Nr. 1 1898 Drittes Blatt. Samstag den 1. Januar Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. scheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilienvtätter werden dem Anzeiger wvchentlich viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblntt für den Kteb tsticszen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Gratisbeilage: Gießener Fmmlienblätter. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Mr bringen zur allgemeinen Kenntniß, daß der vordere Thetl deS unteren RtegelpfadS zwischen Frankfurterstraße und Katholischem Schwesternhaus von heule ab bis auf Weiteres für jeden Verkehr gesperrt wird. Gießen, am 30. Dscember 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. vetr.: Die Strafregister: hier die Nawwetfungen der im 2. Halbjahr 1897 verstorbenen bestraften Personen. Der Großherzogl. Erste Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhessen »u sämmtliche Qrtspolizeibehördeu des Kreises. Sie werden ersucht, die oben erwähnten Nachweisungen bezw. Fehlanzeigen bi- zum 1. Februar 1898 ohne nochmalige Erinnerung an mich einzusenden. Gießen, den 30. December 1897. Dr. Güngertch Rückblick. An dieser Stelle find wir gewohnt, die politischen Begebenheiten der Woche an oni vorbeiziehen zu lassen. Auch heute wollen wir das thun, dann aber auch einen Blick werfen auf das nun hinter uv» liegende Jahr, welche», wie seine Borgänger, genug Les Leide und der Freude gebracht, Trauer und Fröhlichkeit verbreitet und wieder dazu brigetragen bat, der Menschheit die Eikinntniß von der unermeßlichen Güte Gotte», aber auch von seinem Zorn zu geben. Unter den Ereignissen der letzten Woche nimmt noch immer die chinesische Angelegenheit das Hauptinteresse tn Anspruch - aber eine Ent- schetdung nach irgend einer Sette ist nicht gefallen. Wohl wird hinter den Coultffen eifrig gearbeitet, wohl find die Eabinette tn lebhafter Thättgkeit begriffen, aber tn eine offene Action ist noch keine der betheiltgten Mächte getreten. Wenn die Friedensliebe nicht eine so ausgeprägte wäre, wenn da- Bedürfniß, den Frieden zu erhalten, nicht so allgemein anerkannt würde, dann könnte man wohl Besorgnisse hegen, daß au- der Aufrollung der chinesischen Frage ernste Verwickelungen entstehen könnten, aber so glauben wir, daß vielleicht eine Zuspitzung deS Verhältnisse- einzelner Staaten zu einander sich herauSbildet, daß aber doch schließlich der Friede erhalten bleibt und daß insbesondere für Deutschland keine Gefahr aus seiner Action tn Ostafien entsteht. DaS vergangene Jahr war tm Allgemeinen ein recht eretgr'ißretche». Abgesehen von dem tm Südostev Europas au-gefochtenen Kampfe zwischen der Türket und Griechenland herrschte während des ganzen Verlaufe- Friede auf unserem Erdtheil. Die deutsche Politik steht beim Jahreswechsel nach innen und außen unter äußerst günstigen Verhältnissen da. Noch im Laufe diese- Jahre- wurde oft der Regierung der Borwurf der Uaeinheitlichkett gemacht, eine gewisse Unsicher- heit in unseren innerpolitischen Verhältnissen konnte nicht fort- geleugnet werden, die so große Ausdehnung angenommen hatte, daß eine ganz geraume Zett hindurch die Stellung des Reichskanzler-, Fürsten Hohenlohe, erschüttert war. Trotz aller Ableugnungen kann dies nicht bezweifelt werden, umso- mehr, al» die Umstände einen Personenwechsel an der Spitze unserer RetchSregteruvg begretfltcy erscheinen ließen. Die Flottenvorlage war vom letzten Reichstage verworfen worden, vergeblich hatte man da- Einbringen eine- Reform- evtwurf» zur Mtsttärstrafprozeßord»ung erwartet, und auch sonst hatten die Ergebnisse der Gesetzgebung vielfach ein negatives Resultat. Wir erinnern un» noch des gewaltigen Sturme-, welcher durchs Laad brauste, als die Vereins- gejrtzuovelle auf der Tageordnuug des preußischen Abgeord- netenhause- stand, wie die Parteien aufeinanderplatzten, und eS schien, al- ob ein unüberbrückbarer Abgrund zwischen Regierung und Volksvertretung entstanden fei. Da ertönte der Ruf Miquels, deS neuen Btcepräfidenten des StaatS- ministkrium» nach einer Sammlung der Parteien, und wir nehmen an, daß auch die Regierung selbst diesen Ruf vernommen hat und ihm gefolgt ist. Der letzte Sommer brachte den großen Personenwechsel in den Retch-ämtern: Frhr. v. Marschall, Admiral Hollmonn, StaatSsecretär v. Bötticher schieden au- ihren Stellungen, während StaatSsecretär v. Stephan verstarb. Neue Männer traten an deren Stelle- Graf Posadowsky Übernahm da» ReichSamt de- Innern, Contreadwiral Tirpitz dasjenige der Marine, der bisherige Botschafter am Quirinal, v. Bülow, da- Aeußere, Frhr. v. Thirlmann daS R ich-schatzamt und Generallieutenant v. Podbieltki da- Poftressort. Nach und nach vollzogen sich diese Veränderungen, aber trotzdem kann man erkennen, daß dieser grüße Wechsel ein Z-el, nämlich ein geschlossene- Zusammenwr.ken der Reichs- und Staats- regierung im Auge hatte. Die Entscheidung tn dieser Wendung dürfte mit der Berufung deS FtnonzmintsterS v. Miquel von Wiesbaden nach Berlin zum Kaiser tn Zusammenhang gestanden haben. Daß wir jetzt eine zwar maßvolle, aber dabet doch auch entschlossene Regterung haben, hat die jüngste Zett gelehrt, und wir einem gewissen vertraue» können wir in die Zukunft sehen, ftetS eingedenk sein der Versicherung de- Kaiser-, daß er alle Zett sein Beste- für des Reiche- Wohl einsetzen werde. Unsere Beziehungen zum Au-londe find die besten- sie haben jedenfalls im letzten Jahre keine Trübung erfahren, im Gegentheil haben na- die Monarchenzvsammenkünfte und die bet diesen Gelegenheiten gehaltenen offiziellen Reden gezeigt, daß da- Brrhältviß de» Reiches zu seinen Nachbarn nur noch intimer geworden ist. DaS verflossene Jahr brachte u. A. die großen SraatSvifiten beim Zaren, die mit so großer Spannung erwartet worden waren. Aber wenn auch bet Anwesenheit deS Präfidenten Faure in Peterhof die Allianz zwischen Fravkeeich und Rußland verkündet worden ist, so kann und dies doch nicht in dem Glauben erschüttern, daß auch unsere Beziehungen zu Rußland eine Kräftigung erhalten haben und nicht leicht inS Wanken gebracht werden können. Feuilleton. Erlöst. Eine NeujahrSsktzze von O. SziltnSky. (Schluß.) Zwei Tage spä>er hielt er ein dünne» Couvert tn der Hand mit der Firma der Rrbaction, her er zuletzt fein G-tste-ktnd empfohlen. M" zitternden F ngeru, etu glückliche- Lächeln um den Mund, öffnete er und begann zn lesen. Doch bald verfinsterten sich seine Züge Da war von einem entschiedeuen Talent die Rede, doch auch von einer fühlbar wirkenden Anfängerschaft, die Redaktion wünsche jedoch junge Talente zu erwu'higeo und diele ihm, dem Autor, darum einen honorarfieien Abdruck seine- Werke» an. Ralf stand wie erstarrt. Zum ersten Male wollte er an sich und seiner Begabung irre werden- ohne Honorar? Da» ihm? Für da- Werk mehrerer Wochen? Nicht-, gar nicht»? Ja, war er denn eia Pfuscher? Aber da stand ja schwarz auf weiß: ein entschiedene» Talent! Zum ersten Male trat die Prosa seiner Lage, feine- selbstgewählten Berufe- tn ihrer ganzen Nacktheit an ihn heran. Wa» nützie ihm sein Talent, die AuSficht auf eine spätere mögliche Berühmtheit, wenn er jetzt nahe am verhungern war? Dennoch gab er der Redaction eine Zusage, sandte auch sein zweite- Werk mit ein und schilderte seine Lage, tu der er um den Rath des Erfahrenen bat. Ihm wurde eine höfliche Aniwort. Briefe ähnlichen Inhalt- seien der Redaction schon mehrfach zugegangen, Anfängern werde die harte Schule wohl nur in einzelnen Fällen erspart. ®om geschäftlichen Standpunkte sei dem vermögenslosen Anfänger nur zu rathen, sich eine- anderen Broterwerb» zu versichern und die Schriftstelleret tn den Mußestunden zu betreiben. Holm war wie gebrochen. Was nun? Was nun? Er gab fein Logis auf, versetzte einige Schmuckgegenstände, wie Uhr und Brillantring, und beglich damit feine Schulden, dann «tethete er sich in irgend einer Borstadtgasse tm dritten Stock ein, ju Mittag aß er an einem billigen MntagStifch. Er begann bann kleinere Novellen, Skizzen zu schreiben v«d sandte sie an verschiedene Zeitungen. Ein paar Mal glückte eS ihm. Doch baß Honorar war nur sehr gering. Sein Muth sank tiefer und tiefer, auch seine Ansprüche, doch mit beiden auch seine Schaffenskraft. Schließlich raffte er sich auf und bewarb sich um eine Stellung bei der Poft. Bei entsprechendem Dienste erhielt er al- Eleve zwei Mark pro Tag. Immerhin hatte er doch Existenzmittel. Wahrend der freien Stunden, auch die halben Nächte durch, saß er, wenn er nicht gerade Dienst hatte, bei seinen novellistischen Arbeiten. Seine Motive hatten immer einen tieferen Character- er schöpfte nicht aus dem Leben, er schuf seine Gestalten und Handlungen frei nach seiner vom Pessimismus stark angekränkelten Phantasie. Sie fanden wenig Anklang bet dem Publikum- schließlich wurde Ralf gar tränt Seine Lebensweise, seine Arbeit hatte seine Kräfte erschöpft, eine Erkältung brachte die Katastrophe. Zehn Wochen lag er im Krankenhaus. Hohläugig, heruntergekommen an Leib und Seele, entließ man ihn. Er war stellenlos. Nun ging die Jagd nach einer Stellung von Neuem los. Hätte er nur Geld gehabt, er wäre au-gewandert. Endlich fand er eine Anstellung bet einem Notar al» Schreiber. Doch eine neue Krankheit machte ihn auch dieser Stellung verlustig. Go gingen die Jahre hin. Längst war der ganze Genius von Holm gewichen, fort seine geistige Spannkraft, sei» Leben-mnth! Er wohnte jetzt hier in der öden Dachkammer, aß trockene» Brod und höchsten» eine billige Mehlsuppe und fristete seine Existenz durch Abschrifrenanfertigen und Stunden- geben bet einigen tdiotenartigen Kindern. Oft glaubte er selbst verrückt zu werden. Sein Kopf war ihm so leer, so wirr. Er schmerzte ihm so viel und dazu wühlte tn seinem Herzen der Dämon Verbitterung und in seiner Brust fraß ein anderer Dämon: die Schwindsucht. Er war zu allem unfähig. Nur eine Sehnsucht war ihm geblieben, die Sehnsucht nad) dem Tode. Und da- mit 23 Jahren l Draußen peitschte der Wind den Regen an die Scheiben. Ein Schuß krachte in nächster Nähe und ein johlende-, tumultuarische» Prosit gellte durch die stille Nacht. DaS neue Jahr! Wa» würde eß ihm, dem talentvollen Schriftsteller, der künftigen Berühmtheit, bringen? Der einsame Mann hob den Kopf und lachte mißtönend auf. O, er wußte, wo» eß ihm bringen würde: den Tod hier tn dem elenden Loche ober gar im Jrrenhause und schließlich ein Grad auf dem Armenfriedhofe auf Sma S- kosten, eingeschachtelt zwischen rohen Brettern, etngescharrt ohne Gang und Klang, ohne eine einzige Zähle bei Mitleid-. Gr sprang auf und schüttelte die Haare auS der Stirn, reckte drohend die Arme. Nein, daß sollten sie ihm nicht anthun, ihm, dem großen Talent! Und ein irre- Lächeln glitt über seine abgehärmten, verhungerten Züge. Er ging zu der wurmstichigen Commode, öffnete eine Schublade und entnahm ihr ein Schächtelchen,- dort drinnen lagen die Trauringe seiner Eltern und ein kostbarer Siegelring, daß Geschenk der Mutter zu seiner (Eon* firmation. Da- war ihm ja noch geblieben tn all dem Elend. Er hatte ja gehungert, um e» sich zu erhalten, die- — fein Letzte». Nun nahm er des Baterß Trauring heran- und ging zu seiner Wirthiu. Er gab ihr den Ring, den sie mißtrauisch auf seine Aechtheit beäugte. „Frau heizt bei mir ein, mich friert. Dies ist mein Letzte-. Morgen ziehe ich aus. Nehmt also für Miethe und Sonstige- und nun macht schnell." verwundert kopfschüttelnd folgte die Frau seinem Geheiß. Während sie den Ofen vollschaufelte, sah sie von der Sette her auf ihren „verschrobenen" Miether. Der schrieb schon wieder einmal, gewiß an einem neuem Roman, den er doch nie an den Mann brachte. Die Frau war fort. DaS Feuer prasselte tm altmodischen eisernen Ofen. Den Kopf in die Hand gestützt starrte Ralf auf die bläulichen Flämmchen, die der Wind von Zett zu Zeit au- den Ratzen des Ofen- trieb. Die Zeit verann. Langsam erhob sich der Jüngling. Er sah sich tm Zimmtr nm, blickte auf da» geschloffene Couvert, da- seine letzte« Werthgegenstände und seinen letzten Willen betreffend ein anständiges Begräbntß enthielt. Dann verschloß er die Thür und machte sich am Osenschloß zu schaffen. Mit einem letzten Seufzer streckte er sich auf fein dürftiges Lager. Er wollte schlafen, schlafen — — ewig schlafen. Da- neue Jahr sollte ihm den Frieden bringen, nach dem er sich so lange vergeben» gesehnt und ihn mit ihr vereinigen, die ihn allein verstehen würde, mit seiner guten, schwachen Mutter. Er war so einsam, s» eie ab gewesen, doch nun war er halb erlöst. Der Dreibund steht noch fest und »heb jetzt t» seinen Be- streLuüqm nach einer Aufrechterhaltung des europäischen Friedens ergänzt durch den Z-eibapd, der denselben Tendenzen huldigt. In unserem Nachbarstaate Oesterreich hat daS ver- stoffene Jahr eine ganz ungeahnte Verschärfung der poUrtscheo Lage gebracht- Parteihader und Narionalitätevkämpfe bildeten dort die Signatur de» Jahre». Noch heute, am Wende, punkt de» letzteren, ist die Situation so verworren wie nur möglich, und Niemand kann schon jetzt Voraussagen, wie die Brrhältniffe fich einmal gestalten werden. Die politischen und wirthschastlicheu Beziehungen zu Ungarn kouiten utcht auf parlamentarischem Wege geordnet werden, fie muhten vielmehr durch Verordnungen der Krone ihre Regelung erfahren. Aber auf die Dauer ist eiu solcher Zustand un- haltbar und bildet eine gesährltche Klippe sür jede» Staat»- wesen. Ziemlich unsicher liegen auch die Verhältnisse in Italien, wo die Parteigegensätze fich außerordentlich verschärft haben. Zum Glück hat fich da» Königreich noch ziemlich glimpflich au» der abeffyntschen Affatre gezogen und kann nun seine ganze Kraft deu inneren Angelegenheiten zuwenden. Die auswärtige Politik Frankreichs war correct und besonnen, was um so höher zu veranschlagen ist, als die Pariser Politiker gerne in allen Dingen mitsprrcheu wollen und die Stellung ihrer Regierung dadurch sehr erschweren. Biel Staub hat der neue Panama-Proceß und die Drehfus>Angelegenheit aufgewirbelt, und mehrfach schien es, al» ob da» Ministerium erschüttert sei- aber nur der Justizmtutster mußte weichen, uod im Uebrtgen steht daS Sabtnet Meline noch immer sest. Maßvoll war seine Haltung in dem Confllct mit England betreffs einzelner Gebiete am Niger, so daß ernste D fferenzeu vermieden wurden. Für England war daS JubiläuwSjahr der Königin Victoria utcht sehr erfolgreich. In der TranSvaal-Auge« legenhett hat eS eine moralische Niederlage erlitten, und der Ausstand in Indien ist geeignet, der englischen Weltmacht einen empfindlichen Stoß zu versetzen. In der internationalen Politik steht eß isolirt da und eS kann nur als ein großer Fehler seiner Staatsmänner angesehen werden, nicht recht zeitig einen Anschluß an eine der Mächttveretnigungen gesucht zu haben. Von der inneren Politik Rußlands war im Laufe des letzten Jahres nicht allzuviel zu hören, desto höher steht aber sein Ansehen im Rathe der Mächte. Die rusfische Diplomatie hat wieder große Erfolge zu verzeichnen, und man erkennt, daß sie in ruhiger Sicherheit deu Einfluß des Reiches zu erweitern sucht. Daß es damit in einen immer schärferen Gegensatz zu England kommt, ist nicht zu leugnen, aber man muß damit rechnen, daß über kurz oder laug der Kampf der Weltherrschaft zwischen beiden Reichen so wie so zum AuStrag kommen wird. Der Krieg im Orient zwischen Griechenland und der Türket brachte Europa eine Zeit lang in ernste Gefahr, da ein allgemeiner Krieg nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit lag. Dank der Besonnenheit der Mächte und Dank ihrer Friedensliebe ist diese Gefahr glücklich vorübergegangen. Die Verhältniffe in der Türket find fortdauernd sehr unsichere, und daS osmanische Reich bildet unausgesetzt viel Zündstoff für eine gewaltige Explosion in Europa. In Spanien nahmeu die Kämpfe auf Cuba und den Ph llpptnen alles Jutereffe in Anspruch. Im Innern machen sich Anarchismus und Republikaner breit, daneben wühlen wieder die Carlisten und in der Ferne droht ein Coufllct mir den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Canovas fiel durch Mörderhand, und nach kurzem Jntertmisttcum gelangte die liberale Partei mit Sagafta an» Ruder, dem e» auch sehr schwer fallen dürfte, der Schwierigkeiten Herr zu werden und das spanische Staatsschiff in einen ruhigen Hafen zu führen. (xx) Aus dem städtischen Vertvalturrgsbericht. (Fortsetzung.) Unter der Leitung des Großh. Ghmuafialdirector» Geh. OberschulratheS Prof. Dr. Schiller wird die Vorschule des Gymnasiums tn verfügbaren Räumen deS Ghmnafial- gebäudeS auf Rechnung der Stadt abgehalten; dieselbe besuchten in drei Klaffen: im Sommer 1896 102 Schüler gegen 89 | im „ Winter 1896/97 100 „ , 91 ! Vorjahre. Infolge de» stärkeren Besuche» ist auch in diesem Jahre nur ein Gesammtzuschuß der Stadt von 134.36 Mk. oder von 1.33 Mk. pro Schüler nöthig geworden, sodaß sich die Vorschule fast ganz au» dem Schulgeld erhalten konnte. Da» Realgymnasium besuchten in 9 Klaffen: im Sommer 1896 261 Schüler gegen 273 | im „ Winter 1896/97 263 „ , 264 | Vorjahre - die Realschule tn 7 Klaffen, von welchen 2 getheilt waren: im Sommer 1896 262 Schüler gegen 288 | im , Winter 1896/97 262 „ , 279 ( Vorjahre - die Vorschule beider Anstalten in 3 Klaffen: im Sommer 1896 135 Schüler gegen 1271 im H Winter 1896/97 139 „ „ 126 s Vorjahre, in-gesammt sonach: im Sommer 1896 658 Schüler gegen 688 j im w Winter 1896/97 654 „ , 669 j Vorjahre- Im Lehrerptrsoaal der Anstalt ßaben sich mehrfache Aenderungen ergeben. — Die vereinigten Anstalten haben im Berichtsjahre — neben einem Staatszuschuß von 18 541.76 Mk. — für die Hälfte der au» der Schulgeldeinnahme nicht gedeckten persönlichen Ausgaben, sowie für die sachlichen Kosten einen Zuschuß aafl der Stadtkaffe beansprucht von 30909.75 Mk., sonach von 47.12 Mk. für den Schüler (ohne die Verzinsung und Abschreibung an den Baucapitalien) und von 75.38 Mk. einschließlich der StaatSzuschuffe». Die höhere Mädchenschule besuchten in 10 Klaffen, einschließlich der 3 Vorschulklassen. im Sommer 1896 299 Schülerinnen gegen 3021 im { , Winter 1896/97 291 , , 296sVorjahre- i die erweiterte Volksschule fürMädchea in8Klaffea, einschließlich der 3 vorschulelaffeu: im Sommer 1896 198 Schülerinnen gegen 199 j im , Winter 1896/97 202 „ , 190sVorjahre- ' ioßgesamwt sonach: im Sommer 1896 497 Schülerinnen gegen 5011 im „ Winter 1896/97 493 , , 486 s Vorjahre. Der Zuschuß aus der Stadtkaffe zu den Kosten der hier ; bereinigten Schulen beträgt im abgelaufenen Jahr 25553.14 Mk. sonach 51.62 Mk. für eine Schülerin (ohne die Verzinsung und Abschreibung bei den Baucapitalien). Die Stadtknabenschule besuchten in acht Klaffen, von welchen 6 in je 2 Hälften und die 8. in 3 Abtheilungen unterrichtet wurden: im Sommer 1896 804 Knaben gegen 795 | im , Winter 1896/97 810 , , 794 s Vorjahre- die Stadrmäochenschule besuchten in 8 Klaffen, von welchen 7 in je zwei Hälften und die 8. in 3 Abtheilungen unter- richtet wurden: im Sommer 1896 958 Mädchen gegen 972 t im „ „ 1896/97 959 , , 972 s Vorjahre- An geistig zurückgebliebenen, bezw. schwachsinnigen Kindern wurden 6 Knaben und 3 Mädchen besonder» unterrichtet, ebenso wurde für Stotterer und Stammler ein besonderer Sprachunterricht durch den Lehrer Backe» mit im Ganzen 70 Unterrichtsstunden abgehalten- an diesem Unterricht nahmen 20 Stotternde (16 Knaben und 4 Mädchen) und 14 Stammler (nur Knaben) Thetl, von den Ersteren konnten sechs als geheilt, die Uebrtgen — mit Ausnahme zweier Knaben — als wesentlich gebessert bezeichnet werden- die Stammler wurden — insoweit nicht fehlerhafte Bildung der Organe oder der Vorderzähne vorlag — ioSgesammt als geheilt entlassen. Von Großherzoglicher KreiSschul- commisfion wurden sämmtliche Klassen der Stadtmädcheu- schule geprüft und al» „gut" und „sehr gut" befunden. Einem Gesuch der Volksschullehrer um Gleichstellung ihrer Bezüge mit denjenigen der seminaristisch gebildeten Lehrer au deu höheren Lehranstalten konnte aus grundsätzlichen Erwägungen keine Folge gegeben werden. Der Zuschuß aus der Stadtkaffe zu den Kosten der Volksschule (ohne Knaben- und Mädchenhort, Handfertigkeitsuvterricht und Fortbildungsschule) beträgt im Berichtsjahr 84 384.56 Mk., sonach für ein Schulkind 47.67 Mk. (ohne Verzinsung und Abschreibung der Baucapitalien.) Der in 1893 errichtetete Knabenho rt war von durchschnittlich 48 Knaben, der seit 1895 eröffnete Mädchen hort von durchschnittlich 42 Mädchen besucht. Der facultative Handfertigkeitsuuterricht für Schüler aller Lehranstalten wurde im Winter 1896/97 durch die Lehrer Schmidt an der Volksschule und CorvinuS an der höheren Mädchenschule in 4 Abtheilungen abgehalten und zwar in je 2 Abtheilungen für Papparbeilen und für Kerb- schnittarbeiten - von den Besuchern der ersteren haben 24 der Volksschule, 6 dem Gymnasium und 2 der Realschule angehört, von denjenigen der beiden letzteren 27 der Volksschule, 3 dem Gymnasium und 2 der Realschule- es bleibt sonach zu be dauern, daß der gerade für die Schüler der höheren Lehr- anstalten besonders werthvolle Handarbeitsunterricht verhält- nißmäßig schwach von solchen besucht wird, wofür ja freilich. deren anderwette Inanspruchnahme wieder eine naheliegende Erklärung sbgicbt. Anschließend an da- letzte Schuljahr der Stadtmädcheu- schule wurde in den Monaten Mai und Juni erstmal» ein besonderer HauShaltungßnnterricht in den dafür eingerichteten Räumen des Schulhauses in der Neustadt abge- halteu: 24 schulentlassene Mädchen wurden in 2 Abtheilungen abwechselnd im Kochen und in weiblichen Handarbeiten, (Weiß nähen, Maschinennähen und Bügeln) unterrichtet- die Gefolge waren sehr befriedigend. (Fortsetzung folgt.) totales und proVinzielles. Gießen, 31. Decrmber 1897. ** Eine Reform der Eisevbahopersonrnfahrpreise wird der „Kreuzzeitung" zufolge im preußischen Elsenbahnministerium schon seit einiger Zeit vorbereitet. Die Berathungeu daselbst find auch bereit» zum Abschluß gelangt und die Grundzüge der Reform liegen gegenwärtig schon dem prcußiichm Finanzministerium vor. Die Reform bezweckt eine Verbilligung der Personeufahrpreise, dafür sollen aber für die Zukunft alle Ausuahme-karten, insbesondere die Rückfahrtkarten, Rundreiseheste rc., gänzlich beseitigt werden. Während in Preußen die Grundpreise bisher 8, 6 und 4 Pfennige sür den Kilometer 1., 2. und 3. Klasse kosteten, sollen fie fitzt so herabgesetzt werden, wie fie fick wie bisher bei den Rück- sahrtskarten stellten und etwa 6, 4*/, und 3 Pfennige betragen. Bei Benutzung der Schnellzüge wird vorausfichtlich ein Zuschlag erhoben werden. Darmstadt, 29. Decewber. Ein schreckliche» Unglück traf gestern Abe^d eine in der Friedr chsstraße wohnende Arbeiterfamilie. Dir Murrer hatte ihre kleinen Kinder eine kurze Zeitlang ohne Aussicht gelassen, weil fie etwas aus dem Keller holen mußte Al» fie zurückkam, sah fie zu ihrem Entsetzen eineß der Kleinen in Hellen Flammen stehen. Das Kind hatte die Ofenthür geöffnet und war dabei den glühenden Kohlen zu nahe gekommen. Zwac riß die unglückliche Mutter dem Kinde sofort die brennenden Kleider vom Lribe, doch hatte da» arme Wesen bereit» so schwere Brandwunden davon, getragen, daß eß im städtischen Krankenhause unter furchtbaren Qualen stari._____________________________________________ Das Gift der Hintertreppenromane. Von einem Gesängntßgetstlichen. Man begegnet nicht selten einer völligen Unkenntniß tber baß Wesen dieser Schundtttterattrr bei denen, die fie lesen lassen. Es haben fich sogar Leute gefunden, die e» wagen, diesen Colportageromanen da» Wort zu reden uud sie als Mittel der Aufklärung anzupreisen. Wie es damit bestellt ist, können einige Thatsachen beweisen. Wie ausge- breitet zunächst diese Art Buchhandel ist, erhellt daraus, daß zahlreiche Verleger in Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig rc. ausschließlich oder vorwiegend Colportageromane verlegen und verbreiten und daß mehrere Fach-Zeit ichriften dafür existiren. Es genügt anzuführen, daß allein über den Tod des König» von Bayern dreiz-hn, über den Tod des Kronprinzen Rudolf von Oesterreich zweiundzwanzig verschiedene Romane erschienen find. Welche ungeheure Auflagen derartige „litterarische" Producte erreichen, zeigt z. B. der Roman über den Mädchenmörder Schenk, der in mehr als 200,000 Exemplaren verbreitet worden ist. Man zählt über 40,000 Romancolpor- teure, die in bekannter Manier den Schund verireiben. Die Frucht solcher Aussaat bleibt nicht aus. Wohl jeder Strafanstalt^- und Gefängmß-Prediger wird aus seiner Arbeit heraus den schlagenden Beweis des verderblichen Einflusses jener Hintertreppenromane liefern können. Hierauf mögen nur einige der Fälle angeführt werden, die gerichtsnotorisch geworden sind. Der Raubmörder Franceskou in Wien, der einen Briefträger ermordete, hat nachgewiesenermaßen die Idee zu seinem Verbrechen aus einem Scandal- Roman cmchöpft. Der 23jährige Brandstist r Hammer, welcher 1882 die Stadt Coblenz beunruhigte, ist nach seiner Aussage durch Schauer-Lesestoff zu seinen vielen Brandstiftungen angei e^t worden. Ein anderer mehrfacher Brandstifter, der 21 jährige Dienstknecht Gustav Preuß, gab in der Schwur- gerichtssitzung an, er sei durch das Werk „Der Scharfrichter von Berlin" (das binnen Jahresfrist in 26,000 Exemplaren verbreitet worden sein soll) m solche Aufregung ger then, daß er sehen wollte, wie sich in Wirklichkeit ausneyme, was er in dem Romane ge esen Ganz besonoers verheerend wirkt solche Lectüre, wie man fich denken kann, auf die Jugend. Die jugendliche Magd Auguste Machus in Berlin, welche ihre Herrin ermordete, ist nachweislich durch Lectüre von Colporteur- Romanen zu dem Verbrechen angeleitet worden. Vor nicht langer Zeit wurde eine Jugendliche in unser Gefängniß gebracht. weil sie ihren Extern eine bedeutende Summe Geldes gestohlen und abenteuernd- verihan hatte, welche eingestand, durch Lesen schlechter Romane, die sie sich in der Schule von Mitschülern zu verschaffen wußte, auf die teiber ausgeführten, sch echten Gedanken gekommen zu fein. Zum Schluß sei an die verschiedenen „Räuberbanden" junger Burschen bingewiesen, wie sie unter dem Einflüsse der Schauer und Blut-Litteratur oft genug entstanden sind und vor Gerichtshöfen gestanden haben. Auch bei Werner und Große, den jugendlichen Mördern des Justizraths Levy in Berlin, steht die Unlhat mit jener Unheil)aat im Zusammenhang. Jeder Sachverständige weiß, wie sehr die Zahl solch« Beispiele vermehrt werden müßte, um auch nur die eclatan- testen Fälle anzuführen. Die genannten Thatsachen aber mögen genügen, um jeden Ernstgesinnten zu überzeugen, daß man fein Möglichstes thun muß, der Vertreibung der Colportagehefte Einhalt zu gebieten und dafür gute und gesunde Lectüre unter das Volk zu bringen. Dank gebührt Allen, die sich damit befassen, sich kein Opfer an Geld und Zeit verdrießen lasse« und auch obendrein noch den Haß und Verdächtigungen ihrer Gegner auf sich nehmen. • Eia neuer Frauenberuf, ter in jüngster Zeit in Aufnahme gekommen ist und einen großen Aufschwung zu nehmen verspricht, ist der des weiblichen ConditorS. Der neue Frauenberuf hat fich in Berlin so schnell eingebürgert, daß man Inseraten, durch weiche junge Mädchen zur Erlernung der Conditorei gesucht werden, fast täglich begegnen kann. * Reizende Zustände herrschen in Chicago. Die öffent- ltche Unsicherheit hat dort einen solchen Grad erreicht, daß Jedermann sich fragt, ob es noch schlimmer werden k na, und wie das enden soll. Usbersälle auf den Straßen, in Läden und Wohnhäusern gcschchru täglich, schwere Veiwuod- ungen sind an der Tagesordnung, und in manch.n Stadt- theilen scheinen die Bürger und ihre Familien gänzlich rem Raubgesindel p.-eis gegeben zu sein. Die Siraßenräuber und Banditen aus dem ganzen Lande scheinen fich in Chicago Stelldichein zu geben. Daß Traurigste an der ganzen Sache Ist, daß die Cqicagoer Polizei fich garnicht darum kümmert, sondern ausschließlich politischen Zwecken dient. Anstatt daß die Polizei sür die Sicherheit in der Siadt sorgt, erhebt sie von Dirnen, Zuhältern und Spielhöllenbefitzern Contri- butlonen für die KricgSkasse der demokratischen „Maschine"- ein förmliches System ist eingerichtet worden, nach dem la den einzelnen Stadttheilen gewisse Damen der Halbwelt nebst ihrem Gefolge ihr Geschäft gegen regelmäßige Abgabe* betreiben dürfen. Der Scandal ist so groß, daß die Republikaner die Abschaffung der städtischen und die Errichtung einer staatlichen Polizei-Commission drangen. __________ Literatur uub liuitft. - Kaufmännische» Universal-Sonversations Leriraa. Pr-ctische? Hand- und Nachsch'.agcbuch für Kaufleute, Fabnkanren, Bankier» und Gewerbetreibende, sowie nanvntlid) für junge HandelS- beflissene und für fides Comptoir. Von Dr. Adolf Benedict. Eleg. gebunden 3 Ma^k Söwabachers Verlag in Stuttgart. Bei dem gewattrgen Wttldewerb eröffnen sich dem Kaufmann drutzutage nur dann günstige Aussichten, wenn er du.chaus gediegene.-tüchtige und umfassende Fachkenntn ss- besitzt. ES ist daher gegenwärttg via davon die Rebe, Handcle-Hochschulen zu errichlen. Aber nicht Jever wird in der Lage sein, eine solche zu besuchen. Ersatz dasur bietet wenigsten» bis zu einem gewissen Grade em wirklich gutes btnbrlßs wisfinschafilicheS Eompendium modernen Stiles. Ein solches ist da» ganz vortreffliche Wnk von Dr. Benedict, das man darum in kauf- mänutschen Kreisen freudig willkommen heißen wird. Jo der practt- schen Form eineS Lexikons umfaßt es das ganze Gebiet des kaufmännischen Wiffens und antrooitit in knappen, scharf ammenzten Artikeln auf alle Fragen, tn denen ein Kaufmann heutzutasetBescheid wessen muß. 92 98 Unserer verehrten Kundschaft, sowie Freunden und Be« kannten senden zum Neuen Jahre die herzlichsten Glückwünsche! Christian Hessler und Familie Marktplatz 19. 9 Gästen und Kunden ® J jum Jahreswechsel + 8 die herzlichsten Glückwünsche! 8 8 Joseph Brühl und Familie, t X 101 Meimfcher Kof. T Unseren werthen Kunden, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Ludwig Pirr und Frau ISVUWUVWVSWJWWAfWAP Unseren werthen Gästen, Freunden und Bekannten 1 zum Jahreswechsel J S die herzlichsten Glückwünsche! B® Mas Jaskowaky und Frau. % Restanration Basch. «ietzen. Neujahr 1898. 87 eT LffT, lllld Frau. Uni ZMWWZMZMMMZVZMWMZWZZZW Bekannten 151 0 die Heinrich Meister und Frau 63£ Unseren lieben Freunden und Bekannten, sowie werthen 57 Gästen £ X 91 X <30000000 LOOOOOOL^O 62 kannten senden K □ 999999999999Q999999999999 Giessen. 3!. Decbr. 1897. n L. Kattrein X X X □ □ G □ □ « «J □ □ c a a D D a a □ a a □ a a a o u o o □ c C? □ herstichsten Glückwünsche zum Neuen Jahre! zum Neuen Jahre! Kruse & Helm, Theater-Direction. Rudolf Rüdiger u. Frau. • •♦•♦ooeo®*®*®*®*® □ ö Q JC und Giessens kunstsinnigem Publikum X herzlichsten lückwunsch zum Neuen Jahre! Friedrich Schreiner und Seltersweg 65. 5 % -x 1 die herzlichste» Glückwünsche zum Neuen Jahre! Zum Jahreswechsel Glückwunsch allen Freunden, Bekannten sowie meiner werthen Kundschaft. Meinen werthen Kunden, O ■ zum neuen Jahr! I jl Großen-Linden. 164 I a Steinmüller, f Bäckermeister. ++++++++++++ Unserer werthen Kundschaft, sowie Freunden und Be- kannten +++<$++++++++ + Profitlleujnlir! $ Meiner werthen Kundschaft * J 53 zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! Albert Kuhnd und Irau. Zur schönen Aussicht. zum Neuen Jahre die herzlichsten Glückwünsche! Heinrich Schmidt und Frau. Bahnhofstraße 37. O Freunden und Bekannten Ph. Herrmann, g g 140 Seltersweg 33. g ta a ooooooooooooaaooac o Herstichen ♦ ♦ Glückwunsch ♦ jum neuen Jahre. ♦ P Prell und Familie. ♦ Unserer werthen Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Neuen Jahr! Carl Bender und Frau. Sattler und Tapezier. (97) 22 Neustadt 22. Unserer verehrten Kundschaft, sowie Freunden und Be- kannten senden zum Neuen Jahre die herzlichsten Glückwünsche! 8 ProWriijch! $ S 1 Feldbaus S u. Familie, a d ,W »euer Ho s." G®OO®®«®®®®® £ Allen Freunden und £ O®-»«»WÄO»GVOS®i»GK®G»®®O®® GGOG'ÄGOGGGGG xt> jdr. i Mb EÄ Unseren werthen Gasten, j W allen Freunden und Be- W W kannten 141 W Freunden und Bekannten 58 herzlichen Glückwunsch znm neuen Jahre. L. Hellmold und Familie. , _ Q und Frau, iss a liftrta mrthk» j unöru uni Frkmdei iit bcftru J «IiiL»i,schk mm Urnra I-Hr. Y IHfintt vcrthkll Nach- L J darsihast sowie werthe» 5 Kunden die ♦ ♦ Kerzlichsten J K Glückwünsche | X -um ♦ Z Neuen Jahre! Z ? Heinrich Belloff II. ▲ Aticestraße 20. i*5 a QOOOOQOOOOOOOC»OOOOOCX)OOa 8 Meinen werthen Freunden, Gästen und Gönnern, sowie 0 der verehrten Nachbarschaft 89 □ u die besten Glückwünsche ö O zum Neuenjahr. g ß H. Koch nebst Familie. y „Zum Tchwaaeu." o accaocÄaoöOö^acaooaoooöcXDOü Unserer werthen Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche Unserer verehrten Kundschaft, sowie Freunden und Be- 1t Gietzru, den 31. Decemder 1897. [d Georg Mühl, Hokmehger, •___ | POSTKELLER. 8 Heute SyIveateratend: 86 S BIER-CONCERTI mit BOCK-ALE. Den Tit. Behörden, dem verehrt Theater-Verein, allen Freunden und Bekannten, sowie allen verehrten Gönnern Ä DOOOOOOOOOOOKDOOOOOOOOO OOD 0 Allen Freunden und Bekannten, speciell unseren werthen Kunden 2 y Herzlichen Glückwunsch 5 zum Neuen Jahre! 9 Q U q 90 Photograph D. Schnchhardt und Fra«. q □ QO OOOOOOOOOOCOOOOOOOOOOOV Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel! Restaurant Postkeller. Anton Koch und Frau. gfl Die beste« GIÄmilsche ° | | zunt Neuen Jahve 150 zum ooo Steiustratze 78. XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX A. Fangmann Wwe. 127 ooooaoooooool PC DOCOCDCOOC DD ODDCOCD PCD DDCO C CODC 100 xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx 128 Leiner wertnen r\.uuuauuaiv, riounuvu u.u^ uuaauuwu - Herzlichen Glückwunsch j 8 zum Seuen Jahre! 4. | 108 105 Gießen, 31. December 1897. Kackermeifler Jobs. Lein und Familie. oaaooöaooöooöcöooöooocÄOO 55 xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx 60 Kerztichen Glückwunsch nach und i 99 Redaction: A. Hcheyda. $ § Red Starline 11 Rothe kJ Stern Linie 8, |o|ldampter uon^ ntwefpen] Unseren werthen Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten senden zum Jahreswechsel'. J August Kilgardi und Frau. • Zm Clavierstimmen hält sich empfohlen 8821 Herm. Barier, Schillerstr. 15 Unserer w.rthen Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Weuen Jahre! Fritz Schlörb und Frau, Markt 23. die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Henkel uud Frau. Unseren werthen Kunden und Freunden herzlichsten Glückwunsch zum neuen Jahre. die herzlichsten Glückwünsche zum Menen Jahre! 129 ' Siüdermeiükr Fritz Schreiner und Frau senden allen werthen Kunden, sowie Freunden und Bekannten Rudolf Kuchacktt uud jrall, Neujahrswunsch! Meiner verehrten Kundschaft für Gießen und Umgegend bringe ich hiermit statt besonderer Anzeige die herstichsteu Glückwünsche zum Heuen Jahre 1898! Unserer werthen Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten Q die besten Glückwünsche o zum Jahreswechsel! O Daniel Heil und Frau, a Unseren verehrten Gästen, Freunden, Bekannten und Haus bewohnern 56 zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! Gastwirth Theodor Schmidt und Familie. Unseren werthen Kunden und Freunden 8 die herzlichsten Glückwünsche Oüou Dr. M Keim, Oestrich, Rheingau,0 « fhPSckchen 10 Büchsen tu b0 unbQ TP * 1 JL Ueberall erhälllich X — Probe-Rec.pt: U ♦ 0 Englischer Kuchen. 9 ♦ ö u(e-h- g«t) 2 ♦ fi 250 gr. votier, schaumig gerührt, Q A X 500 „ Mehl X Y U 250 „ Sultanine«, V v 0 250 „ Zocker, 0 ▲ etwas Titronat, fein geschnitten, - x 2 Gier, U ♦ - -^©eeeeeee <»«*>«•••••• vjooocmxmxmmmo — Druck und Vertag der «rühl'sch« Um»crfttSt«-Buch. und Stemdruckerei (Pietsch Ä. Scheyda) m Dreßen W M Herzlichen Glückwunsch zum Neuen Jahre sendet seinen Gästen und Gönnern Ludwig Spuck und Frau, 123 Zum Hessischen Hof. Allen werthen Gästen und Freunden £ zum neuen Jahre Z herzlichsten Glückwunsch! * J. Kuhn Hafthof i#m „»lömisch-i, Kaiser" Ig Wetzlar. *» Unseren werthen Kunden, gä sow e Freunden und Be- AM S“ 172 2 i die herzlichsten gz H Glückwünsche AW I ;nm Jahreswechsel! ^A^^rluskunft ertheilen 3 Otto Hirsch in Firma George Hireoh- Mainz, Hintere Bleiche 5. H. Klippstein in Langudcrf.10 Unseren werthen Kunden und Freunden die herstiMtk Glückwünsche t zum Jahreswechsel! t V *'«5 "Äw««. 21 ♦ 126 K-fk-stnkutscher Karl Kuhn und Krau ♦ 0 Erprobte Recepte mit genauen Back § I ♦ Ä A ^Vorschriften liegen jedem W4.nQ ^Bactouloer bei. *Q I ___ _ ooDooocooocxraoDODc MIWMMWMWWMWM ermischte Anzeigen Verein Handlung?- 18581 Commis von (Kaufmännischer Verein). Hamburg, Kl. Bäckerstroße 32. Kostenfreie Stellenvermittelung: lieber 65000 Stellen besetzt. Die MttgN-d-karte« für 1898, die Quittung«« der Pe«fio«»kaffe sowie der Krank««- uud BearLdnttzkaffe. e. H., liegen zur EinlSsung bereit. Der Eintritt in den Verein und seine Kasten kann täglich erfolgen, lieber 54000 Mitglieder. 28 Geschäftsstelle in Gießen bei Herrn Gruft Wtegelmauu, Schillerstraße 11. ooDoaoaoQacxxjooDOOOLjg 0 Köstliche Kuchen backt 0Lfl. * Blitzbackpulver i v taes. aeschützt) v . x 2! q Unseren Freunden, sowie geehrten Kunden C g herstichen Klückwmsch W ntuti Jahre! e O Julius Rosenbaum, Metzger £ 88 nebst Familie. t goooooooooaonooooooonocxsuooooooocxxx W Carl Weidtmann u. Frau zur Waidmannriust. ®|-- ........ . ..... * ^***^WH^-M-4*%******* I Meiner werthen Kundschaft, Freunden und Bekannten ± |^Empfehlungen^| + OOOOOOOOOOOO OOOOODOOOOOO?OOOD^OOOQOOg 8-0 8 2 Meiner werthen Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten q Allen F ernten und Be- OiQ X o kannten hiermit 139 o!p die herzlichsten Glückwünsche § die besten zum Reuen Jahre! l_ Z Glückwünsche W 150 ° Q _ „ , -. __^^0:00000000000 O neuen Hnhre! o ooM000oc>oc!«x:vocoe»t»r»ok:c«-cer«»«tr:M«-M:«Lo Q AkUtig O ° Allen werthen Kunden, Bekannten und Freunden sendet a § und /rau ’ o 8 herzlichen Hückwunsch zum Neuen Zahre! g