Arrsla»-. Wie«, 31. März. Da- „Neue Wiener Tageblatt" theilt ergänzend mit, daß Erzherzog Franz Ferdinand schon seit geraumer Zeit einen Thrtl der Regierung-gesch äste de- Kaiser- erledige. Zu den BertretungSgeschäften sollen nun auch die militärischen Aagelegenheiten kommen. Wie«, 31. März. Der Ftnanzmiuister kündigte im Abgeordnerenhause die Aufhebung de- Zeitung-- stempel- und der ärarischen Mautheu an. Mehrere Ab» geordnete brachten einen Antrag ein, betreff- Einbringung eine- Gesetzentwurf-, durch welchen die Einwanderung ausländischer Juden nach Oesterreich streng verboten werden soll. ~ „ Nom, 31. März. Der deutsche Botschaster Freiherr Saurma v. d. Jeltsch veranstaltete gestern einen großen EmpsangSabend. ES nahmen daran Thetl: da- diplo- matische CorpS, die Minister, die Unterstaat-secrriäre, der Präsident der Deputirtenkammer, der Vicrpräfident deS Senats, eine Anzahl Deputirter und Senatoren, Hoswürdeu» träger, B-rtreter der Stadtbehörden, die hervorragendste« Mitglieder der deutschen Colonte u. A. Pari», 31. März. Der Cassation-Hof verhandelte heute über die Nichtigkeitsbeschwerde ZolaS. Ein zahlreiche- Publikum füllte den Znhörerraum. D,e wichtigsten Punkte, aus welche sich die Beschwerde stützt, find die folgenden: Die Art, wie Billot die Klage gegen Zola eind,achte, war gesetzwidrig- der Präsident de-AssisenhofeS überschritt wieder- holt die Grenzen der di-cretionären Gewalt- der Zeuge BoiSdeffre wurde weggeschickl, um ihn der Fragestellung Labort- zu entziehen- die Zeugin FrauBoulancy wurde nicht bentbtflt. — Der Procurator beantragte Verwerfung der Nichtigkeitsbeschwerde. Da- Urtheil de- Gerichtshofes ist noch nicht gesprochen. , Paris, 31. März. Labori wurde heute im Justiz. Palast tnfultirt. Der Vorsitzende des CaffationShofeS ließ den Beleidiger festnehmen, worauf das Publikum Labort eine Ovation bereitete. Madrid, 31. März. Ueber die gegenwärtige Situation äußerte sich Mtnisterpiäfideut Sag ast a sehr reservirt- er hält die Lösung der schwebenden Fragen sür sehr schwierig. Die patriotischen Kundgebungen dauern in ganz Spanien fort. Die Geldsammlungen, welche bereit» mehrere Millionen be- tragen, sollen der Regierung für Kriegszwecke zur Verfügung gestellt werden. London, 31. März. „Daily Mail" wird aus Shanghai berichtet, daß sich in Port Arthur neun russische Panzerschiffe befinden. Der chtnesisch-rusfische Vertrag sagt, daß Talienwan dem europäischen Handel eröffnet werden soll, daß aber Port Arthur nach allen Regeln der Kunst befestigt wird. Wafhiugto«, 81. März. Präsident Mac Ktulry erklärte einer Abordnung, daß er jeden Augenblick eine wichtige Drahtnachricht von .Woodford erwarte. Er gab dabet der Hoffnung Ausdruck, daß das Parlament sich zu keinen voreiligen Schritten htnreißen laffen werde. 1898 Samstag den 2. April Erstes Blatt Nr. 78 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Zlnzeigeblutt für den Atveis Gieszen nsel Gratisbeilage: Gießener Familienblätter MM en detail der Justizetat ge- liegt der Antrag 3298 „le-# Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den sagenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In- und Änftaeltl nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeG«. Redaction, Expedition und Druckerei: Zch»kstratz« Nr. 7. t Eier spreife», Adresse für Depeschen: Auzei-er -tetze». Fernsprecher Nr. 51. Lieber (Centr.) vor, in Correctur des Beschlusses zweiter Lesung nuvmebr auch das Gehalt deS Schatzsecretär» nur in Höhe von 24,000 statt 30 000 Mk. zu bewilligen. Der Antrag wird genehmigt- desgleichen der Etat des Reichsschotzamts und brr Etat der Zölle und Verbrauchssteuern. Beim Postetat bestreitet StaatSsecretär v. Pod bie lSkt, daß in einem bet der zweiten Lesung vom Abg. Wurm an- geführten älteren Falle (noch unter dem StaatSsrcrerär von Stephan) von Gerichts wegen die behördliche Verletzung deS Briefgeheimnisses anerkannt worden sei. Abg. Müll er-Sagau (frs. Vp.) fragt an, ob eS richtig sei, daß einstweilen Gehilfen-Asfistenten nicht mehr angenommen werden sollen. StaatSsecretär v. PodbielSkt entgegnet, zur Zeit sei für Postgrhilfeu kein Bedarf. Auf Anregung des Adg. Rickert (frs. Vg.) beschließt daß HauS, alle Petitioneu und Resolutionen heurc auszusetzeu, um in einer späteren Sitzung darüber zu berathen. Die Abgg. Bebel und Binger (Soc.) versichern auf Grund eigener Erfahrung, daß ihnen Postsendungen theilS verletzt, »Heils gar nicht zugegangen seien. Abg. Singer (Soc.) bemerkt weiter, der StaatSsecretar habe neulich erklärt, er wolle keine Märtyrer schaffen. Wie harmonire damit da» Vorgehen gegen eine Unterbeamtrnver- fammlung in Hamburg? StaatSsecretär v. PodbielSkt entgegnet, er halte jede dtrecte oder indirecte Brtheiliguug von Unterbeamten an socialdrmokrattschrn Bestrebungen sür unvereinbar mit den Pfl.chlrn der Beamte' . Er werde gegen jeden Beamten, der sich dagegen vergehe, einschreiten. (Bravo I recht».) Redner verheißt sodann noch eine umfassende Ausdehnung des Fernsprechwesen» auf dem platten Lande. Beim Etat der RetchSdruckeret kommt der Abg. Hammacher (utl.) zurück auf den Fall Grünenthal. E» fet ein Ersorderniß, daß die Druckerei fortan nicht mehr drucken dürfe, als von der ReichSbank gefordert werde. Stamsjecretär V.PodbielSki entgegnet, e» würden ja jetzt schon vollgiltige Roten thatsächltch nur in dem geforderten Umfange hergestrllt. Die überschüssigen 10 Procent seien nicht vollgiltig, denn e» fehlten ihnen die Nummern. ES feien eben an dem bewußten 14. Januar eine Menge Zu- fälligkeiten zusammengetroffen. Der betreffende Beamte habe wahrscheinlich Jahre lang auf einen solchen Moment gelauert. ES seien seit 1880 38 Milliarden in Noten hergestellt und da sei denn doch dieser eine Vorfall nicht von solcher Bedeutung. Grünenthal habe ein Geständniß abgelegt. ES seien im Ganzen 160 bi» 160 Scheine, um die es sich handele. Ein Anlaß zur Beunruhigung liege nicht vor. DaS Grünen- thal'sche Vermögen sei auch weit größer, al» der erwachsene Schaden. (Heiterkeit.) Seit dem 1. Januar sei ein neuer Curator ernannt, hoffentlich würden bet der nunmehrigen Trennung von Verwaltung und Betrieb solche Dinge nicht mehr vorkommen. Abg. Müller.Sagan (frs. Vp.) hält da« System der Controlle sür ganz ungenügend. Auch er sei der Meinung, daß kein Ausschuß da sein dürfe - rS dürfe eben nicht mehr gedruckt werden, al» die ReichSbank verlange. Abg. Hamm ach er (nl.) betont, die Presse habe sich in dieser Sache große Verdienste erworben (Beifall) und bemerkt schließlich, für den etwaigen Schaden sei jedenfalls die Reichsdruckerei verantwortlich. Der Etat der Reichsdruckerei wird genehmigt, desgleichen in der Gesammtabstimmung der Gesammtetat und da» Schuldentilguug»gesetz. DaS Hau» vertagt sich nunmehr auf Dienstag, den 26. April. T. O.: Elrctrtfche Maaheinheiteu, lex Heintze und Wahlprüfungeu. Schluß 3% Uhr. Erörterung müßig erscheinen, da solchen doch selbstverständlich Sitz und Stimme im StaatSwinisterium zusteht. Homburg v d. H-, 31. März. Die Kaiserliche« Prinzen reisen heute Abend in Begleitung deS Ober- hospredtger» Dlyander von Plön ab und treffen morgen Vor- mittag hier ein. Frankfurt a. M., 81. März. Wie der „Franks. Ztg." au» Pari» telegruphirt wird, vertagte der Kassationshof die UrtheilSverküudigung im Zola-Proceß auf übermorgen. BreSlau, 31 März. Drr Oberbürgermeister Bender gab die Erklärung ab, er würde eine etwaige Wahl al» Ober- bürgermeifter Berlin» nicht annehmeu. Soblevz, 31. März. Die Stadtverordneten-Versammlung lehnte einen Zuschuß zu den National fest en auf dem Niederwald mit 16 gegen 8 Stimmen ab. Köln,31. März. Der „Köln. Ztg." wird au» Madrid telegraphirt, daß der heutige Mintsterrath eine Entscheidung bringen werde. Jedenfalls wolle Spanien seine Rechte aufrecht erhalten. Telegraphisch find drei Millionen Peseta» zur Unterstützung der Nothleidendeu nach Cuba überwiese« worden. München, 31. März. Nach einer Mtttheilung de» Justiz. Ministers im FinanzauSschuffe find bis jetzt 48 verurthrilte Haderer begnadigt worden. 160 haben Begnadigungsgesuche etngereicht. von izger KMM Nr. 8 ein. Mi e rafa W ml der Brom Hilde, schevtvkiie, vjittags- >karte ÄchMgivol! oz Renk. Deutsche* tteidptag» 74 Sitzung vom DoauerStag de« 81. März 1898. Vor Eintritt in die Tagesordnung erk ärt Abg. Lieber- manu v. Sonnenberg (Antis.) gegenüber der ihn betreffenden vorgestrigen Aevßerung de» Abg. Ahlwardt, daß er niemals in irgend welchem AbhängigkeitSverhältniß zu den Conservativen gestanden habe. Ahlwardt habe sich ferner gestern bezüglich der Judenflinteu auf eine Notiz in den ^Deutsch-Socialen Blättern" berufen. Er selbst erkläre, daß sein Schriftleiter diese Notiz ausgenommen habe, er selbst würde es nicht gethan haben. Wa» die Judenflintenfrage anlange, so bemerke er, daß jedenfalls die Form de» Ahl- wardt'schen Vorgehen» den vaterländischen Jutereffen widersprochen haben. Tagesordnung: DUtte Lesung des Etats. Etat de» ReichSjustizamtS. Abg. Lieber (Centr.) erklärt, er habe in der zweiten Lesung darauf Bezug genommen, daß Erzbischof MrlcherS s. Zt. mit Strohflechten beschäftigt worden sei. Nach den inzwischen angefiellten Ermittelungen ziehe er diese Angabe als irrthümlich zurück. Staattsecretär Nieberding ist dem Abg. Lieber für seine Berichtigung dankbar. Abg. Schmidt. Frankfurt a. M. (Soc.) rügt, daß in Frankfurt a. M. einer Strafgefangenen, die einen Säugling zu nähren hatte, nicht Strafaufschub gewährt worden sei. StaatSsecretär Nieberding lehnt ein näheres Ein- gehen ab, da die Betreffende den Beschwerdeweg nicht er- schöpft gehabt habe. Abg. Stadthagen (Soc) kommt zurück auf den Fall Melchers. Die Selbstbeschäftigung im Gefängnisie sei nicht Nezug-prets vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Deutliches Reich» Darmstadt, 31. März. Wie die „Darmstädter Ztg." meldet, weilt der Großherzog von Hessen gegenwärtig in Florenz. Berlin, 31. März. In der heutigen Sitzung de» Bundesrathe» nahm dieser von der Vorlage, betreffend die Denkschrift über die deutschen Ntrdrrlaffungen in Tientfiu und Hankau, Kenutniß. Dem Gesetzentwürfe, betreffend die anderwette Festsetzung de» Gesammtcontingent» der Brennereien, dem Anträge de» Abgeordneten Dr. v. Levrtzow und Genoffen wegen Errichtung eine» Stondb'ldrS sür Kaiser Friedrich, dem Gesetzentwurf, betreffend die deutsche Flotte, sowie schließlich dem Au»schußbericht, betreffend den Entwurf eineß Gesetze- für Elsaß-Lothringen über die Preffe, wurde die Zustimmung ertheiit. Die Vorlage, betreffend die Ver- lethung von CorporaftonSrechten an die Pangante Gesellschaft zu Berlik», wurde den zuständigen AuSschüsien überwiesen. Berlin, 31. März. Der „Post" zufolge übersandte der Kaiser dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe zu dessen heutigem Geburtstage in kostbarem Rahmen seine Photographie in Marineuntform. Berlin, 31. März. Die neue Commission de» Reichstages, welche nach Auflösung der früheren Bau- commisfion die fernere Ausschmückung dc» Gebäude» mit Bildern und Kunstwerken besorgt, wird aus sieben Mitgliedern de» Reichstage» und zwei vom Bundesrath gewählten Ver- tretet« bestehen. Die Commission wird sofort nach den Osterferien zur Berathung zusawmentreten. Berlin, 31. März. Wie die „Poft" meldet, hat sich der Unfall, bei welchem in Kiaotschau ein deutscher Seesoldat durch einen Schuß auS dem Gewehr eines anderen Soldaten umkam, ereignete, während die Wachmannschaften sich auf einem RecognoScirung-gange befanden. Die Flinte eine» der Mar'chirenden entlud sich und traf den Vordermann tödtlich. Berlin, 31. März. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat seinen heurigen Geburtstag in aller Stille begangen. Staat-Minister Dr. v. Miquel, StaatSsecretär v. Bülow mit Gemahlin überbrachten ihre Glückwünsche persönlich. Berlin, 31. März. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung preußischer Orden an eine Anzahl von Beamten deS französischen ColonialministeriumS, darunter den Kronenorden zweiter Klaffe mit dem Stern an den Leiter der Colonialabtheiluvg, Lecomte, und an den Director in derselben Abtheilung, Binger. Berlin, 31. März. Die „Nordd. Allgew. Ztg." schreibt: In den Blättern wird die Frage erörtert, ob dem Staat»- secrerär de» ReichSmarineamtS, Contreadmiral Tirpttz, infolge feiner Ernennung zum preußischen StaatSminister und Mitglied de» preußisch?« StaatSministeriumS Sitz und Stimme in letzterem zustehe. Schon der Umstand, daß die Ernennung zum Mitglied des Staat-mtutsteriumS erfolgt ist, läßt diese Grfcheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Dir Girßener Mamikienvlätter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Hf fei jener Fall ein solcher, um den man Reichstag zu kümmern habe. Nach weiterer kurzer Debatte wird «ehmigt. Beim Eiat deS Reichsschatzamts Insel^ HU 1 JMu.10, sowie NW 1 blt ergebene MllWkg, IdoÖ ^hniklhMtl. werben unb eine Regel, sondern nur eine Ausnahme. Die Instruction für die Preußischen Gefängnisse stehe im Widerspruch zum Strafgesetzbuch. ES bedürfe da eine» Einschreiten- deS Reichs gegen die LandeSverwaliungen. Wa- den Fall in Frankfurt anlange, so gebe da- Gesetz doch kein Recht, einen Säugling mit in» Gesängn ß hineinzuzwtngen. Und deshalb - - - sich auch hier im Moment ,it ■* *,*•*■• ** . m Erfurt' 1 'ba*' ilmeiskunbe. 5- _____TL Ilttlkde«, - 8<» Ä15 üw-- •*•*&-** Cocales unö prwHttjieflei. Gieße». btn 1. April. • • Hoher Besuch. Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz von Deutschland und Prinz titel Friedrich von Preußen nebst Gefolge pasfirtea heute früh acht Uhr mit dem D Zuge 76 von Plön kommend, tm Sonder-Schlafwagen, auf der Durchreise nach Homburg 6. d. Höhe die hiesige Station und nahmen da- vorher in der Bahnhofrestanration bestellte erste Frühstück daselbst ein. Die Kinder de- Herrn Provinzialdtrector- Geheimrath Frei« Herrn v. Gagern wurden empsaugen und überreichten den Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten Blumenspeuden al- ersten Morgengruß tm Hesseulaude. • • H. Stadtthealer. Unter der Devise „Ende gut, Met gut*, ging dle gestrige Schlußvorstellung dieser Saison Wit der Aufführung von Shakespeare- „Romeo and Julia" in Scene, mit diesem klassischen Trauerspiel zugleich einen würdigen Abschluß bildend. Die Wiedergabe ist erfreulicher, weise eine recht gute zu nennen. Um da- Zustandekommen dieser ist tu erster Linie Herr Hofschauspieler Hacker« Darmstadt zu nennen, welcher die Rolle de- Romeo in großem Stil zu glänzender Darstellung brachte. Die leiden« schaftliche, dabei wohllautende Sprache de- Künstlers läßt die Vorzüge feine- gereiften Darstellnng-verwögen- zu noch größerer Geltung gelangen und gewinnt ihm in verstärktem Maße die Sympathie de- Auditorium-. Der ihm zu Thril gewordene enthusiastische Beifall de- voll besetzten Haufe-, fowte die Bouquelfpende war eine wohlverdiente An« erkeuuuog seiner meisterhaften Gesamwileistuog. Al- btffen Partnerin ist gleichfalls mit vollem Lobe Fräulein Marl off in der Rolle der Julia zu nennen. Wir wollen nicht an Einzelheiten mäkeln, im Ganzen bekundete die Wiedergabe ihrer Julia viel Fleiß und eingehende- Studium, fodaß dec Gesawmteindruck ein recht günstiger war. Auch ihr galten in gleicher Werfe die Betfalltkundgebungeu und da- ihr überreichte Bouquet war ein ehrlich errungene- Zeichen ihre- Erfolge-. Bon den übrigen Mitwtrkenden bot insbesondere Frau Dtrector Kruse al- Julias Amme eine ganz vorzügliche, bewundern-werthe Leistung- Herr Doser (Venvolio), Herr Liebscher (Tapulet), Herr Forsch (Lorenzo), sowie alle Uebrigen boten viel Brauchbare-. Diese letzte Vorstellung hatte großen künstlerischen Erfolg errungen und ließ keinen Zweifel über den mächtigen Eindruck der Aufführung aufkommen. Somit können wir mit Freuden bestätigen, daß auch diese Schlußvorstellung wohl dazu ange« thau war, dem Ensemble ein ehrenvolles Andenken zu sichern. Dem scheidenden Künftlerpersooal aber rufen w r ein herzliche- Lebewohl zu und viel Glück und Erfolg in der Zukunft. — ES erübrigt nun noch bei dieser Gelegenheit mit einigen Worten unserer Direktion, der Herren Kruse und Helm, zu gedenken. DaS abgelaufene Theaterhalbjahr hat auf- Neue gezeigt und bestätigt, daß daS Bestreben obwaltete, nur Gute- zu bieten, ja unsere Erwartungen in dieser Beziehung find zum Thetl noch übertroffen wordeu. Die Directiou hat e- verstanden, die htefige Bühne auf ein höhere- künstlerische- Niveau zu bringen, auf dem fie sich durch bedeutende Leistungen bis zum Schluß gehalten. Alle- in Allem genommen dürfen die hiesigen Theaterfreunde mit den Leistungen de- Stadttheaters unter der jetzigen Directiou sehr zufrieden sein und wir find sicher, daß auch in der kommenden Saison die Herren Kru.se'« Helm da- Wohlwollen und die Auer« kenuung der Einwohnerschaft Gießen- aufs Neue und in noch größerem Maße bethätigt finden werden. Wir rufen ihnen ein fröhliche- „Auf Wiedersehen?" zu. • • Der Thealerverrin ist in der Lage gewesen, seinen Mitgliedern zu den sechs vereinbarten Vorstellungen noch eine siebente zu bieten. Zum Unterschied von den früheren fand diese ausschließlich mit einheimischen Kräften statt und auf Vorschlag der Theaterdirectton Kruse-Helm wurde der Schwank Niobe gewählt. Bet früheren Vorstellungen, wo die Vergleiche zwischen dem Können unserer Gießener Darsteller und dem der auswärtigen Gäste sich aufdrängten, hatte man oft den Wunsch, einmal in einer künstlerisch abgerundeten Vorstellung zu sehen, was unser hiesiges Personal allein ohne fremden Zuzug leisten könnte. Die Aufführung de- Lustspiels „In Behandlung", in dem unsere Künstler den Gast thetl« weise Überragten, hatte wieder gezeigt, wie viele gute Kräfte für die Darstellung von Characterrollen, männlicher wie weiblicher, hier vorhanden find. Unter dem vorhin ange« deuteten Gesichtspunkte betrachtet, scheint unS die Wahl des Stückes nicht glücklich, eS enthält blo- zwei Rollen, die des Peter Dünn und die der Niobe. Alle übrigen find so bescheiden, daß keinem Darsteller die Möglichkeit des Hervor« treten- gegeben war. — Dem Stück liegt eine jener barocken Einsälle zu Grunde, in deren Au-Hecken englische und amert« kautsche Humoristen groß sind, der Gedanke, welche wunder« ltchen Situationen sich ergeben müßten, wenn plötzlich eine Statue sich belebte und in Marmor festgehaltene Gestalt aus altgriechifcher Zeit in unsere so ganz ander- geartete Welt hinabstiege. Und um die- Unmögliche fich verwirklichen zu laffen, bedienen die Berfaffer sich eines Traume-, der noch dadurch motivirt wird, daß die Gedanken de- Träumenden fich ununterbrochen tm Wachen mit der Statue beschäftigen, mit der da- Wunder vorgeht. Leider ist der Einfall za weit auSgesponnen, und wa- zuerst drollig und witzig wirkt, wird schließlich schleppend und ermüdend. Auch konnten wir unS eines Gefühls von Unbehagen darüber nicht erwehren, jene erhabene Verkörperung eine- unermeßlichen Mutterschmerzes znrn Anlaß von Poffenreißerspäffen gemacht zu sehen. Die Rolle deS Peter Dann hat jene Form wirksamer Komik, in der sich Herr Director Helm au-zeichnet, und fie wurde von ihm ungemein wirksam wtedergegeben. Sehr glücklich «ar ebenfalls Frl. Würdig als Niobe. Durch ihr gesteigertes Pathos und ihre tragische Feierlichkeit in Wort und Bewegung kam der lächerliche Eontrast, auf den die Berfaffer abzielten, zu voller Wirkung. Zwei strebsame Künstler erinnerten unS wieder einmal an Mängel, aus deren Abstellung fie in den nun beginnenden Ferien eifrig hinarbeiten sollten. Herrn Janson- Sprache ist nicht immer deatlich genug und Einzelnes verschluckt er geradezu. Frl. Marlo ff, deren Spiel in tragischen R llen wie Kreuse, wir unbedingt loben konnten, läßt es tm Grsellschaft-schauspiel öfter- an Ernst fehlen und geht nicht genug in ihrer Rolle aus. — Die Regie schien der Meinung zu sein, daß zur Charakteristik von Engländern nothwendig carrtrte Kleider gehörten. Wir bezweifeln auch nicht, daß man auf fünf« oder zehntausend Engländer im Lande selber einen trifft, der solche trägt, namentlich auf der Reise und im Bad. Der Aozag der Mehrzahl der Spieler, namentlich aller Damen, war ein einziger grober Verstoß gegen die unbeugsamen englischen Kleiderfitten, gegen die zu sündigen gleich nach der Sünde gegen den heiligen Geist kommt. — Unseren Künstlern, die trotz der vielen Ein« studtrungen, die dem Vertiefen und sorgfältigen AuSgestalten ihrer Rollen hinderlich waren, e- dennoch fertig brachten, unt so viele tüchtige und manche echt künstlerische Leistung zu bieten, sei am Schluffe nochmals ausdrücklich Dank gesagt. • • Allgemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege. In der am Dienstag den 29. d. MtS. stattgehabten zahlreich besuchten Generalversammlung unsere- Allgemeinen Verein- für Armen« und Krankenpflege nahm man zunächst Deranlaffung, über die Schwierigkeiten zu sprechen, die fich nach dem letzten Rundschreiben de- Ktrchenvorstande- der hiesigen JohanneSgemeinde an seine Gemeindeglieder der Thätigkeit de- Verein- in dieser Gemeinde entgegenzustellen drohen. ES wurde hierbei da- Bedauern au-gesprochen, daß in der genannten Gemeinde fich nicht dasselbe segen-reiche Einvernehmen zwischen Allgemeinem Verein und Kirchenvorstand erhalten habe, wie e- ohne irgend welche Störung zwischen dem Verein und den drei anderen hiesigen evangel. Gemeinden zum Besten aller Kranken und Armen in den betreffenden Stadttheilen bestanden habe und fort und fort besteht. In der an diese Mltthetlung fich anknüpfenden Dt-« cusfion kam e- besonder- zum Ausdruck, wie schwer der Verein von der drohenden Schädigung in seiner Arbeit getroffen werde gerade in dem Augenblick, wo er tm Begriff stehe, tm Interesse der Gesamwtheit so große finanzielle Opfer durch den Neubau des Schwesternhauses auf fich zu nehmen- ferner wurde unter allgemeiner Zustimmung festgestellt, daß der Verein in der JohanneSgemeinde genau nach denselben Grundsätzen verfahren habe, wie in den drei anderen Gemeinden, daß er aber trotz deS geschehenen Bruchs zu einer Wtederanko.üpfung deS gegen feinen Willen und seine Wünsche aufgelösten Verhältnisses bereit sei. Uebrigen- konnte hierbei die beruhigende Versicherung gegeben werden, daß nach wie vor die Berein-schwestern — wie in den anderen Stadt« theilen so auch in der Johaune-gemeinde — ihre Thätigkeit im letzten Jahr entfaltet haben und auch weiterhin au-üdm werden. Anwesende Mitglieder gerade auS der Johannes- gemeinde sprachen endlich die Zuversicht au-, daß fite vielen Freunde de- Vereins unentwegt treu fich zu demselben auch künftighin halten würden. Der Vorstand erhielt feiten- der Versammlung die allgemeine Zustimmung zu seinem bisherigen Vorgehen. — Aus dem von dem Borfitzenden, Herrn Pfarrer Schloff er, erstatteten Jahresbericht über die Thätigkeit dr- Verein- im Jahre 1897 heben wir Folgende- hervor: Die neue Organisation des Vereins, die den einzelnen Ab- theilungen eine größere Selbstständigkeit verleiht, hat fich im Großen und Ganzen bewährt. Leider wurden dem Vorstand wieder zwei treue Mitglieder durch den Tod entriffen, Fräulein Johannette Zimmermann am 21. April, Fr. Adolf Weidig am 21. Juni. Die Mitgliederbeiträge find auf 5077,60 Mk. gestiegen (1896: 4843 Mk.) Für den Um- bau des Schwesternhauses ist durch das höchst danken-- werthe Entgegenkommen der städtischen Behörden die Erwerbung eine- sehr geeigneten Bauplatzes an der neuen Johannisstraße („Wiener Hof") ermöglicht worden. Die Armenpflege wurde von der dasür neugebildeten Helfer- abthetlung unter Leitung des Herrn Pfarrer Dr. Grein und der beiden Bezirksvorsteher, Herrn Director Baufa und Herrn Kaufmann Robert Stuhl, betrieben. Unterstützt wurden 198 Personen und Familien tu 733 Fällen, und dafür auf- gewandt 4723,95 Mk. Unsere Schwestern haben in 734 Familien gepflegt, darunter waren 191 Falle, tu denen sie tage-, ja Wochen- und monatelang die ganze Pflege Tag und Nacht geleistet haben. Im Ganzen haben fie 17 312 Pflegebesuche gemacht und 759 Nachtwachen gehabt, eine Leistung, die nur dadurch möglich war, daß in dringenden Fällen, wenn sechs und fieben Nachtwachen zugleich begehrt wurden, bewährte Frauen zur Au-hilfe herangezogen wurden. Außerdem haben die Schwestern noch 239 Besuche bei Pflegekindern gemacht. Für Badekuren wurden 1135 Mk. aufgewandt, darunter 1005 Mk. für Kinder. Da- Mieth-patronat wurde durch Ankauf de» Hauses Kaiharinengaffe 11 erweitert, dessen Pflege Herr E. Pistor und Fräulein I. Pistor über» nahmen. Der Verein besitzt nun fünf eigene Miethhäuser und hat drei städtische Häuser in Verwaltung. Das Ziel, daS sich der Verein gesteckt hat, auch in bescheidenen Verhältnissen dazu zu helfen, daß die Familien Freude an ihrem Heim gewinnen, wird leider vielfach noch durch mangelnde Einsicht Derer, denen er dienen will, gehindert. In der Krippe wurden 40 Kinder mit 3957 Pflrgetagen verpflegt. Die unter Leitung der Frau Baron v. Gagern und Frau AmtS- gerichtSrath Gebhardt stehenden Nähabende nahmen unter Mithilfe zahlreicher Damen und unserer Schwestern einen recht erfreulichen Verlauf. Ueber 200 Teilnehmerinnen arbeiteten darin in drei Gruppen (Schulmädchen, Frauen und ältere Mädchen) fleißig und fröhlich au je einem Abend in der Woche. Die GesammtauSgabe dafür belief fich auf 536,92 Mk., wovon jedoch 230 Mk. durch besonder. Beiträge und 192 Mk. au- den Zinsen de- dasür bestehenden Stistung-capital- gedeckt werden. — Die von Herrn Rendanten Döring geprüfte Rechnung, die mit 73090,55 Mk. in Einnahme und 72728,80 Mk. in Au-gabe abschloß, wurde genehmigt, worauf dem Rechner, Henn A. Wtlker, mit dem Dank für seine große Mühewaltung Entlaft"ng ertheilt wurde. — Bezüglich de- Schwestembause» wurde mitgelheilt, daß der Bau den Herren Architekten Stein L Meyer al- Genera! Unternehmer übertragen worden sei, daß die Pläne zur Genehmigung vorliegen und die Arbeiten, sobald der Abbruch der alten Gebäude vollendet sei, begonnen werden. Die geplante Eentralheizung (Warmwafferheizung) wird die Firma Lieban in Magdeburg liefern. — Dem Vorstand wurde end« lich überlassen, Ersatz für Fran Weidig durch Eooptation zu gewinnen. C. M. • • Die Postfchaller find von heute ab Morgen- um 7 Uhr geöffnet. • * Jubiläum. Heute find el 25 Jahre, daß Herr Loni - Strauß, Procurist der Firma R. Oppenheimer Sobn hier, bei derselben eintrat. Er hat während dieser Ze r ununterbrochen seine Dienste derselben gewidmet und erfreut sich in weiten Kreisen de- besten Ansehen- und großer Beliebtheit. •• Echnlstatistischel. In Hessen kommen durchschnitt lich auf je 1000 Einwohner: 148 Bolksschnlkiodrr- am höchsten ist diese Zahl tm Kl eise Lauterbach mit 178, am geringsten jedoch im Kreise Darmstadt, wo aber auch no;: zwei Mittelschulen und sech- PrtvatunterrichtS«Anstalteo bestehen. Zur Reichstagswahl. Für die bevorstehende Reichstag-, wähl hat die socialdemokratische Partei in den neu» Wahlkreisen deS GroßherzogthumS Heffen folgende Eandidatee aufgestellt: 1. Gießen: Redacteur Scheidemann-Gießtu, 2. Friedberg-Büdingen: Gastwirth Prinz Frankfurt, 3. Alsfeld-Lauterbach: Schreiner Brandt Frankfurt, 4. Darmstadt- Groß-Gerau: Landtagsabgeordneter Cramer-Darmstadt 5. Offenbach Dieburg: Reichs- und Landtags Abgeordneter Ulrich-Offenbach, 6. Ben-Heim-Erbach-W mpfen: Landtags- abgeordneter Rau Bürgel, 7. WormS-Heppenheim: Schuhmacher Berthold-Darmstadt, 8. Bivgen-Alzeh: Redacteur Katzenstein-Mainz und 9. Mainz-Oppenheim: LandtagSabge ordneter Dr. David-Mombach. — Hoffentlich erfahren nun die Wähler auch bald etwa- über die Candidaten der änderet: Parteien. — Al- Candidat deS Bundes der Laudwirthe nr.b des gelammten arbeitenden Mittelstandes wird vom Wahl» ausschuß de- Bundes der Laodwirthe für den 3. Oberhefsifchcn Wahlkreis (Al-feld-Lanterbach-Schotten) Landwirth Fr? Schade zu Altenburg empfohlen. Aus Bernlburg, 30. März schreibt man unS: Die in Nummer 36 des SreiSblatteS des Kreises Alsfeld vom 24. März 1898 von Gießen auS vom 20. Marz (Gießener Anz.) veröffentlichte Verhaftung de» ® emetnbf«- r einer« Jacobi von veruSburg wegen Amt-verbrechem beruht auf Jrrthum, da derselbe bis heute noch nicht i® Haft genommen worden ist und sich in BernSburg befinde. Die hier, nach vorläufiger Feststellung, fehlenden amtliche,« Gelder (2000 Mk.) beruhen theilweise auf rückständigen Einnahmen. Ifirctylidte Anzeigen -er Stabt Giefzen. Evangelische Uemeinbe. Sonntag den 3. April. Palmarum. LandeS-Busi^ und Bettag. Collecte für hilfsbedürftige inländische Gemeinde»« Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein Vormittags 11 Uhr: MilitärgoNesdtenst. Pfarrer Dingelden Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde. Nachmittags 2*/i Uhr: Kmderkirche für die Marcusgemeindr. Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Am Gründonnerstag, den 7. April, sind et AbendS 6 Uhr, desgleichen am Charfreitag im Vormitlagsgottesdienst, Beicki« und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marcusgemeinde statt. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Iohanneökirche. Vormittags 91/« Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2>/a Uhr: Kinderkircke für die Lucasgemeindr Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Am Gründonnerstag, 7. April, Abends 8 Uhr, und an I Charfreitag, 8. April, Vormittags 9«/, Uhr im HauptgottesdienS I findet Beichte und heil. Abendmahl statt für die Lucas- mM I JohanneSgemeinde. Anmeldungen werden vorher bei den Pfarrern I erbeten. Am Gründonnerstag, 7. April, Vormittags 9'/, Ubc I Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Johannes I gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Der nächste Kindergottesdienst für die JohanneSgemeinde ftl I am Ostersonntag, 10. April, Vormittags 11 Uhr, gehalten werde® | nicht am Charfreitag, wie den Kindern bereits gesagt wurde. Im Confirmandensaal, Neustadt 01: Sonntag den 3. April. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde I Pfarrer Schlosser. Kath,lischt • eetinli Samstag den 2. April. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit z. 's heil. Beichte. Sonntag den 3. April. Palmsonntag. Vormittags von 6«/i Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselbe» ■ Austheilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Dte zweite heil. Messe. um 9V1 Uhr: Hochamt. Vor dem Hochamte findet >< Palmweihe statt; die zu weihenden Palmen müssen f I 9>/, Uhr in der Sacristei fein. Nachmittag- um 5>/, Uhr : Predigt; darauf Fastenandackt. Mittwoch den 6. April. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit I heil. Beichte. Gründonnerstag den 7. April. Vormittags von 6y, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. , um 7, 7y, und 8 Uhr: Austheilung der heil. Communn» | , um 9V, Uhr: Hochamt. Nack dem Hochamt wird w 1 Allerheiligste nach dem sog. hl. Grabe übertragen i»l | dort bis zur Abendandacht aufbewahrt. Bon 107, Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags sind ft »' Anbetungsstunden. Nachmittags um 6 Uhr: Andacht. ztNM"-"' Arav »eiral um $ » von ' belun tUWW»*. r„! Freitag Ab M 3 Uhr, 6 'Sochengolt' Nächster zur Versüguni sind, iü dal freien »«; wendigen bau! Hai für die nchrndenen E liche Publikum meinnühige Un und Zeiisch Richtung, Ine Reifen, Ki bessere Ju bigen Jahr Die Na Zn bef suhlen durch nut Auflegen auch gegen Vt Anerbiet d. Mnchvw) vriaMl. Heute rirb der NB kirrbewohMno ;en Baarz> 9 66 tomr schranke, 2 Hans und 3438 _____ L± Dienstag Mittwoch spinal um im Auftrage d Nöck die jur ömgnagel ji Gegenstände,: eine gro Wein, Li Tptlcrefi vaareu, fohlen, 3 »uh, W und vieles sofortig versteige «eiter versti 1 Kah 5 ord. Brc Vein, 3 Fatzcher Hummel Ar $ttf ‘ ft«lt bloßste M He« Cd labet. H wundeten vier, die anderen mußten flüchten. Militär ist Nach den letzten Depeschen au3 1. April. 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Depeschen de« Bureau „Herold". Berlin, 1. April. Als Nachfolger deS gestern in den Ruhestand getretenen Grafen PUckler ist der RegierungSrath Dtetertei zum Chef der Berliner Crimtnal- Polizei ernannt worden. Berlin, 1. April. Der sächsische Landtag nahm nach einer Meldung aus Dresden den conservativen Antrag de» Verbote» politischer Versammlungen für Frauen und Minderjährige an, ebenso die Regierungsvorlage, welche die Verbindung politischer vereine untereinander gestattet. Budapest. 1. April. Auf der Brfitzung de» Grasen CockovicS in Tobe fand ein blutiger Zusammenstoß von Fcldarbeitern mit der Gendarmerie statt. Nachdem drei Arbeiter von den Gendarmen erschoßen waren, stürzten sich die Arbeiter auf die Gendarmen, tödteten einen und ver. Gut erhaltener Kinder-Sportwagen zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe unter H. H. an die Expedition dieses Blattes. Haus mit gut gehender Wirthschast zu verkaufen. Offerten unter O- 3427 an die Expedition d. BI. zu richten. Buchhandlg. u. 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Um den schon vorhandenen Stamm von Büchern zu ergänzen, richte ich an das verehr- liche Publikum Gießens und der Umgebung das ergebenste Ersuchen, das ge. meinnützige Unternehmen durch Ueberweisuug entbehrlicher Bücher und Zeitschriften zu unterstützen. Erwünscht sind gute Bücher jeder Richtung, insbesondere: Belletristik, populäre Wisseuschasten, Reisen, Kunftgewerbe, Vorlagewerke, Lexiea, Atlanten, bessere Jugeudschristen, Zeitschriften in alteren vollständigen Jahrgängen u. a. m. Die Namen der Schenker werden in den^Büchern verzeichnet. Zu besonderem Danke würde sich der Verein ferner verpflichtet fühlen durch die regelmäßige Lieferung neuer Zeitschriften zum Auflegen in der Lesehalle einige Zeit nach eigener Benutzung, eventuell auch gegen Verpflichtung zur Rückgabe. Anerbietungen nimmt Herr Buchdruckererbesitzer Kindt (Firma v. Münchow) entgegen, der auf Wunsch auch das Abholen der Bücher Stück großftüchtige Erdbeerpi?i^nzens per 100 Stück Wk. 2 50 3436 Hardthof 18. 3438] Braver Junge als Bnch- binderlehrling gesucht. 2Bo? zu erfragen in der Expedition. London, 1. April. Nach den letzten nrpesqeu ou > New-York lehnte Spanien alle amerikanischen Forderungen ab. Allgemein ist nun die Ansicht vorherrschend, daß Amerika nunmehr die Unabhängigkeit Cubas proclamiren werde und Consul Lee zum Gesandten auf Cuba ernennen wird. Eine osfictelle Kriegserklärung ist von Seilen Amerikas nicht zu erwarten, aber die spanische Torpedo-Flottille wird von der amerikanischen Flotte aufgehalten werden. Versteigerung Dieustag den 5. April und Mittwoch den 6. April d. I., ikdesmal um 9 Uhr anfangend, werden im Auftrage des Herrn Concursverwalters Nöck die zur Concursmasse des Eonrad Gengnagel zu Großen-Buseck gehörigen Gegenstände, nämlich: eine große Partie Branntwein, Wein, Liqueur, Cigarren,Tabak, Specerei-, Eisen- und Kurz- waaren, Heu und Stroh, Steinkohlen, 3 Schweine (Läufer), eine Kuh, Wurst- und Fleischvorrathe und vieles Andere gegen sofortige Bezahlung an Ort und Stelle versteigert. Weiter versteigere ich noch: 1 Rüböt, ea. 3o8 Liter ord. Branntwein, 2 Fatz Weißwein, 1 Kiste Flaschenwein, 40 Flaschen bessere Weine, 3 Fäßchen Zwetscken, Kirschen und Kümmel. _ Die Versteigerung findet bestimmt statt. 3425 Geitzler, Großherzoglicher Gerichtsvollzieher j uw 5 Restauration Heil Schlostgassc. Heute Samstag Wetzel- Westanlage 28, 2. St. (5 ger. Zim., Badezim.), bis Anfang Juli neu bergeriebt, zu vermiethen. Besondere Wünsche können berücksichtigt werden. Zu erfragen Parterre. 3412 Gin Logis zu vermiethen. i0Dt,eö toetbtn1 iklUt 0. 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