45 Pfg.rc. $5- SO Pfg.,c. r« Pfg. rc. 2, 75 Pfg. 0 w Pg. 8, 10 Pfg.rc. 45, 75 Pfg. ic, u Auder-Thawl he, Größe 1 - eise - 1 bau«- 11909 ö NHWI (SuulbcH)» eeevrder'. mcerte W Jr.ll, rof* isiksir. Herrn E. hechi. Evtröe 50 Pfg. , 50 h -s. für JWM*, .»SIL Walö, M« p- 13ntto6£ b)b^W )en, Walzer v- »etTfl9 11JÜ« 0 i 8 und Äullüubri nchmtn Injctgtn für bcn ®it&tner Lnzrrgcr entgrgm Bl« Psübljn^ 2 Mark 50 *14 Dicrtrljäbrhcb Kvvahmk »ob Lnzei-rn zu brr Nachmittag« für bcn foifmbra leg crf^cmenben Nummrr btl Bo rin. 10 Ufer. ^czRg,,ret» oirrrriiaLrtut} 2 Mark 2" Y't »onarlich 75 *1“« Bin Vcuiijeikb« fd<6fUl täglich ■u • nlnabmt br« XP'Rtüfl». ■Ktbcn brm Lnzrigrr ■ächrnUich viermal bngrltgt. Zlints- unb 2lnzeigeblatt für bcn "Kreis- Gicszcn. Jnvaliditäts und Altersverficherungs- (Sesetz-Novelle. Bckanulltch tritt in bcn nächsten Tagen der verficheruugs- bei rtth in Berlin zusammen, um zu den Rlebegesetzuovrllen Stellung zu nehmen. Wir haben un» verschiedentlich mit den Berficherungtgesetzeu beschästigt und deren Mängel beleuchtet, aber unsere Leser werden fich erinnern, daß wir immer darauf hingewiesen haben, wie schwierig es sei, etwas Besseres zu schaff.» und es Allen recht zu machen. Wir billigen durchaus da« Princip der Retchsregierung, auf de« «ffiejt der Reformen wir größter Bedächtigkeit vorzugehev, da es einen zu schlechten Eindruck wacht, wenn eben erst ge« schaff,ne Einrichtungen wieder uwgestoßeu werden wüffen, weil fie fich nicht bewährt haben. Wir verkennen z. B. nicht, wie berechtigt die Antipathie gegen das Slebeihstem ist, aber so lange nicht ein einfacheres, aber eben so wirksames Verfahren in Vorschlag gebracht wird, muß weitergeklebt werden. Und so soll denn auch nach de«, was bisher über den Inhalt der Novelle zu« Jnvaliditäts« und Altersve»sicherungsgesetze in die Orff:ntlichkeit gelangt ist, das bisherige Berrechuungssystem vorläufig beibehaltrn werden. . Der frühere Präfideut des ReichSoerflcherungsawts, Dr. Bödiker, hat eine Reihe von Reformvorschlägeu gemacht, weiche freilich eine vollüändige Umwälzung unseres Reichs- derficherungSwesenS bedeuten. Sc zielt auf eine Verschmelzung dec d.ei verficheruugsarteu hin und will z. B. das Marken« sh tim durch Erhebung eines abzuichätzeudeu Lohnpreceutsatzes er'ktzen; auch das jetzige Lapiialdeckungsprincip soll einem Quotenprinc p der jährUchrn Umlage weichen. Das find Veränderungen, welche Angefichis ihrer tirfeinschaeidendeu Wirkung nicht ohne reiflichste Erwägung riutreten dürfen. Unserer Anschauung nach ist nufer j'tziqes Reichsverficherungs- wesen noch zu jung, als daß es bereits jetzt einer so voll- ständigen Umwälzung unterworfen werden dürste. Unter den Bestimmungen, welche die Novelle enthält, w'lche die Regierung dem Reichstage vorlegrn will, befindet fich auch die, daß künftig eine Rehe kleiner Beamter sowie Lrhrer, falls deren Jahreseinkommen 2000 Mark nicht über- steigt, in die Zahl der Renfnewpiänger ausgenommen werden foOto. Es entspricht dies dem Gesetze der Billigkeit und Gkrrchcigkeit, sodaß fortan fast alle Personen, welche in eine« Dienstverhältniß stehen, das rin Jahreseinkommen bis zu 2000 Mark bedingt, der Jnvaliditäts« nnd Altersverficherungs- gesrtzgebung unterworfen find. Es ist selbstverständlich, daß die maßgebenden Factorru i« Reiche bestrebt Ruh, Erleichterungen und Vergünstigungen für die arbeitenden klaffen zu schaffen, und es darf z. B. nar noch als eine Frage der Zeit gelten, daß die Altersgrenze für die Berechtigung zum Rentenbezug weiter herab- ge -tzt werden wird, aber gut Diu, will Weile haben, und nmstchtives vorg-ben ist auch hier sehr am Platze. (xx) Bismarcks.Gedanken und Erinnerungen.- Profeffor Horst Rohl schreibt i« .Leipz. Tagebl." über die Entstehung des Bismarck'ichen Werkes n. A.: Ueber die Art und Weise, wie das Derk entstanden ist, habe ich mich in de« Vorwort kurz ausgesprochen. Lothar Bucher hat fich das große Verdienst erworben, daß er den Gratisbeilage: Gießener Familienblätter Äbrrffc für Drprschrn: Anzeiger £U| d. Gießen, den 26. November 1898. Betreffend: Zahlungen von Pensionen, Unterstützungen, Er- ztehunasbeihülfen rc. für Rechnung der Reichshauptkaffe. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen MM die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 20 November ds. Js. (Gießener Anzeiger No. 267) noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung erinnert, v. Bechtold. Fürsten bei dem Gedanken festhielt, Erinnerungen zn schreiben, und drffen Aussührung vorbereitete. Dem Fürsten war dir unreinliche Arbeit mit Tinte nnshmpathsich nab sehr schwer würde es gehalten haben, ihn zu einer systewatischrn Aufzeichnung seiner Erinnerungen zu bringen. Es mußte also ein anderer Weg gesucht werden, auf de« das gleiche Ziel erreicht werden konnte. Fürst Bisma'ck war eine mittheilsame Natur, und wenn er nach dem Frühstück oder nach dem Diner feinen Gästen den reichen Schatz seiner Erinnerungen und seiner politischen Gedanken erschloß, hing Alles an seinen Lippen. G-lang es, diese Erinnerungen und Gedanken in einer gewissen systemati« schen Folge aus ihm herauszulocken, nnd diese spontanen Aevße- rungen Mit dem flüchtigen Griffel des Stenographen festzu- halten, so hatte man, was man brauchte: die Grundlage zu eine« autobiographischen Werke. Das war steilich nicht so ganz leicht- der Redende ließ fich im Zuge seiner Gedanken nicht gern unterbrechen, und ost genug führten ihn diese von Gegenständen der Vergangenheit hinüber in die Gegenwart, in der er auch nach seiner Entlaffung mit voller Seele lebte. Aber Bucher wurde nicht müde, die einzelnen Steine zu dem großen Mosaikbilde zu sammeln und jeden an seinem Platz einzusetzea. Er hatte sich den reichen Stoff nach den Eapitel- Überschriften zerlegt, die im Werke felbst geblieben find. Er fchrieb, nachdem die Lücken gefüllt waren, die Eapitel nieder tu möglichst getreuem Anschluß au feine stenographischen Aufzeichnungen, ergänzte fie nach dem Diktate des Fürsten, wo solche Ergänzung nothwendig erschien, und überwies fie dann dem Fürsten znr eigenhändigen Durchsicht. Der Fürst widmete fich dieser Arbeit mit regem E»ser- da» beweisen die zahlreichen stilistischen Verbesserungen, aber nnd) die oft seitenlangen Ergänzungen, die er mit Bleistift den einzelnen Eapi« teln hinzufügte. Immer unb immer wieder kehrte er zu dieser Arbeit zurück, und der kundige kann leicht an einzelnen Eaptteln eine drei«, ja selbst vierfache Redaktion nachweifru. So find die Gedanken nnd Erinnerungen fein eigenstes Werk, nicht Buchers Werk, wie Uebelwollende haben behaupten wollen. Bucher war nur der treue Gehilfe und er hat auch nie etwas Anderes fein wollen. Er fühlte, obwohl er felbst ein frhr gelehrter Manu war, die Uebrrlegrnheit des Genie» und beugte fich vor ihr in Bewunderung, und mit Zorn und Eckel würde er fich von einem Werke abgewendet haben, wie eS M. Busch u-.cht zu Ehren, sondern zur Verunglimpfung seine» Herrn geschrieben bat. Bi» znm Jahre 1893 war das Werk im Wesentlichen abgeschlossen. Die schwere krankhett, die den Fürsten i« Sommer dieses Jahres in Kisfiugen befiel, gab die nächste Veranlassung dazu, da» Manuskript abzufetzru. Doch erschien es ihm selbst noch nicht druckreif, unb so dienten die mit breiten Rändern versehenen „Fahnen" als neue» Manufeeipt. Mit größerer Bequemlichkeit konnte nun der Fürst an die nochmalige Durchficht gehen, und fie gab ihm noch oft grnug Gelegenheit zu Umänderungen, Berichtigungen, zur Einfügung politischer Reflexionen, zur Milderung einzelner Ausdrücke, namentlich dann, wenn es fich um die Beurtheiluno von Persönlichkeiten handelte. Die Neigung, überall in meliorem partem auszulegen, nahm bei dem alten Fürsten nut jedem Jahre zu- die Güte femtfl Herzens offenbarte fich in den letzten Jahren in der oft überraichenbeu Zartheit seine» Empfindens. Er wollte bewußt Niemand wehe chun, und das ,litera scripta manet“ bestimmte thn, in der Benutzet- lang von Menschen und Ereigniffen vorfichtig dtn Ausdruck zu wägen, um nicht durch ein „guDUl* ungerecht zu werden. Der Tod Bachers (12 Oktober 1892) hatte die nach« theilige Wirkung, daß die Zasügung einzelner neuer Kapitel unterblieb. Au» einzelnen Randbemerkungen ist zu entnehmen, daß der Fürst beabfichiigtr, gewiffe Lücken, die er selbst al» solche empfand, durch besondere Kapitel au»zufüllen. So hätte er gern die Ereignisse von 1866—1870 neben de« die Organisation des Norddeutschen Bunde» behandelnden Kapitel tu einem desonberen Abschnttte dargestellt- aber e» fehlte fett Buchers Tod die antreibende Kraft. Auch war Bacher, der über ein umfaffrude» Gedächtmß gebot und al» Mttarbetter des Fürsten in alle politischen Vorgänge ein« geweiht war, nicht leicht zu ersetzen. Dazu kamen al» Hemm« niffe die Leiden des Alters und eine nach solchen Leistungen wohl erklärliche Müdigkeit, der Tod der über Alles geliebten Gattin, die tägliche Unterbrechung durch Einzelbesuche und Maffenempfäagr und die Beschästigung mit der Tagespolitik, zu alledem noch eine plivate Lorresponderz in Briefen und Telegrammen, deren Umfang mit jedem Jahre wnch» und eine Fülle von Zeit und geistiger Kraft in Anspruch nahm, die für die retrospektive Arbeit des Historikers nur einen de« scheidenen Theil üb ig ließ. Und doch, welche Tiefe der Gedanken, welche Reife des Urtheils, welche Klarhe't der Sprache, welche Schönheit de» Ausdrucks, welche prophetische Weisheit bei der Erörterung zukünftiger Schaltungen 1 Ge« wiß, -ar Manchen wtrd's enttäuschen, wie manchen Zeit- geuoffen Goethes fast jede» einzelne Werk de» geistige» Riefen unbefriedigt ließ. Der große Haufe, der in eine« Buche nur leichten und flüchti-ru Genuß facht, wird vergebens nach den Pikanterien suchen, die Barnhagens Tagebücher in so reicher Fülle bieten. Aber die ernsten Leute, die Belehrung und Erbauung suchen, werden finden, was fie begehre». Deutsches Neich. verli», 30. November. Der Kaiser conferirte gestern Nachmittag mit dem neuen Botschafter Grafen Hatzfeld und empfing später den Oberst v. Grumbkow Pascha. Heute vormittag hörte der Kaiser den Vortrag des Ehes» de» Eivileabinets v. Lueanus und empfing hierauf den Cardinal Fürstbischof Dr. Kopp aus Breslau. Berlin, 80. November. Der Kaiser wird morgen Nachmittag 1 Uhr von Schloß Bellevue nach dem königlichen Schloß in Berlin reisen. Die Truppen der Garnisonen Berlin, Charlottenburg, Spandau und Groß Lichterfelde werden hierbei Unter den Linden vom Brandenburger Thor bi» zu« Schloß Spalier bilden. Mit Ausnahme des Gouverneur» von Berlin und de» commandirendkn Generals des Garde- Corps, welche mit je einem Offizier ihres Stabe» den Kaiser am Brandenburger Thor erwarten werden, ist Alles zu Fih. Die Truppen werden im Paradeatizug erscheinen. Am Schloß wird der Vorbeimarsch der Fahnen« Compagnie und bet Standarten-Escadron sowie derjenigen Truppen statifinden, welche in dieser R chtung nach ihren Kasernen abmar'chiren. Nachdem die Nachricht, daß ein osfieieller Empfang dr» Kaiser» in Berlin geplant sei, inS RathhavS gelangt war, berief der Bürgermeister Kirschner sosort das Magistrats-Collegium z» einer außerordentlichen Sitzung zusammen, u welcher beschlossen wurde, dem Kaiser vorau»sichtlich am Brandenburger Thor durch eine Abordnung der Stadtbehörden einen WMkommen- gruß der Stadt Berlin darbieten zu loffen. Die Deputation, an deren Spitze sich Bürgermeister Kirschner und Stadt- verordneten-Borfteher Dr. Langerhan» befinden werden, soll aus 10 Mitgliedern bestehen. Berit», 30. November. Die Zeitung „Dafl Volk" theilt heute ihren Lesern mit, daß fie vom 1. Januar 1899 ab mcht mehr in Berlin, sondern in Siegen erscheint und zwar aus dem Grunde, weil die christlich«sociale Partei dos Be- dürsniß habe, ein g-ößere» Blatt im Westen zu besitzen. Betlhi, 30. November. Wie der ^Loeal«Anzeiger" wiffeu w'll, hat in hiesigen, der Re'chsregteruvg nahestehenden Kreisen die Rede defl Grafen Thun über die Ausweisung von österreichischen Staatsangehörigen aus Preußen durch ihren ungewöhnlichen Ton lebhaftes Befremden erregt. — Die deutsche Kriegsflotte. Im Marine- eabiuet defl Kaisers ist man zur Zeit damtt beickästigt, die Rangliste der Marine für 1899 zusammevzuftellen. Die darin enthaltene amtliche Liste der deutschen Kriegsschiffe wird gegen die früheren bedeutsame Aenderungen aufweisen, denn die Liste wird zum ersten Male nach Maßgabe der durch da» Flottengesetz bedingten neuen Bezeichnung der Kriegsschiffe aofpestellt werden. Bisher war die eigentliche Schlachiflotte in Panzerschiffe 1., 2., 8. und 4 Klaffe etngetbcilt, in Zukunft wird nur zwischen ^Linienschiffen" und „Küsterpanzer- sch ffen" unterschieden werden. Ebenso wird es statt Kreuzer 1., 2., 3. und 4. Klaffe nur noch ^Große Kreuzer" unb .Kleine Kreuzer" geben, und zwar werden zu den kleinen Kreuzern auch die bisher »ÄBifo" genannten Schiffe hiuzu- tretec. An Linienschiffen, al’o den eigentlichen Hochseepaazeru, find elf vorhanden, nämlich die fünf älteren ^Sachsen", „Baden", „Bayern", „Württemberg" und ^Oldenburg", ferner die v er 10,000 Tons Panzer „Kurfürst Friedrich Wilhelm", Brandenburg" „Weißenburg" und ,Wörih". Dazu kommen die neuen 11,000 Tonfl Panzer „Raiter Friedrich III." und Kaiser Wilhelm II." Zu den Küstenpanzersch.ffen gehören die acht Sch sie dr» ,Siegfried"«Thpfl. Au großen Kreuzern find zehn vorhanden, die älteren Panzerschiffe ,R3rtg Wilhelm", .Raffer" und „Deutschland", die ^Koffert» Augusta", der Parznkreuzer ,Fürst Bismarck" und die fünf neuen gepanzerten Rreuzer ,6 ctoria Lnife", ^Hertha", ,Freya", »ötneta" und „Hansa". Die Zahl der kleine» Rreuzer beläuft fich auf 23 Die Panzer flotte besteht somit au» 19, die Rreuzerflotte anfl 33 Schiffen. Weiter find vor- Händen 13 Panzerkanonenboote, 5 Kanonenboote, 17 Schul« sch.ffe und 9 Schiffe zu besonderen Zwecken. Im Ganzen find also 96 Kriegsschiffe vorhanden, ausschließlich der Torpedo« boote und einer Anzahl Mivevfahrzeuge. M. N. N. — Aus Deutsch«Südwest«Afrika und zwar au- Swakopmund, Otjimbiugue und Windhoek, ist dem Der« oehmen nach eine Petition an den Reichstag abgegangeo, die einer näheren Erörterung bedarf. Die Petition stellt den Antrag, der Reichstag wolle die verlangte Summe für die Eisenbahn von Swakopmund nach Windhoek ablehneu. Das Gesuch geht, wie verlautet, von deu Frachtfuhrleutru aus. DaS Fuhrgeschäft hat durch die starke Vermehrung der Schutz« truppe und deren ungeheuere Bedürfntffe einen ungeahnten Aufschwung genommen und bringt außerordentlichen Gewinn. Ein Wagen erhalt nach Windhoek bis zu 1000 Mk. Senner behaupten, daß die Fuhrleute meistens auch ihren Gewinn wieder sehr rasch auSgegeben hätten. Die Leute fürchten nun, daß ihr Geschäft mit der Eröffnung der Bahn völlig aufhört. Diese Fuhrleute find, um ihren Zwrck zu erreichen, anch im Schutzgebiet selbst sehr thätig, sie waren wohl die Berauloffuug, daß fich keine Eingeborenen zum Eiseubahnbau meldeten. Auch sind fie wohl daran schuld, daß ffch die Nachrichten von bevorstehenden Unruhen wiederholen. ES wird Aufregung hervorgerufen in der Hoffnung, daß die Schutztruppe, die ihnen so viel Nutzen bringt, vermehrt wird. Der Reichstag wirb ihnen Wohl eine nicht mihzuverstehende Antwort geben. Nachdem man angefangeu hat, in daS vernachlässigte Gebiet eine Eisenbahn zu bauen, kann man fich von den eigenen Leuten nicht Hinderniffe bereiten laffev. M P.C. Wenn in der Prrffe mehrfach die Rede davon ist, es solle innerhalb deS BnndeSrathS eine Instanz für RechtSstreitigkeiteu von Bundes fürsten und für Srbfolgefrageu geschaffen werden, so ist mindestens der zweite Thetl der Nachricht unzutreffend. Die größeren Bundesstaaten, Bayern, Sachsen und Württemberg werden nie darein willigen, daß eine andere Instanz in ihre Erb- folgefrageu fich einmischt, als die resprctiveu LandeS-Ber- tretungen. MP.C. DaS Erscheinen einer Denkschrift, welche im ReichSjusttzamt ausgearbeitet wird, wegen der bedingten Verurtheiluvg dürfte erst in einiger Zeit zu erwarten sein. MP.C. Wenn man auch im BundeSrath nicht verkennt, daß in dem Entwurf zur Reform der Jnvaliden- Berficheruog manche beachtenSwerthe Vorschläge enthalten find, so gilt es doch als zweifelhaft, ob die Majorität deS Reichs« tageS geneigt fein wird, auf deu Boden der Vorlage zu treten, bevor die weitere« Etappen des Weges, der verfolgt werden soll, bekannt find. MP.C. Schon wird davon gesprochen, eS werde vielleicht der Vorschlag gemacht werden, wie bei Emaniruug der großen Justizgesetze und der bürgerlichen Gesetzbuches eine mit der Vorbereitung dieser Fragen zu betrauende Commission niederzusetzen. Solu, 30. November. Die „Köln. Ztg." schreibt: Die Meldung der „Kreuz-Zeitung", daß Herr v. LucauuS für ein seit längerer Ze t erledigtes höheres StaatSamt in AuS- ficht genommen sei, dürfte nichts anderes als ein Fühler fein und fich schwerlich bestätigen. Gemeint ist offenbar die Stelle des Shef-Präfideuten der Ober-RechnungSkammer in Potsdam, für deren Besetzung bisher ein früherer Oderpräfideut genannt wurde. Das Blatt bemerkt weiter, für die nächste Zeit werde noch der Rücktritt mehrerer RegierungSpräfidenten infolge Krankheit oder wegen hohen Alters erwartet. AuS Elsaß-Lothringen, 27. November. Der Statthalter Fürst zu Hohenlohe hat sich während seiner nunmehr vierjährigen AmtSdauer in allen Kreisen der Bevölkerung Sympathien erworben und trägt dadurch nicht unwesentlich zur Förderung der Germaoifirung bei. Dieses trat z. B. auch bei dem vom Bezirkspräfidenten Halm in Straßburg dem Bezirkstage gegebenen Frfteffeu zu Tage, bei d?m der Präfident dieser Körperschaft, Dr. Gunzert, seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß der Stadthalter dem Wahlspruch seines Vorgängers, des jetzigen Reichskanzlers, treu geblieben fei, die durch die Ereigniffe von 1870 geschlagenen Wunden nach Möglichkeit zu heilen, und daß er ebenfalls ft et 8 daS Bestreben zeige, nach jeglicher Richtung hin das ihm au- vertraute Wohl des Landes zu fördern. In der Erwiderung entwickelte der Statthalter btt Grundsätze, durch die er sich leiten laffe, und führte dann aus, er srt von Anfang au von der Ueberzeuguug durchdrungen gewesen, daß eine staatliche Verwaltung nur daun segensreich wirken könne, wenn fie suche, Licht und Schatten möglichst gleich zu vertheileu. Nur in dem Zusammenwirken der drei Faktoren Lavdwirthschast, Industrie und Handel und in deren gleichmäßiger Berücksichtigung und Unterstützung durch die verwaltenden Organe sei ein gedeihliches wirthschaftlicheS Staatsleben zu erblicken; dabei dürste aber die Pflege der idealen Güter, die Erziehung des Volkes in religiöser und wiffeuschaftlicher Beziehung nicht vernachlässigt werden. Der Fürst gab ferner der Ueber- zeugung Ausdruck, daß die Mitglieder des Bezirkstags, die der Regierung beratheud zur Seite stehen wüffm, stets offen ihrer Auficht Ausdruck geben werden, und schloß seine bedeutungsvollen Ausführungen mit dem Wunsche, es möge ihm befchieden sein, daß das Land, wenn er tereinst von seinem Posten zurücktrete, seiner Thätigkeit freundlich gedenke, wie dies seinem Vorgänger in berechtigter Wcise zuthetl werde. Darin würde er den schönsten Lohn sür seine Arbeit erblicken. CtcaUs und provinzielle». — Avendorf a. d. Lda., 30. November. Auf dem heute hier verspätet abgehaltenen Markte war daS Angebot in Schweinen und Schafen verhältuißmäßig gering, die Nachfrage, besonders bei Ferkeln, aber stark. Letztere galten 24 bis 48 Mk., Lämmer 22 bi» 29 Mk. per Paar. Der Krämermarkt war recht gut besucht. Nidda, 29. November. Heute sand dahier im Saale deS GambrtnuS, unter dem Vorsitze des neu ernannten Kreis- rathtS Herrn Jrl t und im Beisein des Herrn KreiSschul- , insptctorS Buß und der KreiSschulcommisfiooSmitglieder Herrn LaudtagSabgeordneteu Erk und des Herrn Oecovomen Reitz die Kreislehrerconferenz des Kreises Büdingen statt. Der Herr KreiSrath stellte fich der Versammlung zunächst als ihren Vorsitzenden vor, und in feiner Antrittsrede führte er aus, welche hohe Bedeutung die Volksschule für unser Cultnr- leben hätte und daß er ein Freund der Schule und der Lehrer sei und daß fich die Lehrer in allen ihren Angelegenheiten mit vertrauen an ihn wenden könnten. Herr KreiS- schu!ivsp«ctor Buß gab hierauf eine Ueberficht über daS Schulwesen deS Kreises. Nach Erschöpfung deö geschäftlichen Abschnittes wurde in die eigentliche Tagesordnung eingetreten, auf der fich als erster Gegenstand befand: „Die Herbart Zillerische Pädagogik." Referent Herr Lehrer Simon- Echzell löste seine Aufgabe in ansprechender, klarer und treffender Weise. Das zweite Thema der Tagesordnung behandelte „Die Botanik in der Volksschule", Referent Herr Lehrer Kell er-Nieder-Mockstadt. Auch dieser Referent entledigte sich seiner Aufgabe in recht zufriedenstellender Weise. Der Vorsitzende schloß mit warmen Worten deS Dankes sür die Referenten die Versammlung, worauf fich ;bie Teilnehmer vollzählig zur gemeinsamen Mittagstafel vereinigten. ES wurden hierbei die verschiedensten Toaste auSgebracht, unter welchen der der Herrn Bo,fitzenden auf Se. Majestät den Kaiser und auf Se. Königliche Hoheit den Großherzog hervor- zuheben ist. Vermischte». * Der Zug des Kaisers« Manchen Leser wird es fesseln, etwas Näheres über den Eisenbahnzug deS Kaisers und das Leben während längerer Fahrten zu lesen. Jedem Wagen des Zuges ist ein eigener Wagenwärter zugetheilt, der während der ganzen Fahrt wachzubleiben und deu Lauf des Wagens zu beobachten und die Heizung zu besorgen hat. In einer Abtheilung des einen GrPäckwagenS befindet fich eine kleine Werkstätte, in der etwa uöthige Reparaturen vor- genommen werden können. Requisiten, Werkzeuge und Er- satztheile für die Wagen befinden fich uebst verschiedenen Schloffern im Zuge, die Aufficht und daS Kommando über dieses Personal führt ein eigener technischer Beamter. Die Abfahrt deS Zuges naht. Riefige Gepäckstücke werden beigeschafft und verschwinden in den großen Gepäckwagen, von denen zwei, je einer vorne und hinten, fich iw Zuge befinden. Die Salonwagen des Kaisers und der Kaiserin laufen meistens in der Mitte, hieran stoßen die zwei anderen Salons an, in denen fich die Schlafcabtnen des Kaisers und der Kaiserin befinden. Daun folgt der große Speisewagen, in welchem an einem langen Tische etwa 20 Personen speisen können - an diesen stößt der Küchenwagen, der schwerste des Kaiser« znge» mit uugesähr 1000 Centn» Eigengewicht. Dieser Küchenwagen ist complett als Küche und Speisekammer eingerichtet: drei Köche hantiren in diesem- bei kürzeren Reisen wird der große Speise- und der große Küchenwagen nicht mitgesührt- eS dient daun ein Wagen, der eine kleinere Küche und daran anstoßend einen kleineren Speisesalon ent» hält, als Küchen- und Speisewagen. Für das Gefolge waren bei der jetzigen Reise 4 Salonwagen bestimmt, diese sind in der inneren Einrichtung den Schlafwagen der internationalen Schlafwagengesellschaft ähnlich, die Sitze können Nacht- in vollständige Betten für die Kavaliere und Hofdamen uwgewandelt werden. Der Zug hat Heißwaffer- Heizung und electrische Beleuchtung und ist ferner für verschiedene BrewSchsteme (Carpenter, Westinghouse, Vacuum, Hardy) eingerichtet. Drei der Wagen haben je 6 Achsen, die übrigen je 4 Achsen. Die Schlaf- und Salonwagen des Kaisers und der Kaiserin find prächtig, jedoch nicht überladen eingerichtet. Doppelte Fenster und dicke Vorhänge schützen vor dem Eindringen des GtaubeS, aller erdenkliche Comfort ist bei deu Divan», Fauteuils, Betten und Toiletten geboten. Im Kaisersalon befindet fich der Kaiser, auch wenn die Kaiserin mitreist, häufig allein- nur ein Flügeladjutant, rin Letbjäger, zwei Jäger und ein Garderobier harren in den Nabencabinen des mittels elietrischrr Klingel ertönenden Rufes - an seinem Schreibtische kann der Kaiser, da der Zug äußerst ruhig läuft, sehr gut schreiben. Im Salon der Kaiserin befinden fich nebst dieser nur eine Hofdame und eine Dienerin, die anch Nacht- neben der Kaiserin schlafen. Nähert fich der Hofzug einer Station mtt Aufenthalt oder Empfang-« feierlichkeit, so wird die- so rechtzeitig gemeldet, daß noch die Toilette geordnet, bezw. gewechselt werden kann, und bann begeben fich der Kaiser und die Kaiserin in den gemeinsamen großen, außen mit dem kaiserlichen Wappen in Gold bezeichneten Wagen; außerdem wird da- Frühstück, Diner und der Äbendtisch gemeinsam von den Majestäten eingenommen. Nach dem Souper, zu welchem, wie zum Dejeuner oder Diner, meisten- die im Zug mitsahreoden Minister oder Adjutanten und Hofdamen, bezw. bei Jagdreisen die etwaigen Jagdgäste zugezogen find, wird vom Kaiser meisten- Bier getrunken. ES wird zeitweise auch ein kleine- Spiel gemacht, wie Scat u. dgl. Hierbei spielt der Kaiser nur um Pfennige. Aller Gewinn kommt in die Kaffe für den Verein zur Rettung Schiffbrüchiger. Um 12 Uhr, spätesten- halb 1 Uhr begiebt fich der Kaiser, wenn die Fahrt die Nacht durch dauert, zur Ruhe. Die Kaiserin verabschiedet fich früher, da in dem Speisewagen später stark geraucht wird und der Kaiser hierbei mit gutem Beispiel vorangeht. Für Jagdreiseu de» Kaiser- find in Berlin noch andere Salonwagen bereitgestellt, so ein Jagdsalonwagen und ein weiterer kleiner Speise- und Kücheuwagen. Die Kosten der Besörderuug eines kaiserlichen Hofzuge- find sehr hohe und richten fich nach der Zahl der Achsen und der vöthigen Maschinen. Dir Fahrt von Pola bi- Baden-Baden wird nach ungefährer Berechnung 25000 Mk. kosten. Der ganze Hofzug wurde in den Werkstätten zu Bre-lau und Görlitz gebaut und ist Eigenthum der preußischen StaaiSbahnen- die Kosten betrngen nahezu 2 Millionen. Tägl. Rundschau." • Die Palästinareise 6t. Majestät bei Kaiser! hat der deutschen Ansicht-karten-Erzeugung wieder einen mächtigen Antrieb gegeben. AnfichtSkarten-Sammler dürfte daher wohl die Mittheilung intere'firen, daß durch den Kunstverlag A. Koltze, Nürnberg, 60 nach Originalen an Ort und Stelle künstlerisch aufgenommene Orient Postkarten von den Orten der Kaiserreise für nur 5 Mk. zu beziehen find. Den Reiz höchster malerischer W'rkung und frischer Naturtreue befitzeud, geben die Palästina Karten wahrheitsgemäße Schilderungen von all den Stätten de» heiligen Lande», welche da» deutsche Kaiserpaar mit seinem glänzenden Gefolge berührte und dürfte fich daher diese Collection von 60 Karten der Kaiserreise nach dem Orient al» ein sehr finnige» Geschenk sür Sammler erweisen. Daß diese Ansichtskarten von der Kaiserreise nach Jahren von hohem Sammelwerth find, dürste wohl zweifellos sein. Da die Auflage bei der lebhaften Nachfrage bald vergriffen fein wird, werden Bestellungen, denen der Betrag beizufügen ist, noch bis zum 5. December d. I. entgegrnaenommen. * Der köstlichste Wohlgeschmack. Obwohl die Vanille das feinste Gewürz und geeignet ist, selbst einfachen Gerichten hohen Reiz zu verleihen, ist fie doch bisher nur auf Gastrollen im Haushalt erschienen. Ihr hoher Preis, ihr unsicherer Einkauf und die aufregenden Eigenschaften, die ihr eigen find, ließen sie in der bürgerlichen Küche nicht heimisch werden. Heute können wir die Vanille«Schoten ganz entbehren und trotzdem ihren herrlichen Geschmack in unvergleichlicher Reinheit, mit geringeren Kosten und ohne jede Befürchtung übler Einwirkung auf unser Nervensystem genießen- Der Körper, der der Vanille ihr köstliches Aroma verleiht, das Vanillin, ist in seiner chemischen Zusammensetzung erforscht und seine Abscheidung in reinem Zustand aus anderen billigen Naturstoffen von den Chemikern Dr. WUh. Haarmann in Holzminden und Geheimrath Dr. Ferd. Tiemann, Professor der Chemie an der Universität zu Berlin, erfunden worden. Das patentirte Verfahren wird von der Firma Haarmann & Reimer in Holzminden ausgeübt. Sie stellt z. B. aus Coniferin, einen im Bastsaft der Nadelhölzer vorkommenden Stoff, Vanillin in höchster Reinheit her. Diesem Körper, der sich auch auf der Oberfläche seiner Vanille-Sorten in Form eines zarten Flaums abscheidet, hat die Vanille ihr köstliches Aroma ausschließlich zu verdanken, denn die in der Schote sonst noch enthaltenen Bestandtheile, Harze, Fette und Gummen, die man unter dem Namen Extractivstoffe zusammenfaßt, sind weder wohlriechend noch wohlschmeckend, überdies der Gährung und Zersetzung unterworfen. Eben diese Bestandtheile sind auch die Träger der gesundheitsschädlichen Eigenschaften der VanilleSchoten, die sich schon bis zu Vergiftungsfällen durch Vanille-Eis gesteigert haben. In dieser Hinsicht sind besonders sehr billige Sorten verdächtig, die sich theilweise schon in verdorbenem Zustande befinden und mit Milben durchsetzt find, welche höchst unangenehme Hautausschläge herbetzuführen im Stande find. Das reine Vanillin, welcher keine Spur dieser Beimengungen besitzt, wird entsprechend der Menge, wie cs in der allerfeinsten Vanille enthalten ist, mit Zucker verbunden und in den Originalpäckchen von Haarmann & Reimer (Generalvertreter Max Elb in Dresden) in den Handel gebracht. Nur diese von den Patentinhabern und Fabrikanten selbst hergestellten Päckchen bieten dem Publikum Garantie für Reinheit und stets gleichmäßige Ausgiebigkeit. Das Aroma ist in dieser Form sofort löslich, theilt fich daher beim Backen und Kochen den Speisen und Getränken schnell mit, verursacht auch nicht rote die Vanille häßliche schwarze Punkte in den Gerichten und braucht — zum Vortheil der Ausgiebigkeit — nicht mit gekocht, sondern nur mit den Speisen gut verrührt zu werden. • «uswauderude Mädchen. Letzten Samstag te sten mit dem Danpfer „Marie Woermann" der Woermannltnie die ersten deutschen Mädchen nach unserer Colonie Südwest- afrika ab, die ersten weißen Frauen, die überhaupt jene Gegenden betreten. Ich nahm, so erzählt Jemand der „Magdeb. Ztg.", Gelegenheit, diese zukünftigen Mütter der Colonie, die in dem Mädchenheim ihr letzte» Quartier auf deutschem Boden gefunden hatten, aufzusuchen und diese Trägerinnen deutscher Art für da» neue Deutschland an der Westküste Afrika» mir anzusehen. SechSzehn waren e» an Zahl im Alter zwischen 19 und 28 Jahren. Alle gesund und frisch von Ansehen, bereit, den klimatischen und sonstigen Gefahren zu widerstehen. E» war ein ganz anderer Ausdruck, der auf den Gesichtern lag, al» man ihn sonst bei Auswanderern zu sehen Pflegt. Bon Wehmuth und Sorge keine Spur, Alle mit dem Ausdruck fröhlicher Hoffnung ans dem Antlitz, al» könnte e» ihnen nicht fehlfchlagen. Die Mädchen stammen au» allen Gegenden Deutschland» und find alle an Arbeit gewöhnt- fie waren bisher Köchinnen, Hausmädchen oder ländliche Dienstboten. Sie zeigten wir ihren vertrag, der auf zwei Jahre bei halbjähriger Kündigung und freier Rückfahrt ausgestellt ist, und der die Mädchen für Factoreien und Plantagen in der Nähe von Swakopmund al» „Mädchen für Alle»" in Dienst nimmt. Sie erhalten völlig freie Station und monatlich 20 Mk. von bet Colontsation-gefellschaft, in deren Dienst fie getreten find. Ich bemerkte, daß der Lohn nicht hoch fei und daß fie dabei nicht allzu viel erübrigen würden. Die Angeredete lächelte, für fie antwortete aber eine Andere: „Wir wollen doch dorr heirathen." Meine Frage, ob fie denn auch wüßten, daß fie einen Mann bekämen, wurde mit fiege»bewußtem Lächeln ausgenommen. An eine Rückkehr nach beendeter Dienstzeit dachte Keine- fie wollen Alle drüben ihr eigene» Haus bauen. Möge ihnen das ersehnte Glück blühen zu ihrem und der Colonie Nutzen! * Jerusalem, die heilige Stadt, war die erste Stadt bei Orient», in öer Diakonissen wirkten. Drr evangelische Bischof Gobat wurde durch ein große- Sterben in Jerusalem veranlaßt, Pastor Fliedner um zwei Dtaconiffen zur Krankenpflege zu bitten. Fliebuer selbst traf 1851 mit vier Dtaconiffen in Jerusalem ein, welche ein kleine- Türkenhau- oben ans °!kßät bei QhU bai® ,? " ‘Mit ’ 8,4 0 « M «* Orte» « ' - Cn 5 ®t * 71"1« d>, «6b h iTto K *’ tu 6,1 illtl|,alii 6li tln i»h. o ? Rfflrhi ^«Säs*** t» SoDttttiniHbk c e Auflage bei W' ‘»JÄrss °'5 DM bte $lBi[, e Ä*raMtm L fr "ut «t L »1' fr 'hr mt. *»**h die ihr xdm VilchmS f» unjetjin*. Sollen unb G, $(, ÄKS*” *■ lhr köstlicher Lima cnleibt !m'föen ZusammechtzUg er! i reinem Zustand au« anderen Chemikern Dr, Witz. Haar» «thvr.MTieinann, niverstlät zu Berlin, erfunden ^ren wird von der Finna inden ausgelibt, Eie stellt 3ustsast der Nadetzöher vor, öchster Reinheit her. Diese« Mche Griner DanLe-Loitrn A MM, hat die AniLr iich zu vndackn, dm die in .en Bestnndthriie, harze, Fette r dem Namen ExiractiMe Mechend noch wohlschmcknd, Zersetzung unterworfen. Eben die Träger der gesundhetU« Lanille^Schoten, die stch schon ) Vanille-Eis gesteigert haben derr sehr billige Sorten t>tt* jon in ondorbenem Munde chfetzt sind, weiche höchst unan- juführen im Stande find. Dar Spur dieser Beimengungen Menge, wie <6 in der aller« ntt Zucker verbunden und in armrm & SM« 1®«« J IW) in bin 6* 8’b* jabern unb Z°bii!-nt,n M bent Milm fit i9e A-rziebM M ®,0”‘ * tbeilt ft^ ba^er berat Soden jlY-5 • ”»rtS."5- s- ,n, vrL'M ffCÄ ge!°°» md 28' und soBSk° Ü-Bff.’S fesgr-? -ħr? H’-.X r»‘,|B"' ffi bit H-E', st«»*" ’n ,2 ono w 11 \<> «'7 »"»°7, fte «'(7b«bit deren ®,ejj L daß P ’L W" i”11 bi! s,n lvfr.«.erben LSiS^° “titln** »* 3'onflbtrg bezogen. Iw llatnflock bt»ftlbtn war ein Hospiz | für die reisenden deutschen Haabwerksburschin. Oden pflegten die Schwestern alsbald Kranke und nahmen sich der Erziehung der weiblichen Jagend an. Mehrere Mädchen wurden ganz in da» Haus ausgenommen. Da wurde natürlich der Raum gar bald zu eng und es war eine grobe Freude, al» da» Hospiz im Jahre 1885 verlegt und dadurch der Uuterftock für die Mädcheu frei wurde. Anfang» waren die Muhamedauer gegen da» »Hau» der Hunde" sehr feindselig gesonnen und wollten sich dort nicht verpflegen losieu, aber die Noth trieb sie hinein, und al» sie merkten, wie sorgsam die Liebe der Schwistero sich ihrer Noth annah», kam einer nach de« andern. Die Arbeit der Schwestern wurde eine Wohlihat für ganz Jerusalem. In Schaaren kamen die Kranken, und über die Erziehung der Mädchen hat ein griechischer B-schos da» sehe bezeichnende Won gesagt: »Die Lateiner (Katholiken) machen alles zn Nonnen, die Amerikaner zu Damen, die in unsere Verhältnisse nicht «ehr paffen, die D'oconiffeu aber lehren die Kinder und erziehen sie zur Arbeit 1* Das gleichzeitige Wachsthum de» Trziehung»hause» und der Kranken» abtheilung machte mit der Zeit eine Trennung beider Anstalten uöthig. 1868 wurde da» neue Erztehungshau» Talitha Kumt vor dem alten Iaffathor eiugeweiht. Io demselben befinden sich zur Zeit 127 Mädchen und 9 Schwestern. Eine dritte Stätte der Diacontffenarbeit in der heiligen Stadt ist das Aussätzigeo-Hospital »Jesns-Htlse". Im Jahre 1867 ist bat selbe aus Anregung und unter Mitwirkung der edlen pommer- scheu Freifrau von Keffeodriuk-Ascherade begründet. 1897 befanden sich in der Anstalt 4 aussätzige Kinder und 29 Erwachsene, darunter 20 Mohamedaner, 7 griechische Katholiken und 2 Evangelische. ■ Der neueste «mertkauische Theaterhut. Die schon seit Jahr und Tag die theaeerbesucheade W lt von Paris, Loudon nab Ntw Mark beschäftigende, die männlichen Gemüther mit Wuth, die weiblichen mit Trotz ersüllende Frage, ob die Damen mit dem Kunstwerk der Putzmacherin ans dem hoch frifirteu Haar im Theater und hauptsächlich bet den sashwnavleu Mativür» erscheinen dürfen oder nicht, ist jeuseit» de» Welt« meere» Dank der genialen Idee einer Hutkünstlerin zur Zu- fliedruheit beider Parteien gelöst worden. Der so viel Aergernitz erregende Theaterhut mit seiner hochstehenden Garnitur, die jede« Zuschauer, den da» Unglück traf, dahinter zu fitzeo, vollkommen die Aussicht auf die Bühne versperrte, wird nach und nach von der Bildfläche verschwinden, um einem Hütchen Platz zu machen, da» io der That in mehr al» einer Hinsicht die größte Anerkennung verdient. Diese» Wunderwerk ist ein zierliches Barett au» weichem, zartsarbigem Ahiffon, der wie eine luftige Wolke aus dem Lockentoupee ruht und nur hier unb da in graziöse« Arrangement von einer kostbaren Brillantagraffe gehalten wird. In dem Moment jedoch, da die mit einem solchen Kunstwerk geschwückre Schöne du» Parkett betritt und Ausschau hält nach der Reihe, io der sich ihr Sitz befindet, prangt außerdem noch ein riesiger Busch von wollenden Straußenfedern in der vorderen Mitte oder etwas seitwärts an der sooft wenig auffallenden Kopfbedeckung. In «aochem ängstlichen Wärnerherzen steigen bö'e Ahnungen aus und in banger Besürchtung richten sich die B icke aus den drohend nickenden Federtu'ch. Da «acht dieser Halt und der Unglückliche, den b.» Schicksal dazu au»ersehen hat, der H ntermann der Modedame zu fein, schlägt seine Augen in stummer Verzweiflung zum reichgemalten Piasond empor. Doch welche ein Wander geschieht! Eben will er refiguirt versuchen, ob er bester von reche» oder von links an dem Ungethüm vorbeisehrn facn, da hört er ein leise» Rauschen und der mächtige Federwald vor ihm ist verschwunden. Er ruht jetzt al» Fächer in den seinbeschuhten Händen, die ihn mit einer einzigen schnellen Bewegung durch das Herauszieheo einer besonder» dazu eoostruirten Nadel von de« zierlichen Hütchen entfernt Haden. Der prächtig verzierte Griff au- Perlmutter war, während die Federn auf dem Hut paradirren, durch eine besondere Vorrichtung nach hinten gebogen und ließ sich leicht io die richtige Lage schieben. • Auf der Treibjagd. Sonntagsjäger: »Was nützt es euch Hasen, wenn ihr mir auch jetzt davon lauft — beim Wi ldpr ethindler erwisch ich euch doch!" n>iflenfd?aft, Literat«» «*6 »««ft — Au» Natur und Getfteswelt. Sammlung wisser.schaft- lich-gemeinverständiiLer Darstellungen auS allen Gebieten bcö Wissen«. Lieferung 4. Zwölf monatlich erscheinende Bändchen von 130 bt« 160 Setten in farbigem Umschlag zu je 90 Pfg., geschmackvoll ge- bunbcn zu je Mk. 1,16 oder 54 etroo wöchentliche Lieferungen zu 20 Pfg., von denen 4 dis 5 ein Bändchen bilden. Jedes Bändchen ist in sich abgeschlossen und einzeln käuflich. In dieser Lieferung be» handelt der Verfasser nach kurzer Erklärung der tn früheren Zeiten in großen Städten so häufig auftrelenden Dolksseuchen, die an abgestorbenen Thteren und Pflanzen bemerkbaren Erscheinungen, die wir als Eärung, Fäulnlh oder Verwesung bezeichnen, und als diese durch die Schimmel-, Hefe- und Soalipilze (Batterien) veranlaßt ötrben. Im Haushalt der Nainr spielen die letzteren durch die Der« Wandlung des Ammoniak in Salpeter, der zur Ernährung der Pflanzen sehr geeignet ist, eine wichtige Rolle. Bei den Menschen jedoch sind sie die U, fache der meift.n gefährlichen Krankheiten, waS näher ausgesührt wird. Somit darf auch diese Lieferung aus großes allgemeine- Interesse rechnen. — Zur Verschönerung van Weihnachtsfeiern ist e« vielfach üblich, in Familien und Vereinen kleinere Theaterstücke zur Aufführung zu bringen, welche im engeren oder loseren Zusammenhänge mit dem Feste stehen. Diese schöne Sitte würde sich ohne Zweifel noch mehr einbürgern, wenn die Auswahl an passenden Stücken nicht eine gar zu geringe wäre. ES ist daher mit Freuden zu begrüßen, daß die bekannte Verlagshandlung von Levy & Müller In Stuttgart auch diese« Jahr wieder zwei ganz allerliebste Weth- nachtssestspiele von Richard Müller der Oiffentlichkeit übergiebt, welche fich zur Aufführung durch Dilettanten vorzüglich eignen. Beide Einacter: Heft 4 „Da« Kreuz von Versailles" (für 4 Herren und 1 Dame), und Heft 5 „Die heiligen drei Könige" (für 7 Herren und 1 Dame) stellen keine großen Anforderungen an die Leistung«» fähigkett der Mitwirkenden, verstehen e« dabet aber vorzüglich, die Zuhörer zu erheitern und zu rühren und sie tn eine weihevolle FesteS- Nimmung zu versetzen. Die Stücke sind eines durchschlagenden Erfolges sicher und dürsten deshalb wie ihre Vorgänger (Heft 1: „Weihnachten tn der Fremde" (für 5 Herren), Heft 2: „Weihnachten tm Junggesellenclub" (für 6 Herren und 1 Dame) und Heft 3: „Die We hnachtskiste" (für 3 Herren und 2 Damen) bald tn recht olden Familien und Vereinen Eingang finden. Der Pret« von Mk. 1.— für jedes Festspiel stellt nur giringe Ansprüche an den Geldbeutel der Spielenden — Ein ganz vorzügliche« Festgeschenk sür junge Mäd»en sind und bldben: »Ter Lrotzkopf* von Emmy von Rhoden, 29. Auslage, »Trotzkopfs Brautzeit", 16. Auflage au« dem Nachlaß von Emmy von Rhooen (E. Friedrich-Friedrich) und «Aus Trotzkopf» i^he" von Elie Wildhagen, ged. Friedrich-Friedrich, Auflage, sämmtltch tm Verlage von Gustav Weise tn Stuttgan erschienen und zu je 4 Mk. 50 Pfg. In jeder Buchhandlung erhältlich. Die drei Werke sind frisch und unterhaltend geschrieben und spannend bi« zur letzten Seile, dabei werden sie aber auch belehrend aus ein jede« Mädchenaemüth wirken „Ilse", bet Trotzkops, ist ein junge», übermüthtge« Menschenkind, da« zu allerket Stretchen und Thorbeiten ausgelegt und bereit ist, jedoch, wie e« ja bet den meisten Backs»schen der Fall tst, einen heftigen Widerwillen gegen Alle«, wa» Zwang heißt, hegt: und da der Papa sein einzige« Töchterchen sehr verzieht und 'ihren übermüthtgen Auslastungen gegenüber sich oft schwach jeifit, die zweite Mutter aber, welche Ilse seit Kurzem erhalten bat, auch' nicht vermag, mit energischer Strenge vorzugehen, wird Ilse tn eine Pension, die ihr leider ein SchreckenSort dünkt, gegeben, und dort lernt das wilde «ackfischchen denn endlich, wenn auch nach manchen innerlichen Kämpfen, die Unarten und Trotzigkeiten avlegen, nnb kehrt al« eine wohlgesittete junge Dame in« Elternbau» zurück. Im zweiten Werke tst „Trotzkop S Braut,ett" geschildert, die herrlichste schönste Zeit tm Mädchenleben. Wohl hatte man gehofft, daß der Trotz de« wilden, undäudtgen Mädchens gebrochen sei tn der Pension, und daß der Eigenwille nun auf immer «efdjrounben, «btr kider ließ der leidenschaftliche Eharacter der großen Ilse noch viel zu wünschen übrig, und wenn sie auch ihren Erwählten von ganzem Herzen lieble, so vermochte sie doch nicht, ihre Herbheit ganz zu unterdrücken, unb so wurde der schöne Brautstand öfter« »u einem recht stürmischen, uud beinahe hätte die hesttge Ilse sich durch ihren Trotz, durch ihren Eigenwtll.n ihr ganze« LedenSglück verscherzt. Aber ein gütige« Geschick wendete glücklich noch Alle« zum Be ten und au« dem widerstrebenden Trotzkops wird schli«ßttch eine sehr geliebte, glückliche Frau, die die Thorheit ihrer Jugend doch e.kannt bat. Die Characterzetchnung der Personen, besonder« der wilden Ilse ist durchaus wahr, denn solche „Trotzköpfe flieht e» wirklich sehr' viele unter den Backfischen. Im dritten Band: .Aus Trotz' kopfS Ebe" hat die Tochter von Emmy von Rhoden ™ me’™2 haftet Weise die Erzählung fort und zu Ende geführt. Au« dem von Lebensfreude übrrsprudelnden, ungebändtgten Menschenkind ist eine echte und rechte, treffliche deutsche H°u«fr,u und Mutter ge- worden. Alle Pedanterie und Prüderie hat die ^Verfasserin wohlweislich vermieden, dabei sind die Werke aber durchaus si"lnretn und können unbedingt einem jeden jungen Mädchen in die Hand gegeben werden. ES sind eben drei Werke au« dem L«ben für da« Leben. Wir erwähnen noch, daß tm vorigen Jahre der Verlag (Gustav Weise tn Stuttgart) jum Preise von 6 Mark eine Jubel» ausgade deS „Trotzkops", von Mandlick reizend tauftritt, gebracht hat, die als Wethnachtsgrschenk ganz besonder« willkommen sein dürste. — Im Berlage von I. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Freiburg i. B. erschien tn 3. Auflage: Mohl, Sitten und Vetraaen der Tübinger Studirenden während des 16. Jahrhunderts. Mtt zahlreichen Illustrationen von G. O- Cloß. Ladenpreis 2 Mark. Wenn eine Schrift in 3. Auflage erscheint, kann sie weiterer Empfehlung entrathen. DaS hier auf Grund geschichtlicher vtach- Weisungen entworfene LebenS- und Sittenbild der lubinfler Studirenden während des 16. Jahrhundert- ist hochinteressant, nicht nur für jeden jetzigen und ehemaligen Angehörigen der berühmten alma mata, sondern auch für die Besucher aller übrigen Howschulen. Die Illustrationen von der Hand G. A. Cloß^ machen daö Heft recht ansprechend. Vnipfrljliiuiien Solberfleisch, nur Rückenstücke, ohne Knochen, amtlich untersucht, per Pfund 70 Pfg., empfiehlt 11517 Ph. Herrmann, ______Teltersweg 38._____ Mlsinkn große, dünnschalige frucht, per Stück 10 Mg., 12 Stück 1 M., bei Mehrabuahme billiger, empfiehlt 11616 Fr. Leo Nachfl., CJIerber, Leltersweg 71. 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Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlthuenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u bergt, besonder» aber auch an Geld, da« uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Borstandsdamen gelangen zu lasten: Art Amalie Bansa, Diezstraße 15, Frau Dr. Brüel, Moltkestraße 3, Frau Amtsgerichtsrath Gebhardt, Bergstraße 3, Frau Rechnungrrath Kalbfleisch, Ludwig, ftraße 7, Frl. Emilie Langermann Südanlage 21, Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8, Frau Luise Otten», Bismarckstraße 11, Frl. Luise Wortmann, Asterweg 16. Auch die Schwestern unserer Anstalt stnv bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 9. November 1898. Der Vorstand der Kleinkinder'Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. 11191 Nur echt mit ■.ru.prellrtDg o Deutsche Bekleidungs-Akademie 8 G Frankfurt a. H. Ä. «. Marten*. Zu*chnelde Lehranntalt V ° Stellenz uweibang. Pension. Au*bildang ffir Familien Bedarf, q Q Carse von <0 Mk. an. Mode Journale, Proapecte kostenfrei. V 0 Inserat erscheint Dienstag und Freitag. Vertreter für Journale überall gesucht. Q _ _ _ _ _ _____ Bieber-Betttücher abgepaßt und am Stück, prima Qualität, empfehlen billigst 11744 Geschw. Heerz, iltntnrorg 7. InOöerlrofTen . Toilette-Cream Marke Pftllrlig In den Apotheken : und Drogbrien. SebtakiiUilttil k und zu, Kathreiners Kneipp-Malzkaffee sollte als Ersatz für Bohnenkaffee getrunken werden, nicht nur von Frauen, Kindern und Leidenden, sondern von Allen, die auf Erhaltung ihrer Gesundheit Werth legen. 10686 11664 Confection feiner Pelzwaaren L. F- Ohnacker, Darmstadt 11333 inderwagen! und 0C- üu vermietben. 9986 [4428 Kiibinger, SeltersVks 19 11562 der beeten in- und ausländischen Firmen. 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