Ganzen 184 Lehrlinge Theil genommen! der stärkste Besuch an einem Abend betrug 120, der schwächste 39 Lehrlinge, im Durch« schnitt kamen auf einen Abend 7 Besucher. — Die Bibliothek wurde fleißig benutzt. Die Zahl der in der Kleinkinderfchule auf« genommenen Kinder im Alter von 2*/z bis 6 Jahren hat betragen: im Sommer 1896 215 Kinder, im Winter 1896/97 242 Kinder. Armenpflege. Die mit dem städtischen HoSpital verbundene Plock'sche Stiftung hatte im Ganze« elf Pfründner mit zusammen 3720 BerpflegungStagen gegen einen täglichen Pfleggeldsatz von 1.20 Mk. im HoSpital und von 1.90 Mk. im eigentlichen SiechenhauS untergebracht. Eine werthvolle Unterstützung in der Armen- und Krankenpflege hat d e städtische Verwaltung wiederum Seiten» unserer Wohlthätigkeirrvereine erfahren und es ist dabei insbesondere da» Zusammenwirken der öffentlichen und der privaten Armenpflege dadurch gefördert worden, daß der Vorsitzende der Armeudeputarion auch im allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege zum Bor- staudSmitgliede gewählt wurde Dieser Verein hat 167 arme Personen in 783 Fällen mit zusammen 46Q6.65 Mk. unterstützt ; in der Krankenpflege deS Verein» waren sieben (evangelische) Schwestern thatig, die in 709 Familien zulammen 567 Nachtwachen, 134 ganze TageSpflegen und 20253 Pflegbesuche (d. h. Besuche bi» zur Dauer eine» halben TageS) leisteten. Sodann wurde mit elnun Zuschuß von 300 Mk. au» der Armenkasse 15 Kindern eine Sommer« und 8 Kinder« eine Winterkur im Elisabethenhause zu Bad-Naubeim gewährt. Die Krippe hat im Laufe des Jahre» 45 Kmder mit zusammen 3614 Pflegetagen ausgenommen. Da» Mieth»patrovat de» Vereins ist in vier eigene« und drei von der Stadt gemieteten Häusern weiter ausgedehnt und gefördert worden. Die Nähabende wurden eingerichtet in drei Abtheil- nngen, wovon einer für Frauen tm Schwesternhause de» Vereins und je einer für erwachsene Mädchen und für Schulkinder im alten Rathhaufe abgehalten wurden- tu keiner Abtheilung wurden mehr al» 70 Theilnehmerinntn auf# genommen. Der Verein für Krankenpflege hat irn Jahre 1896 neun (katholische) Schwestern beschäftigt und aus seine« Mitteln für deren Unterhalt, Miethe rc. gesorgt- der Jahre»- aufwavd deS Verein» betrug 4379.21 Mk. (Fortsetzung folgt.) Locales rrnd j-rovinzielles. Gießen, den 3. Januar 1898. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer« wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vorn 4. Decemder den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu Bingen: Franz Rau, J.cob Grett, Loui» Arnold, Franz Hartmann, Sari Fuchs, Philipp Joseph Fink, Heinrich Brück und Jacob Weil IV. •’H. Stadttheater. Die heitere Muse eröffnete ganz paffender Weise den Rktgen der Vorstellungen im neuen Jahre, denn am NeujahrStag-Abend ging „Die schöne Ungarin" in Scene, eine Operettenpoffe von MannstSdt und Weller, mit dazu gehöriger Musik von SttffenS. Die Herren Verfasser bieten ein tolle» Durcheinander luftiger Einfälle und ©eenen, die zwar äußerlich in einen gewissen Zusammenhang gebracht find, an sich jedoch keine Handlung bilden, aber doch der Absicht, dem Publikum einen heiteren, vergnügten Abend zu verschaffen, vollauf gerecht wird Deshalb lohnt cS nicht der Mühe den Inhalt diese» Machwerk» zu schildern, man muß eben diese Poffensccnen sehen und mit darüber lachen. Ein Protestiren gegen bte darin Vorkommen- den vielfachen Unmöglichkeiten, gegen die blutigen Witze und abgelagerten Kalauer hat keinen Zweck, so lange eS genüg« fame Menschen gibt, die darüber entzückt find. — WaS die Wiedergabe dieser Operettenpoffe betrifft, so wurde im Ganze« flott gespielt- das ganze Personal war actio thätig und sowohl Damen wie Herren thaten ihre Schuldigkeit, allerdings mehr im Spiel, als im Gesang. So hübsch und gefällig auch die Gesaugsparthien waren, sowohl soltstisck, als tm Chor, sie kamen nicht zur Geltung, die graziös-frische« Melodien sie behaupteten sich nur musikalisch. Uederhaupt ist die Musik Steffens' zu dieser Posse eine der gehaltvollste« und besten aller von ihm componirten. Sie kam durch die gute Extcutirung selten» unserer RegimentSmnfik unter Herr« KruseS trefflicher Direktion zu vollster Geltung. Aber wie gesagt, gelungen wurde herzlich schlecht, meist war der Text nicht zu verstehen, besonder» die Damenkehlen schienen ermüdet vielleicht von Shlvester-B^grüßungStönen und waren deshalb kraftlos. Frl. NatufiuS ließ bei dem hübschen Backfisch-Couplet die Betonung der Pointe vermissen und leistete außerdem Ungeheuerliches in Koloraturen- ihr Spiel ist immer einwandfrei, im Gelang jedoch würde sich'- der Mühe lohnen, wenn sie da- Metall ihrer Kehle mindestens zu annehmbarem Talmigold auSbtldeu wollte. Frl. Würdig als „schöne Ungarin" gefiel diesmal besonders durch das einheitlich durchgeführte Registerhalten ihrer Sprache, fie klang diesmal durchaus wohlklingend tief- ihr an fich vortreffliches Spiel gewann dadurch noch um ein Bedeutendes. — Das Publikum, da- fich in fröhlicher NeujahrSsttmmnng befand, und noch mehr durch daS Spiel dazu antmirt wurde, spendete lebhaften Beifall. DaS Hau- war beinahe aus« verkauft. • • Kroubauer'scheS Ouarteir-BereiuS Soncert am 9. Januar. Wie aus dem Juseraientheil ersichtlich, enthält das Programm in abwechselungsreicher Weise eine Fülle musikalischer Dar- bietungen. Zu einer der iutereffavtesteu Nummern zahlen wir die Frühliugscautate von Gonvyfür Männerchor mit Sopran-Solo, die unter der kleinen Zahl von bedeutenden Werken dieses an und für sich wenig gepflegten Zweiges der Mufiklitteratur einen hervorragenden Platz einniwmt. Gonvy können wir zwar nicht unseren Landsmann nennm, er hat mit kurzen Unterbrechungen nur in Paris gelebt und wirkt dort noch, trotzdem ist bet seinen Compositionen und namentlich in der Frühlingscantate, bei allem franzöfischeu Esprit Mendelssohns Einfluß unverkennbar. Meisterhaft haben Dichter und Compontst den Frühlingsanfang, dieses hehre Wunder, der Natur abgelauscht, wie in der Natur erst durch Sturm und Wetter zum Sonnenschein zu gelangen ist, so malen auch die Töne und Accorde Gonvy« den Kampf der Elemente in realistischer Weise. Der erste Chor schildert un« die Sehnsucht nach dem Frühling und die herzliche Bitte an jenen, den eisigen Winter zu vertreiben. Diesem folgt ein gewaltiger Sturmchor, in welchem die einzelnen Stimmen, gleich fich bekämpfenden Gewalten in forte for- tissimo gegeneinander brausen, sich trennen und wieder aufeinander stoßen, um endlich kampfeSmüd und kampfeSmatt im leisesten Piano zu verhauchen, zu ersterben. Gesiegt hat der Lenz, ein breiter, inniger Chorsatz, vom Sopran geführt, ve kündet unS daS Ereigniß und besingt eS wonniglich ent« zückt in süßer Melodie- endlich in einem mächtigen Jubelchor in wuchtigen Accorden auStönend, den Sieg des herrlichen Jünglings Lenz feiernd. • • Verlegung der Grmeindesteuerziele. Der 1895 stattgehabte 5. hessische Städtetag halte beschloffen, die Regierung zu ersuchen, die ErhebungSziele sür die Gemeindesteuer auf die Monate -Mai, Juli, September, November, Januar und März zu verlegen unter natürlich gleichzeitiger Aenderung der Staatssteuerziele. Das Ministerium des Innern ant- wartete Im October 1896, „daß eS gleichfalls die Verlegung der Steuererhebungsziele für wünschenswerth erachte, und demgemäß wegen Ab- anderung des Gesetzes vom 29. August 1874 mit dem Finanzministerium ins Benehmen getreten sei." Bei dieser ministeriellen Sympathie Erklärung scheint es bis jetzt geblieben zu sein, denn bis heute hat man über die Abänderung des betr. Gesetze« nichts erfahren. Der im November d. I. abgehaltrne 6. hessische Städtetag beschloß wiederholt eine Verlegung der Steuerziele zu beantragen und, um endlich die Angelegenheit in Fluß zu bringen, hat nunmehr der Ab- geordnete Köhler-Darmstadt eine dahingehende Interpellation an die Regierung gerichtet. • * Vlm Schalter der Eilgut.Abfertigung ist folgender Anschlag angebracht: Vom 3. Januar 1898 ab werden leichtverderbliche Eilgüter in nicht zu großen Mengen Vormittags zwischen 5 und 5 ltschrr Streichhölzer und schleuderte hierbei ein brennendes Holz zu einem offenen Fenster hinein- hierdurch geriethen die Vorhänge in Brand. G. Großen Linde», 1. Januar. Auch der hiesigen Gemeinde ist in diesem Jahre wieder von dem Braunstein- bergwerk durch Herrn Director PaScoe in Gießen eine sehr willkommene, dankenSwerthe Gabe von 200 Mk. für die in Segen wirkende Kleinkinderschule als Weihnachtsgeschenk zu Theil geworden. ES ist die« ein schönes Zeichen für den so wohlthäligeu Sinn der allseitig, besonders auch in dieser Hinsicht in der Umgegend hochgeschätzten Firma C. W. Fernie, die viele Arbeiter auS den nächsten Orten beschäftigt und denselben einen schönen Verdienst und manche besondere Vortheile gewährt. 4- AuS der Umgegeud, 2. Januar. Eine gelungene Eiseubahnepisode trug viel zur Erheiterung der Mit- reisenden bei. Eine Familie, bestehend au« Mann, Frau und Töchterchen, steigen zwischen den Feiertagen am Bahnhof der Provinzialhauptstadt Gießen in einen Wagen 4. Klaffe, um nach Erledigung ihrer Geschäfte dem häuslichen Herde ent- gegenzudampfeu. Bet der Hinfahrt hatte der Zug nach dem Einsteigen vor seinem Ziele einmal gehalten, folglich muß er eS auch jetzt bei der Rückreise thun, so denkt die Frau. Aber er thut e« nicht, sondern überfährt ohne „Halt" diese erste, kleine Station. Der Mann erfaßt die Situation richtig und steigt beim ersten Halten des Zuges aus. Fcau und Tochter haben, wie gewöhnlich, auch diesmal recht und wollen eS abwarten, bis der Zug das zweite Mal hält. Sie steigen auf der dritten Station, also eine Station von der Heimath entfernt, aus. Schaffner und Zugführer stellen fie für diese Extravaganz zur Rede. Unter Weinen erklärt die Frau den richtigen Sachverhalt. An Spott, für den ja Niemand bei einem Schaden zu sorgen braucht, ist kein Mangel. Zum Glück geht in der entgegengesetzten Richtung noch (in letzter Zag, mir welchem sie dem im Wartesaal ihrer harrruden Gatten und Vater, der fich unterdessen mit humorgespickteu Witzen über den Geniestreich seines ehelichen Gemahl- die Wartezeit verkürzte, evtgegeneilen. Friedberg, 29. December. Im Mai dieses Jahre« find e- 60 Jahre gewesen, daß das htefige Predigerseminar in« Leben getreten ist. Nach dem Tode des Direktor« Mathias als ältester Schüler der genannten Anstalt lebt noch der Dccan a. D. Buchhold in Offenheim. 3m Wahlkreis Friedberg-Vudiugen stellen die Christlich. Socialen Herrn Pfarrer Bernbeck von Staden al« Reich«- tagScandidaten auf. -e. Neu - Ulrichstein, 1. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro December 1897. Ende December 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 74 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 14; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kaffel 5, Regierungsbezirk Wiesbaden 8- Provinz Rhein- lande 8, Provinz Hannover 2, Provinz Sachsen 5, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Schlesien 3- Provinz Brandenburg 1, Provinz Westfolen 2, Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 2 - thüringische Staaten 5; Ausland: Oesterreich > Ungarn 1, Schweiz 1, Italien 1. Hiervon waren: Arbeiter 35, Anstreicher 3, Bäcker 2, Bergmann 1, Former 1, Forstausseher 1, Gärtner 2, Kaufleute 4, Kellner 1, Klempner 2, Kürschner 2, Landwirth 1, Maurer 3, Schloffer 3, Schmied 1, Schneider 4, Schuhmacher 5, Schreiber 1, Tüncher 1, Zimmermann 1. Gearbeitet wurde an 1849 Tagen. Verpflegt wurde an 2242 Tagen. Im Monat December 1897 wurden entlasten 11 Mann, und zwar zur Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 5, wegen Truak 2, wegen Contractbruchs 3 Seit Bestehen der Colonie find ausgenommen worden im Ganzen 3369, dagegen abgegangen im Ganzen 3295 Mann, bleibt Bestand am 31. December 1897 : 74 Mann. □ Darmstadt, 2. Januar. An unserem Museums- Neubau konnten Dank der der Vornahme von Bauarbüten günstigen Witterung de« Spätjahr« die Fundamenürung«- albeiten erheblich gefördert werden- es ist unverkennbar, daß die Durchführung der ganzen Sache nunmehr ein beschleunigte« Tempo angenommen hat. nn. Darmstadt, 1. Januar. Von einem recht bedauerlichen Mißgeschick wurde die Familie des verstorbenen Postassistenten Wittenberger hier während der WeihnachtS- feiertage betroffen, das wieder zu besonderer Vorsicht bei offenen Wunden mahnt. Der 15jährige Sohn der Wittwe, ein talentvoller Schüler der hiesigen Realgymnasiums, arrangirte für den Christbaum den Baumschmuck. Er vergoldete zu diesem Zweck die Tannenzapfen und vedtenee fich dazu de« sogen, flüssigen Brillantgoldes. Von diesem kam ihm beim Vergolden in eine kleine Wunde, welche er an seinem Finger hatte. Er beachtete dtesm Umstand nicht eher, bis ihn sein Arm surchtbar schmerzte. Leider soll der junge Mann seinen Angehörigen erst Mittheilung von seinen Schmerzen gemacht haben, als die Kunst des Arztes schon zu spät kam. Der Arzt konnte nur eine hochgradige Blutvergiftung eoustatiren, der der BedouernSwerthe noch an demselben Tage erlag. Dec Uoglück-fall ist um |o tragischer, als auch der Vater des Verstorbenen an einer Blutvergiftung, die er fich durch das Rauchen einer Cigarre au der Zunge zugezogeu hatte, gestorben ist, und die Familie in kurzer Zeit ihrer beiden Stützen beraubt wurde. * Vom Hinteren Odenwald, 27. December. Ein trauriger Unglücks fall ereignete fich gestern in Eberbach. Der den Touristen und AuSflüglrrn wohlbekannte Wirth „Zur Churpfalz", Herr Epp, wollte >m dritten Stockwerk feines Hauses die Jaloufien in Ordnung bringen, bekam aber daS Ueber- gewicht und stürzte in den Hof hinab, wo man ihn als Leiche wegtrug. * Aus dem deutschen Leien in Petersburg. Die deutsche Gesellschaft in der russischen Hauptstadt ist außerordentlich groß. Schließlich red)tun mcht nur die Reichsdeutschen dazu, sondern auch die Raffen, deren Muttersprache daS Deutsche ist. Ohne jeden prlitischen Beigeschmack ergibt eS fich ganz von selbst, daß drse beiden Theile des Deutsch- thumS viel im Leben sich berühren und fich gesellschaftlich mischen. In ihren Vereinen, mögen fie f.uchtfröhlichen Untergrund haben oder der tesonnenen Geselligkeit, der Aus bildung und Erhaltung körperlicher und geistiger Kräfte oder dem Wohlthun ohne Ansehm der Person gewidmet sein, überall finden fich ReichSdeutche und Russischdeutsche nebeneinander. Wenn der Reichsdeutsche seine Feste feiert und dem BacchuS oder GambrinuS seine Opfer darbrtngt, so steht ihm der Deutschruffe al« in solchen Dingen hocher- fayrener Freund zur Seite, und mit Elfer sucht der Reichsdeutsche nach Gelegenheiten, wo er beweisen kann, daß er als Gast in dem Laude an seinen Freuden- und Festtagen innigsten Anthetl nimmt. So hat man es lange gehalten, und so wird es hoffentlich immer bleiben. Hervorragende Leistungen hat das Deutschthum in Petersburg durch die Gründung und das Wirken der „Palme" aufzuweisen und durch seine Wohlthätigkeit. Die „Palme" war ursprünglich ein Handwerkervereiv, doch ist fie allmählich nach allen Richtungen hin auSgebaut und erweitert worden. Es ist ein Genuß, an Sonntagen und an den Theaterabenden dort den einfachen deutschen Mann der Arbeit zu sehen, wie er, durch seinen Fleiß in behäbige Verhältnisse gelangt, nun mit Kind und Kegel fich-seines Leben« freut, wissenschaftliche Borträge, wie fie der um den Verein und seine idealen Ziele verdiente Dr. Schmidt in« Leben gerufen hat, mit Jntereffe anhört und sich es dann in seinen weiten Clubräumen so wohl gehen läßt, wie eS der Wohlanstand eines straff erzogenen Volke« und die hier wüt hinauSgeschobene Polizeistunde gestatten. Die Wohlthätigkeit der Deutschen rechnet nicht mit kleinen Beträgen- mau rechnet in Petersburg überhaupt nicht mit Kleiaigkeiten. ES sind sehr bedeutende Summen, di« alljährlich in die Säckel der Vereine fließen und von hier den Weg zu den Bedürftigen und Unglücklichen ohne Unterschied finden. Eingesandt. Nachdem die evangelische Gemeinde ihren fünften Geistlichen erhalten hat, und wie die kirchlichen Mittheilungen berichten, soll derselbe in erster Linie die Seelsorge an den Kliniken übernehmen, da wird es denn auch wohl möglich sein, daß sämmtliche Leichen aus diesen Anstalten, auch bei denen, wo sich keine Angehörigen einfinden, unter Begleitung eines Geistlichen stattfinden, und nicht, wie bisher, so ohne Sang und Klang eingescharrt werden; übt man doch bei Selbstmördern eine mildere Anschauung. Wenn es auch für einen Geistlichen gerade bei schlechtem Wetter nicht sehr angenehm ist, den weiten Weg von den neuen Kliniken bis zum Friedhof zu machm, da wäre doch wohl bei solchen, wo kein Leichengefolge statt- findet, die Einrichtung zu treffen, daß die Leiche am Eingang deS Friedhofs von einem Geistlichen in Empfang genommen, zu Grabe geleitet und nach christlicher Sitte eingesegnet würde; es braucht ja keine lange Rede gehalten zu werden. Dies würde für die auf dem Friedhof Anwesenden einen besseren Eindruck machen, wie das bisherige Verfahren. Hoffentlich genügt diese Anregung, um der Frage näher zu treten, und, um mit Herrn Bötticher zu reden, die Sache in Erwägung zu ziehen. Dann wäre der Zweck dieser Zeilen erreicht. x- Gießen, den 1. Januar 1898. Der Schneemann al« Sonntagsiüger. Selbst die eiligsten und geschäftigsten Paffanten der Bahnhofstraße werden jetzt gezwungen, einen Augenblick Halt zu machen, und zwar veranlaßt durch das schön decorirte Schaufenster der Firma S. Sammet, Bahnhofstraße, welches eine verschneite Winter- landschaft darstellt. Inmitten derselben steht ein Schneemann per Cylinder und einem Besm als Gewehr und wird vor. zwei Buden mit Schneebällen beworfen. Hinter dem Schneemann befindet fich aus Reisern eine Hecke, in welcher fich Marder befinden. Am effect- vollsten macht sich die Decoratton am Abend durch das grünliche Licht, welches vorstellt, als wenn der Mond dieselbe bescheinen würde. Die Decke und Seitenwände sind mit Schneemaffm und Tannenreisig bedeckt. Das Schaufenster ist fortwährend von einer großen Menschenmenge belagert, die mit lachender Miene davongeht. Die Decoratton ist entworfen und ausgeführt von dem Decoratcur der Firma, Herrn Fränkl, und erregt in hohem Grade die Aufmerksamkeit der Passanten.________________________________ A«-Mg an» den Kirchenbüchern der Stadt Gietzerr. Evangelische Gemeinde. Lukasgemeinde. Vetravta» Den 30. December. Johannes Peter Balsrr, Fabrikarbeiter, ein Wittwer, und Marie Krieger, Tochter des Schneiders Philipp Krieger aus Allendorf a. d. Lumda. Den 25. December. Dem Schulverwalter Friedrich Balder eine Tochter, Else Dora Auguste Emilie, geboren den 30. October. Denselben. Dem Bäcker Karl Germann ein Sohn, Karl Franz Anton Arnold, geboren den 11. October. Denselben. Dem Gärtner Johannes Heß eine Tochter, Marie Johanna Katharina, geboren den 27. October. Denselben. Dem Kaufmann Karl Gemmecker ein Sohn, Wilhelm Ludwig, geboren den 9. November. Den 26. December. Dem Schuhmacher Karl Amend eine Tochter, Margarethe, geboren den 27. Ocloder. Denselben. Dem Bureaudiener Ludwig Adolph eine Tochter, Anna Maria Margarethe, geboren den 13. December. Denselben. Dem Hilfsbremser Philipp Karl Rahm eine Tochter, Marie Wilhelmine, geboren den 5. November. Den 30. December. Dem Gastwirth Christian Riegelwann eine Tochter, Babette Maria, geboren den 25. November. Denselben. Dem Pfarrer August Dmgeldey eirt Sohn, Karl August Werner Hellmuth, geboren den 15 November. Deutsches Reich. Berlin, 31. Drcrmber. Wie dir „Corresp. für Kunst und Wissenschaft" erfährt, ist auf Befehl deS Kaisers der 22. März 189 8 al« vaterländischer Gedenktag für die Aufstellung der erst-n, vi« dahin fertigen künstlerischen Gruppen der SirgeLallee in Aussicht genommen worden und e» wird mit diesem Acte jedenfalls eine größere Feierlichkeit verbunden sein. Friedrichsruh, L Januar. Zum Besuche bei dem Fürsten Bismarck find zur. Zeit die Grafen Herbert und Wilhelm BiSmarck, sowie Geheimerath Schweniuger an- wefend. Da« Befinden de« Fürsten hat sich in den letzten Togen nicht verändert. Der Fürst nimmt regelmäßig au der Familientofel Theil. Duisburg, 31. December. Amtlich wird gemeldet: Gestern Abend l(ft/z Uhr wurde ein von Sterkrade nach Oberhausen fahrender Jagd wagen auf der Kreuzung mit der Bahnlinie Osterfeld—Sterkrade (Emscherthalbahv) von ' der Maschine eine- Zuge« gefaßt und bei Seite geschleudert. ■ Bon den Insassen d:S Wagen« wurde getödtet Ober-- Ga» eine Explofio'n statt. DaS Gebäude wurde stark beschädigt. Drei Personen erlitten schwere Verletzungen und eine Person wurde infolge Einsturzes des Plafonds getödtet. Brussel, 31. December. Der Domherr Cawvana, Dlrecor der katholischen VoikSbank, defraudtrte 300,000 Fr. und flüchtete. Ein Steckbrief ist Himer ihm erlassen. Lüttich, 31. December. Die russische Fürstin Evelina Toubetzkoi ist hier verhaftet worden- sie hat in Genf, Paris, Brüssel und Berlin Betrügereien in Höhe von 800,000 FicS. verübt. Paris, 1. Januar. Der Kaiser von Rußland richtete gestern au» Gatschina folgendes Telegramm an den Präsidenten Faure: An der Schwelle des neuen Jahre» ist cs mir ein Bedürfniß, Ihnen in meinem Namen und dem dcr Kaiserin die aufrichtigen Wünsche anszusprechen, die wir für Ihre Person und für das befreundete Frankreich hegen. Sie kennen die Gefühle, die unS beseelen, und können nicht daran zweifeln, daß Ihr Besuch in Rußland bei un» eine unauslöschlich« Erinnerung hinterlassen hat. gez. Nikolaus. — Präsident Faure erwiderte telegraphisch: Die Wünsche, die Euere Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin au diesem Tage für mein Vaterland hegen, werden die Herzen aller Franzosen rühren. Ja ihrem Namen daoke ich Ew. Majestät dafür aufS Lebhafteste und bin Ew. Majestät dankbar für die Wünsche, die Ew. Majestät an meine Person richten. Ich erneuere Ew. Majestät die Versicherung meiner aufrichtigen Zuneigung, gez. Felix Faure. London, 31. Drcernbrr. Gegen die Russen Wladimir Burtzeff und Clement Wirzbecki, die eine» Anschläge» gegen das Leben de» Zaren beschuldigt find, wurde die ge« richtl» e Untersuchung verfügt. Sämmtliche Neuheiten für die kommende Saison sind bereits eingetroffen. 179 Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. Versandthaus: Oettinger & Co.. Frankfurt e. M. Separat-Abtheilung für Herrenstoffe: Stoff zum ganzen Anzug für Mk. S.75, Cheviot zum ganzen Anzug Mk. 5.85. letzten de» Stamme» haben sich unter jirLck.affung ihres Besitzes an Pferden und Bich geflüchtet. Die Hereros find auch in diesem Falle der Regierung treujebliebtn. Berlin, 3. Januar. Der Redacteur V „Kladderadatsch" Johannes Trohan ist auf Beschluß er Anklagekammer wegen des Artikels „Brave Christen 4 brave Soldaten" und de« Blldeö „Au« dem Lager der himm^chen Heerschaarrn" in Anklagezustanb wegen MajeflätSberidigung versetzt worden. Berlin, 3. Januar. Gestern Abe fand im Neuen Palais Diner statt, zu welchem Einlarngen an die com- Nachmittags 2>/, Ubr sollen auf dem hiesigen Orts icht die dem Max Scheuer in »Gießer ehörigen Depeschen deS Bureau „Herold". Wien, 2. Januar. Die NeujahrSbttrachtungen der Blätter sind vorwiegend pessimistisch. Die Blätter constatircn, daß die Aussichten für das Jalr 1898 infolge des ConcurrenzkampfeS Amerika gegen (8m dpa und wegen des Zwiespaltes der Nationen und Confessitneu tn Europa c°M Ärztlich empfohlen. In allen Preislagen Flasche M.1.80 b'«k. 5. Literflasche Mk. 2. Cognac Zuckerfrei Fl. M. 3 — Weindestillat. Bevorzugte Marko für Reoonvales- zenton und Zuokerkranke. Laut amtl. Analyse frz. Cognac gleich. 182 Alleinige Verkaufetellen in Gleesen: Ad. Geisse: Haupt-Depot. H. Felsing, Grünbergerstr. Carol. Hoss, Steinstr. 78. MS «r» d# Kfcm Grosser »1K wird er- eielt in em Ratten- 6 Meter 3ommer-Nouveaut6 zum Kleid für Mk. 2.40 Loden w w „ „ 3.60 versenden in einzelnen Metern franco Ins Hans 216) 3 Ztmmerwohnung per 1. Febr. zu vermiethen, sowie -in n:5bl Zimmer. __________ Liebtgstr. 7t. 228] Mansardenwohnung v rsetzung?- halber sofort zu verm- Franksurterssr 31. 219] Wohnung, 6 Zimmer mit Zubehör, per 1 April zu vermiethen. ________Lvdwigstr. 26, Hinterhaus. 221] Eine Mansardenwohnung zu oer- mietben.___________Bahnhofstr. 62. 103) Der 1. und 2. Stock, je 5 bi» 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermittben- Bleichsteotze 81 (Neubau). in meiner Wohnung, Sonnenstraße 12, Achtungsvoll 192 E. Kess. 114] Einfach möbl. Zimmer zu verm. Süd-Anlage 7, Nebenbaus panerrc. 65] Hübsches unmöblirte» Zimmer per sofort zu verm. Stephanstr. 11, pari. 185] Schöne Herrschastswohnung, 1. Etage, 9 Zimmer und sonstigem Zubehör sowie Gartenanthetl, wegzugshalber per 1. April zu vermietben- __P. Ruckst«-!, BtSmarckstr. 16. 186] Der 3. Stock meines Hause», 6 Zimmer nebst Zubehör, per 1. April ev. früher zu vermiethen. Liebigstr. 57» 187] 1 diS 2 Zimmer und Küche, sowie möblirteS Zimmer zu vermietben. _________________EteinsteaS- 71. 188] Am 1. April 1898 Stephan, steaße 8 5-Zimmerwohnung mit Zubehör zu verm- Näh. Stephanstr.S,!!. 11629] Mein Nebenhaus, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenanthetl, an ruhige Mlether zu verm. Neustadt 7*. 43) Der 3. Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör, per 1. April 1898 zu oer- miethen.___________BtSmarckstr. 17. 78] Wohnung mit 4 Zimmern (3 Treppen hock) an ruhige Mielher oer 1 April 1898 abzugeben. Küche auch mit KochgaSeinrichtung GelteeSweg 91. 135] Bel-Ctage Ludwigs- Platz 9 zum 1. Qctober zu Vermietheu. Zu erfragen daselbst 3. Stock. 11622| Schön möblirteS Zimmrr zu vermiethen.________Weserstr. 7, pari. 11686] Schön möblirteS Zimmer zu vermietben. »ahnhoffle. 51 in 208] Wohnung. mit oder auch ohne Laden, zu vermietben Zu erfragen _____________Ludwtgstr. 30, HL s Wohnung 7 Zimmer mit Qu^cbSr, per 17 Avril zu verm. Louise Otten». Bismarckstr. 11. Nagethiore. Alle anderen Ä 1 weit, übertreffend. Beweis): die vielen keohrniberL 1*31] Aug. Noll, t hofsti-, 51. Immobilen: Flur 1 Nr. 351Vio — 166 qi Zofraithe in der KaplanSaasse, Flur 1 Nr. 352ob. Schumann. 10) Frühlings-Er- Fräulein Landmana, geprüfte loMtbcitslehrerin, Gießen, Bleichstratze 14 Wiederbeginn des Unterrichts in meiner Handarbeitsschule Montag de 3. Januar. Unterricht in allen Fächern der weiblichen Handarbeiten: Weiß- und Maschinennähen, Wer- und Bunlsticken rc, sowie Kunst-Haudarbeite«, Schnitzen, Brandmalerei, Nagelarbeit u. s. w.21 a«. D. R P. mit neuem Maschelreflector. Grösste Gasausoutzung. Gleichm. Wärmevertheilung. Aachener (sbaileolen. d.r.p. e Ei» Wärter sofort gesucht , 205 Chirurg. Klinik. 2091 Suche per sofort einen "tüchtigen Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren in die Cantine. Christ. Dvill, neue Kaserne^ 206] ®in braves Dienstmädchen per sofort gesucht Grünbergerstr. 11630'1 Gesucht werden Mädchen auf sofort für gute Stellen. __Frau Müller, Löwengaffe. Dienstmädchen 217 j Ordentliches Laufmüdchen gesucht «rünberaerstr. 13, in Tiefbetrübt machen wir Verwandten, Freunden und Bekanten die schmerzliche Mittheilung, dass meine liebe Frau, unsere gute Mutter Frau Helene Leh geb. Deibel nach langem, schweren, mit Geduld getragenem Leiden sanft dem lerrn entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Georg Luh und Kuder. Giessen, den 3. Januar 1898. Die Beerdigung findet am Mittwoch den 5. Januar, Nachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause, Neuen weg 20, aus statt. wachen, Mannerchor m. Sopr., Solo- u. Clavier-Begleitung. Th. Gouvy. Eintrittskarten ä Mk. 1.—, Sperrsitz Mk. 2.— sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) zu haben. 71 Enthebung von Gratulationsbesuchen und von Zusendung von Gratulationskarten zu Neujahr. Nach Schluß der vorigen Nummer dieses Blattes haben noch nachbe- nannte Herren und Damen zu vorbezeichnetem Zweck unserer Klein- kiuder-Bewahranftalt Gaben zugewendet: 99) Frau Justizrath Drery. 100) Rechtsanwalt Metz^ und Frau. 101) Architect Hans Meyer und Frau. 102) Stadtbaumeister Schmandt. 103) Frau Rechmrngsrath Kalbfleisch. 104) Kaufmann Louis Wolfs. Auch diesen freundlichen Gebern und Geberinnen sprechen wir un. seren herzlichsten Dank. aus. JnSgesammt wurden 266 Mk gespendet. Gießen, den 3. Januar 1898. Der Borstand der Kleiukinder-Bewahraustalt. Dr. Naumann. 195] Zwei ältere Damen suchen zum 1. April er eine Wohnung «on 4 Zimmern, abgeschl Corridor. Wasserleitung und allem Zubehör, eine oder zwei Treppen hoch. Gest. Offerten mit Preisangabe erb, an Frau E. Lellheim, Ludwigflr. 3t. Wohnungs-Gesuch. 5 Zimmer, womöglich Hockparterre, in freundlicher Lage, auf 1. Mat zu mtethen a-sucht. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter J. G. 197 an die Expedition dieses Blattetz._________________L87 102] Eine Wohrui.g von 4 bis 5 Zimmern mit Zubehör, in guter Lage, wird per sogleich oder bis 1- April von zwei ruhigen Leuten gesucht. Offerten mit Preisangabe unter D. T. 102 als- bald an die Expedition d. Bl- erbeten 111] MöblirteS Zimmer für zwei junge Kaufleute per 1. Februar gesucht, am liebsten in Mitte der Stadt. Offerten mit Preisangabe erbitte unter 6. W. 111 an die Expedition^Bl^ Nklilm-APthkkk in Gießen, r Mit Heutigem habe ich die W Pelikan-Apotheke in Giessen • her ick bisher als Mitbesitzer angehörte, käuflich allein übernommen, was ich mich beehre, hierdurch ergebenst anmemen. Ich werde bestrebt sein, das Berrauen, welches der Pelikan-Apotheke aus wetten Kreisen ▼ entaeaenqebracht wird, mir dauernd zu erhaltm, da absolute Zuverlässigkeit und das Bemühen, ^edem nach Möglichkeit gerecht zu werden, nach wie vor dr leitenden Grundsätze meiner Geschäftsführung fern werden.