1808 Samstag dm 3. September Erstes Blatt Gießener Anzeiger Heneral-Mrzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Giefzeiu ■rtKttw, tpAttton web Amtlichem Theil. 1. Falter! llsburg 13. I Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen M In- und Äulleabd nehmen Lnz«grn für 'm Lietzener Anzeiger -ntity» flf btl den wnrirltr Jmatn. . — Lolide Preise. Wrch 24. amtlichen «reisen verbreiteten Gedanken an eine Ermäßigung getragen werden, so bleibt daneben doch allemal daß bekannte ceterum censeo ans dem Plan, um nicht zu verstummen, wir meinen die Klage über die hohen Sertchtskosten i« engeren Sinne, daß diese noch viel mehr sich zu eine« Htuderntß in der Rechtsverfolgung zu gestalten geeignet seien und vielfach nach Herabsetzung schreien. Man braucht durchaus nicht der Meinung zu huldigen, daß die Rechtspflege grundsätzlich kosten- und gebührenfrei vor stch gehen solle, um sich Denjenigen anzuschlteßeo, welche dafür find, Kosten und Auslagen bei geringem Werthe btl Streitgegenstände» nie- mal« völlig verschlingen zu lassen und lieber den Staat oder da» Reich — diese» kommt ja beim RAch» Anzeiger in Be- tracht — auf Erstattung von Auslagen ganz oder zum Theil verzichten zu sehen, zumal auf der anderen Sette höhere und hohe Streitsummen wieder zu Ersatz und Ausgleichung Gelegenheit bieten werden. ■■■•!■< Mi ■■|en Gästen ein Festmahl zu 120 Gedecken geben, an dem die Prinzen der viceköniglichrn Familie, die Spitzen de» kaiserlichen Befolge», die Staatsminister nnb da» diplomatische Eorp» theilnehmen sollen. Firner find Ausflüge nach den Pyramiden von Gizeh, der Stufevphramide von Saggarah und nach dem großen Nilstanwerk unweit Qualtub geplant. Alsdann soll eine etwa zwölftägige Nachtfahrt bi» zum ersten Nilfalle folgen, wobei der Ehedive seine Gäste begleiten wird. Nach der Rückkehr aus OderSzypten würden die Majestäten noch einige Tage in Kairo verweilen, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen zu lernen. Es verlautet, daß der Kaiser außer den Prinzen, den Ministern, dem diplomatischen Lorps, den höchsten Beamten und den verttetern der Mächte bei der Verwaltung auch die deutsche Lolonie empfangen wird. Erwähnt fei noch, daß nnfet früherer Gesandter in Kairo, Graf Paul Wolff-Metternicht, ein Kammerherr des Kaisers, vom Kaiser dazu ausersehen ist, ihn auf feiner ägyptischen Reise zn begleiten. — Wie au» Rom gemeldet wird, werden auf Befehl de» Papste» die Lardinäle Sarti und Patriarca den Kaiser in Venedig osficiell begrüßen. — In der heutigen NachmittagSfitzuug de» Verein» deutscher Eisenbahoverwaltungeu zu München wurde ein neue» Uebereinkommen, betreffend die Leitung über Hilfswege bei verkehr»ftöruogen en bloc angenommen. Nach diesem Uebereinkommen gewährleisten für die Zukunft die Retch»eisenbahuverwaltullgen in Fällen von Berkehr»störungen die gegenseitige Benutzung ihrer Linien als Hilfswege für die Güterbeförderung. Berlin, 1. September. Der Beschluß focialdemokratischer Versammlungen tu etoer ganzen Reihe von Wahlkreisen, fich an den preußischen LaudtagSwahlev nicht zu be- theiligen, findet nicht den Beifall des Herrn Bebel, der bekanntlich die Betheilignvg lebhaft befürwortet hat. Er spricht stch jetzt darüber im ,vorwärts" aus und sagt n. A.: Da» Bild, da» die Verhandlungen und Beschlüsse der Partei in Preußen über die Betheilignug an den Landtag»wahlen gewähren, ist wenig verlockend zu einer weiteren Thellnahwe 41» t? 2 n S n H h v-1 »* 8 2 S " Welz •Itersweg 2. lehrung zur allgemeinen Keoutniß. Gießen, den 31. August 1898. Großherzogliche» KreiSamt Gießen, v. Bechtold. Belehrung über die Geflügelcholera. 1. Art und Verbreitung der Krankheit. Die Geflügelcholera ist eine ansteckende Krankheit, welche I iämmtltches Hausgeflügel, namentlich Hühner, Enten und I Gänse befällt and gewöhnlich mit dem Tode endigt. Die I Ansteckung gesunder Glflüzelbestände erfolgt am häufigsten | durch den Zukauf fremden Geflügel». Außerdem kann die I Krankheit durch Eadaver creplrter und die Abgänge (Blut, | Eingeweide, Federn) geschlachteter kranker Hühner, Enten und Gänse verbreitet werden. Endlich kann stch gesunde» Geflügel dadurch anstecken, daß e» auf Straßen und Weiden ober in Bäche und Tümpel getrieben wird, welche zuvor kranke S.'flügelheerden pasfirt haben. 2. Kennzeichen ber Geflügelcholera. Die Ansteckung eine» G'flÜgelbestande» macht fich zuerst durch plötzlich auftretende Todesfälle bemerkbar. Die Gänse, Hühner und Enten sterben nicht selten, ohne daß auffälligere Krankheitserscheinungen an ihnen wahrgenommen wurden. Bei genauerer Untersuchung ist aber nach dem Auftreten der ersten Todesfälle zu bemerken, daß einige Thiere matt und traurig sind, gesträubtes Gefieder besitzen und an stinkendem Durchfall leiden. Der entleerte Koth ist zuerst breiig und von weißgelber Farbe, fpäter fchleimig und wäfferig und von grüner Farbe. Die Krankheit greift in den angesteckten Beständen rasch um fich. 8. Vorkehrungen nach dem Ausbruche der Geflügelcholera. Eine Behandlung des erkrankten Geflügels mit Arzneimitteln ist in der Regel ohne Erfolg und deßhalb nicht zu empfehlen. Zweckmäßiger ist die unverzügliche Trennung der noch vollkommen gefund erfcheinevden Thiere von den kranken. Die gefunden Thiere müffen in voll- stündig abgesonderten Räumen untergebracht werden und besondere Futter- nnb Tränkgeschirre erhalten. Ferner empfiehlt fich die sofortige Tödtung und unschädliche Beseitigung der erkrankten Thiere, da eine Genesung derselben nur auS- oahmSweise zu erwarten «st. Da» getödtete kranke wird ebenso wie da» crepirte Geflügel am besten durch verbrennen «schädlich gemacht. Wo diese nicht durchführbar ist, ist eine Verscharrung der mit Setzkalk Überstreuten (Sabotier in rnln- bestens V, Meter tiefen Gruben vorznnehmnn. Düngerstätten eignen sich zur Beseitigung der Eadaver nicht, weil fich der Snsteckungsstoff der Scflügelcholera im Dünger lange Zeit erhält und durch letzteren verschleppt werden kann. Nachdem sämmtliche erkrankten Thiere cnphrt ober ge- tobtet find, empfiehlt e» fich, die Oertlichkelten, in welchen das kravkr Geflügel untergebracht war, nnb alle Gegenstände, mit welchen daffelbe in Berührung kam, gründlich von dem Ansteckungsstoffe zu befreien. Die» geschieht am besten auf folgende Weife: a) verbrennen des Sothes, der Futterreste und de» znfammengekehrten Schmutze»; b) gründliche Reinigung de» Boden», der Thüren, Wände, Sltzstangen, Futter- und Tränkgeschirre mit heißer Sodalauge (3 kg käufl che W-schfoda auf 100 Liter Waffer). Schwimmbassins müffen abgelaffen und ebenfalls gründlich gereinigt werben. Schabhafte und geringwerthige Holzgegeustänbe werben am zweckmäßigsten verbrannt. Grd- nnb Sandböden fallen, wenn möglich, mta- bestens 10 cm tief ausgehoben und mit den Eadavern nnb dem Käthe unschädlich beseitigt werden. o) Lüftung und Trocknung der gereinigten Ställe und hierauf ynegirrcto pirrlclläbth* 9 Mart 2u ff| monathd} 76 ditz eit Bringtrlob»- Bei Postbezug 9 Mart 50 Pfg. zu dem alten Bestände zu bringen, wenn stch während der angegebenen Zeit Krankhettserschelnungen nicht gezeigt haben. Diese vorschriftsmaßregel ist ' boten, weil bereits angesteckte Thiere noch 24 48 Stunden nach Aufnahme des SeuchenstoffcS »MN*6 Bekanntmachung, betreffend: Maßregeln gegen die Geflügelcholera. d) Ueberiündjen der Böden, Wände, Thüren n. f. w. j mit Kalkmilch (5 kg Aetzkalk auf 100 Liter Waffer). . 4. Verhütung der Geflügelcholera. Ans der Art der Verschleppung der Geflügelcholera (1) ergibt fich, baß ein Schutz gegen bie Einschleppung ber Seuche durch Beachtung folgender vorfichtsmaßregeln erzielt werden kann: a) Vermeidung deS Zukaufs von fremdem, namentlich ans dem AuSlande importirten Beflügel. b) Unschädliche Beseitigung der Abgänge bei Verwendung von fremdem Schlach'geflÜgel Im Haushalt. c) Fernhaltung des G.flügels von solchen Sttaßen und Weiden u. s. w., welche von fremden Gäuseheerden betreten oder befahren werden. d) Fernhaltuug der Geflügelhändler von den Gehöften. Ist der Ankauf vou fremdem Geflügel nicht zu umgehen, so ist es rathsam, daffelbe drei Tage in einem besonderen Raume abzusperren und erst dann »Net r *• kni’ Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 12. August _ Js. (Kreisblatt Nr. 189) bringen wir hiermit, unter Hin- weil auf bie Strafbestimmung in § 65, Z'ffer 2, des Reichs- »iehsencheugesetzeS vom 611 uachstehende Be- 1. anQl looi -drsns. e Mete den nwk 1111 He StbiemJJ ™ £-Ntrabt5. Renten6- cbL ,bl905 *!! ss-, s? Eindruck gesunder wachen können. Gießen, den 31. August 1898. Betr.: Wie oben. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an Grosth. Polizeiamt Gi-fiea und die Grosth. Bürgermeistereien des KreifeS. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur allgemeinen Kenntniß bringen, v. Bechtold. tt Auswahl unb ? ttijea. ) an. L $t!W19 m. 206 frf4rtxt tsgNch eit Ansnahme be» Montags. Di- Lietzener P«»tkte»slstter ■erben bem Lnzerger ■schentlich viermal tz-igelegl. * gilJernnt« olh-N“ 1881 an der DiScaffiou. ES herrscht eine Zerfahrenheit, wie sie | bisher nach meiner Erinnerung noch niemals tu ähnlicher \ Weise bet etner praktischen Frage hervorgetreteu tst. ... Daß eS io kommen würde, war nach dem Inhalt de- Hamburger Beschlüsse- vorauSzuseheu. Al- tch tm vorigen Jahre kurz nach dem Hamburger Parteitage wir erlaubte, iu der „Neuen Zeit" die über die Wahlbetheiltguug gefaßten Be- schlüsie zu krittfiren und fie in der Gestalt, iu der sie schließ- ltch Annahme gefunden hatten, al- einen Nousen- zu be- zetchoen, wurde mir diese- Wort mehrfach übel genommen. Die jetzigen Erlebuifie in der WahlbetheiliguugSfrage zeigen schlagend, wie berechtigt mein Urtheil war. Der Beschluß zeigt fich als verfehlt, weil die Directive, die er gibt, durchaus unzulänglich ist. Ein Theil der Parteigenossen handelt sogar direet wider den Beschluß, indem er tm Widerspruch mit demselben die Nichtbethetliguug an der Wahl beschließt (Berlin), obgleich alle Bedingungen für eine Betheiligung vorhanden find. Ein anderer Theil geht über den Beschluß hinaus, weil er ihm unzulänglich erscheint, und handelt tm Sinne der von mir vorgeschlageuen Resolutioneu, obgleich diese durch Annahme de- Ameudemeut- Mittag, da- lautete: Compromtffe und Büudniffe mit anderen Parteien dürfen nicht abgeschloffeu werden, hinfällig geworden find. ... E- geht eben nicht immer zu haudelo, wie mau möchte, und fo handelt mau, wie man kann. Oder glauben die Berliner Geuosien unter allen Umständen, auch eventuell unter der Herrschaft eines verschlechterten Reichstagswahlgesetze-, „zur Niederzwtuguug der Reaetiou fich nach wie vor auf die eigene Kraft verlasien zu können?" Wie die Dinge gegenwärtig in Deutschland liegen, haben wir allen Grund, jede- Mittel, da- einigen Erfolg verspricht, gegen die Reaction anzuwenden und ihr die Zähne zu zeigen. ... Ich empfehle den Parteigenoffen im übrigen Preußen, fich durch da- Borgehen der Berliner Genoffeu nicht beirren zu laffeu. Jedenfalls haben die Letzteren jetzt kein Recht mehr, nachdem sie selbst den Hamburger Beschluß kurzerhand bei Seite geschoben haben, Anderen einen Borwurf zu machen, die über die durch den Hamburger Beschluß gezogenen Grenzen hinau-geheu, weil fie glauben, damit iu höherem Maße deu Jntereffeu der Partei zu dienen. Der Stuttgarter Parteitag tagt gerade noch rechtzeitig, um noch ein Wort in der preußischen Landtag-wahlsrage zu sprechen; er wird fich die Gelegenheit wohl nicht entgehen laffeu. Arr-Unr-. Wien, 1. September. Die halbamtliche Erklärung über da- Ergebuiß der Minister-Couferenzen wird in der unabhängigen Preffe ungünstig ausgenommen. Man glaubt nicht, daß die österreichische Regierung die Abficht habe, da- Parlament handlungsfähig zu machen, und hält dafür, daß fich die letzten Miuisterberathuugen tu politischen Folgerungen auSdrückeu werden, die noch tiefer in das Fleisch der Monarchie schneiden werden, als die Sprachenverorduungeu und die durch sie hervorgeruseue Verwirrung. Andere halten die gewählte Lösung nur sür einen augenblicklichen Ausweg, um wieder Zett zu gewinnen. — Auch iu Pester leitenden Kreisen gilt eine Aufhebung der österreichischen Sprachenverorduuug als ausgeschlossen. Die Vereinbarung beider Regierungen gehe von der Voraussetzung aus, daß die Sprachenverorduuugen aufrecht erhalten bleiben und die Obstruktion möglicher Weife fortdaurrt. Pari», 1. September. Der „Aurore" zufolge wurde der KrtegSmintster durch deu Umstand veranlaßt, Henry verhaften zu lassen, daß mehrere Militär-Attaches drohten, bet dem frauzöfischen Gericht Klage zu erheben, weil angeblich von ihnen herrühreude Schriftstücke gefälscht worden seien. Pari», 1. September. Au» dem Kriegsministerium wird die Meldung dementirt, daß kurze Zeit vor dem Selbstmorde Henry- ein GeueralstabSoffizier mit diesem con- ferirte. General Gouse will seine Demission nicht geben. Ueber die Verhandlungen deS gestrigen Ministerrath» ist nichts bekannt. Ein Minister theilte einem Freunde mit, man befürchte, daß die Henry-Angelegenheit noch weitere Verwickelungen nach fich ziehen werde. Präsident Faure ist heute Nachmittag V/a Uhr nach Havre abgereist. Mehrere Blätter verficheru, die Mehrzahl der Abgeordneten des Parlaments beabstchttge einen Antrag auf Einberufung einer außergewöhnlichen Sitzung zu stellen, um die Ereignisse der letzten Tage im Parlament zu dißcuttreo. Pari», 1. September. Zu der von Henry begangenen Fälschung wird noch gemeldet, daß Henry durch einen andern Osfizier auf die Idee gebracht worden sei, durch eiu Schriftstück, worin der volle Name DrehfuS fich befände, die Eousequenzeu der von Ptcquart erfundenen pneumatischen Karte, durch welche Esterhazy compromittirt schien, hintan zu halten. Mehrere Blätter wachen dem Lommandauten der Festung Mont Valerien deu Vorwurf, daß er die aller- uöthigsteu BorfichtSmaßregelu außer Acht gelassen habe, um deu Selbstmord Henrys zu verhindern. Al» Oberst Picquart gestern tm Gefäugniß die Verhaftung Henrys erfuhr, rief er aus: Oh, der Unglückliche, die arme Frau. — General Gonse wurde zum Commaudauten der Festungswerke von Nizza ernannt. Er wird Ende September feinen Posten antreteu. Ueber die Vernehmung des Generals Pellteux tst noch nicht» bekannt. Frau Drehfu» hat feit gestern zahlreiche herzliche Shmpathiebezeugnugen erhalten. Pari», 1. September. Die heutigen Morgenblätter, selbst die Drehfu» feindlichen, geben zu, daß die Revision de» Dreyfu»-Procesfe» große Fortschritte gemacht habe. „Libre Parole" sagt, eine Revision sei nicht wehr zu umgehen. Der „Eclair" hält ebenfalls die Revision jetzt für unumgänglich. „Radikal" glaubt, Cavaignac habe mit großer Befriedigung die Nachricht von dem Selbstmorde des Obersten Henry vernommen, weil er ohne diesen Zwischenfall unbedingt zur sofortigen Revision de» Proceffes gezwungen gewesen wäre. Petersburg, 1. September. In hiesigen diplomatischen und war sofort tot. Xu» bet Kett für ble Kett. verein» verfaßt und aufgestellt worden ist, hat bereit» bet wird. Alle» Nähere fiehe Inserat. •• Oberhesfische GewerbeauSstelluug Butzbach. Wie uu» mitgetheilt wurde, hat da» Comttö beschlossen, die Ausstellung bi» zum 12. September zu verlängern. Die Ver- loosung findet am 14. September statt. Am Sonntag deu 4. September, ferner am 8., 9., 10., 11. und 12. September ist der Eintrittspreis auf 50 Pfennig ermäßigt. Concerte finden am 4., 7. und 11. September statt. — Zur Beurthetlung und Prämttrung der ausgestellten Gegenstände hat die Groß- herzogliche Centralstelle für die Gewerbe 25 auswärtige Herren bestimmt, welche, in Commisfiouen eingetheilt, gestern Mittag mit ihrer verantwortungsvollen Thättgkeit begonnen haben. ES fanden gemeinsame Besprechungen statt. Da» Ergebuiß wird selbstverständlich bi» zur offiziellen Verkündigung geheim gehalten. Auch soll die Bewerthung nach anderen Gesichtspunkten, al» bet früheren Ausstellungen durchgeführt werden. Gestern (Donnerstag) war die Ausstellung stark besucht. Am Nachmittag coocerttrte die Bauer'sche Capelle aus Gießen, am Abend wurden vom Butzbacher Turnverein Pyramiden gestellt. ** Deutsche Speisekarte. Die vom C o u g r e s s e des Mitteldeutschen Gastwtrthrverbaude» angenommene „Deutsche Bensheim, 30. August. Unsere Weinberge, welche im Frühjahr zu den schönsten Hoffnungen berechtigten, bieten zur Zeit ein höchst trauriges Bild. In guten Lagen verlief und geringeren Lagen viel durch deu Sauerwurm zu leiden haite, so stand immer noch etwa ein Drittelherbst in Aussicht. Trotz aller augewandten Schutzmittel tritt seit ungefähr zehn Tagen das Oidium in so großer Menge auf, daß der größte Theil der vorhaudeueu Trauben davon ergriffen tst und nicht ausrrtfeu kann. Durch diese KraukheitSerschetuung werden die HerbstauSfichteu auf ein Minimum beschränkt. — Bet der gestern stattgehabteu Obstversteigeruvg au den Kre»-- straßeu wurden durchschnittlich sehr hohe Preise erzielt. Der Doppelcentner stellte fich jetzt schon auf etwa 15 bt» 17 Mk. Osthofen, 30. August. Heute Morgen stürzte der bejahrte Dteustkuecht des Herrn Conrad Blaß vom Heuboden CocaU* rrrrd provinzielles. Gießen, 2. September 1898. •• Ernannt wurde Johannes Hach tu Gießen zum der überwiegenden Zahl der hiefigen Gasthofbefitzer, Restau- rateure ufw. verdienten Anklang gefunden. Nicht weniger denn 33 Gasthöfe, Restaurationen usw. haben die Auflegung der deutschen Beueuvuugen der Speisen enthaltenden Karte beschloffen. *• Wetterbericht. Da» Centrum de» im Norden gelegenen Minimum» wandert langsam ostwärts weiter und hab heute über der Ostsee und deren Küste einen schweren Sturm verursacht. Auf der Rückseite der Depresfion drängt fich hoher Druck mit Macht nach, sodaß heute bereit» ein ziemlich ausgedehnte» barometrische» Maximum von deu britischem Inseln nach Central-Europa herein erstreckt. Dabei tst allerdings gleichfalls im Süden der Alpen der Luftdruck von Neuem gesunken, sodaß nach dieser Richtung hin ziemliche Gradienten bestehen. Die Herrschaft de» barometrische« Maximum- ist sonach keine ganz feste und zumal für dem Südeu unsere» Gebiete» die Wetterlage eine uufichere. — Voraussichtliche Witterung: Allgemein heitere» Wetter. ____________ § «u» Oberheffe«, 1. September. Mau hat da» vor- jährige Bienenjahr da» schlechteste de» Jahrhundert» gr- nannt, da» diesjährige aber steht zweifellos noch unter ihm. In guten Jahrgängen nahm mau um diese Zeit die zweite Schleuderung de» Honigvorrath» vor und den Völkern blirb noch Wiutervorrath genugsam. In diesem Jahre konnte vom einem ersten Hauptschleuderu keine Rede sein, geschweige von einem zweiten. Die Imker hatten nach dem Ausbleiben der ersten Haupttracht auf eine vielleicht beffere Nachtracht gehofft; aber auch diese ist au-gebliebeu. An befferem Wetter hat e» ja seither nicht gefehlt, auch nicht au Blüthen- aber letztere waren in diesem Bienenjahr überhaupt honigarm. Daß die Blütheu außerordentlich schecht houigten, zeigt auch die dunkelbraune Färbung de» diesjährigen Honig». Auf der die»- ! jährigen HouigauSstellung der 38. Wanderversammlung des oberhesfische« BieneuzüchtervereinS war nur durch die besonderen Bemühungen deS Präsidenten genügend Honig ausgestellt worden, wovon da» Pfund mit 1 Mk. 20 Pfg. bezahlt wurde. Wo aber deu Völkern Honig genommen werden konnte, da reicht doch tu den meisten Fällen der den Völkern belaffene Rest nicht zum Wintervorrath au». Sollen die Völker erhalten bleibeu, so muß in diesem Jahre der Imker mit Verabreichung von Ersatzfutter nicht kargen. In der Darreichung von Nothfutter begehen viele Imker, namentlich die kleineren auf dem Lande, den Kapttalfehler, daß sie den Termin zu dieser Fütterung zu wett hinau»schieben, nicht selten bi» in deu November hinein. Dann vermögen die Bienen aber nicht mehr die Versiegelung de» BorrathS au»zuführeu, dieser wird dann sauer und führt oft deu Ruin eines Volke» herbei. Auch schadet dem um diese Zett schön iu der Winter- ruhe verharrenden Volke ganz entschieden die nicht zu umgehende Störung. Darum fange man frühzeitig mtt der Noth- fütterung au. Zu dieser aber verwendet man am besten deu Fruchtzucker, der in der Zuckerfabrik Maiugau (Hatter-Heim) fabrtcirt wird. Dieser Fruchtzucker hat deu unschätzbaren Vottheil, daß er iu dem Mageu der Bienen nicht erst einen VerdauungSprocrß durchzumachen hat, wie alle anderen Zucker- arteu, sondern von den Bienen direct in die Zellen gebracht und verdeckt wird. Der Fruchtzucker tst demnach ein direkter und fertiger Ersatz de- wirklichen Honig-. Unsere Erfahrungen, I die wir seit einer Reihe von Jahren mtt dem Fruchtzucker I al- Futtermittel für die Bienen gemacht haben, laffen un» I sagen, einen besseren und billigeren Ersatz für den Honig gibt I es nicht. Man probirel Darmstadt, 1. September. Die infolge des Todes dr» I LaudtagSabgeordneten Hechler im 13. hessischen WahlkreiS I nöthig gewordene Ersatzwahl fand am 31. v. Mt-. in WolfSkehlen statt. Im ersten Wahlgang erhielten Ober. amtSrichter Lahr-Darmstadt 12 Stimmen, Oberlehrer BackcS. I Darmstadt 8, LaudgerichtSdirector Küchler-Darmstadt 4 und I Bürgermeister Dörr-Leeheim 4 Stimmen. Bei dem zweiten I Wahlgang erhielt Oberlehrer Backe» 16, OberamtSrichrer I Lahr 12 Stimmen. Herr Backes ist somit gewählt. Die I Wahl de» Herr« Backe», welcher jedenfalls der uatioual- ltberaleu Fraktion beitreten wird, dürfte namentlich in Lehrer- I kreisen große Befriedigung Hervorrufen, da derselbe als Ob- manu de» hesfischen Landes-Lehrerveretu» besonders berufe« erscheint, die Forderungen de» LehrerstandeS zu vertreten. Gehilfen bet dem KreiSamte Lauterbach. •• Zur Erinnerung an den Tag von Eedau find die öffentlichen Gebäude heute beflaggt. Vom Thurme der Stadt- ktrche wurde früh 7 Uhr et« Choral geblasen. •* Der Turnverein unternimmt am kommenden Souutag eine Turnfahrt nach Büdingen. ®» findet dortselbst i -s= Kreise« verlautet, die FriedeuSconfereuz werde, falls der MeiuuugsauStausch über die Vorfragen zwischen deu Mächten ein günstiges Resultat liefere, Anfang März nächsten Jahre» in Kopenhagen zusammeutreten. Rußland. AuS Petersburg wird der „Deutschen Rundschau" geschrieben: Ehe der Kaiser nach Moskau zur Eothülluug de» Denkmals seine» Großvater» abreiste, gingen hier allerlei Gerüchte über eiu bevorstehende» große» politisches Ereiguiß. Diejenigen, welche diesen Gerüchten überhaupt Glauben schenkten, nahmen al» selbstverständlich an, daß es fich bet einer Gedächtnißfeier für den Czarbefreier nur um ein freiheitliche» Zugestäuduiß auf dem Gebiet der inneren Politik handeln könne. Man kramte alle die Hoffnungen I wieder hervor, die mau beim Regierungsantritt de» jungen Kaisers gehegt und mittlerweile sanft zur Ruhe bestattet hatte- man sprach von der Erweiterung der Rechte der Semstwo», ohne damit irgend welchen klaren Begriff zu verbinden, von der Aufhebung der Verschickung auf dem Verwaltungswege, der Befreiung der Preffe von der Oberpreßverwaltuug und anderen schönen Dingeu. Irgend welche greifbare Anhalt»- punkte aber lagen nirgend vor. Als die Friedenskundgebung hier veröffentlicht wurde, war da» Erstaunen in denjenigen Kreisen, die man hier al» öffentliche Meinung zu betrachten pflegt, d. h. in der sogen. Gesellschaft, ganz allgemein. ~ Hatte man schon nicht entfernt auf einen Act der auswärtigen Politik gerechnet, so überraschte die Friedenskundgebung al» solche um so mehr, al» mau seit Wochen den Krieg mit England al» ganz nahe ansah und e» al» eine Art fesselnder Abwechslung iu der Einförmigkeit de« politischen Leben» auffaßte, da mau mit unglaublicher Leichtherzigkeit die Tragweite eine» folchrn Krieges hier gar nicht zu ermeffeu versteht. Trotzdem hat die Kundgebung nicht gerade eine Enttäuschung hervorgerufen. Man freut fich einmal, daß der Kaiser fich zu einer so starken Willensäußerung veranlaßt gesehen hat, und dann hält man krampfhaft an der Meinung fest, daß auch die innere Politik starke Ueberraschuugen bringen werde. Ob da» geschehen wird, entzieht fich zur Zeit jeder nüchternen Beurtheilung. Wichtiger ist e» im Augenblick, daß in hiefigen politischen Kreisen die Kundgebung schlechthin als eine deut- iche Absage an Frankreich ausgelegt wird, al» eine Absage, die im Uebrigen gar nicht mehr befremdet, da Jedermann das Gefühl hat, daß seit dem verfloffenen Winter eine ganz augeuscheinliche Abkühlung in der rusfisch-franzöfischen Freund- chaft eingetreteu ist. Mau geht sogar so wett, schon von einer Zusammenkunft des Kaiser» Nikolau» mit Kaiser Wilhelm zu sprechen, die allerdings für diese» Jahr tm höchsten Grade unwahrscheinlich ist. Die Abwendung von Frankreich vollzieht fich in allen Kreisen langsam, aber sicher. — Zur Abrüstungsfrage erfährt die „Morving Post" über Berlin, der Czar werde zufrieden sein, wenn e» einer Couferenz gelinge, einen modus vivendi zwischen den streitenden Parteien im nahen und im fernen Osten zu erzielen. Er hoffe, dieses Ergebuiß in den Unterhandlungen zu entwickeln, die, obwohl anfänglich nothgedrungen etwa» akademisch, schließlich zu einer allgemeinen Bewegung in der Richtung der Abrüstung führen werden. Der Czar wolle erst die Kriegsursachen beseitigen, dann die Kriegswerkzeuge verringern. — Graf Bothmer, Mitglied de» Berner FriedenSbureau» und Vorsitzender der Wiesbadener Gesellschaft der Friedensfreunde schreibt dem „Rhein. Kur.": Graf Murawiew sei seit laugen Jahren eiu ausgesprochener Friedensfreund gewesen, er habe von dem Weltbünduiß der Friedensfreunde Kenntuiß gehabt und habe fich wiederholt ihren Bestrebungen gegenüber sehr sympathisch ausgesprochen. Der practische Friedensfreund denke vorläufig nicht a« gänzliche Abrüstung, sondern an eine partielle, dazu werde ein SchiedSgrrichtshof errichtet werden, der in strittigen Fällen zusammentritt. Die Streitmächte aller Nationen seien die Polizeimacht, welche diesem Schiedsgericht beistehen und eveutl. seinem Spruch Nachdruck verleihen. Vor 21 Jahren, am 8. September 1877, starb in St. Germain Louis Adolf Thiers, einer der bedeutendsten französischen Staatsmänner. Thiers hielt den Krieg von 1870' für unzeitig und suchte vergebens eine Intervention zu Gunsten Frankreichs herbeizuführen. Im Februar 1871 beseitigte er die Commune, brachte die 5 Milliardenanleihe zu Stande und welch- v°m SaHcU, Bi,unter I Mitwirkung be» hiesigen Zweigverein» des Deutschen Sprach- I 1797 8U ^arletue -A...7L! ’tta «. Mb'>l ölD 'ttttttn ®ln * brfl *on bt° bTitii4tQ ei,L DabeUtzaLn. ?.U Wxit 6eQ tag Hill Mb 5 b°r°«uchhv u“b iömal für bti ' '* llvfilhNt. - hrttnrz tajat bai bix. bi« Jahrhiwdrn, ' ülo« not unter Ihm, bltlt Ztst bit itstut l°b bin Böltern blub.- I*® Ich« tonnte toc t hin, geistige bon b btm Bulblelbtn btt s»r Nachtrag gehifii, desfkrm Witter hat ti ölÄhtt; aber letzten honlgarw. Dah ble '/ zeigt auch ble bunlel- >igs. Auf ter inbirbttfammlinig btt nur durch ble bi« genügend Honig tu* 11 Ml. 20 Pg. be« nlg genommen werben Zöllen der den Böltern ith aus. Sollen ble efem Jahre bei Imker Icht kargen. Ja bei dtle Imker, namentlii' iltalfehler, bah fie bei iau8|4ieben, nicht selten vermögen die Bienen Borrathi aulznsühre: den Rain einer Solid lil schon in der Sinter- den die nicht zn w frühzeitig müder Roth' btt man am besten der NainM fat öen nn\Wcr- Mw M ufl ekn tobe alle anderen ZnL^ In die Zellen gtbiat Ist demnach ein dtrectc 1. Unsere iirsahrnnzt' wü dem icht haben, laßen ti rsatz für den Honig f ,K.'«S Infolge der Tober im!*-* M 31. 6. «** MM »>7" Weinberg' «8,nbÄ«^ *‘"b m H« «M |ä> M I'1* Öl« »i1 "“Lj |f l«1’'-' -1,1 K fllWi' f - 8i* w I wl*®t tin «f Wrchliche rlnzeigen -er Statt Gietzen. • •eietliHe •eetimlt. Kirchliche Feier de» Sedanfestes. Sonntag den 4. September. 13. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst. I« der Stadtkirche. vormittags 9'/, Uhr: Pfarrasfistent Dr. Heußel- Nächst künftigen Sonntag, den 10. September, findet im Hauplgotlesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus« und MarcuSgemeende gemeinsam statt. Anmeldungen zuvor der den Pfarrern der Gemeinden erbeten. In der Iohanneskirche. vormittags 7*/< Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten auS der JohanneSgemeinde. BormettagS 91/, Uhr: Pfarrer Euler. Eollecte zum Besten der Kaiser Wilhelm-Stiftung für deutsche Invaliden. Hottrsdienst der israelitischen Krligionsgesellschast. Sabbathfeier am 3. September 1898. Freitag Abend &*> Uhr, SamStag vormittag 8 Uhr, Nach« mittag 4 Uhr, SabbathauSgang 7* Uhr. Nachmittag 3* Uhr SchrifterklLrung in der Synagoge. Wochengotteödienst Morgens Uhr, AbendS 6* Uhr. verkehr, Land, und volkswirthschaft. — Pommersche Shpotheken-Actien-Bank. Wie auS dem Jnseratentheele unserer heutigen Zeitung erfichtlich, werden die am 1. Octobcr er. fälligen Psandbrief-CouponS bereits vom 15. September cr. ab kostenlos eingelöst. — Mecklenburg-Strelitzsche Hypothekenbank. Wie auS dem JnserOtcntheele unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die am 1. Oktober cr. fälligen Pfandbrief-Coupons bereits vom 15. September cr. ab kostenlos eingelöft. Temperatur der Lahn und Lust nachReaumur gemeffen am 2. September, zwischen Hu. 12 Uhr Mittag-: Pari», 2. September. Infolge der kategorischen Stellung« nähme de- officlösev „Tewp-" für die Reviflon deß D r e h f u -• Prozesse- findet hier eine allgemeine Schwenkung der Blatter, die bi- jetzt noch uveotschlofieo waren, statt. Auch die große Menge de- Pablikum- verlangt nunmehr gebieterisch diese Reviflon, von der man nur einige Tage Nicht- wissen wollte. Pari-, 2. September. Die Esterhazy freundlichen Blatter erklären, die Fälschungen Dupath- und die näheren Umstände, die denselben vorau-gingeo, seien derartige, daß fie fich feer Veröffentlichung entziehen, andernfalls fie einen Krieg heraufbeschwören könnte». Pari-, 2. September. Der Abgeordnete Millevoye hat den Ministerpräfidrnten Brisson verständigt, daß er ihn beim Zusammentritt der Kammer interpellireu werde über die Maßregeln, welche zu ergreifen find, um jede» Bürger zu zwingen, Respect vor der Armee zu haben. Sofia, 2. September. Ein furchtbarer Wolkenbruch richtete in der Industriestadt Silben große Ber« bei Mk. 1,— Mk. . 1,10 Mk. . 1,15 . für ein hiesiges ( > Zeugnißalnckrifte: - Exped. ds. Blatt, n unter B. 8699 an die BlatteS. 8699 8662 Oberscheld bei Dillenburg. 6429 8713 frisch eingetroffen bei §afttfprtn n. GrnmMigras I billig zu verkaufen. 8705 I. 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Die von mehreren Seiten an- gekündigten versuche der Regierung, mit den Parlaments« Parteien wegen Regelung der sprachlichen Verhältnisse von Neuem in Verbindung zu treten, wird nunmehr von maßgebender Seite al- richtig bezeichnet. Brussel, 2. September. König Leopold telegraphirte an den Zaren, daß er seine Friedens Initiative als die größte Herrscherthat dieses Jahrhunderts preise. Er schlage Brüffel al- Ort der Sonferenz vor. Paris, 2. September. „Echo de Paris" sagt, daS Resultat der durch den Zaren einzuberufenden Friedens« conferenz werde vielleicht ein deutsch-franzöfifcher Krieg fein. Paris, 2. September. Die radieale Preffe fordert die Demission CavaignacS, aller übrigen Minister, sowie deS ganzen Parlaments und vieler Justizbehörden, weil Alle fich der größten Fehler, die in ganz Frankreich Aufsehen erregten, schuldig gemacht.hätten. für Schreiner! ! Eine Partbie Treppenschrauben vor- räthig. C. Hohmeier, Schlosser. 8700] Junger Kaufmann sucht möbl. Zimmer. Offerten unt. 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Der Verkauf uuferer GascokeS unter und biS einschließlich 5 Centner findet bis auf Weiteres im GaSwerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über S Centner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein Kleinverkaus unserer Gascokes von 1 bis 5 Centner eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengafse 11 und Bahnhofstraße 33, Jakob Kahl, Frankfurterftraße 151, Cd. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Cmil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Gustav Nuppel, Schillerstrabe 6, Georg Schäfer, Licherstraßr 2, Georg Unverzagt, «aplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer GascokeS sammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengm unter 5 Centner zu. Gießen, den 24. Juni 1898. 8696] Junger Bursche gesuckt. _________________Wetzftcingasse «. 8701] Für ein christliches Herrencon- fections- und Maaßgesckäft für sofort braver Sohn von rechtschaffenen Eltern als Lehrling gesucht. Off, unt. 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I. auf dem Bürgermeistereibureau zu Jedermanns ^^Jnnerhalb jener Offenlegungsfrist ist gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protocoll des Bürgermeister- Einsprache zu erheben. Gießen, den 31. August 1898. 8728 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff, Beigeordneter. Turnverein Gießen. Sonntag den 4. September: Turngang nach Büdingen. Grosse Preisermässigung für 28 30 cm 9 10 11 cm „ Dr. 11 M t,a*‘ “ "’b I ** h S‘»6e: ill fe’11 SÄ rK ? *' ter"» 55 Pfg. 30 32 cm Eröffnung der 8730 Marmor-Kegelbahn im Aquarium, Walltijorsiraße. r I (Zküllhornmarke) S‘nte Samstag benS. S-pIbr., unb binigflet Dung für die ffiinterfaat, empfiehlt und hält fiel« 2106110» v ugr. i , o