Nr. 230 Erstes Blatt. Samstag den 1. October 18DS Gießener Anzeiger General-Anzeiger 8« Postbkjug 2 Mark 60 Psg. vierteljährlich. Sqtifltprds vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 76 mit Brmgerloh«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Hvlgcnden Lag erfchemenden Nummer b>- Borrn. 10 Uhr. Grschetnt täglich mit Ausnahme b<4 Montags. IQ« «nzeigen-LermiNlungsstellen des g*. und Auslands nehmen Anzeigen für den GieHener Anzeiger rntgtgoL Die Gießener Jamtlteu 0 lälter »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. Amts- und Zlnzeigeblatt für den Kreis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Zchotfiroße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Familienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 61. Deutsche» Reich. Derli», 29. September. Der Ausschuß der deutsche« Eolonialgesellschaft hat sich tu seiner letzten Sitzung mit dem dentsch-englischen Abkommen beschäftigt. Born stellvertretenden Vorsitzenden, Staatsminister von Hofmann, wurde eine ausführliche au deu Retchskauzler zu richtende Denkschrift verlesen, die in dem Wunsche gipfelt, der Reichskanzler wolle dafür sorgen, daß die in de» Marschall'schen Weißbuche England gegenüber vertretenen Grundsätze unserer Eolontalpolitik nicht preisgegebeu werden, «ach längerer Berathuog wurde die Absendung dieser Denkschrift an den Reichskanzler beschlossen. Berlin, 19. September. Die Analphabeten in Preußen. Alljährlich wird über die SchnlausbUduog der bei dem Laudhrer und der Marine eingestellte« Mannschaften eine Statistik ausgenommen. QU Hegen uns jetzt die Zahlen für Preußen aus dem Jahre 1897/98 vor. Danach waren von 161 398 Mannschaften 170 ohne Schulbildung, das stnd 11 auf 10 000; in Ersatzjahre 1879/80, da» zum vergleich danebengestellt wird, waren e« noch 230 auf 10.000, also fast zwanztgmal so viel. Do» ist ein erheblicher Enltur- fortschritt. Am stärksteu betheiligt find an deu Rekruten okne Schulbildung die Prov ozeo Posen mit 43, Ostpreußen nit 37, Wefipreuheo mit 86, Schlefieo mit 19, die Rhein- Provinz mit 13, Pommern mit 7 vnd Brandenburg mit 6; die übrigen Provinzen weisen 1 oder 2 aus, wobei zu bemerken ist, daß sür Powmero sich der Procentsatz höher stellt al» sür die Rhetoprovioz. Wie erfolgreich aber namentlich in den Ostprovtozeo die preußische Volksschule gewirkt hat, ergibt sich daraus, daß vom Jahre 1879/80 in Posen unter 10,000 solcher Rekruten noch 1099 ohne Schulbildung waren; diese Zahl hat sich aus 42 zu 10,000 verringert, ebenso hat sich iu Ost und Westpreußen die damalige Zahl der Analphabeten aus deu zwanzigsten Theil verringert. Berlin, 29. September. In der vergangenen «acht ist in dem Hause Gontardstraße 4 ein Raubmordversuch verübt worden. Der 28 Jahre alte Schankwirth Otto Sarrach versuchte seine 18 Jahre alte Ehefrau, ohne daß ein Wortwechsel oder Streit voraufgegaugeo war, durch mehrere heftige Hammerschläge auf den Kopf zu tödteu. Als auf die Hilferufe der Frau Hausbewohner herbeteilten, ergriff Sarrach die Flucht und konnte auch bisher nicht ermittelt werden. Es ist sehr fraglich, ob die Schwerverwuvdete am 'Leben bleiben wird. — Die „Allg. Mar.- u. Hand.-Eorr.* schreibt: Hierher gelangten Privatnachrichten zufolge wird der kaiserliche Gouverneur von Deutsch.Ostasrtka, Herr Generalmajor Lteb ert, im Frühjahr de» vächsten Jahres hier ein- treffen, um nach zweijähriger Amtsdauer seinen Urlaub iu Deutschland zu verleben. Bon einer AmtSmüdigkeit des Gouverneurs, wie sie vor einiger Zeit vereinzelt in der deutschen Preffe gerüchtweise behauptet wurde, ist nichts bekannt. — vom Mtttelland.Eanal. In den Entwurf des Rhein Wefer-Elbcaaals ist auch die Eanalisirung der Weser von Minden bis Hameln eingefügt worden. Die Kosten, die sich auf ungefähr 20 Millionen belaufen, sind den Gesammtkosteu zugeschlagen, sodaß sich diese dadurch auf 211600000 Mk. erhöhen. In» Gewicht fällt dabei der Umstand, daß der ganze Weserverkehr dem Mittellandcanal (durch einen Aussttegcanal bei Minden) zugesührt wird. Der Zuschuß, der auf die Provinz mit 18 v. H. entfällt, stellt sich nunmehr auf rund 1170000 Mk. Diese find abzuführeu in einem Zeitraum von acht Jahren. Nach Ablauf dteser Zeit soll sich das Unternehmen selbst erhalten. In Berlin ist eine Lommisfiou zur vorberathung ernannt; sie wird i« Lause der nächsten Woche zusammentreten. Dem vernehmen nach beabsichtigt auch der Magdeburger Magistrat, die Angelegenheit energisch weiterzuführen. — Zum Schutz der Arbeitswilligeu oder, wie die socialistischeu Hetzblätter es zu nennen Heben, zur Ein- fchräukung der Eoalitionsfreiheit wird eine Vorlage vorbereitet, bezüglich deren der -Harm. (Sour.* schreibt: Es ist weder von einem Widerspruche dieser oder jener Bundes- regieruvg, noch von einer Meinungsverschiedenheit in der Reichsregierung oder im preußischen Staats Ministerium die Rede. Heber die Nothweudigkett schärferer Represfivmiuel herrscht allgemeines Siuverständoiß, über eine couerete Bor- läge aber können Meinungsverschiedenheiten schon deßhalb nicht bestehen, weil eine solche aus dem Rtichsamt des Innern überhaupt noch nicht hervorgegangen ist. — Verkehrswesen. In Folge de» niedrigen Waffer- stände» kann auch der direkte Verkehr der Rheinseedampfer zwischen Loudon, Antwerpen, Stettin vnd Köln nicht mehr «»»geführt werden. Sowohl die Boote der Rheinsee-Schiff- fahrt»gesellschaft sowie die der Gesellschaft „Neptun* lasten die Dampfer nur bi» Rotterdam und Antwerpen fahren und al»dano die Güter auf Leichterschiffen umladeo. Der Pegel zeigt nur 0,90 Meter, bei weiterem Znrückgeheo de» Waffer- stände» wird der Verkehr an» den Ruhrhäfeo rheinaufwärts in den nächsten Tagen eingestellt werden wüsten; man befürchtet dadurch unliebsame Störungen, da jetzt bereit» der Eisenbahngüterverkehr überall» belastet ist und der Waggou- waagel sich immer empfindlicher bemerkbar macht. — lieber die beabsichtigten Postreformeu glaubt eine parlamentarische Sorrespondeuz berichten zu können: Die Wonnen werden trotz der Schwierigkeiten, die fich ihnen eutgegenstellen, da verschiedene Faktoren witzureden haben, ruhig und ungestört weiter verfolgt. Jüngst ging die Meldung durch verschiedene Blätter, der Staat»secretär v. Podbielskt habe Dresdener Geschäftsleuten die Einführung de» Einktlo- packete» in AuSficht gestellt. Herr v. Podbielskt hat nichts weiter gesagt, als daß er diese Idee nicht für unmöglich halte und fie in den Bereich der Erwägung zu ziehen fich bemühen werde. Es ist ja nicht zu verkennen, daß mit der Durchführung dieser Idee große Vortheile der Industrie er- wachsen würden. In England ist man läogst dazu übergegangen; dort werden die Etnkilopackete wie Briefe behandelt und einfach auf dem Postamt in die Kästen, so weit fie hinein- gehen, hioeingeworfeu. Bei dieser Beförderungsart fallen aber auch einige SicherheitSmaßregeln fort. Die Zeitungs- tarisreform, die in der vorigen Retchstagssestion verlangt wurde, ist in deu Grnndzügeu auSgearbeitet und auf neuen Gesichtspunkten: Berücksichtigung des Gewichts und der Häufig- kett dr» Erscheinen-, aufgebaut. Wenn dieselbe alle Instanzen durchlaufen haben wird, werden vundesrath und Reichstag fich damit zu beschäftigen haben. — Königin Luise von Dänemark ist heute Früh V-b Uhr auf Schloß Bernstorff verschieden. (Seit Wochen war man auf das Hioscheiden der Zweinndachtzigjährigen gefaßt. Nicht mit eherner Wucht, wie vor zwanzig Tagen die Genfer Trauerkunde, trifft diesmal die Todesnachricht die Nation; nicht minder aufrichtig wird darum in Dänemark die Trauer um die Heimgegangene LandeSmutter fein, die, von ultranationalen Empfindungen beseelt, während ihres reichen Lebens keine Minute den Gedanken an ihre landeS- mütterltche Stellung außer Acht gelosten hat. Nicht deutschen Federn sei es überlasten, der verblichenen hefftschen Fürstentochter auf dem dänischen Köaigthron die rühmliche Anerkennung zu spenden, daß fie wie kaum eine zweite zeit- genöfftsche Fürstin regsten Antheil an den Geschicken ihre» Landes genommen hat — un» Deutschen mischt dabei die Erinnerung einen trüben Tropfen iu die ausrichtigeu Empfindungeo, die un» Angesichts der Majestät deS Todes beseelen: mit der Königin von Dänemark ist eine der nachhaltigsten Feindinnen de» Deutschen Reiche» hingegangen. Ohne Bitterkett sei diese Thatsache verzeichnet, deren veweisfacta anzusühren man unS erlaffeu wird. Deutschland wird fich nie Denen gegenüber, die nicht seine Freunde waren, zu de« Ton versteigen wie vor zwei Monaten die große Nation au der Bahre Bismarcks, und es wird auch heute seine Theiluahrne den zahlreichen verwandten des dänischen Königshauses nicht vorenthalten. — Königin Luise ist, wie bekannt, durch die Heirathen ihrer Kinder mit der Mehrzahl der europäischen Regenteuhäuser verschwiegen. In erster Linie find das russische, englische und griechische Regeuten- hauS in die engere Trauer einbegriffen. Ihre Tochter Dagmar war die Gemahlin Alexander UI. von Rußland, ihre Tochter Alexandra wurde Prinzesfi« von Wales, Thhra Herzogin von Eumberlaud und ihr zweiter Sohn Georg wurde erwählter König von Griechenland. Herne, 29. September. Die versuche, die Leichen der bei dem Grubenunglück aus der Zeche General Blumenthal gestern zu Tode gekommenen Bergleute herauSzubesörderu, wurden die ganze Nacht hindurch foNgesetzt. Die bisher au» Tageslicht geschafften Leichen find entsetzlich verstümmelt. Herne, 29. September. Nach M'ttheilung der Zechenverwaltung find bei de« gestrigen Gruben-UnglÜck 17 Personen getödtet, drei schwer und sechs leichtverwundet. Stuttgart, 29. September. De« Coita'schen Berlage wurden nunmehr die letzten Nachträge Bismarcks zu feinen Memoiren, betitelt: „Gedanken und Erinnerungen* Übergeben. DaS vom Fürsten B'Smarck eigenhändig durchcorrigirte Diktat ist von Professor Dr. Horst-Kohl mit einer Einleitung und ortentireudeu Noten versehen. Die j Ausgabe soll im November beginnen. Paris, 29. September. Nach einem hier bet der Gesandtschaft von Guatemala etngelaufenen Kabel-Telegram« wurde Don Manuel Sstrada Eabrera zu« Präfideuteo der Republik Guatemala gewählt. KopeuhageU, 29. September. Seit etwa audertha'h Jahrhunderten zum ersten Male wieder hat sich jetzt in Dänemark der Tod einer „regierenden Königin* ereignet. Damals war es die junge Gemahlin des Königs Friedrich V., eine geborene Prinzeß von England. Drei dänische Königinnen find seitdem Wtttwen geworden, eine vierte hatte bei Lebzeiten den Thron verlaffen müssen. Lin gewiffes geschichtliches, aber kein politisches Ereigntß mehr ist das am Donnerstag früh erfolgte Hinscheiden der 81jährigen Königin Luise von Dänemark. Einst hat fie einen stillen, aber nicht un- bedeutenden Einfluß ausgeübt. Als fie, eine Prinzessin der dänischen Linie des Hauses Hessen-Kassel, am 16. November 1863 an der Seite ihres Gemahls, de» König» Christian EX. an» dem Hause Schle»wig.Holstein-GlÜck»burg den dänischen könig»thron bestieg, war wesentlich fie e», die ihren Gemahl mit veranlaßte, die die widerrechtliche Einverleibung SchleSw«,» in Dänemark festsetzende sogen. November-Verfaffung zu unterschreiben. Da» daran» entspringende verhängniß, den Krieg von 1864 und den Verlust der deutschen Herzogthümer, vermochte die Königin nie zu verwinden und ihr ganzer bitterer Haß richtete fich gegen da» Land, deffen Einhett und stolze Größe au» jenem Zusammenstoß mit Dänemark ihren Anfang nahmen. Preußen und da» Deutsche Reich grdemüthtgt und zertrümmert zu sehen, war deßhalb der innerste Herzens- wünsch der Königin, den fie mit weiblicher Klugheit zu ver- wirklichen strebte. Ihre Helrathspolitik verband das dänische Königshaus auf da» engste mit mächtigen Herrscherhäusern, außerdem aber mit Thronforderersamilten, deren Ziele mtt denen der Königin in jenem Punkt gleichbedeutend waren. Ihre größten Triumphe feierte diese Politik in den glänzenden FredenSborger FamilienzusammenkÜnften der achtziger Jahre. Hoffnungsreich richteten fich damals die Augen aller Feinde Preußens nnd bei Deutschen Reiches nach de» idyllischen seeländischen Schlöffe, auf daS Beisammensein des Ezare« Alexander III., deS britischen Thronfolgerpaares, des welfischm Thronforderers und von Mitgliedern des Hauses Orleans. Aber die drohenden Wolken verzogen fich, der Tod des czartschen Schwiegersohnes vollends riß in diesen fürstlichen Kreis eine klaffende Lück'. Seitdem erlosch der Glanz der FredeoSborg. Die Königin hat die Begründer der deutschen Einheit, den alten Kaiser Wilhelm und um ein Weniges auch den Fürsten BlSmarck, dessen schärfste und zäheste Widersacherin fie war, überlebt, aber die Schöpfung dieser Männer überdauert fie nun, unter Verhältnissen, welche den dänischen Wünschen wenig günstig find. Die Ezarin Dagmar ist Wittwe und den rusfischen Thron nimmt neben dem jungen Czaren eine deutsch englische Priuzesfiu ein, der Gemahl der Prinzeß Alexandra ist noch immer britischer Thronfolger, Welfen und Orleans find von ihrer Thronanwartschaft so weit entfernt wie nur je. Zwar da» franzöfisch-rnsfische vündniß, das der in Kopenhagener Hoflnst zum Staatsmann gewordene Mohreu- hei» eingefädelt hat, besteht noch, aber mit anderen Wirkungen, als man damals am Sunde von ihm erwartet hat. Und doch war es Dänemarks eigenes Heil, daß das Schicksal e» anders fügte, als man es dort gewollt. Denn Deutschlands Sturz würde die Ostsee zu einem rusfischen Binnenmeer nnd Dänemark, den Schlüssel desselben, zu einem rusfischen Vasallenstaat gemacht haben. So hat der Klugheit der Königin doch der weite Blick gefehlt. Sie verstand es nicht, daß das Jahr 1864 zwar Dänemark die Herzogthümer gekostet, aber zugleich doch auch um diesen Preis durch die Errichtung einer zweiten Großmacht an der Ostsee die Selbstständigkeit des eigentlichen Königreichs gerettet hat. — Persönlich beliebt war die Königin in Dänemark kaum, aber «an freute fich dort deS Glanzes, den die weitreichenden fürstlichen ver- bindungen des Königshauses auch auf das kleine Land selber warfen. Und Hochachtung versag auch der Deutsche einer Herrscherin zu zollen, bei ter fich die Eigenschaften einer trefflichen Gattin, einer ausgezeichneten Mutter und einer klugen, fetnfinnigen Hausfrau in hervorragendem Maße vereinigten. __Tägl. Rundschau. Locale» und provinzielle». Gieße», 30. September 1898. •• Orde»S-Lerleihn»gen u. s. w. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, zvm 29. September: 1) dem Direcwr des Verbandes der hesfischen land- wirthschaftlichen Genoffensckaf'en, Geheimen RegieruugSrath „t-nb. OM. et 1898. Mrrente -Wie M lQfi8 99.7* tSSgs li; ht Aid gtirf gO.fO "'S 169.7» "V 0O ch. Uten imb ft. 83H_ jiSHs MrrsBraße 6$ IMrcnle 97.50 85.- 2t- 92- 97'50 42.50 100.60 e prompt Mgesührt. 1: Weimer, '«chaltt, ichinen. etc. Ä ,nb b,. 9291 Co. alieHandlmg. Bahnhöfen 40. illige und dauer- 4 4 Uhr, Abends Uhr. fürsten aus. Zum ehrenden Andenken an die im Laufe der Jahre verstorbenen Mitglieder erhoben sich dann auf Auf« 10 Procent extra Rabatt auf alle sehen reducirte Preise während der Inventur- Liquidation. Muster auf Verlangen franoo. Modebilder gratis. Nach diesem Act der Pietät geht Berbandsdirector Haa» zur Erstattung des Festberichte« über. Die Erstattung desselben nimmt eine lange Zett in Anspruch, da er die ganze Entwicklung des Verbandes seit seiner Entstehung vor 25 Jahren in allen Einzelheiten schildert. Mainz. Aoz. Einwohnerschaft Hessen«. Unter den 1,039,020 Einwohnern, die daS Großherzogthum Hessen nach der Volkszählung vom 2. Deeember 1895 zählte, waren 516,516 männliche und 522,504 weibliche Personen. Reichs- angehörtg waren 1 034,506 und RetchSausländer 4514 Personen. Active Militärpersoueu befanden sich unter der Ge- sammteiuwohnerzahl 18,167. Wetterbericht. Den Süden und Osten Europa« bedeckt noch eine Depression und zieht sich von ihr au« noch ein furchensörmtger Ausläufer von Mähren und Schlesien über daS ganze Gebiet der Oder bi« zu deren Mündung. Das Tentrum des niederen Drucke« befindet fich über Ober- Italien. Bon Südwesten ragt ein schmaler Rücken hohen Druckes über Mitttl-Frankreich gegen Lothringen vor. In Leotraleuropa find gestern allenthalben Niederschläge stellenweise in sehr beträchtlichem Maße gefallen und dauern die- selben auf unserem Gebiete auch noch an. Verschiedentlich beginnt eS bereit« aufzuklaren. An den Hochftationen find dieTemperataren sehr erheblich zurückgegaugen. — Voraussichtliche Witterung: Im Westen wechselnde Be- wölkung, im Süden und Osten noch trübe und Niederschläge. Butzbach, 29. September. Seit Anfang dieser Woche werden am htefigen Bahnhof waggonweise Z Wetschen verladen. Dieselben werden theilwetse nach Metz und Luxem- bürg versandt. Die Händler bezahlen für den Centner Zwetschen, an den Bahnhof geliefert, 3 Mk. Pohlgöu«, 29. September. Bei der vorgestern dahier abgrhalteneu Gemeind^erathSwahlwurden die seitherigen Mitglieder deS Gemeiud-rath«, die Herren Konrad Schepp IX., Johannes Langsdorf XI. und Johannes Schepp I. Wieder- Gestern Vormittag wurde in die Verhandlung gegen den mehrfach vorbestraften, 26 Jahre alten, verheirateten Schlaffer Heinrich Karl Förster von Gießen wegen SittlichkeitS- verbrechen etngetreten. Die Anklage vertritt Staatsanwalt gewählt. Sambach, 29. September. Bet der am Dienstag dahier stattgehabten Gemetnderathswahl, wurden die seitherigen Mitglieder deS GemrinderathS, die Herren Philipp Rumpf, Heinrich Fenchel IV. und Johann Eberhard Bock, wiedergewählt. Bon 300 Wahlberechtigten hatten nur 112 abgestiwmt. Darmstadt, 29. September. In der Zett bis zum 9. Oktober find hier auf Veranlaffuog der vier Krieger- vereine zehn Aufführungen des vaterländischen Festspiel« „Der deutsch-französische Krieg von 1870/71" von Paul Wuig-Berltu, Dichtung und Musik von Th. Uhlich, in Aut- sicht genommen. Die erste dieser Aufführungen am gestrigen Abend im Saalban stand unter wenig günstigem Stern - das Publikum war nicht zahlreich und durch das Jndielängeziehen des Programm- (über 40 Bilder) schließlich ermüdet und nicht mehr in richtiger Stimmung. Die Vorstellung dauerte nicht weniger als vier Stunden. Einzelne Bilder, gehoben durch geschicktes Arrangement und prächtige Costüme, erzielten Neueste Nachrichten. Depeschen de« Bureau ,$erolb*. Berlin, 30. September. Dem „Berl. Tgbl." wird au« Brüssel telegraphirt: Während seiner Anwesenheit anläßlich des EongreffeS für öffentliche Vorträge hatte der französische Unterrichtsminister Bourgeois Gelegenheit, fich über dte DreyfuS-Affaire zu äußern. Bourgeois bekannte fich al« einen entschiedenen Revisionisten. Er erwartet bestimmt dte Eafftrung des Dreyful-Urthetl«. Bezüglich der Stellungnahme des Auslandes äußerte Bourgeois, daß die Einmischung de« Au-laudeS, insbesondere der öffentlichen Meinung Belgien« eher nutze, als schade, da Frankreich die Meinung eine* so bedeutenden Nation, wie der belgischen, nicht mißachten könne. Wien, 30. September. Da« „Fremdeublatt" bestätigt, daß Haudelsminister Dr. Bärnreither seine Demission überreicht hat. Graf Thun fei bemüht, denselben zum Verbleiben im Eabinet zu bewegen, der Handelsminister besteht aber auf seiner Demission. Als eventueller Nachfolger wird der Abgeordnete Dr. v. Mtlowski genannt. Wie verlautet, wird in der heutigen ReichsrathSfitzung der Präfident Fuchs fich bezüglich der Etnthetluug der Tagesordnung den Wünschen der Oppofition gefügig zeigen, und dürfte es denn ohne besonderen Zwischenfall zur ersten Lesung der Ausgleichsvorlage kommen. Budapest, 30. September. Der berüchtigte Juwelen- dieb Liebermann, der hier, in Wien und Berlin Einbrüche verübt hat, ist hier verhaftet worden. Drei htefige Juweliere wurden als der Hehlerei verdächtig ebenfalls tu Haft genommen. Pari», 30. September. Zwischen Sarrieu und Brisson ist ein neuer Conflict au-gebrochen. Letzterer verlangt die Anklagen wegen Beleidigung von Armeeführern persönlich zu prüfen, um Mißbräuchen vorzubeugeu, während Sarrieu erklärte, diese Beschränkung seiner Initiative und der Freiheit der Justiz zu bekämpfen. Paris, 30. September. Es heißt, wenn da« höchste Gericht eine neue Untersuchung mit Zeugeu-Veruehmuug für uöthig erachte, werde daS Urthril im neuen Dreyfns- Proceß kaum vor Januar gesprochen werden können. Paris, 80. September. Der uationallistische Abgeordnete Mtllevoye hat den Ministerpräsidenten Briffoa verständigt, daß er ihn nach Zusawmeurritt der Kammer über dte Art und Weise, in welcher dte Zusammenftellang des Acteubündels des Dreysus-Prozeffes an den Caffattonshof beschlossen worden sei, interpelltren werde. Pari», 30. September. Im heutigen Mtnisterrath werden ganz bedeutende AmtS-veränderuugeu brschloffen werden. Man spricht von der Versetzung mehrerer Poltzei- Präfecteu, sowie von der Ernennung eines neuen Vorsitzenden des Pariser AppellationshoseS. Bet dieser Gelegenheit wird auch der Nachfolger deS Admirals BeSnard bezeichnet werden. Dte Wahl wird wahrscheinlich auf den Admiral Pottier, den Eommandauten der frauzöfischen Flotte vor Kreta fallen. Loudon, 30. September. Der „Standard" meldet au« Peking, daß dte That deS Kaisers, welche dte Kaiserin- Mutter so mißfällig aufgenommeu hat, darin bestand, daß der Kaiser eines Tages europäisch gekleidet vor der Kaiserin- Mutter erschien. Dte Katsertn sieht dte Rusfifizirung in der Mandschurei ungern. Loudon, 30. September. Ein in Peking erschteueves Edict der Kaiserin fordert dte Gouverneure aller Provinzen auf, die besten Aerzte nach Peking zu schicken, damit der Kaiser bald wieder hergestellt werde. Mau hält dies als Vorbereitung Jüt die Ankündigung des Tode« des Kaisers. — In einem weiteren Evict bürdet die Kaiserin dte Verantwortung für alle Reformen dem Kaiser und seinen Rath- gebern auf und setzt tausende von eutlaffrueu Beamten wieder in ihre Stellen rin. HaaS in Offenbach, da- Somthurkceuz 2. Klaffe des Verdienstorden« Philipps des Großmüthigen, 2) dem Gutsbesitzer Jacob Schmitt zu Guntersblum dte goldene Berdienst- medatlle für Wiffenschaft, Kaust, Juduftrte und Landwirth- schäft, 3) dem Direetor der Ceutralgruoffeuschaft der hessischen laudwtrthschaftlichen Eousnmvereine, LaudtagSabgeordnetem Dr. August Heidenreich in Darmstadt, da« Rtterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps de« Großmüthigen, 4) dem Direetor der gleichenGeuoffeaschaft, Ludwig Strecker in Darmstadt, da« Ritterkreuz 2. Klaffe de« Vrrdieuftorden« Philipps deS Großmüthigen zu verleihen- — ferner dem Gutsbesitzer, Bürgermeister und Landtagsabgrordneten Ernst Wer «her tu Nierstein und dem Gutsbesitzer August Dett- wetler zu Laubenheim den Eharacter als „Oeconomierath" und dem Oberrevisor de« Verbandes der hessischen landwirth« schaftltchen Geuoffenschasten, Earl Ihrig zu Darmstadt, den Eharacter als „RechuungSrath" zu erthetleu. •• Theaterverein. Im Juseratentheil bringen wir in ausführlicher Weise Alles, wa« für die vorliegende Saison wiffeurwerth ist. Hervorheben möchten wir nochmal«, daß den Mitgliedern de« Verein« nach den verschiedensten Richtungen hin Vortheile geboten werden. An« der ganzen Thältgkeit de« Theateroereinsvorstandes leuchtet deutlich das Streben hervor, die Theaterzustände GirßenS zu heben und der rührigen Dtrection Kruse-Helm eine Stütze zu sein. ** Radsportliches. Gestern Vormittag trafen dte ersten fremden Rennfahrer hier ei». Es waren dte«: Franz Verhetzen, Rucker und Joerusen, dte fich sofort nach der Rennbahn begaben, um dort zu traintreu. Joernseu- Rucker find da« beste deutsche Tandempaar und hoffen dte beiden Herren, beim Zweisitzerfahren am Sonntag die Ersten zu fein. Am Sonntag Vormittag werden die „Wanderer" in ihrem Club-Local (Restaurant Royal) eia Frühschoppen- Coucert veranstalten, zu dem auch Nichtmttglteder der Gesellschaft herzlichst willkommen und freundlichst ringe- laden find. — Dte Corso-Aufstelnug findet Nachmittag« 2,/i Uhr statt. Corso-Thetlnehmer erhalten, etverlet, welchem Vereine sie augehören, Karten L 50 Psg. *• Verband hessischer laudwirthschastlicher Geuoffeuschaften. Dte Feier seines 25jährigeu Bestehen« feierte gestern tu der Stadthalle zu Mainz der Verband der hessischen land- wirthschaftlichen Geuoffeuschaften. Dte Stadthalle war deS Festes wegen sowohl im Innern mit duftendem Grün, Fahnen und Wappenschildern finnig deeorirt, wie auch vier vor der Halle stehende Flaggenmaste mit ihren im Winde flatternden Wimpeln in den Landesfarben nach Außen von dem Feste zeugen. Außer 6 bis 700 Thetluehmern au» allen Provinzen deS Landes, waren als Ehrengäste anwesend: StaatSminister Rothe, Finanzmintster Küchler, Provtuzialdtrector Freiherr v. Gagern, der Borfitzeude der landwirthschaftlicheu Behörde Mtutsterialrarh Dr. Braun, Beigeordneter Baurath Kuhn, Generalsekretär Oeconomierath Johannsen-Hannover, der Au- Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 1. und Sonntag den 2. Oktober 1898: Laubhüttenfest. 1. Tag. Vorabend 5K» 5.850^ 6t, vtllll bal HSO rtllgt°.vtt°thM°S 7 I® otlltll Dteysa»' n wttbto köllllku. oatiooalliWe Silf sttlptüflbtlltta LlW uulutrM 1» »«"“ bit Zusaamostellee I m taW»«’* er»»»*« MÄ M wS«t«W ''' .bbti.M»“»»1"; cktta . J»SS*" * si'tf IS.--' Bekanntmachung. I« unserem Gesellschastsregister wurde auf Seite 68 unter der Rubrik: ,,Portland-Cement-Fabrik Karlstadt a. M., vorm. Ludwig Roth" mit dem Sitz zu Karlstadt a. M. und Zweigniederlassung zu Gießen, Folgende» eingetragen: Rach den Beschlüssen der Generalversammlung vom 17. Mai l. I». wurde in dem neurediqirten GesellschaftSvertrage vom gleichen Tage be stimmt, daß die ordentliche Generalversammlung der Actionäte innerhalb der ersten 6 Monate eines jeden Kalenderjahre» in Karlstadt a. M. oder an einem anderen, von dem Ausficht»rathe bestimmten Orte fiattfindet, und von dem Vorstände durch einmaliges Ausschreiben in den Gesellschaft» blättern, welches mindesten» 17 Tage vor dem VersammlungStage erschienen sein muß unter Angabe der Tagesordnung berufen wird. In derselben Weise erfolgt die Berufung jeder außerordentlichen Generalversammlung, welche jedoch auch von dem AufsichtSrache einberufen werden kann. Durch die vorstehenden Bestimmungen ist die Berufung einer Generalversammlung nach Maßgabe der Vorschrift in Art. 237 Abs. 3 des A. d. H. G. B. in dem ebendaselbst vorgesehenen Falle nicht ausgeschlossen. Gießen, am 26. August 1898. Großherzogliche» Amtsgericht. Neuenbaa en. 9665 Für Händler u. Erbauer von Fenernngsanlagen! Ein Werk sucht für seine hochfeuerfesten Specialsteine für die höchsten Hitzegrade, welche bei plötzlichem starken Temperaturwechsel ihre Form nicht verändern, mit leistungsfähigen Agenten (Selbstkäufern) in Verbindung zu treten. Gefl. Offerten unter W. A. 1491 an Haasensteln & Vogler, A.-«., Köln a. Rh.9684 Vergebung. Für das Großh. 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Staatsanwaltschaft dahier, Junizgebäude, Zimmer Nr. 43, niederzulegen. Bis zu diesem Termine werden auch Gebote auf die sich im Provinzial Arrest Haus ergebenden Kücheuabfälle, Lumpen und da» abgängige Lagcrftroh ent- gegengcnommen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A. zu dem Ministeriell erlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, ent Haltenrn allgemeinen und den von dem Unterzeichneten ausgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwalt- schäft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden fönten. Bezüglich der Cocosnußbulter kann der Zuschlag erst nach stattgefundener Prüfung der vorzulegendrn Proben durch den Anftaltsarzt erfolgen, im U brigen ble bt der Zuschlag drei Tage Vorbehalten. Gießen, den 28. September 1898. Der Großh. Ober-Ltaats- auwalt beim Landgericht der Provinz Oberhesseu. _______Dr. Güngerich. 9655 Bekanntmachung. Vom 1. October d. I ab wird da» Bureau der Betriebs-Verwaltung der Bieberthalbahn nach der Hamm straße Rr. 2 verlegt. 9674 Ikliiiniitiniidjiiiiiirn Submission Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung nachbenannter Producte auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden, und zwar: 20 Ctr. Aepsel, 600 „ gute Speisekartoffeln (500 Gentner magnum bonum, 100 Gentner feine gelbe), 15 „ Mäuschenkartoffeln, 10 „ untererdigen Kohlrabi, 2 „ obererdigen Kohlrabi, 10 „ Zwiebeln, 2 „ rothe Rüben, 2 „ Meerrettig, 10 „ gelbe Rüben, 35 „ Weißkraut, 150 Stück Rothkraut, 400 „ Wirsing, 200 „ Lauch, 350 „ Sellerie. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr ein- gesehen werden. Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Montag den 17. Oct. 1898, mittag IS Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureicken. Zuschlag erfolgt am 24. October 1898. Gießen, 28. September 1898. Großh. Verwaltungs-Direction der neuen Kliniken. 9681 -VkrstkigmulM Versteigerung. Montag den 3. Cctober, Nachmittags 2 Uhr, versteigere icb im Pfandlocal, Seltersweg 11, gegen Baarzahlung: 1 Büffet, 1 Cassaschrank, ein Scbreibpult, 2 Glassckränke, Sophas, Gommoden, Kleiderscbränke, 2Regulateure, 1 Waage und 1 Hobelbank, um 5 Uhr, Zusammenkunft bei der Liebigtzhöhe, die Ernte, Kartoffeln, Kraut:c., von mehreren Triebmerteln. Gießen, den 23. September 1898. 9422___Mulch, Lollziehungsbeamter. Wflverffeigerung. Montag den October d. Js., von Vormittags 9 Uhr an, soll da- der Gemeinde Bersrod gehörige Obst, als Aepsel, etwas Birnen und Zwischen, versteigert werden. Der Anfang ist am Ort. Bersrod, am 29. September 1898. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Böcher. 9664 (ihnpfchhniflcii Heute Samstag i trifft auf dem Brandplatze ein Waggon Lebkrrhkillkl Weißkraut ein. Die beste Qualität zum Einfchneiden. Theater-Verein. Der Vorstand zeigt hierdurch seinen Mitgliedern an, dass in der nächsten Woche die Ver- loosung der Sperrsitze stattfinden wird. Falls nicht besondere Wünsche geäussert werden, wird die Anzahl der Abonnements und die Gruppirung des verflossenen Jahres bei der Verloosung all massgebend angenommen werden. IO Logen ä 8 bezw 4 Personen sind von der Verloosung ausgeschlossen und sollen freihandlich an Gruppen zu 8 bezw. 4 -Personen vergeben werden Bei Herrn Ernst ChalHer liegt der neue Theaterplan auf und werden dort Wünsche auf Sperrsitze und Logen entgegengenommen, sowie jede Auskunft ertheilt Ahnnnomonfcnruica für 6 (eventuell 7) Vorstellungen: Loge: Mk. 17.00 — nUUllllüillUlilbpi ülbG i. Parqnet Mk 14.00 - 2. Parqnet Mk. 9.00. — Der vorher gezahlte Mitgliedsbeitrag wird hierbei voll in Anrechnung gebracht Ausserdem erhält jedes Mitglied pro Abonnement 10 Gutscheine ä 25 Pfg., die bei den Vorstellungen der Direction Helm-Kruse, wo ein Preisabschlag stattfindet, verwendet werden können. Preise für einzelne Vorstellungen» Für Mitglieder (bei weiterem Bedarf): Loge Mk. 3,50 Logenstehplatz (nur für Inhaber von Logen) Mk 1.00. 1 Parqnet Mk 3.00. 2. Parqnet Mk 2 00. Für Nlchtmitglieder: Loge Mk 4 00. 1. Parqnet Mk 3 50 2 Parqnet Mk. 2.25. Studentenkarten Mk. 1.00. Gallerie Mk 0.60. Schülerkarten Mk. 0 40. SOT Die Vorstellungen finden stets Mittwoch statt. Erster Theater-Abend Mittwoch den 26. October, pünktlichst 8 Uhr» Shakespeare. Was ihr wollt. Gast: Frau Frasch-Grevenberg* aus Berlin. Zweite Vorstellung am 16. November: Trotha! Hofgunst. Novität! Gast: Frl. Walther aus Darmstadt. 9666 la EmmerUhaler Schweizerkäse Pfd. 94 Pfg. la Holl. Edamer Pfd. 86 Pfg. la Limburger Pfd- 46 Pfg. Rahmkäse im Schnitt Pfd. 75 Pfg. Roquefort Pfd. 140 Pfg. Harburger Schlotzkäse 20 Pfg. HrühstückskLse 10 Pfg. Handkäse Stück 4 Pfg. Reines Schweineschmalz Pfd. 45 Pfg. Wurstsett Pfd. 40 Pfg. Cervelatwurst Pfd. 130 Pfg Braunschweiger Servelatwurst Pfd. 120 Pfg. Braunschw. Mettwurst Pfd. 120 Pfg. Braunschweiger la Leberwurst Pfd. 100 Pfg. empfiehlt 9682 G. Wienert’s Filiale, Schlossgasse 5. Dermiethungen 9659] Wohnung, 2 Zimmer, Küche nebst Zubehör an kleine, ruhige Familie per 1. December zu vermielhen. Bleichstratze 2, Ecke Südanlage. 9620] Großes möblirtes Zimmer per Mitte October zu vermiethen. ______________Bergstraße 17, HI. 9680] Ein einfach möblirtes Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermielhen. _________________Seltersweg 61. Aür Einjähriae. Möblirtes Zimmer mit Pension. 9676__Gas6 Ebel. 9283] Bom 15. October ab in der Südanlage zwei unmöblirte Parterrezimmer mit sep. Eingang zu vermiethen. Näheres Bleichstratze 14, pari. 9660] Schön möbltNe Zimmer, Mil oder ohne Pension, zu vermielhen. ________Ederstr. 2, Ecke Nordanlage. 9667] Zwei mödlirte Zimmer zu ver- m leihen. __________Wolsstratze 13. 9672] Möbl. Zimmer zu vermiethen. SelterSweg 2, 11. Offene Stellen 9621] Junger kräftiger Arbeiter gesucht. Tchillrrstratze 18. 96*3] Tüchtige Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. <5arl HaaS jr., Franksurterstr 59. Tüchligkrpfktdkdlikihl gesucht 9671__Bleichstratze 4. 9675] Ein gewandtes, zuverlässiges Mädchen gegen guten Lohn gesucht von Krau Dr. Schliephake, _________________Gölheftrahe 44._______ 9686] Suche für Küche und L>aus- arbeit ein junges, kräftiges Mädchen. 9iur solche mögen sich melden, die gute Zeugnisse haben. Frau Dr. Kipper, Franksurterstr. 31. 3ii verknusen Gal erhall. Andttliksmglil ist preiswerth zu verkaufen. 8666 Wolsstratze 8. litrsllstkdents 9657] Zu einem kleinen Privat-Lese- zirkel werden einige Theilnehmer gesucht. Bahnhofstraße 56. Aagosta - Victoria - Töclilerpensiouat Giessen, Löberstrasse 24. Unterricht und Vorträge in Litteratur, Kunst-, Kirchen- und Weltgeschichte. Cnnanhan1 Englisch, Französisch, Italienisch, Lateinisch. — Dpi dl/lWU» Stenographie 9554 MllCllr ■ ^^em- und höh. Clavierspiel, Theorie- und Harmonie- lilUoUk ■ Lehre, Musik-Litteratur und Geschichte. Mülpll ■ -^^0 Arten in Oel, Aquarell, Porzellan etc. Einfachste l’lftlvll ■ und feinste moderne Handarbeiten von gepr. Lehrerin, Brandmalerei, Kerbschnitt etc. Einzelstunden und Curse nach Belieben. Die wissenschaftlichen Vorträge, gehalten von Docenten der hiesigen Universität, beginnen in der zweiten October-Woche. 9662 9670 und der ächten Bügel- Cur sus bin ich gerne bereit. Gießen, ben 1. October 1898. ölt hauptggkiltllr: Wilhelm Hanstein Llqaeursabrtkaut, Ludwigürahe 4. Allgrmkink Rkllicnanßalt iu Stuttgart. Versicherungsgesellschaft aus volle Wegeuseitigkeit für Lebens-, Reuten- und Capital-(Ausfteuer- Militärdieuft- uub Alters^Versicherung. Gegründet 1833. Anter Aöniaf. Mürttemkergtscher Staatsaufsicht. Aller Hewlan kommt ausscylleßtich den Mitgliedern zu gut. Wir bringen hiermit zur Kennlniß, daß zufolge freundschaft- licken Uebereinkommens die Hauptagentur für Gießen und Umgegend der Hecren Gebr. Zülch auf Herrn Liqueurfabrikantrn Wilhelm Hanstein, Ludwigstr. 4, übergegangen ist. Darmstadt, den 1. October 1898. Die Gevkralagelltur: August Berbenich. Unter höfl. Bezugnahme auf Vorstehende» empfehle ich mich zum Abschluß von oben angeführten Versicherungen. Die Anstalt bietet bet längst bewährter und anerkannter Solidität jedem bei derselben Betheiltgten bedeutende Vortheile. Zur Abgabe von Prospecten rc., sowie zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft Dr. Lahmann .eben Reform-Unterkleidung sowie alle sonstigen Unterjacke», Hemden, Hosen, Strümpfe und Socken in allen Grössen und Weiten. Extra-Grössen werden nach Maass angefertigt. Julius Schulze Kreuzplatz. Niederlage der ächten Prof. Dr. Jäger »Chen Normal-Unterkleidung Zeige hierdurch an, daß der Unterricht im Feiu-Glauzbügelu, nebst Chemisch- und Kunst-Wäschen ___ Dienstag den 4 October beginnt. Hochachtend Iran Hofmann, früher Hidmann, 9662 vormals Lehrerin an der Aliceschule. Aumeldnnge« werden Leltersweg 52 entgegmgenommen. ErWnung der Herliß- und Militel-Saisoll. Wollene Kinder-Schuhche« . . von 15 an, Wollene Kinder-Strümpfe . . „22 „ „ Wollene Kinder-Capotteu... „ 38 „ „ Wollene Kinder-Shawls ... „ 10 „ „ Wollene Kinder-Röckchen ... „ 38 „ „ Wollene Kinder-Mützen ... „ 33 „ Wollene Kinder-Jäckchen ... „ 28 „ „ Wollene Kinder-Fäustlinge „12 „ „ Gestrickte Kinder-Anzüge ... „ 25 „ „ Fancy-Kinder-Hosen..... 25 „ „ Barcheüd-Kinder-Hemdeu ... „ 48 „ „ Barchend-Kinder-Kleidcheu „28 „ „ Posamenten- u. Perlbesätze Meter von 5 an, Perl-Garnituren .... Stück „ 48 „ „ Normal-Herreu-Hemden. . . . von 72 an, Herreu-Strick-Westen .... „133 „ „ Normal-Herren-Hosen .... „ 75 „ „ Jmitat.-Herren-Hosen .... „ 58 „ „ Barchend-Herreu-Hemdeu ... „ 88 „ „ Gestrickte Herren-Socken ... „ 22 „ „ Normal-Herren-Jacken .... „ 38 „ „ Gummi-Steh-Kragen..... 12 „ Gummi-Umlege-Kragen .... 18 „ Gummi-Vorhemden..... 25 „ Stoff-Umlege-Kragen..... 25 „ „ Stoff-Herren-Manschetten ... „ 40 ,, Tüllspitzen, große Auswahl . Meter von 5 an, Stickereien, „ „ . „ „ 8 „ „ Gestrickte schw.Damen-Strümpfe Barchend-Damen-Röcke . . . . Wollene Damen-Capotteu. . . Normal-Dameu-Jackeu . . . . Wollene Damen-Schulterkragen Plüsch-Damen-Schulterkrageu . Barchend-Dameu-Hosen. . . . Woll. Damen-Umschlage-Chales Damen-Corsettes...... Wollene Damen-Handschuhe. . Stoff-Damen-Kragen..... Stoff-Damen-Manschetteu. . . von 48 H „ 75 „ w 75 „ « 38 „ .. 190 „ „ 98 „ „ 95 „ « 65 „ 60 „ ff 25 „ ft 15 „ „ 40 „ an, ff ff ff ff ff H ff n ff fr ff Spachtel-Spitzen, Neuheiten . Meter von 15 H an, Schleiertülle, Neuheiten . . „ „ 19 „ „ Herren-Cravatteu, große Auswahl Herren-Borhemden, „ „ Herren-Hos euträger „ Gardinen .... Meter von 5 H an, Schürzeuftoffe . . „ .. 35 „ „ Seidenstoffe ... „ „45 „ „ . von 5 an, „ 17 „ „ • ff 38 „ „ Rolleaux-Stoffe Hemdeustanelle . Sammete . . . Itngarnirte Damen-Kitzhüte von 75 Mg. an. Knaben-Oberhemden....... 175 H, Herreu-Oberhemden.......von 225 „ an, Herren-Sport-Gürtel........ 48 „ „ Meter von 55 H an, 30 65 Rolleaux-Cordel Ueberzugstoffe Futterstoffe Meter 2 „ von 35 „ an, ff „ 16 „ tf charnirte Damen-Iikzhüte von Mk. 1.25 an. Richard Loewenthal & Co. Bahnhofstraße 1. GIESSEN Bahnhofstraße 1. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ fäarAus flauer gewandte Damen. 9661 vollständiger Ausstattungen. 9678 sich jetzt Reuen-Bäue 11. 9669 im Wiener Hof statt. 9673 Der Borstand. Rchmnt M, Sellrrsnicg 9677 die tiefbetrübten Eltern: Peter Worch u. Frau • Arrrku- unii Knaben-Covskltisn. g Specialität: Kinder-Anzüge. Aus Anlaß des Sportfestes veranstalte ich Sonntag den 2. Oe» tober 1898, Bormittags von 10 /, Uhr au, ein Wagendecke auf dem Wege von dem Gail'schen Thonwerk nach Daubringen verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei 9658 Tribus & Sundheim, Gießen. Unserem lieben Anatomiediener r Heinrich Balser zu seinem 1 ▼ 25jährigen Dienstjubiläum 9656^ gdie yerMstenEliickwijvsche.g ♦ Mehrere Freunde. ♦ ♦ Gießen, den 1. October 1898. 9558] Kleidermacherin empfiehlt fick in und außer dem Hause. Näheres Neustadt 6, Hl. Für das Grotzherzogthum Hessen toitb ein tüchtiger 8641 Reise-Jnspeetor von alter leistungsfähiger Lebens- vers.-Gcs. gesucht. Anfangögehalt 150 Mk. (steigend bis 300 Mk ), 8 bis 10 Mk. Spesen und Prov., bei guten Leistungen Aussicht auf Anstellung als Oberinspector bezw. Generalagent. Off. an Haasen- stein & Bögler, A.-O., Frank- surt a.M. unt ^Reiseinspector^ Eigene Wttkstätte im Hanse. 8 Anfertignng nach Maß. | •••eeeeeeeeee#eee®eeeeeeeeeee Fechtverband Gietzen—Lahr. Dienstag den 11. l. Mts., Abends 8 Uhr: GenerillversWmluug in der Restauration Slges (Royal). Tagesordnung: Rechnungsablage. Vorstandswahl. NB. Die Abendunterhaltung findet Samstag den 8. l. Mts., Abends 8 Uhr, Ä*ecti»n: L. vnrlhard». — Druck und «erlag der vrühl'schen UnivrrßtäO-Buch- und Strmdruckerei (Pietsch Lrbeu) in Gieße«. Ire heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. Bitte! Wer der lieben Leser dieses Blattes hat ein Scherflein übrig für ein alleinstehendes, hochbetagtes, dazu gelähmtes Fräulein? (Beamtentochter). Spr. 19, D. 17. Die Expedition dieses Blattes ist gern bereit. Gaben zur Weiterbeförderung anzunehmen. Isrüh schopp en - Koncert zu dessen Besuche ich hiermit freundlichst einlade. 9685 Heinrich Elges. Filiale. Unsere Verkaufsstelle Wetzlar- Bahnhof ist durch cautionsfähige Verkäufer sofort neu zu besetzen. Sehr geeignet für zwei geschästs- -er Stotkirdjr gtgtniibtr II Kirchenplatz II btr SladtKirchc gtgcniibtr. Restauration Poppelsdorf. 7 Hammftratze 7. 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