Nr. 153 Erstes Blatt. Sonntao beit 3. Juli 1898 erscheint täglich mir Ausnahme deS Montags. Die Gießener Isamilienörätter werden dem Anzeiger wScheutl'.ch viermal beigelegt. Gießener Anzeiger Aezngsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh«. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Heneral-Anzeiger Alle Anzeigen-VermiMungSstellen deS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. —USSrr-- | Gratisbeilage: Gießener FamilienblStter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Ein Erfolg des Cabinets Brisson. Nach der Anficht der gemäßigten Republikaner sollte dem neuen französischen Cabtuet schon in der ersten Sitzung der Deputirtenkammer, in welcher sich da» Ministerium Brisson den Volksvertretern vorstrllen würde, der Todesstoß versetzt werden, und wenn man fich die Lage des EabtnetS vergegenwärtigt, in der es fich ohne eine Mehrheit in der Kammer befand, so hätte man guten Grund, den pessimistischen Anschauungen beizupfl-chten und eine Niederlage der Regierung für sicher zu halten. Aber die Franzosen find ganz unberechenbar, und der Verlauf der Donnerstag- Sitzung in der Kammer hat wieder einmal die Wahrheit dieser Behauptung zur Evidenz gezeigt. Wir haben gelegentlich der Besprechung deS neuen LabtuelS bereit- auSgeführt, daß Briffon bei der Auswahl seiner Collegrn sich nicht an die Kammermehrhett hielt, sondern die Minister sammtlich auS mehr oder minder radicaleu Kreisen entnahm. Aus diese Weise ist ihm auch die LabinetS- bildung verhältnißmäßig leicht gelungen, da er mit den ein- zeluen Parteien nicht über die Zahl der von ihnen beanspruchten Portefeuilles zu unterhandeln brauchte. Dies scheint den Deputirten imponirt zu haben, denn die Aufnahme deS Ministeriums in der Kammer war nicht unfreundlich, und Briffon war in der glücklichen Lage, aus der ersten Sitzung ein Vertrauensvotum mit nach Hause zu nehmen. Briffon entwickelte nach altem Brauche das Programm der neuen Regierung, und man muß anerkennen, daß er seine Franzosen genau kennt und sich ihren Anschauungen gut anzupaffeu verstand. Mit Vorbedacht ging er zuerst auf die inuerpolitischen Fragen ein, über welche am Leichtesten Differenzen mit der Kammer-Majorität entstehen könnten, um dann in seinen weiteren Ausführungen diejenigen Punkte zu berühren, von denen er voraussetzen konnte, daß sie die Zustimmung aller Deputirten finden würden. Die Steuerreform steht tu Frankreich schon lauge auf der Tagesordnung, aber bisher hat fich noch keine Einigung darüber erzielen lassen; vom letzten Lavinet wurden die Reforwpläne einfach zurückgestkllt. Auch Briffon dürfte dam't kaum einen Erfolg haben, insbesondere angefichts deS Widerstände-, den er and seine Regierung im Senat finden wird. Mit großem Beifall wurde aber seine Abficht ausgenommen, für Armee und Marine, diese beiden Schooßktuder der Franzosen, jede- Opfer zu bringen, und e- ist ganz erklärlich, daß gegenüber Briffon eine freundliche Stimmung die Oberhand erhielt. Auch die Erwähnung des russisch französischen Bündnisse« und die Berficherung, an demselben treu festhalten zu wollen, trug dazu bei, Briffon Shmpathieen zu erwecken. Seine Erklärung, daß die auswärtige Pol rik Frankreichs von dem nationalen Geiste durchdrungen bleiben solle, in welchem jene Allianz abgeschloffen wurde, kann uvS nur befriedigen, denn sowohl der Zar, wie auch Präsident Faure haben bet der Verkündigung de- Büuduiffrs klar zum Ausdruck gebracht, daß daS letztere geschloffen sei zur Erhaltung deS Weltfriedens. Damit ist das Jntereffe, welche- für uu- die Programm« rede Briffon'- haben kann, erschöpft, und wie wollen nur wünschen, daß die Pessimisten Unrecht behalten werden und dem Cabiuet eine längere Lebensdauer beschiedeu sein möge. Auch in Frankreich harren so viele innerpolitische Fragen der Erledigung, daß wohl kaum daran zu denken ist, daß eine aggressive internationale Politik betrieben werden wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 1. Jult. Urber die Reich-tag-wahlen schreibt Prof. Delbrück in den „Preuß. Jahrbüchern": E« ist die eigentlich charakteristische Erscheinung dieser Wahlen, daß die specifisch wirthschastltchen Gruppen am allerwenigsten erreicht haben. Da- Wirthschaftsstreben ist eben unter den vielen, den unzähligen Kräften und Anlagen de- Menschen nur eine-, und e- ist ein platter, einseitiger Docuinari-mu-, daß diese- eine Moment alle anderen beherrsche. Da- Bauernbündlerthum in Süddeutschlai d und am Rhein hat von dem Thurm de- CentrumS kaum einige Tierchen abzubröckeln vermocht. Der Bund der Landwirthe hat fast nur da Erfolge erreicht, wo er unter der alten Flagge der con- servativen Partei segelte, und wo er selbstständig vorzugehen unternahm oder gar gegen die Conservattven, da ist er gescheitert. Umgekehrt hat die größten Erfolge erzielt diejenige Partei, die die wirthschastltchen Gegensätze zu vermitteln sucht, da- Eentrum. Selbst die Rat onalliberalen, die kaum noch ein andere- positive- Priocip haben, was sie zwammen- hält, als ihre große historische Vergangenheit und die weniger zu vermitteln al- zwischen den wirthschastltchen Gegensätz'.n hindurch zu laviren gesucht haben, haben fich fast , intact erhalten. Wie viel ist über fie gespottet worden, von der einen Veite, daß fie die agrarischen Forderungen nicht genügend anerkennen, von der anderen, daß fie die agrarischen Begehrlichkeiten nicht haben abweisen wollen! Jetzt zeigt fich, daß gerade diese Takt-k deS Ausweichen- und Nachgeben- nach beiden Seiten, obgleich im Einzelnen keineswegs geschickt gehandhabt, ganz richtig war. Die Nationalliberalen bilden noch immer eine ansehnliche Partei tm Parlament; die „frei« finnige Vereinigung" dagegen, die ihr an persönlichen Talenten wett, ja unvergleichlich überlegen ist, aber nur ein etnzelne- wirthschaftlicheS Jntereffe, das dcS Handel-, vertritt, ist und bleibt eine kleine Gruppe. Am allerdeutlichsten aber zeigt fich die Unfruchtbarkeit deS Grundsätze-, die Parteien ausschließlich auf die Vertretung eme- wtrthschaftlichen Jntereffe- aufzubaucn, bei den Soctaldemokraten. Die Socialdemokraten find und wollen nicht- sein, als die Vertreter eines bestimmten Stand:-, de- Standes der Handarbeiter. Da- ist ihre Stärke und sobald man näher zu steht, noch viel mehr ihre Schwäche. Die Lohnarbeiter bilden naturgemäß einen sehr großen Theil der Bevölkerung, bet Weitem nicht die Majorität, wie häufig angenommen wird, aber doch vielleicht ein Drittel oder mehr. Trotzdem haben fie in nicht mehr als 32 ReichStag-wahl- kreisen, also in 8 v. H., die Majorität erlangt. Nur durch die Stichwahlen find fie auf etwa 58 Sitze, dafind etwa 15 v. H., gelaugt. Wie recht hatte doch Lorenz Stein, al- er schon 1847 schrieb, da- Proletariat sei durchaus nicht, wie man meine, ein sehr starker, sondern ein schwacher Stand? Niemals find die Soctaldemokraten unter günstigeren Verhältniffen in den Wahlkampf gegangen, als die« Mal: schwerlich je wird ihnen da- Schicksal wieder ein so Vortheilhaftes Schlachtfeld gewähren. Der Wahlkampf ist an-gefochten worden ohne eine allgemeine und namentlich ohne eine nationale Parole, die für die Soctaldrmokratte so ganz besonder- gefährlich ist. Die bürgerlichen Parteien find auf« Heftigste untereinander verfeindet, in sich aufgelöst, von schwankenden Grenzen; lau und gleichgiltig standen sie dem Wahlkampf gegenüber.....Unter den neugewählten socialdemokratischen Abgeordneten find einige, Rrcht-anwalt Heine-Berlin, Sohn de- Director- der Brandenburger Ritter-Akademie, und Kloß-Stuttgart, die eine starke und ausgesprochene Neigung haben, die Partei aus dem doctri- nären Revolution- Prinzip in eine parlamentarisch praktische Thätigkeit überzuführen. Die große Stärke der Fraction drängt mit einer Art von Gewalt auf diese Entwickelung hin. Wesentlich von der Klugheit der Regierung wird es abhängen, ob au- diesen Neigungen für Deutschland eine Frucht gezogen werden kann. DLe große landwirthschaftliche Ausstellung in Dresden. Ein dem Herzen der Stadt Dresden naheliegendes Gebäude am E ngange de- herrlichen „großen Garten-" hat die Ausstellung ausgenommen, die selbst wie auch ihr Catalog bereit- vor der Eröffnung fertig war! Der Tag vor der Eröffnung stand unter dem Zeichen deS Preisrichter-. In der Hauptsache unterliegt das Vieh der Beurtheiluog; Maschinen und Geräthe werden nicht preisgekrönt. Um aber doch auf dem Felde de- landwirthschaft* lichen Maschinenwesen- die Fabrikanten, Gewerbetreibenden und E, sinder nicht leer au-gehen zu laffen, finden alljährlich besondere Prüfungen statt, die sich einerseits auf Neuheiten aller Art erstrecken, andererseit- gewiffe eugbegrenzte Gruppen von Geräthen zum Gegenstände nehmen; so werden in diesem Jahre, außer den vorgeführten Neuheiten, Trockengeräthe für Getreide, Schrotmühlen und Stroh und Heupreffen geprüft, bezw. mit Preisen ausgezeichnet. Bei so enger Begrenzung der Aufgabe ist eine wirkliche Feststtllung des WertheS, ein wirklicher Vergleich der einzelnen zum Wettbewerbe gelangenden Gegenstände untereinander möglich. Seit der Stuttgarter Wanderausstellung wird alljährlich ein großer Wettbewerb für Butter und Käse veranstaltet, ein Wettbewerb, der mehr und mehr die Beachtung der Molke- reien auf sich zieht. Da- feuchtkühle Wetter war bis jetzt dem Unternehmen günstig. Mit Hilfe einer finnreich dnrch- grführten Eiskühlung gelang es, die Butter auf einer Wärme von 8 bis 11 Grad Maumur zu erhalten, sodaß die Preis- richter verhältnißmäßig leichte Arbeit hatten — Verhältnis mäßig; denn die Beurtheilung von mehr alS 400 Butter- proben bedeutet immerhin eine Leistung. Zur Bewält gung der Aufgabe hatte man sieben PleiSrichtercoll'gien bestellt. Die von diesen sieben Collegien ausgewählten 68 besten Proben wurden einem OberpreiSrichteramte übergeben, da- • aus den 68 nach eingehender Prüfung 18 als preiswürdig bezeichnete. Dabei ergaben sich einige auffällige Erscheinungen; z. B. die, daß an der Herstellung von ungesalzener Butter fich jetzt auch Schleswig-Holstein, Hannover und Braunschweig betheiligen. Während die ungesalzene Süßrahmbutter sehr stark vertreten war, ließ die gesalzene Süßrahmbutter an Zahl der Einsendungen vermiffen. Eigen« thümlicherweise lagen neben denen aus Holstein, den Provinzen Sachsen und Hannover, welche diese Abtheilung in der Hauptsache bestritten, auch Proben aus Bayern vor. Es fiel sogar der Siegerpreis nach Bayern, obwohl namentlich Hannover sehr Gute- geliefert hat. Am stattlichsten stellt fich die Abtheilung der au- saurem Rahm — nach dem „Berliner Geschmacke" — hergestellten gesalzenen Butter dar, die alletn 242 Proben umfaßt. Wie sehr diese Abtheilung die Buttererzeuger angelockc hat, beweist der Umstand, daß selbst Bayern dabei vertreten ist, da- doch sonst eine ganz andere Geschmack-- bezw. VerbrauchSrichinng besitzt. Ein geradezu prächtige- Bild gewährt die in demselben Gebäude wie die Butter untergebrachte Käfehalle, vor Allem die langen Reihen der mächtigen, wagenradgroßen runden Schweizerkäse. Am vollständigsten bedacht steht mau die Gruppen de- Schweizer (Emmenthaler) und de- Limburger Vollfettkäses. Da- Allgäu wendet neben dem Emmenthaler seine Aufmerksamkeit hauptsächlich den verschiedenen Sorten de« Limburger und des sogen. Wrißlack-KäseS, Westpreußen die seinige dem Tilfiter Käse zu. BemerkenSwerth ist die alljährliche Zunahme der feineren Weichkäse auf der Ausstellung. Sir betreffen namentlich Nachahmungen der bekannten französischen Weichkäfesorten: Camembert, Brie, Gervais, Neufchateller ufto., und man kann nur sagen, daß die Nachahmungen sehr geschickt auSfalleu, sodaß wir auch nach dieser Richtung hoffen dürfen, bald vom AuSlaude unabhängig zu werden. Harzer- und Ziegenkäse, alle möglichen Arten von Backsteinkäse, Kräuterkäse und selbst der sogen. „Holsteinische Beamtenkäse", ein Magerkäse, fehlen in der Abtheilung nicht. Von Jahr zu Jahr, Schritt für Schritt, hat fich die Vervollkommnung unserer deutschen Viehzucht auf den Wander-Au-stellungen kund gegeben; heute stehen wir vor einem Ergebnisse, das un- zu der Ueberzeugung berechtigt, kein noch so hoch gesteckte- Ziel der Viehzucht werde un- unerreichbar fein. Wer beispielsweise die Abtheilung der Rinder durchwandert, staunt über die gleichmäßige Vorzüglichkeit de- Dargebotenen. Unter nahezu 600 NiedernngS- und über 400 Höhenrindern find kaum einige Stücke, die nicht eigentliche« Au-stellung-gut darstellen. Den Glanzpunkt in der Rinder-Abtheilung bilden die rothbraunen, einfarbigen Schläge. Diese alten deutschen, meist kleinen Rinderraffen find neuerdings durch planmäßige Arbeit, mit Hilfe von Zuchtgenossenschaften und Herdbuch Gefellschaften zu wahrhaft überraschender Vollkommenheit gebracht worden. Geradezu herrliche Thiere stehen da unter den Bogel-bergeru, den Vogtländern, dem schlesischen Rindvieh, den Harzern u. s. w. Die genoffenschaftliche Zusammenfaffung der zerstreut arbeitenden Kräfte hat fich, vor Allem für den kleineren bäuerlichen Besitz, glänzend bewährt. Eine nicht minder befriedigende Wandlung macht fich in der Abtheilung der Schweine geltend. Dank einer ver- ständigen Zuchtanffaffung, die namentlich durch die Vereinigung deutscher Schweinezüchter gepflegt wird, ist e- gelungen, einerseits die Monstrositäten, mit denen die Engländer un- beglückten, aus der Welt zu schaffen und wieder zur Natur zurückzukehren, andererseits ober unsere z. Th. noch etwa- gar zu urwüchsigen Landraffen soweit zu verfeinern, daß sie auf die Bezeichnung „Edelschweiue" Anspruch machen können. In der Zucht deS weißen Schwein- find wir auf diesem Wege so weit gekommen, daß wir von England keinen Eber mehr beziehen, im Gegentheile eher in der Lage wären, den Engländern gute Zuchtthiere abzugeben. Nicht ganz so gut steht eS mit dem schwarzen — Berkshire — Schweine. DieS Schwein erfreut fich noch nicht einer so großen Verbreitung, daß wir einer mäßigen Zufuhr frischen BluteS au- dem Heimathlande eutrathen könnten. ES besitzt aber auch nicht die Wichtigkeit de« weißen Schweines, obwohl es wegen seines breiteren, runderen Baue- inhaltreichere Schinken liefert. Beides, weiße wie schwarze Edelschweine, find auf der Ausstellung trefflich vertreten, nicht minder da- veredelte schlappohrige Marschenschwein da- in unseren Küstengebieten von Meckunburg bi- Oldenburg und OstfrieSland und wiederum landeinwärts im Westen bi- Westfalen mit Erfolg gezüchtet wird. Auch daS ihm verwandte Meißener Schwein, von einer besonderen Zuchtgenoffenschaft erzeugt, sieht man in vorzüglicher Beschaffenheit: noch kernig und ursprünglich genug, um an Widerstandsfähigkeit und au Fruchtbarkeit zu genügen, und doch hinreichend verfeinert, um den Anforderungen bei großstädtischen FleischmarkteS gerecht zu werden. Wal die Tchafe betrifft, so kommt man mehr und wehr zu der Ueberzeuguug, daß gegenwärtig für unsere deutschen Berhältuiffe eine Art Mittelding zwischen Woll- und Fleischschaf, ein mit etwal englischem Fletschschasblut verbeffertel Rambouillet oder Merino das Zweckmäßigste ist. Die Ausstellung zeigt derartige Thtere aus verschiedenen hervorragenden Heerden. Wolle allererster Güte ist bet dieser Zuchtrichtung natürlich nicht zu erzielen, aber der Gewinn am Fletsche entschädigt für diesen Ausfall reichlich. Die Abthetlung der Pferde würde noch weit mehr beschickt sein, wenn nicht einerseits der beschränkte Raum auch Beschränkungen in der zuzulaffeudeu Zahl bedingt, und wenn nicht andererseits die Verlegung der AusftellungSzett Viele veranlaßt hätte, ihre Anmeldungen wieder zurückzuzieheu, weil sie die Thtere bei der Heuerute nunmehr nicht entbehren konnten. Trotzdem befriedigt auch diese Abtheilung. Das Königreich Sachsen selbst all Land einer hochentwickelten Industrie wird sich naturgemäß mit der Zucht von Kaltblütern, schweren Arbeitspferden, beschäftigen. Sehr hoch stehen die Leistungen von Schirmer-Neuhaus (Prov. Sachsen), Wadsack- Horusömweru (ebenda) und v. Homeyer-Rauztn (Pommern). Die im Rheinlande gezogenen Belgier find durch die vortreffliche Köntg'sche Zucht (Gestüt Voldagsen) vertreten, und auch die schlesischen TlhdeSdaler können fich sehen laffen. Aul Holstein sandten AhSbahS und der Verband der Pferdezüchter Elmshorn treffliche Thtere. Neben den Kaltblütern findet man 120 Blutpferde — Ostpreußen, Mecklenburger, Holsteiner. Die im Königreich Sachsen gezogenen edlen Pferde lassen noch ein Weniges an Ausgeglichenheit bet» wissen. Für seine Remouten ist das Land im Wesentlichen auf Ostpreußen und verwandte Zuchtgebiete angewiesen. Die von dort ausgestellten Thtere finden denn hier auch entsprechende Beachtung, namentlich in der GebrauchSabtheilung. Die Gesellschaft hat von Neuem den Versuch gemacht, die Züchter zur Vorführung fertiger Gebrauchspferde anzuregen, und nicht ohne Erfolg. So hat der landwirthschaftliche Centralverein für Littauen und Masuren einen auS vier Rapphengsteu bestehenden Vtererzug gebracht, die sämmtltch Privatzuchten entstammen. Abgesehen von der überraschenden Einheitlichkeit und Schönheit dieses VtererzugeS dürfte es der erste Fall fein, daß Zuchthengste in dieser Art gleichzeitig als Wagen- und auch als Reitpferde — die vier Rappen gehen auch unter« Sattel — auf einer Ausstellung vorgeführt werden. Locale- rrnd ^provinzielles. Gießen, 2. Juli 1898. ** Gewerbe-Zufpeetiou. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergvädigst geruht, am 29. Juni den Assistenten bei dem Fabrikiuspector für den AuffichtS« bezirk I Friedrich Lösser in Darmstadt zum Gewerbe- inspector bet der Gewerbeinspection Offenbach und den Assistenten bet dem Fabrikiuspector für den Auffichtsbezirk II HauS Engeln in Mainz zum Gewerbeinspector bei der Gewerbeinspection Gießen — beide mit Wirkung vom 2. Juli ds. IS. an zu ernennen. • * KreiSamts Personalien. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern wurden mit der Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eine- Gehilfen beauftragt: 1) der Kreis amtSgehilfe Adam Bernauer in Darmstadt bet dem Kreis- amt Darmstadt, 2) Nikolaus Heinz in Bingen bei dem KreiSamt Bingen, 3) Georg Schmitt in Oppenheim bet dem Kreisamt Oppenheim, 4) Ludwig Klöß in Worms bet dem Kreisamt WormS, sämmtltch mit Wirkung vom 2. I. d. I., 5) Friedrich Gengenbach in Offenbach bei dem Kreisamt Erbach, letzterer mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts. — Ernannt wurden am 29. Juni, mit Wirkung vom 2. Juli dS. Js.: 1) Heinrich Döring in Darmstadt zum Gehilfen bei dem KreiSamt Darmstadt, 2) Johanne- Löffler in BenSheim zum Gehilfen bei dem KreiSamt Bensheim, 3) Jacob Wick in Dieburg zum Gehilfen bet dem KreiSamt Dieburg, 4) Peter Guthier in Heppenheim zum Gehilfen bei dem KreiSamt Heppenheim, 5) Friedrich Weeg in Gießen zum Gehilfen bei dem KreiSamt Gießen, 6) Wilhelm Volk in Büdingen zum Gehilfen bet dem KreiSamt Büdingen, 7) Ernst Freund lieb in Alsfeld zum Gehilfen bei dem KreiSamt Alsfeld, 8) Georg Mahr in Friedberg zum Gehilfen bei dem KreiSamt Friedberg, 9) Philipp Griesheimer in Mainz zum Gehilfen bet dem KreiSamt Mainz, 10) Adam Bernauer in Darmstadt zum KreiSamlS- Schilfen. Leulenuar Medaille. Von den aus Anlaß der Centennar- Feier geprägten Katser-Wtlhelm-Gedächtntß-Me- datllen find ca. 800 Stück zur Verleihung an die im Kreise Gießen noch lebenden Krieger von 1870/71 beim Großh. Kreisamt etngegangen. • • Sport. Bet dem Herbst-Rad-Wettfahren auf der hiefigen Rennbahn wird u. A. die 25 Kilometer-Metster- schäft für Süddeutschlaud von Herrenfahrern zur Ausführung kommen. • * Rach Landau. Heute Nachmittag reisten 34 hiesige Schützen, unter Führung des Oberschützenmeisters Brück, zum Verbaudschießeu der badisch-pfälzisch-mittelrheinischen Schützen-Verbandes nach Landau. * * Rege Baulhätigkeit. Der so außerordentlich milde verlaufene Winter ließ während seiner ganzen Dauer eine so rege Bauthätigkeit zu, daß, im Gegensatz zu früheren Jahren, zu Anfang der eigentlichen Bausaison, im Frühlinge, für Geld und gute Worte Ziegelsteine nicht oder nur un- genügend zu erlangen waren. Die Preise stiegen außerordentlich und wurden, beispielsweise tu Frankfurt, pro Mille bis zu 32 Mk. bezahlt. Diese Thatsache beeinflußt zweifels- ohne auch noch das nächste Jahr, und so sehen wir in der Ziegelbrauche allerorts eine rege Thättgkeit sich entfalten. Als wir vor einigen Tagen die Bieberthal-Bahnstrecke besichtigten, konnten wir auch Gelegenheit nehmen, eine neue Dampfztegelei in Augenschein zu nehmen. In Gr- kennung der so glücklichen Conjunctur hat der Besitzer des Kalkwerkes „Abendstern", Herr Aug. Gabriel, eine großartige Anlage geschaffen, deren ProductionSsähigkeit zunächst auf 3 Millionen Steine bemeffen ist. Das Material soll ein sehr gutes sein und da durch die neue Verbindung die Steine billig zur Stadt befördert werden, wird daS neue Unternehmen günstig auf die Bauthätigkeit hierorts ein- wirken. •• Wiener Dameu-Orchester. Wir wachen die verehrl. Leser unseres Blattes auch au dieser Stelle auf daS heute Abend im Restaurant Busch („Zum Kaisergatten") statt- findende 2. Eoncert der Wiener Damencapeile aufmerksam. ___________ △ Mainz, 1. Juli. Undank ist der Welt Lohn. AlS Schiffsagent lebte hier bis vor wenigen Jahren eine Persön- lichkeit Namens Eduard Toussaint, der im dringenden Verdachte stand, der franzöfischen Regierung Spionagedienste zu leisten. Der Verdacht verdichtete fich mit der Zeit derart, daß die Behörden im Jahre 1894 im Begriffe waren eiuzuschreiteu, doch Touffaint bekam von der Sache Wind und flüchtete fich in doS Ausland. Kurze Zeit nachher erfuhr man, daß Toussaint fich in Paris herumtreibe, dann blieben jegliche Nachrichten von ihm auß, bis er vor einigen Tagen ein Lebenszeichen von fich gab und zwar in einem von Paris dattrten Brief an die „Straßburger Post", welcher unterzeichnet ist: „E. de Touffaint, ehemaliger Agent des französischen Kundschaftsdienstes im Ausland". In diesem Brief gibt Touffaint unumwunden zu, daß er französischer Spion gewesen und beklagt fich bitter über die Undankbarkeit der französischen Republik. Er erzählt, während seines Spionagedienstes in Deutschland sei er fiebenmal verwundet und schließlich verhaftet worden. Im Falle einer Verhaftung habe ihm Oberst Sandhus in Pari- das bestimmte Versprechen gegeben, daß für ihn gesorgt würde, jetzt aber laufe er in Paris von Pontius zu Pilatus und trotz eineß auf Grund feiner Verwundungen ausgestellten CoupS de reforme verweigere ihm der KriegSminifter jede Unterstützung. So handle die dritte Republik. O Schmach, o Schande! ruft Touffaint, dieser dunkle Ehrenmann aus und droht mit Enthüllungen. Au- der Zeit für die Seit Bor 222 Jahren, am 3. Juli 1676, wurde zu Dessau Leopold I. (der alte Drssauer) geboren, ein Fürst und Feldherr von scharf ausgeprägtem, oft schroffem, aber überwiegend edlem Character. Frühzeitig in daS preußische Militär eingetteten, erwarb er sich im spanischen Erbsolge- kriege den Ruhm eines kühnen Soldaten und ausgezeichneten Generali. Aeußerft glücklich gestaltete fich fein Familienleben an der Seite seiner bürgerlichen Gemahlin, berühmt als „Anna Liese", einer Apothekerstochter. Er starb am 7. April 1747 zu Berlin. Bor 10 Jahren, am 4. Juli 1888, schied der Dichter Theodor Storm in Hanerau beiHademarschen von hinnen. Er war nicht allein ein ausgezeichneter Lyriker, sondern auch vor allen Dingen ein seinfinnigrr Novellist. Den Stoff zu seinen Novellen entlehnte er meist dem ländlichen und bürgerlichen Kleinleben seiner Umgebung. Zart und duftig, schlicht und einfach ist Alles, was Storm erzählt. Der Dichter wurde am 14. September 1817 in Husum geboren. Vermischtes. ♦ Landau, Pfalz, 1. Juli. 14. Verbands- und 25jähriges Jubiläumsschießen des pfälzischen und mittelrheinischen Schützenbundes und des badischen Landesschützenvereins. Die Vorbereitungen für das Festschießen sind nunmehr auf der letzten Station angekommen; vorgestern fand die Generalprobe in Bezug auf die Schießeinrichtungen, die Verpflegung in der Festhalle und die Beleuchtung des Festplatzes statt und mit Beruhigung konnten die verschiedenen Festausschüsse die Wahrnehmung machen, daß Alles aufs Beste klappte. Küche und Mer- rechtfertigten den ihnen vorausgegangenen guten Ruf, die Einrichtung der Schießstände erwies sich als vollkommen zweckentsprechend, und die Beleuchtung der Festhalle, des Festplatzes und der verschiedenen Wirthschaftshallen stellte dem Acetylengas ein glänzendes Zeugniß aus. Es erübrigt nur noch, den verschiedenen Gebäulichkeiten rc. den letzten Schmuck von Blumen und Kränzen anzulegen. In dieser Hinsicht macht sich auch in der Stadt eine lebhafte Thätigkeit bemerklich; in der Ostbahnstraße erhebt sich eine stattliche Ehrenpforte mit einer Reihe hoher Flaggenmaste und die Bewohner der Stadt schicken sich an, die Häuser mit dem freundlichen Schmucke frischen Grüns und duftiger Blumen zu bekleiden. Macht dann noch der Himmel ein freundliches Gesicht zu all den festlichen Veranstaltungen, so wird die alte Landavia einen Anblick bieten, von welchem jedes Schützenherz auf das Angenehmste berührt werden muß. Die Gesammtsumme der Ehrengaben übertrifft heute schon jene der bei den übrigen Verbandsschießen erreichten, so daß Landau auch in dieser Beziehung mit allen Ehren wird bestehen können. • „BebelS Ruhe". Die kürzlich den „Charlottenburger Nachrichten" entnommene Mittheiiung über die Villa Bebels am Züricher See gibt dem „Vorwärts" Anlaß zu folgender AuSlaffung: „Bebel theilt uns auf Anfrage mit: Das bescheidene HauS ist an mehrere fremde Familien vermiethet, Bebel selbst hat für fich, seine Frau und die Familie seiner in Zürich verheiratheten Tochter drei Stuben, Kammer und 1 Küche in der Dachetage für den Sommer im Befitz. Daß überhaupt Bebel in den Befitz eines kleinen Vermögens kam, verschuldet nicht die sozialdemokratische Arbeiterschaft, die keinen Groschen dazu lieferte, sondern hauptsächlich die deutsche Bourgeoisie. Bebel hat als Schriftsteller das Glück gehabt, daß sein viel verlästertes Buch „Die Frau" bisher in weit über hunderttausend Exemplaren verbreitet wurde, und davon kommen volle vier Fünftel auf die deutschen Bourgeois und ihre Frauen und Töchter- fie alle sind die Urheber des Bebel'schen HerrenfitzeS." — Schön! Aber so ganz harmlos ist die Sache darum — für die Genoffen natürlich — doch nicht. Herr Bebel konnte den auß seinem Werke fließenden Gewinn doch nur darum in dem „bescheidenen Haus" am Züricher See anlegen, weil die Arbeitergroschen ihm auch ohne diesen Gewinn ein behagliches Dasein gestatten. Es wäre doch zweifellos richtiger und — sozialdemokratischer gewesen, wenn Herr Bebel seinen Ueberfluß wiederum den Arbeitern und der Pavteikrisse »uoewender hätte. Schiff-irachvichteir, Norddeutscher Lloyd, ht Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 1. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben - Schnellpostdampfer Kaiser Wilhelm der Große, Capttän H. Engelbart, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in New Aork angekommen. Bremen, 1. Juli. sBer transatlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Roland, Capttän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 28. Juni wohlbehalten in New- Aork angekommen.__________________________________________ Vottswirthschaft- «ietzsrr- 2. Juli. Marktbericht. Auf dem heutige» Aochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,10, Hühnereier pr. 6t. 6—6 4, 2 St. 11—13 X Enteneier 1 St. 7—0 X Gänse- der pr. St. 12—00 X Käfe 1 6t 6-8 X Käsematte pr. 6t. 3 4 Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 32 X Tauben pr. Paar X 0,76 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,70, Hahnen pr. Stüc? X 0,90—1,60, Enten pr. Stück X l,6r—2,00, Gänse pr. Psruü X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 Kuh- und Rindfleisil pr. Pfd. 62—66 X Schweinefleisch pr. Psd. 64 bis 72 X Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 X Kalbfleisch pr. Psd. 62-64 * Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 8,00 dir 10,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 X Zwiebel» pr. Centn« 9,00—10,00 X, Milch pr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 18—26 X Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.____________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 2. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15°, Luft 14°. __________________________Rübsamen'scke Badeanstalt. Aerrsste Nachrichten. Depeschen bei Bureau „Herold". Berlin, 2. Juli. Der „Boff. Zrg." wird an« Brüssel telegraphirt: Infolge neuer Scandal Vorfälle wurden gestern 18 Barl polizeilich geschloffen. Budapest, 2. Juli. Bi« jetzt wurden insgesarnrnt 18,000 Hagelschäden im Betrage von etwa 25 Millionen angemeldet. London, 2. Juli. Ein Telegramm aus Washington meldet, daß General Shafter 2000 Mann nach Aguadoreß gesandt hat, um die VerstärkungStruppen, welche den Spaniern zu Hilfe kommen sollen, aufzuhalten und andererseits den Spaniern den Abzug von Santiago zu versperren. London, 2. Juli. Nrch hier eingetroffenen Meldungen ist der allgemeine Angriff auf Santiago zu Wasser und zu Lande seit gestern Vormittag in vollem Gang. Aus der ganzen Linie tobt ein erbitterter Kampf. Während die Uniontruppen von verschiedenen Seiten Vordringen, läßt Admiral Sampson die HafenfortS beschießm. Admiral Eervara unterstützt mit Schiffskanonen die Spanier und bombardirt die feindliche Linie. General Corbin dringt gegen das Fort Morro vor. Der „BefuviuS" soll mit gutem Erfolg auS Dynamitkanonen geschossen haben. Weiter wird berichtet, die Division des Generals Lavton halte Eabano, einen Borort von Santigo, besetzt, während die amerikanische Flotte die Forts am Eingang des HasenS von Santiago bombardirt. Die amerikanischen Truppen befinden fich angeblich in der Nähe der Stadt Santiago. Neun Cubaner und acht Amerikaner sollen bisher gefallen sein. Dem General Shafter sollen sich 200 spanische Deserteure ergeben haben. Madrid, 2. Jul». Nach einer amtlichen Depesche aus Havanna legten die Insurgenten eine Dynamitbombe auf die Schienen, auf denen ein Militärzug heranbrauste. Bier Soldaten wurden getödtet und vier verwundet. Der Gouverneur von Santiago theilt mit, daß die aus Holguin und Manzanillo erwarteten Verstärkungen nicht angekommen find. Madrid, 2. Juli. Die spanischen Pofitionlu Aguadores und Morro erhielten namhafte Verstärkungen, da man seit einigen Tagen bereits einen Angriff seitens der Insurgenten und Amerikaner erwartet. Washington, 2. Juli. SS verlautet, daS gestern Abend Santiago in die Hand e der Amerikaner gefallen sei. Die Regierung hat jedoch hierüber noch keine Meldung erhalten.____________________________________________________________ — Die bereits bei höchsten Staatsbehörden des In- und Auslandes eingeführte Blickensderfer Nr. 7 ist eine nach ganz neuen Grundsätzen conftrukte Maschine, welche, mit einfachstem Mechanismus die größte Leistungsfähigkeit erzielend, den denkbar höchsten Grad der Vollkommenheit erreicht hat, sodaß Jeder, den die Mängel der älteren Systeme noch von der Anschaffung einer Schreibmaschine abhielten, in der Blickensderfer Nr. 7 alle seine Erwartungen voll und ganz erfüllt findet. Meyers Konversations -Lexikon (auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VIL VerMne TS LEOS 1 l,8«»im4ttl W«?H $„ ta ®* 5 Bremen ist !" angekommW. Wapö.] r>cr 1 Norddeutsche wohldch^ien tn ® 8tat* in Aal- Mm tu New- «Schaft- >’ bat bnitigtn -uo, Ä L M 4, DllBhlgtt Wirth gesucht. 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Eventuell werden auch Bewerbungen von älteren Studenten anderer Facultäten berücksichtigt, doch erhalten b anl Brüssel t lvurten gestern bro inlgttammt lwa 25 Mmru I Washington n uad) Äguabonl ild)t btt Spöttln । anbirerseitl bro tspkMll. ijftctn Melbnagin o zu Wa^tt nnb Gang, Äus btt Ehrend dir Union« (D, läßt Sdmirol ^Lrrvara unter* b boBbaibitt bie ctctn bal gut!» Schl« «J* Ttib berittit, bi« an», ilm” ®“'rt totfi« 8» “ nniibllt M ■al ©Saft« l»"(“ dien D«?1'*' “?* ot$t ,ßch°«° 7,ch. ,w! "l* 41"** Wollen Sie etwas Feines rauchen ? Diese Cigarette wird nur lose, ohne Kork-, ohne Goldmündstück verkauft. Bei diesem Fabrikat sind Sie sicher, daß Sie Qualität, nicht Confection bezahlen. Die Nummer auf der Cigarette deutet den Preis an: Nr. 3 kostet 3 Pfg., Nr. 4: 4 Pfg., Nr. 5: 5 Pfg., Nr. 6: 6 Pfg., Nr. 8: 8 Pfg., Nr. 10: 10 Pfg. per Stück. — Nur ächt, wenn auf jeder Cigarette die volle Firma steht: Orientalische Tabak- und Cigaretten Fabrik „Venidze“, Dresden. 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Inserenten wiederholt das dringende Ersuchen, Inserate für die Nachmittags erscheinende Nummer bis IO Uhr Vor- mittags, solche größeren Umfanges, wenn möglich, Tags vorher aufgeben zu wollen. Die Expedition des „Gießener Anzeiger." 6682 6697] Wohnung, auch zu Comptoir- Räumen geeignet, Sonnenstratze 12 per 1. October zu vermiethen. Näheres ___Karl Weidig. Wohnung im Hinterhause zu vermiethen. 6699] Eine Stube mit Küche am 1. August zu vermiethen. __H* Mühlich, Wagner. Das früher Preisag'scke Haus in der Mühlgaffe, 4 Stuben rc., sofort zu vermiethen. 6696 Georg Philipp Gail. __C. Steinhäuser, Neuen-Bäue 17. 6684] Stube mit Küche zu vermiethen. Gg. Unverzagt, Kaplansgaffe 5. 3485] 2. Stock und sJJtanfaröe m meinem Neubau Bleichstratze 33 zu vermiethen. I. Kinkel, Bruckstr. 4. 6634 Montag den 4. Juli 1898, Abends 81/a Uhr: 8ST* Uebuug. -MX Das Commando. Frohsinn (gegr. 1864). Für anberaumte Parthie Sonntag, den 3. Juli er. findet bei ungünstiger Witterung Zusammen' kunst in Steins Garten (kleiner Saal) statt. 6695 Der Vorstand. 6644 ^Unterkleidung. \ • nach den MNordsee Rädern Juist Sylt,Norderney. Borkum." ' Xy mir den Salon-Schnelldampfern A Cobra, Prinzessin Heinrich. Silvana. Jn I jstllllllilflllssssll Fahrplane u. directe Fahrkarten auf allen grösseren Eisenbahn -Stationen, jflllllrx JiHtrrül sowie bei der Nordsee-Linie.früher Baiiins Rhederei Hamburg. e Von Cuxhaven auch im Anschluss an die Badezüge der Unterelbischen Eisenbahn. kaiserlich Deutsche Post H Tägliche fahrten U- '"‘"Hamburg ! I g Prospecte u. Preislisten gratis u. franco. Hier zu haben bei 6697 W Otto Rathschlag, Seltersweg. V, v" W Für Touristkll und Militär unenLöehrlich, läuft nicht ein, filzt nicht, ist stets durchlässig und weich bei größter Haltbarkeit. 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Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worm» mtf. b. 1901 Stoffe im Ausschnitt. Weste zu Anzügen, Kosen etc. MMM Gebrüder Stemm Schulstnche. ^Loden-Joppen u. -Kavelocs Leinen-Joppen Paletots Pique-Westen. 20 Frarttes-St. Engt. Sooereigs« Dollar« ta Gold Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend, sowie meinen werthen Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem 6690 Kanzleiberg SS hat i Astoltat über ist. Freilich da wir ja übt Stlbsiverstiiad M Srgebuiß nid)t weiter bi ÄrtiMn die $ haben. »Inigel i iel Reichspost die Socialdev licht Kandgtbu sollen. Der E In btn btthtili der politischen nicht abgespro Wer hat Kampf alt l unfähig zeigen Math vollstän welchen Erfolg Lage derselben ist, da fie dor zahl find und durch die Dese standSkraft bar daß fie wenigs bleiben können, fltnfit haben t dort wirtlich n unr eine Trnp ben Stempel °u der Erin heil, welche de uicht untersuch festen Fuh an Sfanler damit ne etwa btabß utib fie bann v iat latere ball "halten hgt. \ i ^hangen. ^yp.r.Bk.ust.d.1906 100.00 Frkf. Ldw.Lred4Sk. v»k. d. 1900 102.00 Herrengarderobe Lüstre-Saeco Beinkleider Wadfayrer-Anzüge Sacco-Anzüge. Der Beschluß der §§ 42, 14, Absatz 3 tritt vom 1. Juli l. I. an in Kraft. Für Diejenigen, welche vor dem 1. Juli erkrankt waren, hat dieser Beschluß keine Gültigkeit. H. Winn, Morsthender Redacnon: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Zkemdruckerei sP letsch Erben) in Zießm. ————_ ?ie heutige Hlummcr umfatzt 16 Seite«. Lony’s Bierheller. Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Juli 1S98 Grosses Concert "WW von der Internationalen Gesellschaft, genannt zrfchtt-i til ^rlurn-hw fiontaB*' Dir IrW> to® ’ ,,4kB-h Dtl * ichelkgt. Vater, Schwiegervater und Herr im Alter von 56 Jahren. Grossvater Emanuel Meyer Die tieftrauernden Kinder: Toni Schulhof, geb. Meyer Johanna Meyer Ernst Meyer Julius Schulhof. M, den 2 Juli 1898. Briet 1619 20 38 4.20 Statt jeder besonderen Anzeige. Heute früh entschlief sanft nach langem, schweren Leiden unser innigstgeliebter Ortskrankknkassc Gießen. Laut Beschluß der Generalversammlung vom 28. November 1897 soll § 14 Absatz 3 der Statute.! mit Genehmigung Großherzoglichen Kreisamtes wie nachstehend ergänzt werden: Das Krankengeld wird bei mindestens 14 tägiger Krankheitsdauer vom Tage der Erkrankung an und für jeden gesetzlichen Feiertag, welcher nicht auf einen Sonntag fällt, vergütet Auch die Krankenunterstützung wird auf 26 Wochen ausgedehnt und zwar für die letzten 13 Wochen für jeden Arbeitstag die Hälfte des seither bezogenen Krankengeldes. Betriebsunfälle find für die letzten 13 Wochen ausgeschlossen. Ebenso erhält § 42 der Statuten folgende Aenderung: Vorbehaltlich der Bestimmung des $ 58 über die dem Kassen- und Rechnungsführer zu gewährende Vergütung führen die Mitglieder des Vorstandes ihr Amt als Ehrenamt. Nothwendige, durch die Amtsführung erwachsene baare Auslagen find den Vorstandsmitgliedern zu ersetzen; ferner erhalten dieselben für die durch Wahrung der Vorstandsgeschäfte erwachsenen Zeitverluste eine Entschädigung von 50 Pfg. für jede angefangene Stunde als Ersatz für den nachweisbar entgangenen Arbeitsverdienst. vom 1. bis 20. Juli. -MS Knabengarderobe Herrengarderobe Ae ub ie4te *”***; "‘■s* '•Ä f’-’t 27* '•fei ä»i* «W 6 *«, d, Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass unser innigstgeliebter, unvergesslicher Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp Noll, Schlosser gestern Nachmittag ^5 Uhr infolge eines Schlaganfalles im Alter von 53 Jahren plötzlich verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 2. Juli 1898. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr von der Leichenhalle des Coursbericht m Je Kurz & Co., Giessen, 81 Frankfurter Börse vom 1. Juli 1868. 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Unser heutiges Waldfest wird infolge ungünstiger Witterung biS Todes-Anzeige Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Vormittag nach schwerem Leiden unser innigstgeliebteS Töchterchen im Alter von 2 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Wilhelm Gerhardt u. Frau Bleichstraße 31. 6703 Gießen, den 2. Juli 1898.