Nr. 255 Erstes Blatt Samstag den 30 Oktober 1897 Aints- und 2ln$ei^eMatt für den lirek ^?refzen. 7~ chratisbeitage: Gießener AamilienMttcr. | rrrrffW th-Gesuche. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Lu»landeS nehox» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegE. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag rrtfictnenben Nummer bis Borin. 10 Uhr. vierteljähriger Avountmeutsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mtt vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chulstraße Ar.1. Fernsprecher 51c * Knnstverein. In der Gemälde-Ausstellung im Thurmhaus am Brand hat wieder im Laufe dieser Woche ein thetlwetser Wechsel der Gemälde stattgefundeo, sodaß die gegenwärtige Ausstellung ca. 90 Gemälde umfaßt, wovon 50 neu ausgestellt find. •*H Etadttheater. Müde deS seither auf unserer Bühne gepflegten Posten- und LustspielkramS, sehnte man sich nach Ernstem, Gehaltvollem, nach der Wiedergabe clasfischer Meisterwerke, die daS Können unseres Ensembles erproben und zu künstlerischer Vervollkommnung anetfern, aber auch zum Gemeingut Aller förderlich in Wort, Sinn und Darstellung wirken. Dieses Sehnen wurde gestillt durch die gestrige Aufführung von Goethes Trauerspiel „Egmont", und daß unser Theaterpublikum in seiner besteren Mehrheit sich dankbar da- für zeigte, da» bezeugte der überaus zahlreiche Besuch, besten sich die Vorstellung zu erfreuen hatte. DaS Stück, daS schon 1775 in Frankfurt begonnen wurde, und zu dem Goetbe da» Werk de» Jesuiten Strada „De bello belgico“ (1640) benutzte, erschien im Jahre 1788 nach der Rückkehr de» Dichter» von seiner italienischen Reise. ES schildert, wie Herzog Alba von König Philipp II in die Niederlande entsandt wurde, um dortselbft alle als volksfreundltch, deshalb gefährlich bezeichneten Männer unschädlich zn machen. Ganz besonders bedroht find Wilhelm von Oranien und Graf Egmont. Allein Letzterer, von Natur sorglos, beim Volk allgemein beliebt, guten Ge- wissen», da» Herz voll Liebe zu einem einfachen Bürger- mädchen, Klärchen, trifft weder Vorsichtsmaßregeln, noch schenkt er Oranien» Warnungen Gehör. So gelingt rSHer- zog Alba, ihn in seinen Palast zu locken und gefangen zu nehmen. Das Volk, dem diese Kunde wird, ist gelälmt von Entsetzen, und Klärchen, da» den Geliebten zu befreien Alle» aufbtetrt, findet nirgends Männer, worauf fie sich in Verzweiflung darüber in Gegenwart ihre» treuen Anbeters Brockenburg vergiftet. Egmont vernimmt im Kerker fein von Alba verfügtes TodeSurtheil wegen HochverrathS. Im letzten Schlummer dortselbft erscheint ihm tm Traum Klärchen mit einem Lorbeerkranz und dem Symbol der Freiheit. Nach seinem Erwachen wird er von den etndringenden Hellebardieren zum Tode hinweggesührt. Damit endet daS Stück, das seinen Helden für die Freiheit in den Tod gehen läßt und in dem der Dichter in KlärchenS herrlicher Gestalt ein pathetische» Seiteustück zu der de» „Gretchen" gelchaffen. — WaS nun die Wiedergabe diese» noch immer im Retz der idealen Verherrlichung der Freiheit im Sinne des Dichters mächtig wirkenden Werkes betrifft, so erkennen wir an, daß sowohl die Direction als die Künstler von dem Bestreben beseelt waren, ihr Bestes zu bieten, daS, wenn auch nicht bis in» Einzelne, voll und ganz ersüllr wurde. Für die Titelrolle war Herr Hofschauspteler Hacker von Darmstadt gewonnen, welcher in seinem „Egmont" eine Leistung großen einheitlich beherrschten Stils mit vollster schauspielerischer Sicherheit und von mächtiger Wirkung bot. Der gefeierte Gast und für classische Rollen besonders prädesttuirte Künstler erntete anerkennenden enthusiastischen Beifall. Seine Partnerin, Fräulein Marlo ff, als Klärchen, wußte sich in den Scenen mit Egmont auf künstlerischer Höhe zu halten, tn den Übrigen gelang die» trotz redlicher Mühe nicht immer befriedigend. Die noch nicht völlige Beherrschung deS GefichtSauSdruckS, die oft unangebrachten Kopfgestikulationen, welche eine zur Manier werdende Neigung verrathen, dürften von der sonst tn Spiel und Sprache gute Leistungen bietenden Künstlerin wohl ferner zu vermeiden gesucht werden. Al» Wilhelm von Oranten ließ Herr Fellner viel zu wünschen übrig. Warum denn tn Haltung steif und mechanisch, warum diese gekünstelte Stimme und diese» hohle Pathos, das alles Natürliche und Zwanglose, sowie eine richtige «uffaffung vermissen läßt. Es ist zu wünschen, daß diese Fehler, woran wohl hauptsächlich da» Lampenfieber Schuld hat, sich in Bälde verlieren. Um so erfreulicher, ja ausgezeichnet war die Leistung des Herrn Liebscher al» Schreiber Vansen. Der Künstler hatte tn dieser Rolle wieder eine seines Talentes würdige Aufgabe gefunden und bot eine in Auffassung und Characteristtk vollendete Darstellung ohne jede Uebertreibung. Herr Fritz schler als Herzog Alba erfaßte diese Rolle wohl in Marke und Spiel aufs Beste, feine Sprache hätte jedoch, diesem finsteren, grausamen Cha- racter entsprechend, hart und kalt tn der Klangfärbvng sein müssen. Der „Brackenburg" des Herrn Böhm war übertrieben weichlich, offenbar lag ihm diese Rolle nicht. Passend vertreten waren die übrigen Rollen und verdienen zumeist Anerkennung. Ein besondere» Wort des LobeS gebührt dem Zusammenspiel, der Ausstattung und Regte. Ungerecht wäre e», dte Ausführung des musikalischen ThetlS unter der ver- iändmßvollen Direction deS Herrn DirectorS Kruse zu vergessen. Die zu dem Stück geschriebene herrliche Bee- heilen teu ZACK. CoeeU# tmb prwittjkUw, Gieße», den 29. October •* Provin-ialanLschntzsttzung. SamStag den 13. November I. I, Vormittags 9 Uhr, findet in dem RegternngSgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des ProvinztalauSschusseS der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch der Otto Btcker Wtttwe zu Höingen, Kreis Alsfeld, um Ertheilung der Concesfion zum WirthschaftSbetrieb. 2. RecurS des Johannes NatheS zu Appenrod, Kreis Alsfeld, gegen einen Poltzeibefehl Großh. KreiSamtS Alsfeld bezüglich deS baufälligen Zustande- feines HauseS. 3. Dte Erbauung ctne6 öffentlichen Schlachthauses zu Lauterbach. 4. Dte Beschwerde deS Vorstand» der Fleischer Innung zu Gießen gegen einen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung zu Gießen. ** AuS dem Verwaltungsdienst. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergoädtgst geruht, den KreiSamt- mann bet dem Kreisamt Mainz Adalbert Frhrn. v. Starck zum KreiSamtmann bet dem KreiSamt Offenbach uab den KretSamtmann Ernst Krug v. Ntdda tn Offenbach zum KretSamtmann bei dem KreiSamt zu Mainz zu ernennen. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montags. Die Gießener AlimtkienStälier Verden dem Anzeiger .wöchentlich dreimal beigelegt. Berlin, 28. October. Wie die „Rar. Ztg." mtt.hetlt, find alle Telegramme in der Karlsruher Angelegen- heit, die an russische Blätter gerichtet waren, darunter auch da» ursprüngliche Telegramm, das den Wortlaut de» Karls- ruher HofbertchtS wiedergab, in Rußland angehalten und den Zeitungen nicht mitgetheilt worden. Berlin, 28. October. Der Bau de» Panzerschiffe» „Ersatz König Wilhelm" ist der Werft Germania in Kiel al» der mtndestfordernden der zur Abgabe von Angeboten aufgesorderten Werften übertragen worden. Sie ist verpflichtet, da» Schiff tn 34 Monaten zur Probefahrt fertig- zustell-n. Karlsruhe, 28. Oktober. Vorläufige» Wahl- resultat. Die Nationalliberalen verloren sechs Sitze, dte Fretfinnigen gewannen drei. Die Soctaldemokraten verloren einen Sitz und gewannen drei, die Antisemiten gewannen einen. Da» Resultat aus dem 47. Wahlbezirk WteSloch- Heidelberg steht noch au». Paris, 28. October. Dem „TrmpS" wird au» Rom gemeldet, daß der König der Belgier an der afrikantschen Küste am Atlantischen Ocean ein Sanatorium für dte kranken Beamten au» dem Congo zu gründen beabflchttge. Madrid, 28 Oktober. In stürmischer Versammlung beschlossen gestern etwa tausend Arbeiter der Brodfabrtk den AuSstand. Ersatz wurde bereit» von der Fabrik angestellt. Die Fabrik wird wtlitärtsch bewacht. 'L R bn(fort 8L 16ib' ? Nl-Oer ober et mf fto ÖB Slaabfi unb Wb Stall, '• 'n.«’“’; *t«b bn “nun an btt |fit b,t 'm Wx btt btn ®QQmftamni neben S'ovMen h8ti', ftQtl W" »Mt Flalt' ist ‘ 1’h.‘ Kl W ’lt mir her Krug schon N. W. r. her d. I. einberufen werden, dec Landtag soll am 11. Januar 1898 zusammentreten. Berlin, 28. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht He Entbindung de» StaatSsecretärS de» Auswärtigen, Frei- Herrn v. Marschall von seiner bisherigen Stellung behufs anderwetter dienstlicher Verwendung, unter Belassung deS Titel» und Ranges etue» StaatSmintsterS und dte Ernennung ie:8 Botschafter» am italtenischen Hofe, v. Bülow, unter Abberufung von diesem Poften zum StaatSsecretar deS Aus- VLrttgen Amtes und zum Staatsminister und Mitglied des S laat-ministerium-. Berlin, 28. Oktober. Bei einer Auslassung über die beivorstehende Entscheidung der wichtigsten schwebenden Fragen ben inneren Politik gibt der „Local-Anz." eine Aeußerung be:S Reichskanzlers wieder, die dem Blatt aus Süd- dewtschland mitgetheilt worden ist. Danach sagte der ReichS- kmzler: „Ich kann und will nicht mit leeren Händen vor bem Reichstag treten, hoffe aber, daß noch etwa» Brauchbares |ii Stande kommt. , Mine Dam- H1 R V b^immttwobnunfl , unb vleichpla^ laabt unter F.L-w »SbJE,__— Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. naeh Mass k l mit Ammer ä&l! Qgtrktlltr j Wolff» telegraphische» Correspondmz-Burean. Berlin, 28. October. Der „Post" zufolge veranlaßte StaatSsecretär Graf PosadowSky die fünftige halbmonatliche Veröffentlichung von Deutschlands Ein- und Ausfuhr in Getreide unb Mehl sowohl im freien Verkehr als uauf Lägern im gebundenen Verkehr. Berlin, 28. Octoder. Die „Verl. Correfp " schreibt: Der von einer Hageldersrcherungsgesellfchaft rieuerdtngS beschlossenen Statutenänderung folgenden Inhalt»: „Wer seine Versicherung auf mehrere Jahre abgeschlossen hat, gilt bei Ablauf dieser Jahre, wenn er nicht fünbigt ober nichts Anderes ausdrücklich bestimmt, al» auf die gleiche Zahl von Jahren wieder versichert," hat der Minister für die Landwtrthschaft die Genehmigung versagt, da bei Nichtkündigung mehrjähriger Versicherungen höchsten» die Verlängerung auf ein Jahr, nicht aber die Der- löngerung auf die Dauer der ganzen BerstcherungSperiode als dem wuthmaßlichen Willen der Versicherten entsprechend anzusehen ist. Da der hiernach al» unzulässig bezeichnete Modu» der Prolongation auch bei einzelnen bestehenden Gesell- schäften eingeführt ist, ist angeordnet worden, daß',die Statuten und Versicherung-bedingungeu der Gesellschaften daraufhin einer Prüfung unterzogen unb vorkommenben Falls die Gesell- schäften zu einer Aenderung dieser Bestimmung veranlaßt werden sollen. Metz. 28. October. Dem General v. Fr ob en, Gau- ■ verneuc von Metz, wurde unter Hervorhebung der hervor-!^ Berlin, 29. October. Aus Madrid meldet das „Berl. ragenden Verdienste durch ein kaiierliche» Handschreiben der Ia8ebll ' ®,e 8a0c 9,lt för durchaus ungünstig. Man erbetene Abschied verweigert. I mad,t bereit» auf den Abbruch der Beziehungen zu Nord- Wien, 28. October. Der älteste General der öfter- Der Gesandte Woodfords verweilt mit reichisch-ungarifchen Armee, Feldmarfchalllteutenant Baron 'cta,denken stand, die» bewies da» zahlreiche Publikum, da» sich gestern Abend in „Stein» Taa bau" eiugefunden hatte, um den berühmten Musik» Humoristen zu hören. Herr Lomborg leistet sowohl gesanglich w'e declamatorisch Vorzügliche», alle seine Produc- tionen find mit einer feinen, durchdachten Komik gewürzt, die nicht wenig dazu beiträgt, dem Publikum wahre Lachsalven zn entlocken. Den Glanzpunkt de» gestrigen Abend» bildete wohl die „Wettstreit der Melodien" betitelte Nummer, bei welcher sich der Künstler vom Publikum eine große Anzahl Opern, Operetten und sonstige Lieder angeben ließ, um daS Ganze sofort mit virtuoser Technik zu einem großen humoristischen Potpourri zu verarbeiten. Stürmische Heiterkeit erregte auch noch der „musikalische Familtenabend" und daS Finale aus der Oper „Der zerbrochene Eid", während un» andrerseits die Parodie über den Speisezettel allzu gewagt vorkam. Jedenfalls war der gestrige Abend ein voller Erfolg für den Künstler und hat den Wunsch einer Wiederholung rege gemacht, welchem Ersuchen Herr Lamborg insofern entsprach, daß er heute Abend nochmals mit neuem Programm auftreten wird. •• Leipziger Quirlen- und Eoucert-Sänger Ueber diese Künstler, welche Montag und Dienstag hier austreten, äußert sich daS „Anhalt. Tgbl." in folgender Weise: „Die Leipziger Sänger traten gestern zum ersten Male im Tivoli-Saale in Deffau auf und ernteten infolge ihrer reizenden ernsten und humoristischen Borträge und Aufführungen wohlverdienten Beifall. Gesanglich trat besonder» Herr Pastory hervor, deffen gutgeschultes, kräftiges und doch weiches Organ sehr sympathisch berührte. Herr Belzer als „geknickter Schwiegersohn" und „Heinzelmännchen" wirkte unwiderstehlich. Auch die „beiden feschen Reisenden" wurden mit großem Beifall ausgenommen. Ein glücklicher Griff war die Wahl des Couplet» vom „Sultan Abdul Hamid", deffen Darsteller, Herr Eh le jr., die kretische Frage tu sehr verständlicher Weise vor unseren Augen entrollte. Die von Herrn Schmidt gesungenen Lieder fanden ebenfalls ein dankbares Publikum. Geradezu hervorragend aber war der Damemmitator Herr Hedrich. Wenn nicht die Illusion den Zuhörern von vornherein durch den Programmzettrl genommen wäre, so könnte nur ein sehr erfahrener Beobachter in dieser hübschen, feschen Soubrette mit der wohlklingenden Stimme den Mann erkennen. Den Schluß der Vorstellungen machte ein sehr flott und hübsch gespieltes kleines Lustspiel, in welchem die Figur bet „Burschen" wieder ihre alte, nie versagende Wirkung ausübte, so daß da» Publikum in fröhlichster Stimmung und in jeder Hinsicht befriedigt seinen vollsten Beifall äußern konnte." * * eine Erkerdecoratiou, die im Arrangement von großer Wirkung, zeigt der geftern eröffnete Herren-Mode-Bazar SelterSweg 56. Ein eigen» hierfür von Frankfurt verschriebener Decorateur ist der Meister dieser al» beste, zugkräftigste Reclame wirkenden Decoration. * * 6tn Schillerbittmiß, nach UNS versicherter Angabe die erste von Schiller existirende Lithographie, ein Blatt von überau» großer Seltenheit, ist im Schaufenster der Buch- Handlung K. Krebs in der Schulstraße ausgestellt. G. Der „Feierabend für Lehrlinge" wird am Sonntag den 31. October (Reformationsfest) für diesen Winter wieder seinen Anfang nehmen. Die Zusammenkünfte finden im Saale des alten RathhauseS statt. Alle jungen Leute, welche sich hier in der Lehre befinden, find zu regelmäßiger Theil- nähme herzlich eingeladen. Besonder» feien die Lehr- und Dienstherren auf diese Vereinigung aufmerksam gemacht und zwar unter der gle.chzenigen Bitte, die Lehrlinge zum Besuch de» Feierabends zu vrranlaffen. Der Zweck der Veranstaltung, an der im Lauf der Jahre Hunderte theilgenommen haben, ist der: der confhmtrten Jugend in den freien Sonntags- stunden von 6 Uhr Abends bi» gegen 10 Uhr gediegene Unterhaltung und nützliche Anregung zu bieten. So stehen oen Besuchern zahlreiche UnterhaltungSspiele zur Verfügung, gute Bücher und illustrirte Zeitungsbände liegen zur Benutzung auf. Aus der Bibliothek, die durch gütige Geber in diesem Jahre wieder eine nennenSwetthe Bereicherung erfahren hat, werden Bücher für die Woche kostenlos auSgelieheu. Endlich fei noch erwähnt, daß den Versammelten von Zeit zu Zeit kurze Ansprachen oder kleine Vorträge aus verschiedenen Gebieten gehalten werden, sowie daß zur gemeinsamen Unterhaltung bet besonderen Gelegenheiten einstudirte Siücke ober einzelne ©eenen au» Werken unserer Classiker durch Mitglieder zur Aussührung kommen. Nach dem Vorstehenden sei bet Besuch des Feierabends noch einmal warm empfohlen. • • Berkaus von GaSeoke». Wir machen unsere geehrten Leser auch au dieser Stelle auf die in unserer heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung der Direction de» Gas- und Wafferwerks aufmerksam, betr. anderweitige Gestaltung de» Cokes-Kleinverkaus». Einestheil» um den mit bem Wachsen de» GaSwerkSbetnebS ohnehin steigenden Verkehr von Fuhrwerken usw. in dem Hose des Werkes etwa» zu verringern, anderentheil» um eine raschere Bedienung de» stets wachsenden Kundenkreises zu ermöglichen, wurde der Kleinverkauf der Coke» bi» einschließlich fünf Gentner mehreren, in verschiedenen Stadttheilen gelegenen Kohlenhandlungen übertragen. — Die Anwendung der GaücokeS zur Zimmer- Heizung usw. gewann in den letzten Jahren eine solche Ausdehnung, daß der verkauf größerer Mengen nach auswärts zu Gunsten der hiefigeo Einwohnerschaft wesentlich eingeschränkt werden mußte. • • JO Stamm! Wie die „Frkf. Ztg." erfährt, ist unter den in Aussicht genommenen postalischen Reformen die Erhöhung deS Briefgewichts für einfache Briefe auf 20 Gramm bereit« festbeschloffene Sache. Die so lange vergeblich geäußerten Wünsche nach dieser Richtung werden also endlich Erfüllung finden. • • Die Karlenöriefe die am 1. November im deutschen ReichSpoftgebiet zur Emführung kommen, find aus weißem Papier hergestellt. Auf der für die Aufschrift bestimmten Seite tragen fie eine eingedruckte übliche 10 Pfennig-Marke und in rother Inschrift die Worte: Deutsche ReichSpost. Kartenbries. Für die Adreffe find ähnlich wie bei den Postkarten vier rothe Linien vorhanden. An den beiden Seitenflächen befinden sich gummirte Streifen zum Verschließen des Kartenbriefes, die so gut durchlöchert find, daß fie sich leicht und sicher abtrennen lassen. Der Kartenbrief enthält vier beschreibbare Flächen, von denen jede den Raum einer Postkarte bietet. Er ist auch im Weltpostverkehr verwendbar und trägt auf der Rückseite die Worte: „In denjenigen VerkchrS- beziehungen zum Auslande, wo da» Briefporto 20 Pfg. beträgt, ist das Franco um 10 Pfg. in Marken zu ergänzen." • • Die „tzeirathschancen" der Frauen mit Beruf. DaS aufmerksame Stndiren der standesamtlichen Statistiken verschiedener großer Städte über die in den letzttn drei Jahren geschlossenen Ehen, bet denen die Frau vor der Ber- heirathung in irgend einem Berufe thäiig gewesen ist, hat folgendes intereffante Resultat ergeben. Schauspielerinnen, Sängerinnen und Tänzerinnen haben aus leicht erklärlichen Gründen die besten Chancen, zu heirathen. Nächst den viel- gesehenen und vielbewunderten Bühnenkünstlerinnen gelingt es den Köchinnen, Stuben- und Kindermädchen am ehesten, einen paffenden Mann zu finden — vorausgesetzt, daß e» ihnen gestattet ist, deS Abends auszugehen oder den Besuch de» „Bruders" resp. „Cousins" auf ein Stündchen in der ge- müihlichen Küche zu empfangen. In dritter Linie kann man die Journalistin anführen, die, wenn sie nicht gar zu häßlich ober überspannt, gewöhnlich sehr schnell von einem Literaten, Redakteur oder Verleger captivirt wird. Stenographinnen und Maschinenschreiberinnen Haden ebenfalls vorzügliche Gelegenheit, die Bekanntschaft von Männern zu machen und geliebt zu werden. Auch Fabrikarbeiterinnen bleiben nur selten ledig und die Krankenpflegerinnen machen oft die besten Par- tieen. Den Buchhalterinnen, Verkäuferinnen und Schneide- rinnen bieten fich häufig recht günstige Chancen, in da» süße Ehejoch zu schlüpfen. Die an den Schulen angeftellten Lehrerinnen finden schon weit seltener einen geeigneten Partner, am schlimmsten haben eö jedoch die Gouvernanten und sogen. „Kinderfräulein", denen fast gar keine Gelegenheit geboten wird, mit heirathSfähigen jungen Leuten in Verkehr zu treten. Und haben fie vielleicht ein harmloses kleines LiebeSver- hältniß, dann endet dieses gewöhnlich nicht glücklich. Was diesen Umstand anbetrifft, so behalten Novellen und Romane wirklich einmal recht. •* Wetterbericht. Die Herrschaft de» barometrischen Maximum« besteht über ganz Europa fort. Der Kern desselben verlegt sich langsam weiter gegen Südost und gleichzeitig beginnt daS Barometer im äußersten Nordwesten zu finken. Am Morgen herrscht in Deutschland vielenorts nebeliges Weiter. Die Temperaturen find etwa« gesunken. — Voraussichtliche Witterung: Theil« heiteres, theils neblige« Wetter. Friedberg. 28. October. Am Sonntag constituirte fich in den „Drei Schwertern" dahier die geplante Molkerei- genössenschast Friedberg mit ungefähr 50 Theil- nehmern. X. Darmstadt, 28. Oktober. Mit Rücksicht auf die baldige Inbetriebsetzung unserer electrischen Bahner- theilten heute die Stadtverordneten einem vorgelegten Abkommen mit der Frankfurter Transport-, Unfall- und GlaS-VerficherungSgefellfchast die Zustimmung, wonach diese auch die Haftpflichtversicherung für den Betrieb dieser Bahn gegen eine Prämie von 3 pro Mille der BrultoJahreS- einnahme der Bahn, die man auf 200,000 Mk. schätzt, übernimmt , mit Nachzahlung bei etwaigem Ueberschreiten und mit ZurÜckoergÜtung bei etwaigem Unterschreiten dieser Summe. Der neue Vertrag, der am kommenden 1. November schon in Kraft tritt und wonach jetzt rund 580 Mk. Prämie fällig find, ist lediglich ein Nachtrag zu einem zwischen Stadt und Gesellschaft seit Juli v. I. bestehenden Haftpflicht- vertrag für die städtischen Betriebe. Die die Bahn au«- führende Firma Siemens & Halske in Chaelottenburg haftet besonder« für die au« ihrem Verschulden, bezw. dem ihrer Arbeiter, sich ergebenden Schäden, die sie der Stadt zu vergüten hat. — Am 4. November tritt hier der hessische Städtetag zusammen, wozu die Versammlung acht mit Stimmrecht versehene Delegirte und zwei Stellvertreter ernannte und im Weiteren ihre Ansicht zu den folgenden drei wichtigen auf dem Städtetag zur Verhandlung kommenden Fragen kundgab: 1) Ausschlag und Erhebung der Gemeindesteuern — die nach der StaaiSsteuer zur Erhebung gelangen sollen, wobei auch der Sieuerzettel die Covfficienten der einzelnen Steuerarten verzeichnen soll usw.; 2) Besetzung von Subaltern- usw. Stellungen im kommunalen Dienst durch Milttäranwärter — wobei man dem Referat von Oberbürgermeister Dr. Gaßaer-Mainz zustimmte, daß geeigneten Ort« dahin zu wirken sei, daß da» betr. Reich«gesetz in der vorliegenden Fassung nicht zur Durchführung kommest) Verpflichtung der Städte zur Unterhaltung der Staatsstraßen innerhalb de« Stadtbezirk«. — Morgen werden die Stadtverordneten eine Probefahrt mit der elektrischen Bahn unternehmen. Darmstadt, 28. Oktober. Aus Gesuche an den Vorstand der Invalidität«- und AlterS-verficherung des Großherzog- thurn« Hessen um Herabsetzung de« Zinsfußes für hypothekarische Darlehen von 31/, Prvcent auf den bei den ' preußischen Versicherungsanstalten für derartige Zwecke bere't« eingeführten Satz von 31/* Procent hat da« Ministerium genehmigt, daß dem Bauverein „Eigner Herd ist Golde« werth" in Friedberg die Zinsen auf 3 Procent ermäßigt werden. öotml. 26. Oktober. Nach einer Bekanntmachung der Bürgermeisterei werden für jeden cingtlitfeuen Sperling 5 Pfg. au« der Stadtkasse vergütet. Die Sperlinge Haden hier sehr überhand genommen. △ Main,. 28. Oktober. Die Ein gemeindnng von Kastel zu Mainz rückt jetzt wieder langsam einen Schritt weiter, indem die hiesige Bürgermeisterei zu Vorarbeiten einen Grrbtt von Mk. 10,000 von den Stadtverordneten verlangt. Mit dieser Summe sollen Vermessungen vorgenommen und zunächst festgestellt werden, wie groß da« in Kastel freiwerdende Festungsgelände ist, um eine Basis für die Summe zu fchaffen, welche für das letztere al« Entschädigung an den FiScuS zu leisten ist. Seiten« de» MilttärfiScuS ist nämlich keine Forderung für daS Gelände gestellt, sondern e» Mainz und Kastel anheim gestellt worden, selbst den Werth de» frei- werdenden Terrain» zu tax'ren. ♦ Mühlhausen i. Thür., 26. Oktober. Heute Nacht ist daS erst tm Vorjahre mit einem Kostenauswande von circa 150000 Mark neu erbaute Hotel und Restaurant zum „S ch w a n e v t e i ch" bet Popperode vollständig nieder- gebrannt. Der Besitzer mit feiner Familie und die Angestellten konnten nur da« nackte Leben retten. • 8» ist eine trancige Thatfache, daß nicht nur verkommene Svbjecle, an deren Verlust dem Vaterland wenig gelegen ist, sondern häufig auch hoffnungsvolle deutsche Jünglinge, die der Drang nach Abenteuern in die Ferne lockt, der franzöfischen Flemdenlegion zum Opfer sollen. Der letzteren Kategorie gehört auch der Verfasser deS Buche« an: „Ja französischem Sold." Erinnerungen au» seinem Le- gtonärfllcben in Algerien, Formosa, Tongking, von Otto Wratzke, bearbeitet von R. Werner. (Berlin 1897. Selbstverlag. Triftstr. 40.) Er wanderte nach Beendigung seine« Militärdienstes in Deutschland nach Frankreich und ließ fich dort zum Eintritt in die Fremdenlegion bereden. Die Schilderungen, die er von seinem militärischen Leben in Algerien, in Tongking und Formosa eniwirst, geben uns ein anscheinend getreue« Bild der grauenhaften Leiden und Entbehrungen, der diese unglückliche Truppe unterworfen tst. Er überwand jedoch alle Gefahren, denen er in dem blutigen kleinen Kriege und in dem mörderischen Klima sich unterwerfen mußte, und kehrte zu seinem Glücke noch zeitig genug nach Algerien zurück, um am Ende seiner gezwungenen fünfjährigen Dienstzeit noch dem Kriege in Madagaskar zu entgehen. Bekannt- lich wurde die Fremdenlegion in diesem Kriege saft gänzlich aufgerieben. Wem nicht zu rathen ist, dem ist freilich auch nicht zu helfen. Wir glauben aber, daß durch die Verbreitung solcher wahrheitsgetreuen Schilderungen mancher nach Abenteuern durstige Jüngling von unklugen Schritten abgehalten wird. Schiftsnachrichters. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch di, Agenten 6erl Loo» und I. M. Schulhof. Bremen, 28. October. fPer ttanSatlanttschen tclegrepb ] Der Postdampfer H. H. Meier, Capt. C. Steencken, vom Norddeutsch.n Lloyd in Bremen, ist heule 6 Uhr Morgen« wohlbehalten m Newyork angekommen. ________________________________ Aufruf! Nach einstimmigem Beschluß einer Versammlung Verehrer Victor von Scheffel«, welche dahier zusammengetreten war, soll diesem LteblinqSdichler der deutschen Nalion auf dem von ihm besungenen Staffelbkrg, „dem Berg des heiligen Veit von Staffelstein", ein Denkmal e>richtun ; 6*blg nieder x uamlllt unb bie An- m xetten. i daß nicht nur bm 1 dem Batttlanb tttnlg ungSboUe btutfot Hng. ntlD <6 die Ferne lock,, ” Opfer fallen. Der ittfasfer des BuchrS on: “open nu« feinem Le- । Tougking, bon Dito (Berlin 1897. Eelbfl- nai Beenbigung flirt« Frankreich und lieh sich [ton bereben. Die Schildchen Leben in Algerien, geben un« ein Quichetnend nben unb Entbehrungen, mfm ist. Er fibeitoanb m blutigen kleinen Kriegt untnwersen mußte, unb lig genug nach Slgerito enen fünfjährigen Dinft- r zu entgehen. Bekäme esew Kriege fast gänjlidj ist, btm ist freilich auch , baß durch bii 8er« ßchiiberoogeu mancher on willigfn Schritten V'tbiu ‘,u® ge- ' ‘ “'M" 81 . len drrlangt. g» NA®,”””'16 **"« I» ntal'j 1(1 ‘“M dtt fr,,! na Stiiamo>lun9 VLs <,»*!“ tat wbä**'1 t rc. iur J? götntnlung - chmigung *“ jjinn «-* urd) den 3®'“ JSL @nH! ,4mmlliä FülstM'HUwS W ;ptU 1897. »als aM77 ■t. SLstistMtM' H#Sss* chen V; vollesji , Poculirea » stf’**. ,el i'u« "Ä Ä« 11 [len- Airchttche Anzeigen Sek Statzo. ^iejzebt. « v a u gelislh e • eeeinlt. Gottesdienst. Sonntag, den 31. October. 20. Sonntag nach Xrtnüaiifi. 3n 6« 3obanne«rit Uhr Hochamt mit Predigt; NackmÜtaas um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Nachmittags um 5Vi Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. Montag, den 1. November: Allerheiligenfest. Vormittags von 6Vi Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 7 Ubr die erste heil. Mrffe; ' um 8 Uhr zweite hl- Messe; Militärgottesdienst mit Predigt; um 9Vs Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um &V» Uhr Predigt; darauf Rosenkranzandacht mit Segen. , , Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Dienstag, den 2. November. Allerseeientag. VormMagS von 6Ve Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr die erste heil- Meffe. " um 8 Uhr feierliches Seelenamt für alle Verstorbenen Nach^rMags um 61/» Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Schluß , des Rosenkranzgebetes 1.80, L 40, 3.30, 4.20, 1.68 - ZurSch-ksetzte Stoffe für rvelhuachisgrschevke. Meter Noppen-Bocker zum Kleid für M. „ Tokio Winterstoff » « n d „ Damentuch in 15 Farben „ „ „ » _ Veloutine Flanell solid. Qual. „ » " * 6 6 6 6 6 Frühjahrs- u. Sommerstoff gar. waschäoht „ „ versenden in einzelnen Metern franoo Ins Hans. Gelegenheitskäafe In Well- □. Waschstoffen zu reducirten Preisen. Muster auf Verlangen franco. Modebilder gratis. Versandthaus: Oettinger & Co.. Frankfurt a. M. Separat-Abtheilung für Herrenstoffej 7695 Stoff zum ganzen Anzug für M. 3.75, Cheviot,, ,.________,, ,, 5.85. ______ Wie läßt sich eine wohlschmeckende geimmte Speise aus Milch bereiten? Sehr leicht und schnell du ch einfaches Kochen derselben mit Mondamin, dann in eine Form gestürzt und eikaitet, mit Fruchtsast oder Compot, auch mit gekocht»« Früchten, Aepfeln rc. beigegeden. Der Vorzug einer solchen Spefte liegt in dem großen NährweUh, wie auch in der leichter. V-rdauttL- fcit und ist außerdem bcsenders gern willkommen unsern lieben K einen, wie auch den Großen. Zusatz von Cttrone, Vanille, Mandeln rc. erhobt, je nach Wunsch den Geschmack. Für die gut« Qualität deS Mondamin birgt am besten das mehr denn bOlahrige Bestehen der weltbekannten schottischen Firma. Es ist überall in Pack-ten ä 60, 30 u 15 Pf. zu haben Engros bet Türk u. Pabst, Frankfurt a. M.3131 /rä o n a £3* aarantirt solide, <ä>. SßitißnstGiiß | Vfin |7||en & Keussen, fhSuhK, Crefeld. Gas-Cokes. Durch Stadtverorbneten-Beschluß vom 30. September bezw. 28. Oc° tober b. I. wurden bie Preise unserer Gascokes bis auf Weiteres festgesetzt, sowie die Berkaussweise eingerichtet, wie folgt: Für den Gentner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes..............1,10 Mk. Nuß-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stuben- Heizung unb für weite und enge Öfeuschächte paffeub zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als burchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte - . 1,20 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße bes Anthracit ...........1,25 Mk. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Ceutuer berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cok.s auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die« ohne besondere Vergütung. Eine Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt nicht mehr. Der Verkauf unserer Gascokes unter und bis einschließlich 5 Centuer findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Centner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein Kleinverkaus unserer Gascokes eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Gustav Nuppel, Schillerstraße 5, Georg Schäfer, Grünbergerstraße 32, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascokes fammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Gentner zu. Gießen, am 29. October 1897. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. 10007 A* Wenn Sie ffern ^hut? schönste Wäsche auch ohne Rasenbleiche Ehul? R Schutz- Schutz- Marko. Ueberall zu haben. Marke. » » Marke- erzielen wollen, dann müssen Sie beim Einkauf ausdrücklich verlangen: Schrauth’s Waschpulver gemahlene Salmiak-Terpentinseife „Schutzmarke Bergmannszeichen.“ Garantirt unschädlich. 8867 Unstreitig das Beste für Wäsche und Hausputz. Vi Pfand-Packet 15 Pfg. *utz- Gladbacher Waarenlager WktzstkinAr.4S. E. Senling Wrhsteivstr.45. Sämmtliche Trrcotagen und Kioder-Coftümes, gestrickte Herren- und Knaben-Westen, Hemden und Rockstanelle, Wettcolter und Bieber-Betttücher in großer Auswahl zu deuk- Loar billigsten Preisen. e J444 Das Stricken von Herren-Westen, Gamaschen, Ttrumpfeu unb Kniewärmern wird schnell und billigst besorgt. jBehönllid'.e Anzeige» Lieferung bon Basaltkleinschlag. Die zur laufenden Unterhaltung städtischer Straßen im Rechnungsjahr 1898/99 erforderlichen Decksteine aus Basalt sollen, wie folgt, Donnerstag, 11. November, Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Loo» 1 (Erster Bezirk) 415 cbm „ 2 (Zweiter „ ) 330 „ „ 3 (Dritter „ ) 350 „ Die Bedingungen liegen während der Dienststunden auf Zimmer Nr. 7 bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, sowie Steinprobe, sind bis zum genannten Termin ein* zureichen. Zuschlagssrist 18 Tage. Gießen, 28. October 1897. Das Stadlbauamt. 10008 Scbmandt. Empfehlungen StflM. SMgMhWv Freibank. 9990 Heute und morgen: Oehsenfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 5« Pfg. Kbeudes GiMgel,! 1897er Brut liefert fracht unb zollfrei jeder Bahnstation mit Garantie lebender Ankunft 1» Stück große fette Eulen 20 Mk., 20 Stück schöne große Hühnchen, echte Raffe, bald'ge Eierleger, mit Hahn, 25 Mk, 20 Stück fette große Brathühner 17 Mk., 6 Stück große schöne federvolle Gänse 20 Mk., 1b St. 1896er Leghühner, jetzt fleißige Eierleger, 20 Mk., vers. auch per Post 9 Pid. frische, naturreine Süßrahmbutter, la, 7,26 Mk, 9 Pfd naturreinen Bienenhonig, 1897er Ernte, hell u. hart, la., 4,50 Mk, 4Vi P'd Butter, 4*/j Pfd. Honig, beide für 6 Mk. M. Müller, Buczacz via BreSlau. Deutscher Hof empfiehlt für die Herren Studirenden guten bürgerlichen Mittagstisch von 60 Pfg. in und außer dem Abonnement.________ 10005 Stearinlichter empfiehlt 9.494 P. Jos. Mobs, Ikise-fabrik. '■WMi Vermischte Anzeigen. | Wirtbschaft, in guter Lage, cn einen cautionsfäbigen Wirth zu verpachten 10013 __HammSr. 5. 10004] Einige junge L,0'. X. 1,25 X, 1,85 X, 2,50 X, 5,00 X, 4,00 X etc Gehäkelte Kinder-Kleidchen in allen Preislagen. Barchend- und Vicogne-Kinder• Kleidchen von 25 H an bis 2,50 X. Wollene, gestrickte Jäckchen zu 35 45 55 65 H, 80 1,00 X, 1,20 X etc. Ganz feine Socken für Fussleidende in verschiedenen Arten. Barchend-Nachtjacken und Damen-Hosen. Damen-Hosen zu 70 H, 85 1,00 X, 1,20 X, 1,50 X, 1.80 X, 2,00 X etc. Nachtjacken, weiss und farbig, zu 66 H, 80 H, 90 1,00 X. 1,20 x, 1,60 X etc. Hemden-Flanell, waschecht, 3 Meter 70 H. Handtücher Gehild, pro Meter zu 19 18 21 H, 26 28 30 35 40 H. Damen- und Kinder-Röcke. Grosse Damen-Unterröcke zu 65 85 H etc. Strickwolle 0flT in nur guten Qualitäten das Pfund zu 1,55 X, 2,15 J4, 2,75 3,55 X, 4,5<> X etc. Jedes Pfund enthält, wie bekannt, 50 Gebinde i 1 Loth. Sämmtliche Strickgarne werden der Kundschaft vorgewogen. Fantasie-Artikel. Wollene Kinder-Mäntel und Capes, „ „ Jäckchen und Kleidchen, „ „ Häubchen und Mützen. Seidene und Elüsch Kinder Häubchen. Eigene mechanische Strumplwaaren- Fabrik Handschuhe. Tricot-Damen-Handschuhe zu 20 25^, 35 50 65 75 S), 1,00 X eto. Kinder- u. Herren Handschuhe in allen Preislagen. Damen- u. Herren Handschuhe, gefütterte GlacS mit Druckknöpfen, zu 1,50 X, 2,00 X, 2,50 X eto. Glace-Handschuhe in bekannten guten Qualitäten zu 1,65 X. 1,85 X, 2,00 X, 2,50 X, 3,00 X etc. Fantasie- u Ball-Handschuhe in -allen Neuheiten. Unterkleider. Normal - Herren - Hemden zu 60 H, 80 H, 95 H, 1,20 X, 1,50 X> 2,50 X, 3,"O X eto. Damen- und Herren Unterjacken zu 45 H, 60^, 75 4, 95 1,10 x, 1,70 X, 2,00 X etc. Herren Unterhosen zu 50 70 85 1,00 Jt, 1,20 v*, 1,50 X, 2,t0 v*, 3,00 eto. f m I / mechanische Jy. Jloiterhojj e/ohne *■*■» -e — ua s o »-'S ’S- - <*« d , . E3 s « .5* HBOr* Zur gefl. Besichtigung empfohlen! EMWEWWWWWWWWWWWWWWWWW Meine Eröffnungs-Decoration bleibt bis heute Areitag Abend 10 Ahr. i jj ■a- =n Louis Katz, Seftersweg 56. WWWWWWUWWiiöWWWKDWk" Zur gefl. Besichtigung empfohlen! -WWE MWWWWWMWWWWWWWWWW Verein der Gaslwirthe v. Giessen u. Umgegend. Unsere Mitglieder werden hierdurch von dem Ableben der Katharine Jungblut, Gattin unserer Collegen Chr. Jungblut, in Kenntniß gesetzt mit der Bitte, sich an der am Samstag Nachmittag 4 Uhr stattfindenden Beerdigung zahlreich zu betheiligen. Zusammenkunft bei Collegen H. Schneider um 3*/, Uhr. 10009 Der Vorstand. 9951 reinlich W. Kilbinger’s Putz-Tin ctur. Ohne Anstrengung putzt man damit Blech, Messing, Kupfer, Nickel etc. spiegelblank Grosse Flasche ä 50 Pfg. in der Sparsam und Verbrauch ist: Löwen-Drogerie, Seltersweg Nr. 52. 1 ■ ■ ■ 11 ■ In jeder beliebigen Schriftart and Knrtwuert« wer**» l/IOltlfQflOn ,u massigen Preisen angeferti 1b_________Conditor«! HetNer. 9993] E'N bess. MSdch.. das etro koch kann, z e. einz Dame ges. Bergstr. 17. Giessener Stadttheater Sonntag den 81. Octoder 1897: Das Küthcheu non Heilbronn. Große- romantische- Ritterschausviel in 5 Aufzügen von Heinrich von Kleist Montag, de« 1. November 1897: Der Königslieutenant. gustspiet in 4 Actrn rc Carl Gutzkow. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. 3** Sitzung 'M Montag den 1. November 1897, Abends S’/i Uhr, im Gasthof zum Einhorn. 1) Neuere Vorgänge auf geographischem Gebiet. 2) Neuere geographische Literatur. Nur Mitglieder haben Zutritt. 9966____Der Vorftand. Giessener Freiwillige Feuerwehr. ! Samstag den 30. October, Abends 8 Uhr in Steins Garten: ‘7^5® 42. Stiftungsfest. Concert, Theater und Tanz. HC Bier im Glas. 9973 __Der Vorstand. Steins Garten. Montag den 1. November und Dienstag den 2 November: HumorWsche Abende der Aipsiger Quartett- und Concert-Sänger ans dem Krystall-Palast zu Leipzig. Eyle, Schmidt, Pastory, Plättner, Hedrich, Belzer, Eyle jun. 3^ Anfang 8 Uhr. Kasienprei»: 75 Pfg. Billers vorher 60 Pfg. bei Herrn Friseur Gerhard, Lindenplatz. 10014 Neues vorzügliches Programm. Äfbactbn: A. Echevd«^ — Druck und V?rlo, 6,r Wvübdtirn lln,vrrs,täre-8uch. und 6tnnbnnfern Piellch * Echrvd«) in Nie heutige Plummer umfaßt 6 Seite». D« fRonto®*- wcxVi Vt W fnadmt een Wgtnbffl io| n ettT.: W N@to Mach Hn do* 7. N II Irr Justiz am : für dir «asfühi Heffm ist am leichrSokkerem l UMglid) auf di (rtoschlußlich der oil Lchwem nfhttftn. Die InlfüflHag vor Muagßromich iuBtmbtntüd)t \W ist. 3 illirehalb bti ietztereo die Zi der oiiheren Si brfiadllchell,8i ersichtlich, »tt i Sie je eia (f/ti verttaot Kadjtn Itflnng btt Ml indtang btt 8t( alilall lorMeho tßti btt jx AchdlniMtvh w ul tttubtn. °°° »tzstUHu «dd Jhato in hb im Bedarfs! Merled, l 8