Mtrrii vT- rLZ *8060 mulmig, mlu"9 sinket ober dS. ->» Uhr, Hotel Echütz- 8ereinsjahr. rreinsjahr. .. . 9814 ^te ^tgliedn ilmnit er Vorstand. w«r Hotel Elehorn: DDg 'M und darauffolgendem CO den hiesigen Frism- ttt Beifleiü. eliten berg c. DaS Comit^. 9,n! ra Melange. I Wani le, Rotterdam, iterel f Java, üegr.1306, । in Packeten. cbrannt daher voo ihmack _ U 50, 60, 65, 70,71, per Packet stete slavS»' Schomber; '8. eiH« heu rf BMI**** |( Trauerbriefe, gingen etc. 1898. 85.1* ;ü, iber 1887 Itntenb- 0^ L)bl- 101J* |U» 97.^ 433* 10l> 000.*' Silberrente ld.Siente en Grieiden Don , jj.j! fl?LK ft gjSÖ-" löten dk^ Miet All Nr. 231 Erstes Blatt. Sonntag den 2. October 1898 Gießener Anzeiger Du dtr^mn General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieszeir. Ac,»,-Preis virrlNtLhrNch 2 Mark 20 Tf| ■weatltd» 75 Pt§ mit vringkrioh» Bfi Postdcji^ 2 Mark 50 VU eirrtcljäbrh* ■eee|m« Anzeige» zu bn Nochmlttog« für ben felyehai tlf «richnnenbe» Nummer bi« Corrn. 10 UH. ANe Anze^en.CerrnnelungSftelln, bt« In- uv« Äu*UnM »efctnen Bnz.igrn für brn Hteßener mijr^na frf4rtwt tästNck ■Ü lulnatni' M Äeniag«. Wer Ho bem Anzeiger »scheu Nick» viermal bfigelegt RtHiMon, rxveditian und Druckerei: >4nr|r*|c Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hi«tz«K. Fernsprecher Rr. 51. Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gießener ^Inseiger" für daS 4 Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst em. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Otten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" serncr in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bttngen, desgleichen wird den Begebenhellen in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Thell werden. Der in der Provinz Oberhessen bettiebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- wetthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- stchttgung zu Theil werden lasten, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, HauScvirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Arnkeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten llnterhaltungsstoff bieten. Die „(Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntckgs) ^eigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schttststeller anziehenden Unter- haltungsstoff auö dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswitthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeigen Brühl'sche Univ.-Bnch u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Hemmvorrichtung, 1 Spazierstock, 1 Taiwenmtffer, 1 Rock, 1 Hundehalsbaud, mehrere Schlüssel. Zugelaufen: 1 Stallhase. Stehen, den 1. October 1898. Großherzoglichts Polizeiamt Gießen. Muhl. Deutsches Reich. Darmstadt, 30. September. An» Fürstenstein, 29. September, wird der „D-trmst. ßtg/ telegraphisch gemeldet : Ihre Königlichen Hoheiten der Groß Herzog und die Großherzogin mit Prtnzeifin Heinrich XV. von Reuß tegabev Sich mit mehreren Herren nod Dameo, sowie Aller- höchstlhrem Gefolge heute früh nach Bahnstation Rieder» Salzbrunn und per Eisenbahn nach Hirschberg, von da zu Bogen nach Schloß Fischbach. Die Allerhöchsten Herrschaften emben daselbst von Forstafftffor Mettenheimer empfangen - später hatten noch Audienz bet Seiner Königlichen Hoheit der stühere Hofmarschall Seiner Königlichen Hoheit deS Prinzen Adalbrrt von Preußen v. Sr. Pau!, Pastor Kölbtng, Pfarrer vrabik und Pachter Voß. Rach vierstündigem Aufenthalt folgte die Rückfahrt über Bahnstation Schildau nach Fürstenstein. Der Aufenthalt der Allerhöchsten Herrschaften Hierselbst wird voraussichtlich bis Montag, den 8. Oktober verlängert. Berlin, 30. September. Der Aufenthalt des Kaisers in Rowtnten ist bis zum 6. Oktober in Aussicht genommen. Fall» da» Wetter gut ist, bleibt die Kaiserin ebenso lange dort, sonst fährt sie einige Tage ftüher nach dem Reuen Prlais zurück. Berlin, 30. September. Die „Post" bezeichnet die Blättermelduug, wonach die Eonferenz behufs Ergreifung vouMahregeln zum Schutze gegen dieAuarchtsten Anfang» November etnberufen werde, al» nnrichttg. E» steht auch heute noch nicht fest, ob überhaupt eine Cooferenz zusammentritt oder ob nur wichtige diplomatische Verhandlungen von Eabtvet zu Labtnet ftattfiuden werden. Berlin, 80. September. Der Schankwirth Otto S ar rach, der gestern seine Frau zu tödten versuchte, ist von der Eriwiual'Polizei verhaftet worden. Er be- haupttt, in der Trunkenheit die That au seiner Frau verübt zu haben. Berlin, 30. September. Der ,öoff. Zig." wird au» London ttlegrophin: Au» dem Haag wird den ,Datly New»" gedrahtet: Der tranlvaalische Gesandte Dr. Leyds habe Berlin verlaffen, ohne den Kaiser gesprochen zu haben. Er mußte sich mit dem versprechen begnügen, der Kaiser werde ihn ein andere» Mal empfangen. In Abwesenheit de» Staat»secretär» v. Bülow wurde L.yds vom Wirklichen Geheimen Rath v. Derenthall empfangen und zwar mit folgenden Worten: Namen» Seiner Majestät habe ich Ihnen den dringenden Wunsch de» Kaisers au»zvd,ückeo, daß Sie und Ihre Regierung zum Mindesten aufhören sollten, in deutschen Zeitungen gegen da» anglo-deut'che Abkommen zu agittren. LtydS legte Verwahrung gegen diesen Vorwurf ein, aber Derenthall zuckle die Achseln und antwortete kühl, er habe sich seine» Auftrage» entledigt und könne weiter nichts sagen. Berlin, 30. September. Die Blättermelduug, daß einzelne Theile de» deutsch-englischen Vertrages dem im nächsten Monat zusammentrtlenden Colouialrath «itgetheilt werben sollen, wird von der »Post" al» unrichtig bezeichnet. Da» Blatt weist nochmal» darauf hin, daß beide Coutrahenten dir Geheimhaltung de» Utbereinkommen» verabredet haben und daß der Zeitpunkt ber Veröffentlichung noch nicht bestimmt werden kann, weil er von dem Eintritt gewisser Umstände abhänge. Au» diesem Grunde habe auch eine Vorlegung de» vertrage» im Colonialrathe noch nicht in» Auge gefaßt werden können. Kiel, 30. September. Die Prinzessin Heinrich kehrt am 16. Oktober von Licata zurück, vor ihrer Reise nach Ktau-Tichou macht sie einen mehrtägigen Abschiedsbesuch am Satserhof. Köln, 30. September. Die ,Röln. Ztg." meldet au» Madrid: Die Lage auf den B'soya-Juseln hat sich infolge der Landung der Tagalen bedeutend verschlimmert. Die Tagaleu schtsiten sechs Kanonen und viele Munition an», ermordeten verschiedene Osfiztere nebst ihren Famtlien. Die spanischen Beamten flüchteten. Die Regierung beschloß, durch den sronzöst chen Gesandten Lambon einen energischen Protest nach Washington za richten. Anstand. Dien, 30. September. Im wetteren Verlauf der heutigeu Reich»rath»sitzung erzielte die Oppositionspartei einen überraschenden Erfolg. Der von den deutschen Großgrundbesitzern gestellte und vom Grafen Thun kategorisch bekämpfte DringlichkeitSautrag, die Regierung solle dem Hause die Abmachungen bekannt geben, welche Ungar« gettoffen, fall» der Ausgleich aus parlamentarischem Wege nicht stau finden könne, wurde mit 172 gegen 162 Stimmen angenommen. Dir nächste S tzung findet Montag statt. Budapest, 30. September. Die Identität de» unter dem verdacht, ein Attentat auf den rumänischen König geplant zu haben, tu Orsowa verhafteten Iudtotduum» Ist oun- mehr festgestellt. Dasselbe tst ein beschäftiguog»loser Photograph Namen» Georg Bo»covtc», aus Belgrad gebürtig. Er leugnet jedoch jede verbrecherische Abficht. Paris, 30. September. Esterhazy erklärt io der .Libre Parole", er habe Frankreich verlaffen ersten», um in England wegen der Veröffentlichung seiner Memoiren zu uoterhaudelu, und zwetteu», weil er etugrseheo habe, daß »au ihn in amtlichen Kreisen in da» verderben stürzen wolle. Der .Ganloi»" sagt, wenn die Broschüre Esterhazy» Mit- theilungev enthalten sollte, welche die Sicherheit de» Staates 1 gefährden, so werde die Regierung Maßregeln zur Htnter- ttetbung der Veröffentlichung der Broschüre ergreifen. Pari», 80 September. In Regieruugskretsen wird versichert, daß demnächst rin Meinungsaustausch zwischen der französischen und der englischen Regierung statlstuden werde bezüglich einer freundschaftlichen Beilegung der Faschoda- Angelegenheit. Paris, 28. September. General Chanoine. Wie lange daS Ministerium Brison und mit ihm der jetzige KriegS- minister noch in Amt und Würden verbleiben, ist zwar ungewiß. Um so intereffanter vielleicht ist eS, den Anhaltspunkten über sein früheres militärisches Leben uachzugehen. General Chanoine, am 18. December 1835 zu Dijon geboren, ist aus dem ehemaligen GcneralstabScorpS hervorgegangen. Als dieses im Jahre 1880 aufgelöst wurde, ward den Mitgliedern die Wahl der Waffe freigestellt und Chanoine entschied sich für die Cavallerie. Schon früh hatte Auszeichnung vor dem Feinde ihm das Kreuz der Ehrenlegion eingetragen. ES war dies im Jahre 1856, als er — dem 1. Zuaven-Regimente zur Dienstleistung überwiesen — bei einem Unternehmen gegen die Kabylen an der Spitze der stürmenden Truppen in eine vom Feinde tapfer vertheidigte Redoute drang. 1859 zum Hauptmann befördert, nahm er unter dem General Cousin-Montauban am Feldzuge deS nächsten Jahres in China theil,- sein Verhalten bei der Einnahme des verschanzten Lagers von Tong to wurde durch Verleihung des OsfiziergradeS des erwähnten OrdenS belohnt. Als Generalstabschef deS nach der Heimkehr der übrigen Truppen in China zurückgelassenen Besatzungscorps blieb er alsdann noch ein Jahr im fernen Osten, und 1866 ging er zum zweiten Male dahin, um zunächst an der Spitze einer nach Japan abgeordneten militärischen Gesandtschaft, dann als Militärbevollmächtigter am Hofe von Peking Verwendung zu finden, wo er bis 1868 blieb. Nach der Rückkehr in daS Vaterland gehörte er zunächst dem Stabe des Generals Bourbaki an- bei Ausbruch des Krieges gegen Deutschland aber trat er zu dem des Generals Froffard, welcher damals daS Commando des II. CorpS der Rhein-Armee erhielt, und mit diesem gerieth er durch die Uebergabe von Metz in Kriegsgefangenschaft. Von 1878 bis 1880 war Chanoine als Oberstlieutenant der Botschaft am kaiserlich russischen Hofe zugetheilt, nach seinem Uebertritt zur Cavallerie commandirte er daS 14. Jäger-Regiment. Seit fünf Jahren stand er an der Spitze der zuletzt von ihm befehligten Infanterie-Division. — Aus Faschoda verlautet, Marchavd habe keinerlei Vollmachten der fraozöfischen Regierung aufweisen köanen, als er von dem Strdar darnach gefragt wurde, habe aber da» Land sür Frankreich in Anspruch genommen. Uebrigeus war er sehr erfreut darüber, daß ihm der Sirdar Lebensmittel zur Verfügung stellte. Er war ohne alle vorräthe nach Faschoda gekommen und würde sich deshalb bald gezwungen gesehen hatea, den Ort zu verlaffen. Offenbar hat seine mit ihm am 10. Juli in Faschoda eingetroff ne, aus acht Osfizteren, vier weißen Uateroffizieren und 120 Senegalesen bestehende Truppe sehr gelitten. Sie war im April 1897 vom Abavgkt abmarschtrt und hatte zwei 18 Meter lange zerlegbare Kanoneuboote und drei 15 Meter lange Frachtboote (aus Aluminium), zusammen 7000 Lasten außer den eigenen Voriäthev, Über 1000 Kilometer weit, bis zum Suhe, einem Redet fluffe deS Bahr-el-Gasal, zu tragen. Die Eingeborenen mußten mit Gewalt zu Trägern gepreßt «erden. Jeder Widerspenstige oder Ausreißer wurde auf der Stelle erschaffen, worauf die Kameraden angeblich sofort sich auf die Leiche stürzten, am dieselbe aufzufteffen. viele Soldaten der Truppe find unterwegs umgekommen, von Suhe tst Marchand mit seinen Leuten auf den Schiffen den Bahr-el-Gasal hinab in den Nil bis Faschoda gefahren. Washington, 30. September. Im Staat Louisiana find In den letzten Wochen 43 Fälle von gelbem Fieber vor- gekommen. 15 davon nahmen einen tödtltchen Verlauf. Im Staat Mississippi bettägt die Anzahl der Erkrankten 174, die der Sterbesälle 74. Sh et 6. Der Beschluß der vier Mächte, für den Fall des Abzuges der türkischen Truppen von Kreta de» Schutz der Mohammedaner zu übernehmen, wird englischer- seits nach hier stattgehabtem Meinungsaustau'ch dahin au»- gelegt, daß dieser Schutz nur soweit in der Pfl cht des Vter- bunbe» liegt, als er bisher von den türkischen Truppen geleistet werden konnte. Mögen sich die drei andern Mächte des BierbuudeS dieser Auffaffnug anschlteßen oder nicht, so hat doch schon die Erörterung dieser Frage zwischen den Cabtnetten etwas ganz außerordentlich Lehrreiches. Zunächst wird damit ohne Beben» zugegeben, daß der bisherige Schutz durch die türkischen Truppen kein vollkommener gewesen ist und die Politik de» Bterbuvde», die eine Verstärkung der türkischen Garnisonen verhindert hat, ohne selbst den vollkommenen Schutz der Mohammedaner (sodaß sie in da» Innere hätten zurückk-hren können) zu übernehmen, erscheint in unserer so viel mit ihren Bestrebungen für Gerechtigkeit und Menschlichkeit prunkenden Zeit tu recht trübem Lichte. Sodann erlaubt die englische Auslegung die Schlußfolgerung, daß nicht alle Mächte, die ihre Truppen nach Kreta gesandt haben, die» tu selbstloser Absicht gethan haben. Denn, da die Christen keinen Schutz brauchteu — au» den Städten waren sie geflohen, und da» Innere war bi» auf wenige Tausend Schritt von den türkischen Wällen überall in ihrem Besitz — und da die Mohammedaner anerkanntermaßen nicht einmal durch die türkischen Truppen, die in erster Linie zu ihrem Schutze berusen find, genügend geschützt waren, die fremden Truppen da» Maß de» Schutze« aber nicht zu steigern berufen waren (nach englischer Auffasiaog), so fragt man sich, wa» also sollen die fremden Truppen? Schließlich erlaubt die Auffafiung auch einen Blick in die Zukunft. Die türkischen Truppen sollen die Insel verlaffen, die fremden Truppen aledann den Mohammedanern dasselbe Maß von Schutz augedethen lassen, wie bisher die türkischen Truppen, und dann soll die alleinseligmachende Autonomie beginnen. Mit anderen Worten: den Schutz der etwa in da» Innere zurückkehreoden Muselmanen übernimmt Niemand. E» war gewiß nicht immer in früheren Zeiten angenehm, als Christ auf Kreta zu wohnen, al» zahlreiche türkische Heere die Insel dem Halbmond sicherten. Heute aber, wo jene Zeiten längst vorbei find, wo fich der Christ im Innern auf den Trümmern mohammedanischer Habe mit dem Schein de» Rechts als Sieger fühlt und wo Europa d;n Grundsatz, gleiches Recht für Alle, vergessen hat, ist der mohammedanische Kreter der getreteuste, durch Mord, Hunger, ErwerbSlofigkeit und durch Verträge, Beschlüsse und Entschlüsse Europas geqnälteste Zeitgenosse auf europäischem Boden. Köln. Ztg. — Auch jetzt noch dehnt fich die aufständische Bewegung auf den Philippinen immer mehr au». Die Aufständischen empfingen Verstärkungen und Waffen, um die Bewegung noch weiter zu verpflanzen. Sie griffen mehrere Provinzen auf der Insel Luzon au und tödteten einige GenS- darmerte Offiziere und deren Familien. Die Goovrrueure und die übrigen Beamten find nach Jlo-Jlo und Manila entflohen. Sehnlich ungünstig scheint eS auf den bisher noch wenig vom Aufstande berührten vtsayaS-Jnseln zu stehen, wo die Aufständischen fich im Besitz von Geschützen befinden. — Die „Correspoudencta" wirst nun den Amerikanern vor, daß fie die Erhebung duldeten und fordert die Regierung auf, durch den in Paris tagenden FriedeuSauSschuß Etnspeuch hiergegen erheben zu lasten. Locale» nnd provinzielle»* Gtetzeu, 1. October 1898. * * ProviuzlalauSfchubfitzuug. SamStag den 8. October 1898, vormittag« 9 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung de» Provtnztalau»fchusseS der Provinz Oberhesseu mit folgender Tagesordnung statt: 1. KreiSstraßenaugelegeu- hüten. 2. Die Errichtung eines LroerhaufeS durch die Firma Wilhelm Zurbuch in Gießen. 3. Klage de« Ort»- armenverbaudeS Beienheim gegen die Ort»armenvrrbäude Dorheim und Schwalheim wegen Unterstützung der Familie de» Georg Meier III. zu Beienheim. 4 Antrag de» H Küchel in Butzbach auf Enteignung von Gelände in Gemarkung Zell zu bergbaulichen Zwecken- hier: Kostevfrstfetzuug betr. 5. Klage de» OrtSarwenverbandrS Offenbach a. M. gegen den OrtSarmenverband Heldevbergen wegen v«r weigerte« Unterstützung für Friedrich Faulstich zu Heldenbergen. * * HandferttgkeitSuuterricht. Wie alljährlich, so wird auch in diesem Winter hier tu Gießen Havdfer tigkeitS- unterricht ertheilt. Anmeldungen zur Thetlnahme an diesem nützlichen Lchrgegenstand werden SamStag den 1. Octobrr d. I., Nachmittag» 3 Uhr, im Schulhause der Han^werkerschule am Asterwrg rntgrgengeuommru. Die ver- ehrlichen Eliern, deren Knaben den Unterricht besuchen sollen, seien besonder» auf die Anmeldezeit aufmerk am gemacht, da Nachmeldungen wegen deS starken ZudraagrS nicht berückfich- tjgt werden können. * ♦ btadttheater. ES wird uns mitgetheilt, daß die vorgemerkten Plätze an Sonntagen bi» 121/» Uhr refervirt bleiben. * * Zu selbstmörderischer Absicht schoß fich in verflosteuer Nacht auf einer Baak tu dec Südanlage ein Briefträger von hier zwei Kugeln in den Hal». Derselbe wurde, da die Verletzungen nicht lebensgefährlich erscheinen, in seine Wohnung gebracht. * * RadsportticheS. Da» Programm zum Herbst- Radrennen ist erschienen. Danach sind besonder» die Meldungen für die Berufsfahrer-Rennen sehr gut besetzt. Außer Franz verhetzen wird auch deffrn älterer Bruder Alex verhetzen am Start erscheinen, der al» Rennfahrer einen guten Ruf hat- ebenso werden störten die tu Gießen von früheren Rennen her wohlbekannten Be ck e r-Worm» und Conrad Lautermann.Darmstadt. Bet dem Fahren um den Ehrenpreis der Deutschen Spott-Behörde, offen für Herreufahrrr, find zwei Vorläuse in «u-ficht genommen. Bum Fohren um die Meisterschast von Süddeutschlaud für Berufesahrrr verzeichn« das Programm 10 Nennungen. Sollten die Genannten sämmtlich am Start erscheinen so würden auch hierbei Borläufe fich nicht vermeiden lasten. Auch beim Fahren um den CuratoriumS-Wanderprei«, den der Weltmeister Paul Albert-Btebrich zu vettheidigeu hat, find zwei Borläufe erforderlich, ebenso beim Niederrad-Bor. gabefahren für Berufsfahrer, zu dem 17 Nennungen vor- liegen. Da» Fahren um die Meisterschaft für Süddeutsch, land, 25 Km., für Herreufahrer, weist 10 Nennungen auf; hier verbietet die weite Reise (627, Runden) die Vorläufe von selbst, da vorau»zusehen ist, daß, selbst wenn alle Genannten dieselben antreteu, doch ein Theil von diesen vor dem Ziele abstoppt. Wir erfahren übrigen», daß Paul Albert, der erst heute Morgen hier anlaugte, ein Motor-Zweirad für da» 25 Km. Rennen, bet dem Schrittmacher zugelaffrn find, für diesen Zweck bet fich sührru soll, ferner sollen verschiedene Sech»-Sttzer auf der Bahn al» Schrittmacher erscheinen, darunter der al» 100,000. Rad in den Adler-Fahrradwerken gebaute Sechsfitzer. — Am Dienstag Nachmittag beabfichtigt übrigens Ludw. Opel, auf dem Ntederrad an der Hardt intereffante Rekordversuche auf 400 Meter zn machen, dem fich gleiche versuche auf dem Tande« durch Opel-Duill auf die gleiche Strecke anschlteßeu. — Die Preise find im Erker des Herrn H. Noll, MäuSbnrg, ausgestellt. • • Postalisches. Bon jetzt ab können Postpackete ohne Werthaogabe und ohne Nachnahme bis zum Gewicht von 3 Kilogramm nach Bolivien auf dem Wege über Hamburg und Chile versandt werden. Die Postpackete wüsten sravktrt werden. Die Taxe beträgt 4 Mk. für jede» Packet. Ueber die Berseudung»bedtuguugen ertheilen die Postaustalteu nähere Auskunft. • • Wetterbericht. Die Luftdruck - Bertheiluog erfährt nunmehr in verhältnißmäßig kurzem Zeitraum rasche Aeude- rungen. Eine gestern vor der trtschen Westküste btfindliche Depression ist auf südöstlicher Bahn fortgeschritten und liegt daS Ceutrum heute über dem Canal. Bon dort breitet fich dastelbe weiter au« und steht mit einem zweiten Gebiet niederen Drucke», welche» den Süden und Osten de» Erd- theil« bedeckt, in Verbindung. Auch über Dänemark ist noch ein kleine» Minimum zu erkennen. Ueber dem äußersten Nordwesten Europa» lagert ein barometrisches Maximum von ziemlicher Intensität. — voraussichtliche Witterung: Meist trübe« Wetter mit Niederschlägen. Oppenheim, 29. September. Der Fuhrmann Georg Henninger von SiockstaSt fuhr gestern mit einem Zwei- spänner Holz nach Mommenheim. Gegen 9 Uhr Abend» kam da» Fuhrwerk an da» Fahrt zurück, wo das Unglück Posslrte, indem die Pferde die Barriere der Landebrücke durchbrachen und, während die Fliegende Brücke inmitten de» Rhein» war, über die Landebrücke htnau» in den Strom fuhren, ohne daß fich der Führer, der schlafend auf dem Wagen saß (!), retten konnte. Obschon sofort von Seiten de» Brückeupersonal» zu Hilfe gee-lt wurde, war keine Rettung mehr möglich. Die starke Holzbarriöre, die vorschriftsmäßig zulag, war wie ein Streichholz in zwei Theile gebrochen. Die Pferde wurden heute Morgen gelandet. Schwurgericht. W. Gießen, 1. Oclober 1898. Gestern wurde gegen Wilhelm Schäfer von Hassel- bach und Heinrich Dührkop von Gambach, beide 19jährige Burschen, welche in Gießen tu Arbeit standen, wegen eine» in der Südanlage versuchten Stttlichkeitsverbrecheu» verhandelt. Die Verhandlung wurde hinter verschlossenen Thüren gesührt. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete gegen beide Angeklagte auf N'6 lschuldig, worauf der Gerichtshof ein freisprechende» Urtheil fällte. Heute Vormittag wurde in die Verhandlung gegen den 37 Jahre alten LandwirthJohanne»Schmidt von Eudorf, wegen Meineid eingetreten. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch, al« verthetdiger fungirt Rechtsanwalt Grünewald. E« find im Ganzen 26 Zeugen zu hören. Der Angeklagte behauptet, das ihm zur Last gelegte verbrechen nicht begangen zu haben. Der Angeklagte soll in der Anklagesache gegen die Viehhändler Israel Lorsch von Alsfeld und Isaak Spei er vor dem Schöffengericht Alsfeld sowie am 15. Februar 1898 vor der Strafkammer Gießen wiffent- lich falsch geschworen haben. ES dreht fich bei der Angelegenheit um Biehhändel, aus denen fich ein Civilproceß de» Angeklagten gegen Lorsch und Speier wegen Rücknahme eines Stück vieh's entwickelte. Nebenher hatte der Rechtsanwalt Dr. Fuhr, der den Angeklagten vertrat, gegen die Handelsleute auch eine Anzeige wegen Betrug» erstattet. ES kam zur Verhandlung dieserhalb vor dem Schöffengericht in Alsfeld und der Strafkammer Gießen, und hier beantwortete Schmidt damals, als Zeuge vernommen, auf die Frage des Verthetdiger» von Lorsch und Speier: ob er, der Zeuge, zu mehreren Personen fich geäußert habe, wenn er gewußt hätte, daß Lorsch bei dem Handel mit der Kuh betheiligt sei, so hätte er denselben nicht gemacht, der wäre ihm nicht auf den Hof gekommen, glatt mit Nein und diese» „Nein" soll der Wahrheit zuwiderlaufen. Der Vorfitzende, LandgerichtSrath Müller giebt zum besseren Verständuiß den Geschworenen folgende» Bild der Kuhhändel, die hier eine Rolle spielen. Der Angeklagte machte mit Isaak Speier schon lange Viehhändel und war auch mit dem Handelsmann zufrieden, bi» auf eine Kuh, die er im December 1897 gekauft, mit der er aber nach verschiedener Richtung hin unzufrieden war. Speier wollte da» Thier nicht zurücknehmru und e» wurde von Schmidt ein Anwalt beauftragt, die Klage einzuleiten. Der Handelsmann Lorsch von AlSseld hörte von der Differenz seine» Coucurenteu mit Schmidt- er hatte ebenfalls eine Kuh im Siallc, die er wegen verschiedener Mängel hatte zurück- nehmen müffen und begab fich zu Speier - beide Viehhändler einigten fich dahin, man wolle dem Schmidt die Kuh des Lorsch, welche dieser erst im Stall für den Handel präparier hatte, aufhängen und Speier solle sein Thier zurück- nehmen. Der ganze Handel sollte aus gemeinsame Rechnung gehen. Lorsch ging nun zu Schmidt und machte dem Speier da« Thier, da» Jener noch im Stalle hatte, schlecht, strich seine Kuh aber desto mehr heraus, und so wurde der An- geklagte zu dem neuen Handel geneigt gemacht, nachdem Speier sein Thier zurückgenommen. Al» der Biehhändel Lorsch.Schmidt im Gauge war, kam Speier wie zufällig auf ben Schmidt'schen Hof und lobte nun da» Thier de» Lorsch, sodaß der Handel zu Stande kam. Al» die Lorsch'i'che Koh aber einige Tage im Schmidt'schen Stalle gestanden, da fiel dieselbe zusammen und gab nur noch wenig Milch, und nun kam eS zu dem Civil-Proceß zwischen den Parteien wegen Rücknahme der Kuh. Dieser Proceß durchlief alle Instanzen und ging für die Handelsleute verloren, nachdem der Kläger den ihm auferlegten Eid geleistet. Der Strafprocrß gegen die Viehhändler Lorsch nnd Speier hat mit Berurtheilung des einen zu vier Wochen Ge- fäugniß geendet. Der al» Zeuge vernommene Isaak Speier von Angenrod stellt allerdings den ganzen Biehhändel als für ihn unverfänglich bar. Der Zeuge deponirt, der Civilproceß, wegen Rücknahme der Kuh sei in letzter Instanz verloren gegangen, weil der damalige Kläger Schmidt den ihm auf- erlegten Parteieid geleistet hat, der dahin geht, daß der zweite Handel nicht etwa mit Speier allein, sondern mit Speier und Lorsch gemeinsam abgeschlossen. Speier erklärt, daß der Angeklagte s. Zt. seinen Civilproceß gegen ihn durch die Eidesleistung nicht gewonnen habe, er sei verurtheilt worden auf Grund der Beweisaufnahme. der Lett für di« Bor 6 Jahren, am 2. October 1892, starb in Pari» Ernst Renan. Bon Hau» aus katholischer Theologe, hot er Hervorragende« als gelehrter Oriental,st, al« Historiker und al« Belletrist geleistet und durch feine „Origines du Chrietianisme“, deren erster Band da« vielumstrittene „Leben Jesu" b Idet, auf vielfach an David Strauß erinnernde Weife in die theologische Debatte der Zeit eiagegrifftu. Renan wurde am 27. Februar 1823 zu Tagner (Cote» du Nord) geboren. Bor 178 Jahren, am 8. Octobcr 1720, wurde in Ansbach der Dichter Johann Peter Uz geboren. In seinen Gedichten übertrifft er alle Genossen seiner Schule durch Leichtigkeit, Reinheit und Eleganz seiner Darstellung. Zu seinen schönsten Liedern gehört d e Ode „Theodtce", die mit den Worten beginnt: „Mit sonnenhellem Angesicht stieg ich zur Gottheit auf I* Der Dichter starb am 12. Mai 1796 in seiner Vaterstadt. Eingesandt. Gieße«, 30. September 1898. Betreffs der kirchlichen Armen- und Krankenpflege tn der JohanneSgemeinde, insbesondere betreffs deS Dienstes der zwei Gemeindeschwestern, sei in Beantwortung vieler Anfragen und Bitten Folgende« mitgetheilt: 1. Die zwei Schwestern wirken im Dienst deS Pfarramts und Kirchenvorstandes der JohanneSgemeinde; sie stehen mit ihrer Pflegehilfe allen Familien der Gemeinde in Erkrankung»- fällen zu Diensten. Gemäß der zwischen dem Kirchrnvorfiand und dem Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege getroffenen Vereinbarung treten die Schwestern deS Verein» aus der Armenpflege in der JohanneSgemeinde gänzlich zurück und überlassen sie den Schwestern der Kirchengemeirde. ES soll auch hierdurch die mißftändige Dopprlunterstützung seitens deS Vereins und der Kirche in ein und denselben Familien unbedingt vermieden werden. Betreffs der Privat- pflege wurde vereinbart, daß die Vereintzschwestern daS Recht behalten, dieselbe auszuüben in allen Familien, von denen es gewünscht wird, während ebenso die Ktrchmgemeiude- schwestern hierzu überall bereit sind. 2. Die Dienste der Kirchenschwestern werden in allen Familien unentgeltlich geleistet; man wolle den Schwestern für diese selbst niemals eine Geldgabe anbieten. Dagegen wird eS der Kirchenvorfiand gern und dankbar annehmen, wen» die wohlhabenderen Familien aus Dank für die ihnen gebotene Pflegehilfe zur Förderung der kirchlichen Armen- und Krankenpflege eine Gabe sp nden; solche Gaben wolle man dem Pfarrer, Südanlage 8, oder einem der Kirchenvotsteher direct oder durch die Schwestern übermittln. Da diese» x ganze kirchliche Werk zum Besten der Armen und Kranken unter Gottes Segen nur durch freiwillige Liebesgaben aus- geführt wird, so ist eS auch noch der besondere Wunsch de» KirchenvorstandeS, daß die Gemeindemitglieder bei allen freudigen, wie auch traurigen Vorkommnissen im Familienleben der kirchlichen Armen- und Krankenpflege durch eine Zuwendung gedenken möchten; jede solche Gabe wird den Armen und Kranken der Gemeinde zu Gute kommen. 3. Die zwei Diaconissen der JohanneSgemeinde führen in ihrer Mansarde-Wohnung, Diezstraße 15, ihren eigenen Haushalt und verköstigen sich selbst. Jede Gabe an Naturalien, die aus Liebe und Wohlwollen den Schwestern zu ihrem Unterhalt ins HauS geliefert wird, wird deshalb dankbar angenommen zur Freude der Schwestern und auch zur Förderung deS ganzen christlichen Liebeswerkes. 4. Wer die Dienste der Ktrchengemetndeschwestern begehrt, wolle seine Bestellung an Pfarrer Dr. Naumann, an die Kirchenvorsteher, oder an die Schwestern selbst, Diezüraße 15, richten. Die Herren Aerzte, die in Familien der JohanntS- gemeinde thättg find, werden noch besonders gebeten, ein- tretenden Falles die Kranken hierauf aufmerksam machen zu wollen. Anszng aus den StandeOaintsregiste** der Stadt Gieße». Aufgebote. September: 9. Hermann Hugo Carl Strohdach, Locomotiv- Heizer dahier, mit Charlotte Friederike Emilie Wiechard Hierselbst. 24. Heinrich Dörr, Schlosser von Allendorf an der Lumda, mit Katharine Opper von Treis an der Lumda. Eheschließungen. September: 24. Johann Theodor Maximilian Müller, Buchbindermeister dahier, mit Anna Maria Wallbott Hierselbst. 29. Ludwig Carl Martin Diehm, Schutzmann zu Offenbach a. M., mit Anna Margarethe Wilhelmine Spaar Hierselbst. Geborene. September: 22. Dem Schneider Johannes Welter ein Sohn, Hans. 24. Dem Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Keiner ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 27. Dem Schlosser Heinrich Fitzler ein Soh«. 27. Dem Taglöhner Wilhelm Stein ein Sohn, Wilhelm. Gestorbene. September: 23. Helene Wilhelmine Port, 7 Monate alt, Tochter von Taglvbner Konrad Port dahier. 24. Johann Gottlieb Richter, 44 Jahre alt, Gymnasial-Pedell dahier. 25. Katharine Elise Müller, 6 Monate alt, Tochter von Ackerer Georg Müller zu Dutenhofen. 26. Elisabeth Koch. 6 Jahre alt, Tochter von Schreiner Hermaim Koch hierselbst. 27. Eduard Wolff. 83 Jahre alt, Rentner hierselbsi. 27. Ein Kind männlichen Geschlechts, 2 Stunden alt, Sohn von Schlosser Heinrich Fitzler hierseldst. 28. Marie Ottilie Bertha Anna Pfeffer, 2 Monate alt, Tochter von Straßenkehrer Heinrich Pfeffer ** ««ftanb» ?' Xi fl“ im WLwk «o *t «n< %?'" -«.Stz *bl« «.>,« M JÄw-2 V* **** U? DJ b»i01tQ.’ ” ta . W- d-i bn *, lenk«, Bil J “• ®Mir nllin, k' n W btratijitlt 2' ^,l *"$ot|1 *« Zteoliit, 6« «!• Hoilta 1 elnt »Originee du bitluniftxfttent ,2(b(| tteu6 trlnnttnbt 8ei|t : N* Rt°°° 1°« («ottl tu Nvxt) 1720, würbe In M geboren. In fetorn feiner Schule dmch n« Mefluofl. ßtt 6 bit eit ■em AnM< sflrg :b am 12. Mal 179« 30. September 1898. und Krankenpslege l, betreffs bei DtenstlS la ilmotlimg vieler ÄnftijB DitnR deS PsammlS ual ledide; sie stebm mit Ihra Gemeinde In LiKankanzs Ischen dem SllchmvoM Almen- und -rankwpffP i Schwesteni btß BneÄ obmeSgtmdnbt ginjW lern ba Wngttntbbt ilfft hopptlunhrftü^ t In ein und bmstldm ». WWW* txtWwfltxn m4 w m Kamillen, von den» ,n|o bit KKchmsmetvde' itftttn wttbtn bi eta man wolle btn W61 [baabt enbtdcn. ®«H" nb bin»« , Dank für bit Unt» P der IrtWf’Ej - solche ©oben »»««“ 'einem der W* itomltlfl». »i** der Srmm m>b ^ tfoW Liebch-bwE» besondere BjW * ommniffeo tau. Krankenpflege dm» t solche Gibt wirb iu Gatt kommen- ejfflahe 16, «.[giaikit Zede Gabe «e * Jä&W-* n WT. «beten. * jtfSU- sts-**1 >da- ■i«' V1. n,»“w □ffenW® •j Vetter «*#£* liV E er von jiflitnee ’ ,> Mi'- dahier. 28. Heinrich Brück. 59 Jahre alt, Forstwirt dahier. 28. Katharine Jung, ohne Geschäft, 28 Jahre alt, von Hörnsheim. 28. Peter Worch, G Monate mt, Sohn von Bierbrauer Peter Worch dahier. Arrszug aus den Xircbenbfi^em der Stadt (Lieken. Wiaa-ilifche SteeUbt. Getraute. LukaSgemeinde. Den 24 S^>tember. August Peter Jakob Frees, Buchhändler, und Paula Wehn, Tochter btft Kaufmanns Wehn zu Gießen Den 25. September. Johann Theodor Maximilian Müller, Buchbtndermetfter, und Anna Maria Wallbott, Tochter deS Portier- Melchior Wallbott zu Gießen. Johannesgemeinde Den 29. September. Ludwig Earl Martin Diehm, Schutzmann iu Offenbach a. M, und Anna Margaretha Wilhelmine Spaar, Tochter de- Bremsers Georg Spaar zu Gtetzen. Getaufte. MatthäuSgemeind«. Den 25. September. Dem Schlaffer Johannes Roth ein Sohn, Karl Hubert, geboren den 1. Juni. Denselben. Dem Schreiner Karl Andreas Schreier ein Sohn, Karl Martin Heinrich, geboren den 11. Juli. Denselben. Dem Schneidermeister Hermann Eise rin Sohn, Robert Albert, geboren den 27. Juli. Denselben. Dem Königlichen Güterexpedienten Karl Bode ein Sohn, Erntt Ferdinand Paul, geboren den 31. Juli. Marku-gemeinde. Den 25. September. Dem Schneidermeister Jacob Leonhard eine Tochter, Frieda Luise, geboren den 13 Mat. LukaSgemetnde. Den 24. September. Dem Handelsmann Eduard Battenberg eine Tochter, Helene Lina, geboren den 5. September. JohanneSgemetnde. Den 25. September. Dem Schuhmacher Adolf Schwan eine Tochter, Emilie Iobannette, geboren den 9. Juli. Denselben. Dem Postsecretär Ferdinand Budnitz rin Sohn, Earl Wilhelm Ferdinand Otto, geboren den 1. Stptember. Denselben. Dem Kaufmann Otto Schaaf ein Sohn, Otto Ludwig Heinrich, geboren den 13. Juli. Beerdigte. Mattbäu-gemeinde Dm 27. September. Elisabeth Koch, Tochter deS Schreiner« meisterS Hermann Koch, 7 Jahre alt, starb dm 26. September. JohanneSgemetnde. Den 25. September. Gottlieb Richter, Pedell am Gymnasium, 43 Jahre alt, starb den 24. September. Dm 29. September. Eduard Wolff, Rentner, 83 Jahre eit, starb dm 27. September. Neueste Nachrichten. Depesche» des Bureau r$exolb*. Berlin, 1. Octobrr. wie aus Riel gemeldet wird, wird das Ratserliche Caualamt die Pariser öelt«Äul» Heilung 19 00 beschicken mit einem großen Modell der Holtenaner Schleuse sowie einem den Sanni und das umliegende Terrain darstellenden Relief und Plänen über Ban und Anlage des SanalS. Wie», 1. Oktober. Sämmtliche liberalen und oppositionellen Blätter drückm ihre Genugthuung aus über die gestrige Niederlage des Grafen Thun im Parlament. Die ,97eue Freie Presse" schreibt: Graf Thun werde sich Überzeugt haben, daß er im Jrrthurn sei, wenn er glaube, für alle Fälle gerüstet zu sein. Sl gebe noch Männer, welche gewillt und rntfchloffen seien, das Parlament und die Bersaffung zu vertheidigen, trotzdem Graf Thun das Grab für dieselben geschanselt und sich als Erbe des Rrichsraths betrachtet hatte. Budapest, 1. October. Die gestrige Rede BanffhS im Adgrordnetenhause, in welcher er ableugnete, mit Thun irgendwelche Vereinbarungen wegen der Qrote getroffen zu haben, wird allgemein als ein Angriff BanffhS gegen Thun a ifgefaßt. In politischen Reelsen ist man überaus gespannt, wie sich dieser Sonst ct wird beilegen loffen. In später Abendstunde erfolgte an die Blätter die off cielle Verständigung, daß die für heute anberaumte Abgeordnetenhaus-Sitzung ans Montag verschoben worden ist. Man bringt diese auffallende Vertagung mit dem Sonst ct in Verbindung. Stutzlweißevburg, 1. Oktober. Der bei dem Grasen Zlchh aus Besuch befindliche preußische Offizier Baron Schnell schoß bei der Jagd ans einen Hirsch, traf aber einen durch das Gebüsch gehenden Gutsbesitzer so unglücklich, daß alsbald der Tod eintrat. Rom, 1. Oktober. Nach Blättermeldnngen beabfichtigt der Papst, diesmal die goldene Rose der Prinzessin Gisela von Bayern zu übersenden. Paris, 1. Oktober. Mehrere Schriftsteller haben beschloffen, der Gesellschaft der Schriftsteller vorzuschlagen, Zola bei seiner Rückkehr einen großartigen Empfang zu bereiten. Zola habe für die Schriftsteller das gethan, was P cquart für die Aimee und Jauräs für die Ehre des Parlaments gethan habe. Man wird ihm infolgedessen bei seiner Rückkehr ein großartige- Festessen darbieten. Paris, 1. Oktober. Der „Figaro" meldet auS Cayenne, Dreysus wiffe von Allem, was augenblicklich vorgehe, nichts. Die Briese, welche ihm zugehen, werden vom Gouverneur aufs Eingehendste geprüft, ob sich nicht darin die geringste Anspielung auf die jetzigen Ereigniffe vorfindet. Paris, 1. Oktober. Die Radikalen bereiten eine Interpellation vor bezüglich der Auslaffungen Ram- baudS über die Erklärung des Eabinets Mäline in der Dreyfus-Angelegenheit. — Die Agitation zur Freilassung Picquarts und zur Absetzung Zurlindens nimmt berartige Dimensionen an, daß die Militärkreise beunruhigt sind. Wie verlautet, beschloß der Ministerrath die Absetzung ZurlindenS, aber Präsident Faure widersetzte sich dieser Maßregel. — Nach einer Blättermeldung flößt das Befinden deS Generals BotSdeffre seiner Familie Besorgniß ein. — Zwischen Brisson, Garri en und dem Rrtegsminifter Chanoine schweben Verhandlungen wegen einer Veränderung der Situation deS Obersten Picquart. Die Untersuchung gegen ihn dürfte bis nach der Entscheidung in der Revisionsfrage suspendirt werden. Picquart würde in Haft bleiben, aber nicht mehr in geheimer, sondern in gewöhnlicher. Paris, 1. October. Der „Gaulots" hat einen Freund des General-ProcuratorS Manau interviewt. Dieser erklärte, Manan beschäftige sich mit nichts Anderem alS mit der Erwägung, ob die Fälschung des Obersten Henry nicht eine neue Thatsache sei, welche gesetzlich erforderlich sei, um die Revision des Dreyfus-ProzeffeS zu ermöglichen. Landin, 1. October. Die Delegtrten der englischen Grubenarbeiter, wtlche die Vertreter von 917000 Bergarbeitern find, nahmen gestern mit großer Mehrheit folgenden Beschluß an, welcher den Grubenbesitzern unterbreitet werden soll: 1. 2I/iprocentige Lohnerhöhung vom 1. Januar 1898 bis 1. Januar 1899. 2. vom 1. Januar 1899 ab biß 1. Januar 1901 werden die Löhne nach beiderseitiger Vereinbarung festgestellt. London,!. October. Der Lord-Mayor hat dem General Ritchener telegraphisch mitgetheilt, daß er zum Ehrenbürger der Stadt London ernannt worden sei. Die Ernennung wird d-m General vollständige Steuer-Freiheit gewähren. Sobald die Antwort des Generals in London eintrifft, soll ihm zu Ehren ein Gala-Essen veranstaltet werden. London, 1. Oktober. Die Frau und Tochter deS ans der Gefangenschaft des Rhalifen befreien Rarl Neufeld reisten gestern nach Rairo ab. Ropenhagen, 1. Oktober. Die Leiche der Rönigin Louise wurde gestern Abend in Gegenwart der Königlichen Familie ans Schloß Bernstorff in den Sarg gelegt und dieser dann verlörhet. Der Raffer und die Raiserin von Rußland sowie Repräsentanten aller europäischen Länder werden hier am Hofe zu den Trauerfeierlichketten erwartet. Der Ltichenzug wird von Bernstorff durch die Hauptstadt nach dem Dom in Rötk lde geführt, wo die Beisetzung am 12. Oe tober stattfindet. Madrid, 1. Oktober. Die Regierung ist in großer Verlegenheit, was sie mit den zahlreichen auf Saba und Portorico ansässigen Spaniern, die nicht unter awer ka- nischer Herrschaft bleiben wollen, thnn soll. Ihre Zahl beläuft sich auf etwa 200.000, von denen die Mehrheit ans Staatskosten nach Spanien zuröckoesördert werden sollen. Lissabon, 1. Oktober. Der hier versammelte Preß- Son gr eß hielt gestern seine letzte S tznng ab. Der nächste und zwar der 6. Songreh wird in Rom abgehalten werden, der 7. in der Schweiz, der 8. in Rarlsbad und der 9. i» Heidelberg. Brodpreise vom 2. bis 16. Oktober 1898. Der öirflgru Bäcker. 1 Kg. (2 Psb.) Tafridrod......28 Pta 2 Kg. (4 Pld.) Taselbrod......56 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......26 . 2 Kg. (4 Md.) Wrißbrod......52 , 1 Kg. (2 Mb.) Schwarzbrot»......24 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot».....48 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bet L. Stetnmüller, Gr.-Ltnden 24 Pfg. L. Schmidt, Gr.-Linden 24 , W. Weitzel von Lang-GönS 24 , W. Fabel von Wieseck 24 „ C Pott von Wieseck 27 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Job. Kd. ® Uhr, soll das Obst (Zwetschen) der Ge- meinde Watzenborn-Steinberg versteigert werden. 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