'(«• 260) lb01' flott ch i®* * 61 E-Ust,-c, lu? *' 9WS' »S Nt befte^t. ijttn 4469 ober. , grober Zurm «titbt u.f.uj.) ldl. SdiuliM lellung, Älter: 4430 ntr, Sugbad). kowtte. IHHI üDM ls 2910 chlutz 21 bei slhveW, 1 Preisen, ch nW. mm thnhwaaren irmerfiam, au- einet ncn Fabrik. Sport- toai von 45 Pitz- an. in. 604 init lo. >°°°°°8 ,e; _8 »lang dessen, 0 Friedberg, 0 ?nz. Deutz, 0 Stockheim, q ondorf an* Q e zum Pre^ 0 .Gieosener Q a kann auch 0 _ «erden. V ogen Q 00009$ * *. **8ks sS?sjs Spjifes ncfl -JUJ^ %52 >0 shlt° TammüL- AZr. 102 Erstes Blatt._______Dienstag den 3. Mai 1898 Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Kamitienö kälter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Wchener Anzeiger Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich ?5 Pfz. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den 'folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Hsneral -Anzeiger Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Amts- und Anzeigedlntt für den Tirers Mefzen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstratze Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Sewt|d?«* N«ictz»t«s- 80. Sitzung vom Samstag deu 80. AprU 1898. Debattelos erledigt das Haus in dritter Lesung den Weltpostvertrag, ferner die Vortage über da- HandelSprovt» jodnm mit Eaglaad, sowie diejenige über dte electrischeu Maßeinheiten. ES folgt die zweite Berarhung der Novelle über dte Naturalleistungen für dte bewaffnete Macht tm Frieden. Abg. Bröckmann (Ctr.) meint, seine Freunde hätten zwar noch weitergehende Wünsche, behielten sich aber, um die Borlage nicht zu gefährden, Anträge für eine spätere Zeit vor. Abg. Brunek (nl.) gibt eine gleichartige Erklärung ab, worauf die Vorlage angenommen wird. Auf der Tagesordnung steht sodann der Antrag Bachem (Ctr.) auf Herabsetzung deS 8OO.Mark«ZclleS auf Rohfetdengewebe für eine bestimmte Sorte afiatiicher Roh- feidengewebe, dte PongeeS, auf nur 300 Mk. Abg. Münch-Ferber (ol.) heißt diesen Antrag leb. haft willkommen und beantragt außerdem eine Resolution, inhaltlich deren der Zoll auf in Deutschland zu veredelnde Seidengewebe nach dem Gewicht nach erfolgter Veredelung bemessen werden und auch den Setdengeweben aus Ländern ohne oas Meistbegünstigung-recht zu Thetl werden solle. Nach kurzer Debatte, in welcher Direktor im Schatzamt o. Körner zu bedenken gibt, daß man doch jetzt, wo eine allgemeine Revision des Zolltarifs tm Werke fei, nicht dergestalt eine einzelne Position herauSgreifen soll, wird zunächst dte Resolution Münch-Ferber einstimmig angenommen, ebenso und zwar gleich in zweiter Lesung der vom Abg. Bachem be- antragte Gesetzentwurf. ES folgen Petitionsberichte. — Eine Reihe Petitionen wird nach den CommisitonSanträgeu erledigt. Eine Petition betr. Einführung eines Zolles auf Rohwolle beantragt die Commission dem Reichskanzler al- Material zu überweisen. Abg. Rickert (freis. Vg.) beantragt Absetzung deS Gegen- ftandeS von der Tagesordnung. — Letzterer Antrag wird angenommen. Eine Petition betr. Abänderung der Paragraphen des Strafgesetzbuches über die Gefährdung von Eisenbahn- transporten soll der Regierung als Material überwiesen werden. Die Abgg. de Witt (Ctr.), Stadthagen (Soc.) und Frhr. v. Stumm (Rp.) treten sür deu CommisitouSantrag rin, der auch zur Annahme gelangt. Eine Petition betr. dte Bäckereiverordnung wünscht die Commtflion an deu Reichskanzler als Material überwiesen zu sehen. Es handelt sich bet dieser Petition um dte Auf- Hebung der Bäckereiverordnung und deS ILstüudigen Maximal« arbeitstageS. Nachdem eine Reihe von Abgeordneten für den Com« missionSantrag eiagetreten, wird derselbe angenommen. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr: Naturalleistungen, Seidenzollautrag Bachem, Wahlprüfungen, Civtlproceßorduuug. Schluß 4*li Uhr._________________________ Deutscher ZUid?. Berlin, 1. Mai. Der Kaiser wird kommenden Mittwoch dir Relse nach Metz bezw. Schloß Urville antreten. — Die Ueberfiedelung des Hoflagers vom Berliner Schloß nachdem Neuen Palais bei Potsdam ist für das letzte Drittel dieses Monats in Aussicht genommen. Berlin, 30. April. Dem „RetchSanzetget" zufolge hat der hiesige Botschafter der Vereinigten Staaten tm Auftrage setuerRegierungmttgethetlt, daß zwischen deu Vereinigten Staaten und Spanien seit dem 21. d. M. der Kriegszustand besteht. Gletchzettig hat der hiesige spanische Bot« schäftet ein am 24. d. M. veröffentlichtes Königliches Decret hier zur amtlichen Keuntuiß gebracht, welches ebenfalls den Kriegszustand zwischen Spanten und den Bereinigten Staaten in eingehender Weise erläutert. Berlin, 30. April. Die Schlußsitzung des Central- :omtteB zur Unterstützung der durch Unwetter Geschä- digten in Deutschland hat heute Nachmittag unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Zelle im Staoiverordneten- faale stattgefunden. Bor Eintritt in die Tagesordnung theilte Zelle mit, daß bis zum Augenblick etugegangen seien: 3 205 982 Mark, auSgegebeu find 3171032 Mark, sodaß ein Bestand von 34951 Mark verbleibt. Auf Antrag deS Bürgermeister« Kirschner soll der Restbestand denjenigen Hilf«, bedürftigen zugewendet werden, welche durch dte Unwetter Hab und Gut, auch den Ernährer verloren haben. Recherchen haben ergeben, daß sieden Wtttwen vorhanden find, deren Ehemänner zum groß»« Theil bet Rettnngsarbeiten daS Leben eingebüßt haben. Dte Arbeiten de« CentraleomitöS find nunmehr erschöpft und daffelbe ist aufgelöst. Berlin, 30. April Der „Post" wird aus Danzig telegraphlrt: In dortigen Bernstetnindustriellen-Kreifen verlautet, daß die Verhandlungen der Regierung mit Cowmerzien- rath Becker in Königsberg wegen Ankaufs der Bernsteinwerke zu dem Ergebntß geführt haben, daß der Ankauf tu nächster Zeit erfolgen werde. Berlin, 30. April. Zu dem gestern Abend beim Kaiser stattgehabten Diner waren u. A. Ftaanzmtnister v. Miquel, LandwirthschaftSminister v. Hammerstetn und Staatssekretär Graf PosadowSky geladen. — Heute früh von 8 Uhr an wohnte der Kaiser den Bataillons Befichtigungen auf dem Tempelhofer Felde bei. Nachmittags von halb 3 Uhr ab hörte der Kaiser die Borträge des Chefs des GeneralftabS der Armee, Grafen v. Schlteffen, und des Chef« des Militär« cabtnetß, v. Hahnke. Berlin, 30. April. Die focialdemokratische Reichs« tagSfraction hat beschloffen, eine Interpellation im Reichstage etnzubringen und den Reichskanzler um Auskunft zu ersuchen, was die verbündeten Regierungen gegenüber den hohen Getretdevretsen zu thun gedenken. Dresden, 30. April. Wie die „Reuest. Nachr." melden, wurde gestern Nachmittag tu einem hiefigen Restauration»- local ein Mann Namen- Burkhard verhaftet, der in dem Verdacht steht, den Mord an der Louise Günther tu der Hasenhatde bei Benin verübt zu haben. DaS Signalement, welches dte Berliner Crimtnalpoltzei von dem muthmaßlichen Thäter gegeben hat, stimmt mit dem verhafteten genau überein. Frankfurt a. M., 1. Mat. „Hagar» Ltebe" von Franz Ltndhetmer, daS fich an den bekannten btbltscheu Vorgang allerdings recht frei anlehnt, hatte bet seiner gestrigen Erstaufführung Hierselbst mehr lärmenden Beifall, al« wirklichen Erfolg. Dte Form ahmt dte verschiedensten Klassiker nach,- der Inhalt bleibt, gelinde gesagt, unreif. Wien, 1. Mai. Einer Privatuachricht au8 Petersburg zufolge ist dort eine große nihilistische Verschwörung entdeckt worden. Wien, 1. Mai. Im Auftrage deS Polenclubs wird dessen Obmann, Jaworski, beim Minister deS Aeußern, Grafen GoluchowSki, eine Beschwerde einreichen wegen der MassenauSwetsung ^polnischer Arbeiter aus Preußen. Budapest, 1. Riat. DaS Gericht verurtheilte dte Zünd- Holzfabrik von Markus Klein u. Co. zu 100 Gulden Strafe, weil sie ihre Fabrikate in Schachteln in den Handel gebracht hatte, welche die Bildnisse LasalleS und Marx', sowie dte Aufschrift „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" trugen. «gram, 30.',April. Die anläßlich der Sjenicaer Bauern- aufstände zum Tode verurtheilten drei Bauern wurden heute durch den Strang hin gerichtet. Rom, 1. Mai. Dte „Tribuna" hat Telegramme au» den Provinzen erhalten, wo zahlreiche, theilweise tn schwere Excefle au-geartete Kundgebungen gegen die Brod- v er th en er un g stattfanden. Da, wo e« zu Au-fchreitungen kam, ging die Anregung dazu stet« von den Frauen au-, die in dichten Haufen die Bäckerläden und Rathhäuser zu stürmen versuchten. In Aversa wurde dte Menge bon der Gen-darmerte verhindert, das Rathhau- anzuzünden. In Ferrara wurden ebenfalls Ruhestörungen versucht. Auf Befehl der Behörden find alle Geschäfte, Banken und Kassen geschlossen worden. An-Ruttgltano in Apulien werden gleich- falls Kundgebungen gemeldet. In Ravenna setzte die Menge zweimal Demonstrationen in- Werk, die jedoch vom Militär an ihrer weiteren Ausdehnung verhindert wurden. „Exercito" schreibt, dte Regierung habe Befehl ertheilt, daß von nun an das Militär stets sofort und unnachsichtlich feuern solle. Mailand, 1. Mai. Alle in Italien lebenden Spanier werden durch einen Ausruf deS hiefigen spanischen ConsnlS aufgefordert, Geldbeiträge für Vermehrung der spanischen Flotte zu senden. BcLffkl, 1.Mai. Alle verfügbaren Kohlenvorräthe in den belgischen Kohlendistricten werden von spanischen Agenten aufgekauft. Part», 1. Mai. Der Congreß der Eisenbahn- arbeitet hat mit 53 gegen 13 Stimmen dte allgemeine ArbeirSetnstellung beschlossen. Pari», 30. April. Auf Ordre aus Washington befahl der Brtgadegeneral Macleer, der Commandant der Natloualgarde von Brooklyn, dem 13. Regiment, fich ohne Widerspruch in daS Lager von Hampstead auf Lang Island zu begeben. London, l.Mai. Au- New «York wird gekabelt, daß fich bet der Mobiltsirung der Truppen wett größere Schwierigkeiten Herausstellen, al- vorau-zusehen war. »eiC dte Au-rüstung erst vollständig beendet wird, so ist ein ernster Angriff durch starke Truppen in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Dte Splonenfurcht steigert fich, da bet Harri-burg abermal- etn Pulverschuppen in dte Luft flog, ins Ungeheuere. Jeder Spanier wird verdächtigt. Auch bei Philadelphia ist eine Pulverfabrik tn die Luft geflogen. London, 30. April. Die Meldung hiesiger Blätter von einem Bombardement Cardena- durch dte amed- kanische Flotte wird dementirt. Das Bombardement auf Matanza« erfolgte ohne Wissen der Washingtoner Regierung. London, 30. April. Dte Gesellschaft de- Rothen Kreuzte- tn New-Aork richtete an General Bianco da» Ersuchen, er möge gestatten, daß der Dampfer „Texas" mit Lebensmitteln für die Noihletdenden auf Cuba tu Havanna landen dürfe. Falls Blanco diese- Ersuchen ablehnt, soll für die amerikanische Land« und Seemacht eine Landung-bafi- geschaffen werden. Madrid, 30. April. General Weh ler erklärte tm Senat, er habe, al- er noch Statthalter von Cuba war, der spanischen Regierung öfter gerathen, Spanten solle den Bet« etnigten Staaten den Krieg erklären und sofort 50000 Man» In den Bereinigten Staaten landen laffen. Er fei überzeugt, daß da- auch heute noch möglich sei, in Anbetracht der fchlechtea Mobiltsirung der amerikanischen Flotte. Montreal, 30. April. Infolge de- spanisch'amerikantschen ConflicteS kommen täglich zahlreiche Spanier über dte amerikanifche Grenze. New York, l.Mat. Nachrichten au- St. Jago de Cuba zufolge hat dort eine Schrecken-Herrfchaft begonnen. Alle waffenfähigen Männer sollen zu Srieg-dtensten ge« zwangen und alle Leben-mittel für da- Militär in Anspruch genommen sein. Der englische Consul daselbst wurde wegen feiner amerikafreundlichen Haltung vom Pöbel ernsthaft bedroht. Kalkutta, 30. April. (Reuter.) In einer Bersammlung deS gesetzgebenden Rathe» für Bengalen wurde da- Bor« handensetn der Pest offictell mitgetheilt. Wahrscheinlich wurde dieselbe durch Ratten auf Schiffen und Eisenbahnzügen au- Bombay eingeschleppt. BIS jetzt find 26 Erkrankungen und 12 Todesfälle eingetreten. CocaU» wn» Gieße», den 2. Mat. *♦ Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen am 30. April u. A. den Geheimen Hof- rath Professor Behaghel von der LandeS-Untverfitat Gießen. , ** Gesellschaft für Srd« und Bölkerknnde. SS ist stets von besonderem Interesse, auS dem Munde der Forschungsreisenden selber die Schilderung der Erlebnisse und Ergebnisse ihrer Expeditionen zu hören, und so lebhafteren Antheil zu nehmen an den Gefahren, dte sie Überwunden, an den Er- folgen, dte fie errungen haben. In rtchttger Würdigung dieser Thatsache betrachtet e« dte Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde als ihre Aufgabe, einerseits ihren Mitgliedern dte Bekanntschaft mit den bedeutenderen Reisenden der Gegenwart zu vermitteln, andererseits diesen Gelegenheit zu geben, daS Interesse für Geographie und Ethnologie tm Allgemeinen und für ihre Forschungen tm Besonderen zu wecken und zu fördern. Im vergangenen Winter hatten wir mehrfach Gelegenheit, hervorragende Forscher auf diesen Gebieten kennen zu lernen; wir erinnern nur an dte Namen v. Payer, Sven Hedin, Kükenthal. Ihnen schloß fich am letzten Vortragsabend am 25. April der Jüngsten Einer, Herr Dr. Hermann Meyer au» Leipzig würdig an, der un» über seine erste, mit Glück und Erfolg unternommene Forschungsreise berichtete. — Im Jahr 1895 rüstete Herr Dr. Mtyer eine wissenschaftliche Expedition nach Centralbrafilten auS, die die Aufgabe hatte, in dem Waldgebiet der Quellflüsse deS Schiugu ethnologische und geographische Forschungen zu machen. Vor zehn Jahren hatte in diese noch ganz unberührte Strecke Prof. Carl von den Steinen zwei Vorstöße unternommen, die ihn «it einer Reihe Jndianerftämme bekannt machte, die bisher noch nie mit Weißen in Berührung gekommen waren und selbst daß Eisen noch nicht kannten. Diese Forschungen fort* zusetzen, tiefer vorzndringen und weitere unbekannte Stämme zu untersuchen, war da» Ziel der neuen Expedition. Dr. Meyer nahm als Begleiter den Arzt Dr. Ranke und den Photographen Dahlen mit und brach i« October auf. Kurz nach der Ankunft in Rio starb Dahlen am gelben Fieber. Vier deutsche Colonistensöhne wurden auS dem Staat Rio grande do Tnl als Kern der Expedition angeworben und von Buenos Aires per Dampfer den Paraguay auf* wärtS nach dem Städtchen LuyabL im Staat Matto groffo. In CnhabL wurde unter großen Schwierigkeiten die Expedition zusammengestellt und Mitte Mai brach Dr. Meyer mit 13 Mann und 40 Maulthieren nach Norden auf. In einem sechswöchentlichen Marsch durch die Buschsteppen wurde daS Hochplateau der Lhapada überschritten, der Paranatinga passirt, von wo aus fünf Bakairiindtaner der Expedition -ugetheilt wurden und alsdann nach den Quellflüffen des Tchingu hinab* gestiegen. Nach Verlust von 13 Maulthieren langte die Ex« pedition am Zusammenfluß des Bugio und Jatoba an, wo ein festes Lager errichtet und die Maulthiere unter Schutz dreier Leute zurückbleiben. Sieben EanoaS wurden gebaut uad alsdann die Flußreise angetreteu. Nach 20tägiger Fahrt, auf welcher die Expedition durch das Ueberwinden von Über 100 Fällen und Stromschnellen viel zu erleiden und eine Menge Lasten verloren hatte, fuhr sie in einen großen Strom Ronuro ein. Drei Tagereisen flußabwärts wurde ein weiterer Strom entdeckt und Steinenfluß gekauft. Am 25. August stieß man in der Nähe des Zusammenflusses de- Ronuro und de» Kuluene zum Tchingu mit den ersten Indianern zusammen. Sowohl diese, die KamayurL, wie die Trumai am Kuluene und Auetö am Kulisehu wurden in ihren Dörfern besucht und genaue Ausnahmen von ihnen gemacht. Alsdann unternahm Dr. Meyer, nachdem er in der Nähe des AeutödorfeS die Bakairi mit drei Leuten und dem Hauptgepäck zurückgelaffen hatte, eine durch das Pasfieren von Sümpfen und wafler* losen Strecken beschwerliche Landexpedition tu das Gebiet zwischen Kulisehu und Kuluene und besuchte die Stämme Etage, Oti, Guikuru, Awinikuru, Calapalu und Arikuanako, die der Nahuqua* und Akukugruppe angehören und vollkommen unberührt waren. Man fuhr alsdann den Kuluene hinab, den Kulisehu hinauf bis zum Lager. ES wurde dann die Weiterfahrt den Kulisehu aufwärts fortgesetzt. Da trat noch ein schweres Unglück ein. Dr. Rauke verlor durch Platzen seines Gewehres das linke Auge. Die Weiterfahrt war durch den Transport des Kranken tufolgedeffen sehr schwierig, zumal der Fluß durch Regengüffe sehr angeschwollen war. Doch langte man ohne weiteren Unfall am AuSschtffung-platz an, nachdem noch die Dörfer der Bakairi besucht und die Mehinaku und Auwauwiti am Fluß angetroffen worden waren. Die Maulthiere wurden vom Jatobalager herbeigeholt und nach abermals fünf Wochen Landmarsch, der im Allgemeinen dem Weg deS Hinmarsches folgte, langte die Expedition am 2. December wieder in Cuyabä. an, von wo Dr. Meyer mit Dr. Ranke über Buenos Aires die Rückreise nach Genua antrat. Nebst eingehenden Tagebüchern, linguistischen, ethno* logischen und anthropologischen Untersuchungen, meteorologischen und geographischen Meffungen, wurde eine sehr umfangreiche ethnographische Sammlung und mehrere Hundert Photographien mitgebracht. Im August diese» Jahre» bricht Dr. Meyer mit drei wissenschaftlichen Begleitern wieoer nach Centralbrafilien auf, um eine neue Expedition in diese Gebiete zu führen, deren Ziel die Erforschung des neuentdeckten SteinenfluffeS und eine» wetteren etwa» nördlicher in den Schingu mündenden NebenfluffeS, de» Paranahuba, fein wird, an welchem, wie Dr. Meyer bei den Arikuanaka erfuhr, etwa 16 ganz neue, unbekannte Stämme wohnen sollen. Aw Schluffe seines mit großem Beifall aufgenommenen Vortrags erläuterte der Redner seine intereffanten Ausführungen durch eine Reihe von Lichtbildern, für deren gelungene Vorführung wir dem Leiter de» phyfikalischen Institut» der Univerfität und seinem Asfistenten zu besonderem Danke verpflichtet find. Dr. Meyer aber wünschen wir für seine neue Forschungsreise von Herzen vollen Erfolg und hoffen, nach glücklicher Durchführung aus feinem Munde einen ebenso anschaulichen und intereffanten Bericht zu hören, wie wir ihn in unserer letzten Sitzung zu hören Gelegenheit hatten. •• Die Gemälde Ausstellung des Herrn Schaf ran ek im „Hotel Einhorn" ist durch die Fülle und Güte des Ausgestellten sehenSwerth, und erfreute fich gestern der Befich* tigung zahlreicher Kunstfreunde und Jntereffenten. Wir verweisen auf die Inserate in heutiger Nummer. ** Burg Windhof. Nur wenige Wochen trennen un» von dem Tage, an welchem die neue Burg Windhof vollendet und in ihrer ganzen stilgewäßen Ausstattung dem Publikum zur Verfügung stehen wird. Für heute wollen wir nur die künstlerische Decoration des großen Rittersaal» besprechen, welche nahezu vollendet und zu den besonderen Anziehung» punkten in der Umgegend Gießen» zählen wird. Während man im vorigen und noch in der ersten Hälfte diese» Jahr* hundert» nicht leicht einen Festsaal ohne die malerische Ausstattung mit italienischen oder schweizerischen Landschaften fich denken konnte, ist e» der Neuzeit Vorbehalten gewesen, Bilder auS dem deutschen Baterlande dem Beschauer vorzuführen. So sehen wir hier sechs Bilder auS dem Schwabenlande, welche, abgesehen von ihrer historischen Bedeutung, dadurch noch besonderen Werth haben, daß dieselben nicht nach der Phantafie deS Künstler», sondern mit Naturtreue gemalt find. Obgleich nur blau in blau gemalt, treten alle Umrisse der Berge und Burgen klar und deutlich hervor. Gleich beim Eintritt in den Saal lenkt zur Rechten da» LandschaftSbild der alten württemdergifchen Bergfeste Hohentwiel nufere Blicke auf fich. Die auf einem Bergkegel stehende Burg liegt in Trümmern. Obgleich die Besatzung derselben im Jahre 1800 keinen Widerstand wagte, wurde dieselbe nach ihrer Einnahme an den französischen General Vendome vandalisch zerstört. Dem Bilde der Festung Hohentwiel gegenüber bemerken wir an der schrägen Decke deS Saale» die württembergische Burg Hohenneufsen auf einem hochragenden, weit inS Thal vorspringenden Berge mit einer großartigen Ruine. Al» Festung 1802 geschleift, ist die Burg noch immerhin eine anziehende Merkwürdigkeit Württemberg-. DaS folgende Bild auf derselben Seite veranschaulicht uns daS Schloß Lichtenstein bei Reutlingen. Wem fällt bei dem Namen Lichtenstein nicht die romantische Sage von Wilhelm Hauff ein, worin der Verfasser das Leben der Ritter in ihren Burgen mit großer Anschaulichkeit schildert. Die hier dargestellte Burg wurde im alterthümlichen Stil von Gras Wilhelm von Württemberg durch Baumeister Heide- loff erbaut und im Jahre 1842 vollendet. Der Burg Lichstenftein gegenüber sehen wir die alte, aber in diesem Jahrhundert auch wieder neu hergeftellte Burg Hohen- zollern bei Hechingen. Diese Burg, die Stammburg unseres Kaiseehouse», wurde von König Friedrich Wilhelm IV. von 1850—1855 nach den Plänen de» BaurathS Ttüler restaurirt. DaS folgende Bild zur Linken führt uns zur Stammburg der Grafen von Rechberg in Württemberg. Ein Mitglied diese» Hause» Johann Bernhard, war in den kritischen Jahren 1859—1867 österreichischer Minister deS Aeußeren. Dieser Burg gegenüber sehen wir da» Bild der ehemaligen, noch in ihren Gebäuden wohlerhaltenen Eister- cienserabtei Bebenhausen, bescheiden in einem Thal versteckt. Wir können hier den Wunsch nicht unterdrücken, daß man, um da» halbe Dutzend Burgen voll zu machen, anstatt der Abtei Bebenhausen bei Tübingen, lieber die Burg Hohenstaufen gewählt hätte. Der Bergkegel, worauf fich früher die Stammburg de» berühmten Kaisergeschlechts befand, ist leider in der Gegenwart verödet. Keine Mauer blinkt im Sonnenstrahl von seinem Gipfel, kein Thurm ragt empor, keine Fahne flattert in der Luft. ES ist der oben abgeplattete Bergkegel, den wir auf dem Bilde deS Rechberg» im Hintergrund erblicken. Wir besitzen jedoch in einem alten Oelgemälde, das sich in einer Kirche zu Gemünd befindet und durch Kupferdruck und Holzschnitt vervielfältigt wurde, eine Abbildung der Burg Hohenstaufen in ihrem früheren Zustande. Es wäre für den Künstler, welcher die übrigen Bilder auSgeführt hat, eine leichte und dankenSwerthe Aufgabe gewesen, auch die Burg Hohmstaufen im Bilde un» vorzuführen. ES würde zu weit führen, wenn wir noch alle der hohen Geschlechter erwähnen wollten, deren Wappen unter den Fittigen deS deutschen Reichsadler- an der Stirnwand de» Saales sich zusammenfinden. Daß das Wappen unseres hessischen Fürstenhauses an hervorragender Stelle nicht vergessen wurde, brauchen wir wohl kaum zu bemerken, und zwar ist diese- letztere nicht wie e- in der Gegenwart dargestellt wird, au-geführt, sondern in der Form, wie e» die früheren Landgrafen von Heffen führten. Der Schild, bedeckt mit einem gekrönten Ritterhelm, au» welchem zwei reich verzierte Elephantenrüffel hervorragen. Schließlich wollen wir noch bemerken, daß auch da- Wappen de» Altreich-kanzler» vorhanden ist. Wir wollen da-selbe jedoch nicht näher erklären, eingedenk der bekannten Warnung: „Hüte Dich mein Sohn, find Nessel dran!" * • Sachbeschädigung. Zwei Burschen schlugen in vergangener Nacht an Wohnungen de» Neuenweg- und der Kaplan-gaffe mehrere Fensterscheiben eptzwei. Die Thäter begegneten einem der beschädigten Hausbesitzer unweit deS Thatorte», ohne daß dieser eine Ahnung von seinen Gönnern haben konnte, denn sonst dürfte den Schlingeln eine' Tracht Prügel nicht ausgeblieben sein. • • Einbruch. Ein junger Mensch, Eisendrrher auS Gießen, wurde vergangene Nacht von zwei Schutzleuten im Keller eine» Geschäftshauses der Weserstraße betroffen und verhaftet. Der Thäter hatte es wohl auf Diebstahl abgesehen, denn er hatte daS Drahtgitter vom Kellerfenster weggehoben und letzteres zertrümmert. Zwei weitere junge Leute, welche der Beihilfe verdächtig, sind heute früh noch sistirt worden. * • Ueberfahren. Heute Mittag wurde auf der West- anlage ein sechsjährige» Schulmädchen von einer Chaise überfahren. Da» Kind, welche» außerdem einen Huf schlag de» Pferde» an den Kops erhielt, wurde schwer verletzt in die Klinik gebracht. *• Patent Anmeldungen. Kl. 30, B. 21,393. Einricht* ungen für Heißluft-, Dampf- und Wafferbäder- Dr. Theodor Büdingen, Mainz, Rheinstraße 71, 18. 9. 97. Mainz, 30. April. Da» KreiLamt hatte beit von der sozialdemokratischen Partei au» Anlaß der Maifeier geplanten Feftzug verboten. Darmstadt, 30. April. Ja UntersenSbach im Odenwald wurde ein auf dem Felde arbeitende» Geschwisterpaar vom Blitz erschlagen. Eingesandt. Gieße«, 30. April 1898. Dem Detaillisten-Verein, der eine recht rührige Thäligkeit entfaltet, um Publikum und Geschäftsleute vor Schaden zu bewahren, gebührt hierfür der größte Dank. Einsender möchte sich hier noch eine Frage erlauben: Ist eS gesetzlich, roenn das kaufende Publikum 120 Gramm für V« Pfund erhält, anstatt 125 Gramm? Es bedeutet dies an V« Piund ein Manko von 20 Gramm. ES kann doch hierüber gar fein Zweifel bestehenDoch habe ich in verschiedenen Geschäften die Erfahrung machen müssen, daß dem so ist. Wer ist hier der Geprellte? Der Arbeiter, welcher nicht immer in der Lage ist, feine Waare pfundweise zu kaufen! ES fcheint die» allgemeiner UsuS zu fein. Ich möchte nun einmal sehen, was ein schneidiger Staatsanwalt mit dieser Usance anfangen würde, wenn er mit feiner juristischen Fackel hinein leuchtete. Ich glaube, es würde ein greulicher Geruch werden. Wad) der Polizei will ich auch nicht rufen, denn die hat Wichtigere» zu thun, als sich um solche t'appaLen zu kümmern. ES bleibt also nichts Andere» als SelbfihUfe übrig. D-ßhalh richte ich an alle Arbeiter und ihre Frauen die Bitte, anstatt '/«Pfund 1261®ramm zu fordern. Man wirft dem Arbeiter schr oft Begehrlichkeit vor. Ich glaube, In diesem Falle ist eS sein gute» Recht, um sich vor Schaden s zu bewahren. Der Detaillisten-Verein würde sich gewiß den Dank aller Arbeiter erwerben, wenn er auch hier Wandel zu schaffen suchte. Ich glaube nicht, daß man in der kaufmännischen Fachschule V« Pfund mit 120 Gramm berechnet In der Volksschule ist e» wenigsten» nicht der Fall. Hoffentlich genügen diese 3dien, um dem Unfug ein Ende zu machen. Kein Couponabschneider. Gieße«, 2. Mai 1898. 3» dem gestrigen Oartenconcert bei Stein wurde alt Nr. 2 Till» Ouvertüre über slaoifche Melodien gespielt, ffienn wir auch dem Grundsatz huldigen, daß die Musik ein internationale» Gut sei, so glauben wir andererseits doch, daß es nicht gerade nöthig fei, wenn in deutschen Landen eine deutsche Capelle da» berüchtigte tschechische Hetzlied gegen die Deutschen eHrom a peklo" vor einem deutschen Publikum zum Vortrage bringt Da die» jedenfalls nur aus begreiflicher Unkenntniß dieser „Perle tschechischer Tonkunst" geschah, so dürfte wohl dieser Hinweis genügen, daß für die Zukunft diese» Hetzlied von dem Concertprogramm verschwindet. Auetriacus. Neueste Nachrichten. Depeschen de» Bureau .Herold". Berlin, 2. Mai. Die gestrige Maifeier der Socialdemokraten »st ohne Zwischenfall verlaufen. Mittag- htelteu die Gewerkschaften fünfzehn Versammlungen ab, die durchweg gut besucht waren. Nachmittag» fanden die von den Wahl- vereinen veranstalteten Versammlungen statt. Dieselben waren zumeist überfüllt. E» wurde eine Resolution für den Achtstundentag, die internationale Solidarität und den Völkerfrieden angenommen. verli», 2. Mai. Der Delegirtentag der nationalliberalen Partei fand gestern hier statt. Gegen vierhundert Delegirte waren au» ganz Deutschland erschienen. Die Begrüßungsrede hielt Dr. Hammacher. Hierauf ergriff Dr. Bennigsen da- Wort zu einer längeren Ansprache, in welcher er die Bestrebungen und Ziele der Partei darlegte. Dem bisherigen Führer der Partei, der bekanntlich nicht wieder al- Abgeordneter candidiren wird, wurden große Ovationen dargebracht. Berlin, 2. Mai. Dem „Bert. Tagbl." zufolge meldet ein Washingtoner Börsen-Telegramm, da» die spanische Flotte vom Admiral Dewey theilweise zerstört worden sei. Die Spanier sollen 2000 Mann, die Amerikaner zwei Schiffe und 500 Mann verloren haben. Die Nachricht bedarf noch der Bestätigung. — Eine Washingtoner Meldung desselben Blattes lautet, das Marine-Departement sei mit Nachrichten über die Seeschlacht sehr zurückhaltend, eS giebr eine solche zu und läßt durchblicken, daß dieselbe mit einem Siege für die Amerikaner geendet habe. Alles andere ist nur Gerücht. Paris 2. Mai. Sehr eingehende neue Erklärungen in der DreyfuS-Affaire werden in der gestrigen Nummer deS „Jour" zur Geschichte der für die DreyfuS Partei angeblich so compromitttreuden Moment-Photographien gegeben. Oberst Picquart hat danach am 6. April bei dem Mandatar de» Bankier» Schreider in Karlsruhe eine längere Eouferenz gehabt. Zwei Tage später will man Schwartzkoppen mit Picquart Arm in Arm gesehen haben. Picquart, Schwartzkoppen und der genannte Mandatar sollen am 20. April in Karlsruhe beisammen gewesen sein. Dank einer Momentaufnahme werde der Generalstab die bedenkliche Rolle und da» Ein- verständniß der Familie Dreyfu» mit den Feinden Frankreich» vor Gericht beweisen können. Der Generalstab werde ferner beweisen, daß 162 Documente, welche Esterhazy an Schwartz- kappen auSqeliefert haben soll, von dem au» der Lebaudh- Affaire bekannten Casti gefälscht worden sein. Madrid, 2. Mai. Eine officielle» Telegramm au» Manilla meldet, daß da« amerikanische Geschwader da» Feuer gegen da» spanische eröffnet hat. DaS spanische Geschwader wurde von den Batterien von Eavite und Manilla unterstützt. Die Amerikaner haben schwere Havarien davongetragen und waren mehrfach genölhtgt, ihre Positionen zu ändern. Die Amerikaner zogen fich in westlicher Richtung zurück und flüchteten hinter die Handeltschiffe im Hafen. DaS spanische Geschwader, obgleich an Zahl geringer als da» amerikanische, hat den Kampf wacker geführt. Auf dem Kreuzer „Reine Christine" brach eine Feuersbrunst au«. Ein andere» Schiff soll durch eine Explofion in die Luft geflogen sein. Der Commaudant der „Reine Christine" wurde getödtet. Madrid, 2, Mai. „HeraIdo", welcher den Marinechef b-schuldigte, nicht rechtzeitig den Kohlenbedarf gedeckt zu haben, wurde beschlagnahmt. Havanna, 2. Mai. Auf die Stadt Eienf uego S wurde gestern von drei amerikanischen Schiffen geschoffen. Die Gefchoffe richteten indeß keinen Schaden an, weil fie die Hafenquai» nicht erreichten. Deßhaib wurde da» Feuer auch von den Fort» nicht erwidert. In der Stadt EienfuegoS herrscht vollkommene Ruhe. WB. Madrid, 2 Mai. Amtlichen Depeschen au» Manila vom 1. Mai zufolge fand Morgen» ein Seegefecht bei Cavite statt. Nach heftigem Kampfe zog fich da» amerikanische Geschwader gegen 9 Uhr Morgen» nach dem westlichen Ufer der Bat zurück. Da» spanische Geschwader erlitt beträchtlichen Schaden. An Bord der .Christina" brach Feuer au«, ein andere« Schiff flog in die Luft. Die spanischen Verluste find beträchtlich. Unter den Gefallenen befindet fich der Commaudant der „Christina". WB. Madrid, 2. Mat. Da» Mariueburean auf Manila the lt einen Bericht de» Contreadmiral- Montoje mit, wonach e» um Mitternacht dem amerikanischen Geschwader g'lang, die Einfahrt in den Hasen zu erzwingen. Um 7Vi Uhr fing da» vordertheil der „Reine Christina" Feuer, dato darauf brannte auch do» Htntertheil. Die „Ehristina- und der Kreuzer „Castilla" find vollständig verbrannt. Andere Scdtffe, welche Beschädigungen erlitten, wurden in die Bariolo- bucht zurückgezogen- mehrere mußten in den Grund gebohrt werden, bamit fie nicht in de» Feinde» Hände fielen. Unsere Verluste find erheblich, darunter befinden fich ein Capiräa und ein Schiff-geistlicher. :~Äii rLZL ftwtnUt b'3ufun|l A«>triacag. tat, •tt*. t'1"'» ®-M ,; ’S» jinta “ He bunju, ll‘ h« 8«l)‘ »,n , ®llil111“ . «'loiution |ü, tB itl gillt[, •Üttnati,,,!. 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Gesänge für Frauenchor mit Begleitung von zwei Hörnern und Piano forte, op. 17........... a) Es tönt ein voller Harfenklang, b) Lied von Shakespeare, c) Der Gärtner, d) Gesang auf Fingal. Lieder-Vorträge der Frau Dr. M. Wilhebnj: a) Immer leiser wird mein Schlummer....... b) Giä la notte, Concert-Canzonetta für Sopranstimme, nach Giessen, den 2. Mai 1898. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr, vorn Trauerhause, Neustadt 57, aus statt. die schmerzerfüllten Eltern Victor Böttinger und Frau. dem 17. J. Haydn’sohen Streichquartette .... Paul. Viardot-Garcia. c) Ständchen ... ............Rich. Strauss. 6) Solostüoke für VioLne mit Klavierbegleitung: a) Berceuse.................B. Godard. b) Zigeunerweisen ..............P. Sarasate. 7) Schön Ellen, Ballade von E. Geibel, für Soli und gemischten 1. Nenie (Gedicht von Fr. v. Schiller) für gemischten Chor, op. 10 2. Conoert-Scene und Arie für Sopran: Misera dove son! . . des Akademischen Gesangvereins. Nolisteii: Frau Dr. Ilaria Wilhelmj aus Wiesbaden (Sopran), Fräulein Mina Rode aus Frankfurt a. M. (Violine), Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Bariton). Dirigent: Herr Gustav Trautmann. Groseh. Univers.-Musikdirector. Im Saale des (jesellschafts-> ereins Dienstag den 3. Mai 1898, Abends 7 Uhr: CONCERT Todes-Anzeige Grünbergerftraße 41 aus statt. 4662 vom Sterbebause. Bahnhofstraße 5, aus statt. 4637 4636 geöffnet. 4542 Cntrce frei Nachhilfe in Griechisch gesucht. Eiferten unter 0 Z. 4642 an die Expedition d. Bl. erbeten. Gemälde Ausstellung im großen S'iiak des Kolk Io Einhorn Sonntag den 1. Mai, Norm. 11 Nhr, eröffnete die bekannte Buchhandlung von Friedrich Lchafraneck aus Ham« bürg und Bad • Kissingen eine Sonder Ausstellung von ca. 120 Stück WM» Für die herzliche Theilnahme bei dem Hinscheiden mein r innigst geliebten Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter 4616 Marie Mankel sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein am Grabe sagt ihren tiefgefühlten Dank Familie Mankel. Verwandten, Freunden und Bekannten mache ich hiermit die traurige Mitthetlung, daß heute Nachmittag 4 Uhr mein innigst geliebter Gatte Kerr Philipp Bopp Zugführer i. P. durch einen Herzschlag sanft verschieden ist. Die trauernde Gattin Margarethe Bopp, geb. Waker. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 2 Uhr von Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Antheilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, sowie für die reichen Blumenspenden, die aufopfernde Pflege der lieben Schwestern während der Krankheit unserer unvergeßlichen Tante und Pathin, und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dingldey, sagt aufrichtigen Dank modermr, hervorragender Meister, u A. von Jrof. Anbrrns Achcnbch, Iros. Oswald Achrnbach, Jrof. 8. d. Eckhardt, frnntcüto ßrba, tz. flockkichaiis, Alb. liicgrr, (farl Jab, K. finrtnng, 8. Jacobsru, A. Nasmußka, J. Juiiydlnth, 8mil Andcrs u verfch. A. Äussteüung u. Verkauf dauert nur bis Donnerstag d. 5. Mai und ist die Ausstellung täglich von Morgens 9 bis AbeudS 7 Uhr Hodes-Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unfern lieben, guten Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Otto Bender, Miotlsgkhölfe, im 24. Lebensjahre nach langem, schweren Leiden heute Morgen 6 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Die trauernde« Hinterbliebenen. I. A.: Heinrich Bender, Packmeister. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Mai, Nachm. 3 Uhr, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Z. Haubach. Gießen, den 2. Mai 1898. Chor, op. 24 ..............Max Bruch. Eintrittskarten zu Mk. 1,50 (Sperrsitz Mk. 2,50) sind bei Herrn Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.), für Studirende bei Herrn Hausverwalter Stork in der Aula zu ermässigtem Preise zu haben. w 4210 E. K. G. V. Da die Probe am Dienstag wegen des Concerts ausfallen muß, wird am Donnerstag eine Probe gehalten, die für unsere Betheiligung am Londorfer Kirchengesangfest entscheidend ist. Wir machen allen Mitgliedern den Besuch der Probe zur Ehrensache. 4633 Schlosser. Geschäfts - Anzeige. Hiermit die ergebene Mittheilung, daß ich die von meinem fei. Manne Hermann Scherff seit langen Jahren betriebene Bau- und Blankgläsern in unveränderter Weise mit Unterstützung meines Sohnes weiterführe und bitte das meinem Manne in so hohem Maße bewiesene Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. 4626 Achtungsvoll Arau Hermine Scherff Wwe. Eis! Bis! Meiner verehrt. Kundschaft zur gefälligen Nachricht, daß ich durch Abschluß mit einer Eisfabrik in der Lage bin, voll und ganz die <^iS> lieferung für die Saison zu übernehmen. — Bitte gütigst die Abonnenten um rechtzeitige Mittheilung. 4412 Hockachtend O. Luft. Für jeden Raucher! dürfte die mit dem Heutigen von mir getroffene Einrichtung in- terenant sein, nach welcher ich jedem Käufer von 10 Stück Eigarren, einerlei welcher Preislage, in seitheriger vorzüglichster Qualität und obne jeden ^reisausschsag, einen ^oosanlheillchein gratis verabfolge. 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