Nr 79 Drittes Blatt. Sonntag den 3. April 1898 Grscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener WamitteußtLtter »erden dem Anzeiger »vchentlich viermal beigelegt. Gießener Anzeiger gkingeyrtto vierteljährlich 2 Mark M Pfg. monatlich 75 Ptl mit vrintzerlohu. Bei Pestbezug Mark 50 Pf,, ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. General-Anzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen S In- und Auslandes nehmen Anzeigen füf en ner Anzeiger "tygen. Amts» und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. NedacNon, Expedition und Druckerei: Fchußrag« Mr. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Fernsprecher Rr. 51. Anttli^er Tbeil. Bekanntmachung, betr.: DaS Radfahren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Unter Bezugnahme auf die in Nummer 73 dieses Blattes bekannt gemachte Verordnung in obigem Betreff bringen wir zur allgemeinen Kenutniß, daß die nach § 1 der Verordnung für den Bezirk der Stadt Gießen von uns zu ertheilende Radfahrkarte und Nummerplatte vom 29. k. M. ab ausgegeben werden. Um die Ausgabe möglichst zu beschleunigen, empfiehlt es fich schon jetzt, auf dem Meldebureau der unterzeichneten Behörde mündlich oder schriftlich diesbezüglichen Antrag zu stellen. Der Antrag muß enthalten den Vor- und Zunamen, Stand oder Gewerbe, Geburtstag, Geburtsort sowie die Wohnung des Radfahrers. Die von uns bis jetzt ausgegebenen Nummerplatteu verlieren vom 1. Mai l. Js. ab ihre Geltung. Gießen, am 28. März 1898. GroßherzoglicheS Poltzeiamt Gießen, v. Bechtold. Die deutsche Reichsdruckerei. Angesichts des Banknotendiebstahls in der Reichsdruckerei hat fich das allgemeine Interesse diesem bedeutsamen Institut zugewandt. Unseren Lesern wird daher ein Bild vom Betrieb und der LeiftungSsähigke t der Reichsdruckerei willkommen sein. Der riesige Bau befindet sich in Berlin in der Oranien- firaße. Im Buchdruck-Oberlichtsaal, wo sich 18 Schnelldruck- pressen befinden, werden jährlich 230 Millionen Stück einfache Postkarten, 30 Millionen Postanweisungen, 3 Millionen 600 000 Karten mit Antwort, 4 Millionen einfache und eine Million 200 000 Wellpostkarten mit Antwort, 300 000 Rohrpostkarten, 150000 Rohrpostumschläge und 700000 Bogen- Reichs- und Wechselstempelmarken gedruckt. An sonstigen Werthpapieren für Staats und Reichsbehörden, General- und Provinziallandschaften, Stadt und Kreisbehörden werden 4,14 Mill. Stück hergestellt, im Werthe von 2389,48 Mill. Mark. Ueberdies werden alljährlich 3 715 000 Bogen Ver- ficherungsmarken im Werthe von 77 Millionen Mark verfertigt. Die Maschinenhalle und Gallerte enthält zwölf einfache Schnellpressen, neun Doppelpressen und eine Rotationsmaschine für verstellbare Formate. Die jährliche Leistung derselben beträgt ungefähr 30 Millionen Bogen. Bedeutendes leistet die Schristsetzerei für amtliche Drucksachen. Sie stellt das Reichscursbuch her; dieses umfaßt 700 Seiten und erscheint jährlich in acht Ausgaben mit einer Gesammtauflage von 76000 Exemplaren. Es bedarf nicht erst der Erwähnung, wie sorgfältig und gewissenhaft das Werk hergestellt werden muß. Ferner werden, um noch einiges herauszugreifen, dort gedruckt: die Postleithefte, das Jahrbuch der Königlich preußischen Kunstsammlungen, das Archiv für Post und Telegraphie — jährlich 24 Hefte, — der Reichshaushalts-, der Staatshaushaltsetat, die Gesetz- sammlung und jährlich 6000 Patentschriften und dergleichen mehr. Eine Abtheilung der Schristsetzerei ist speciell für wissenschaftliche und orientalische Sprachen eingerichtet und steht in ihrer Abtheilung einzig da. Von dem Kupferdrucksaal, wo unsere Reichsbanknoten geschaffen werden, entwirft der „Berl. Local-Anzeiger", dem wir diese Skizze entnehmen, folgende anschauliche Schilderung: Die Jahresproduction an Reichsbanknoten und Reichskassenscheinen beträgt 2 Mill. Stück im Werthe von 120000 000 Mk. — ein hübsches Sümmchen. Doch vergessen wir nicht auch die Freimarken. 14 Millionen Bogen werden jährlich im Buchdrucksaale hergestellt im Werthe von 156000000 Mark. Die Reichsdruckerei beschäftigt etwa 1300 Menschen, darunter über 100 Künstler und ständige Werkleute, denn es giebt nicht nur Buch- und Kupferdruckerei, sondern auch eine Buch, binderei und die für den großen Betrieb erforderlichen Reparaturwerkstätten; alle Richtungen der vervielfältigenden Künste sind vertreten, also: Kupferstich, Lichtdruck, Helo- graphte, Zinkhochätzung, Autotypie, Photographie, Galvanoplastik rc. Die Specialität des Instituts liegt in der Anfertigung von Geld- und Werthzeichen, und über jene geheim- nißoollen Handhabungen einiges zu erfahren, wird der Leser gerade jetzt gewiß am neugierigsten sein. Da ist zunächst das Atelier der Graveure und Kupferstecher, die nicht allein mit schönen Figuren die Banknoten und Kassenscheine schmücken, sondern auch die Stempel der Postmarken und Briefcouverts anfertigen. Jene haben die Aufgabe, die Mutterplatten zu verfertigen, die dann auf galvanoplastischem Wege hergestellt werden. Sie bedienen sich dazu des Pantographen, der Figuren beliebig vergrößert und verkleinert, und der Guillochir- maschine, die durch ihre wunderbaren verschlungenen Zeichnungen vor Fälschungen schützt. Immer neue Muster zu Guillochirarbeiten, die den Nachahmern das Handwerk legen, werden erfunden, und von den genialen und geschickten Künst- lern vorzüglich ausgeführt. Je technisch vollendeter diese Arbeiten sind, desto weniger sind „unbefugte Nachdrücke" möglich. Auch das Papier, das zu den Fünf-, Zwanzig-, Hundert- und Tausend-Markscheinen verwendet wird, ist ein sehr eigenartiges, nämlich das sogenannte Faserpapier, das unter der Controlle der Reichsdruckerei hergestellt wird. Die fertigen Platten wandern direct in den Kupfer- drucksaal. Sie werden mit blauer oder brauner Farbe eingerieben, mit dem Papier belegt und so je vier derselben unter die Druckpresse gebracht. Das Papier muß vor dem Druck gefeuchtet werden. Zunächst wird die Vorderseite, und, nachdem der Bogen wieder getrocknet und dann wieder gefeuchtet ist, die Rückseite gedruckt. Eine Kraft von vielen tausend Pfund bewirkt in wenigen Secunden das Drucken, und frische Kassenscheine erblicken das Tageslicht. Nachdem das Geld gewaschen ist, wird es auf dem Trockenboden getrocknet. Dann werden sämmtliche Werth- papiere, ausschließlich der Briefmarken, auf verschiebbare Rahmen gehängt. Es machte das ganz den Eindruck, als ob dort wirklich Wäsche hinge. Natürlich ist jener Raum nur für die dort beschäftigten Personen zugänglich, während es für Andere einer Erlaubniß bedarf. Von hier aus gelangen die Werthpapiere in den fich unmittelbar daran anschließenden Appreturraum. Es machte einen wunderbaren Eindruck, zu sehen, wie die Reichsbanknoten, Reichskaffenscheine, Schuldverschreibungen rc. dort zurecht gemacht wurden zum — „allgemeinen Gebrauch". Kunstgeübte Hände von Arbeitern und Arbeiterinnen pressen, beschneiden und reoidiren sie, kurz, stellen sie vollständig fertig. Alles geschieht mit großer Geschwindigkeit und dabei höchst sorgfältig. Eine Nachprüfung der Werthpapiere findet dann nur noch bei der Betriebsleitung statt, an die sämmtliche guten, sowie die entstandenen Ausschußbogen abgeliefert werden müssen. Die Abstempelung der Reichskassenscheine und Reichsbanknoten mit der Nummer und dem Controllstempel erfolgt in einem besonderen Raume unter besonderer Aufsicht einer Commission. Es ist dies das Allerheiligste der Reichsdruckerei, das kein Unberufener betreten darf. Natürlich! Außer dem Aufsichtspersonal darf Niemand während FeuUlrton. Hoffmann von /aUrrskbtti. Zur LOO. Wiederkehr seines Geburtstages. Geb. den 2. April 1798. Von Dr. R. Voß. (Nachdruck verboten.) K. 0. Als wir noch „hn Flügelkletde io die Mädchenschule" gingen, lieber Leser, da gab eS oftmals Gelegenheit, unsere „deklamatorische" Fertigkeit zu zeigen, d. h. Gedichte auswendig zu lernen und herzusagev, und wenn wir unser Gedächtvtß ein wenig anstrengen, werden wir unS erinnern, daß die weitaus meisten dieser Gedichte, die wir zu lernen und herzusagen, also zu „declamiren" hatten, obigen Mann zum Verfasser hatten. Wer von unS kennt nicht daS Lied vom Mond?, das mit dem Verse beginnt: Wer hat die schönsten Schäfchen? Die hat der goldne Mond, Der hinter unfern Bäumen Am Himmel drüben wohnt, oder daS liebliche Alle Sßövel find schon da, Alle Vögel alle! Welch ein Singen, Mufiztr'n, Pfeifen, Zwitschern, Tireltr'n! Frühlir will nun etnmarschtr'n, Kommt mit Sang und Schalle Oder das neck sche: In ei»ier Scheune waren Acht Mäuselein, Die wollten wandern JnS Städtchen hinein u. s. w. Der Sänger mir dem Kiaderherzeo und der Gelehrten- stirn war Heinrich Hoffmann oder, wie er fich zu nennen beliebte, nm fich von der Menge anderer Hoffmäouer zu mrterschriden, Hoffmann von Fallersleben. — Ich sagte, mit der Gelehrtenstiru, und doS mit großem Recht, denn als Forscher auf dem Gebiete der deutschen Sprache und Literatur, deren Kenntniffe er ebenso durch glückliche Funde, wie durch glückliche Arbeiten gefördert hat, har er fich ebenso hervorgethan, wie als Lyriker. Im Alter von 25 Jahren, nachdem er von Bonn aus, wo er 1819 seine grammatisch-literarhistorischen Studien vollendete, die Rheinlande und Holland zur Erforschung der Volksdichtung durchreist und eine Zeitlang in Berlin gelebt halte, wurde er CufioS an der UniverstiätSbibliothek zu BreSlau, welches Amt er 1839 niederlegte. Im Jahre 1835 wurde er zum ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an derselben Universität angestellt. AlS eminent besähigten Sprachforscher und alS glücklichen, fruchtbaren Lyriker haben wir daher den Genannten zu betrachten. Dasjenige Werk, welches neben vielen kleineren Abhandlungen seinen Ruf. als Gelehrten begründete und für alle Zeiten befestigte, find die sogenannten „Horae Belgicae“, welche in zwölf umfangreichen Theilen in den Jahren 1830 bis 1862, allo zwei Fünftel seiner gesammten Lebenszeit, erschienen. Hier erschloß er die in früher Jugend mit Liebe gepflegte altntederländtsche Sprache und Literatur für die wissenschaftliche Arbeit sowohl, alS sür den künstlerischen Genuß, in Deutschland von keinem Gelehrten in seinen Studien erreicht, aber auch sür die Holländer überall der Begründer derselben. Aus Handschriften und überaus seltenen Drucken theilt er bald mit, bald ohne kritische Anmerkungen und Wörterbuch bedeutsame Denkmäler aller Gattungen der altoiederläadtscheu Poesie mit epischen Stücken, dramatischen Spielen, Sprüchwörterübersetzuugeu und Paragraphen der Bibel, namentlich geistliche und weltliche Volkslieder mit. Die kräftigste und innigste Theilnahme brachte er der von den Holländern selbst verachteten BolkSpoefie entgegen. So ganz gab er fich ihrem Etvflnffe hin, daß er selbst, seit 1821 schon, eine ziemliche Anzahl aUoiederländtsche Gedichte „LoverkenS" verfaßte, fast durchweg Liebeslieder, bald heiter. bald schwermüihtg, stets aber innig und zum Herzen sprechend, wahre Poesie, im Tone der schönsten, alten Volkslieder pe halten, ähnlichen CharacterS wie die lustigen, nie aber in- Bänkelfäugertsche verfallenden und ausartenden „Trink liedrr". Wir sehen schon, daß der Gelehrte Hoffmann von dem Lyriker Hoffmann selbst in seiner rein wissenschaftlichen Forschung überholt wird, und so geht eS auch sonst in seinem Leben. Nicht lange läßt er fich unausgesetzt vom Verstände regieren. Er wirft die Profefforenfeder fort und ergreift den Bleistift des Dichter-, bis ihn wieder irgend ein literarhistorische- Problem beschästigt, und so fort. Betrachten wir jetzt Hoffmann als Lyriker, so müssen wir über die Mannigfaltigkeit seiner Begabung auf diesem Gebiete einfach staunen. Bon seinen „alemannischen Liedern", welche 1826 herauSkameo, bis zu feiner im Jahre 1872 erschienenen Sammlung „Streiflichter" hat er eine Unzahl Stimmungen de- deutschen Herzen-, mehr oder weniger geschickt, in Versen und Ber-chen behandelt. Ja den „alemannischen Liedern" tönen wahre, menschliche Empfindungen, schmerzlich und heiter, voll und rein aus, meist auch im schelmischen Tove deS Volk-liede-, ohne daß jedoch der Dtalect zum poetischen Lolorit und zur localen Eharaeteristtk etwa- beiträgt. Die in der hochdeutschen Schriftsprache abgefaßten Ge. dichte find zwar nicht ganz frei von oft spitzfindigen Wend- uugen de- Gedanken- und deS sprachlichen Ausdruck-, zeichnen fich aber meist au- durch echte Einfalt, Lieblichkeit und Innigkeit. Biele derselben stad längst iw VolkSmuvde heimisch geworden. ErwähnenSwerth ist eS auch, daß Hoffmann, obwohl nicht mufikalisch au-gebildet, doch anmuthige Gesangs- weisen zu seinen Liedern selbst angibt. Im Allgemeinen faßt Hoffmann in einfacher, prunklosrr Form einen harmlos bescheidenen Gehalt ohne sonderliche Tiefe deS Gedankens und der Empfindung. Wo aber ein inneres Empfinden zu Tage tritt, da ist er und gibt sich der Betriebszeit das Gebäude verlassen, und jeder muß die üblichen Erholungspausen innerhalb der genannten Räume verbringen; es ist das kein besonderes Opfer, denn es befindet fich in dem Gebäude auch eine Speiseanstalt, aus der diejenigen, die kein Essen mübringen, kalte Speisen und geeignete Getränke in den Arbeitszwischenpausen beziehen können, wovon natürlich sehr ergiebiger Gebrauch gemacht wird. Die Unterhaltung dieser Speiseanstalt erfolgt auf gemeinsame Kosten der Betheiligten, die gegen einen einmaligen Beitrag von 1.50 Mk. an den jährlichen Ueber- schüffen der Einrichtung zu gleichen Theilen mitgenießen. Deutsche» Leich, Berlin, 1. April. Für den Zuwachs der Bevölkerung Einkommen zu schaffen, au- dem Nahrung, Kleidung, Wohnung und sonstige Bedürsuiffe bestritten werden können, ist bei einem so rasch wachsenden Volke, wie dem unsrigen, eine schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe bildet eine- der stärksten Argumente zu Gunsten derjenigen WirthschaftSpolttik, die unS eine wachsende Ver- werthung der Erzeugniffe unsere- Gewerbefleiße- im AuS- laude gestattet. Er ist noch nicht ernstlich versucht worden, nachzuweisen, woher denn da- Einkommen für den Zuwachs beschafft werden könnte, wenn nicht durch die Ausfuhr- Industrie. DaS kaiserliche statistische Amt hat kürzlich den Beweis geliefertt, daß Deutschland weit stärker auf Ausdehnung seines Absätze» im Au-lande angewiesen ist, al- die anderen mit ihm vergleichbaren Länder. Allerdings nehmen Rußland und die Bereinigten Staaten noch schneller an Bolkszahl zu, al» Deutschland, aber beide haben noch weite Landflächen, auf denen sie sie uuterbringeu und fich ihren Unterhalt erwerben kaffen können,- beide find ungleich dünner bevöikert als Deutschland. DaS europäi-che Rußland (vom asiatischen ganz zu schweigen) hat nur 19,7 Einwohner pro Quadratkilometer, und wenn man da» nördliche Drittel als unbewohnbar ganz außer Ansatz läßt, immer erst etwa 30; die Bereinigten Staaten haben gar nur 7,5, Deutschland dagegen 96,7. Frankreich hat nur 71,8 Einwohner pro Quadratkilometer und dabei einen Geburtenüberschuß von jährlich nur 93 700 oder ein Viertel Prozent. E» ist in der Lage, fich mit dem Absatz im Au-lande, den e- nun einmal besitzt, zu begnügen. Großbritannien und Irland haben 126 Einwohner pro Quadratkilometer und nehmen jährlich um 1,22 Prozent oder 479 000 Seelen zu. Auch sie können diesem sehr beträchtlichen Bevölkerungszuwachs kein Einkommen au- der heimischen Landwirrhschaft gewähren, sondern nur au- der Industrie nebst Handel und Schifffahrt. Auch England kann nicht stehen bleiben und noch weniger darf e- seinen Absatz einschränken lasten. Die Sorge, daß die- wider feinen Willen dennoch geschehen könne, bildet die Beunruhigung der britischen Staatsmänner. England ist genöthigt, fich wachsenden Absatz im Au-lande zu verschaffen. Für Deutschland ist diese Nothweudigkeit noch bedeutend größer. Unser GeburtSüberschuh, der erfreulicher Weise zum Theil durch die Abnahme der Sterbefälle veranlaßt ist, beträgt nach der ärmlichen Siatistik für 1896: 815,783 Personen oder 1,55 pEt. Die überseeische AuS> Wanderung umfaßte tm selben Jahre nur 33,824 Personen und wird durch die Einwanderung einigermaßen ausgeglichen sein. Die außereuropäische Welt ist nur noch ia beschränktem Maße aufnahmefähig für unfern BrvölkeruugSüberschnß. Und wer auch der Auswanderung nichts in den Weg gelegt sehen will, vielmehr die AuSwanderungSsreihett für noth- wendig und heilsam hält, wird es doch für wünschen-werth erachten, wenn Deutschland seine Kinder bet sich behalten und ihnen selbst zu leben geben kann. Die Aufgabe der Lenker der deutschen Geschicke ist also, einem Bevölkerungszuwachs Einkommen zu verschaffen, der denjenigen der europäisch- britischen Länder um mehr als das anderthalbfache übersteigt. Dazu bietet sich als hauptsächlichstes Mittel die Ausfuhr- induftrte dar. Die Rechtsconsulenten. Unter den Abänderungen, welche die jetzt in der Commission des Reichstages durcbberalhene Novelle zur Civil Prozeßordnung durchführen will, ist ein Zusatz zu § 143 von einschneidender practischer Bedeutung. Dieser Paragraph der Civtlprozeßordnung bestimmte bisher, daß das Gericht Bevollmächtigte und Beistände, welche das mündliche Verhandeln strtS ungemein kindlich und wahr, männlich und klar. In btn „Liebesliedern", namentlich den kürzeren, spruchartigen Gedichten des „Buches der Liebe" macht sich eher ein kunst. volle» Schaffen geltend, worauf auch der Retchthum an Bildern und Gletchniffeo deutet. In den übrigen, heiter angelegten Gedichten, den originellen „Trinkliedern", „Soldatenliedern" und „Lands- knechtSliedern" und den feit 1827 in verschiedenen Sammlungen herauSgegebenen anmuthtgen „Kinderliedern" waltet dat volksthümliche Element vor. Diese Lieder stnd für den Gefang gedichtet und zum Theil mit vorzüglichem Geschick. Außer den Gedichten, die 1874 in Berlin in achter Auflage erschienen, find noch insbesondere folgende Sammlungen hervorzuheben: „Rheinleden", „Fünfzig Kinderlieber", »Fünfzig neue Kindrrlieder" usw. Eine vollständige Ausgabe der „Siaderlieder" erschien 1877 in Berlin. Eine Liedersammlung aber gab e» unter Allem, waS er gedichtet, welche für Hoffmann» Leben von der ent- scheidensten W cht'gkeit war, da» waren die von ihm also benannten „Unpolitischen Lieder", welche im Jahre 1840 herau»gegeben wurden. Eine große Reise nach Oesterreich, der Swweiz und Frankreich im F.ühjahr und Sommer 1839 lenkte nämlich seine Aufmerksamkeit mehr al» bisher auf da» politische Leben. Eine Reihe von Gedichten entstand, die sich rückstchtßloS gegen Fürsten und Adel richtete, ohne deshalb demagogisch zu sein. Unter dem täuschenden Namen sendete vor Gericht gewerbsmäßig betreiben, zurück weisen kann. Die Vorlage macht hierzu den von der Commission gutgeheißenen Zusatz, daß diese Vorschriften keine Anwendung auf Personen findet, denen das mündliche Verhandeln vor Gericht durch eine Seitens der Justizverwaltung getroffene Anordnung gestattet ist. In der der Novelle zur Civilprozeßordnung beiqegebenen Begründung wird diese Abänderung der Bestimmung des § 143 damit motivirt, daß die Bestimmung bei den einzelnen Amtsgerichten sehr verschieden gehandhabt werde, und die daraus sich ergebende Unsicherheit in den Kreisen der Rechts- consulenten lebhafte und ost wiederholte Klagen hervorgerufen habe. Indessen lasse sich, auch wenn man anerkenne, daß die Thätigkeit solcher Personen im amtsgerichtlichen Verfahren unter Umständen mit den Aufgaben der Rechtspflege wohl vereinbar sein kann, die Vorschrift nicht einfach beseitigen. § 35 der Gewerbeordnung, der die gewerbsmäßige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten polizeilich^ untersagt, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden darthun, sei unzureichend. Der Vorschlag ober, einer willkürlichen Handhabung der nach §143 dem Richter zustehenden Befugniß dadurch Schranken zu ziehen, daß gegen die Zurückweisung das Recht der Beschwerde gewährt wird, würde den Fortgang des Rechtsstreites zum Nachtheile der Parteien verzögern. Deßhalb schlägt die Regierung als gangbarsten Weg die erwähnte Abänderung vor. Von Seiten der Anwälte wird der Vorschlag mit Entschiedenheit bekämpft, und der Verein deutscher Anwälte sowie die Vorstände von Anwaltskammern haben dagegen Petitionen an den Reichstag gerichtet. In diesen Petitionen wird geltend gemacht, daß die Neuerung eine materielle und ideelle Schädigung des Anwaltsstandes bedeute, und es wird hervorgehoben, daß es ungerecht sei, den Consulenten Rechte einzuräumen, die der Anwalt auf sich nehmen müffe Es darf aber andererseits nicht verkannt werden, daß der Beruf der Rechtsconsulenten für alle die kleinen Amtsgerichte, an denen sich Anwälte aus Mangel an lohnender Praxis nicht niederlassen, eine Nothwendigkeit ist. Gegen Ende des vorigen Jahres betrug bie Anzahl der Amtsgerichte, in deren Bezirk sich noch fein Rechtsanwalt niedergelassen hat, 785. Für diese Bezirke, die vor allem in Süd- und Westd utschland gelegen sind, hat sich aber eine Erleichterung der Thätigkeit der Rechtsconsulenten als sehr erwünscht herausgestellt. Daß diese erleichterte Zulaffung nothwendig Mißstände im Gefolge haben muß, wird doch nicht ohne Weiteres behauptet werden können, da schon der § 35 der Gewerbeordnung Handhaben bittet, um unlauteren Elementen unter den Rechtsconsulenten entgegenzutreten. Diese Handhaben werden aber durch den § 143 der Civilprozeßordnung auch in der veränderten Gestalt erheblich verstärkt. Wird doch in der Begründung zu dem Gesetzentwurf über die Abänderung des § 143 ausdrücklich bemerkt: „Selbstverständlich wird die Landesjustizverwaltung ober bie von ihr mit ben erforberlichen Anforbe- rungen betraute Behörbe auch in ber Lage sein, bie Zulaffung örtlich ober sachlich zu beschränken." Vermischtes. * Die Taufe eines NegrrmädchenS fand unter großem Zudrang in der Jerusalemer Kirche zu Berlin statt. Der Täufling war bie in Berlin geborene jüngste Tochter de» AschantihänptlingS der Feenpalast Truppe. Da» Kind wurde auf die Namen Aschio Sari, Berlina, Augusta getauft. Da» zahlreich erschienene Publikum, hauptsächlich Damen, drängten fich mit lebhaftem Interesse der Taufgesrllschaft zu, und die Eltern wurden von vielen Seiten herzlich beglückwünscht. Vor dem Portal der Kirche hatte sich eine große Menschenmenge gestaut, die neugierig war, da» „Berliner Aschanti- ktnd" zu sehen, daS nun auch als ein mit Spreewaffer Getauftes gelten kann. • lieber da» VerhSltniß zwischen unseren Soldaten in Kiaolschan und den Einheimische» gibt der Brief eine» Unter- osfizierS in der „K'el. Ztg." folgenden Aufschluß: „Mit den Chinesen können wir uns sehr gut vrrtragen, denn fie find sehr freundlich. Es sind täglich 200 Chinesen in deutscher Arbeit und zwar in den Fort», wo sie mit großer Anstrengung und Lull arbeiten. Der Taglohn beträgt 45 Pfennig. Davon sparen sie noch etwas. Was man hier kauft, ist sehr billig. Eine Gans kostet 45 Pfennig, ein gebratener Hase 1,20 Mk., ein Ochse ist für 8 Mk. zu haben. (Hört, hört!) fie Hoffmann 1840 in die Welt, fieben „Sitzungen" mit je zwanzig Gedichten und einer „vertrauten Sitzung" al» Anfang. Auf der Rückkehr von einer Reise nach Helgoland schloß er am 26. September in Hamburg mit dem Verleger einen Vertrag ab über eine sofort zu brockende zweite Auflage und Über einen bereits wacker vorbereiteten zweiten Theil derselben, der im Sommer erschien. Die revolutionäre Tendenz tritt hier noch deutlicher zu Tage Dem preußischen Culrusmioisterivm, au dessen Spitze seil 1840 Eichholz stand, erschienen diese Gedichte floate« gefährlich. Er verbot in Preußen den gesummten Verlag und leitete gegen Hoffmann eine gerichtliche Untersuchung ein, welche am 9 April 1842 seine Suspenfion vom Amte und am 20. Deccmber seine Entlassung ohne ehalt zur Folge hatte. Am 25. Februar schied er au» BreSlau und erhielt erst 1845 ein Heimath-recht auf dem Gute Buchholz bet Schwerin. Jetzt gab er nur politische Lieder heran-. 1843 erschienen in Zürich „Deutsche Lieder au» der Schweiz" und „Deutsche Gaffenlieder", 1844 „Deutsche Salonlieder" und „Maitrank", 1845 „Hoffmann» Tropfen" und „Diavolioi", 1847 „Schwefeläther" usw. Diese Gedichte hatten denselben Character, wie die „unpolitischen Lieder". Sie reichen jedoch im Allgemeinen nicht entfernt an die poetisch bet Weitem werthvolleren „Gedichte eine» Lebendigen" von (Seo g Herwegh heran und Die Anhänglichkeit der Chinesen an un» ist groß. Bi- jetzt find hier schon zwei, die tu die demsche Marine eingestellt werden. • Der Eiffelthur» ist ein bevorzugter Gegenstand phantastischer Pläue, deren Verwirklichung die nächste Welt» au-stelluug bringen soll. Berger au» Bordeaux schlägt, wie man der „Magdeb. Ztg." berichtet, vor, durch ein Kabel mit dem Trocadero zu verbinden, an tem ein von Slcctrlcltat getriebener Luftballon, dessen Gondel Personen befördert, läuft. Ein Herr Cauziu von Medeah in A'gerien will den Eiffel- thurm in einen mächtigen Waffersall verwandeln. Herr Marecaur von Pari» räth, die dritte Etage mit dem Gipfel de» Montmarte durch ein Seil zu verbinden, an welchem Feffelballou» circuliren. Herr Woodford-Brook» in Texa» will den Elffelthurm von oben bl» unten mit Kristallpri»men schmücken, die Nacht» electrisch beleuchtet werden sollen. Der Engländer Tompson gedenkt den Thurm ganz in künstliche Blumen zu kleiden. Herr Leeour an» Blot» schlägt vor, vor feiner Spitze in einen an seinem Fuße gegrabenen Schacht ein große» Ei hiuabfallen zu laffen, in dem fich mehrere Personen befinden, um diesen da» Schaudergefühl eine» Sturze» in die Tiefe zu gewähren. Audere Projeete beziehen fich auf die Erbauung eine» ThurrneS von 100 Vitr. Höhe, der mit Waffer- und Licht-Effecten versehen sein und die Apotheose der Republik darstellen soll. Herr Freffee in Chicago schickc Pläne für einen lebenden (Sorten, einen Koloß von Rhoda», ein Papiersch ff, ein Draht- und ein Sla»hau». Frau Adensonn in Pari» will ein Puppen-Theater mit Puppen errichten, bi: sprechen, fingen und mimen. Herr Pierron in Luxemburg gedenkt die Idee, daß die Weltausstellung von 1900 ein Jubelfest de» BölkerfriedenS fein foll, dadurch zum Au»druck zu bringen, daß er über da» Au»stellung»gebiet einen mächtigen Regenbogen spannt. — Etwa» Originelle» hat der Amerikaner Stephen ersonnen, der den Au»stellung»besuchern Adam und Eva mit Schlange und Apfelbaum in ungeheuren Dimenfionen vorführen will. Bon letzeren macht man fich einen Begriff, wenn man erfährt, daß der Apfel ein kleine» Restaurant ent- halten soll. • Die Entführung der Schwiegermutter. Daß nichts unmöglich ist, beweist die versuchte Entiührung einer Schwiegermutter. Die Strafkammer beim Amtsgericht Neustettin hat den Bauernsohn Ernst Z, sowie die Brüder Friedrich und Karl E. wegen gemeinschaftlicher versuchter Nölhigung zu je 14 Tagen Gesängmß verurtheilt. Bei Z. wohnte f.üher seine Schwiegermutter, die Wittwe Henriette M., der er tiu Ausgedinge zu liefern hatte. Wegen schlechter Behandlung zog Frau M. zu ihrem Sohne Friedrich. Daß er nun dorthin die seiner Schwiegermutter zuftehenden Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände liefern mußte, war cem Z recht unbequem und er hatte es deßhalb gern gesehen, wenn die Schwiegermutter wieder zu ihm gezogen wäre. Da fie aber freiwillig nicht kommen wollte, plante er, fie gegen ihren Willen zurückzuholen. Er fuhr mit den Brüdern E. nach ihrer neuen Behausung und in einem geeigneten Augenblick ergriffen die Letzteren die alte Frau, um fie auf ben mit» gebrachten Wagen zu heben. Auf da» Geschrei ber Fran eilte ihr Sohn Friebrtch herbei, um fie zu befreien. Schnell war nun Z bei ber Hanb unb packte seinen Schwager an dem Kragen. Mutter und Sohn blieben jedoch in dem Kampfe Sieger und Z. mußte ohne seine Schwiegermutter wieder ab'ziehen. Die Revision der drei Angeklagten wurde vom Reichsgericht verworfen. Citeramr Kanft — Die „Jllrrftrirte Wäsche-Zeitung", Verlag John H?niy Schwedin, B.ilin W. 35, dnses tn Wäschesachen und Wäsch Neuheiten unerschöpflich: Speciaiblait leistet Außei ordentliche» und fügt seinen vielen Vorzügen immer neue dinzu. Wie leicht ist es, mit Hilfe : es jeder Monatsnnmmer beiliegenden großen Schnittbogens zu arbeiten, und die AuSfitotunfl nur eines Schnittes bringt das geringe Abonnementsgeld von nur 60 Big. vierteljährlich mehr als wreder ein. Die „Jllustrirte Wä che Zeiiung" »st zu beziehe!» durch sämmtliche Buchhandlungen unb Posta» stallen. Gratis t robe- nummern durch öftere unb den Berlaz._________________________ Universität» > Nacheichten. — Geheimraih Krupp in Esten stiftete 20 000 Mark für die Göttinger Unimrsilätvansta t für physikalische Chemie und Electro- chemie, die von Pcosestor Nernst geleitet wnd. Berlin. Die sehr umfangreiche Bibliothek des verstorbenen Geb. Justiz,aihs Professor Dr. L. Goldschmidt, welche gegen 10 000 Bände umfaßt, ist der hiefigen Unioe.sttätS Bibliothek ocr- l macht wo. den. find, namentlich die letzten, oft im flachsten, poesielosesten Bänkelsängerthum gehalten. Wer fie liest, ber sieht fich ver- wundert um nach Hoffmann, in bei Meinung, ein Anderer habe sie geschiieben. Einen grelleren Contrast in einem Menschen, wie in dem Berfaffer ber „Kinderlieber" unb der „Dlavolini*, läßt sich psychologisch kaum autfcenfen. Hcff mann hat benn auch mit einigem TactgefÜhl nicht weiter dergleichen geschrieben und erst da» Jahr 1872 ließ ihn mk seinen „Streiflichtern" auf» Neue, doch, Gott sei Dank, zum letzten Male hineinfallen. Diese „Streiflichter" find schließlich nicht» mehr al» unbeholfene, reim- unb reizlose Jamben. Seit 1848 in Preußen rehabilitirt, bezog er von ba an ba» gesetzliche Wartegeld al» Penfion. Nachdem er fich 1849 verhetrathet, lebte er am Rdem, zuerst in Bingerbrück, seit 1851 in Neuwied, bi» er 1854 einer Einladung nach Weimar folgte, wo rr mit Schade da» „Weimarische Jahrbuch" herau»gab. Siit 1860 Bibliothekar de» Herzog» von Ratibor, lebte er auf Schloß Corvei a. d. Weser, wo er tn der Nacht vorn 19. zum 20. Januar 1874 starb. In seiner GeburtSstadt wurde ihm am 23. November 1883 ein Denkmal errichtet. So lebte, so dichtete, so forschte nab so starb ber Sänger „mit dem Kindetherzen unb ber Gelehrtenstirn", Heinrich Hoffmann von Foller»leben. lustl irilUÖcht ft i* tbeiW“ k55 C? n Klauenöl, präparirt für Nähmaschinen Fahrräder von LLHmelne mit Gicherheitsverschlust, Kal. 6 und 9 mm Mk. 12.50, sowie dazu gehörige Munition empfiehlt billigst A. Dickere Schanzenstraße 8. 2896 Alice-Schule. Beginn des Sommerhalbjahres: Montag den 18. April. Aufnahme Morgens 10 Ahr. Unterricht in allen weibl. Handarbeiten, Hand- und Maschinennähen, Sticken, Kleidermachen, Bügeln und Kunstwaschen, Buchführung, Schnitzen und Brennen rc. Curfus für Ausbildung von Judustrielehreriunen. Nähere Auskunft ertheilt und Anmeldungen nimmt entgegen 2736 I. V.: Marie Decker, Nordanlage 31. Versteigerung Dienstag den 5. April und Mittwoch den 6. April d. I., jedesmal um 9 Uhr anfangend, werden im Auftrage des Herrn Concursverwalters B ö ck die zur Concursmaffe des Conrad Gengnagel zu Großen-Buseck gehörigen Gegenstände, nämlich: eine große Partie Branntwein, Wein, Liqueur, Cigarren,Tabak, Specerei-, Eisen- und Kurz- waaren, Heu und Stroh, Steinkohlen, 3 Schweine (Läufer), eine Kuh, Wurst- und Fleischvorräthe und vieles Andere gegen sofortige Bezahlung an Ort und Stelle versteigert. Weiter versteigere ich noch: 1 Fatz Rüböl, ca. 358 Liter ord. Branntwein, 2 Fatz Weitz- wein, 1 Kiste Flaschenwein, 40 Flaschen bessere Weine, 3 Fäßchen Zwelschen, Kirschen und Kümmel. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 3425 Geißler, Großherzoglicher Gerichtsvollzieher Südwein-Import von Fr. Leo Nacht. (C. Herber), Gietzcn, Skllerswkg 71. in den meisten Colonialwaaren-, Droguen- und Seifenhandlungen. Or. 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