^rcember Samstag den o Erstes Blatt. -tr. 284 ichener Anzeiger Heneral-Anzeiger Zlints» und Anzrigeblatt für den ICrei# Gietzen .T ■ .uwt ■ - -U--------- —-- | Gratisbeilage: Giehelter Famllirnblätter. »,»i——, epelitha e*6 < elzwaaren. Injttgta p» der Ra$rnit|« ftr ln Iq tr(4dnnibcr kaiserlichen Dacht „Hvhenzolleru" soll die Raiseriu die einzige Dame gewesen sein, die von jener eigenartigen Rrank- beit- nicht gepackt würbe, nnb stellenweise gingen die Wellen doch sehr hoch und die See war stark bewegt Der Ratser tst von seiner Ortentreise außerordentlich erfrischt unb ge- strikt wieder heimgrkrhrt, in Potsdam hat er fich keinen Tag nach der anstrengenden Fahrt der Ruhe hivgrgeben- sein B.staden ist nach jenen aufregenden unb anstrengenden ®tun« SpeelalitSt: \ Capes, Muffe, Barett Mi und Collier», ■Jy Kragen und Nützen, Schlittendeckte, MlMN, fuaaaätkt. * 1 Mut ii, * 50 ff,, ii > cher Borschrift. nstock, b HptiLer. Historiograph v. Poschtnger Randzeichnungen zu den Bis- marckschen Memoiren hcrouSgebeo. — Coloniale Eisendahueu. Die wichtige Frage tu solch erregter W tse sortsetzen. MP.C. Ztalien Auf den italienischen Schiffs- werfe en herrscht zur Zeit eine emfige Thätigkeit. Die „L'Ammiragliobe Sr. Bon" unb „L'Emanuel Filiberto", welche demnächst vom Stapel gehen, weisen ganz besondere Fort- schri:te in der Baukunst auf. Bon den drei geplanten Rieuzern von 12765 t Deplacement, die von »ein entworfen stnd, wird für bte „Regina Margherita" zu Specia in nächster Zele mit der Kiellegung besonnen. Der „Venedettv Briu wird tu Castellamare und der dritte Rreuzer, der voraus- | sichtlich den Kernen »Privcipiffa Eieno" erhalten wird, wird in Venedig gebaut. Außerdem wird der Bau eines Panzer- 1 keeuzer» von 7400 t unb eines anderen Rreuzers vom Typ ; der „Garibaldi" vud „Varese", welche letztere verkauft wurden, ! vorbereitet. Par», 1. December. Während ein englisches Blatt « meldete, Zola halte sich in der Umgebung der Stadt Lew ou i auf, weiß ein hiesiges Blatt zu berichten, Zola befinde sich i augenblicklich in Paris unb zwar tu einem Hotel, welches ■ nicht weit von seiner früheren Wohnung gelegen ist. Loudon, 1. December. „Eoeuiug Newö" wird onl i Peking berichtet, dort verlaute aus angeblich guter Quells ! der Rotter von China werbe bemnächst eine Euiop^eise unternehmen. Er beabsichtige, London, Paris unb Berlin zu XmiIomK Wien, 1. December. Zu der Zeitungs-Dtscusfion »egen der Erklärung des Grasen Thun über die Aus- Weisungen in U reufeen schreibt das „Neue Wiener Tageblatt* : Graf Thun hat uns gewife nicht zu seine« 8er» theidigtr bestellt, ober wir halten uns doch verpflichtet, zu sagen, dafe wenn in Berlin dte Auffassung herrscht, als hätte Graf Thun bei der Beantwortung der Interpellation über bte «uswe,saugen österreichischer llvterthanen tu irgend einer Weise Absichten gegen das deutsche Bündniß gehabt, dies der CmäUs **> provinzieS*-. Gieße», 2. December 1898, •• Bei bet Sladtverordnelenwah! baden anfeer den Gewählten vachiolgende Herren eine größere Stimmrnzahl erhalten: Schatzleute zu Pserde sprengten voran nud hinter diesen folgte der vierspännige off:ne Wagen ber Raiferta. Dte hohe Frau, deren Aussehen ein ungemein gute» unb deren Teint leicht gebräunt war, erwiderte fortwährend die Hochrufe mit freund- sichern Verneigen. Dicht hinter dem Wagen der Raiseriu folgte der Ratter zu Pferde. Auch sein Antlitz trug noch die Spuren der Orientreise. Stürmische Hochrufe tönten oem Monarchen entgegen, für die er sich unausgesetzt bebavkte. Am Braubeuburger Thore machte der Zug Halt. Innerhalb des Thores auf bem Pariser Platz hatte bte Generalität Ausstellung genommen, deSgletchetr ble Vertreter ber Stadt, an bereu Spitze ber Oderbürgermeister Rirschner. Einer ber Generale trat vor unb hielt Namens ber Armee an brn । Ratser eine kurze BegrüßungSan'pcache, die in ein Hoch auf ! den obersten Rriegsherrn oalllang. Sämwtliche Truppen ■ unb das Publikum stimmte in daffelde begeistert ein. Nun- t mehr begrüßte auch Oberbürgermeister Rirschner Namen« ber Stadt das Raiferpaar. Hierauf setzte sich der Zug wieder den vorzüglich. tw , Berlin, 1. December. Näh eres über dieReich »- tagSer ö fsnuug. Der Stellvertreter des Reichskanzlers, Gras Posadowtky, hat folgende Bekanntmachung erlaffen: Mit B^zuznabme auf die in Nr. 52 de« Reich» Gesetzblatts verkündete kaiserliche Verordnung vom 25. ds». MtS, durch welche der Reichstag berufen ist, am 6. Deckender d. I. in Berlin zufammenzutreten, wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Öffnung de» Reichstag» an diesem Tage um 12 Uhr Miuag» im W iß n Saale des hiesigen königlichen SchloffrS staifiuden wird. Zuvor wird ein Gottesdienst, unb z-var für bte Mitglieder der evangelischen Rirche in ber Sch oßkop'lle um 11 Uhr, für die Mitglieder der kaehv- li'cheu Rirche in ber St. Hedwigskircho um 11 Vs Uhr abgc- holten werden. Die weiteren MitthelluNtzen Üver die Er- ösfaungssitzurg erfolgen in dem Bureau des Reichstags am Rönigsplatz, am 5. December ds. Js. in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abend» und am 6. December von 8 Uhr vormittags ob. In diel'« Bureau werden auch die Legttiwaiieuskarten für die Eröffnungssitzung ausgeseden, so wie alle sonst erforderlichen Mittheilvngen gemacht werden. Zuschauer können zu dem Eröffnuogsacte nicht zugelaffeu werden. ä M.P.C. Berlin, 1. December. In dtpllmtttfchen Rreisen wird bte gegenwärtige zleickz itige Anwesenheit der deutschen Botschafter in London und in Washington in Berlin viel bemerkt. Nlchisdchowenig-.r kann allen Gerüchten, als cb von deutscher Seite irgendwelche Machterweiterungs- ansprüche auf den Phil ppinen ober Karolinen erhoben würden, mit E»ilchiedeuheit entgegengetreten werden. M.P.C. In ber lippeschen Sache wirb weiter zwischen den BnvdeSfürsten verhandelt. Der Gedanke, eine schiedsrichterliche Instanz zu bilden, ti> eine Präjudiz schaffen würde, tritt immer mehr in den Hintergrund. Bis jetzt ist der Schauwburg'scke Antrag noch nicht einmal in der Ausschuß Inllarz des Bvudesraths verhandelt. M.P.C. Wie wir hören, werden zu den Gedanken unb Erinnerungen Bismarcks von verschiedenen Seiten Ergänzungen vorbereitet. Unter Anderen will der bekannte Bismarck- Versuche» Reich. Berit», 1. December. Der Raffer gedachte heute Nachmittag um 3 Uhr den österreichi'ch-vugarischeer Botschafter n. Szögyeuy-Martch zu empfangen, um aas dessen t Händen bte bem Ratser als iRitglub ber kaiserlichen unb köatglichen Armee zuzedachte golbene R:gicrmtg» Jubiläums- Medaille entgegenzunehmen. Berlin, 1. December. Der „Re chsauzeiger" schreibt in ; seinem nichtamtlichen Theil: Stme Majestät ber Ratser ■ gedenken mit den öerbüaceten Regiemugeu unb mit bem deutschen Volke in innigster Antheilnahme diS Tages, an welchem unser erlauchter Banbesgenoffe Ratser Kranz) Josef vor 50 Jahren den Th on ber Habsburgischtn Mon- atchie bestiegen hat. ÜDiddc b;t Vorsehung da» theure Leben des edlen Herrschers noch lange Jahre erholten zum Segen Oesterreich-Ungarp.» unb zum Heile des europälschen Frieden«. ■ Berlin, 1. Dectmder. Heute Mittag kurz vor 1 Uhr hat ber feierliche Einzug bt» Raiserpaare» in Berlin vom Schlosse Bellevue ou» fiaitgefunben. Bereu» um 11 Uhr mars ptneu bte Truppen mit kllugendem Spiel , znm Btandlndurger Thor, um ton dort bi» zum königlichen 1 Sch oß Spalier zu bilden. Eine äußerst zahlrelche Menichen- ’ menge hatte lang» ber Charlottenburger Chaussee sowie Unter den Linden bi» zum Schloß Ausstellung genommen. Zahl- ■ reiche Gevaube in ben Hauptstraße» hatten fitflaggt. Die j besuchen. Londs», 1. December. Wie »Dai'.tz Mall" aus Madrid melbet, erklärt« Seoeral Collas, es seien angenbl-cklich in Spanien 40 000 Mann unter den Waffen. Diese Zahl würde jedoch in kurzer Zeit auf 200000 erhöht werben können, falls die Carlistev-Bewegung eine Verstärkung uöthig machen sollte. M.P.C. Rußland, von allen Seiten hört mau j tzt, welche wunderbare Thätigkeit di: Russen in Port Arthur entfalten. Die Postverbindung über Tien Tsin ist eine tägliche, bte Telegrapheoverdiodnug mit Vladwvstock ist fertig. Ein regelmäßiger Schiffsverkehr mit Tche Fon unb Nagasaki ist eiugertchtet. Fremde Raufleute werden mit größter Zuvorkommenheit behandelt uud finden von ber Regierung nach jtber R.chtung hin größtmögliche Unterstützung. Hieraus erklärt fich wohl bte große Uederraschnng, bte Lord Beresford empfand, al» er nach England depeschi'.te, eS sei geradrzu unglaublich, daß die englischen Ranfleute ihrer Regierung nicht schon längst von den ungeheuren Fortschritten der Muffen in ber Manbschurei Mittheiluog gemacht hätten. — Neber da» Sch'cksal ber Raroliuen -Insel» herricht noch einige Unklarheit. Nach einer au» Berlin ein* • gegangenen Nottz kommt bte Nachricht, dafe Deutschland i* ‘ Mabrtb den Wunsch au«geiprochen habe, ble Raroltcen- | Inseln, soweit Amerika keinen Anspruch darauf macht, i anzukaufen, offenbar au» Paris und hat, wie alle früheren Ausstreuungen dieser Art lediglich den Zweck, Deutschland und die vereinigten Staaten zu verhetzen. Bisher sei authentisch überhavpt noch nicht bekannt, ob die vereinigten Staaten die Abficht, bte Raroltnen- unb bte Martamteu-Inseln zu erwerben, ausgesprochen hoben. Dagegen will ber Berliner Berichterstatter ber „Daily News" erfahren haben, die Meldnvg, Deutschland beobfichtige, die Raroltnen-Gruppe — mit Aus- nähme der einen an Amerika als Rohlevstatton abzuiretenden Insel — zu erwerben, sei richtig. Sollte Spanien gewillt sein, die Inseln an Deutschland zu einem vernünftigen Preis zu verkaufen, und sollte Deutschland ble Ueberjeugung gewinnen, bofe keine Verwicklungen aus einem solchen Geschäft entstehen, werbe es abgeschlossen werden. Die deutsche Regierung würde labefe in keinem Fall Etwas thun, was ble deutsch amerikanischen Beziehungen trüben ober auf den Widerstand Englands stofeen könnte. — Eine endgültige Erledigung der Frage, was aus den Raroltnen-Inseln nunmehr wird, nachdem fie für Spanien kaum noch irgend welchen Werth besitzen, bleibt jedenfalls roch zu erwarten. — Bel bleftm Anlaß sei übrigens eine Washingtoner Meldung erwähnt, dafe die vereinigten Staaten keine Rechte über Chir'qui erworben haben. Verhandlungen darüber schwebten weder, noch seien fie beobfichtigt. Als ber verstorbene Bloine Stootssecretär war, versuchte er, in Chir^qai Rechte zu erwerben, ble e » geleiteten Verhandlungen ober scheiterten.____________________ yj.1t e#1 amt»»“» öto- w ied<' Ung- ™°( n , etc 120 WWMt-.l* 7t? *<% WU Fernand o 10881 --- - — —---- r. llrtfft fik D«|tl<«r Frrast>rech« Nr. H. Giessen, W1' 0, giove®^1 haft für und Toilette-Artikel ffnmerien i|M| Eschen Finnen- (Thürvorlagen etc. Mnei t Hgselvu^ervk, ^an Kosevwa^' ^derzucker, W f w. mon, Vot* ,1611 ■ frKrtxt tign« ■M lulnaoTwr »t*. ®entaH 'rx> Indien »n. »t^ewrr 1w;n*-r ^^ttkenpflege meittbe. 9 ‘"e" rsemeinb. _ ’ * («leMiifi, ^ntigemeinbe. i. -<„|8l,nW6-C1L 1. Pirr, Ludwig, Mehgermelster, 680, 2. Scheibe mann, P-Mpp, Redacteur, 677, 3. Helm, Friedrich, Welnhändlcx, 652, 4. Wtmmeuauer, Carl, Professor, 564, 5. Tchaffstaedt, Heinrich, Fabrikant, 539, 6. Balser, «rost, 492, 7. Beckmann, Georg, Controleur, 454, 8. Löb, Ludwig, Gastwirth, 454, 9. Jann, Earl, Rrallehrer, 444, 10. Dahmer, Georg, Spengler, 433. 11. Lenz, Albert, Steiohaner, 432, 12. Baum, Heinrich, Glaser, 430, 13. Orbtg, Lari III., Kaufmann, 416, 14. Lotz, Louil, Gerbermetster, 404. •* SeschichtSverein. Die mit Oeffnuug weiterer Hünen- grab er am Ealenkopf betraute Eommtsstoa ist dieser Tage wieder wacker bei der Arbeit. BorauSstchtltch wird die Hebung bei erhofften Schatzes morgen Mittag erfolgen. In Anbetracht des verdienstlichen Unternehmens erscheint nach- haltige Förderung dieser Forschungen durch fernere Dar- bietung der dazu erforderlichen Mittel dringend geboten, und ist die Redactton gerne bereit, freiwillige Beiträge dafür eutgegevzunebmen. •• Siebener BoUsbad. Der Besuch des BadeS im ab« gelaufenen Monat November hat sich ungeachtet der kühleren Witterung auf der Höhe des Vormonats erhalten und damit Zeugniß gegeben von der noch immer steigenden Anerkennung, deren sich dal neue Bad erfreut. Es wurden iusgesawmt abgegeben 8606 Bäder, also täglich rund 287 gegen 280 brz». 185 im October und September (während z. B. tu dem Offenbacher Stadtbad der höchste seitherige Besuch im November eines der letzten Jahre nur 7101 Bäder betragen hat). Im Einzelnen betrug der Besuch: Schwimmbad 5559 Männer, darunter 10411 in , 1283 grauen, . 345/*“ 10 ”«•' Wannenbäder 1. Kl. 183 Männer, 2. Kl. 491 Männer, , 1. , 68 Frauen, 2. , 302 Frauen, Römisch-Jrtsche und Dampfbad zusammen 80 Männer, « „ 23 Frauen, Brausebäder zusammen 581. Die Zahl der Abonnenten fürs Schwimmbad ist von 384 auf 424 gestiegen, wobei auch an dieser Stelle darauf htngewteseu sei, daß zwar die Winter« und die Sommer« Abonnements nur für die festen Monate October bis März und April bis September ausgegeben werden, daß dagegen Jahres-Abonnements von jedem beliebigeu Tage ab auf dir Dauer eines vollen Jahres Geltung haben. Befichtigungskarten wurden im Ganzen 91 gelöst. Die seit 11. November in der Schwimmhalle aufgestellte Personenwaage wurde von 190 Personen (zu 10 Pfg.) benützt. Endlich sei noch darauf hiogewiesrn, wie auf ärztliche Anregung die «Zurichtung getroffen worden ist, daß Badende gegen Zahlung eines Zuschlages von 20 Pfg. nach de« Bade den Ruheraum der Dampfbäder tu deoienigeu Stunden mit- benützen körnen, in welchen das Dampfbad für ihr Geschlecht geöffnet ist •• Dal Neueste in feineren Handarbeiten find Ziunarbeiteu, desgl. Arbeiten in Flachschnitt, Kerbschuitt und Holzbrand. Derartige von Fräulein Clothilde Köhler hier gefertigte Arbeiten find zur Zett im Schaufenster der Firma Kotz, Mäusburg ausgestellt und erregen lebhaftes Jntereffe bei den Vorübergehenden- und nicht mit Unrecht, denn die Arbeiten find außerordentlich geschmackvoll, sauber und gediegen ausgesührt. Da derartige Arbeiten fich schon deshalb ganz vorzüglich zu Weihnacht!» und sonstigen Geschenken eignen, weil dieselben von Jedermann nach kurzem Unterricht selbstständig gefertigt werden können, so sei auf die im genannten Laden ausgestellten Arbeiten hiermit aufmerksam gemacht. ES empfiehlt fich jedenfalls, dieselben in Augenschein zu nehmen. •• Sedrauchlmnster-Sinttagnngen. Mittels Zwinge zu befestigende Halrevorrtchtuug für Zeichevmodelle, bestehend aus drei in Klemmlagern geführten, winkelig zueinander liegenden, feststellbaren Achsen, von welchen die das Modell tragende mit einstellbarer Neigung versehen ist. Gustav Berger, Gießer-, 18. 8. 98. — Kunststein-Guß- und Preß« form für Handbetrieb mit über einer Reche festangeordneter eiserner Ausstoßstempel beweglichem Formkasten. Wilhelm Fabian, Gießen, 19. 9. 98. ** Der Verband der hessisch n laudwirthschaftlichen Genossen» Haften hat mtt der Frankfurter FtuervrrficherungSgesrllschaft ^Providentia" einen Vertrag abgeschloffen bezw. auf elf Jahre erneuert, wonach die Providentia die mit den Berbands- genoffen abgeschloffmen Versicherungen als eine besondere Abthellung ihres Geschäftes behandelt und darüber außer ihren gewöhnlichen Geschäftsbüchern besonders Buch und Rechnung führt. Durch diesen Vertrag wird den bet der Providentia verficherten Berbandsgenoffen eine ganze Reihe besonderer Bortheile zugefichert. Alle Streitfragen, insbesondere tu Brandschaden-Regulirungssachen, werden durch eine Commission, bestehend auS dem Berbandsdirector, zwei BerbandS- auSschußmi;gliedern und zwei Vertretern der Gesellschast, schiedsrichterlich entschieden. Angesehene, landeskundige und erfahrene Berbandsgenoffen werden als Vertrauensmänner bestellt, welche in erster Linie bet Brandschäden« regultruugeu mitzuwtrken haben. Infolge der den BerbaodS- genoffen zngestavdruen Gewinndetheiligung erhalten all- bet Beginn der laufenden Rechnungsperiode bei der Providentia verficherten VerbaudSgenoffen einen Rabatt von 20 Procent auf die bedungene Normalprämte und, falls die Gewinn- berechnung für die laufende Rechnungsperiode sich gleich günstig gestaltet, in der kommenden Periode einen Rabatt von 30 Procent. M Das Reichspostamt hat eine sehr willkommene und practische Verbefferuug eiugeführt. Fortan kann Jeder, der verhindern will, daß seine Depeschen zur Nachtzeit bestellt werden, der Depesche den einfachen Zusatz vorsetzen „Tage! - (telegramm). Depeschen mit dieser Bezeichnung werden in der Zeit von 10 Uhr Abend! bis 6 Uhr Morgens nicht bestellt, und zwar nicht bloß im Bezirk der Reichspost. Verwaltung, sondern auch in Bayern und Württemberg. Fehlt diese Bezeichnung, so muß jede Depesche auch in der Nacht bestellt werden, waS sehr häufig demEmPfänger keine reine Freude bereitet.MM AM x ** Gültigkeitsdauer der Rückfahrkarten zum WeihuachtSfeste. Bezüglich des WeihnachtS-ReiseverkehrS werden im Publikum schon jetzt Zweifel laut, ob dir Verlängerung der Geltungsdauer gewöhnlicher Rückfahrkarten in derselben Weise wie tn früheren Jahren erfolgt oder ob hierin eine Aende- rung eingetreten sei. Da viele Jatereffenten ihre Urlaubs- gesucht diesen Terminen anpaffen müffen und uuS nur noch etwas über 3 Wochen von dem Weihnachtsfeste trennen, fei Folgendes bekannt gemacht: Der Eisenbahn«Personenverkehr ist seit 1. Mai d. I. für die drei großen Feste Ostern, Pfingsten und Weihnachten ein« für allemal tarifmäßig geregelt worden- für Weihnachten besagt die neue Bestimmung zu § 12 der BerkthrSordnuug, daß fich die Gültigkeit der gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Dauer auf die Zett vom fiebenten Tage vor bis zum vierzehnten Tage nach dem ersten Feiertage zu erstrecken hat. Darnach werden die Rückfahrkarten künftig immer vom 18. December bis zum 8. Januar des nächsten Jahres, beide Tage eivgeschloffen, ihre Geltung behalten. •• «ine gefährliche «ugenkrankheit. Dar Großherzogliche Ministerium hat den KreisgesundheüSämtern ein Ausschreiben zugehen laffen mit der Mtttheilung, daß in neuerer Zett beobachtet worden sei, daß, wenn auch nur in einzelnen Fällen, Trachom (eine gefährliche Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann) vorgekommen sei. Nachdem ferner hin und wieder bei von auswärts, insbesondere auS dem östlichen Deutschland und ans Polen, zugereisten Arbeitern diese Krankheit covftatirt werden mußte, empfehle e- fich, daß die KreiS- gefuudheitsämter dem Auftreten dieser Augenkrankheiten ihre ganz besondere Aufmerksamkeit zuweuden. Ferner wird empfohlen, bet den Untersuchungen von Zugezogeneu jedeSmal auch deren Augen eingehend zu untersuchen und über die Ermittelungen und eigenen Wahrnehmungen dem Ministerium, Abtheilung für GrsuudheitSpflege, Bericht zu erstatten. Es find deßhalb auch sämmtliche Aerzte angewiesen worden, in jedem Falle Trachom-Erkrankungen dem KreiSgesundheitSamte zur Anzeige zu bringen. •• Wetterbericht. In den continentalen Lagen und im Süden Europas ist das Barometer stark gestiegen, so daß daselbst hoher Druck zur Herrschaft gelangt ist. Urber dem Norden des Erdthetls dagegen besteht niederer Druck fort und hat dal dortige DepresfionlCeottum au Tiefe zu« genommen. Hierdurch fiad aber über dem Nord- und Ostsee- Gebiet brträchlliche Gradienten entstanden und find dortselbst lebhafte, theilweise stürmische Winde etngetreten. In Central- Europa hat fich das Wetter gebeffert. Am Morgen war zwar in Süddeutschlaud der Himmel noch zumeist bedeckt, doch hat es im Laufe bei Tage! aufgeklärt. — Boraulsichtliche Witterung: Bet wechselnder Bewölkung im Allgemeinen noch Fortdauer deS bestehenden Witterung!« Characterl. Parlamentarisches. Die Großh. Regierung hat die Vorlage an die Landstände betreffs del Berkaufl des Braun- kohlend ergwerkS Ludwigs-Hoffnung vom 3. März d. I. zurückgezogen, nachdem Prinz Albrecht von SolmS» Braunfell von dem Kaufvertrag zurückgetreten ist. Der Rücktritt ist auf Wünsche, die in der Zweiten Kammer laut wurden, zurückzuführen. — Der vom Abg. Schmeel erstattete Bericht bei Gesetzgebungs-Ausschusses empfiehlt die Annahme des Gesetzentwurss über Anlegung des Grund- buch es mit einigen Abänderungen. Den Artikel 66, der die Regelung del BuchungSzwangel für die bestehenden Gruuddieustbarkeiteu im BerorduungSwege empfiehlt, hat der Ausschuß gestrichen. Der Ausschuß spricht die Ansicht auS, daß auch die bestehenden Grunddienstbarkeiten eiugetrageu werden müffen, mit Ausnahme der Gtbäudedieustbarkeiten, will aber den Weg der Gesetzgebung dazu einschlagen. Von einem Ersuchen an die Regierung sieht der Ausschuß deshalb ab, weil die Regierung ohnehin den Standpunkt einnimmt, daß der Gegenstand einer Regelung bedarf, nach Ablehnung del Artikel! 66 aber nur die gesetzliche Regelung übrig bleibt. — Die Beschaffung und Erhaltung eine! ausreichenden und gut geschulten WärterpersoualS gehört zu den wichtigsten Existenzbedingungen einer zur Pflege geisteskranker Personen bestimmten Anstalt, und der geordnete Betrieb einer solchen ist so sehr von der glücklichen Lösung der Wärtersrage abhängig, daß ohne diese die Erreichung des Zwecks der An- statt ganz undenkbar erscheinen muß. Der zur Zeit in vielen Anstalten herrschenden Wärternoth kann nur dann wirksam begegnet werden, wenn es ersten! gelingt, eine jederzeit ergiebige Coucurrenz zu sichern und wenn man zweitens im Stande ist, einen allzu häufigen Wechsel bei Personals zu verhinbern. In belbeiUi Hinsicht muß eine Verbesserung bex materiellen Lage beS Wärterpersonals als daS wirksamste Mittel erscheinen. Eine Anzahl von Anstalten ist nach bieser Richtung hin vorgegaugen unb hat nicht allein die Erhöhung der Löhne in rasch steigender Folge eintreteu laffen, sondern auch eine lebenslängliche Versorgung der Wärter fichergestrllt. Die seither tn den beiden Landestrrenavstalteu versuchten Mittel haben fich zur Minderung der Wärternoth nicht als hinreichend erwiesen, so daß es erübrigt, aus wirksamere Maßnahmen zu finneu. In der That darf mau fich der Elkenutniß nicht verschließen, daß die in den diesseitigen Anstalten verwilligten Löhne des Wäreerpersonals nicht mehr in richtigem Berhältniß zu den in heutiger Zeit für jeden tüchtigen und einfichtigev Arbeiter überhaupt erreichbaren Löhnen stehen, selbst dann nicht, wenn der Werth der freien Naturalverpflegung in gebührende Rücksicht gezogen wird. ' Ein Blick auf die dem Wärter zufallende schwierige und mitunter gefahrvolle Arbeit, die Schwere der ihm obliegenden Aufgaben, die Beschränkung der Freiheit seiner Lebensführung und die Verkürzung der jedem anderen Arbeiter nach gethaner Arbeit zukommenden Ruhepausen, läßt die eigenartigen Der- hältniffe deS Wärterberufs sofort erkennen. Das Großh- Ministerium deS Innern richtet deshalb an die Zweite Kammer das Ansinnen: Dieselbe wolle der Entnahme der zur Aufbeffer- ung del Wärterpersonalr durch Lieferung vollständiger Dienstkleidung, sowie durch Ertheilrrng von Prämien nach sechsjähriger guter Dienftsührung nöthigrn Summe in der Höhe von zusammen 25,050 Mk. auS den Ueberschüffen unter Copitel 55 und 56 Titel 2 „Sachliche Ausgaben des Großh. LandeS- hospitalS und der Großh. LandeStrrenanstalt" ibre Zustimmung geben. — Der Landtagsabgeorduete Köhler (Langsdorf) hat feinen Antrag, die Förderung der Fischzucht bett., zurückgezogen und stellt folgenden uemu Antrag: „Berehrliche Kammer wolle die Großh. Regierung ersuchen, Zwecks Förderung bet Fischzucht und der Teichwirthschaft noch dem gegenwärtigen Landtag Vorlage zugehen zu laffen des JnhattS: 1) Anforderung von 3000 Mk. jährlich, zur Verwendung durch den Ftschereiveretn für das Großherzogthum Hrffen, für Förderung der Fischzucht im Allgemeinen, insonderheit auch durch öffentliche! Werben sür dieselbe und Veranstaltung von öffentlichen Vorträgen, Brlrhrungen, Unterweisungen, Begutachtungen u. dgl. m. über Fischzucht und Teichwirthschaft - 2) Anforderung von 2000 Mk. jährlich, zur Verwendung durch den Fischereiverein sür daS Großherzogthum Hrffen, für Förderung der Teichwirthschaft und Unterstützung der Anlage von Muster Teichwirthschaften der Gemeinden." — Die Großh. StaatSregierung richtet an die Zweite Kammer das Ansinnen: „dieselbe wolle ihre Zustimmung dazu geben, daß für die Jnneninstallatiov behufs Einführung der elektrischen Beleuchtung in der Landesirrenanstalt der Betrag von 40000 Mk. zu Lasten der Ueberschüffe vorderer Finanz Perioden und sür die verwehrten Betriebskosten der entsprechende Betrag auS den Ersparnissen unter sachlichen Ausgaben zn Kapitel 56 der lausenden Ftnauzperiode bestritten werden." Am- fcw leit fUt bte »ett. Bor 41 Jahren, am 3. Decembe, 1857, starb zu Dresden der berühmteste Bildhauer neuerer Zett Christian Daniel Rauch. Edel und schwungvoll in seinen Idealfiguren, hat er das Verdienst, eine der Gegenwart angehörige und der Form nach vaterländische Schule geschaffen zu haben. Den Höhepunkt seine! Ruhme! erreichte er durch da! herrliche Denkmal Friedrich H. unter den Linden zu Berlin. Der Künstler wurde am 2. Jmuar 1777 zu Arolsen geboren. Grillparzers Sappho. Zur dritten Vorstellung des Theatervereins. Seitdem Oesterreich im Mittelalter so großen Einfluß auf die deutsche Lttteratur gehabt hatte, hatte es keinen bedeutenden Dichter mehr heroorgebracht, bis Grillparzer auf dem Plane erschien. In ihm erwuchs der dramatischen Kunst einer der größten Meister aller Zeiten. Wenn auch sein erste! Werk, „Die Ahnfrau", (1817) fich anscheinend ganz im Geleise der Räuber« und Gespensterstücke der Wiener Volksbühne bewegte und zugleich die Einwirkung der romantischen Schicksalsdramen verrieth. so war doch die hinreißende dramatische Kraft nicht zu verkennen. Er ist geschaffen und nicht gemacht. Wie im Fieber ist er gedichtet- alles schwebte ihm so lebhaft vor, daß er eigentlich nur niederzuschreiben brauchte, was er hörte. Keine größere Ueberraschung hätte er bereiten können, als damit, daß im folgenden Jahre der siebenundzwanzigjährige Dichter „Die Sappho" folgen ließ, die am 21. April 1818 zum ersten Male auf dem Burgtheater auf» geführt wurde. Welch ein Unterschied mit der wild dahinstürmenden Leidenschaft, der Fülle der Ereignisse, den starken Effecten der Ahnfrau! Von den Rittern, Räubern und Gespenstern, von der Schrecken»nacht im Schlosse und an der Gruft zu Borotin werden wir unter den heiteren Himmel Griechenlands an die lachenden Gestade des meerumrauschten Lesbos versetzt. So wenig Begebenheiten wie möglich; da» Seelenleben, die inneren Kämpfe einer Dichterin werden un» vorgeführt. Ein anderer Geist schwebt über diesem Drama. Was ihm von Goethes Dichtung, an dem er seit Jahren mit größter Begeisterung hing, dessen Taffo und Iphigenie er besonders schätzte, zu innerem Eigenthum geworden war. was er beim Studium der griechischen Tragiker gewonnen hatte, das kam in lebhafte Bewegung und half ihm mit bilden, als ihn die Geschichte der Sappho ergriffen hatte. Durch einen Zufall war er auf diesen Stoff gerathen. Ein Bekannter hatte ihn um einen Text zu einer Oper Sappho gebeten. Sofort kam ihm der Gedanke, ein Drama daraus zu machen. Denn das war gerade der einfache Stoff, wie er ihn damals suchte, um zu beweisen, daß er auch im Stande sei, lediglich durch die Macht der Poesie Wirkungen hervorzubringen. Er ging sogleich ans Werk. Die wenigen Bruchstücke der Lieder Sapphos — das schönste hat er am Schluffe des ersten Acte» in freier Uebersetzung eingefügt — versetzten ihn in Stimmung; und nachdem er seiner Heldin Geschick in Einklang gebracht hatte mit dem, was ihn selbst innerlich bewegte, schrieb er das Drama in wenigen Wochen (L—25. Juli 1817) nieder. Als ein einheitliches Ganze» steht so dieses einer machtvoll wirkenden Naturkraft entsprungene Kunstwerk vor uns. Was einst die antiken Komödiendichter, das reine Bild der großen Dichterin verzerrend, erfunden und mit Vorliebe dargestellt hatten, ihre unerwiderte Liebe zu dem schönen» Phaou und ihren Sprung vom leukadischen Felsen, das hat Grillparzer zu einer ergreifenden Tragödie gestaltet. Ein Jahr vorher hatte der Philologe Welcker die Dichterin, die am Ende des 7. und am Anfang des 6. Jahrhunderts vor Christus lebte, von einem herrschenden Vorurtheile befreit. Aber Grillparzers Drama enthüllt uns zugleich ein Stück des Innenlebens des Dichters. Aus Sapphos Leid tönt uns de» Dichters eigner Schmerz We hfr u tSwL***> tel“ «litte lä6t HiT^UW >h°Id wiL®“ ®uj|. "taunj 60OM.U 8lNir. »»w S* »i«b "»«'iS»™?“®* ««»M- >ntu ftöM.. m Wwuno ”• ‘mW S'ä'^-ä L JU löfiw btl JchM. a. /!' ^Ut ®ei®l^lm8 M ’fe* wi £ Qrhfe De3' Unheil L । !UDb8tm^^g hä ttöt,to,,N«/ 8«> Äl?‘l,l*l,l*|t; iÄ *' *“ eR*«‘mi ttnlt,^6un| dn Mm erSe»Mrv.«-Dtt»rch. ototttc Rannutt bal Änfinntn: 8 bflju geben, bah für blt lthruog brr elektrisch,» «irmanfhn tu Bmag UebrrschG vorbuu Ftvaoz* rtro Brtrtebtkostra brr ent« 'anrifftu nut« sachlichen 8ni» nhm Ftnanzperiobc bestritten Wt Mt »irr. *1851, HguDttttm trrM Lhri-lan Daniel l In seinen Jbealfiznren, hat zenrart angehörige unb der le geschaffen zn Haden. Den eichte er durch baß herrliche den Linden zu Bulin. Dtt 1777 zn Arolsen geboren. 's LaPPho. g des Thealnveicks. Mittelalter so grohen Einfluß labt hatte, batte d keinen bi» •gebracht, bis Wwr auf wuchs der dramatischen $M 2M. Wenn anch \eln «sie» n sich anscheinend ganz m ** der Wie« S» e Einwirkung der rowanttschta urbotbbieiinn®*,1"”1?' 6t U gtl*” “J * ijntlidi im ntdiMchinw e zrößm Ueb«ti|N9 i1“ “ÄS’* ä*sä b^t im Schlöffe und an der * ,Dt. „ h tuen tzimmel * d , Gurten Gestade bei bfll ää* it w11- (4»tM S ,t feit 3^rt «"9.an i‘l u«b *" 2” genortt« *'■ tew ®l9l# a.rMj|rt gtwonnfl wie«* IrÄf > S8e»e9«"9 „griffen W’ i b« SoÄ ’uf d>-!-" @i.0„Vdp« S"’’* ,t ®b* ‘'Lj, W “lie ■‘eribe b« ‘'."T,, «ni i «L’S i«if* °¥L - /«gtföe sLS r-sLix.'. j hat ®tl7 vorher L unb t Siu W ßvde bf4.fl eine5i •rin» d'^hristus lebk° $lQ»a ^*«2 **?fi®a** V^w entgegen. Denn der (Grundgedanke de» Drama» ist der Fluch der Poesie. Grillparzer hat damal» seine Dichtergabe al» einen Fluch empfunden, die ihn ausschloß von dem frohen Genüsse de» wirklichen Leben», der den gewöhnlichen Sterb» lichen vergönnt ist. S» waren die Jahre der weltschmerzlichen Stimmung, deren Vertreter vor allen Byron gewesen isi; und dieser Schmerz ging au» von dem Widerspruche zwischen Poesie und Wirklichkeit Ideal und Leben, einem Widerspruche, von dem der Künstler am schwersten betroffen wird. Weither» und Taffo» Krankheit in neuer Form! An dieser schmerzlichen Empfindung de» Gegensätze» von Leben und Kunst litt Grillparzer damal» schwer. Da» verrathen besonder» die Gedichte au» dieser Zett. Alle» Wirklichen Genusie» muß er, wie er klagt, um der Kunst entsagen. Seine Phantafie erscheint ihm wie ein wilder Dämon. Da» Leben belegt ihn mit Acht und Bann. Er ruft ihm zu: Sieh, wa» da» Leben dir entzogen, Ob dir» ersetzen kann die Kunst! An diesem Widerspruch, den Grillparzer zu seinem Unheil nie in sich hat völlig au»gleichen können, geht nun seine Sappho zu Grunde. Aber deshalb ist sein Drama keine»weg» eme von den damal» beliebten Künstlertragödien geworden; nein, seine Sappho ist doch auch ganz und gar da» leidenschaftliche Weib, da» mit der jugendlichen Nebenbuhlerin um den treu- losen Geliebten kämpft. Zu spät erkennt sie, wie sie sich dabei mit Schuld befleckt hat. Nachdem sie sich dann wieder« gefunden hat, da weicht die Gemeinheit de» Irdischen von ihr zurück. Die hehre Dichterin sieht wieder vor un»; aber dann büßt sie ihre Schuld durch freiwilligen Tod. — Die Tragik de» Stückes findet ein Gegengewicht durch die mit feinster Kunst ausgeführten idyllischen Scenen, andererseit» durch die bilderreiche, wunderbar gedämpste, klangvolle Sprache de» auch musikalisch hochbegabten Dichters, deffen Liebling Mozart war. — Wenn wir auch heute an eine ganz andere dramatische Kost gewöhnt find, so ist doch zu hoffen, daß Grillparzer» Sappho auf Alle, die ein Gefühl für echte und wahre Kunst haben, ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Den tieferen Grund dafür hat er selbst einmal in einem sehr schönsten Gedichte „Jugenderinnerungen im Grünen" also hervorgehoben: Denn Leben»pul»schlag zog durch meine Lieder, Und wahr rote mein Gefühl, war mein Gedicht, -u. Kirchliche Anzeigen der Stadt Giefzen. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 4. December. 2. Advent. Gottesdienst. In der Stadtktrche. Vormittags 9«/, Uhr : Pfarrer Schlosser. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgememde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Marcusgemeinde, wozu besonders auch die neuconfirmirte Jugend eingeladen wird. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Nächstkünftigen Sonntag, den 11. December, findet Beichte und heil. Abendmahl für die MatthäuSgememde im AbendgotteS- dienst statt, wozu besonders die neuconfirmirte Jugend eingeladen wird. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Johannedkirche. vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeindc. Pfarrer Dr. Nauman n. Nachmittag» 6 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die LucaSgemeinde im Abend- aotteSdienft. Zu dieser Abendmablsfeier werden besonders auch die Neuconfirmirten auS den letzten Jahren eingeladen. Montag den 6. December, AbendS 8 Uhr. Bibelstunde im Eonfirmandeniaal der JohanneSkirche. Kolofserbrief, Cap. 2. Warnung vor Irrlehren; deS Apostels Sorge um die Gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Am 3. «dventfonntaa, den 11. December, wird Beichte und heil. Abendmahl gehalten für dte JohanneSgemeinde tm Abend- goUeSdtenst. Zu dieser AbendmadlSfeter werden besonders auch dte Neuconfirmtrten auS den letzten Jahren eingeladen. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. Im Sonstrmandensaal, Neustadt 61t Donnerstag den 8. December, AbendS 8 Uhr: vibelstunde. 1. öor. 14, von der kirchlichen Ordnung. Pfarrer Schlosser. »etliüiet etmtielt. EamStag den 3. December. Nachmittags um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 4. December. 2. Sonntag im Advent. Vormittag» von 6>/, Uhr an : Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austhetlung der Herl. (ftommiyuon; , um » Ubr: Die,zweite heil. Messe; , um 9i/, Uhr: Hochamt mit Predigt. NachmitttagS um 5>/, Uhr: Christenlehre; darauf AdventSandacht. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Sabbathfeier am 8. December 1898. Freitag Abend 4« Uhr, SamStag vormittag 8« Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 6“ Uhr. Nachmittag 2« Uhr Schriflerttärnng m der Synagoge. WochengotteSdicnst Morgens 7 Uhr, AbendS 4 Uhr. Verteil €au&« anö Volkswirtschaft. - Mecklenburg-Strelitzsche Hypothekenbank. Wie auS dem Jnseratentheile unterer deuttgen Z-ituna elftchtttch, werden die am 2. Januar 1899 fälligen Pfandbrief-Coupon» bereit« vom 16. December er. ab kostenlos eingelöft. - Pommersche Hypotheken-Actien-Bank. Wie au8 dem Jnseratenlheiie unterer veuitgen Zeitung ersichtlich, werben die am 2. Januar 1899 fälligen Pfandbrief,Coupon« bereit« vom 15. December er. ab kostenlos eingelöst. Nsnefte Nachrichten. Depesche» de» Bure»» »Herold". Berlin, 2. D.cember. Bämmtliche Morgenblätter widmen dem Kaiser Franz Josef anläßlich seine» hevtlgen 50jährigen Regie r.ungSjubiläum» äußerst sympathische Artikel. Al» vorseier sand gestern Abend in der Kaiser Wilhelm Gedächtvihkirche ein Orgelconeert statt, dem da» Kaiserpaar, die säwmtlichen hier anwesenden Fürstlichkeiten, die Mitglieder der österreichischen Botschaft, die Minister, die Generäle sowie sonstige hohe Würdenträger beiwohnten. Berlin, 2. December. Da» „Kleine Journal" meldet au» Pari»: Gestern soll der Loffatiou»hof ein sensationelle» Zrugviß bezüglich der Jntrignen gegen den Obersten Picquart erhalten haben. Trotz der gegrntheiligen Meldung der GeneralstabSpreffe gilt r» doch für ausgemacht, daß die kriegsgerichtliche Brrhandlung gegen Picqaart nicht stattfindet. Berlin, 2. December. Der „Local-Anzeiger" meldet, daß Oberst Picquart gestern seine Aussagen vor dem Caffationshose mehrfach wegen eines quälenden Kehlkopf- Katarrhs unterbrechen mußte. Picquart befindet sich in ärztlicher Behandlung. Karlsruhe, 2. December. Wie die „Badische Prefft." meldet, find die zwischen den deutschen Bundesregierungen gegenüber der Anarchistengefahr getroffenen gemein- tarnen Maßregeln am 1. December in Kraft getreten. Nach einer osficiös'.ll Meldung derselben Zeitung ist die badische Regierung der Meinung, daß der ouzastrebende Schutz der Arbeitswilligen durch eine entsprechende F-ffuvg deS § 153 der Gewerbeordnung ermöglicht würde, und würde die badische Regierung einer Vorlage, welche den Inhalt de» § 168 nach dem Entwurf von 1890 wieder aufuimmt, zustimmen. Die», 2. December. Kaiser Franz Joses ist gesteru aus Schloß W^llfee eingeiroff'n. Gestern Abend sand der Fackelzug der Fcuerw'hrleute und v'teraoen statt. Nach veeodiguug de» Fest Goite»diensteS wurden ElinneruogS- Medaillen vertheilt. Zahlreiche Peisöu'.ichkeiteo, wurden mit der Jubiläum» AuSzetchunng bedacht. Zahlreich vertheilt wurde der vom Kaiser zum Andenken der Kaiserin Elisabeth neu gestiftete Elisabeth-Orden, deffeu Stoßkreuz u. A. die Fürstin Metternich erhielt. Wie», 2. December. AuS Anlaß de» Regierung»- Jubiläum» pudliciit da» „Amtsblatt" 4404 Orden»- und Titelverleihungeo. Budapest, 2. December. Die Unabhängigkeit»-Partei gedenkt in der morgigen Sitzung deS Sbgeordnetenhause» in ber Angelegenheit der Jnterpellation»-Beaotwor- tung deS Grafen Thun über die Ausweisungen der Oester- reicher auS Preußen mit Rückstht aus das Bündu^ß zwischen Oesterreich Ungarn und Deutschland zu iotetpilliren. Brüssel, 2. December. Die Pol'zei hat da« Anarchisten« Organ „Uiber 16* beschlagnahmt und gleichzeitig tzan»- suchungen bei verschiedenen Anarchisten in Brüssel vorgenommen. Pari», 2. December. Mehrere ParlameutS-Mitglieder haben sich darüber verständigt, eine neue Gruppe zur Wahrung der Interessen der sranzösischen Seiden-Jndustrie in der Kammer zu bildtn. Bi» jetzt haben etwa hundert Abgeordnete ihre Zustimmung hierzu gegeben. Loudon, 2. Dtcember. „Daily Telegraph" meldet au» Madrid: Marschall Eampo» habe belchloffen, einen Staatsstreich in Spanien zu unternehmm. „Daily Graphic" bemetke, ein solches vorgehen wäre für Spanien nicht besser al» eine Revolut on oder ein Wieder Umsturz der jetzigen Dynastie. Et wäre schlimmer für Spanien al» olle» Andere und c» würde da» Land seiner Freiheit berauben. PeterLburg, 2. December. Der Zar richtete eine lange Glückwunsch - Depesche au den Kaiser Franz Joses. Alle Regimenter, deren Inhaber derselbe ist, veranstalten heute eine Fe er. Belgrad, 2. December. Nachdem in der letzten Zeit die Arnauten«Einfälle in Serbien wieder einen bedenklichen Umfang angenommen haben, wurden die Grenz wachen abermals bedeutend verstärkt und der jetzige serbische Gesandte in Konstantinopel angewiesen, bei der Pforte cate- gorisch Abhilfe zu verlangen. Konstantinopel, 2. December. Die Notifikation der vier Kreta-Mächte beim Minister de» Aeußern betreff» der Ein- sttzuog de» Prinzen Georg al» Commiffar der vier Mächte in Kreta sand gestern durch die ersten BotschaftS-Dragomane der englischen, rusfischen, sranzösischen und italienischen Bot- ichase ftatf. - Todesfall IQ Procent eines Theilhabers undNonübernahmo veranlassen . Rabatt uns zu einem wirklichen Ausverkauf BXird naudii Weihnachtsgeschenke in Damen-Kleiderstoffen auf alle schon i fQr Winter, Herbst, Frühjahr und Sommer und reducirtenPreise offeriren beispielsweise: 10885 während der ytr. solid. Winterstoff zum Kleid für M. 1.80 Inventur- Liquidation. Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. 6 w „ Santiagostoff „ » „ w 2.10 6 „ „ Neglig6- u. Velourstoff w , w 2.70 6 e „ Halbtuch „ * • 2.85 sowie neueste Eingänge der modernsten Kleiderund Bio ne en stoße für den Winter versenden in I einzeln. Metern, bei Aufträgen von 20 Mk. an franco Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Versandhs. Stoff z. ganz. 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D o e r i n g.________________________11872 Offene Stellen Gesucht auf sofort ein in Lberheffen oetannrer, gut ein^efü^iteT, zuverlässiger Kolporteur. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 11930] Ich suche auf sofort einen zuverlässtgen Manu, der mich täglich im Fahrstuhl fahren kann. ______Dr. Noese, Ludwiastraße 27. 11947] Ein Hausmädchen findet gute Stelle m kleinem Haushalt. Fraukfurterstratze 49. Gesucht ein Schreiber mit Schreibmaschine zum ArbeUen nach Diktat in den Abendstunden. Cfferten unter Nr. 11922 an die Ex« pedition dieses BlatteS. Ein solides Mädchen, in Küche und vausarbeit erfahren, auf 18. December oder Weihnachten gesucht. Frau Louiö (fctnmeliuS, 11752_____________Ostanlage 10.________ 11943] Tüchtiges Laufmädchen sofort gesucht._________Luvwigstratze 57, I. 11948] Hausmädchen und Mädchen für Küche und HauS für hier und aus- wätts gesucht durch Frau Hüttenberger, Seltersneg 67. 31t u erI: niifen 11944] Ein schwarzer Kammgarn-Anzug I (Gehrock) fast neu, zu verk. 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Der Vorstand. 1.942 grossem Maasse entgegengebracht wurde, sagen wir unseren innigsten Dank. 11950 Der Vorstand. 11924 Für die Hinterbliebenen: Briefumschläge Briefpapi ere Wilh. Rudolph Giessen, den 2. December 1898. 11952 wir besonders aufmerksam machen. 10000 Mk. auf erste Hypothek gesucht. Offerten mit Angabe des Zinsfußes unter B. 11937 an die Expedition d. Bl. erren-, Knaben- und Kinder-Confection. Anfertigung nach Maass. Werkstätte im Hause. Joppen, Winter-U eberzieher, Havelocks. Specialität: Kinder-Anzüge. Manufactur-Waaren. A. Rubinstein. Paderewsky. Ascher. als nickelplattirte Service in grosser Auswahl. Für die herzliche Theilnahme, die uns aus Anlass des Todes unserer lieben Mutter in so Die Beerdigung findet Samstag Mittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofs aus statt. Etudes characteristiquos do Concert,. par Adolphe Henselt. Schumann. Transscriptionon ron Dr. Franz Liszt. Morgen Samstag, den 3. December: Ata-Herren-Abend in Köhrles Merhalle. 2. De.. 8 llijr Obi. I. Gr. 9 llijr III. Gr. llOT1 „0, du mein holder Abendstern“ c) „Gebet“, Ensemble-Satz a. d. Oper „Lohengrin“ j Freunden, Bekannten und Verwandten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß unser guter Gatte, Vater, Sohn und Bruder Jakob Colmar, SihmiedeMkister heute Morgen um 8 Uhr im Alter von 33 Jahren sanft verschieden ist. Die Beerdigung finbtt statt: Samstag den 3. December, Nachmittags 2 Uhr. Hund zugelaufen. M'ik' 2.-51. Abzuholen RE'N -ilCKEL 4- PATENT^-* Die Wanderer, Hießener Fiadfahr-Kesellsch. Samstag den 3. December 1898, Abends 9 Uhr: Aamilien-Abend im Hotel Einhorn. Vorzügliches humoristisches Programm, humoristische Zeitung :c. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Markos Hauer, KirchenpBatz II, gegenüber der Stadtkirche. J1921] (Sut erhaltenes Meyer-Rad (Ha!! rentier) zu verkaufen. aus der Berndorfer Metallwaaren-Fabrik in Berndorf bei Wien als bestes und dauerhaftestes aller existirenden Fabrikate bekannt! Alpacca- and AIpacca-Silber-Bestecke. Capitalieu Kaisergarten. Heute Freitag Abend und morgen Samstag Abend 8 Ahr Historisches Piano-Recital eines 76 Jahre alten Königlich Hannoverschen Hofpianisten Gießener Merclud. Sonntag den 4. December, Abends 8 Uhr, 11920 Familicn-Abend mit Musik Bei Sauer, Yeustadt Todes-Anzeige. Gestern verschied unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Friedrich Berg, Mndiener. Dies zeigen tiefbetrübt an Dis trauerudeu Hiuterbliebeueu. Poetische Weihnachts - Geschenke für Küche und Haus in nur soliden Qualitäten. Schlittschuhe, Laubsäge- und Werkzeugkasten, Schlitten, Sportwagen. Brüder Schmidt, Selters weg 83. (Eleve Dr. Franz Liszt’s). Programm. I. Abtheilung. 1. Praeludium und Fuge aus dem „wohltemperirten Clavier“ ............... 2. The harmonioux blacksmith, tema con Variazioni 3. Nocturne............... 4. Zwei Lieder ohne Worte 5. Sonate patbetique 6. Polonaise, Opus 72 (E-dur)........ (15 Minuten Pause) 11. Abtheilnng. 7. a) Nocturne, op. 9 Nr. 2 b) Impromptu, op. 29 c) Berceuse, op. 59 d) Marche funebre 8. a) Melodie b) Menuet, op. 14, Nr. 1 c) Le chant des fieurs (RSverie poßtique) 9. a) Repos d'amours b) Si oiseau j’etais, i toi je volerais 10. a) Träumerei . . b) Recitatif et Romanze de Vopera „Tannhäuser“: In Gießen i i', ! einer Lage, ist ein rentables Haus imi- Wohnungen von 5 Zimmern, Ein- fabit, großem Hof, Stallung, Remise, 9'lagazin- und Comptoirgebäude, mit p ..cm Keller Darunter, außerdem Karten, Verhältnisse halber baldigst für Mt. 60000 zu verkaufen. 11932 Kaufliiwhaber wollen sich wenden an Slitsai Jacob Seßker, Frankfurt a. M., Börsenstr. 11. Hauptniederlage und Alleinverkauf bei Ernst Balser, Mäusburg 11. 11789 Job. Seb. Bach. F. Händel. John Fielet. Mendelssohn-Bartholdy. L. van Beethoven. C. M. von Weber. 11951- .ESCH ÄFTSBÜCH ER für den kaufmännischen Bedarf liefert rasch und billig 'die 'Brühl'sehe UniH. ■ ^brucherei, (‘‘Pietsch Briten) 7 SchulstrasH 7. 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