Nr. 177 Samstag de» 31. Juli 1S97 Gießener Anzeig er Keneral-Anzeiger Amts- und AnZeigeblutt für den Ureis (Kietzen. j '““«onnen ‘öernahruno chratisöeikage: Gießener Iamilienötätter. Anrtlicher Theil Staaten richten wird. (xx) meut aus: ute igröWWTW. Würde etwas zu vergeben, seine auf die Erhaltung des Frte- Der chinesisch-japanische Krieg brach aus und endete mit jrfBOt® btt. 31286 ttblbÄ^ hat Annahme von Anzeigen zu der Nachmitlags für den folgenden Tag erscheinendm Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux d«S In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger* entgegn. Kleine oierteljdjrlli 60 Bf. Die Gießener AlamitienötLIter »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. sl- und Fackel' SiegehnarkM billigen Prellen dit •ei (Pietich ziehungen zu uns abbrechen würde. Aber höchstwahrscheinlich die deutsche Regierung damals durch ihre Haltung dazu Der Kietze«er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» MontagS. 'Ä 2-n f* auf Entfernung von ungesetzlichen Bezeichnungen zu halten, als auf Zusätze, die in manchen Fällen eine Reclame für ausländische Waare In sich schlöffen. In Bezug auf englische Firmen, die nicht selbst fabrtctren, sondern Waaren im In- lande und Auslande kaufen, um sie nachher weiter zu verkaufen und diese Waaren mit ihrem eigenen Namen bezeichnea laffen, also in Bezug auf ausländische Waaren das Gesetz umgehen, empfiehlt der Bericht blos, daß vor den Name« der Firma eine Bezeichnung wie etwa „verkauft durch" ge setzt werde. Bet Uhren empfiehlt der Bericht, daß die Bezeichnung deS auswärtigen Ursprungs nicht bloS auf da« Urgehäuse, sondern auch auf einen leicht sichtbaren Thetl der Uhr selbst gesetzt werde, da sonst ausländische Uhrwerke in englische Gehäuse gesetzt und dann als englische Uhren verkauft werden. Schließlich erklärt der Bericht, daß es beffer wäre, anstatt mit der Angabe deS Ursprungslandes fremde Waaren einfach mit den Worten „made abroad* zu bezeichnen. Dabet vergißt der Ausschuß aber, daß die Deutsche« z. B. eS vorziehen dürften, den ihnen, wie selbst die „Time-" erklärt, durch die englische Gesetzgebung werthvoll gemachte« Ausdruck „made in Germany“ beizubehalten. allenfels, cktplatz 17. lieg mtAck'snl Vritzi- ■- sowie franiöslscke Magen. M lüthorstratze 45. betgetragen, den Weltfrieden zu erhalten, indem fie England zeigte, daß es für seine Pläne auf Unterstützung im europäischen Eoncerte nicht zu rechnen habe. Die zweite Hauptepoche, in welcher unsere auswärtige Politik mit ausschlaggebend war, bildeten die Wirren im Orient, wo Deutschland mehrfach Gelegenheit hatte, an der Seite Rußlands und Frankreichs für die Herstellung der Ordnung einzutreten. Gegenüber der letzten Phase — den griechisch-türkischen Krieg — stand unlere Regierung von Be> ginn an strikte auf dem Boden deS Völkerrechts- fie ließ fich in keiner Weise durch Gefühlsduselei letten, waS besonders in dem Verhalten gegen Griechenland zum Ausdruck kam. In dieser Hinficht war Deutschland eine führende Rolle zu- gesallen, welche eS bis zum jetzigen Stand der FriedenSver- Handlungen auch betbehalten hat. Die Aussichten für die Erhaltung des Weltfriedens sind heute so günstig wie je zuvor, und oaß die Leiter unserer auswärtigen Politik hierzu wesentlich mit betgetragen haben, ist ein so eminente- Verdienst, daß alle Vorwürfe darüber, in diesem oder jenem Punkte seien die Interessen Deutschlands nicht genügend gewahrt — wie z. B. bei den Handelsverträgen — in den Hintergrund treten müffen. Hoffen wir, daß auch künftig die auswärtige Politik ihr Hauptaugenmerk auf die Herbeiführung guter Beziehungen zu den andern zeiehen hätte, da Deutschland im Verein mit Rußland und Frankreich die Festsetzung der FrtedenSbedtngungen regelte. Man hat eS damals der deutschen Regierung schwer verdacht, baß fie gegen Japan Partei nahm und diesen Staat um die Flüchte feneß Steges zu bringen die Hand geboten hatte. DaS aufstrebende Japan unterhielt einen lebhaften Handel mit Deutschland, und eS stand zu befürchten, daß es angefichtS der wenig freundlichen Behandlung, die wir ihm zu Theil werden ließen, Repreffalteu ergreifen und die mercantilen Be- Die auswärtige Politik Deutschlands. Wenngleich unsere auswärtige Politik nach der Verfaffung vom Reichskanzler geleitet wird und der StaatSsecretär de» AaSwärtigen nur da» auSführende Organ für die Directive de» ersten ReichSbeamten sein soll, so ist eS doch nicht gleich, ob nun dieser oder jener Staatsiecretär an der Spitze deS Auswärtigen AmlS ftehr, immer wird die Individualität seiner Person einen mehr oder minder erheblichen Einfluß auf die auswärtige Politik auszuüben im Stande sein. Deshalb ist iS nicht unangebracht, in diesem Augenblick, wo ein Wechsel in dem Inhaber des StaatSsecretariats des Aeußeren bevorsteht, bezw. durch die Uebernahme dir Stellvertretung Seiten» des Herrn von Bülow bereits thatsächlich vollzogen ist, einen Rückblick zu werfen auf die Zeit, während welcher Freiherr v. Marschall das Amt verwaltet hat. Unter keineswegs günstigen Verhältniffen übernahm er im Jahre 1890 die Geschäfte. Der größte Staatsmann der Neuzeit hatte bis dahin unsere auswärtige Politik geleitet und zwar in einer von aller Welt anerkannten meisterhaften Weise- auch auf den damaligen StaatSsecretär des Aeuhern siel ein Schein von dem Ruhm des Vaters. Fürst Bismarck wurde durch einen General ersetzt - und man mag die Ver- dtenste des Grafen Caprivi noch so hoch schätzen, immer muß man zugeben, daß ihm die Erfahrungen seines Vorgängers mangelten, daß es ein neues Feld war, auf dem er fich erst ctnarbcüen mußte. Seinem neuen StaatSsecretär erging es nicht viel b.ffer : derselbe hatte nur als Gesandter deS Groß- herzoglhums Baden sich diplomatische Kenntnisse zu erwerben vermocht. Freilich war der Kurs, den die deutsche auswärtige Politik etnzuschlagen hatte, festgelegt worden und zwar in der Hauptsache durch den Dreibundvertag. Mit diesem die Beziehungen zu den andern Staaten in Einklang zu bringen, war die Hauptaufgabe des Frhrn. v. Marschall, und man kann wohl sagen, daß er dieselbe in durchaus befriedigender Weise zu lösen verstanden hat. Unser Verhältniß zu Rußland war damals recht kühl Wolffs telegraphisches Correfpondenz-Bureau. Wie«, 29. Juli. Infolge feit drei Tagen ununterbrochea andauernder Regengüffe droht den niedrig gelegenen Vororten UeberschwemmungSgefahr. Eine Brücke über den Wienfluß mußte abgesperrt werden, weil die riefig au- geschwollenen Waffermaffen sie wegreißen könnten. Mehrere Häuser zeigen infolge Grundunterwaschuny Senkungen und mußten weaen Einsturzgefahr von den Partien geräumt werden. Die WienflußregultrungSarbeiten wurden zum großen Theile zerstört, wodurch vorläufig noch unberechenbarer Schaden verursacht wurde. Auch au» der Umgebung Wiens und aus allen Sommerfrischen kommen Nachrichten über anhaltende Regengüffe und bedrohliches Steigen der Flüffe. Die Zufuhr zu den Märkten ist auf ein Minimum gesunken. — Mürzzuschlag meldet heute früh stattgefundenen starken Schneefall. Malta, 29. Juli. Reuter-Meldung. Ein Bataillon Infanterie erhielt Befehl, fich zur Avreise nach Kreta bereitzubalten. Konstantinopel, 29. Juli. Die Quarantäne für Herkünfre aus den Häfen Mohamera, Maskat, Bahrein und deo Häfen am Persischen Meerbusen, sowie für Hirkünfte aus den Häfen am Rothen Meere zwischen Rabegh und Lith ist aufgehoben worden, ebenso das Verbot persischer Pilgerfahrten und Leichentransporte nach Kerbels am Euphrat. Depeschen des Bureau .Herold." Berlin, 29. Juli. An der Kaiserparade bei Homburg nimmt auch der Prinz von Wale» Thetl. Die Kaiserparade wird vom General Haesler commandirt werden. Das bayrische CorpS führt Prinz Arnulf von Bayern. Berlin, 29. Juli. Der Kaiser hat die Einladung zur Thetlnahme an der am 18. October stattfindenden Enthüllung deS Kaiserdenkmals in Karlsruhe dankend abgelehnt, da er eine Einladung zur Enthüllungsfeier des Kaiserdenkmals in Wiesbaden, welche zur selben Zeit stattfiadet, bereits angenommen hatte. Berlin, 29. Juli. Zum Kaiserbesuch in Coblenz wird gemeldet, daß der Kaiser den festlichen Empfang Seiten» der Stadt beim Einzuge vom Paradefelde am 30. August angenommen hat. Er wird an der Moselbrücke feierlich begrüßt und nimmt daselbst einen Ehrentrunk entgegen. Am Abend des 31. August findet große Illumination der Stadt Coblenz statt. Nach derselben begibt sich daS Kaiserpaar zum Bahnhofe. Berlin, 29. Juli. Die „Post" meldet auS Konstantinopel: Djevad Pascha verlangt telegraphisch Verstärkung der türkischen Truppen auf Kreta. Nur mit einer Macht von ungefähr 20000 Mann hält er eS für möglich, die Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Berlin, 29. Juli. Die neuesten Nachrichten aus Togo lauten sehr zufriedenstellend. Von der Dürre, die im vorigen Jahre so ungünstig wirkte, ist daS Schutzgebiet diesmal verschont geblieben. Berlin, 29. Juli. DaS Königliche Provinzial-Schul- Collegium hat einen polnischen Lehrer, der den Kindern der hier ansässigen Polen Privatunterricht in ihrer Muttersprache ertheilte, im Disciplinarwege zu einer Geldstrafe von 250 Mark verurtheilt und ihm die Fortsetzung diese» Unterrichts untersagt. Der verurtheilte Lehrer hat gegen geworden, wie es ja während der ganzen Regierungszeit 1001 Alexanders IU. geblieben ist. Die Annäherung zwischen 23.$ N Frankreich und Rußland erfolgte und schien geeignet, ein Ä Gegengewicht gegen die friedlichen Ziele des Dreibundes zu 1887 bilden, weßhalb es für Deutschland keine leichte Aufgabe war, tu ic. ic. j Mit (tut cokriritn, beiUge- a reitiei Material, io.ihm itgung zur Handarbeit t« Vierteljährig« AöonnemcntspreiL r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Spebitio« und Druckerei: | -chutüratze Ar.7. Fernsprech« 52g h|en und6?]1 Aetoritäta nd Kranke fQr ÄL--, Gießen, den 28. Juli 1897. Detr.: Den Verein zur Unterstützung und Befferung der auS den Strafanstalten Entlassenen. Bekanntmachung. Nach der in Gemäßheit des § 16 der revidirten Statuten borgenommenen Neuconstüuirung der BrzirkSvereinScommission besteht dieselbe auS folgenden Herren: 1) Provinzialdirector Frhr. v. Gagern, 2) Oberbürgermeister Gnauth, 3) Erster StaatSanwalt Br. Güngerich, 4) Pfarrer Schlosser, 5) Pfarrer Dingeldey, 6) AmtSgerichtsrath Gebhard, 7) Rentner Ptstor, 8) Polizeiamtmann v. Bechtold. Die BezirkSvereinScommisfion. v. Gagern. oht Deutsche» Reich Jagdschloß WolfSgarten, 29. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog begaben fich heute früh nach den UebungSplätzen bei Darmstadt und Weiterstadt und wohnten in Gegenwart des commandirenden Generals, General der Infanterie v. Wittich, den Besichtigungen der Großherzog- ltchen Infanterie Regimenter Nr. 116 und Nr. 168 bei. -r. Zu Postdtrectoren ernannt wurden nach dem Amtsblatt des Reichspostamts vierHauptleurea. D. Diese an und für fich ziemlich belanglose Mittheilung versehen einzelne Blätter mit der Ueberschrift: „PodbrelSkt an der Arbeit" und erwecken so bei den Lesern den Glauben, die Ernennung der Offiziere a. D. sei gewissermaßen nur erfolgt, weil z. Zt. bei der Reichspost ausnahmsweise ein General a. D. das Regiment führt. Dem ist jedoch nicht so- denn auch Herr v. Stephan konnte nicht umhin, civilversorgungSberechngte Offiziere a. D. zu Poftoirectoren zu ernennen, weil eben eine bestimmte Zahl von Postämtern den Post-Anwärtern aus dem Offiziersstande Vorbehalten ist. Der Ernennung zum Postdirector geht selbstverständlich eine praktische und theoretische Ausbildung im Postdienst voraus. — Der deutsche Mitbewerb. Die Aufregung, in die England durch die großen Fortschritte des deutschen Ausfuhrgeschäft» versetzt wordrn ist, will sich nicht legen. Vor Kurzcm hat der Cvnsul in Canton im Auftrage der Regierung eine Untersuchung über den englischen Handel mit China vorgenommen. Jetzt soll ein besonderer Abgesandter mit einer ähnlichen Untersuchung deS englischen Handels mit Mittel- und Südamerika beauftragt werden, und der Vorsitzende des HandelSamtS har die Vertreter der Vereinigten Handelskammern des Landes aufgefordert, fich mit diesen darüber zu berathen, ob eS nicht angezeigt sei, dem Abgesandten der Regierung einen oder mehrere Abgesandte der Handelskammern beizugesellen. Inzwischen hat eine andere Maßregel, nämlich daS Gesetz über die Waarenzeicheu, von dem zum Bericht über seine Wirkung eingesetzten Ausschuß eine Beurtheilung erfahren, die einer Verurtheilung sehr nahe kommt. Der Bericht deS Ausschüsse-, wie er vorliegt, gelangte nur durch die ausschlaggebende Stimme des Vorsitzenden zur Annahme, und es ist bezeichnend, daß sich das ganze Gewicht von kaufmännischer Erfahrung auf Seiten der Minderheit befindet, die der Behauptung des MehrhettS- berichis, daß die Wirkung des im Jahre 1887 erlassenen Gesetzes im Ganzen wohlthätig gewesen sei, direct wider- sptichk. Die Mehrheit selbst aber zeigt wenig Vertrauen auf ihre eigene Behauptung. Sie empfiehlt z. B, daß das ganze Durchgangsgeschäft von der Wirksamkeit des Gesetzes befreit werden solle, obgleich fie einen schwachen Versuch macht, zu beweisen, daß dieses Geschäft dadurch nur in mäßigem Umfange geschädigt worden sei. Dem gegenüber behauptet die Minderheit, daß die Wirkung auf das Durch- gaygsgeschäst geradezu verhängnißooll gewesen sei. Der Ausschußbericht erklärt ferner, daß es vnnöthig sei, Waaren beim Zollamt festzuhalten und auf Beifügung des Namen» des Ursprungslandes zu bestehen, weil sie mit die Gattung beschreibenden englischen Worten versehen find, eß sei denn, daß diese Beschreibungen absichtlich auf Täuschung angelegt wären- auch sollen die Zollämter angewiesen werden, eher W. L60 per W." feilischmeckend, M. i % ' ^0ll.Mk.2.-peiP 1.40, 1.60, - Per W 1 Pfg- per Pfd. - per Pfd. Ui Limburger Üi 1897. Stlberratt tri® “TßrW” 008 -- ’0P 10L$ immer den goldenen Mittelweg zu finden und, ohne seiner , roM DbL 102JS _ _ - olDbL 00510L- dms gerichteten Bestrebungen zu verfolgen, ar 69P-8tlirfhl9$l0L'’ Der chinesisch-japanische Krieg brach ar W.dl-ÄÄb.M lj*k dem Siege der Japaner. Verschiedene Male lag die Gefahr ^oP'Sm6'1900 °°he. daß die Jntereffenverschiedenhrit der beiden in Oft- - ahen am meisten betheiligten Mächte einen europäischen Con- & flet herbeisühren würde, und England wäre vielleicht weniger iw# zicückhaltend ausgetreten, wenn eS. fich nicht vollständig isolirt Me vom Provinzial-Schul-Collegium über ihn verhängte Strafe Protest eingelegt und richterliche Entscheidung bc* nntioat. Berlin, 29. Juli. Die strafrichterltche Verantwortung für die Explosion am Potsdamer Bahnhof fällt auf den Kaufmann David Rosenthal, den Absender de- gefährlichen Packet-. Er wird vermuthlich nicht allein wegen Ber- gehen- gegen die Post-Ordnnog, sondern auch wegen fahr, lässiger Körperverletzung und Gefährdung eine- Posttranßport- angeklaar werden. Berlin, 29. Jali. Der „Local-Anzeiger" meldet auß «then: Die Unterzeichnung de- Präliminar.Frteden- foll am Tam-tag stattstnden. Die Räumung TheffalienS wird nach der ersten Ratenzahlung der Kriegskosten zunächst mit Bolo beginnen, wodurch die theilweife Rückkehr der Flücht« linge und Entlaflung mehrerer Jahrgänge der Reserve er. möglicht wird. Die von Deutschland vorgeschlageue Der- fchmelzung der Fragen der Krtegsentschädtgung und deS griechischen Finanz Arrangement- wird von den Großmächten eifrig weiter erwogen. Die Türken verschanze» Hagia, Saranta und EpiruS, wo übrigen- durch furchtbare Erdbeben mehrere Dörfer zerstört worden find. Trier. 29. Juli. Au der Mosel ging ein ungemein schwere- Gewitter mit Hagelschlag nieder. In Bergweiler tödtete der Blitz zwei Personen. Kiel. 29. Juli. AuS Bergen ist ein Telegramm ein- getroffen, wonach der Kaiser morgen vormittag hier ein- trifft und al-dann mit dem Panzergeschwader die Reise nach Rußland antrete» wird. Königsberg. 29. Juli, von einer von der Regierung beschloffenen Wiedereinführung der Staffeltarife, welcher Beschluß nach dem „Geselligen" bereit- der Land- wirthschaft-kammer zugegangeu sein sollte, ist nach den Infor- mationen der allgemeinen ostpreußischeu LandwirthschaftSkammer nicht- bekannt. Telsche». 29. Juli. Der Gemetnde-AuSschuß beschloß Einspruch zu erheben gegen die Bewilligung de- polnischen Parteitage-, der am nächsten Sonntag hier statt, finden soll. Rom. 29. Juli. Zwischen Rudtnt und dem Kammer- präfidearen Zanardelli finden ernste Unterhandlungen behusS deffen Eintritt in da- Cabiuet statt und zwar au Stelle de- JustizmiutsterS Costa, der sich au- GesuudheitS- rückfichten zurückzieht. vrüffel, 29. Juli. Am 6. August wird im Sitzungs« faale der Kammer der interuatiouale Friedens- rongreß tagen. Madrid. 29. Juli. Dreiviertel aller Weinberge sind durch die Reblaus vernichtet. Warschau. 29. Juli. In S tudziauki (Gouvernement Grodno) äscherte eine große Feuer-brunft 117 Wohn- Häuser ein. Fünf Personen haben bei dem Brande ihr Leben verloren. DaS Elend ist sehr groß. Berlin, 30. Juli. Wie einige Morgenblätter melden, werden fich Minister v. Miquel und Frhr. v. d. Recke voraussichtlich auch Herr v. LucanuS heute Nachmittag nach Kiel begeben. Berlin. 30. Juli. Den „Berl. Reuest. Nachr." zufolge ist ein HilfScomit6 aus angesehenen Persönlichkeiten Berlin- für die durch da- Unwetter in Württemberg Geschädigten in Bildung begriffen. Da- Comitä wird in den nächsten Tagen in die Oeffentlichkeit treten. Berlin, 30. Juli. Nach hier vorliegenden Meldungen verläßt die Kaiserin heute Nachmittag 2% Uhr Tegernsee, kommt in München um 4 Uhr an und reift nach kurzem Aufenthalt bittet nach Kiel. Berlin. 30. Juli. Auf der Karl-horster Rennbahn ist gestern der bekannte Herrenreiter Graf Zech so unglücklich gestürzt, daß er sofort in die Bergmaun'sche Klinik geschafft werden mußte. Sein Zustand ist nicht unbedenklich. Auch zwei Jockey find bei dem gestrigen Rennen in Karls- horst verunglückt. CoceUs ptwhQirite*, Sieben, den 30. Juli •• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 28. Juli den Forstaffrffor Curl Webtr von der Neumühle bet Hungen zum Oberförster mit Wirkung vom 1. August d. J-. an zu ernennen. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 16. Juni den Mitgliede der Freiwilligen Feuerwehr zu Mombach, Friedrich Fleck III • *-n. Ortsgewerbeverein. In der am 27. d. M. stattgehabten BorstandSfitzung deS OrtSgewerbevereinS wurden nach Erledigung einer Reihe verein-geschäftlicher Angelegenheiten die Anwesenden sehr erfreut durch die Bekanntgabe einer Schenkung Seiten- de» verdienten Veretn-vorsitzen- den, Herrn Commerzienrath Hehligenstädt, an genannten Verein, bestehend in Ü berlassung de- sehrwerthvollen großen Prachtwerkes: „Da- Bi-marckmuseum in Wort und Bild.* — Genannte- Werk bietet eine reichhaltige Sammlung feinster photographischer Abbildungen der schönsten und finnigsten Gegenstände deutscher Arbeit und Kunstindustrie. wrlhe deutsche Dankbarkeit au» Nah und Fern dem Altreichskanzler gewidmet. Die hier abgebildeten, in Stein und Metall, insbesondere in Edelmetallen, in Leder, Elfenbein u.s.w. au-geführten Gegenstände erzählen nicht allein späteren Geschlechtern von der dankbaren Begeisterung unserer Zeitgenoffen für ihren ersten Reichskanzler, sondern fit ver- künden insbesondere auch die höchst entwickelte Leistungsfähigkeit deutscher Arbeit und Kunst- Industrie. — Da» Studium dieser gelungenen Abbtl- düngen solch' werthvoller Kunftgegeustände regt nicht allein die schaffende Phantafie deS Kunstbefliffeueu mächtig an. sondern eS bietet einen besonderen Genuß Allen, welche diese- „Kunstmuseum in Wort und Bild" eingehender studiren. Insbesondere solche GefichtSpunkte waren e-, welche den Geber veranlaßten, diese- werthvolle Werk, welche- in seinem prächtigen Einband an fich schon eine besondere koasttndustrielle Leistung bietet, weiteren Kreisen, namentlich den Zöglingen und Mitgliedern unsere- Gewerbevereiu- zugänglich zu machen. — Möge diese- Saatkorn reiche Früchte tragen. • * Ein untreuer Kollege. Dem HauSburschen eineß hiesigen Hotel- wurde vor einigen Tagen au- seinem Portemonnaie ein Zwanztgwarkftück gestohlen. Ein College deffelben wurde festgenommeu und gestand den Diebstahl ein. DaS Zwanzigmarkstück hatte er im Keller versteckt. * * Fluchtversuch. Gestern vormittag brachte ein auswärtiger Gendarm einen Gefangenen hier ein. Am Justiz- gebäude machte derselbe einen Fluchtversuch, wurde aber von einem Herrn aufgehalten und ergriffen, al- er über den Schoorgrabeu setzen wollte. Ein Schlammbad im Schoor- graben mußte der Durchbrenner hierbei in den Kauf nehmen. ♦♦ Berichtigung. Bezüglich der in Nr. 171 de» „Gieß. Anz." gebrachten Mtttheilung, daß ein 14jähriger Gymnasiast einen Bäckerjungen in da» Genick gestochen habe, hat die Untersuchung ergeben, daß der betreffende Schüler nicht da- Meffer geöffnet hat, sondern daß er nach Kuabevweise seinen Gegner in den Rücken zu „boxen" versuchte, wobei fich das Tascheomeffer, daS eine mangelhafte Feder hatte, von selbst öffnete und den Gegner bei einer raschen Wendung verletzte. •• AnSverkanfSvesen. Im August findet in Hamburg die Generalversammlung des verband eS deutscher Kaufleute statt, die fich mit dem Ausverkaufswesen beschäftigen wird. ES sollen folgende Punkte besonders berücksichtigt werden: 1. Die Veranstaltung eine» Ausverkaufs ist der zuständigen Behörde anzuzetgen, und dabet find mit« zutheilev: a) die Namen der Personen, deren Eigenthum die zu veräußernden Gegenstände find- b) ein verzeichniß der zu veräußernden Maaren nach Menge und Beschaffenheit - c) die genaue Angabe des Standorts de- Ausverkauf-- d) die Dauer der Zeit, während welcher der Ausverkauf stattfinden soll- e) die Namen der Personen, welche den AuS« verkauf bewerkstelligen sollen- f) die Gründe für den Ausverkauf. 2. Der Ausverkauf darf sich nur auf die ursprünglich angemeldeten Maaren erstrecken. 3. Für den Ausverkauf ist eine nach dem ungefähren Merthe des MaarenlagerS und der Dauer de- verkauf- zu bemeffende Steuer zu entrichten. *♦ Die Steuerauffeher de- GroßherzogthuwS haben eine Petition an die Zweite Kammer gerichtet, in der fte ein penfionöfähige- Gehalt von 1200 Mk., steigend bi- zu 2000 Mk., und Tagegelder für auswärtige Dienstgeschäfte in Höhe der Hälfte der Diätensätze der Steuercontroleure oder ein jährliche- Diätenaversum von 300—500 Mk. anstreben. •* Wetterbericht. Der größte Theil von Süd- und Ost-Europa gehört einem DepresfionSgebiet an. Innerhalb desselben find Centra über Galizien und Ungarn, sowie über dem Gols von Genua und dem ligurischen Meere vorhanden. Ueber Nord-West- und Central-Europa ist da- Barometer zwar gestiegen, indeffen ist für die WitterungSverhältniffe Süddeutschlands zunächst noch der tiefe Druck im Süden und Osten maßgebend. Da» Wetter ist demnach bei schwachen bi- mäßigen nordwestlichen Winden vorwiegend trüb und fallen zeitweise noch leichte Niederschläge. — voraussichtliche Witterung: Meist wolkige- Wetter und zeitweise Niederschläge. § Ruppertenrod, 29. Juli. DaS alte Frauchen, welches im Januar d. I. plötzlich in unserem Ort, wie auS dem Boden gekommen, erschien, ist gestern beerdigt worden. DaS 70jährige Weibchen wußte weder woher eS kam, noch wohin es wollte, und man konnte damals nur auS ihm herausbringen, daß eS auS Bernshausen bei Suhl in Sacpsen-Meiningen stammte. Auf die dort angestellten Nachforschungen erfuhr man, daß die Person schon seit 20 Jahren abwesend sei und Niemanden zu verwandten habe. Da daS Mütterlein, das geistig nicht normal erschien, der Pflege bedürftig war und weder weiter wollte noch konnte, so mußte die hiesige Gemeinde für seine Unterbringung Sorge tragen. Die Kosten der Verpflegung fielen dem Kreis und Provinzial- armenverband zur Last. Ein ungelöstes Räthsel bleibt, wer der Person den Weg hierher gewiesen; denn die Annahme, daß eine andere Gemeinde die Person in ungesetzlicher Weise abgeschubt und sich deren KaSPar Hauser - Verfassung zu Nutzen gemacht, bleibt bestehen. Ober-Roßbach, 28. Juli. Als heute Nacht eine Ab- theilung deS hier einquartierten 25. Artillerieregiments auS- rücken wollte, ging ein Pserd durch. Ein Artillerist, der eß einfing, erhielt einen Hufschlag auf die Brust, der ihn augenblicklich tödtete. 4- Nidda, 29. Juli. Anfang dieser Woche wurden in unserer Feldgemarkung seltsame Diebereien auSgeführt. A!S mehrere Landwirthe dieser Tage im sogen. Herme» ihre auf Sturzhaufen fitzende Frucht nach Hause bringen wollten, fanden fie zu ihrem Schreck, daß großentheilS die Körner ston auSgcdroschen waren und fie nur leere» Stroh in den betr. Gebinden hatten. Der hierdurch verursachte Schaden ist beträchtlich. Die That ist offenbar NachtS und von Mehreren begangen worden, sonst müßte da» AuSklopfen der Frucht in der Nähe deS Frevelplatzes bemerkt worden sein. WormS, 28. Juli. Zur Vorsicht mahnt folgender Vorfall, der einem hiesigen jungen Manne das Leben kostete. Sonntag vor acht Tagen unternahm derselbe eine Radtour in den Lorscher Wald, bei welcher er einen giftigen Mückenstich in daS Kinn erhielt. Beim Ausdrücken der entstandenen Anschwellung muß wohl etwa» Schmutz in die Wunde gekommen sein: daS Kinn schwoll mehr und mehr an, und trotz Zuziehung mehrerer Aerzte starb der Aermste heute vormittag an Blutvergiftung. 6tofr6ere», 27. Juli. Al» Kuriosität sei folgende» ' ergötzliche Geschichtchen mitgetheilt: Ein hiesiger Käsefabrikmr, der in seiner Behausung da» electrische Licht eingesührt hat, wurde fortwährend dadurch geärgert, daß ihm während der Nacht da- electrische Licht im Stalle, wo fich außer den Pferden auch noch eine Ziege befindet, entzündet wurde. Um dem Frevler auf die Spur zu kommen, beschloß er, Wache zu halte», doch da- Licht wurde entzündet, ohne daß sich Jemand dem Stalle näherte. Nur da- Eine bemerkte der Fabrikant, nämlich, daß die Ziege jedesmal, wenn da- electrische Licht unerwünschter Weise brannte, fich von ihrer Kette lo-geriffen hatte. Obschon nun dieser nicht glauben konnte, daß da- Thier vielleicht die Urbelthäterio sein könne, kam er doch aus den Gedanken, einmal einen versuch auzustelleu. Unter Beisein von dritten Personen machte er die Ziege loS - kaum war die- geschehen, so sprau- da- schlaue GaiSleiu auf den unteren Theil der Ttallthüre, drehte mit dem Maule die dort angebrachte Vorrichtung zum Entzünden de- electrische» Lichte- herum, und fiehe, ei wurde L cht. Allgemeine Heiterkeit der Anwesenden folgte diesem Schaustück. (WaS muß da- für eine intelligente Gai» seia! Und dazu noch die kühlen HundStage!) Heffen-Darmstädter sein mer! Ueber da- 8. JahreSfest deS Heffen-Darmstädter Volksfest- Vereins in New York am 12. Juli bringen die in New Aori erscheinenden „Hesfischeu Blätter" (Heffen-Darmstädter Zeitung) einen Bericht, von dem wir Einige- aufnehmen, um zu -eigen, in welcher Weise jenseit- de- Ocean- die alten Sitten der Heiwath gepflegt werden: Eine- haben die Heffen-Darmstädter vor anderen Volks- stammen Vorau-, welche hier in der Metropole ebenso wie fie durch da- Volksfest alte traute Erinnerungen und Sitten wach halten, nämlich da- lustige Nattonallied, deffen Klänge jedem Abkömmling der „Nation" an'- Herz greifen und eine fich immer wieder erneuernde electrifirende Wirkung ausüben. Diese Wirkung hat fich wiederum tu ihrer vollen Stärke bewährt, ist fie doch im Grunde nur der Ausdruck des munteren, wein- und genußfrohen Naturell- der Heffen-Darmstädter. Auch der zweite wichtige Factor begünstigte da» volk-fest, da- Wetterglück, das ihm vorn ersten Fest bi» zum jüngst- betroffenen treugeblieben ist und durch kurze, feuchte Juter^ mezzi eine nur fröhlich aufgenommene Unterbrechung erfuhr. All' die günstigen Faktoren jedoch hätten nicht ausgereicht, um eine so durchschlagende Wirkung zu erzielen, wenn nicht alle Beamte und ComitL-Mitglieder mit jener nimmermüden Rührigkeit und mit jener wahren Hingebung, die nur anß Liede zur Sache entspringt, seit Monaten unabläsfig geschafft und gewirkt und durch diesen rühmlichen Wetteifer den großen Erfolg möglich gemacht hätten. Kurz, das geflügelte Mott: „Heffen-Darmstädter sein mer" hat wieder einmal seinen alten Zauber glänzend bewährt. Der erste Festtag begann, nachdem die Sonne, die am vormittag verstecken gespielt, den Wolkenschleier siegreich durchbrochen und feierliche Choräle den Beginn deS FesteS weithin verkündet hatten, mit dem Empfang der landsmanu- schaftlichen Vereine: „Heffen-Darmstädter Mar'ne", Admiral Stroh; „Schottener Männerchor", wobei Bice-Präfident Ch. Frank sein Debüt al- Redner glänzend bestand; K.-U.-Verein Bensheim und Umgegend, Präfident Franz Heeb- „Licher Club der Stadt New-Uork", Präsident Carl Heß- „Grünberger Casino"- „Alzeyer K.-U.-Verein", Präfident Jakob Börkel- „Verein Butzbach und Umgegend"- „Allstem. Hessen- und Hessen Nassauer volk-fest-vereln", Präsident Dr. Conrad Pfannenschmidt, und „Pfungstädter und Umgegend K.-U.-Verein", Präfident Fritz Pabst. All' die Vereine wurden aufs Beste empfangen und vom Präsidenten Christ. Gerhardt, der die Tactfestigkeit selber ist, ausS Herzlichste dewlllkommt. Während nun mittlerweile die Unterhaltung-- spiele, wie PreiSkegeln, Prei-schießen, Sacklaufen, Eierlanfev, da- Glücksrad u. s. w. bereite in Gang gebracht waren, wurde baß Fest durch einen großen Umzug durch ten Park osficiell eröffnet. An der Spitze beß imposanten Zuge«, dessen Schluß die hesfischeu Buben und Mädels In ihrer anheimelnden, schmucken Bauerntracht bildeten, schritten der stattliche Festmarschall Georg Lautenschläger mit seinen kerzengeraden Adjutanten Adolf Bach und John Jöckel, die alle Drei am Sonntag wie Montag mit wahrer Aufopferung ihr mühevolles Amt versahen, vor der Bühne im Park wurde dann Aufstellung genommen und hier hielt der neue Groß- Herzog Christ. Gerhardt die Festrede. Derselbe wies mit kurzen markigen Worten auf die Bedeutung der Volksfeste hin und sprach den hübschen Gedanken auS, daß baß Fest nicht nur bie schönen Erinnerungen an all' bte sorgenfreien Tage ber Jugenb wachrufen, sondern auch den hiergeborenen Nachkommen ber immer im Bordertreffen stehenden Hessen- Darmstädter Nation lebendig vor Augen führen soll, baß baß Land ihrer Vorfahren eine glorreiche Vergangenheit, eble Sitten unb Gebräuche aufzuweisen habe. Daß Hoch auf baß alte vaterlanb und den Heffen- Darmstädter Volksfest-Verein, womit er feine Ansprache schloß, sand bei den nach Tausenden zählenden Zuhörern begeisterten Widerhall. Als dann der Zug fich ausgelöst, erfreute ber „Schottener Männerchor" unter Leitung feine* tüchtigen Dirigenten Georg Spamer unb der „Cäcilia- Sängerbund" unter seinem musikalischen Leiter Heinrich Pfalz die dankbare Zuhörerschaft durch mehrere Liedergaben. . Mittlerweile amüfirte fich köstlich die junge Welt, pocu- lirte ein jeder Heffen-Darmstädter, wurde doch so manche- unverhoffte Wiedersehen gefeiert, so manche liebe Erinneruog an Jugendzeit und Jugendlust außgetauscht, und der Fröhlichsten Einer war der jugendfrische Nestor unserer landsmannschaftlichen vereinßwelt, „Papa" Heerz, der Ehrenpräsident beß hiesigen „Grünberger Casino" unb Ehrenmitglied beß Turnvereins in seiner vaterstabt Grünberg selbst. Der Reihe nach folgten bann bie verschiedenen, von dem bekannte« Garderobier Herrn F. Boegelin mit allem Geschmack arran« flirten Aufführungen: Die Kameruner Wachtparade, baß , d*- Aürnbergtr v chülchtnd, ä M. •- Wtmnt» li Einmal ^etäirso dJ"*» per Stein t •ÄS? 6 Heiter lÄ; .Utz „l1(I Elvirs psM 6 d-denl W N äA« P«""C ss-gr *"*’2 ■**1in 5tfk 'S.3«!-! fjfii w* A tiingtn b» MiPP n ^Sliftto Ktistn ar lad S'.ovahoit Um later Hotz durch ° «feminin unb ri stark brachten. z« gemüihlil tat i-i, l srreme ihre ®tjnb= artf ihrem schon in m^rtin Herzog Ch lüat schütz an ö bix Spitzt 6e8 Ntst (Unnftatttr 83ereinßl Beaten Ä. «tlltr i meint flmtnhl, b qltichllchta Shttn-P Hanpunann Th'.o. .rofetn Dtnischtn! 'Ihrer bei Schwül iMifte. W biefe Üit.lltbetn blS Er uhrißen nnb fühlt jnb bta in ben Var 'restlichen Schirmhe gehoben. Unb erst w letzten Tcher b Unter btn viele LamsMtern, \M 6t« srSMtn tzts ff- Viklivhtistr, Dt Matabor ytnrh ; itb btl „Vtrtin! dcave Öunbrum mit ESagntr, Jos. Mil weicher in feurigen dn, Dirü> kurze, feuchte Jute,' Unterbrechung ersuhr^ hatten nicht autgeretcht $ zu erzielen, wenn nicht r mit jener nimmermüde- Hingebung, die nur auf malen unablässig geschosst llchen Wetteifer den groher nrz, daö geflügelte Woi! at wieder einmal seiner « mB-I» ‘8t befind.? 6,0 dch Licht L be. 7°°ten, einmal ein^ Ttallthüre Errichtung to*. uub Gesellschaft für Haftpflicht-, Unfall-, Sterbekassen- unb Volksversorgung gegen hohe Bezüge gesucht. Bei richtiger Leistung kann alsbalbrge Anstellung gegen festes Gehalt erfolgen. Briefe sub. 7156 burch bie Expebition bieses Blattes. 7156 enüa-NewYo rk Bremen-Baltimore Bremen-La Plata Bremen-Brasilien Bremen-Ost-Asien Bremen-Australien. Nähere Auskunft ertheilt der Norddeutsche LIM Bremen sowie dessen Agenten. Nähere Auskunft ertheilt: J. HL Schulhof, Giessen, 1682 Isidor Sohulhof, Friedberg, Julius Karl, Grünberu n. 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Einmachgurken per 100 Stück 80 Pfg. 7211 valatgurke« per Stück S—4 Pfg. A. Stein von Laug-Gölls. 72( 6j Heute Samstag trifft auf bem Brandplatze ein Waggon 7195] Für Bügeln bat ein Fräulein noch etliche Tage frei. Näheres _____________________Schottstraste 7. 7187] Eine Dame oder ein Schüler findet gute Penfion und liebevolle Behandlung in besserem Hause. Näh. in der Exped. d. Bl. vieles Rindvieh unverkauft. Ungleich besser ging ber Hanbel auf bem Schweinemarkt, ber recht gut befahren war. Die zur Zett stark htnaufgegangenen Preife für die Mastschweine, man zahU setzl^48 Pfg. gegen 35 Pfg. im Winter für bas Pfunb Lebenbgewicht, bewirken eine lebhafte Nachfrage nach Ferkeln unb hierdurch sehr hohe Preise. So galt bas Paar Ferkel erster Güte 60—70 Mk., zweiter Gute 45-55 Mk.: Läufer waten weniger aufgetrieben, fie brachten per Paar 100-110 Mk. unb 110-120 Mk. Bei solchen Preisen ist es klar, dah die Schweinezucht weit lucrativer als bie Rindviehzucht sich erweist, zumal erstere viel weniger Zeit beansprucht. Da gestern zugleich in Groß-Felda unb in Grünberg Markt war, so schien der gestrige britte Markttag weniger stark besucht, als man sonst-gewohnt war. Auch mag die gegenwärtig im vollen Gange drftnv- ltche Kornernte hierbei mitgew'rkt haben. Deffen ungeachtet blieb boch ber Charakter bes gestrigen britten Markttages als ein Haupt- festtag unseres höheren Vogelsberges gewahrt.____________ schliche Anzeige^ «vangelische «emeiude. Sonntag, ben 1. August. 7. Sonntag nach TrinttattS. GotteSbienst. 3tt de« AohanueSttrche. Vormittags 7»/. Ubt: Pfarrer Dingelbey. GotteSbienst mit Christenlehre für bie Neuconfirmrrten aus ber Lucasgemeinbe. _ Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer 0^ Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kinbergottesbienft für die JohanneS» gemetnbe. Pfarrer Dr. Naumann. I« der AriedhofSeapeLe. Vormittags 9'/, Uhr: Professor v. Stamm. 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Chrysostemus. 6) Ich weiss, dass mein Erlöser lebt, Arie aus dem „Messias“ — Händel. 7) Sonatine für Orgel — L Kistler. 8) Zwei Frauenchöre mit Orgel begleit.: a) Benedictus — F. Lux. b) Laudate pneri — F Mendelssohn. 9) ,8ei still", Sopransolo mit Orgelbegleitung -- J. Raff 10) Zwei Motetten für gemischten Chor. — D. H. Engel. a) Schaffe in mir Gott. bHver Herr ist König. 11) Zwei Knabenchöre: a) Zeuch ein za deinen Thoren, Choral von J. Krüger. b) Pr 100 — C. Stein. 12) Du bist’«, dem Ruhm und Ehre gebühret, für gemischten Chor. — J. Haydn. — Eintritt frei. — Für die inuctiven Mitglieder sind Plätze auf der Seitenempore und im Schiff der Kirche reservirt. Programme und Texte sind an der Kirohthüre für 80 Pfg. zu haben. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten werden in den ausgestellten Becken erbeten. 703s WkWMen.p.AM, zu verkaufen bei 3431 Louis Rothenberger Ww. 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Juli, Abends 8V2 Uhr: Banket im Saale des Cafe Leib. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes Kind Willi gestern Abend 7 Uhr, nach kurzem, aber schweren Leiden zu sich z» rufen. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Eltern: 7201 Fr. Groß uud Frau, geb. Spies. Gießen, 30. Juli 1897. elektrische Beleuchtung^- und JCraftübertragungsanlagen €. Buchner, Wiesbaden (Bauflree der Älttelrhela. Elektrieltitawerke. G. m. b. H.) Centrnipnf^r löascr, Fabriken, Brauereien. Qe5chAft3rAume. Bau von aUdt Sonntag den 1. August: Sommer-Fest in Steins Garten, Beginn des Concertes Nachmittags 5 Ahr. 7189 Der Vorstand. Eolonial..... uh 95 „ j «uu/cmi „ ou Friedrichsdorfer Zwieback in Packeten von 10 Schnitten per Packet 15 Pfg. 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