^entarte k 40 _^_$Dtftaub^ Zollern 8 E» JboanfBtnt. § ute. g Reine Weine. 0 ^tungsvoll Q Hermes. Moosaaaoooog Äckalt f MMch N äffend: 1Mm sche, per M 17 te, M „ 30 , 1887 85.» 101» 23» 97.» 41» 101.» OOOX» )onfn°un Dtö- gtfeaciie« iriefu'mschW en 'ßtfaff pietsch S<**6 Srict «Ü.» diü* .en Milchfabriken: !U. 30,000 Liter. 1 goldene Medaillen. lindennehl ehpulrer) । von den ersten Autoritäten fohlen und ist das beliebteste Nahrungsmittel für kleine und Kranke. Memhmq reinste Schweizemikh. indernahrung irt und stets zuverUssig. • jüdernalining aulich, verhütet Erbrechen und eicbtert das Entwöhnen. indernaW ■ gtra infach zu bereuen . Aentenb- CM- .effSS L gjSSSS'* 1898' - 6®«1* HgieseH Nr 258 Zweites Blatt Donnerstag den 3. November 1S98 ■M lalw^w kl »entofi. Di» •w^mrr »«■Uitairitltt wrkcii km Anzeiger »Mcntiidi eiermel »eigelegt Gießener Anzeiger »trrtHlikrft't 8 Mark *) 9S ■weit 14 76 W* ■rtt CnaO Be6»m Änjtigm Kr deu Gießener lUqrtf < «»WWW» Aintr- und Anzeigeblatt für den ICret# Gieren. Gratisbellazr: Gilßener Familimblätter Ha>rN,a. int «r**wet: Ldresie für Depefchen: A,zeige» Fernsprecher Nr. 61 Amtlicher Tbeil. Siebes, 1. November 1898. Betr.: Den Ruubgang der Kelbgeschworeneo. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «e die Groffh. Bürgerwetftereieu de- Kreises. Wir erinnern Sie, soweit S'e noch ifltfüänblg find, an die baldige Erledigung unserer. Brrfügung vom 6. v. Mts. — Siebener Anzeiger Ni. 237. v. Bechtold. Gießen, den 1. November 1898. Betr.: Dir Vertilgung der Blutlaus. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Einer Anregung des Oderhzss. Obstvauverem» solgeud empfehlen wir Ihnen, die Mitglieder der nach dem Reglement vom 8. Februar 1888 (KreiSblatt Nr. 32) zu bestellenden Towmisfionen bet Sbhaltuug von Vorträgen de» Obstbau«« trchuikerl re. tu Ihren oder benachbarten Gemetudeu an- zuweilen, deuselbeu beizuwohnen und sich über die Obst- davmschLdltuge die erforderliche Belehrung zu verschossen. v. Bechtold. f Gießen, den 2. November 1898. Betr.: Vertilgung bei Frostnachtspanneri. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf den Im Abdruck nachstehenden, au« dem Monatsblatt del Oberhessischen Obstbauveretns vom October 1891 entnommenen Artikel beauftragen wir Sie, die Baumbesttzer Ihrer Gemeinden alsbald zur Anlegung von Klebgürteln an den Obstbäumrn öffentlich aufzufordern, sowie an den Gcmeindebäumen auf Kosten der Gemeinde Klebgürtel baldigst anbringen zu lassen. Mitte November b. I. sehen wir Ihren Berichten über ben Vollzug unserer Anordnung mit ber Aeußerung barüber entgegen, inwieweit bie Bvumbesitzer Ihrer Aussorberung entsprochen haben. v. Bechtolb. Die Frostnachtspanner. Einer ber gefährlichsten Feinde unserer Obstbäume, ber Frostnachtspanner, schickt sich wieder an, seine Brut an unsere ObstbLume zu bringen unb baburch jetzt schon die nächstjährige Ernte zu beeinträchtigen. Deshalb ist es nothwendig, daß alle Obstzüchter Hand m Hand gehen und verhüten, daß da» Deibchen seine Eier an die Knospen ber Obstbäume legen kann. Dies«! Weibchen, bas noch in ber Erbe all Puppe ruht, kommt nämlich von Anfangs October bil Mitte November au» ber Erbe. Es ist ein Schmetterling, welcher nur mit Flügelstümmeln versehen ist, also nicht fliegen kann, dafür aber sehr kräftige, lange Beine besitzt, mit deren Hülfe et den Stamm erklimmen und zu den Knospen gelangen kann. Das Männchen dagegen, welche» braune Flügel besitzt, kann fliegen und sucht da» Weibchen während del Marsches am Stamme entlang auf. Gelangt da» Weibchm bann in die Baumkrone, so legt el an bie Knospen seine Eier ab, «nb zwar nicht weniger als etwa 250 Stück. Aul biefen schlüpfen im Frühjahr die kleinen grünen Spannraupen, welche mit der Entwickelung der Blütheu wachsen, sich zwischen einige Blätter und Blüthen einspinnen, um von ba aul die Entblätterung ber Bäume durchzuführen. Als ber bekannte Pfarrer Christ diese Lebenigeschichte kennen gelernt hatte, reihte er an bie vielen Verdienste, die er sich um den Obstbau Oberhessens schon erworben hatte, noch ba» eine Mittel zur Bekämpfung biese» Feinbel. Er hat zuerst auf Birkenrinde Theer gestrichen unb diese Rinde dann um den Stamm gebunden. In der neueren Zeit mürben erst bie Älebgürtel in Anwendung gebracht, welche in der richtigen Weise und zur richtigen Zett angewendet, da» Erklettern de» Baume» durch da» Weibchen unmöglich machen. Im Kreise Gießen war diese» Anlegen der Klebgürtel überall ba von gutem Erfolg begleitet, wo el richtig durchgeführt würbe, und wo bie Bäume trotzdem von ber Raupe entblättert würben, waren eben Fehler gemacht worden. Wenn man den Gürtel anlegt, nachdem der Frostspanner oben am Baume ist, oder wenn man ben Leim eintrocknen läßt, oder wenn man fingerdicke Lücken zwischen Stamm und Rmg läßt, daun darf man nicht der Methode, sondern muß feiner eigenen Gleichgültigkeit die Schuld beimessen. Deshalb wolle man beim \ Anlegen der Leimringe, denen wir recht große Verbreitung ’ wünschen, folgendes beachten: 1. Die Ringe müssen Anfangs October angelegt werden. - 2. Da» Papier muß sehr gut ge'eimt sein. Am besten ' verwendet man sogenannte» Pergamentpapier. 3. Da» Papier muß mindesten» 10 Ctm. breit sein. • 4. Der Papierring muß um ben ganzen Stamm gelegt ! unb mit einer Korbei unten unb einer oben gebunden fein. ' 5. Zwischen dem Papierring unb bem Stamm dürfen ! keine Lücken sein, da sonst da» Weibchen unten durchkriecht. ’ Etwa vorhandene Lücken werden mit Lehm, Werg rc. au»- \ gestopft. ; 6. Bevor man den Papierstreifen anlegt, muß an ber j betreffenben Stelle bie Rinbe glatt gemacht werben. 7. Der Leim wirb mit einem Pinsel auf ba« Papier, niemals aber auf brn Stamm selbst aufgestrichen. 8. Es ist nothwenbig, baß man bie Ringe alle 10 Tage von Neuem anstreicht. Im Uebrigen fei bemerkt, baß bie Gefchüstsstelle be» Oberhefsifchen Obstbauvereins in Friebberg gerne bereit ist, gute», geschnittenes Papier unb beliebige Mengen Leim zu vermitteln.______________________________________________________ Gießen, den 1. November 1898. Betr.: Feier del Geburtstag» Sr. König!. Hoheit del Groß« Herzog! und Ihrer Röntgt. Hoheit der Großherzogin. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen au die Schulvorstände des KreiseS. Wir beauftragen Sie rubr. Feier am 25. d. Mt». in der seither üblichen Weise in den Ihnen unterstehenden Schulen feiern zu lassen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Wetterauer Geflügelzuchtverem beabfichtigt mit der am 17.—20. März 1899, stattfiudenden Geflügelanlstellung, eine verloosung von lebendem Geflügel und Gegenständen der Geflügelzucht zu verbinden. Großherzogliche» Ministerium de» Innern hat die nach, gesuchte Ertaubniß zur Veranstaltung dieser verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr all 6000 Loose zu ; 0,40 Mark dal Srück, aulgegrben werden dürfen und : mindestens 60 Proeent de» BruttorrlöfeS aus dem verkauf ' der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständeu zu ver- . wenden find. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz • Oberheffru gestattet worden. Gießen, den 1. November 1898. Großherzogliches RreiSamt Gießen. v. Bechtold.____________________ Vom neuer, preußischen Landtage. Noch haben die W-Hlen der Abgeordneten zur zweiten : preußischen Kammer nicht stattgefundrn, und schon werden die \ Vorlagen d iS ent irr, welche dem Landtage zugehrn sollen. Da ist zuerst die große Eanaivorlage, welche eine ziemlich erregte ! Debatte herbeiführen dürfte, da auS w'.rthschaftlichen Gründen daS Projekt mancherlei Anfechtung begegnet. Wenn ein ! große! süddeutsches Blatt recht unterrichtet ist, so wird sich der nächste preußische Landtag auch wieder mit einer Novelle zum Vereinsgesetz zu beschastigen haben, nachdem die bezüg« liche Regierungsvorlage im Jahr 1897 gescheitert war. Daß eine solche Novelle wieder eingebracht wird, findet wohl die Billigung aller Parteien, wenn auch über den Inhalt des neuen BereiuSgesetzeS die Wünsche weit auSeinandergehen. Die link» stehenden Parteien und das Eentrum wünschen . eine einfache Aufhebung des § 8 des jetzigen Vereinsgesetzes, welcher ben politischen Vereinen verbietet, mit einander in ; Verbindung zu treten. Sie stützen ihre Forderung auf die ; vom Reichskanzler Fürsten Hohenlohe bei der Berathuug des Bürgerlichen Gesetzbuches im Reichstage gegebene Zusage, auf die Landesregierungen etuwirken zu wollen, damit dal BerbindungSverbot aufgehoben werde. Nun find einzelne deutsche Staaten hiermit bereits vorgegangen, während der größte Bundesstaat noch zurückgeblieben ist. DaS liegt an ’ der anderen Auffassung, welchr die preußische Regierung bezüglich eines neuen Vereins- und versammlturgSgefetzeS hat. Bekanntlich wurde der i» Jahre 1897 eingebrachte Eiitwurf mit einer knappen Mehrheit vom Adgeordnetenhanse cdgelehnt; hatten zufällig auf der linken Seite des Hansel einige Abgeordnete in jener Sitzung gefehlt, so würde der Entwurf zum Gesetz geworden sein. Da die Zusammen- fetzung der zweiten preußischen Kammer nach den Neuwahlen sich nicht wesentlich verändern wird, so hat die Regierung die Aussicht, eine der vorigen ähnliche Vereinsgesetzvorlage auch jetzt noch im Parlament durchzubringeu. Man darf deshalb damit rechnen, daß der neue Entwurf keine wefeut- licheu Abschwächungen erfahren wird. Der Inhalt der Vorlage soll noch nicht festgesetzt worden sein, aber da die Regierung auch künftig ihre Stütze an der Rechten del Abgeord- neteuhauseS suchen wird, so muß man annehmen, daß fie auch deren Wünsche bezüglich del neuen veretulgesetzeS berücksichtigt und nicht einfach den vielberufeneu Paragraphen 8 aufhebt, sondern Bestimmungen einfügt gegen den Mißbrauch del Vereins- und versammlungsrecht«.(xx) Deutsches Reich. Berlin, 1. November. Die Erbgroßherzogi» Elisabeth von Oldenburg unterzog fich, wie aul Kiel gemeldet wird, heute im dortigen Königlichen Schloß einer Operation, welche glücklich verlief. Professor Werth, der Director der Universität« Fraueu-Klinik führte die Operation unter Mithilfe zweier Assistenten au«. Die Erbgroßherzogi» verbleibt im Schloß, wo sie die «aiserzimmer bewohnt, bi» zu ihrer völligen Genesung. Berlin, 1. November. Wie an! London berichtet wird, ist die Kaiserin Friedrich gestern von Balmoral zum Besuch deS Lord Roseberry in Dalmeny eingetroffen. In Aberdeen empfing die Kaiserin Friedrich den General Kitchener, welcher fich auf der Reise nach Balmoral befindet und sprach demselben ihre Glückwünsche aul- Berlin, 1. November. Da» Reichspostamt fährt in seinen Reformversucheu fort, die fich auf die Erleichterung bei Postpacketverk-chr» beziehen. Wie seit einiger Zeit tu Köln, so ist eS neuerdings auch den versaudtgeschäfteu tu anderen Städten, so z. B. tu Liegnitz, gestaltet worden, ihre Packete abgewogen und mit SewichtSvermerk versehen unter eigener Haftung für die richtige GewichrSabgabe bei einem bestimmten Postamte etuzullefern, so daß die Annahme- beamten nicht «ehr uöihig haben, jedes einzelne Packet uach- zuwtegeu. Daß infolge dessen viel kostbare Zeit gefpart wird, liegt auf der Hand. Für den Aufgeber, wie für den Beamten ist die Reform daher in gleiche« Maße erwünscht.______________________________________ Ausland. MohacS, 1. November. Da» Paffagierschiss Nr. 4 der ungarischen SchiffS-Gesellschaft stieß mit zwei anderen Dampfern zusammen. Nur der Geistesgegenwart des Sapitäu», welcher seinem Schiffe eine entschiedene Wendung gab, ist el zu danken, daß kein großes Unglück pasfirte. No«, 1. November. Die Absetzung deS Sultans von R a h e i t a erfolgte, weil er, obgleich Vasall, sein Gebiet in aller Form an eine angeblich rnsfisch-franzöfische Handelsgesellschaft abgetreten hat. London, 1. November. In der Hafenstadt Harwich wurde ein rufsischer Spion verhaftet, welcher die Hafenbefestiguugen eoptrte. Der verhaftete verweigert jede Auskunft Über seine Person. — Ein merkwürdiges deutsch.englische» coloniale» Tauschgeschäft schlägt die ^Fortnightly Review" in dem die .Faschadofrage" betitelten Artikel vor. Bekanntlich geht die Sehnsucht Englands nach dem Besitz eines ununterbrochenen Landergebietes vom Süden bi» Norden Afrikas, von Capstadt bi« Kairo. Da die Faschadofrage fich zweifellos zu Gunsten England» entscheidet, so bilden die einzigen dem Wunsche der Engländer sich entgegenstellende» Hindernisse jene Theile von Deutsch Ostafrika und bei Eougo- floate«, die am Tongauhtkasee fich zwischen die compacten Massen bei südlichen und nördlichen englischen Besitze» schieben. Die „Forwighilh Review* schlägt nun vor, Deutschland möge gegen die englische Walfischbai in Südwest-Afriko, die von deutschem Gebiet umschlossen ist, England einen Terrainstreifen am Tanganh kaiee vom sechsten Grad südlicher Breite bi» zum dreißigsten Grad östlicher Länge bi» zu« Kagerofluß abtreten 1 Bo« praktischen Standpunkt sei doch die Walfischbai unendlich viel wehr für Deutschland werth, all der kleine Terraiustretfen, ben el im Norben seiner ost- aftikauischen Besitzungen aufgeben würbe. — In ber Thal ein überaus befcheideuer Vorschlag, bei befien Verwirklichung Deutschlanb jämmerlich über! Ohr gehauen würde! Den» die kleine englische Enclave der Walfischbai, deren Hafen immer mehr und mehr der Versandung eutgegeugeht, hat jetzt für Deutschland gar keinen Werth mehr. Früher, in den ersten Anfängen der Entwickelung von Drutsch-Südwestafrika, wäre die Walfischbat für uns von größter Bedeutung gewesen ; aber heute, wo der Auebau des Hafen- von Swakop- «uud rüstig fortschreitet, wo für diesen Ort bereit- bedeutende- deutsche- Capital geopfert ist und wo von Swakopmund au- die Bahn in- Innere geht, bedeutet die Walfischbai für Deutschland nicht- wehr. Für England selbst ist sie lediglich eine Last, da fie kein Hinterland besitzt und dem Hafenplatz der Anschluß an die deutsche Bahnstrecke von Swakopmund verwehrt ist. Die Walfischbai in englischen Händen kann jedoch unter Umstanden für uu- sogar werthvoller werden, als in deutschem Besitz, insofern nämlich fie für spätere Zeit al- Compensattousobject für den Anschluß einer zu erbauenden deutschen Bahn bi- zur Grenze de- LaplaudeS dienen kann. Aber auf ein solche- Tauschgeschäft, wie die „Fort- nightlh Review" vorschlägt, wird in Deutschland kein einziger Colouialpolitikrr einzugehrn anrathen. — Die Fafchodafrage scheint mitten in der Lösung be« griffen zu sein. Major Marchand hat bereit- da- von ihm besetzte Land verlaffen. Er ist auf dem Wege nacb Kairo, und da er von dort direct nur mit englischer oder ägyptischer Hilfe nach Faschoda zurückgeheu könnte, so dürfte wohl al» au-geschloffeu gelten, daß er vilaufwärts zurückkehreu wird. Der Weg vom Congo au-, den er mir solchem Erfolge und mit solcher Ausdauer zurückgelegt hat, dürfte ihm zum zweiten Male wohl zu umständlich sein. Die frauzöfische Regierung läßt zwar versichern, daß fie drm Major Marchand nicht den Befehl gegeben habe, Faschoda zu verlaffen, daß er vielmehr auf eigene Hand gebandelt habe- um so will« kommener wird ihr also jetzt diese E genwächtigkeit de« unternehmenden Offizier- sein, denn fie kann jetzt vor der Kammer die Verantwortlichkeit sür diesen Schritt ablehnen, und auf der anderen Seite ist ihr jetzt um so leichter die Möglichkeit geboten, fich mit England zu verständigen, ohne daß da- Kriegsbeil allzu sehr geschwungen wird. Der ganze Verlauf der Angelegenheit bestätigt, wie recht alle unbefangenen Beobachter de- großen SäbelraffrlnS in London und Pari- Hatten, als fie fich dadurch in der Ueberzeugung nicht beirren ließen, daß die Fafchodafrage nicht zu einer Friedensstörung führen werde. • Fulda, 28. October. Aus Anlaß der heute stattgefun« denen Btfchof-wethe hatte, wie die „Köln. Bztg." ausführlich berichtet, unsere Stadt reichen Festschmuck angelegt. Um 8 Uhr setzte fich heute Morgen der Festzug von der Stadtpfarrkirche au- in Bewegung. Au demselben bethei- ltgten sich die oberen Klaffen der Schuljugend, die katholischen Vereine mit ihren Fahnen, die Bürgerschaft, auswärtige Festtheiluehmer und Vereine, ein Musik-Corps, die höheren Schulen, Barmherzige Brüder, der Franziskaner Convent, da- Alumnat, die Patre- Oblaten von Hünfeld, der Curat« eleru-, da- Domcapitel und die fremden Dignitare, Dom« decan Walter und Dowcapitular Hilpisch von Limburg, Dr. Otto und Dr, Werthmanu von Freiburg und Dom- capitular Dr. Raich von Mainz. Der lange Zug ging an der Fassade de- Dome- entlang durch den Hof des btschöf« ltcheu Palais. Hier begaben sich der Herr Confecrator, der Fürstbischof von Breslau, Cardinal Kopp, die hochw. Herren Vuffraganbischöfe Haffner von Mainz und Willi von Limburg al- Asfisteuten, sowie der neu zu weihende Bischof Adalbert unter den Baldachin. Unter Musik und Gesang ging der Zug zum hohen Dome, der heute sein Frstgewand angelegt hatte. Von weltlichen Würdenträgern hatten fich zur Feier im Dome bereit- eiugefunden der Herr Oberpräfident der Provinz Hessen« Nassau, Magdeburg, von Caffel, ein Vertreter der großherzoglich-weimarischeu Regierung, mehrere Ober- ReaierungSräthe usw. und eine große Menge von Gläubigen. Nach der Beendigung der bedeutungsvollen Ceremouien der heiligen BtschosSweihe folgte die Inthronisation der neuen Oberhirten und die Huldigung der zahlreich anwesenden Dtöeesau-Geistlicheu, worauf Bischof Adalbert die Kanzel bestieg, um die ersten oberhirtlichen Worte au seine Heerde zu richten. Nach Vollendung der kirchlichen Feier wurde der neue Oberhirt in Procesfion zum Portale der Caihedrale geleitet, wo die Wagen bereit standen, welche die Herren Bischöfe tu ihre Wohnungen bezw. zum bischöflichen Palais zurück« brachten. Von 1 Uhr ab nahm Herr Bischof Adalbert die Gratulationen der Vertreter der Regierungen, der Behörden, Vereine und einer größer« Anzahl Privatpersonen entgegen, wobei er für Alle freundliche und liebevolle Worte hatte. Um 3 Uhr begann im RefectoriumS«Saale der Priester- Seminars da- Festessen mit 160 Gedecken. Au demselben nahmen die anwesenden Bischöfe, die Vertreter der Staats- regteruug, zahlreiche Mitglieder des CleruS und der Spitzen der Behörden aus hiesiger Stadt Thetl. Im Hintergründe waren, prächtig mit Blattpflanzen und Blumen geschmückt, die Statue des h. Bonifatius und zu beiden Seiten die Büsten von Papst und Kaiser gruppirt. Es entwickelte fich gar bald eine festrSfrohe Stimmung, die durch die aus- gebrachten officielleu Toaste des neu geweihten Bischofs Adalbert, de» Oberpräfideuten Magdeburg, des Cardinals Kopp, de- Oberbürgermeisters Dr. Antoni, des Vertreters der weimartfchen Regierung usw. ihren Höhepunkt erreichte. * bluttgart, 29. Oktober. Heute Nachmittag fand im königlichen Refidenzfchloß nach vorauSgegaugener Ctviltrauuug die feierliche kirchliche Trauung de» Erbprinzen Friedrich zu Wied und der königlichen Prinzessin Pauline in Anwesenheit des KönigSpaare», sämmtlicher Prinzen und Prtnzrsfiunen deS königlichen Hause», der beiden Königinnen von Holland, der Herzogin von Albany, de» Fürsten Karl von Bentheim und anderer fürstlicher Gäste statt. Beim Rtngwechsel ertönte von den Bergen ein Kanonen« salnt und alle Glocken der Stadt läuteten. Das Neuvermählte Paar begab fich am Nachmittag nach Bebenhausen. Der r „StaatSanzeiger" meldet, der König hat «1t Ordre von heute den Erbprinzen Friedrich zu Wied zum Secoudelieuteuant ernannt und ihn A la suite de» Dragouer-Regimevt» König, Nr. 25, gestellt. Der König hat durch allerhöchste Entschließung dem Fürsten Wilhelm zu Wied und dem Erbprinzen Friedrich zu Wied da» Großkreuz deS Orden» der württem- bergischen Krone, sowie den Prinzen Wilhelm und Victor zu Wied daS Großkreuz des Friedrichorden» verliehen. • Als Opfer der Pflichttreue fielen, wie man au» BueuoS-Ahre» uuterm 30. September meldet, im Juni d. I. fünf argentinische Briefträger in den Schneeregionen der Cordilleren de Io» Aude». Da dieselben au ihrem Bestimmungsorte in Chile nicht anlangten, so glaubte man allgemein, fie seien allesammt mit dem Inhalte der Postsachen durchgebranut. Jetzt kommt die Bestätigung, daß alle acht Postsäcke in einem Anden-Paffe neben fünf Leichen aufgefuudeu wurden. E» steht daher fest, daß sämmtltche fünf Postboten entweder erfroren oder verhungert find. * Mehrere TyphuSfalle wurden in jüngster Zeit durch den abnorm niederen Wafferstand und sonstige besondere Berhältniffe tu Sebentco (Dalmatien) und Umgebung verursacht. Durch zum Waschen de» Schiffe» verwendete» See- waffer erkrankten, der „Pol. Corr." zufolge auf dem Bchifft- jungenschulschiff „Schwarzenberg" in der Zeit vom 21. September bis zum 17. Ociober von 288 Schiffsjungen elf am Typhus. Sämmtliche Fälle find leichter Natur- die meisten Erkrankten befinden fich bereits in RecouvaleScenz. Seit dem 17. October fand keine wettere Erkrankung statt- die getroffenen Vorsichtsmaßregeln waren vom besten Erfolge begleitet. • Die lepraahuliche Erkrankung einer Fran tu Ltpiue in Oberschleficn äußert fich, wie die „Brest. Zig." meldet, in knotenarttgen Erscheinungen au Armen unb Beinen- auch find die Finger und Zehen theilweise abgefallen. Nach dem gegenwärtigen Stande der Untersuchung, die aber noch nicht abgeschloffeu ist, handelt e» fich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nm die Lepra, sondern blos um eine lepraähnltche Erkrankung, wie fie häufiger vorzukommen Pflegt. * Mehrere gefährliche Verbrecher find au« Strafanstalten ausgebrochen. Der Mechaniker Friedrich Böngartz aus Dorp ist an» dem Zuchthause zu Stegburg entwichen- er hatte noch bis zum 26. Februar 1903 zu fitzen. Aus derselben Anstalt entkam der Schneider Michael Bucher zu Geislar, der noch sieben Jahre zu verbüßen hatte. Beide find sehr gefährliche Einbrecher. Auch der Gaftwtrth David Neumann au» Mühlbach, der wegen Morde« in vtriegan saß, ist noch nicht wieder festgenommen. • Aus dem Laude Tells. Neulich wurde in Atting- Hausen ((Santon Uri) ein Gemeinde-Schützenfest abgehalten. Die Gemeinde zählt etwa 500 Einwohner, wovon 184 de» Schießen- kundig find. Unter diesen 185 find 43 weibliche Schützen. Manche Frauen machten schöne Treffer, während ihre Männer fehlten. Den ersten Prei- errang Jungfrau Katharina Wirsch von 50 Punkten (Zweckschuß), fie ist die 14jährige Tochter de» Matthias Wirsch, der mit sieben Söhnen und drei Töchtern am Schteßstaud erschienen war. Diese SchützeusamUte hat nenn Gaben errungen. * Die außergewöhnliche Wärme bei verflossenen September» bildete den Beanstand einer Untersuchung des belgischen Meteorologen B. Lancaster. Hiernach gleicht dieser Monat in Bezug auf Temperatur und Trockenheit drm September 1895, allein die Thatsache, daß au drei nacheinander folgenden Tagen, dem 7., 8. und 9., die höchste Tage-temperatur 30° C. überstieg, steht einzig da. Zwischen dem 5. und 10. September überstieg die mittlere Temperatur die normale um volle 5 bi» 6°, dann sank die Wärme, stieg aber vom 14. an für mehrere Tage wieder auf 30° C. und sogar darüber. Die höchsten in Belgien beobachteten Temperaturen des verfloffenen September» waren: in Ostende 32,7°, ia Gembloux 33,0°, in Hechtel 34,00 in Haffelt 32,7°, in Lüttich 32,4°, an der Gileppe 32,0°, in Spa 30,8°, in Brüssel 31,9°. Nach dem 24. nahm die Temperatur erheblich ab und gegen Ende de» Monat» kamen in Belgien sogar Nachtfröste bi» zu —3° E. vor. Hoher Barometerstand, heiterer Himmel und schwache Winde herrschten während de» September» vor und bildeten eben die Ursache der starken Temperatursteigerung. • Ein Hunde Testameut, da» in feiner Art ohne Beispiel dastehen dürste, hat eine au- zwei kinderlosen Eheleuten bestehende Familie im Westen Berlin» deponirt. Die gedachten Eheleute haben dem Berliner Thierschutzverein die Summe von 60,000 Mk. zugedacht. Au» den Zinsen diese» Betrage- soll die gewiffenhaste Verpflegung de- Hunde», welcher in Privatpenfiou zu geben ist, bestritten werden. Natürlich nur sür den Fall, daß die Besitzer de- Hunde- da» Zeitliche segnen und dieser somit herrenlos würde. Stirbt schließlich der Hund auch, dann fällt sein Vermögen deffeu Verwalter, also dem Thierschutzverein, anheim. Ob die Schenkung der begeisterten Hundeltebhaber nicht von den Verwandten angefochten werden dürfte, steht auf einem anderen Blatt. Wie e» heißt, richtet da» Testament feine Spitze nicht ohne Absicht gegen die Verwandtschaft der Erblaffer. Der gedachte Hund ist ein kleines Thier, das einige 100 Mk. gekostet hat. * DaS Land der Hohlen und Grotten. Palästina ist, wie kein andere» Land auf der Welt, mit Höhlen und Grotten gesegnet, welche theils von der Natur gebildet, theils durch Kunst hergeftellt sind. Schon im alten Testament werden zahlreiche Höhlen erwähnt: so die, in welchen die Kinder Israels sich vor den Midianitern verborgen hielten, ferner die, in welchen der Stamm Benjamin vier Monate lang im Gebirge Ephraim vor seinen Feinden gesichert blieb, dann die, welche in Jdumäa als beständige Woynungen dienten, sowie die, wohin Lot nach dem Untergang von Sodom floh, oder die bei Engeddi, wo David und Saul zusammen kamen, und zahlreiche andere. In der christlichen Zeit find dann noch viele hinzugekommen: so die Felsgrotten, welche als Geburt«, und als Grabstätten Christi verehrt werden, ferner unzählige Felsgrüfte der Patriarchen des Geschlechte« David, der Könige von Juda, dann die Geburt«- und Grabeshöhlerr von fast allen heiligen Personen, wie St. Johannes, St. Maria, St. Anna u. f. w., dann die Höhlen, die bei der Verklärung, Himmelfahrt Jesu u. s. w. eine Rolle gespielt haben sollen, u. a. m. Dazu kommen noch die vielen Höhlen, in welchen Bäche plötzlich verschwinden oder aus welchen Quellen hervorsprudeln, wie Siloah, St. Saba u. a. Ein großer Theil dieser Grotten ist mit Kapellen und Altären bebaut, die manchmal wirklich Prachtbauten find; andere wieder dienten früher den Klausnern als Herberge. Die meisten Grotten werden noch heute von den frommen Pilgern bewallfahrtet. * Hebet bett „Sachfmwald" bei Tar-eS-Salaam werben der „Deutschen Col.-Ztg." folgende Mtttheilnngen gemacht. Zwischen bet von Dar-eS-Salaam nach Westen ziehenben Pugu-Straße unb der nach Süden gehenben Rustyl-Straße dehnt fich ein mächtige- Waldgebiet aus, seht mannigfaltig, hier hochstämmige Bestände, dort Buschwalb, dort wieder Lichtungen unb Wiesenstreifcn. Von diesem Walde hat die Forstverwaltung de- Gouvernements neuetding» eine Fläche von etwa 1500 Hektar „occupirt" und sür ihre Zwecke eingerichtet. Zwei Waldwärter find angestellt, die in hübschen mit Forstgatten umgebenen Forsthäusern den Wald hüten und zumal das Brennen verhindern. Die Eingeborenen erachten jeden Wald als frei, und da fie mit ihrer primitiven Landwirthschaft den Boden rücksichtslos aufibeuten, fo brennen sie Jahr für Jahr ein angrenzendes Stück Wald ab unb benutzen bas frisch gebrannte vnb durch die- Asche gedüngte Neuland als Feld. Hierdurch kommt e-, baß einerseits der Wald immer mehr verschwindet, aubererseits selten ausgewachsene alte Stämme zu finden find, da die Bäume durch Brand verkümmern ober eiugehen. Nur in einem unter steter Beaufsichtigung stehenden Waldgebiet ist eS möglich, die volle Entwickelung der Bäume zu beobachten, gute, brauchbare Holzarten von schlechten zu sondern, Samen zu gewinnen unb sv mit der Zeit gute Bestände zu erzielen. Die- allrS wird in dem „Sachsenwald" benannten schönen Walde avgrstrebt. Die Eingeborenen werden fern gehalten, keine Axt darf mehr an di? Bestäube rühren, Samenbeete find angelegt für werthvolle Holzsorteu, da» ganze Gebiet ist m.t Schneisen durchzogen und so der Controlle leicht zu unterziehen. Die schönen Waldwege aber, die so entstanden find, kommen auch noch anderweit zur Geltung. Sie find al- Reitwege trefflich zu benutzen unb sinb da- Ziel der Europäer bet Hauptstadt, die zu Pferbe, zu Maulthter ober Maskatesel die in den Tropen fo notdwendige Bewegung hier fich zu verschaffen suchen. Wilde Thiere sind in der Nähe der Küste nicht zu fürchten. Da- Wild, da- sich hier dauernd hält und häufig angetroffen wird, ist da» Wildschwein. Die- ist zwar e ne Liebling-speife und Lockmittel für den Löwen- doch verscheucht der starke und laute Verkehr auf den beiden großen Straßen den Röntg der Thiere, und höchst selten wird ein Löwe in der Nähr Dar- eS-Salaam» gespürt. Dagegen streifen de- Nacht» Hyänen und Leoparden herum. Auf letztere übt der Biehkraal von Pugu eine starke Anziehung, unb häufig werden fie dort in Fallen gefangen. Selbst Schlangen von einiger Größe find zur Seltenheit geworben, und nur die Vogelwelt bietet dem Naturfreund unb dem Jäger Interesse. • Ein neuer „Kaspar Hauser". In Neßlau im Tog- genburg (Canton Sr. Gallen) ist ein etwa 6Ojähriger Mann gestorben, über besten Herkunft unb Jugend ein räthselhaste» Dunkel liegt. Er war seit 1853 Insasse der Armenanstalt tu Neßlau unb unter dem Namen „Sehmer" im ganzen Toggeudurg als geheimnißvolle» Wesen bekannt. Er wurde im Anfang der fünfziger Jahre al» etwa fünfzehnjähriger taubstummer und halb verwilderter Bursche auf dem Selun in Obertoggendurg aufgefangen und dann al» Hrimathloser der Gemeinde Neßlau zugeschrieben. A te Männer, die noch von seiner Auffindung wisteu, erzählen, daß dieselbe eine eigentliche Hetzjagd gewesen sei. Da er stumm unb taub war, konnte mau nicht» über seine Herkunft erfahren- man gab ihm den Namen Johannes Seluner unb im Volk-mund galt e- allgemein als sicher, daß ber Unglückliche ausgesetzt worden und da» Opfer eines Verbrechen» sei. Ueber sein Verhalten iu der Armenanstalt Neßlau bringt der „Toggen- burger Anzeiger" intenffaate Mittheilungen. In seine« ganzen Wesen glich er einem halb verthierten Menschen unb man hatte Mühe, au« der affrnähnlicheu Physiognomie menschliche Züge herauSzufiaden. Nur die Augen seien prächtig unb lebhaft gewesen. Bis ins vorgerückte Alter war e» nie möglich, Seluner in Kleidung unb Nahrung menschenähnliche Gewohnheiten beizubringen. Er besaß eine gerabezu herkolische Kraft, die er an den Bäumen unb an ben Wahren an der Thur erprobte. Im Toggenburg wird erzählt, daß vor etwa zwanzig Jahren ein vornehmer Herr inS Thal gekommen sei unb alle Armenhäuser abgesucht habe. Al» er auch in Neßlau eintraf, sei Seluner, frenbige unb unarticulirte Töne auSstoßenb, auf ben Fremden losgestürzt unb habe mit thierischen Zeichen freudiger Ueberraschung de» Besuchers Knie umfaßt. Der „vornehme Frembe" aber habe sofort mit ber Post da» Toggenburg wieder verlaffen unb fich seither nie mehr sehen lasten. Univerfitätr-Nachrrchten. — Greifswald. Der außerordentliche Professor Dr. Richard Schmitt ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische Facultät der Universität zu Bonn versetzt worben. — Der bisherige ordentliche Honorar-Professor D. Dr. Friedrich Giesebrecht zu Greifswald wurde zum ordentlichen Professor in der theologischen Facultät der Universität Königsberg ernannt. „HkMkbrrg-Mk" — nur echt, wenn direct ab meinen Fabriken bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 75 Pfg. bis Mk. 18,65 per Meter — in den modernsten Geweben, Farben und Desfins. An Jedermann franco und verzollt ins Haus. Muster umgehend. 10171 G. Henneberg’s Seiden-Fabriken (k. u. k. Ho«), Zürich. zor S fforto ’MSÄi» ' * 6^?.***» l**Woeni r v ÖQd) ®.Jtn 8«mt. iet J I **“-Ä -■-säS siS ,, J' “ll N ptatiiti XS-"*1 |o b'">™ ™ X bLai41 >"«°"' nm[{8/ M eintrfetti bn |eiten aui|t. ^0/ da bit Vällwe bunt 9?ür i« ehe» unter ftctn w V k- möglich, bie beBe tta, gute, braochbart Holz« awcn zu gttvioorn unb |i tltu. Dits att(6 wirb ii atu öalbt Mgffhtk tu 0/ Wut -xt darf mHr ai ßod angelegt für »ert> t ist Bit 6d)aelltn itnfr lillllterzithtu. 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Flur XXV Nr. 105»/ie = 2299 qm Acker auf der Warte für die Zeit von 1899 blfl 1904. 2. Flur XXV Nr. 42, 43, 44 und 45 sowie 102’/lo Acker vor dem Weiher und Warte mit zusammen 18 256 qm in 20 Abtheikuugen etwa von je eine« Piertel-ZKorgen von 1899 bi» 1901. 8. Flur XXV Nr. 48 mit 3050 qm Acker vor dem Weiher von 1899 bi» 1901. 4. Flur XXV Nr. 49 mit 3213 qm Acker daselbst für dieselbe Zeit. 5. Mur XXIII 3k. 129 = 4375 qm Acker auf dem Äulweg hinter dem Weiher für die Zeit von 1899 bi» 1904. 6. Flur XXIV Nr. 105 = 2819 qm Acker am halben Zehnten für die Zeit von 1899 bi« 1901. 7. Flur XXIX Nr. 114 = 9319 qm Acker am Ohleberg vor dem Röderweg für die Zeit von 1899 bi» 1904. 8. Flur XXIX Nr. 83 = 5824 qm Acker auf dem Erdkauterweg au dieselbe Zeit. b) von Nachmittags 3 Uhr an 9. Flur III Nr. 94 = 3306 qm Acker links de» Krofdorfer Wegs für die Zeit von 1899 bi» 1904. 10. Flur IV Nr. 1, neue Bezeichnung Flur 30 Nr. 104 — 2937 qm Acker über dem Krofdorfer Weg für dieselbe Zeit. 11. Flur IV Nr. 18 und Flur 5 Nr. 442 neue Bezeichnung Flur 31 Nr. 7 — 6313 qm Acker am Krofdorfer Weg für dieselbe Zeit. c) von Nachmittags 41/» Uhr an 12. Flur XXXIX Nr. 239, 240 und 240a = 4512 qm Acker am Wieseckerweg, mittelste Gewann, für dieselbe Zeit. Die Zusammenkunft ist de» Vormittags 9 Uhr auf der Frankfurterftraße, am Eingang zur Klinikstraße, des Nachmittags 3 Uhr an der ehemals Gail'schen Wollspinnerei, und Nachmittags 41/, Uhr auf dem Wiesecker- weg am „Pfau-. Gießen, den 28. October 1898. 10817 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth. ________________ Vieh und Kriimcrmarkt zu Allendorf a. d. Lumda. Der in diesiger Gemeinde auf den 16. November l. I. angesetzte Bich- und Krämermarkt wird auf Mittwoch den 30. November l. I. verlegt. Allendorf a. d. Lumda, am 29. October 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. Rein. 10875 Verdingung. Die zur Herstellung von Soffen um den Erweiterungsbau de» Realgymnasium» erforderlichen Pflaster arbeiten sollen Montag brn 7. Voorntbrr d. J., Borm. ll3/i Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bi» zum genannten Termin daselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 18 Tage- Gießen, 31. October 1898. Das Stadtbauamt. Schmandt. 10890 Aufforderung. Ansprüche aus der Dienstführung dc» verstorbenen Großh. Gerichtsvollziehers (?ngel von hier sind binnen 3 Monaten bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst die gestellte Dienstcaution den Erben des p. Engel ausgeliefert werden würde. 1087 Gießen, den 29. October 1898. Großh. Amtsgericht. ________La nger mann.________. Umpfehliuiaen Sitte versuchen Sie meinen gebrannte« «affte, daS Pfund tu 1 Mark. J. M. Schulhof. Marktftr.4. Telephon 119. 6811 Tivoli, LudllnBraße 6. 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