sult *'« 4tnai( Mibliehentir isuit, 1 6tt^ex ® d Frau, tz lnnfl» fl<6. Mtt. G t: ’fe» ncert m-Wmk Ur. (i sicher Leitung ihrer ilz. aus dem „Sommetnadjli it Oper .Raymond' vn laflner. <) Am Sols vn iure jurCper .Das gol^m von Verdi. 7) Die Heiden Italic aus der Oper, fault Tschau, chinesischer Nirsch ir jirei Pistons, von Mayr. • igroßherzoy Friedrich, Fan- roldstrompelen.) Eintritt 40 Pfg. |gn Kunsch. wltM L ii>e X artet Stzlvssei || dm 'Samilieu« ft, Abends 8 Uhr, siubilänins ; 7691 ) DCXX)OCOC ife Leib' * S W: MM egernsee’r hen Kaiser rfonen. < # ,.59, 6ßtaiie ** 0 u 1.75, Her: 6»«® * ?680 JL—— orbeitenben u«5 rt# «*’ K-«" ehsaek1 iie Nr. 178 Zweites Blatt. Dienstag den 2. August L8»S Gießener Anzeiger General-Anzeiger Vei Postbrzuß 2 Mark 50 Pftz. vierteljährlich. 55nu(|*yttU vterreljährltch 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 t?f> mit Bringerloh». Ave Anzeigen-BerminlungSstellen bet In- und ÄuilaiM nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgtye. A»»ahm» von Anzeige» zu der Nachmittag- für den felgrnb« Tag «rfchernendeu Nummer bi- Lorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme de- Monrag». Die Gießener Damitteu d tätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Zlints- und Zlnzeigeblatt für den Ureis Gießen. Eratisbcilage: Girstrncr Familienbiättcr Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße*. Fernsprecher Nr. 5L RebaeNon, Expedition und Druckerei: SchntKraße Ar. 7. Amtlicher Theil. Nr. 32 dc» ReichS-GesetzblaltS, outgegefcen den 26. d. DM., enthält: (Nr. 2499). Allerhöchster Erlaß, betreffend die Der- ordnvng zur Ausführung deS Gesetze- über dte Naturalleist- ungeu für die bewaffnete Macht im Frieden in der Faffung deS Gesetze- vom 24. Mat 1898 (ReichS-Gesetzbl. S. 361). vom 13. Juli 1898. (Nr. 2500). Bekanntmachung, betreffend die Anzeige- Pflicht für die Geflügrlcholera. vom 21. Juli 1898. Gießen, den 29. Juli 1898. GroßherzoglicheS KretSamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betr.: Lande-polizeiliche Prüfung und Abnahme der Bieberthalbahn. Dte lande-polizeiliche Prüfung und Abnahme der hessischen Strecke der vieberthalbahn soll Dienstag den 9. August d. I., von Vormittag- 10 Uhr an, stattstnden. Alle Diejenigen, welche wegen Einzelheiten der Bahn- en tagt — namentlich auch wegen Verlegung und Abänderung öffentlicher Wege, Ad. und Zufahrten auf Grundstücken, Ein. friedigungen, Aenderungen von Wofferläufen und Vorfluth» verhältniffen, sowie Herst.llung von Schutzvorrichtungen gegen die au- dem Bahnbetriebe entstehenden Gefahren und Nachtheile — Einwendungen zu rrhebeu oder Anträge zu stellen haben, werden hiermit aufgefordert, solche an dem genannten Tage (9. August) vorzubringru. Dte Abnahme-Commission wird vormittag- zwischen 9 und 10Vs Uhr vom Bahnhof Gießen au- mit einem Sonderzuge dte Gemarkung Gießen und zwischen 10'/, und 12 Uhr die Gemarkung Heuchelheim befahren, und wird e- sich empfehlen, daß die Jntereffenteu ihren Bürgermeistern von den beabsicytigteu Rcclamationen vorher Kenntoiß geben und sich demnächst zu den angegebenen Zeiten, bet welchen aber Verspätungen etutreten können, an denjenigen Stellen, settwärlS der Bahn etvfiuden, wo Re« c amarioneu vorgebracht werden sollen und bet Annäherung de- Zuge- sich dem Locomotivsührer bemerkbar wachen. Gteßen, den 30. Juli 1898. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 30. Juli. Der Kaiser trifft nach den neuesten Dispositionen erst am 15. August tu Wilhelmshaven etn.— Bei den bevorstehenden Herbstübungen soll dte neue Art der milttärtscheo Telegraphie in größerem Umfang in An« Wendung gebracht werden. Berlin, 31. Juli. Die Frage wegen der Ergänzung der Besatzung von Ktautschou soll nun in dauernder Form geregelt werden, von der Inspektion der Marine-Jnfauterie find dem vernehmen nach mehrere hundert Dreijährig-Frei- willige aufgerufeu worden; auS ihnen sollen Ersatzcompagoien für Ktautschou gebildet werden. Die sich meldenden Mannschaften werden in Wilhelmshaven und in Kiel au-gebildet und im Frühjahr 1899 nach ihrer Garnison in Oftafien gebracht. Berlin, 31. Juli. Zur Errichtung der Handelskammern. Dte Durchführung de- Gesetze- vom 26. Juli 1897 über dte Organisation deS Handwerks ist nunmehr so wett vorgeschritten, daß in allen Staaten die Einrichtung von Handwerkskammern entweder schon abgeschloffen ist oder doch in Bälde erfolgen soll, so daß dann an dte Organttation der einzelnen Handwerkskammern heravgetretev werben kann. In Preußen ist in den größeren Provinzen für jeden Regierungsbezirk eine Handwerkskammer genehmigt worden. Huslaubo Wien, 30. Juli. Heute vormittag hat im Palais Coburg dte katholische Eheschließung der Prtuzesfin Dorothea von Coburg mit dem Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein durch den Pfarrer von St. Stephan statt- gefnnden. Als Trauzeugen fungtrten der Prinz August und Feldmarschall-Lieutenant v. Wurmbrandt. Heute Abend erfolgt die Abreise deS Brautpaares nach Coburg. Lemberg, 30. Juli. Einer Blättermeldung zufolge gährt eS neuerdings im Bezirk Nru-Saudeck. Jo mehreren Dörfern sollen Excrffe stattgefunden haben. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. Budapest, 31. Juli. Seit drei Tagen wüthet ein furchtbarer Orkan wie starken Gewittern, der tu verschttderen Comttaten coloffalen Schaden aurtchtete. Krakau, 31. Jalt. Der Special-Correspondent bei „Slowo Polski" meldet, daß in Juafienoa und Przydontca bet Neu-Sandeck wieder Exceffe gegen dte Juden vorgekommen sind. Mehrere WirthShäufer wurden geplündert und die Wirthe durchgeprügelt. Da in dieser Gegend da» Standrecht herrscht, dürften dte Excedenten schwer bestraft werden. Luzern, 31. Jult. Der Tourist Wilhelm Kall aus Mannheim stürzte beim Abstieg vom St. Gotthard ab und fand dabet seinen Tod. Paris, 31. Juli. Die Morgenblätter veröffentlichen lange Nekrologe Über BiSmarck. Pari», 31. Juli. Der „Figaro" dementirt dte Blätter- Meldung, wonach Zola tu Bergeu angekowmen set und auf dem Gute BjörnsouS Aufenthalt genommen habe. London. 31. Jult. Laut einer Meldung auS Shanghai ist dal chinesische Kriegsschiff „Futschi" bei Port Arthur im Sturm untergegangen. 146 Personen sind ertrunken. London, 31. Jult. General Merttt sandte folgende» Kabeltelegramm nach Washington: Ich bin am 27. d. MtS. in Cavite angekommeu. Der Gesundheitszustand der Truppen ist gut. Der Rest der TranSporlflotte ist vier Tage hinter mir. ES ist unzweifelhaft uöthig, daß alle Truppen meinem Befehl unterstellt werden. Madrid, 30. Juli. Wie verlautet, sollen, wenn Spanten die Philippinen behält, die Mönchsorden von dort vertrieben werden, von den Truppen, welche Cuba räumen sollen, werden 40000 Mann nach den Philippinen geschafft werden, um dort die Ordnung herzuftellen. 70000 Mann werden nach Catalonien und Navara geschickt, um die Separatisten und Karltsteu, dte immer unruhiger werden, im Zaum zu halten. Konstantinopel, 30. Juli. Dte telegraphische Berufung deS Fürsten von Bulgarien zum Sultan erregt in diplomatischen Kreisen großes Aufsehen. Dieselbe wird mit der verdächtigen Agitation deS Fürsten, einen Bund der Balkanstaaten unter der Führung Bulgarien- zu gründen, in Zusammenhang gebracht. Washington, 31. Juli. Der französische Botschafter Cambon nahm vom Staatssekretär dte Frteden-bedtvg- ungenAmertkaS entgegen. Dtefelbev lauten auf sofortige Feuilleton. Sie Uerhältaiß Wischen Realismus nnb Idealismus in der Kunst. (Schluß.) Damit erklärt sich auch die Wahl deS Ausdruckes: Schaffen für dte künstlerische Thätigkeit- in der That schafft der ächte Künstler mit seinem Werke etwas Neues, bis dahin nicht Dagewesenes, er formt den Stoff nach seinem Willen - in feinem Geiste geboren, tritt die Schöpfuvg durch seine Kraft in da» Dasein, nm je nach ihrem Werthe zu wirken und zu dauern. Die einzelne Kunstschöpfung aber wird um so vollendeter sein, je mehr sie einerseits durch ihre Natur- wahrhett den Schein der Wirklichkeit erweckt, und je reifer, gewaltiger und- edler andererseits die Persönlichkeit des Künstlers ist, der sie widerspiegelt. So muß der Künstler in der That, um seiner Aufgabe voll zu genügen, .auf der Menschheit Höhen stehen"- je mehr er geistig seine Umgebung Überragt, desto besser wird er im Stande sein, in seinen Werken gleich einem Propheten seiner Zeit den Weg in die Zukunft zu weisen. Die von mir beschriebene doppelte Thätigkeit bt» schaffenden Künstler-, daß er einen tiefen Blick in die Natur gethan. ihr Wesen erkannt und in fich aufgenommen haben muß und daß er sie sodann schöpferisch nach feinem Willen und Wesen zu neuen Gebilden gestaltet, finden wir trefflich geschildert in Goethe'» „Taffo", wo e- von dem Dichter heißt: Sein Ohr vernimmt den Einklang der Natur; Was die Geschichte reicht, daS Leben gibt, Sein Busen nimmt es gleich und willig auf; Das weit Zerstreute sammelt sein Gemüth . . . Ist hier von der receptiveu Thätigkeit de» Dichter» die Rede, so im Folgenden von der neu schaffenden: Und sein Gefühl belebt das Unbelebte. Ost adelt er, was uns gemein erschien, Und daS Geschätzte wird vor ihm zu nichts. Im Vorspiel zum .Faust" wird da» Ausnehmen der äußeren Eindrücke kräftig al» ein .Zurückschlingen der Welt in da» Herz de» Künstlers" geschildert, der dann ebenso die innere Harmonie wieder auf dte Außenwelt überträgt- auf dte Frage, wodurch der Dichter alle Herzen bewege, erfolgt die Antwort: Ist eS der Einklang nicht, der aus dem Busen dringt Und in sein Herz die Welt zurückeschlingt? Wenn die Natur deS Fadens ew'ge Länge Gleichgiltig drehend auf die Spindel zwingt, Wenn aller Wesen unharmon'sche Menge Verdrießlich durcheinander klingt: Wer theilt die fließend immer gleiche Reihe Belebend ab, daß sie fich rhythmisch regt? Wer ruft das Einzelne zur allgemeinen Weihe, Wo es in herrlichen Akkorden schlägt? . . . Des Menschen Kraft, im Dichter offenbart! Bezeichnen wir nun die Sette der Kunstthätigkeit, dte auf eine möglichst treue Nachbildung des Wirklichen ausgeht, als Realismus, diejenige, die den Stoff nach den Ideen de» Künstler» zu formen, ihn nach seiner Anschauung zu gestatten, mit seinem Geiste zu erfüllen strebt, al» Jdeali»mu», so ist e» nach dem oben Au»geführteu klar, daß ein ächte» Kunstwerk keine von beiden Seiten entbehren kann, daß Realismu» und JdealiSmu» fich nicht ausschließen, sondern auf» Innigste zusammenwirken und fich gegenseitig ergänzen müffen. Wohl aber wird nach der Natur der Sache die Mischung beider Elemente eine sehr verschiedene sein können und je nach der Persönlichkeit des Künstler» oder auch der gerade herrschenden Zeitströmung wird bald der Realismu-, bald der Idealismus in der Kunst Überwiegen. Augenblicklich scheint e», als ob nach einer Periode, die mehr dem idealistischen Kunstschaffen huldigte, der RealiSmu» die Vorherrschaft übernommen hätte, und eine solche Reaktion würde an fich nicht zu tadeln sein, wenn fie nicht wieder zu neuer Einseitigkeit führte. Der Ausgleich wird schließlich ficher nicht auSbleiben und durch Stoß und Gegenstoß wird immer wieder zuletzt die Ent- wickrlung der richtigen Mitte zugelenkt werden. Fort also mit ängstlichem Regelzwang! Freie Bahn für jede Kunstrichtung, die e» mit der Kunst redlich meint! Die Aufgaben, die zu lösen bleiben, find ja so mannichfaltig und verschieden, daß jeder Künstler seiner Natur Entsprechende» finden wird. Den einen lockt e», da» tausendfach zusammen- gesetzte, verworrene und hastige Treiben der Gegenwart nach allen seinen Richtungen hin zu verfolgen, ein möglichst treue» Bild de» menschlichen Dasein» zu entwerfen, wie e» eine tausendjährige, immer höher gesteigerte Cultur gestaltet halber andere sucht mehr die reinen, einfachen und ewig dauernden Züge der Natur auch im Menschen auf und möchte gerade den so tausendfach bedingten, gebrochenen und halben Charakteren der Gegenwart edle und ungebrochene Natur im Spiegel der Kunst zur Erquickung und Erhebung vorbehatten. Warum streiten, wer da» größere Recht hat, wenn nur der erste bei aller Naturtreue und bi» in» Einzelnste gehenden Genauigkeit der Darstellung nicht vergißt, daß er nicht „deS Fadens ew'ge Länge gleichgilttg drehend auf die Spindel zwingen" darf, sondern seinen Stoff beherrschen und durch- geisttgen muß, und wenn nur der zweite e» versteht, auch seine Jdealgeftalten rund und körperlich herauszuarbeiten, so daß wir fühlen, es,ist Fleisch von unserem Fleisch und B.ut von unserem Blut. Da» Höchste wird der erreicht haben, der nn» in seinen Schöpfungen den Pul»schlag wahren Leben» fühlen läßt und doch den idealen Forderungen, die einmal dem menschlichen Geiste angeboren find und so auch im Kunstwerke verkörpert erscheinen müffen, gerecht zu werden versteht: seine Gebilde werden un» nahetreten wie Brüder und Schwestern, und doch wird e» in ihrem Auge leuchten wie überirdische» Feuer, wie ein Strahl au» der Ewigkeit, der un» mitten im Gewühle der Alltag»welt mit der seligen Gewißheit erfüllt: Ueber dem Vergänglichen und Unvollkommenen gibt eS ein Ewige» und Vollkommene», ein Göttliche» — und „wir find seine» Geschlechts". Pforta. vr. Hermann Schreyer. Räumung von Euba und Portorico, Regelung der Philippinen- frage durch eine spanisch-amerikanische Commission mit einstweiliger Oberhoheit Amerikas über die Philippinen. New-York, 31. Juli. Auf Cuba find über 5000 Amerikaner am gelben Fieber erkrankt. Zwischen den Amerikanern und den Insurgenten auf den Philippinen finden fortwährend Zusammenstöße statt. Kingston, 30. Juli. AuS den letzten Nachrichten au» Sauttago geht hervor, daß alle Geschäfte dort geschloffen siad. Line große Menge von Lebensmitteln wmdr von der Gesellschaft zum Rothen Kreuz an Land gebracht und vertheilt. Die Handelsleute verweigern den Verkauf von Allem so lange al- dte Gesellschaft zum Rothen Kreuz Berthetlungen vor- nimmt. — DaS Cabinet in Washington hat sich über die Spanien zu unterbreitenden FriedenSbedingungen schlüssig gemacht. DaS Cabinet beschloß folgende FriedenSbedingungen zu stellen: Abtretung von Portortco, Anerkennung der Un- abhängipkett Cuba-, Abtretung einer der Ladroneninseln, Ueberlaffung mindesten- einer Kohlenstation auf den Philippinen. Die Antwort enthält Nicht» über eine in Geld zu leistende KrtegSentschad'gung. Ein Waffenstillstand wird nicht ab- geschloffen werden. Die Philipptneufrage wird vorau-sichtlich durch eine au- Amerikanern und Spaniern zusammengesetzte gemischte Commission geregelt werden. Da» Cabinet entschied sich einstimmig gegen eine Anvectirung der Philippinen. Ein spätere- Telegramm fügt an diese Bedingungen noch folgende Forderungen der Amerikaner: Die Oberhoheit Spaniens tu den westindischen Gewässern und im Caraiben- Meer soll völlig aufgegeben, die Staatsschuld Cubas und Portor'coS nicht von den Vereinigten Staaten übernommen werden. Dte Handelsverträge -wischen Cuba und Portorico mit anderen Thetlen de- spanischen Königreichs find aufzuheben. — Die Lagein Santiago bessert sich täglich, wenn auch die Nolh noch groß ist. Dte Verwaltung ist schon fast normal geworden. Viele spanische Beamte wollen dte Autorität der Vereiotgten Staaten nicht anerkennen und haben ab- gedankt; Cubaner find an ihre Stelle getreten. Ob diese Politik weise ist oder nicht, wird dte Zukunft lehren- in Washington will man die Cubaner, soweit e- möglich ist, versöhnen. Jedenfalls werden dte Vereinigten Staaten aber Cuba als eroberte- Land behandeln. Dte Gereiztheit der Cubaner kann höchstens dte Sicherheit von Leben und Eigen- thum gefährden. Die ärztlichen Berichte von Santiago und der Armee find im Ganzen günstig, e- wüthen allerdings alle Arten von Fiebern. Unter den Truppen find 300 neue Erkrankungen vorgekomwen, wie viele am gelben Fieber, wird nicht gesagt. General Shafter muß die Gefangenen, die Cubaner und die Spanier ernähren. CocaUs rrnd provinzieller. Gießen, den 30. Juli 1898. •* * Unlauterer Wettbewerb. Ueber den Begriff „unlauterer Wettbewerb", wie er nach Maßgabe des Gesetze- gegen letzteren von den Gerichten aufgesaßt wird, ist jetzt in dem amtlichen Organ einer preußischen Handelskammer eine Reihe von richterlichen Entscheidungen zusammengestellt worden. Die Erkenotntffe besagen u A. Folgende-: In dem AuSbieteo gewiffer Waaren unter dem Einkaufspreis zur Heranziehung von Kunden erkannte da- Schöffengericht einen Verstoß gegen da- Unlauterkeitsgesetz und vernrtheilte den Beklagten. — Die öffentliche Ankündigung „nur ein Preis" verpflichtet den Ladentnhaber, für alle Waaren nur einen Pre's zu nehmen. Zuschläge find unstatthaft. Da- Zuwiderhandeln hatte die Verurtheilung zur Folge. — „Zu Fabrikprüsen" verkaufen, heißt nach Gutachten von Handelskammern denjenigen Preis zu zahlen, den der Wtederverkäufer der Fabrik zahlt. Die Waaren müssen zu den im Schaufenster verzeichneten Preisen auf Verlangen der Kunden in jeder nachweislich vorhandenen Menge verkauft werden. — „Großer Umsatz, kleiner Nutzen", diese Aipreisungen dürfen nur von Demjenigen gebraucht werden, der für be de Be- hauptunaen in seinem Geschäfte die Beweise beibringen kann. — Anfichten auf Geschästspapteren von eigenen Fabriken und Räumen müffen, da fie al- Reclame dienen, auch den that- sächlichen Verhältniffen entsprechen und dürfen keine irrige Vorstellunaen erwecken. — Mit dem Zusatz „fehlerfrei" wurden billige Waaren angeboten. Auf Grund einer Prüfung dieser Waaren wurde der Geschäftsinhaber verklagt und ver- urtheilt, die Bezeichnung der Waaren als „fehlerfrei" künftig zu unterlaffen. — Dte BewetSlast für den behaupteten unlauteren Wettbewerb trifft immer den Kläger- es ist nicht Sache des Beklagten, darzurhun, daß feine angeblich falschen Behauptungen auf Wahrheit beruhen. H. «u8 dem Kreise Attfeld, 31. Juli. Um sich der Militär pflicht zu cntztehen, verschwand vor mehr denn Jahresfrist ein junger Mann au» Billertshausen. Nun ist derselbe plötzlich wieder aufgetaucht, und stellte fich zu Aller Ueberraschung heraus, daß er gar nicht ort-abwesend war, sondern fich in einem Stalle verborgen hielt und von seiner Mutter verpflegt wurde. Die lange freiwillige Gefangenschaft ist dem vermeintlichen Flüchtling nicht gut be» kommen, fein Au-sehen ließ einen „Wilden" in ihm ver- muthen. Seltsamerweise hat der eigene Vater nichts von dem Aufenthalt de- Sohne- gewußt und foll nun die mütterliche Fürsorge auf eine angemeffene Weise belohnt haben. s- Zell. 29. Juli. Schwer verunglückt ist hier der Landwirth und Taglöhner Hrinrich Bütz. Er wollte zwei Rinder eiufohren, die beiden Thiere gingen durch und schleiften den Mann eine große Strecke. Bütz erlitt schwere Kopfver- letzungrn, die Hirnschale war bloSgelegt, auch trug er einen Beinbruch und sonstige bedeutende Verletzungen davon. -a- Siorudorf, 30. Juli. Bei der heutigen Bürger- meist erwähl fielen 95 Stimmen auf Herrn Johs. Hof. mann und 20 Stimmen auf einen weiteren Caudtdaten. -aa- Romrod, 30. Juli. Al- Sieger bei der heutigen G emetnder ath-wahl gingen die Herren Heinrich Damm, Karl Heinrich Schmidt und Wilhelm Weber aus der Urne hervor, der letztere war bisher Mitglied des GeweinderathS. Bingen, 28. Juli. Gerade nicht sehr ermuthigende Erfahrungen hat ein, vermnthlich hierher gesandter Strike- Agitator in Bingen zu sammeln Gelegenheit gehabt. Erschien da auf einer großen Baustelle ein Fremder und sprach al- Maurer um Arbeit zu, die ihm auch gewährt wurde. Nachdem er der „Arbeit" einige Zeit lang — nicht allzu lange, nur 2 bi- 3 Stunden — obgelegen, rückte er seinen Nebenarbeitern gegenüber mit der Sprache heran-, ließ, unter Hinweis auf den Frankfurter Strike, dte Prosperität eine» solcheo in Bingen im glänzenden Lichte erscheinen. Nur mit einem hatte er nicht gerechnet- mit dem gesunden Sinne der hiefigen Arbeiterschast, und die ihm drohende handgreifliche Antwort auf seine Verhetzungen ließen ihn schleunigst den Staub der Arbeitsstelle von den Füßen schütteln. Die Agi- tatiooSreise war umsonst gemacht. • Ueber den Alcoholgeuuß in gewerbliche» Betriebe» werden in dem Bericht der Gewerdeinspectoren sehr intereffaute Mittheilungen gemacht. In mehreren gewerb- lichen Betrieben, in denen die Arbeiter vornehmlich in ge- schloffenen Räumen arbeiten, hat durch strenge-, in der Arbeitsordnung häufig sogar mit Entlaffvng bedrohtes Verbot, alkoholische Getränke in die Arbettsräume mitzubringen, der Genuß von Schaap» und Bier während der Arbeitszeit ganz aufgehört. Um dem Alcohol zu Leibe zu gehen, hat man auch den Versuch gemacht, durch Verabfolgung von kohlen saurem Waffer, da- in kleinen eigens hierfür beschafften Apparaten hergestellt und für den Selbstkostenpreis abgegeben wird, den Genuß von Schnaps und Bier zu ersetzen. Der Versuch ist geglückt. Nachahmung verdient auch das folgende Beispiel eine- 600 Arbeiter beschäftigenden Waggonfabrik- befitzerS. Dieser stellt in den Sommermonaten seinen Arbeitern unentgeltlich schwachen Kaffee in ungeweffenen Mengen zur Verfügung und hat damit gute Erfolge erzielt. Sein Beispiel hat bereit- in einer ganzen Reihe von größeren Betrieben mit demselben Ersolge Nachahmung gefunden. Der meiste Schnap- wird wohl immer noch auf den Baustätten getrunken. Dte Beobachtung hat ergeben, daß die Arbeiter beim Bauhandwerk hauptsächlich durch den Umstand zum Alcoholgenuß verleitet werden, daß fast auf keiner Baustelle bi- jetzt ein Raum eingerichtet ist, wo sie fich während der Pausen und besonder» während der Miüag»zeit behaglich niederlaffen können. Die Leute suchen infolgedrffen dte nächste Kneipe auf und trioken dort durch gegenseitiges Animtren über da- Bedürfntß hinaus. Rühmend sei hier da» Vorgehen de» Königsberger Magistrats hervorgehoben. Er erstrebt eine Verminderung de» Alcohol» der im Freien oder auf Neubaustellen thättgrn Arbeiter dadurch, daß er für diese Arbeiter Speisehallen einrichret. Mögen andere Städte diesem Beispiele folgen! Neben den Baustätten find e» dte Ziegeleien, in denen der meiste Schnap» getrunken wird. Aus dem Regierungsbezirk Köln wird berichtet, daß in den dortigen Ziegeleien'Branutweiu bi» zu 1 Liter täglich genoffen wird. Ein vielbeklagter Uebelstand ist der, daß von vielen Arbeitern der Lohn zum großen Thetl vertrunken wird und die Familie darben muß. Besonder» an den Sam-tagen na b der Löhnung wird ein tiefer Griff in die Tasche gethan. Hier möchten wir im Jntereffe der Arbeiterfrauen und Kinder da» Vor- gehrn einer Eisenhütte im Reg. Bez. Liegnttz zur Nachahmung empfehlen. Um dem Anreiz zu lrichtferttgen Geldau»gaben am SamStag und Sonntag entgegen zu wirken, ist dort die Löhnung von SamStag Nachmittag» auf den Mittwoch Vormittag verlegt worden- gleichzeitig wird dort der Lohn nicht an notorische Trinker verabreicht, sondern an ihre Ehefrauen auSgezahlt. Beide Einrichtungen haben fich al» segenSwerth erwiesen. * Sin Sohu deS RrichStagSabgeordueteu Liebknecht, Affeffor Liebknecht, sollte nach einer Mitrheilung verschiedener B älter zum Amtsrichter in Seelow ernannt worden sein. Diese Meldung trifft nicht zu. Affeffor Liebknecht, der gegenwärtig zu einer Militarübung eingezogen lft und erst vor einigen Wochen sein Assessoren Examen gewacht hat, ist nicht zum Amtsrichter ernannt, sondern dem genannten Amtsgericht zur vorlä"fi-en unentgeltlichen Beschäftigung zugewiesen worden. * Die ReichSdruckerei übernimmt von jetzt ab für Privatpersonen die Abstempelung von Streifbändern und von Briefumschlägen mit dem Freimarkenstempel unter den für die Abstempelung von Postkarten und Kartenbriefen geltenden allgemeinen Bedingungen, über welche die Postämter Auskunft geben. Die Streifbänder können einzeln geschnitten oder in zusammenhängenden Bogen bis zur Größe von 60:90 Zentimeter, die Briefumschläge in fertigem Zustande oder ebenfalls in ganzen Bogen bis zu der angegebenen Größe eingeliefert werden. Die Briefumschläge müffen ihrer Beschaffenheit nach zur Abstempelung geeignet sein. Auf welchen Stellen der ganzen Bogen der Werthstempel eingedruckt werden soll, ist genau zu bezeichnen. Die Abstempelungsgebühr wird mit 1,75 Mk. für je 1000 Stück Streifbänder und Briefumschläge oder für jedes angefangene Tausend berechnet. Mengen unter 20000 Stück von jeder Gattung werden zur Abstempelung nicht zugelaffen. * Dar kleinkalibrige Gewehr in bet Schlacht von Cusco» Mountain. Aus New-Dork wird der „Kölnisch. Volksztg." geschrieben: Bekanntlich"haben die Spanier das Mauser- gewebr, die amerikanischen Regulären das dänische (Krag- Jörgensen'sche) Repetirgewehr, und die Volunteers sind mit dem Springfield Gewehr bewaffnet. Die bisherigen Gefechte haben Gelegenheit gegeben, die Wirkung der modernen Magazingewehre zu erproben. Das Mitglied der American Medical-Association Dr. Ducker hat nun mit dem Marine- Arzt Dr. Edgar das Schlachtfeld von Cusco-Mountain besucht und den Zeitungen folgenden Bericht darüber eingesandt : „Die Wirkungen von Gewehrkugeln kleinen Kaliberdürsten durch die Erfahrungen in der Schlacht von Curco- Mountain für immer festgestcllt sein. Einer unserer Soldaten erhielt in einer Distanz von 200 Schritt eine Fleischwunde in den linken Arm; die Kugel traf ihn dicht unter dem Ellbogen, als der Arm halb gekrümmt war. Die Wunde war an der Oberfläche nicht größer als das Kaliber der Kugel; wo die Kugel aber wieder herausgekommen, war das Fleisch schrecklich zerriffen, so daß man Anfangs glauben konnte, es rühre von einer Sprengkugel her, doch erwies fich letzteres bei genauerer Untersuchung als unrichtig. Einem der spanischen Soldaten waren die fünfte und sechste Rippe völlig gebrochen und zerschlagen; der Mann hatte sich offenbar nach vorn gebeugt und war im Laufen begriffen, als die Kugel ihn traf; die Kugel hatte ihn in den Rücken getroffen, unterhalb der zehnten Rippe, war aufwärts gedrungen, hatte bie innere Seite der sechsten und die äußere Seite der fünften Rippe getroffen und beide Rippen auf eine Länge von zwei Zoll förmlich in Stückchen geschlagen. Die zweite Leiche war die eines spanischen Neger-Guerilla, mit dem dicken Negerschädel. Eine Kugel war neben der Mitte des linken Schläfenbeins eingedrungen, hatte die Tabula vitria einen Viertel Zoll fortgeriffen, die Pia mater aber intact gelassen, nur daß sie ein glattes Loch von der Größe der Kugel zurückgelaffen. Die Kugel war durch den rechten Augenbogen herausgekommen und hatte hierbei die Hälfte der untern Wand und die ganze innere Wand fortgerissen. Ein vollständiger Längenbruch des Schädels war erkennbar, der sich von dem Stirnbein auf der rechten Seite bis zur Naht des Hinterhauptloches auf der nämlichen Seite, einen Zoll oberhalb der Wunde, entlang erstreckte. Die dritte Leiche war die eines spanischen Regulären, eines jungen Mannes von etwa 25 Jahren. Derselbe hatte sich vornüber gebeugt und sich unfern Truppen zugekehrt, als eine Kugel ihn zwei Zoll von der Naht des Schläfenbeins traf; 2*/, Zoll oberhalb der Schläfe; die Kugel durchschlug das Gehirn der Länge nach und kam an der rechten Seite des Stirnbeines heraus. Die Wunde war dort in Form irregulär und nur l7/8 Zoll in Größe, die Pia mater sowie die Tabula vitria waren in gleicher Wesse be- beschädigt. Die Wunde war glatt und von der Größe der Kugel, sofern die Pia mater involvirt war, jedoch dem unteren Rande der Tabula vitria entlang war das Gehirn fortgeriffen, als ob es mit einem Meißel herausgehauen worden fei. Auch hier zeigte der ganze Schädel einen Bruch. In beiden Fällen stand der Bruch mit .der Wunde nicht in birecter Verbindung. Der Bruch lief parallel mit dem Laufe, den die Kugel genommen hatte. Der Bruch war so, daß man mit einer Messerklinge durchfahren konnte. Der Schuß war aus einer Distanz von 600 bis 800 Schritt abgefeuert. Der vollständige Bruch des Schädels ist jedenfalls eine Folge der großen Schnelligkeit, mit der die Kugel durch den Kopf fährt, wodurch ferne Zeit für eine Zellen-Compre sion verbleibt Weiter meint Dr. Ducker, daß bei den modernen Feuerwaffen die Sterblichkeit eine entschieden größere fei. Wenigstens sei das bei den Amerikanern der Fall gewesen. So haben fich durch die modernen Feuerwaffen die Greuel des Krieges unzweifelhaft vermehrt, besonders die Verwundungen sind weit schrecklicher, als es früher jemals der Fall war. Dabei stehen erst 17 000 amerikanische Soldaten im Felde. Wie fürchterlich müßte dagegen ein großer europäischer Krieg werden, in dem Millionen-Heere gegen einander kämpfen! Man wagt nicht, sich solche Greuel nur auszudenken. * Ein Parodie» für Liebende. Außer dem einst so berühmten Gretna Green giebt es jetzt auch noch andere Orte, in denen Liebende nicht allein ohne jeglrche Schwierigkeiten und Kosten ehelich verbunden werden, sondern nebenbei, wahrscheinlich als Belohnung für den bewiesenen Heldenmuth, noch fünfundzwanzig Dollars in Gold und bie Begünstigung einer freien Hochzeitsreise auf einem Dampfer zugesichert erhalten. Außerbem haben bie betreffenden Brautleute noch die Wahl zwischen einer Trauung zu Lande ober auf ben rauschenden Wogen des Wassers und zwar bei herrlichstem Mondschein. Dies Paradies für Siebente ist Amerika, und die groß- müthigen Menschenfreunde, denen so unendlich viel daran liegt, Ehen zu stiften, findet man in einer Dampfschiff-Actien- Gesellschaft, die zwischen Milwaukee und Chicago während der Sommermonate mit ihren Dampfern eine regelmäßige Verbindung unterhält. Milwaukee ist schon feit Jahren btr Zufluchtsort aller Derjenigen, die schnell und ohne Umständlichkeiten das Band der Ehe schließen wollen. Es ist nachgewiesen, daß ein einziger Geistlicher, der Reverend Mr. W. A. Hunsberger zu Milwaukee, auf diese Weise jährlich 2000 Paare eingesegnet hat. Die unternehmende Dampfergesellschaft übersandte kürzlich 20600 Einladungen an junge Herren Chicagos und der umliegenden Städte, in denen den Betreffenden kostenfreie Trauung in Milwaukee selbst und freie Reise auf einem der Gesellschaft gehörenden zwischen Milwaukee und Chicago in Verkehr stehenden Dampfer gewährt werden sollte. Denjenigen aber, die bie Trauung währenb ber Fahrt auf dem Dampfer selbst in Gegenwart der übrigen Reisenden würben stattfinden lassen, wurde die Zugabe von 25 Dollars zugesichert. Eine sehr wichtige Veranlassung zu dieser Speculatlon gab jedenfalls die kürzlich bekannt geworbene Thatsache, baß zu Milwaukee im Staate Wisconsin die Brautleute keiner staatlichen Heirathserlaubniß bedürfen, um eine Ehe einzugehen, was in Chicago nicht der Fall ist. Dann aber rechnet man hauptsächlich darauf, daß die bräutlichen Paare von zahlreichen Freunden und Verwandten begleitet warben, bie selbstverstänblich ihre Ueberfahrt bezahlen. Die unterwegs nothwenbige Verpflegung ber Brautleute wie der Gäste sichert der Gesellschaft ebenfalls gute Einnahmen, die sich ganz betlächtlich erhöhen dürften, wenn die Trauung gar an Bord stattfindet. Wie versichert wird, sind die betreffenden Einladungen so zahlreich angenommen worden, daß ungefähr 500 Personen täglich die Fahrt nach Milwaukee machen werden und Hunderte von Liebespaaren die Trauung auf dem Schiffe während der Fahrt in Aussicht gestellt haben. ‘«Wttl’V“'»- 1 eine sÄ“? Mt unter n * «Äft* ««n, wgt U% 6 *ben :*»5SS 018 die sZ| «en ™’ Um* •'?' tote bie inner, „ et Neu SiJ Qn9e von ,mft g.n *!•«*»? ’tn ®4l«enbeiw ’ ein«n 90[[ 9elQh( nut bah j W ittiüdfltlafitn. E^Selowe. ® "b * di- gto|t Mbtget Lingenbiuih W« bem Stirnbein «• Hinttthclupiloche- ober^alb bet Wunde, 1 die eines fpan^en " .?a 25 Jkhr«. 6 «ich unfern Truppen von btt Kh! dts der Schläfe; die Kugel ich unb tum an bet Die Wunde wat hort Ö in Größe, die Pia in gleichet Weise be> ) von bet Wt btt itt war, seboch bem ang war dar Gehirn Neiße! hnaurgehauen e Schädel einen Bruch. ! ,dir Wunde nicht in arallel mit dem Laufe, t Bruch war so, bah n konnte. Ter Schutz IOO Schritt abgefeuert. 1 jedenfalls eine Folge Kugel durch den Kops llen-Compre sion ver« ß bet den modernen schieben größere sei. u bet M gewesen. erraffen bie Greuel nderS bie Xetwunb* jet jemaU bex Fall ank\d)t SoibuUn im in tzrotzet europäischer eete gegen einander t Greuel nur auP- c dm einst so berühmten andere Orte, in denen wierigkeiten und Kosten ebenbei, wahrscheMch ^ldenmuth, noch M' ie Begünstigung einer -r »ute "°4 bl‘* (auf bett tnW« mtiWemR°"d^ Imerita, n^11^ unenblii J“* -er *',"n bie fi«» “"tl *!;?** ,l'v’ «y** ' 20600 fVfft «** MIM'-- «*«* I“®’’ -der, d>- gtgenwart er f<»®«be di. iM * ;b. „«blige . ®ue W (M[ä 6 jebenfaO* 1 gMatt 'JH'®““1'1i aubnife ich-n 6=1*3 d« »ii*L u«i *■ ® gÄ'birf^ stände I. der^ Derp^Änfaüs feUf«°n tst te", «? S«t *£ • Traume als Todesursache. Eine Vereinigung englischer Aerzte hat fich mit der interessanten Frage beschLstigt, ob Träume der unmittelbare Anlaß zum Tode sein töncen. Im Allgemetueo wurde die Frage bejaht, wenngleich mau utcht de, kennt, daß in Wirklichkeit solche Fälle sebr selten eialreteu werden. ES sei zu unterscheiden, ob der Tod kurz nach einem besonder- schweren Traume erfolgt, war bei manchen Krankheiten sehr wohl geschehen könne, oder ob infolge bei TraumeS sich eine Wahnidee entwickelte, die zu einer wirklichen Erkrankung und dadurch zum Tode führt. Für beide Möglichkeiten ist je ein Fall mit den näheren Umständen bekannt geworden. Eine kranke Frau verfiel nach einem schweren Traume io hochgradigste Erregung und verstarb noch n derselben Nacht am Herzschlag. Ja dem zweiten Falle träumte ebenfalls einer weiblichen Person, daß fie ermordet worden sei. Da fie fich das W-sen der Traumwelt nie klar gemacht hatte und jedem Traume eine besondere Bedeutung beilegte, war fie infolge geträumten Mordes von steter Furcht erfüllt, die nach Monaten in BerfolguugSwahnsinu auSartete und endl ch den Tod zur Folge hatte. Daß Träume den Lebensgaug abergläubischer Meuschen in hohem Grade be- einfluffro können, ohne grade den Tod zu veranlafseo, dafür har man sehr viele Beispiele. Wissenschaft, Literatur und Hnnft. — Katechismus der Baustosslehre von Walther Lange. Mit 162 flbbilbunßtn. In Oligmallemenbanb 3 Mk. 50 Pig. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der Verfasser hat mit diesem Bändchen ein kurzgesaßtrS Lehrbuch für den so wichtigen und dennoch bisweilen unterschätzten Unterricht tn der Baustofflehre an Baugewerkschulen geschaffen. Dr. Bernhard Karsten hat elnleltungSwetse die Chemie bearbeitet, so weit sie zum Verständniß der Baustofflehre erforderlich ist, an diese reihen sich die von W. Lange herrührenden drei Theile über die ConstructionS, die AuSdau- und die Mörtelstoffe. Zahlreiche Abbildungen erläutern den Text. Tabellen über Eigengewicht und Druckfestigkeit, sowie über zulässige Be astungen der Bausteine, über zulässige Spannung für Maschtnen-Constructionen erhöhen die Brauchbarkeit befl durchaus allgemein verständlich geschriebenen Buches, da» nicht nur dem erst Lernenden, sondern auch dem Practiker recht gute Dienste leisten wirb. — »DaS neue Pestalozji-Fröbel-HauS in Berlin" heißt ein sehr reicher mit zadiretchen mmuctiven Illustration geschmückter Aussatz, den Gustav Klitscher in Nr. 23 der verbreiteten Halb- mo^alsschrtst .Vom Fels zum Meer" (Stuttgart, Verlag der Union, Preis des Heftes 75 Pfg.) soeben veröffentlicht. Aus dem wie immer überaus reichen illustrativen wie textlichen Inhalt (Heft 22 bis 23) verdienen die mit erläuterndem Bilderschmuck versehenen Artikel über Meister „Franz Skarbtna", den ausgezeichneten Berliner Maler, von I. Norden; „Eine Reise ins SäterSthal im südlichen Norwegen" von Wilhelm Dreesen; „Das schweizerische LanbeS- museum in Zürich" von I. C. Heer; „Elefantenfang in Indien" von Dr. H. Bolau ganz besonders hervorgehoben zu werden. Neben Rudolpb Stratz' figuren- und bandlungSvollem Roman „Die letzte Wahl" findet sich eine moderne Problemnovelle auS der Theaterwelt: -Unterwegs" von der feinsinnigen Bianca Bobertag: ferner enthält Der reichhaltige „Sammler" Bilder und Artikel aus allerlei Gebieten und Gegenden ?c., so daß jegliches Jnteresie Genüge findet. — Heuse, Zur LSsung des Hamlet-ProblemS. Elber« selb, Baedeker'fche Buchhandlung. Preis 75 Pfg. Dr. Heuse gibt unS bie Charactere im Hamlet Drama in lichtvoller, klarer Form, ohne tn den Fehler der meisten Kritiker zu verfallen, vorgefaßten Ideen zu Liebe den Dichter metstrrn ober nach eigenem Gefallen die einzelnen Figuren ummodeln zu wollen. Er hält fich lediglich an den Text und zeigt auf Grund desselben, daß die auf- tretmben Personen keine Theatermenschen, sondern Bilder wirklicher Mmschen find, die einzige Suffasiung, welche dem größten Werke deS großen Briten würdig erscheint. Originell und noch nicht da- । gewesen ist die Erklärung des StoßeS durch die Tapete, durch welche Erklärung der Verfasser die Characterisirung HamletS, wie er fie ! gibt, in glücklicher We,se rechtfertigt. Das Schrifichen kann jedem Freunde deS räthfelvollen DramaS, bm neben der eigenen Auffassung bie Lösung intereffhrt, die ein Anderer gewonnen hat, ausS Beste empfohlen roerben. Unterhaltungen in Bad Nauheim vom 2. August bis 7. August. DimStag den 2. August, Nachmittags von 4'/» bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des Jnf.-Regi- menis Nr. 171 aus Bitsch. Bei gutem Wetter um 10 Uhr Feuerwerk am Fuß der Terrasse. Bei schlechtem Wetter sinder daS Feuerwerk am folgenden Abend nach Schluß des Theaters statt. Bei gutem Wetter spielt die Kurcapelle von 6 bis 8 Uhr am Teichhause. Mittwoch den 3 August, Nachmittags von 41/« bis 7 und von 8 bis 91/, Uhr auf bet Terrasse: Concert der Capelle des Thürtng. Ulanen-RegimentS Nr. 6 auS Hanau. Bei gutem Wetter spielt die Kurcapelle von 6 bis 8 Uhr am Teichhause. Nachmittags 4 Uhr am großen Teiche Vorsührung von Rettungsapparaten für Schiffbrüchige durch den Erfinder HanS Hrckler aus Frankfurt a. M. AbendS 8 Uhr: Theatervorstellung. Heinrich Heine. Vorher: Die Schulreiterin. Donnerstag den 4. August, Nachmittags von 41/« bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 au« Gießen. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den b.^August, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kmcapelle. Die Fledermaus. SamStag den 6. August. Nachmittags von 5 diS 7 Uhr: Concert der Karcapelle auf der Terrasse unter Mitwirkung deS 12jährigen Cornet-ä-piston Virtuosen Hugo Spengler auS Dortmund. Von 8‘, diS 10 Uhr spielt die Capclle Tänze und kann auf dem nordwestlichen Theile der Terraffe getanzt werden. Nachmittags 4 Uhr: Theatervorstellung für Kinder unb Erwachsene. Peter in der Fremde. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 7. August, Nachmittags von 4 bis 7 und von 8 bi8 93/< Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle deS Thüring Ulanen-Regiments Nr. 6 aus Hanau. Montag den 8. August: Einmaliges Gastspiel deS Fräulein Marie Gündel vom Sladttheater in Frankfurt a. M. Niobe. ■& Seidenstoffe verlange Muster mit Angabe d. Gewünschten von Elten &. Keussen, Crefeld. Das schönste Gesicht verliert, sobald sich Unreinheiten der Haut, wie Pusteln,. Miteffer, Schrunden, Sommersprosim u. s. w. ein stellen. Diese zu bekärnpsm, bedarf ev einer vernünftigen Gesundheitspflege der Haut und nicht der Anwendung scharfer, ätzender, die Haut in dm meisten Fällen zerstörender Mittel. Ein Verfuch mit der Patmt-Myrrholin-Seise, welche zur Haut« unb Schönheitspflege unerläßlich und unübertroff n ist, wird am besten ihren Werth als tägliche Toilette-Gefund- heitS Seife beweifen. Uederall, auch in den Apo- thekm, erhältlich. 860 W« *c0|itil<. 1898 Aut a pf. *<’ u v'r,n n ru j-/; 126 ,< S f 186 s .. ste^Vlthon<*e# i$t <$ <*J a reit ® _ Welt Z/i DestfcheGrdfch.B. •rtst •stt aus btt. 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S. 1906 8'/, Frrf.HyP.Tred.B.mck.b.1806 99.26 N/, Preuß.Hyp.A.Bk.«Lr.b.l9W 98 60 mtf.b.1905 102.00 3V, Pomm.Hyp.«.Bk.«Lb. 1906 1W0Ü mck.S.1906 99.20 4 Frkf.Ldw.Lred^k.imk.>. 19C0 101.76 Coursbericht WM J. Kurz & Co., Giessen, -lthkpfst 'p H Frankfurter Börse vom 30. Juli 1898. Ung. Goldrte.. do. Anl. do.Staatsrte. do.E.B.Gold v. 89 . . . . Arg. inn. Anl. do. äuß. v. 88 ChinesischeAnl. Egypt. unific. . Mexico v. 90 . do. Eifenb. . do. Silber. . rtädte-Gbl. Darmstädter . do...... Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . do...... Offenbacher. . Wormser . . . do...... Lissaboner . . Rom II—vm Buenos-Aires Lindeshrl.Aul. S.-Braunf. . . Tüchtise ArbkiteriMtli, sowie Lehrmädchen, per sofort oder später gesucht. 7609 Anna Kramer, Robes und Consection, Löberstr. 11, pari- 7621] Tüchtiges Laufmädchen zum 10. August gesucht. Näheres in der Expedition d. 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Griech.E.B. v. 1890 .... 37.20 4 Griech.Monop. 43.60 5 Italiener Rte. 92.70 Z do...... 58.30 4 Oest. Goldrte.. 103.10 47 Oest. Silberrte. 86.15 471 Portug. Staat 29.95 8 do...... 18.80 5 Rum. am. Rte. 100.05 4 Ruffcn v. 80 . 103.— 371 Schwedens 80 100.70 4 Serben v. 95 . 58.90 4 Spanier . . . 37.70 5 Türk.Zoll-Obl. 98.40 1 bo.conD.Lit.C. 26.55 1 1 bo. Lit.D. 22.20 37, Westbeutsche 23er. Königs- u. Bobencredit Laura . . . 200.70 204.50 101.75 101.75 4 in Cöln . . Ung. Lbs.-Ctr. 100.— 98.75 100.— 98.90 «isellb.-Artittl. 306.50 103.— 102.80 Oest. Staatsb. 304.15 100.— 100.— Diverse. bo. Sübbahn 68.90 69.— 99.60 99.20 4 Buberus . . . 101.— 101 — Gottharbbahn. 139 — 138.10 4 Eifenb. Ribk. . 101.50 101.50 Jura»Simplon 88.60 -.— 100.55 100.40 47, Hirzh. u. Lollar 97.50 97.50 Princ Henry . 107.10 107.70 98.— 99.30 98.— 99.30 KauK'Artieu. Dtsch.Reichsbk. 161.55 164.30 Losse in Procenteu. Bab. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minben. 145 99.50 102.— 98.30 99.70 102.— 98.30 Berliner Hanb. Darmstäbt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. 165.50 152.40 199.— 117.90 152.60 199.50 118.20 4 5 37, 166*40 113.— 137.40 160— 113.— 137.40 99.20 101.40 100.25 99.75 97.50 99.20 101.75 100.25 99.75 97.50 Disct.-Comm. Dresbener . . Mittelbt. . . . Nationalbk. . . Oest.Creb.-Act. 199.10 161.30 118.— 146.30 304.- 199.35 162.40 118.— 146.50 306.65 4 5 3 27, 3 Mein. Th. 100 Oesterr. v. 1860 Olbenb. Th. 40 Raab-Grazer . Türk. frs. 400 135.— 126.60 131.70 90.90 35.45 135*10 126.40 132.— 36.40 100.50 100.50 IndsLrie-Arüen per Stück in Mk. 99.70 99.70 KleyerFahrrad 255.50 263.90 Ansbacher fl. 7 38.70 — . » - 100.50 100.50 Henninger Augsburg, st. 7 25.— 24.— 100.20 Brauerei. . 144.— 144.80 Brschw.Thlr20 ■ ■■.— 114.80 100.20 Farbw. Höchst. 415.— 414.— Freiburg.fs.10 25.60 25.60 101.— 103.10 Norbb. Lloyb . 111.— 111.— Mallänb.fs.10 13.75 13.60 99.80 99.60 Bochumer Guß 227.60 230. - Meininger fl. 7 23.70 23.55 98.50 Gelsenk. Brgw. 189.— 192.50 Pappenh. fl. 7 23.60 23.40 98.50 Harven. Brgw. I 180.25 18050 VenediyerL.30 22.70 22.55