Nr. 231 Drittes Blatt.Sonntag den 2. October 1898 tL.NI ■it lulnabtxr btt »•utagl Die •«fcmtt ■erbot brat Injfigrr ■Mcntlid; »itrmal »rigdtgL Weßener Anzeiger btcrtdt5Nrt*1 S »art 90 ■leeethl 7 b t*, Bit UnnftTtnr- 1 »ad 60 tkrtr'.tiMM eee Inzeigra zu brr Nachmittags für ben M|rti>n t*. erlchnvnrbru Nummer btt ••rat. 10 Q*t. Heneral-An^eiger KBt Inittgen.Bmnittiimglttflm M I«. «ab ' rri( nrbmrn »ozeign» Rr bat Gtetzener t t Aints- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. ■***•*, tn>fbttln wnb Druckerei. >lB(ite|« Mr 1. — -X— ■!■ " *■ t 1 1! 1. . -L. ,, IISI,I ± ■0.10-4 LL’tL'UJLU . -» t Gratisbellage: Gießener FamilienLlaüer. Adresse für Depeschen: f litte. Fernsprecher Nr. 61. Amtlicher Theil. Gießen, den 30. September 1898. Vetr.: Die Controlle der Bierdruckapparate. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen e* Wie «rosth. Bürgermeistereien der Land- gemeinden deS Kreises. Sie wollen binnen 8 Tagen die Zahl der Wtrthe ein- berichten, welche Bierdruckapparate in Gebrauch habe». I. 33.: Dr. Wagner. politische Wochenschau. Auf dem Gebiete der inneren Politik herrscht noch immer Windstille, und es verlohnt fich eigevtl ch kaum, derselben Er« wähnung zu thnn- es ist wie jedes Jahr um diese Zett: hinter den Couliffen wird emsig geardettet, und nur selten dringt etwas von dem, was für Reichstag und Landtag vor« bereitet wird, in die große Orffentlichkeit. Der Kaiser weilt, nachdem in seiner Gegenwart die neuen Stettiner Hafen« anlagen eiogeweiht worden find, zur Jagd In Romtvten - bie Minister find auch noch nicht wieder vollzählig in Berlin versammelt, n. A. treffen der Reichskanzler und der Staatssekretär des Auswärtigen erst dieser Tage io der Reichs- Hauptstadt ein. Die Sorglosigkeit, der fich unsere maßgebenden Kreise htogebev, ist wohl der beste Beweis dafür, daß Deutschland allen Vorgängen im Auslände gegenüber sehr unbefangen sein kann. Die aus dem chineftfcheo Reiche etogrgangeuen alarmirenden Nachrichten haben wir bereits eines besonderen Artikels gewürdigt- es bleibt nur noch nachzufügrn, daß der Tod des Kaisers Tsai tieu fich nicht bestätigt hat und daß unsere Annahme ganz richtig war, wonach der Kaiser nicht die Regentschaft seiner Mutter übertragen hat, sondern daß die letztere die Regierung einfach an fich riß. Nun wird es wohl vorläufig mit den Reformen, die der Kaiser angeblich geplant hatte, nichts sein, und das Mandarinenthum mit feine« starren Festhalten am Althergebrachten hat wieder einmal den Steg davon getragen. Das intereffanteste Land ist unzweifelhaft gegenwärtig Frankreich, welches fich in Extremen gefällt. DaS .Rieder ■rit DreyfnS" hört man kaum noch, uub wenn man von den Ehauvintsteu und Antisemiten abfieht, so ist wohl heute die ganze Ration mit der Wiederaufnahme des Drryfus-Prozeffes einverstanden und begreift nicht, weshalb mau fich so lange dagegen gewehrt und unnützer Weise so viel Staub auf- gewirbelt hat. Die Reviflou ist beschlossene Sache, ob sie aber mit der erforderlichen Beschleunigung vor fich gehen wird, erscheint sehr fraglich, da immer neue Schwierigkeiten, besonders formaler Natur, zu überwinden find. Daß der Etofloß deS Geueralstabs noch nicht gebrochen ist, zeigt übrigens die Weiterentwickelung, welche der Fall Ptequart erfahren hat- trotz des Einspruchs der Eivtlbehörde ist der Oberst der Gewalt seiner mtlitärtschrn Vorgesetzten aus- geliefert worden. Das Eabiuet Bnffoa steht auf nicht allzu festen Füßen, wenigstens find Veränderungen innerhalb desselben sehr wahrschetvltch. — Esterhazy „enthüllt- jetzt fortgesetzt, jedoch werden die Anpassungen dieses Biedermannes wenig gewürdigt. Die Kretafrage ist insofern in ein neues Stadium getreten, als die betheiltgteu Eabioette befchloffro haben, die Pforte zur Zurückziehung der türkischen Truppen von der Insel aufzufordern. Ehe diesem verlangen nachgekommeu wird, dürfte natürlich noch eine sehr geraume Zett vergehen - hoffentlich beharren aber die Großmächte auf ihrem Beschluß und räumen endlich einmal mit der türktichen Herrschaft auf der zum größten Thetle christlichen Jasel auf. Zu deu Frtedeusverhaudluogeu find nunmehr die spanischen und amerikanischen Delegirten in Paris zusammengetreteu, die Verhandlungen dürsten bald beginnen. Abgesehen von der Phtltpptneufrage werden die Louferenzeu ohne große Schwierigkeit verlaufen. Ueber die Lage tu Spauteo verlautet nichts, doch ist es immerhin bezeichnend, daß trotz der streugeu Ceosnr ein in Barcelona erscheinendes Blatt die Unabhängigkeit für eine Reihe von spanischen Provinzen zu fordern vermag. In Oesterreich ist der ReichSrath wieder eröffnet worden. Wenn man geglaubt hatte, daß die Trauer um die dahiugernordete Kaiserin Elisabeth die Vertreter der einzelnen Parteien einander nähern würde, so hat mau fich schwer geirrt. Alles läßt darauf schließen, daß die Kampfeslust der Parteien ungeschwächt fortbesteht und daß von Versöhnung keine Rede sein kann. Auf Schloß BeruStorff ist am Donnerstag hochbetagt die Schwiegermutter von Europa, Königin Loife von Dänemark gestorben. Mau versuchte noch in letzter Zett, ihre Krankheit als nicht gefahrdrohend htnzustellen- aber ein- geweihte Kreise wußten schon lange, daß das Lebensende der Königin nicht wehr fern fei, die Avtheiloahwe der verstorbenen an der Weltgeschichte und ihren Einfluß auf deu Gang der letzteren werden wir in einem besonderen Artikel würdigen. xx Deutsches Reich. Berlin, 30. September. Sofort nach dem Eiutrlffen des Telegramms, welches dem Kaiser das Ableben der Königin Louise von Dänemark meldete, sandte der Kaiser von Rominteo aus an König Christian ein in deu herzlichsten Worten abgefahteS Beileidstelegramm. Berit«, 30. September. Palästtuaretse. Das Blatt „Hakikal" veröffentlicht das Programm für die Anwesenheit deS deutschen Kaisers und der Kaiserin in Konstantinopel. Die Ankunft erfolgt am 17. October, die Majestäten steigen am Palast von Dolma Bagdsche au Land, wo fie vom Sultan ewpfaugen werden. Es folgt die Fahrt nach dem Uildiz- Palast, wo daS Katserpaar Wohnung nimmt. Sm 19. unternimmt der Kaiser eine Fahrt nach Jedteule zur vefichtiguug der Festungsmauerv - inzwischen besucht die Kaiserin den Harem. Tags darauf unternehmen die Majestäten auf der Yacht „Snltanie" eine Fahrt i« Bosporus bis Kavak- am Abeud findet im Bosporus eine Beleuchtung statt, die das Kaiserpaar von Bord der „Snltavie" aus in Augenschein nimmt. Sm 21. findet Selamlik und Abeuds Festtafel im Uildtz.Palast statt. — ES verlautet, daß der Khedive SbbaS Pascha auf deu dringlichen Wunsch deS Sultans während des Besuches des deutschen Kaisers in Koustavtinopel ebenfalls dort anwesend sein wird. Berlin, 30. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird heute wieder io Berlin etutreffen. Berlin, 80. September. Das vom Reichs-Schatzamt ausgearbeitete Schema des neuen Zolltarifs wird, wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, voraussichtlich in den ersten Tagen der nächsten Woche den Bundesregierungen zur Prüfung zugesandt werden. Wie», 30. September. Nachdem betreffs der Eiutheilung der Tagesordnung hiufichtlich der Verhandlung der Dringlich- keitsauträge zwischen der Rechten und der OppofitionSpartei heute Wittag ein Eompromiß zu Staude gekommen ist, begann die heutige Retchsraths-Sitzung in wesentlich beruhigterer Stimmung. Die erste Lesung der Ausgleichsvorlage ist nunmehr gesichert und die ObstrucriooS-Bestrebuogen der Schönerer-Gruppe werden vorläufig von keiner Partei Unterstützung staden. Triest, 30. September. Die Anarchisten Peppt Mose und Carlo Prrffau wurden verhaftet uud mehrere anarchistische Schriften bei ihnen beschlagnahmt. In Görz wurde der Anarchist Doronco, ein Freund LuecheuiS, verhaftet. Haag, 30. September. Hier geht da» Gerücht von einer bevorstehenden Verlobung der Königin Wilhelmine mit dem Prinzen zu Wied. Paris, 30. September. Außer den Erdarbeitern wollen jetzt auch die Maler und Anstreicher in deu Ausstand treten. Ein diesbezüglicher Beschluß soll tu deu nächsten Tagen gefaßt werden. Feuilleton. Aus der Krupp'schen HuMahsfaörik. (Fortsetzung.) Sofort schießt ein armdicker feuriger Strahl i» die Pfanne und nach wenigen Minuten ist der Ofen entleert. Hierbei wird jedoch mit dem Etngießen früher abgebrochen, damit der schlackenreiche Rest der Schmelzmaffe nicht In die Pfanne gelange. Alle Martinöfen des Krupp'schen Etabliffe- »ent» besitzen zu diesem Zwecke entsprechend hergerichtete Gruben unter der Gießöffaung, welche jenen Rest der Schmelz« »affe aufnehmen. Sobald die Pfanne das flüssige Metall ausgenommen hat, fährt der Krahn mit ihr zu den bereitgehaltenen offenen Guheisenformen, deren acht vorhanden find, jede mit eine« Rauminhalt von einer Tonne. Die auf diese weise gewonnenen Blöcke find für die Radreifenschwiede bestimmt, in welcher fie zu Radreifen, Achsen, Federn und anderen Schmiedestücken (auch Hohlgeschossev) verarbeitet werden. Der Stahl ist von mittelharter Qualität uud werden zu besten Herstellung alle Abfälle des Vchmelzwnkrs, also bester Tiegelstahl, verwendet. Ein ganz anderes Bild, als uns die bisher beschriebenen Werkstätten darboten, vermittelt die große Bessemer- »»läge der Krupp'schen Fabrik. Sie steht feit vierihalb Jahrzehnten In Verrieb und wurde In einer Zeit InS Leben zernsen, als der Bestemerprozeß noch tu den Kinderschuhen steckte. Man kann also sagen, daß der letztere, obwohl eine mzltsche Eifindung, durch den Scharfblick und dr» eisernen Unternehmungsgeist Alfred Krupps in Deutschland seine Ent« Wickelung, bezw. seine Anwendung in großem Maßstabe fand. Als in England das Verfahren noch mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, produeirte «an in Esten bereits 130,000 Tonnen jährlich. Der Anblick, den uns das Innere deS Beffewerwerkes darbietet, weicht bezüglich des hier herrschenden Lebens wesentlich von onderrn Betrieben ab. Ohrenbetäubende- Geräusch und finoverwirrrudes Durcheinander von Qual», FunkeusprÜhen, Krahnengeraflel und Arbeiterthätigkett empfängt den Besucher. Er bekommt hiervon schon einen Vorgeschmack, wenn er von außen her de» Werke fich naht. Die zeitweilig anfflammende Helle hinter den Fenstern der Halle, die aus den Esten ausgestoßene Glmh in Verbindung »it dem bezaubernden Schauspiel irr- lichternder Funken bereiten ihn auf das zu Schauende vor. Dle Krupp'sche Fabrik verfügt auch in Bezug auf den Bestemerprozeß über eine «ustergiltige Anlage, wie fie wenige andere große Wnke besitzen, und bieten die in einer Betriebs« epoche von vierthalb Decenoteu gewonnenen Erfahrungen die Garantie für ein vorzügliches Fabrikat. In der That find anS der Krupp'schen Fabrik bisher ungeheure Mengen des besten Bestemerstahles In die Welt gegangen, besten vorzügliche Qualität zur Festigung ihres Ruhmes wesentlich bei- getragen hat. Bis hierher haben wir die mancherlei Prozeffe keimen gelernt, welche da» Rohmaterial liefern. Wir gehen nun einen Schritt weiter und besuchen jene Arbeitsstätten, auf welchen die rohen Blöcke ihre wettere Verarbeitung staden. Die zunächst tu Betracht kommende Operation ist die des Schmiedens. Es ist bekannt, welche Steigerung bei dieser Arbeit der mechanische Effect erfahren kann. De» Klein- schmiede genügt sein Handhammer, andere Betriebe erfordern einen größeren Kraftaufwand und so bedienen fie fich der zumeist durch Wafferkraft betriebenen Stielhämmer. Daß diesen bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit eine sehr enge Grenze gezogen ist, liegt auf der Hand. Der Großbetrieb findet mit diese» «echanischen Hilfsmittel fein Auslangen nicht und so bedient er fich deS DompfharnmerS, deffen Wirksamkeit Im Laufe der Zeiten bis inS Unglaubliche gesteigert worden ist. Die Krupp'schen Riesenhämmer, welche die Namen ,8Roy* und „Fritz" führen — ersterer hat 20 Tonnen, letzterer 50 To. Fallgewicht — find In einem besonderen mächtigen Gebände nntergebracht, daS kein Laie ohne einen Anflug von Schauer betteten wird. Letzterer wurzelt vornehmlich in der Vorstellung, daß dieses mächtige Hilfsmittel der menschlichen Arbeit, dem eine schier unfaßbare Kraftleistung zukommt, in der Hand feines Leukers sozusagen zum Spielzeug wird. Sin mannshoher und fast meterdicker Klotz bewegt fich ttmnhalb seines gewattigen eisernen LocheS, scheinbar aller Wucht entlastet, wie ein in der Last auf« und abwärts schwebendes Uugethüm. Der Manu, der den Hammer bedient, läßt denselben sozusagen «tt eine« Fingerdruck momentan vom Amboß 8 Meter hoch emporschurllen, um ihn ebenso rasch wieder fielen zu lassen. Unwillkürlich machen wir eine scheue Bewegung nach rückwärts, deS furchtbaren Aufschlag- gewärtig. Aber es erfolgt kein solcher und «tt gerechtfertigtem Erstaunen nehmen wir wahr, daß der Lenker dieses kraftvollen Mechanismus in de» Augenblick Gegendampf gibt, in dem er fich de» Amboß bis auf einige Centtmeter genähert hat. Der Hammer fchwingt also Innerhalb seine» Gerüste» auf und ab, ohne irgend welche Kraftleistung zu äußern — ein überwältigende» Schauspiel! Wo de» Hammer die Grenze seiner Leistnng»fähtgkett P«i», 80. September. „Petite Republiqne" meldet, JauräS werde morgen Abend einen Vortrag über die Drehfu»'Angelegenheit halten. Paris, 30. September. König Alexander von Serbien wird tu Biarritz mit feiner Mutter, der Königin Natalie, zusammevtreffen. Parts, 29. September. Der Justtzminister hat dem Be- schluffe de» Mtuisterrathe» gemäß, alle Beleidigungen der Preffe oder Anderer gegen die Führer der Armee strengsten» zu ahnden, den Geueralstaat-anwalt angewiesen, ihm „dringlich alle beleidigenden oder verleumderischen Zeitung»- artikel, Berichte über öffentliche Versammlungen oder Kundgebungen gegen die Armee oder deren Führer mitzutheileu, zugleich mit den uöthigeu Auskünften, um die Verantwortlichen sofort der zuständigen Gerichtsbarkeit, also dem Schwurgerichte, zu überweisen." Die Verfügung und ihre Au»« führuug wären vor einigen Wochen den Dreyfu»-Blättern, wie der Aurore und dem Siöcle, die nur zu dem Zwecke, vor die Geschworenen gestellt zu werden, ihre Beschuldigungen gegen einzelne Offiziere erhoben, durchaus erwünscht gewesen. Im Nothsalle werden fie fich auch sicher später wieder ihrer erinnern, vorläufig aber wohl dem CaffationShof die von ihnen geführte Sache ruhig überlasten. Hingegen kommen nunmehr von anderer Sette dte Beleidigungen. Den Reigen derjeutgeu, die dem Generalprocurator zu der ihm befohlenen Beschäftigung mit ihrer Person Veranlaffung geben, eröffnet der antisemitische Abgeordnete de Lafirs, derselbe, der fich weigert, Steuern zu zahlen, solange Rothschild nicht enteignet ist, und vor dem Gerichtsvollzieher, der ihn pfänden wollte, fein Hau» verbarrikadtrte. Er schreibt heute in der Libre Parole einen offenen Brief an den Kriegsmiuister Chanoine, der al» Stimmungsbild der ohnmächtigen Wuth, worin der RevtfionSbeschluß die Antisemiten versetzt hat, wtedergegeben zu werden verdient. Der Brief lautet: „Herr Minister! Sie haben alle» daran gesetzt, um glauben zu machen, Sie persönlich hätten darauf bestanden, daß der Justizmintster Be- fehle zum Schutze der Armee gegen Diejenigen ertheile, dte Sie au» Ruder brachten. Da» ist, Herr Minister, eine Heuchelei, durch die wir uns nicht fangen lasten. Dreyfufard um Dreyfufard, ich liebe noch wehr einen offenen Dreyfufard al» einen versteckten. Sie wollen nicht, daß mau die Armee beleidige, aber Sie übernehmen die traurige Rolle, fie zu erdolchen. Sie haben da» Krteg»ministerium nur übernommen, um ihre niedrige Tücke gegen die zn befriedigen, die Sie nach ihrem richtigen Werthe beurtheilt haben. Wenn Sie wollen, Herr Minister, und wenn da» Amt eine» Vollstrecker» der niedrigen Werke des ShndicatS Ihnen gefällt, so haben Sie wohl gethav, es auzuuehmen, denn Sie haben damit bewiesen, daß dte, welche Sie immer al» unfähig beurtheilteu, richtig geurthetlt haben. Sie und Krieg»miutster l! Nur Brtffon konnte einen solchen Fund machen, von dem man nicht weih, ob mau über ihn lachen, oder fich entrüsten soll. Ihre Geueralsterne find verblichen, mein Herr, und ich glaube nicht, von der neuen Verfügung de» Justtzmiuister» betroffen zu werden, denn indem ich fagr, daß dte Armee Sie verachtet, so beletdtge tch fie nicht, sondern ich rühme sie. Sie aber haben weder Anrecht auf einen bürgerlichen, noch militärischen Gruß, da Ihre Haltung uu» beweist, daß Sie ein schlechter Bürger uud ein unwürdiger Soldat find." Ob der General- auwalt auch glauben wird, daß dte neue Bersügung auf Herrn LafieS keine Anwendung zu finden hat? Man kann gespannt darauf sein, wa» er nunmehr dazu sagen wird. Köln.Ztg. London, 30. September. Mehrere Blätter dewenttreu da» Gerücht, wonach die englischen Truppen den Schatz de» Khaltfeu im Betrage von 10 Millionen gefunden uud in Sicherheit gebracht hätten. Cacates rrird provinzielles. »Gießen, den 1. Oktober 1898. ** Ueber die ZubiläumSverfammlnug des Verbandes der heffifchen laudwirthschasUicheu Geuosteufchafteu berichtet der „Mainz. Anz." vom 29. September weiter: Dte Erstattung des Festbertchte» dauerte länger al» P/i Stunden. Vou allgemeinerem Jntereste ist dem Berichte nicht» zu entnehmen, wa» uv» Gelegevheit gäbe, es unserem Leserkreise mitzutheileu. Bet Weiuverkäufeu durch dir Geuoffeuschafteu streifte der Herr Berichterstatter diese gerade für die Provinz Rhein- hesteu höchst spannende Frage in diplomatischer Weise. Er führte aus, daß die gemeinschaftlichen Weioverkäufe durch die Geuoffeuschafteu wohl probirt, allein al» nicht lohnend wieder eingestellt worden seien. Der Eiuzelwetnhandel leiste gesteckt ist, fetzt da» Walzwerk ein. Im Krupp'icheu Etablissement find nicht weniger al» 22 Walzwerke in Thätig- kett. Da» größte Werk dieser Art ist das Schienenwalzwerk, etu große» Gebäude mit zwei Trio-Walzwerken, bereu jede» vou einer Maschine zu 1600 Pserdekräfteu betrieben wird. Die au»zuwalzevden Rohblöcke kommen au» dem Beffemer- werke uud werden vor der wetteren Bearbeitung geglüht. Daun laufen fie über ein dutzeudmal durch dte einzelnen Caltber, bi» fie in Form langer glühender Schlangen au» dem Fertigcaliber iu etue Rinne mit selbstthätigen Rollen gleiten uud auf diesem Weze zur Kreissäge gelangen. Diese kappt die Enden uud schneidet da» ganze Stück iu ent- fprecheudrn Längen ab, worauf die eiuzelueu Theile noch durch Richtrolleu laufen, um schließlich auf da» Warmlager gebracht zu werden, wo fie abkühlen. Später gelangen sie tu einen Nebenraum, wo fie unter einer Exceuterpreffe genau «»»gerichtet, iu Bezug auf die Länge abgesräßt und mit den Bohrlöchern für die Kuppelungslaschen versehen werden. Nachdem dte fertiggestrllten Schienen schließlich den Fabrik- stempel erhalten haben, find fie vrrsavdtbereit und können zur Ablieferung expedtrt werden. In diesem großen Kruppschen Walzwerke können an einem einzigen Tage Eiseobahu- geletfe für etue Strecke von einer geographischen Meile Länge fertiggestellt »erden — etue Letstuug, die Alles sagt. (Schluß folgt.) ja auch Guter und e» läge vorläufig keine Beraulaffuug vor, demselben irgend einen Schlag zu versetzen. Bei richtiger Orgautsatiou sei es jedoch möglich, daß beide Theile, der Einzel'Weiuhavdel und der GeuoffenschastS-Weiuverkauf, für beide Theile ersprießlich neben einander arbeiten könnten. Zum Schluß wartete der Herr Berichterstatter noch mit Zahlen auf, die recht tmpontreud waren uud dafür zeugten, daß der Verband nach jeder Richtung hin in jedem Jahre einen größeren Aufschwung genommen hat. Davon nur einige: Im Jahre 1884 betrug der Umsatz der geuossen- schastltchen Spar- und Darlehenskasse 7 Millionen Mark, im 1889 21 Millionen, 1892 43 Millionen, 1894 53 Millionen, 1896 69 Millionen uud 1897 70 Millionen Mark. Da» eigene Vermögen de» Verbände» beträgt heute 4,500,000 Mk., darunter 1,387,000 Mk. Reserven. Die Molkerei-Genossen- schäften des Verbände» hatten in 1897 einen Umsatz vou 26,800,000 Mk. und einen Immobiliarbesitz von 1,000,000 Mk. Der Festbericht schließt, indem darin Jedem, der dem Ber- band in allen seinen Phasen Beistand geleistet, wärmster Dank gezollt wird. Mit dem Wunsche zu weiterem Festhalten an den BerbandSpriuzipien und daß stet» der Wahlspruch gelte „Einigkeit macht stark", schließt der Bericht. Nach Verlesung einer von der Geuoffenschaft in Rostock eingetroffenen, kostbar in Plüschumschlag gebundenen Glückwunsch- adreffe ertheilte der Vorsitzende da» Wort dem Geheimerath Professor Dr. Paul Wagner-Darmstadt zu einem Vortrag „Die Entwickelung de» Düugermarkte» und der Düngung» lehre während der letzten 25 Jahre". An diesen, wohl nur dte Landwirthe tnteresfirenden Vortrag reihte fich der de» Generalsekretär» Dr. Müll er-Offenbach über „Die ge- noffenichaftliche Organisation de» Absätze» landwirthschaftlicher Erzeugnisse". Beide Vorträge füllten die Zeit bi» zn dem um 2V3 Uhr beginnenden Festmahle au». An dem Festessen nahmen 598 Personen Theil und stellte dabei die Tafelmusik die Capelle de» 3. Großh. Hess. Leibregiment» Großherzogin Victoria Melitta Nr. 117 unter Leitung ihre» Capellmetster» Herrn Fleischer. Toaste wurden während de» von den Theil- nehmern iu höchst animirter Stimmung eingenommenen Fest- essen», ausgebracht von: VerbandSdtrector, Geh. Regierungsrath Haa» auf den Großherzog- GeneralsecretärDr.Müller- Offenbach auf da» Vaterland- Walter - Lengfeld auf den Verbandsdirector HaaS- dieser auf den Oecouomierath Aug. Dettweiler-Laubenheim, den Gründer de» Verbände» und noch jetzigem AuSschußmitgliede- Dr. Heidenreich»Darmstadt auf die allezeit dem Verband ihr Wohlwollen bezeugende Großh. StaatSrrgierung uud Mtnistertalrath Dr. Braun, der die Industrie und Laodwirthschaft al» gleiche Kinder bezeichnete, dagegen jedoch werde die Landwirthfchaft mit den Rechten der Erstgeburt vou der Regierung gepflegt. Der hohen Bedeutung de» Genossenschaftswesen» in Industrie uud Landwirthschaft erwähnend, ging der Toast auf ein gedeihliche» Nebeneinander- gehen uud Zusammenwirken der Beiden hinan». Dir. Bier- uatzky-Kiel gedachte iu liebenswürdigen Worten der Damen und weihte diesen seinen Trivkspruch. Gegen 9 Uhr begann im Wappensaale des „Heilig Geist" ein Fest-CommerS, der stark besucht war und die Theilnehmer lauge znsammenhielt. Heute Morgen ist von 9 bis 10 Uhr Frühstück in der Stadt- halle und daun unter Benutzung eines SouderzugeS von Kastel ab ein Ausflug auf den Niederwald, von wo dann um 7.5 Uhr heute Abend die Zurückkunft erfolgt. **H.L. GersteuauSstelluug. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß dte im Locale des Clubs für Landwirthe, Restaurant „TauuuS", Große Bockenhetmerstraße zu Frankfurt a. M., am Montag den 3. October d. I. statt- findende Ausstellung ausgewählter Gersteuprobeu von Vormittags 9 Uhr ab für Jedermann ftet uud unentgeltlich offen ist. Dte Proben find von heffifchen Landwtrtheu zur Be- fchickung der Gersten- und Hopfenausstellung zu Berlin ein- gesandt, vom Hessischen LaudwirthschastSrathe hierfür au»- gewählt uud in der Vorprüfung prämiirt worden. Nachmittags um 3 Uhr wird in demselben Saale auftBeranlaffung des Laudwirthschaftlichen Vereins uud des Club» sür Land- wirthe zu Frankfurt a. M. Herr Dr. Raabe, Generalsecretär der LaudwirthschaftSkammer für die Provinz Sachsen über „Laudwirthschastliche Zeit- uud Streit- fragen" einen Vortrag halten. 4- Ridda, 30. September. Gestern tagte dte General- Versammlung der 1833 gegründeten Spar- und Lethkafse. Nach dem sür daS abgelaufeue Geschäftsjahr erstatteten Rechen- schaftSbericht betrng der Gesammtkassenumsatz 893234 Mk. 47 Pfg., der Reingewinn 7212 Mk. 87 Pfg., daS Kapital- vermögen 1 402062 Mk. 14 Pfg., die Gesawmtsumme der Einlagen (Kapitalschuld) 1271401 Mk. 51 Pfg. und der Reservefonds 157536 Mk. 56 Pfg. Durch Berfamwlungs- beschluß wurden au» dem Reingewinn 3367 Mk. für gemein- vützige und wohlthätige Zwecke verwilligt, während der Rest dem ReiervesondS überwiesen worden ist. • Die Mauöoergefchichte aus der Apotheke zu Bergkirchen, dte in vor. Nr. mttgerheilt wurde, besitzt thatsächltch den Vorzug, wahr zu fetu. Hinzuzufügeu ist nur, wte der „Magdeb. Zig." geschrieben wird, daß der Herr, der zuerst vor der Apotheke erschien, nicht der Kaiser selber, sondern der vorauSgerittene Erbgroßherzog von Oldenburg war. Dieser mußte den ersten und kräftigsten Sturm deS westfälifchen Unwillens über sich ergehen lasten. Als dann der Apotheker fragte, wer draußen fei, gab der Kaiser, der uuterdeffen herangekommen, dte erwähnten Antworten. Mitte der vorigen Woche traf in der Apotheke vou Bergkirchen ein Schreiben des Chefs de» kaiserlichen Civileabinet» ein, in dem sich Herr v. Lueanu» im Allerhöchsten Auftrage für die dem Kaiser erwiesene gastfreundliche Aufnahme bedankte und ein Bild des Kaiser» mit eigenhändiger Unterschrift ein- sandte. * DaS kommt davon. Ueber eine heitere Episode mit tragikomischen Cousrqueuzen wird im Feuilleton eine» Prager Blatter berichtet. Ein dortiger Kanfmann saß in Gesellschaft guter Freunde im Kaffeehaus und begegnete den verschiedenen Klagen, die wegen deS schlechten Geschäftsgangs laut wurden, mit dem vergnügten Hinweis, er habe Gott fei Dank keinen Grund zum Klagen, das heurige Geschäftsjahr übertreffe alle feine Erwartungen, gehe e» so weiter, hoffe er, fich bald zur Ruhe setzen zu können. An einem Nachbaritsch hatte mittlerweile ein ältlicher, unscheinbar gekleideter Herr Platz genommen, der In daS Studium einer Zettung vertieft und von Zeit zu Zeit aus dieser letzteren Notizen zu machen schien. Die Gesellschaft schenkte dem würdigen Herrn weiter keine Aufmerksamkeit..... Zwei Tage nachher erhielt der oben erwähnte und in seinem Geschäft fo glückliche Kaufmann eine Zustellung der Steuerbehörde, in der er hieß, nach seinem eigenen, im Safö X. öffentlich abgegebenen Bekrnutniß betrage sein Einkommen weitaus mehr als er fatirt habe; er werde daher höflich eiugeladen, am so und so vielten re. rc. Ob die renommirlustige Jovialität de» fidelen Kaufmannes vor dieser höflichen Ein- und Vorladung Stand gehalten hat, darüber berichtet die Geschichte Nicht». In jenem Kaffeehau» aber hat mau seither einen heillosen Respekt davor, in der Nähe „älterer, unscheinbar gekleideter Herren" Platz za nehmen. ♦ Hautkrankheiten als Folge vou Erregungen. Es ist bekannt, daß jede starke Erregung von gewtsten Veränderungen deS Organismus begleitet ist. Der Pul» eine» Menschen im Zorn hat einen anderen Schlag als der eines ttaurigen, eines erschreckten, eines entmuthigten oder eines zusriedeueu, ruhigen Menschen. Die seelische Erregung hat als erste Folge eine Ausdehnung der Blutgefäße, und daraus entsteht zunächst die Röthung der Haut, besonder» i« Gesicht. Diese Erscheinung ist nicht auf den Menschen beschränkt- auch Affen können erröthen, namentlich der Mandrill, und dte sichtbaren Folgen, die der Zorn in dem Kopf de» Truthahn« zeigt, kennt jeder Liebhaber eine» Hühnerhofes. Mit der Blutfülle in den Gefäßen de» Gesicht» vereinigt fich da» Hervortreten und der Blntandraug in den Augen, dazu eine Ausscheidung der Thräueudrüseu, dte dem Augapfel einen eigenthümlichen Glanz verleihen, daher der flammende Blick eine» Zornigen oder die brennenden Augen eine» Erregten. Die Beschleunigung der Herzbewegungen uud da» Uebermaß der Spannung iu den kleinen Blutgefäßen können, wenn dte Blutgefäße nicht mehr ganz gesund find, R.sse und schwere innere Blutungen erzeugen, zuweilen sogar mit tödtliche« Verlauf. Im Allgemeinen aber find die Folgen der Aufregungen vorübergehend, wenn fie nicht zu lauge auhaltm oder fich zu oft wiederholen. Anhaltende Furcht und Verzweiflung können schließlich ernste Störungen der Gesundheit zur Folge haben. Aber auch vorübergehende starke Erregungen können bleibende Spuren hinterlassen. Da» Ergrauen der Haare nach einem Zustand ungewöhnlicher Augst ist kein Märchen. Auch vollständige» Ausfallen der Kopfhaare ist in solchem Fall schon beobachtet worden. Der „Angstschweiß" ist ein weiterer Beweis sür die Wirkung der Erregungen auf die körperlichen Functionen, zuweilen ist der Schweiß sogar farbig: bräunlich oder gelblich, grünlich oder bläulich oder gar ganz dunkel. Pauliui hat bei einem Seemann während eines Gewitter» als Folge von Angst blutigere Schweiß beobachtet, wie er auch nach einer übermäßigen körperlichen Anstrengung zuweilen eintritt. Bon diesen Erscheinungen bis zu wirklichen Hautkrankheiten ist es kein weiter Schritt. Bei einem Schiffbruch der Fregatta „Elisa" bekam der Lotse, wie von einem Arzt berichtet wird, als er die Lebensgefahr erkannte, in weniger als einer Stunde einen AuSfchlag von Bläschen über feinen ganzen Körper. Da» sogen. Neffelfieber oder Neffelfeuer, da» fich bei vielen Personen nach dem Genuß gewisser Speisen, z. B. Erdbeeren und Krebse, eivstellt, kann auch al- Folge einer bloßen Erregung auftreteu. Eine der merkwürdigsten Folgen einer solchen ist der sogen. Dermographismu», bei dem dte Haut in einen eigenthümlichen Zustand geräth, der e» gestattet, Striche auf ihr zu ziehen oder ganze Buchstaben nnd Silben htnzuschreiben, die daun eine geraume Zett, bis zu einer halben Stunde, fichtbar bleiben. Der franzöfische Phyfiologe Richet theilte neulich einen ganz merkwürdigen Fall einer Hautveräuderung infolge von Erregung mit. Eine junge Mutter sah ihr Kind iu der Gefahr, vou einer herabfallenden Kamin- klappe am Halse getroffen zu werden, uud konnte e» nur noch im letzten Augenblick zurückceißeu, aber in diesem Augenblick bildete fich auf dem Halse der Frau ein HautauSfchlag grade au der Stelle, wo da» Kind von der herabstürzeuden «lappe beinahe getroffen worden wäre. Dieser dermographische Eindruck war ziemlich stark uud hielt lange genug au, daß ihn ein nach einigen Stunden herzukommender Arzt noch feststellen konnte. Solche Erscheinungen find in ihrer Entstehung noch unerklärt. Universität». Nachrichten. Berlin. Auf Anfrage eines UniverfitätS-CuratorS hat der Cultusminister unterm 22. September geantwortet, dah in Preuß« eine Anerkennung der Universität Freiburg i. Schw. als Univerfität nicht stattgefunden hat und daher auch die Zurücknahme einer solchen nicht in Frage kommen kann. ,,, t Llo, — Bei Aufzählung der deutsch« Hochschulen wurde bisher die Akademie Münster und da« Lyceum Hosianum zu BraunS- berg immer mit diesen besonderen Titeln aufgeführt. Künftig soll« auch fie nur als Lande» Universitäten bezeichnet werden. — Professor Heinrich Rosin in Freiburg L B. wurde zum Hoftath ernannt. — Der ordentlich- Honorar-Professor in der theologischen Facultät der Univerfttät Greifswald, Friedrich Giesebrecht, hat einen Ruf als ordentlicher Professor nach Königsberg i. Pc. erhalten. Hochherzigkeit eines Bürgers, der nicht genannt fein will, ist die Begründuna einer medicwifchen Facultät an der Cornell^Unioersttät in New-York ermöglicht worden. Die Schenkung, die mehr als 1500000 Dollars beträgt, ist eine der größten, die jemals einer Hochschule zugewendet worden find. Mit 600 000 Dollar« ist ber Grund und Boden sür die Errichtung eines fünfstöckig« UniversttätsgebäudeS gekauft worden, daS nicht nur grille, Anatom« und Laboratorien, sondern auch die größte Poliklinik New York» enthalten wird. tl. w HS- Kss"' <#, AK^ :,b,“»Ä »■*> NL ■* Hm dmtrft iJ keipf le* btt oben ’J« Raüfttonn ^e °°E> ii-ni« Stt*«** yQbt> er iMt re. re. q& ™ ^uillkS vor Jwb i^lttn hu, 5 a6?1- btr fttttn* Pi^ la WW». Ts Dn Otelffcn «er. ltt ist. 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Modetthüte, sowie Rämmtllche Neuheiten der Saison in Hüten, Blumen, federn, Schleiern, Agraffen, Perlgaruitureo, Sammete, •••••••••eeoeeeeeeeeeeee Wiederbeginn 8 des regelmäßigen Hlnterrichts 8 in Gesang, Clavier- und Violinspiel, sowie in ® Theorie der Musik Montag den 3. Hctober. • Sprechstunden — außer Mittwoch und Samstag — M täglich von 1 bis 3 Uhr. 9535 2 G. Trautmann, • chrohh. Aniverfitäts Mustüdirector, Nordanlage 33. Bügel- Cur sus. Zeige hierdurch an, daß der Unterricht im Feiu-Glauzbügeln, nebst Chemisch- und Kuust-Wascheu 3MBT* Dienstag den 4. October "WME beginnt. Hochachtend 9191] Schöne Parterrewohnung, vier Zimmer mit Zubehör und Garlenanlherl, I zu vermiethen. Bahnhofstr. 60. Haushaltungsschulc. Der achtwöchenlliche Herbstcursns der Haushaltungsschule soll am 17. October L I-. eröffnet werden. Der Unterricht erstreckt fich au Kochen, Nahrungsmittellehre, Haushaltungsbuchführung, Handarbeiten, Maschinennähen, Bügeln. Mädchen, welche an dem Cursus theilnehmen wollen, haben fich rechtzeitig bei dem Unterzeichneten zu melden. Gießen, den 24. September 1898. 9429 Fuhr, Oberlehrer. Sippen Tröge, G-fimse, Fensterbänke, Treppen- W"‘ “ stufen, Flurplatten, Cemeutdachzeegel, Cementröhreu Näheres Bismarcksiraße 17. ___ und alle anderen Bauwerkstücke.';; ^/7<^89961 8106] In meinem Neubau Bleichstr. 3ü —, — - _ list der mittlere Stock mit allen Bequem- Li. Braun & Comp. I lickkeiten, Garlenantheil, sofort zu ver- *^*w*v*** >rw***y Imiciben.ifarl Schleenbeckcr. Gießen, ZSahnhofstraße 27 Gutes uud billiges Kaufhaus 'für;jCebfnömiltf11 “Ir “’3 I Platzes, bis zum 15. October oder i. Nov. offenrt: 96331 zu vermiethen Lonnenstratze 5. Ltampfzucker, 25 Mg. per Mund 9467] Zwe. Z^mer, rüük und üu- J z* ^.z Lz J behör zu Perm. Ederstratze «, ll. Hutzuuer, Zb Mg. per Mund 9448] Ein LogiS, 2 Zimmer, Küche u. Würfelzucker, 27 Mg. per ^fanb l.8ut>. m wrm. Schüi->>ftratz-19. 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Anmeldungen werden Seltersweg 52 entgegengenvmmen. Verein für Vereinftchte deutsche Steuosraphie. (Einigungssystem Stotze-Schrey.) Wir gestatten uns zur Theilnahme an dem Dienstag den 4. Oktober d. IS., Abends 8'/, Uhr, in unserem Vereinslvcal Restaurant „Zum Andres", Sonnenstraße 1. Stock beginnenden Unterrichtscursus in der Vereinfachten deutschen Stenographie (Anigungssystem Stolze-Schrey) ergebenst einzuladen. Cursushonorar incL Lehrbuch 6 Mark. Anmeldungen werden in unserem Vereinslocale und bei Beginn dcs Tanz-Unterricht. Mein Danz-Unterricht beginnt wieder Montag den 3. October. Sefl. Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung, Sflaari» Iwie 5 zu machen. — Unterricht für einzelne und Extra-Partien wird zu jeder Tageszeit ertheilt. Achtungsvoll 8754 J. Möhl. Montirtes Gleis u. Kippwagen, ■en, sowie gebraucht, hat billig abzugebeu, zum Kauf oder Dt.cthe 18 Sil! 811! M! ladet ergeöenst em Das Comite für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 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