leM Uhr, l. Uhr, WLL UPfg-für jeden Abeni , , 1111 & strenge cd orstände. enpfiegT ifomminng 8«/, u-l, in dc °"Mage, ErMMü Der Vorstand, ^MWW Schatz- p ern tuenbleiche M*. ? Bl kauf ausdrücklich - meietien.*1 K ?tz- PD. Spr^ iS 7 UH' '9 Mil ball- Mittwoch den 2. Februar 1898 Nr. 27 Zweites Blatt. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamitieuvtätter «erden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Meßmer Anzeiger Nezugspret» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pf^ mit Bringerloha. Bei Postbezug Mark 50 Pfg. ierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Keneral-Anzeiger Alle Anzeigen-VermittlungSstellen bei In- und Auslandes nchmen Anzeigen für ben Gießener Anzeiger entgegen. Aints- und Anzergeblntt für den Ttreis Onefzen. »!■ J . ■ ' - Redaction, Expedition und Druckerei: Kchnlstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Kietze«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Therl. Nr. 2 des ReichS-Gesetzblatts, ausgegeben dm 28. d. M., rnthält: (Nr. 2440.) Gesetz, betr. die Controle del Reichs- Haushalt«, des LandeöhauShaltS von Elsaß Lothringen und -beS Haushalts der Schutzgebiete für das ElatSjahr 1897/98. Vom 22. Januar 1898. (Nl. 2441 ) Bekanntmachung, betr. die dem intet# nationalen Uederetnkommen über den E srnbahafrachtverkehr beigefügte Liste. Vom 21. Januar 1898. (Nr. 2442.) Bekanntmachung, betr. die Aufhebung der Neberemkunft zwischen dem Reiche und Großbritannien über den Schutz der Rechte au Werken der Literatur und Kunst. -Bom 22. Januar 1898. Gießen, den 31. Januar 1898. GroßherzvglicbeS Kreisamt Gießen. v. Gaqern. Allerlei von Hof und Hofgesellschaft, insbesondere vom Berliner Hofe, plaudert ein Anonymus i« dem neuesten Hefte der „Deutschen Revue": .... Das stabile Element der Berliner Hofgesellschaft setzt sich — insoweit die Herren« und Damenwelt gemeinsam in Frage kommt — im Wesentlichen zusammen aus wenigen „landsässigen" fürstlichen Familien, einigen Familien von Staats# und zahlreichen solchen von Hofwürdenträgern, General- und Flügeladjutanten, sowie den jüngeren Offiziers# chepaaren dec Garde#Cavallerie-Regimenter. Erne größere Anzahl männlicher Einzelerscheinungen aus dem militärischen, amtlichen, politischen, künstlerischen, wisienschaftlichen Leben, deren Damen nicht hoffähig sind oder von ihrer Hoffähigkeit keinen Gebrauch machen können oder wollen — und nicht zu vergesien die junge unbeweibte Garde, das heißt ein Regiment Hofballtänzer mit Epauletten — vervollständigen das Bild. In diesem Bilde fehlen fast gänzlich — und mit jedem Fahre mehr — der Landadel im Allgemeinen und die großen Herren im Besonderen, welche regelmäßig im Winter in hauptstädtische Palais oder bescheidenere Miethswohnungen Anziehen. An ihrer Stelle erscheinen wohl Familien des hohen und kleinen Landadels am Berliner Hofe, für die hierzu gerade eine besondere Veranlassung oder Gelegenheit vorliegt. Reichstag, Herrenhaus, Abgeordnetenhaus beispielsweise haben das Bedürfniß, sich doch einmal am Hofe zu zeigen, der Wunsch der Töchter, doch einmal „vorgestellt" zu werden, führt eine Anzahl Familien des Landes an den Hof, die aber, kaum warm geworden, wieder verschwinden, weil das Abgeordnetenmandat erloschen, die Tochter angebracht oder sitzen geblieben oder der Geldbeutel schonungsbedürftig ist. Sie verschwinden nach einem, zwei Wintern, um sich bisweilen in Decennien nicht wieder sehen zu lassen, ja um vielleicht erst in der nächsten Generation am Hofe wieder zu erstehen. Natürlich spielt die Geldfrage hierbei die Hauptrolle. Selbst der über dem wirthschaftlichen Durchschnitt sichende Theil des preußischen Landadels ist kaum mehr in der Lage, einen regelmäßigen Winteraufenthalt in Berlin zu bestreiten. Die ganz vereinzelten Familien, die eigene Häuser besitzen, sehen sich gezwungen, sie zu vermiethen, auch wenn die Häuser zu Majoraten gehören. Die hohe Besteuerung der in erster Lage gelegenen Grundstücke, die eventuelle com- munale Doppelbesteuerung bei längerem Aufenthalt in der Stadt, der einen zweiten Wohnsitz begründet — find gewichtige Momente, die vielfach selbst die begütertsten der in Preußen ansässigen Fürsten von Berlin fernhalten. Zu dem fluctuirenden Element in der Berliner Hofgesellschaft gehört weiterhin das einer steten Veränderung unterworfene diplomatische Corps, das, mit allen Angehörigen fast 200 Köpfe stark, im gesellschaftlichen Leben eine bedeutende Rolle spielt. Sind doch namentlich die Botschafter — die zu erfinden bekanntlich Rapaleon III. sich bemüßigt fand — zur Repräsentation verpflichtet, schon um die großen Ansprüche auf Rücksichten und Ehrungen, zu denen ihr außerordentlicher Rang sie berechtigt, der Gesellschaft annehmbar zu machen. Ihnen schließt sich ein kleiner Theil der zahlreichen Missionschefs im Range der Gesandten an, je nachdem die Inhaber der Posten, bemittelt sind und deren Gemahlinnen gesellige Talente entwickeln. Allerdings handelt cs sich da, wie überhaupt in Berlin, mehr um größere Einzelfeste — wie es im Kleinen die Diners sind — als um regelmäßige Vereinigungen der Gesellschaft oder von Theilen derselben. Es fehlt nicht an Diners und Bällen in Berlin, aber an „Salons" fehlt es. Bälle namentlich mehr als genug! Bei Hofe, in der Diplomatie, in der stabilen inländischen Gesellschaft, bei den heut zu Tage weniger stabilen Ministern — ja selbst bei den nur vorübergehend auftretenden Familien; bei diesen mit Vorliebe in Hotels, seitdem die schon traditionell gewordenen Subscriptions- bälle im „Kaiserhof" die Hotelbälle beliebt machten! Die bequemste Art, sich einer Menge Verpflichtungen auf einmal zu entledigen, die beste Art, die eigenen Töchter etwas in den Vordergrund zu rücken und sie auf alle anderen Balle einladen zu lassen! So lange die Ballmütter außerdem der Ansicht huldigen, daß ein Viertelhundert Bälle von ihren Töchtern abgetanzt werden müssen, daß die armen Dinger abgetanzt auch aussehen müssen, um ihre Leistungen und Erfolge in der Wintercampagne jedem ad oculus demonftriren zu können, — so lange wird eben die Wintergesellschaft an dieser tyrannischen Balleinseitigkeit und damit an „geistiger Oede und Leere" leiden — wie der sehr gerechtfertigte und auch wohl übliche Ausdruck lautet; wenigstens las oder hörte ich ihn scho» irgendwo. Ce que femme veu.t — es ist eben ein Ver- hängniß! Erst nach dem Fasching treten wieder die obligaten Bazars in ihr Recht, findet hier und da einmal eine Theateraufführung statt, wird vielleicht auch etwas muficirt. Wer noch eine besondere gesellschaftliche Verpfltchtung fühlt, ladet zwei- bis dreimal mehr Menschen, als bequem Platz haben, zum 8routa ein, dem Wirthe und Gäste wie einem unvermeidlichen Nebel entgegengehen und den man schnell wieder flieht, nachdem man „acte de presence“ gemacht — wobei es allen Betheiligten zum Trost gereicht, daß diese „Feste" überall die gleichen und besonders in London so überfüllt sind, daß ein großer Theil der Gesellschaft auf der Treppe zu bleiben genöthigt ist. Getanzt wird übrigens auch jetzt noch, ebenso wie schon vor Weihnachten, glücklicherweise aber in diesen Perioden vereinzelter, weil die katholischen Familie» sich nicht betheiligen. Und doch gelingt's in der Hofgesellschaft nicht gar so häufig, die ersehnte Verlobung zusammen- zutanzen — wie denn überhaupt das, was man im Norde» „ausgehen" und im Süden „in die Welt gehen" nennt, weniger Verlobungen zeitigt, als gelegentliches Zusammenkommen auf dem Lande oder in Bädern — in gewisse» Bädern wenigstens, unter denen Norderney den unbestrtttene» Vorrang behauptet. . . . .... Die gesellige Sitte entsteht nicht in Berlin, so»- Feuilleton. Ei» falsches Urlhrii. Eine ungarische Gerichtsscene von Coloman Mtkszath. Der Gerichtshof ragte. Draußen lagerte der Nebel über dem unförmigen Gebäude und schien es erdrücken zu wollen; et klebte an den Fenstern und verhüllte deren Eisblumen. Eine dicke, erstickende Luft erfüllte den Sitzungß# saal. ES roch nach den Schafspelzen der Bauern und nach Schnaps. Der metallene Luftsauget in der obersten Fensterscheibe drehte sich langsam, träge. Müden Blickes stützten die Richter sich mit den Rücken gegen die Stullehuen. Dieser schloß die Augen und ließ, auf das Federgekritzel des Schreibers horchend, eine Hand träge hinabfinken, jener zähnte und trommelte mit einem Bleistift auf dem grünen Tische. Der Präsident rückte die Brille auf die Nasenspitze und wischte seine feuchte Stirn ab. Seine kaltblickenden grauen Augen waren scharf auf die Thür geheftet, durch die die an dem eben beendeten Prozesse Betheiligten den Saal verließen. »Noch Jemand da?" fragte er langsam und in wenig leutseligem Tone den GerichtSdiener. „@in Mädchen," antwortete dieser. „ES mag kommen." Die Thür ging auf und daS Mädchen erschien. Mit ihm weht ein frischer Luftzug in den Saal, fächelt sanft die Stirnen und Wangen und kitzelte die Augenlider der Anwesenden. Im nämlichen Augenblick schien ein Sonnenstrahl den dichten Neb.. zu durchdringen und durch die Eisblumen der Fenster auf Wände und Möbeln del Grrichts- laaleS zu spielen. Ein hübsches Mädchen! Die pelzbesetzte, zestlckte Taille saß so glatt au dem schlanken, ebenmäßigen Körper wie an einem Stavdbilde. ES senkte die Blicke der schwarzen Augen zu Boden und faltete die große schöne Stirn. Seine Erscheinung war entzückend, die Bewegungen mmuthsvoll. DaS leichte Rauschen des gestärkten Kleider bezauberte Jedermann. „WaS gibt eS, Kiod?" fragte der Präsident kühl. DaS Mädchen schob daS schwarze Tuch, daS seinen Kopf bedeckte, zurecht und antwortete mit einem tiefen Seufzer: „Mein Anliegen ist traurig, sehr traurig." Die sanfte und schmerzbewegte Stimme ging zu Herzen wie schöne Musik, welche, nachdem sie bereits verhallt ist, noch die Lust zu durchzittern und Jeden und Aller mit jhrem geheiwnißvollen Zauber zu bannen scheint. Die vorher so grämlichen Mienen der Richter erhellten sich etwas und schienen zur Erzählung des traurigen Anliegens freundlich aufzufordern. „Hier ist daS Schreiben," sagte daS Mädchen, „eS wird alles besser sagen wie ich . . ." Doch eS muß daS Schreiben erst zum Borschein bringen, muß den obersten Haken der Taille öffnen und eS hervorholen. Der Haken ist abgerissen, zu Boden gefallen. DaS Mädchen bückt sich bescheiden, um ihn aufzuheben, wobei ihm das Schreiben ebenfalls entgleitet. Der Präsident dreht ernst fein graues Haupt und greift mit feiner fleischigen Hand nach dem Schriftstück. „Ein Urtheil," murmelte er, als seine Blicke darüberschweifen. „Anna Bede soll heute eine sechsmonatige Gefängnißstrase antreten." DaS Mädchen senkt traurig den Kopf, wobei daß schwarze Tuch sich verschiebt, ein dichter Haarzopf sich auflöst und ihm verhüllend über daS Gesicht fällt. Und das war gut fo. Verbarg doch die Haarfülle die Schamröthe, die der vorherigen Bläffe des Gesichtes plötzlich gefolgt war. „Wir bekamen es vor acht Tagen," stotterte daS Mädchen. „Der Gerichtsdiener selbst brachte eß und erklärte eß uns. Und da sagte meine arme Mutter: „Gehe, Kind, daß Gesetz ist Gesetz, und man sollS nicht leicht nehmen." Und nun bin ich da und möchte daS halbe Jahr absitzen." Der Präsident wischt zweimal die Brille; fein kalter, unwirscher Blick schweift von den Mienen der AmtSgenoffen nach dem Fenster, dem Fußboden, dem großen eisernen Ofen, durch deffen durchbrochene Feuerthür ihm zwei glühende Augen entgegenstarren und er murmelt halb unbewußt: „DaS Gesetz ist Gesetz!" Dann liest er und liest abermals den Strafbefehl, daß Gkkritzel aus dem weißen Papier. Ja, da stedt eß klar und zweiselloß: Anna Bede ist wegen Hehlerei zu sechSmonatlicher Gesängnißhaft veru'theilt. Der Luftfauger wird lebendiger, dreht sich plötzlich mit rasender Schnelle. Natürlich! ein kräftiger Windstoß außen ist ihm in die Flügel gefahren, macht selbst die Fenster erzittern und bläst durch die Ritzen, wie um die Anwesende» mit seinem Frosthauche einzuschüchtern: „DaS Gesetz ist Gesetz 1" DaS Haupt del Präsidenten neigt sich zustimmend vor dieser Stimme der Natur; er klingelt dem GerichtSdiener- „Führen Sie Anna Bede zum Gesängnißinspector." Der Mann nimmt daß Schriftstück, daß Mädchen kehrt stillschweigend um, doch seine rosigen Lippen zittern krampfhaft, alß ob eß nach Worten suchte. „Wünschest Du vielleicht noch etwaß zu sagen?" „Nichts, nichts! — Nur — ich bin Lisette, Lisette Bede, denn — wissen Sie — Anna ist meine Schwester. Sie ist tobt und schon acht Tage begraben." „Dann bist Du also gar nicht verurtheilt?" „Ach, gütiger Himmel, nein! Ich thue ja keiner Fliege ein Leid an. Weßhalb sollte ich denn verurtheilt werden?" „Ja, was willst Du dann aber hier, Du närrische» Kind?" „El nun — wenn Sie erlauben — weil Anna starb. Eß war gerade, da der Proceß beim Ober-Appellhof war. Alß daß Schreiben kam, daß daß Urtheil bestätigt, lag Anna im Sarge. Ach! und wie hatte sie auf ben Außgang ge# wartet! Gut, daß sie ihn nicht erlebte. Denn darauf war sie nicht gefaßt —" Thränrn trübten bet dieser Erinnerung beß Mädchenß Äugen, nur mit Mühe fuhr eß fort: „Alß Anna tobt vor unß lag, da versprachen wir, meine Mutter und ich, ihr für alles Unrecht zu büßen, daß sie für ihre« Geliebten that. Ach! fie liebte ihn so sehr und hat sich seinetwegen vergangen, ohne eß zu ahnen. Wir haben als» gedacht--" „Waß denn, mein Kind?" dern wird importtrt. Nicht aus dem Westen, nicht mit Kleidermoden aus Paris — sondern vorzugsweise von Südosten, von Oesterreich — aus Wien, wo die jüngere Generation der Aristokratie der heimischen etwas englische Art beizumischen bemüht ist. Warum aber gerade aus Oesterreich? — wird der Leser fragen — nicht die Leserin, denn diese weih, daß man bei Moden nicht fragen soll, warum sie find, sondern wie fie sind. Vom Cigarettenrauchen der Damen bis zu dem immer allgemeiner werdenden „Du", sowohl innerhalb der Herren- wie innerhalb der Damenwelt, läßt sich bei unzähligen Aeußerlichkeiten die österreichische Herkunft nachweisen. Es ist in Deut chland vielleicht weniger bekannt, woher jene — von Verwandschaft unabhängige — Sitte des Du- sagens von der österreichischen Aristokratie stammt. Sie entstand in der Radetzky'schen Armee in Italien, verbreitete sich dann in der ganzen österreichischen Armee und ging von dieser auf die Geburtsaristokratie über, während bürgerliche und neuadlige Kreise sie nicht aufnahmen. Diese Sitte hat sich so festgewurzelt, daß in Oesterreich inländische Herren oder Damen, welche der Aristokratie zugerechnet zu werden bean- spruchen, gesellschaftlich declasfirt erscheinen, wenn ihnen das „Du" nicht gewährt wird. So weit ist man natürlich in Berlin noch nicht — der Weg dahin ist aber beschritten. Ob andere Gewohnheiten, welche den englischen Ursprung verrathen, wie die immer mehr in die späten Abendstunden vorrückende Essenszeit — mit dem Umwege über Wien over direct aus London nach Berlin eingeführt wurden, wage ich nicht zu entscheiden. Wiewohl ein Gegner aller Ausländerei, vermag ich nicht zu leugnen, daß der seit Jahren wirksame österreichische Einfluß den Verkehr freier und ungezwungener gestaltete — ohne daß das Zuviel schon eingetreten wäre, welches durch den Uebergang von Zwangslosigkeit in Formlosigkeit entstehen kann, von anderen Consequenzen zu schweigen. Allerdings muß man sich in der für Natürliches, Ungenirtes schwärmen- den Jugend bewußt sein, daß man hart an der Grenze steht, hinter welcher die Uebertreibung beginnt, und daß absichtlich zur Schau getragenes Sichgehenlassen nichts weniger als natürlich ist — sondern wieder zur Pose wird, die man in Verruf erklärt hatte. Ist die Berliner Hofgesellschaft in der Wahl ihrer Umgangsformen fremden Anregungen gefolgt, so ist es erfreulich zu sehen, daß in dem in sich geschlossenen Kreise der souveränen Häuser Europas die frische Natürlichkeit Wilhelms II., unterstützt von der Liebenswürdigkeit und Einfachheit seiner hohen Gemahlin, einen unverkennbaren Einfluß ausübt. In dieser illustren Gesellschaft geht neben dem officiellen, für die Oeffentlichkeit bestimmten Verkehr ein solcher persönlicher Natur einher, der sich in unserer Gegenwart in menschlich einfacheren Formen und — wo die Voraussetzungen gegenseitiger Sympathie vorhanden — vertraulicher und herzlicher gestaltet, als gewöhnlich angenommen wird. Man denke hierbei nicht an Monarchenumarmungen auf Bahnhöfen, die ganz officieller Natur sind, und bei denen in keiner Weise Empfindungen mitzusprechen brauchen. Die hohen Herrschaften verkehren heutzutage miteinander, wie es etwa Gutsnachbarn thun, auch wie Verwandte, selbst wenn von eigentlicher Verwandschaft nicht die Rede ist, was allerdings bewirkt — hat doch jede Medaille ihre Kehrseite — daß wirkliche Verwandtschaft an Bedeutung verliert. Derrtscher Reich. Berlin, 81. Januar. Während das „Berl. Tagebl." die Gerüchte von einem Duell zwischen dem Grafen Wilhelm Bismarck und dem Oberpräfidialrath Maulbach dementirt, behauptet der „Loc.-Anz.", daß ein Pistolen« duell zwischen Beiden stattgefunden habe, bet welchem Dr. Maulbach verwundet worden sei. Berlin, 31. Januar. Nach einer Meldung aus Kiel plant die Regierung den Bau eines Hafens für Hochseefischerei-Schiffe an der schleSwig holsteinschen Küste der Nordsee, voraussichtlich in Husum. Berlin, 31. Januar. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, ist dem BundeSrath ein Gesetzentwurf zugegangen, wodurch die in Aussicht gestellten Aenderuogen der Bestimmungen über das Postwesen im Gebiet des Deutschen Reiches eingcfübrt werden sollen. „Daß man ihr dte Ruhe im Grabe sichern müsse. Niemand soll sagen können, daß fie ihm was schuldig ge- blieben sei. Meine Mutter bezahlt die Buße und — ich will sitzen." Die Richter betrachteten lächelnd einander. „Welche Einfalt!" Selbst die Mienen des Präsidenten bewahren nicht mehr jenen würdevollen, eisigen Ausdruck, und nicht mehr ist e» die Stirn, sondern es find darunter befindliche Thetle, die er mit seinem Taschentuch abwischt. „Es ist gut, mein Kind," sagt er sanft. „Aber laß sehen! Ich entsinne mich jetzt —" Er stützt die Stirn in die Hand und scheint in tiefer Nachfinnen zu versinken. „Ja, ja! ein arger Jrrthum. Wir haben Euch da ein falsches Urtheil zugestellt —" Da» Mädchen richtet seine tief betrübten Augen auf den Greis und unterbricht ihn mit einem Anfluge von Leiden- fchaft: „Sehen Sie nun.!" ES mischt sich ein so schmerzlicher Vorwurf in den Ausruf, daß der Präsident nochmals da« Taschentuch ergreift. Dieser sonst so mitleidslose Herr ist tief beweg». Er nähert sich dem Mädchen und legt seine Hand ihm zärtlich auf da« Haar. „Die höchste Instanz hat anders entschieden. Gehe nach Hause, mein Kind/ grüße Deine Mutter von mir und sage ihr, daß Deine Schwester Anna unschuldig war." „Wir wußten» ja," flüsterte das Mädchen, seine kleine Hand auf daS Herz pressend. Berlin, 31. Januar. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge hat sich der Reichskanzler eine leichte Erkältung zugezogen, infolge deren er genöthigt ist, da» Zimmer zu hüten. Kol», 31. Januar. Die „Köln. Ztg." bespricht die Frage der Auflösung des Reichstages, wenn da» Flottengesetz fallen würde, und sagt, die Regierung befände sich in einer so starken Position der Opposition gegenüber, daß diese sich wohl hüten werde, eS zum Aenßersten zu treiben, werde aber da» Gesetz muthwilligerweise zu Fall gebracht, so werde die Regierung durch die Auflösung einen schlechteren Reichstag al« den heutigen nicht erhalten. Die Regierung müsse fest bleiben und nicht nachgeben, und darauf verharren, daß fie eine sichere Gewähr dafür erhalte, in der angegebenen Frist einen flotten Mindestbestand zu schaffen, den fie haben müßte. Karlsruhe, 31. Januar. Die zweite Kammer des Landtags überwies mit 29 gegen 28 Stimmen die Petition der FriedenSgesellschaft auf Reform des Geschichtsunterricht« in den Volks-und Mittelschulen der Regierung zur Keuntnißnabme. An-Unrd. Wien, 31. Januar. ES verlautet, die Regierung sei entschlossen, daS Leitmerttzer Ultimatum unbeachtet zu lassen, da ohnehin angekündigt ist, daß daS Verbot des Farbentragens mit dem Ende der LandtagSsesfion, also binnen wenigen Tagen aufhöre. Eine Schließung der Universitäten erfolgt, falls der Strike große Dimensionen annehmen sollte. Die Regierung dürfte heute in dieser Sache Wetter berathen. Leitmerih, 31. Januar. Der deutsche BolkStag beschloß, von der Regierung die Gewährleistung vollen Schutze» für uneingeschränkte persönliche Freiheit, sowie Schutz für die statutarisch gewährleisteten Rechte der deutschen Hochschulen event. die Verlegung derselben von Prag in eine andere deutsche Stadt Böhmens zu fordern. Pari», 31. Januar. In den Kreisen der DreyfuS- Anhänger herrscht eine sehr zuversichtliche Stimmung. Man erwartet unbedingt eine Revision des Proceffes, wenn auch erst nach den Wahlen. London, 31. Januar. Nach einer Meldung aus Cal- cutta ist am SamStag die vierte Brigade der englischen Truppen im Afridi-Lande in einen Hinterhalt perathen. Fünf Offiziere und zwölf Mann find getödtet, zwei Offiziere und siebzehn Mann find verwundet. Eine Anzahl Soldaten wird vermißt._____________________________________________ Cotetes rrnd piewtastettes» Siehe», den 1. Februar. *• Die obere lavdwirthschaftliche Behörde hat an den hessischen LandwirthschaftSrath das Ersuchen gestellt, sich über die Wirkung der Handelsverträge zu äußern. Ferner hat der Club der Landwirthe zu Frankfurt a. M. dem Land« wirthschaftSrath ein Gesuch betr. „die reich-gesetzliche Regelung de» Verkehr« mit Futter- und Düngemitteln, Getreide und Sämereien unterbreitet. •* ArbeilsvermittelnngSstellen. Eine am Donnerstag in Frankfurt o. M. unter Vorsitz de« Herrn KreiSrath« F e y - Erbach statrgehabte Conferenz der öffentlichen Arbeits- vermittelungsftellen der Rhein- und Maingegend faßte u. A. folgende Resolutionen: „Um den ArbeitSvermittelungSstellen in größeren Städten Kenntniß von den freien Arbeitsplätzen der kleineren Städte und de« flachen Lande« zu verschaffen, sollen in geeigneten Städten oder Ortschaften, für jeden" Kre'« mindesten« in einer Stadt, ArbettSvermittelungöftelleu errichtet werden. Die ArbeitSvermittelungSstellen können in der Bürgermeisterei, ober auch an sonst geeigneten Stellen eingerichtet werden." — „Die versammelten Arbeitsver- mittelungSstellen haben sich zu einem Verband der öffentlichen ArbeitSvttmittelungSstellen der Rhein- und Maingegend zusammenzuschließen zum Zweck 1) Abhaltung einer jährlich stattfindenden Conserenz, 2) der Einrichtung einer einheitlichen GeschäftSstätistik, die zunächst versuchsweise vom 1. April d. I. ab so eingerichtet werden soll, daß monatliche Nachweise nach Maßgabe der vorgelegten Schemata an daS statistische Amt in Frankfurt a. M. zu liefern sind, da« die Bearbeitung der Nachweise unentgeltlich übernimmt, 3) der Einwirkung auf thunlichst einheitliche Geschäftsordnungen." Versuche mit Splritnk-Glnhltchtlarnpe» find auf Ver- anlaffung deS Ministers Thielen im Bezirk der Eisenbahn- direction Bromberg längere Zeit hindurch gemacht worden. Da« Ergebniß dieser für unsere Landwirthschaft sehr bedeut samen Versuche ist dahin zusawmengefaßt worden, daß in Anbetracht der hohen Kosten und der den jetzigen Spiritus- glühlichtlampen noch anhastenden Mängel deren Einführung zur dienstlichen Benutzung vorläufig nicht empfohlen werden könne. ** Ungewöhnlich viel falsches Silber- und Papiergeld ist neuerdings wieder in Umlauf. Sowohl falsche 20-, 10 , 5«, 2- und 1-Markstücke, wie falsche 50- und 20-Pfennigstücke, als auch Nachbildungen von Reichsbanknoten von 100 Mk. und Reichskaffenscheinen von 50, 20 und 5 Mk. find nach Hohmanns Wegweiser auf dem Gebiete de» Geld- und Verkehrswesens wiederholt zum Vorschein gekommen. Beim gemünzten Gelde werden die Falschstücke in der Regel daran erkannt, daß fie schlecht gerändert find, sich fettig anfühlen und einen matten oder hohlen Klang haben oder ganz klanglo« sind. Die Hauptmerkmale der Nachbildungen von Papiergeld liegen in den Abweichungen bei der Farbe, beim Papier und beim Druck Abgesehen davon, daß der Ton der blauen, braunen, grünen und rothen Farben auf den echten Scheinen von den Fälschern ganz getroffen wird, sind auch die Farben, besonder» die rothen, häufig Wasserfarben und daher leicht verwaschbar. Im Papier fehlen die Wasserzeichen/ die Fasern sind nicht in den Papierstoff eingebettet, sondern aufgeklebt oder zwischen die aneinander geklebten Vorder- und Rückseiten gestreut. *• Mit der Frage der Neuregelung der Lehrergehälter j wird sich eine Versammlung von Vertretern sämmtlicher hesfischer Städte beschäftigen, die demnächst in Mainz stattfinden soll. In allen hessischen Städten haben nämlich die Lehrer übereinstimmende Eingaben um Neuregulirung ihrer Grhatte eingereicht und die Städte streben nun ein gemeinsame« Vorgehen an. -e. Neu - Ulrichstei», 1. Februar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Januar 1898. Ende Januar 1898 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 74 Mann. Dieselben verthellen sich auf das Groß- herzogthum Heffen 17/ Königreich Preußenf: Regierungsbezirk Kassel 14, Regierungsbezirk Wiesbaden 8/ Provinz Rheinlande 6, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 6, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Schlesien 3, Provinz Brandenburg 4, Provinz Westfalen 1 / Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 1; Königreich Württemberg 1; Großherzog- thum Baden 2/ thüringische Staaten 4/ Ausland: Oester- retch-Ungarn 2. Hiervon waren: Arbeiter 36, Anstreicher 5, Bäcker 2, Bergmann 1, Dachdecker 1, Gärtner 1, Glasmacher 1, Hasenhaarschneider 1, Koppenmacher 1, Kaufleute 4, Kellner 2, Klempner 1, Kürschner 1, Kutscher 1, Landwirth 1, Schlosser 5, Schmied 1, Schneider 3, Schreiber 1, Schuhmacher 3, Tapezier 1, Zimmermann 1. Gearbeitet wurde an 1854 Tagen. Verpflegt wurde an 2202 Tagen. Im Monat Januar 1898 wurden entlassen 25 Mann, und auf eigenen Wunsch 12, auf Requisition der Behörde 1, wegen Contraclbruch« 12 Seit Bestehen der Colouie sind ausgenommen worden im Ganzen 3394, dagegen abgegangen im Ganzen 3320 Mann, bleibt Bestand am 31. Januar 1898: 74 Mann. Holzheim, 29. Januar. Gestern Abend */,8 Uhr entschlief nach kurzem Krankenlager, im 67. Lebensjahre stehend, der langjährige Polizeidiener unserer Gemeinde, Herr Joh». Müller. Der Verstorbene war eine allgemein dtkaonte und beliebte Persönlichkeit. Sein zuvorkommendes Wese» gegen Jedermann, seine Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit, sowie seine Pflichttreue in dem nicht leichten Dienste sicher» ihm nicht allein die Achtung seiner Vorgesetzten, sondern auch die Werthschätzung seiner Mitbürger. □ Ruppertenrod, 81. Januar. Daß e« sehr gesährltch ist, wenn Kinder sich an der Futterschneidmaschine beschäftigen, lehren die häufig an dieser Maschine vorkom- wenden Unfälle. Ein solcher hat sich auch hier zugetragen. Der zehnjährige Knabe eine« hiesigen LandwirtheS arbeitete an der Futtermaschine und kam hierbei mit der einen Hand in die Kammräder. DaS Fleisch wurde ihm an drei Fingern bis auf die Knochen lose gerissen, diese aber glücklicher Weise nicht verletzt, sonst hätte ein Steifwerden der Hand eintreten können. Ein anderer, erst vierjähriger Knabe hatte sich kürzlich gleichfalls im Getriebe der Futterschneidmaschine beinahe den einen Finger abgerissen. § AuS dem Kreise AlSfeld, 31. Januar. Im Januar an den Acker zu fahren, ist gewiß ein seltene» Bor» kommniß. Der jetzige überau« gelinde Winter jedoch läßt es zu, sodaß man dieser Tage in der Thar im Felde pflügen sah. Die Folgen der gelinden Temperatur zeigen sich auch ia einem frühzeitigen Anschwellen der Knospen/ ja Stachelbeersträucher beginnen an geschützten Stellen bereits zu grünen. Tritt kein Nachwinter ein, so haben wir gewiß ein ungewöhnlich zeitige« Frühjahr zu erwarten. Darmstadt, 31. Januar. Ein bedauerlicher Unglück«- fall hat sich am SamStag zugetragen. Die zwölf Jahre alte Marie Rühl, Liebfrauenstraße 66, welche am Samstag Nachmittag kurz nach 2 Uhr hinter der Maschinenhalle der vorwal« Hessischen LudwigSbahn mit CoakeßauSlesen beschäftigt gewesen, erhielt hierbei, da sich noch glühende Coake« darunter befanden und in Folge dessen die Kleider in Brand geriethen, derartige Brandwunden, daß da« Mädchen am ganzen Körper mit Wunden bedeckt war. Die Unglückliche mußte in da» städtische Krankenhau« aufgenommen werden, woselbst fie noch am Abend 71/* Uhr ihren Verletzungen erlegen ist. (N. H. V.) Offenbach a M., 30. Januar. Heute Morgen wurden in der Nähe der Brücke zwei aneinander gebundene Leichen, anscheinend ein Liebespaar, au« dem Main geläutet. Soviel bi« jetzt bekannt geworden, soll der Mann ein von seiner Frau getrennt lebender hier in Arbeit stehender Schlosser sein, der mit seiner Geliebten, einem 17 jährigen Mädchen von hier, offenbar den Tod gesucht und gesunden hat. Mainz, 31. Januar. Ein komischer Vorfall ereignete sich bei Gelegenheit der Kaisers Geburtstagsfeier i» einer hiefigen Restauration. Daselbst war für 250 Mann Militär (incl. Unteroffiziere rc.) ein solenn-s Abendessen bestellt, bestehend in Cotelett und Salat, und hatte der betreffende Feldwebel die Zusage gegeben, daß jeder Soldat sein Besteck mltbringen würde. AIS zur bestimmten Stunde die MarSsöhne anrückten, war Alles wohl vorbereitet und dieselben nahmen im großen Saale an den für fie gedeckten Tafeln Platz. Durch eine Anzahl Kellner war in der Zeit von 0,5 da« Essen servirt/ aber — o Schreck! — der Herr Feldwebel hatte vergeffev, mit den Soldaten auch die Bestecke zu commanbken! Dieselben ruhten noch wohlverwahrt in jede» Einzelnen Spint in der Kaserne. Dieselben dort zu holen, wäre die ganze Mannschast nöthig gewesen, den» Jeder trug seinen Schlüffel bei sich. Der Restaurateur rannte in seiner Verlegenheit zu verschiedenen Bekannten, wurde aber überall mit der Antwort abgefertigt: Wir habe» ebenso viele Mann zum Essen, können nichts entbehren. Währenddessen batte sich die Mannschaft, an>pruch»loS wie die Soldaten eben find, selbst geholfen: Jeder holte sei» Taschenmesser hervor und mit Hilfe der Füufftukengabel war das Festmahl bald beendigt/ natürlich fehlte es an den diesbezüglichen derben W'tzen und Bemerkungen nicht. Auch dem darauf folgenden Tanze verlieh der Vorfall feine humoristische Würze. habe» “!ni silUt- ■ **ft SÄt «•Ä; ü»> •s<*ä; ' ®Q«ßtt 1 uu. E"* 1' N J? I# ^!4er 1 er 3< Tchretber^ “ftw l. Gearbeitet u to2202 ‘^ 25 Muw, unb 103 d» vrhSide 1 ■\n bcT Tolome fuib J-WJ abgegang« ™ ^^una: 1898; l/»8 Uh! ent* /."bwijahre fatnb, ^meinbe, Herr ^ohi. 1 chewnu bitantit DOifonnatniti 8(fn b dnv'sserrWM, itfli Dienste fichui fisten, (onbini aud) aB n W M tiiutibmafd)tnt ci Mallhtoe boxlont* N hin zazetraza. LL°b»inhtt aibtltm i Bti bn einen hwb ihm an brti Finnen abn zlückücher Leist » der Hub tlnttttin n Suade hatte fit trr^nribmajtine bei« max. 3® ft ein klttnti Sw» e ffuttn itboäi lijt liat hn^tllt ptijta atur teigen sich rot kiofpen; ja Staitb ler. beretit za grünen, sir gt»i6 ein ragt* annlicherUnglöikt' Die jiuölf Jahn etlje am 8a«staz er MaslhinenhaÜe bn rftianlleftn beitfcSftigt i;tnbe 5oaM barunter n in Bianb gtriM ten am ganzen SSrptk fjie »utzte In W iK »-selbst sie ne» rrltgcn ift- (RfrW 181 $0t|B t ottanMnt • «* I «, «Ml ->° «" NM« •* > «tfnnbti J.r S.-i-tt «. t fir 2M M»i° ’i bi’ ’ , Ji« lr i Viel» ®01'!' “m to.«««1 ™ ti“’ü
*ab"1 «twf* ggsg *.1 w*11* Vermischtes. • Wie», 30. Januar. Die „Neue Fr. Presse" mclbet: Dr. Carl Aurr har ein Patent für eia elektrisches Glühlicht erworben, welches bezweckt, eine Erfparutß an rlectrischem Strom unb eine größere Leuchtkraft der ebe» trifchen Lampm herbeizuführen. Die E>probung beS neuen Lichte» ist noch nicht abgeschlossen. D'e neue Erfindung soll eventuell der Wiener Auer - Gesellschaft übertragen werden. * Paris, 26. Januar. Hier verstarb vor drei Wochen in ihrem 63. Lebensjahre Frau ChafftgroS, welche als Förderin der Thiers ch utzbestredungen auch außerhalb Frankreichs einen geachteten Namen erworben hat. Man wußte schon seit Längerem, daß die Dame in ih^em Testa «ent für dar Thierschutzwesen bedeutende Summen festgesetzt habe nnb die beteiligten Kr.eise erwarteten mit Spannung die amtliche TestamkniSöffnung, wiche am vorigen Montag erfolgte Diese Erwartungen wurden nun aber weit über- irrffen; denn abgesehen von einigen kleineren Beträgen für Verwandte und Dienerinnen, bestimmte Frau Chaffegros ihr gefammteS, fast drei Millionen Francs betragendes Vermögen für die Zwecke des ThierschutzeS, wobei das Testament die Verwendung deS Geldes bis in das Einzelne genau bestimmte. So sollen für Paris zwölf Thierschutz Inspektoren angestellt werden, benen die tägliche Beaufsichtigung deS Äff etlichen Fuhrwesens zu übertragen ist. Ferner sollen in der Nähe von Paris drei große Ausnahme-Anstalten für altersschwache Pferde unb Hunde errichtet werden, ebenso wie ein hoher Betrag auSgesktzt wurde für den LoSkauf von Hunden, die wegen unvorschriftSmäßiger Haltung von den städtischen Hundkfängern ausgegriffen werden. Endlich find noch mehrere Prette auSgesetzt für Erfindungen, welche ge» eignet find, die für Pferde unb Hunde bei der Anschirrung und (Sattelung entstehenden Beschwerden zu mildern. * Newcastle, 30. Januar. Bei einem Feuer in einer Fettfabr.e explodirte ein großer Behälter und schleuderte seinen brennenden flüsfigen Inhalt unter die Menge,- die Kleider der Zuschauer fingen F.-uer, 30 Personen wurden verletzt, etne erlag a'Sbalö den Verletzungen. * öin Wurstefftu. Dem „Mainz. Anz." wird geschrieben: Bei einem Landwirlh in der Nachbarschaft fand kürzlich rin „Schweines ch lacht en" statt und hatte der Landw'rth zu dieser „Familienfeier" auch eine Anzahl Mainzer Herren, mit denen er befreundet war, eingeladen. Von einer früheren ähnlichen Festlichkeit her war der Landwirlh noch gewitzigt, denn als er damals feine Würste, die er nicht beseitigt hatte, nachzählte, fand er, daß fein Mainzer Besuch eine Anzahl der Würste annectirt hatten. Der Bauer hatte sich aber Nichts merken lasten, wie er es in Erfahrung gebracht; aber in feinem Innern brütete er Rache, und diese Metzelsuppe sollte ihm dazu die Gelegenheit bieten. Als nun feine Gäste zu ihm kamen, um sich gütlich zu thun, hatte er alle Hleischwaaren beseitigen lasten, nur an dem Küchenfenster Hingen einige Würste, als ob sie vergesten feien. Diese Würste hatte aber der schlaue Bauer absichtlich hängen lasten, Lenn das Innere derselben hatte er mit Sägemehl zusammen- Hetzen lasten, die Würste wurden auch gekocht und dann an Las Fenster gehängt, in der ganz sicheren Voraussetzung, daß Lie Mainzer wieder einen Scherz machen und die Würste Lusführen würden. Wie der Bauer gedacht, so kam es auch; nachdem sich die Mainzer Herren an der Wurst gütlich gethan sind dann nach Haufe abgezogen waren, waren auch die Würste in der Küche verschwunden. Der Bauer lachte sich in'S Fäustchen und freute sich schon innerlich auf die nächsten Tage, wenn er nach Mainz kommen werde. Die Mainzer hatten Ihatsächlich die schlechten Würste mitgenommen und rneinten damit Wunder, welchen Streich sie damit dem Bauer gespielt hätten. In einer bekannten Wirtschaft ließen sich munmehr die Mainzer die mitgenommenen Würste zum Frühstück braten; als die drei beim Esten waren, schmeckte die Wurst zwar „etwas komisch", aber keiner der Herren sagte elwas und mit Todesverachtung hatten sie das nicht geahnte Gemisch hinuntergewürgt. Das Mahl war kaum vorüber, als aber auch der Bauer in der Stammkneipe anlangte, dabei wußte dieser schlauerweise das Gespräch aus die Metzelsuppe B lenken und mit dem ernstesten Gesicht erzählte er dann, daß er einige Würste aus Pferdeblut und Sägemehl fabricirt habe, um einem Hausdieb das Wurststehlen zu vertreiben, toie Würste, die er absichtlich an dem Küchenfenster ausgehängt habe, seien auch richtig abhanden gekommen. Nachdem sich teer schlaue Bauer an den verdutzten Gesichtern der drei Mainzer noch weidlich gelabt hatte, entfernte er sich, da er nach Hause müsse Den Dreien wurde es aber übel und »eh und bei einem soll sogar die Wurst sich nicht lange aus- zchalten haben. Ob sie noch einmal nach X. zum Wursteffen Achen? Aber das eine hat die Drei noch gefreut, daß diese Wurstgeschichte Niemand erfahren hat, da sie es sonst vor spott nicht aushalten könnten. * Herr v. Miquel ist der Schlimmste nicht! Der öfter» crichlsche Finanzminifter soll den unglaublichen Einfall gehabt 'gaben, die Alpenhütte« einer Besteuerung zu unterwirfen, rrell darin Leben-mittel an Touristen obgegebtn wnd n Daraufhin hat, dem „Tir. Tgl." zufolge, bte Sectton ^Hannover" beschlossen, thre Schutzhütten In Oesterreich ganz z.itzufperren oder wenigsten- nicht mehr bewirthschasttn zu hffen. Man besorgt, daß auch andere reichsdeutsche Sectionen tetfl AlpenvereinS auf diese Weise ouß den dcutsch-österreichl- s«Heu Alpen weggeraudt werden können. Wenn Herr o. M qud »on dem Plane fdne* österreichischen Lollegrn erfährt, wird rr denken: da bin ich doch noch ein Waisenknabe! • Hebet die Aussprache bei Wortes „Kiaotschau" schreibt rin Leser deS „Rh. der lange Jahre in China gelebt «ab dort al- Dragoman mehrerer Coniulate Gelegenheit xrhabt hat, fich mit der chinefifchen Sprache unb Schrift ein* kchend vertraut zu wachen, das Folgende: Man lieft jetzt j Mautschau, KiaoÜchau und auch noch Kjaotschau. Die richtige j Bezeichnung der Aussprache der beiden den Namen bildenden » i chinefischen Schriftzeichen ist Klautschau oder Klautschow. Die Endung deS ersten Wortes ist aber undeutsch, während uns die Endfilbe ow gerade der Orts- und Personennamen ganz geläufig ist, z. B. Teltow, Rathenow und Below, Treskow rc. DaS Wort wird auch vielfach falsch betont. Man hört es mit dem Ton auf dem t in der ersten ober mit dem Ton auf der letzten Silbe, aber feiten richtig mit dem Ton auf der ersten Silbe, also Klautschow. * Politik in der Mädchenschule. Aus Graz wird geschrieben: AIS im hiesigen Mädchenlhceum für die Hinterbliebenen deS bet den Unruhen erschossenen Arbeiters HraS gesammelt wurde, erklärte die Tochter deS Oberstlieutenants GerceoicS, sie gebe für die „deutschen Hunde" nichts, es hätten ihrer mehrere erschossen werden sollen. In der nächsten Turnstunde weigerte sich die Tochter deS deutsch- fortschrittlichen GemeinderatheS Cleß, der GercevicS beim Reigen die Hand zu reichen. Tags darauf kam Oberst- üeutenont Grrcevlcs in die Klasse, hielt eine geharnischte Ansprache an die Schülerinnen, gerieth mit dem Dlrector Lorenz Christoph hart aneinander und forderte ihn schließlich. In der heutigen Sitzung beß GemeinderatheS interpellirte hierüber die UnterrichtSsection den Bürgermeister. Dieser theilte mit, daß er die Untersuchung bereits clngeleltet habe und deren Ergebniß seinerzeit bekannt gegeben werde. * Sir Tatton Sykes, welcher gegen seine Frau einen BctrugSproceß in London anhängig gemacht hat, der viel Staub aufwirbelt, Ist steinreich, aber ein Sonderling unb arger Knicker. Wenn er in möglichst einfacher, meist sehr schäbiger Kleidung seine großen Besitzungen durchstreift, würde ihn kein Mensch für den Besitzer so immensen Reichthums halten. So traf ihn ein Bettler an, der um ein Almosen bat. „Mein lieber Freund," sagte der Baron kläglich, „Sie sehen doch, daß ich wohl nicht reicher bin als Sie, aber gehen Sie doch mal in baß Schloß da drüben. Dort wohnt Sir Tatton EykeS und dort gibt- bestimmt etwas." Während der alte Mann langsam dem Schlöffe zuftrcbte, ging der Baron auf einem kurzen Nebenwege dahin und sagte dem Castellon: „Gleich kommt ein Bettler hierher. Sie werden ihm baß Diner von heute serviren und bann ein Pfund (20 Mark) geben. Nach längerer Frist strich er wieder in der Nahe der Straße umher unb erwartete den Allen. Seelenvergnügt kam dieser an und berichtete, baß Essen fei fabelhaft gewesen. Von einer Geldspende sagte er nichts und auf Befragen theilte er mit, davon habe der Castellon nichts gesagt. Der Baron nahm ihn sofort mit noch dem Schlosse unb ließ den Castellon rufen. Nun mußte dieser zu seiner Beschämung unb zum grenzenlosen Erstaunen fich bei dem Bettler entschuldigen unb ihm anstatt der unterschlagenen 20 Mark au« seiner Tasche 100 Mark zahlen. ♦ Heber das Jubiläum der Pouyhaare schreibt der „B. L.'A.": Seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren behauptet die Mode der kurzen Stirnhaare bet den Damen dos Feld, wenn auch einige Aenberungrn unb Modifikationen nicht ausgeschlossen waren. Diese kurzen Stirnhaare erschienen zuerst ganz glatt über der Stirn abgeschnitten und wurden dann im Laufe der Zeit mehr ober minder frauß getragen. Die Mode kam aus England, wo fie zuerst Kaiserin Eugenie von Frankreich getragen hatte, aber nicht als „neueste" Haarmode etwa, sondern nur als Zeichen tiefster Wittwentrauer nach Napoleons Tode. Diese Trauermode fand Nachahmer, zuerst in England, später überall. Schließlich waren die „Pothhaarc" allgemeines Elgrnthum geworden. Nur einzelne wenige Damen blieben bet den glatten Scheiteln. Zu diesen gehört ein regelmäßiges Erficht oder ein stilles, sanftes Madonnen-Antlitz. Man pflegt zu sagen, baß bie kurzen, krausen Stirnhaare besser Leiben, und da hat man wohl Recht. • Deutsche Lieder in französischen Schulen. Prof. Martin Hofmann bereiste vor einiger Zett die französischen Schulen. Er fand, daß In vielen Schulen baß deutsche Lied eine hervorragende pädagogische Rolle spielte. Die H:rauSg-ber einer solchen Liedersommlung fordern vor der Einübung, bie Worte beß Textes durchzugeHen, bann mündliche unb schriftliche Urdungen mit den gelernten Worten vorzunehmen, dann rhythmifches Lesen des Textes, mündliche unb schriftliche Urdersetzung, Vortrag beß Liedes durch einzelne Schüler, Fragen über den Sinn der Worte und Satzglieder, gemeinsamen Vortrag durch Schülergruppen und die ganze Klosse, hierauf Singen. Hofmann sagt von diesem Unterricht: „Die Lieder, die bei unß alle Kinder erfreuen, dos „Kuckuckslieb", „Mit dem Pfeil dem Bogen", „Im Wald und auf der Holde" usw. wurden von den Klaffen mit wi-kckcher Freude gesungen. Die Gesichter der Jungen glänzten förmlich vor Vergnügen, wenn fie z. B.: „Hopp, Hopp, Hopp! Pferdchen lauf Galopp!" sangen. Wenn wich nicht olle- trügt, so ist der deutsche Gesang dazu bestimmt, fich noch weiter im deutschen Sprachunterricht der französtschen Schulen zu verbreiten. Unser Lied ist eine Macht, deren Zauber sich auch französische Gemüther nicht verschlißen können, unb die unleugbar einen Zugang zu den innersten Tiefen unserer Volks- feele eröffnet und die jetzige Generation an den Quickborn deutschen Gemüthslebenß führt. — Es ist selbstverständlich, daß diese Wahrnehmungen in Schulen mit fremdsprachlichem Unterricht gemacht wurden. * Sin Pariser Spaßvogel hat sich wieder einmal einen herzlich schlechten, aber doch lustigen Streich erlaubt. Ein in der Rue de Clichy wohnender Rentner wollte ft ine silberne Hochzeit festlich begehen und hatte dazu seine Verwandten und ungefähr hundert Bekannte eingeladen. Der Monn war wohl ein wenig Überrascht, in den letzten Tagen Entschulbigungßbriefe von Personen zu erhalten, cie er gor nicht eingehbm hatte, aber er zerbrach fich nicht weiter den Kopf über diese eigenartige Geschichte und widmete fich ganz den Vorbereitungen zu seinem Feste. Endlich war der große Tag gekommen. Die Wohnung beß Herrn 3E erstrahlte im glänzendsten Lichte. Im Speisesaale blitzten Crhstolle und Silbergeräthe, und auf der Tafel wiesen kleine Karten den Gästen ihre Plätze an. „Wenn sie nur alle kommen!" sorgte fich die silberhaarige Jubilarin ängstlich. Diese Furcht wurde bald verscheucht: nicht nut olle Eingeladenen erschienen, sondern auch zahllose Personen, die man nicht gebeten hatte! Eine endlose Reihe von Fuhrwerken häufte sich die Rue de Clichy entlangt an, um festlich geschmückte Herren unb Domen vor dem Hanse deß Herrn X abzuladen. Der unglückliche Rentner war in tausend Aerigsten. Er wagte nicht, irgend einen binauSzucomplimentiren, andererseits vermochte ober seine Wohnung nicht olle die Zuströmenden zu fassen. Schließlich faßte er fich ein Herz, da daß Gedränge lebensgefährlich zu werden anfing und hielt eine Ansprache an die Kommenden von dem Treppenflur herab: er habe fie gar nicht etngelaben, was ihnen denn eigentlich einfiele u. f. w. Aber da leuchteten ihm Hunderte von Einladungskarten entgegen! Der gute Mann war, daß merkte man nun endlich, daß Opfer eines Spaßvogels geworden, er erklärte, die Sache beim Gericht anzeigen zu wollen und entließ die heillos fchimpfenden Festgäste. * Die Nehulichkeit von Zwilliugsgeschwifieru ift eine oft beachtete Thatsache. Wenig bekannt dürste rß jedoch sein, daß diese Aehnl'chkeit sich auch in geistiger Hinficht äußert, ja fich sogar auf KrankheitSerscheinungen erstreckt. So behandelte Moreau de Toure in der Anstalt von Bicetre zwei Brüder, die genau dieselben KrankheitSerscheinungen zeigten. Bei Beiden stellten fich gleichzeitig Wahnvorstellungen, Gehörhallucinationkn und eine allgemeine Erschlaffung ein und Beide rafften sich am selben Tape wieder auf. Die Anfälle wiederholten fich in unregelmäßigen Pausen und traten auch dann gleichzeitig auf, wenn die Patienten meilenweit von einander waren. Rouxel erzählt von einem Kranken, der dem ihn behandelnden Trouffeau sagte: „In diesem Augenblick muß auch mein ZwillingSbruder in Wien daS gleiche Leiden haben." Wenige Tage später brachte ein Brief die Bestätigung dieser Worte. Einen anderen Fall erzählt Poffavaut in seinen Untersuchungen übet LebenS- magnetißmuß." Die Zwillingsbrüder Lofland in Bordeaux erkrankten stets zu gleicher Zeit und wurden auch gletchzeitig vom grauen Staat befallen. Noch interessanter ift ein von Ctowe nottrter Fall. Ein junges bis dahin kerngesunde- Mädchen gerietb plötzlich in namenloses, ganz uumotivirteS Entsetzen und fiel sodann in convulfivische Zuckungen, die der Atzt für Bewegungen eineß Ertrinkenden erklärte. Es stellte sich heraus, daß der Zwillingsbrüder der Dame in der gleichen Stunde an einem weit entfernten Ort ertrunken war. Ebenso merkwürdig find andere Zeichen geistiger Utbcxein- stimmung bei Zwillingen. Paffavant berichtet vo-i zwei Brüsern, von denen der eine in England, der andere in Schottland lebte. Der Schotte kaufte einen Satz Champagner- fltäfer, um feinen Bruder damit zu überraschen. Am selben Tage unb zur selben Stunde that der Engländer ebenso unb zu tzl.-ichem Zweck. Du Prel, der spiritistische Forscher, will all' diesen Zuständen ähnliche Ursachen zu Grunde legen wie der Telegraphie ohne Draht. Wie bei dieser die Elrctt'cität, sollen hier die odischen Außstrahlungen beß Körpers die Urber- tragung von einer Person zur andern leiten. Cücraiur uttS Xwnft. — Mit Schlägel und Eise«. Eine Schilderung des Bergbaues und seiner technischen Hilfsmittel. Von Dr. Wilh. Bersch. Mit 26 Vollbildern und über 300 Text-Abbildungen. In 25 Lieferungen zu 30 Kr. = 50 Pfg. ™ 70 Ctß., davon sind fünf Lieferungen erschienen. A. Hartlebens Verlag in Wien. Mit besonderer Freude muß das Erscheinen des vorliegenden Werkes begrüßt werden, das in allgemein verständlicher Sprache die E gen- heilen des Bergbaues und dessm technische Hilfsmittel, sowie bie Gewinnung der wichtigsten Rohstoffe aus dem Schooße der Erde schildert und auch die aus vergangenen Tagen stammenden Gebräuche und Sitten des Bergmannes in den Kreis seiner Betrachtungen zieht. Ein reiches illustratives Material tragt wesentlich zum Verständniß des Werkes bei, das von den Gebildeten aller Stände gewiß mit Beifall ausgenommen werden wird. - System Schär-Langenscheidt, Kaufmännische Unter- richtSstunde«. Vollständiger Lehrgang der praciischrn Havdels- wissenschaften für den Selbstunterricht. Zweiter Cursus, Contorpraxis. 21 Lectionen u 1 Mk. L-ction 8 bis 11. Verlag für Sprach- unb Handelswissenschaft (Dr. P. Langenscheidt), Berlin SW. 46. Der vorstehende Verlag gibt unter dem Titel „Kausmänniche Unterrichtsstunden" einen vollständigen Lehrgang der practischen Handels- Wissenschaften für den Selbstunterricht heraus. Der fertig gestellte erste CurfuS dieses WerkrS behandelt in unerreichter Weise die Buchhaltung. Vom zweiten CurfuS der „Kaufmännischen Unterrichtsstunden", der die Haudels-Correspondenz, das Conto-Corrent mit Zinsen, die Wechsellehre, das kaufmännische Rechnen, die Contorarbeiten, die Münz-, Maaß, und GewichtSkunde, die kaufmännische Terminologie rc. umfassen soll, liegen uns nun bereits obige Lectionen vor, welche in gleich trefflicher Weise bearbeitet find. DaS Erscheinen des zweiten Theils kann daher nur lebhaft begrüßt werden und das Studium de« ganzen Werkes als das Beste auf diesem Gebiete dm Handelsbeflissenen empfohlen werdm. — «uiversalbuch der Rede« «ud Toaste von JustinuS Abel. 4. Bändchen: Bei Einladungen und geselligen Abenden. Eine Origivalsammlung auSgewählter Reden unb Trinkspiüche bei Einladungen unb geselligen Abenben, an der gastlichen Tafel, im Familien' und Freundeskreise, bei Abschied unb Wiedersehen. Verlag von Levy & Müller iu Stuttgart. Preis 1 Mk. Das vierte Bänbchen der Abel'schen Redesammlung (vollständig in 12 Bändchen h 1 Mk.) ist der Geselligkeit gewidmet. Es enthält eine große Anzahl von Ansprachen, wie sie von Gastgebern und Gästen bei verschiedenen Anlässen gehalten werden, nebst mehreren fein pointirten Toasten auf die Damen, denen sich einige recht warm empfundene Reden für Geburtstagsfeiern anschließen. Universität-»Nachrichten. Heidelberg, 28. Januar. Professor W. v. Schröder, der Director des pharmacologischen Instituts der Univerfität, ist heute gestorben. Er war am 6. September 1850 geboren. Paris, 30. Januar. Der Chirurg JuleS Emile Päan, Mitglied der Acadämie de mädicine, ift hier geftorben. Schiss-nachrichterr. Norddeutscher Lloyd, in (Sieben vertreten durch bie Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 29. Januar. sPer transatlanttschen Telegraph.) Der Schnellbampfer Aller, Capt. R. Rierich, vom Norddeutsche» Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehaltm i» Newyork angekommar. Massenfabrikation. Neu eingetroffen! Prima Glühkörper (Strümpfe) unübertroffen tn Leucht» traft, Br-nndauer und Haltbarkeit, tncl. Aussetzen pr. «tütf 70 Pfs. Desgleichen „ttaniportf4t>tge<, pon Jedermann leicht auizusetzen, per Stück 60 Pfg. Complette Brenner, Cylmder Schirme, Kugeln rc. billigst bei ' 4 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21. Fernsprecher 46 Bei größ Abnahme Preisermäßigung. den District Sold und Totalität: Holzverfteigerung Samer, Förster. 852 Conditorei Holzversteigerung Holzversteigerung Derbstangen 70,17 Eichen-und Nadel-Scheit, 5200 Eichen-1 378 Reisslängen 14,50 Dr. Hess. Ar Versteigerungen der Die Zusammenkunft ist auf Schepp. Hch. Adami. Samstag deu 5. und Mitt- 1043 103 716 [1118 der nächsten 14 Tage. rm Am zweiten Tage Bau- und Nutzholz. 167 57 Die Zusammenkunft ist auf der 70 1027 Leun. bis 47 1115 (Anauth. Zusammenkunft und Anfang erhältlich in der 706 1117 Ritter. Bitt: (h u. p A. 1113 Meyer. Kreppeln V Schomber, Wallthorstr. iRrboction: U. kck-yba. — Sied enb Bertofi der BrühLfch« IhüDerfitÄtt-Bn®- rm» Strtnbrnderd (Pietsch A Schry»,) tn Oiejr«. mit mit mit 22 132 2770 420 8 42 149 15 10 20 15 8 56 370 132 1 8 33 14 4 202 26 76 49,4 2 20 55,4 3660 2095 550 ersten Tage Brennholz. Buchen-Scheitholz, Eichen-Nutzscheit, Eichen-Scheit, Eichcn-Knüppel (22 sind 2V8 m lang), Birken Knüppel, Eichen-Stöcke, Wellen Buchen Reisig, Wellen Eichen-Reisig, Wellen Nadel-Reisig. // n den, nämlich: Eichen: 12 Stück Werk- und Schnittholz von 38 bis 61' cm Durchmesser, Fichten-Derbstangen von 7 13 cm Durchmesser, Krrschbaumstämme von 20 36 cm Durchmesser. u M im District Reupertsborn 8b: Eichen: 6 Stämme 2. Kl. 9,67 fm, 26 Stämme 3. Kl. 16,68 fm, 2 Stämme 4. Kl. 0,54 fm; und Nadel-Wellen, und Nadel-Stöcke. Das Brennholz Versteigerung. Zusammenkunft Weg. Stämme Eichen - Schnitt-, Schwellen- und Bauholz von 25 bis 72 cm Durchmesser, Fichten- und Kiefern-Schnitt- und Bauholz von 25 bis 66 cm Am 65 rm E chenftämme 2. Kl. mit 12,88 Eichenstämme 3. Kl. mit 27,50 Eich nstämme 4. Kl mit 3,50 rm Elchennutzholz. Bttt.: Bli dt Heppenheim a. B., 31. Jan. 1898. Grobherzogliche Direction der Landesirrenanstalt. Dr. Bieberbach. Straße nach Daubringen am Hangel- keiner Stcinbruch. Gießen, 31. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Gießen. rm v M n rm u // 13,72 fm, 67 Stück Bauholz über 18 cm Durchmesser — 36,13 fm, 120 schwächere Stämme und Stangen = 15,42 fm; Löwen-Drogerie W. Kilbinger, Seltersweg 5 2. 263 schwächere (Grubenholz) — 40,47 fm; Lärchen: 4 Stück Schnittholz von 35 bis 38 cm Durchmesser — 6,58 fm, 54 Stück Bauholz über 18 cm Durchmesser — 35,80 fm, 62 schwächere (Grubenholz) — 10,62 fm; Weymuthskieferu: 7 Stück Schnittholz von 34 bis 40 cm Durchmesser — 11,67 fm, 15 Stück Bauholz über 18 cm Durchmesser = 9,80 fm, 8 schwächere — 1,33 fm. Gebote hierauf oder auf einzelne der genannten Sortimente sind, nach letzteren getrennt, schriftlich und verschlossen vor dem Submissionstermin Freitag den 4. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr an-1 steigere ich im Prioatwald Körnberg fangend, kommt im Pohl-Gönser bei der Ganseburg nachverzeichnetes Bekanntmachung. Der Schuldschein der Spar- und Leihkasse zu Laubach, ausgestellt dem Heinrich Konrad Freitag von Utphe für seine Schwiegermutter Heinrich Hussel Wwe. daselbst vom 8. Mai 1867, über 250 Gulden lautend, ist angeblich verloren ge- gangen. Derselbe wird für kraftlos erklärt, wenn er nicht innerhalb acht Wochen vom Tage dieser Bekanntmachung an bei der unterzeichneten Direction eingereicht wird. Laubach, am 31. Januar 1898. Die Direction der Spar- u. Leihkasse. 4. Februar, von Vormittags 10 Uhr ab, kommt in dem hiesigen Gemeindewald folgendes Holz zum Verkauf: Walde vorzuzeigen. Die Eröffnung der Gebote erfolgt Freitag, deu 4. Februar 1898, Vormittag» 10 Uhr, Der» Wellen Eichen Reisig, „ Birken-Reisig. Termine erhalten die Submittenten Nachricht darüber, ob der Zuschlag ertheilt ist oder nicht. Winnerod, am 22. Januar 1898. NutzhoWerßeigerung. 1. Gkmkiudewalb Oberkleen. Dienstag deu 8. Februar d. Js., Beginn Vormittags 10 Uhr 314 fin Nutzholz im Winneröder Walde 3QQöoerpac()tung Dienstag den 8. Februar 1898, Mittags 1 Uhr, soll im Rathhaus dahier die hiesige Ge- meindejagd, bestehend aus 6438Großh. Hess. Morgen (worunter 1604 Mrg. Wald), auf weitere 6 Jahre unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich meistbietend verpachtet werden. Bemerkt wird, daß die Bahnstation Großen-Bufeck mitten in dem Jagdbezirk liegt. Großen-Bufeck, am 31. Jan. 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Bufeck. billig m perletben bei H. Tichy, Sfllfrsnfj Neue Berliner Wüchse mit Gurkeneinlage frisch eingetroffen, per Stück Kiefern- und Fichtenstämme mit 22,85 fm, Kiefern- und Fichtenstangen mit 27,55 fm, Holzversteigerung. der auch bereit' ist, das Holz im Kreppeln Kraacher „ Kellinger „ Pohl-Göns, den 29. Januar 1898. Ganseburg, 20 Minuten von Großen- Großh. Bürgermeisterei Pohl-Göns. Buseck. Nächste» Freitag, Eroßh ai W »st Eir, i zu» 15.6i »tagten ( krifytn: L BW 2. Oti oit' 3. Hon 4 Ob 6. N 6. fielt 7. «efö 8. Shld unb 9. ®eqe 10. ffiüx Ti«k fiani 11. El« Dai' ODOOOOOOCXXXXX n Derliner Blitzschnell putzt W. Kilbinger» Putztinctur Blech, Messing, Kupfer. Nickel etc. spiegelblank. In grossen Flaschen & 60 Pfg. in Gegenwart der erschienenen Bieter Samstag, den 5. Februar 6.1., Nachmittags 1 Uhr, im „Gasthaus zum Hirsch" in Reis- Kröffelbach, den 31. Januar 1898. (KreiS Wetzlar) 1110 Bangel, Vorsteher. N' fl Sir 8t»tlobe: Fortbllbm 3a d 1 Ni = 38,49 fm, 115schwächere (Gruben- Mjttw0chden2.FkbrUSr1898. Holz) --- 18,82 frn; Nachmittags 2 Uhr Fichten : 8 Stück Schnittholz im Adler zu Gießen versteigere ich öffentlich von 34 bis 52 cm Durchmesser — gegen Barzahlung: 1 1 Pserd, 1 Wagen, 1 Bohrmaschine, e ine Parthie Bohlen, 1 Waschcommode, 3 Sophaö, 2 Commoden u. fonfttge Mobilien, 1 Fahrrad, einen Posten Ci- Nadel: 97 Stämme 3. und 4. Kl. mit 17,25 fm, 12 Stangen 1. Kl mit 1,08 firn, 6 Stangen 2. Kl. mit 0,36 fm und 190 rm Nutzholz. 2. Gtmmdewsld Nltdkrklkku. Mittwoch den 9. Februar d. Js., Beginn Vormittags 10 Uhr im District Pfingstweide: Eichen: 18 Stämme 3. und 4. Kl. mit 9,31 fm und 22 rm Nutzholz; Nadel: 252 Stämme 3. und 4 Kl. mit 77,11 fm und 30 rm Nutzholz. Das sämmtliche Nutzholz ist meistens 3 m lang geschnitten. Gxoß-Rechtenbach, 31. Jan. 1898. 1121 Das Bürgermeister-Amt. GrGklMlichk Fundes- itrrnohlt. Die Stelle eines Assistenzarztes der hiesigen Anstalt ist binnen Kurzem wieder zu besetzen und zwar durch einen jüngeren, unverheiratheten, in dem Großherzogthum Hessen staatsangehörigen, in der pra tischen Psychiatrie bereits thätig gewesenen Arzt. Baargehalt 1500 Mark und freie Station. Beiderseitige zweimonatige Aufkündigungsfrift. Bewerbungen werden zunächst brieflich hierher erbeten und zwar binnen d. Js., wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert: 16 Eichenstämme von 25 bis 60 cm Durchmesser und 3 bis 5 m Länge — 9,17 fm, 23 Eichen-Derbftangen (Wagnerholz) 0,95 fm, en# ai Wir! rufen und Schüler ode in Änoenbi find aisbatt kistatteo. Marktftraße 28. 972 Durchmesser — 12,67 fm, 102 Stück versteigert. Bauholz rc. über 18 cm Durchnnsser Getfiler, Gerichtsvollzieher^ g|0obm< °° „ , 91,24 Eichenstamm 1. Kl. mit 2,51 frn, kirchen. Innerhalb acht Tagen nach diesem Großh. OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt.255 Die Zusammenkunft ist Vormittags 10 Uhr auf der Winkelschneise. Großen-Linden, am 26. Jan. 1898. bi6 ®r. Bürgermeisterei Großen-Linden. - Frallkfurterstr.-SÄ-Alllsze. “ Dooaaooooooooooaao Holzversteigerung. Dienstag den 8. Aebrnar d I. werden aus den Districten Steinweg, Ochsenstall, Alter Haag und BelterS- hatner Wald der Forstwartet Reinhards- Hain versteigert: Stämme» 18 Eichen mit 8 fm, 134 Ktesern mit 120 fm, 231 Fichten mit 63 fm, 7 Lärchen mit 6 fm, Derbstangenr 195 Fichten mit 9 fm. Zusammenkunft Vormitttogs ‘/»IO Uhr am Pflanzgarten im District Steinweg bet RetnhardShain. Nur daS Holz im District Steinwea wird bet der Versteigerung vorgezeigt. Grün berg, den 28. Januar 1898. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. ___________Schober.________1123 Hinterwald. ... .. „ . Bettenhausen, 31. Januar 1898. «HelenainGtetzen Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Flur i Nr° 768 — 237 qm auf dem Roth. 11191 Marktplatz öffen lich meistbietend persteigert werden. Gießen, 4. Januar 1898 Frische Schellfische und Sablia« von Mittwoch bis Freitag; jeden Mittwoch Abend: gesottene Schell fische, jeden Donnerstag gebackene Seefische 296 im „Rebstock", Westanlage. rm Buchen-Scheitholz, „ Nadel-Knllppel, Stück Buchen-Wellen, „ Nadel- rm Na>el-Stockholz. ö Pfannkuchen, g Kreppet, Cas^- und Thec- O Gebäck, sowie große Auswahl O in Kuchen und Torten q empfiehlt täglich frisch [626 Q g gleich vielen Änderen von Magenbeschwerden, Verdauungsstörung, Schmerzen, Appetttlofig- kett rc. gebe ichJedermann gern unentgett« liche Auskunft, wie ich ungeachtet mein«! hohen Alters wieder gesund geworden bin F. Koch, König!. Förster a. D. Pömbsen Poft Nieheim tn Westfalen. Buchen-Scheitholz, Eichen „ Buchen Knüppelholz, Eichen-Knüppelholz, Nadel-Knüppelholz, Buchen-Stockholz, Eichen- „ ^d«ltäfif * Kontos8, t,5*' >6,0 9 Moselweine: ßardener per Alasche 45 | Mittwoch, den 16 Februar, im Nachmittag« 2 Uhr, soll aus dem diesigen Ortsgertcht die ben 70 „ 90 „ (täglich frisch) empfiehlt 263 Friedrich Noll, Hosbäcker, MöuSburg '2. Jagdverpachtung. Montag den 7. Februar l. I, Nachmittags 2 Uhr, wird die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagd, bestehend in 115,50 ha Wald und 300 ha Feld, im Nachhause aus die Dauer von 6 Jahren öffentlich verpachtet. Bemerkt wird noch, daß der Wald größtentheils Heege ist, sich ein guter Nehstand befindet und die Grenze nur ein Kilometer von der Bahnstation Reiskirchen entfernt liegt. Hattenrod, am 21. Januar 1898. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. 802 Gemeindewald, District Heide, nach- Holz: stehendes Holz zur Versteigerung: Bau-, Werk- uud Brennholz. 98 Kiefern - Schnittstämme, dar 8 Eichen-Stämme mit 1,70 fm, unter einige Lärchen von 21 bis 371 Fichten- 44 cm Durchm sser — 50 fm, 6 rm 885 woch deu 9. Februar d. Js., < l , Vormittags 9'/, Uhr, kommen Holzverstelgerung. zur Versteigerung. I Donnerstag deu ». Februar fertig aufgearbeitet, sollen auf dem Mittwoch den 2 Fedr l. I., Submissiouswege vergeben wer- NochmtttagS 2 Uhr, werden im Büker'schen Saale: Sophatz, Commoden, Kbiderschränke, Glasschränke, Tische, Spiegel, Bilder im akademischen Forftgarten. Am Samstag den 5 Februar von Nachmittag 3 Ubr ab, sollen folger de Nutz- und Br rnhölzer öffentlich m.ist bieten doer steigert we'den: 1. NutzbAlr*« (38 Stämme und 19 Stengen mit zus H,35 fm) u zwar. 12 Eichen-S'Smme, 2 bis 11 m lang, 13 b s 82 cm stark, 4,95 fm, 13 Eichen-Slämme, 2 bis 11 m lang, 12 bis f»6 cm stark, 2.77 fm, 1 Aborn Stamm, 2 m lang, 24 cm sta>k, f',09 fm, 1 Birnbaum Stamm, 3 m lang, 17 cm stark, 0,0/ fm 9 WeymouthSkieieri'-StLmme, 3,4 bis 6 m lang, 14—32 cm stark, 2,(8 fm, 1 Kietern-Stamm, 5 m lang, 25 cm stark, 0 25 fm, 1 Hemlocks-Tanne, 3 m lang, 31 cm stark, 0,23 fm, 3 Eichen-Stangen, 4 m lang, 12 cm stark, 0,14 fm, 15 Eschen-Stangen, 5 bi« 8 w lang, 8 6:6 11 cm stark, 0,70 fm, 1 Ahorn Stange, 7 m lang, 11 cm stark, 0,07 fm. 2. »renubSlzee (16,1 rm und 30? Wellen mit zuf 15,72 fm) u. zwar: 2 rm EtchkN'Scheitholz, 6 5 rm Eichen-Knüppelholz, 3,8 rm Eichen-Stockholz, 2.' 0 Eichen Wellen, 2 rm Wrymoutrskiefern-Scheitholz, 1,8 rm WeymouthS- kiefern-Knüppclholz, 52 Weymouthskiefern Wellen. Gießen, den 1. Februar 1898 Die Direction des akademischen Forst,uftttuts. Rheinweine: «Laubenheimer pr. II. 60 M Appenheimer „ „ 75 „ empfiehlt 692 Louis Lind, Cigarren- und Weiuhandlung, Kirchenplatz 40. Eichen- „ Kiefern- „ Buchen-Knüppel, Eichen- „ Kiefern- „ Buchen-Reisig, Eichen- und Nadel-Reisig, Buchen-, Eichen- und Nadel- Stöcke. 8 H. Hettler, 8 Ecke 8 garren, 1 Anzahl Bilder etc. Kiefer»: 153 Stück Bauholz! oorau«.thetlw.bestimmt. Ü6e"18 cm ®ur4meff« = 1°« «ng.t. Oberförsterei Brandoberndorf. Montag den 7. Februar 98, Vormittags 11 Uüt, kommen in der Hof mann'scheu Wrrthichaft zu Cleeberg zur Verfteigemmg aus den Forstorten Streitwald u. Einhäuserfeld, Sch tzbez Cleeberg, und Grubenwald u. Espaerwäldchen, Schutzbez. Weip rfelden, ca. 75 rm Ei. Scheit, 49 rm Er. Knüppel. 205 rm Bu. Scheit u. Knüppe 5600 Bu u. Ei. Wellen, 43 rm Weich- u Nadel-Scheit u. Knüppel, 16 rm Kirf. Reiserknüppel u etwas Weichholz u. Radel Wellen. 1124 Der Königl. Oberförster. Kreppet, Kasseckuchen und Gebäck, Torten, Thee und Weingkbäck empfiehlt tn großer Auswahl täglich frisch Ludwig Düll, Conditorei und C a f 6, ___________Marktftraße 32. 1016 Täglich frische 370 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, deu 7. Februar 1898, Vormittags 9V3 Uhr beginnend, sollen im District Hange!- stein meistbietend versteigert werden: 99 Eichenstämme mit 44,18 fm, 2 Buchenstämme „ 0,51 „ 7 Lindenstämme „ 1,58 „ 82 rm Eichen-1 3 10 kommt zuerst zur 340 3850 am EberSgönser 87 Gießen, den 28. Januar 1898. (f in pfr hl u inj cn