Rr. 153 Drittes Blatt. Sonntag den 3. Juli 18»8 Gießener Anzeiger General - Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. zrezugtpreiL vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». *M0m< »0» Anzeigen zu der Nachmittag« für den folynho* Lag erfcheinenden Nummer bi« Norm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstcllen deS In« und AuSlandeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger -ntgegen. Erscheint tLgttch mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener MM«1kre«vtätter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblutt fiw den Ureis Giefzen. Äetodfoe, Expedition und Druckerei: Metftrefct Kr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger HiettB. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. 2lmtiid>er Tyeil Bekanntmachung. In der Stabt Wetzlar ist die Maul- und Klauen seuche amtlich feftgestellt worden. Gießen, den 30. Juni 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Betr.: Die achtundzwanzigste General-Versammlung de» BereinS zur Unterstützung und Besserung der au» den Strafanstalten Entlassenen zu Darmstadt am 12. Juli 1898. Die Mitglieder und Freunde de- Verein» zur Unterstützung und Besserung der au» den Strafanstalten Ent- loffenen werden in Gemäßheit de» § 21 der VereinSstatuteu zur 28. Generalversammlung auf Dienstag den 12. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, in da» Justizgebäude, Mathttorvpiatz Nr. 13 zu Darmstadt Sitzungssaal de» Oberlaude-gertcht», Zimmer Nr. 9, ergebenft etngeladen. Darmstadt, 27. Juni 1898. Großh. BereinScentralbehörde. Schlink. Deutsches Reich. Berlin, 1. Juli. Da» „Berliner Tageblatt" meldet au» Konstantinopel von einer Zetteluug, welche sich gegen die Jerusalemer Reise de» Kaiser» am Bosporus abspielt. Darnach wäre Munir Bai, der türkische Botschafter in Part», vom Sultan abberufen worden, um Tewfik Pascha im Ministerium de» Innern zu ersetzen, was als cm bemerkenSwerther Steg der franzosenfreundlichrn Partei im Aildiz-KioSk angesehen wird, welche unabläsfig darauf hinarbeitet, den deutschen Einfluß zu paraltfiren und hierdurch die Katserreise nach Jerusalem zu vereiteln. Kiel, 1. Juli. Der Kaiser ist heute früh'8 Uhr auf seiner Aacht „Meteor" nach Travemünde in See gegangen. Eine Stunde später erfolgte die Abfahrt der Kaiseryacht „Hoheuzollern" nach Travemünde mit der Kaiserin, der Prinzessin Heinrich und dem Prinzen Adalbert an Bord. Kiel, 1. Juli. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist heute Vormittag 9*/4 Uhr nach Berlin zurückgeretst. Ausland. Wien, 1. Juli. Die neuerding» in Amerika verbreitete Nachricht, daß fich Oesterreich-Ungarn im spanisch amerikanischen Kriege eine» Neutralität»bruches schuldig gemacht habe und sür die für Spanten gelieferten Waffen ZrhlungS - Bürgschaft geleistet habe, wird von hiesigen maßgebenden Kreisen kategorisch al» böswillige Erfindung bezeichnet. Krakau, 1. Juli. Auf Grund deS Ausnahmegesetzes verbot die Polizei da» Weiter-Erscheinen von fünf hiesigen soctaltstischen Blättern. Wettere erhielten den Auftrag, die Vorlegung deS Pfl cht-Excmplare» drei Stunden vor dem Erscheinen zu erfüllen. Ja ganz Galizien herrscht andauernd Ruhe. Trotzdem ist an eine baldige Aufhebung des Stand- recht» nicht zu denken, da im Bezirk Limanova noch mehrere Tausend Bauern fich in den Wäldern und Gebirgen versteckt halten. Madrid, 1. Juli. Der Martnemintster erhielt eine Depesche, welche die Durchfahrt der Flotte Camara'S durch den Suez-Canal meldet. Madrid, 1. Juli. Die Socialtsten veröffentlichen einen Aufruf an ihre Partei zu Gunsten de» Frieden». Rev-Hork, 30. Juni. Krtegssteuern in den Vereinigten Staaten. Die ungeheuren Ausgaben, die der Regierung der Union durch die KrtegSrüstungen, vor Allem durch die Aufwendungen für die erst neu zu schaffende und neu auszurüstende Armee erwachsen, sollen vom 1. Juli ab durch eine große Reihe neuer Steuern gedeckt werden. Der JahreSbetrag dieser eigens für den Krieg aukgeschriebeueu Lasten soll gegen 200 Millionen Dollar betragen. Bor Allem werden die Handel- urb Gewerbetreibenden, demnächst die Consumenten von Tabak und alcoholtfchen Getränken von den neuen schweren Ausschreibungen betroffen. Wie fich im einzelnen diese neuen Steuern, die mehr als die gesammteu Steuern und Zölle de» deutschen Reiche» etnbringen werden, auf Gewerbe und Verbrauch vertheilen, ergiebt fich aus der folgenden Zusammenstellung: Bankhäuser mit einem BetrtebS- capital unter 100 000 Mk. 200 Mk., solche mit größer« Capital für jede 4000 Mk. eine weitere Abgabe von 8 Mk. Makler, Pfandverleiher 80 Mk., Theater, Museen, Concert- säle, Singsptelhallen in allen Städten von mehr al» 25000 Einwohnern 400 Mk., alle übrigen öffentlichen Schaustellungen 40 Mk. - Spielplätze für Tennis, Bowling u. s. w., sowie jedes Billard 20 Mk., — Für Tabak im Allgemeinen 1 Mk. für das Kilogramm. Für Tabakhändler auf jede 25000 Kilogramm 25 Mk. — Bet allen Schuldverschreibungen, Rechnungen, Quittungen für je 400 Mk. eine Taxe von 20 Pfg., bei allen Wechseln und CH:ckS für je 400 Mk. oder einen Bruchtheil dieser Summe 10 Pfg. Alle geschäftlichen Abmachungen, LteferungSanweisuugeu, Miethverträge, Pachten Hypotheken usw. für je 2000 Mk. ein Stempel von 2 Mk, Bet allen Berficherungen (Leben, See, Feuer, Diebstahl, Unwetter usw.) für jede 4 Mk. der versicherten Summe 2 Pfg. Für Fahrkarten und Seereisen in» Ausland sür jede 120 Mk. eine Steuer von 4 Mk. Geistige Getränke in jeder Form tragen 8 Mk. für jedes Hectoliter. Außerdem werden alle Telegramme und Fernfprechunterhaltuogen je nach Wortzahl und Dauer mit einem Zolle belegt. Rew-Vork, 1. Juli. In Sau Juan auf Portorico soll die Postbehörde ein Complott zum Sturz der Regierung entdeckt haben, zu welchem Zweck auch da» RegierungS-Palai» mittelst Dynamit in die Luft gesprengt werden sollte. Eine Anzahl Verhaftungen wurden vorgenommeu. Locale» und provlnzlette». -e. Neu - Ulrichstein, 1. Juli. Monatsbericht der Arbeiter -Colonie pro Juni 1898. Ende Juni 1898 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitsloS 30 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 5; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kaffel 5, Regierungsbezirk Wiesbaden 2; Provinz Rhein- lande 2, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 1, Provinz Westfalen 1; Königreich Bayern 2, Königreich Sachsen 1, Königreich Württemberg 1; Groß- herzogthum Baden 1; Mecklenburg 1; thüringische Staaten 3. Ausland: Oesterreich Ungarn 1. Hiervon waren: Arbeiter 12, Anstreicher 1, Gärtner 1, Kappenmacher 1 , Kaufleute 4, Kellner 3, Klempner 1, Kürschner 1, Landwirth 1, Schlosser 2, Schneider 1. Schuhmacher 1, Schreiner 1. Gearbeitet wurde an 940 Tagen. Verpflegt wurde an 1068 Tagen. Im Monat Juni 1898 wurden entlasten 17 Mann, und zwar in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, auf eigene« Wunsch 7, wegen Contractbruche» 6, wegen TrunkeS 3. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3443, dagegen abgegangen im Ganzen 3413 Mann, bleibt Bestand am 30. Juni 1898: 30 Mann. Offenbach, 1. Juli. Die VerbrauchSabgabe auf Mehl und Brod wird von heute ab wieder erhoben, da die Mehlpreise auf ihren früheren Stand zurückgegangen find. Pfungstadt, 1. Juli. Laut telegraphischer Nachrichten hat der hiesige Ziegenzucht-Verein für die auf der Ausstellung der Deutschen LandwirthschaftS-Gesellschaft in Dre-ben ausgestellten zwölf Ziegen 2 Ehrenpreise, gestiftet von der königlich sächsischen Regierung, 3 erste, 1 zweiten und 2 dritte Preise erhalten. Feuilleton. Melchior Lechter. Von Georg FuchS. (2. Fortsetzung.) Lechter zeichnete fich hier, wie in all seinen Zierblättern, vor den meisten, die in Deutschland AehnltcheS versuchten, dadurch auS, daß er nicht als dienender Illustrator fich damit begnügt, den „interestauten" Inhalt deutlich zu machen und so bequem zu einer gedankenreichen Wirkung zu gelangen, sondern daß er au» den Motiven selbständig schafft, ganz als bildender Künstler nur mit Rückficht auf den Zweck verfährt, welcher ist: eine Fläche schön auszufülleu. Ihm war selbst der überaus verfeinerte Stoff, den ihm der Dichter gab, eben nur Stoff, rohe Maffe, die für seine Zwecke erneuter Bildung bedurfte. So wirkt in allen seinen Werken nicht der angeblich tiefe und bedeutende „Inhalt" — den man doch zumeist dem Spender: sei er Wagner oder Nltzsche oder wer sonst, zu gute halten müßte — sondern die wirklich tiefe und bedeutende Form. Wenn wir' hier nachwiesen, daß Lechter den modernen Geist in seiner höchsten Verfeinerung in fich ausgenommen hat, so wollten wir dabei nur wahr- nehmen, warum er die überkommenen Formen weiter entwickeln mußte, nicht aber wollen wir seine Bedeutung al» Künstler darein setzen. Lechter ist selbst weit davon entfernt, den Werth seiner Kunst in etwa» anderem suchen zu wollen, al» im Rein Malerischen und Rein Decorativen. Die Beziehungen, welche zwischen seinen Gebilden und etwa Schopenhauer, Wagner und Nltzsche bestehen, sind vielmehr die der Huldigung, der Zuneigung: durch Inschriften, durch Deutung. Ihr Werth liegt in ihren Formen und Farben, nicht im „Thema", nicht im Stoffe, wie bei der barbartsch-ltterarischen Kunstbehandlung, die, außer bet den wenigen Führern, gegenwärtig die Geister beherrscht. Wohl aber ist die Kunst in dem Sinne, wie wir sie hier fordern nnd geben, die „Kunst unserer Zeit", wenn auch das Entgegengesetzte die „öffent- liche Meinung" erfüllt, andernfalls müßte man ja Kotzebue und nicht Goethe al» den führenden Genius des vorigen Jahrhundert Endes bezeichnen. Mir kennen ferner Bucheinbände aus Pergament, welche Lechter bemalt hat. Der Pergamentbaud, au sich etwas Kostbares, um ein kostbares Buch, verlangt eine reichere Entfaltung der Zierden- hier können Goldgrund und Edelsteine Verwendung finden, nicht minder stärker aufgetragene Malereien in satten Farben zur Ausfüllung der glatten Fläche. Allein auch den Pergament- und Lederbaud will Lechter structiv behandelt wiffen, e» soll auch hier nicht» willkürlich, allrs vom Material, seinem Werthe oder dem Inhalte bedingt erscheinen. Auf dem Einbände zu wDe Profundis“ von Stanislaw Przybyrzewski erstreckt fich die malerische Behandlung nur auf etwa ein Drittel der Breite recht» und links vom Rücken. Wie e» die Umdeutung der architectonischen Elemente für die Zwecke der Buchausstattung nothwendig verlangt, find in den BuchauSzierungen von Lechter olle Formen von der Bestimmung zu tragen, zu stützen und fich gewichtig zu fügen, befreit und der neuen Bestimmung gemäß, welche Erfüllung einer Fläche gebot, gelöst, imaginär gemacht. Diese Linien stellen keine Säulen und Gesimse dar, sie find Linien und durchaus nach linearen Princtpieu zu einem Ganzen geordnet. UeberdteS treten an allen Knotenpunkten, frieSartigen Bändern und Endigungen Pflanzenmotive auf, welche die Erinnerung an die alten Vorbilder gänzlich benehmen und den architectonischen Charakter aufheben. Diese Pflanzenmotive find durchaus neuzeitlichen Ursprünge». Wie alle unsere jungen Vertreter der angewandten Kunst wurde auch Lechter durch da» Studium der Pflanze zu neuen ornamentalen und linearen Gebilden angeregt. Hiermit tritt er in nächste Beziehung zur allgemeinen Entwickelung, nur daß er, strenger in der Prägung, fich nicht so leicht zufrieden gibt mit eilig der Natur entriffenen Fasern und Schnörkeln, wie so viele Andere. Nächst den drei Elementen: Schrift, Architectur und Pflanzenschmuck, ist auch da» dritte und wichtigste ganz in dem Stile der Druckfläche übergesührt: die menschliche Figur. Auch fie ist gänzlich linear behandelt mit reiflicher Erwägung der zu erzielenden Hellen und dunklen Flächen. Auf Plastik ist mit Recht fast durchaus verzichtet, denn diese widerstrebt dem imaginären Grsammt-Character- nicht aber auf Ausdruck. Auffällig ist die überlange und überschlanke Gestaltung der Gelenke und Hände. Vielleicht läßt sich diese Bildung nicht immer rechtfertigen. Im Allgemeinen jedoch muß man festhalten, daß die Hände ein sehr wesentliche» AuSbruck»- mittel find, im Leben wie in der Kunst, nur daß fie in dieser Anderes auszudrücken haben, al» in jenem. Sie bedeuten im Werke oft einen wichtigen Abschluß, einen Mittelpunkt der compofitorischen Uebergänge, ja, wie im „Orpheus", die höchste Ausstrahlung des Ganzen. So wenig fich ein alter Meister oder ein Arnold Böckiin vor einer „Verzeichnung" scheute, wenn er durch dieselbe ein kräftigere» Mittel de» Ausdrucke» oder eine Verbesserung der fiuulichen Erscheinung seine» Bildes gewann, so wenig läßt fich Lechter darein reden, wenn er Pflanzenformen oder Hände ober sonst ein der «r wie ein stiller, reifer Sommersegen . . . der Bücher nach Deutschland versendet, al» el von Deutschland So Der Der Der Wie Der Und dem wichtigen Gesetze von der Louttast-Wirkuug in der Kunst bedingt diese Steigerung der dominirenden, leuchtenden Töne andererseits eine Verfeinerung und Milderung der untergeordneten und neutralen Werthe: fie werden blaß, zart, ja, krank und ersterbend. (Fortsetzung folgt.) Humoristische Reimepistel. Don Curt Rohden. (Nachdruck verboten-) Fast ist es schrecklich, wie die Zeit verrinnt, Und Mond auf Monat unaufhaltsam fliehen. — Lnpinenduft trägt schon der Sommerwind Vom Feld herüber, wo Mohnblumen blühen. . . Erdbeere setzt ihr rotheS Mützchen auf, Die Kirschen reifen und an Strauch' und Hecken Sieht der Hollunder da in großen Flecken, Wie weiße Inseln, die der Bienen Haus' Mit lautem Summen Mittag- schwül umschwirren. Der Juliwind zaust in dem dunklen, wirren Blattgrün deS schattigen KastanienbaumS . . . Und durch die Luft des weiten Weltenraums Die Schwalben und die Lerchen zwitschernd ziehen . . . Wie gut istS da doch, wenn die Frau Mama Gleich den Herrn Hausarzt hat zur Stelle da: Erst klagt man nur ein wenig um die Zähne . . . Acht Tage später: ernstliche Migräne . . . Herzklopfen dann und Reißen auch dabei . . . Da heißtS dann Teplitz oder Norderney! — Und will Papa die Furien nicht entfachen, Muß gute Mien' zum bösen Spiel er machen . . . Muß den gewohnten Mittagsschlaf verkneifen, Da überall mit Nähen, Waschen, Steifen Die Näherin und auch die Plättmamsell Wo man eS nicht wünscht immer ist zur Stell! — Nun heißt eS das Gesinde zu versehen Mit Geld und Lebensmitteln für die Zeit, In welcher man zum Badeort zu gehen Nun endlich gänzlich fertig und bereit! — Zwar brauchte Fritzchen noch erst neue Hosen (Die alten gehen wirklich kaum wehr an!) Doch will man den Papa nicht mehr erboßen, Weil schon genug berappt der arme Mann! Der Abschied naht! — Die lieben Kaffeeschwestern War'n pünktlich alle da zum Täßchen gestern- — Und jede schwärmte nur und schwamm in Glück, Und sehnte erst die Wiederkehr zurück ... (In ihres Herzens Grunde ganz verstohlen Dacht' manche doch, Euch soll der Teufel holen . ..) — Nun geht'S zum Bahnhof. — In beiden Händen Hält jeder Schachteln, welche gar nicht enden. — Papa und Fritz, nach hergebrachter Sitte, Den Reisekoffer tragen in der Mitte ... Mama voran, den fetb’nen Pompadour In einer Hand, fie blickt stet» nach der Uhr .. • Und hinterher Sabinchen mit dem Plaid, Das flatternd über Damm und Straße weht! — „Noch fünf Minuten!" ruft der Conducteur — „Hier zweite Wagenklaffe, bitte sehr!" — Dann noch ein Kuß von jeder Zuckerschnute — Und los geht'S dann mit gellendem Getute! — Die Taschentücher winken immerzu ... Papacheu denkt, nun hab' ich endlich Ruh, Und von der Stirne wischt er fich den Schweiß, Weil er fich endlich wieder ficher weiß Und ungebunden und der Sorgen frank, Und seinem Mund entringt fich: „Gott sei dank!" — Erscheinungswelt entlehntes Symbol so weit umbeutet, stärkt oder verfeinert, bis eS das auSbrückt, war eS im Werke au8* drücken soll. Denn — bieweil bet herrschenbe Kunst- und Literaturgeschwack heute das Gegentheil annimmt, sei eS über- flüffig bemerkt — die Werke bet Kunst stellen nichts bat und stehen zu den Dingen bet Welt nicht im Berhältniffe beS | EonterfeiS, sondern fie find für fich und durch fich. Da man die» fo oft vergaß, hat man, ob zwar LechterS GlaSgemäldc, Möbel und Bücher schätzend, zu dessen Bildern meist kein rechte» Berhältniß finden können. ES ist unmöglich, in Worten das colortsttsche Wesen der Oelgemälde LechterS auch nur andeuten zu wollen. ES muß bei der grundsätzlichen Angabe sein Bewenden haben, daß Lechter Über den eigentlich „farbigen" Eharacter, der wohl in den Werken BöcklinS seine höchste moderne Vollendung feierte, hinaus trachtet nach einer glühenden Wirkung. Wie die alten deutschen Meister nach durchfichtiger Klarheit der Farbengebung strebten, und wie die Geschichtsschreibung ihrer Werke Werth nach dem Grade der in ihnen erreichten Klarheit und Dnrchfichtigkeit abznstufen Pflegt, so könnte die Gluth der Farbentöne sür die moderne coloristtsche Schule als EntwickelnngSziel aufzufaffen fein. Ihr Stil scheint vorzüg- lich darauf zu beruhen, daß zunächst ein voller Accord der Farvenwirkungen im Bilde erreicht wird und daß sodann diesem Accorde, dieser „Dominante", eine immer stärkere Straft und Wärme eingehaucht wird bi» zum höchsten Eindruck lodernden Brande» oder tiefer, gesättigter Gluth. Nach Lifte Geldbeiträge zur Unterstützung der Gesellschaften vom Rothen Kreuz in Spanien und Nordamerika. «nftnnsw. Central-Comits der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz 10,000 JJ«. Vermischtes. ♦ Würzburg, 29. Juni. Die städtischen Collegien haben I beschlossen, den sogenannten Wenzel-Saal im Rath- I Hause freizulegen und zu renovtreu. Der Saal hat feinen I Namen von dem WillkornrnS-Trunk, den der Würzburger Bischof Gerhardt dem deutschen König WenzeslauS im Jahre I 1384 dort bot. Wie die Sage meldet, soll bei dem folgenden Wettstreit im Zechen der trinklustige Böhmenkönig Sieger I geblieben fein. Im Laufe der Jahrhunderte ist der Saal, der ans einem hohen Mittelraum und zwei kleineren Neben- I räumen besteht, vielfach verbaut worden, sodaß seine Reno- I vtrung sehr schwierig ist. Der ganze Saal ist polychrom gehalten. Die Wände tragen reiche Teppichmalerei, die ab- I wechselnd den böhmischen Löwen und den Reichsadler, sowie I die Wappen alter adliger Geschlechter zeigt. Die Decke bildet I ein Spitzbogengewölbe, daS von einer mächtigen romanischen | Säule mit reichgegliedertem Capitäl getragen wird. Alles I weist leuchtende Farben auf, die trotz der Länge der Zeit vorzüglich erhalten sind. Der Saal wird in Zukunft den I Ehrensaal der Stadt Würzburg bilden. • Gewinn dr» Kaisers in einer Kunstlotterie. Unter den I 144 Mitgliedern der „Verbindung für historische Kunst" in München, zu welchen u. A. gehören: Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef von Oesterreich-Uugarn, die Kaiserin I Friedrich, der König von Sachsen, der Piinzregent von Bayern, die Großherzöge von Baden, Heffen, Mecklenburg- Schwerin und Sachsen rc., find gelegentlich der dieser Tage in München stattgehabten 27. Hauptversammlung zwei Bilder zur Berloosung gekommen. Da» eine Bild „Kaiser Friedrich", von Ferdinand Keller-KarlSruhe, gewann das preußische Cultusministerium, die dazu gehörige Skizze Kaiser Wilhelm, während da» andere Bild, „Einsegnung Freiwilliger 1813", i von Kampf, dem Kuntzverein in Karlsruhe zufiel. * Aufsehen erregt da» Erscheinen der Schrift „Rechts- schütz der ZeitungS- unb Bücher-Tttel" von Dr. Brandts. | Die höchst sachliche Behandlung des Thema», wobei auch die i französische Rechtsprechung ausgiebig herangezogen wird, dürfte । vornehmlich Juristen, Verleger und Schriftsteller interesfiren. I Don allgemeinem Interesse ist ein mitgetheilter Rechtsfall, insofern er die ungenügende Bekämpfung deS unlauteren Wettbewerbs durch die Gerichte kennzeichnet. ES handelt sich dabei um die Zeitschriften „Kleine Modenwelt" (gegründet 1889) unb „Große Mobenwelr" (gegrünbet 1892), welche dem Welt- bekannten älteren Blatt „Die Modenwelt" (gegründet 1865) I den Titel entlehnt haben, denen aber trotzdem durch gericht- I liches Urtheil zugestanden wurde, diese Titel fortzusühren. Der dieserhalb geführte Proceß bietet in seiner Führung wie I in den gesällten Urtheilen bet Unbegreiflichkeiten viele. Der I schwer geschädigte Verleger deS älteren Blattes ist von den I Gerichten durchweg abgewiesen worden, weil derzeit der un- I lautere Wettbewerb noch erlaubt gewesen sei, andererseits I Verwechslungen nicht mehr vorkämen, während sechzehn an* I gesehene buchhändlerische Corporatiouen feststellen, daß dies that- I sächlich noch sehr häufig der Fall ist. * Deutschlands vucherexport. Dem „Memorial de la I Librairie fran$aisea zufolge ist, wie die Aussicht feiner In- I dustrieproducte, so auch die der GetsteSproducte bedeutend in I Zunahme begriffen. Bor 15 Jahren betrug der Werth I der exportirten deutschen Bücher 27000000 Mk., im letzten I Jahre soll er auf etwa 65000 000 Mk. gestiegen sein. Auf I Oesterreich-Ungarn entfällt allein die Hälfte dieses Betrages, I dann kommen nach der Höhe des Exportwertes in absteigender I Ordnung: die Schweiz, die Vereinigten Staaten, Rußland, I England, Holland, Frankreich, Belgien, Italien unb Däne- I mark. Die betreffenbe französische Zeitschrift vergleicht ferner I den Werth bet Büchet, welche bie verschiedenen Länder von I Deutschland empfangen, unb welche letzteres borthin versendet. I Oesterreich-Ungarn empfängt von Deutschland Büchet im I Werthe von 27 900000, versendet dorthin für 7 400 000 Mk. empfängt. * Die Finsternisse des Monats Zuli. In diesem Monat finden zwei Finsternisse statt, eine theilweise Mond- finsterniß und eine ringförmige Sonnenfinsterniß, von denen aber nur die erste in unseren Gegenden sichtbar die Natur . . Der Mensch, wie anders doch! . . . .... Heimath Schönheit will ihm nichts mehr sagen! Er hat nur noch zu stöhnen unb zu klagen, Bald übers Herz, balb über feinen Magen, Unb viele . . . viele andere Dinge noch! — Und Fluß und llferfanb goldgelb erglühen Im grellen Licht ... DaS tanzt auf allen Wegen, Leben, Sonne, Sommer und wie Tag, nimmer scheiden, nimmer enden mag, Der Vorsitzende: B. von dem Knesebeck, Dice-Ober-Ceremonien- meister und Königlicher Kammerherr. Der 1. stellvertr. Vorsitzende: von Spitz, General d. Jmantene z. D.. Der 2. stellvertr. Vorsitzende: Dr. Koch. Präsiden» bcB Reichsbank- directortums, Wirklicher Geheimer Rath. Der 1. Schriftführer: Lademann, Erster Staatsanwalt beim Konigl. Landgericht II Berlin. 2 Schriftführer: Marcinowski, Geheimer Ober-Finanzrath. Schatzmeister: von Burchard, Präsident der Seebandlung, Wirklicher Geheimer Rath, Berlin W., Jägerstraße 21. Der Generalsecretär: Dr. Lieber, Generalarzt a. D. Aufruf. Der zwischen Spanien und Amerika entbrannte Krieg beginnt, namentlich durch ausgebrochene Krankheiten, größere Opfer »u fordern, fodatz durch Vermittelung des internationalen ComitLS vom Rothen Kreuz in Genf die Bitte um Unterstützung auch hierher ^^Das"unterzr?chnete Central-Comitt erachtet eS als feine Pflicht, im Hinblick auf das solidare Berhältniß der Gesellschaften vom Rothen Kreuz untereinander und in dankbarer Erinnerung der vom AuSlande der Deutschen freiwilligen Krtegskraukenpflege gewähren Hilfe sowohl die Amerikanische wie die Spanifche Gesellschaft vom Rothen Kreuz in ihren Bestrebungen, die Kriegsleiden zu lindern, durch Gewährung von Geldmitteln nunmehr zu unterstützen. Um jedoch die für eigene unb näherstehenbe Zwecke sehr in Anfpruch genommenen Mittel unserer Vereine vom Rothen Kreuz nickt allzusehr zu verringern, wenden wir unS an alle diejenigen sr-ife in Deutschland, welche für die Verwundeten- und Krankenpflege im ausgebrochenrn Kriege Beiträge zu fpmben willig sind, mit der Bitte, uns solche anzuvertrauen unb uns dadurch in die Laae zu versetzen, die Gefühle der Humanität zu bethätigen, welche in deutschen Herzen allezeit auch für fremdes Leid tief empfunden und durch freigiebige Spenden kundgegeben worden sind. Unser mitunterzetchneter Schatzmeister wird Beiträge unter der Bezeichnung. Gesellschaften vom Rothen Kreuz in Amerika und Spanien" ..... u entgegennehmen, deren Empfang in der Presse bescheinigt werden wird. Außerdem werden alle Landesvereine vom Rothen Kreuz in Deutschland unsererseits ersucht werden, Sammelstellen zu eröffnen. Berlin, im Juni 1898. Das Central-Somits der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz. itz'H Ni i 3- Ci 1 Vctvbrr eZi« mW"1.1’, m * Zubehör an ’ mvenmelber ■*6631]®' bflunuJÜf? *6636] rvohiiung, Luanda G. 5 "6638]"^ "65oO Wnsardenir Eabinelle, fonfliger ZU Aus Wunsld Mres im SniOaßeL M, p" ° M 3 b's Mroiiei6enL__ 640T] Der Zubehör, Ble, ist aus 1. Octi Seidenstoffe verlaugc Mvstcr mU Nngab« d. Gewünschten. _ . . von Elten & Keussen, Ä' Crefeld. Ludr Parierrestock, per 1. Lclober, 6537] Klei, zu vermielhen. 6538] Klei zu oemietben 6544] Far 6548] Eck Zimmer nebs ist an ruhige mieten. Zu 5356] Slock, 4 Sinn Zubehör, we, oder später zr 1873] Er Wfhafce,, nrft Zubehör, - 229oj Dk! S-useS ist pe: iu oermlethen. Tsi 2 Zimmer, s sofort an ruh 4481] ( l Stock, per Xi mit aüem Z vemielhen. ""Nile WtuUfr "Nlki 33imi per fofott ju t nWTi W8. Don 6 c Lubehör, eben Setheill, per • ^bmnvr.t 5"5 bis f SRtil & ’S! - ^nietfcen 15. fe* » t^ogis, 6052 J fein wird. Die theilweise Moudfinstetuiß tritt ein am 3. Juli Abend-, unb zwar beginnt bieselbe um 8 Uhr 46 Min. Abends, die größte Verfinsterung findet statt um 10 Uhr 48 Min. und das Ende um 11 Uhr 49 Min. Zur Zeit der Mitte wird der Mond fast völlig vom Erdschatten bedeckt sein, nur am südsüdöstlichen Rand bet Scheibe bleibt ein Stück der letzteren nnbeschattet. Der Eintritt des Schattens erfolgt am nordöstlichen Mondtand, der AuSttitt am nordwestlichen. Die Finsterniß wird in Europa, Afrika, Asten, Australien, dem Indischen und Atlantischen Oeean sichtbar sein, im westlichen Europa geht der Mond verfinstert auf. Die ringförmige Sonnenfinfterniß findet statt am 18. Juli. Sie ist bei uns nicht fichtbat, dagegen in der südlichen Hälfte dek Großen OceanS, theilweise auch auf bet Norbhälfte Neuseelands unb an bet Sübspitze Südamerikas. Die centrale Verfinsterung der Sonne hat ihre längste Dauer von 5 Minuten 53 Srcunden für einen Punkt im Großen Ocean zwischen Neuseeland und bet Oster-Insel. • Eheleben auf Sumatra. Ein reizenbeS Bilb entwerfen franzöfische Blätter von bem Eheleben auf bet Insel Sumatra. DaS Vermögen beS HauSwesenS gehört bort bet Frau, und bet Ehemann hat nur ein Ziel im Auge: bie heißgeliebte Gattin — auf Sumatra wirb jebe Gattin heiß geliebt zu bereichern. Ehescheibuvgen kommen sehr selten vor, vielleicht deßhalb, weil bie Eheleute nicht zusammen wohnen. Der Gatte besitzt ein besoubeteS Haus unb begiebt sich nur am Abenb zu seiner Frau. Söhne läßt man bis zu ihrem vierten Lebensjahre unter bet Obhut bet Mutter, dann wohnen sie mit dem Vater zusammen, während die Töchter vom Tage ihrer Geburt an im väterlichen Hause wohnen- Wenn fie fich verheitathen, baut man ihnen ein HauS dicht bei dem Hanse deS Batet». Wenn ein verheirateter Mann stirbt, wird vor bem Hause seiner Frau ein Mastbaum mit einer Flagge aufgestellt. Die Wittwe hat erst bann bas Recht, eine neue Ehe zu schließen, wenn bet Wlnb die Flagge zetriffen hat. Da» LooS bet verheirateten Frau ist m- diesem glücklichen Lanbe aber so beneibenSwerth, baß bie Wittwenschaft dort beschwerlicher ist al» in anderen Ländern. Deßhalb verkauft man auf Sumatra seht leichte Stoffe, echte j Mouflelingewebe, die eigens für die Herstellung von //Trauer- flaggen" bestimmt find. Die sanfteste Brise, das schwächste WindeSwehen reißt die dünnen Fahnenstoffe entzwei, und kaum find einige Wochen ins Land gegangen, so hat die junge Wittwe bereits einen Tröster gefunden.______________ verkehr, Land- und volkrwirthfchaft. Fahrrad-Industrie. Der „Franks. Zig." wird zu diesem Them« gefchlteben: Obgleich der Bedarf an Fahrrädern feit etwa I 18 Jahren im steten Wachsen begriffen ist, mußte im laufenden I Jahre notwendiger Weife infolge der enormen Vergrößerung der I einheimischen Industrie, der durch unsere minimalen Zollsätze hervorgerufenen forcirten Einführung amerikanischer, französischer, oste^- I reichlicher und englischer Fahrrad-Fabrikate und vor Allem durch die dem Fahrrad-Verkauf dieses ganze Frühjahr ganz abnorm un- | günstige Witterung, auch bei uns in Deutschland eine Ueberproduction I zu Tage treten. Naturgemäß werden die jüngeren, kaum völlig in I Betrieb gekommenen Fabriken am allermeisten von dieser unbeflreit- | baren Thatsache zu leiden haben, und manche derselben wird, wie I die Zukunft lehren wird, kaum den Schwierigkeiten Stand halten I können, während die älteren Fabriken mit ihren durch die Praxis I und teueren Erfahrungen vervollkommneten, bewahrten und ein- I geführten Marken, mit den vielen festen Agenturen und Filialen, I mit ihren niedergeschriebenen Modellen, Einrichtungen u. s. w. und | mit ihrem stets vergrößerten Umsatz, hiervon kaum fühlbar betroffen I werden. Dies beweist der vergrößerte Umsatz der alten Fabriken in. I der diesjährigen, denklich ungünstigsten Saison._____________________ Judeß Europa in bet Sommerfrische Sich belectirt an Braten unb an Fische, An Et» unb Obst, Gemüse unb Confect, — Amerika bie Spanier weiter neckt. Zwar wirb kein Mensch aus ben Depeschen klug, Doch leibet weiß man heut nur gut genug, Daß Don Quichote unb seine LanbeSbtÜbet Zum zweiten Mal die Waffen legen nieber, Weil fie baS Sprichwort enblich auch verstanden, Daß der Erfolg geht ohne Gelb abhanben, Denn heute ist es leibet so bestellt: Nur wer viel Gelb hat, bem gehört bie Welt! — Sonst ist's ja still- nur hin unb wieber zittern Die Lüfte, wie von grauen Ungeteiltem, Die aus Italien hin nach Notben ziehn! — Allein was hilft baS Ahnen und daS Bangen? — Der Himmel kann nicht stets voll Geigen hangen, Die Erbe kann nicht immer bleiben grün. — Gern möcht ich auch mal in die Ferien retten, Doch leibet muß ich immer mich bescheiden . . . Für mich wächst ja auf Erden kein Genuß! ... Na! ruhig Blut, mein armer Pegasus! KO. Mk. Mk. Schweiz empfängt 7 400 000 versendet 3 200 000 Nordamerika // 7 000 000 H 600000 Rußland o 5 000 000 n 700 000 England 0 3 000 000 n 1 600 000 Holland n 2 800 000 n 1 700 000 Frankreich n 2 000 000 H 2 700 000 Frankreich ist also das einzige Land, welches mehr iliTinu'tljuniv'H. 6507] Bergstr. 1: Parterrewohnung, 6 Zimmer nebst Badezimmer, Veranda und allem Zubehör, Bleichplatz, Garten rc. per 1. October l. I. zu vermiethen. Näheres Neustadt 32, lll. 5694] Westanlage 41 ist eine schöne 6-Zimmerwohnungper sofort Preiswerth zu vermiethen. Näheres Neustadt 78, 1 Tr. 6621] Bleichstraße 20 im 3. Stock ist eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör an ruhige Leute zum 1. October zu vermiethen.______Prof. Fromme. 6631] Ein kleines Logis im tointen haus zu vermiethen. Marktplatz 13. 6636] Westanlage 21: Parterrewohnung , 6 Zimmer, Badezimmer, Veranda rc., per 1. October zu vermiethen. __G. Nauheimer, Bleichstr. 15. 6638] Mansardenlogis an eine kleine Familie sofort zu verm. 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